Estradot 25 Mikrogramm/24 Stunden Transdermales Pflaster

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Estradiol-Hemihydrat
Verfügbar ab:
Novartis Pharma GmbH
ATC-Code:
G03CA03
INN (Internationale Bezeichnung):
Estradiol hemihydrate
Darreichungsform:
transdermales Pflaster
Zusammensetzung:
Estradiol-Hemihydrat 0.403mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
51816.04.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Estradot

®

25 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster

Estradot

®

37,5 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster

Estradot

®

50 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster

Estradot

®

75 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster

Estradot

®

100 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster

Zur Anwendung bei Erwachsenen

Estradiol (als Hemihydrat)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Estradot und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Estradot beachten?

Wie ist Estradot anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Estradot aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Estradot und wofür wird es angewendet?

Estradot ist ein Präparat zur Hormonersatzbehandlung (englisch: Hormone Replacement Therapy,

HRT). Es enthält das weibliche Geschlechtshormon Estrogen. Estradot wird bei Frauen nach den

Wechseljahren angewendet, deren letzte Monatsblutung (Menopause) mindestens 12 Monate

zurückliegt.

Estradot ist ein Pflaster, das auf die Haut aufgeklebt wird.

Estradot wird angewendet zur

Linderung von Beschwerden nach den Wechseljahren

Während der Wechseljahre nimmt die Bildung des körpereigenen Estrogens der Frau ab. Dies

kann Beschwerden verursachen, die sich als Hitzeschübe im Gesicht, Hals und Brustbereich (so

genannte Hitzewallungen) äußern. Estradot lindert diese nach der Menopause auftretenden

Beschwerden. Estradot wird Ihnen nur verordnet, wenn Ihre Beschwerden Sie erheblich in Ihrem

alltäglichen Leben beeinträchtigen.

Vorbeugung von Osteoporose

(nur für Estradot 50, -75 und -100)

Nach der Menopause können bei einigen Frauen die Knochen brüchig werden (Osteoporose). Sie

sollten mit Ihrem Arzt alle zur Verfügung stehenden Behandlungsmöglichkeiten besprechen.

Sie können Estradot zur Vorbeugung einer Osteoporose nach der Menopause anwenden, wenn

bei Ihnen ein erhöhtes Risiko für Osteoporose-bedingte Knochenbrüche besteht und andere

Arzneimittel für Sie nicht geeignet sind.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Estradot beachten?

Krankengeschichte und regelmäßige Kontrolluntersuchungen

Eine Hormonersatzbehandlung ist mit Risiken verbunden, welche vor der Entscheidung, die

Behandlung zu beginnen bzw. fortzusetzen, beachtet werden müssen.

Erfahrungen bei der Behandlung von Frauen mit vorzeitiger Menopause (infolge eines Versagens

der Funktion der Eierstöcke oder deren chirurgischer Entfernung) liegen nur begrenzt vor. Wenn

bei Ihnen eine vorzeitige Menopause vorliegt, können sich die Risiken der

Hormonersatzbehandlung von denen anderer Frauen unterscheiden. Bitte fragen Sie hierzu Ihren

Arzt.

Bevor Sie eine Hormonersatzbehandlung beginnen (oder wieder aufnehmen), wird Ihr Arzt Ihre

eigene Krankengeschichte und die Ihrer Familie erfassen. Ihr Arzt wird über die Notwendigkeit

einer körperlichen Untersuchung entscheiden. Diese kann, falls erforderlich, die Untersuchung der

Brüste und/oder eine Unterleibsuntersuchung einschließen.

Nachdem Sie mit der Hormonersatzbehandlung begonnen haben, sollten Sie Ihren Arzt

regelmäßig (mindestens 1-mal pro Jahr) zur Durchführung von Kontrolluntersuchungen aufsuchen.

Besprechen Sie bitte anlässlich dieser Untersuchungen mit Ihrem Arzt den Nutzen und die Risiken,

die mit einer Fortführung der Behandlung mit Estradot verbunden sind.

Gehen Sie bitte regelmäßig, wie von Ihrem Arzt empfohlen, zur Vorsorgeuntersuchung Ihrer

Brüste.

Estradot darf nicht angewendet werden,

wenn nachfolgend genannte Punkte auf Sie zutreffen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob dies der

Fall ist, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie Estradot anwenden.

Sie dürfen Estradot nicht anwenden, wenn

Sie an Brustkrebs erkrankt sind oder früher einmal erkrankt waren bzw. ein entsprechender

Verdacht besteht

Sie an einer Form von Krebs leiden, dessen Wachstum von Estrogenen abhängig ist, z. B.

Krebs der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) bzw. ein entsprechender Verdacht besteht

vaginale Blutungen unklarer Ursache auftreten

eine unbehandelte übermäßige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut

(Endometriumhyperplasie) vorliegt

sich bei Ihnen ein Blutgerinnsel in einer Vene (Thrombose) gebildet hat bzw. früher einmal

gebildet hatte, z. B. in den Beinen (Thrombose in den tiefen Venen) oder in der Lunge

(Lungenembolie)

Sie unter einer Blutgerinnungsstörung leiden (z. B. Protein-C-, Protein-S- oder Antithrombin-

Mangel)

Sie eine Krankheit haben bzw. früher einmal hatten, die durch Blutgerinnsel in den Arterien

verursacht wird, z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall oder anfallsartig auftretende

Brustschmerzen mit Brustenge (Angina pectoris)

Sie eine Lebererkrankung haben oder früher einmal hatten und sich die Leberfunktionswerte

noch nicht normalisiert haben

Sie unter einer seltenen, erblich bedingten Blutkrankheit leiden, der so genannten Porphyrie

Sie überempfindlich (allergisch) gegen Estradiol oder einen der im Abschnitt 6 genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Wenn eine der oben genannten Krankheiten während der Anwendung von Estradot erstmalig

auftritt, beenden Sie bitte sofort die Behandlung und suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt auf.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie jemals von einem der nachfolgend aufgeführten gesund-

heitlichen Probleme betroffen waren, da diese während der Behandlung mit Estradot wieder

auftreten oder sich verschlimmern können. In diesem Fall sollten Sie Ihren Arzt häufiger zur

Durchführung von Kontrolluntersuchungen aufsuchen:

Gutartige Geschwülste in der Gebärmutter (Myome)

Wachstum von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter (Endometriose) oder

früher aufgetretenes übermäßiges Wachstum der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium-

hyperplasie)

erhöhtes Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln (siehe „Venöse Blutgerinnsel

(Thrombosen)“)

erhöhtes Risiko für estrogenabhängigen Krebs (z. B. wenn Ihre Mutter, Schwester oder

Großmutter Brustkrebs hatten)

Bluthochdruck

Lebererkrankung, z. B. ein gutartiger Lebertumor

Zuckerkrankheit (Diabetes)

Gallensteine

Migräne oder schwere Kopfschmerzen

Erkrankung des Immunsystems, die viele Organfunktionen des Körpers beeinträchtigt

(Systemischer Lupus erythematodes (SLE))

Epilepsie

Asthma

Erkrankung, die das Trommelfell und das Gehör beeinträchtigt (Otosklerose)

sehr hohe Blutfettwerte (Triglyzeride)

Flüssigkeitseinlagerung infolge von Herz- oder Nierenerkrankungen.

Präparate, die Estrogene enthalten, können die Symptome eines hereditären (erblich bedingten)

Angioödems auslösen oder verstärken. Sie müssen unverzüglich Ihren Arzt aufsuchen, wenn bei

Ihnen Symptome eines Angioödems auftreten, wie z. B. Schwellungen des Gesichts, der Zunge

und/oder des Halses und/oder Schwierigkeiten beim Schlucken, oder Ausschlag zusammen mit

Atembeschwerden.

Sie müssen die Behandlung sofort abbrechen und einen Arzt aufsuchen

wenn während der Anwendung der Hormonersatzbehandlung eine der folgenden Krankheiten bzw.

Situationen auftritt:

Krankheiten, die im Abschnitt „Estradot darf nicht angewendet werden“ erwähnt sind

Gelbfärbung Ihrer Haut oder des Weißen Ihrer Augen (Gelbsucht). Dies kann auf eine

Lebererkrankung hinweisen

deutliche Erhöhung Ihres Blutdrucks (Beschwerden können Kopfschmerzen, Müdigkeit und

Schwindel sein)

migräneartige Kopfschmerzen, die erstmalig auftreten

wenn Sie schwanger werden

wenn Sie Anzeichen für Blutgerinnsel bemerken, z. B.

schmerzhafte Schwellung und Rötung der Beine

plötzliche Brustschmerzen

Atemnot

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter „Venöse Blutgerinnsel (Thrombosen)“

Hinweis: Estradot ist kein Mittel zur Empfängnisverhütung. Wenn seit Ihrer letzten Monatsblutung

weniger als 12 Monate vergangen sind oder wenn Sie jünger als 50 Jahre sind, kann die

zusätzliche Anwendung von Methoden zur Schwangerschaftsverhütung erforderlich sein. Fragen

Sie hierzu Ihren Arzt um Rat.

Hormonersatzbehandlung und Krebs

Übermäßige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) und Krebs

der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumkarzinom)

Während einer Estrogen-Monotherapie erhöht sich das Risiko für eine übermäßige Verdickung der

Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) und für Krebs der Gebärmutterschleimhaut

(Endometriumkarzinom).

Die Einnahme eines Gestagens ergänzend zum Estrogen über mindestens 12 Tage pro 28-Tage-

Zyklus schützt Sie vor diesem zusätzlichen Risiko. Daher wird Ihnen Ihr Arzt, wenn Sie Ihre

Gebärmutter noch haben, zusätzlich ein Gestagen verordnen. Wenn Ihre Gebärmutter entfernt

wurde (Hysterektomie), sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie Estradot bedenkenlos ohne

zusätzliche Einnahme eines Gestagens anwenden können.

Bei durchschnittlich 5 von 1.000 Frauen, die noch eine Gebärmutter haben und die keine

Hormonersatzbehandlung anwenden, wird im Alter zwischen 50 und 65 Jahren Krebs der

Gebärmutterschleimhaut diagnostiziert. Demgegenüber werden bei Frauen, die noch eine

Gebärmutter haben und die eine Hormonersatzbehandlung nur mit einem Estrogenpräparat

durchführen, im Alter zwischen 50 und 65 Jahren, abhängig von der Dosis und der

Behandlungsdauer, 10 bis 60 Fälle von Krebs der Gebärmutterschleimhaut pro 1.000 Frauen

diagnostiziert (d. h. zwischen 5 und 55 zusätzliche Fälle).

