Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma transdermales Pflaster

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Estradiol-Hemihydrat
Verfügbar ab:
1 A Pharma GmbH
ATC-Code:
G03CA03
INN (Internationale Bezeichnung):
Estradiol hemihydrate
Darreichungsform:
transdermales Pflaster
Zusammensetzung:
Estradiol-Hemihydrat 2.07mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
36415.02.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma®, 25 Mikrogramm/24 Stunden Transdermales Pflaster

Estradiol

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma beachten?

Wie ist Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1

Was ist Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma und wofür wird es angewendet?

Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma ist ein Präparat zur Hormonersatzbehandlung (englisch:

Hormone Replacement Therapy, HRT). Es enthält das weibliche Geschlechtshormon

Estrogen.

Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma wird bei Frauen nach den Wechseljahren angewendet, deren

letzte Monatsblutung (Menopause) mindestens 12 Monate zurückliegt.

Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma wird angewendet zur:

Linderung von Beschwerden nach den Wechseljahren

Während der Wechseljahre nimmt die Bildung des körpereigenen Estrogens der Frau ab.

Dies kann Beschwerden verursachen, die sich als Hitzeschübe im Gesicht, Hals und

Brustbereich (sogenannte Hitzewallungen) äußern. Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma lindert

diese nach der Menopause auftretenden Beschwerden. Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma wird

Ihnen nur verordnet, wenn Ihre Beschwerden Sie erheblich in Ihrem alltäglichen Leben

beeinträchtigen.

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen bei der Behandlung von Frauen über 65 Jahre vor.

2

Was sollten Sie vor der Anwendung von Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma

beachten?

Krankengeschichte und regelmäßige Kontrolluntersuchungen

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige

Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Eine Hormonersatzbehandlung ist mit Risiken verbunden, welche vor der Entscheidung, die

Behandlung zu beginnen bzw. fortzusetzen, beachtet werden müssen.

Erfahrungen bei der Behandlung von Frauen mit vorzeitiger Menopause (infolge eines

Versagens der Funktion der Eierstöcke oder deren chirurgischer Entfernung) liegen nur

begrenzt vor. Wenn bei Ihnen eine vorzeitige Menopause vorliegt, können sich die Risiken

der Hormonersatzbehandlung von denen anderer Frauen unterscheiden. Bitte fragen Sie

hierzu Ihren Arzt.

Bevor Sie eine Hormonersatzbehandlung beginnen (oder wieder aufnehmen), wird Ihr Arzt

Ihre eigene Krankengeschichte und die Ihrer Familie erfassen. Ihr Arzt wird über die

Notwendigkeit einer körperlichen Untersuchung entscheiden. Diese kann, falls erforderlich,

die Untersuchung der Brüste und/oder eine Unterleibsuntersuchung einschließen.

Nachdem Sie mit der Hormonersatzbehandlung begonnen haben, sollten Sie Ihren Arzt

regelmäßig (mindestens 1-mal pro Jahr) zur Durchführung von Kontrolluntersuchungen

aufsuchen. Besprechen Sie bitte anlässlich dieser Untersuchungen mit Ihrem Arzt den

Nutzen und die Risiken, die mit einer Fortführung der Behandlung mit Estradiol 25 TTS - 1 A

Pharma verbunden sind.

Gehen Sie bitte regelmäßig, wie von Ihrem Arzt empfohlen, zur Vorsorgeuntersuchung Ihrer

Brüste.

Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma darf nicht angewendet werden,

wenn nachfolgend genannte Punkte auf Sie zutreffen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob

dies der Fall ist, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma

anwenden.

Sie dürfen Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma nicht anwenden, wenn

Sie an Brustkrebs erkrankt sind oder früher einmal erkrankt waren bzw. ein

entsprechender Verdacht besteht

Sie an einer Form von Krebs leiden, dessen Wachstum von Estrogenen abhängig

ist, z. B. Krebs der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) bzw. ein entsprechender

Verdacht besteht

vaginale Blutungen unklarer Ursache auftreten

eine unbehandelte übermäßige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut

(Endometriumhyperplasie) vorliegt

sich bei Ihnen ein Blutgerinnsel in einer Vene (Thrombose) gebildet hat bzw. früher

einmal gebildet hatte, z. B. in den Beinen (tiefe Venenthrombose) oder in der Lunge

(Lungenembolie)

Sie unter einer Blutgerinnungsstörung leiden (z. B. Protein-C-, Protein-S- oder

Antithrombin-Mangel)

Sie eine Krankheit haben bzw. früher einmal hatten, die durch Blutgerinnsel in den

Arterien verursacht wird, z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall oder anfallsartig auftretende

Brustschmerzen mit Brustenge (Angina pectoris)

Sie eine Lebererkrankung haben oder früher einmal hatten und sich Ihre

Leberfunktionswerte noch nicht normalisiert haben

Sie unter einer seltenen, erblich bedingten Blutkrankheit leiden, der sogenannten

Porphyrie

Sie allergisch (überempfindlich) gegen Estradiol, Soja, Erdnuss oder einen der im

Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Wenn eine der oben genannten Krankheiten während der Anwendung von Estradiol 25 TTS

- 1 A Pharma erstmalig auftritt, beenden Sie bitte sofort die Behandlung und suchen Sie

unverzüglich Ihren Arzt auf.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie jemals von einem der nachfolgend aufgeführten

gesundheitlichen Probleme betroffen waren, da diese während der Behandlung mit Estradiol

25 TTS - 1 A Pharma wieder auftreten oder sich verschlimmern können. In diesem Fall

sollten Sie Ihren Arzt häufiger zur Durchführung von Kontrolluntersuchungen aufsuchen:

gutartige Geschwülste in der Gebärmutter (Myome)

Wachstum von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter

(Endometriose) oder früher aufgetretenes übermäßiges Wachstum der

Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie)

erhöhtes Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln (siehe unter „Venöse

Blutgerinnsel [Thrombosen]“)

erhöhtes Risiko für estrogenabhängigen Krebs (z. B. wenn Ihre Mutter, Schwester

oder Großmutter Brustkrebs hatten)

Bluthochdruck

Lebererkrankungen, z. B. ein gutartiger Lebertumor

Zuckerkrankheit (Diabetes)

Gallensteine

Migräne oder schwere Kopfschmerzen

Erkrankung des Immunsystems, die viele Organfunktionen des Körpers

beeinträchtigt (systemischer Lupus erythematodes [SLE])

Epilepsie

Asthma

Erkrankung, die das Trommelfell und das Gehör beeinträchtigt (Otosklerose)

sehr hohe Blutfettwerte (Triglyzeride)

Flüssigkeitseinlagerung infolge von Herz- oder Nierenerkrankungen

Präparate, die Estrogene enthalten, können die Symptome eines hereditären (erblich

bedingten) Angioödems auslösen oder verstärken. Sie müssen unverzüglich Ihren Arzt

aufsuchen, wenn bei Ihnen Symptome eines Angioödems auftreten, wie z. B. Schwellungen

des Gesichts, der Zunge und/oder des Halses und/oder Schwierigkeiten beim Schlucken,

oder Ausschlag zusammen mit Atembeschwerden.

Sie müssen die Behandlung sofort abbrechen und einen Arzt aufsuchen,

wenn während der Anwendung der Hormonersatzbehandlung eine der folgenden

Krankheiten bzw. Situationen auftritt:

Krankheiten, die im Abschnitt „Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma darf nicht

angewendet werden“ erwähnt sind

Gelbfärbung Ihrer Haut oder des Weißen Ihrer Augen (Gelbsucht). Dies kann auf

eine Lebererkrankung hinweisen.

deutliche Erhöhung Ihres Blutdrucks (Beschwerden können Kopfschmerzen,

Müdigkeit und Schwindel sein)

migräneartige Kopfschmerzen, die erstmalig auftreten

wenn Sie schwanger werden

wenn Sie Anzeichen für Blutgerinnsel bemerken, z. B.

schmerzhafte Schwellung und Rötung der Beine

plötzliche Brustschmerzen

Atemnot

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter „Venöse Blutgerinnsel

(Thrombosen)“.

Hinweis: Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma ist kein Mittel zur Empfängnisverhütung. Wenn seit

Ihrer letzten Monatsblutung weniger als 12 Monate vergangen sind oder wenn Sie jünger als

50 Jahre sind, kann die zusätzliche Anwendung von Methoden zur

Schwangerschaftsverhütung erforderlich sein. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt um Rat.

Hormonersatzbehandlung und Krebs

Übermäßige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie)

und Krebs

der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumkarzinom)

Während einer Estrogen-Monotherapie erhöht sich das Risiko für eine übermäßige

Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) und für Krebs der

Gebärmutterschleimhaut (Endometriumkarzinom).

Die Anwendung/Einnahme eines Gestagens ergänzend zum Estrogen über mindestens 12

Tage pro 28-Tage-Zyklus schützt Sie vor diesem zusätzlichen Risiko. Daher wird Ihnen Ihr

Arzt, wenn Sie Ihre Gebärmutter noch haben, zusätzlich ein Gestagen verordnen. Wenn Ihre

Gebärmutter entfernt wurde (Hysterektomie), sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie Estradiol

25 TTS - 1 A Pharma bedenkenlos ohne zusätzliche Einnahme/Anwendung eines

Gestagens anwenden können.

Bei durchschnittlich 5 von 1.000 Frauen, die noch eine Gebärmutter haben und die keine

Hormonersatzbehandlung anwenden, wird im Alter zwischen 50 und 65 Jahren Krebs der

Gebärmutterschleimhaut diagnostiziert. Demgegenüber werden bei Frauen, die noch eine

Gebärmutter haben und die eine Hormonersatzbehandlung nur mit einem Estrogenpräparat

durchführen, im Alter zwischen 50 und 65 Jahren, abhängig von der Dosis und der

Behandlungsdauer, 10 bis 60 Fälle von Krebs der Gebärmutterschleimhaut pro 1.000 Frauen

diagnostiziert (d. h. zwischen 5 und 55 zusätzliche Fälle).

Unerwartete Blutungen

Während der Anwendung von Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma wird einmal monatlich eine

Blutung auftreten (sogenannte Entzugsblutung). Sollten jedoch unerwartete Blutungen oder

Schmierblutungen außerhalb Ihrer Monatsblutung auftreten, die

über die ersten 6 Behandlungsmonate hinaus anhalten

einsetzen, nachdem Sie Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma bereits seit über 6 Monaten

angewendet haben

nach Abbruch der Behandlung anhalten,

suchen Sie bitte sobald wie möglich Ihren Arzt auf.

