Everolimus Mylan 5 mg Tabletten

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

16-06-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

16-06-2021

Wirkstoff:
Everolimus
Verfügbar ab:
Mylan Germany GmbH (8185157)
ATC-Code:
L01XE10
INN (Internationale Bezeichnung):
Everolimus
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Everolimus (29196) 5 Milligramm
Verabreichungsweg:
zum Einnehmen
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
99707.00.00
Berechtigungsdatum:
2018-09-21

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Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Everolimus Mylan 2,5 mg Tabletten

Everolimus Mylan 5 mg Tabletten

Everolimus Mylan 10 mg Tabletten

Everolimus

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie

Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Everolimus Mylan und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Everolimus Mylan beachten?

Wie ist Everolimus Mylan einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Everolimus Mylan aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Everolimus Mylan und wofür wird es angewendet?

Everolimus Mylan ist ein Arzneimittel gegen Krebs, das den Wirkstoff Everolimus enthält.

Everolimus vermindert die Blutversorgung des Tumors und verlangsamt das Wachstum und die

Ausbreitung von Krebszellen.

Everolimus Mylan wird angewendet zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit:

Hormonrezeptor-positivem fortgeschrittenem Brustkrebs bei postmenopausalen Frauen, bei

denen die Erkrankung durch andere Behandlungen (sogenannte „nicht-steroidale

Aromatasehemmer“) nicht mehr kontrolliert werden kann. Es wird zusammen mit dem

Arzneimittel Exemestan, einem sogenannten „steroidalen Aromatasehemmer“, gegeben, der

als Hormontherapie gegen Krebs angewendet wird.

fortgeschrittenen Tumoren, sogenannten neuroendokrinen Tumoren, die ihren Ursprung im

Magen, im Darm, in der Lunge oder in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) haben. Es wird

angewendet, wenn die Tumore nicht operiert werden können und nicht übermäßig bestimmte

Hormone oder andere, ähnliche natürliche Substanzen herstellen.

fortgeschrittenen Nierentumoren (fortgeschrittene Nierenzellkarzinome), wenn Ihre

Erkrankung mit anderen Behandlungsmöglichkeiten (sogenannten „VEGF-zielgerichtete

Therapie“) nicht zum Stillstand gekommen ist.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Everolimus Mylan beachten?

Everolimus Mylan wird Ihnen nur von einem Arzt mit Erfahrung in der Krebsbehandlung

verschrieben. Bitte befolgen Sie sorgfältig alle Anweisungen des Arztes. Möglicherweise

unterscheiden sie sich von den allgemeinen Informationen, die in dieser Gebrauchsinformation

enthalten sind. Wenn Sie noch Fragen zu Everolimus Mylan haben oder wissen möchten, warum

Ihnen dieses Arzneimittel verschrieben worden ist, fragen Sie Ihren Arzt.

Everolimus Mylan darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Everolimus, ähnliche Arzneimittel, wie z. B. Sirolimus oder

Temsirolimus, oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses

Arzneimittels sind.

Wenn Sie vermuten, allergisch zu sein, fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bevor Sie Everolimus Mylan einnehmen:

wenn Sie Leberprobleme haben oder schon einmal an einer Krankheit gelitten haben, die

möglicherweise Ihre Leber geschädigt hat. In diesem Fall muss Ihnen Ihr Arzt Everolimus

Mylan möglicherweise in einer anderen Dosierung verschreiben.

wenn Sie Diabetes (einen hohen Blutzuckerspiegel) haben. Everolimus Mylan kann den

Blutzuckerspiegel anheben und eine Zuckerkrankheit verschlechtern. Dies kann die

Notwendigkeit einer Insulinbehandlung und/oder einer oralen Therapie gegen die

Zuckerkrankheit zur Folge haben. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie sehr großen Durst

haben oder häufiger Wasser lassen müssen.

wenn Sie während der Einnahme von Everolimus Mylan geimpft werden müssen.

wenn Sie einen hohen Cholesterinwert haben. Everolimus Mylan kann den Cholesterinwert

und/oder den Wert anderer Blutfette erhöhen.

wenn Sie kürzlich eine größere Operation hatten oder eine noch nicht verheilte Wunde

nach einer Operation haben. Everolimus Mylan kann das Risiko für Probleme bei der

Wundheilung verstärken.

wenn Sie eine Infektion haben. Es kann erforderlich sein, Ihre Infektion vor der Gabe von

Everolimus Mylan zu behandeln.

wenn Sie bereits eine Hepatitis B hatten, weil diese während der Behandlung mit Everolimus

Mylan wieder auftreten kann (siehe Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).

Everolimus Mylan kann auch:

Ihr Immunsystem schwächen. Daher kann bei Ihnen das Risiko bestehen, an einer Infektion zu

erkranken, wenn Sie Everolimus Mylan einnehmen.

Ihre Nierenfunktion beeinträchtigen. Deshalb wird Ihr Arzt Ihre Nierenfunktion überwachen,

während Sie Everolimus Mylan einnehmen.

Kurzatmigkeit, Husten und Fieber verursachen.

Geschwüre und wunde Stellen im Mund verursachen. Ihr Arzt kann Ihre Behandlung mit

Everolimus Mylan deshalb unterbrechen oder beenden müssen. Sie könnten eine Behandlung

mit einer Mundspülung, einem Gel oder anderen Mitteln benötigen. Einige Mundspülungen

und Gels können aber die Geschwüre verschlimmern. Probieren Sie daher nicht irgendetwas

aus, ohne dies zunächst mit Ihrem Arzt zu besprechen. Ihr Arzt kann die Behandlung mit

Everolimus Mylan mit derselben Dosis oder einer niedrigeren Dosis wiederbeginnen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie diese Symptome bei sich feststellen.

Während der Behandlung wird Ihr Blut in regelmäßigen Abständen untersucht. Dabei wird

überprüft, wie viele Blutzellen (weiße Blutkörperchen, rote Blutkörperchen und Blutplättchen) sich

in Ihrem Körper befinden, um festzustellen, ob Everolimus Mylan auf diese Zellen eine

unerwünschte Wirkung hat. Auch Ihre Nierenfunktion (Kreatininwerte) und Leberfunktion

(Transaminasewerte) sowie Ihre Blutzucker- und Cholesterinwerte werden mit Bluttests

kontrolliert, da Everolimus Mylan auch diese Werte beeinflussen kann.

Kinder und Jugendliche

Everolimus Mylan darf bei Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren) nicht angewendet werden.

Einnahme von Everolimus Mylan zusammen mit anderen Arzneimitteln

Everolimus Mylan kann möglicherweise die Wirkungsweise anderer Arzneimittel beeinflussen.

Wenn Sie Everolimus Mylan zusammen mit anderen Arzneimitteln einnehmen, muss Ihr Arzt

möglicherweise die Dosierung von Everolimus Mylan oder die Dosierung der anderen Arzneimittel

verändern.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich

andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.

Die folgenden Arzneimittel können das Risiko von Nebenwirkungen bei Everolimus Mylan

erhöhen:

Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol oder Fluconazol und andere Mittel zur

Behandlung von Pilzinfektionen.