Estradot 75 und 100 enthalten eine höhere Estrogendosis als andere Estrogen-Monopräparate zur

Hormonersatzbehandlung. Das Risiko, während der Anwendung von Estradot 75 oder 100

zusammen mit einem Gestagen, Krebs der Gebärmutterschleimhaut zu entwickeln, ist nicht

bekannt.

Unerwartete Blutungen

Während der Anwendung von Estradot wird einmal monatlich eine Blutung auftreten (so genannte

Entzugsblutung). Sollten jedoch unerwartete Blutungen oder Schmierblutungen außerhalb Ihrer

Monatsblutung auftreten, die

über die ersten 6 Behandlungsmonate hinaus anhalten,

einsetzen, nachdem Sie Estradot bereits seit über 6 Monaten angewendet haben,

nach Abbruch der Behandlung anhalten,

suchen Sie bitte sobald wie möglich Ihren Arzt auf.

Brustkrebs

Es gibt Hinweise auf ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei kombinierter Hormonersatzbehandlung mit

Estrogen und Gestagen und möglicherweise auch bei alleiniger Anwendung von Estrogen. Das

zusätzliche Risiko hängt von der Dauer der Hormonersatzbehandlung ab und zeigt sich innerhalb

weniger Jahre. Nach Beendigung der Behandlung kehrt das Risiko jedoch innerhalb weniger Jahre

(meistens 5 Jahre) wieder zurück auf den Stand bei Nichtanwenderinnen.

Bei Frauen, deren Gebärmutter entfernt wurde und die eine Hormonersatzbehandlung mit

Estrogen-Monopräparaten 5 Jahre lang anwenden, wurde kein oder nur ein geringfügig erhöhtes

Brustkrebsrisiko nachgewiesen.

Zum Vergleich:

Bei Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren, die keine Hormonersatzbehandlung anwenden, werden

durchschnittlich 9 bis 17 Brustkrebsfälle pro 1.000 Frauen innerhalb eines Zeitraums von 5 Jahren

diagnostiziert. Bei Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren, die eine kombinierte

Hormonersatzbehandlung mit Estrogen und Gestagen über 5 Jahre anwenden, beträgt die Anzahl

13 bis 23 Fälle pro 1.000 Frauen (d. h. 4 bis 6 zusätzliche Fälle).

Untersuchen Sie regelmäßig Ihre Brüste. Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie Verände-

rungen Ihrer Brüste bemerken, z. B.

Einziehungen (Dellenbildung) in der Haut

Veränderungen der Brustwarzen

Knoten, die Sie sehen oder fühlen können

Falls Sie die Möglichkeit haben, am Programm zur Früherkennung von Brustkrebs

(Mammographie-Screening-Programm) teilzunehmen, sollten Sie dieses Angebot nutzen.

Informieren Sie die Fachkraft, die die Mammographie durchführt, dass Sie ein Arzneimittel zur

Hormonersatzbehandlung anwenden. Arzneimittel, die zur Hormonersatzbehandlung angewendet

werden, können das Brustgewebe dichter machen und dadurch das Ergebnis der Mammographie

beeinflussen. Wenn die Dichte des Brustgewebes erhöht ist, können möglicherweise nicht alle

Veränderungen erkannt werden.

Eierstockkrebs

Eierstockkrebs ist selten – viel seltener als Brustkrebs. Die Anwendung von Estrogen-

Monoarzneimitteln oder kombinierten Estrogen-Gestagen-Arzneimitteln zur

Hormonersatzbehandlung ist mit einem leicht erhöhten Risiko, Eierstockkrebs zu entwickeln,

verbunden.

Das Risiko, Eierstockkrebs zu entwickeln, ändert sich mit dem Alter. Zum Beispiel werden bei

Frauen im Alter zwischen 50 und 54 Jahren, die keine Hormonersatzbehandlung anwenden, über

einen 5-Jahres-Zeitraum etwa 2 Fälle von Eierstockkrebs pro 2.000 Frauen diagnostiziert. Bei

Frauen, die eine Hormonersatzbehandlung 5 Jahre lang anwenden, treten etwa 3 Fälle pro 2.000

Anwenderinnen auf (d. h. etwa 1 zusätzlicher Fall).

Herz-/Kreislauf-Wirkungen einer Hormonersatzbehandlung

Venöse Blutgerinnsel (Thrombosen)

Das Risiko, dass sich Blutgerinnsel in den Venen (Thrombosen) bilden, ist bei Frauen, die eine

Hormonersatzbehandlung anwenden, gegenüber Nichtanwenderinnen um etwa das 1,3- bis

3-fache erhöht. Ein erhöhtes Risiko besteht insbesondere während des ersten Anwendungsjahres.

Blutgerinnsel können ernsthafte Folgen haben. Wenn ein Blutgerinnsel zu den Lungen wandert,

kann dies Brustenge, Atemnot oder einen Ohnmachtsanfall verursachen oder sogar zum Tod

führen.

Eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Blutgerinnsel bildet, besteht für Sie mit

zunehmendem Alter und wenn eine der nachfolgend genannten Bedingungen auf Sie zutrifft.

Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, wenn auf Sie eine der folgenden Situationen zutrifft:

wenn Sie wegen einer größeren Operation, Verletzung oder Krankheit längere Zeit nicht laufen

können (siehe auch Abschnitt 3 unter „Wenn bei Ihnen eine Operation geplant ist“),

wenn Sie stark übergewichtig sind (BMI >30 kg/m

wenn Sie unter einer Gerinnungsstörung leiden, die eine medikamentöse Langzeitbehandlung

zur Vorbeugung von Blutgerinnseln erfordert

wenn jemals bei einem nahen Verwandten von Ihnen ein Blutgerinnsel im Bein, in der Lunge

oder in einem anderen Organ aufgetreten ist

wenn Sie unter einem Systemischen Lupus erythematodes (SLE) leiden

wenn Sie Krebs haben.

Bezüglich Anzeichen für Blutgerinnsel, siehe „Sie müssen die Behandlung sofort abbrechen und

einen Arzt aufsuchen“.

Zum Vergleich

Betrachtet man Frauen in ihren 50ern, die keine Hormonersatzbehandlung anwenden, ist über

einen 5-Jahres-Zeitraum durchschnittlich bei 4 bis 7 von 1.000 Frauen ein venöses Blutgerinnsel

zu erwarten.

Bei Frauen in ihren 50ern, die eine Hormonersatzbehandlung mit Estrogen und Gestagen über

5 Jahre angewendet haben, treten 9 bis 12 Thrombosefälle pro 1.000 Anwenderinnen auf (d. h.

5 zusätzliche Fälle).

Bei Frauen in ihren 50ern, deren Gebärmutter entfernt wurde und die eine

Hormonersatzbehandlung nur mit Estrogen über 5 Jahre angewendet haben, treten 5 bis 8

Thrombosefälle pro 1.000 Anwenderinnen auf (d. h. 1 zusätzlicher Fall).

Herzkrankheit (Herzinfarkt)

Es liegen keine Hinweise darauf vor, dass eine Hormonersatzbehandlung einem Herzinfarkt

vorbeugt.

Bei Frauen, die älter als 60 Jahre sind und die eine kombinierte Hormonersatzbehandlung mit

Estrogen und Gestagen anwenden, besteht im Vergleich zu Frauen, die keine

Hormonersatzbehandlung anwenden, eine leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit, eine Herzkrankheit

zu entwickeln.

Das Risiko, eine Herzkrankheit zu entwickeln, ist bei Frauen, deren Gebärmutter entfernt wurde

und die nur Estrogene anwenden, nicht erhöht.

Schlaganfall

Das Schlaganfallrisiko ist bei Anwenderinnen einer Hormonersatzbehandlung etwa 1,5fach höher

als bei Nichtanwenderinnen. Die Anzahl der infolge der Anwendung einer

Hormonersatzbehandlung zusätzlich auftretenden Schlaganfälle steigt mit zunehmendem Alter.

Zum Vergleich:

Betrachtet man Frauen in ihren 50ern, die keine Hormonersatzbehandlung anwenden, sind über

einen 5-Jahres-Zeitraum 8 Schlaganfälle pro 1.000 Frauen zu erwarten. Bei Frauen in ihren 50ern,

die eine Hormonersatzbehandlung anwenden, sind es 11 Fälle pro 1.000 Anwenderinnen (d. h.

3 zusätzliche Fälle).

Sonstige Erkrankungen

Eine Hormonersatzbehandlung beugt keinen Gedächtnisstörungen vor. Es gibt einige Hinweise

auf ein erhöhtes Risiko für Gedächtnisstörungen bei Frauen, die zu Beginn der Anwendung

einer Hormonersatzbehandlung älter als 65 Jahre waren. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt um Rat.

Anwendung von Estradot zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bestimmte Arzneimittel können die Wirkung von Estradot beeinträchtigen. Dies kann zu

unregelmäßigen Blutungen führen. Dazu gehören folgende Arzneimittel:

Arzneimittel gegen Epilepsie, die z. B. Phenobarbital, Phenytoin oder Carbamazepin

enthalten

Arzneimittel gegen Tuberkulose, die z. B. Rifampicin oder Rifabutin enthalten

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen, die z. B. Nevirapin, Efavirenz,

Ritonavir oder Nelfinavir enthalten

pflanzliche Arzneimittel, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten

sonstige Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen, die z. B. Ketoconazol oder

Erythromycin enthalten.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw.

kürzlich eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel,

pflanzliche Präparate oder Naturheilmittel handelt.

Labortests

Wenn bei Ihnen eine Blutuntersuchung erforderlich ist, informieren Sie Ihren Arzt oder das

Laborpersonal, dass Sie Estradot anwenden, da dieses Arzneimittel die Ergebnisse einiger

Laboruntersuchungen beeinträchtigen kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Die Anwendung von Estradot ist nur bei Frauen nach der Menopause vorgesehen. Wenn Sie

schwanger werden, brechen Sie die Anwendung von Estradot ab und suchen Sie Ihren Arzt auf.

Sie dürfen Estradot nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Von Estradot sind keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen bekannt.

3.

Wie ist Estradot anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Ihr Arzt wird versuchen, Ihnen die

niedrigste Dosis, die zur Behandlung Ihrer Beschwerden erforderlich ist, für die kürzest notwendige

Zeit zu verordnen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die

Wirkung von Estradot zu stark oder zu schwach ist.

Wie lange sollte Estradot angewandt werden?

Es ist wichtig, dass die Behandlung in der niedrigstmöglichen wirksamen Dosierung und nicht

länger als nötig durchgeführt wird.

