Everolimus Accord 10 mg Tabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

06-11-2019

Fachinformation Fachinformation (SPC)

13-06-2021

Wirkstoff:
Everolimus
Verfügbar ab:
Accord Healthcare B.V. (8182087)
ATC-Code:
L01XE10
INN (Internationale Bezeichnung):
Everolimus
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Everolimus (29196) 10 Milligramm
Verabreichungsweg:
zum Einnehmen
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
99608.00.00
Berechtigungsdatum:
2018-10-30

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Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Everolimus Accord 2,5 mg Tabletten

Everolimus Accord 5 mg Tabletten

Everolimus Accord 10 mg Tabletten

Everolimus

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Everolimus Accord und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Everolimus Accord beachten?

3. Wie ist Everolimus Accord einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Everolimus Accord aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Everolimus Accord und wofür wird es angewendet?

Everolimus Accord ist ein Arzneimittel gegen Krebs, das den Wirkstoff Everolimus

enthält. Everolimus vermindert die Blutversorgung des Tumors und verlangsamt das

Wachstum und die Ausbreitung von Krebszellen.

Everolimus Accord wird angewendet zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit:

-

fortgeschrittenen Tumoren, sogenannten neuroendokrinen Tumoren, die ihren

Ursprung im Magen, oder im Darm haben. Es wird angewendet, wenn die Tumoren

nicht operiert werden können und nicht übermäßig bestimmte Hormone oder andere,

ähnliche natürliche Substanzen herstellen.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Everolimus Accord beachten?

Everolimus Accord wird Ihnen nur von einem Arzt mit Erfahrung in der

Krebsbehandlung verschrieben. Bitte befolgen Sie sorgfältig alle Anweisungen des

Arztes. Möglicherweise unterscheiden sie sich von den allgemeinen Informationen, die in

dieser Gebrauchsinformation enthalten sind. Wenn Sie noch Fragen zu Everolimus

Accord haben oder wissen möchten, warum Ihnen dieses Arzneimittel verschrieben

worden ist, fragen Sie Ihren Arzt.

Everolimus Accord

darf nicht eingenommen werden,

-

wenn Sie

allergisch gegen Everolimus, ähnliche Arzneimittel, wie z. B. Sirolimus

oder Temsirolimus, oder einen der

in Abschnitt 6. genannten

sonstigen

Bestandteile

dieses Arzneimittels sind.

Wenn Sie vermuten, allergisch zu sein, fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Everolimus Accord einnehmen:

-

wenn Sie

Leberprobleme

haben oder schon einmal an einer

Krankheit

gelitten

haben, die möglicherweise

Ihre Leber geschädigt hat

. In diesem Fall muss Ihnen Ihr

Arzt Everolimus Accord möglicherweise in einer anderen Dosierung verschreiben.

-

wenn Sie

Diabetes

(einen hohen Blutzuckerspiegel) haben. Everolimus Accord kann

den Blutzuckerspiegel anheben und eine Zuckerkrankheit verschlechtern. Dies kann die

Notwendigkeit einer Insulinbehandlung und/oder einer oralen Therapie gegen die

Zuckerkrankheit zur Folge haben. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie sehr großen

Durst haben oder häufiger Wasser lassen müssen.

-

wenn Sie während der Einnahme von Everolimus Accord

geimpft

werden müssen.

-

wenn

einen

hohen

Cholesterinwert

haben.

Everolimus

Accord

kann

Cholesterinwert und/oder den Wert anderer Blutfette erhöhen.

-

wenn Sie kürzlich eine

größere Operation

hatten oder eine

noch nicht verheilte

Wunde

nach einer Operation haben. Everolimus Accord kann das Risiko für Probleme

bei der Wundheilung verstärken.

-

wenn Sie eine

Infektion

haben

.

Es kann erforderlich sein, Ihre Infektion vor der Gabe

von Everolimus Accord zu behandeln.

-

wenn Sie bereits eine

Hepatitis B

hatten, weil diese während der Behandlung mit

Everolimus Accord wieder auftreten kann (siehe Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen

sind möglich?“).

Everolimus Accord kann auch:

-

Ihr Immunsystem schwächen. Daher kann bei Ihnen das Risiko bestehen, an einer

Infektion zu erkranken, wenn Sie Everolimus Accord einnehmen.

-

Ihre Nierenfunktion beeinträchtigen. Deshalb wird Ihr Arzt Ihre Nierenfunktion

überwachen, während Sie Everolimus Accord einnehmen.

-

Kurzatmigkeit, Husten und Fieber verursachen.

Informieren Sie Ihren Arzt

, wenn Sie diese Symptome bei sich feststellen.

Während der Behandlung wird Ihr Blut in regelmäßigen Abständen untersucht. Dabei

wird überprüft, wie viele Blutzellen (weiße Blutkörperchen, rote Blutkörperchen und

Blutplättchen) sich in Ihrem Körper befinden, um festzustellen, ob Everolimus Accord

auf diese Zellen eine unerwünschte Wirkung hat. Auch Ihre Nierenfunktion

(Kreatininwerte) und Leberfunktion (Transaminasewerte) sowie Ihre Blutzucker- und

Cholesterinwerte werden mit Bluttests kontrolliert, da Everolimus Accord auch diese

Werte beeinflussen kann.

Kinder und Jugendliche

Everolimus Accord

darf bei Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren) nicht

angewendet werden.

Einnahme von Everolimus Accord zusammen mit anderen Arzneimitteln

Everolimus Accord kann möglicherweise die Wirkungsweise anderer Arzneimittel

beeinflussen. Wenn Sie Everolimus Accord zusammen mit anderen Arzneimitteln

einnehmen, muss Ihr Arzt möglicherweise die Dosierung von Everolimus Accord oder

die Dosierung der anderen Arzneimittel verändern.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker

, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen.

Die folgenden Arzneimittel können das Risiko von Nebenwirkungen bei

Everolimus

Accord

erhöhen:

-

Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol

oder

Fluconazol

andere Mittel zur

Behandlung von Pilzinfektionen

-

Clarithromycin, Telithromycin

oder

Erythromycin

Antibiotika

zur Behandlung

von bakteriellen Infektionen.

-

Ritonavir

und andere

Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen/AIDS

-

Verapamil

oder

Diltiazem

Behandlung

Herzerkrankungen

oder

Bluthochdruck.

-

Dronedaron

, ein Arzneimittel, das zur Regulierung Ihres Herzschlags angewendet

wird.

-

Ciclosporin

, ein Arzneimittel, das zur Verhinderung von Abstoßungsreaktionen Ihres

Körpers nach Organtransplantationen angewendet wird.

-

Imatinib

. Wird angewendet, um das Wachstum krankhafter Zellen zu hemmen.

-

Angiotensin-Conversions-Enzym-(ACE-)Hemmer

(wie z. B.

