Epril Plus Tabletten

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-04-2019

Fachinformation Fachinformation (SPC)

25-10-2018

Wirkstoff:
enalaprili maleas, hydrochlorothiazidum
Verfügbar ab:
Sandoz Pharmaceuticals AG
ATC-Code:
C09BA02
INN (Internationale Bezeichnung):
enalaprili maleas, hydrochlorothiazidum
Darreichungsform:
Tabletten
Zusammensetzung:
enalaprili maleas 20 mg, hydrochlorothiazidum 6 mg, excipiens pro compresso.
Klasse:
B
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Antihypertensivum
Zulassungsnummer:
56480
Berechtigungsdatum:
2004-02-17

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

01-04-2019

Fachinformation Fachinformation - Französisch

01-12-2018

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

01-04-2019

Fachinformation Fachinformation - Italienisch

15-05-2021

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Epril® Plus

Sandoz Pharmaceuticals AG

Was ist Epril Plus und wann wird es angewendet?

Epril Plus ist ein Kombinationspräparat bestehend aus dem sogenannten ACE-Hemmer

(Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer) Enalapril und dem Diuretikum (Entwässerungsmittel)

Hydrochlorothiazid. Enalapril und Hydrochlorothiazid wirken zusammen zur Senkung des hohen

Blutdrucks.

Die in Epril Plus enthaltene Substanz Enalapril senkt den Blutdruck durch Hemmung von

körpereigenen Stoffen, die für den erhöhten Blutdruck verantwortlich sind. Die in Epril Plus

enthaltene Substanz Hydrochlorothiazid erhöht die Ausscheidung von Wasser und Salz durch Ihre

Nieren. Zusammen senken Enalapril und Hydrochlorothiazid Ihren hohen Blutdruck.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin hat Ihnen Epril Plus verschrieben, weil Sie an zu hohem Blutdruck, auch

Hypertonie genannt, leiden. Epril Plus darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin

angewendet werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Wieso sollte ein hoher Blutdruck (Hypertonie) behandelt werden?

Wenn ein hoher Blutdruck nicht behandelt wird, können lebenswichtige Organe, wie das Herz und

die Nieren geschädigt werden. Sie können sich wohlauf fühlen und keine Symptome haben, aber die

unbehandelte Hypertonie kann eventuell einen Hirnschlag, einen Herzinfarkt, eine Herzschwäche,

eine Nierenfunktionsstörung oder Erblinden verursachen.

Wann darf Epril Plus nicht eingenommen werden?

Nehmen Sie Epril Plus nicht ein,

·wenn Sie auf irgendeinen der Inhaltsstoffe überempfindlich (allergisch) reagieren;

·wenn Sie früher mit einem anderen ACE-Hemmer behandelt worden sind und allergische

Reaktionen mit Schwellungen im Gesicht, an Lippen, Zunge und/oder im Rachen (Schluck- oder

Atembeschwerden) gehabt haben. Sie sollten Epril Plus nicht einnehmen, wenn Sie diese Art von

Reaktionen ohne bekannte Ursache gehabt haben oder wenn bei Ihnen eine erblich bedingte oder

ohne erkennbare Ursache entstandene allergische Reaktion obiger Art festgestellt wurde;

·wenn Sie auf Arzneimittel allergisch sind, welche von Sulfonamiden abstammen (fragen Sie Ihren

Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Ihnen unklar ist, welche Arzneimittel von Sulfonamiden abstammen);

·wenn Sie keinen Urin ausscheiden;

·während der letzten 6 Monate der Schwangerschaft (siehe Kapitel «Darf Epril Plus während einer

Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?»);

·wenn Sie Diabetes oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und das Arzneimittel Aliskiren

(Rasilez®) zur Senkung des Blutdrucks einnehmen;

·wenn Sie ein Arzneimittel anwenden, welches die Wirkstoffkombination Sacubitril/Valsartan

(eingesetzt zur Behandlung der Herzinsuffizienz) oder Racecadotril (eingesetzt zur Behandlung von

Durchfall) enthalten, da ein erhöhtes Risiko für Angioödeme (Schwellungen im Gesicht, an Augen,

Lippen oder Zunge, Atemprobleme) besteht.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie Epril Plus einnehmen dürfen, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Wann ist bei der Einnahme von Epril Plus Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu

bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über alle medizinischen Probleme, die Sie haben oder

früher gehabt haben, insbesondere über Allergien.

Sagen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wenn Sie ein Herz- oder Leberproblem haben, sich einem

Blutreinigungsverfahren (Dialyse) unterziehen oder mit harntreibenden Mitteln (Diuretika) behandelt

werden, oder wenn Sie kürzlich an übermässigem Erbrechen oder Durchfall gelitten haben. Teilen

Sie ihm oder ihr auch mit, wenn Sie eine salzarme Diät befolgen, Kaliumzusätze, kaliumsparende

Mittel, Kalium enthaltende Diätsalze oder andere Arzneimittel, die das Serumkalium erhöhen können

(z.B. Trimethoprim-haltige Arzneimittel) einnehmen oder wenn Sie Diabetes oder Nierenprobleme

haben, da dies zu erhöhten Kaliumkonzentrationen im Blut führen kann, die ernsthaft sein können. In

diesen Fällen kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin eine Anpassung der Dosierung von Epril Plus für

notwendig erachten oder Ihre Kaliumwerte im Blut überprüfen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie jemals eine allergische Reaktion mit

Schwellungen im Gesicht, an den Lippen, Zunge und/oder im Rachen (mit Schluck- oder

Atembeschwerden) gehabt haben.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie an tiefem Blutdruck leiden (Sie können dies

als Schwäche oder Schwindel besonders beim Stehen bemerken).

Vor einer Operation oder Narkose (auch beim Zahnarzt bzw. bei der Zahnärztin) sollten Sie Ihren

Arzt oder Zahnarzt bzw. Ihre Ärztin oder Zahnärztin über die Einnahme von Epril Plus informieren,

da während der Narkose ein plötzlicher Abfall des Blutdrucks auftreten kann.

Wenn Sie denken, dass Sie schwanger sein könnten (oder werden könnten), müssen Sie Ihren Arzt

bzw. Ihre Ärztin informieren. Es wird nicht empfohlen, Epril Plus während der frühen

Schwangerschaft einzunehmen, da Epril Plus das Baby nach dem 3. Schwangerschaftsmonat

schwerwiegend schädigen kann (siehe Kapitel «Darf Epril Plus während einer Schwangerschaft oder

in der Stillzeit eingenommen werden?»).

Wenn Sie sich einer Desensibilisierungstherapie gegen Bienen- oder Wespenstiche unterziehen

wollen, informieren Sie vorher Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, da Ihre Therapie mit Epril Plus geändert

werden muss. Selten kann es nach Insektenstichen zu allergischen Reaktionen kommen.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, falls Sie schon einmal Hautkrebs hatten oder falls Sie

während der Behandlung eine unerwartete Hautveränderung bemerken. Die Behandlung mit

Hydrochlorothiazid (einem der Wirkstoffe von Epril Plus), insbesondere über längere Zeit und in

höherer Dosierung, kann zu einem erhöhten Risiko für bestimmte Arten von Haut- und Lippenkrebs

(nicht-melanozytärer Hautkrebs) führen. Schützen Sie Ihre Haut vor Sonnenlicht und UV-Strahlen,

solange Sie Epril Plus anwenden und kontrollieren Sie Ihre Haut regelmässig, um Ihrem Arzt bzw.