Fragen Sie von Zeit zu Zeit Ihren Arzt, ob die Behandlung weiterhin notwendig ist.

Wann kann mit der Behandlung begonnen werden?

Wenn Sie gegenwärtig keine Hormonersatztherapie in irgendeiner Form (Pflaster oder

Tabletten) anwenden oder bisher eine kontinuierliche kombinierte Hormonersatztherapie

erhalten haben (bei der Estrogen und Gestagen zusammen jeden Tag ohne Unterbrechung

gegeben werden), können Sie an jedem beliebigen Tag mit der Anwendung von Estradot

beginnen.

Falls Ihre Behandlung von einer zyklischen oder sequenziellen Hormonersatztherapie

(bei der das Gestagen über 12–14 Tage pro Zyklus zusätzlich gegeben wird) umgestellt wird,

sollten Sie mit der Anwendung von Estradot am ersten Tag nach Abschluss Ihrer vorherigen

Behandlung beginnen.

Wann wird Estradot aufgeklebt?

Das Estradot-Pflaster sollte zweimal wöchentlich gewechselt werden (alle 3 bis 4 Tage), am

besten jeweils an denselben Wochentagen (z. B. immer montags und donnerstags). Ihre

Estradot-Packung enthält auf der Innenseite einen Kalender, der Ihnen helfen soll, sich an den

Pflasterwechsel zu erinnern. Markieren Sie das 2-Tages-Schema, dem Sie folgen möchten,

und wechseln Sie das Pflaster immer an den beiden markierten Wochentagen.

Tragen Sie Ihr Estradot-Pflaster ohne Unterbrechung bis zum nächsten Wechsel.

Eventuell auf der Haut verbliebener Klebstoff lässt sich leicht abreiben. Kleben Sie das neue

Pflaster auf eine andere Hautstelle.

Frauen, die keine Gebärmutter mehr haben

Das Estradot-Pflaster wird fortlaufend, d. h. ohne Unterbrechung, angewendet. Die zusätzliche

Gabe von Gestagenen (einer anderen Art von Hormonen) ist nicht erforderlich, sofern Sie nicht an

einer Krankheit leiden, bei der auch außerhalb der Gebärmutter Gebärmutterschleimhaut wächst

(Endometriose). Bitte beachten Sie die Risiken, die generell mit einer Hormonersatztherapie

verbunden sind

siehe Abschnitt 2: „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Frauen mit Gebärmutter

Ihr Arzt sollte Ihnen zusätzlich zu Estradot eine andere Art von Hormon, ein sogenanntes

Gestagen, verschreiben, um das Risiko eines Gebärmutterkrebses zu verringern. Estradot wird

fortlaufend, d. h. ohne Unterbrechung, angewendet, während die Gestagen-Tablette an

mindestens 12–14 Tagen pro Monat/pro 28-Tage-Zyklus eingenommen werden soll. Bitte

beachten Sie die Risiken, die generell mit einer Hormonersatztherapie verbunden sind (siehe

Abschnitt 2: „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Während der ersten Behandlungsmonate können unregelmäßige Blutungen oder

Schmierblutungen auftreten. Wenn Sie starke Blutungen haben oder die Blutungen bzw.

Schmierblutungen über die ersten Behandlungsmonate hinaus anhalten, teilen Sie dies bitte Ihrem

Arzt mit, so dass Ihre Behandlung – falls erforderlich – angepasst werden kann (siehe Abschnitt 2:

„Unerwartete Blutungen“).

Wo wird Estradot aufgeklebt?

Kleben Sie das Pflaster auf den Bauch unterhalb der Taille. Vermeiden Sie die Taille selbst, da das

Pflaster hier durch die Kleidung abgelöst werden könnte. Das Pflaster darf nicht auf die Brüste

oder in die Nähe der Brüste geklebt werden.

Kleben Sie das neue Pflaster jeweils auf eine andere Stelle, wenn Sie Ihr Pflaster entsprechend

Ihrem Schema zweimal wöchentlich wechseln. Nach frühestens einer Woche kann ein neues

Pflaster wieder auf eine schon einmal gewählte Hautstelle aufgeklebt werden.

Stellen Sie vor dem Aufkleben eines Estradot-Pflasters sicher, dass die gewählte Hautstelle

sauber, trocken und kühl,

frei von Puder, Öl, Feuchtigkeitscreme oder Lotion sowie

frei von Hautschäden oder -reizungen ist.

Wie wird Estradot aufgeklebt?

Jedes Pflaster ist einzeln in einem Schutzbeutel verpackt. Reißen Sie den Beutel an der

Einkerbung auf und entnehmen Sie das Pflaster (verwenden Sie bitte zum Öffnen des Beutels

keine Schere, um das Pflaster nicht zu beschädigen).

Die Klebeseite des Pflasters wird von einer steifen Schutzfolie bedeckt. Vor Anwendung des

Pflasters muss diese Schutzfolie entfernt werden. Kleben Sie das Pflaster unmittelbar nach Öffnen

des Beutels und Entfernen der Schutzfolie auf.

Halten Sie das Pflaster so, dass die Schutzfolie zu Ihnen zeigt. Entfernen Sie die eine Hälfte der

Schutzfolie und werfen Sie diese weg. Achten Sie darauf, dass Sie die Klebeschicht nicht mit den

Fingern berühren.

Halten Sie das Pflaster an der Seite mit der noch vorhandenen Schutzfolie fest und kleben Sie die

von der Folie befreite Seite auf eine trockene Hautstelle am Unterbauch. Drücken Sie diese

Pflasterseite auf der Haut fest und streichen Sie sie glatt. Falten Sie die andere Seite des Pflasters

zurück.

Ergreifen Sie den geraden Rand der Schutzfolie und ziehen Sie diese ab.

Drücken Sie die andere Pflasterseite auf der Haut fest und streichen Sie sie glatt. Drücken Sie das

Pflaster für etwa 10 Sekunden fest mit der Handfläche auf die Haut.

Vergewissern Sie sich, dass das Pflaster fest auf der Haut klebt, und streichen Sie mit Ihren

Fingern über die Ränder, um guten Kontakt zwischen Haut und Pflaster zu gewährleisten.

Ziehen Sie beim Pflasterwechsel das gebrauchte Pflaster ab und falten Sie es in der Mitte mit der

Klebeschicht nach innen zusammen. Zur sicheren Entsorgung des Pflasters lesen Sie bitte die

Anweisungen in Abschnitt 5 „Wie ist Estradot aufzubewahren?“. Spülen Sie die gebrauchten

Pflaster nicht die Toilette herunter.

Weitere nützliche Hinweise:

Baden, Schwimmen, Duschen oder sportliche Betätigung sollte die Haftfähigkeit eines korrekt

angebrachten Pflasters nicht beeinträchtigen. Wenn sich ein Pflaster z. B. beim Baden oder

Duschen löst, schütteln Sie es, um das Wasser zu entfernen. Nachdem die Haut sorgfältig

getrocknet und abgekühlt ist, kleben Sie dasselbe Pflaster auf eine andere Stelle am Unterbauch

(siehe „Wo wird Estradot aufgeklebt?“).

Wenn das Pflaster nicht vollständig an Ihrer Haut festklebt, verwenden Sie ein neues. Führen Sie

den nächsten Pflasterwechsel unabhängig davon, an welchem Tag sich das Pflaster gelöst hat,

entsprechend Ihrem ursprünglichen Schema durch.

Beim Sonnenbaden oder im Solarium sollte das Pflaster abgedeckt werden. Beim Schwimmen

kann das Pflaster unter der Badebekleidung getragen werden.

Wenn bei Ihnen eine Operation geplant ist

Wenn bei Ihnen eine Operation geplant ist, informieren Sie den operierenden Arzt, dass Sie

Estradot anwenden. Es kann möglich sein, dass Sie Estradot 4 bis 6 Wochen vor der geplanten

Operation absetzen müssen, um das Thromboserisiko zu verringern (siehe Abschnitt 2 unter

„Venöse Blutgerinnsel (Thrombosen)“). Fragen Sie Ihren Arzt, wann Sie die Anwendung von

Estradot fortsetzen können.

Wenn Sie eine größere Menge von Estradot angewendet haben, als Sie sollten

Entfernen Sie das Pflaster, wenn Sie zu viel Estradot angewendet haben. Beschwerden nach einer

Überdosierung sind normalerweise Spannungsgefühl in der Brust und/oder Blutungen aus der

Scheide. Eine akute Überdosierung ist aufgrund der Art der Anwendung (Pflaster)

unwahrscheinlich. Falls Ihre Beschwerden andauern, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Estradot vergessen haben

Wenn Sie den Pflasterwechsel vergessen haben, holen Sie diesen nach, sobald Sie sich daran

erinnern. Nehmen Sie die folgenden Pflasterwechsel unabhängig davon an den ursprünglich

vorgesehenen Wochentagen vor.

Wenden Sie keine doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Wenn Sie die Anwendung von Estradot abbrechen

Eine Unterbrechung der Behandlung mit Estradot kann das Risiko von Durchbruch- oder

Schmierblutungen erhöhen. Falls das eintritt, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt. Holen Sie nach

einer längeren Behandlungspause den Rat Ihres Arztes ein, bevor Sie wieder mit der Anwendung

der Pflaster beginnen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Die folgenden Krankheiten wurden bei Frauen, die eine Hormonersatzbehandlung anwenden, im

Vergleich zu Nichtanwenderinnen häufiger berichtet:

Brustkrebs

übermäßiges Wachstum oder Krebs der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie

oder -krebs)

Eierstockkrebs

Blutgerinnsel in den Venen der Beine oder der Lunge (venöse Thromboembolie)

Herzkrankheit

Schlaganfall

Gedächtnisstörungen (Demenz), wenn die Hormonersatzbehandlung im Alter von über 65

Jahren begonnen wurde

Weitere Informationen über diese Nebenwirkungen finden Sie im Abschnitt 2 unter „Was sollten

Sie vor der Anwendung von Estradot beachten?“.

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein

Falls eines oder mehrere der folgenden Symptome auftreten, benötigen Sie unverzüglich

medizinische Betreuung:

plötzlich auftretende Brustschmerzen

Brustschmerzen, die in einen Arm oder in den Hals ausstrahlen

Atemnot

schmerzhafte Schwellungen und Rötungen der Beine

gelbliche Verfärbung der Augen und der Gesichtshaut, Dunkelfärbung des Urins, Hautjucken

(Gelbsucht)

ungewöhnliche Scheidenblutungen oder Schmierblutungen (Durchbruchblutungen) nach

längerer Anwendung von Estradot-Pflastern oder nach Beendigung der Estradot-Behandlung

Veränderungen an der Brust, insbesondere Einziehungen (Dellenbildung) in der Haut,

Veränderungen der Brustwarzen und Knoten, die Sie sehen oder tasten können (Brustkrebs)

schmerzhafte Monatsblutungen

unklare migräneartige Kopfschmerzen

Verwenden Sie Estradot nicht weiter und suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt auf, falls eines

oder mehrere der oben genannten Symptome auftreten. Bitte beachten Sie die Risiken, die

generell mit einer Hormonersatztherapie verbunden sind (siehe Abschnitt 2: „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“).