Clarithromycin, Telithromycin oder Erythromycin, Antibiotika zur Behandlung von

bakteriellen Infektionen.

Ritonavir und andere Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen/AIDS.

Verapamil oder Diltiazem zur Behandlung von Herzerkrankungen oder Bluthochdruck.

Dronedaron, ein Arzneimittel, das zur Regulierung Ihres Herzschlags verwendet wird.

Ciclosporin, ein Arzneimittel, das zur Verhinderung von Abstoßungsreaktionen Ihres Körpers

nach Organtransplantationen angewendet wird.

Imatinib. Wird angewendet, um das Wachstum krankhafter Zellen zu hemmen.

Angiotensin-Conversions-Enzym-(ACE-)Hemmer (wie z. B. Ramipril), die zur

Behandlung von Bluthochdruck oder anderen Herz-Kreislauf-Problemen verwendet werden.

Nefazodon, ein Arzneimittel, das zur Behandlung von Depression angewendet wird.

Die folgenden Arzneimittel können die Wirksamkeit von Everolimus Mylan herabsetzen:

Rifampicin zur Behandlung von Tuberkulose (TB).

Efavirenz oder Nevirapin zur Behandlung von HIV-Infektionen/AIDS.

Johanniskraut (die lateinische Bezeichnung lautet Hypericum perforatum) – ein pflanzliches

Mittel zur Behandlung von Depressionen und ähnlichen Leiden.

Dexamethason, ein Kortikosteroid zur Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen

einschließlich Entzündungen und Immunerkrankungen.

Phenytoin, Carbamazepin oder Phenobarbital und andere Antiepileptika gegen Krämpfe

oder Anfälle.

Diese Arzneimittel sollten Sie während Ihrer Behandlung mit Everolimus Mylan vermeiden. Wenn

Sie eines dieser Arzneimittel einnehmen, könnte Ihr Arzt Sie auf ein anderes Arzneimittel

umstellen oder die Dosierung von Everolimus Mylan ändern.

Einnahme von Everolimus Mylan zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Nehmen Sie Everolimus Mylan jeden Tag immer zur gleichen Tageszeit und immer entweder

während oder außerhalb der Mahlzeiten ein. Vermeiden Sie Grapefruits und Grapefruitsaft

während der Behandlung mit Everolimus Mylan.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Schwangerschaft

Everolimus Mylan kann das ungeborene Kind schädigen und wird während der Schwangerschaft

nicht empfohlen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder vermuten,

schwanger zu sein. Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, ob Sie während Ihrer Schwangerschaft mit

diesem Arzneimittel behandelt werden sollten.

Frauen, die schwanger werden könnten, müssen während der Behandlung eine hoch wirksame

Verhütungsmethode anwenden. Wenn Sie trotz dieser Maßnahmen vermuten, schwanger geworden

zu sein, fragen Sie bitte Ihren Arzt um Rat, bevor Sie Everolimus Mylan weiter einnehmen.

Stillzeit

Everolimus Mylan kann ein Kind, das gestillt wird, schädigen. Sie sollten während der Behandlung

und 2 Wochen nach der letzten Einnahme von Everolimus nicht stillen. Informieren Sie bitte Ihren

Arzt, wenn Sie stillen.

Weibliche Fruchtbarkeit

Das Ausbleiben der Menstruation (Amenorrhö) wurde bei einigen weiblichen Patienten, die

Everolimus Mylan erhielten, beobachtet.

Everolimus Mylan kann die weibliche Fruchtbarkeit beeinflussen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt,

wenn Sie Kinder haben möchten.

Männliche Fruchtbarkeit

Everolimus Mylan kann die männliche Fruchtbarkeit beeinflussen. Informieren Sie Ihren Arzt,

wenn Sie Vater werden möchten.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Wenn Sie sich ungewöhnlich müde fühlen (Müdigkeit ist eine sehr häufige Nebenwirkung),

müssen Sie beim Lenken von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen besonders vorsichtig sein.

Everolimus Mylan enthält Lactose

Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3.

Wie ist Everolimus Mylan einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt 10 mg, einmal täglich eingenommen. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie

viele Everolimus Mylan-Tabletten Sie einnehmen müssen.

Wenn Sie Leberprobleme haben, beginnt Ihr Arzt die Behandlung vielleicht mit einer niedrigeren

Dosis Everolimus Mylan (2,5, 5 oder 7,5 mg pro Tag).

Wenn bei Ihnen während der Einnahme von Everolimus Mylan bestimmte Nebenwirkungen

auftreten (siehe Abschnitt 4), senkt Ihr Arzt möglicherweise die Dosierung oder stoppt Ihre

Behandlung, entweder für eine kurze Zeit oder auf Dauer.

Nehmen Sie Everolimus Mylan einmal täglich und jedes Mal etwa zur gleichen Tageszeit ein und

immer entweder während oder außerhalb der Mahlzeiten.

Schlucken Sie die Tablette(n) im Ganzen mit einem Glas Wasser. Die Tabletten dürfen nicht

zerkaut oder zerstoßen werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Everolimus Mylan eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viel Everolimus Mylan eingenommen haben oder jemand anderer versehentlich

Ihre Tabletten geschluckt hat, suchen Sie bitte sofort einen Arzt oder ein Krankenhaus auf.

Möglicherweise ist eine Behandlung dringend erforderlich.

Zeigen Sie dem Arzt die Faltschachtel und diese Packungsbeilage, damit er weiß, welches

Arzneimittel eingenommen wurde.

Wenn Sie die Einnahme von Everolimus Mylan vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, setzen Sie die Einnahme beim nächsten Mal wie üblich fort.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme der Tabletten

vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Everolimus Mylan abbrechen

Hören Sie mit der Einnahme von Tabletten nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt auf.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

BEENDEN Sie die Einnahme von Everolimus Mylan und suchen Sie unverzüglich medizinische

Hilfe auf, wenn Sie eine der folgenden Anzeichen für eine allergische Reaktion zeigen:

Schwierigkeiten beim Atmen und Schlucken

Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Hals

Starkes Jucken der Haut mit rotem Hautausschlag oder Blasen

Schwerwiegende Nebenwirkungen von Everolimus Mylan schließen ein:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Erhöhte Temperatur, Frösteln (Anzeichen einer Infektion)

Fieber, Husten, Atemschwierigkeiten, Keuchen (Anzeichen einer Lungenentzündung, auch

bekannt als Pneumonitis)

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Starker Durst, große Urinmenge, verstärkter Appetit mit Gewichtsverlust, Müdigkeit

(Anzeichen von Diabetes)

Blutung (Hämorrhagie) z. B. in der Darmwand

Stark verringerte Harnmenge (Anzeichen eines Nierenversagens)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Fieber, Hautausschlag, Gelenkschmerzen und Entzündung, sowie Müdigkeit, Appetitverlust,

Übelkeit, Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut), Schmerzen im rechten Oberbauch, heller Stuhl,

dunkler Urin (dies können Anzeichen einer Hepatitis B-Reaktivierung sein)

