Eplerenon Mylan 50 mg Filmtabletten

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

04-08-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

04-08-2021

Wirkstoff:
Eplerenon
Verfügbar ab:
Mylan dura GmbH
ATC-Code:
C03DA04
INN (Internationale Bezeichnung):
Eplerenone
Dosierung:
50mg
Darreichungsform:
Filmtablette
Verabreichungsweg:
Zum Einnehmen
Einheiten im Paket:
28, 30 Tabletten
Verschreibungstyp:
Verschreibungspflichtig
Hergestellt von:
Generics [UK] Ltd, McDermott Laboratories Ltd. (T/A Gerard Laboratories), Mylan Hungary Kft
Therapiegruppe:
Aldosteronantagonisten
Anwendungsgebiete:
Eplerenon wird angewendet:  zusätzlich zu einer Standardtherapie, die Betablocker einschließt, zur Verringerung des Risikos der kardiovaskulären Mortalität und Morbidität bei stabilen Patienten mit linksventrikulärer Dysfunktion (LVEF ≤ 40 %) und klinischen Zeichen einer Herzinsuffizienz nach kürzlich aufgetretenem Herzinfarkt.  zusätzlich zu einer optimalen Standardtherapie zur Verringerung des Risikos der kardiovaskulären Mortalität und Morbidität bei erwachsenen Patienten mit (chronischer) Herzinsuffizienz der NYHA-Klasse II und linksventrikulärer systolischer Dysfunktion (LVEF  30 %)
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähig
Zulassungsnummer:
92175.00.00
Berechtigungsdatum:
2015-05-08

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Wortlautderfürdie PackungsbeilagevorgesehenenAngaben

Gebrauchsinformation:InformationfürPatienten

EplerenonMylan50mgFilmtabletten

Eplerenon

Lesen SiediegesamtePackungsbeilagesorgfältig durch,bevorSiemitder

EinnahmediesesArzneimittelsbeginnen,denn sieenthältwichtigeInformationen.

- HebenSie die Packungsbeilage auf.VielleichtmöchtenSie diesespäternochmals

lesen.

- Wenn Sie weitereFragen haben,wenden Sie sichanIhrenArztoderApotheker.

- DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlich verschrieben.GebenSie esnichtan

Dritteweiter.Eskann anderenMenschen schaden,auchwenn diesediegleichen

Beschwerden habenwieSie.

- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken,wenden Sie sich anIhrenArztoder

Apotheker.DiesgiltauchfürNebenwirkungen,dienichtindieserPackungsbeilage

angegebensind.SieheAbschnitt4.

Wasin dieserPackungsbeilagesteht

1. WasistEplerenonMylanund wofürwird esangewendet?

2. WassolltenSie vorderEinnahme vonEplerenonMylanbeachten?

3. WieistEplerenon Mylaneinzunehmen?

4. WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5. WieistEplerenonMylanaufzubewahren?

6. InhaltderPackungundweitereInformationen

1. WasistEplerenonMylanundwofürwirdesangewendet?

EplerenonMylangehörtzu einerGruppevonArzneimitteln,die alsselektive

Aldosteronblockerbekanntsind.DieseAldosteronblockerhemmendieWirkung von

Aldosteron,einerkörpereigenenSubstanz,dieIhrenBlutdruckundIhreHerzfunktion

reguliert.InhohenKonzentrationenkannAldosteronVeränderungenin IhremKörper

bewirken,die zu einerSchwächungdesHerzmuskelsführen.

EplerenonMylanwird infolgendenFällenzurBehandlungIhrerHerzmuskelschwäche

angewendet,umso eineweitereVerschlechterung IhrerHerzmuskelschwäche zu

verhindernundmöglicheKrankenhausaufenthaltezu reduzieren:

1.fallsSiekürzlich einen Herzinfarkthattenin KombinationmitanderenArzneimitteln

zurBehandlungIhrerHerzmuskelschwäche oder

2.fallsSie trotzderBehandlung,die Sie bishererhaltenhaben,anhaltendeleichte

Symptomehaben.