Brustkrebs

gibt

Hinweise

erhöhtes

Brustkrebsrisiko

kombinierter

Hormonersatzbehandlung

Estrogen

Gestagen

möglicherweise

auch

alleiniger Anwendung von Estrogen. Das zusätzliche Risiko hängt von der Dauer der

Hormonersatzbehandlung ab und ist innerhalb weniger Jahre erkennbar. Jedoch sinkt das

Risiko nach Beendigung der Behandlung innerhalb weniger Jahre (meist 5 Jahre) wieder auf

den Stand bei Nichtanwenderinnen.

Bei Frauen, deren Gebärmutter entfernt wurde und die eine Hormonersatzbehandlung mit

Estrogen-Monopräparaten über 5 Jahre anwenden, wurde kein oder nur ein geringfügig

erhöhtes Brustkrebsrisiko nachgewiesen.

Zum Vergleich

Bei Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren, die keine Hormonersatzbehandlung anwenden,

werden durchschnittlich 9 bis 17 Brustkrebsfälle pro 1.000 Frauen innerhalb eines Zeitraums

von 5 Jahren diagnostiziert. Bei Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren, die eine kombinierte

Hormonersatzbehandlung mit Estrogen und Gestagen über 5 Jahre anwenden, beträgt die

Anzahl 13 bis 23 Fälle pro 1.000 Frauen (d. h. 4 bis 6 zusätzliche Fälle).

Untersuchen

Sie

regelmäßig

Ihre

Brüste.

Suchen

Sie

Ihren

Arzt

auf,

wenn

Sie

Veränderungen Ihrer Brüste bemerken, z. B.

Einziehungen (Dellenbildung) in der Haut

Veränderungen der Brustwarzen

Knoten, die Sie sehen oder fühlen können

Falls Sie die Möglichkeit haben, am Programm zur Früherkennung von Brustkrebs

(Mammographie-Screening-Programm) teilzunehmen, sollten Sie dieses Angebot nutzen.

Informieren Sie die Fachkraft, die die Mammographie durchführt, dass Sie ein Arzneimittel

zur Hormonersatzbehandlung einnehmen. Arzneimittel, die zur Hormonersatzbehandlung

eingenommen werden, können das Brustgewebe dichter machen und dadurch das Ergebnis

der Mammographie beeinflussen. Wenn die Dichte des Brustgewebes erhöht ist, können

möglicherweise nicht alle Veränderungen erkannt werden.

Eierstockkrebs

Eierstockkrebs ist selten - viel seltener als Brustkrebs.

Die Anwendung von Estrogen-

Monoarzneimitteln oder kombinierten Estrogen-Gestagen-Arzneimitteln zur

Hormonersatzbehandlung ist mit einem leicht erhöhten Risiko, Eierstockkrebs zu entwickeln,

verbunden. Das Risiko, Eierstockkrebs zu entwickeln, ändert sich mit dem Alter.

Bei Frauen im Alter zwischen 50 und 54 Jahren, die keine Hormonersatzbehandlung

anwenden, werden über einen 5-Jahres-Zeitraum etwa 2 Fälle von Eierstockkrebs pro 2.000

Frauen diagnostiziert. Bei Frauen, die eine Hormonersatzbehandlung über 5 Jahre

anwenden, treten etwa 3 Fälle pro 2.000 Anwenderinnen auf (d. h. etwa 1 zusätzlicher Fall).

Herz-/Kreislauf-Wirkungen einer Hormonersatzbehandlung

Venöse Blutgerinnsel (Thrombosen)

Das Risiko, Blutgerinnsel in den Venen (Thrombosen) zu bilden, ist bei Frauen, die eine

Hormonersatzbehandlung anwenden, gegenüber Nichtanwenderinnen um etwa das 1,3- bis

3-fache erhöht. Ein erhöhtes Risiko besteht insbesondere während des ersten

Anwendungsjahres.

Blutgerinnsel können ernsthafte Folgen haben. Wenn ein Blutgerinnsel zu den Lungen

wandert, kann dies Brustenge, Atemnot oder einen Ohnmachtsanfall verursachen oder sogar

zum Tod führen.

Eine höhere Wahrscheinlichkeit für Sie, ein Blutgerinnsel zu bilden, besteht mit

zunehmendem Alter und wenn die nachfolgend genannten Bedingungen auf Sie zutreffen.

Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, wenn auf Sie eine der folgenden Situationen zutrifft:

wenn Sie wegen einer größeren Operation, Verletzung oder Krankheit längere Zeit

nicht laufen können (siehe auch Abschnitt 3 unter „Wenn bei Ihnen eine Operation

geplant ist“)

wenn Sie stark übergewichtig sind (BMI>30 kg/m2)

wenn Sie unter einer Gerinnungsstörung leiden, die eine medikamentöse

Langzeitbehandlung zur Vorbeugung von Blutgerinnseln erfordert

wenn jemals bei einem nahen Verwandten von Ihnen ein Blutgerinnsel im Bein, in

der Lunge oder in einem anderen Organ aufgetreten ist

wenn Sie unter einem systemischen Lupus erythematodes (SLE) leiden

wenn Sie Krebs haben.

Bezüglich Anzeichen für Blutgerinnsel siehe „Sie müssen die Behandlung sofort abbrechen

und einen Arzt aufsuchen“.

Zum Vergleich

Betrachtet man Frauen in ihren 50ern, die keine Hormonersatzbehandlung anwenden, ist

über einen 5-Jahres-Zeitraum durchschnittlich bei 4 bis 7 von 1.000 Frauen ein venöses

Blutgerinnsel zu erwarten.

Bei Frauen in ihren 50ern, die eine Hormonersatzbehandlung mit Estrogen und Gestagen

über 5 Jahre angewendet haben, treten 9 bis 12 Thrombosefälle pro 1.000 Anwenderinnen

auf (d. h. 5 zusätzliche Fälle).

Bei Frauen in ihren 50ern, deren Gebärmutter entfernt wurde und die eine

Hormonersatzbehandlung nur mit Estrogen über 5 Jahre angewendet haben, treten 5 bis 8

Thrombosefälle pro 1.000 Anwenderinnen auf (d. h. 1 zusätzlicher Fall).

Herzkrankheit (Herzinfarkt)

Es liegen keine Hinweise darauf vor, dass eine Hormonersatzbehandlung einem Herzinfarkt

vorbeugt.

Bei Frauen, die älter als 60 Jahre sind und die eine kombinierte Hormonersatzbehandlung

Estrogen

Gestagen

anwenden,

besteht

Vergleich

Frauen,

keine

Hormonersatzbehandlung

anwenden,

eine

leicht

erhöhte

Wahrscheinlichkeit,

eine

Herzkrankheit zu entwickeln.

Das Risiko, eine Herzkrankheit zu entwickeln, ist bei Frauen, deren Gebärmutter entfernt

wurde und die nur Estrogene anwenden, nicht erhöht.

Schlaganfall

Das Schlaganfallrisiko ist bei Anwenderinnen einer Hormonersatzbehandlung etwa 1,5-fach

höher

Nichtanwenderinnen.

Anzahl

infolge

Anwendung

einer

Hormonersatzbehandlung zusätzlich auftretenden Schlaganfälle steigt mit zunehmendem

Alter.

Zum Vergleich

Betrachtet man Frauen in ihren 50ern, die keine Hormonersatzbehandlung anwenden, sind

über einen 5-Jahres-Zeitraum 8 Schlaganfälle pro 1.000 Frauen zu erwarten. Bei Frauen in

ihren 50ern, die eine Hormonersatzbehandlung anwenden, sind es 11 Fälle pro 1.000

Anwenderinnen (d. h. 3 zusätzliche Fälle).

Sonstige Erkrankungen

Eine Hormonersatzbehandlung beugt keinen Gedächtnisstörungen vor. Es gibt einige

Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Gedächtnisstörungen bei Frauen, die zu Beginn der

Anwendung einer Hormonersatzbehandlung älter als 65 Jahre waren. Fragen Sie hierzu

Ihren Arzt um Rat.

Patientinnen mit eingeschränkter Funktion der Niere oder des Herzens:

Estrogene können eine Flüssigkeitsansammlung im Körper bewirken; daher sollten Sie,

wenn bei Ihnen Herz- oder Nierenfunktionsstörungen vorliegen, sorgfältig beobachtet

werden. Wenn Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung leiden, sollen Sie

engmaschig überwacht werden, weil mit einem Anstieg der im Blut zirkulierenden

Estrogene zu rechnen ist.

Patientinnen mit einer bestimmten Fettstoffwechselstörung (Hypertriglyzeridämie):

Wenn bei Ihnen bestimmte Blutfettwerte (Triglyzeride) erhöht sind, sollten Ihre

Blutfettwerte während der Behandlung mit Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma engmaschig

überwacht werden, weil im Zusammenhang mit einer Estrogentherapie in seltenen Fällen

von einem starken Triglyzeridanstieg im Blut mit einer nachfolgenden Entzündung der

Bauchspeicheldrüse berichtet wurde.

Es ist bekannt, dass eine Kontaktsensibilisierung bei allen Anwendungen auf der Haut

vorkommen kann. Wenn auch äußerst selten kann dies, sofern Sie das Arzneimittel weiter

anwenden, zu schweren allergischen Reaktionen führen.

Anwendung bei Kindern

Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma darf nicht bei Kindern angewendet werden.

Anwendung von Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bestimmte Arzneimittel können die Wirkung von Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma

beeinträchtigen. Dies kann zu unregelmäßigen Blutungen führen. Dazu gehören folgende

Arzneimittel:

Arzneimittel gegen Epilepsie, die z. B. Phenobarbital, Phenytoin oder Carbamazepin

enthalten

Arzneimittel gegen Tuberkulose, die z. B. Rifampicin oder Rifabutin enthalten

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen, die z. B. Nevirapin,

Efavirenz, Ritonavir oder Nelfinavir enthalten

pflanzliche Arzneimittel, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten

sonstige Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen, die z. B. Ketoconazol oder

Erythromycin enthalten.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht

verschreibungspflichtige Arzneimittel, pflanzliche Präparate oder Naturheilmittel handelt.

Labortests

Wenn bei Ihnen eine Blutuntersuchung erforderlich ist, informieren Sie Ihren Arzt oder das

Laborpersonal, dass Sie Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma anwenden, da dieses Arzneimittel

die Ergebnisse einiger Laboruntersuchungen beeinträchtigen kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Anwendung von Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma ist nur bei Frauen nach der Menopause

vorgesehen. Wenn Sie schwanger werden, brechen Sie die Anwendung von Estradiol 25

TTS - 1 A Pharma ab und suchen Sie Ihren Arzt auf.