Atemlosigkeit, Schwierigkeiten beim Atmen im Liegen, Anschwellen der Füße oder Beine

(Anzeichen einer Herzmuskelschwäche)

Schwellung und/oder Schmerzen in einem der Beine, gewöhnlich in der Wade, Rötung oder

warme Haut an der betroffenen Stelle (Anzeichen einer Blockade eines Blutgefäßes (Vene) im

Bein, verursacht durch Blutgerinnung)

Plötzlicher Anfall von Atemnot, Schmerzen in der Brust oder Bluthusten (mögliche Anzeichen

einer Lungenembolie, einer Erkrankung, die auftritt wenn eine oder mehrere Arterien in Ihrer

Lunge verstopfen)

Stark verringerte Urinmenge, Schwellung in den Beinen, Gefühl der Verwirrtheit,

Rückenschmerzen (Anzeichen eines plötzlichen Nierenversagens)

Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht

Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken, Schwindel (Anzeichen einer schwerwiegenden

allergischen Reaktion, auch bekannt als Überempfindlichkeit)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Kurzatmigkeit oder schnelle Atmung (Anzeichen eines akuten Atemnot-Syndroms)

Wenn Sie eine dieser Nebenwirkungen bemerken, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt,

weil diese lebensbedrohlich sein könnten.

Weitere mögliche Nebenwirkungen von Everolimus Mylan schließen ein:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Müdigkeit, Atemlosigkeit, Schwindel, blasse Haut, Anzeichen für einen niedrigen Wert an

roten Blutkörperchen (Anämie)

Hoher Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie)

Appetitverlust, hohe Werte von Lipiden (Fetten) im Blut (Hypercholesterinämie)

Gestörter Geschmackssinn (Dysgeusie), Kopfschmerzen

Nasenbluten (Epistaxis)

Husten

Geschwüre im Mund

Magenprobleme einschließlich Übelkeit (Nausea) oder Durchfall

Hautausschlag

Juckreiz (Pruritus)

Gefühl der Schwäche oder Müdigkeit

Schwellung der Arme, Hände, Füße, Fußknöchel, oder anderer Teile des Körpers (Anzeichen

von Ödemen)

Gewichtsverlust

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Spontane Blutungen oder blaue Flecken (Anzeichen für einen niedrigen Wert an

Blutplättchen, auch bekannt als Thrombozytopenie), Fieber, Halsentzündung, Geschwüre im

Mund bedingt durch Infektionen (Anzeichen für niedrige Werte an weißen Blutkörperchen,

Leukopenie, Lymphopenie und/oder Neutropenie)

Kurzatmigkeit (Dyspnoe)

Durst, verringerte Harnmenge, dunkler Urin, trockene, gerötete Haut, Reizbarkeit (Anzeichen

einer Dehydration)

Schlafstörungen (Insomnia)

Kopfschmerzen, Schwindel (Anzeichen eines hohen Blutdrucks, auch bekannt als Hypertonie)

Fieber

Entzündung der Mund-, Magen- oder Darmschleimhaut

Trockener Mund

Sodbrennen (Dyspepsie)

Erbrechen

Schwierigkeiten beim Schlucken (Dysphagie)

Bauchschmerzen

Akne

Ausschlag und Schmerzen an Ihren Handflächen oder Fußsohlen (Hand-Fuß-Syndrom)

Hautrötung (Erythem)

Gelenkschmerzen

Schmerzen im Mund

Menstruationsstörungen wie unregelmäßige Periode

Hohe Werte von Lipiden (Fetten) im Blut (Hyperlipidämie, erhöhte Triglyzeride)

Niedriger Wert von Kalium im Blut (Hypokaliämie)

Niedriger Wert von Phosphat im Blut (Hypophosphatämie)

Niedriger Werte von Kalzium im Blut (Hypokalzämie)

Trockene Haut, schuppige Haut, Hautwunden

Erkrankungen der Nägel, Abbrechen Ihrer Nägel

Leichter Haarausfall

Abnorme Ergebnisse von Leberfunktionstests (erhöhte Alanin- und Aspartat-

Aminotransferase)

Abnorme Ergebnisse von Nierenfunktionstests (erhöhtes Kreatinin)

Ausfluss aus dem Auge mit Jucken, Rötung und Schwellung

Eiweiß im Urin

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Schwäche, spontane Blutungen und blaue Flecken und häufige Infektionen mit Anzeichen wie

Fieber, Schüttelfrost, Halsentzündung oder Mundgeschwüre (Anzeichen für niedrige Werte an

Blutzellen, auch bekannt als Panzytopenie)

Verlust des Geschmackssinns (Ageusie)

Bluthusten (Hämoptyse)

Menstruationsstörungen wie Ausbleiben der Periode (Amenorrhö)

Häufigeres Wasserlassen während des Tages

Brustschmerzen

Wundheilungsstörungen

Hitzewallungen

Bindehautentzündung oder rote Augen (Konjunktivitis)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Müdigkeit, Atemlosigkeit, Schwindel, blasse Haut (Anzeichen für niedrige Werte an roten

Blutkörperchen, möglicherweise aufgrund einer Form von Anämie, die Erythrozytenaplasie

genannt wird)

Schwellung des Gesichts, rund um die Augen, den Mund und im Mund und/oder Rachen, als

auch der Zunge und Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken (auch bekannt als

Angioödem) können Anzeichen einer allergischen Reaktion sein

Wenn diese Nebenwirkungen schwerwiegend werden, sagen Sie es bitte Ihrem Arzt und/oder

Apotheker. Die meisten Nebenwirkungen sind leicht bis mittelschwer und werden im

Allgemeinen verschwinden, wenn Ihre Behandlung für einige Tage unterbrochen wird.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Everolimus Mylan aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen

erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die Toilette oder das

Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es

nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden

Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Everolimus Mylan enthält

Der Wirkstoff ist Everolimus.

Everolimus Mylan 2,5 mg: Jede Tablette enthält 2,5 mg Everolimus.

Everolimus Mylan 5 mg: Jede Tablette enthält 5 mg Everolimus.

Everolimus Mylan 10 mg: Jede Tablette enthält 10 mg Everolimus.

Die sonstigen Bestandteile sind: Butylhydroxytoluol (Ph.Eur.) (E321), Hypromellose (E464),

Lactose, Lactose-Monohydrat, Crospovidon Typ A (E1202) und Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

[pflanzlich] (E470b).

Wie Everolimus Mylan aussieht und Inhalt der Packung

Everolimus Tabletten sind in drei Stärken erhältlich.

Everolimus Mylan 2,5 mg sind weiße bis cremefarbene, ovale, bikonvexe Tabletten, mit der

Prägung „E9VS“ auf der einen und „2.5“ auf der anderen Seite.

Everolimus Mylan 5 mg sind weiße bis cremefarbene, ovale und bikonvexe Tabletten, mit der

Prägung „E9VS5“ auf der einen Seite.

Everolimus Mylan 10 mg sind weiße bis cremefarbene, ovale und bikonvexe Tabletten, mit der

Prägung „E9VS10“ auf der einen Seite.

