Estraderm TTS 50 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Estradiol
Verfügbar ab:
Novartis Pharma GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
estradiol
Darreichungsform:
transdermales Pflaster
Zusammensetzung:
Estradiol 4.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
28832.01.00

25.10.2007

Seite1

((NovartisLogo))

Gebrauchsinformation:InformationfürdenAnwender

EstradermTTSÒ50Mikrogramm/24StundentransdermalesPflaster

ZurAnwendungbeiErwachsenen

Wirkstoff:Estradiol-Hemihydrat

LesenSiediegesamtePackungsbeilagesorgfältigdurch,bevorSiemitderAnwendung

diesesArzneimittelsbeginnen.

-HebenSiediePackungsbeilageauf.VielleichtmöchtenSiediesespäternochmalslesen.

-WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichanIhrenArztoderApotheker.

-DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSieesnichtanDritte

weiter.EskannanderenMenschenschaden,auchwenndiesedieselbenSymptomehaben

wieSie.

-WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSie

Nebenwirkungenbemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind,

informierenSiebitteIhrenArztoderApotheker.

DiesePackungsbeilagebeinhaltet:

WasistEstradermTTS50undwofürwirdesangewendet?

WasmüssenSievorderAnwendungvonEstradermTTS50beachten?

WieistEstradermTTS50anzuwenden?

WelcheNebenwirkungensindmöglich?

WieistEstradermTTS50aufzubewahren?

WeitereInformationen

1.WasistEstradermTTS50undwofürwirdesangewendet?

EstradermTTS50enthältdasmitdemkörpereigenenÖstrogenidentischeHormonEstradiol.

EstradermTTS50wirdangewendet

ZurHormonersatzbehandlungbeiBeschwerdendurcheinenMangelandemweiblichen

GeschlechtshormonEstrogenbeiFrauennachderletztenPeriodenblutung(Menopause).

- ZurVorbeugungeinerOsteoporose(Knochenschwund),wennbeiIhneneinhohesRisiko

fürzukünftigeKnochenbrüchebestehtundSieanderezudiesemZweckangewendete

Arzneimittelnichtvertragenhabenodernichtanwendendürfen.

IhrArztsollteverfügbareBehandlungsmöglichkeitenmitIhnenbesprechen.

EsliegennurbegrenzteErfahrungenbeiderBehandlungvonFrauenüber65Jahrenvor.

2.WasmüssenSievorderAnwendungvonEstradermTTS50

beachten?

EstradermTTS50darfnichtangewendetwerdenbei

-bestehendemoderfrüheraufgetretenemBrustkrebsbzw.einementsprechendenVerdacht;

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-anderenTumoren,derenWachstumdurchZufuhrbestimmterweiblicher

Geschlechtshormone(Estrogene)angeregtwird(v.a.KrebsderGebärmutterschleimhaut)

odereinementsprechendenVerdacht;

-BlutungenausderScheide,derenUrsachevomArztnichtgeklärtist;

-unbehandelterübermäßigerVerdickungderGebärmutterschleimhaut

(Endometriumhyperplasie);

-bestehendenoderfrüheraufgetretenenvenösenthromboembolischenErkrankungen

(BlutgerinnselbildungindentiefenVenen,Lungenembolie);

-bestehendenodererstkurzeZeitzurückliegendenarteriellenthromboembolischen

Erkrankungen(BlutgerinnselbildungindenArterien),z.B.anfallsartigauftretenden

BrustschmerzenmitBrustenge(Anginapectoris),Herzinfarkt,Schlaganfall;

-bestehendenodererstkurzeZeitzurückliegendenthrombophilenErkrankungenoder

Thrombophlebitis(Venenentzündung);

-akuterLebererkrankungoderzurückliegendenLebererkrankungen,solangesichwichtige

Leberwertenichtnormalisierthaben;

-Porphyrie(StoffwechselerkrankungenmitStörungderBildungdesrotenBlutfarbstoffes);

-bekannterÜberempfindlichkeitgegenüberdemWirkstoffodereinemdersonstigen

Bestandteile.

BesondereVorsichtbeiderAnwendungvonEstradermTTS50isterforderlich

DieAnwendungvonEstradermTTS50solltenurzurBehandlungsolcherBeschwerden,welche

dieLebensqualitätbeeinträchtigen,begonnenwerden.InjedemFallsollteIhrArztmindestens

einmaljährlicheinesorgfältigeAbschätzungvonNutzenundRisikenderBehandlung

vornehmen.DieBehandlungsolltenursolangefortgeführtwerden,wiederNutzendieRisiken

überwiegt.

MedizinischeUntersuchung/Kontrolluntersuchungen

VorBeginnbzw.WiederaufnahmeeinerHormonersatztherapiesollteeinevollständige

ErfassungallerwichtigenKrankheiteninIhrerVorgeschichtesowiebeinahenVerwandten

durchgeführtwerden.DieärztlicheUntersuchung(einschließlichUnterleibundBrust)sollte

sichandieserErfassungderKrankengeschichtensowiedenGegenanzeigenund

WarnhinweisenfürdiesesArzneimittelorientieren.

WährendderBehandlungsolltenregelmäßigeKontrolluntersuchungendurchgeführtwerden,die

sichinHäufigkeitundArtnachIhrerpersönlichenGesundheitssituationrichten.

IhrArztsollteIhnenerläutern,welcheVeränderungenIhrerBrüsteSieihmmitteilenmüssen.Die

Untersuchungen,u.a.RöntgenaufnahmenderBrüste(Mammographie),solltenentsprechend

dergegenwärtigüblichenVorsorgepraxisundvordemHintergrundIhrerpersönlichen

Gesundheitssituationdurchgeführtwerden.

Situationen,dieeinebesondereärztlicheÜberwachungerfordern

EineengmaschigeÜberwachungIhresGesundheitszustandesisterforderlich,wennbeiIhnen

einederfolgendenSituationenoderErkrankungenvorliegtoderfrühervorlagbzw.sichwährend

einerSchwangerschaftodereinerzurückliegendenHormonbehandlungverschlechterthat.Dies

giltauchfürdenFall,dasseinedernachfolgendgenanntenErkrankungenimLaufederaktuellen

HormonersatztherapiemitEstradermTTS50auftrittbzw.sichverschlechtert.

FolgendeErkrankungenbzw.Risikofaktorensindzubeachten:

-GutartigeGeschwulsteinderMuskelschichtderGebärmutter(Uterusmyome)oderAnsiedlung

vonGebärmutterschleimhautaußerhalbderGebärmutter(Endometriose);

-inderVergangenheitaufgetreteneBlutgerinnselindenGefäßen(Thromboembolien)oder

entsprechendeRisikofaktorenhierfür(sieheunten);

-RisikofaktorenfürEstrogen-abhängigeKrebserkrankungen,z.B.AuftretenvonBrustkrebsbei

nahenBlutsverwandten(z.B.Mutter,Großmutter,Schwestern);

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-Bluthochdruck;

-Herzmuskelschwäche(Herzinsuffizienz);

-Nierenerkrankungen;

-Lebererkrankungen(z.B.gutartigeLebergeschwulst–Leberadenom);

-Zuckerkrankheit(Diabetesmellitus)mitoderohneBeteiligungderGefäße;

-ErkrankungenderGallenblase(z.B.Gallensteinerkrankungen);

-Migräneoder(schwere)Kopfschmerzen;

-Schmetterlingsflechte(systemischerLupuserythematodes,einebestimmte

Autoimmunerkrankung);

-übermäßigeVerdickungderGebärmutterschleimhaut(Endometriumhyperplasie)inder

Vorgeschichte;

-Krampfanfälle(Epilepsie);

-Asthma;

-VersteifungderVerbindungenzwischendenGehörknöchelchen(Otosklerose);

-erblicheFehlbildungderrotenBlutkörperchen(Sichelzellenanämie);

-angeboreneschwereFettstoffwechselstörungen;

-MultipleSklerose;

-Tetanie;

-JuckreizamganzenKörper.

GründefüreinensofortigenTherapieabbruch

DieTherapiemussbeiAuftretenvonGegenanzeigensowieindenfolgendenSituationen

abgebrochenwerden:

-GelbsuchtoderVerschlechterungderLeberfunktion;

-deutlicheErhöhungdesBlutdrucks;

-neuesAuftretenMigräne-artigerKopfschmerzen;

-plötzlicheSehstörungen;

-Schwangerschaft.

ÜbermäßigeVerdickungderGebärmutterschleimhaut(Endometriumhyperplasie)

WennEstrogenealleine,d.h.ohneZusatzeinesGestagens(Gelbkörperhormons)vonFrauen

mitGebärmutterangewendetwerden,steigtdasRisikoeinerübermäßigenVerdickungder

GebärmutterschleimhautundvonGebärmutterkrebs.DiesesRisikoerhöhtsichmit

zunehmenderDauerderTherapie.

DatenausStudienbesagen,dassbeietwa5von1.000Frauen,diekeine

Hormonersatztherapieanwenden,zwischenihrem50.und65.Lebensjahrein

Endometriumkarzinomfestgestelltwird.BeiAnwenderinneneinerEstrogen-Monotherapie

erhöhtsichdasRisikoinAbhängigkeitvonderDauerderBehandlungundderEstrogen-Dosis

umdas2-bis12fachegegenüberNichtanwenderinnen.BeiFrauenmitGebärmutterwird

diesesRisikodurchdiezusätzlicheAnwendungeinesGestagenszudemEstrogen(proZyklus

mindestens12Tagelang)weitgehendvermindert(sieheauch3.“WieistEstradermTTS50

anzuwenden?”).

IndenerstenMonatenderBehandlungkönnenDurchbruch-undSchmierblutungenauftreten.

WennsolcheBlutungenüberdieerstenBehandlungsmonatehinausgehen,erstnacheiner

längerenBehandlungszeiteinsetzenodernachderBeendigungderHormonersatztherapie

anhalten,solltenSiesoschnellwiemöglichIhrenArztaufsuchen,umdieUrsacheder

Blutungenfeststellenzulassen.Ggf.mussdurchBeurteilungeinerGewebeprobeder

GebärmutterschleimhauteinebösartigeGeschwulstausgeschlossenwerden.

UngehinderteEstrogen-StimulationkannzueinerbösartigenUmwandlungvonnoch

bestehendenEndometrioseherden(AnsiedlungvonGebärmutterschleimhautaußerhalbder

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Gebärmutter)führen.DahersollteinFällen,indenenaufgrundeinerEndometrioseeine

Gebärmutterentfernungvorgenommenwurde,dieGabeeinesGestagens(Gelbkörperhormons)

zusätzlichzurEstrogen-ErsatzbehandlunginErwägunggezogenwerden,wennnochHerdevon

Gebärmutterschleimhautvorhandensind.

Brustkrebs

InverschiedenenStudienwurdebeiFrauen,dieimRahmeneinerHormonersatztherapieüber

mehrereJahreEstrogene,Estrogen-Gestagen-KombinationenoderTibolonangewendet

hatten,einerhöhtesBrustkrebs-Risikofestgestellt.DieseserhöhteRisikozeigtesichfüralle

FormeneinerHormonersatztherapienacheinigenAnwendungsjahren.Essteigtmit

zunehmenderBehandlungsdaueran,kehrtjedocheinige(spätestensfünf)Jahrenach

BeendigungderBehandlungaufdasaltersentsprechendeGrundrisikozurück.

DasRisikoeinerBrustkrebserkrankungistgrößer,wennFraueneinKombinationspräparat,

bestehendauseinemEstrogenundeinemGestagen,zurHormonersatztherapieanwenden,

undzwarunabhängigvonderArtdesGestagensundderWeise,wieesmitdemEstrogen

kombiniertwird(kontinuierlichodersequenziell).EsgibtkeinenUnterschiedimRisiko

hinsichtlichderverschiedenenAnwendungsarten(z.B.alsTabletteoderPflaster).