Stillzeit

Sie dürfen Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma in der Stillzeit nicht anwenden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma hat keine bekannte Wirkung auf die Verkehrstüchtigkeit oder

die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

3

Wie ist Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt wird versuchen, Ihnen die niedrigste Dosis, die zur Behandlung Ihrer Beschwerden

erforderlich ist, für eine möglichst kurze Zeit zu verordnen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt,

wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma zu stark

oder zu schwach ist.

Wie sollten Sie Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma anwenden?

Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma kann kontinuierlich (ohne Pause) oder zyklisch (21 Tage

Anwendung gefolgt von 7 Tagen Pause) angewendet werden. Bei Frauen mit Gebärmutter

muss die Behandlung mit Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma für mindestens 12–14 Tage eines

28-tägigen Zyklus mit einer entsprechenden (vom Arzt zu verschreibenden) Dosis eines

Gestagens kombiniert werden (siehe auch Abschnitt 2).

Bei Frauen, deren Gebärmutter entfernt wurde, wird der Zusatz eines Gestagens nicht

empfohlen, außer in Fällen, in denen Ansiedlungen von Gebärmutterschleimhaut außerhalb

der Gebärmutter (Endometriose) diagnostiziert wurden (siehe auch Abschnitt 2).

Eine ununterbrochene Anwendung von Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma kann bei Frauen nach

Entfernung der Gebärmutter durchgeführt werden oder wenn während des

behandlungsfreien Zeitraumes die Estrogenmangelbeschwerden wieder stark in Erscheinung

treten.

Während der ersten Behandlungsmonate können unregelmäßige Blutungen oder

Schmierblutungen auftreten. Wenn Sie starke Blutungen haben oder die Blutungen bzw.

Schmierblutungen über die ersten Behandlungsmonate hinaus anhalten, teilen Sie dies bitte

Ihrem Arzt mit, sodass Ihre Behandlung – falls erforderlich – angepasst werden kann (siehe

Abschnitt 2 Unerwartete Blutungen).

Art der Anwendung

Zur transdermalen Anwendung (zum Aufkleben auf die Haut)

Ein Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma Pflaster wird 2-mal wöchentlich aufgeklebt, d. h. im

Abstand von 3 bzw. 4 Tagen wird das verbrauchte Pflaster durch ein neues ersetzt.

Die Stelle, auf die das transdermale Pflaster aufgeklebt wird, sollte bei jedem neuen

transdermalen Pflaster gewechselt werden. Die geeignetsten Stellen zum Anbringen des

Pflasters sind Hautpartien unter der Taille, wo sich die Haut wenig faltet. Estradiol 25 TTS - 1

A Pharma darf nicht auf oder in die Nähe der Brüste geklebt werden! Die gewählte Hautstelle

muss sauber, fettfrei, trocken und unverletzt sein. Das transdermale Pflaster sollte aufgeklebt

werden, sobald es aus dem Beutel herausgenommen wurde. Bitte berühren Sie möglichst

nicht die Klebefläche.

1. Die transdermalen Pflaster sind einzeln verpackt. Reißen Sie unmittelbar vor der

Anwendung die Umhüllung an dem Einschnitt neben einer Beutelecke auf und

entnehmen Sie das transdermale Pflaster, ohne es zu beschädigen. (Abbildung 1)

2. Das transdermale Pflaster wird vorsichtig an der geschlitzten Linie nach oben und unten

gebogen, bis sich die Abziehfolie entlang der gestanzten Linie von der Klebefläche des

transdermalen Pflasters löst. Ziehen Sie nun einen Teil der geschlitzten Abziehfolie von

der Rückseite des Pflasters ab. (Abbildung 2)

3. Kleben Sie die frei gewordene Klebefläche auf eine gesunde, gesäuberte Hautstelle am

Unterbauch oder der hinteren Hüftpartie auf. (Abbildung 3)

4. Dann heben Sie den anderen Teil des transdermalen Pflasters leicht an, entfernen die

verbliebene Abziehfolie und kleben das transdermale Pflaster vollständig auf. (Abbildung

5. Nach dem Ankleben drücken Sie das transdermale Pflaster etwa 10 Sekunden mit der

flachen Hand fest an. (Abbildung 5)

Sie sollten das transdermale Pflaster nicht direkt der Sonne aussetzen. Estradiol 25 TTS - 1

A Pharma haftet auch beim Baden, Duschen oder bei körperlicher Aktivität gut auf der Haut.

Sollte sich ein Pflaster dennoch vorzeitig (vor Ablauf von 3 bzw. 4 Tagen) teilweise oder

vollständig von der Haut lösen, sollten Sie es durch ein neues transdermales Pflaster

ersetzen.

Überprüfen Sie, ob die unbefriedigende Haftfähigkeit des Pflasters auf Anwendungsfehler

zurückzuführen ist. In seltenen Fällen kann allerdings die Haftfähigkeit durch individuelle

Hautgegebenheiten beeinträchtigt werden.

Therapiebeginn

Wenn Sie

gegenwärtig keine Hormonersatzbehandlung anwenden oder bisher das Estrogen -

gegebenenfalls zusammen mit einem Gestagen - ohne Unterbrechung angewendet

haben, können Sie die Behandlung mit Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma an jedem

beliebigen Tag beginnen.

Wenn Sie

das Estrogen bisher regelmäßig über 21 Tage – an den letzten 12–14 Tagen

zusammen mit einem Gestagen – angewendet haben und anschließend für 7 Tage

die Behandlung ausgesetzt haben, oder

das Estrogen bisher ohne Unterbrechung, aber ein Gestagen zusätzlich an den letzten

12–14 Tagen eines jeden 28-Tage-Zyklus angewendet haben,

sollten Sie den aktuellen Behandlungszyklus beenden, bevor Sie mit der Estradiol 25

TTS - 1 A Pharma-Behandlung beginnen.

Der erste Tag nach dem Abschluss der vorherigen Behandlung (bei ununterbrochener

Anwendung) bzw. der erste Tag nach der Behandlungspause (bei zyklischer

Anwendung) ist ein geeigneter Zeitpunkt für den Beginn der Behandlung mit Estradiol 25

TTS - 1 A Pharma.

Wenn Sie eine größere Menge von Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma angewendet haben,

als Sie sollten

Bei der Anwendung größerer Mengen müssen Sie einen Arzt aufsuchen.

Mögliche Anzeichen einer Überdosierung sind Übelkeit, Erbrechen, Spannungsgefühl in den

Brüsten sowie Blutungen aus der Scheide.

Bei Anzeichen einer Überdosierung sollte Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma entfernt werden.

Eine eventuelle notwendige Behandlung sollte sich an den Symptomen orientieren.

Wenn Sie die Anwendung von Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen

haben.

Wenn Sie – versehentlich – vergessen haben, das transdermale Pflaster nach dem 3. oder

4. Tag zu wechseln, nehmen Sie den Wechsel bitte unverzüglich vor. Den danach folgenden

Pflasterwechsel nehmen Sie wieder am gewohnten Tag vor.

Ausgelassene Dosen erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Durchbruch- oder

Schmierblutungen.

Bei längerer Unterbrechung der Therapie informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma abbrechen

Sie sollten die Behandlung mit Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma nicht ohne Rücksprache mit

Ihrem Arzt unterbrechen oder beenden. Bei Beendigung müssen Sie mit einer

Abbruchblutung rechnen.

Wenn bei Ihnen eine Operation geplant ist

Wenn bei Ihnen eine Operation geplant ist, informieren Sie den operierenden Arzt, dass Sie

Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma anwenden. Es kann möglich sein, dass Sie Estradiol 25 TTS

- 1 A Pharma 4 bis 6 Wochen vor der geplanten Operation absetzen müssen, um das

Thromboserisiko zu verringern (siehe Abschnitt 2 unter „Venöse Blutgerinnsel

[Thrombosen]“). Fragen Sie Ihren Arzt, wann Sie die Anwendung von Estradiol 25 TTS - 1 A

Pharma fortsetzen können.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich

an Ihren Arzt oder Apotheker.

4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Die folgenden Krankheiten wurden bei Frauen, die eine Hormonersatzbehandlung

anwenden, im Vergleich zu Nichtanwenderinnen häufiger berichtet:

Brustkrebs

übermäßiges Wachstum oder Krebs der Gebärmutterschleimhaut

(Endometriumhyperplasie oder –krebs)

Eierstockkrebs

Blutgerinnsel in den Venen der Beine oder der Lunge (venöse Thromboembolie)

Herzkrankheit

Schlaganfall

Gedächtnisstörungen (wahrscheinliche Demenz), wenn die Hormonersatzbehandlung im

Alter von über 65 Jahren begonnen wurde

Weitere Informationen über diese Nebenwirkungen finden Sie im Abschnitt 2.

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein

Falls eines oder mehrere der folgenden Symptome auftreten, benötigen Sie unverzüglich

medizinische Betreuung:

plötzlich auftretende Brustschmerzen

Brustschmerzen, die in einen Arm oder in den Hals ausstrahlen

Atemnot

schmerzhafte Schwellungen und Rötungen der Beine

gelbliche Verfärbung der Augen und der Gesichtshaut, Dunkelfärbung des Urins,

Hautjucken (Gelbsucht)

ungewöhnliche Scheidenblutungen oder Schmierblutungen (Durchbruchblutungen) nach

längerer Anwendung von Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma-Pflastern oder nach

Beendigung der Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma-Behandlung

Veränderungen an der Brust, insbesondere Einziehungen (Dellenbildung) in der Haut,

Veränderungen der Brustwarzen und Knoten, die Sie sehen oder tasten können

(Brustkrebs)

schmerzhafte Monatsblutungen

unklare migräneartige Kopfschmerzen

Verwenden Sie Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma nicht weiter und suchen Sie

unverzüglich Ihren Arzt auf, falls eines oder mehrere der oben genannten Symptome

auftreten. Bitte beachten Sie die Risiken, die generell mit einer Hormonersatztherapie

verbunden sind (siehe Abschnitt 2 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen).