Everolimus Mylan ist in Packungen zu 30, 30 x 1 oder 90 Tabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht

Pharmazeutischer Unternehmer

Mylan Germany GmbH

Lütticher Straße 5

53842 Troisdorf

Mitvertrieb:

Mylan Healthcare GmbH

Lütticher Straße 5

53842 Troisdorf

Hersteller

Synthon Hispania, S.L.

Castelló 1, Polígono Las Salinas,

08830 Sant Boi de Llobregat

Spanien

oder

Synthon BV

Microweg 22

6545 CM Nijmegen

Niederlande

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen

Bulgarien

Еверолимус

Майлан

2,5 mg/5 mg/10 mg

таблетки

Dänemark

Everolimus Mylan, 2,5 mg/5 mg/10 mg tabletter

Deutschland

Everolimus Mylan 2,5 mg/5 mg/10 mg Tabletten

Finnland

Everolimus Mylan, 2,5 mg/5 mg/10 mg tabletti

Frankreich

Everolimus Mylan 2,5 mg/5 mg/10 mg comprimés

Italien

Everolimus Mylan 2,5 mg/5 mg/10 mg compresse

Kroatien

Everolimus Mylan 2,5 mg/5 mg/10 mg tablete

Niederlande

Everolimus Mylan 2,5 mg/5 mg/10 mg, tabletten

Norwegen

Everolimus Mylan, 2,5 mg/5 mg/10 mg tabletter

Österreich

Everolimus Mylan 2,5 mg/5 mg/10 mg Tabletten

Polen

Everolimus Mylan

Portugal

Everolímus Mylan

Rumänien

Everolimus Mylan 2,5 mg/5 mg/10 mg comprimate

Schweden

Everolimus Mylan, 2,5 mg/5 mg/10 mg tabletter

Slowakei

Everolimus Mylan 2,5 mg/5 mg/10 mg tablety

Slowenien

Everolimus Mylan 2,5 mg/5 mg/10 mg tablete

Spanien

Everolimus Mylan 5 mg/10 mg comprimidos EFG

Tschechische Republik

Everolimus Mylan

Vereinigtes Königreich

Everolimus Mylan 2.5 mg/5 mg/10 mg tablets

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im April 2021.

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Everolimus Mylan 2,5 mg Tabletten

Everolimus Mylan 5 mg Tabletten

Everolimus Mylan 10 mg Tabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Everolimus Mylan 2,5 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 2,5 mg Everolimus.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Tablette enthält 74,0 mg Lactose.

Everolimus Mylan 5 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 5 mg Everolimus.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Tablette enthält 147,9 mg Lactose.

Everolimus Mylan 10 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 10 mg Everolimus.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Tablette enthält 295,8mg Lactose.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Tablette.

2,5 mg Tablette: weiße bis cremefarbene, ovale, bikonvexe Tabletten (ca. 10 x 5 mm), mit der

Prägung „E9VS“ auf der einen und „2.5“ auf der anderen Seite.

5 mg Tablette: weiße bis cremefarbene, ovale und bikonvexe Tabletten (ca. 13 x 6 mm), mit der

Prägung „E9VS5“ auf der einen Seite.

10 mg Tablette: weiße bis cremefarbene, ovale und bikonvexe Tabletten (ca. 16 x 8 mm), mit der

Prägung „E9VS10“ auf der einen Seite.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Hormonrezeptor-positives, fortgeschrittenes Mammakarzinom

Everolimus Mylan wird in Kombination mit Exemestan zur Therapie des Hormonrezeptor-

positiven, HER2/neu-negativen, fortgeschrittenen Mammakarzinoms bei postmenopausalen Frauen

ohne symptomatische viszerale Metastasierung angewendet, nachdem es zu einem Rezidiv oder

einer Progression nach einem nicht-steroidalen Aromataseinhibitor gekommen ist.

Neuroendokrine Tumoren pankreatischen Ursprungs

Everolimus Mylan ist zur Behandlung von inoperablen oder metastasierten, gut oder mäßig

differenzierten neuroendokrinen Tumoren pankreatischen Ursprungs bei Erwachsenen mit

progressiver Erkrankung indiziert.

Neuroendokrine Tumoren mit Ursprung im Gastrointestinaltrakt oder in der Lunge

Everolimus Mylan ist zur Behandlung von inoperablen oder metastasierten, gut differenzierten

(Grad 1 oder Grad 2) nicht-funktionellen neuroendokrinen Tumoren gastrointestinalen oder

pulmonalen Ursprungs bei Erwachsenen mit progressiver Erkrankung indiziert (siehe Abschnitte

4.4 und 5.1).

Nierenzellkarzinom

Everolimus Mylan ist zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom

indiziert, bei denen es während oder nach einer gegen VEGF gerichteten Therapie zu einer

Krankheitsprogression kommt.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Die Behandlung mit Everolimus Mylan sollte von einem Arzt eingeleitet und überwacht werden,

der Erfahrung in der Anwendung von Krebstherapien besitzt.

Dosierung

Für die unterschiedlichen Dosierungsschemata ist Everolimus Mylan als 2,5 mg, 5 mg und 10 mg

Tabletten verfügbar.

Die empfohlene Dosis beträgt 10 mg Everolimus einmal täglich. Die Behandlung sollte fortgesetzt

werden, solange ein klinischer Nutzen beobachtet wird oder bis inakzeptable toxische

Nebenwirkungen auftreten.

Wenn eine Dosis versäumt wurde, soll der Patient die Einnahme nicht nachholen, sondern die

nächste vorgeschriebene Dosis wie gewohnt einnehmen.

Dosisanpassung bei Nebenwirkungen

Die Therapie von schwerwiegenden und/oder inakzeptablen vermuteten Nebenwirkungen kann

eine Reduktion der Dosis und/oder zeitweilige Unterbrechung der Everolimus Mylan-Therapie

erfordern. Bei Nebenwirkungen mit Schweregrad 1 ist üblicherweise keine Dosisanpassung

erforderlich. Sollte eine Dosisreduktion notwendig sein, beträgt die empfohlene tägliche Dosis

5 mg und darf nicht niedriger als 5 mg täglich sein.

Tabelle 1 fasst die Empfehlungen zu Dosisanpassungen bei bestimmten Nebenwirkungen

zusammen (siehe auch Abschnitt 4.4).

Tabelle 1

Empfehlungen zu Dosisanpassungen von Everolimus Mylan

Nebenwirkung

Schweregrad

1

Dosisanpassungen von Everolimus Mylan

Nicht-infektiöse

Pneumonitis

Grad 2

Eine Behandlungsunterbrechung bis zur

Rückbildung der Symptome auf

Grad 1 ist zu

erwägen.

Erneute Behandlung mit 5 mg täglich.

Falls es innerhalb von 4 Wochen zu keiner

Rückbildung kommt, ist die Behandlung

abzubrechen.

Grad 3

Behandlungsunterbrechung bis zur Rückbildung der

Symptome auf

Grad 1.

Eine erneute Gabe von 5 mg täglich ist zu erwägen.

Wenn erneut Toxizität mit Grad 3 auftritt, ist ein

Abbruch in Erwägung zu ziehen.

