Epril Tabletten

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-11-2018

Fachinformation Fachinformation (SPC)

24-10-2018

Wirkstoff:
enalaprili maleas
Verfügbar ab:
Sandoz Pharmaceuticals AG
ATC-Code:
C09AA02
INN (Internationale Bezeichnung):
enalaprili maleas
Darreichungsform:
Tabletten
Zusammensetzung:
enalaprili maleas 20 mg, excipiens pro compresso.
Klasse:
B
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
ACE-Hemmer
Zulassungsnummer:
55229
Berechtigungsdatum:
2000-01-25

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

01-11-2018

Fachinformation Fachinformation - Französisch

01-11-2018

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

01-11-2018

Epril®/- 40/- mite/- submite

Sandoz Pharmaceuticals AG

Was ist Epril und wann wird es angewendet?

Epril ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der sog. ACE-Hemmer (Angiotensin-Converting-Enzym-

Hemmer) und dient zur Behandlung des hohen Blutdruckes und der Herzinsuffizienz

(Herzmuskelschwäche, ungenügende Herzleistung) und zur Vorbeugung einer Herzinsuffizienz bei

Patienten, die ein geschwächtes Herz haben. Seine Wirkung beruht auf der Hemmung von

körpereigenen Stoffen, die für den erhöhten Blutdruck verantwortlich sind. Dadurch kann der

Blutdruck gesenkt und die Leistung des Herzens verbessert werden.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin hat Ihnen Epril verschrieben, um Ihren hohen Blutdruck oder Ihre

Herzinsuffizienz zu behandeln. Das Arzneimittel kann Ihnen auch vom Arzt oder der Ärztin

verordnet werden, um der Entwicklung einer symptomatischen Herzinsuffizienz vorzubeugen.

Epril darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.

Wann darf Epril nicht eingenommen werden?

Nehmen Sie Epril nicht ein,

·wenn Sie auf irgendeinen der Inhaltsstoffe überempfindlich (allergisch) reagieren;

·wenn Sie früher mit einem anderen ACE-Hemmer behandelt worden sind und allergische

Reaktionen mit Schwellungen im Gesicht, an Lippen, Zunge und/oder im Rachen (Schluck- oder

Atembeschwerden) gehabt haben. Sie sollten Epril nicht einnehmen, wenn Sie diese Art von

Reaktionen ohne bekannte Ursache gehabt haben oder wenn bei Ihnen eine erblich bedingte oder

ohne erkennbare Ursache entstandene allergische Reaktion obiger Art festgestellt wurde;

·während der letzten 6 Monate der Schwangerschaft (siehe Kapitel «Darf Epril während einer

Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?»).

·wenn Sie Diabetes oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und das Arzneimittel Aliskiren

(Rasilez®) zur Senkung des Blutdrucks einnehmen.

·wenn Sie ein Arzneimittel anwenden, welches die Wirkstoffkombination Sacubitril/Valsartan

(eingesetzt zur Behandlung der Herzinsuffizienz) oder Racecadotril (eingesetzt zur Behandlung von

Durchfall) enthalten da ein erhöhtes Risiko für Angioödeme (Schwellungen im Gesicht, an Augen,

Lippen oder Zunge, Atemprobleme) besteht.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie Epril einnehmen dürfen, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre

Ärztin.

Wann ist bei der Einnahme von Epril Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu

bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin über alle medizinischen Probleme, die Sie haben oder

früher gehabt haben, insbesondere über Allergien.

Sagen Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, wenn Sie ein Herzproblem haben, sich einem

Blutreinigungsverfahren (Dialyse) unterziehen oder mit harntreibenden Mitteln (Diuretika) behandelt

werden oder wenn Sie kürzlich an übermässigem Erbrechen oder Durchfall gelitten haben. Teilen Sie

ihm oder ihr auch mit, wenn Sie eine salzarme Diät befolgen, Kaliumzusätze, kaliumsparende Mittel,

Kalium enthaltende Diätsalze oder andere Arzneimittel, die das Serumkalium erhöhen können (z.B.

Trimethoprim-haltige Arzneimittel), einnehmen oder wenn Sie Diabetes oder Nierenprobleme haben,

da dies zu erhöhten Kaliumkonzentrationen im Blut führen kann, die ernsthaft sein können. In diesen

Fällen kann Ihr Arzt oder Ihre Ärztin eine Anpassung der Dosierung für notwendig erachten oder

Ihre Kaliumwerte im Blut überprüfen. Falls Sie Diabetes haben und orale Antidiabetika

(Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit) oder Insulin einnehmen, dann sollten Sie Ihr

Blut auf tiefe Blutzuckerwerte hin überwachen, insbesondere während der ersten Monate der

Behandlung mit Epril.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie jemals eine allergische Reaktion mit

Schwellungen im Gesicht, an den Lippen, Zunge und/oder im Rachen (mit Schluck- oder

Atembeschwerden) gehabt haben.

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin mit, wenn Sie an tiefem Blutdruck leiden (Sie können dies

als Schwäche oder Schwindel besonders beim Stehen bemerken).

Vor einer Operation oder Narkose (auch beim Zahnarzt) sollten Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt bzw.

Ihre Ärztin oder Zahnärztin über die Einnahme von Epril informieren, da während der Narkose ein

plötzlicher Abfall des Blutdrucks auftreten kann.

Wenn Sie denken, dass Sie schwanger sein könnten (oder werden könnten), müssen Sie Ihren Arzt

bzw. Ihre Ärztin informieren. Es wird nicht empfohlen, Epril während der frühen Schwangerschaft

einzunehmen, da Epril das Baby nach dem 3. Schwangerschaftsmonat schwerwiegend schädigen

kann (siehe Kapitel «Darf Epril während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen

werden?»)

Wenn Sie sich einer Desensibilisierungstherapie gegen Bienen- oder Wespenstiche unterziehen

wollen, informieren Sie vorher Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, da Ihre Therapie mit Epril geändert

werden muss. Selten kann es nach Insektenstichen zu allergischen Reaktionen kommen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden, da einige Arzneimittel sich einander in der Wirkung beeinflussen können. Um

die korrekte Dosis von Epril zu verordnen, ist es für Ihren Arzt oder Ihre Ärztin besonders wichtig zu

erfahren, ob Sie andere Arzneimittel zur Blutdrucksenkung, harntreibende Mittel (Diuretika),

kaliumhaltige Mittel (einschliesslich Diätsalze) oder andere Arzneimittel, die das Serumkalium

erhöhen können (z.B. Trimethoprim-haltige Arzneimittel), Arzneimittel zur Behandlung von

Diabetes (einschliesslich oraler Antidiabetika und Insulin), Lithium (ein Arzneimittel zur

Behandlung einer bestimmten Art von Depression) oder gewisse Arzneimittel gegen Schmerzen und

Rheuma einnehmen, einschliesslich Behandlungen mit Arzneimitteln die Gold enthalten. Sprechen

Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wenn Sie einen mTOR-Hemmer (z.B. Temsirolimus,

Sirolimus, Everolimus), Arzneimittel mit der Wirkstoffkombination Sacubitril/Valsartan (eingesetzt

zur Behandlung der Herzinsuffizienz) oder Racecadotril (eingesetzt zur Behandlung von Durchfall)

oder Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2 (z.B. Saxagliptin, Sitagliptin,

Vildagliptin) einnehmen, da die gleichzeitige Verabreichung mit Epril das Risiko für eine allergische

Reaktion, ein sogenanntes Angioödem, erhöhen könnte.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Enalapril bei Kindern und Jugendlichen wurde untersucht.