Weitere Nebenwirkungen

Darüber hinaus wurden folgende Nebenwirkungen bei der Anwendung von Estradiol 25 TTS

- 1 A Pharma berichtet:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Kopfschmerzen

Hautreaktionen an der Anwendungsstelle (einschließlich Hautreizung, Brennen,

Hautausschlag, Hauttrockenheit, Blutung, Bluterguss, Entzündung, Schwellung,

Hautpigmentierung, Nesselsucht und Blasenbildung)

Spannungsgefühl und Schmerzen der Brust

Regelschmerzen, Menstruationsstörungen

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Depression

Nervosität

Stimmungsschwankungen

Schlaflosigkeit

Benommenheit

Übelkeit

Verdauungsstörungen

Durchfall

Bauchschmerzen

Blähungsgefühl

Völlegefühl

Appetitsteigerung

Akne

Ausschlag

Hauttrockenheit

Juckreiz

Rückenschmerzen

Brustvergrößerung

starke Regelblutungen

zäher weißer bis gelblicher Scheidenausfluss

unregelmäßige Blutungen aus der Scheide

starke Kontraktionen der Gebärmutter

Scheidenentzündung

übermäßige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie)

Schmerzen

Schwäche

Flüssigkeitseinlagerung (Ödeme) in den Gliedmaßen (Hände und Füße)

Gewichtsveränderungen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Angstzustände

Migräne

Schwindel

Sehstörungen

trockene Augen

Erhöhung des Blutdrucks

Herzklopfen (Palpitation)

Erbrechen

Hautverfärbung

Gelenkschmerzen

Muskelkrämpfe

Erhöhung spezifischer Leberenzyme

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Überempfindlichkeit

Veränderung des sexuellen Verlangens

Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Händen und Füßen

venöse Blutgerinnsel

Gallensteine

Veränderung der Leberfunktion und des Gallenflusses

Haarausfall

Muskelschwäche

Uterusleiomyom

Eileiterzysten

Zervixpolypen

Sekretion aus der Brustdrüse

allergische Reaktionen wie zum Beispiel Ausschlag

Appetitlosigkeit

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Nesselsucht

Zeichen einer schweren allergischen Reaktion (einschließlich Atembeschwerden,

Schwellung des Gesichts, der Zunge, des Rachen oder der Haut, Schwindel und

Nesselsucht)

verminderte Verträglichkeit von Kohlenhydraten

unwillkürliche Bewegungen von Augen, Kopf und Hals

Schwierigkeiten beim Tragen von Kontaktlinsen

schwere Hautveränderungen

übermäßiger Haarwuchs

Verschlechterung der Porphyrie

Nasenbluten

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Brustkrebs

Blutgerinnsel

Schmerzen in den Extremitäten

anormale Leberfunktionswerte

allergische Hautentzündung

Knoten in der Brust (nicht krebsartig)

Sojaöl (Ph. Eur.) kann sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden während der Anwendung anderer Präparate zur

Hormonersatzbehandlung berichtet:

Gallenblasenerkrankungen

verschiedene Hauterkrankungen

Hautverfärbungen, insbesondere im Gesicht und am Hals, sogenannte

Schwangerschaftsflecken (Chloasma)

schmerzhafte, rötliche Hautknötchen (Erythema nodosum)

Ausschlag mit scheibenförmigen Rötungen bzw. Entzündungen (Erythema

multiforme)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie

können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5

Wie ist Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Beutel nach

„verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen

Nicht über 30 °C lagern.

Hinweis zur Entsorgung

Nach dem Gebrauch ist das Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma Pflaster zusammenzufalten

(Klebefläche nach innen!).

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma enthält

Der Wirkstoff ist: Estradiol

1 transdermales Pflaster mit 10 cm

enthält:

2,07 mg Estradiol-Hemihydrat, entsprechend 2 mg Estradiol

Durchschnittliche Estradiolfreisetzung pro Tag:

25 Mikrogramm

Die sonstigen Bestandteile sind:

Matrix: Poly[(2-ethylhexyl)acrylat-co-methylacrylat-co-acrylsäure-co-(2,3-

epoxypropyl)methacrylat] (62,2:32,0:5,7:0,03), RRR-alpha-Tocopherol-Zubereitung (USP)

Trägerfolie: Polyethylenterephthalat

Schutzfolie: Polyethylenterephthalat, silikonisiert

Wie Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma aussieht und Inhalt der Packung

Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma ist ein transparentes ovales transdermales Pflaster,

bestehend aus einer Schutzfolie (vor der Anwendung entfernen) und zwei funktionellen

Schichten: einer estradiolhaltigen selbstklebenden Matrixschicht und einer Trägerfolie.

Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma ist in Packungen mit 6, 18, 20, 24 und 30 transdermalen

Pflastern erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

1 A Pharma GmbH

Keltenring 1 + 3

82041 Oberhaching

Telefon: (089) 6138825-0

Hersteller

Hexal AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im August 2018.

Wortlaut der für die Fachinformation vorgesehenen Angaben

Fachinformation

1. BEZEICHUNG DER ARZNEIMITTEL

Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma®, 25 Mikrogramm/24 Stunden Transdermales Pflaster

Estradiol 50 TTS - 1 A Pharma®, 50 Mikrogramm/24 Stunden Transdermales Pflaster

Estradiol 100 TTS - 1 A Pharma®, 100 Mikrogramm/24 Stunden Transdermales Pflaster

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma

1 transdermales Pflaster (Matrixsystem) mit 10 cm2 enthält:

2,07 mg Estradiol-Hemihydrat entsprechend 2 mg Estradiol.

Durchschnittliche Estradiolfreisetzung pro Tag:

25 Mikrogramm

Estradiol 50 TTS - 1 A Pharma

1 transdermales Pflaster (Matrixsystem) mit 20 cm2 enthält:

4,13 mg Estradiol-Hemihydrat entsprechend 4 mg Estradiol.

Durchschnittliche Estradiolfreisetzung pro Tag:

50 Mikrogramm

Estradiol 100 TTS - 1 A Pharma

1 transdermales Pflaster (Matrixsystem) mit 40 cm2 enthält:

8,26 mg Estradiol-Hemihydrat entsprechend 8 mg Estradiol.

Durchschnittliche Estradiolfreisetzung pro Tag:

100 Mikrogramm

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Sojaöl (Ph.Eur.)

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Transdermales Pflaster

Transparentes ovales Pflaster, bestehend aus einer geschlitzten Schutzfolie (vor

Anwendung des Pflasters zu entfernen) und zwei funktionellen Schichten: einer

estradiolhaltigen selbstklebenden Matrixschicht und einer wasserundurchlässigen

Trägerfolie.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Hormonsubstitutionstherapie (HRT) bei Estrogenmangelsymptomen nach der Menopause.

HRT bei Estrogenmangelsymptomen bei Frauen, deren letzte Monatsblutung mindestens

12 Monate zurückliegt.

Zusätzlich für Estradiol 50/100 TTS - 1 A Pharma

Prävention einer Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit hohem Frakturrisiko, die

eine Unverträglichkeit oder Kontraindikation gegenüber anderen zur Osteoporoseprävention

zugelassenen Arzneimitteln aufweisen (siehe auch Abschnitt 4.4).

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen bei der Behandlung von Frauen über 65 Jahre vor.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Das transdermale Pflaster wird 2-mal wöchentlich, d. h. alle 3 bzw. 4 Tage, gewechselt.

Estrogenmangelsymptome:

Estradiol TTS - 1 A Pharma ist in 3 Stärken verfügbar: 25, 50 und 100. Sowohl für den

Beginn als auch für die Fortführung einer Behandlung postmenopausaler Symptome ist die

niedrigste wirksame Dosis für die kürzest mögliche Therapiedauer anzuwenden (siehe auch

Abschnitt 4.4).

Abhängig vom klinischen Ansprechen kann die Dosis an die individuellen Bedürfnisse der

Patientin angepasst werden. Wenn sich nach 3 Monaten Behandlung die Symptome nicht

ausreichend gebessert haben, kann die Dosis erhöht werden. Wenn sich Symptome einer

Überdosierung zeigen (z. B. Brustspannen), muss die Dosis vermindert werden.

Zusätzlich für Estradiol 50/100 TTS - 1 A Pharma

Prävention einer Osteoporose bei postmenopausalen Frauen:

Dafür ist Estradiol TTS - 1 A Pharma in 2 Stärken verfügbar: 50 und 100. Die Behandlung

muss mit einem Pflaster Estradiol 50 μg/24 Stunden begonnen werden.

Dosisanpassungen können unter Verwendung von Estradiol 50 und - 100 μg/24 Stunden

Pflastern erfolgen.

Allgemeine Hinweise

Estradiol TTS - 1 A Pharma kann sowohl zyklisch als auch kontinuierlich angewendet

werden.

Bei Frauen mit einem intakten Uterus muss unabhängig vom gewählten Regime der

Estrogenbehandlung mit einem Gestagen, das für die Anwendung mit einem Estrogen

zugelassen ist, über mindestens 12–14 Tage pro 28-tägigem Zyklus kombiniert werden, um

eine Estrogen-induzierte Endometriumhyperplasie weitgehend zu reduzieren.

Bei hysterektomierten Frauen wird der Zusatz eines Gestagens nicht empfohlen, außer in

Fällen, in denen eine Endometriose diagnostiziert wurde.

Varianten der Estrogenmonotherapie bzw. kombinierten Estrogen/Gestagentherapie

Zyklisch bzw. zyklisch sequenziell:

Zyklische Anwendung von Estrogen mit einem behandlungsfreien Intervall, wobei

üblicherweise an 21 Tagen die Anwendung erfolgt und 7 Tage anwendungsfrei sind. Bei

Frauen mit Uterus wird zusätzlich sequenziell ein Gestagen in den letzten 12–14

Therapietagen ergänzt.

Kontinuierlich bzw. kontinuierlich sequenziell:

Kontinuierliche Anwendung von Estrogen. Bei Frauen mit Uterus zusätzlich sequenziell ein

Gestagen an 12–14 Tagen eines jeden 28-Tage-Zyklus.

Als Gestagenzusatz können z. B. Norethisteron, Norethisteronacetat,

Medroxyprogesteronacetat oder Progesteron eingesetzt werden (für weitere Informationen

siehe Fach- und Gebrauchsinformation der einzelnen Produkte).

Eine kontinuierliche, nicht zyklische Behandlung kann bei hysterektomierten Frauen

durchgeführt werden oder wenn während des behandlungsfreien Zeitraumes die Symptome

des Estrogenmangels wieder stark in Erscheinung treten.

Art der Anwendung

Estradiol TTS - 1 A Pharma wird mit seiner Klebeschicht auf eine saubere und trockene

Stelle des Abdomens aufgeklebt. Estradiol TTS - 1 A Pharma darf nicht auf die Brüste

oder in deren Nähe geklebt werden.

Estradiol TTS - 1 A Pharma wird 2-mal wöchentlich gewechselt. Es darf nicht 2-mal

nacheinander auf dieselbe Hautstelle geklebt werden. Nach mindestens einer Woche kann

ein neues Pflaster wieder auf eine schon einmal gewählte Stelle geklebt werden. Die

Hautstelle soll frei von Öl und ohne Hautschäden oder Hautreizungen sein. Die Taille sollte

vermieden werden, da enge Kleidung das Pflaster ablösen kann.

Das Berühren der Klebefläche sollte vermieden werden.

Die transdermalen Pflaster sind einzeln verpackt. Unmittelbar vor der Anwendung wird

die Umhüllung an dem Einschnitt neben der Beutelecke aufgerissen und das

transdermale Pflaster entnommen, ohne es zu beschädigen.