Ihrer Ärztin unerwartete Veränderungen zeigen zu können.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden, da einige Arzneimittel sich einander in der Wirkung beeinflussen können. Um

die korrekte Dosis von Epril Plus zu verordnen, ist es für Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin besonders

wichtig zu erfahren, ob Sie andere Arzneimittel zur Blutdrucksenkung, harntreibende Mittel

(Diuretika), kaliumhaltige Mittel (einschliesslich Diätsalze) oder andere Arzneimittel, die das

Serumkalium erhöhen können (z.B. Trimethoprim-haltige Arzneimittel), Lithium (ein Arzneimittel

zur Behandlung einer bestimmten Art von Depression) oder gewisse Arzneimittel gegen Schmerzen

und Rheuma einnehmen, einschliesslich Behandlungen mit Arzneimitteln die Gold enthalten.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wenn Sie einen mTOR-Hemmer (z.B. Temsirolimus,

Sirolimus, Everolimus), Arzneimittel mit der Wirkstoffkombination Sacubitril/Valsartan (eingesetzt

zur Behandlung der Herzinsuffizienz) oder Racecadotril (eingesetzt zur Behandlung von Durchfall),

oder Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2 (z.B. Saxagliptin, Sitagliptin,

Vildagliptin) einnehmen, da die gleichzeitige Verabreichung mit Epril Plus das Risiko für eine

allergische Reaktion, ein sogenanntes Angioödem, erhöhen könnte.

Über die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen liegen keine Erfahrungen vor.

Darf Epril Plus während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Wenn Sie denken, dass Sie schwanger sein könnten (oder werden könnten), müssen Sie Ihren Arzt

bzw. Ihre Ärztin informieren. Normalerweise wird Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin empfehlen,

anstelle von Epril Plus ein anderes Arzneimittel einzunehmen, da Epril Plus während der frühen

Schwangerschaft nicht empfohlen wird und Ihr Baby schwerwiegend geschädigt werden kann, wenn

Epril Plus nach dem 3. Schwangerschaftsmonat eingenommen wird.

Normalerweise muss Epril Plus vor dem Beginn einer Schwangerschaft durch ein anderes geeignetes

blutdrucksenkendes Arzneimittel ersetzt werden. Epril Plus sollte nicht während dem zweiten und

dritten Trimester der Schwangerschaft eingenommen werden.

Normalerweise wird Ihr Arzt Ihnen, sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, empfehlen, Epril

Plus abzusetzen.

Wenn Sie während der Therapie mit Epril Plus schwanger werden, informieren und sehen Sie Ihren

Arzt bitte unverzüglich.

Epril Plus wird in sehr kleinen Mengen in der menschlichen Milch ausgeschieden. Konsultieren Sie

Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie stillen oder wenn Sie beabsichtigen, zu stillen.

Wie verwenden Sie Epril Plus?

Epril Plus kann vor, während oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin werden abhängig von Ihrem Zustand und Ihrer Behandlung mit anderen

Arzneimitteln die für Sie geeignete Dosis von Epril Plus bestimmen.

Die übliche Dosierung beträgt eine bis zwei Tabletten einmal täglich. Epril Plus wird mit einem Glas

Wasser eingenommen. Die Tabletten können ganz geschluckt werden oder zur Erleichterung der

Einnahme geteilt werden.

Nehmen Sie Epril Plus jeden Tag genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers bzw. Ihrer

Ärztin oder Apothekerin ein. Es ist sehr wichtig, mit der Einnahme des Arzneimittels so lange

fortzufahren, wie Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin es Ihnen verschrieben hat. Die verordnete Dosierung darf

nicht überschritten werden.

Sollten Sie jedoch einmal die Einnahme vergessen, so nehmen Sie keine Extradosis ein, sondern

fahren Sie am folgenden Tag wie gewohnt mit der Einnahme fort.

Bei einer Überdosierung sollten Sie sofort mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin Kontakt aufnehmen, so dass eine medizinische Behandlung rechtzeitig erfolgen kann.

Die wahrscheinlichsten Symptome wären Benommenheit oder Schwindelgefühl infolge eines

plötzlichen oder übermässigen Blutdruckabfalls und/oder starkes Durstgefühl, Verwirrtheit,

Verminderung der ausgeschiedenen Harnmenge oder Herzrasen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin

oder Apothekerin.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung und Sicherheit von Epril plus bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft

worden.

Welche Nebenwirkungen kann Epril Plus haben?

Die folgenden Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Epril Plus

(Enalaprilmaleat/Hydrochlorothiazid), Enalaprilmaleat allein oder Hydrochlorothiazid allein

auftreten:

Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)

Schwindel, Sehstörungen (verschwommenes Sehen), Husten, Brechreiz (Übelkeit, Erbrechen) und

Schwäche.

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

Schlaflosigkeit, Sensibilitätsstörungen, Kopfschmerzen, Ohnmacht, Depression, Abschwächung der

Libido (Impotenz), Geschmacksbeeinträchtigung, tiefer Blutdruck, einschliesslich orthostatischer

Hypotonie (Blutdruckabfall beim Aufstehen), Herzinfarkt oder Schlaganfall (möglicherweise als

Folge übermässig tiefen Blutdrucks bei Hochrisiko-Patienten), Brustschmerzen (Angina Pectoris),

Herzrhythmusstörungen, Atemnot, Lungenentzündung, Durchfall, Bauchschmerzen, Hautausschlag,

Überempfindlichkeit, Schwellungen und Nesselausschlag und andere Ausschläge (siehe unten),

Muskelkrämpfe, Müdigkeit, Erhöhung der Serumkreatininblutspiegel, Erhöhung des

Kaliumblutspiegels vor allem bei höheren Dosierungen und Erhöhung der Blutfettspiegel.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

Erhöhung der Blutzucker- und Harnsäurespiegel, Sekung der Natrium- und Magnesiumspiegel im

Blut, Auftreten von Zucker im Urin, Nervosität, Schläfrigkeit, Verwirrtheit, Ohrenläuten,

Hitzegefühl, Schwindel oder Benommenheit aufgrund eines Abfalls des Blutdruckes beim schnellen

Aufstehen (können durch Alkohol, Betäubungs- oder Beruhigungsmittel verstärkt werden),

Drehschwindel, Herzklopfen, schneller Herzschlag, Schnupfen, Halsschmerzen, Heiserkeit, Asthma,

Bronchitis, Verdauungsstörungen, Verstopfung, Mundtrockenheit, Blähungen, Appetitlosigkeit,

Schwitzen, Juckreiz, Haarausfall, Gelenkschmerzen, Gicht, Erhöhung der Blutharnstoffspiegel,

Nierenfunktionsstörungen, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, abnormale Darmtätigkeit, Impotenz,

Verminderung der Nierenfunktion.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

Abormes Träumen, Benommenheit oder Bewusstseinsstörung, Geschwüre und Entzündung der

Mundschleimhaut, Entzündung der Zunge, Hepatitis, Gelbsucht, Lichtempfindlichkeit, vermindertes

Ausscheiden von Urin, Veränderungen der Blutwerte wie z.B. eine geringere Anzahl an weissen und

roten Blutkörperchen, niedrigeres Hämoglobin, geringere Anzahl an Blutplättchen, schwere

Überempfindlichkeitsreaktion mit Fieber, Hautausschlag, der wie Schiessscheiben aussieht

(Erythema multiforme), Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse (schwere

Hauterkrankungen mit Rötungen, Schuppen- und Blasenbildung der Haut), schwerer Hautausschlag

mit Haut- und Haarverlust (exfoliative Dermatitis), kutaner Lupus erythematodes (eine

Immunerkrankung), roter Ausschlag mit Schälen der Haut (Erythrodermia), kleine mit Flüssigkeit

gefüllte Blasen auf der Haut (Pemphigus), violette oder rote Punkte auf der Haut (Purpura),

Erhöhung der Leberenzyme und des Serumbilirubins, geringer Blutfluss in den Fingern und Zehen,

der Rötung und Schmerz verursacht (Raynaud), Ansammlung von Flüssigkeit oder anderen

Substanzen in der Lunge (wie auf Röntgenbildern zu sehen ist), Erhöhung der Blutkalziumspiegel,

Bauch- und Magen-Darm-Beschwerden.

