Esomeprazol Hospira 40 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung

Deutschland - Deutsch - myHealthbox

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

21-01-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

21-01-2021

Wirkstoff:
Esomeprazol- Natrium
Verfügbar ab:
Hospira Deutschland GmbH
ATC-Code:
A02BC05
INN (Internationale Bezeichnung):
Esomeprazol- sodium
Dosierung:
40mg
Darreichungsform:
Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Verabreichungsweg:
Injektions- oder Infusionslösung
Einheiten im Paket:
Packungsgrößen: 1 Durchstechflasche, 1x 5 Durchstechflaschen, 1 x 10 Durchstechflaschen, 1 x 25 Durchstechflaschen
Hergestellt von:
Hospira UK Limited
Therapiegruppe:
Alimentäres System und Stoffwechsel, Mittel bei säurebedingten Erkrankungen, Mittel bei peptischem Ulcus und gastroösophagealer
Anwendungsgebiete:
Erwachsene: magensäurehemmenden Behandlung, wenn eine orale Gabe nicht möglich ist, wie zum Beispiel:  bei gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD) bei Patienten mit Ösophagitis und/oder schweren Refluxsymptomen,  zur Heilung von Ulcera ventriculi, die durch die Therapie mit nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAR) verursacht werden,  zur Prophylaxe von Ulcera ventriculi und duodeni, die durch die Therapie mit NSAR bei Risikopatienten verursacht werden. Prophylaxe von erneuten Blutungen im Anschluss an eine therapeutische Endoskopie aufgrund akuter Blutungen von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren. Kinder und Jugendliche im Alter von 1 bis 18 Jahren: magensäurehemmenden Behandlung, wenn eine orale Gabe nicht möglich ist. Zum Beispiel:  bei gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD) bei Patienten mit erosiver Reflux- Ösophagitis und/oder schweren Refluxsymptomen.
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähig
Zulassungsnummer:
88737.00.00
Berechtigungsdatum:
2015-04-21

1

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Esomeprazol Hospira 40 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-

/Infusionslösung

Esomeprazol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor dieses Arzneimittel

bei Ihnen angewendetwird.

Heben Sie die Packungsbeilage auf.Vielleicht möchten Sie diese späternochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, das medizinische

Fachpersonal oder Ihren Apotheker.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder

das medizinische Fachpersonal. Diesgilt auf fürNebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1.Was ist Esomeprazol Hospira undwofür wird es angewendet?

2.Was solltenSie vor der Anwendung von Esomeprazol Hospira beachten?

3.Wie ist Esomeprazol Hospira anzuwenden?

4.Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5.Wie ist Esomeprazol Hospira aufzubewahren?

6.Inhalt der Packung undweitere Informationen

1. Was ist Esomeprazol Hospira und wofürwird es angewendet?

Esomeprazol Hospira enthält einenWirkstoff, der als Esomeprazol bezeichnet wird.Das

Arzneimittel gehört zur Gruppe der so genannten„Protonenpumpenhemmer“. Diese

bewirken, dass sich dievon IhremMagen produzierte Säuremenge verringert.

Esomeprazol Hospira wird zur kurzzeitigen Behandlung bestimmterErkrankungen

verwendet,wenn die Behandlung nicht durchdie Einnahme über den Mund erfolgen

kann. Es wirdverwendetzur Behandlung von:

„Gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD)“ bei Erwachsenen, Jugendlichen und

Kindern. Bei dieser Erkrankung gelangt Säure aus dem Magen in die Speiseröhre (die

Verbindung zwischen Rachen undMagen). Dadurch kommt es zu Schmerzen,

Entzündungen und Sodbrennen.

Magengeschwüre bei Erwachsenen, die durchArzneimittel hervorgerufen werden, die

man als NSARs (nichtsteroidale Antirheumatika) bezeichnet.Esomeprazol kann auch

verwendetwerden, umdas Entstehen von Magengeschwüren zu verhindern, wenn Sie

NSARs einnehmen.

zur Vorbeugung von erneuten Blutungen bei Erwachsenen im Anschluss an eine

therapeutischen Endoskopie aufgrund akuter Blutungen von Magen- und

Zwölffingerdarmgeschwüren.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Esomeprazol Hospira beachten?

2

Esomeprazol Hospira darf nicht angewendetwerden,

wenn Sie allergisch (überempfindlich)gegen Esomeprazol oder einen dersonstigen

Bestandteiledieses Arzneimittels sind(siehe Abschnitt 6: Weitere Informationen).

wenn Sie allergisch gegenüber anderen Protonenpumpenhemmern sind(z.B.:

Pantoprazol, Lansoprazol, Rabeprazol, Omeprazol).

wenn Sie ein Arzneimittel, das Nelfinavir enthält, einnehmen (Arzneimittel zur

Behandlung einer HIV-Infektion).

Esomeprazol darf nichtbei Ihnen angewendet werden, wenn einer der oben aufgeführten

Punkte aufSie zutrifft.Wenn Sie sich nichtsicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder

dem medizinischen Fachpersonal, bevor diesesArzneimittel bei Ihnen angewendet wird.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Esomeprazol Hospira ist erforderlich

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal

bevor Esomeprazol Hospira bei Ihnen anwendet wird, wenn

Sie an schweren Leberproblemen leiden.

Sie an schweren Nierenproblemen leiden.

Esomeprazol kann dieSymptomeanderer Krankheiten überdecken.Sprechen Sie

deshalb umgehend mit Ihrem Arzt, wenn Sie eines der folgenden Symptome vor

oder während der Behandlung mit Esomeprazol Hospira bei sich bemerken:

Sie verlieren aus keinemersichtlichen Grund viel Gewicht und haben Probleme

beim Schlucken.

Sie bekommen Magenschmerzen oder Verdauungsstörungen.

Sie erbrechen Nahrung oder Blut.

Sie scheiden schwarzenStuhl aus(blutigen Fäzes).

Die Anwendung eines Protonenpumpenhemmers wie Esomeprazol kannIhr Risiko für

Hüft-, Handgelenks- und Wirbelsäulenfrakturen leicht erhöhen, besonders wenn dieser

über einenZeitraum von mehr als einem Jahr eingenommenwird. Informieren Sie Ihren

Arzt, wenn Sie Osteoporose habenoder wenn Sie Kortikosteroide (diese können das

Risiko einerOsteoporose erhöhen) einnehmen.

Anwendung von Esomeprazol Hospira zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, Apothekeroder dasmedizinische Fachpersonal, wenn Sie

andere Arzneimittel einnehmen/anwenden oder kürzlich andere Arzneimittel

eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sichum nicht verschreibungspflichtige

Arzneimittel handelt. Esomeprazol kann nämlichdie Wirkunganderer Arzneimittel

beeinflussenund andere Arzneimittel können Einfluss auf die Wirkung von Esomeprazol

haben.

Esomeprazol darf nichtangewendet werden, wenn Sie ein Arzneimittel einnehmen, das

Nelfinavirenthält (zur Behandlung einer HIV-Infektion).

Informieren Sie Ihren Arzt oder dasmedizinische Fachpersonal, wenn Sie eines der

folgenden Arzneimittel einnehmen:

Atazanavir (zur Behandlung einer HIV- Infektion)

Ketoconazol, Itraconazol oder Voriconazol (zur Behandlung von Pilzinfektionen)

Erlotinib (zurKrebsbehandlung)

Citalopram, Imipramin oder Clomipramin (zur Behandlung von Depressionen)

Diazepam (zur Behandlung von Angstzuständen, zur Entspannung von Muskeln oder

bei Epilepsie)

3

Phenytoin (zur Behandlung von Epilepsie). WennSie Phenytoin einnehmen, wird Ihr

Arzt regelmäßig Kontrolluntersuchungen durchführen, wenn Sie mit der Einnahme von

Esomeprazol beginnenoder diese beenden.

Arzneimittel zur Blutverdünnung, wie z.B. Warfarin. Ihr Arzt wird regelmäßig

Kontrolluntersuchungendurchführen, wenn Sie mit der Einnahme von Esomeprazol

beginnen oder diese beenden.

Cilostazol (angewendet zur Behandlung der sogenannten Schaufensterkrankheit –

Schmerzen in Ihren Beinen während Sie gehen, die durch eine ungenügende

Blutversorgung verursacht werden)

Cisaprid (zurBehandlung von Verdauungsstörungen und Sodbrennen)

Clopidogrel(zur Vorbeugung von Blutgerinnseln)

Digoxin (zur Behandlung von Herzerkrankungen)

Methotrexat(ein Chemotherapeutikum, das in hohen Dosen zur Krebsbehandlung

eingesetzt wird) – wenn Sie eine hohe Dosis anMethotrexateinnehmen, könnte Ihr

Arzt die Esomeprazol- Behandlung kurzzeitig aussetzen.

Tacrolimus (angewendet bei Organtransplantationen)

Rifampicin (zur Behandlung von Tuberkulose)

Johanniskrautpräparate(Hypericumperforatum) (zur Behandlung von Depressionen)

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu seinoder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels

Ihren Arzt um Rat. Ihr Arzt wird entscheiden, obSie Esomeprazol während dieser Zeit

angewenden können.

Es ist nichtbekannt, obEsomeprazol in die Muttermilch übergeht. Daher sollte

Esomeprazol bei Ihnennicht angewendet werden, wenn Sie stillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es ist unwahrscheinlich,dass Esomeprazol IhreFähigkeit, Auto zu fahrenoder

Maschinenzu bedienen, beeinträchtigt.