EsgibtHinweise,dassdieBrusttumorebeiFrauen,dieeinebestimmteKombinationaus

einemEstrogenundeinemGestagen(konjugierteequineEstrogene,fortlaufendkombiniert

mitMedroxyprogesteronacetat)anwenden,etwasgrößersindundhäufiger

TochtergeschwülsteindenbenachbartenLymphknotenausgebildethabenalsdieBrusttumore

unbehandelterFrauen.

Ineiner„MillionWomenStudy“genanntenStudiewurdederEinflussverschiedenerPräparate

zurHormonersatztherapieaufdasBrustkrebs-Risikountersucht.Berechnetauf1.000Frauen

besagendieErgebnisseFolgendes:

Betrachtetman1.000Frauen,diekeineHormoneangewendethaben,sowirdimDurchschnitt

bei32Frauenzwischenihrem50.und64.LebensjahreinBrustkrebsfestgestelltwerden.

Bei1.000Frauen,dienurmiteinemEstrogen(d.h.ohneGestagen)behandeltwurden,

wurdenimentsprechendenAltersabschnittimDurchschnitt

- nach5-jährigerTherapie1,5zusätzlicheBrustkrebsfälle

- undnach10-jährigerTherapie5zusätzlicheBrustkrebsfällefestgestellt.

Bei1.000Frauen,diemiteinerKombinationstherapie(d.h.EstrogenundGestagen)

behandeltwurden,wurdenimentsprechendenAltersabschnittimDurchschnitt

- nach5-jährigerTherapie6zusätzlicheBrustkrebsfälle

- undnach10-jährigerTherapie19zusätzlicheBrustkrebsfällefestgestellt.

LautSchätzungdersogenannten„WHI-Studie“(mit

Estrogen-Gestagen-Kombinationsarzneimitteln)ergebensichfolgendeBerechnungendes

Brustkrebs-Risikos:

- Von1.000FrauenderAltersgruppe50–79Jahre,diekeineHormonersatztherapie

erhaltenhatten,wurdeinnerhalbvon5Jahrenbei16FrauenBrustkrebsfestgestellt.

- Bei1.000Frauen,diemiteinerKombinationausEstrogenundGestagenbehandelt

wurden,trateninnerhalbvon5Jahren4zusätzlicheFällevonBrustkrebsauf.

DieAnzahlderzusätzlichenBrustkrebsfälleistimAltersbereichzwischen45und65Jahren

weitgehendunabhängigvomAlterderFrauenbeiBeginnderHormonersatztherapie.

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DieHormonersatztherapie,insbesonderedieKombinationausEstrogenenundGestagenen,

verringertdieDurchlässigkeitdesBrustdrüsengewebesfürRöntgenstrahlen.Dadurchkann

derNachweiseinesBrustkrebsesbeiUntersuchungderBrustmitRöntgenstrahlen

(Mammographie)erschwertwerden.

VenöseThromboembolie

DieAnwendungvonArzneimittelnzumHormonersatzistimVergleichzurNichtanwendungmit

einemzwei-bisdreifacherhöhtenRisikofürVerschlüssedertiefenVenendurchBlutgerinnsel

(Thrombosen)verbunden,diesichunterUmständenlösenundindieLungegelangenkönnen

(Lungenembolie).ThrombosenundLungenemboliewerdenalsvenösethromboembolische

Erkrankungenbezeichnet.DasRisikofürdasAuftretenvenöserthromboembolischer

ErkrankungenistinsbesondereimerstenJahrderHormonersatzbehandlungerhöht.

DieAuswertungneuererStudien,diedasRisikofürsolchethromboembolischeErkrankungen

untersuchten,führtezufolgendenErgebnissen:

AlleFrauenhabeneinaltersabhängigesGrundrisiko,einevenösethromboembolische

Erkrankungzuerleiden.Innerhalbvon5Jahrenerkrankendaranetwa3von1.000Frauenim

Altervon50bis59Jahren,diekeineHormoneanwenden.BeiFrauendieserAltersgruppe,die

Hormoneanwenden,sindesetwa7von1.000Frauen,d.h.esistmit4zusätzlichenFällenzu

rechnen.

UnterFrauenimAltervon60bis69Jahren,diekeineHormoneanwenden,erleideninnerhalb

von5Jahren8von1.000FraueneinevenösethromboembolischeErkrankung.Bei1.000Frauen

dergleichenAltersgruppe,dieHormoneanwenden,istmitetwa17Fällenzurechnen,d.h.es

tretenetwa9zusätzlicheFälleauf.

AllgemeinanerkannteRisikofaktorenfürdieEntwicklungvenöserthromboembolischer

Erkrankungensind:

-venösethromboembolischeErkrankungenindereigenenKrankheitsgeschichtebzw.eine

entsprechendefamiliäreBelastung;

-erheblichesÜbergewicht(sogenannter„BodyMassIndex“(BMI)über30kg/m2);

-Schmetterlingsflechte(systemischerLupuserythematodes,einebestimmte

Autoimmunerkrankung).

ÜberdieBedeutungvonKrampfadern(Varizen)fürdasAuftreteneinervenösen

thromboembolischenErkrankungbestehtkeineeinheitlicheMeinung.

PatientinnenmitvenösenthromboembolischenErkrankungeninderVorgeschichteoder

bekannterNeigungzurBildungvoninnerenBlutgerinnseln(Thrombosen)habeneinerhöhtes

Risiko,einesolcheErkrankungerneutzuerleiden.EineHormonersatztherapiekanndieses

Risikoerhöhen.

WennbeiIhnenoderIhrennahenBlutsverwandtenBlutgerinnselbzw.derenVerschleppungim

Blutstrom(venösethromboembolischeErkrankungen)oderwiederholtespontaneFehlgeburten

aufgetretensind,solltegeklärtwerden,obeineNeigungzuvenösenthromboembolischen

Erkrankungenvorliegt.Bisdahinbzw.biszumBeginneinerBehandlungmitMittelnzur

HemmungderBlutgerinnungdürfenSiekeineHormonersatzpräparateanwenden.SolltenSie

bereitsmitGerinnungshemmernbehandeltwerden,sollteIhrArztNutzenundRisikoeiner

Hormonersatztherapiesorgfältiggegeneinanderabwägen.

DasRisikofürvenösethromboembolischeErkrankungenkannbeilängererRuhigstellung

(z.B.Bettlägerigkeit,BeinimGipsverband)sowieschwererenVerletzungenodergrößeren

Operationenvorübergehenderhöhtsein.BeiPatientinnen,dieeineHormonersatztherapie

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durchführen,sollten,wiebeiallenPatientennacherfolgtenOperationen,die

VorsorgemaßnahmenzurVerhinderungeinervenösenthromboembolischenErkrankungäußerst

genaueingehaltenwerden.

WennbeiIhneneineOperationgeplantist,informierenSieIhrenArzt.Wennnacheiner

vorgesehenenOperation,vorallembeiEingriffeninderBauchregionoderorthopädischen

OperationenandenBeinen,miteinerlängerenRuhigstellungzurechnenist,sollteerwogen

werden,obeineUnterbrechungderHormonersatztherapie4bis6WochenvordemEingriff

möglichist.DieBehandlungsollteggf.erstwiederaufgenommenwerden,wennIhre

Bewegungsfähigkeitvollständigwiederhergestelltist.

FallsbeiIhnennachBeginnderHormonersatztherapieAnzeicheneinervenösen

thromboembolischenErkrankungauftretenbzw.einVerdachtdaraufbesteht,mussdie

BehandlungmitEstradermTTS50sofortabgebrochenwerden.WennSiebeisichmögliche

AnzeichenfüreinevenösethromboembolischeErkrankungbemerken(schmerzhafteSchwellung

einesBeins,plötzlicherSchmerzimBrustkorb,Atemnot),müssenSieumgehendKontaktmit

einemArztaufnehmen.

ErkrankungderHerzkranzgefäße

AusgroßenklinischenStudiengibteskeineHinweiseaufeinenNutzeninBezugauf

ErkrankungenderHerzkranzgefäßedurchAnwendungvonArzneimittelnzur

HormonersatztherapiemiteinerbestimmtenWirkstoffkombination(konjugierteEstrogene,

fortlaufendkombiniertmitMedroxyprogesteronacetat).ZweigroßeklinischeStudienzeigtenein

möglicherweiseerhöhtesRisikofürErkrankungenderHerzkranzgefäßeimerstenJahrder

AnwendungundinsgesamtkeinenNutzen.FürandereArzneimittelzurHormonersatztherapiemit

anderenWirkstoffen(wieEstradermTTS50)gibtesderzeitkeinegroßenklinischenStudien,in

denendieWirkungenaufErkrankungenderHerzkranzgefäßeuntersuchtwurden.

Schlaganfall

IneinergroßenklinischenStudie(WHI-Kombi-Studie)wurdeeinerhöhtesRisikofür

SchlaganfällebeigesundenFrauenwährendeinerBehandlungmiteinerbestimmten

Wirkstoffkombination(konjugierteEstrogene,fortlaufendkombiniertmit

Medroxyprogesteronacetat)gefunden.

Demnacherleidenetwa3von1.000FrauenimAltervon50bis59Jahren,diekeineHormone

anwenden,einenSchlaganfallinnerhalbeinerZeitspannevon5Jahrenbzw.etwa11von1.000

FrauenimAltervon60bis69Jahren.BeiFrauenimAltervon50bis59Jahren,diediese

Arzneimittelanwenden,trittetwa1zusätzlicherSchlaganfallpro1.000Frauenauf.BeiFrauenim

Altervon60bis69Jahren,diedieseArzneimittelanwenden,sindesetwa4zusätzlicheFällepro

1.000Frauen.

Eierstockkrebs

EsliegenHinweiseauseinigenepidemiologischenStudienvor,dasseineLangzeitbehandlung

übermindestens5bis10JahremitEstrogenallein(d.h.ohneZusatzvonGestagen)beiFrauen

mitentfernterGebärmuttermiteinemerhöhtenRisikofüreinenEierstockkrebsverbundenist.Ob

diesesRisikoauchbesteht,wennzusätzlichzudemEstrogeneinGestagenangewendetwird,ist

nichtgeklärt.

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SonstigeErkrankungen

PatientinnenmiteingeschränkterFunktionderNiereoderdesHerzens

EstrogenekönneneineFlüssigkeitsansammlungimKörperbewirken;dahersolltenSie,wennbei

IhnenHerz-oderNierenfunktionsstörungenvorliegen,sorgfältigbeobachtetwerden.WennSie

aneinerschwerenNierenfunktionsstörungleiden,solltenSieengmaschigüberwachtwerden,weil

miteinemAnstiegderimBlutzirkulierendenEstrogenezurechnenist.

PatientinnenmiteinerbestimmtenFettstoffwechselstörung(Hypertriglyzeridämie)

WennbeiIhnenbestimmteBlutfettwerte(Triglyzeride)erhöhtsind,solltenIhreBlutfettwerte

währendderBehandlungmitEstradermTTS50engmaschigüberwachtwerden,weilim

ZusammenhangmiteinerEstrogen-TherapieinseltenenFällenvoneinemstarken

TriglyzeridanstiegimBlutmiteinernachfolgendenEntzündungderBauchspeicheldrüseberichtet

wurde.

EinflussvonEstradermTTS50aufdieLaborparameterderSchilddrüse,der

GeschlechtshormoneundvonKortikosteroiden

EstrogenekönnendieErgebnissebestimmterLabortestsbeeinflussen(z.B.Schilddrüsentests;

SpiegelvonGeschlechtshormon-bindendemProteinundKortikoid-bindendemProtein).Wennbei

IhneneinsolcherTestdurchgeführtwerdensoll,informierenSiedenverantwortlichenArzt

darüber,dassSieeineHormonersatztherapieanwenden.DieKonzentrationenderHormone,die

indeno.g.TestsuntersuchtwerdenunddiefürdieHormonwirkungverantwortlichsind,bleiben

dabeiunverändert.D.h.,SiemüssennichtmitSymptomenwiez.B.beieiner

Schilddrüsenunterfunktionrechnen.DieKonzentrationbestimmterEiweißstoffeimBlut

(Angiotensinogen/Renin-Substrat, a1-AntitrypsinundCoeruloplasmin)kannverändertsein.