Weitere Nebenwirkungen

Darüber hinaus wurden folgende Nebenwirkungen bei der Anwendung von Estradot berichtet.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt, wenden Sie sich

an Ihren Arzt oder Apotheker.

Sehr häufig

(kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Kopfschmerzen, Hautreaktionen an der Anwendungsstelle (einschließlich Hautreizung, Brennen,

Hautausschlag, Hauttrockenheit, Blutung, Bluterguss, Entzündung, Schwellung,

Hautpigmentierung, Nesselsucht und Blasenbildung), Spannungsgefühl und Schmerzen der Brust,

Regelschmerzen, Menstruationsstörungen.

Häufig

(kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Depression, Nervosität, Stimmungsschwankungen, Schlaflosigkeit, Übelkeit,

Verdauungsstörungen, Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungsgefühl, Akne, Ausschlag,

Hauttrockenheit, Juckreiz, Brustvergrößerung, starke Regelblutungen, zäher weißer bis gelblicher

Scheidenausfluss, unregelmäßige Blutungen aus der Scheide, starke Kontraktionen der

Gebärmutter, Scheidenentzündung, übermäßige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut

(Endometriumhyperplasie), Schmerzen (z. B. Rückenschmerzen, Schmerzen in den Armen,

Beinen, Handgelenken und Knöcheln), Schwäche, Flüssigkeitseinlagerung (Ödeme) in den

Gliedmaßen (Hände und Füße), Gewichtsveränderungen.

Gelegentlich

(kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Migräne, Schwindel, Erhöhung des Blutdrucks, Erbrechen, Hautverfärbung, Verschlechterung der

Leberfunktionswerte.

Selten

(kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Händen und Füßen, Blutgerinnsel, Gallensteine, Haarausfall,

Muskelschwäche, gutartiges Wachstum der glatten Muskulatur in der Gebärmutter, Zysten nahe

den Eileitern, Polypen (kleine Verwachsungen) im Gebärmutterhals, Veränderung des

Geschlechtstriebs, allergische Reaktionen wie zum Beispiel Ausschlag.

Sehr selten

(kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Nesselsucht, Zeichen einer schweren allergischen Reaktion (einschließlich Atembeschwerden,

Schwellung des Gesichts, der Zunge, des Rachen oder der Haut, Schwindel und Nesselsucht),

verminderte Verträglichkeit von Kohlenhydraten, unwillkürliche Bewegungen von Augen, Kopf und

Hals, Schwierigkeiten beim Tragen von Kontaktlinsen, schwere Hautschädigungen, übermäßiger

Haarwuchs.

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Brustkrebs, anormale Leberfunktionswerte, allergische Hautentzündung, Knoten in der Brust (nicht

krebsartig).

Die folgenden Nebenwirkungen wurden während der Anwendung anderer Präparate zur Hormon-

ersatzbehandlung berichtet:

Gallenblasenerkrankungen

verschiedene Hauterkrankungen

Hautverfärbungen, insbesondere im Gesicht und am Hals, so genannte

Schwangerschaftsflecken (Chloasma)

schmerzhafte, rötliche Hautknötchen (Erythema nodosum)

Ausschlag mit Schießscheiben-artigen oder kreisförmigen rötlichen Flecken bzw.

Entzündungen (Erythema multiforme)

Abnahme der Gedächtnisleistung und geistigen Leistungsfähigkeit (mögliche Demenz)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de,

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Estradot aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Bewahren Sie Estradot in der Originalverpackung kühl und trocken auf. Nach dem Öffnen oder

nach Entfernen des Schutzbeutels sollte das Pflaster sofort auf die Haut geklebt werden.

Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und Pflaster nach „EXP“ bzw.

„Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht

sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie bemerken, dass die Packung

beschädigt ist oder Zeichen einer Manipulation aufweist.

Falten Sie das Pflaster nach dem Abziehen in der Mitte mit der Klebeschicht nach innen

zusammen und entsorgen Sie es sicher außerhalb der Reichweite von Kindern. Verwendete

und nicht verwendete Pflaster sollten entsprechend den nationalen Anforderungen beseitigt

oder zurück in eine Apotheke gebracht werden, vorzugsweise in der Originalverpackung.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Estradot enthält

Ein Pflaster Estradot 25 Mikrogramm/24 Stunden enthält 0,39 mg Estradiol (als Hemihydrat) und

setzt etwa 25 Mikrogramm Estradiol in 24 Stunden frei.

Ein Pflaster Estradot 37,5 Mikrogramm/24 Stunden enthält 0,585 mg Estradiol (als Hemihydrat)

und setzt etwa 37,5 Mikrogramm Estradiol in 24 Stunden frei.

Ein Pflaster Estradot 50 Mikrogramm/24 Stunden enthält 0,78 mg Estradiol (als Hemihydrat) und

setzt etwa 50 Mikrogramm Estradiol in 24 Stunden frei.

Ein Pflaster Estradot 75 Mikrogramm/24 Stunden enthält 1,17 mg Estradiol (als Hemihydrat) und

setzt etwa 75 Mikrogramm Estradiol in 24 Stunden frei.

Ein Pflaster Estradot 100 Mikrogramm/24 Stunden enthält Estradiol 1,56 mg Estradiol (als

Hemihydrat) und setzt etwa 100 Mikrogramm Estradiol in 24 Stunden frei.

Der Wirkstoff ist Estradiol (als Hemihydrat).

Die sonstigen Bestandteile, aus denen sich die Klebeschicht des Pflasters zusammensetzt,

sind: Acrylklebstoff, Silikonklebstoff, Oleylalkohol, Dipropylenglykol, Povidon (E 1201).

Die Trägerfolie besteht aus: Ethylen/Vinylacetat-Copolymer, Polyethylen,

Vinyliden/Vinylchlorid-Copolymer, koextrudierter Ethylen/Vinylacetat-Copolymer-Film,

Siliciumdioxid/Titandioxid.

Bei der (vor der Anwendung zu entfernenden) Schutzfolie handelt es sich um einen

fluoropolymerbeschichteten Polyesterfilm.

Wie Estradot aussieht und Inhalt der Packung

Estradot ist ein rechteckiges Pflaster mit abgerundeten Ecken. Es besteht aus einer

druckempfindlichen Klebeschicht, die Estradiol enthält, sowie einer durchsichtigen Polymer-

Trägerfolie auf der einen und einer Schutzfolie auf der anderen Seite.

Größe der Pflaster:

Estradot 25 Mikrogramm/24 Stunden: 2,5 cm

Estradot 37,5 Mikrogramm/24 Stunden: 3,75 cm

Estradot 50 Mikrogramm/24 Stunden: 5 cm

Estradot 75 Mikrogramm/24 Stunden: 7,5 cm

Estradot 100 Mikrogramm/24 Stunden: 10 cm

Estradot steht in fünf verschiedenen Stärken zur Verfügung: 25, 37,5, 50, 75 und 100

Mikrogramm/24 Stunden.

Estradot ist in Packungen mit 8, 24 und 26 Pflastern erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Ihrem Land in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Novartis Pharma GmbH

90327 Nürnberg

Telefon: (09 11) 273-0

Telefax: (09 11) 273-12 653

Internet/E-Mail: www.novartis.de

Mitvertrieb:

Hexal AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen

Telefon: (08024) 908-0

Telefax: (08024) 908-1290

Internet/E-Mail: service@hexal.com

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Österreich: Estradot

Belgien: Vivelle dot

Dänemark: Vivelle dot

Finnland: Estradot

Frankreich: Vivelledot

Kroatien: Estradot

Deutschland: Estradot

Griechenland: Estradot

Island: Vivelle dot

Irland: Estradot

Luxemburg: Estradot

Norwegen: Estradot

Portugal: Estradot

Spanien: Estradot

Schweden: Estradot

Niederlande: Estradot

Vereinigtes Königreich: Estradot

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im August 2016.

Fachinformation

Novartis Pharma

Estradot

1.

Bezeichnung der Arzneimittel

Estradot

25 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster

Estradot

37,5 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster

Estradot

50 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster

Estradot

75 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster

Estradot

100 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster

2.

Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Estradot 25 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster

1 transdermales Pflaster mit 2,5 cm² Abgabefläche enthält:

0,39 mg Estradiol (als Hemihydrat)

Abgaberate: 25 Mikrogramm Estradiol in 24 Stunden

Estradot 37,5 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster

1 transdermales Pflaster mit 3,75 cm² Abgabefläche enthält:

0,585 mg Estradiol (als Hemihydrat)

Abgaberate: 37,5 Mikrogramm Estradiol in 24 Stunden

Estradot 50 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster

1 transdermales Pflaster mit 5 cm² Abgabefläche enthält:

0,78 mg Estradiol (als Hemihydrat)

Abgaberate: 50 Mikrogramm Estradiol in 24 Stunden

Estradot 75 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster

1 transdermales Pflaster mit 7,5 cm² Abgabefläche enthält:

1,17 mg Estradiol (als Hemihydrat)

Abgaberate: 75 Mikrogramm Estradiol in 24 Stunden

Estradot 100 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster

1 transdermales Pflaster mit 10 cm² Abgabefläche enthält:

1,56 mg Estradiol (als Hemihydrat)

Abgaberate: 100 Mikrogramm Estradiol in 24 Stunden

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

Darreichungsform

Transdermales Pflaster.

Rechteckiges Pflaster mit abgerundeten Ecken, bestehend aus einer druckempfindlichen

Klebeschicht, die Estradiol enthält, einer durchsichtigen Trägerfolie auf der einen und

einer Schutzfolie auf der anderen Seite.

4.

Klinische Angaben

4.1

Anwendungsgebiete

Hormonsubstitutionstherapie (HRT) bei Estrogenmangelsymptomen nach der

Menopause.

Prävention einer Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit hohem Frakturrisiko, die

eine Unverträglichkeit oder Kontraindikation gegenüber anderen zur

Osteoporoseprävention zugelassenen Arzneimitteln aufweisen (nur für Estradot 50, - 75

und - 100).