Grad 4

Absetzen der Behandlung.

Stomatitis

Grad 2

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis

zur Rückbildung auf

Grad 1.

Erneute Gabe in gleicher Dosierung.

Wenn erneut eine Stomatitis 2. Grades auftritt, ist die

Behandlung bis zur Rückbildung auf

Grad 1 zu

unterbrechen. Erneute Behandlung mit 5 mg täglich.

Grad 3

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis

zur Erholung auf

Grad 1.

Erneute Behandlung mit 5 mg täglich.

Grad 4

Absetzen der Behandlung.

Andere nicht-

hämatologische

Toxizitäten

(ausgenommen

Stoffwechsel-

ereignisse)

Grad 2

Bei tolerierbarer Toxizität ist keine Dosisanpassung

erforderlich.

Wenn die Toxizität nicht mehr tolerierbar ist, muss

eine vorübergehende Unterbrechung der Behandlung

bis zur Rückbildung auf

Grad 1 erfolgen. Erneute

Gabe in gleicher Dosierung.

Wenn die Toxizität erneut in Grad 2 auftritt, ist die

Behandlung bis zur Rückbildung auf

Grad 1 zu

unterbrechen. Erneute Behandlung mit 5 mg täglich.

Grad 3

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis

zur Rückbildung auf

Grad 1.

Eine erneute Behandlung mit täglich 5 mg ist in

Erwägung zu ziehen. Wenn erneut Toxizität mit

Grad 3 auftritt, ist ein Abbruch in Erwägung zu

ziehen.

Grad 4

Absetzen der Behandlung.

Stoffwechselereig-

nisse (z. B.

Hyperglykämie,

Dyslipidämie)

Grad 2

Keine Dosisanpassung erforderlich.

Grad 3

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung.

Erneute Behandlung mit 5 mg täglich.

Grad 4

Absetzen der Behandlung.

Thrombozytopenie

Grad 2

(<75,

50x10

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis

zur Rückbildung auf

Grad 1 (

75x10

/l). Erneute

Gabe in gleicher Dosierung.

Grad 3 und 4

(<50x10

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis

zur Rückbildung auf

Grad 1 (

75x10

/l). Erneute

Behandlung mit 5 mg täglich.

Neutropenie

Grad 2

1x10

Keine Dosisanpassung erforderlich.

Grad 3

(<1,

0,5x10

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis

zur Rückbildung auf

Grad 2 (

1x10

/l). Erneute

Gabe in gleicher Dosierung.

Grad 4

(<0,5x10

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis

zur Rückbildung auf

Grad 2 (

1x10

/l). Erneute

Behandlung mit 5 mg täglich.

Febrile Neutropenie

Grad 3

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis

zur Rückbildung auf

Grad 2 (

1,25x10

/l) und kein

Fieber.

Erneute Behandlung mit 5 mg täglich.

Grad 4

Absetzen der Behandlung.

Schweregrad entsprechend der „Common Terminology Criteria for Adverse Events (CTCAE)

v3.0” des National Cancer Institutes (NCI).

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten (

65 Jahre)

Es ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Eingeschränkte Nierenfunktion

Es ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Eingeschränkte Leberfunktion

Leichte Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh A) – die empfohlene Dosis beträgt 7,5 mg

täglich.

Mittelschwere Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh B) – die empfohlene Dosis beträgt 5 mg

täglich.

Schwere Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh C) – Everolimus Mylan wird nur empfohlen,

wenn der erwünschte Nutzen gegenüber dem Risiko überwiegt. In diesem Fall darf eine Dosis

von 2,5 mg täglich nicht überschritten werden.

Dosisanpassungen sind durchzuführen, wenn sich der Leberstatus (Child-Pugh) des Patienten

während der Behandlung ändert (siehe auch Abschnitte 4.4 und 5.2).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Everolimus Mylan bei Kindern und Jugendlichen im Alter

von 0 bis 18 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Everolimus Mylan sollte einmal täglich immer zur gleichen Tageszeit und dann immer entweder

während oder außerhalb der Mahlzeiten eingenommen werden (siehe Abschnitt 5.2). Die

Everolimus Mylan-Tabletten sollten im Ganzen mit einem Glas Wasser geschluckt werden. Die

Tabletten dürfen nicht zerkaut oder zerstoßen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Rapamycin-Derivate oder einen der in

Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Nicht infektiöse Pneumonitis

Bei der nicht infektiösen Pneumonitis handelt es sich um einen Klasseneffekt der Rapamycin-

Derivate, einschließlich Everolimus. Fälle von nicht infektiöser Pneumonitis (einschließlich

interstitieller Lungenerkrankung) wurden bei Patienten unter Everolimus Mylan häufig berichtet

(siehe Abschnitt 4.8). Einige Krankheitsfälle waren schwerwiegend und verliefen vereinzelt

tödlich. Die Diagnose einer nicht infektiösen Pneumonitis sollte bei Patienten in Betracht gezogen

werden, die unspezifische respiratorische Anzeichen und Symptome wie Hypoxie, Pleuraerguss,

Husten oder Dyspnoe zeigen, und bei welchen infektiöse, neoplastische oder andere nicht

medizinische Ursachen durch entsprechende Untersuchungen ausgeschlossen wurden.

Opportunistische Infektionen, wie eine Pneumocystis-jirovecii-(carinii)-Pneumonie (PJP, PCP),

sollten in der Differentialdiagnose einer nicht infektiösen Pneumonitis ausgeschlossen werden

(siehe nachfolgend unter „Infektionen“). Die Patienten sollten angewiesen werden, alle neu

auftretenden oder sich verschlechternden respiratorischen Symptome unverzüglich zu melden.

Bei Patienten, die radiologisch sichtbare Veränderungen entwickeln, welche auf eine nicht

infektiöse Pneumonitis hindeuten, jedoch wenige oder keine Symptome zeigen, kann die

Behandlung mit Everolimus Mylan ohne Dosisänderung fortgesetzt werden. Wenn mäßige

(Grad 2) oder schwere (Grad 3) Symptome auftreten, kann der Einsatz von Kortikosteroiden

angezeigt sein, bis die klinischen Symptome verschwinden.

Bei Patienten, die Kortikosteroide zur Behandlung einer nicht infektiösen Pneumonitis benötigen,

kann eine Prophylaxe gegen eine Pneumocystis-jirovecii-(carinii)-Pneumonie (PJP, PCP) in

Betracht gezogen werden.

Infektionen

Everolimus hat immunsuppressive Eigenschaften und kann bei prädisponierten Patienten

bakterielle, Pilz-, virale oder Protozoen-Infektionen, einschließlich Infektionen mit

opportunistischen pathogenen Keimen, begünstigen (siehe Abschnitt 4.8). Lokale und systemische

Infektionen, z. B. Pneumonie, andere bakterielle Infektionen, invasive Pilzinfektionen wie

Aspergillose, Candidiasis oder Pneumocystis-jirovecii-(carinii)-Pneumonie (PJP, PCP) und virale

Infektionen, einschließlich der Reaktivierung des Hepatitis-B-Virus, sind bei Patienten unter

Everolimus beschrieben worden. Einige dieser Infektionen waren schwerwiegend (z. B. bis hin zu

Sepsis, respiratorischer oder Leberinsuffizienz) und verliefen vereinzelt tödlich.