Es wurde auch über eine komplizierte Nebenwirkung berichtet, welche einige oder alle der

nachfolgenden Anzeichen beinhalten kann: Fieber, Entzündung der Blutgefässe, Schmerzen und

Entzündung der Muskeln oder Gelenke; Bluterkrankungen, die die Zusammensetzung Ihres Blutes

beeinträchtigen (normalerweise durch ein Bluttest festgestellt).

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern)

Überproduktion des antidiuretischen Hormons (was zu Schwäche, Müdigkeit oder Verwirrung führt),

Abnahme des Chloridspiegels im Blut durch ein Säure-Basen-Ungleichgewicht des Blutes

(hypochlorämische Alkalose), Atembeschwerden, Atemnot, Entzündung der Blutgefässwände,

schwere Hautreaktionen, Reaktionen und Reaktivierung des Lupus erythematodes,

Überempfindlichkeitsreaktionen, Schwellung im Darm (intestinales Angioödem) - Anzeichen dafür

können u.a. Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sein.

Häufigkeit «nicht bekannt»

Haut- und Lippenkrebs (nicht-melanozytärer Hautkrebs), Sehstörungen, vor allem in der ersten

Behandlungswoche.

Selten können auch andere als die oben aufgeführten Nebenwirkungen auftreten; einige davon

können schwerwiegend sein. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder

Apothekerin nach weiteren Informationen über Nebenwirkungen, die über eine vollständige Liste der

unerwünschten Wirkungen verfügen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin sofort, wenn Sie

solche oder andere ungewöhnliche Symptome beobachten.

Unterbrechen Sie die Einnahme von Epril Plus in irgendeinem der folgenden Fälle und kontaktieren

Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie:

·Schwellungen im Gesicht, an Lippen, Zunge und/oder im Rachen (Schluck- oder

Atembeschwerden) entwickeln;

·Schwellungen an Händen, Füssen oder Fussknöcheln erleiden;

·Nesselausschlag entwickeln.

Sie sollten wissen, dass Patienten und Patientinnen mit schwarzer Hautfarbe einem erhöhten Risiko

für diese Art von Reaktionen gegenüber ACE-Hemmern ausgesetzt sind.

Die Anfangsdosis kann einen grösseren Blutdruckabfall bewirken, als anschliessend bei fortgesetzter

Behandlung. Sie können dies als Schwäche oder Schwindel bemerken und es kann hilfreich sein,

sich hinzulegen. Wenn Sie beunruhigt sind, fragen Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin um Rat.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Darüber hinaus sollten Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin umgehend jegliche unerwarteten

Veränderungen der Haut zeigen, die Sie während der Behandlung mit Epril Plus beobachten.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Lagerungshinweis

In der Originalverpackung, nicht über 30 °C und ausser Reichweite von Kindern lagern.

Weitere Hinweise

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Diese Personen

verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Epril Plus enthalten?

Wirkstoffe

20 mg Enalapril Maleat und 6 mg Hydrochlorothiazid.

Hilfsstoffe

Excip. pro compresso.

Zulassungsnummer

56480 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Epril Plus? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Epril Plus: Tabletten mit Bruchrille/teilbar in Packungen zu 30 oder 100 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Diese Packungsbeilage wurde im April 2019 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Fachinformation

Epril® Plus, Tabletten

Sandoz Pharmaceuticals AG

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Enalaprili maleas, hydrochlorothiazidum.

Hilfsstoffe: Excipiens pro compresso.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Tabletten mit Bruchrille/teilbar: 20 mg Enalapril Maleat und 6 mg Hydrochlorothiazid.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Behandlung der leichten bis mittelschweren Hypertonie, die mit einer Monotherapie nicht

ausreichend behandelt werden kann.

Dosierung/Anwendung

Die Resorption von Epril Plus wird durch die gleichzeitige Nahrungsaufnahme nicht beeinflusst.

Epril Plus kann vor, während oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden. Die Tabletten können

ganz geschluckt werden oder zur Erleichterung der Einnahme geteilt werden.

Hypertonie

Die empfohlene Dosierung beträgt eine Tablette einmal täglich.

Dosierung bei Vorbehandlung mit Diuretika

Insbesondere bei Patienten mit Flüssigkeits- und/oder Salzmangel infolge Diuretikavorbehandlung

kann es nach der Initialdosis von Epril Plus zu einer symptomatischen Hypotonie kommen. Daher

soll die Diuretikatherapie 2-3 Tage vor Beginn einer Behandlung mit Epril Plus abgesetzt werden.

Bei Patienten, die bereits gleichzeitig mit einem Diuretikum und ACE-Hemmer in mindestens

denselben Wirkstoffdosen wie bei Epril Plus behandelt werden, kann die Umstellung auf Epril Plus

Tabletten auch ohne Absetzen des Diuretikums erfolgen.

Dosierung bei Niereninsuffizienz

Da die Anfangsdosis von Enalapril bei mässiggradiger Niereninsuffizienz bei 2,5-5 mg liegt, ist Epril

Plus für diese Patienten nicht geeignet (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Dosierung bei Leberinsuffizienz

Vgl. Kapitel «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen sind nicht belegt.

Anwendung bei älteren Patienten

In klinischen Studien war die Wirksamkeit und Verträglichkeit einer gleichzeitigen Gabe von

Enalapril Maleat und Hydrochlorothiazid bei älteren und jüngeren Hypertonikern ähnlich.

Kontraindikationen

·Überempfindlichkeit gegenüber Enalapril Maleat, Hydrochlorothiazid oder einem anderen

Bestandteil der Tabletten

·Anurie

·Patienten mit hereditärem oder idiopathischem Angioödem oder bei denen sich unter einer früheren

Behandlung mit einem ACE-Hemmer oder einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten ein

angioneurotisches Ödem entwickelt hat

·Überempfindlichkeit gegenüber Sulfonamidabkömmlingen

·Zweites und drittes Trimester der Schwangerschaft (siehe auch Kapitel

«Schwangerschaft/Stillzeit»).

Die gleichzeitige Anwendung von Epril Plus mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei Patienten

mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR <60 ml/min/1,73 m2)

kontraindiziert.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Hypotonie und Störungen des Elektrolyt- und Wasserhaushalts

Wie bei allen Antihypertensiva kann es bei einigen Patienten zu einer symptomatischen Hypotonie

kommen. Die Patienten müssen auf die klinischen Zeichen von Störungen des Flüssigkeits- oder

Elektrolytgleichgewichts, d.h. Volumenmangel, Hyponatriämie, hypochlorämische Alkalose,

Hypomagnesiämie oder Hypokaliämie hin beobachtet werden; diese können bei hinzukommendem

Durchfall oder Erbrechen auftreten. In solchen Situationen ist eine Hypotonie möglich. Bei diesen

Patienten sollten periodisch die Serumelektrolyte bestimmt werden.

Besondere Vorsicht ist bei Patienten mit ischämischen Herzerkrankungen oder cerebrovaskulären

Erkrankungen geboten, da ein übermässig starker Blutdruckabfall zu einem Myokardinfarkt oder zu

einem cerebrovaskulären Vorfall führen kann.