Hirnleistungsstörung(Demenz)

Esistnichtschlüssignachgewiesen,dasssichdurcheineHormonersatztherapiediegeistigen

Fähigkeiten(Gedächtnis,Wahrnehmung,Denken,Lernen,Urteilungsvermögen,Erinnerung

etc.)verbessern.AuseinergroßenStudiegibtesHinweiseaufeinerhöhtesRisikoeiner

Hirnleistungsstörung(„wahrscheinlicheDemenz“)beiFrauen,dienachdem65.Lebensjahr

eineHormonersatztherapiemiteinerbestimmtenWirkstoffkombination(konjugierteequine

Estrogene,fortlaufendkombiniertmitMedroxyprogesteronacetat)begonnenhaben.Esist

nichtbekannt,obdieseErkenntnisseauchfürjüngereFrauennachdenWechseljahrenbzw.

andereHormonersatztherapie-Präparategelten.

AllergischeHautreaktion(Kontaktsensibilisierung)

Esistbekannt,dasseineKontaktsensibilisierungbeiallenArzneimittelnzurAnwendungauf

derHautvorkommenkann.Wennauchäußerstseltenkanndies,sofernSiedasArzneimittel

weiteranwenden,zuschwerenallergischenReaktionenführen.

BittebeachtenSie,dassdieTherapiemitEstradermTTS50nichtempfängnisverhütendist,

nichtvorAIDSschütztundnichtdieFruchtbarkeitfördert.

AnwendungbeiKindern

EstradermTTS50darfnichtbeiKindernangewendetwerden.

BeiAnwendungvonEstradermTTS50mitanderenArzneimitteln

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimittel

einnehmen/anwendenbzw.vorkurzemeingenommen/angewendethaben,auchwennessich

umnichtverschreibungspflichtigeArzneimittelhandelt.

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DieWirkungenvonEstradermTTS50könnenbeigleichzeitigerAnwendungandererArzneimittel

abgeschwächtwerden.Dazuzählenz.B.Arzneimittel,dieeingesetztwerdenbei

-Krampfanfällen(Epilepsie;z.B.Phenobarbital,Phenytoin,Carbamazepin);

-Infektionskrankheiten(z.B.dieTuberkulosemittelRifampicinundRifabutin);

-HIV-Infektionen(z.B.Nevirapin,Efavirenz,RitonavirundNelfinavir).

AuchpflanzlicheZubereitungen,dieJohanniskrautenthalten,könnendieWirkungenvon

EstradermTTS50abschwächen.

EineabgeschwächteWirkungvonEstrogenenkannzuBlutungsstörungen,z.B.Schmier-bzw.

Zwischenblutungen,führen.

DerWirkstoffvonEstradermTTS50wirdüberdieHautaufgenommen.Möglicherweise

werdenHormone,dieüberdieHautaufgenommenwerden,wenigerstarkalsinTablettenform

eingenommeneHormonedurchgleichzeitigangewendeteandereArzneimittelinihrerWirkung

beeinträchtigt.

Arzneimittel,welchedieWirkungvonabbauenden(metabolisierenden)Enzymenhemmen,wie

z.B.Ketoconazol,könnendiePlasmaspiegeldesWirkstoffsvonEstradermTTS50erhöhen.

EstrogenekönnendieWirkungenundNebenwirkungendesAntidepressivumsImipramin

verstärken.

BeigleichzeitigerGabevonCiclosporinkannesdurchverminderteAusscheidungvon

CiclosporinüberdieLeberzuerhöhtenCiclosporin-,Kreatinin-und

Transaminasen-Blutspiegelnkommen.

FallsSieanZuckerkrankheitleidenundSiezurBehandlungArzneimittelbenötigen,achtenSie

bittebeigleichzeitigerAnwendungvonEstraderrmTTS50besondersaufdieDosierung.Es

könnenAnpassungenderDosisvonArzneimittelngegenZuckerkrankheiterforderlichsein

(Dosiserhöhung),daEstrogenedieKohlenhydrattoleranzverschlechternkönnen.

SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft

SiedürfenEstradermTTS50inderSchwangerschaftnichtanwenden.WennSiewährendder

BehandlungmitEstradermTTS50schwangerwerden,solltedieBehandlungsofortabgebrochen

werden.

DiemeistenBeobachtungsstudien,diehinsichtlicheinerunbeabsichtigtenAussetzungdesFetus

gegenüberEstrogenenvonBedeutungsind,zeigtenbeimFetuskeineMissbildungenoder

Giftwirkungen.

Stillzeit

SiedürfenEstradermTTS50inderStillzeitnichtanwenden.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

EstradermTTS50hatkeinenodereinenvernachlässigbarenEinflussaufdie

VerkehrstüchtigkeitoderdieFähigkeitzumBedienenvonMaschinen.

3.WieistEstradermTTS50anzuwenden?

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WendenSieEstradermTTS50immergenaunachderAnweisungdesArztesan.Bittefragen

SiebeiIhremArztoderApothekernach,wennSiesichnichtganzsichersind.

ZuBeginnundbeiderFortführungderBehandlungvonEstrogen-MangelbeschwerdenwirdIhr

ArztIhnendieniedrigstewirksameDosisverordnenunddieBehandlungsdauersokurzwie

möglichhalten.

DieDosierungistimVerlaufderBehandlungindividuellanzupassen,wobeidasAuftretenvon

SpannungsgefühlenindenBrüsten,Durchbruchblutungen,Wassereinlagerung

(Wasserretention)mitNeigungzurörtlichenWasseransammlung(Ödem)oderBlähungenim

AllgemeineneinZeichenfüreinezuhochangesetzteDosissind,diegesenktwerdensollte,falls

dieseStörungennichtnachetwa6Wochenwiederabklingen.Wenndagegendie

Estrogen-MangelzeichenmitdergewähltenDosisnichtbehobenwerdenkönnen,solltehöher

dosiertwerden.EineÄnderungderDosismussvondembehandelndenArztbestimmtwerden.

ZurOsteoporosepräventionwirdüblicherweiseeineTagesdosisvon50µgEstradiolverordnet.

DieDosissolltenurbeiZeicheneinerÜberdosierungreduziertwerden.

WiesolltenSieEstradermTTS50anwenden?

EstradermTTSkannkontinuierlich(ohnePause)oderzyklisch(21TageAnwendung,gefolgt

von7TagenPause)angewendetwerden.

BeiFrauenmitGebärmuttermussdieBehandlungmitEstradermTTSfürmindestens12bis

14Tageeines28-tägigenZyklusmiteinerentsprechenden(vomArztzuverschreibenden)

DosiseinesGestagenskombiniertwerden(sieheauch2.“WasmüssenSievorder

AnwendungvonEstradermTTS50beachten?”).

BeiFrauen,derenGebärmutterentferntwurde,wirdderZusatzeinesGestagensnicht

empfohlen,außerinFällen,indenenAnsiedlungenvonGebärmutterschleimhautaußerhalb

derGebärmutter(Endometriose)diagnostiziertwurde(sieheauch2.“WasmüssenSievorder

AnwendungvonEstradermTTS50beachten?”).

FallsvomArztnichtandersverordnet,istdieüblicheDosis:

EinPflasterEstradermTTS50wirdzweimalwöchentlichaufdenBauchbzw.Gesäßgeklebt,

d.h.nachjeweils3bis4TagenwirddasverbrauchtePflasterdurcheinneuesersetzt.

WennSie

gegenwärtigkeineHormonersatzbehandlunganwendenoder

bisherdasEstrogen–gegebenenfallszusammenmiteinemGestagen–ohne

Unterbrechungangewendethaben,

könnenSiedieBehandlungmitEstradermTTS50anjedembeliebigenTagbeginnen.

WennSie

dasEstrogenbisherregelmäßigüber21Tage–andenletzten12–14Tagenzusammen

miteinemGestagen–angewendethabenundanschließendfür7TagedieBehandlung

ausgesetzthaben,

dasEstrogenbisherohneUnterbrechung,abereinGestagenzusätzlichandenletzten

12-14Tageneinesjeden28-Tage-Zyklusangewendethaben,

solltenSiedenaktuellenBehandlungszyklusbeenden,bevorSiedieBehandlungmit

EstradermTTS50beginnen.DerersteTagnachdemAbschlussdervorherigenBehandlung

(beiununterbrochenerAnwendung)bzw.derersteTagnachderBehandlungspause(bei

zyklischerAnwendung)isteingeeigneterZeitpunktfürdenBeginnderBehandlungmit

EstradermTTS50.

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DieStelle,aufdiedasPflasteraufgeklebtwird,solltebeijedemneuenPflastergewechselt

werden.DiegeeignetstenStellenzumAnbringendesPflasterssindHautpartienunterder

Taille,wosichdieHautwenigfaltet.EstradermTTS50darfnichtaufoderinderNäheder

Brüstegeklebtwerden.DiegewählteHautstellemusssauber,fettfrei,trockenundunverletzt

sein.DasPflastersollteaufgeklebtwerden,sobaldesausderHülleherausgenommenwurde.

JedesEstraderm-TTS-50-Pflasteristeinzelnverpackt.ReißenSieunmittelbarvorder

AnwendungdieUmhüllungandenReißkerbenauf(ohneSchere!).

NehmenSiedasPflasterzwischenDaumenundZeigefingerundbewegenSieunterkräftigem

DruckbeideFingergegenläufigvor-undrückwärts(Abb.A),bissichdiesteifeAbziehfolievon

derKlebeflächedesPflasterslöst.

EntfernenSiedieAbziehfolie,währendSiedasPflasteranseinemRandfesthalten(Abb.B).

((AbbildungenAundB))

NunwirddasPflasteraufeinegeeignetegesundeHautstellegeklebt.Eingünstiger

AnwendungsortistderhintereHüftbereich(Abb.C),wobeiameinfachstenabwechselndeinmal

linksundeinmalrechtsgeklebtwird.DieselbeHautstellesollnichtdirektzweimalhintereinander

zumAufklebeneinestransdermalenPflastersbenutztwerden.NacheinerWochekanneinneues

PflasterwiederaufdieschoneinmalgewählteStellegeklebtwerden.DiegewählteHautstelle

musstrockenundfreivonFett-,Öl-oderCremespurensein.

NachdemAufklebensolldasPflasteretwa10SekundenlangmitderflachenHandfest

angedrücktwerden(Abb.D).DasPflasterhaftetmitderganzenFläche,eskannstattaufder

HüfteauchamGesäßoderaufderunterenBauchpartiegetragenwerden.DasPflasterdarfnicht

aufdieBrüstegeklebtwerden.AuchHautstellen,diebeiBewegungstarkeFaltenbilden(z.B.in

derGürtellinie),sindzuvermeiden.

((AbbildungenCundD))

WannwirddasPflastergewechselt?

JedesEstradermTTS50hateinesichereWirkdauervon4Tagen.Esistzweckmäßig,das

Pflasterwöchentlichzweimalzuwechseln.DieTagekönnenSieselbstbestimmen,z.B.immer

amMontagundDonnerstagoderimmeramMittwochundSamstagusw.SokönnenSiesich

leichtandenregelmäßigenWechselgewöhnen.

WiewirdEstradermTTS50aufderHautvertragen,insbesondereinderheißenJahreszeit?

DieHautverträglichkeitistimAllgemeinengut.WieauchbeigewöhnlichenHeftpflastern,wenn

siemehrereTageaufderHautkleben,kanneszueinerleichtenRötungkommen.Solltediese

längerandauern,soinformierenSiebitteIhrenArzt.