Das transdermale Pflaster wird vorsichtig an der Perforation nach oben und unten

gebogen, bis sich die Abziehfolie entlang der geschlitzten Linie von der Klebefläche des

transdermalen Pflasters löst. Ein Teil der Abziehfolie wird vom transdermalen Pflaster

abgezogen.

Die frei gewordene Klebefläche wird auf eine gesunde, gesäuberte Hautstelle geklebt.

Der andere Teil des transdermalen Pflasters wird leicht angehoben, damit der

verbliebene Teil der Abziehfolie entfernt und das transdermale Pflaster vollständig

aufgeklebt werden kann.

Nach dem Aufkleben soll das transdermale Pflaster etwa 10 Sekunden mit der flachen

Hand fest angedrückt werden.

Bei jedem neuen transdermalen Pflaster wird die Hüftseite gewechselt.

Das transdermale Pflaster sollte nicht der direkten Sonneneinwirkung ausgesetzt werden.

Das transdermale Pflaster haftet auch beim Baden und Duschen oder bei körperlicher

Aktivität gut auf der Haut.

Sollte sich ein transdermales Pflaster vorzeitig (vor Ablauf von 3 bzw. 4 Tagen) teilweise

oder vollständig von der Haut lösen, sollte es durch ein neues Pflaster ersetzt werden.

Nach jeweils 3 bzw. 4 Tagen wird das verbrauchte Pflaster durch ein neues ersetzt.

Therapiebeginn

Bei postmenopausalen Frauen, die gegenwärtig keine Estrogen-Behandlung, eine

Estrogenmonotherapie oder eine kontinuierlich kombinierte HRT erhalten, kann die

Behandlung mit Estradiol TTS - 1 A Pharma zu jedem beliebigen Zeitpunkt begonnen

werden.

Frauen, die gegenwärtig eine sequenzielle Estrogen-Gestagen-Therapie erhalten, sollten

den aktuellen Behandlungszyklus beenden, bevor mit der Estradiol TTS - 1 A Pharma-

Behandlung begonnen wird. Der erste Tag nach Abschluss der vorherigen Behandlung (bei

kontinuierlicher Anwendung) bzw. der erste Tag nach der Behandlungspause (bei

zyklischer Anwendung) stellt einen geeigneten Zeitpunkt für den Beginn eines neuen

Behandlungszyklus mit Estradiol TTS - 1 A Pharma dar.

Wurde die Anwendung eines transdermalen Pflasters vergessen, sollte sie so bald wie

möglich nachgeholt werden. Der nächste Pflasterwechsel sollte gemäß dem ursprünglichen

Behandlungsschema durchgeführt werden. Eine Behandlungsunterbrechung könnte die

Wahrscheinlichkeit des Wiederauftretens von Symptomen vergrößern und Abbruch- oder

Schmierblutungen hervorrufen.

4.3

Gegenanzeigen

bestehender oder früherer Brustkrebs bzw. ein entsprechender Verdacht

estrogenabhängiger maligner Tumor bzw. ein entsprechender Verdacht (vor allem

Endometriumkarzinom)

nicht abgeklärte Blutung im Genitalbereich

unbehandelte Endometriumhyperplasie

frühere oder bestehende venöse thromboembolische Erkrankungen (vor allem tiefe

Venenthrombose, Lungenembolie)

bekannte thrombophile Erkrankungen (z. B. Protein-C-, Protein-S- oder

Antithrombin-Mangel, siehe Abschnitt 4.4)

bestehende oder erst kurze Zeit zurückliegende arterielle thromboembolische

Erkrankungen (vor allem Angina pectoris, Myokardinfarkt)

akute Lebererkrankung oder zurückliegende Lebererkrankungen, solange sich die

relevanten Leberenzym-Werte nicht normalisiert haben

Porphyrie

bekannte Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Soja, Erdnuss oder einen der in

Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Eine HRT sollte nur zur Behandlung solcher postmenopausaler Beschwerden begonnen

werden, welche die Lebensqualität beeinträchtigen. Nutzen und Risiken sollten in jedem

Einzelfall mindestens jährlich sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. Eine HRT sollte

nur so lange fortgeführt werden, wie der Nutzen die Risiken überwiegt.

Es liegen nur begrenzte Daten zur Bewertung der Risiken einer HRT bei vorzeitiger

Menopause vor. Da jedoch das absolute Risiko bei jüngeren Frauen niedriger ist, könnte

das Nutzen-Risiko-Verhältnis bei jüngeren Frauen günstiger sein als bei älteren.

Medizinische Untersuchung/Kontrolluntersuchungen

Vor Beginn oder Wiederaufnahme einer Hormonsubstitutionstherapie ist eine vollständige

Eigen- und Familienanamnese der Patientin zu erheben. Die körperliche Untersuchung

(einschließlich Unterleib und Brust) sollte sich an diesen Anamnesen sowie den

Kontraindikationen und Warnhinweisen orientieren.

Während der Behandlung werden regelmäßige Kontrolluntersuchungen empfohlen, die sich

in Häufigkeit und Art nach der individuellen Risikosituation der Frau richten. Die Frauen

sollten darüber aufgeklärt werden, welche Veränderungen der Brüste sie dem Arzt mitteilen

müssen (siehe Abschnitt „Brustkrebs“ weiter unten).

Die Untersuchungen, einschließlich bildgebender Verfahren wie Mammographie, sind

entsprechend der gegenwärtig üblichen Vorsorgepraxis und den klinischen

Notwendigkeiten der einzelnen Frau durchzuführen.

Situationen, die eine Überwachung erfordern

Die Patientinnen sollten engmaschig überwacht werden, wenn eine der folgenden

Situationen bzw. Erkrankungen vorliegt oder früher vorlag bzw. sich während einer

Schwangerschaft oder einer zurückliegenden Hormonbehandlung verschlechtert hat. Dies

gilt auch für den Fall, dass eine der nachfolgend genannten Situationen oder Erkrankungen

im Laufe der aktuellen Hormonsubstitutionstherapie mit Estradiol TTS - 1 A Pharma auftritt

bzw. sich verschlechtert:

Leiomyom (Uterusmyom) oder Endometriose

Risikofaktoren für Thromboembolien (siehe unten)

Risikofaktoren für estrogenabhängige Tumoren, z. B. Auftreten von

Mammakarzinom bei Verwandten 1. Grades

Hypertonie

Lebererkrankungen (z. B. Leberadenom)

Diabetes mellitus mit oder ohne Beteiligung der Gefäße

Cholelithiasis

Migräne oder (schwere) Kopfschmerzen

systemischer Lupus erythematodes (SLE)

Endometriumhyperplasie in der Vorgeschichte (siehe unten)

Epilepsie

Asthma

Otosklerose

Gründe für einen sofortigen Therapieabbruch:

Die Therapie ist bei Vorliegen einer Kontraindikation sowie in den folgenden Situationen

abzubrechen:

Ikterus oder Verschlechterung der Leberfunktion

signifikante Erhöhung des Blutdrucks

Einsetzen migräneartiger Kopfschmerzen

Schwangerschaft

Endometriumhyperplasie und -krebs

Bei Frauen mit intaktem Uterus ist das Risiko für Endometriumhyperplasie und -karzinom

bei längerfristiger Estrogen-Monotherapie erhöht. Der berichtete Anstieg des Risikos für die

Entstehung eines Endometriumkarzinoms bei Anwenderinnen einer Estrogen-Monotherapie

schwankt zwischen einer zweifachen bis zwölffachen Zunahme, verglichen mit Frauen ohne

HRT, abhängig von der Dauer der Anwendung und der Höhe der Estrogendosis (siehe

Abschnitt 4.8). Nach Beendigung der Behandlung kann das Risiko für mindestens 10 Jahre

erhöht bleiben.

Die zusätzliche zyklische Gabe eines Gestagens für die Dauer von mindestens 12 Tagen

pro Monat bzw. pro 28-Tage-Zyklus oder die kontinuierliche kombinierte Estrogen-

Gestagen-Behandlung von Frauen mit intaktem Uterus kompensiert das zusätzliche Risiko,

das von der Estrogen-Monotherapie ausgeht.

Für Estradiol 100 TTS - 1 A Pharma ist nicht gezeigt worden, dass die endometriale

Sicherheit durch Zugabe eines Gestagens gewährleistet ist.

Durchbruch- und Schmierblutungen können während der ersten Monate der Behandlung

auftreten. Wenn solche Blutungen einige Zeit später im Verlauf der Therapie auftreten oder

nach Therapieende anhalten, muss die Ursache ermittelt und u. U. eine Biopsie des

Endometriums durchgeführt werden, um eine maligne Erkrankung des Endometriums

auszuschließen.

Ungehinderte Estrogenstimulation kann zu einer prämalignen oder malignen

Transformation residualer Endometrioseherde führen. Daher sollte in Betracht gezogen

werden, in den Fällen ein Gestagen zusätzlich zur Estrogensubstitutionstherapie zu geben,

in denen aufgrund einer Endometriose eine Hysterektomie vorgenommen wurde und bei

denen eine residuale Endometriose vorliegt.

Brustkrebs

Die vorliegenden Erkenntnisse weisen auf ein insgesamt erhöhtes, von der

Anwendungsdauer abhängiges Brustkrebsrisiko für Frauen hin, die Estrogen-Gestagen-

Kombinationen anwenden. Möglicherweise gilt dies auch für eine HRT mit Estrogen-

Monopräparaten.

Kombinierte Estrogen-Gestagen-Therapie:

In einer randomisierten placebokontrollierten Studie, der Women`s Health Initiative study

(WHI-Studie), und in epidemiologischen Studien ergab sich übereinstimmend ein erhöhtes

Brustkrebsrisiko bei Frauen, die im Rahmen einer HRT Estrogen-Gestagen-Kombinationen

angewendet haben. Das erhöhte Risiko zeigte sich nach etwa drei Jahren (siehe Abschnitt

4.8).

Estrogen-Monotherapie:

Die WHI-Studie zeigte kein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei hysterektomierten Frauen unter

einer Estrogen-Monotherapie. Beobachtungsstudien haben unter einer Estrogen-

Monotherapie meist ein geringfügig erhöhtes Risiko für eine Brustkrebsdiagnose gezeigt,

das jedoch wesentlich niedriger war als das Risiko bei Anwenderinnen von Estrogen-

Gestagen-Kombinationen (siehe Abschnitt 4.8).

Das erhöhte Risiko zeigt sich nach einigen Anwendungsjahren, kehrt jedoch einige

(spätestens fünf) Jahre nach Behandlungsende wieder auf das altersentsprechende

Grundrisiko zurück.