Ramipril

), die zur

Behandlung von Bluthochdruck oder anderen Herz-Kreislauf-Problemen angewendet

werden.

Die folgenden Arzneimittel können die Wirksamkeit von

Everolimus Accord

herabsetzen:

-

Rifampicin

zur Behandlung von Tuberkulose (TB).

-

Efavirenz

oder

Nevirapin

zur Behandlung von HIV-Infektionen/AIDS.

-

Johanniskraut

(die lateinische Bezeichnung lautet

Hypericum perforatum

) – ein

pflanzliches Mittel zur Behandlung von Depressionen und ähnlichen Leiden.

-

Dexamethason

, ein Kortikosteroid zur Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen

einschließlich Entzündungen und Immunerkrankungen.

-

Phenytoin

Carbamazepin

oder

Phenobarbital

und andere

Antiepileptika

gegen

Krämpfe oder Anfälle.

Diese Arzneimittel sollten Sie während Ihrer Behandlung mit

Everolimus Accord

vermeiden. Wenn Sie eines dieser Arzneimittel einnehmen, könnte Ihr Arzt Sie auf ein

anderes Arzneimittel umstellen oder die Dosierung von

Everolimus Accord

ändern.

Einnahme von Everolimus Accord zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Nehmen Sie Everolimus Accord jeden Tag immer zur gleichen Tageszeit und immer

entweder während oder außerhalb der Mahlzeiten ein. Vermeiden Sie

Grapefruits

Grapefruitsaft

während der Behandlung mit Everolimus Accord.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Schwangerschaft

Everolimus Accord kann das ungeborene Kind schädigen und wird während der

Schwangerschaft nicht empfohlen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie schwanger

sind oder vermuten, schwanger zu sein. Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, ob Sie

während Ihrer Schwangerschaft mit diesem Arzneimittel behandelt werden sollten.

Frauen, die schwanger werden könnten, müssen während der Behandlung eine hoch

wirksame Verhütungsmethode anwenden. Wenn Sie trotz dieser Maßnahmen vermuten,

schwanger geworden zu sein, fragen Sie bitte Ihren Arzt um Rat,

bevor

Sie Everolimus

Accord weiter einnehmen.

Stillzeit

Everolimus Accord kann ein Kind, das gestillt wird, schädigen. Sie sollten während der

Behandlung und 2 Wochen nach der letzten Einnahme von Everolimus nicht stillen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie stillen.

Weibliche Fruchtbarkeit

Das Ausbleiben der Menstruation (Amenorrhö) wurde bei einigen weiblichen Patienten,

die Everolimus Accord erhielten, beobachtet.

Everolimus Accord kann die weibliche Fruchtbarkeit beeinflussen. Sprechen Sie mit

Ihrem Arzt, wenn Sie Kinder haben möchten.

Männliche Fruchtbarkeit

Everolimus Accord kann die männliche Fruchtbarkeit beeinflussen. Informieren Sie Ihren

Arzt, wenn Sie Vater werden möchten.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Wenn Sie sich ungewöhnlich müde fühlen (Müdigkeit ist eine sehr häufige

Nebenwirkung), müssen Sie beim Lenken von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen

besonders vorsichtig sein.

Everolimus Accord enthält Lactose (Milchzucker)

Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn

Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten

Zuckernleiden.

3. Wie ist Everolimus Accord einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder

Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht

sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt 10 mg, einmal täglich eingenommen. Ihr Arzt wird Ihnen

sagen, wie viele Everolimus Accord-Tabletten Sie einnehmen müssen.

Wenn Sie Leberprobleme haben, beginnt Ihr Arzt die Behandlung vielleicht mit einer

niedrigeren Dosis Everolimus Accord (2,5, 5 oder 7,5 mg pro Tag).

Wenn bei Ihnen während der Einnahme von Everolimus Accord bestimmte

Nebenwirkungen auftreten (siehe Abschnitt 4), senkt Ihr Arzt möglicherweise die

Dosierung oder stoppt Ihre Behandlung, entweder für eine kurze Zeit oder auf Dauer.

Nehmen Sie Everolimus Accord einmal täglich und jedes Mal etwa zur gleichen

Tageszeit ein und immer entweder während oder außerhalb der Mahlzeiten.

Schlucken Sie die Tablette(n) im Ganzen mit einem Glas Wasser. Die Tabletten dürfen

nicht zerkaut oder zerstoßen werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Everolimus Accord eingenommen haben, als Sie

sollten:

-

wenn Sie zu viel Everolimus Accord eingenommen haben oder jemand anderer

versehentlich Ihre Tabletten geschluckt hat, suchen Sie bitte sofort einen Arzt oder ein

Krankenhaus auf. Möglicherweise ist eine Behandlung dringend erforderlich.

-

Zeigen Sie dem Arzt die Faltschachtel und diese Packungsbeilage, damit er weiß,

welches Arzneimittel eingenommen wurde.

Wenn Sie die Einnahme von Everolimus Accord vergessen haben:

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, setzen Sie die Einnahme beim nächsten Mal wie

üblich fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme

der Tabletten vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Everolimus Accord abbrechen

Hören Sie mit der Einnahme von Everolimus Accord nicht ohne Rücksprache mit Ihrem

Arzt auf.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber

nicht bei jedem auftreten müssen.

BEENDEN Sie die Einnahme von Everolimus Accord und suchen Sie unverzüglich

medizinische Hilfe auf, wenn Sie eine der folgenden Anzeichen für eine allergische

Reaktion zeigen:

Schwierigkeiten beim Atmen und Schlucken

Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Hals

Starkes Jucken der Haut mit rotem Hautausschlag oder Blasen

Schwerwiegende Nebenwirkungen von Everolimus Accord schließen ein:

Sehr häufig

(kann bei mehr als 1 von 10 Behandelten auftreten)

Erhöhte Temperatur, Frösteln (Anzeichen einer Infektion)

Fieber, Husten,

Atemschwierigkeiten, Keuchen (Anzeichen einer Lungenentzündung, auch bekannt als

Pneumonitis)

Häufig

(kann bei bis zu 1 von 10 Behandelten auftreten)

Starker Durst, große Urinmenge, verstärkter Appetit mit Gewichtsverlust, Müdigkeit

(Anzeichen von Diabetes)

Blutung (Hämorrhagie) z. B. in der Darmwand

Stark

verringerte Harnmenge (Anzeichen eines Nierenversagens)

Gelegentlich

(kann bei bis zu 1 von 100 Behandelten auftreten)

Fieber, Hautausschlag, Gelenkschmerzen und Entzündung, sowie Müdigkeit,

Appetitverlust, Übelkeit, Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut), Schmerzen im rechten