InderheißenJahreszeitsindevtl.stattdesüblicherweisebenutztenHüftbereichs

Anwendungsstellenzubevorzugen,diewenigerzurSchweißbildungneigen(z.B.Oberarme,

Oberschenkel).DasPflastersolltedannauchnichtzulangeungeschütztderprallenSonne

ausgesetztwerden,dasichsonstdasdarunterliegendeHautgebietzustarkerwärmenkannund

dieUV-StrahlungzumAbbauvonEstradiolführt(PflasterunterderBekleidungtragenbzw.beim

SonnenbadenmitHandtuchabdecken!).

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DarfmanmitEstradermTTS50baden,duschenoderschwimmen?

Ja.DasPflastergehtdabeinormalerweisenichtab(vordemAufklebeneinesneuenPflasters

jedochfetthaltigeoderrückfettendeBadezusätzevermeiden!).

ReibenSienichtmitdemWaschlappenoderdemHandtuchüberdasPflaster.FürdieSauna

oderauchz.B.beimBadeninmineralhaltigemWasser(z.B.Thermalbad,Solebad)kanndas

PflasterauchwenigeStundenabgenommenunddanachwiederneuaufgeklebtwerden.Inder

Zwischenzeitsollteesaufeinertrockenen,sauberenFläche(ambestenKosmetik-Spiegel)

aufbewahrtwerden.MitdemgleichenPflastersolltediesjedochnichthäufigerals1-bis2-mal

geschehen,daessonstzusehranHaftfähigkeitverliert.

Wastun,wenneinPflasterabfällt?

Soweitdiesfrühgenugbemerktwird,lässtessichoftwiederaufkleben.Meististeine

unbefriedigendeHaftfähigkeitaufAnwendungsfehlerzurückzuführen.

WardieHautstellebeimAufklebentrockenundfreivonFett-,Öl-oderCremespuren?

HabenSieStellenvermieden,diebeiBewegungFaltenbilden?

HabenSiedasganzePflasterca.10SekundenmitderHandflächefestangepresst?

InseltenenFällenkannallerdingsdieHaftfähigkeitdurchindividuelleHautgegebenheiten

beeinträchtigtwerden.

WenneinPflasterausnahmsweiseverlorengehtodernichtmehrhaftet,könnenSiebeistarken

BeschwerdensoforteinneuesPflasteraufkleben.Meistgenügtesaber,wennSieerstam

nächstenvorgesehenenTagdasneuePflasterkleben.

WielangesolltenSieEstradermTTS50anwenden?

DieDauerderBehandlungistindividuellverschiedenjenachBeschwerdenundBehandlungsziel

undvonIhremArztzubestimmen.DiePatientinundderbehandelndeArztsollenin

regelmäßigen,z.B.halbjährlichenAbständendieFrageprüfen,obeineFortsetzungderTherapie

notwendigist.

BittesprechenSiemitIhremArztoderApotheker,wennSiedenEindruckhaben,dassdie

WirkungvonEstradermTTS50zustarkoderzuschwachist.

WennSieeinegrößereMengeEstradermTTS50angewendethaben,alsSiesollten

BeiderAnwendunggrößererMengenmüssenSieeinenArztaufsuchen.

MöglicheAnzeicheneinerÜberdosierungsindÜbelkeit,Erbrechen,Spannungsgefühlinden

BrüstensowieBlutungenausderScheide.

BeiAnzeicheneinerÜberdosierungsollteEstradermTTS50entferntwerden.

EineeventuellnotwendigeBehandlungsolltesichandenSymptomenorientieren.

WennSiedieAnwendungvonEstradermTTS50vergessenhaben

WennSie–versehentlich–vergessenhaben,dasPflasternach3bzw.4Tagenzuwechseln,

nehmenSiedenWechselbitteunverzüglichvor.DendanachfolgendenPflasterwechselnehmen

SiewiederamgewohntenTagvor.AusgelasseneDosenerhöhendieWahrscheinlichkeitvon

Durchbruch-oderSchmierblutungen.

BeilängererUnterbrechungderTherapieinformierenSiebitteIhrenArzt.

WennSiedieAnwendungvonEstradermTTS50abbrechen

SiesolltendieBehandlungmitEstradermTTS50nichtohneRücksprachemitIhremArzt

unterbrechenoderbeenden.BeiBeendigungmüssenSiemiteinerAbbruchblutungrechnen.

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WennSieweitereFragenzurAnwendungdesArzneimittelshaben,fragenSieIhrenArztoder

Apotheker.

4.WelcheNebenwirkungensindmöglich?

WiealleArzneimittelkannEstradermTTS50Nebenwirkungenhaben,dieabernichtbeijedem

auftretenmüssen.

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgendeHäufigkeitsangabenzugrundegelegt:

Sehrhäufig: Mehrals1von10Behandelten

Häufig: Wenigerals1von10,abermehrals1von100Behandelten

Gelegentlich: Wenigerals1von100,abermehrals1von1.000Behandelten

Selten: Wenigerals1von1.000,abermehrals1von10.000Behandelten

Sehrselten: Wenigerals1von10.000Behandeltenoderunbekannt

MöglicheNebenwirkungen:

DieinklinischenStudienbeimehrals10%derAnwenderinnenvonEstradermTTSam

häufigstenaufgetretenenNebenwirkungensind:ReaktionenanderAnwendungsstellewie

RötungundJuckreiz(bei5–30%derAnwendungen),SpannungsgefühlundSchmerzeninder

BrustsowieDurchbruchblutungen.

DiefolgendenNebenwirkungenwurdenunterEstradermTTSoderallgemeineiner

Estrogen-Therapieberichtet:

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamAnwendungsort

Häufig: FlüssigkeitsansammlungimGewebe,Gewichtsveränderungen,Schmerzen

indenBeinen(ohneZusammenhangmitthromboembolischen

ErkrankungenundimAllgemeinenvorübergehendimZeitraumvon3bis

6Wochen).WenndieSymptomeandauern,solltedieEstrogen-Dosis

reduziertwerden.

Sehrselten: AnaphylaktoideReaktionen(einerakutenallergischenAllgemeinreaktion

ähnlich;einigederFrauenwieseneineVorgeschichtevonAllergienoder

allergischenReaktionenauf).

PsychiatrischeErkrankungen

Häufig: Nervosität,Benommenheit

Gelegentlich: Depression,Angstzustände,Schlafstörungen,Veränderungendes

sexuellen

Verlangens

ErkrankungendesNervensystems

Häufig: Kopfschmerzen

Gelegentlich: Migräne,Schwindel,MissempfindungeninderHaut(z.B.Kribbeln)

Sehrselten: Hörstörungen.

Herz-undGefäßerkrankungen

Gelegentlich: Herzklopfen,Bluthochdruck

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Sehrselten: ThromboembolischeBeschwerden,VerschlimmerungoderEntzündungvon

Krampfadern,Blutdruckanstieg

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Häufig: Übelkeit,Bauchschmerzen/-krämpfe,Verdauungsstörung,Völlegefühl,

Appetitsteigerung,Blähungen,Durchfall

Gelegentlich: Erbrechen

Leber-undGallenerkrankungen

Selten: VeränderungenderLeberfunktionunddesGallenflusses

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes

Sehrhäufig: VorübergehendeRötungundIrritationderApplikationsstellemitoderohne

Juckreiz

Häufig: HautausschlaganderAnwendungsstelle

Gelegentlich: Akne,Haarausfall

Selten: AllergischeHautreaktionen,Nesselsucht

Sehrselten: Hautausschlag(Kontaktekzem),beieinzelnenPatientinnenmitallgemeiner

allergischerHautreaktion,vorübergehendePigmentierungder

AnwendungsstellenachAbklingenderentzündlichenReaktionsowie

generalisierterJuckreizundHautrötung

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-undKnochenerkrankungen

Gelegentlich: Gelenkschmerzen,Muskelkrämpfe

Augenerkrankungen

Gelegentlich: Sehstörung,trockeneAugen

ErkrankungenderGeschlechtsorganeundderBrustdrüse

Sehrhäufig: SpannungsgefühlindenBrüsten,BlutungenausderScheide

(WenndieseNebenwirkungenimVerlaufvonetwa6Wochennicht

verschwinden,istdasimAllgemeineneinAnzeichen,dassdiefürSie

gewählteDosiszuhochist.SiesolltendeshalbIhrenArztdavonin

Kenntnissetzen.)

Gelegentlich: Brustvergrößerung,starkeBlutungenausderScheide,Ausfluss(Fluor

vaginalis)

Selten: SekretabsonderungausdenBrüsten

Brustkrebs(sieheAbschnitt„BesondereVorsichtbeiderAnwendungvonEstradermTTS50ist

erforderlich“).

KrebsderGebärmutterschleimhaut(Endometriumkarzinom)(sieheAbschnitt„BesondereVorsicht

beiderAnwendungvonEstradermTTS50isterforderlich“).

WeitereunerwünschteArzneimittelwirkungen:

-Estrogen-abhängigegutartigeGeschwulstesowiebösartigeTumoren:Krebsder

Gebärmutterschleimhaut(Endometriumkarzinom),WucherungderGebärmutterschleimhaut,

gutartigeGeschwülstederGebärmutter(Myome),PolypenderGebärmutterhalses,

Eierstockzysten,gutartigeundbösartigeBrustgeschwülste;

-venösethromboembolischeEreignisse,d.h.VerschlüssedertiefenBein-bzw.Beckenvenen

durchBlutgerinnsel(Thrombosen)sowieLungenembolien.DiesetretenbeiAnwenderinnen

vonArzneimittelnzumHormonersatzhäufigeraufalsbeiNichtanwenderinnen.Fürweitere

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InformationensieheAbschnitt2.„WasmüssenSievorderAnwendungvonEstradermTTS

50beachten?“;

-HerzinfarktundSchlaganfall;

-Gallensteinbildung,gallenstaubedingteGelbsucht;

-bräunlicheHautpigmentierungen(Chloasma),verschiedeneHautkrankheitenmitBlasen-und

KnötchenbildungoderEinblutungenindieHaut(Erythemamultiforme,Erythemanodosum,

vaskulärePurpura);

-Hirnleistungsstörung(sieheAbschnitt„BesondereVorsichtbeiderAnwendungvonEstraderm

TTS50isterforderlich“);

-VeränderungdesZuckerstoffwechsels;

-VerschlechterungeinerPorphyrie(StoffwechselerkrankungmiteinerStörungderBildung

desrotenBlutfarbstoffes);

-Kontaktlinsenunverträglichkeit.

InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wenneinederaufgeführtenNebenwirkungen

SieerheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungenbemerken,dienichtindieser

Packungsbeilageaufgeführtsind.

5.WieistEstradermTTS50aufzubewahren?

Nichtüber25°Clagern.

EstradermTTS50mussimSiegelbeutelaufbewahrtwerden.

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

DiesgiltauchfürgebrauchtetransdermalePflaster,dadiesenochWirkstoffenthalten.

SiedürfendasArzneimittelnachdemaufdemSiegelbeutelundderFaltschachtelnach

„Verwendbarbis“angegebenenVerfalldatumnichtmehrverwenden.DasVerfalldatumbezieht

sichaufdenletztenTagdesMonats.

Entsorgung

NachdemGebrauchistdasEstradermTTS50-Pflasterzusammenzufalten(Klebeflächenach

innen!)undmitdemHausmüllzuentsorgen.

6.WeitereInformationen

WasEstradermTTS50enthält

DerWirkstoffist:Estradiol

1transdermalesPflasterEstradermTTS50mit10cm²Abgabeflächeenthält:

Estradiol4mg

DurchschnittlicheEstradiolfreisetzungproTag50Mikrogramm.