Ärzte und Patienten sollten über das erhöhte Infektionsrisiko während einer Therapie mit

Everolimus Mylan informiert sein. Vorbestehende Infektionen sollten angemessen behandelt und

vollkommen abgeheilt sein, bevor die Behandlung mit Everolimus Mylan begonnen wird. Während

der Einnahme von Everolimus Mylan ist aufmerksam auf Anzeichen einer Infektion zu achten.

Wenn eine Infektion diagnostiziert wird, ist umgehend mit einer entsprechenden Behandlung zu

beginnen und eine Unterbrechung oder Beendigung der Behandlung mit Everolimus Mylan zu

erwägen.

Wenn eine invasive systemische Pilzinfektion diagnostiziert wird, ist die Everolimus Mylan-

Behandlung sofort und endgültig abzubrechen und der Patient mit einer entsprechenden

antimykotischen Therapie zu behandeln.

Bei Patienten, die Everolimus erhielten, wurden Fälle von Pneumocystis-jirovecii-(carinii)-

Pneumonie (PJP, PCP), einige mit tödlichem Ausgang, berichtet. PJP/PCP kann mit der

gleichzeitigen Anwendung von Kortikosteroiden oder anderen Immunsuppressiva verbunden sein.

Eine Prophylaxe gegen PJP/PCP sollte in Erwägung gezogen werden, falls gleichzeitig

Kortikosteroide oder andere Immunsuppressiva benötigt werden.

Überempfindlichkeitsreaktionen

Überempfindlichkeitsreaktionen, die sich durch Symptome wie Anaphylaxie, Atemnot,

Hitzewallungen, Schmerzen in der Brust oder Angioödeme (z. B. Anschwellen der Atemwege oder

der Zunge mit oder ohne Verschlechterung der Atemfunktion) äußern, aber nicht darauf beschränkt

sind, wurden im Zusammenhang mit Everolimus beobachtet (siehe Abschnitt 4.3).

Gleichzeitige Anwendung von Angiotensin-Conversions-Enzym-(ACE-)Hemmern

Bei Patienten, die gleichzeitig ACE-Hemmer (z. B. Ramipril) einnehmen, kann ein erhöhtes Risiko

für Angioödeme (z. B. Anschwellen der Atemwege oder der Zunge mit oder ohne

Verschlechterung der Atemfunktion) bestehen (siehe Abschnitt 4.5).

Stomatitis

Stomatitis, einschließlich Mundulzerationen und oraler Mukositis, ist die am häufigsten berichtete

Nebenwirkung bei Patienten unter Everolimus (siehe Abschnitt 4.8). Eine Stomatitis tritt meistens

innerhalb der ersten 8 Behandlungswochen auf. Eine einarmige Studie an postmenopausalen

Frauen mit Brustkrebs, die mit Everolimus und Exemestan behandelt wurden, deutet darauf hin,

dass eine alkoholfreie, orale, kortikosteroidhaltige Lösung, gegeben während der ersten 8

Behandlungswochen als Mundspülung, die Häufigkeit und den Schweregrad einer Stomatitis

verringern kann (siehe Abschnitt 5.1). Das Management einer Stomatitis kann daher die

prophylaktische und/oder therapeutische Anwendung topischer Arzneimittel, wie alkoholfreier,

oraler, kortikosteroidhaltiger Lösungen als Mundspülung, beinhalten. Produkte, die Alkohol,

Wasserstoffperoxid, Jod oder Thymianverbindungen enthalten, sollten allerdings vermieden

werden, da sie den Zustand verschlechtern können. Eine Überwachung hinsichtlich Pilzinfektionen

und deren Behandlung wird vor allem bei Patienten, die mit Steroiden behandelt werden,

empfohlen. Antimykotika sollten nur eingesetzt werden, wenn eine Pilzinfektion diagnostiziert

worden ist (siehe Abschnitt 4.5).

Fälle von Nierenversagen

Bei mit Everolimus behandelten Patienten wurden Fälle von Nierenversagen (einschließlich

akutem Nierenversagen) beobachtet, einige mit letalem Ausgang (siehe Abschnitt 4.8). Die

Nierenfunktion sollte überwacht werden, vor allem, wenn die Patienten zusätzliche Risikofaktoren

haben, die die Nierenfunktion weiter verschlechtern könnten.

Labortests und Überwachung

Nierenfunktion

Es wurde über einen meist geringfügigen Anstieg des Serum-Kreatinins und über Proteinurie

berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Die Überwachung der Nierenfunktion, einschließlich Messungen

von Blut-Harnstoff-Stickstoff (BUN), Protein im Urin oder Serum-Kreatinin, wird vor

Behandlungsbeginn mit Everolimus Mylan und danach in regelmäßigen Intervallen empfohlen.

Serumglukose

Es wurde über Hyperglykämie berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Eine Überwachung der

Nüchternglukose vor Behandlungsbeginn mit Everolimus Mylan und danach in regelmäßigen

Intervallen wird empfohlen. Eine häufigere Kontrolle wird empfohlen, wenn Everolimus Mylan

gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln gegeben wird, die eine Hyperglykämie verursachen

könnten. Wenn möglich, sollte vor Behandlungsbeginn mit Everolimus Mylan eine optimale

glykämische Kontrolle erreicht werden.

Serumlipide

Es wurde über Dyslipidämie (einschließlich Hypercholesterinämie und Hypertriglyzeridämie)

berichtet. Es wird sowohl die Überwachung von Cholesterin und der Triglyzeride im Blut vor

Behandlungsbeginn mit Everolimus Mylan und danach in regelmäßigen Intervallen, als auch die

Behandlung mit einer angemessenen medikamentösen Therapie empfohlen.

Hämatologische Parameter

Es kam zu einer Abnahme von Hämoglobin, Lymphozyten, neutrophilen Granulozyten und

Thrombozyten (siehe Abschnitt 4.8). Eine Kontrolle des Differentialblutbildes vor

Behandlungsbeginn mit Everolimus Mylan und danach in regelmäßigen Intervallen wird

empfohlen.

Funktionelle Karzinoide

In einer randomisierten, doppelblinden, multizentrischen Studie bei Patienten mit funktionellen

Karzinoiden wurde Everolimus plus Depot-Octreotid mit Placebo plus Depot-Octreotid verglichen.

Die Studie erreichte nicht ihren primären Wirksamkeitsendpunkt (progressionsfreies Überleben

[PFS]), und die Interimanalyse zum Gesamtüberleben (overall survival, OS) favorisierte numerisch

den Arm mit Placebo plus Depot-Octreotid. Daher sind die Sicherheit und Wirksamkeit von

Everolimus bei Patienten mit funktionellen Karzinoiden nicht erwiesen.