Esomepraol Hospira enthältweniger als 1 mmol Natrium (23 mg) und kann daher

als „natriumfrei“ bezeichnetwerden.

3. Wie ist Esomeprazol Hospira anzuwenden?

Esomeprazol kann beiKindern und Jugendlichen im Alter von 1 bis 18Jahren und

Erwachsenen, einschließlich älterenMenschen, angewendet werden.

Anwendung von Esomeprazol Hospira

Erwachsene

Esomeprazol wird Ihnen von IhremArzt verabreicht, dieserentscheidet,wie viel

Sie benötigen.

Die üblicheDosis beträgt 20 mg oder 40 mg einmal täglich.

Wenn Sie schwere Leberprobleme haben, beträgt die maximale Dosis bei GERD

20 mg pro Tag.

Das Arzneimittel wird Ihnen als Injektion oder Infusion in eine Ihrer Venen

verabreicht. Das kann bis zu 30 Minuten dauern.

4

Zur Vorbeugung von erneuten Blutungen von Magen- oder

Zwölffingerdarmgeschwüren beträgt die üblicheDosis 80 mg, verabreicht als

intravenöse Infusion über einen Zeitraum von 30Minuten, gefolgt von einer

kontinuierlichen Infusionvon 8 mg/Stunde über 3 Tage. Wenn Sie schwere

Leberprobleme haben, kann eine kontinuierlicheInfusion von 4 mg/Stunde über 3

Tage ausreichend sein.

Kinder und Jugendlichen

Esomeprazol wird Ihnen von IhremArzt verabreicht und dieser entscheidet, wie

viel benötigtwird.

Bei Kindern von 1 bis 11 Jahren ist die übliche Dosis 10 mgoder 20 mg, einmal

täglich verabreicht.

Bei Kindern von 12 bis 18 Jahren istdie üblicheDosis 20 mg oder 40 mg, einmal

täglich verabreicht.

Dieses Arzneimittel wird als Injektionoder Infusionin eine Vene verabreicht. Das

kann biszu30 Minuten dauern.

Wenn Sie eine größere Menge von Esomeprazol Hospira erhalten haben, als Sie

sollten

Wenn Sie glauben, zu viel Esomeprazol bekommen zu haben, sprechenSie umgehend

mit Ihrem Arzt.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber

nicht beijedem auftreten müssen.

Wenn Sie eine der folgenden schweren Nebenwirkungen bei sich bemerken,

beenden Sie die Anwendung von Esomeprazol Hospira undwenden Sie sich

umgehend an einen Arzt:

plötzlich auftretende pfeifende Atmung, Schwellung der Lippen, der Zunge, des Halses

oder des Körpers, Hautausschlag,Ohnmacht oder Schluckbeschwerden (schwere

allergische Reaktion).

Hautrötung mit Bläschenbildung oder Abschälender Haut. Möglicherweise können

auch schwere Bläschenbildung undBlutung an den Lippen,den Augen, dem Mund,

der Nase und den Genitalien auftreten. Dies könnte auf ein “Stevens- Johnson

Syndrom„ oder eine “toxisch epidermale Nekrolyse“ hinweisen.

Gelbfärbung der Haut, dunkler Urinund Müdigkeit, die Anzeichen einer

Lebererkrankung seinkönnen.

Diese Effekte sind seltenund betreffen 1 bis 10Behandelte von 10.000.

Andere mögliche Nebenwirkungen:

Häufig (betreffen 1 bis 10 Behandelte von 100)

Kopfschmerzen

Auswirkungen auf denMagen oder Darm: Durchfall, Magenschmerzen,Verstopfung,

Blähungen (Flatulenz)

Übelkeit oder Erbrechen

Reaktionenan der Injektionsstelle

5

Gelegentlich (betreffen 1 bis 10 Behandelte von 1.000)

Schwellung der Füße und Fußknöchel

Schlafstörungen(Schlaflosigkeit)

Schwindelgefühl, Kribbelgefühl, wiez.B. „Ameisenlaufen“, Schläfrigkeit

Drehschwindel(Vertigo)

Sehstörungen, wie verschwommenes Sehen

Mundtrockenheit

Veränderungen bei Bluttests zur Bestimmung der Leberwerte

Hautausschlag, Nesselsucht, Juckreiz

Knochenbrüche der Hüfte, des Handgelenks oder der Wirbelsäule (wenn Esomeprazol

Hospira in hohen Dosierungen und über einen längere Zeit angewendet wird)

Selten (betreffen 1 bis 10 Behandelte von 10.000)

Blutprobleme, wie z. B. eine verminderte Anzahl an weißenBlutkörperchen oder

Blutplättchen. Das kannzu Schwäche, blauen Flecken oderInfektionsanfälligkeit

führen.

niedrige Natriumkonzentrationen im Blut. Dies kann zu Schwäche, Erbrechen oder

Krämpfen führen.

Erregung, Verwirrtheit, Depression

Geschmacksstörungen

plötzliche auftretende pfeifende Atmung oder Kurzatmigkeit (Bronchospasmus)

Entzündungen im Mund

eine als „ Soor“ bezeichnete Infektion,die den Magen- Darm-Trakt betreffen kann und

von einem Pilz hervorgerufen wird

Leberprobleme, inklusive Gelbsucht,welche zuGelbfärbung der Haut, Dunkelfärbung

des Urins, und Müdigkeit führen können.

Haarausfall(Alopezie)

Hautausschlag durch Sonneneinwirkung

Gelenksschmerzen (Arthralgie) oder Muskelschmerzen (Myalgie)

generellesUnwohlsein und verminderter Antrieb

vermehrtesSchwitzen

Sehr selten (betreffen weniger als 1 Behandelter von 10.000)

Veränderung des Blutbilds einschließlich Agranulozytose (Fehlen weißer

Blutkörperchen)

Aggressivität

Sehen, Fühlen oder Hören von Dingen, die nichtda sind (Halluzinationen)

schwere Leberprobleme, die zu Leberversagen und Gehirnentzündungführen

plötzlichesAuftreten von schwerem Hautausschlag, Bläschenbildung oder Abschälen

der Haut. Dies kann mithohem Fieber und Gelenksschmerzen verbunden sein

(Erythema multiforme,Stevens-Johnson Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse).

Muskelschwäche

schwereNierenprobleme

Vergrößerung der männlichen Brust

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbarenDaten nicht abschätzbar)

Wenn Sie Esomeprazol mehr als drei Monate verwenden, istes möglich,dass der

Magnesiumgehalt in Ihrem Blut sinkt. NiedrigeMagnesiumwerte können sich als

Erschöpfung, unfreiwillige Muskelkontraktion,Verwirrtheit, Krämpfe, Schwindelgefühl

und erhöhte Herzfrequenz äußern.Wenn einesdieser Symptome bei Ihnen auftritt,

informieren Sie umgehend Ihren Arzt. NiedrigeMagnesiumwerte können außerdem zu

einer Absenkung der Kalium- und Kalziumwerte im Blut führen. Ihr Arzt wird

möglicherweise regelmäßige Blutuntersuchungen zur Kontrolle Ihrer Magnesiumwerte

durchführen.

6

Darmentzündung (führt zu Durchfall)

In sehr seltenen Fällen kann Esomeprazol die weißen Blutkörperchen beeinflussenund

zu einer Immunschwäche führen. Wenn Sie eine Infektionmit Symptomen wie Fieber

verbunden mit einemstarkreduzierten allgemeinen Gesundheitszustand oder Fieber mit

Symptomeneiner lokalen Infektionwie z.B. Schmerzen imNacken, Hals oder Mund

haben oder wenn Sie Schwierigkeiten beim Wasserlassenhaben, müssen Sie so schnell

wie möglich Ihren Arzt aufsuchen. Erwird dann schnellstmöglich ein Fehlen an weißen

Blutkörperchen (Agranulozytose) durch einen Bluttest ausschließen. Es ist wichtig, dass

Sie Ihren Arzt über die von Ihnen zurzeit eingenommenenMedikamente informieren.

Seien Sie nicht beunruhigt durch diese Liste vonmöglichenNebenwirkungen. Eventuell

bekommenSie keine davon. Wenn Nebenwirkungen schwerwiegend werden oder Sie

Nebenwirkungen, die nicht in dieserPackungsbeilage angegeben sind,bei sich

bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder

das medizinische Fachpersonal. Diesgilt auch für Nebenwirkungen, dienicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt

dem BundesinstitutfürArzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz,

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Siedazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Esomeprazol Hospira aufzubewahren?

Der Arzt und der Krankenhausapotheker sind für die ordnungsgemäße Lagerung,

Anwendung und Entsorgung von Esomeprazol verantwortlich.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nachdem auf der Durchstechflasche unddem Umkarton

nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatumnicht mehr verwenden. Das

Verfalldatumbezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Nicht über 25°C lagern.

Im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Nach Rekonstitution

Die chemische und physikalische Stabilität wurde für 12 Stunden bei 30°C

nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht solltedas Produkt sofort verwendet werden.

Falls es nicht sofort verwendet wird, liegt die Verantwortung für Aufbewahrungszeit und

Lagerungsbedingungen beimAnwender.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie vor der Anwendung nach der

Rekonstitution Folgendes bemerken: sichtbare Partikel odereine Verfärbung.

Entsorgen Sie dieses Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. FragenSie

Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wennSie es nicht mehr

verwenden.Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung undweitere Informationen

7

Was Esomeprazol Hospira enthält

Der Wirkstoff ist: Esomeprazol- Natrium. Jede Durchstechflasche mit Pulver zur

Herstellungeiner Injektions-/Infusionslösung enthält 42,5 mg Esomeprazol- Natrium,

entsprechend 40 mg Esomeprazol.