DiesonstigenBestandteilesind:Dimeticon,Ethanol94%,Hyprolose,dünnflüssigesParaffin,

Pegoterat,Poly(ethylen-co-vinylacetat),Polyisobutylen.

InhaltderPackung

EstradermTTS50istinPackungenmit6(N1),18(N2)und24(N3)transdermalenPflastern

erhältlich.

PharmazeutischerUnternehmerundHersteller

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NovartisPharmaGmbH

90327Nürnberg

Telefon:(0911)273-0

Telefax:(0911)273-12653

Internet/E-Mail:www.novartispharma.de

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztüberarbeitetimOktober2007.

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Fachinformation

NovartisPharma EstradermTTS

1. BezeichnungderArzneimittel

EstradermTTS ® 25Mikrogramm/24StundentransdermalesPflaster

EstradermTTS ® 50Mikrogramm/24StundentransdermalesPflaster

EstradermTTS ® 100Mikrogramm/24StundentransdermalesPflaster

Wirkstoff:Estradiol(17β-Estradiol)

2. QualitativeundquantitativeZusammensetzung

EstradermTTS25Mikrogramm/24StundentransdermalesPflaster

1transdermalesPflastermit5cm²Abgabeflächeenthält:

Estradiol2mg

DurchschnittlicheEstradiolfreisetzungproTag:25Mikrogramm

EstradermTTS50Mikrogramm/24StundentransdermalesPflaster

1transdermalesPflastermit10cm²Abgabeflächeenthält:

Estradiol4mg

DurchschnittlicheEstradiolfreisetzungproTag:50Mikrogramm

EstradermTTS100Mikrogramm/24StundentransdermalesPflaster

1transdermalesPflastermit20cm²Abgabeflächeenthält:

Estradiol8mg

DurchschnittlicheEstradiolfreisetzungproTag:100Mikrogramm

DievollständigeAuflistungdersonstigenBestandteilesieheAbschnitt6.1.

3. Darreichungsform

TransdermalesPflaster

TransdermalesTherapeutischesSystem(TTS)

DastransdermalePflasteristeineDarreichungsformfürdiesystemischeVerabreichung

hormonalerWirkstoffe,mitderkonstantePlasmaspiegelvonEstradiolfür3–4Tagebei

einerApplikationerzieltwerden.EsbestehtauseinemWirkstoff-Reservoir,dasmittels

einerspeziellen,hautfreundlichenAdhäsivschichtaufdieHautaufgeklebtwird.Eine

KontrollmembranermöglichtdiekontinuierlicheundgleichmäßigetransdermaleAbgabe

vonEstradiolinphysiologischenDosendirektindenKreislauf.DieschützendeAbziehfolie

wirddirektvorGebrauchentfernt.

DievonaußensichtbaretransparenteAbdeckfolieistwasserdicht,sodassdieFunktion

desPflastersauchbeimBadenundDuschenerhaltenbleibt.

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(Abbildung:EstradermTTSimQuerschnitt)

4. KlinischeAngaben

4.1 Anwendungsgebiete

Hormonsubstitutionstherapie(HRT)beiEstrogen-MangelsymptomennachderMenopause.

PräventioneinerOsteoporosebeipostmenopausalenFrauenmithohemFrakturrisiko,die

eineUnverträglichkeitoderKontraindikationgegenüberanderenzurOsteoporoseprävention

zugelassenenArzneimittelnaufweisen.

EsliegennurbegrenzteErfahrungenbeiderBehandlungvonFrauenüber65Jahrenvor.

4.2 Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

SowohlfürdenBeginnalsauchfürdieFortführungeinerBehandlungpostmenopausaler

SymptomeistdieniedrigstewirksameDosisfürdiekürzestmöglicheTherapiedauer

anzuwenden.

DieDosierungistimVerlaufderBehandlungindividuellanzupassen,wobeidasAuftreten

vonSpannungsgefühlenindenBrüsten,Fluorvaginalis,Durchbruchblutungen,

WasserretentionoderBlähungenimAllgemeineneinZeichenfüreinezuhochangesetzte

Dosisist,diegesenktwerdensollte,fallsdieseStörungennichtnachetwa2Zyklenwieder

abklingen.WenndagegendieEstrogenmangel-Symptomeinnerhalb2–3Wochenmitder

gewähltenDosisnichtbehobenwerdenkönnen,solltehöherdosiertwerden.

ZurOsteoporosepräventionwirdEstradermTTSüblicherweiseinderTagesdosisvon

50MikrogrammEstradioleingesetzt.DieDosissolltenurbeiZeicheneinerÜberdosierung

reduziertwerden.

EstradermTTSkannsowohlzyklischalsauchkontinuierlichangewendetwerden.

BeiFrauenmiteinemintaktenUterusistunabhängigvomgewähltenRegimederEstrogen-

BehandlungderZusatzeinesGestagensübermindestens12–14TageproZykluszwingend

erforderlich,umeineÖstrogen-induzierteEndometriumhyperplasieweitgehendzu

reduzieren.

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BeihysterektomiertenFrauenwirdderZusatzeinesGestagensnichtempfohlen,außerin

Fällen,indeneneineEndometriosediagnostiziertwurde.(sieheAbschnitt4.4).

VariantenderEstrogen-Monotherapiebzw.kombiniertenEstrogen-Gestagen-

Therapie

Zyklischbzw.zyklischsequenziell:

21-tägigeBehandlungmitEstradermTTS,gefolgtvoneiner7-tägigenAnwendungspause.

BeiFrauenmitUteruszusätzlichsequenzielleinGestagenindenletzten12–14

Therapietagen.

Kontinuierlichbzw.kontinuierlichsequenziell:

KontinuierlicheAnwendungvonEstrademTTS.BeiFrauenmitUteruszusätzlich

sequenzielleinGestagenan12–14Tageneinesjeden28-Tage-Zyklus.

AlsGestagenzusatzkönnenz.B.Norethisteron,Norethisteronacetat,

MedroxyprogesteronacetatoderProgesteroneingesetztwerden.(Fürweitere

InformationensieheFach-undGebrauchsinformationdereinzelnenProdukte.)

EstradermTTSwirdzweimalwöchentlichaufdenBauchbzw.aufdasGesäßgeklebtund

darfniemalsaufdieBrustoderinderenNäheappliziertwerden.

DieStelle,aufdiedasPflasteraufgeklebtwird,solltebeijedemneuenPflastergewechselt

werden.GutgeeignetsindApplikationsorteunterhalbderTaille,wosichdieHautwenig

faltet.DiegewählteHautstellemusssauber,fettfrei,trockenundunverletztsein.

DasPflastersolltenichtderdirektenSonneneinwirkungausgesetztwerden.

DasPflasterhaftetgutaufderHautundseineFunktionbleibtauchbeimBaden,Duschen

oderbeikörperlicherAktivitäterhalten.SolltesicheinPflastervorzeitig(vorAblaufvon3

bzw.4Tagen)teilweiseodervollständigvonderHautlösen,sollteesdurcheinneues

Pflasterersetztwerden.

Nachjeweils3bis4TagenwirddasverbrauchtePflasterdurcheinneuesersetzt.

Therapiebeginn

BeipostmenopausalenFrauen,diegegenwärtigkeineEstrogen-Behandlung,eine

Estrogen-MonotherapieodereinekontinuierlichkombinierteHRTerhalten,kanndie

BehandlungmitEstradermTTSzujedembeliebigenZeitpunktbegonnenwerden.

Frauen,diegegenwärtigeinesequenzielleEstrogen-Gestagen-Therapieerhalten,sollten

denaktuellenBehandlungszyklusbeenden,bevormitderEstraderm-TTS-Behandlung

begonnenwird.DerersteTagnachAbschlussdervorherigenBehandlung(bei

kontinuierlicherAnwendung)bzw.derersteTagnachderBehandlungspause(bei

zyklischerAnwendung)stellteinengeeignetenZeitpunktfürdenBeginneinesneuen

BehandlungszyklusmitEstradermTTSdar.

WurdedieAnwendungeinesPflastervergessen,solltesiesobaldwiemöglichnachgeholt

werden.DernächstePflasterwechselsolltegemäßdemursprünglichen

Behandlungsschemadurchgeführtwerden.EineBehandlungsunterbrechungkönntedie

WahrscheinlichkeitdesWiederauftretensvonSymptomenvergrößernundAbbruch-oder

Schmierblutungenhervorrufen.

4.3 Gegenanzeigen

EstradermTTSdarfnichtangewendetwerdenbei:

-bestehendemoderfrüheremBrustkrebsbzw.einementsprechendenVerdacht;

Estrogen-abhängigenmalignenTumorenbzw.einementsprechendenVerdacht(v.a.

Endometriumkarzinom);

nichtabgeklärterBlutungimGenitalbereich;

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unbehandelterEndometriumhyperplasie;

frühereridiopathischeroderbestehendervenöserThromboembolie(tiefe

Venenthrombose,Lungenembolie);

bestehendenodererstkurzeZeitzurückliegendenarteriellenthromboembolischen

Erkrankungen(v.a.Anginapectoris,Myokardinfarkt,Schlaganfall);

bestehendenoderanamnestischenthrombophilenErkrankungenoderThrombophlebitis;

einerakutenLebererkrankungoderbeizurückliegendenLebererkrankungen,solange

sichdierelevantenLeberenzym-Wertenichtnormalisierthaben;

Porphyrie;

bekannterÜberempfindlichkeitgegenüberdemarzneilichwirksamenoderdensonstigen

BestandteilenvonEstradermTTS;

SchwangerschaftoderStillzeit.

4.4 BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

EineHormonsubstitutionstherapie(HRT)solltenurzurBehandlungsolcher

postmenopausalerBeschwerdenbegonnenwerden,welchedieLebensqualität

beeinträchtigen.NutzenundRisikensollteninjedemEinzelfallmindestensjährlich

sorgfältiggegeneinanderabgewogenwerden.EineHRTsolltenursolangefortgeführt

werden,wiederNutzendieRisikenüberwiegt.

MedizinischeUntersuchungen/Kontrolluntersuchungen

VorBeginnoderWiederaufnahmeeinerHRTisteinevollständigeEigen-und

FamilienanamnesederPatientinzuerheben.DiekörperlicheUntersuchung(einschließlich

UnterleibundBrust)solltesichandiesenAnamnesensowiedenKontraindikationenund

Warnhinweisenorientieren.

WährendderBehandlungwerdenregelmäßigeKontrolluntersuchungenempfohlen,diesich

inHäufigkeitundArtnachderindividuellenRisikosituationderFraurichten.DieFrauen

solltendarüberaufgeklärtwerden,welcheVeränderungenderBrüstesieihremArztmitteilen

müssen(sieheAbschnitt„Brustkrebs“weiterunten).DieUntersuchungen,einschließlich

Mammographie,sindentsprechenddergegenwärtigüblichenVorsorgepraxisundden

klinischenNotwendigkeitendereinzelnenFraudurchzuführen.

Situationen,dieeineÜberwachungerfordern

DiePatientinnensolltenengmaschigüberwachtwerden,wenneinederfolgenden

Situationenbzw.Erkrankungenvorliegtoderfrühervorlagbzw.sichwährendeiner

SchwangerschaftodereinerzurückliegendenHormonbehandlungverschlechterthat.Dies

giltauchfürdenFall,dasseinedernachfolgendgenanntenSituationenoderErkrankungen

imLaufederaktuellenHormonsubstitutionstherapiemitEstradermTTSauftrittbzw.sich

verschlechtert:

-Leiomyom(Uterusmyom)oderEndometriose;

ThromboembolieninderAnamneseoderentsprechendeRisikofaktoren(sieheunten);

RisikofaktorenfürEstrogen-abhängigeTumore,z.B.AuftretenvonMammakarzinombei

VerwandtenerstenGrades;

Hypertonie;

Herzinsuffizienz;

Nierenerkrankungen;

Lebererkrankungen(z.B.Leberadenom);

DiabetesmellitusmitoderohneBeteiligungderGefäße;

ErkrankungenderGallenblase(z.B.Cholelithiasis);

Migräneoder(schwere)Kopfschmerzen;

25.10.2007 Seite5

systemischerLupuserythematodes(SLE);

EndometriumhyperplasieinderVorgeschichte(sieheunten);

Epilepsie;

Asthma;

Otosklerose;

Sichelzellenanämie;

angeboreneschwereFettstoffwechselstörungen;

MultipleSklerose;

Tetanie;

Pruritus.