2. Was solltenSie vorderEinnahmevonEplerenonMylanbeachten?

EplerenonMylandarfnichteingenommenwerden,

- wenn Sieallergischgegen Eplerenonodereinenderin Abschnitt6.genannten

sonstigenBestandteile diesesArzneimittelssind

- wenn Sie einen erhöhtenKaliumspiegelimBlut(Hyperkaliämie)haben

- wenn Sie eineGruppevonArzneimitteln,die Ihnenhilft,überschüssigesWasseraus

demKörperauszuscheiden (kaliumsparendeDiuretika)oder„Salztabletten”

(Kaliumpräparate)anwenden

- wenn Sie eine schwereNierenerkrankung haben

- wenn Sie eineschwereLebererkrankunghaben

- wenn Sie ArzneimittelzurBehandlungvonPilzinfektionen (Ketoconazoloder

Itraconazol)anwenden

- wenn Sie antivirale ArzneimittelzurBehandlungeinerHIV-Infektion(Nelfinaviroder

Ritonavir)anwenden

- wenn Sie Antibiotika zurBehandlungeinerbakteriellenInfektion(Clarithromycin oder

Telithromycin)anwenden

- wenn Sie NefazodonzurBehandlung vonDepressionenanwenden

- wenn Sie gleichzeitigArzneimittelzurBehandlung vonbestimmtenHerzkrankheiten

oderBluthochdruck(sogenannte Angiotensin-Converting-Enzym[ACE]-Hemmerund

einen Angiotensinrezeptor-Blocker[ARB])anwenden.

WarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechenSiemitIhremArztoderApothekerbevorSie EplerenonMylaneinnehmen:

- wenn Sie aneinerNieren- oderLebererkrankung leiden (siehe Abschnitt„Eplerenon

Mylandarfnichteingenommenwerden“)

- wenn Sie Lithiumeinnehmen(wird üblicherweisebeimanisch-depressivenStörungen

gegeben,die auch bipolareStörungengenanntwerden)

- wenn Sie TacrolimusoderCiclosporinanwenden (zurBehandlungvon

Hauterkrankungen,wie z.B.PsoriasisoderEkzeme,und zurVermeidung von

Abstoßungsreaktionennach einerOrgan-Transplantation)

AuswirkungenbeiFehlgebrauchzuDopingzwecken

Die AnwendungvonEplerenonMylankann beiDopingkontrollenzu positiven

Ergebnissenführen.

EinnahmevonEplerenonMylanzusammenmitanderenArzneimitteln

InformierenSie IhrenArztoderApotheker,wennSie andere Arzneimitteleinnehmen,

kürzlich andere Arzneimitteleingenommenhabenoderbeabsichtigen,andereArzneimittel

einzunehmen,auch wenn essichumnichtverschreibungspflichtige Arzneimittelhandelt.

Sie dürfenEplerenonMylannichtzusammenmitdenfolgenden Arzneimitteln einnehmen

(siehe Abschni tt„Eplerenon Mylandarfnichteingenommenwerden“):

- ItraconazoloderKetoconazol(zurBehandlungvonPilzinfektionen),Ritonavir,

Nelfinavir(antivirale ArzneimittelzurBehandlungeinerHIV-Infektion),Clarithromycin,

Telithromycin (zurBehandlungbakteriellerInfektionen)oderNefazodon(zur

BehandlungvonDepressionen),dadieseArzneimittelden AbbauvonEplerenon

verzögernundso dessenWirkungenaufdenKörperverlängern

- kaliumsparenden Diuretika(Arzneimittel,dieIhnen helfen,überschüssigesWasser

ausdemKörperauszuscheiden)und Kaliumpräparaten(„Salztabletten”),dadiese

ArzneimitteldasRisiko hoherKaliumspiegelinIhremBluterhöhen

- ACE-Hemmern undAngiotensinrezeptor-Blockern(ARB)gemeinsam(diesewerden

zurBehandlungvonhohemBlutdruck,Herzkrankheitenoderbestimmten

Nierenstörungenangewendet),dadieseArzneimitteldasRisikovonhohen

Kaliumspiegeln imBluterhöhenkönnen.