Bei Auftreten einer Hypotonie sollte der Patient hingelegt werden und gegebenenfalls eine

intravenöse Infusion mit 0,9%iger NaCl-Lösung erhalten. Ein vorübergehender Blutdruckabfall stellt

für die weitere Behandlung keine Kontraindikation dar. Die Therapie kann nach der

Wiederherstellung eines ausreichenden Blutvolumens und Blutdrucks bei erniedrigter Dosierung

wieder aufgenommen werden oder eine der Einzelkomponenten kann allein eingesetzt werden.

Aortastenose/Hypertrophische Kardiomyopathie

Wie alle Vasodilatatoren, sollten ACE-Hemmer Patienten mit Obstruktion im Ausflusstrakt des

linken Ventrikels mit Vorsicht verabreicht werden.

Niereninsuffizienz

Epril Plus sollte Patienten mit Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance ≤80 ml/min) erst dann

verabreicht werden, wenn die Dosistitration mit Enalapril ergeben hat, dass die im

Kombinationspräparat enthaltene Enalaprildosis erforderlich ist (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Thiazide können für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion als Diuretika ungeeignet sein und

sind bei einer Kreatinin-Clearance von 30 ml/min oder darunter (d.h. bei mässiggradiger bis

schwerer Niereninsuffizienz) unwirksam.

«Duale Blockade» des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

Siehe «Interaktionen».

Renale Wirkungen

Bei einigen Hypertonikern ohne Hinweise auf eine vorbestehende Nierenerkrankung kam es bei

gleichzeitiger Gabe von Enalapril und einem Diuretikum im allgemeinen zu geringfügigen und

vorübergehenden Blutharnstoff- und Serumkreatininanstiegen. Wenn dies auftritt, ist Epril Plus

abzusetzen.

Bei einigen Patienten mit beidseitiger Nierenarterienstenose bzw. Nierenarterienstenose bei

Einzelniere traten unter einer Therapie mit ACE-Hemmern Anstiege von Blutharnstoff- und

Serumkreatinin auf, die nach Therapieabbruch im allgemeinen reversibel waren.

Lebererkrankungen

Thiazide sind bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder progredienten

Lebererkrankungen mit besonderer Vorsicht anzuwenden, da hier bereits geringfügige Änderungen

des Flüssigkeits- und Elektrolytgleichgewichts ein Leberkoma auslösen können.

Metabolische und endokrine Wirkungen

Erfahrungen mit therapeutischen Dosen von Hydrochlorothiazid, die über der in Epril Plus

enthaltenen Dosis liegen, weisen darauf hin, dass Thiazide die Glukosetoleranz beeinträchtigen,

Cholesterin- und Triglyzeridspiegel erhöhen und Natrium-, Magnesium- und Kaliumspiegel im

Serum vermindern können. In klinischen Studien mit 6 mg Hydrochlorothiazid wurden allerdings

keine klinisch relevanten Wirkungen auf Glukose, Cholesterin, Triglyzeride, Natrium, Magnesium

oder Kalium berichtet.

Bei bestimmten Patienten wurde eine Therapie mit Thiaziden mit Hyperurikämie und/oder Gicht in

Zusammenhang gebracht. Diese Wirkung auf die Hyperurikämie scheint dosisabhängig zu sein und

ist bei der in Epril Plus enthaltenen Dosis von 6 mg klinisch nicht relevant. Zusätzlich kann Enalapril

die Harnsäureausscheidung im Urin steigern und somit die hyperurikämische Wirkung von

Hydrochlorothiazid abschwächen.

Obwohl für Epril Plus keine Daten vorliegen, kann es unter einer Therapie mit Thiaziden zu einer

Verminderung der Kalziumausscheidung im Urin kommen. Eine ausgeprägte Hyperkalzämie kann

auch ein Hinweis auf einen verdeckten Hyperparathyreoidismus sein. Vor Durchführung von

Nebenschilddrüsenfunktionstests sollten Thiazide daher abgesetzt werden.

Überempfindlichkeit/angioneurotisches Ödem

Über angioneurotische Ödeme im Gesicht, Extremitäten, Lippen, Zunge, Glottis und/oder Kehlkopf

wurde selten bei mit ACE-Hemmern behandelten Patienten, einschliesslich Enalapril Maleat,

berichtet. Dies kann während der Therapie jederzeit auftreten. In solchen Fällen soll Epril Plus

unverzüglich abgesetzt werden, und der Patient bis zur vollständigen Rückbildung der Symptome

entsprechend überwacht werden. Sogar bei Patienten, bei denen die Schwellung nur die Zunge

involviert, ohne Atemnot, benötigen unter Umständen eine verlängerte Beobachtung, da die

Behandlung mit Antihistaminika und Kortikosteroiden ungenügend sein kann.

Sehr selten wurde über Todesfälle beim angioneurotischen Ödem im Zusammenhang mit

Kehlkopfödem und Zungenödem berichtet. Bei Patienten, bei denen Zunge, Glottis oder Kehlkopf

betroffen sind, ist es gut möglich, dass die Atemwege blockiert werden, insbesondere bei denjenigen

Patienten, die eine Atemwegs-Operation hatten. Sind Zunge, Kehlkopf und Glottis betroffen, so

sollten sofort adäquate therapeutische Massnahmen ergriffen werden, welche die subkutane Injektion

einer Lösung von Adrenalin 1:1000 (0,3 ml bis 0,5 ml) und/oder Massnahmen zur Sicherstellung

eines offenen Atemwegs einschliessen können. Der Patient sollte medizinisch streng überwacht

werden.

Bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe, die ACE-Hemmer erhielten, wurde über eine höhere

Inzidenz von Angioödemen im Vergleich zu nicht-schwarzen Patienten berichtet.

Patienten mit ACE-Hemmer-therapieunabhängigem Angioödem in der Anamnese (z.B. im Rahmen

einer Therapie mit Angiotenisin-II-Rezeptor Antagonisten) können unter einer Therapie mit ACE-

Hemmern ein höheres Angioödemrisiko haben (siehe «Kontraindikationen»).

Bei gleichzeitiger Verabreichung von ACE-Hemmern und mTOR-Hemmern (mammalian target of

rapamycin; z.B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus) oder Hemmern der Dipeptidylpeptidase IV

(DPP-IV-Hemmer) könnten Patienten durch diese Therapie einem höheren Angioödem-Risiko

ausgesetzt sein.

Bei Patienten, die Thiazide erhalten, können sowohl mit als auch ohne anamnestisch bekannte

Allergien oder Asthma bronchiale Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.

Unter Thiaziden wurde über eine Exazerbation oder Aktivierung eines systemischen Lupus

erythematodes berichtet.

Anaphylaktische Reaktionen während Hymenoptera Desensibilisierung

In seltenen Fällen sind bei Patienten unter ACE-Hemmer-Therapie lebensbedrohliche

anaphylaktische Reaktionen während der Desensibilisierung mit Insektengift aufgetreten. Diese

Reaktionen konnten vermieden werden, wenn die Behandlung mit dem ACE-Hemmer vor der

Desensibilisierung vorübergehend unterbrochen wurde. In solchen Fällen darf der ACE-Hemmer

überdies nicht durch einen Betablocker ersetzt werden. Selten kann es nach Insektenstichen zu

anaphylaktischen Reaktionen kommen.

Anaphylaktische Reaktionen während LDL-Apherese

In seltenen Fällen sind bei Patienten unter ACE-Hemmer-Therapie lebensbedrohliche

anaphylaktische Reaktionen während der LDL-Apherese mit Dextran Sulfat aufgetreten. Diese

Reaktionen konnten vermieden werden, wenn die Behandlung mit dem ACE-Hemmer vor der LDL-

Apherese vorübergehend unterbrochen wurde.