Oberbauch, heller Stuhl, dunkler Urin (dies können Anzeichen einer Hepatitis B-

Reaktivierung sein) Atemlosigkeit, Schwierigkeiten bei Atmen im Liegen, Anschwellen

der Füße oder Beine (Anzeichen einer Herzmuskelschwäche)

Schwellung und/oder

Schmerzen in einem der Beine, gewöhnlich in der Wade, Rötung oder warme Haut an der

betroffenen Stelle (Anzeichen einer Blockade eines Blutgefäßes (Vene) im Bein,

verursacht durch Blutgerinnung)

Plötzlicher Anfall von Atemnot, Schmerzen in der

Brust oder Bluthusten (mögliche Anzeichen einer Lungenembolie, einer Erkrankung, die

auftritt, wenn eine oder mehrere Arterien in Ihrer Lunge verstopfen)

Stark verringerte

Urinmenge, Schwellung in den Beinen, Gefühl der Verwirrtheit, Rückenschmerzen

(Anzeichen eines plötzlichen Nierenversagens)

Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht

Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken, Schwindel (Anzeichen einer

schwerwiegenden allergischen Reaktion, auch bekannt als Überempfindlichkeit)

Selten

(kann bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten auftreten)

Kurzatmigkeit oder schnelle Atmung (Anzeichen eines akuten Atemnot-Syndroms)

Wenn Sie eine dieser Nebenwirkungen bemerken, informieren Sie unverzüglich

Ihren Arzt, weil diese lebensbedrohlich sein könnten.

Weitere mögliche Nebenwirkungen von Everolimus Accord schließen ein:

Sehr häufig

(kann bei mehr als 1 von 10 Behandelten auftreten)

-

Müdigkeit, Atemlosigkeit, Schwindel, blasse Haut, Anzeichen für einen niedrigen

Wert an roten Blutkörperchen (Anämie)

-

Hoher Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie),

-

Appetitverlust, hohe Werte von Lipiden (Fetten) im Blut (Hypercholesterinämie)

-

Gestörter Geschmackssinn (Dysgeusie), Kopfschmerzen

-

Nasenbluten (Epistaxis)

-

Husten

-

Geschwüre im Mund

-

Magenprobleme einschließlich Übelkeit (Nausea) oder Durchfall

-

Hautausschlag,

-

Juckreiz (Pruritus)

-

Gefühl der Schwäche oder Müdigkeit, Schwellung der Arme, Hände, Füße,

Fußknöchel, oder anderer Teile des Körpers (Anzeichen von Ödemen)

-

Gewichtsverlust

Häufig

(kann bei bis zu 1 von 10 Behandelten auftreten)

-

Spontane Blutungen oder blaue Flecken (Anzeichen für einen niedrigen Wert an

Blutplättchen, auch bekannt als Thrombozytopenie), Fieber, Halsentzündung,

Geschwüre im Mund bedingt durch Infektionen (Anzeichen für niedrige Werte an

weißen Blutkörperchen, Leukopenie, Lymphopenie und/oder Neutropenie)

-

Kurzatmigkeit (Dyspnoe)

-

Durst, verringerte Harnmenge, dunkler Urin, trockene, gerötete Haut, Reizbarkeit

(Anzeichen einer Dehydration)

-

Schlafstörungen (Insomnia)

-

Kopfschmerzen, Schwindel (Anzeichen eines hohen Blutdrucks, auch bekannt als

Hypertonie)

-

Fieber

-

Entzündung der Mund-, Magen- oder Darmschleimhaut

-

Trockener Mund

-

Sodbrennen (Dyspepsie)

-

Erbrechen

-

Schwierigkeiten beim Schlucken (Dysphagie)

-

Bauchschmerzen

-

Akne

-

Ausschlag und Schmerzen an Ihren Handflächen oder Fußsohlen (Hand-Fuss-

Syndrom)

-

Hautrötung (Erythem)

-

Gelenkschmerzen

-

Schmerzen im Mund

-

Menstruationsstörungen wie unregelmäßige Periode

-

Hohe Werte von Lipiden (Fetten) im Blut (Hyperlipidämie, erhöhte Triglyzeride)

-

Niedriger Wert von Kalium im Blut (Hypokaliämie)

-

Niedriger Wert von Phosphat im Blut (Hypophosphatämie)

-

Niedriger Wert von Kalzium im Blut (Hypokalzämie)

-

Trockene Haut, schuppige Haut, Hautwunden

-

Erkrankungen der Nägel, Abbrechen Ihrer Nägel

-

Leichter Haarausfall

-

Abnorme Ergebnisse von Leberfunktionstests (erhöhte Alanin- und Aspartat-

Aminotransferase)

-

Abnorme Ergebnisse von Nierenfunktionstests (erhöhtes Kreatinin)

-

Ausfluss aus dem Auge mit Jucken, Rötung und Schwellung

-

Eiweiß im Urin

Gelegentlich

(kann bei bis zu 1 von 100 Behandelten auftreten)

-

Schwäche, spontane Blutungen und blaue Flecken und häufige Infektionen mit

Anzeichen wie Fieber, Schüttelfrost, Halsentzündung oder Mundgeschwüren

(Anzeichen für niedrige Werte an Blutzellen, auch bekannt als Panzytopenie)

-

Verlust des Geschmackssinns (Ageusie)

-

Bluthusten (Hämoptyse)

-

Menstruationsstörungen wie Ausbleiben der Periode (Amenorrhö)

-

Häufigeres Wasserlassen während des Tages

-

Brustschmerzen

-

Wundheilungsstörungen

-

Hitzewallungen

-

Bindehautentzündung oder rote Augen (Konjunktivitis)

Selten

(kann bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten auftreten)

-

Müdigkeit, Atemlosigkeit, Schwindel, blasse Haut (Anzeichen für niedrige Werte an

roten Blutkörperchen, möglicherweise aufgrund einer Form von Anämie, die

Erythrozytenaplasie genannt wird)

-

Schwellung des Gesichts, rund um die Augen, den Mund und im Mund und/oder

Rachen, sowie der Zunge und Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken (auch

bekannt als Angioödem) können Anzeichen einer allergischen Reaktion sein

Nicht bekannt

Schwellung, Gefühl der Schwere oder Enge, Schmerzen, eingeschränkte

Bewegungsfähigkeit von Körperteilen (könnte überall im Körper auftreten und ist ein

mögliches Anzeichen einer anomalen Flüssigkeitsansammlung in Weichgewebe aufgrund

einer Blockade im Lymphsystem, die auch „Lymphödem“ genannt wird).