BitteinformierenSieIhren Arzt,wenn Sie einesderfolgendenArzneimittelanwenden:

- Lithium(wird üblicherweise beimanisch-depressivenStörungengegeben,die auch

bipolareStörungengenanntwerden).Eshatsichgezeigt,dassdieEinnahme von

LithiumzusammenmitDiuretikaundACE-Hemmern(zurBehandlung vonhohem

BlutdruckundHerzkrankheiten)dazuführt,dassdie BlutspiegelvonLithiumzu hoch

werden,was zu Nebenwirkungenwie Appetitlosigkeit,Sehstörungen,Müdigkeit,

Muskelschwäche oderMuskelzuckenführenkann.

- CiclosporinoderTacrolimus(zurBehandlungvonHauterkrankungen,wie z.B.

PsoriasisoderEkzeme,und zurVermeidungvonAbstoßungsreaktionennacheiner

Organtransplantation).DieseArzneimittelkönnenzu Nierenproblemenführenund

dadurch dasRisikohoherKaliumspiegelinIhremBluterhöhen.

- Nichtsteroidale entzündungshemmendeArzneimittel(NSAR –bestimmte

Schmerzmittelwie Ibuprofen,daszurVerminderung vonSchmerzen,Steifigkeitund

Entzündungeneingesetztwird).DieseArzneimittelkönnenNierenprobleme

verursachenunddadurch dasRisiko hoherKaliumspiegelin IhremBluterhöhen.

- Trimethoprim(zurBehandlungbakteriellerInfektionen)kanndasRisiko hoher

KaliumspiegelinIhremBluterhöhen.

- Alpha-1-Blocker,wie z.B.Prazosin oderAlfuzosin (zurBehandlung vonhohem

Blutdruckundbestimmten Prostatabeschwerden)könnenein Absinkendes

BlutdrucksundSchwindelbeimAufstehenverursachen.

- TrizyklischeAntidepressiva,wiez.B.Amitryptylin oderAmoxapin (zurBehandlung

vonDepressionen),Antipsychotika(auchalsNeuroleptika bekannt),wie z.B.

Chlorpromazin oderHaloperidol(zurBehandlungvonpsychischen Problemen),

Amifostin(eingesetztimRahmeneinerChemotherapie beiKrebserkrankungen)und

Baclofen(zurBehandlung vonMuskelkrämpfen).DieseArzneimittelkönnen ein

AbsinkendesBlutdrucksund SchwindelbeimAufstehenverursachen.

- Glukokortikoide,wie z.B.HydrokortisonoderPrednison(zurBehandlungvon

EntzündungenundbestimmtenHautkrankheiten)undTetracosactid(hauptsächlich

angewandtzurDiagnoseund BehandlungvonErkrankungenderNebennierenrinde)

könnendie blutdrucksenkendeWirkungvonEplerenonvermindern.

- Digoxin (angewendetbeiderBehandlung vonHerzbeschwerden).Die Blutspiegel

vonDigoxin können erhöhtsein,wenn eszusammenmitEplerenoneingenommen

wird.

- Warfarin(ein ArzneimittelgegenBlutgerinnsel).EsistVorsichtgeboten,wenn

Warfarin angewendetwird,dahoheBlutspiegelvonWarfarin dieWirkungvon

Eplerenonaufden Körperverändernkönnen.

- Erythromycin (zurBehandlungvonbakteriellenInfektionen),Saquinavir(antivirales

ArzneimittelzurBehandlung einerHIV-Infektion),Fluconazol(zurBehandlung von

Pilzinfektionen),Amiodaron,Diltiazemund Verapamil(zurBehandlungvon

Herzproblemenund hohemBlutdruck)verzögernden AbbauvonEplerenonund

verlängerndadurchdieWirkungvonEplerenonaufdenKörper.

- Johanniskraut(einpflanzlichesArzneimittel),Rifampicin (zurBehandlungbakterieller

Infektionen),Carbamazepin,Phenytoin und Phenobarbital(u.a.zurBehandlungvon

Epilepsie)könnenden AbbauvonEplerenonbeschleunigenunddadurchdessen

Wirkungvermindern.

-

EinnahmevonEplerenonMylanzusammenmitNahrungsmittelnundGetränken

EplerenonMylankannmitoderohneNahrungeingenommenwerden.

SchwangerschaftundStillzeit

Wenn Sie schwangersind oderstillen,oderwenn Sie vermuten,schwangerzu sein oder

beabsichtigen,schwangerzu werden,fragenSie vorderEinnahme diesesArzneimittels

IhrenArztoderApothekerumRat.Die AuswirkungenvonEplerenonwährend einer

Schwangerschaftwurden amMenschen nichtuntersucht.