Die sonstigen Bestandteile sind Dinatriumedetat und Natriumhydroxid (zur

pH-Wert-Einstellung).

Wie Esomeprazol Hospira aussieht und Inhalt der Packung

Esomeprazol ist einweißer/s bis weißlicher/s„Kuchen“ oderPulver. Es wird in einer

Durchstechflasche ausGlas geliefert. Daraus wird eine Lösung hergestellt, bevor es

Ihnen verabreicht wird.

Packungsgrößen: 1 Durchstechflasche, 1 x 5 Durchstechflaschen, 1 x 10

Durchstechflaschen, 1 x 25 Durchstechflaschen.Es werden möglicherweise nicht alle

Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Hospira Deutschland GmbH

Rablstraße 24

81669 München

Hersteller

Hospira UK Limited

Queensway

Royal Leamington Spa

Warwickshire

CV31 3RW

Vereinigtes Königreich

Diese Packungsbeilagewurde zuletzt überarbeitet im April 2015.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Esomeprazol Hospira 40mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Esomeprazol Hospira 40mg enthält 42,5 mg Esomeprazol- Natrium, entsprechend 40mg

Esomeprazol. Jede Durchstechflasche enthält außerdem Natriumedetat (Ph.Eur.) und

Natriumhydroxid (<1 mmol Natrium).

Die Durchstechflaschensind nur zureinmaligen Anwendung bestimmt. Wenn die

gesamte gebrauchsfertige Lösung in der Durchstechflaschenicht vollständig für eine

einzelne Dosis verbraucht wird, sollte die nicht verbrauchteLösung verworfen werden. Für

weitere Informationen zu Dosierungsempfehlungen und Lagerungsbedingungen siehe

jeweils Abschnitte 3 und5.

8

Herstellung und Verabreichung einer gebrauchsfertigen Lösung

Zur Herstellung der Lösung entfernen Sie die farbige Plastikkappe vomoberen Teilder

Durchstechflasche Esomeprazol Hospira und durchstechen den Stopfen mittig im

angezeichneten Kreis.Dabei halten Sie die Kanüle vertikal, um den Stopfen korrekt

durchstechen zu können.

Die gebrauchsfertige Infusionslösungsollte vorder Anwendung visuell untersucht werden;

sie sollte farblos bisleicht gelblichsein. Nur eineklare Lösung ohne Partikel sollte

verwendet werden.

Es wurde gezeigt, dassdie Haltbarkeit der Infusionslösung nach der Herstellung

bezüglichder chemischen und physikalischen Stabilität 12 Stunden bei 30°C beträgt. Aus

mikrobiologischer Sichtsollte das Produkt sofortverwendetwerden. Falls es nicht sofort

verwendetwird, liegt die Verantwortung für Aufbewahrungszeit und Lagerbedingungen

beim Anwender.

Esomeprazol Hospira Injektion

Zur Herstellung einer Injektionslösung:

Injektion 40mg

Herstellungeiner Injektionslösungmit 8 mg/ml Esomeprazol:

Stellen Siedie Lösungher, indem Sie zur Esomeprazol 40 mg Durchstechflasche5 ml

isotonischeNatriumchlorid- Lösungzur intravenösen Anwendung hinzufügen.

Die gebrauchsfertige Injektionslösungsollte intravenös über einen Zeitraum von

mindestensdrei Minuten verabreicht werden.

Für weitere Informationen zur Art der Anwendung, siehe bitteAbschnitt 4.2 der

Fachinformation.

Esomeprazol Hospira Infusion

Zur Herstellung einer Infusionslösung:

Infusion 40mg

Der Inhalt einer Durchstechflaschemit 40 mg Esomeprazol wird in bis zu 100 ml

isotonischerNatriumchlorid- Lösungzur Infusionaufgelöst.

Infusion 80mg

Der Inhalt von zwei Durchstechflaschen mit jeweils 40 mg Esomeprazol mit jeweils 40mg

Esomeprazol wird in bis zu 100 ml isotonischerNatriumchlorid- Lösungzur Infusion

aufgelöst.

Für weitere Informationen zur Art der Anwendung, siehe Abschnitt 4.2 der

Fachinformation.

Entsorgung

9

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend dennationalen

Anforderungen zu beseitigen.

ANHANG I

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

2

1.BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Esomeprazol Hospira 40mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung

2.QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Durchstechflascheenthält 42,5mg Esomeprazol- Natrium, entsprechend 40 mg

Esomeprazol.

Sonstige Bestandteile mit bekannterWirkung: Jede Durchstechflasche enthält weniger als

1 mmol Natrium.

VollständigeAuflistung der sonstigenBestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung.

Weißer/s bis weißlicher/s Kuchen/Pulver.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Esomeprazol zur Injektion und Infusion ist indiziert zur:

Erwachsene

magensäurehemmendenBehandlung, wenn eine orale Gabe nicht möglich ist,wie

zum Beispiel:

bei gastroösophagealerRefluxkrankheit (GERD) bei Patientenmit Ösophagitis

und/oder schweren Refluxsymptomen,

zur Heilungvon Ulcera ventriculi, diedurch die Therapie mit nichtsteroidalen

Antiphlogistika (NSAR)verursacht werden,

zur Prophylaxe von Ulcera ventriculi und duodeni, die durchdie Therapie mit

NSAR bei Risikopatientenverursacht werden.

Prophylaxevon erneuten Blutungen im Anschluss an eine therapeutische Endoskopie

aufgrund akuter Blutungen von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren.

Kinder und JugendlicheimAlter von 1 bis 18 Jahren

magensäurehemmendenBehandlung, wenn eine orale Gabe nicht möglich ist.Zum

Beispiel:

bei gastroösophagealerRefluxkrankheit (GERD) bei Patientenmit erosiver

Reflux- Ösophagitis und/oder schweren Refluxsymptomen.

3

4.2Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene

Magensäurehemmende Behandlung,wenn die orale Gabenicht möglich ist

Patienten, die Arzneimittel nicht einnehmen können, könnenparenteralmit 20 ° – ° 40 ° mg

einmal täglich behandeltwerden. Patienten mit Refluxösophagitis solltenmit 40 mg

einmal täglich behandeltwerden. Patienten, bei denen Symptome einer Refluxkrankheit

vorliegen, sollten mit 20mg einmal täglich behandelt werden.

Zur Heilung von Ulcera ventriculi, diedurch die Therapie mit nichtsteroidalen

Antiphlogistika (NSAR)verursacht werden, beträgt die normale Dosis 20mg einmal

täglich. ZurProphylaxevon Ulcera ventriculi undduodeni, die durch dieTherapie mit

NSARverursacht werden, sollten Risikopatientenmit 20 mgeinmal täglich behandelt

werden.

In der Regel sollten Patienten nur kurzzeitigintravenös behandelt und sobald wie möglich

auf eine orale Therapieumgestellt werden.

Prophylaxevon erneuten Blutungen von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren

Im Anschluss an eine therapeutische Endoskopie aufgrund akuter Blutungen von Magen-

oder Zwölffingerdarmgeschwüren sollten 80 mg als Bolus- Infusion übereinen Zeitraum

von 30 Minuten verabreicht werden, gefolgt von einer kontinuierlichenintravenösen

Infusion von 8 mg/h über einen Zeitraum von 3 Tagen (72 Stunden).

Eine orale säurehemmende Therapie zur Unterdrückung derMagensäureproduktion sollte

der parenteralen Behandlung folgen.

Art der Anwendung

Zur Herstellung der gebrauchsfertigen Lösung,siehe Abschnitt 6.6.

Injektion

40 mg- Dosis

5 ml der gebrauchsfertigen Lösung (8mg/ml) sollten als intravenöse Injektion über einen

Zeitraum von mindestens 3 Minuten verabreicht werden.

20 mg- Dosis

2,5 ml oder die Hälfte der gebrauchsfertigen Lösung (8 mg/ml) sollte/nals intravenöse

Injektion über einen Zeitraum vonmindestens 3Minuten verabreicht werden.

Unverbrauchte Lösungsollte entsorgt werden.

Infusion

40 mg- Dosis

Die gebrauchsfertige Lösung sollteals intravenöse Infusionüber einenZeitraum von 10

bis 30 Minuten verabreicht werden.

4

20 mg- Dosis

Die Hälfte der gebrauchsfertigen Lösung sollteals intravenöse Infusionüber einen

Zeitraum von 10 bis 30Minuten verabreicht werden. Unverbrauchte Lösung sollte

entsorgt werden.

80 mg- Bolus- Dosis

Die gebrauchsfertige Lösung sollteals kontinuierliche intravenöse Infusion über einen

Zeitraum von 30 Minuten verabreicht werden.

8 mg/h- Dosis

Die gebrauchsfertige Lösung sollteüber einenZeitraum von 71,5 Stunden als

kontinuierliche intravenöse Infusionverabreicht werden (berechnete Infusionsrate von 8

mg/h. Siehe Abschnitt 6.3, Dauer der Haltbarkeitnach Herstellung der gebrauchsfertigen

Infusionslösung).

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktionist keine Dosisanpassungerforderlich.

Aufgrund der begrenzten Erfahrungen bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz

sollten diesePatienten mit Vorsichtbehandelt werden (sieheAbschnitt 5.2).