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen bei der Behandlung von Frauen über 65 Jahren vor.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Das transdermale Pflaster wird zweimal wöchentlich, d. h. alle 3 bis 4 Tage,

gewechselt.

Estrogenmangelsymptome:

Estradot ist in 5 Stärken verfügbar: 25, 37,5, 50, 75 und 100. Sowohl für den Beginn

als auch für die Fortführung einer Behandlung postmenopausaler Symptome ist die

niedrigste wirksame Dosis für die kürzest mögliche Therapiedauer anzuwenden (siehe

auch Abschnitt 4.4).

Abhängig vom klinischen Ansprechen kann die Dosis an die individuellen Bedürfnisse

der Patientin angepasst werden. Wenn sich nach 3 Monaten Behandlung die

Symptome nicht ausreichend gebessert haben, kann die Dosis erhöht werden. Wenn

sich Symptome einer Überdosierung zeigen (z. B. Brustspannen), muss die Dosis

vermindert werden.

Prävention einer Osteoporose bei postmenopausalen Frauen:

Dafür ist Estradot in 3 Stärken verfügbar: 50, 75 und 100. Die Behandlung muss mit

einem Pflaster Estradot 50 Mikrogramm/24 Stunden begonnen werden.

Dosisanpassungen können unter Verwendung von Estradot 50, - 75 und - 100

Mikrogramm Pflastern erfolgen.

Allgemeine Hinweise

Estradot wird als kontinuierliche Therapie angewendet (Anwendung ohne

Unterbrechung zweimal wöchentlich).

Bei Frauen mit intaktem Uterus muss Estradot mit einem Gestagen kombiniert werden,

das für die Anwendung mit einem Estrogen zugelassen ist, nach einem kontinuierlich-

sequenziellen Dosierungsschema: Das Estrogen wird kontinuierlich angewendet. Das

Gestagen wird sequenziell für mindestens 12 bis 14 Tage in jedem 28-tägigen Zyklus

gegeben.

Bei hysterektomierten Frauen wird der Zusatz eines Gestagens nicht empfohlen,

außer in Fällen, in denen eine Endometriose diagnostiziert wurde.

Bei Frauen, die gegenwärtig keine HRT anwenden, oder bei Frauen, die bisher eine

kontinuierlich-kombinierte HRT angewendet haben, kann die Behandlung mit Estradot

an jedem beliebigen Tag begonnen werden. Bei Frauen, die gegenwärtig eine

sequenzielle HRT erhalten, soll die Behandlung mit Estradot einen Tag nach dem

Ende der vorherigen Therapie begonnen werden.

Art der Anwendung

Estradot wird mit seiner Klebeschicht auf eine saubere und trockene Stelle des

Abdomens aufgeklebt. Estradot darf nicht auf die Brüste geklebt werden.

Estradot wird zweimal wöchentlich gewechselt. Es darf nicht zweimal nacheinander auf

dieselbe Hautstelle geklebt werden. Nach mindestens einer Woche kann ein neues

Pflaster wieder auf eine schon einmal gewählte Stelle geklebt werden. Die Hautstelle soll

frei von Öl und ohne Hautschäden oder Hautreizungen sein. Die Taille sollte vermieden

werden, da enge Kleidung das Pflaster ablösen kann. Das Pflaster soll nach Öffnen des

Beutels und Entfernen der Schutzfolie sofort aufgeklebt werden. Um einen guten

Hautkontakt zu gewährleisten, soll das Pflaster etwa 10 Sekunden mit der Handfläche

fest an die Klebestelle angepresst werden und dies besonders auch am Pflasterrand.

Falls ein Pflaster abfällt, kann das gleiche Pflaster nochmals aufgeklebt werden. Falls

notwendig, kann auch ein neues Pflaster angewendet werden. In beiden Fällen soll das

ursprüngliche Behandlungsschema unverändert bleiben. Das Pflaster kann während des

Badens getragen werden.

Wurde die Anwendung eines Pflasters vergessen, sollte sie sobald wie möglich

nachgeholt werden. Der nächste Pflasterwechsel sollte gemäß dem ursprünglichen

Behandlungsschema durchgeführt werden. Eine Behandlungsunterbrechung könnte

die Wahrscheinlichkeit von Durchbruch- oder Schmierblutungen erhöhen.

4.3

Gegenanzeigen

bestehender oder früherer Brustkrebs bzw. ein entsprechender Verdacht;

estrogenabhängiger maligner Tumor bzw. ein entsprechender Verdacht (vor allem

Endometriumkarzinom);

nicht abgeklärte Blutung im Genitalbereich;

unbehandelte Endometriumhyperplasie;

frühere oder bestehende venöse thromboembolische Erkrankungen (vor allem tiefe

Venenthrombose, Lungenembolie);

bekannte thrombophile Erkrankungen (z. B. Protein-C-, Protein-S- oder Antithrombin-

Mangel, siehe Abschnitt 4.4);

bestehende oder erst kurze Zeit zurückliegende arterielle thromboembolische

Erkrankungen (vor allem Angina pectoris, Myokardinfarkt);

akute Lebererkrankung oder zurückliegende Lebererkrankungen, so lange sich die

relevanten Leberenzym-Werte nicht normalisiert haben;

bekannte Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der in Abschnitt

6.1 aufgeführten sonstigen Bestandteile;

Porphyrie.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Eine Hormonsubstitutionstherapie (HRT) sollte nur zur Behandlung solcher

postmenopausaler Beschwerden begonnen werden, welche die Lebensqualität

beeinträchtigen. Nutzen und Risiken sollten in jedem Einzelfall mindestens jährlich

sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. Eine HRT sollte nur so lange fortgeführt

werden, wie der Nutzen die Risiken überwiegt.

Estradot 25 und Estradot 37,5 sind nicht bei Osteoporose indiziert.

Es liegen nur begrenzte Daten zur Bewertung der Risiken einer HRT bei vorzeitiger

Menopause vor. Da jedoch das absolute Risiko bei jüngeren Frauen niedriger ist,

könnte das Nutzen-Risiko-Verhältnis bei jüngeren Frauen günstiger sein als bei

älteren.

Medizinische Untersuchung/Kontrolluntersuchungen

Vor Beginn bzw. Wiederaufnahme einer HRT ist eine vollständige Eigen- und

Familienanamnese der Patientin zu erheben. Die körperliche Untersuchung

(einschließlich Unterleib und Brust) sollte sich an diesen Anamnesen sowie den

Kontraindikationen und Warnhinweisen orientieren.

Während der Behandlung werden regelmäßige Kontrolluntersuchungen empfohlen, die

sich in Häufigkeit und Art nach der individuellen Risikosituation der Frau richten. Die

Frauen sollten darüber aufgeklärt werden, welche Veränderungen der Brüste sie dem

Arzt mitteilen müssen (siehe Abschnitt „Brustkrebs“ weiter unten). Die Untersuchungen,

einschließlich bildgebender Verfahren wie Mammographie, sind entsprechend der

gegenwärtig üblichen Vorsorgepraxis und den klinischen Notwendigkeiten der einzelnen

Frau durchzuführen.

Situationen, die eine Überwachung erfordern

Die Patientinnen sollten engmaschig überwacht werden, wenn eine der folgenden

Situationen bzw. Erkrankungen vorliegt oder früher vorlag bzw. sich während einer

Schwangerschaft oder einer zurückliegenden Hormonbehandlung verschlechtert hat. Dies

gilt auch für den Fall, dass eine der nachfolgend genannten Situationen oder

Erkrankungen im Laufe der aktuellen Hormonsubstitutionstherapie mit Estradot auftritt

bzw. sich verschlechtert:

Leiomyom (Uterusmyom) oder Endometriose;

Risikofaktoren für Thromboembolien (siehe unten);

Risikofaktoren für estrogenabhängige Tumore, z. B. Auftreten von Mammakarzinom

bei Verwandten 1. Grades;

Hypertonie;

Lebererkrankungen (z. B. Leberadenom);

Diabetes mellitus mit oder ohne Beteiligung der Gefäße;

Cholelithiasis;

Migräne oder (schwere) Kopfschmerzen;

systemischer Lupus erythematodes (SLE);

Endometriumhyperplasie in der Vorgeschichte (siehe unten);

Epilepsie;

Asthma;

Otosklerose.

Gründe für einen sofortigen Therapieabbruch

Die Therapie ist bei Vorliegen einer Kontraindikation sowie in den folgenden Situationen

abzubrechen:

Ikterus oder Verschlechterung der Leberfunktion;

signifikante Erhöhung des Blutdrucks;

Einsetzen migräneartiger Kopfschmerzen;

Schwangerschaft.

Endometriumhyperplasie und -krebs

Bei Frauen mit intaktem Uterus ist das Risiko für Endometriumhyperplasie und

-karzinom bei längerfristiger Estrogen-Monotherapie erhöht.

Der berichtete Anstieg des Risikos für die Entstehung eines Endometriumkarzinoms

bei Anwenderinnen einer Estrogen-Monotherapie schwankt zwischen einer zweifachen

bis zu einer zwölffachen Zunahme, verglichen mit Frauen ohne HRT, abhängig von der

Dauer der Anwendung und der Höhe der Estrogendosis (siehe Abschnitt 4.8). Nach

Beendigung der Behandlung kann das Risiko für mindestens 10 Jahre erhöht bleiben.

Die zusätzliche zyklische Gabe eines Gestagens für die Dauer von mindestens 12

Tagen pro Monat bzw. pro 28-Tage-Zyklus oder die kontinuierliche kombinierte

Estrogen-Gestagen-Behandlung von Frauen mit intaktem Uterus kompensiert das

zusätzliche Risiko, das von der Estrogen-Monotherapie ausgeht.

Für Estradot 75 und Estradot 100 ist nicht untersucht worden, ob die endometriale

Sicherheit durch Zugabe eines Gestagens gewährleistet ist.

Durchbruch- und Schmierblutungen können während der ersten Monate der Behandlung

auftreten. Wenn solche Blutungen einige Zeit später im Verlauf der Therapie auftreten

oder nach Therapieende anhalten, muss die Ursache ermittelt und u. U. eine Biopsie des

Endometriums durchgeführt werden, um eine maligne Erkrankung des Endometriums

auszuschließen.

Ungehinderte Estrogenstimulation kann zu einer prämalignen oder malignen

Transformation residualer Endometrioseherde führen. Daher sollte in Betracht gezogen

werden, in den Fällen ein Gestagen zusätzlich zur Estrogensubstitutionstherapie zu

geben, in denen auf Grund einer Endometriose eine Hysterektomie vorgenommen wurde

und bei denen eine residuale Endometriose vorliegt.