Prognostische Faktoren bei neuroendokrinen Tumoren mit Ursprung im Gastrointestinaltrakt oder

in der Lunge

Bei Patienten mit nicht-funktionellen neuroendokrinen Tumoren gastrointestinalen oder

pulmonalen Ursprungs und guten prognostischen Faktoren zu Behandlungsbeginn wie z. B. Ileum

als Ort des Primärtumors und normalen Chromogranin-A-Werten oder ohne Beteiligung der

Knochen, sollte vor Beginn der Therapie mit Everolimus Mylan eine individuelle Nutzen-Risiko-

Bewertung durchgeführt werden. Ein eingeschränkter Beweis eines Nutzens hinsichtlich PFS

wurde in der Patienten-Subgruppe mit Primärtumor im Ileum berichtet (siehe Abschnitt 5.1).

Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Gabe von Inhibitoren und Induktoren von CYP3A4 und/oder des Multidrug-

Resistance-Proteins p-Glycoprotein (p-GP) sollte vermieden werden. Wenn die gleichzeitige Gabe

eines moderaten CYP3A4- und/oder p-GP-Inhibitors nicht vermieden werden kann, kann eine

Dosisanpassung von Everolimus Mylan auf der Grundlage der vorausberechneten AUC erwogen

werden (siehe Abschnitt 4.5).

Die gleichzeitige Behandlung mit starken CYP3A4-Inhibitoren führt zu drastisch erhöhten

Plasmakonzentrationen von Everolimus (siehe Abschnitt 4.5). Zurzeit gibt es keine ausreichenden

Daten, die in dieser Situation Dosierungsempfehlungen erlauben würden. Die gleichzeitige

Behandlung mit Everolimus Mylan und starken Inhibitoren wird daher nicht empfohlen.

Wegen der Möglichkeit von Wechselwirkungen sollte Everolimus Mylan nur mit Vorsicht

zusammen mit oral gegebenen CYP3A4-Substraten mit einer engen therapeutischen Breite

angewendet werden. Wenn Everolimus Mylan zusammen mit oral verabreichten CYP3A4-

Substraten mit einer engen therapeutischen Breite (wie z. B. Pimozid, Terfenadin, Astemizol,

Cisaprid, Chinidin oder Ergotalkaloid-Derivaten) gegeben wird, sollte der Patient hinsichtlich der

Nebenwirkungen überwacht werden, die in der Produktinformation der oral gegebenen CYP3A4-

Substrate beschrieben sind (siehe Abschnitt 4.5).

Eingeschränkte Leberfunktion

Die Exposition gegenüber Everolimus war bei Patienten mit leichten (Child-Pugh A),

mittelschweren (Child-Pugh B) und schweren (Child-Pugh C) Leberfunktionsstörungen erhöht

(siehe Abschnitt 5.2).

Everolimus Mylan wird nur für die Anwendung bei Patienten mit schweren

Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh C) empfohlen, wenn der erwünschte Nutzen gegenüber dem

Risiko überwiegt (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

Derzeit sind keine klinischen Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit verfügbar, die eine

Empfehlung für Dosisanpassungen beim Auftreten von Nebenwirkungen bei Patienten mit

eingeschränkter Leberfunktion unterstützen.

Impfungen

Der Einsatz von Lebendimpfstoffen sollte während der Behandlung mit Everolimus Mylan

vermieden werden (siehe Abschnitt 4.5).

Komplikationen bei der Wundheilung

Eine verzögerte Wundheilung ist ein Klasseneffekt von Rapamycin-Derivaten, einschließlich

Everolimus. Daher ist perioperativ Vorsicht bei der Anwendung von Everolimus Mylan geboten.

Warnhinweis zum sonstigen Bestandteil Lactose

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder

Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Everolimus ist ein CYP3A4-Substrat und außerdem ein Substrat und mäßiger Inhibitor des p-GP.

Deshalb kann die Absorption und anschließende Elimination von Everolimus durch Produkte

beeinflusst werden, die auf CYP3A4 und/oder p-GP wirken. In vitro wirkt Everolimus als

kompetitiver Inhibitor von CYP3A4 und als gemischter Inhibitor von CYP2D6.

In Tabelle 2 sind bekannte und theoretische Wechselwirkungen mit ausgewählten CYP3A4- und

p-GP-Inhibitoren und -Induktoren gelistet.

CYP3A4- und p-GP-Inhibitoren, die die Blutkonzentrationen von Everolimus erhöhen

Substanzen, die CYP3A4- oder p-GP-Inhibitoren sind, können durch Reduktion des Metabolismus

oder den Efflux von Everolimus aus intestinalen Zellen die Blutkonzentrationen von Everolimus

erhöhen.

CYP3A4- und p-GP-Induktoren, die die Blutkonzentrationen von Everolimus vermindern

Substanzen, die CYP3A4- oder p-GP-Induktoren sind, können die Blutkonzentrationen von

Everolimus durch Erhöhung des Metabolismus oder des Effluxes von Everolimus aus intestinalen

Zellen vermindern.

Tabelle 2

Wirkungen von anderen Wirkstoffen auf Everolimus

Wirkstoff nach

Wechselwirkung

Wechselwirkung –

Änderung der AUC/C

max

von Everolimus

Geometrisches

Durchschnittsverhältnis

(beobachteter Bereich)

Empfehlungen bezüglich

gleichzeitiger Gabe

Starke CYP3A4-/p-GP-Inhibitoren

Ketoconazol

15,3-fach

(Bereich 11,2-22,5)

4,1-fach

(Bereich 2,6-7,0)

Die gleichzeitige Behandlung mit

Everolimus Mylan und starken

Inhibitoren wird nicht empfohlen.

Itraconazol,

Posaconazol,

Voriconazol

Nicht untersucht. Starker

Anstieg der Everolimus-

Blutkonzentration wird

erwartet.

Telithromycin,

Clarithromycin

Nefazodon

Ritonavir, Atazanavir,

Saquinavir, Darunavir,

Indinavir, Nelfinavir

Moderate CYP3A4-/p-GP-Inhibitoren

Erythromycin

4,4-fach

(Bereich 2,0-12,6)

2,0-fach

(Bereich 0,9-3,5)

Vorsicht ist geboten, wenn die

gleichzeitige Gabe von moderaten

CYP3A4- oder p-GP-Inhibitoren

nicht vermieden werden kann.

Wenn Patienten die gleichzeitige

Gabe eines moderaten CYP3A4-

oder p-GP-Inhibitors benötigen,

kann eine Dosisreduktion auf 5 mg

oder 2,5 mg täglich erwogen

werden. Es gibt jedoch keine

klinischen Daten zu dieser

Dosisanpassung. Wegen der

interindividuellen Schwankungen

sind die empfohlenen

Dosisanpassungen möglicherweise

nicht für alle Patienten optimal.

Daher wird eine enge

Überwachung der Nebenwirkungen

Imatinib

3,7-fach

2,2-fach

Verapamil

3,5-fach

(Bereich 2,2-6,3)

2,3-fach

(Bereich 1,3-3,8)

Orales Ciclosporin

2,7-fach

(Bereich 1,5-4,7)

1,8-fach

(Bereich 1,3-2,6)

Fluconazol

Nicht untersucht. Erhöhte

Exposition erwartet.