Patienten unter Hämodialyse

Die Anwendung von Epril Plus ist bei dialysepflichtigen Patienten nicht angezeigt. Bei Patienten, die

mit «High-Flux»-Membranen (z.B. AN69®) dialysiert und gleichzeitig mit einem ACE-Hemmer

behandelt worden sind, wurden anaphylaktoide Reaktionen beobachtet. Bei diesen Patienten sollten

andere Membrantypen oder ein Antihypertonikum einer anderen Substanzklasse in Betracht gezogen

werden.

Husten

Husten wurde im Zusammenhang mit der Anwendung von ACE-Hemmern beobachtet.

Charakteristisch ist es ein unproduktiver, resistenter Husten, der nach Absetzen der Therapie

reversibel ist. Bei der Differentialdiagnose des Hustens sollte die ACE-Hemmer-Therapie

berücksichtigt werden.

Chirurgie/Anästhesie

Bei grosschirurgischen Eingriffen oder während der Anästhesie mit Mitteln, die eine Hypotonie

bewirken, blockiert Enalapril die Angiotensin-II-Bildung, die Renin-Freisetzung sekundär

ausgleichend. Eine Hypotonie, bei der dieser Mechanismus als Ursache angenommen wird, kann

durch Volumenexpansion korrigiert werden.

Therapieumstellung von Patienten unter Betablocker-Behandlung

Die Behandlung mit Betablockern sollte nicht abrupt unterbrochen werden: ihre Dosierung soll nach

Beginn der Behandlung mit Epril Plus ausschleichend titriert werden (siehe Fachinformation des

Betablockers).

Hyperkaliämie

Risikofaktoren für das Auftreten einer Hyperkaliämie sind Nierenisuffizienz, Diabetes mellitus und

die gleichzeitige Verwendung von kaliumsparenden Diurteika (z.B. Spironolacton, Epleneron,

Triamteren oder Amilorid), Kaliumzusätzen, oder Kalium enthaltenden Salzen.

Die Einnahme von Kaliumzusätzen, kaliumsparenden Wirkstoffen oder Kalium enthaltenden Salze

kann, besonders bei Patienten mit beeinträchtiger Nierenfunktion, zu einem signifikanten Anstieg des

Serumkaliums führen. Hyperkaliämie kann schwerwiegende, manchmal tödliche, Arrhythmien

bewirken.

Falls die gleichzeitige Verwendung von Epril Plus und eine der oben erwähnten Wirksubstanzen

angezeigt ist, so sollten diese mit Vorsicht verwendet werden und das Serumkalium sollte

regelmässig kontrolliert werden (siehe auch «Interaktionen» – «Serumkalium»).

Hypoglykämie bei Diabetikern – siehe «Interaktionen».

Interaktionen

Andere Antihypertensiva

Es wurde gezeigt, dass die Kombination von Enalapril Maleat mit anderen blutdrucksenkenden

Arzneimitteln wie Betablockern, Methyldopa oder Kalziumantagonisten die blutdrucksenkende

Wirkung verbessert.

Ganglionenblocker oder Blocker der adrenergen Neuronen dürfen in Kombination mit Enalapril nur

unter vorsichtiger Kontrolle des Patienten angewendet werden.

Serumkalium

Der Kaliumspiegel im Serum bleibt unter einer Behandlung mit Epril Plus im allgemeinen im

Normbereich.

Die gleichzeitige Einnahme von Kaliumzusätzen, kaliumsparenden Wirkstoffen oder Kalium

enthaltende Salze können besonders bei Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion zu einem

signifikanten Anstieg des Serumkaliums führen. Falls die gleichzeitige Verwendung von Epril Plus

und eine der oben erwähnten Wirksubstanzen angezeigt ist, so sollten diese mit Vorsicht verwendet

werden und das Serumkalium sollte regelmässig kontrolliert werden (siehe auch «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen» – «Hyperkaliämie»).

Lithium

Lithium sollte im allgemeinen nicht zusammen mit Diuretika oder ACE-Hemmern gegeben werden,

da diese die renale Lithiumclearance herabsetzen und dadurch ein grosses Risiko einer

Lithiumtoxizität entsteht.

Vor Einnahme von Lithiumpräparaten ist daher die entsprechende Packungsbeilage zu beachten.

Nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel inklusive selektiver Cyclooxygenase-2

Hemmer

Nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel, inklusive selektiver Cyclooxygenase-2

Hemmer (COX-2 Hemmer), können die Wirkung von Diuretika und anderen antihypertensiven

Arzneimitteln reduzieren. Deshalb kann der antihypertensive Effekt von Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten und ACE-Hemmer durch NSAIDs inklusive COX-2 Hemmern reduziert werden.

Bei einigen Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion (z.B. ältere Patienten oder Patienten mit

Volumenverminderung, inklusive Patienten unter Diuretikatherapie), die mit nicht-steroidalen

Entzündungshemmern inklusive Cyclooxygenase-2 Hemmern behandelt werden, kann die

gleichzeitige Verabreichung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder ACE-Hemmern zu

einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion führen, inklusive möglichem akutem

Nierenversagen. Diese Effekte sind gewöhnlich reversibel. Deshalb sollte die Kombination bei

Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion mit Vorsicht angewendet werden.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme

der Nierenfunktion (einschliesslich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des

RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen.

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur

unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Hypoglykämie bei Diabetikern

Selten kann bei Diabetikern, die mit Insulin oder oralen Antidiabetika behandelt werden, eine

Hypoglykämie bei gleichzeitiger ACE-Hemmer-Behandlung auftreten. Diabetiker sollten daher auf

das Auftreten hypoglykämischer Reaktionen hingewiesen und entsprechend überwacht werden.

Nicht depolarisierend wirkende Muskelrelaxantien

Thiazide können das Ansprechen auf Tubocurarin erhöhen.

Gold

Über nitritoide Reaktionen (die Symptome umfassen Erröten des Gesichtes, Übelkeit, Erbrechen und

Hypotension) wurde selten berichtet bei Patienten, die gleichzeitig mit injizierter Goldlösung

(Natriumaurothiomalat) und ACE Inhibitoren, einschliesslich Enalapril, behandelt wurden.

Mammalian target of rapamycin (mTOR)-Hemmer

Bei gleichzeitiger Verabreichung von mTOR-Hemmern (z.B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus)

könnten Patienten durch diese Therapie einem höheren Angioödem-Risiko ausgesetzt sein (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Dipeptidylpeptidase IV Hemmer (DPP-IV-Hemmer)

Die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und DPP-IV-Hemmern kann zu einem erhöhten

Risiko für Angioödeme führen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Schwangerschaft/Stillzeit

Es gibt klare Hinweise für Risiken des menschlichen Fetus. Epril Plus darf deshalb während der

Schwangerschaft nicht angewendet werden. Falls eine Schwangerschaft festgestellt wird, soll Epril

Plus abgesetzt werden, ausser wenn die Therapie für die Mutter als lebenswichtig erachtet wird. Bei

Frauen, die schwanger werden könnten, sollte eine zuverlässige Konzeption angewendet werden.

In einer publizierten retrospektiven epidemiologischen Studie schien es, dass Kinder, deren Mütter

während dem ersten Trimester der Schwangerschaft mit ACE Inhibitoren behandelt wurden, ein

höheres Risiko (relatives Risiko = 2,71, 95%-Konfidenz-Intervall: 1,72–4,27) für schwerwiegende

kongenitale Missbildungen aufwiesen im Vergleich zu Kindern, deren Mütter während dem ersten

Trimester der Schwangerschaft keine Exposition gegenüber ACE Inhibitoren hatten. Die Anzahl der

Fälle von Missbildungen ist klein und die Ergebnisse dieser Studie konnten bisher nicht wiederholt

werden.