Brustkrebs

Die vorliegenden Erkenntnisse weisen auf ein insgesamt erhöhtes, von der

Anwendungsdauer abhängiges Brustkrebsrisiko für Frauen hin, die Estrogen-Gestagen-

Kombinationen anwenden. Möglicherweise gilt dies auch für eine HRT mit Estrogen-

Monopräparaten.

Kombinierte Estrogen-Gestagen-Therapie

In einer randomisierten, placebokontrollierten klinischen Studie, der Women‘s Health

Initiative Study (WHI-Studie), und in epidemiologischen Studien ergab sich

übereinstimmend ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei Frauen, die im Rahmen einer HRT

Estrogen-Gestagen-Kombinationen angewendet haben. Das erhöhte Risiko zeigte sich

nach etwa drei Jahren (siehe Abschnitt 4.8).

Estrogen-Monotherapie

Die WHI-Studie zeigte kein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei hysterektomierten Frauen

unter einer Estrogen-Monotherapie. Beobachtungsstudien haben unter einer Estrogen-

Monotherapie meist ein geringfügig erhöhtes Risiko für eine Brustkrebsdiagnose

gezeigt, das jedoch wesentlich niedriger war als das Risiko bei Anwenderinnen von

Estrogen-Gestagen-Kombinationen (siehe Abschnitt 4.8).

Das erhöhte Risiko zeigt sich nach einigen Anwendungsjahren, kehrt jedoch einige

(spätestens fünf) Jahre nach Behandlungsende wieder auf das altersentsprechende

Grundrisiko zurück.

Eine HRT, insbesondere eine kombinierte Behandlung mit Estrogenen und

Gestagenen, führt zu einer erhöhten Brustdichte in der Mammographie, was sich

nachteilig auf die radiologische Brustkrebsdiagnostik auswirken kann.

Ovarialkarzinom

Das Ovarialkarzinom ist viel seltener als Brustkrebs.

Epidemiologische Erkenntnisse einer großen Meta-Analyse lassen auf ein leicht erhöhtes

Risiko bei Frauen schließen, die im Rahmen einer HRT Estrogen-Monoarzneimittel oder

kombinierte Estrogen-Gestagen-Arzneimittel anwenden, das sich innerhalb von

Anwendungsjahren zeigt und nach Beendigung der Behandlung im Laufe der Zeit

abnimmt.

Einige weitere Studien, einschließlich der WHI-Studie, deuten darauf hin, dass das

entsprechende Risiko unter der Anwendung einer kombinierten HRT vergleichbar oder

geringfügig geringer ist (siehe Abschnitt 4.8).

Venöse Thromboembolie

Eine HRT ist mit einem 1,3- bis 3-fach erhöhten Risiko für venöse Thromboembolien

(VTE) verbunden, vor allem für tiefe Venenthrombosen oder Lungenembolien. Im ersten

Jahr einer HRT ist das Auftreten einer VTE wahrscheinlicher als später (siehe Abschnitt

4.8).

Zu den allgemein anerkannten VTE-Risikofaktoren gehören die Anwendung von

Estrogenen, ein höheres Alter, größere Operationen, längere Immobilisierung,

erhebliches Übergewicht (BMI > 30 kg/m

), Schwangerschaft/Wochenbett, systemischer

Lupus erythematodes (SLE) und Krebs.

Es besteht kein Konsens über die mögliche Rolle von Varizen bei VTE.

Patientinnen mit bekannter Thrombophilie haben ein erhöhtes VTE-Risiko. Eine HRT

kann dieses Risiko erhöhen und ist daher bei diesen Patientinnen kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.3).

Bei Patientinnen unter einer dauerhaften Behandlung mit Antikoagulantien sollte vor der

Anwendung einer HRT das Risiko-Nutzen-Verhältnis sorgfältig abgewogen werden.

Wie bei allen postoperativen Patienten müssen vorbeugende Maßnahmen zur

Verhinderung einer VTE nach der Operation berücksichtigt werden. Bei längerer

Immobilisierung nach einer geplanten Operation wird empfohlen, die HRT 4 bis 6 Wochen

vor dem Eingriff auszusetzen. Die Behandlung sollte erst dann wieder aufgenommen

werden, wenn die Frau wieder vollständig mobilisiert ist.

Bei Frauen ohne VTE in der Vorgeschichte, aber mit Verwandten ersten Grades, die

bereits in jungen Jahren an VTE erkrankten, kann ein Thrombophilie-Screening in

Erwägung gezogen werden. Vorher sollte die Patientin eingehend über die begrenzte

Aussagekraft dieses Verfahrens beraten werden (Es wird nur ein Teil der Defekte

identifiziert, die zu einer Thrombophilie führen.). Wird ein thrombophiler Defekt festgestellt

und sind außerdem Thrombosen bei Verwandten bekannt oder ist der festgestellte Defekt

schwerwiegend (z. B. Antithrombin-, Protein-S- und/oder Protein-C-Mangel oder eine

Kombination von Defekten), so ist eine HRT kontraindiziert.

Sollte sich eine VTE nach Beginn der HRT entwickeln, muss das Arzneimittel abgesetzt

werden. Die Patientinnen sollen darauf hingewiesen werden, dass sie sofort Kontakt mit

einem Arzt aufnehmen müssen, wenn sie mögliche Symptome einer Thromboembolie

bemerken (insbesondere schmerzhafte Schwellung eines Beins, plötzlicher Schmerz im

Brustkorb, Atemnot).

Koronare Herzkrankheit

Es gibt keine Hinweise aus randomisierten kontrollierten Studien, dass eine kombinierte

HRT mit Estrogen und Gestagen oder eine Estrogen-Monotherapie Frauen vor einem

Myokardinfarkt schützt, unabhängig davon, ob bei ihnen eine koronare Herzkrankheit

vorliegt oder nicht.

Kombinierte Estrogen-Gestagen-Therapie

Das relative Risiko einer koronaren Herzkrankheit ist unter einer kombinierten HRT mit

Estrogen und Gestagen geringfügig erhöht. Da das Ausgangsrisiko für eine koronare

Herzkrankheit in hohem Maß altersabhängig ist, ist die Zahl der zusätzlich auftretenden

Fälle, die auf die HRT aus Estrogen und Gestagen zurückgehen, bei prämenopausalen

gesunden Frauen sehr gering. Die Zahl steigt jedoch mit zunehmendem Alter.

Estrogen-Monotherapie

In randomisierten kontrollierten Studien wurden keine Hinweise für ein erhöhtes Risiko

einer koronaren Herzkrankheit bei hysterektomierten Frauen unter einer Estrogen-

Monotherapie gefunden.

Schlaganfall

Die kombinierte Behandlung mit Estrogen und Gestagen und die Estrogen-Monotherapie

sind mit einem bis zu 1,5-fach erhöhten Schlaganfallrisiko verbunden. Das relative Risiko

ist unabhängig vom Alter und der Zeitspanne, die seit der Menopause vergangen ist. Da

allerdings das Grundrisiko, einen Schlaganfall zu erleiden, in hohem Maß altersabhängig

ist, nimmt das Gesamtrisiko eines Schlaganfalls für Frauen unter einer HRT mit

zunehmendem Alter zu (siehe Abschnitt 4.8).

Schwere anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen

Nach Markteinführung wurden Fälle von anaphylaktischen/anaphylaktoiden Reaktionen

berichtet, die sich irgendwann im Laufe der Estradiol-Behandlung entwickelten und eine

medizinische Notfallversorgung erforderten.

Angioödem

Estrogene können die Symptome eines Angioödems initiieren oder verstärken,

insbesondere bei Frauen mit hereditärem Angioödem.

Patienten, die nach einer Behandlung mit Estradiol ein Angioödem entwickeln, sollten

Estradot nicht erneut erhalten.

Sonstige Erkrankungszustände

Estrogene können eine Flüssigkeitsretention bewirken; daher müssen Patientinnen mit

kardialen oder renalen Funktionsstörungen sorgfältig beobachtet werden.

Frauen mit vorbestehender Hypertriglyzeridämie müssen während einer Estrogen-

oder Hormonsubstitutionstherapie engmaschig überwacht werden, weil im

Zusammenhang mit einer Estrogentherapie unter derartigen Umständen von seltenen

Fällen eines starken Triglyzeridanstiegs im Plasma mit der Folge einer Pankreatitis

berichtet wurde.

Estrogene erhöhen die Konzentration des thyroxinbindenden Globulins (TBG),

wodurch es zu einem Anstieg des gesamten zirkulierenden Schilddrüsenhormons

kommt, was anhand des proteingebundenen Iods (PBI), des T

-Spiegels (Säulen- oder

Radioimmunoassay) oder T

-Spiegels (Radioimmunoassay) gemessen wird. Die T

Harzaufnahme ist herabgesetzt, was einen TBG-Anstieg widerspiegelt. Die freien T

und T

-Konzentrationen verändern sich nicht. Andere Bindungsproteine können im

Serum erhöht sein, wie das kortikoidbindende Globulin (CBG) und das

geschlechtshormonbindende Globulin (sex-hormone-binding globulin/SHBG), was zu

einem Ansteigen der zirkulierenden Kortikosteroide bzw. Sexualhormone führt. Freie

oder biologisch aktive Hormonkonzentrationen bleiben unverändert. Andere

Plasmaproteine können erhöht sein (Angiotensinogen/Reninsubstrat, Alpha-1-

Antitrypsin, Coeruloplasmin).

Unter einer HRT verbessern sich die kognitiven Fähigkeiten nicht. Es gibt Hinweise auf

ein erhöhtes Risiko für eine Demenz bei Frauen, die bei Beginn einer kontinuierlichen

kombinierten HRT oder einer Estrogen-Monotherapie älter als 65 Jahre waren.

Es ist bekannt, dass eine Kontaktsensibilisierung bei allen topischen Applikationen

vorkommen kann. Obwohl es äußerst selten geschieht, sollen Frauen, die eine

Kontaktsensibilisierung auf einen der Bestandteile des Pflasters entwickeln, davor

gewarnt werden, dass eine schwere Überempfindlichkeitsreaktion entstehen kann,

wenn sie sich weiter dem verursachenden Stoff aussetzen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Der Metabolismus der Estrogene (und Gestagene) kann durch die gleichzeitige

Anwendung von Substanzen verstärkt werden, die Arzneimittel-metabolisierende

Enzyme, vor allem die Cytochrom-P450-Enzyme, induzieren; zu diesen Substanzen

gehören Antikonvulsiva (z. B. Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin) und Antiinfektiva

(z. B. Rifampicin, Rifabutin, Nevirapin und Efavirenz).