GründefüreinensofortigenTherapieabbruch

DieTherapieistbeiVorliegeneinerKontraindikationsowieindenfolgendenSituationen

abzubrechen:

IkterusoderVerschlechterungderLeberfunktion;

signifikanteErhöhungdesBlutdrucks;

EinsetzenMigräne-artigerKopfschmerzen;

plötzlicheSehstörungen;

Schwangerschaft.

Endometriumhyperplasie

DasRisikoeinerEndometriumhyperplasieundeines-karzinomsistbeilängerfristiger

Estrogen-Monotherapieerhöht(sieheAbschnitt4.8).BeinichthysterektomiertenFrauen

wirddiesesRisikodurchdiezusätzlicheGabeeinesGestagensfürmindestens12Tage

proZyklusweitgehendreduziert.

Esistnichtuntersuchtworden,obbeiEstrogenpflasternmiteinerAbgabevonmehrals

50µgproTagdurchZusatzeinesGestagensdieendometrialeSicherheitgewährleistetist.

WährenddererstenMonatederBehandlungkönnenDurchbruch-undSchmierblutungen

auftreten.WennsolcheBlutungeneinigeZeitspäterimVerlaufderTherapieauftretenbzw.

nachTherapieendeanhalten,mussdieUrsacheermitteltundu.U.eineEndometriumbiopsie

durchgeführtwerden,umeinebösartigeEntartungdesEndometriumsauszuschließen.

UngehinderteEstrogen-Stimulationkannzueinerprämalignenodermalignen

TransformationresidualerEndometrioseherdeführen.DahersollteinBetrachtgezogen

werden,indenFälleneinGestagenzusätzlichzurEstrogen-Substitutionstherapiezugeben,

indenenaufgrundeinerEndometrioseeineHysterektomievorgenommenwurdeundbei

deneneineresidualeEndometriosevorliegt.

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Brustkrebs

Ineinerrandomisierten,Placebo-kontrolliertenklinischenStudie,derWomen´sHealth

Initiative(WHI)-Studie(imFolgendenWHI-Kombi-Studie),undinepidemiologischenStudien

einschließlichderMillionWomenStudy(MWS)wurdebeiFrauen,dieimRahmeneinerHRT

übermehrereJahreEstrogene,Estrogen-Gestagen-KombinationenoderTibolon

eingenommenhatten,einerhöhtesBrustkrebs-Risikofestgestellt(sieheAbschnitt4.8).

FüralleHRT-VariantenzeigtsicheinerhöhtesRisikonacheinigenAnwendungsjahren,

dasmitzunehmenderBehandlungsdaueransteigt,abereinige(spätestensfünf)Jahre

nachBehandlungsendewiederaufdasaltersentsprechendeGrundrisikozurückkehrt.

InderMWSwardasrelativeBrustkrebs-RisikobeieinerHRTmitkonjugiertenequinen

Estrogenen(CEE)oderEstradiol(E2)größer,wenneinGestagenhinzugefügtwurde,und

zwarunabhängigvonderArtdesGestagensunddesHRT-Regimes(kontinuierlicheoder

sequenzielleGabedesGestagens).EsgabkeinenHinweisaufUnterschiedeimRisiko

hinsichtlichderverschiedenenApplikationsarten.

InderWHI-Kombi-StudiekamesunterdemverwendetenProduktauskonjugierten

equinenEstrogenen(CEE,)kontinuierlich-kombiniertmitMedroxyprogesteronacetat

(MPA),zuBrusttumoren,dieleichtgrößerwarenundhäufigerlokale

LymphknotenmetastasenausgebildethattenalsunterPlacebo.

EineHRT,insbesondereeinekombinierteBehandlungmitEstrogenenundGestagenen,

führtzueinererhöhtenBrustdichteinderMammographie,wassichnachteiligaufdie

radiologischeBrustkrebsdiagnostikauswirkenkann.

VenöseThromboembolie

EineHormonsubstitutionstherapie(HRT)istmiteinemerhöhtenrelativenRisikofürvenöse

Thromboembolien(VTE)verbunden,v.a.fürtiefeVenenthrombosenoderLungenembolien.

Ineinerrandomisierten,kontrolliertenklinischenStudieundinepidemiologischen

Untersuchungenzeigtesicheinzwei-bisdreifacherhöhtesRisikobeiAnwenderinnendieser

TherapiegegenüberNichtanwenderinnen.Eswirdgeschätzt,dassbei1.000

NichtanwenderinnenineinemZeitraumvon5Jahrenetwa3FällevonVTEinder

Altersgruppevon50–59Jahrenauftretenund8FälleinderAltersgruppevon60–69Jahren.

Unter1.000gesundenFrauen,dieArzneimittelzurHRTfüreinenZeitraumvon5Jahren

anwenden,tretennachdieserSchätzungzusätzlich2bis6(besterSchätzer=4)Fällevon

VTEinderAltersgruppevon50–59Jahrenaufund5–15Fälle(besterSchätzer=9)inder

Altersgruppevon60–69Jahren.ImerstenJahreinerHRTistdasAuftreteneinerVTE

wahrscheinlicheralsspäter.

ZudenallgemeinanerkanntenVTE-Risikofaktorengehöreneineentsprechendepersönliche

oderfamiliäreBelastung,einerheblichesÜbergewicht(BMI>30kg/m 2 ),sowieein

systemischerLupuserythematodes(SLE).

EsbestehtkeinKonsensüberdiemöglicheRollevonVarizenbeiVTE.

PatientinnenmitVTEinderAnamneseoderbekannterThrombophiliehabeneinerhöhtes

VTE-Risiko.EineHRTkanndiesesRisikoerhöhen.Einepersönlicheoderstarkefamiliäre

BelastunginBezugaufVTEoderwiederholteSpontanaborteinderAnamnesesolltenzum

AusschlusseinerthrombophilenPrädispositionabgeklärtwerden.Bisdahinbzw.biszum

BeginneinerBehandlungmitAntikoagulanzienisteineHRTkontraindiziert.BeiFrauen,die

bereitsmitAntikoagulanzienbehandeltwerden,müssenNutzenundRisikoeinerHRT

sorgfältiggegeneinanderabgewogenwerden.

25.10.2007 Seite7

DasVTE-RisikokannbeilängererImmobilisierung,einemschwererenTraumaodereiner

größerenOperationzeitweiligerhöhtsein.BeiPatientinnenunterHRTmüssen,wiebeiallen

postoperativenPatienten,dieprophylaktischenMaßnahmenzurVerhinderungeinerVTE

nacheinerOperationäußerstgenaueingehaltenwerden.Wennnacheinervorgesehenen

Operation,vorallemimabdominellenoderimorthopädischenBereichandenunteren

Extremitäten,miteinerlängerenImmobilisierungzurechnenist,sollteerwogenwerden,ob

einezeitweiligeUnterbrechungderHRT4bis6WochenvordemEingriffmöglichist.Die

Behandlungsollteggf.erstdannwiederaufgenommenwerden,wenndieFrauwieder

vollständigmobilisiertist.

SolltesicheineVTEnachBeginnderHRTentwickeln,mussdasArzneimittelabgesetzt

werden.DiePatientinnensolltendaraufhingewiesenwerden,dasssiesofortKontaktmit

einemArztaufnehmenmüssen,wennsiemöglicheSymptomeeinerThromboembolie

bemerken(insbesondereschmerzhafteSchwellungeinesBeins,plötzlicherSchmerzim

Brustkorb,Atemnot).

KoronareHerzkrankheit

Ausrandomisierten,kontrollierten,klinischenStudiengibteskeineHinweiseaufeinen

kardiovaskulärenNutzeneinerkontinuierlich-kombiniertenHormonsubstitutionstherapie

(HRT)mitkonjugiertenEstrogenenundMedroxyprogesteronacetat(MPA).Zweigroße

klinischeStudien(WHI-Kombi-StudieundHERS[=HeartandEstrogen/Progestin

ReplacementStudy])zeigteneinmöglicherweiseerhöhtesRisikokardiovaskulärerMorbidität

imerstenJahrderAnwendungundinsgesamtkeinenNutzen.FürandereArzneimittelzur

HRTgibtesnurwenigeDatenausrandomisierten,kontrolliertenklinischenStudien,indenen

dieWirkungaufdiekardiovaskuläreMorbiditätoderMortalitätuntersuchtwurde.

Schlaganfall

Ineinergroßen,randomisierten,klinischenStudie(WHI-Kombi-Studie)wurdeeinerhöhtes

RisikofüreinenischämischenSchlaganfall(alssekundärerEndpunkt)beigesundenFrauen

währendeinerkontinuierlich-kombiniertenHormonsubstitutionstherapie(HRT)mit

konjugiertenEstrogenenundMedroxyprogesteronacetat(MPA)gefunden.Nacheiner

AnalysedieserundandererStudienwirdgeschätzt,dassbei1.000Frauen,diekeine

ArzneimittelzurHRTanwenden,ineinemZeitraumvon5Jahrenetwa3Fällevon

SchlaganfallinderAltersgruppevon50–59Jahrenauftretenund11FälleinderAltersgruppe

von60–69Jahren.Bei1.000Frauen,diekonjugierteEstrogeneundMPA5Jahrelang

anwenden,beträgtdemnachdieAnzahlderzusätzlichenFällevonSchlaganfallimAltervon

50–59Jahren0bis3(besterSchätzer=1)undimAlterzwischen60und69Jahren1bis9

(besterSchätzer=4).

Ovarialkarzinom

Langzeitanwendung(mindestens5bis10Jahre)vonEstrogen-Monoarzneimittelnzur

Hormonsubstitutionstherapie(HRT)beihysterektomiertenFrauenistnachErgebnissen

einigerepidemiologischerStudienmiteinemerhöhtenOvarialkarzinom-Risikoverbunden.

Derzeitkannnichtsicherbeurteiltwerden,obeineLangzeitanwendungvonEstrogen-

Gestagen-KombinationsarzneimittelnzurHRTdemgegenübereinanderesRisikomitsich

bringt.

SonstigeErkrankungszustände

EstrogenekönneneineFlüssigkeitsretentionbewirken;dahermüssenPatientinnenmit

kardialenoderrenalenFunktionsstörungensorgfältigbeobachtetwerden.Patientinnenmit

terminalerNiereninsuffizienzmüssenengmaschigüberwachtwerden,weildavon

auszugehenist,dassdiePlasmaspiegelvonEstradiolundseinenarzneilichwirksamen

Metabolitenerhöhtsind.

25.10.2007 Seite8

FrauenmitvorbestehenderHypertriglyzeridämiemüssenwährendeinerEstrogen-oder

Hormonsubstitutionstherapieengmaschigüberwachtwerden,weilimZusammenhangmit

eineroralenEstrogen-TherapieunterderartigenUmständenvonseltenenFälleneines

starkenTriglyzeridanstiegsimPlasmamitderFolgeeinerPankreatitisberichtetwurde.