ACE-Hemmer können fetale und neonatale Morbidität und Mortalität verursachen, wenn sie im

zweiten oder dritten Trimester verabreicht werden.

Der Einsatz von ACE-Hemmern während des zweiten und dritten Trimesters wurde mit fetalen und

neonatalen Schädigungen einschliesslich Hypotonie, Nierenversagen, Hyperkaliämie und/oder

Schädelhypoplasien beim Neugeborenen assoziiert.

Bei der Mutter wurde über Oligohydramnie berichtet, die wahrscheinlich im Zusammenhang mit

einem vermindertem Plasmavolumen und einer erniedrigten fetalen Nierenfunktion steht und die

Kontrakturen der Gliedmassen sowie kraniofaziale Missbildungen und die Entwicklung

hypoplastischer Lungen nach sich ziehen kann. In jenen sehr seltenen Ausnahmefällen, wo der Arzt

dennoch den Einsatz eines ACE-Hemmers in der Schwangerschaft erwägt (weil andere Präparate

ungenügend wirksam oder kontrindiziert sind) muss die Patientin über die potentielle Gefährdung

des Fetus in Kenntnis gesetzt werden.

Eine routinemässige Anwendung von Diuretika bei sonst gesunden Schwangeren wird nicht

empfohlen, da Mutter und Fetus einem unnötigen Risiko ausgesetzt werden, einschliesslich fetalen

oder neonatalen Ikterus, Thrombozytopenie und möglicherweise anderen bei Erwachsenen

aufgetretenen Nebenwirkungen.

In den seltenen Fällen, in denen eine Behandlung mit Epril Plus während der Schwangerschaft für

unumgänglich gehalten wird, sind laufend Ultraschalluntersuchungen zur Beurteilung der

intraamniotischen Verhältnisse durchzuführen. Wird eine Oligohydramnie festgestellt, ist Epril Plus

abzusetzen, es sei denn, es besteht eine vitale Indikation bei der Mutter. Allerdings sollten sich

sowohl die Patientin als auch die Ärzte darüber im klaren sein, dass eine Oligohydramnie oft erst

diagnostiziert wird, wenn beim Feten bereits irreversible Schädigungen vorhanden sind.

Säuglinge, deren Mütter mit Epril Plus behandelt wurden, sollten sorgfältig hinsichtlich des

Auftretens von Hypotonie, Oligurie und Hyperkaliämie überwacht werden. Das plazentagängige

Enalapril konnte mit einigem klinischen Erfolg durch Peritonealdialyse aus dem

Neugeborenenkreislauf entfernt werden und könnte theoretisch auch durch eine

Austauschtransfusion entfernt werden. Zur Möglichkeit einer Entfernung des ebenfalls

plazentagängigen Hydrochlorothiazids aus dem Neugeborenenkreislauf liegen keine Erfahrungen

vor.

Anwendung in der Stillzeit

Sowohl Enalapril als auch Thiazide treten in die Muttermilch über. Wird eine Behandlung mit Epril

Plus für erforderlich gehalten, sollte abgestillt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Aufgrund möglicher Nebenwirkungen soll beim Lenken von Fahrzeugen und Bedienen von

Maschinen Vorsicht geboten werden. Eine Senkung des Blutdrucks kann die Konzentrationsfähigkeit

und das Reaktionsvermögen und somit z.B. die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr

und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen. Dies gilt im verstärkten Masse zu

Behandlungsbeginn sowie beim gleichzeitigen Genuss von Alkohol.

Unerwünschte Wirkungen

Die folgenden unerwünschten Wirkungen sind während kontrollierten klinischen Studien oder nach

Markteinführung des Präparats beobachtet worden:

Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1'000, <1/100), selten (≥1/10'000,

<1/1'000) und sehr selten (<1/10'000), einschliesslich gemeldeter Einzelfälle.

Störungen des Blut- und Lymphsystems

Selten: Senkungen des Hämoglobins, Senkungen des Hämatokrits.

Endokrine Störungen

Sehr selten: Syndrom der inadäquaten Sekretion des antidiuretischen Hormons (SIADH).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Hyperglykämie, Hyperurikämie, Gicht, Hypokaliämie.

Störungen des Nervensystems und psychiatrische Störungen

Häufig: Schlaflosigkeit, Parästhesien, Kopfschmerzen, Schwindel, Synkope, Abschwächung der

Libido.

Gelegentlich: Nervosität, Schläfrigkeit, Vertigo.

Funktionsstörungen des Ohrs und des Innenohrs

Gelegentlich: Tinnitus.

Funktionsstörungen des Herzens und der Gefässe

Häufig: Hypotonie.

Gelegentlich: thorakale Schmerzen, orthostatische Hypotonie, Palpitation, Tachykardie.

Respiratorische, thorakale und mediastinale Funktionsstörungen

Häufig: Husten.

Gelegentlich: Dyspnoe.

Gastrointestinale Beschwerden

Häufig: Übelkeit, Durchfall, Erbrechen.

Gelegentlich: Dyspepsie, abdominale Schmerzen, Verstopfung, Flatulenz, Mundtrockenheit.

Selten: Pankreatitis.

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Hautausschlag, Diaphoresis, Hyperhydrosis, Überempfindlichkeit/angioneurotisches

Ödem.

Über angioneurotisches Ödem des Gesichts, der Extremitäten, der Lippen, Zunge, Glottis und/oder

des Larynx wurde berichtet (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Epril Plus sollte in diesen Fällen sofort abgesetzt und der Patient sorgfältig überwacht werden, bis

die Schwellung verschwunden ist. Bei Schwellungen, die auf Gesicht und Lippen beschränkt waren,

besserte sich der Zustand im Allgemeinen ohne Behandlung. Oft erwiesen sich aber Antihistaminika

zur Linderung der Symptome als nützlich.

Angioneurotisches Ödem mit Larynxödem zusammen kann lebensbedrohlich sein. Sind Zunge,

Glottis oder Larynx betroffen, was die Gefahr einer Atemwegsobstruktion in sich birgt, so sollten

sofort adäquate therapeutische Massnahmen ergriffen werden, welche die subkutane Injektion einer

Lösung von Adrenalin 1:1000 (0,3 ml bis 0,5 ml) und/oder Massnahmen zur Sicherstellung eines

offenen Atemwegs einschliessen können.

Selten: Pruritus, Stevens-Johnson-Syndrom.

Ein Komplex von Symptomen, welcher einige oder alle der folgenden Symptome einschliessen kann:

Fieber, Serositis, Vaskulitis, Myalgie/Myositis, Arthralgie/Arthritis, positive antinukleäre

Antikörper, erhöhte Erythrozytensedimentation, Eosinophilie und Leukozytose, wurde beschrieben.

Hautausschläge, Lichtempfindlichkeit oder andere dermatologische Manifestationen können dabei

auftreten.

Funktionsstörungen des Bewegungsapparates und des Bindegewebes

Häufig: Muskelkrämpfe.

Gelegentlich: Arthralgien.

Funktionsstörungen der Nieren und ableitenden Harnwege

Selten: Niereninsuffizienz, Nierenversagen.

Funktionsstörungen der Fortpflanzungsorgane und der Brust

Häufig: Impotenz.

Allgemeine Störungen

Häufig: Müdigkeit, Asthenie.

Untersuchungen/Beeinflussung von Laborwerten

Gelegentlich: Erhöhungen von Blutharnstoff und Serum-Kreatinin.

Selten: Erhöhungen von Leberenzymen und Serum-Bilirubin, Hyperkaliämie.