Ritonavir und Nelfinavir haben, wenn sie zeitgleich mit Steroidhormonen angewandt

werden, enzyminduzierende Eigenschaften, obwohl sie eigentlich als starke

Enzymhemmer bekannt sind.

Pflanzliche Arzneimittel, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten, können den

Metabolismus der Estrogene (und Gestagene) induzieren.

Estradiol wird überwiegend durch CYP3A4 metabolisiert, weshalb die zeitgleiche

Anwendung von CYP3A4-Inhibitoren, wie beispielsweise Ketoconazol und Erythromycin,

zu einer Erhöhung der Estradiol-Exposition führen kann.

Bei der transdermalen Anwendung wird der First-Pass-Effekt in der Leber umgangen, so

dass transdermal angewandte Estrogene (und Gestagene) möglicherweise weniger stark

als oral gegebene Hormone durch Enzyminduktoren beeinträchtigt werden.

Klinisch kann ein erhöhter Estrogen- und Gestagenmetabolismus zu einer verminderten

Wirkung und zu Veränderungen des uterinen Blutungsmusters führen.

Durch eine Estrogentherapie können einige Labortests beeinflusst werden, wie z. B.

Glucosetoleranz- oder Schilddrüsenfunktionstests.

4.6

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Estradot ist in der Schwangerschaft nicht indiziert. Wenn es während der Behandlung mit

Estradot zur Schwangerschaft kommt, sollte die Behandlung sofort abgebrochen werden.

Die meisten zurzeit vorliegenden epidemiologischen Studien, die hinsichtlich einer

unbeabsichtigten Estrogenexposition des Fetus relevant sind, zeigen keine teratogenen

oder fetotoxischen Wirkungen.

Stillzeit

Estradot ist in der Stillzeit nicht indiziert.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen

Estradot hat keinen oder vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8

Nebenwirkungen

Ein leichtes Erythem an der Anwendungsstelle war die häufigste berichtete Nebenwirkung

(16,6 %). Das Erythem wurde nach Ablösen des Pflasters von der Haut an der

Anwendungsstelle beobachtet. Ein leichter Pruritus und ein leichter Hautausschlag rund

um die Anwendungsstelle wurden ebenfalls berichtet.

Die Nebenwirkungen (Tabelle 1) sind nach Häufigkeiten geordnet, die häufigste zuerst.

Dabei wird die folgende Konvention verwendet: sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100,

< 1/10); gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100); selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000); sehr selten

(< 1/10.000); nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar).

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen nach Schweregrad

absteigend aufgelistet.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden in klinischen Prüfungen und aus der Erfahrung

nach Markteinführung unter Estradot oder allgemein unter einer Estrogen-Therapie

berichtet:

Tabelle 1

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschließlich Zysten und Polypen)

Nicht bekannt*: Brustkrebs

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Überempfindlichkeit

Sehr selten: Urtikaria, anaphylaktische Reaktionen

Nicht bekannt*: anaphylaktoide Reaktionen

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr selten: verringerte Kohlenhydrat-Toleranz

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig: Depression, Nervosität, Affektlabilität

Selten: Störungen der Libido

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerzen

Häufig: Schlaflosigkeit

Gelegentlich: Migräne, Schwindel

Selten: Parästhesie

Sehr selten: Chorea

Augenerkrankungen

Sehr selten: Kontaktlinsenunverträglichkeit

Gefäßerkrankungen

Gelegentlich: Hypertonie

Selten: venöse Embolie

Nicht bekannt*: Embolie

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Übelkeit, Dyspepsie, Diarrhö, abdominelle Schmerzen, Blähungen

Gelegentlich: Erbrechen

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten: Cholelithiasis

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr häufig: Reaktionen an der Anwendungsstelle**,

Erythem

Häufig: Akne, Hautausschlag, trockene Haut, Pruritus

Gelegentlich: Hautverfärbung

Selten: Alopezie

Sehr selten: Hautnekrose, Hirsutismus

Nicht bekannt*: Angioödem, Kontaktdermatitis, Chloasma

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Rückenschmerzen

Selten: Myasthenie

Nicht bekannt*: Schmerzen in den Extremitäten

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Sehr häufig: Brustspannen und Brustschmerzen, Dysmenorrhö,

Menstruationsbeschwerden

Häufig: Brustvergrößerung, Menorrhagie, Ausfluss, unregelmäßige Vaginalblutung,

Uteruskrämpfe, vaginale Infektion, Endometriumhyperplasie

Selten: Uterusleiomyom, Eileiterzysten, Zervixpolypen

Nicht bekannt*: fibrozystische Mastopathie

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Anwendungsort

Häufig: Schmerzen, Asthenie, periphere Ödeme, Gewichtsschwankungen

Untersuchungen

Gelegentlich: erhöhte Transaminasen

Nicht bekannt*: anormale Leberfunktionstests

Nach Markteinführung berichtet

(**)

Reaktionen an der Applikationsstelle einschließlich lokaler Blutungen, Bluterguss,

Brennen, Hautbeschwerden, Hauttrockenheit, Ekzem, Ödem, Hautrötung, Entzündung,

Hautreizung, Schmerz, Papeln, Sensibilitätsstörung, Juckreiz, Hautausschlag,

Hautverfärbung, Hautpigmentierung, Schwellung, Urtikaria und Bläschen.

Brustkrebs

Bei Frauen, die eine kombinierte Estrogen-Gestagen-Therapie über mehr als

5 Jahre durchgeführt hatten, war das Risiko für eine Brustkrebsdiagnose bis zu

2-fach erhöht.

Bei Anwenderinnen einer Estrogen-Monotherapie ist das erhöhte Risiko deutlich

geringer als bei Anwenderinnen von Estrogen-Gestagen-Kombinationspräparaten.

Die Höhe des Risikos ist abhängig von der Anwendungsdauer (siehe Abschnitt 4.4).

Die Ergebnisse der größten randomisierten, placebokontrollierten Studie (WHI-

Studie) und der größten epidemiologischen Studie (MWS) sind nachfolgend

dargestellt:

Million Women Study (MWS) - Geschätztes zusätzliches Brustkrebsrisiko nach 5-

jähriger HRT

Altersgruppe

(Jahre)

Zusätzliche Fälle bei

1.000 HRT-

Nichtanwenderinnen

über einen Zeitraum

von 5 Jahren*

Relatives

Risiko#

Zusätzliche Fälle bei

1.000 HRT-

Anwenderinnen

über einen Zeitraum

von 5 Jahren

(95%-KI)

Estrogen-Monotherapie

50 - 65

9 - 12

1 - 2 (0 - 3)

Estrogen-Gestagen-Kombinationstherapie

50 - 65

9 - 12

6 (5 - 7)

# Relatives Risiko insgesamt. Das relative Risiko ist nicht konstant, sondern steigt mit

zunehmender Anwendungsdauer.

Hinweis: Da die Ausgangs-Inzidenzen für Brustkrebs in den EU-Ländern unterschiedlich

sind, variiert auch entsprechend die Anzahl der zusätzlichen Brustkrebsfälle.

* bezogen auf die Ausgangs-Inzidenzrate in den Industrieländern

WHI-Studien in den USA – zusätzliches Brustkrebsrisiko nach 5-jähriger HRT

Altersgruppe

(Jahre)

Inzidenz bei 1.000

Frauen im Placebo-

Arm über einen

Zeitraum von

5 Jahren

Relatives Risiko

(95%-KI)

Zusätzliche Fälle bei

1.000 HRT-

Anwenderinnen

über einen Zeitraum

von 5 Jahren

(95%-KI)

Estrogen-Monotherapie (CEE)

50 - 79

0,8 (0,7 - 1,0)

-4 (-6 - 0)*

Estrogen & Gestagen (CEE + MPA) #

50 - 79

1,2 (1,0 – 1,5)

+4 (0 - 9)

# Bei Beschränkung der Auswertung auf Frauen, die vor der Studie keine HRT

angewendet hatten, erschien das Risiko während der ersten 5 Behandlungsjahre nicht

erhöht: Nach 5 Jahren war das Risiko höher als bei unbehandelten Frauen.

* WHI-Studie bei Frauen ohne Uterus, die kein erhöhtes Brustkrebsrisiko zeigte.

Endometriumkarzinom

Postmenopausale Frauen mit intaktem Uterus

Ungefähr 5 von 1.000 Frauen mit intaktem Uterus, die keine HRT anwenden,

entwickeln ein Endometriumkarzinom.

Bei Frauen mit intaktem Uterus wird die Anwendung einer Estrogen-Monotherapie

nicht empfohlen, da diese das Risiko eines Endometriumkarzinoms erhöht (siehe

Abschnitt 4.4).

In Abhängigkeit von der Dauer der Estrogen-Monotherapie und der Estrogendosis lag

das erhöhte Risiko eines Endometriumkarzinoms in epidemiologischen Studien bei

5 bis 55 zusätzlich diagnostizierten Fällen pro 1.000 Frauen im Alter zwischen

50 und 65 Jahren.

Durch Zugabe eines Gestagens zu der Estrogen-Monotherapie für mindestens

12 Tage pro Zyklus kann dieses erhöhte Risiko vermieden werden. In der Million

Women Study war nach 5-jähriger Anwendung einer kombinierten HRT (sequenziell

oder kontinuierlich) das Risiko eines Endometriumkarzinoms nicht erhöht (RR 1,0

(95%-KI 0,8 - 1,2)).

Ovarialkarzinom

Die Anwendung von Estrogen-Monoarzneimitteln oder kombinierten Estrogen-Gestagen-

Arzneimitteln zur HRT ist mit einem geringfügig erhöhten Risiko verbunden, dass ein

Ovarialkarzinom diagnostiziert wird (siehe Abschnitt 4.4).

Aus einer Meta-Analyse von 52 epidemiologischen Studien geht ein erhöhtes

Ovarialkarzinomrisiko für Frauen hervor, die zurzeit HRT anwenden, im Vergleich zu

Frauen, die HRT nie angewendet haben (RR 1,43, 95%-KI 1,31 - 1,56). Bei Frauen im

Alter zwischen 50 und 54 Jahren, die eine HRT 5 Jahre lang anwenden, tritt ein

zusätzlicher Fall pro 2.000 Anwenderinnen auf. Bei Frauen im Alter zwischen 50 und 54

Jahren, die keine HRT anwenden, werden über einen 5-Jahres-Zeitraum etwa 2 Fälle von

Ovarialkarzinom pro 2.000 Frauen diagnostiziert.