(Siehe auch «Wie verwenden Sie Epril?»).

Darf Epril während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Wenn Sie denken, dass Sie schwanger sein könnten (oder werden könnten), müssen Sie Ihren Arzt

bzw. Ihre Ärztin informieren. Normalerweise wird Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin empfehlen,

anstelle von Epril ein anderes Arzneimittel einzunehmen, da Epril während der frühen

Schwangerschaft nicht empfohlen wird und Ihr Baby schwerwiegend geschädigt werden kann, wenn

Epril nach dem 3. Schwangerschaftsmonat eingenommen wird.

Normalerweise muss Epril vor dem Beginn einer Schwangerschaft durch ein anderes geeignetes

blutdrucksenkendes Arzneimittel ersetzt werden. Epril sollte nicht während dem zweiten und dritten

Trimester der Schwangerschaft eingenommen werden.

Normalerweise wird Ihr Arzt Ihnen, sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, empfehlen, Epril

abzusetzen.

Wenn Sie während der Therapie mit Epril schwanger werden, informieren und sehen Sie Ihren Arzt

bitte unverzüglich.

Epril wird in sehr kleinen Mengen in der menschlichen Milch ausgeschieden. Konsultieren Sie Ihren

Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie stillen oder wenn Sie beabsichtigen, zu stillen.

Wie verwenden Sie Epril?

Epril kann vor, während oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden. Epril wird mit einem Glas

Wasser eingenommen. Die Tabletten können ganz geschluckt werden oder zur Dosis-Halbierung

oder zur Erleichterung der Einnahme geteilt werden.

Die Dosierung wird vom Arzt oder der Ärztin festgelegt.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird abhängig von Ihrem Zustand und Ihrer Begleitmedikation mit anderen

Arzneimitteln die für Sie geeignete Dosis von Epril bestimmen.

Nehmen Sie Epril jeden Tag genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin ein. Es ist sehr

wichtig, mit der Einnahme des Arzneimittels so lange fortzufahren, wie Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin es

Ihnen verschrieben hat.

Bei hohem Blutdruck

Die übliche empfohlene Anfangsdosis beträgt bei den meisten Patientinnen und Patienten 10 bis

20 mg (1 Tablette Epril mite oder Epril oder 1/2 Tablette Epril 40) einmal täglich. Einige

Patientinnen und Patienten können eine niedrigere Anfangsdosis benötigen.

Die übliche Erhaltungsdosis beträgt eine Tablette zu 20 mg Epril einmal täglich.

Über die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen ab ca. 6 Jahren liegen begrenzte Daten vor. Die

entsprechende Dosierung wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin festlegen.

Bei Herzinsuffizienz

Die übliche empfohlene Anfangsdosis beträgt 2,5 mg (1/2 Tablette Epril submite) einmal täglich. Ihr

Arzt oder Ihre Ärztin wird diese Dosis schrittweise erhöhen, bis die richtige Dosis für Sie gefunden

worden ist.

Die übliche Erhaltungsdosis beträgt eine Tablette zu 20 mg Epril einmal täglich oder 2 Tabletten

Epril mite aufgeteilt in 2 Gaben pro Tag oder einmal täglich 1/2 Tablette Epril 40.

Achten Sie besonders darauf, wenn Sie die erste Dosis einnehmen oder wenn Ihre Dosis erhöht wird.

Falls Sie Benommenheit oder Schwindel verspüren, verständigen Sie unverzüglich Ihren Arzt oder

Ihre Ärztin.

Die Behandlung der Herzinsuffizienz sollte nur unter strenger ärztlicher Kontrolle erfolgen. Die

Dosierung wird vom Arzt oder der Ärztin festgelegt und dient zur Ergänzung einer bereits laufenden

Behandlung (meist Digitalis und/oder Diuretikum).

Es ist wichtig, dass Sie während der Einnahme von Epril die Kontrolluntersuchungen bei Ihrem Arzt

oder Ihrer Ärztin regelmässig einhalten, damit er bzw. sie die Therapie individuell Ihren

Beschwerden anpassen kann.

Sollten Sie jedoch einmal die Einnahme vergessen, so nehmen Sie keine Extradosis ein, sondern

fahren Sie am folgenden Tag wie gewohnt mit der Einnahme fort.

Bei einer Überdosierung sollten Sie sofort mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin Kontakt aufnehmen,

sodass eine allfällige medizinische Behandlung rechtzeitig erfolgen kann. Das wahrscheinlichste

Symptom einer Überdosierung wäre ein Gefühl von Benommenheit oder Schwindel infolge eines

plötzlichen, übermässigen Blutdruckabfalls.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Epril haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Epril auftreten: die häufigsten

Nebenwirkungen sind Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schwäche. Andere weniger häufig

auftretende Nebenwirkungen sind Benommenheit infolge Blutdruckabfall, kurzdauernder

Bewusstseinsverlust (Ohnmacht), Übelkeit, Durchfall, Muskelkrämpfe, Hautausschlag, Husten,

Nierenfunktionsstörungen, verminderte Harnausscheidung, Schwindelgefühl oder Benommenheit

beim raschen Aufstehen infolge Blutdruckabfall, Herzklopfen, Brustschmerz.

Selten können auch andere als die oben aufgeführten Nebenwirkungen auftreten; einige davon

können schwerwiegend sein. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder

Apothekerin nach weiteren Informationen über Nebenwirkungen, die über eine vollständige Liste der

unerwünschten Wirkungen verfügen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin sofort, wenn Sie

solche oder andere ungewöhnliche Symptome beobachten.

Unterbrechen Sie die Einnahme von Epril in irgendeinem der folgenden Fälle und kontaktieren Sie

sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie Schwellungen im Gesicht, an Lippen, Zunge und/oder

im Rachen (Schluck- oder Atembeschwerden) entwickeln; Schwellungen an Händen, Füssen oder

Fussknöcheln erleiden; Nesselausschlag entwickeln.

Sie sollten wissen, dass schwarze Patienten und Patientinnen einem erhöhten Risiko für diese Art

von Reaktionen gegenüber ACE-Hemmern ausgesetzt sind.

Die Anfangsdosis kann einen grösseren Blutdruckabfall bewirken, als anschliessend bei fortgesetzter

Behandlung. Sie können dies als Schwäche oder Schwindel bemerken und es kann hilfreich sein,

sich hinzulegen. Wenn Sie beunruhigt sind, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Ihre Ärztin um Rat.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern

lagern.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Epril enthalten?

Epril enthält als Wirkstoff Enalapril Maleat sowie Hilfsstoffe und ist erhältlich als Tablette mit

Bruchrille zu 5 mg, 10 mg, 20 mg und 40 mg.

Zulassungsnummer

55229 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Epril? Welche Packungen sind erhältlich?

Epril erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Epril 40: Packungen mit 30 und 100 Tabletten (mit Bruchrille/viertelbar) zu 40 mg.

Epril: Packungen mit 30 und 100 Tabletten (mit Bruchrille/teilbar) zu 20 mg.

Epril mite: Packungen mit 30 und 100 Tabletten (mit Bruchrille/teilbar) zu 10 mg.

Epril submite: Packungen mit 30 Tabletten (mit Bruchrille/teilbar) zu 5 mg.