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

GERD: Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung ist keine

Dosisanpassung erforderlich. Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung solltedie

maximale tägliche Dosis von 20 mgEsomeprazol nicht überschritten werden (siehe

Abschnitt 5.2).

Blutende Geschwüre: Bei Patientenmit leichterbis mäßiger Leberfunktionsstörung ist

keine Dosisanpassungerforderlich.Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung

kann im Anschluss aneine initiale Bolus- Dosisvon 80 mgEsomeprazol- Infusionslösung

eine kontinuierlicheintravenöse Infusion mit einer Dosis von 4 mg/h über einem Zeitraum

von 71,5 Stunden ausreichend sein(siehe Abschnitt 5.2).

Ältere Patienten

Bei älterenPatienten isteine Dosisanpassung nicht erforderlich.

Kinder und Jugendliche

Dosierung

Kinder und Jugendliche im Alter von 1 bis 18Jahren

Magensäurehemmende Behandlung,wenn die orale Gabenicht möglich ist

Als Teil einer vollen Behandlungsperiode für GERD können Patienten, die Arzneimittel

nicht einnehmen können, parenteraleinmal täglich behandeltwerden (siehe Dosierungen

in der untengenannten Tabelle).

In der Regel sollten Patienten nur kurzzeitigintravenös behandelt werden und so bald wie

möglich aufeine orale Therapie umgestellt werden.

5

Empfohlene intravenöse Dosierung für Esomeprazol

Altersgruppe

Behandlung der erosiven Reflux-

Ösophagitis Symptomatische

Behandlung von GERD

1 - 11 Jahre

Gewicht < 20 kg: 10 mg einmal täglich

Gewicht≥20kg: 10 mg oder 20 mg

einmal täglich 10 mg einmal täglich

12 - 18 Jahre40 mg einmal täglich 20 mg einmal täglich

Art der Anwendung

Herstellungder gebrauchsfertigen Lösung, siehe Abschnitt6.6.

Injektion

40 mg- Dosis

5 ml der gebrauchsfertigen Lösung (8mg/ml) sollten als intravenöse Injektion über einen

Zeitraum von mindestens 3 Minuten verabreicht werden.

20 mg- Dosis

2,5 ml oder die Hälfte der gebrauchsfertigen Lösung (8 mg/ml) sollte/nals intravenöse

Injektion über einen Zeitraum vonmindestens 3Minuten verabreicht werden.

Unverbrauchte Lösungsollte entsorgt werden.

10 mg- Dosis

1,25 ml der gebrauchsfertigen Lösung (8 mg/ml)sollte als intravenöse Injektion über

einen Zeitraum vonmindestens 3 Minuten verabreicht werden. Unverbrauchte Lösung

sollte entsorgt werden.

Infusion

40 mg- Dosis

Die gebrauchsfertige Lösung sollteals intravenöse Infusionüber einenZeitraum von 10

bis 30 Minuten verabreicht werden.

20 mg- Dosis

Die Hälfte der gebrauchsfertigen Lösung sollteals intravenöse Infusionüber einen

Zeitraum von 10 bis 30Minuten verabreicht werden. Unverbrauchte Lösung sollte

entsorgt werden.

10 mg- Dosis

6

Ein Viertel der gebrauchsfertigen Lösung sollteals intravenöse Infusionüber einen

Zeitraum von 10 bis 30Minuten verabreicht werden. Unverbrauchte Lösung sollte

entsorgt werden.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Esomeprazol odergegen andere substituierte

Benzimidazole oder gegen einen derin Abschnitt6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Esomeprazol darf nichtgleichzeitigmit Nelfinavir angewendet werden (siehe Abschnitt

4.5).

4.4Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Wenn Alarmzeichen auftreten (z. B. deutlicher, unbeabsichtigter Gewichtsverlust,

wiederholtes Erbrechen, Dysphagie, Hämatemesis oder Meläna) und bei Verdacht auf ein

Magengeschwür oder bei bestehendem Ulcus ventriculi,sollte eine Bösartigkeit

ausgeschlossen werden, da die Behandlung mit Esomeprazol die Symptome mildernund

eine Diagnose verzögern kann.

Eine Therapie mit einem Protonenpumpenhemmer kann dazu führen, dass das Risiko für

Magen- Darm- Infektionen, wie z. B. mit Salmonellen und Campylobacter, leicht erhöht ist

(siehe Abschnitt 5.1).

Die gleichzeitige Anwendung von Esomeprazol mit Atazanavir wird nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.5). Wird dieKombination von Atazanavir mit einem Protonenpumpenhemmer

als unvermeidbar angesehen, wird eine engmaschige klinische Überwachung, kombiniert

mit einer Dosiserhöhungvon Atazanavir auf 400 mg zusammen mit 100 mg Ritonavir

empfohlen, eine Dosierung von 20 mg Esomeprazol solltenicht überschritten werden.

Esomeprazol kann, wiealle Säurehemmer, dieResorptionvon VitaminB12

(Cyanocobalamin) aufgrund von Hypo- oder Achlorhydrie reduzieren. Dies sollteim Falle

einer Langzeitbehandlung bei Patienten mit einem reduzierten körpereigenen Speicher

oder mit Risikofaktoren für eine reduzierte Vitamin B12- Aufnahme beachtet werden.

Esomeprazol ist einCYP2C19- Hemmer. Zu Beginn oder amEnde derBehandlung mit

Esomeprazol solltedieMöglichkeitvon Wechselwirkungenmit Substanzen, die durch

CYP2C19metabolisiertwerden, berücksichtigtwerden. Eine Wechselwirkung wurde

zwischen Clopidogrel und Omeprazolbeobachtet(siehe Abschnitt 4.5). Die klinische

Bedeutung dieser Wechselwirkung ist ungewiss.Sicherheitshalber solltevon einer

gleichzeitigenAnwendung von Esomeprazol undClopidogrelabgeraten werden.

Schwere Hypomagnesiämie wurde bei Patientenberichtet, die für mindestens drei

Monate, jedoch in denmeisten Fällen für ein Jahr mit Protonenpumpeninhibitoren (PPIs)

wie Esomeprazol behandelt wurden. Schwerwiegende Manifestationen von

Hypomagnesiämie mit Erschöpfungszuständen,Tetanie, Delir, Krämpfen,

Schwindelgefühl und ventrikulärenArrhythmien können auftreten, aber sie könnensich

schleichendentwickeln und dann übersehen werden. Bei denmeisten betroffenen

Patienten verbesserte sich die Hypomagnesiämie nach Gabe von Magnesium und

Absetzen des PPIs.

Bei Patienten, für die einelängere Behandlungsdauer vorgesehen ist oder die PPIs mit

Digoxin oder anderen Arzneistoffeneinnehmen, welche Hypomagnesiämie hervorrufen

7

können (z.B. Diuretika), sollte der Arzt vor und periodisch während der Behandlungmit

PPI eine Überwachung der Magnesiumwerte inBetracht ziehen.

Protonenpumpeninhibitoren, besonders wenn sie in einer hohen Dosierung und über eine

längere Zeit(> 1 Jahr) angewendet werden, können das Risiko von Hüft-, Handgelenks-

und Wirbelsäulenfrakturen, insbesondere bei älteren Patienten oder beiVorliegen anderer

bekannter Risikofaktoren, mäßig erhöhen. Beobachtungsstudien deutendarauf hin,dass

Protonenpumpeninhibitoren das Risiko von Frakturenmöglicherweise um10 – 40 %

erhöhen, wobei dieses erhöhte Risiko teilweise auch durch andere Risikofaktoren bedingt

sein kann. Patienten mit Osteoporoserisikosollen entsprechend der gültigen klinischen

Richtlinien behandelt werden und Vitamin D und Kalzium in ausreichendem Maße

erhalten.

Auswirkung auf Laboruntersuchungen

Erhöhte Chromogranin A(CgA)- Spiegel könnenUntersuchungen auf neuroendokrine

Tumore beeinflussen.Um diese Auswirkung zu vermeiden, sollte die Behandlung mit

Esomeprazol für mindestens fünf Tage vor den CgA- Messungen abgesetzt werden.

Dieses Arzneimittel enthält pro Durchstechflasche weniger als 1 mmol Natrium (23 mg),

es ist dahernahezu „natriumfrei“.

4.5Wechselwirkungen mit anderen Arzneimittelnund sonstige Wechselwirkungen

Studien zuWechselwirkungen wurden nur beiErwachsenen durchgeführt.

Wirkung von Esomeprazol auf diePharmakokinetik anderer Arzneimittel

Arzneimittelmit pH- abhängiger Resorption

Die Suppression von Magensäure während einer Behandlung mit Esomeprazol und

anderen Protonpumpeninhibitoren (PPIs) kann die Resorption von Arzneimitteln, deren

Resorptionvom pH- Wert der Magensäure abhängig ist, vermindern oder erhöhen. Wie

bei anderenArzneimittel, die den intragastrischenSäuregrad verringern, kann während

einer Behandlung mit Esomeprazol die Resorptionvon Arzneimitteln wie Ketoconazol,

Itraconazolund Erlotinibvermindertwerden und die Resorption von Digoxin heraufgesetzt

sein. Bei gleichzeitiger Behandlungmit Omeprazol (20 mg täglich) undDigoxin erhöhte

sich die Bioverfügbarkeit von Digoxinbei gesunden Probanden um 10 % (um bis zu 30 %

bei zwei von zehn Probanden). Über eine Digoxin- Toxizität wurde seltenberichtet. Die

Anwendung hoher Esomeprazol- Dosen sollte bei älteren Patienten jedoch mit Vorsicht

erfolgen. Die Digoxin- Spiegel sollten dann verstärkt therapeutisch kontrolliert werden.