EstrogeneerhöhendieKonzentrationdesThyroxin-bindendenGlobulin(TBG),wodurches

zueinemAnstiegdesgesamtenzirkulierendenSchilddrüsenhormonskommt,wasanhand

desProtein-gebundenenIods(PBI),desT

-Spiegels(Säulen-oderRadioimmunoassay)oder

-Spiegels(Radioimmunoassay)gemessenwird.DieT

-Harzaufnahmeistherabgesetzt,

waseinenTBG-Anstiegwiderspiegelt.DiefreienT

-undT

-Konzentrationenverändernsich

nicht.AndereBindungsproteinekönnenimSerumerhöhtsein,wiedasKortikoid-bindende

Globulin(CBG)unddasGeschlechtshormon-bindendeGlobulin(Sex-Hormone-Binding-

Globulin/SHBG),waszueinemAnsteigenderzirkulierendenKortikosteroidebzw.

Sexualhormoneführt.FreieoderbiologischaktiveHormonkonzentrationenbleiben

unverändert.AnderePlasmaproteinekönnenerhöhtsein(Angiotensinogen/Renin-Substrat,

-Antitrypsin,Coeruloplasmin).

EsgibtkeinenschlüssigenHinweisaufeineVerbesserungkognitiverFähigkeitendurch

eineHormonsubstitutionstherapie.AusderWHI-Kombi-StudiegibtesHinweiseüberein

erhöhtesRisikofüreinewahrscheinlicheDemenzbeiFrauen,diemiteiner

kontinuierlich-kombiniertenHormonsubstitutionstherapie(HRT),bestehendausCEEund

MPA,nachdem65.Lebensjahrbeginnen.Esistnichtbekannt,obdieseErkenntnisse

auchfürjüngerepostmenopausaleFrauenoderandereHRT-Produktegelten.

Esistbekannt,dasseineKontaktsensibilisierungbeiallentopischenApplikationen

vorkommenkann.Obwohlesäußerstseltengeschieht,sollenFrauen,dieeine

KontaktsensibilisierungaufeinenderBestandteilevonEstragestTTSentwickeln,davor

gewarntwerden,dasseineschwereÜberempfindlichkeitsreaktionentstehenkann,wennsie

sichweiterdemverursachendenStoffaussetzen.

DieTherapiemitEstradermTTSistnichtempfängnisverhütendoderfruchtbarkeitsfördernd.

AnwendungbeiKindern

EstradermTTSdarfbeiKindernnichtangewendetwerden.

4.5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

DerMetabolismusderEstrogenekanndurchdiegleichzeitigeAnwendungvonWirkstoffen

verstärktwerden,dieArzneimittel-metabolisierendeEnzyme,vorallemdieCytochrom-P450-

Enzyme,induzieren.ZudiesenWirkstoffengehörenAntikonvulsiva(z.B.Phenobarbital,

Phenytoin,Carbamazepin)undAntiinfektiva(z.B.Rifampicin,Rifabutin,Nevirapin,

Efavirenz).

RitonavirundNelfinavirhaben,wennsiezeitgleichmitSteroidhormonenangewandtwerden,

Enzym-induzierendeEigenschaften,obwohlsieeigentlichalsstarkeEnzymhemmerbekannt

sind.

PflanzlicheArzneimittel,dieJohanniskraut(Hypericumperforatum)enthalten,könnenden

MetabolismusderEstrogeneinduzieren.

KlinischkanneinerhöhterEstrogen-MetabolismuszueinervermindertenWirkungdieser

HormoneundzuVeränderungendesuterinenBlutungsmustersführen.

Arzneimittel,diedieWirkungvonmetabolisierendenEnzymenhemmen(z.B.Ketoconazol),

könnendenPlasmaspiegeldesWirkstoffsvonEstradermTTSerhöhen.

25.10.2007 Seite9

EstrogenekönnendieWirkungenundNebenwirkungenvonImipraminverstärken.

BeigleichzeitigerGabevonCiclosporinkannesdurchvermindertehepatischeAusscheidung

vonCiclosporinzuerhöhtenCiclosporin-,Kreatinin-undTransaminasen-Blutspiegeln

kommen.

DieNotwendigkeitbzw.DosierungeinerBehandlungmitoralenAntidiabetikaodermitInsulin

kannsichinfolgedesEstrogen-EffektesaufdieGlukosetoleranzunddesAnsprechensauf

Insulinändern.

BeidertransdermalenAnwendungwirdderFirst-Pass-EffektinderLeberumgangen,so

dasstransdermalangewandteEstrogenemöglicherweisewenigerstarkalsoraleHormone

durchEnzyminduktorenbeeinträchtigtwerden.

4.6 SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft

EstradermTTSistinderSchwangerschaftnichtindiziert.WenneswährendderBehandlung

mitEstradermTTSzurSchwangerschaftkommt,solltedieBehandlungsofortabgebrochen

werden.

DiemeistenzurzeitvorliegendenepidemiologischenStudien,diehinsichtlicheiner

unbeabsichtigtenEstrogen-ExpositiondesFetusrelevantsind,zeigenkeineteratogenen

oderfetotoxischenWirkungen.

Stillzeit

EstradermTTSistinderStillzeitnichtindiziert.

4.7 AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienenvon

Maschinen

EstradermTTShatkeineodereinevernachlässigbareWirkungaufdieVerkehrstüchtigkeit

oderdieFähigkeitzumBedienenvonMaschinen.

4.8 Nebenwirkungen

DieinklinischenStudienbeimehrals10%derAnwenderinnenvonEstradermTTSam

häufigstenaufgetretenenNebenwirkungensind:lokaleReaktionenanderApplikationsstelle

wieRötungundJuckreiz(bei5–30%derApplikationen),SpannungsgefühlundSchmerzenin

derBrustsowieDurchbruchblutungen.

AndereNebenwirkungen,dieunterderBehandlungmitEstradermTTSbeobachtetwerden:

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgendeHäufigkeitenzugrundegelegt:

Sehrhäufig(≥10%)

Häufig(≥1%bis<10%)

Gelegentlich(≥0,1%bis<1%)

Selten(≥0,01%bis<0,1%)

Sehrselten(<0,01%oderunbekannt)

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamAnwendungsort

Häufig: Ödeme,Gewichtsveränderungen,SchmerzenindenBeinen(ohne

ZusammenhangmitthromboembolischenErkrankungenundimAllgemeinen

in3–6Wochenreversibel).WenndieSymptomeandauern,solltedie

Estrogen-Dosisreduziertwerden.

25.10.2007 Seite10

Sehrselten: AnaphylaktoideReaktionen(einigederFrauenwieseneineVorgeschichte

vonAllergienoderallergischenReaktionenauf).

PsychiatrischeErkrankungen

Häufig: Nervosität,Benommenheit

Gelegentlich:Depression,Angstzustände,Schlafstörungen,VeränderungenderLibido

ErkrankungendesNervensystems

Häufig: Kopfschmerzen

Gelegentlich:Migräne,Schwindel,Parästhesie

Sehrselten: SensorischeAusfällewieHörstörungen.

Herz-undGefäßerkrankungen

Gelegentlich: Palpitation,Hypertonie

Sehrselten: ThromboembolischeBeschwerden,VerschlimmerungvariköserVenen,

Blutdruckanstieg

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Häufig: Übelkeit,Bauchschmerzen/-krämpfe,Dyspepsie,Völlegefühl,

Appetitsteigerung,Blähungen,Diarrhö

Gelegentlich: Erbrechen

Leber-undGallenerkrankungen

Selten: Leberfunktionsstörungen

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes

Sehrhäufig: VorübergehendeRötungundIrritationderApplikationsstellemitoderohne

Juckreiz

Häufig: ExanthemanderApplikationsstelle

Gelegentlich: Akne,Haarausfall

Selten: Urtikaria,allergischeReaktionen

Sehrselten: Kontaktekzeme(beieinzelnenPatientinnenmitGeneralisierungszeichen),

allergischeKontaktdermatitis,reversiblePigmentierungderApplikationsstelle

nachAbklingenderentzündlichenReaktion,generalisierterJuckreizund

Exanthem

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-undKnochenerkrankungen

Gelegentlich: Gelenkschmerzen,Muskelkrämpfe

Augenerkrankungen

Gelegentlich: Sehstörung,trockeneAugen

ErkrankungenderGeschlechtsorganeundderBrustdrüse

Sehrhäufig: SpannungsgefühlindenBrüsten,vaginaleBlutungen

(möglicheAnzeicheneinerÜberdosierung,sieheAbschnitt4.2)

Gelegentlich: Brustvergrößerung,Menorrhagie,Fluorvaginalis,zervikaleHypersekretion

Selten: SekretionderBrustdrüsen

Brustkrebs

LautzahlreicherepidemiologischerStudienundeinerrandomisierten,Placebo-

kontrolliertenStudie,derWHI-Kombi-Studie,steigtbeiFrauen,dieeine

Hormonsubstitutionstherapie(HRT)anwendenodervorkurzemangewendethaben,das

Brustkrebs-RisikoinsgesamtmitzunehmenderDauerderHRTan.

25.10.2007 Seite11

FüreineHRTmitEstrogen-MonopräparatensinddieSchätzungendesrelativenRisikos

(RR)auseinerRe-AnalysevonOriginaldatenaus51epidemiologischenStudien(bei

denenin>80%dieHRTmitEstrogen-Monopräparatendurchgeführtwurde)undausder

epidemiologischenMillionWomenStudy(MWS)mit1,35(95%KI1,21–1,49)bzw.1,30

(95%KI1,21–1,40)ähnlich.

FüreinekombinierteHRTausEstrogenplusGestagenwurdeinzahlreichen

epidemiologischenStudieneinhöheresGesamtrisikofürBrustkrebsalsmitEstrogen

alleinermittelt.

InderMWSwurdeberichtet,dass,verglichenmitFrauen,dienieeineHRTerhalten

hatten,dieAnwendungverschiedenerArtenvonEstrogen-Gestagen-Kombinationenzur

HRTmiteinemhöherenBrustkrebs-Risikoverbundenwar(RR=2,00;95%KI

1,88–2,12)alsdieVerwendungvonEstrogenallein(RR=1,30;95%KI1,21–1,40)oder

dieAnwendungvonTibolon(RR=1,45;95%KI1,25–1,68).

InderWHI-Kombi-StudiewurdeeineRisikoschätzungvon1,24(95%KI:1,01–1,54)nach

5,6-jährigerAnwendungeinerkombiniertenEstrogen-Gestagen-HRT(CEE+MPA)bei

allenAnwenderinnengegenüberPlaceboangegeben.

DieabsolutenRisiken,berechnetaufderGrundlagederMWS-undder

WHI-Kombi-Studie,sindnachfolgenddargestellt:

InderMWSwurde,basierendaufderbekanntendurchschnittlichenInzidenzvon

BrustkrebsinIndustrieländern,geschätzt,dass:

-beica.32von1.000Frauen,diekeineHRTerhalten,zwischenihrem50.und

64.LebensjahreinBrustkrebsdiagnostiziertwird.

-unter1.000Frauen,dieaktuelloderinjüngsterVergangenheiteineHRTerhalten

haben,sichfolgendeAnzahlzusätzlicherFälleimentsprechendenZeitraumergibt:

- FürAnwenderinneneinerEstrogen-Monotherapie:

zwischen0und3(besterSchätzer=1,5)bei5-jährigerAnwendung;

zwischen3und7(besterSchätzer=5)bei10-jährigerAnwendung.

- FürAnwenderinneneinerkombiniertenEstrogen-Gestagen-HRT:

zwischen5und7(besterSchätzer=6)bei5-jährigerAnwendung;

zwischen18und20(besterSchätzer=19)bei10-jährigerAnwendung.

NachSchätzungderWHI-Studietretenaufgrundeinerkombinierten

Estrogen-Gestagen-HRT(CEE+MPA)nach5,6-jährigerBeobachtungszeitvonFrauenim

Alterzwischen50und79Jahren8zusätzlicheFällevoninvasivemBrustkrebspro10.000

Frauenjahreauf.