Zusätzliche unerwünschte Wirkungen, die mit den Komponenten von Epril Plus beobachtet wurden

und auch unter Epril Plus auftreten können, sind folgende:

Enalapril Maleat

* Wenn die gesamte klinische Studienerfahrung bezüglich Enalapril betrachtet wird (dies beinhaltet

die «SOLVD Treatment and Prevention Trials» bei Patienten mit signifikanter links-ventrikulärer

Dysfunktion), so sind die unerwünschten Wirkungen mit einer Häufigkeit von «sehr häufig»

Schwindel (30,6%), verschwommenes Sehen (12,6%), Husten (20,4%), Nausea (12,6%) und

Asthenie (31,4%). In den Studien mit hypertensiven Patienten ist die Häufigkeit jedoch sehr viel

niedriger: verschwommenes Sehen (0,17%), gelegentlich; Schwindel (4,3%), Husten (1,3%),

Brechreiz (1,4%) und Müdigkeit/Asthenie (3,0%), häufig.

Störungen des Blut- und Lymphsystems

Selten: Neutropenie, Senkungen des Hämoglobins, Senkungen des Hämatokrits, Thrombozytopenie,

Agranulozytose, Knochenmarkdepression.

Störungen des Nervensystems und psychische Störungen

Sehr häufig: Schwindel (30,6%)*.

Häufig: Kopfschmerzen, Depression, Synkope, Geschmacksbeeinträchtigung.

Gelegentlich: Verwirrtheit, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Nervosität, Parästhesien, Vertigo,

Abschwächung der Libido.

Selten: abnormes Träumen.

Augenleiden

Sehr häufig: Sehstörungen (verschwommenes Sehen) (12,6%)*.

Funktionsstörungen des Ohrs und des Innenohrs

Gelegentlich: Tinnitus.

Funktionsstörungen des Herzens und der Gefässe

Häufig: Hypotonie einschliesslich orthostatischer Hypotonie, Myokardinfarkt oder zerebrovaskulärer

Insult, möglicherweise als Folge übermässiger Hypotonie bei Hochrisiko-Patienten (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»), Thoraxschmerzen, Rhythmusstörungen, Angina

pectoris.

Gelegentlich: orthostatische Hypotonie, Palpitationen, Erröten.

Selten: Raynaud-Syndrom.

Respiratorische, thorakale und mediastinale Funktionsstörungen

Sehr häufig: Husten (20,4%)*.

Häufig: Dyspnoe, Pneumonie.

Gelegentlich: Rhinorrhoe, Halsentzündung und Heiserkeit, Bronchospasmen/Asthma, Bronchitis.

Selten: Lungeninfiltrate.

Gastrointestinale Beschwerden

Sehr häufig: Brechreiz (12,6%)*.

Häufig: Durchfall, Abdominalschmerzen.

Gelegentlich: Ileus, Pankreatitis, Erbrechen, Dyspepsie, Verstopfung, Anorexie, Mundtrockenheit.

Selten: Stomatitis, Glossitis.

In sehr seltenen Fällen wurde über intestinales Angioödem im Zusammenhang mit ACE-Hemmern

einschliesslich Enalapril berichtet.

Funktionsstörungen der Leber und der Galle

Selten: Leberversagen, hepatozelluläre oder cholestatische Hepatitis, Gelbsucht.

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Hautausschlag, Überempfindlichkeit, angioneurotisches Ödem.

Über angioneurotisches Ödem des Gesichts, der Extremitäten, der Lippen, Zunge, Glottis und/oder

des Larynx wurde berichtet (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Gelegentlich: Diaphoresis, Hyperhydrosis, Pruritus, Urtikaria, Alopezie.

Selten: Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, Dermatitis exfoliativa, toxische

epidermale Nekrolyse, Pemphigus.

Ein Komplex von Symptomen, welcher einige oder alle der folgenden Symptome einschliessen kann:

Fieber, Serositis, Vaskulitis, Myalgie/Myositis, Arthralgie/Arthritis, positive antinukleäre

Antikörper, erhöhte Erythrozytensedimentation, Eosinophilie und Leukozytose, wurde beschrieben.

Hautausschläge, Lichtempfindlichkeit oder andere dermatologische Manifestationen können dabei

auftreten.

Funktionsstörungen des Bewegungsapparates und des Bindegewebes

Gelegentlich: Muskelkrämpfe, Gicht.

Funktionsstörungen der Nieren und ableitenden Harnwege

Gelegentlich: Nierenfunktionsstörungen, Nierenversagen.

Selten: Oligurie.

Funktionsstörungen der Fortpflanzungsorgane und der Brust

Gelegentlich: Impotenz.

Allgemeine Störungen

Sehr häufig: Asthenie (31,4%)*.

Häufig: Müdigkeit.

Untersuchungen/Beeinflussung von Laborwerten

Häufig: Hyperkaliämie, Erhöhungen des Serumkreatinins.

Gelegentlich: Erhöhungen des Blutharnstoffs, Hyponatriämie.

Selten: Erhöhungen der Leberenzyme, Erhöhungen des Serum-Bilirubins.

Hydrochlorothiazid

Störungen des Blut- und Lymphsystems

Selten: Thrombozytopenie, manchmal mit Purpura.

Sehr selten: Leukopenie, Agranulozytose, Knochenmarkdepression und hämolytische Anämie.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Hypokaliämie, vor allem bei höherer Dosierung, und Anstieg der Blutlipide.

Gelegentlich: Anorexie, Hypomagnesiämie, Hyperurikämie.

Selten: Hyperkalzämie, Hyperglykämie, Glykosurie, Verschlechterung einer diabetischen

Stoffwechsellage.

Sehr selten: hypochlorämische Alkalose.

Störungen des Nervensystems und psychiatrische Störungen

Selten: Depression, Kopfschmerzen, Schwindel oder Benommenheit, Schlaflosigkeit, Parästhesien.

Augenleiden

Sehstörungen, besonders in den ersten Behandlungswochen.

Funktionsstörungen des Herzens und der Gefässe

Gelegentlich: orthostatische Hypotonie, die durch Alkohol, Anästhetika oder Sedativa verstärkt

werden kann.

Selten: Rhythmusstörungen.

Respiratorische, thorakale und mediastinale Funktionsstörungen

Sehr selten: respiratorische Beschwerden einschliesslich Pneumonitis und Lungenödem.

Gastrointestinale Beschwerden

Gelegentlich: leichte Übelkeit und Erbrechen, Appetitverlust.

Selten: Abdominalbeschwerden, Verstopfung, Durchfall und gastrointestinale Beschwerden.

Sehr selten: Pankreatitis.

Funktionsstörungen der Leber und der Galle

Selten: intrahepatische Cholestase oder Ikterus.

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Urtikaria und andere Hautausschläge.

Selten: Photosensibilisierung.

Sehr selten: nekrotisierende Vaskulitis, Epidermolysis acuta toxica, Lupus-erythematodes-ähnliche

Reaktionen und Reaktivierung eines Lupus erythematodes, Überempfindlichkeitsreaktionen.

Funktionsstörungen der Fortpflanzungsorgane und der Brust

Gelegentlich: Impotenz.

Untersuchungen/Beeinflussung von Laborwerten

Gelegentlich: Hyponatriämie.

Überdosierung

Es steht keine spezielle Information für die Behandlung einer Überdosierung mit Epril Plus zur

Verfügung. Die Therapie ist symptomatisch und unterstützend. Die Behandlung mit Epril Plus soll

abgebrochen und der Patient engmaschig überwacht werden. Die vorgeschlagenen Massnahmen

schliessen ein: Auslösung von Erbrechen (bei kurz zurückliegender Einnahme), Korrektur einer

Dehydratation, Elektrolytentgleisung und Hypotonie mit anerkannten Massnahmen.