Es ist über Interaktionenvon Omeprazol mit einigen Proteasehemmernberichtet worden.

Die klinische Bedeutsamkeit und die Mechanismen, auf denen diese Interaktionen

beruhen, sindnicht immer bekannt.Ein erhöhter pH- Wert im Magenwährend der

Therapie mit Omeprazol kann die Absorption derProteasehemmerverändern. Andere

mögliche Interaktionsmechanismenberuhen auf der Hemmung von CYP2C19. Bei

Atazanavir und Nelfinavir sind bei gleichzeitiger Anwendung von Omeprazol verringerte

Serumspiegel beobachtet worden und eine gleichzeitigeAnwendung wird nicht

empfohlen. Die gleichzeitige Anwendung von Omeprazol (40 mg einmaltäglich) und

Atazanavir 300 mg/Ritonavir 100 mgbei gesunden Probanden führte zu einer deutlichen

Verringerung der Exposition gegenüber Atazanavir (Verringerung der AUC-, C

- und

- Werte um ca. 75%). Eine Erhöhung der Atazanavir- Dosis auf 400mg konnte den

Einfluss vonOmeprazol auf die Exposition gegenüber Atazanavir nicht ausgleichen.Die

gleichzeitigeAnwendung von Omeprazol (20 mgtäglich) undAtazanavir 400 mg/Ritonavir

8

100 mg bei gesunden Probanden führt zu eineretwa 30 %igen Verringerung der

Exposition gegenüber Atazanavir im Vergleich zur Exposition, die bei täglicher Gabe von

300 mg Atazanavir/100 mg Ritonavir, ohne gleichzeitige Gabe von 20 mg Omeprazol,

beobachtetwurde. Die gleichzeitigeAnwendung von Omeprazol (40 mg täglich)

reduzierte die mittleren AUC-, C

- undC

- Werte von Nelfinavir um 36– 39 % und die

mittleren AUC-, C

- und C

- Werte des pharmakologischwirksamen Metaboliten M8

um 75 – 92 %. Bei Saquinavir (gleichzeitig mit Ritonavir) wurden während der

gleichzeitigenBehandlung mit Omeprazol (40 mg täglich) erhöhte Serumspiegel (80 – 100

%) beobachtet. Eine Behandlung mit täglich 20mg Omeprazol hatte keinen Einfluss auf

die Exposition gegenüber Darunavir (gleichzeitigmit Ritonavir) und Amprenavir

(gleichzeitigmit Ritonavir). Eine Behandlung mit täglich 20 mgEsomeprazol hatte keinen

Einfluss aufdie Exposition gegenüber Amprenavir (mit undohne gleichzeitige Anwendung

von Ritonavir). Die Behandlung mit täglich 40 mgOmeprazolhat keinenEffekt auf die

Exposition von Lopinavir (gleichzeitigmit Ritonavir). Aufgrund der ähnlichen

pharmakodynamischenWirkungenund pharmakokinetischenEigenschaften von

Omeprazolund Esomeprazol wirddie gleichzeitige Anwendung von Esomeprazol und

Atazanavir nicht empfohlen und die gleichzeitigeAnwendung von Esomeprazol und

Nelfinavir istkontraindiziert.

Arzneimittel,die über CYP2C19 verstoffwechseltwerden

Esomeprazol hemmt CYP2C19, ein wesentliches Enzym, durch das Esomeprazol

metabolisiertwird. Bei gleichzeitigerGabe von Esomeprazol und Substanzen, die

ebenfalls über das Enzym CYP2C19verstoffwechselt werden, wie u. a.Diazepam,

Citalopram, Imipramin,Clomipramin und Phenytoin, kann deshalb die

Plasmakonzentration dieser Substanzen erhöhtwerden, so dass ein Herabsetzungder

Dosis erforderlich werdenkann. Diegleichzeitigeorale Anwendung von 30 mg

Esomeprazol führte zueiner Abnahme der Clearance des CYP2C19- Substrats Diazepam

um 45 %. Epileptiker,die gleichzeitig oralPhenytoin und 40 mg Esomeprazol erhielten,

wiesen eine13%ige Steigerung desTalplasmaspiegels vonPhenytoin auf. Deshalbwird

empfohlen, die Phenytoin- Plasmakonzentrationen zu kontrollieren, wenn eine

Behandlung mit Esomeprazol begonnen oder beendet wird. Die gleichzeitige Anwendung

von Omeprazol (40 mg einmal täglich)und Voriconazol erhöhtdie C

max von Voriconazol

(einem CYP2C19- Substrat) um 15 % und die AUC um 41%.

Im Rahmen einer klinischen Prüfung lagen beigleichzeitigeroraler Anwendung von 40 mg

Esomeprazol bei mit Warfarin behandelten Patienten die Gerinnungszeiten innerhalb des

empfohlenen Bereichs.Jedoch wurde seit Markteinführungder oralen Darreichungsform

von Esomeprazol bei dergleichzeitigen Behandlung über wenige Einzelfälle von klinisch

signifikant erhöhten INR- Werten berichtet. Bei Patienten, diegleichzeitigWarfarin oder

andere Cumarin- Derivate einnehmen, werden entsprechende Kontrollenbei Beginnund

am Ende einer Behandlung mit Esomeprazol empfohlen.

Omeprazolsowie auchEsomeprazol sind CYP2C19- Hemmer. Bei gesunden Probanden

erhöhte dieGabe von 40mg- Dosen Omeprazolin einer Cross- Over-Studie die C

-

und AUC-Werte von Cilostazolum 18 % bzw. 26 % und dieentsprechenden Werte für

einen seineraktiven Metaboliten um 29 % bzw. 69 %.

Bei gesunden Probanden führte diegleichzeitigeorale Anwendung von 40 mg

Esomeprazol und Cisaprid zu einer32 %igen Erhöhung der Fläche unterder

Konzentrations- Zeit- Kurve (AUC)und zu einerVerlängerung der

Eliminationshalbwertszeit (t

) um 31 %, aber zukeinem signifikanten Anstieg der

maximalen Plasmaspiegel von Cisaprid. Die leichte Verlängerung des QTc-Intervalls, die

nach der Gabe von Cisaprid beobachtet wurde, nahm bei kombinierter Gabe von Cisaprid

mit Esomeprazol nichtzu.

9

Es konnte gezeigt werden, dass Esomeprazol keinen klinisch relevanten Einfluss aufdie

Pharmakokinetik von Amoxicillin oder Chinidinhat.

Mit der intravenösen Hochdosis- Therapie (80mg + 8 mg/h) wurden keine In- vivo-

Interaktionsstudien durchgeführt. Der Effektvon Esomeprazol auf Arzneimittel, welche

über das Enzym CYP2C19 metabolisiert werden, ist bei diesem Behandlungsregime

möglicherweise stärkerausgeprägtund die Patienten solltenwährend der dreitägigen

intravenösen Infusionsphase bezüglich Nebenwirkungen engmaschig überwacht werden.

In einer klinischen Cross- Over-Studie wurde Clopidogrel (300mg Initialdosis gefolgtvon

75 mg/Tag) allein und mit Omeprazol (80 mg zur selben Zeitwie Clopidogrel) über fünf

Tage verabreicht. Die Exposition zum aktiven Metaboliten von Clopidogrel wurde um

% (Tag 1) und 42 % (Tag 5) verringert, wenn Clopidogrelund Omeprazol zusammen

verabreicht wurden. Die mittlere Hemmung derPlättchenaggregation (inhibition of platelet

aggregation,IPA) wurdeum 47 % (24 Stunden) und 30 % (Tag 5) vermindert, bei

gleichzeitigerVerabreichung von Clopidogrel undOmeprazol. In einer anderen Studie

wurde gezeigt, dass diezeitlich versetzte Gabe von Clopidogrel zu Omeprazol nichtihre

Interaktion,die wahrscheinlich durch den hemmenden Effekt von Omeprazol auf

CYP2C19verursacht wird, verhinderte. Widersprüchliche Daten bezüglich der klinischen

Bedeutung dieser PK/PD-Interaktion in Bezug auf schwerekardiovaskuläre Ereignisse

sind sowohlbei Beobachtungsstudienals auch bei klinischenStudien berichtet worden.

Unbekannter Mechanismus

Bei gleichzeitiger Anwendung von Esomeprazol und Tacrolimus wurde über eine

Erhöhung des Serumspiegels von Tacrolimus berichtet.

Bei einigenPatienten wurde über eine Erhöhung der Methotrexat- Spiegel berichtet, wenn

Methotrexatzusammenmit PPIs gegeben wurde. Wird Methotrexat in hohen Dosen

gegeben, muss möglicherweise einzeitweiligesAbsetzen von Esomeprazol in Betracht

gezogen werden.

Beeinflussung der Pharmakokinetik von Esomeprazol durch andere Arzneimittel

Esomeprazol wird durch die Enzyme CYP2C19und CYP3A4 metabolisiert. Die

gleichzeitigeorale Anwendung von Esomeprazol und dem CYP3A4-Hemmer

Clarithromycin (zweimal täglich 500mg) führte zu einer Verdoppelung der Exposition

(AUC)vonEsomeprazol. Die gleichzeitige Anwendung von Esomeprazol und einem

kombinierten CYP2C19-und CYP3A4- Hemmerkann zu einer mehr als verdoppelten

Exposition von Esomeprazol führen.Voriconazol,ein CYP2C19- und CYP3A4- Hemmer,

erhöhte dieAUC

von Omeprazol um 280 %. Üblicherweiseist in den o.g. Fällen keine

Dosisanpassung von Esomeprazol erforderlich.Bei Patienten mit schwerer

Einschränkung der Leberfunktion und bei Patienten, bei denen eine Langzeitanwendung

indiziertist,sollte jedocheine Dosisanpassung inErwägung gezogen werden.