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Diese Packungsbeilage wurde im November 2018 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

Fachinformation

Epril®/- 40/- mite/- submite, Tabletten

Sandoz Pharmaceuticals AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Enalapril Maleat.

Hilfsstoffe: Excipiens pro compresso.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Epril steht als Tabletten mit Bruchrille zu 5 mg, 10 mg, 20 mg und 40 mg Enalapril Maleat zur

Verfügung.

Epril 40: Tablette (mit Bruchrille/viertelbar) zu 40 mg Enalapril Maleat.

Epril: Tablette (mit Bruchrille/teilbar) zu 20 mg Enalapril Maleat.

Epril mite: Tablette (mit Bruchrille/teilbar) zu 10 mg Enalapril Maleat.

Epril submite: Tablette (mit Bruchrille/teilbar) zu 5 mg Enalapril Maleat.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

·Alle Schweregrade der essentiellen Hypertonie.

·Renovaskuläre Hypertonie.

·Behandlung der symptomatischen Herzinsuffizienz.

·Behandlung der asymptomatischen linksventrikulären Dysfunktion mit einer Auswurffraktion von

weniger als 35% und damit Prävention der symptomatischen Herzinsuffizienz.

Dosierung/Anwendung

Die Resorption von Epril wird durch gleichzeitige Nahrungsaufnahme nicht beeinflusst. Epril kann

vor, während oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden. Die Tabletten können ganz

geschluckt werden oder zur Dosis-Halbierung oder zur Erleichterung der Einnahme geteilt werden.

Epril 40 Tabletten können geviertelt werden.

Essentielle Hypertonie

Die Anfangsdosis beträgt bei leichter Hypertonie 10 mg, bei anderen Schweregraden der Hypertonie

20 mg täglich; sie wird einmal täglich verabreicht.

Als übliche Erhaltungsdosis wird einmal täglich eine Tablette zu 20 mg eingenommen. Die

Dosierung sollte den Bedürfnissen des Patienten angepasst werden, eine Maximaldosis von 40 mg

pro Tag jedoch nicht überschritten werden.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Epril Tabletten wurde bei hypertensiven Kindern und

Jugendlichen im Alter von 1 Monat bis 16 Jahre untersucht.

Zur Anwendung von Epril bei Kindern mit einem Körpergewicht von 20 bis <50 kg (ab ca. 6 Jahren)

liegen begrenzte Daten zur Wirksamkeit und Verträglichkeit vor. Bei Patienten, die Tabletten

schlucken können, sollte die Dosis individuell dem Zustand des Patienten angepasst werden. Die

empfohlene Anfangsdosis beträgt 2,5 mg (½ Tablette Epril submite) für Patienten mit einem

Körpergewicht von 20 bis <50 kg und 5 mg für Patienten mit einem Körpergewicht von ≥50 kg.

Die Dosierung sollte sich nach den Erfordernissen des Patienten richten, wobei ein Maximum von 20

mg/Tag für Patienten mit einem Körpergewicht von 20 bis <50 kg und von 40 mg/Tag für Patienten

≥50 kg nicht überschritten werden sollte.

Epril wird für Neugeborene und pädiatrische Patienten mit einer glomerulären Filtrationsrate <30

ml/min/1,73 m² nicht empfohlen, da keine Daten dazu vorliegen.

Für Kinder ab 2 Monaten liegen begrenzte Daten zur Pharmakokinetik vor (vgl.

«Eigenschaften/Wirkungen» und «Pharmakokinetik»).

Dosierung bei älteren Patienten

Ältere hypertensive Patienten können unter Umständen eine ausgeprägtere Reaktion auf Enalapril

aufweisen als jüngere Patienten, weshalb die Anfangsdosierung üblicherweise 10 mg täglich nicht

überschreiten sollte. Es ist darauf zu achten, dass die Dosierung der Nierenfunktion angepasst ist, da

diese den wichtigsten Einfluss auf die pharmakokinetischen Parameter in dieser Gruppe darstellt

(siehe «Dosierung bei Niereninsuffizienz»).

Renovaskuläre Hypertonie

Da bei diesen Patienten Blutdruck und Nierenfunktion besonders empfindlich auf eine ACE-

Hemmung reagieren können, soll mit einer niedrigen Initialdosis begonnen werden (z.B. 5 mg oder

weniger). Die Dosierung sollte dann den Bedürfnissen des Patienten angepasst werden. Die meisten

Patienten sprechen auf 1 Tablette zu 20 mg, einmal täglich eingenommen, an.

Gleichzeitige Behandlung mit Diuretika bei Hypertonie

Eine symptomatische Hypotonie kann nach der Initialdosis von Epril auftreten, vor allem bei

Patienten, die mit Diuretika vorbehandelt wurden. Da diese Patienten einen Volumen- oder

Natriummangel aufweisen können, ist entsprechende Vorsicht geboten. Vor dem Beginn der

Behandlung mit Epril sollten die Diuretika 2–3 Tage abgesetzt werden. Falls dies nicht möglich ist,

empfiehlt sich eine niedrige Anfangsdosis von Epril (5 mg oder weniger), um die initiale

Blutdruckreaktion zu beobachten. Die Erhaltungsdosis sollte dann den Bedürfnissen des Patienten

angeglichen werden.

Dosierung bei Niereninsuffizienz

Im Allgemeinen sollte das Intervall zwischen den Enalaprildosen verlängert und/oder die Dosierung

reduziert werden.

Nierenfunktion

Kreatinin-Clearance

Anfangsdosis

Leicht eingeschränkt

von 31 bis 80 ml/min

5-10 mg/Tag

Mässig eingeschränkt

von 11 bis 30 ml/min

2,5-5 mg/Tag

Stark eingeschränkt (normalerweise werden diese

Patienten dialysiert)**

10 ml/min oder

weniger

2,5 mg am

Dialysetag*

* Enalaprilat ist dialysierbar. An Tagen ohne Dialyse sollte die Dosis sich nach der

Blutdruckreaktion richten.

** Beachte: «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» – «Patienten unter Hämodialyse».

Herzinsuffizienz

Die Anfangsdosierung bei Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz oder asymptomatischer

links-ventrikulärer Dysfunktion beträgt 2,5 mg (½ Tablette Epril submite) und sollte unter genauer

medizinischer Überwachung verabreicht werden, um die initiale Auswirkung auf den Blutdruck zu

beobachten. Epril kann bei der Behandlung der symptomatischen Herzinsuffizienz mit Diuretika und

mit Digitalis angewendet werden.

Nach erfolgreicher Einleitung der Therapie soll die Dosierung entsprechend der Reaktion des

Patienten bis zur üblichen Erhaltungsdosierung von 20 mg erhöht werden. Diese kann als einmal

tägliche oder aufgeteilte Gabe verabreicht werden. Die Anpassung kann über einen Zeitraum von 2–

4 Wochen erfolgen. Verbleibende Symptome einer Herzinsuffizienz können eine raschere

Dosisanpassung erfordern.

Bei Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz konnte mit diesem Dosierungsschema eine

Reduktion der Mortalität gezeigt werden.

Blutdruck und Nierenfunktion sollten vor und nach der Behandlung mit Epril (s. «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen») überwacht werden, weil Hypotonie und (in selteneren Fällen) dadurch

bedingte Nierenstörungen beobachtet worden sind.