Eine HRT, insbesondere eine kombinierte Behandlung mit Estrogenen und Gestagenen,

führt zu einer erhöhten Brustdichte in der Mammographie, was sich nachteilig auf die

radiologische Brustkrebsdiagnostik auswirken kann.

Ovarialkarzinom

Das Ovarialkarzinom ist viel seltener als Brustkrebs. Epidemiologische Erkenntnisse einer

großen Meta-Analyse lassen auf ein leicht erhöhtes Risiko bei Frauen schließen, die im

Rahmen einer HRT Estrogen-Monoarzneimittel oder kombinierte Estrogen-Gestagen-

Arzneimittel anwenden, das sich innerhalb von 5 Anwendungsjahren zeigt und nach

Beendigung der Behandlung im Laufe der Zeit abnimmt. Einige weitere Studien

einschließlich der WHI-Studie deuten darauf hin, dass das entsprechende Risiko unter der

Anwendung einer kombinierten HRT vergleichbar oder geringfügig geringer ist (siehe

Abschnitt 4.8).

Venöse Thromboembolie

Eine HRT ist mit einem 1,3- bis 3-fach erhöhten Risiko für venöse Thromboembolien (VTE)

verbunden, vor allem für tiefe Venenthrombosen oder Lungenembolien. Im ersten Jahr

einer HRT ist das Auftreten einer VTE wahrscheinlicher als später (siehe Abschnitt 4.8).

Patientinnen mit bekannter Thrombophilie haben ein erhöhtes VTE-Risiko. Eine HRT kann

dieses Risiko erhöhen und ist daher bei diesen Patientinnen kontraindiziert (siehe Abschnitt

4.3).

Zu den allgemein anerkannten VTE-Risikofaktoren gehören die Anwendung von

Estrogenen, ein höheres Alter, größere Operationen, längere Immobilisierung, erhebliches

Übergewicht (BMI >30 kg/m

), Schwangerschaft/Wochenbett, systemischer Lupus

erythematodes (SLE) und Krebs. Es besteht kein Konsens über die mögliche Rolle von

Varizen bei VTE.

Wie bei allen postoperativen Patienten müssen vorbeugende Maßnahmen zur

Verhinderung einer VTE nach der Operation berücksichtigt werden. Bei längerer

Immobilisierung nach einer geplanten Operation wird empfohlen, die HRT 4 bis 6 Wochen

vor dem Eingriff auszusetzen. Die Behandlung sollte erst dann wieder aufgenommen

werden, wenn die Frau wieder vollständig mobilisiert ist.

Bei Frauen ohne VTE in der Vorgeschichte, aber mit Verwandten ersten Grades, die bereits

in jungen Jahren an VTE erkrankten, kann ein Thrombophilie-Screening in Erwägung

gezogen werden. Vorher sollte die Patientin eingehend über die begrenzte Aussagekraft

dieses Verfahrens beraten werden (es wird nur ein Teil der Defekte identifiziert, die zu einer

Thrombophilie führen). Wird ein thrombophiler Defekt festgestellt und sind außerdem

Thrombosen bei Verwandten bekannt oder ist der festgestellte Defekt schwerwiegend (z. B.

Antithrombin-, Protein-S- und/oder Protein-C-Mangel oder eine Kombination von Defekten),

so ist eine HRT kontraindiziert.

Bei Patientinnen unter einer dauerhaften Behandlung mit Antikoagulantien sollte vor der

Anwendung einer HRT das Risiko-Nutzen-Verhältnis sorgfältig abgewogen werden.

Sollte sich eine VTE nach Beginn der HRT entwickeln, muss das Arzneimittel abgesetzt

werden. Die Patientinnen sollen darauf hingewiesen werden, dass sie sofort Kontakt mit

einem Arzt aufnehmen müssen, wenn sie mögliche Symptome einer Thromboembolie

bemerken (insbesondere schmerzhafte Schwellung eines Beins, plötzlicher Schmerz im

Brustkorb, Atemnot).

Koronare Herzkrankheit

Es gibt keine Hinweise aus randomisierten, kontrollierten Studien, dass eine kombinierte

HRT mit Estrogen und Gestagen oder eine Estrogen-Monotherapie Frauen vor einem

Myokardinfarkt schützt, unabhängig davon, ob bei ihnen eine koronare Herzkrankheit

vorliegt oder nicht.

Kombinierte Estrogen-Gestagen-Therapie:

Das relative Risiko einer koronaren Herzkrankheit ist unter einer kombinierten HRT mit

Estrogen und Gestagen geringfügig erhöht. Da das Ausgangsrisiko für eine koronare

Herzkrankheit in hohem Maß altersabhängig ist, ist die Zahl der zusätzlich auftretenden

Fälle, die auf die HRT aus Estrogen und Gestagen zurückgehen, bei prämenopausalen

gesunden Frauen sehr gering. Die Zahl steigt jedoch mit zunehmendem Alter.

Estrogen-Monotherapie:

In randomisierten kontrollierten Studien wurden keine Hinweise für ein erhöhtes Risiko einer

koronaren Herzkrankheit bei hysterektomierten Frauen unter einer Estrogen-Monotherapie

gefunden.

Schlaganfall

Die kombinierte Behandlung mit Estrogen und Gestagen und die Estrogen-Monotherapie

sind mit einem bis zu 1,5-fach erhöhten Schlaganfallrisiko verbunden. Das relative Risiko ist

unabhängig vom Alter und der Zeitspanne, die seit der Menopause vergangen ist. Da

allerdings das Grundrisiko, einen Schlaganfall zu erleiden, in hohem Maß altersabhängig ist,

nimmt das Gesamtrisiko eines Schlaganfalls für Frauen unter einer HRT mit zunehmendem

Alter zu (siehe Abschnitt 4.8).

Schwere anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen

Nach Markteinführung wurden Fälle von anaphylaktischen/anaphylaktoiden Reaktionen

berichtet, die sich irgendwann im Laufe der Estradiol-Behandlung entwickelten und eine

medizinische Notfallversorgung erforderten.

Angioödem

Estrogene können die Symptome eines Angioödems initiieren oder verstärken,

insbesondere bei Frauen mit hereditärem Angioödem.

Patientinnen, die nach einer Behandlung mit Estradiol ein Angioödem entwickeln, sollten

Estradiol TTS - 1 A Pharma nicht erneut erhalten.

Sonstige Erkrankungszustände

Estrogene können eine Flüssigkeitsretention bewirken; daher müssen Patientinnen mit

kardialen oder renalen Funktionsstörungen sorgfältig beobachtet werden.

Frauen mit vorbestehender Hypertriglyzeridämie müssen während einer Estrogen- oder

Hormonsubstitutionstherapie engmaschig überwacht werden, weil im Zusammenhang

mit einer Estrogentherapie unter derartigen Umständen von seltenen Fällen eines

starken Triglyzeridanstiegs im Plasma mit der Folge einer Pankreatitis berichtet wurde.

Estrogene erhöhen die Konzentration des thyroxinbindenden Globulins (TBG), wodurch

es zu einem Anstieg des gesamten zirkulierenden Schilddrüsenhormons kommt, was an-

hand des proteingebundenen Jods (PBI), des T4-Spiegels (Säulen- oder

Radioimmunoassay) oder T3-Spiegels (Radioimmunoassay) gemessen wird. Die T3-

Harzaufnahme ist herabgesetzt, was einen TBG-Anstieg widerspiegelt. Die freien T4-

und T3-Konzentrationen verändern sich nicht. Andere Bindungsproteine können im

Serum erhöht sein, wie das kortikoidbindende Globulin (CBG) und das

geschlechtshormonbindende Globulin (sex-hormone-binding globulin/SHBG), was zu

einem Ansteigen der zirkulierenden Kortikosteroide bzw. Sexualhormone führt. Freie

oder biologisch aktive Hormonkonzentrationen bleiben unverändert. Andere

Plasmaproteine können erhöht sein (Angiotensinogen/Reninsubstrat, Alpha-1-

Antitrypsin, Coeruloplasmin).

Unter einer HRT verbessern sich die kognitiven Fähigkeiten nicht. Es gibt Hinweise auf

ein erhöhtes Risiko für eine wahrscheinliche Demenz bei Frauen, die bei Beginn einer

kontinuierlichen kombinierten HRT oder einer Estrogen-Monotherapie älter als 65 Jahre

waren.

bekannt,

dass

eine

Kontaktsensibilisierung

allen

topischen

Applikationen

vorkommen

kann.

Obwohl

äußerst

selten

geschieht,

sollen

Frauen,

eine

Kontaktsensibilisierung auf einen der Bestandteile von Estradiol TTS - 1 A Pharma

entwickeln,

davor

gewarnt

werden,

dass

eine

schwere

Überempfindlichkeitsreaktion

entstehen kann, wenn sie sich weiter dem verursachenden Stoff aussetzen.

Die Therapie mit Estradiol TTS - 1 A Pharma ist nicht empfängnisverhütend.

Anwendung bei Kindern

Estradiol TTS - 1 A Pharma darf bei Kindern nicht angewendet werden.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Der Metabolismus der Estrogene (und Gestagene) kann durch die gleichzeitige Anwendung

von Substanzen verstärkt werden, die Arzneimittel-metabolisierende Enzyme, vor allem die

Cytochrom-P-450-Enzyme, induzieren. Zu diesen Substanzen gehören Antikonvulsiva (wie

z. B. Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin) und Antiinfektiva (wie z. B. Rifampicin,

Rifabutin, Nevirapin und Efavirenz).

Ritonavir und Nelfinavir haben, wenn sie zeitgleich mit Steroidhormonen angewandt

werden, enzyminduzierende Eigenschaften, obwohl sie eigentlich als starke

Enzymhemmer bekannt sind.

Pflanzliche Arzneimittel, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten, können den

Metabolismus der Estrogene (und Gestagene) induzieren.

Estradiol wird überwiegend durch CYP3A4 metabolisiert, weshalb die zeitgleiche

Anwendung von CYP3A4-Inhibitoren, wie beispielsweise Ketoconazol und Erythromycin,

zu einer Erhöhung der Estradiol-Exposition führen kann.

Bei der transdermalen Applikation wird der First-Pass-Effekt in der Leber umgangen,

sodass transdermal angewandte Estrogene (und Gestagene) möglicherweise weniger

stark als oral gegebene Hormone durch Enzyminduktoren beeinträchtigt werden.

Klinisch kann ein erhöhter Estrogen- und Gestagenmetabolismus zu einer verminderten

Wirkung dieser Hormone und zu Veränderungen des uterinen Blutungsmusters führen.

Durch eine Estrogentherapie können einige Labortests beeinflusst werden, wie z. B.