Arzneimittel, für die bekannt ist, dass sie CYP2C19 oder CYP3A4 oder beide induzieren

(wie z. B. Rifampicin und Johanniskraut) können durch Erhöhung der Stoffwechselrate

von Esomeprazol zu einer erniedrigten Esomeprazol- Konzentration im Serum führen.

4.6Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Über die Anwendung von Esomeprazol in der Schwangerschaft liegen begrenzte Daten

vor. Tierexperimentelle Studien mit Esomeprazol weisen weder auf direkte noch indirekte

schädliche Wirkungen hinsichtlich derembryonalen/fötalenEntwicklunghin.

10

Tierexperimentelle Studien mit dem razemischenGemisch zeigten keinendirekten oder

indirektenschädlichenEinfluss aufSchwangerschaft, Geburt oder postnatale

Entwicklung. Esomeprazol sollte Schwangeren nur mit Vorsicht verordnet werden.

Stillzeit

Es ist nichtbekannt, obEsomeprazol in die Muttermilch übergeht. Es wurden keine

Studien mit Stillenden durchgeführt.Deshalb sollte Esomeprazol während der Stillzeit

nicht angewendet werden.

Fertilität

Momentan sind keine Daten zur Fertilität verfügbar.

4.7Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zumBedienen von

Maschinen

Es ist nichtwahrscheinlich, dass Esomeprazol Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit

oder das Bedienen von Maschinenhat.

4.8 Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen sindaufgrund von klinischenStudien zuoral oder

intravenös angewendetem Esomeprazol sowie seit Markteinführung bei oraler Gabe

festgestelltbzw. vermutet worden. Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen

werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: sehr häufig≥1/10; häufig≥1/100 bis <

1/10; gelegentlich≥1/1.000 bis < 1/100; selten≥1/10.000 bis < 1/1.000;sehr selten<

1/10.000; nicht bekannt(Häufigkeitauf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: Leukopenie, Thrombozytopenie

Sehr selten:Agranulozytose, Panzytopenie

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen,z. B. Fieber, angioneurotischesÖdem und

anaphylaktische Reaktionen/anaphylaktischer Schock

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich:periphereÖdeme

Selten: Hyponatriämie

Nicht bekannt: Hypomagnesiämie (siehe Abschnitt 4.4); eineschwerwiegende

Hypomagnesiämie kannmit einer Hypokalzämie verbunden sein.

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich:Schlaflosigkeit

Selten: Erregung, Verwirrtheitszustände, Depression

Sehr selten:Aggressivität, Halluzinationen

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen

Gelegentlich:Schwindel,Parästhesie, Müdigkeit

Selten: Geschmacksstörungen

11

Augenerkrankungen

Gelegentlich:Verschwommensehen

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich:Vertigo

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums

Selten: Bronchospasmus

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Blähungen, Übelkeit/Erbrechen

Gelegentlich:Mundtrockenheit

Selten: Mundschleimhautentzündung, gastrointestinale Candidose

Nicht bekannt: Mikroskopische Kolitis

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich:erhöhte Leberenzyme

Selten: Hepatitis mit und ohne Gelbsucht

Sehr selten:Leberversagen, Enzephalopathie bei Patientenmit vorbestehender

Lebererkrankung

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Reaktionen an der Injektionsstelle*

Gelegentlich:Dermatitis, Pruritus, Hautausschlag,Urtikaria

Selten: Haarausfall, Photosensibilität

Sehr selten:Erythemamultiforme,Stevens- Johnson- Syndrom, toxische epidermale

Nekrolyse (TEN)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebes und Knochenerkrankungen

Gelegentlich:Fraktur derHüfte, desHandgelenks oder derWirbelsäule(siehe Abschnitt

4.4)

Selten: Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen

Sehr selten:Muskelschwäche

Erkrankungen der Niere und Harnwege

Sehr selten:interstitielleNephritis

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Sehr selten:Gynäkomastie

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Selten: Unwohlsein, vermehrtes Schwitzen

* Reaktionen an der Injektionsstellewurden hauptsächlich bei einer Studie beobachtet,

bei der einehohe Dosisüber einenZeitraum von drei Tagen (72 Stunden) verabreicht

wurde. Siehe Abschnitt5.3.

Bei schwer kranken Patienten, die Omeprazol (das razemische Gemisch) als intravenöse

Injektion erhalten haben,ist in Einzelfällen, besonders bei hohen Dosen, von irreversiblen

Sehstörungen berichtetworden. Es ist aber keinkausaler Zusammenhang nachgewiesen

worden.

Kinder und Jugendliche

Es wurde eine randomisierte, multinationale Open- Label- Studie zur Bestimmung der

Pharmakokinetik nach wiederholter intravenösereinmal täglicher Gabe von Esomeprazol

12

für vier Tage bei pädiatrischen Patienten im Alter von 0 bis 18 Jahren durchgeführt (siehe

Abschnitt 5.2). Insgesamt wurden die Daten von 57 Patienten (8 Kinder im Alter von1 bis

5 Jahren) indie Sicherheitsauswertung aufgenommen.Die Ergebnissezur Sicherheit

stimmen mitdem bekannten Sicherheitsprofil von Esomeprazol übereinund es gabkeine

Hinweise auf neue Sicherheitsprobleme.

Meldung des Verdachtsauf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach derZulassungist von großer

Wichtigkeit.Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen- Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sindaufgefordert,

jeden Verdachtsfalleiner Nebenwirkung dem Bundesinstitutfür Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg- Kiesinger- Allee3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Bisher liegen sehr begrenzte Erfahrungen zur absichtlichenÜberdosierung vor. Die im

Zusammenhang mit der Einnahme von 280 mg Esomeprazol beschriebenen Symptome

waren gastrointestinaleSymptomeund Schwäche. Bei oralen Einzeldosen von 80 mg

Esomeprazol und intravenöse Dosen von 308 mg Esomeprazol über 24Stunden wurden

keine Nebenwirkungen beobachtet.Es ist kein spezielles Gegenmittel bekannt.

Esomeprazol ist stark plasmaproteingebunden und deshalbnicht leicht dialysierbar.Wie

bei allen Fällen von Überdosierung sollte die Behandlung symptomatisch erfolgen,

verbunden mit der Einleitung allgemein unterstützender Maßnahmen.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Alimentäres System und Stoffwechsel,Mittel bei

säurebedingten Erkrankungen, Mittel bei peptischem Ulcus und gastroösophagealer

Refluxkrankheit (GERD), Protonenpumpeninhibitoren

ATC-Code: A02BC05

Esomeprazol ist das S- Isomer vonOmeprazolund vermindert die Sekretion von

Magensäure über einenspeziellen, gezielten Wirkmechanismus. Es istein spezifischer

Hemmer der Protonenpumpenhemmer in der Parietalzelle. Die pharmakodynamische

Aktivität von S- und R- Isomer vonOmeprazolan der Protonenpumpe ist aufgrunddes

Wirkungsmechanismus gleich.

Wirkort und Wirkmechanismus

Esomeprazol ist eineschwache Base und wirdimstark sauren Milieu der sekretorischen

Canaliculi der Parietalzelle konzentriert und in die aktive Form umgewandelt, wo esdas

Enzym H + K + -ATPase - die Protonenpumpe- hemmt und sowohl die basale als auchdie

stimulierbare Säuresekretion verringert.

Wirkung auf die Säuresekretion im Magen

Bei einer oralen Gabe von 20 mg bzw. 40 mg Esomeprazol über fünf Tage wird der

intragastrische pH- Wert bei Patientenmitsymptomatischer Refluxkrankheit (GERD) über

13

einen mittleren Zeitraum von 13 bzw. 17 von 24 Stunden auf Werte über 4 angehoben.

Die Wirkungist bei oralerund intravenöser Anwendung gleich.

Durch Verwendung der AUC als Surrogatparameter für diePlasmakonzentration konnte

ein Zusammenhang zwischen der Hemmung derSäuresekretion und derDosis nach

oraler Anwendung von Esomeprazol gezeigt werden.

Während der intravenösen Gabe von 80 mg Esomeprazol als Bolus- Infusion über einen

Zeitraum von 30 Minuten und anschließender kontinuierlicherintravenöser Infusion von 8

mg/h über einen Zeitraum von 23,5Stunden wurde bei gesunden Probanden ein

intragastrischer pH- Wert von über 4 bzw. über 6 über einenmittleren Zeitraum von 21

Stunden bzw. 11 – 13 Stunden innerhalb von 24 Stunden aufrechterhalten.

Therapeutische Wirkung der Säurehemmung

Bei ca. 78% der Patienten wird eine Refluxösophagitis durch 40 mg Esomeprazol

innerhalb von vier Wochen oraler Behandlung geheilt und bei 93 % nachacht Wochen.