Wenn möglich sollte die Dosierung des Diuretikums vor Therapiebeginn reduziert werden. Das

Auftreten einer Hypotonie nach der Anfangsdosis von Epril impliziert nicht, dass sich während einer

Dauertherapie mit Epril eine Hypotonie wiederholen muss, und schliesst eine fortlaufende

Behandlung mit dem Medikament nicht aus.

Serumkalium sollte ebenfalls überwacht werden (siehe «Interaktionen»).

Kontraindikationen

Epril ist bei Patienten, die auf irgendeinen Bestandteil dieses Präparats überempfindlich reagieren,

bei Patienten mit hereditärem oder idiopathischem Angioödem oder bei denen sich unter einer

früheren Behandlung mit einem ACE-Hemmer oder einem Angiotensin II Rezeptor Antagonist ein

angioneurotisches Ödem entwickelt hatte, sowie während des zweiten und dritten Trimesters der

Schwangerschaft kontraindiziert.

Die gleichzeitige Anwendung von Epril mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei Patienten mit

Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR <60 ml/min/1,73 m2) kontraindiziert.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Symptomatische Hypotonie

Selten wurde bei Patienten mit unkomplizierter Hypertonie eine symptomatische Hypotonie

beobachtet. Sie tritt bei Hypertonikern mit grösserer Wahrscheinlichkeit auf, wenn der Patient an

einem Volumenmangel leidet, z.B. infolge einer vorangehenden Diuretikatherapie, einer Diät mit

eingeschränkter Kochsalzzufuhr, einer Dialysebehandlung oder nach Durchfällen und Erbrechen

(siehe «Interaktionen» und «Unerwünschte Wirkungen»).

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz – mit oder ohne begleitende Niereninsuffizienz – wurde eine

symptomatische Hypotonie nicht selten beobachtet. Diese kann besonders bei schwererer

Herzinsuffizienz (charakterisiert durch hohe Dosen von Schleifendiuretika, Hyponatriämie und

funktionelle Niereninsuffizienz) auftreten. Bei diesen Patienten soll die Einleitung der Behandlung

sowie eine Anpassung der Dosierung von Epril und/oder eines zusätzlichen Diuretikums unter enger

medizinischer Kontrolle erfolgen.

Ähnliche Überlegungen gelten für Patienten mit ischämischer Herzerkrankung oder

zerebrovaskulärer Erkrankung, bei denen ein übermässiger Blutdruckabfall zu einem Myokardinfarkt

oder zu einem zerebrovaskulären Insult führen kann.

Falls eine Hypotonie auftritt, sollte der Patient flach gelagert werden. Der Ersatz des

Volumenmangels kann notwendig werden; er kann durch orale Flüssigkeitsaufnahme oder mittels

intravenöser physiologischer Kochsalzlösung erfolgen. Die Behandlung mit Epril kann gewöhnlich

nach der Wiederherstellung eines ausreichenden Blutvolumens und Blutdruckes fortgesetzt werden.

Bei gewissen Patienten mit Herzinsuffizienz und normalem oder niedrigem Blutdruck kann unter

Epril eine zusätzliche Senkung des systemischen Blutdrucks erfolgen. Dieser Effekt ist voraussehbar,

und er stellt gewöhnlich keinen Grund zum Absetzen der Therapie dar. Geht die Hypotonie mit

Symptomen einher, kann eine Dosisreduktion oder das Absetzen von Diuretika und/oder Epril

erforderlich werden.

Aortastenose/Hypertrophische Kardiomyopathie

Wie alle Vasodilatatoren, sollten ACE-Hemmer Patienten mit Obstruktion im Ausflusstrakt des

linken Ventrikels mit Vorsicht verabreicht werden.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei gewissen Patienten mit Herzinsuffizienz kann eine während der Behandlung mit Epril

auftretende Hypotonie eine weitere Verschlechterung der Nierenfunktion bewirken. Akutes

Nierenversagen, meist reversibel, ist in solchen Fällen schon beobachtet worden.

Patienten mit Niereninsuffizienz benötigen möglicherweise eine Dosisreduktion und/oder eine

weniger häufige Verabreichung des Medikaments (s. «Dosierung/Anwendung»). Gewisse

Hypertoniker ohne Anzeichen einer vorbestehenden Nierenkrankheit zeigten ein meist geringfügiges

und gewöhnlich vorübergehendes Ansteigen des Blutharnstoffs und des Serumkreatinins, wenn Epril

zusammen mit einem Diuretikum verabreicht wurde. Eine Reduktion der Dosis und/oder das

Absetzen des Diuretikums und/oder von Epril können notwendig werden.

«Duale Blockade» des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

Siehe «Interaktionen».

Renovaskuläre Hypertonie

Epril kann angewendet werden, falls ein chirurgischer Eingriff nicht in Frage kommt oder vor einem

solchen. Bei gewissen Patienten mit einer bilateralen Nierenarterienstenose oder einer Stenose der

Arterie einer Einzelniere wurde eine Erhöhung der Blutharnstoff- und Serumkreatininwerte

beobachtet, die bei Abbruch der Behandlung reversibel war. Diese Beobachtung trifft besonders bei

Patienten mit Niereninsuffizienz zu und konnte mit der funktionellen Bedeutung von Angiotensin II

für die Aufrechterhaltung des glomerulären Filtrationsdruckes in Zusammenhang gebracht werden.

Überempfindlichkeit/angioneurotisches Ödem

Bei Patienten, die mit ACE-Hemmern – Epril eingeschlossen – behandelt wurden, sind selten

angioneurotische Ödeme des Gesichts, der Extremitäten, der Lippen, Zunge, Glottis und/oder des

Larynx beobachtet worden (siehe auch «Unerwünschte Wirkungen»). Epril sollte in diesen Fällen

sofort abgesetzt und der Patient sorgfältig überwacht werden, bis die Schwellung verschwunden ist.

Sogar Patienten, bei denen die Schwellungen nur die Zunge involviert, ohne Atemnot, benötigen

unter Umständen eine verlängerte Beobachtung, da die Behandlung mit Antihistaminika und

Kortikosteroiden ungenügend sein kann.

Sehr selten wurde über Todesfälle beim angioneurotischen Ödem im Zusammenhang mit

Larynxödem und Zungenödem berichtet. Bei Patienten, bei denen Zunge, Glottis oder Larynx

betroffen sind, ist es gut möglich, dass die Atemwege blockiert werden, insbesondere bei denjenigen

Patienten, die eine Atemwegs-Operation hatten. Sind Zunge, Larynx und Glottis betroffen, so sollten

sofort adäquate therapeutische Massnahmen ergriffen werden, welche die subkutane Injektion einer

Lösung von Adrenalin 1:1000 (0,3 ml bis 0,5 ml) und/oder Massnahmen zur Sicherstellung eines

offenen Atemwegs einschliessen können. Der Patient sollte medizinisch streng überwacht werden.

Bei schwarzen Patienten, die ACE-Hemmer erhielten, wurde über eine höhere Inzidenz von

Angioödem im Vergleich zu nicht-schwarzen Patienten berichtet.

Patienten, welche ein Angioödem ohne Zusammenhang mit einer ACE-Hemmer-Therapie (z.B. im

Rahmen einer Therapie mit Angiotensin-II-Rezeptor Antagonisten) in ihrer Anamnese aufweisen,

könnten einem höheren Risiko ausgesetzt sein, dass durch die Therapie mit einem ACE-Hemmer ein

Angioödem ausgelöst würde (siehe auch «Kontraindikationen»).