Wenn diese Nebenwirkungen schwerwiegend werden, sagen Sie es bitte Ihrem Arzt

und/oder Apotheker. Die meisten Nebenwirkungen sind leicht bis mittelschwer und

werden im Allgemeinen verschwinden, wenn Ihre Behandlung für einige Tage

unterbrochen wird.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker

oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in

dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-

Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie

Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Everolimus Accord aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den

letzten Tag des angegebenen Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen

Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Everolimus Accord enthält

Der Wirkstoff ist: Everolimus. Jede Tablette enthält 2,5 mg, 5 mg und 10 mg Everolimus.

Die sonstigen Bestandteile sind: Butylhydroxytoluol (Ph. Eur.), Hypromellose, Lactose,

Lactose-Monohydrat, Crospovidon Typ A (Ph. Eur.) und Magnesiumstearate (Ph. Eur.)

[pflanzlich].

Wie Everolimus Accord aussieht und Inhalt der Packung

Everolimus Accord Tabletten sind in drei Stärken erhältlich:

Everolimus Accord 2,5 mg Tabletten sind weiße bis gebrochen weiße, ovale, bikonvexe

Tabletten (ca. 10 x 5 mm), mit der Prägung „E9VS“ auf der einen und „2,5“ auf der

anderen Seite.

Everolimus Accord 5 mg Tabletten sind weiße bis gebrochen weiße, ovale, bikonvexe

Tabletten (ca. 13 x 6 mm), mit der Prägung „E9VS 5“ auf der einen Seite.

Everolimus Accord 10 mg Tabletten weiße bis gebrochen weiße, ovale, bikonvexe

Tabletten (ca. 16 x 8 mm), mit der Prägung „E9VS 10“ auf der einen Seite.

Everolimus Accord 2,5 mg Tabletten ist in Packungen mit 30 oder 90 Tabletten

erhältlich.

Everolimus Accord 5 mg und 10 mg Tabletten sind in Packungen mit 10, 30 oder 90

Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Accord Healthcare B.V.

Winthontlaan 200

3526 KV Utrecht

Niederlande

Hersteller:

Synthon Hispania, S.L.

C/ Castelló no1, Pol. Las Salinas, Sant Boi de Llobregat

Barcelona, 08830, Spanien

Synthon BV

Microweg 22

6545 CM Nijmegen

Niederlande

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Name des Mitgliedsstaates

Bezeichnung des Arzneimittels

Niederlande

Everolimus Accord 2,5 mg, tabletten

Everolimus Accord 5 mg, tabletten

Everolimus Accord 10 mg, tabletten

Deutschland

Everolimus Accord 2,5 mg Tabletten

Everolimus Accord 5 mg Tabletten

Everolimus Accord 10 mg Tabletten

Italien

Everolimus Accord

Polen

Everolimus Accord

Spanien

Everolimus Accord 2,5 mg comprimidos EFG

Everolimus Accord 5 mg comprimidos EFG

Everolimus Accord 10 mg comprimidos EFG

Vereinigtes Königreich

Everolimus 2.5 mg, tablets

Everolimus 5 mg, tablets

Everolimus 10 mg, tablets

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2019.

Wortlaut der für die Fachinformation vorgesehenen Angaben

FACHINFORMATION

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Everolimus Accord 2,5 mg Tabletten

Everolimus Accord 5 mg Tabletten

Everolimus Accord 10 mg Tabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Everolimus Accord 2,5 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 2,5 mg Everolimus.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Tablette enthält 74,3 mg Lactose.

Everolimus Accord 5 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 5 mg Everolimus.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Tablette enthält 148,5 mg Lactose.

Everolimus Accord 10 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 10 mg Everolimus.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Tablette enthält 297,0 mg Lactose.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Tablette.

2,5 mg Tablette: weiße bis gebrochen weiße, ovale, bikonvexe Tabletten (ca. 10 x 5 mm), mit der

Prägung „E9VS“ auf der einen und „2,5“ auf der anderen Seite.

5 mg Tablette: weiße bis gebrochen weiße, ovale, bikonvexe Tabletten (ca. 13 x 6 mm), mit der

Prägung „E9VS 5“ auf der einen Seite.

10 mg Tablette: weiße bis gebrochen weiße, ovale, bikonvexe Tabletten (ca. 16 x 8 mm), mit der

Prägung „E9VS 10“ auf der einen Seite.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Neuroendokrine Tumoren mit Ursprung im Gastrointestinaltrakt

Everolimus Accord ist zur Behandlung von inoperablen oder metastasierten, gut differenzierten (Grad

1 oder Grad 2) nicht-funktionellen neuroendokrinen Tumoren gastrointestinalen Ursprungs bei

Erwachsenen mit progressiver Erkrankung indiziert (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Die Behandlung mit Everolimus Accord sollte von einem Arzt eingeleitet und überwacht werden, der

Erfahrung in der Anwendung von Krebstherapien besitzt.

Dosierung

Für die unterschiedlichen Dosierungsschemata ist Everolimus Accord als 2,5 mg, 5 mg und 10 mg

Tabletten verfügbar.

Die empfohlene Dosis beträgt 10 mg Everolimus einmal täglich. Die Behandlung sollte fortgesetzt

werden, solange ein klinischer Nutzen beobachtet wird oder bis inakzeptable toxische

Nebenwirkungen auftreten.

Wenn eine Dosis versäumt wurde, soll der Patient die Einnahme nicht nachholen, sondern die nächste

vorgeschriebene Dosis wie gewohnt einnehmen.

Dosisanpassung bei Nebenwirkungen

Die Therapie von schwerwiegenden und/oder inakzeptablen vermuteten Nebenwirkungen kann

eine Reduktion der Dosis und/oder zeitweilige Unterbrechung der Therapie mit Everolimus

Accord erfordern. Bei Nebenwirkungen mit Schweregrad 1 ist üblicherweise keine

Dosisanpassung erforderlich. Sollte eine Dosisreduktion notwendig sein, beträgt die empfohlene

tägliche Dosis 5 mg und darf nicht niedriger als 5 mg täglich sein.

Tabelle 1 fasst die Empfehlungen zu Dosisanpassungen bei bestimmten Nebenwirkungen

zusammen (siehe auch Abschnitt 4.4).

Tabelle 1 Empfehlungen zu Dosisanpassungen von Everolimus Accord

Nebenwirkung

Schweregrad

Dosisanpassungen von Everolimus Accord

Nicht-infektiöse

Pneumonitis

Grad 2

Eine Behandlungsunterbrechung bis zur Rückbildung der

Symptome auf ≤ Grad 1 ist zu erwägen.

Erneute Behandlung mit 5 mg täglich.

Falls es innerhalb von 4 Wochen zu keiner Rückbildung

kommt, ist die Behandlung abzubrechen.

Grad 3

Behandlungsunterbrechung bis zur Rückbildung der

Symptome auf ≤ Grad 1.

Eine erneute Gabe von 5 mg täglich ist zu erwägen. Wenn

erneut Toxizität mit Grad 3 auftritt, ist ein Abbruch in

Erwägung zu ziehen.