In einer randomisierten, doppelblinden, Placebo- kontrollierten Studie wurden Patienten

mit endoskopisch bestätigten Magengeschwürblutungen, dieals Forrest Ia, Ib, IIa oder IIb

charakterisiert wurden (9 %, 43 %,38 % oder 10 %), zufällig ausgewählt, um mit

Esomeprazol Infusionslösung (n =375) oder Placebo (n =389) behandelt zu werden. Im

Anschluss andie endoskopischeHämostase erhielten die Patienten entweder 80 mg

Esomeprazol als intravenöse Infusion über einen Zeitraum von 30 Minuten, gefolgt von

einer kontinuierlichen Infusion mit 8mg/h oder Placebo übereinen Zeitraum von 72

Stunden. Nach der initialen 72 Stunden- Administration erhielten alle Patienten wissentlich

27 Tage langeine oraleGabe von 40mg Esomeprazol zurHemmung der Magensäure.

Erneute Blutungen innerhalb von drei Tagen traten bei 5,9 %der mit Esomeprazol

behandeltenGruppe imVergleich zu10,3 % in der mit Placebo behandelten Gruppe auf.

Am Tag 30nach der Behandlung kamen erneute Blutungen bei 7,7 % inder mit

Esomeprazol behandelten Gruppe vs. 13,6 % inder Gruppe, die Placeboerhielt, vor.

Andere mit der Hemmung der Säuresekretion verbundene Wirkungen

Während der Behandlung mit sekretionshemmenden Arzneimitteln steigtdas

Serumgastrin als Reaktion auf die verminderte Säuresekretion an. Chromogranin A (CgA)

steigt aufgrund der erniedrigten gastrischen Azidität ebenfalls an.

Eine erhöhte Zahl an ECL- Zellen, die möglicherweise mit erhöhten Serumgastrinwerten

in Zusammenhang steht,wurde bei einigen Patienten während der Langzeitbehandlung

mit oral angewendetemEsomeprazol beobachtet.

Während der Langzeitbehandlung mit oral angewendeten sekretionshemmenden

Arzneimitteln wurden gastrische Drüsenzystenmit einer erhöhten Häufigkeit beobachtet.

Diese Veränderungen, die eine physiologischeFolge der ausgeprägten Hemmung der

Säuresekretion sind,sindgutartig und scheinen reversibel zusein.

Ein verringerter Säuregrad im Magen, verursacht von Mitteln einschließlich

Protonenpumpenhemmern, erhöht die Anzahl derjenigen Bakterien im Magen, die

normalerweise den Magen- Darm- Trakt besiedeln. Eine Therapie mit

Protonenpumpeninhibitoren kann zu einem leicht erhöhtenRisiko für Magen- Darm-

Infektionen,wie z. B. Salmonellen und Campylobacter, und bei hospitalisierten Patienten

möglicherweise auch Clostridium difficile führen.

Kinder und Jugendliche

14

In einer Placebo- kontrollierten Studie (98Patienten im Alter von 1 – 11 Monaten) wurden

Wirksamkeitund Sicherheit bei Patienten mit Anzeichen und Symptomen für GERD

bewertet. Für zwei Wochen wurde 1 mg/kg Esomeprazol einmal täglichoral verabreicht

(Open- Label- Phase) und 80 Patienten wurden für vier weitere Wochenbehandelt

(Behandlungsabbruch-Phase, doppelblind). Es gab keinensignifikantenUnterschied

zwischen Esomeprazol und Placebobezüglichdes primären EndpunktsZeit biszum

Behandlungsabbruch aufgrund einerVerschlechterung der Symptome.

In einer Placebo- kontrollierten Studie(52 Patienten im Alter < 1 Monat) wurden

Wirksamkeitund Sicherheit bei Patienten mit Symptomen für GERD bewertet. Für mind.

10 Tage wurde 0,5 mg/kg Esomeprazol einmal täglich oral verabreicht.Es gab keinen

signifikantenUnterschied zwischenEsomeprazol und Placebo bezüglich des primären

Endpunkts, der Änderung der Häufigkeit des Auftretens von GERD Symptomen

gegenüber dem Ausgangswert.

Die Ergebnisse aus denpädiatrischen Studien zeigten außerdem, dass 0,5 mg/kg und 1,0

mg/kg Esomeprazol beiKindern, die< 1 Monat beziehungsweise 1 bis11 Monate alt sind,

den durchschnittlichenprozentualenAnteil der Zeit reduzieren, während der der intra-

ösophageale pH- Wert < 4 ist.

Das Sicherheitsprofilscheint dem von Erwachsenen ähnlichzu sein.

In einer Studie mit pädiatrischen GERD- Patienten (im Alter von < 1 bis 17 Jahren),die

eine Langzeittherapie mit PPIs erhielten, entwickelten 61 % der Kinder ECL-

Zellhyperplasien leichtenGrades ohne bekannteklinische Signifikanzundohne

Entwicklungeiner atrophischen Gastritis oderkarzinogenerTumoren.

5.2 PharmakokinetischeEigenschaften

Verteilung

Das scheinbare Verteilungsvolumenim SteadyState beträgt bei gesunden Probanden ca.

0,22 l/kg Körpergewicht. Die Plasmaproteinbindung von Esomeprazol beträgt 97 %.

Biotransformation und Ausscheidung

Esomeprazol wird vollständig durchdas Cytochrom- P450-System (CYP) metabolisiert.

Ein großer Teil der Verstoffwechselung von Esomeprazol erfolgt vom polymorphen

CYP2C19, das für die Bildung der Hydroxy-undDesmethylmetaboliten von Esomeprazol

verantwortlich ist. Der verbleibendeTeil wird durch eine andere spezifische Isoform,

CYP3A4, verstoffwechselt, die fürdie Bildungvon Esomeprazolsulfon,dem

Hauptmetaboliten im Plasma, verantwortlich ist.

Die nachfolgend angegebenen Parameter beziehen sich hauptsächlichauf die

Pharmakokinetik bei Personen mit einem funktionstüchtigenCYP2C19-Enzym, einem so

genannten „extensive metabolizer“ (schnellen Verstoffwechsler).

Die Gesamtplasmaclearance beträgtca. 17 l/h nach einer Einzeldosis und ca. 9 l/h nach

einer Mehrfachgabe. Die Plasmaeliminationshalbwertszeit beträgt nachwiederholter

täglicher Einmalgabe ungefähr 1,3 Stunden. Die totale Bioverfügbarkeit (AUC) nimmtmit

wiederholter Esomeprazol- Gabe zu. Diese Zunahme ist dosisabhängig und führt nach

Mehrfachgabe zu einernicht linearenDosis- AUC- Beziehung. Diese Abhängigkeit von

der Zeit undder Dosis ist auf einen geringeren First- pass- Metabolismus und eine

vermindertesystemische Clearancezurückzuführen, die wahrscheinlich durch eine

Hemmung des CYP2C19- Enzyms durch Esomeprazol bzw.seinen Sulfonmetaboliten

bewirkt wird.

15

Esomeprazol wird im Dosierungsintervall vollständig aus dem Plasma eliminiert, ohne

Anhaltspunkt zur Kumulation bei einer einmal täglichen Anwendung.

Nach wiederholter intravenöser Injektion einer Dosis von 40mg beträgt die

durchschnittliche maximale Plasmakonzentrationungefähr 13,6 Mikromol/l, nach

Anwendung entsprechender oraler Dosen etwa 4,6 Mikromol/l. Ein geringerer Anstieg

(ungefähr 30 %) zwischen intravenöser und oralerApplikation ist hinsichtlich der totalen

Bioverfügbarkeit zu beobachten. Eine30-minütige intravenöse Gabe vonEsomeprazol

(40 mg, 80 mg oder 120 mg) mit anschließender kontinuierlicher Infusion(4 mg/h oder

8mg/h) über einen Zeitraum von 23,5Stunden führt zu einem dosislinearen Anstieg der

Gesamtexposition.

Die Hauptmetaboliten von Esomeprazol habenkeine Wirkung auf die

Magensäuresekretion. Fast 80 % einer oralen Dosis von Esomeprazol werden als

Metaboliten mit dem Urinausgeschieden, der übrige Teil mit den Fäzes.Weniger als 1 %

der Ausgangssubstanzist im Urin nachweisbar.

Besondere Patientengruppen

Ungefähr 2,9 ± 1,5 % der Bevölkerung haben kein funktionstüchtigesCYP2C19- Enzym

auf und sind daher so genannte „poor metabolizer“(langsame Verstoffwechsler). Bei

diesen Personen wird der Stoffwechsel von Esomeprazol wahrscheinlich hauptsächlich

über CYP3A4 katalysiert.Nach wiederholter einmal täglicher oraler Anwendung von 40mg

Esomeprazol war die durchschnittliche totale Bioverfügbarkeit bei “poormetabolizer“

ungefähr um 100 % höher als bei Personen mit einem schnell arbeitenden CYP2C19-

Enzym („extensive metabolizer). Diedurchschnittlichen maximalen

Plasmakonzentrationenwaren ungefähr um 60 % erhöht. Bei der intravenösen

Anwendung von Esomeprazol wurden ähnliche Unterschiedebeobachtet.Diese

Ergebnissehaben keineAuswirkungen auf die Dosierung von Esomeprazol.

Der Metabolismus von Esomeprazol ist bei älteren Personen (71 – 80 Jahre) nicht

signifikant verändert.

Nach eineroralen Einmaldosis von40 mg Esomeprazol istdie mittleretotale

Bioverfügbarkeit bei Frauen ungefähr um 30 % höher als beiMännern. Nach wiederholter

einmal täglicher Einnahme wurde kein geschlechterspezifischer Unterschied beobachtet.

Bei der intravenösen Anwendung von Esomeprazol wurdenähnliche Unterschiede

beobachtet.Auch dieseBefunde haben keinenEinfluss aufdie Dosierung von

Esomeprazol.