Bei gleichzeitiger Verabreichung von ACE-Hemmern und mTOR-Hemmern (mammalian target of

rapamycin; z.B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus) oder Hemmern der Dipeptidylpeptidase IV

(DPP-IV-Hemmer) könnten Patienten durch diese Therapie einem höheren Angioödem-Risiko

ausgesetzt sein.

Anaphylaktische Reaktionen während Hymenoptera Desensibilisierung

In seltenen Fällen sind bei Patienten unter ACE-Hemmer-Therapie lebensbedrohliche

anaphylaktische Reaktionen während der Desensibilisierung mit Insektengift aufgetreten. Diese

Reaktionen konnten vermieden werden, wenn die Behandlung mit dem ACE-Hemmer vor der

Desensibilisierung vorübergehend unterbrochen wurde. In solchen Fällen darf der ACE-Hemmer

überdies nicht durch einen Betablocker ersetzt werden. Selten kann es nach Insektenstichen zu

anaphylaktischen Reaktionen kommen.

Anaphylaktische Reaktionen während LDL-Apherese

In seltenen Fällen sind bei Patienten unter ACE-Hemmer-Therapie lebensbedrohliche

anaphylaktische Reaktionen während der LDL-Apherese mit Dextran Sulfat aufgetreten. Diese

Reaktionen konnten vermieden werden, wenn die Behandlung mit dem ACE-Hemmer vor der LDL-

Apherese vorübergehend unterbrochen wurde.

Patienten unter Hämodialyse

Bei Patienten, die mit «High-flux»-Membranen (z.B. AN69®) dialysiert und gleichzeitig mit einem

ACE-Hemmer behandelt worden sind, wurden anaphylaktoide Reaktionen beobachtet. Bei diesen

Patienten sollten andere Membrantypen oder ein Antihypertonikum einer anderen Substanzklasse in

Betracht gezogen werden.

Husten

Husten wurde im Zusammenhang mit der Anwendung von ACE-Hemmern beobachtet.

Charakteristisch ist es ein unproduktiver, resistenter Husten, der nach Absetzen der Therapie

reversibel ist. Bei der Differentialdiagnose des Hustens sollte die ACE-Hemmer-Therapie

berücksichtigt werden.

Therapieumstellung von Patienten unter Betablocker-Behandlung

Die Behandlung mit Betablockern sollte nicht abrupt unterbrochen werden: ihre Dosierung soll nach

Beginn der Behandlung mit Epril ausschleichend titriert werden (siehe Fachinformation des

Betablockers).

Chirurgie/Anästhesie

Bei grosschirurgischen Eingriffen oder während der Anästhesie mit Mitteln, die eine Hypotonie

bewirken, blockiert Epril die Angiotensin-II-Bildung, die Renin-Freisetzung sekundär ausgleichend.

Eine Hypotonie, bei der dieser Mechanismus als Ursache angenommen wird, kann durch

Volumenexpansion korrigiert werden.

Hyperkaliämie

Risikofaktoren für das Auftreten einer Hyperkaliämie sind Niereninsuffizienz, Diabetes mellitus und

die gleichzeitige Verwendung von kaliumsparenden Diuretika (z.B. Spironolacton, Eplerenon,

Triamteren oder Amilorid), Kaliumzusätzen, oder Kalium enthaltenden Salzen (siehe

«Interaktionen»).

Die Einnahme von Kaliumzusätzen, kaliumsparenden Wirkstoffen oder Kalium enthaltenden Salze

kann besonders bei Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion zu einem signifikanten Anstieg des

Serumkaliums führen. Hyperkaliämie kann schwerwiegende, manchmal tödliche, Arrhythmien

bewirken.

Falls die gleichzeitige Verwendung von Epril und eine der oben erwähnten Wirksubstanzen

angezeigt ist, so sollten diese mit Vorsicht verwendet werden und das Serumkalium sollte

regelmässig kontrolliert werden (siehe auch «Interaktionen» – «Serumkalium»).

Hypoglykämie

Diabetiker, die mit oralen Antidiabetika oder Insulin behandelt werden, und die neu eine Behandlung

mit einem ACE Inhibitor beginnen, sollten darüber informiert werden, ihre Blutzuckerwerte in

Hinblick auf eine Hypoglykämie engmaschig zu kontrollieren, insbesondere während den ersten

Monaten der gleichzeitigen Verwendung (siehe auch «Interaktionen» – «Antidiabetika»).

Kinder und Jugendliche

Erfahrungen bezüglich Wirksamkeit und Sicherheit bei hypertensiven Kindern über 6 Jahre gibt es

nur beschränkte. Für andere Indikationen bei Kindern gibt es keine Erfahrungen. Beschränkte

pharmakokinetische Daten sind erhältlich für Kinder ab 2 Monaten (siehe auch

«Dosierung/Anwendung», «Eigenschaften/Wirkungen», und «Pharmakokinetik»). Epril ist bei

Kindern in anderen Indikationen als Hypertension nicht empfohlen.

Epril Tabletten sind bei Neugeborenen und bei Kindern mit einer glomerulären Filtrationsrate von

<30 ml/min/1,73 m² nicht empfohlen, da keine Daten vorliegen (siehe auch

«Dosierung/Anwendung»).

Interaktionen

Werden gleichzeitig mit Epril andere antihypertensive Medikamente verabreicht, so kann die

blutdrucksenkende Wirkung erhöht werden: dies trifft ganz speziell für Diuretika zu.

Es wurde gezeigt, dass die Kombination von Epril mit Betablockern, Methyldopa oder

Kalziumantagonisten die blutdrucksenkende Wirkung verbessert.

Zusammen mit Epril eingesetzt, können Kaliumzusätze oder kaliumsparende Diuretika (wie z.B.

Spironolacton, Triamteren oder Amilorid) zu einem signifikanten Anstieg des Serumkaliums führen,

insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (siehe «Serumkalium»).

Serumkalium

In klinischen Studien bewegten sich die Kaliumspiegel üblicherweise im Normbereich. Bei

hypertensiven Patienten, die bis zu 48 Wochen lang mit Epril allein behandelt wurden, konnten

durchschnittliche Erhöhungen um 0,2 mmol/l der Serumkaliumwerte beobachtet werden. Die

Kombination mit einem Thiaziddiuretikum beeinflusste die Serumkaliumwerte praktisch nicht.

Wird Epril gleichzeitig mit einem kaliumausschwemmenden Diuretikum verabreicht, so wird die

diuretikabedingte Hypokaliämie gemindert.

Folgende Risikofaktoren begünstigen die Entwicklung einer Hyperkaliämie: Niereninsuffizienz,

Diabetes mellitus und gleichzeitige Verabreichung von kaliumsparenden Diuretika (z.B.

Spironolacton, Eplerenon, Triamteren oder Amilorid), Kaliumzusätzen oder Kalium enthaltenden

Diätsalze.

Sollten die vorgenannten Arzneimittel und Substanzen trotzdem mit Epril zusammen verabreicht

werden, so soll deren Anwendung vor allem bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit

Vorsicht und unter häufiger Kontrolle des Serumkaliums erfolgen (siehe auch «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen» – «Hyperkaliämie»).