Diltiazem

Dronedaron

Nicht untersucht. Erhöhte

Exposition erwartet.

Amprenavir,

Fosamprenavir

Nicht untersucht. Erhöhte

Exposition erwartet.

empfohlen. Wenn der moderate

Inhibitor abgesetzt wird, ist eine

Auswaschphase von mindestens 2

bis 3 Tagen zu erwägen

(durchschnittliche Eliminationszeit

für die am häufigsten verwendeten

moderaten Inhibitoren), bevor

Everolimus Mylan wieder in der

gleichen Dosierung gegeben wird

wie vor der gleichzeitigen

Behandlung.

Grapefruitsaft oder

andere Lebensmittel, die

CYP3A4/p-GP

beeinflussen

Nicht untersucht. Erhöhte

Exposition erwartet (Die

Wirkung variiert stark).

Die Kombination sollte vermieden

werden.

Starke und moderate CYP3A4-Induktoren

Rifampicin

63 %

(Bereich 0-80 %)

58 %

(Bereich 10-70 %)

Die gleichzeitige Gabe von starken

CYP3A4-Induktoren sollte

vermieden werden. Wenn Patienten

die gleichzeitige Gabe eines

starken CYP3A4-Induktors

benötigen, sollte eine

Dosiserhöhung von Everolimus

Mylan von 10 mg/Tag auf bis zu

20 mg/Tag in Einzelschritten von

5 mg oder weniger, gegeben an den

Tagen 4 und 8 nach erstmaliger

Gabe des Induktors, erwogen

werden. Diese Dosis von

Everolimus Mylan ist berechnet im

Hinblick auf die Anpassung der

AUC an den Bereich, der ohne

Induktoren beobachtet wurde. Es

gibt jedoch keine klinischen Daten

zu dieser Dosisanpassung. Wenn

die Behandlung mit dem Induktor

abgesetzt wird, ist eine

Auswaschphase von mindestens 3

bis 5 Tagen zu erwägen

(ausreichende Zeit für eine

signifikante De-Induktion der

Enzyme), bevor Everolimus Mylan

wieder in der gleichen Dosierung

gegeben wird wie vor der

gleichzeitigen Behandlung.

Dexamethason

Nicht untersucht.

Verminderte Exposition

erwartet.

Carbamazepin,

Phenobarbital, Phenytoin

Nicht untersucht.

Verminderte Exposition

erwartet.

Efavirenz, Nevirapin

Nicht untersucht.

Verminderte Exposition

erwartet.

Johanniskraut

(Hypericum perforatum)

Nicht untersucht. Stark

verminderte Exposition

erwartet.

Arzneimittel, die Johanniskraut

enthalten, sollten während der

Behandlung mit Everolimus nicht

angewendet werden.

Substanzen, deren Plasmakonzentrationen durch Everolimus verändert werden können

Basierend auf In-vitro-Ergebnissen lassen die systemischen Konzentrationen, die nach täglicher

oraler Gabe von 10 mg beobachtet wurden, die Inhibierung von p-GP, CYP3A4 und CYP2D6

unwahrscheinlich erscheinen. Jedoch kann die Inhibierung von CYP3A4 und p-GP im Darm nicht

ausgeschlossen werden. Eine Studie zu Wechselwirkungen bei Gesunden zeigte, dass die

gleichzeitige Gabe einer oralen Midazolam-Dosis, einem empfindlichen CYP3A-Substrat, mit

Everolimus zu einer Zunahme der C

von Midazolam um 25 % und der AUC

(0-inf)

von Midazolam

um 30 % führte. Diese Wirkung ist wahrscheinlich auf die Hemmung von intestinalem CYP3A4

durch Everolimus zurückzuführen. Daher könnte Everolimus die Bioverfügbarkeit von gleichzeitig

gegebenen oralen CYP3A4-Substraten beeinflussen. Ein klinisch relevanter Effekt auf die

Exposition von systemisch gegebenen CYP3A4-Substraten ist jedoch nicht zu erwarten (siehe

Abschnitt 4.4).

Die gleichzeitige Gabe von Everolimus und Depot-Octreotid führte zu einem Anstieg der C

Octreotid mit einem Quotient des geometrischen Mittels (Everolimus/Placebo) von 1,47. Eine

klinisch relevante Auswirkung hiervon auf die Wirksamkeit von Everolimus bei Patienten mit

fortgeschrittenen neuroendokrinen Tumoren konnte nicht gezeigt werden.

Die gleichzeitige Gabe von Everolimus und Exemestan führte zu einer Erhöhung von Cmin und

C2h von Exemestan um 45% bzw. 64%. Die entsprechenden Östradiolspiegel waren jedoch im

Steady-State (4 Wochen) in den beiden Behandlungsarmen nicht unterschiedlich. Eine Zunahme

der Nebenwirkungen von Exemestan wurde bei Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem,

fortgeschrittenem Mammakarzinom unter der Kombinationstherapie nicht beobachtet. Es ist

unwahrscheinlich, dass der Anstieg der Exemestanspiegel einen Einfluss auf die Wirksamkeit oder

Sicherheit hat.

Gleichzeitige Anwendung von Angiotensin-Conversions-Enzym-(ACE-)Hemmern

Bei Patienten, die gleichzeitig ACE-Hemmer (z. B. Ramipril) einnehmen, kann ein erhöhtes Risiko

für Angioödeme bestehen (siehe Abschnitt 4.4).

Impfungen

Während der Behandlung mit Everolimus Mylan ist die Immunreaktion auf die Impfung

möglicherweise beeinträchtigt und Impfungen können deshalb weniger wirksam sein. Der Einsatz

von Lebendimpfstoffen sollte während der Behandlung mit Everolimus Mylan vermieden werden

(siehe Abschnitt 4.4). Beispiele für Lebendimpfstoffe sind: intranasal angewendete Influenza-,

Masern-, Mumps-, Röteln-, orale Polio-, BCG (Bacillus Calmette-Guérin)-, Gelbfieber-,

Varizellen- und Typhus-TY21a-Vakzine.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter/Kontrazeption bei Männern und Frauen

Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und bis zu 8 Wochen nach der

Behandlung mit Everolimus eine äußerst zuverlässige Verhütungsmethode (z. B. nicht

östrogenhaltige hormonelle Methoden der Geburtenkontrolle, Kontrazeptiva auf Progesteron-Basis,

Hysterektomie, Tubenligatur, vollständige Abstinenz, Barriere-Methoden [zum Einnehmen, zur

Injektion oder Implantation], intrauterine Methoden [IUD] und/oder Sterilisation von Mann oder

Frau) anwenden. Männlichen Patienten sollte nicht untersagt werden, Kinder zu zeugen.

Schwangerschaft

Es liegen keine ausreichenden Daten für die Verwendung von Everolimus bei Schwangeren vor.

Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität, einschließlich Embryo- und

Fetotoxizität, gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Das potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht

bekannt.

Die Anwendung von Everolimus während der Schwangerschaft und bei gebärfähigen Frauen, die

keine Verhütungsmethode anwenden, wird nicht empfohlen.

Stillzeit

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