Der Metabolismus von Esomeprazol kann bei Patienten mit leicht bis mäßig verringerter

Leberfunktionbeeinträchtigt sein. DieMetabolisierungsrate istbei Patientenmit schwerer

Leberfunktionsstörung vermindert, wobei eine Verdoppelung dertotalen Bioverfügbarkeit

von Esomeprazol auftritt.Daher sollten GERD- Patienten mit schwerer

Leberfunktionsstörung mit einer Dosis von maximal 20 mg behandelt werden. Bei

Patienten mit blutendenGeschwüren und schwerer Leberfunktionsstörung kann im

Anschluss aneine initiale Bolus- Dosis von 80mg eine kontinuierliche intravenöse

Infusion miteiner maximalen Dosis von 4 mg/h über einem Zeitraum von71,5 Stunden

ausreichendsein. Esomeprazol undseine Hauptmetaboliten zeigen keine Tendenz zur

Kumulation bei einer einmal täglichen Gabe.

Es sind keine Untersuchungen bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

durchgeführt worden. Da die Niere für die Ausscheidung derMetaboliten von

Esomeprazol verantwortlich ist, nicht jedoch fürdie Elimination von Esomeprazol, ist nicht

16

zu erwarten, dass der Metabolismus von Esomeprazol bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion verändert ist.

Kinder und Jugendliche

In einer randomisierten, multinationalen Open- Label Dosis-Wiederholungs- Studiewurde

Esomeprazol einmal täglich als dreiminütige Injektion übervier Tage verabreicht. Die

Studie wurde insgesamtbei 59 pädiatrischePatienten im Alter von 0 bis 18 Jahren

durchgeführt. 50 Patienten (7 Kinder in der Altersgruppe 1 bis 5 Jahren)beendeten die

Studie und ihre Daten wurden bezüglich der Pharmakokinetik von Esomeprazol

ausgewertet.

Die nachstehende Tabelle beschreibt die systemische Exposition gegenüber

Esomeprazol nach intravenöser Verabreichung bei pädiatrischen Patienten (dreiminütige

Injektion) und bei gesunden Erwachsenen. DieWerte in derTabelle sindals geometrische

Mittel (Bereiche) dargestellt. Die 20mg- Dosis für Erwachsene wurde als 30-minütige

Infusion verabreicht. Die C

ss,max wurde post- Dosis in allen pädiatrischenGruppen fünf

Minuten nach Applikation gemessen, bei Erwachsenen unter40 mg- Dosis sieben

Minuten nach Applikation und bei Erwachsenenmit der 20 mg- Dosis unmittelbar nach

Ende der Infusion.

Altersgruppe Dosierungsgruppe AUC (µmol*h/l) C

ss,max (µmol/l)

1 Monate* 0,5 mg/kg (n ° = ° 6) 7,5(4,5 ° - ° 20,5) 3,7 (2,7 ° - ° 5,8)

11 Monate* 1,0 mg/kg (n ° = ° 6) 10,5(4,5 ° - ° 22,2) 8,7 (4,5 ° - ° 14,0)

5 Jahre 10 mg (n ° = ° 7) 7,9 (2,9 ° - ° 16,6) 9,4 (4,4 ° - ° 17,2)

11 Jahre 10 mg (n ° = ° 8) 6,9 (3,5 ° - ° 10,9) 5,6 (3,1 ° - ° 13,2)

20 mg (n ° = ° 8)

20 mg (n ° = ° 6)** 14,4 (7,2 ° - ° 42,3)

10,1 (7,2 ° - ° 13,7) 8,8 (3,4 ° - ° 29,4)

8,1 (3,4 ° - ° 29,4)

17 Jahre 20 mg (n ° = ° 6) 8,1 (4,7 ° - ° 15,9) 7,1 (4,8 ° - ° 9,0)

40 mg (n ° = ° 8) 17,6 (13,1 ° - ° 19,8) 10,5 (7,8 ° - ° 14,2)

Erwachsene 20 mg (n ° = ° 22) 5,1 (1,5 ° - ° 11,8) 3,9 (1,5 ° - ° 6,7)

40 mg (n ° = ° 41) 12,6 (4,8 ° - ° 21,7) 8,5 (5,4 ° - ° 17,9)

* Ein Patient in der Altersgruppe 0 bis 1 Monat war definiert als Patient mit einem

korrigierten Altervon≥32 Wochenund < 44 Wochen, wobei als korrigiertes Alter die

Summe aus der Schwangerschaftsdauer und dem Alter nach der Geburt in vollendeten

Wochen definiert war. Ein Patient inder Altersgruppe 1 bis 11Monate hatte ein

korrigiertes Altervon≥44 Wochen.

** Zwei Patienten wurden ausgeschlossen, ein Patient war sehr wahrscheinlich ein

langsamer CYP2C19-Verstoffwechsler und ein Patient war unter begleitender

Behandlung mit einem CYP3A4-Hemmer.

Modellbasierte Voraussagen zeigen, dass C

ss,max nach intravenöser Verabreichung von

Esomeprazol als 10-minütige, 20-minütige oder30-minütige Infusion gegenüber einer

dreiminütigen Injektionim Mittel umjeweils 37 %bis 49 %, 54% bis 66% und 61 % bis

72 % geringer ausfällt.Dies gilt füralle verglichenen Altersgruppen und

Dosierungsgruppen.

5.3Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf konventionellen Studien zurToxizität von Einzel- und Mehrfachgabe,

embryo- fetalen Toxizität und Mutagenität, lassen die präklinischen Daten keine

17

besonderenGefahren für den Menschen erkennen. In Studienzur Kanzerogenität bei

Ratten mit dem oral angewendeten razemischenGemisch wurden eineHyperplasie der

ECL- Zellen im Magen und Karzinoidefestgestellt. Diese Wirkungen im Rattenmagen sind

das Ergebnis einer andauernden ausgeprägten Hypergastrinämie infolgeder verringerten

Magensäureproduktion.Sie werden bei der Ratte nach einerLangzeitbehandlung mit

Hemmern der Magensäure beobachtet. Im nicht- klinischenProgramm zur intravenösen

Anwendung von Esomeprazol zeigtesich kein Hinweis auf Gefäßschäden, es wurde aber

eine leichteentzündlicheReaktiondes Gewebes an der Injektionsstellenach subkutaner

(paravenöser) Injektion beobachtet.Siehe Abschnitt 4.8.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumedetat (Ph.Eur.)

Natriumhydroxid (zur pH-Wert-Einstellung)

6.2 Inkompatibilitäten

Dieses Arzneimittel darf,außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten,nicht mit

anderen Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 DauerderHaltbarkeit

2 Jahre

Dauer derHaltbarkeit nach Herstellung der gebrauchsfertigen Infusionslösung

Chemische und physikalische Stabilität wurde für 12 Stunden bei 30 °C nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofortverwendet

werden. Falls diese nichtsofort verwendet wird, liegt die Verantwortung für

Aufbewahrungszeiten und Lagerbedingungen beim Anwender.

6.4Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht

zu schützen.

Aufbewahrungsbedingungen des gebrauchsfertigen Arzneimittels, siehe Abschnitt6.3.

6.5Art und Inhalt des Behältnisses

5 ml klare Durchstechflasche aus Tubularglas Typ I. Der Stopfen ist ausgrauem

Bromobutyl- Gummi. DieKappe besteht aus Aluminium undeinerFlip- Off-

Kunststoffversiegelung.

Packungsgrößen: 1 Durchstechflasche, 1x 5 Durchstechflaschen, 1 x 10

Durchstechflaschen, 1 x 25 Durchstechflaschen.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

18

6.6Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise

zur Handhabung

Die gebrauchsfertige Infusionslösungsollte vorder Anwendung visuell auf Partikel und

Verfärbungen geprüft werden. Nur eine klare Lösung sollte verwendet werden. Nur zur

einmaligen Anwendung.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend dennationalen

Anforderungen zu beseitigen.

Injektion 40 mg

Eine Injektionslösung (8mg/ml) wirdhergestellt,indem zur Esomeprazol 40 mg

Durchstechflasche 5 ml isotonischeNatriumchlorid- Lösungzur intravenösen Anwendung

hinzugefügt werden.

Die gebrauchsfertige Injektionslösungist klarund farblos bis schwach gelblich.

Infusion 40 mg

Eine Infusionslösung wirdhergestellt, indem der Inhalt einerDurchstechflasche

Esomeprazol 40 mg in bis zu 100ml isotonischer Natriumchlorid- Lösung zur

intravenösen Anwendung aufgelöstwird.

Infusion 80 mg

Eine Infusionslösung wirdhergestellt, indem der Inhalt von zwei Durchstechflaschen

Esomeprazol 40 mg in bis zu 100ml isotonischer Natriumchlorid- Lösung zur

intravenösen Anwendung aufgelöstwird.

Die gebrauchsfertige Infusionslösungist klarund farblos bis schwach gelblich.

7.INHABER DER ZULASSUNG

Hospira Deutschland GmbH

Rablstraße 24

81669 München

Tel.-Nr.: +49 (0)89 43 77 77 0

Fax-Nr.: +49 (0)89 43 77 77 29

E-mail: info.de@hospira.com

8. ZULASSUNGSNUMMER

88737.00.00

9.DATUMDER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DERZULASSUNG

Datum derErteilung der Zulassung16. April 2015

10. STANDDERINFORMATION

19

April 2015

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Dokumentverlauf anzeigen

Teilen Sie diese Informationen