BasierendaufBerechnungenmitdenStudiendatenwirdgeschätzt,dass

-unter1.000FraueninderPlacebo-Gruppeungefähr16Fällevoninvasivem

Brustkrebsdiagnostiziertwerden;

-unter1.000Frauen,dieeinekombinierteEstrogen-Gestagen-HRT(CEE+MPA)

erhaltenhatten,dieZahlderzusätzlichenFällezwischen0und9(besterSchätzer

=4)bei5-jährigerAnwendungliegt.

DieAnzahlderzusätzlichenBrustkrebsfällebeiFrauen,dieeineHRTerhalten,istim

WesentlichenähnlichbeiallenFrauen,dieeineHRTbeginnen,unabhängigvomAlterbei

BeginnderHRT(zwischen45und65Jahren)(sieheAbschnitt4.4).

Endometriumkarzinom

BeiFrauenmitintaktemUterussteigtdasRisikoeinerEndometriumhyperplasieundeines

EndometriumkarzinomsmitzunehmenderDauereinerEstrogen-Monotherapiean.

25.10.2007 Seite12

GemäßdenDatenausepidemiologischenStudienbesagtdiebesteRisikoschätzung,

dassbei5von1.000Frauen,diekeineHRTanwenden,zwischenihrem50.und65.

LebensjahreinEndometriumkarzinomdiagnostiziertwird.InAbhängigkeitvon

BehandlungsdauerundEstrogen-DosiserhöhtsichdasRisikoeines

EndometriumkarzinomsbeiAnwenderinneneinerEstrogen-Monotherapieumdas2-bis

12fachegegenüberNichtanwenderinnen.DurchdieZugabeeinesGestagenszuder

Estrogen-MonotherapiereduziertsichdiesesRisikodeutlich.

EswurdenweiterhinimZusammenhangmiteinerEstrogen-bzw.Estrogen/Gestagen-

Behandlungbeobachtet:

Estrogen-abhängigegutartigesowiebösartigeNeoplasienderGeschlechtsorganeund

derBrustwieLeiomyomedesUterus,endozervikalePolypen,Ovarialzysten,

Endometriumhyperplasie,Endometriumkarzinom,BrustadenomeundBrustkarzinome;

venöseThromboembolie,d.h.ThrombosedertiefenBein-bzw.Beckenvenensowie

Lungenembolie,trittbeiAnwenderinneneinerHormonsubstitutionstherapiehäufigerauf

alsbeiNichtanwenderinnen.WeiterführendeInformationenindenAbschnitten4.3und

4.4;

Myokardinfarkt,Schlaganfall;

ErkrankungenderHaut-undsubkutanerGewebewie:Chloasma,Erythemamultiforme,

Erythemanodosum,vaskulärePurpura;

VeränderungderGlukosetoleranz;

VerschlechterungeinerPorphyrie;

Cholelithiasis,cholestatischerIkterus;

Kontaktlinsenunverträglichkeit;

wahrscheinlicheDemenz(sieheAbschnitt4.4).

4.9 Überdosierung

EineakuteÜberdosierungistaufgrundderApplikationsweiseunwahrscheinlich.Symptome

einerÜberdosierung:

Übelkeit,Erbrechen,SpannungsgefühlindenBrüsten,vaginaleBlutungen.

BeiAnzeicheneinerÜberdosierungsollteEstradermTTSentferntwerden.

5. PharmakologischeEigenschaften

5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Estrogene

ATC-Code:G03CA03

DerWirkstoffvonEstradermTTS,synthetisches17β-Estradiol,istchemischund

biologischmitdemkörpereigenenhumanenEstradiolidentisch.Estradiolsubstituiertden

VerlustderEstrogen-ProduktionbeimenopausalenFrauenundmindertdiedamit

verbundenenBeschwerden.

EstrogenebeugendemVerlustanKnochenmassenachderMenopauseodernacheiner

Ovarektomievor.

DatenausklinischenStudien

LinderungderdurchEstrogenmangelverursachtenSymptomeundBeeinflussungder

Blutungen

25.10.2007 Seite13

EineLinderungderWechseljahresbeschwerdenwurdeindenerstenWochender

Behandlungerreicht.

PräventionderOsteoporose

Estrogen-MangelinderMenopausegehtmiteinemerhöhtenKnochenumsatzundeinem

VerlustanKnochenmasseeinher.DieWirkungvonEstrogenenaufdieKnochendichteist

dosisabhängig.DerSchutzistoffenbarsolangewirksam,wiedieBehandlungfortgesetzt

wird.NachBeendigungderHormonersatztherapie(HRT)istderVerlustan

KnochenmassedemunbehandelterFrauenvergleichbar.

AusderWHI-StudieundMetaanalysenweitererStudiengehthervor,dassdieaktuelle

AnwendungeinerHRT,alleinoderinKombinationmiteinemGestagen,beiüberwiegend

gesundenFrauendasRisikovonHüft-,Wirbelkörper-odersonstigenosteoporotischen

Frakturenreduziert.EineHRTkönnteauchFrakturenbeiFrauenmitgeringer

Knochendichteund/odernachgewiesenerOsteoporoseverbeugen,hierfürliegenjedoch

nurbegrenzteErkenntnissevor.

5.2.PharmakokinetischeEigenschaften

Absorption

TransdermalverabreichtesEstradiolumgehtdenfüroralverabreichteEstrogen-Produkte

typischenFirst-Pass-MetabolismusinderLeberundgelangtdirektinunveränderterFormin

denKreislauf.

Bioverfügbarkeit

NachApplikationeinestransdermalenPflasterswerdenausdemWirkstoff-Reservoirvon

EstradermTTS50(bzw.EstradermTTS25/100)in24Stundendurchschnittlich0,05mg

(bzw.0,025/0,1mg)aufdieHautfreigesetzt.EstradiolgelangtdurchtransdermaleDiffusion

direktindenBlutkreislauf.DiesegeringenWirkstoffdosenreichenaufgrunddesspeziellen

parenteralenApplikationswegesaus,umbereitsnach4StundenEstradiol-Konzentrationen

entsprechendderfrühenfollikulärenPhasederFrauimSerumzuerreichen.Linear

proportionalzurappliziertenDosiswerden8StundennachApplikationvonEstradermTTS

25,EstradermTTS50bzw.EstradermTTS100mittleremaximaleEstradiol-Konzentrationen

von28bzw.67bzw.130pg/mlgemessen,welchesichwährendderrestlichen

ApplikationszeitaufeinPlateauvondurchschnittlich23bzw.40bzw.75pg/mleinpendeln.

ÄhnlicheWertewerdenauchbeiwiederholterApplikationdestransdermalenPflasters

zweimalwöchentlichwährend3Wochen(6Applikationen)erreicht.

DieEstradiol-KonzentrationenwerdensomitaufWerteähnlichderfrühenbismittleren

follikulärenPhaseimreproduktivenLebensabschnittderFrauangehoben.

DieBioverfügbarkeitdestransdermalappliziertenEstradiolsunterliegtindividuellen

Schwankungen,deswegenmussdieDosisindividuellandieklinischeSymptomatik

angepasstwerden.

DiemittlerePlasmahalbwertszeitvonEstradiolbeträgtungefähr1Stunde.Die

SerumkonzentrationenbleibenbeiregelmäßigemWechseldestransdermalenPflasterstrotz

derkurzenHalbwertszeitdesEstradiolsimgenanntenBereich.NachEntfernendesPflasters

sinkensiebereitsinnerhalb24StundenwiederaufdieBasiswerteab.

EstradiolwirdteilweiseanPlasmaproteinegebunden.

MetabolismusundElimination

25.10.2007 Seite14

EstradiolhateineEliminationshalbwertszeitvonungefähr2–3Stunden.Daherwirdein

rascherAbfallderSerumspiegelnachEntfernungdestransdermalenPflasters/nach

EinstellungderGel-Applikationbeobachtet.

DieAusscheidungvonEstradiolundseinerMetaboliten(EstronundEstriol)erfolgtüberden

Harninnerhalbvon48StundenalsSchwefelsäure-undGlukuronsäure-Konjugate

zusammenmiteinemgeringenAnteilanunverändertemEstradiol.EinTeilwirdüberden

Stuhleliminiert.

NachMehrfachapplikationenistkeineAkkumulationvonEstradiolimKreislaufzu

beobachten.

5.3.PräklinischeDatenzurSicherheit

WegenderausgeprägtenUnterschiedezwischendenVersuchstierartenuntereinandersowie

imVerhältniszumMenschenbesitzentierexperimentelleUntersuchungsergebnissemit

EstrogenenundGestagenennureinenbeschränktenprädiktivenWertfürdieAnwendung

beimMenschen.

ZursystemischenToxizitätvonEstradiolnachdermalerApplikationliegenkeine

präklinischenDatenvor.

BeiVersuchstierenzeigteEstradioloderEstradiolvaleratnachsystemischerGabe(Injektion)

bereitsinrelativgeringerDosierungeinenembryoletalenEffekt;Missbildungendes

UrogenitaltraktsundFeminisierungmännlicherFetenwurdenbeobachtet.

PräklinischeDatenauskonventionellenStudienzurchronischenToxizität,Genotoxizitätund

zumkarzinogenenPotenzialzeigtenkeinespeziellenRisikenfürdenMenschenaußer

denen,diebereitsinanderenKapitelnderFachinformationbeschriebensind.

6. PharmazeutischeAngaben

6.1.ListedersonstigenBestandteile

Dimeticon,Ethanol94%,Hyprolose,dünnflüssigesParaffin,Pegoterat,Poly(ethylen-co-

vinylacetat),Polyisobutylen.

6.2.Inkompatibilitäten

UltraviolettesLicht(z.B.Sonnenbestrahlung)

UnterEinwirkungvonultraviolettemLichtwirddasinEstradermTTSenthalteneEstradiol

abgebaut.DiePflastersinddahernichtdemSonnenlichtauszusetzen.

6.3.DauerderHaltbarkeit

2Jahre

6.4.BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

Nichtüber+25°Caufbewahren!

EstradermTTSmussimSiegelbeutelaufbewahrtwerden.

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren!

DiesgiltauchfürgebrauchtetransdermalePflaster,dadiesenochWirkstoffenthalten.

6.5.ArtundInhaltdesBehältnisses

JedesEstradermTTSPflasteristeinzelnineinemSiegelbeutelausAluminium/Surlyn

verpackt.

Packungsgrößen

25.10.2007 Seite15

EstradermTTS25Mikrogramm/24StundentransdermalesPflaster

18transdermalePflaster(N2)

24transdermalePflaster(N3)

EstradermTTS50Mikrogramm/24StundentransdermalesPflaster

6transdermalePflaster(N1)

18transdermalePflaster(N2)

24transdermalePflaster(N3)

EstradermTTS100Mikrogramm/24StundentransdermalesPflaster

6transdermalePflaster(N1)

18transdermalePflaster(N2)

24transdermalePflaster(N3)

6.6 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigungundsonstigeHinweisezur

Handhabung

Handhabung

Siehe:ArtundDauerderAnwendung

Entsorgung

NachdemGebrauchistdasEstradermTTS-Pflasterzusammenzufalten(Klebeflächenach

innen!)undmitdemHausmüllzuentsorgen.

7. InhaberderZulassung

NovartisPharmaGmbH

90327Nürnberg

Hausadresse:

Roonstraße25

90429Nürnberg

Telefon:(0911)273-0

Telefax:(0911)273-12653

Internet/E-Mail:www.novartispharma.de

Info-Service:

Telefon:(01802)232300

Telefax:(0911)273-12160

8. Zulassungsnummern

EstradermTTS25Mikrogramm/24StundentransdermalesPflaster: 28832.00.00

EstradermTTS50Mikrogramm/24StundentransdermalesPflaster: 28832.01.00

EstradermTTS100Mikrogramm/24StundentransdermalesPflaster:28832.02.00

9. DatumderErteilungderZulassung

24.04.1995

10. StandderInformation

Oktober2007

25.10.2007 Seite16

11. Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

((Novartis-Logo))

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