Grad 4

Absetzen der Behandlung.

Stomatitis

Grad 2

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis zur

Rückbildung auf ≤ Grad 1.

Erneute Gabe in gleicher Dosierung.

Wenn erneut eine Stomatitis 2. Grades auftritt, ist die

Behandlung bis zur Rückbildung auf ≤ Grad 1 zu

unterbrechen. Erneute Behandlung mit 5 mg täglich.

Grad 3

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis zur

Rückbildung auf ≤ Grad 1. Erneute Behandlung mit 5 mg

täglich.

Grad 4

Absetzen der Behandlung.

Andere

nicht-

hämatologische

Toxizitäten

(ausgenommen

Stoffwechsel-

ereignisse)

Grad 2

Bei tolerierbarer Toxizität ist keine Dosisanpassung

erforderlich.

Wenn die Toxizität nicht mehr tolerierbar ist, muss eine

vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis zur

Rückbildung auf ≤ Grad 1 erfolgen. Erneute Gabe in

gleicher Dosierung.

Wenn die Toxizität erneut in Grad 2 auftritt, ist die

Behandlung bis zur Rückbildung auf ≤ Grad 1 zu

unterbrechen. Erneute Behandlung mit 5 mg täglich.

Grad 3

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis zur

Rückbildung auf ≤ Grad 1. Eine erneute Behandlung mit

täglich 5 mg ist in Erwägung zu ziehen. Wenn erneut

Toxizität mit Grad 3 auftritt, ist ein Abbruch in Erwägung

zu ziehen.

Grad 4

Absetzen der Behandlung.

Stoffwechsel-

ereignisse (z. B.

Hyperglykämie,

Dyslipidämie)

Grad 2

Keine Dosisanpassung erforderlich.

Grad 3

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung.

Erneute Behandlung mit 5 mg täglich.

Grad 4

Absetzen der Behandlung.

Thrombozytopenie

Grad 2

(< 75, ≥ 50 x 10

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis zur

Rückbildung auf ≤ Grad 1 (≥ 75 x 10

/l). Erneute Gabe in

gleicher Dosierung.

Grad 3 und 4

(< 50 x 10

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis zur

Rückbildung auf ≤ Grad 1 (≥ 75 x 10

/l). Erneute

Behandlung mit 5 mg täglich.

atientengruppen

Ältere Patienten (≥ 65 Jahre)

Es ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Eingeschränkte Nierenfunktion

Es ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Eingeschränkte Leberfunktion

Leichte Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh A) – die empfohlene Dosis beträgt 7,5 mg täglich.

Mittelschwere Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh B) – die empfohlene Dosis beträgt 5 mg

täglich.

Schwere Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh C) – Everolimus Accord wird nur empfohlen, wenn

der erwünschte Nutzen gegenüber dem Risiko überwiegt. In diesem Fall darf eine Dosis von 2,5 mg

täglich nicht überschritten werden.

Dosisanpassungen sind durchzuführen, wenn sich der Leberstatus (Child-Pugh) des Patienten während

der Behandlung ändert (siehe auch Abschnitte 4.4 und 5.2).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Everolimus Accord bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 0

bis 18 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Everolimus Accord sollte einmal täglich immer zur gleichen Tageszeit und dann immer entweder

während oder außerhalb der Mahlzeiten eingenommen werden (siehe Abschnitt 5.2). Everolimus

Accord-Tabletten sollten im Ganzen mit einem Glas Wasser geschluckt werden. Die Tabletten dürfen

nicht zerkaut oder zerstoßen werden.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Rapamycin-Derivate oder einen der in Abschnitt 6.1

genannten sonstigen Bestandteile.

Neutropenie

Grad 2

(≥ 1 x 10

Keine Dosisanpassung erforderlich.

Grad 3

(<1, ≥ 0,5 x 10

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis zur

Rückbildung auf ≤ Grad 2 (≥ 1 x 10

/l). Erneute Gabe in

gleicher Dosierung.

Grad 4

(< 0,5 x 10

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis zur

Rückbildung auf ≤ Grad 2 (≥ 1 x 10

/l). Erneute Behandlung

mit 5 mg täglich.

Febrile

Neutropenie

Grad 3

Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis zur

Rückbildung auf ≤ Grad 2 (≥ 1,25 x 10

/l) und kein Fieber.

Erneute Behandlung mit 5 mg täglich.

Grad 4

Absetzen der Behandlung.

Schweregrad entsprechend der „Common Terminology Criteria for Adverse Events (CTCAE) V.3.0” des

National Cancer Institute (NCI)

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Nicht infektiöse Pneumonitis

Bei der nicht infektiösen Pneumonitis handelt es sich um einen Klasseneffekt der Rapamycin-

Derivate, einschließlich Everolimus. Fälle von nicht infektiöser Pneumonitis (einschließlich

interstitieller Lungenerkrankung) wurden bei Patienten unter Everolimus Accord häufig berichtet

(siehe Abschnitt 4.8). Einige Krankheitsfälle waren schwerwiegend und verliefen vereinzelt tödlich.

Die Diagnose einer nicht infektiösen Pneumonitis sollte bei Patienten in Betracht gezogen werden, die

unspezifische respiratorische Anzeichen und Symptome wie Hypoxie, Pleuraerguss, Husten oder

Dyspnoe zeigen und bei welchen infektiöse, neoplastische oder andere nicht medizinische Ursachen

durch entsprechende Untersuchungen ausgeschlossen wurden. Opportunistische Infektionen, wie eine

Pneumocystis-jirovecii-(carinii)-Pneumonie (PJP, PCP), sollten in der Differentialdiagnose einer nicht

infektiösen Pneumonitis ausgeschlossen werden (siehe nachfolgend unter „Infektionen“). Die

Patienten sollten angewiesen werden, alle neu auftretenden oder sich verschlechternden

respiratorischen Symptome unverzüglich zu melden.

Bei Patienten, die radiologisch sichtbare Veränderungen entwickeln, welche auf eine nicht infektiöse

Pneumonitis hindeuten, jedoch wenige oder keine Symptome zeigen, kann die Behandlung mit

Everolimus Accord ohne Dosisänderung fortgesetzt werden. Wenn mäßige (Grad 2) oder schwere

(Grad 3) Symptome auftreten, kann der Einsatz von Kortikosteroiden angezeigt sein, bis die klinischen

Symptome verschwinden.

Bei Patienten, die Kortikosteroide zur Behandlung einer nicht infektiösen Pneumonitis benötigen,

kann eine Prophylaxe gegen eine Pneumocystis-jirovecii-(carinii)-Pneumonie (PJP, PCP) in Betracht

gezogen werden.