Esistnichtbekannt,obEplerenonin die Muttermilch übertritt.Siemüssenzusammenmit

IhremArztentscheiden,obabgestilltoderdasArzneimittelabgesetztwerden soll.

Verkehrstüchtigkeitund FähigkeitzumBedienen vonMaschinen

Sie könnensich nach derEinnahmevonEplerenonMylanschwindligfühlen.Wennes

dazu kommensollte,fahrenSiekein Auto undbedienenSie keineMaschinen.

EplerenonMylanenthältLactose

BittenehmenSiediesesArzneimitteldahererstnachRücksprachemitIhremArztein,

wennIhnenbekanntist,dassSieaneinerUnverträglichkeitgegenüberbestimmten

Zuckernleiden.

3. WieistEplerenonMylaneinzunehmen?

NehmenSie diesesArzneimittelimmergenaunach AbsprachemitIhremArztein.Fragen

Sie beiIhremArztoderApothekernach,wenn Sie sichnichtsichersind.

EplerenonMylanTablettenkönnenmiteinerMahlzeitoderaufleerenMagen

eingenommenwerden.SchluckenSie dieTablette imGanzenmitvielWasser.

EplerenonMylanwird üblicherweise zusammenmitanderenArzneimittelngegen

Herzmuskelschwäche (z.B.Betablocker)gegeben.Die üblicheAnfangsdosisbeträgt

1Tablettezu 25mgeinmaltäglich.Nachetwa4WochenerfolgteineErhöhung auf50mg

einmaltäglich (entweder1Tablettezu 50mgoder2Tablettenzu 25mg).Die höchste

Dosis beträgt50mgtäglich.

VorBeginnderBehandlung mitEplerenonMylan,imLaufeder1.Wocheund1Monat

nach BeginnderBehandlungbzw.nach einerDosisänderungmussderKaliumspiegelin

IhremBlutbestimmtwerden.AbhängigvomKaliumspiegelin IhremBlutkann die

Dosierung vonIhremArztangepasstwerden.

FallsSie eineleichteNierenerkrankunghaben,solltenSie die Behandlungmiteiner

Tablette zu 25mg einmaltäglich beginnen.FallsSie einemäßige Nierenerkrankung

haben,solltenSie mit1Tablette zu 25mg jeden2.Tag beginnen.DieseDosenkönnen

nach EmpfehlungIhresArztes und anhandIhrerKaliumspiegelimBlutentsprechend

angepasstwerden.

BeiPatientenmitschwererNierenerkrankungwird eineAnwendungvonEplerenon

nichtempfohlen.

BeiPatientenmitleichten bismäßigenLebererkrankungenistkeineVeränderungder

Anfangsdosisnötig.Wenn Sie Leber-oderNierenproblemehaben,kann esnötigsein,

dassderKaliumspiegelin IhremBlutöfterbestimmtwerden muss(sieheAbschnitt

„EplerenonMylandarfnichteingenommenwerden“).

ÄlterePatienten:

EsistkeineAnpassungderAnfangsdosisnötig.

Kinderund Jugendliche:

EplerenonMylanwird nichtzurAnwendungbeiKindernund Jugendlichenempfohlen.

Wenn SieeinegrößereMengevonEplerenonMylaneingenommenhaben,als Sie

sollten

Wenn Sie einegrößereMenge vonEplerenonMylaneingenommenhaben,alsSie

sollten,sagenSie dies unverzüglich IhremArztoderApotheker.WennSie zu vielvon

IhremArzneimittelgenommenhaben,werden die wahrscheinlichstenSymptome ein

niedrigerBlutdruck(mitBeschwerden wie BenommenheitimKopf,Schwindel,

verschwommenemSehen,SchwächegefühloderplötzlichemBewusstseinsverlust)oder

eineHyperkaliämie(hohe KaliumspiegelimBlut)mitBeschwerden wieMuskelkrämpfen,

Durchfall,Übelkeit,SchwindeloderKopfschmerzensein.

WennSiedie Einnahme vonEplerenonMylanvergessenhaben

Wenn esfastschon ZeitfürIhre nächsteTabletteist,überspringenSie dievergessene

Tablette undnehmenSie die nächsteTablette zumnormalenZeitpunktein.