Glucosetoleranz- oder Schilddrüsenfunktionstests.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Estradiol TTS - 1 A Pharma ist in der Schwangerschaft nicht indiziert. Wenn es während der

Behandlung mit Estradiol TTS - 1 A Pharma zur Schwangerschaft kommt, sollte die

Behandlung sofort abgebrochen werden.

Die meisten zurzeit vorliegenden epidemiologischen Studien, die hinsichtlich einer

unbeabsichtigten Estrogenexposition des Fetus relevant sind, zeigen keine teratogenen

oder fetotoxischen Wirkungen.

Stillzeit

Estradiol TTS - 1 A Pharma ist in der Stillzeit nicht indiziert.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Estradiol TTS - 1 A Pharma hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die

Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8

Nebenwirkungen

Ein leichtes Erythem an der Anwendungsstelle war die häufigste berichtete Nebenwirkung

(16,6 %). Das Erythem wurde nach Ablösen des Pflasters von der Haut an der

Anwendungsstelle beobachtet. Ein leichter Pruritus und ein leichter Hautausschlag rund um

die Anwendungsstelle wurden ebenfalls berichtet.

Die Nebenwirkungen (Tabelle 1) sind nach Häufigkeiten geordnet, die häufigste zuerst.

Dabei wird die folgende Konvention verwendet: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100 bis

<1/10); gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100); selten (≥1/10.000 bis <1/1.000); sehr selten

(<1/10.000); nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar).

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen nach Schweregrad absteigend

aufgelistet.

Die Nebenwirkungen in Tabelle 1 wurden in klinischen Prüfungen und aus der Erfahrung

nach Markteinführung unter Estradiol TTS - 1 A Pharma oder allgemein unter einer

Estrogen-Therapie berichtet.

Tabelle 1

Organ-

klassen

Sehr

häufig

(≥1/10)

Häufig

(≥1/100 bis

<1/10)

Gelegent-

lich

(≥1/1.000

bis <1/100)

Selten

(≥1/10.000

bis <1/1.000)

Sehr selten

(<1/10.000)

Nicht

bekannt*

(Häufigkeit

auf

Grundlage

der

verfügbaren

Daten nicht

abschätzbar)

Gutartige,

bösartige

und un-

spezifische

Neu-

bildungen

Brustkrebs

Er-

krankungen

des Immun-

systems

Überempfindl

ichkeit

Urtikaria

anaphylaktis

Reaktionen

anaphylaktoid

e Reaktionen

Stoff-

wechsel-

und

Ernährungs

störungen

verringerte

Kohlenhydrat

-Toleranz,

Verschlechte

rung der

Porphyrie

Psychiatris

che

Erkrankung

en

Depression

Nervosität

Affektlabilit

Angst-

zustände

Störungen

der Libido

Er-

krankungen

des Nerven-

systems

Kopfschm

erzen

Schlaflosig

keit

Benommen

heit

Migräne

Schwindel

Parästhesie

Chorea

Augen-

erkrankung

en

Sehstörung

trockene

Augen

Kontaktlinsen

unverträglich

keit

Gefäß-

erkrankung

en

Hypertonie

Palpitation

venöse

Thromboemb

olie

Embolie

Erkrankung

en des

Gastrointes

tinaltraktes

Übelkeit

Dyspepsie

Diarrhö

abdominell

Schmerzen

Blähungen

Völlegefühl

Appetit-

steigerung

Erbrechen

Leber- und

Gallener-

krankungen

Cholelithiasis

Veränderung

der Leber-

funktion und

Gallenfluss

Er-

krankungen

der Haut

und des

Unter-

hautzell-

gewebes

Reaktione

n an der

Anwendu

ngs-

stelle**

Erythem

Akne,

Hautaussch

trockene

Haut

Pruritus

Haut-

verfärbung

Alopezie

Hautnekrose

Hirsutismus

Angioödem

Kontaktdermat

itis Chloasma

Skelett-

muskulatur-

Binde-

gewebs-

und

Knochen-

erkrankung

en

Rücken-

schmerzen

Gelenk-

schmerzen

Muskel-

krämpfe

Myasthenie

Schmerzen in

Extremitäten

Erkrankung

en der

Geschlecht

sorgane

und der

Brustdrüse

Brustspan

Brustsch

merzen

Dysmenor

rhö

Menstru-

ationsbes

chwerden

Brustvergrö

ßerung

Menorrhagi

Ausfluss

unregelmä

ßige

Vaginal-

blutungen

Uteruskräm

vaginale

Infekte

Endometriu

mhyperplas

Uterusleiomy

Eileiterzysten

Zervixpolype

Sekretion

aus der

Brustdrüse

fibrozystische

Mastopathie

Allgemeine

Erkrankung

en und Be-

schwerden

am Anwen-

dungsort

Schmerzen

Asthenie

periphere

Ödeme

Gewichtssc

hwankunge

allergische

Reaktionen

Appetitlosigk

Nasenbluten

Unter-

suchungen

erhöhte

Transamina

anormale

Leberfunktions

tests

Nach Markteinführung berichtet

Reaktionen an der Applikationsstelle einschließlich lokaler Blutungen, Bluterguss,

Brennen, Hautbeschwerden, Hauttrockenheit, Ekzem, Ödem, Hautrötung, Entzündung,

Hautreizung, Schmerz, Papeln, Sensibilitätsstörung, Juckreiz, Hautausschlag,

Hautverfärbung, Hautpigmentierung, Schwellung, Urtikaria und Bläschen.

Brustkrebs

Bei Frauen, die eine kombinierte Estrogen-Gestagen-Therapie über mehr als 5 Jahre

durchgeführt hatten, war das Risiko für eine Brustkrebsdiagnose bis zu 2-fach erhöht.

Bei Anwenderinnen einer Estrogen-Monotherapie ist das erhöhte Risiko deutlich geringer

als bei Anwenderinnen von Estrogen-Gestagen-Kombinationspräparaten.

Die Höhe des Risikos ist abhängig von der Anwendungsdauer (siehe Abschnitt 4.4).

Die Ergebnisse der größten randomisierten, placebokontrollierten Studie (WHI-Studie)

und der größten epidemiologischen Studie (MWS) werden in Tabelle 2 und 3 dargestellt.

Tabelle 2: Million-Women-Study (MWS) – Geschätztes zusätzliches Brustkrebsrisiko

nach 5-jähriger HRT

Alters-

gruppe

(Jahre)

Zusätzliche Fälle

bei 1.000 HRT-Nicht-

Anwenderinnen

über einen Zeitraum

von 5 Jahren*

Relatives Risiko

Zusätzliche Fälle

bei 1.000 HRT-

Anwenderinnen über

einen Zeitraum von 5

Jahren (95 % KI)

Estrogen-Monotherapie

50 – 65

9 – 12

1 – 2 (0 – 3)

Estrogen-Gestagen-Kombinationstherapie

50 – 65

9 – 12

6 (5 – 7)

#Relatives Risiko insgesamt. Das relative Risiko ist nicht konstant, sondern steigt mit

zunehmender Anwendungsdauer.

Hinweis: Da die Ausgangs-Inzidenzen für Brustkrebs in den EU-Ländern unterschiedlich

sind, variiert auch entsprechend die Anzahl der zusätzlichen Brustkrebsfälle.

* bezogen auf die Ausgangs-Inzidenzrate in den Industrieländern.

Tabelle 3: WHI Studien in den USA – zusätzliches Brustkrebsrisiko nach 5-jähriger HRT

Alters-

gruppe

(Jahre)

Inzidenz bei 1.000

Frauen im Placebo-

Arm über einen

Zeitraum von 5

Jahren

Relatives Risiko

(95 % KI)

Zusätzliche Fälle

bei 1.000 HRT-

Anwenderinnen über

einen Zeitraum von 5

Jahren (95 % KI)

Estrogen-Monotherapie (CEE)

50 – 79

0,8 (0,7 – 1,0)

-4 (-6 – 0)*

Estrogen und Gestagen (CEE+MPA) #

50 – 79

1,2 (1,0 – 1,5)

+4 (0 – 9)

# Bei Beschränkung der Auswertung auf Frauen, die vor der Studie keine HRT

angewendet hatten, erschien das Risiko während der ersten 5 Behandlungsjahre nicht

erhöht: Nach 5 Jahren war das Risiko höher als bei unbehandelten Frauen.

* WHI Studie bei Frauen ohne Uterus, die kein erhöhtes Brustkrebsrisiko zeigte

Endometriumkarzinom

Postmenopausale Frauen mit intaktem Uterus

Ungefähr 5 von 1.000 Frauen mit intaktem Uterus, die keine HRT anwenden, entwickeln ein

Endometriumkarzinom. Bei Frauen mit intaktem Uterus wird die Anwendung einer Estrogen-

Monotherapie nicht empfohlen, da diese das Risiko eines Endometriumkarzinoms erhöht

(siehe Abschnitt 4.4).

In Abhängigkeit von der Dauer der Estrogen-Monotherapie und der Estrogendosis lag das

erhöhte Risiko eines Endometriumkarzinoms in epidemiologischen Studien bei 5 bis 55

zusätzlich diagnostizierten Fällen pro 1.000 Frauen im Alter zwischen 50 und 65 Jahren.

Durch Zugabe eines Gestagens zur Estrogen-Monotherapie für mindestens 12 Tage pro

Zyklus kann dieses erhöhte Risiko vermieden werden. In der Million-Women-Study war nach

5-jähriger Anwendung einer kombinierten HRT (sequenziell oder kontinuierlich) das Risiko

eines Endometriumkarzinoms nicht erhöht (RR 1,0 [95% KI 0,8-1,2]).

Ovarialkarzinom

Anwendung von Estrogen-Monoarzneimitteln oder von Estrogen-Gestagen-

Kombinationsarzneimitteln zur HRT ist mit einem geringfügig erhöhten Risiko verbunden,

dass ein Ovarialkarzinom diagnostiziert wird (siehe

Abschnitt 4.4).

Aus einer Meta-Analyse von 52 epidemiologischen Studien geht ein erhöhtes

Ovarialkarzinomrisiko für Frauen hervor, die zurzeit HRT anwenden, im Vergleich zu Frauen,

die HRT nie angewendet haben (RR 1,43, 95 % CI 1,31-1,56). Bei Frauen im Alter zwischen

50 und 54 Jahren, die eine HRT 5 Jahre lang anwenden, tritt ein zusätzlicher Fall pro 2.000

Anwenderinnen auf. Bei Frauen im Alter zwischen 50 und 54 Jahren, die keine HRT

anwenden, werden über einen 5-Jahres-Zeitraum etwa 2 Fälle von Ovarialkarzinom pro

2.000 Frauen diagnostiziert.

Venöse Thromboembolien

Das Risiko für das Auftreten einer venösen Thromboembolie (VTE), z. B. einer Thrombose

der tiefen Bein- bzw. Beckenvenen oder einer Lungenembolie, ist bei einer HRT um das 1,3-

bis 3-Fache erhöht. Das Auftreten eines solchen Ereignisses ist während des ersten

Behandlungsjahres wahrscheinlicher als in den Folgejahren der Behandlung (siehe Abschnitt

4.4). Die diesbezüglichen Ergebnisse der WHI-Studien sind in Tabelle 4 dargestellt.