Antidiabetika

Epidemiologische Studien haben darauf hingewiesen, dass die gleichzeitige Verwendung von ACE

Inhibitoren und Antidiabetika (Insuline, orale hypoglykämische Substanzen) zu einer verstärkten

Senkung des Blutzuckers führen können, mit dem Risiko einer Hypoglykämie. Dieses Phänomen

scheint häufiger aufzutreten in den ersten Wochen der gleichzeitigen Therapie und bei Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion. Bei Diabetikern, die mit oralen Antidiabetika oder Insulin behandelt

werden, sollte der Blutzucker engmaschig auf Hypoglykämie kontrolliert werden, insbesondere

während der ersten Monate der Behandlung mit einem ACE Inhibitor (siehe auch «Warnhinweise

und Vorsichtsmassnahmen» – «Hypoglykämie»).

Serumlithium

Wie bei anderen Arzneimitteln, die Natrium ausschwemmen, kann sich die Ausscheidung von

Lithium reduzieren. Deshalb sollen die Lithiumspiegel sorgfältig überwacht werden, falls

Lithiumsalze verabreicht werden müssen.

Nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel inklusive selektiver Cyclooxygenase-2

Hemmer

Nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel, inklusive selektive Cyclooxygenase-2

Hemmer (COX-2 Hemmer), können die Wirkung von Diuretika und anderen antihypertensiven

Arzneimitteln reduzieren. Deshalb kann der antihypertensive Effekt von Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder ACE-Hemmern durch NSAIDs inklusive COX-2 Hemmer reduziert werden.

Bei einigen Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion (z.B. ältere Patienten oder Patienten mit

Volumenverminderung, inklusive Patienten unter Diuretikatherapie), die mit nicht-steroidalen

Entzündungshemmern inklusive Cyclooxygenase-2 Hemmern behandelt werden, kann die

gleichzeitige Verabreichung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder ACE-Hemmern zu

einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion führen, inklusive möglichem akutem

Nierenversagen. Diese Effekte sind gewöhnlich reversibel. Deshalb sollte die Kombination bei

Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion mit Vorsicht angewendet werden.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme

der Nierenfunktion (einschliesslich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des

RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen.

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur

unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Gold

Über nitritoide Reaktionen (die Symptome umfassen Erröten des Gesichtes, Übelkeit, Erbrechen und

Hypotension) wurde selten berichtet bei Patienten, die gleichzeitig mit injizierter Goldlösung

(Natriumaurothiomalat) und ACE Inhibitoren, einschliesslich Enalapril, behandelt wurden.

Mammalian Target of Rapamycin (mTOR)-Hemmer

Bei gleichzeitiger Verabreichung von mTOR-Hemmern (z.B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus),

könnten Patienten durch diese Therapie einem höheren Angioödem-Risiko ausgesetzt sein (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Dipeptidylpeptidase IV Hemmer (DPP-IV-Hemmer)

Die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und DPP-IV-Hemmern kann zu einem erhöhten

Risiko für Angioödeme führen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Schwangerschaft/Stillzeit

Es gibt klare Hinweise für Risiken des menschlichen Fetus. Epril darf deshalb während der

Schwangerschaft nicht angewendet werden. Falls eine Schwangerschaft festgestellt wird, soll Epril

abgesetzt werden, ausser wenn die Therapie für die Mutter als lebenswichtig erachtet wird. Bei

Frauen, die schwanger werden könnten, sollte eine zuverlässige Kontrazeption angewendet werden.

In einer publizierten retrospektiven epidemiologischen Studie schien es, dass Kinder, deren Mütter

während dem ersten Trimester der Schwangerschaft mit ACE Inhibitoren behandelt wurden, ein

höheres Risiko (relatives Risiko = 2,71, 95% Konfidenzintervall: 1,72–4,27) für schwerwiegende

kongenitale Missbildungen aufwiesen im Vergleich zu Kindern, deren Mütter während dem ersten

Trimester der Schwangerschaft keine Exposition gegenüber ACE Inhibitoren hatten. Die Anzahl der

Fälle von Missbildungen ist klein und die Ergebnisse dieser Studie konnten bisher nicht wiederholt

werden.

ACE-Hemmer können fetale und neonatale Morbidität und Mortalität verursachen, wenn sie im

zweiten oder dritten Trimester verabreicht werden.

Der Einsatz von ACE-Hemmern während des zweiten und dritten Trimesters wurde mit fetalen und

neonatalen Schädigungen einschliesslich Hypotonie, Nierenversagen, Hyperkaliämie und/oder

Schädelhypoplasien beim Neugeborenen assoziiert.

Bei der Mutter wurde über Oligohydramnie berichtet, die wahrscheinlich im Zusammenhang mit

einer erniedrigten fetalen Nierenfunktion steht und die Kontrakturen der Gliedmassen sowie

kraniofaziale Missbildungen und die Entwicklung hypoplastischer Lungen nach sich ziehen kann. In

jenen sehr seltenen Ausnahmefällen, wo der Arzt dennoch den Einsatz eines ACE-Hemmers in der

Schwangerschaft erwägt (weil andere Präparate ungenügend wirksam oder kontraindiziert sind) muss

die Patientin über die potentielle Gefährdung des Fetus in Kenntnis gesetzt werden.

In jenen sehr seltenen Fällen, wo der Einsatz eines ACE-Hemmers während der Schwangerschaft

unumgänglich ist, sollten in regelmässigen Abständen Ultraschalluntersuchungen durchgeführt

werden, um intraamniotische Veränderungen zu beurteilen.

Falls eine Oligohydramnie festgestellt wird, sollte Epril abgesetzt werden, ausser wenn die Therapie

für die Mutter als lebenserhaltend erachtet wird.

Arzt und Patient sollten sich aber bewusst sein, dass eine Oligohydramnie auftreten kann, wenn der

Fetus schon irreversible Dauerschäden hat.

Neugeborene, deren Mütter Epril während der Schwangerschaft eingenommen haben, sollten

sorgfältig bezüglich Hypotonie, Oligurie und Hyperkaliämie überwacht werden.

Epril, das die Placentarschranke passiert, wurde z.T. erfolgreich durch Peritonealdialyse aus dem

Neugeborenen-Kreislauf entfernt. Theoretisch könnte dies auch durch eine Austauschtransfusion

erreicht werden.

Enalapril und Enalaprilat werden in Spuren in die Muttermilch ausgeschieden. Bei der

Verschreibung von Epril an stillende Mütter ist Vorsicht geboten.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Das individuelle Ansprechen auf das Arzneimittel kann unterschiedlich sein. Gewisse unerwünschte

Wirkungen, die mit Epril gemeldet wurden, können die Fähigkeit zum Autofahren oder Bedienen

von Maschinen beeinflussen (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Dies gilt in verstärktem Masse zu

Behandlungsbeginn sowie bei gleichzeitigem Genuss von Alkohol.

Unerwünschte Wirkungen

Die folgenden unerwünschten Wirkungen sind während kontrollierten klinischen Studien oder nach

Markteinführung des Präparats beobachtet worden:

(Sehr häufig [≥1/10], häufig [≥1/100, <1/10], gelegentlich [≥1/1000, <1/100], selten [≥1/10'000,

<1/1000] und sehr selten [<1/10'000], einschliesslich gemeldeter Einzelfälle).