AndernfallsnehmenSiedieTablette dann ein,wenn Sie esbemerkthaben (fallses noch

mehrals12StundenbiszurnächstenEinnahmesind).KehrenSie anschließend zur

üblichen Einnahme IhresArzneimittelszurück.

NehmenSie nichtdie doppelteMengeein,umdie vergesseneTablettenachzuholen.

WennSiedie Einnahme vonEplerenonMylanabbrechen

Esistwichtig,dassEplerenonMylanwie verordnetsolangeweitereingenommenwird,

bisIhrArztIhnensagt,dass Sie die Behandlungabbrechenkönnen.

Wenn Sie weitereFragen zurAnwendungdiesesArzneimittelshaben,wendenSiesich

anIhrenArztoderApotheker.

4. WelcheNebenwirkungensindmöglich?

WiealleArzneimittelkannauchdiesesArzneimittelNebenwirkungenhaben,dieabernicht

beijedemauftretenmüssen.

Wenn Sie einederfolgendenNebenwirkungenan sichbemerken,suchen Siebitte

umgehendIhrenArztauf:

SchwellungenimGesicht,derZunge oderimHals

Schluckbeschwerden

NesselsuchtundAtembeschwerden

Hierbeihandeltessich umdie SymptomeeinesangioneurotischenÖdems.

WeitereberichteteNebenwirkungensind:

HäufigeNebenwirkungen(kannbiszu 1von10Behandeltenbetreffen):

Herzinfarkt

erhöhteKaliumspiegelimBlut(mitBeschwerden wieMuskelkrämpfe,Durchfall,

Übelkeit,SchwindeloderKopfschmerzen)

Schwindel

Bewusstseinsverlust

Infektion

Husten

Verstopfung

niedrigerBlutdruck

Durchfall

Übelkeit

Nierenfunktionsstörungen

Hautausschlag

Juckreiz

MuskelkrämpfeundMuskelschmerzen

erhöhteHarnstoffwerte imBlut

GelegentlicheNebenwirkungen(kannbiszu 1von 100 Behandeltenbetreffen)

Eosinophilie (ErhöhungbestimmterweißerBlutzellen)

Flüssigkeitsmangel

erhöhteWertevonCholesterin oderTriglyzeriden(Fettstoffe)imBlut

niedrigerNatriumspiegelimBlut

Schlaflosigkeit(Schlafprobleme)

Kopfschmerzen

Herzbeschwerden,z.B.Herzrhythmusstörungen,rascherHerzschlagund

Herzschwäche

EntzündungderGallenblase

Blutdruckabfall,derSchwindelbeimAufstehenverursachenkann

Thrombosen(Blutgerinnsel)in denBeinen

EntzündungimRachenbereich

Blähungen

Erbrechen

Schilddrüsenunterfunktion

erhöhteBlutzuckerwerte

vermindertesTast-undBerührungsgefühl

vermehrtesSchwitzen

Rückenschmerzen

Schwächegefühlund allgemeinesUnwohlsein

erhöhteKreatininspiegelimBlut,was aufNierenproblemehinweisenkann

Nierenentzündung

Vergrößerung derBrustbeimMann

Veränderungenbeieinigen Bluttestergebnissen

MeldungvonNebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken,wenden Sie sichanIhrenArztoderApotheker.

Dies giltauchfürNebenwirkungen,die nichtin dieserPackungsbeilage angegebensind.

Sie könnenNebenwirkungenauch direktdemBundesinstitutfürArzneimittelund

Medizinprodukte,Abt.Pharmakovigilianz,Kurt-Georg-Kiesinger-Allee3,D-53175 Bonn,

Webseite:www.bfarm.deanzeigen.

IndemSie Nebenwirkungenmelden,könnenSiedazu beitragen,dassmehrInformationen

überdie SicherheitdiesesArzneimittelszurVerfügunggestelltwerden.

5. WieistEplerenonMylanaufzubewahren?

BewahrenSiediesesArzneimittelfürKinderunzugänglichauf.

FürdiesesArzneimittelsindkeinebesonderenLagerungsbedingungenerforderlich.