Venöse Thromboembolien

Das Risiko für das Auftreten einer venösen Thromboembolie (VTE), z. B. einer

Thrombose der tiefen Bein- bzw. Beckenvenen oder einer Lungenembolie, ist bei einer

HRT um das 1,3- bis 3-Fache erhöht. Das Auftreten eines solchen Ereignisses ist

während des ersten Behandlungsjahres wahrscheinlicher als in den Folgejahren der

Behandlung (siehe Abschnitt 4.4). Die diesbezüglichen Ergebnisse der WHI-Studien sind

im folgenden Abschnitt dargestellt:

WHI-Studien - zusätzliches Risiko für VTE nach 5-jähriger HRT

Altersgruppe

(Jahre)

Inzidenz

pro 1.000

Frauen im

Placebo-Arm

über einen

Zeitraum von

5 Jahren

Relatives

Risiko

(95%-KI)

Zusätzliche

Fälle pro 1.000

HRT-

Anwenderinnen

nach 5 Jahren

Orale Estrogen-Monotherapie*

50 - 59

1,2 (0,6 – 2,4)

1 (-3 – 10)

Kombinierte orale Estrogen-Gestagen-Therapie

50 - 59

2,3 (1,2 – 4,3)

5 (1 – 13)

* Studie bei Frauen ohne Uterus

Koronare Herzkrankheit

Bei Anwenderinnen einer kombinierten Estrogen-Gestagen-HRT im Alter von über

60 Jahren ist das Risiko für die Entwicklung einer koronaren Herzkrankheit leicht

erhöht (siehe Abschnitt 4.4).

Schlaganfall

Die Anwendung einer Estrogen-Monotherapie oder einer kombinierten Estrogen-

Gestagen-Therapie ist verbunden mit einem bis zu 1,5-fach erhöhten Risiko für einen

ischämischen Schlaganfall. Das Risiko für einen hämorrhagischen Schlaganfall ist

unter einer HRT nicht erhöht.

Dieses relative Risiko ist unabhängig vom Alter oder von der Anwendungsdauer. Da

das Ausgangsrisiko jedoch stark vom Alter abhängt, erhöht sich das Gesamtrisiko bei

Frauen unter einer HRT mit zunehmendem Alter (siehe Abschnitt 4.4).

Kombinierte WHI-Studien - zusätzliches Risiko für ischämischen Schlaganfall*

nach 5-jähriger HRT

Altersgruppe

(Jahre)

Inzidenz

pro 1.000

Frauen im

Placeboarm

über 5 Jahre

Relatives

Risiko

(95%-KI)

Zusätzliche

Fälle pro 1.000

HRT-

Anwenderinnen

über 5 Jahre

50 - 59

1,3 (1,1 – 1,6)

3 (1 – 5)

Es wurde nicht zwischen ischämischem und hämorrhagischem Schlaganfall

unterschieden.

In Zusammenhang mit einer Estrogen-/Gestagen-Behandlung wurden weitere

unerwünschte Arzneimittelwirkungen berichtet:

Erkrankung der Gallenblase;

Haut- und Unterhauterkrankungen: Chloasma, Erythema multiforme, Erythema

nodosum, vaskuläre Purpura;

wahrscheinliche Demenz bei Frauen im Alter von über 65 Jahren (siehe Abschnitt 4.4).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert,

jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de, anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Eine akute Überdosierung ist aufgrund der Applikationsweise unwahrscheinlich. Die

häufigsten Symptome einer Überdosierung bei der klinischen Anwendung sind

Brustspannen und/oder Vaginalblutung. Wenn derartige Symptome auftreten, sollte eine

Dosisreduktion in Betracht gezogen werden. Durch Entfernen des Pflasters können die

Überdosierungseffekte rasch behoben werden.

5.

Pharmakologische Eigenschaften

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Estrogene

ATC-Code: G03CA03

Der Wirkstoff von Estradot, synthetisches 17β-Estradiol, ist chemisch und biologisch

mit dem körpereigenen humanen Estradiol identisch, substituiert den Verlust der

Estrogenproduktion bei menopausalen Frauen und mindert die damit verbundenen

Beschwerden.

Linderung der durch den Estrogenmangel verursachten Symptome

Eine Linderung der Wechseljahresbeschwerden wurde in den ersten Wochen der

Behandlung erreicht.

Osteoporoseprävention (nur für Estradot 50, - 75 und - 100)

Estrogene beugen dem Verlust an Knochenmasse nach der Menopause oder nach

der Ovarektomie vor.

Estrogenmangel in der Menopause geht mit einem erhöhten Knochenumsatz und

einem Verlust an Knochenmasse einher. Die Wirkung von Estrogenen auf die

Knochendichte ist dosisabhängig. Der Schutz ist offenbar so lange wirksam, wie

die Behandlung fortgesetzt wird. Nach Beendigung der HRT ist der Verlust an

Knochenmasse dem unbehandelter Frauen vergleichbar.

Aus der WHI-Studie und Metaanalysen weiterer Studien geht hervor, dass die

aktuelle Anwendung einer HRT, allein oder in Kombination mit einem Gestagen,

bei überwiegend gesunden Frauen das Risiko von Hüft-, Wirbelkörper- oder

sonstigen osteoporotischen Frakturen reduziert. Eine HRT könnte auch Frakturen

bei Frauen mit geringer Knochendichte und/oder nachgewiesener Osteoporose

vorbeugen, hierfür liegen jedoch nur begrenzte Erkenntnisse vor.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Durch die transdermale Anwendung von Estradiol werden mit niedrigeren Gesamtdosen

als bei der oralen Anwendung therapeutische Plasmakonzentrationen erreicht, wobei bei

der transdermalen Anwendung auch die Plasmaspiegel von Estron und Estron-

Konjugaten niedriger liegen.

In Studien an postmenopausalen Frauen unter Anwendung der Estradot 25, - 37,5, - 50

und - 100 µg/24 Stunden Pflaster waren die durchschnittlichen höchsten Estradiol-

Serumspiegel (C

) ca. 25 pg/ml, 35 pg/ml, 50 – 55 pg/ml bzw. 95 – 105 pg/ml. Für

Estradiol konnte nach transdermaler Anwendung eine lineare Pharmakokinetik

nachgewiesen werden.

Im Gleichgewichtszustand (Steady State) nach wiederholter Anwendung des Estradot

50 µg/24 Stunden Pflasters waren die C

- und C

-Werte für Estradiol 57 und 28 pg/ml

bzw. für Estron 42 und 31 pg/ml.

Verteilung

Estradiol wird zu mehr als 50 % an Plasmaproteine wie das geschlechtshormonbindende

Globulin und Albumin gebunden. Nur 2 % sind frei und biologisch aktiv.

Biotransformation/Metabolismus

Transdermal appliziertes Estradiol wird über den gleichen Weg metabolisiert wie das

endogene Hormon. Estradiol wird hauptsächlich in der Leber zu Estron metabolisiert, und

dann zu Estriol, Epi-Estriol und Catechol-Estrogenen, die dann zu Sulfaten und

Glukuroniden konjugiert werden. Die Cytochrom-P-450-Isoformen CYP1A2 und CYP3A4

katalysieren die Hydroxylierung von Estradiol bildendem Estriol. Estriol wird im Menschen

durch UGT1A1 und UGT2B7 glukuronidiert. Die Estradiol-Metaboliten werden auch über

den enterohepatischen Kreislauf verstoffwechselt.

Elimination

Die Sulfate und Glukuronid-Ester werden zusammen mit einem kleinen Anteil von

Estradiol und verschiedenen anderen Metaboliten im Urin ausgeschieden. Nur eine kleine

Menge wird mit den Fäzes ausgeschieden. Da Estradiol eine kurze Halbwertszeit hat

(etwa 1 Stunde), gehen innerhalb von 24 Stunden nach Entfernung des Pflasters die

Serumkonzentrationen von Estradiol und Estron wieder auf die Ausgangswerte zurück.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Das Toxizitätsprofil von Estradiol ist gut bekannt. Die kontinuierliche Anwendung von

natürlichen und synthetischen Estrogenen über einen langen Zeitraum erhöht bei

bestimmten Tierarten die Häufigkeit von Tumoren in Brust, Uterus, Zervix, Vagina, Hoden

und Leber sowie die Häufigkeit von Tumoren des Lymphsystems und der Hypophyse.

6.

Pharmazeutische Angaben

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Klebstoffmatrix:

Acrylklebstoff

Silikonklebstoff

Oleylalkohol

Dipropylenglykol

Povidon (E 1201)

Trägerfolie:

Ethylen/Vinylacetat-Copolymer und Vinylidenchlorid/Methylacrylat-Copolymer-Laminat

Schutzfolie:

Fluoropolymerbeschichteter Polyesterfilm

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

Im Originalbeutel und -karton aufbewahren.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Jedes Estradot-Pflaster ist einzeln in einem Beutel aus Aluminiumlaminat verpackt.

Packungsgrößen

8 transdermale Pflaster

24 transdermale Pflaster

26 transdermale Pflaster

Möglicherweise werden nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Verwendete

Pflaster sollten in der Mitte mit der Klebeschicht nach innen

zusammengefaltet und sicher sowie außerhalb der Reichweite von Kindern entsorgt

werden. Verwendete und nicht verwendete Pflaster sollten entsprechend den nationalen

Anforderungen beseitigt oder zurück in eine Apotheke gebracht werden, vorzugsweise in

der Originalverpackung.

7.

Inhaber der Zulassung

Novartis Pharma GmbH

90327 Nürnberg

Hausadresse:

Roonstraße 25

90429 Nürnberg

Telefon: (09 11) 273-0

Telefax: (09 11) 273-12 653

Internet/E-Mail: www.novartis.de

Medizinischer Infoservice:

Telefon: (09 11) 273-12 100 (Mo – Fr 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr)

Telefax: (09 11) 273-12 160

E-Mail: infoservice.novartis@novartis.com

Internet: www.infoservice.novartis.de

Mitvertrieb:

Hexal AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen

Telefon: (08024) 908-0

Telefax: (08024) 908-1290

Internet/E-Mail: service@hexal.com

8.

Zulassungsnummern

Estradot 25 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster:

51816.04.00

Estradot 37,5 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster:

51816.00.00

Estradot 50 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster:

51816.01.00

Estradot 75 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster:

51816.02.00

Estradot 100 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster:

51816.03.00

9.

Datum der Erteilung der Zulassung/Verlängerung der Zulassung

Estradot 25 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster:

25.06.2004/09.03.2007

Estradot 37,5 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster: 26.03.2002/09.03.2007

Estradot 50 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster:

26.03.2002/09.03.2007

Estradot 75 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster:

26.03.2002/09.03.2007

Estradot 100 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster: 26.03.2002/09.03.2007

10.

Stand der Information

April 2019

11.

Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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