* Wenn die gesamte klinische Studienerfahrung bezüglich Enalapril betrachtet wird (dies beinhaltet

die «SOLVD Treatment and Prevention Trials» bei Patienten mit signifikanter links-ventrikulärer

Dysfunktion), so sind die unerwünschten Wirkungen mit einer Häufigkeit von «sehr häufig»

Schwindel (30,6%), verschwommenes Sehen (12,6%), Husten (20,4%), Nausea (12,6%) und

Asthenie (31,4%). In den Studien mit hypertensiven Patienten ist die Häufigkeit jedoch sehr viel

niedriger: verschwommenes Sehen (0,17%), gelegentlich; Schwindel (4,3%), Husten (1,3%),

Brechreiz (1,4%) und Müdigkeit/Asthenie (3,0%), häufig.

Störungen des Blut- und Lymphsystems

Mit der Verabreichung von Epril gingen selten klinisch relevante Veränderungen der Laborwerte

einher.

Selten: Neutropenie, Senkungen des Hämoglobins, Senkungen des Hämatokrits, Thrombozytopenie,

Agranulozytose, Knochenmarkdepression.

Endokrine Störungen

Sehr selten: Syndrom der inadäquaten Sekretion des antidiuretischen Hormons (SIADH).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Fälle von Hypoglykämie bei Diabetikern, die mit Antidiabetika oder Insulin behandelt

wurden.

Störungen des Nervensystems und Psychiatrische Störungen

Sehr häufig: Schwindel (30,6%)*.

Häufig: Kopfschmerzen, Depression, Synkope, Geschmacksbeeinträchtigung.

Gelegentlich: Verwirrtheit, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Nervosität, Parästhesien, Vertigo,

Abschwächung der Libido.

Selten: abnormes Träumen.

Augenleiden

Sehr häufig: Sehstörungen (verschwommenes Sehen) (12,6%)*.

Funktionsstörungen des Ohrs und des Innenohrs

Gelegentlich: Tinnitus.

Funktionsstörungen des Herzens und der Gefässe

Häufig: Hypotonie einschliesslich orthostatische Hypotonie, Myokardinfarkt oder zerebrovaskulärer

Insult, möglicherweise als Folge übermässiger Hypotonie bei Hochrisiko-Patienten (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»), Thoraxschmerzen, Rhythmusstörungen, Angina

pectoris.

Gelegentlich: orthostatische Hypotonie, Palpitationen, Erröten.

Selten: Raynaud-Syndrom.

Respiratorische, thorakale und mediastinale Funktionsstörungen

Sehr häufig: Husten (20,4%)*.

Häufig: Dyspnoe, Pneumonie.

Gelegentlich: Rhinorrhoe, Halsentzündung und Heiserkeit, Bronchospasmen/Asthma, Bronchitis.

Selten: Lungeninfiltrate.

Gastrointestinale Beschwerden

Sehr häufig: Brechreiz (12,6%)*.

Häufig: Durchfall, Abdominalschmerzen.

Gelegentlich: Ileus, Pankreatitis, Erbrechen, Dyspepsie, Verstopfung, Anorexie, Mundtrockenheit.

Selten: Stomatitis, Glossitis.

In sehr seltenen Fällen wurde über intestinales Angioödem im Zusammenhang mit ACE-Hemmern

einschliesslich Enalapril berichtet.

Funktionsstörungen der Leber und der Galle

Selten: Leberversagen, hepatozelluläre oder cholestatische Hepatitis, Gelbsucht.

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Überempfindlichkeit, angioneurotisches Ödem.

Bei Patienten, die mit ACE-Hemmern – Epril eingeschlossen – behandelt wurden, sind

angioneurotische Ödeme des Gesichts, der Extremitäten, der Lippen, Zunge, Glottis und/oder des

Larynx beobachtet worden (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Epril sollte in

diesen Fällen sofort abgesetzt und der Patient sorgfältig überwacht werden, bis die Schwellung

verschwunden ist. Bei Schwellungen, die auf Gesicht und Lippen beschränkt waren, besserte sich der

Zustand im Allgemeinen ohne Behandlung. Oft erwiesen sich aber Antihistaminika zur Linderung

der Symptome als nützlich.

Angioneurotisches Ödem mit Larynxödem zusammen kann lebensbedrohlich sein. Sind Zunge,

Glottis oder Larynx betroffen, was die Gefahr einer Atemwegsobstruktion in sich birgt, so sollten

sofort adäquate therapeutische Massnahmen ergriffen werden, welche die subkutane Injektion einer

Lösung von Adrenalin 1:1000 (0,3 ml bis 0,5 ml) und/oder Massnahmen zur Sicherstellung eines

offenen Atemwegs einschliessen können.

Gelegentlich: Diaphoresis, Hyperhydrosis, Pruritus, Urtikaria, Alopezie.

Selten: Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, Dermatitis exfoliativa, toxische

epidermale Nekrolyse, Pemphigus.

Ein Komplex von Symptomen, welcher einige oder alle der folgenden Symptome einschliessen kann:

Fieber, Serositis, Vaskulitis, Myalgie/Myositis, Arthralgie/Arthritis, positive antinukleäre

Antikörper, erhöhte Erythrozytensedimentation, Eosinophilie und Leukozytose, wurde beschrieben.

Hautausschläge, Lichtempfindlichkeit oder andere dermatologische Manifestationen können dabei

auftreten.

Funktionsstörungen des Bewegungsapparates und des Bindegewebes

Gelegentlich: Muskelkrämpfe.

Funktionsstörungen der Nieren und ableitenden Harnwege

Gelegentlich: Nierenfunktionsstörungen, Nierenversagen.

Selten: Oligurie.

Funktionsstörungen der Fortpflanzungsorgane und der Brust

Gelegentlich: Impotenz.

Allgemeine Störungen

Sehr häufig: Asthenie (31,4%)*.

Häufig: Müdigkeit.

Untersuchungen/Beeinflussung von Laborwerten

Häufig: Hyperkaliämie, Erhöhungen des Serumkreatinins.

Gelegentlich: Erhöhungen des Blutharnstoffs, Hyponatriämie.

Selten: Erhöhungen der Leberenzyme, Erhöhungen des Serum-Bilirubins.

Kinder und Jugendliche

Das Nebenwirkungsprofil bei Kindern und Jugendlichen unterscheidet sich nicht von demjenigen,

das bei Erwachsenen beobachtet wurde.

Überdosierung

Es liegen wenig Berichte von Überdosierungen beim Menschen vor. Die markanteste Auswirkung

einer Überdosierung die beschrieben wurde, ist eine ausgeprägte Hypotonie, die als Auswirkung der

Blockierung des RAA-Systems ca. 6 Stunden nach Einnahme der Tabletten einsetzte, sowie Stupor.

Serumspiegel von Enalaprilat, die 100- bis 200-mal höher waren als nach Gabe therapeutischer

Dosen, wurden nach Einnahme von 300 mg resp. 440 mg Enalapril beobachtet.

Bei Überdosierung wird eine intravenöse Infusion von physiologischer Kochsalzlösung empfohlen.

Falls verfügbar, kann eine Angiotensin-II-Infusion nützlich sein. Hat die Einnahme kürzlich

stattgefunden, so soll eine Emesis erwirkt werden. Enalaprilat kann mittels Hämodialyse aus dem

Kreislauf entfernt werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» – «Patienten unter

Hämodialyse»).