SiedürfendiesesArzneimittelnachdemaufdemUmkartonund derBlisterpackungbzw.

derKunststoff-Flasche nach „verwendbarbis“angegebenenVerfalldatumnichtmehr

verwenden.DasVerfalldatumbeziehtsichaufdenletztenTagdesangegebenenMonats.

EntsorgenSie ArzneimittelnichtimAbwasser.FragenSieIhrenApotheker,wiedas

Arzneimittelzuentsorgenist,wennSieesnichtmehrverwenden.Sietragendamitzum

SchutzderUmweltbei.

6. InhaltderPackungundweitereInformationen

WasEplerenonMylanenthält

- DerWirkstoffistEplerenon.

EplerenonMylan50mgFilmtabletten

Jede Filmtablette enthält50mgEplerenon.

- Die sonstigenBestandteile sind:

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat,MikrokristallineCellulose,Croscarmellose-Natrium,

Hypromellose,Natriumdodecylsulfat,Talkum,Magnesiumstearat(Ph.Eur.)

[pflanzlich]

Filmüberzug:

Hypromellose,Titandioxid (E171),Macrogol400,Eisen(III)-hydroxid-oxid xH

O

(E172),Eisen(III)-oxid(E172),Polysorbat80[pflanzlich]

WieEplerenonMylanaussiehtundInhaltderPackung

EplerenonMylan50mgFilmtablettensindgelbe,runde,bikonvexe Filmtablettenmitder

Prägung „EP2“aufdereinen Seite derTablette und„M“aufderanderenSeite.

EplerenonMylanFilmtablettensindinBlisterpackungenoderKunststoff-Flaschenmit28

und 30Tablettenerhältlich.

PharmazeutischerUnternehmer

MylanduraGmbH

Wittichstr.6

64295 Darmstadt

Hersteller

Generics[UK]Ltd

Station Close,PottersBar

Hertfordshire,EN6 1TL

VereinigtesKönigreich

McDermottLaboratoriesLtd.(T/AGerard Laboratories)

35/36Baldoyle Ind.Estate,GrangeRoad

Dublin 13

Irland

MylanHungaryKft

Mylanutca1

2900Komárom

Ungarn

DiesesArzneimittelistin denMitgliedstaatendesEuropäischenWirtschaftsraumes

(EWR)unterdenfolgenden Bezeichnungenzugelassen

Belgien Eplerenone Mylan50mgfilmomhuldetabletten

Deutschland EplerenonMylan50mgFilmtabletten

Frankreich EPLERENONEMYLAN50mg,comprimé pelliculé

Griechenland Eplerenone Mylan50mgFilm-coatedtablets

Irland Eplerenone Mylan50mgFilm-coatedTablets

Italien Eplerenone Mylan

Luxemburg Eplerenone Mylan50mgcompriméspelliculés

Niederlande EplerenonMylan50mg,filmomhuldetabletten

Norwegen Eplerenone Mylan50mgtablett,filmdrasjert

Slowakei EplerenonMylan50mg,filmomobalené tablety

Spanien Eplerenona Mylan50mgcomprimidosrecubiertosconpelicula

Ungarn Eplerenone Mylan50mgfilmtabletta

Vereinigtes

Königreich Eplerenone50mgFilm-coatedtablets

Zypern Eplerenone Mylan50mgFilm-coatedtablets

Diese Packungsbeilagewurde zuletztüberarbeitetimApril2015.

Wortlautderfürdie FachinformationvorgesehenenAngaben

FACHINFORMATION

1.BEZEICHNUNGDESARZNEIMITTELS

EplerenonMylan50mgFilmtabletten

2.QUALITATIVEUNDQUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

Jede Filmtablette enthält50mgEplerenon.

Jede 50mgTabletteenthält71,04mg Lactose-Monohydrat(sieheAbschnitt4.4).

VollständigeAuflistungdersonstigenBestandteile,sieheAbschnitt6.1.

3.DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

EplerenonMylan50mgFilmtablettensindgelbe,runde,bikonvexe Filmtablettenmitder

Prägung „EP2“aufdereinen Seite derTablette und„M“aufderanderenSeite.