Enalapril Maleat

Die markanteste Auswirkung einer Überdosierung die beschrieben wurde, ist eine ausgeprägte

Hypotonie, die als Auswirkung der Blockierung des RAA-Systems ca. 6 Stunden nach Einnahme der

Tabletten einsetzte, sowie Stupor. Serumspiegel von Enalaprilat, die 100 bis 200 mal höher waren als

nach Gabe therapeutischer Dosen, wurden nach Einnahme von 300 mg resp. 440 mg Enalapril

beobachtet.

Bei Überdosierung wird eine intravenöse Infusion von physiologischer Kochsalzlösung empfohlen.

Falls verfügbar, kann eine Angiotensin-II-Infusion nützlich sein.

Enalaprilat kann durch Hämodialyse aus dem systemischen Kreislauf entfernt werden (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» - «Patienten unter Hämodialyse»).

Hydrochlorothiazid

Die häufigsten beobachteten Anzeichen und Symptome sind Elektrolytverluste (Hypokaliämie,

Hypochlorämie, Hyponatriämie) und Dehydratation infolge exzessiver Diurese. Bei gleichzeitiger

Einnahme von Digitalis können Herzrhythmusstörungen durch die Hypokaliämie verstärkt werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C09BA02

Epril Plus (Enalapril Maleat und Hydrochlorothiazid) ist eine Kombination aus einem ACE-Hemmer

(Enalapril Maleat) und einem Diuretikum (Hydrochlorothiazid).

Epril Plus enthält 20 mg Enalapril Maleat und 6 mg Hydrochlorothiazid. Epril Plus ist

blutdrucksenkend und diuretisch wirksam. Enalapril Maleat und Hydrochlorothiazid wurden sowohl

monotherapeutisch als auch gemeinsam in der Behandlung der Hypertonie eingesetzt. Obwohl es

unter 6 mg Hydrochlorothiazid alleine noch zu keiner im Vergleich zu Plazebo klinisch signifikanten

Blutdrucksenkung kommt, wird bei Kombination von 6 mg Hydrochlorothiazid mit Enalapril eine

klinisch synergistische Wirkung auf den Blutdruck erzielt. Die blutdrucksenkende Wirkung von

Epril Plus ist signifikant grösser als jene unter alleiniger Gabe von Enalapril. Darüber hinaus hält die

blutdrucksenkende Wirkung von Epril Plus mindestens 24 h lang an.

Enalapril Maleat und Hydrochlorothiazid haben ähnliche Halbwertszeiten (siehe

«Pharmakokinetik»).

Enalapril Maleat

Das Angiotensin-Converting-Enzym (ACE) ist eine Peptidyldipeptidase, welche die Umwandlung

von Angiotensin I in die pressorisch wirkende Substanz Angiotensin II katalysiert. Nach Resorption

wird Enalapril zu Enalaprilat hydrolysiert, welches das ACE hemmt. Die ACE-Hemmung führt zu

einer Verminderung der Plasmakonzentration von Angiotensin II, wodurch ein Anstieg der Plasma-

Renin-Aktivität (infolge des Wegfalls der negativen Rückkopplung für die Reninfreisetzung) und

eine Verminderung der Aldosteronsekretion bewirkt wird.

Das ACE ist mit der Kininase II identisch. Daher kann Enalapril auch den Abbau des stark

vasodepressorisch wirkenden Peptids Bradykinin blockieren. Allerdings ist die Rolle dieses Effekts

bei den therapeutischen Wirkungen von Enalapril noch nicht geklärt.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid ist ein Diuretikum und Antihypertonikum, das einen Anstieg der Plasma-Renin-

Aktivität bewirkt. Der Mechanismus der blutdrucksenkenden Wirkung der Thiazide ist nicht

bekannt. Hydrochlorothiazid hat im allgemeinen keine Wirkung auf den normalen Blutdruck.

Pharmakokinetik

Enalapril Maleat

Absorption

Oral verabreichtes Enalapril Maleat wird schnell resorbiert. Die Spitzenwerte der Enalapril-

Konzentrationen im Serum werden innert einer Stunde erreicht. Nach der Resorption wird orales

Enalapril Maleat schnell und weitgehend zu Enalaprilat hydrolysiert, das den eigentlichen ACE-

Hemmer darstellt. Die Spitzenkonzentrationen von Enalaprilat im Serum werden 3 bis 4 Stunden

nach einer oralen Gabe von Enalapril Maleat erreicht. Aufgrund der im Urin wiedergefundenen

Substanzmengen beträgt die Resorption aus dem Gastrointestinaltrakt ungefähr 60%.

Die Nahrung im Gastrointestinaltrakt beeinflusst die Resorption von oralem Enalapril Maleat nicht.

Resorption und Hydrolyse sind im empfohlenen therapeutischen Bereich dosisunabhängig.

Distribution

Die Kurve der Enalaprilat-Serumkonzentrationen zeigt eine verlängerte terminale Phase, die offenbar

mit der Bindung an ACE zusammenhängt. Bei Personen mit normaler Nierenfunktion stabilisieren

sich die Enalaprilat-Serumkonzentrationen am vierten Verabreichungstag («steady state»). Die

Halbwertszeit für das nach multiplen Dosen von oral verabreichtem Enalapril Maleat kumulierte

Enalaprilat beträgt 11 Stunden.

Metabolismus

Ausser der Umwandlung zu Enalaprilat finden sich keine Anzeichen für einen signifikanten

Stoffwechsel.

Elimination

Die Ausscheidung erfolgt primär durch die Nieren. Die Hauptkomponenten im Urin sind Enalaprilat,

entsprechend ca. 40% der verabreichten Dosis und unverändertes Enalapril.

Hydrochlorothiazid

Absorption und Distribution

Die Bioverfügbarkeit von Hydrochlorothiazid-Tabletten beträgt ungefähr 70%. Nach oraler

Einnahme einer Einzeldosis von 12.5, 25, 50 und 75 mg werden mittlere Maximalkonzentrationen im

Plasma von 70, 142, 260 und 376 ng/ml durchschnittlich nach 2 Stunden erreicht. Innerhalb des

therapeutischen Dosierungsbereichs ist die systemische Verfügbarkeit von Hydrochlorothiazid

proportional zur Dosis.

Metabolismus

Hydrochlorothiazid wird nicht metabolisiert und durch die Niere ausgeschieden.

Elimination

Wenn die Plasmaspiegel mindestens 24 Stunden lang verfolgt werden, ergibt sich eine

Plasmahalbwertszeit zwischen 5,6 und 14,8 Stunden. Mindestens 61% der oralen Dosis werden

innert 24 Stunden unverändert ausgeschieden. Hydrochlorothiazid passiert die Plazentarschranke,

nicht aber die Blut-Hirn-Schranke.

Enalapril Maleat-Hydrochlorothiazid

Gleichzeitig verabreichte multiple Dosen von Enalapril Maleat und Hydrochlorothiazid beeinflussen

ihre Bioverfügbarkeit gegenseitig wenig oder nicht. Die Kombinationstablette ist bioäquivalent zu

den gleichzeitig verabreichten Einzelkomponenten.

Präklinische Daten

Akute und chronische Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf relevante Toxizität und Studien

auf Mutagenität und Kanzerogenität wiesen auf keine Risiken für den Menschen hin. ACE Hemmer

wirken nachweislich fetotoxisch, wenn sie im 2. oder 3. Trimester verabreicht werden (vergleiche

«Schwangerschaft/Stillzeit»).

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

«High-Flux»-Dialyse-Filter: siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

In der Originalverpackung, nicht über 30 °C und ausser Reichweite von Kindern lagern.

Zulassungsnummer

56480 (Swissmedic).

Packungen

Epril Plus: 30 und 100 Tabletten (mit Bruchrille/teilbar). [B]

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Stand der Information

April 2016.

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