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C09AA02

Epril (Enalapril Maleat) ist das Maleatsalz des Enalaprils, eines Abkömmlings zweier Aminosäuren,

nämlich des L-Alanins und des L-Prolins. Nach oraler Verabreichung wird Enalapril schnell

resorbiert und danach zu Enalaprilat hydrolysiert, das ein spezifischer, langwirksamer, nicht

sulfhydrylhaltiger Hemmer des Angiotensin-Converting-Enzyms (ACE) ist.

Hypertonie

Epril ist bei der Behandlung aller Schweregrade der Hypertonie wirksam. In der Regel als

Monotherapie. Wenn die Blutdruckeinstellung ungenügend ist, kann Epril zusammen mit einem

Diuretikum und/oder einem Betablocker verabreicht werden. Die Gefahr einer thiazidinduzierten

Hypokaliämie und Hyperurikämie ist unter Epril nachgewiesenermassen minimal.

Epril moduliert einen spezifischen physiologischen Mechanismus, nämlich das Renin-Angiotensin-

Aldosteron-System, das bei der Blutdruckregulierung eine wichtige Rolle spielt.

Die Wirkung setzt bei Epril innert einer Stunde nach Verabreichung ein, und der Effekt hält im

Allgemeinen 24 Stunden lang an.

Herzinsuffizienz

Epril bewirkt eine Reduktion der Arbeitsbelastung des Herzens (preload und afterload). Das Herz

erbringt dadurch eine wirksamere Pumpleistung mit erhöhtem Herzminutenvolumen und die bei

Patienten mit Herzinsuffizienz gewöhnlich erhöhte Herzfrequenz sinkt. Besonders initial kann eine

Hypotonie auftreten (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Die Belastungstoleranz kann sich häufig erhöhen, wodurch die Patienten ihre alltäglichen

Verrichtungen leichter ausführen können.

In einer multizentrischen, placebokontrollierten Doppelblindstudie wurde die Wirkung von Enalapril

bei 6797 Patienten mit links-ventrikulärer Dysfunktion (SOLVD) untersucht.

2569 Patienten mit allen Schweregraden einer symptomatischen Herzinsuffizienz (vorwiegend leicht

und mittelschwerer Ausprägung, Klasse II und III nach den Kriterien der NYHA) wurden im

«Behandlungsarm» und 4228 Patienten mit asymptomatischer links-ventrikulärer Dysfunktion im

«Präventionsarm» randomisiert. Kombiniert man die Ergebnisse beider Interventionsarme, zeigt sich

ein insgesamt vermindertes Risiko der Entwicklung bedeutsamer ischämischer Insulte. Enalapril

senkte bei Patienten mit links-ventrikulärer Dysfunktion die Inzidenz von Myokardinfarkten und die

Anzahl der Spitaleinweisungen wegen instabiler Angina Pectoris.

Darüber hinaus beugte Enalapril im «Präventionsarm» signifikant der Entwicklung einer

symptomatischen Herzinsuffizienz vor und verringerte die Häufigkeit von Spitaleinweisungen wegen

Herzinsuffizienz.

Im «Behandlungsarm» senkte Enalapril als adjuvante Therapie zur konventionellen Behandlung

signifikant die Mortalität und die Anzahl der Spitaleinweisungen infolge Herzinsuffizienz und

verbesserte den Status nach NYHA-Klassifikation.

In einer ähnlichen Studie (CONSENSUS Trial) bei 253 Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz

(NYHA Klasse IV) senkte Enalapril als Zusatz zur konventionellen Therapie signifikant die

Mortalität und zeigte eine Verbesserung der Symptome.

Kinder und Jugendliche

In einer klinischen Studie mit 110 hypertensiven Patienten im Alter von 6 bis 16 Jahren erhielten

Patienten mit einem Gewicht von <50 kg entweder 0,625, 2,5 oder 20 mg Enalapril täglich, und

Patienten mit einem Gewicht von ≥50 kg entweder 1,25, 5 oder 40 mg Enalapril täglich. In den

Dosisbereichen 2,5 bis 20 mg bzw. 5 bis 40 mg wurde eine ausreichende antihypertensive Wirkung

erreicht, bei Dosen von 0,625 und 1,25 mg war kein konsistenter Effekt vorhanden. Die höchste,

untersuchte Dosierung war 0,58 mg/kg (bis 40 mg) einmal täglich.

Pharmakokinetik

Absorption

Orales Enalapril wird schnell resorbiert, wobei die Spitzenwerte der Enalapril-Konzentrationen im

Serum innert einer Stunde erreicht werden. Aufgrund der im Urin wiedergefundenen

Substanzmengen beträgt die Enalapril-Resorption aus oralem Enalapril Maleat ungefähr 60%. Die

Spitzenkonzentrationen im Serum für Enalaprilat treten 3 bis 4 Stunden nach einer oralen Dosis von

Epril ein. Die Nahrung im Gastrointestinaltrakt beeinflusst die Resorption von oralem Epril nicht.

Die Resorption von Enalapril ist im empfohlenen therapeutischen Bereich dosisunabhängig.

Distribution

Die Kurve der Enalaprilat-Serumkonzentrationen zeigt eine verlängerte terminale Phase, die offenbar

mit der Bindung an ACE zusammenhängt. Bei Personen mit normaler Nierenfunktion stabilisieren

sich die Enalaprilat-Serumkonzentrationen am vierten Tag seit Beginn der Gabe von Enalapril

(Steady State). Die Halbwertszeit für das nach multiplen Dosen von oralem Enalapril kumulierte

Enalaprilat beträgt 11 Stunden.

Metabolismus

Nach der Resorption wird orales Enalapril schnell und weitgehend zu Enalaprilat hydrolysiert, das

die eigentliche Wirksubstanz darstellt. Ausser der Umwandlung zu Enalaprilat finden sich keine

Anzeichen für einen signifikanten Stoffwechsel von Enalapril. Die Hydrolyse von Enalapril ist im

empfohlenen therapeutischen Bereich dosisunabhängig.

Elimination

Enalapril wird primär durch die Nieren ausgeschieden. Die Hauptkomponenten im Urin sind

Enalaprilat, entsprechend ca. 40% der verabreichten Dosis, und unverändertes Enalapril.

Kinder und Jugendliche

In einer pharmakokinetischen Studie mit mehrfachen Dosierungen bei 40 hypertensiven

pädiatrischen Patienten ab 2 Monaten waren die pharmakokinetischen Parameter von Enalapril

vergleichbar mit Werten bei Erwachsenen.

Präklinische Daten

Akute und chronische Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf relevante Toxizität und Studien

auf Mutagenität und Kanzerogenität wiesen auf keine Risiken für den Menschen hin. ACE Hemmer

wirken nachweislich fötotoxisch, wenn sie im 2. oder 3. Trimester verabreicht werden (vgl.

«Schwangerschaft/Stillzeit»).

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

«High-flux» Dialyse Filter: siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern

lagern.

Zulassungsnummer

55229 (Swissmedic).

Packungen

Epril 40 Tabletten (mit Bruchrillen/viertelbar) zu 40 mg: 30 und 100. [B]

Epril Tabletten (mit Bruchrille/teilbar) zu 20 mg: 30 und 100. [B]

Epril mite Tabletten (mit Bruchrille/teilbar) zu 10 mg: 30 und 100. [B]

Epril submite Tabletten (mit Bruchrille/teilbar) zu 5 mg: 30. [B]

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Stand der Information

April 2016.

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