4.KLINISCHEANGABEN

4.1Anwendungsgebiete

Eplerenonwird angewendet:

zusätzlich zu einerStandardtherapie,die Betablockereinschließt,zurVerringerung

desRisikosderkardiovaskulärenMortalitätundMorbiditätbeistabilenPatientenmit

linksventrikulärerDysfunktion(LVEF ≤40%)undklinischen Zeichen einer

Herzinsuffizienznach kürzlich aufgetretenemHerzinfarkt.

zusätzlich zu eineroptimalenStandardtherapie zurVerringerung desRisikosder

kardiovaskulärenMortalitätundMorbiditätbeierwachsenenPatientenmit

(chronischer)HerzinsuffizienzderNYHA-KlasseIIundlinksventrikulärersystolischer

Dysfunktion(LVEF

30%)(siehe Abschnitt5.1).

4.2Dosierung undArtderAnwendung

Dosierung

ZurindividuellenDosisanpassung stehen25mg-und 50mg-StärkenzurVerfügung.Die

Höchstdosisist50mg täglich.

BeiPatientenmitHerzinsuffizienznach einemHerzinfarkt

Die empfohlene Erhaltungsdosisbeträgt50mg Eplerenoneinmaltäglich.Die Behandlung

mussmit25mg einmaltäglich begonnenund,unterBerücksichtigung des

Serumkaliumspiegels(sieheTabelle1),aufeineZieldosisvon50mgeinmaltäglich

gesteigertwerden,vorzugsweise innerhalb von4Wochen.Die Behandlung mitEplerenon

sollte üblicherweise innerhalb von3 bis14Tagennach einemakutenMyokardinfarkt

begonnenwerden.

BeiPatientenmit(chronischer)HerzinsuffizienzderNYHA-KlasseII

BeiPatientenmitchronischerHerzinsuffizienzderNYHA-KlasseIImussdie Behandlung

miteinerDosisvon25mg einmaltäglich begonnen und unterBerücksichtigung des

Serumkaliumspiegels(sieheTabelle1 undAbschnitt4.4)aufeineZieldosisvon50mg

einmaltäglichgesteigertwerden,vorzugsweise innerhalb von4Wochen.

BeiPatientenmiteinemSerumkaliumwert>5,0mmol/ldarfkeineBehandlungmit

Eplerenonbegonnen werden(siehe Abschnitt4.3).

Die SerumkaliumwertemüssenvorBeginnderTherapie mitEplerenon,innerhalb der

1.Behandlungswoche,1MonatnachTherapiebeginnodernacheinerDosisanpassung

bestimmtwerden.Danach müssendie Kaliumwerteje nachBedarfinregelmäßigen

Abständenkontrolliertwerden.

Die DosismussnachBehandlungsbeginn,abhängigvomSerumkaliumspiegelwie in

Tabelle1dargestellt,angepasstwerden.

Tabelle1:Dosisanpassung nach Behandlungsbeginn

Serumkaliumwerte

(mmol/l) ÄnderungderDosierung Dosisanpassung

< 5,0 Erhöhung von25mgjeden2.Tagauf

25mg einmaltäglich

von25mgeinmaltäglichauf

50mg einmaltäglich

5,0bis5,4 Keine KeineVeränderung

5,5bis5,9 Verringerung von50mgeinmaltäglichauf

25mg einmaltäglich

von25mgeinmaltäglichauf

25mg jeden2.Tag

von25mgjeden2.Tagauf

Behandlungspause

6,0 Behandlungspause entfällt

NachAbsetzenvonEplerenonaufgr undvonSerumkaliumwerten≥6,0mmol/lkann

Eplerenonwiederin einerDosierung von25mgalle 2Tageangewendetwerden,wenn

die Kaliumwerte unter5,0mmol/lgefallensind.

Kinderund Jugendliche

FürdenEinsatzvonEplerenonin derPädiatrie liegenkeine Datenvor,sodassdie

Anwendungin dieserAltersgruppenichtempfohlenwird.

ÄlterePatienten

BeiälterenPatientenistkeineAnpassungderAnfangsdosiserforderlich.Wegen einer

altersbedingtenAbnahme derNierenfunktionistbeiälterenPatientendasRisiko einer

Hyperkaliämieerhöht.DiesesRisikokannzusätzlich erhöhtsein,wenn eine

Begleiterkrankung inVerbindungmitgesteigertersystemischerWirkstoffbelastung,

speziellbeileichterbismäßigerLeberinsuffizienz,vorliegt.EineregelmäßigeÜberprüfung

derSerumkaliumwertewird empfohlen(siehe Abschnitt4.4).