Infektionen

Everolimus hat immunsuppressive Eigenschaften und kann bei prädisponierten Patienten bakterielle,

Pilz-, virale oder Protozoen-Infektionen, einschließlich Infektionen mit opportunistischen pathogenen

Keimen, begünstigen (siehe Abschnitt 4.8). Lokale und systemische Infektionen, z. B. Pneumonie,

andere bakterielle Infektionen, invasive Pilzinfektionen wie Aspergillose, Candidiasis oder

Pneumocystis-jirovecii-(carinii)-Pneumonie (PJP, PCP) und virale Infektionen, einschließlich der

Reaktivierung des Hepatitis-B-Virus, sind bei Patienten unter Everolimus beschrieben worden. Einige

dieser Infektionen waren schwerwiegend (z. B. bis hin zu Sepsis, respiratorischer oder

Leberinsuffizienz) und verliefen vereinzelt tödlich.

Ärzte und Patienten sollten über das erhöhte Infektionsrisiko während einer Therapie mit Everolimus

Accord informiert sein. Vorbestehende Infektionen sollten angemessen behandelt und vollkommen

abgeheilt sein, bevor die Behandlung mit Everolimus Accord begonnen wird. Während der Einnahme

von Everolimus Accord ist aufmerksam auf Anzeichen einer Infektion zu achten. Wenn eine Infektion

diagnostiziert wird, ist umgehend mit einer entsprechenden Behandlung zu beginnen und eine

Unterbrechung oder Beendigung der Behandlung mit Everolimus Accord zu erwägen.

Wenn eine invasive systemische Pilzinfektion diagnostiziert wird, ist die Behandlung mit Everolimus

Accord sofort und endgültig abzubrechen und der Patient mit einer entsprechenden antimykotischen

Therapie zu behandeln.

Bei Patienten, die Everolimus erhielten, wurden Fälle von Pneumocystis-jirovecii-(carinii)-Pneumonie

(PJP, PCP), einige mit tödlichem Ausgang, berichtet. PJP/PCP kann mit der gleichzeitigen

Anwendung von Kortikosteroiden oder anderen Immunsuppressiva verbunden sein. Eine Prophylaxe

gegen PJP/PCP sollte in Erwägung gezogen werden, falls gleichzeitig Kortikosteroide oder andere

Immunsuppressiva benötigt werden.

Überempfindlichkeitsreaktionen

Überempfindlichkeitsreaktionen, die sich durch Symptome wie Anaphylaxie, Atemnot,

Hitzewallungen, Schmerzen in der Brust oder Angioödeme (z. B. Anschwellen der Atemwege oder

der Zunge mit oder ohne Verschlechterung der Atemfunktion) äußern, aber nicht darauf beschränkt

sind, wurden im Zusammenhang mit Everolimus beobachtet (siehe Abschnitt 4.3).

Gleichzeitige Anwendung von Angiotensin-Conversions-Enzym-(ACE-)Hemmern

Bei Patienten, die gleichzeitig ACE-Hemmer (z. B. Ramipril) einnehmen, kann ein erhöhtes Risiko für

Angioödeme (z. B. Anschwellen der Atemwege oder der Zunge mit oder ohne Verschlechterung der

Atemfunktion) bestehen (siehe Abschnitt 4.5).

Stomatitis

Stomatitis, einschließlich Mundulzerationen und oraler Mukositis, ist die am häufigsten berichtete

Nebenwirkung bei Patienten unter Everolimus (siehe Abschnitt 4.8). Eine Stomatitis tritt meistens

innerhalb der ersten 8 Behandlungswochen auf. Das Management einer Stomatitis kann daher die

prophylaktische und/oder therapeutische Anwendung topischer Arzneimittel, wie alkoholfreier,

kortikosteroidhaltiger oraler Lösungen als Mundspülung, beinhalten. Produkte, die Alkohol,

Wasserstoffperoxid, Jod oder Thymianverbindungen enthalten, sollten allerdings vermieden werden,

da sie den Zustand verschlechtern können. Eine Überwachung hinsichtlich Pilzinfektionen und deren

Behandlung wird vor allem bei Patienten, die mit Steroiden behandelt werden, empfohlen.

Antimykotika sollten nur eingesetzt werden, wenn eine Pilzinfektion diagnostiziert worden ist (siehe

Abschnitt 4.5).

Fälle von Nierenversagen

Bei mit Everolimus behandelten Patienten wurden Fälle von Nierenversagen (einschließlich akutem

Nierenversagen) beobachtet, einige mit letalem Ausgang (siehe Abschnitt 4.8). Die Nierenfunktion

sollte überwacht werden, vor allem, wenn die Patienten zusätzliche Risikofaktoren haben, die die

Nierenfunktion weiter verschlechtern könnten.

Labortests und Überwachung

Nierenfunktion

Es wurde über einen meist geringfügigen Anstieg des Serum-Kreatinins und über Proteinurie berichtet

(siehe Abschnitt 4.8). Die Überwachung der Nierenfunktion, einschließlich Messungen von Blut-

Harnstoff-Stickstoff (BUN), Protein im Urin oder Serum-Kreatinin, wird vor Behandlungsbeginn mit

Everolimus Accord und danach in regelmäßigen Intervallen empfohlen.

Serumglukose

Es wurde über Hyperglykämie berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Eine Überwachung der

Nüchternglukose vor Behandlungsbeginn mit Everolimus Accord und danach in regelmäßigen

Intervallen wird empfohlen. Eine häufigere Kontrolle wird empfohlen, wenn Everolimus Accord

gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln gegeben wird, die eine Hyperglykämie verursachen könnten.

Wenn möglich, sollte vor Behandlungsbeginn mit Everolimus Accord eine optimale glykämische

Kontrolle erreicht werden.

Serumlipide

Es wurde über Dyslipidämie (einschließlich Hypercholesterinämie und Hypertriglyzeridämie)

berichtet. Es wird sowohl die Überwachung des Cholesterins und der Triglyzeride im Blut vor

Behandlungsbeginn mit Everolimus Accord und danach in regelmäßigen Intervallen als auch die

Behandlung mit einer angemessenen medikamentösen Therapie empfohlen.

Hämatologische Parameter

Es kam zu einer Abnahme von Hämoglobin, Lymphozyten, neutrophilen Granulozyten und

Thrombozyten (siehe Abschnitt 4.8). Eine Kontrolle des Differentialblutbildes vor Behandlungsbeginn

mit Everolimus Accord und danach in regelmäßigen Intervallen wird empfohlen.

Funktionelle Karzinoide

In einer randomisierten, doppelblinden, multizentrischen Studie bei Patienten mit funktionellen

Karzinoiden wurde Everolimus plus Depot-Octreotid mit Placebo plus Depot-Octreotid verglichen.