Tabelle 4: WHI-Studien – zusätzliches Risiko für VTE nach 5-jähriger HRT

Altersgruppe

(Jahre)

Inzidenz pro 1.000

Frauen im Placebo-

Arm über einen

Zeitraum von 5

Jahren

Relatives

Risiko (95 %

Zusätzliche Fälle pro

1.000 HRT-

Anwenderinnen nach 5

Jahren

Orale Estrogen-Monotherapie*

50 – 59

1,2 (0,6 – 2,4)

1 (-3 – 10)

Kombinierte orale Estrogen-Gestagen-Therapie

50 – 59

2,3 (1,2 – 4,3)

5 (1 – 13)

* Studie bei Frauen ohne Uterus

Koronare Herzkrankheit

Bei Anwenderinnen einer kombinierten Estrogen-Gestagen-HRT im Alter von über 60 Jahren

ist das Risiko für die Entwicklung einer koronaren Herzkrankheit leicht erhöht (siehe Abschnitt

4.4).

Schlaganfall

Die Anwendung einer Estrogen-Monotherapie oder einer kombinierten Estrogen-Gestagen-

Therapie ist verbunden mit einem bis zu 1,5-fach erhöhten Risiko für einen ischämischen

Schlaganfall. Das Risiko für einen hämorrhagischen Schlaganfall ist unter einer HRT nicht

erhöht.

Dieses relative Risiko ist unabhängig vom Alter oder von der Anwendungsdauer. Da das

Ausgangsrisiko jedoch stark vom Alter abhängt, erhöht sich das Gesamtrisiko bei Frauen

unter einer HRT mit zunehmendem Alter (siehe Abschnitt 4.4). Siehe Tabelle 5.

Tabelle 5: Kombinierte WHI- Studien – zusätzliches Risiko für ischämischen

Schlaganfall* nach 5-jähriger HRT

Altersgruppe

(Jahre)

Inzidenz

pro 1.000 Frauen im

Placebo-Arm über 5

Jahre

Relatives

Risiko ( 95%

Zusätzliche Fälle

pro 1.000 HRT-

Anwenderinnen über 5

Jahre

50 – 59

1,3 (1,1 – 1,6)

3 (1 – 5)

* Es wurde nicht zwischen ischämischem und hämorrhagischem Schlaganfall

unterschieden.

Sojaöl (Ph. Eur.) kann sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen.

In Zusammenhang mit einer Estrogen-/Gestagen-Behandlung wurden weitere unerwünschte

Arzneimittelwirkungen berichtet

Erkrankungen der Gallenblase

Haut- und Unterhauterkrankungen: Chloasma, Erythema multiforme, Erythema

nodosum, vaskuläre Purpura

wahrscheinliche Demenz bei Frauen im Alter von über 65 Jahren (siehe Abschnitt 4.4)

Ikterus

Brustadenom

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert,

jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Eine akute Überdosierung ist aufgrund der Applikationsweise unwahrscheinlich. Die

häufigsten Symptome einer Überdosierung bei der klinischen Anwendung sind

Brustspannen und/oder Vaginalblutung. Wenn derartige Symptome auftreten, sollte eine

Dosisreduktion in Betracht gezogen werden. Durch Entfernen des Pflasters können die

Überdosierungseffekte rasch behoben werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Estrogene

ATC-Code: G03C A03

Der Wirkstoff, synthetisches 17-β-Estradiol, ist chemisch und biologisch mit dem

körpereigenen humanen Estradiol identisch, substituiert den Verlust der Estrogenproduktion

bei menopausalen Frauen und mindert die damit verbundenen Beschwerden.

Zusätzlich für Estradiol 50/100 TTS - 1 A Pharma

Estrogene beugen dem Verlust an Knochenmasse nach der Menopause oder nach einer

Ovarektomie vor.

Angaben zu den klinischen Studien

Linderung der durch den Estrogenmangel verursachten Symptome und Beeinflussung der

Blutungen

Eine Linderung der Wechseljahresbeschwerden wurde in den ersten Wochen der

Behandlung erreicht.

Zusätzlich für Estradiol 50/100 TTS - 1 A Pharma

Osteoporoseprävention

Estrogenmangel in der Menopause geht mit einem erhöhten Knochenumsatz und einem

Verlust an Knochenmasse einher.

Die Wirkung von Estrogenen auf die Knochendichte ist dosisabhängig. Der Schutz ist

offenbar so lange wirksam, wie die Behandlung fortgesetzt wird. Nach Beendigung der

HRT ist der Verlust an Knochenmasse dem unbehandelter Frauen vergleichbar.

Aus der WHI-Studie und Metaanalysen weiterer Studien geht hervor, dass die aktuelle

Anwendung einer HRT, allein oder in Kombination mit einem Gestagen, bei überwiegend

gesunden Frauen das Risiko von Hüft-, Wirbelkörper- oder sonstigen osteoporotischen

Frakturen reduziert. Eine HRT könnte auch Frakturen bei Frauen mit geringer

Knochendichte und/oder nachgewiesener Osteoporose vorbeugen, hierfür liegen jedoch

nur begrenzte Erkenntnisse vor.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Durch die transdermale Anwendung von Estradiol werden mit niedrigeren Gesamtdosen als

bei der oralen Anwendung therapeutische Plasmakonzentrationen erreicht, wobei bei der

transdermalen Anwendung auch die Plasmaspiegel von Estron und Estron-Konjugaten

niedriger liegen.

Bioverfügbarkeit

Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma

Bei der kontinuierlichen Anwendung von Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma wurde eine

durchschnittliche Plasmakonzentration (Cav) von ca. 16 pg/ml erreicht. Die maximale

Plasmakonzentration (Cmax) lag im Bereich von 25 pg/ml. Nach Entfernung des Pflasters

kehrt der Estradiol-Plasmaspiegel innerhalb von 12–24h wieder auf die Ausgangswerte

zurück.

Estradiol 50 TTS - 1 A Pharma

Bei der kontinuierlichen Anwendung von Estradiol 50 TTS - 1 A Pharma wurde eine

durchschnittliche Plasmakonzentration (Cav) von ca. 34 pg/ml erreicht. Die maximale

Plasmakonzentration (Cmax) lag im Bereich von 48 pg/ml. Nach Entfernung des Pflasters

kehrt der Estradiol-Plasmaspiegel innerhalb von 12–24h wieder auf die Ausgangswerte

zurück.

Estradiol 100 TTS - 1 A Pharma

Bei der kontinuierlichen Anwendung von Estradiol 100 TTS - 1 A Pharma wurde eine

durchschnittliche Plasmakonzentration (Cav) von ca. 81 pg/ml erreicht. Die maximale

Plasmakonzentration (Cmax) lag im Bereich von 118 pg/ml. Nach Entfernung des Pflasters

kehrt der Estradiol-Plasmaspiegel innerhalb von 12–24h wieder auf die Ausgangswerte

zurück.

Verteilung

Estradiol wird zu mehr als 50 % an Plasmaproteine wie das geschlechtshormonbindende

Globulin und Albumin gebunden. Nur 2 % sind frei und biologisch aktiv.

Biotransformation

Transdermal appliziertes Estradiol wird über den gleichen Weg metabolisiert wie das

endogene Hormon. Estradiol wird hauptsächlich in der Leber zu Estron metabolisiert, und

dann zu Estriol, Epi-Estriol und Catechol-Estrogenen, die dann zu Sulfaten und

Glukuroniden konjugiert werden. Die Cytochrom-P-450-Isoformen CYP1A2 und CYP3A4

katalysieren die Hydroxylierung von Estradiol bildendem Estriol. Estriol wird im Menschen

durch UGT1A1 und UGT2B7 glukuronidiert. Die Estradiol-Metaboliten werden auch über

den enterohepatischen Kreislauf verstoffwechselt.

Elimination

Die Sulfate und Glukuronid-Ester werden zusammen mit einem kleinen Anteil von Estradiol

und verschiedenen anderen Metaboliten im Urin ausgeschieden. Nur eine kleine Menge

wird mit den Fäzes ausgeschieden. Da Estradiol eine kurze Halbwertszeit hat (etwa 1

Stunde), gehen innerhalb von 24 Stunden nach Entfernung des Pflasters die

Serumkonzentrationen von Estradiol und Estron wieder auf die Ausgangswerte zurück.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Das Toxizitätsprofil von Estradiol ist gut bekannt.

Die kontinuierliche Anwendung von natürlichen und synthetischen Estrogenen über einen

langen Zeitraum erhöht bei bestimmten Tierarten die Häufigkeit von Tumoren in Brust,

Uterus, Zervix, Vagina, Hoden und Leber sowie die Häufigkeit von Tumoren des

Lymphsystems und der Hypophyse.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Matrix: Poly[(2-ethylhexyl)acrylat-co-methylacrylat-co-acrylsäure-co-(2,3-

epoxypropyl)methacrylat] (62,2:32,0:5,7:0,03), RRR-alpha-Tocopherol-Zubereitung (USP)

Trägerfolie: Polyethylenterephthalat

Schutzfolie: Polyethylenterephthalat, silikonisiert

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30 °C lagern.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Jedes Estradiol TTS - 1 A Pharma-Pflaster ist einzeln in einem Aluminiumbeutel verpackt.

Packungen mit 6, 18, 20, 24 und 30 transdermalen Pflastern

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Entsorgung

Nach dem Gebrauch ist das Estradiol TTS - 1 A Pharma-Pflaster zusammenzufalten

(Klebefläche nach innen!) und mit dem Hausmüll zu entsorgen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen

Anforderungen zu beseitigen.

7. INHABER DER ZULASSUNGEN

1 A Pharma GmbH

Keltenring 1 + 3

82041 Oberhaching

Telefon: 089/6138825-0

Telefax: 089/6138825-65

E-Mail: medwiss@1apharma.com

8. ZULASSUNGSNUMMERN

Estradiol 25 TTS - 1 A Pharma

36415.02.00

Estradiol 50 TTS - 1 A Pharma

36421.00.00

Estradiol 100 TTS - 1 A Pharma

36422.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNGEN/

VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNGEN

Datum der Erteilung der Zulassungen:

09. Juni 1997

Datum der letzten Verlängerung der Zulassungen:

23. Mai 2006

10.

STAND DER INFORMATION

August 2018

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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