Die Studie erreichte nicht ihren primären Wirksamkeitsendpunkt (progressionsfreies Überleben

[PFS]), und die Interimanalyse zum Gesamtüberleben (overall survival, OS) favorisierte numerisch

den Arm mit Placebo plus Depot-Octreotid. Daher sind die Sicherheit und Wirksamkeit von

Everolimus bei Patienten mit funktionellen Karzinoiden nicht erwiesen.

Prognostische Faktoren bei neuroendokrinen Tumoren mit Ursprung im Gastrointestinaltrakt

Bei Patienten mit nicht-funktionellen neuroendokrinen Tumoren gastrointestinalen Ursprungs und

guten prognostischen Faktoren zu Behandlungsbeginn wie z. B. Ileum als Ort des Primärtumors und

normalen Chromogranin-A-Werten oder ohne Beteiligung der Knochen, sollte vor Beginn der

Therapie mit Everolimus Accord eine individuelle Nutzen-Risiko-Bewertung durchgeführt werden.

Ein eingeschränkter Beweis eines Nutzens hinsichtlich PFS wurde in der Patienten-Subgruppe mit

Primärtumor im Ileum berichtet (siehe Abschnitt 5.1).

Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Gabe von Inhibitoren und Induktoren von CYP3A4 und/oder des Multidrug-

Resistance-Proteins p-Glycoprotein (p-GP) sollte vermieden werden. Wenn die gleichzeitige Gabe

eines

moderaten

CYP3A4- und/oder p-GP-Inhibitors oder -Induktors nicht vermieden werden kann,

kann eine Dosisanpassung von Everolimus Accord auf der Grundlage der vorausberechneten AUC

erwogen werden (siehe Abschnitt 4.5).

Die gleichzeitige Behandlung mit

starken

CYP3A4-Inhibitoren führt zu drastisch erhöhten

Plasmakonzentrationen von Everolimus (siehe Abschnitt 4.5). Zurzeit gibt es keine ausreichenden

Daten, die in dieser Situation Dosierungsempfehlungen erlauben würden. Die gleichzeitige

Behandlung mit Everolimus Accord und

starken

Inhibitoren wird daher nicht empfohlen.

Wegen der Möglichkeit von Wechselwirkungen sollte Everolimus Accord nur mit Vorsicht zusammen

mit oral gegebenen CYP3A4-Substraten mit einer engen therapeutischen Breite angewendet werden.

Wenn Everolimus Accord zusammen mit oral verabreichten CYP3A4-Substraten mit einer engen

therapeutischen Breite (wie z. B. Pimozid, Terfenadin, Astemizol, Cisaprid, Chinidin oder

Ergotalkaloid-Derivaten) gegeben wird, sollte der Patient hinsichtlich der Nebenwirkungen überwacht

werden, die in der Produktinformation der oral gegebenen CYP3A4-Substrate beschrieben sind (siehe

Abschnitt 4.5).

Eingeschränkte Leberfunktion

Die Exposition gegenüber Everolimus war bei Patienten mit leichten (Child-Pugh A), mittelschweren

(Child-Pugh B) und schweren (Child-Pugh C) Leberfunktionsstörungen erhöht (siehe Abschnitt 5.2).

Everolimus Accord wird nur für die Anwendung bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen

(Child-Pugh C) empfohlen, wenn der erwünschte Nutzen gegenüber dem Risiko überwiegt (siehe

Abschnitte 4.2 und 5.2).

Derzeit sind keine klinischen Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit verfügbar, die eine Empfehlung

für Dosisanpassungen beim Auftreten von Nebenwirkungen bei Patienten mit eingeschränkter

Leberfunktion unterstützen.

Impfungen

Der Einsatz von Lebendimpfstoffen sollte während der Behandlung mit Everolimus Accord vermieden

werden (siehe Abschnitt 4.5).

Komplikationen bei der Wundheilung

Eine verzögerte Wundheilung ist ein Klasseneffekt von Rapamycin-Derivaten, einschließlich

Everolimus. Daher ist perioperativ Vorsicht bei der Anwendung von Everolimus Accord geboten.

Warnhinweise zum sonstigen Bestandteil Lactose

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-

Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Everolimus ist ein CYP3A4-Substrat und außerdem ein Substrat und mäßiger Inhibitor des p-GP.

Deshalb kann die Absorption und anschließende Elimination von Everolimus durch Produkte

beeinflusst werden, die auf CYP3A4 und/oder p-GP wirken. In vitro wirkt Everolimus als

kompetitiver Inhibitor von CYP3A4 und als gemischter Inhibitor von CYP2D6.

In Tabelle 2 sind bekannte und theoretische Wechselwirkungen mit ausgewählten CYP3A4- und p-

GP-Inhibitoren und -Induktoren gelistet.

CYP3A4- und p-GP-Inhibitoren, die die Blutkonzentrationen von Everolimus erhöhen

Substanzen, die CYP3A4- oder p-GP-Inhibitoren sind, können durch Reduktion des Metabolismus

oder des Effluxes von Everolimus aus intestinalen Zellen die Blutkonzentrationen von Everolimus

erhöhen.

CYP3A4- und p-GP-Induktoren, die die Blutkonzentrationen von Everolimus vermindern

Substanzen, die CYP3A4- oder p-GP-Induktoren sind, können die Blutkonzentrationen von

Everolimus durch Erhöhung des Metabolismus oder des Effluxes von Everolimus aus

intestinalen Zellen vermindern.

Tabelle 2 Wirkungen von anderen Wirkstoffen auf Everolimus

Wirkstoff nach

Wechselwirkung

Wechselwirkung –

Änderung der AUC/C

von Everolimus

Geometrisches

Durchschnittsverhältnis

(beobachteter Bereich)

Empfehlungen bezüglich gleichzeitiger Gabe

Starke CYP3A4-/p-GP-Inhibitoren

Ketoconazol

AUC ↑ 15,3-fach

(Bereich 11,2-22,5)

↑ 4,1-fach

(Bereich 2,6-7,0)

Die gleichzeitige Behandlung mit Everolimus

Accord und starken Inhibitoren wird nicht

empfohlen.

Itraconazol, Posaconazol,

Voriconazol

Nicht untersucht. Starker

Anstieg der Everolimus-

Blutkonzentration wird

erwartet.

Telithromycin,

Clarithromycin

Nefazodon

Ritonavir, Atazanavir,

Saquinavir, Darunavir,

Indinavir, Nelfinavir

Moderate CYP3A4-/p-GP-Inhibitoren

Erythromycin

AUC ↑ 4,4-fach

(Bereich 2,0-12,6)

↑ 2,0-fach

(Bereich 0,9-3,5)

Vorsicht ist geboten, wenn die gleichzeitige

Gabe von moderaten CYP3A4- oder p-GP-

Inhibitoren nicht vermieden werden kann.

Wenn Patienten die gleichzeitige Gabe eines

moderaten CYP3A4- oder p-GP-Inhibitors

benötigen, kann eine Dosisreduktion auf 5 mg

oder 2,5 mg täglich erwogen werden. Es gibt

jedoch keine klinischen Daten zu dieser

Dosisanpassung. Wegen der interindividuellen

Schwankungen sind die empfohlenen

Dosisanpassungen möglicherweise nicht für

alle Patienten optimal. Daher wird eine enge

Überwachung der Nebenwirkungen empfohlen.

Wenn der moderate Inhibitor abgesetzt wird,

ist eine Auswaschphase von mindestens 2 bis 3

Tagen zu erwägen (durchschnittliche

Eliminationszeit für die am häufigsten

verwendeten moderaten Inhibitoren), bevor

Everolimus Accord wieder in der gleichen

Dosierung gegeben wird wie vor der

gleichzeitigen Behandlung.

Imatinib

AUC ↑ 3,7-fach

↑ 2,2-fach

Verapamil

AUC ↑ 3,5-fach

(Bereich 2,2-6,3)

↑ 2,3-fach

(Bereich 1,3-3,8)

Orales Ciclosporin

AUC ↑ 2,7-fach

(Bereich 1,5-4,7)

↑ 1,8-fach

(Bereich 1,3-2,6)

Fluconazol

Nicht untersucht. Erhöhte

Exposition erwartet.

Diltiazem

Dronedaron

Nicht untersucht. Erhöhte

Exposition erwartet.

Amprenavir,

Fosamprenavir

Nicht untersucht. Erhöhte

Exposition erwartet.

Grapefruitsaft oder andere

Lebensmittel, die

CYP3A4/p-GP

beeinflussen

Nicht untersucht. Erhöhte

Exposition erwartet (die

Wirkung variiert stark).

Die Kombination sollte vermieden werden.

Starke und moderate CYP3A4-Induktoren

Rifampicin

AUC ↓ 63%

(Bereich 0-80%)

↓ 58%

(Bereich 10-70%)

Die gleichzeitige Gabe von starken CYP3A4-

Induktoren sollte vermieden werden. Wenn

Patienten die gleichzeitige Gabe eines starken

CYP3A4-Induktors benötigen, sollte eine

Dosiserhöhung von Everolimus Accord von 10

mg/Tag auf bis zu 20 mg/Tag in

Einzelschritten von 5 mg oder weniger,

gegeben an den Tagen 4 und 8 nach

Dexamethason

Nicht untersucht.

Verminderte Exposition

erwartet.

Carbamazepin,

Nicht untersucht.

Phenobarbital, Phenytoin

Verminderte Exposition

erwartet.

erstmaliger Gabe des Induktors, erwogen

werden. Diese Dosis von Everolimus Accord

ist berechnet im Hinblick auf die Anpassung

der AUC an den Bereich, der ohne Induktoren

beobachtet wurde. Es gibt jedoch keine

klinischen Daten zu dieser Dosisanpassung.

Wenn die Behandlung mit dem Induktor

abgesetzt wird, ist eine Auswaschphase von

mindestens 3 bis 5 Tagen zu erwägen

(ausreichende Zeit für eine signifikante De-

Induktion der Enzyme), bevor Everolimus

Accord wieder in der gleichen Dosierung

gegeben wird wie vor der gleichzeitigen

Behandlung.

Efavirenz, Nevirapin

Nicht untersucht.

Verminderte Exposition

erwartet.

Johanniskraut

(Hypericum perforatum)

Nicht untersucht. Stark

verminderte Exposition

erwartet.

Arzneimittel, die Johanniskraut enthalten,

sollten während der Behandlung mit

Everolimus nicht angewendet werden.

Substanzen, deren Plasmakonzentrationen durch Everolimus verändert werden können

Basierend auf

In-vitro

-Ergebnissen lassen die systemischen Konzentrationen, die nach täglicher

oraler Gabe von 10 mg beobachtet wurden, die Inhibierung von p-GP, CYP3A4 und CYP2D6

unwahrscheinlich erscheinen. Jedoch kann die Inhibierung von CYP3A4 und p-GP im Darm nicht

ausgeschlossen werden. Eine Studie zu Wechselwirkungen bei Gesunden zeigte, dass die

gleichzeitige Gabe einer oralen Midazolam-Dosis, einem empfindlichen CYP3A-Substrat, mit

Everolimus zu einer Zunahme der C

von Midazolam um 25% und der AUC

(0-inf)

von Midazolam

um 30% führte. Diese Wirkung ist wahrscheinlich auf die Hemmung von intestinalem CYP3A4

durch Everolimus zurückzuführen. Daher könnte Everolimus die Bioverfügbarkeit von gleichzeitig

gegebenen oralen CYP3A4-Substraten beeinflussen. Ein klinisch relevanter Effekt auf die

Exposition von systemisch gegebenen CYP3A4-Substraten ist jedoch nicht zu erwarten (siehe

Abschnitt 4.4).

Die gleichzeitige Gabe von Everolimus und Depot-Octreotid führte zu einem Anstieg der C

Octreotid, mit einem Quotienten des geometrischen Mittels (Everolimus/Placebo) von 1,47. Eine

klinisch relevante Auswirkung hiervon auf die Wirksamkeit von Everolimus bei Patienten mit

fortgeschrittenen neuroendokrinen Tumoren konnte nicht gezeigt werden.

Gleichzeitige Anwendung von Angiotensin-Conversions-Enzym-(ACE-)Hemmern

Bei Patienten, die gleichzeitig ACE-Hemmer (z. B. Ramipril) einnehmen, kann ein erhöhtes Risiko für

Angioödeme bestehen (siehe Abschnitt 4.4).

Impfungen

Während der Behandlung mit Everolimus Accord ist die Immunreaktion auf die Impfung

möglicherweise beeinträchtigt und Impfungen können deshalb weniger wirksam sein. Der Einsatz von

Lebendimpfstoffen sollte während der Behandlung mit Everolimus Accord vermieden werden (siehe

Abschnitt 4.4). Beispiele für Lebendimpfstoffe sind: intranasal angewendete Influenza-, Masern-,

Mumps-, Röteln-, orale Polio-, BCG (Bacillus Calmette-Guérin)-, Gelbfieber-, Varizellen- und

Typhus-TY21a-Vakzine.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter/Kontrazeption bei Männern und Frauen

Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und bis zu 8 Wochen nach der

Behandlung mit Everolimus eine äußerst zuverlässige Verhütungsmethode (z. B. nicht östrogenhaltige

hormonelle Methoden der Geburtenkontrolle, Kontrazeptiva auf Progesteron-Basis, Hysterektomie,

Tubenligatur, vollständige Abstinenz, Barriere-Methoden [zum Einnehmen, zur Injektion oder

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