Niereninsuffizienz

BeiPatientenmitleichterNiereninsuffizienzistkeineAnpassungderAnfangsdosis

erforderlich.Eineregelmäßige ÜberprüfungderSerumkaliumwertewird empfohlen(siehe

Abschnitt4.4)unddie DosissolltegemäßTabelle1 angepasstwerden.

PatientenmitmäßigerNiereninsuffizienz(Kreatinin-Clearance 30-60ml/min)solltenals

Anfangsdosis25mgjeden2.Tagerhaltenunddie Dosissollte anhanddes

Kaliumspiegelsangepasstwerden(sieheTabelle1).Eineregelmäßige Überprüfungder

Serumkaliumwertewirdempfohlen(siehe Abschnitt4.4).

EsliegenkeineErfahrungenbeiPatientenmiteinerKreatinin-Clearance<50ml/minmit

Herzinsuffizienznach einemHerzinfarktvor.DieAnwendungvonEplerenonbeidiesen

PatientensolltemitVorsichterfolgen.

Dosen über25mgtäglich wurden beiPatientenmiteinerKreatinin-Clearance <50ml/min

nichtuntersucht.

BeiPatientenmitschwererNiereninsuffizienz(Kreatinin-Clearance <30ml/min)ist

Eplerenonkontraindiziert(siehe Abschnitt4.3).

Eplerenonistnichtdialysierbar.

Leberinsuffizienz

BeiPatientenmitleichterbismäßigerLeberinsuffizienzistkeineAnpassung der

Anfangsdosiserforderlich.Da esjedochbeiPatientenmitleichterbismäßiger

Leberinsuffizienzzu einererhöhtensystemischenWirkstoffbelastungmitEplerenon

kommt,wird einehäufigeundregelmäßige Kontrolle derSerumkaliumwerte empfohlen,

insbesonderebeiälterenPatienten(sieheAbschnitt4.4).

Begleittherapien

BeigleichzeitigerBehandlungmitschwachenbismäßigenCYP3A4-Hemmern,z.B.

Amiodaron,Diltiazemund Verapamil,kannmiteinerAnfangsdosisvon25mg einmal

täglich begonnen werden.Die Dosierung darf25mgeinmaltäglich nichtüberschreiten

(siehe Abschnitt4.5).

EplerenonkannmitoderohneNahrung eingenommenwerden (sieheAbschnitt5.2).

4.3Gegenanzeigen

ÜberempfindlichkeitgegendenWirkstoffodereinendersonstigen Bestandteile

(siehe Abschnitt6.1)

PatientenmitSerumkaliumwerten>5,0mmol/lbeiBehandlungsbeginn

PatientenmitschwererNiereninsuffizienz(eGFR[geschätzteglomeruläre

Filtrationsrate]<30ml/min/1,73m²)

PatientenmitschwererLeberinsuffizienz(Child-Pugh-KlasseC)

Patienten,diekaliumsparendeDiuretika,Kaliumergänzungsmitteloderstarke

CYP3A4-Hemmer(z.B.Itraconazol,Ketoconazol,Ritonavir,Nelfinavir,

Clarithromycin,Telithromycin und Nefazodon)erhalten(sieheAbschnitt4.5)

KombinationeinesAngiotensin-Converting-Enzym(ACE)-Hemmersundeines

Angiotensinrezeptor-Blockers(ARB)mitEplerenon

4.4BesondereWarnhinweiseund VorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

Hyperkaliämie:AufgrunddesWirkmechanismuskann unterEplerenoneineHyperkaliämie

auftreten.ZuBeginnderBehandlungundnach einerDosisanpassung müssenbeiallen

Patientendie Serumkaliumwertekontrolliertwerden.BesondersbeiPatientenmitdem

Risiko einerHyperkaliämie,wie beispielsweise älterenPatientenmitNiereninsuffizienz

(siehe Abschnitt4.2)undPatientenmitDiabetesmellitus,werden imAnschluss

regelmäßigeKontrollenempfohlen.WegendeserhöhtenHyperkaliämie-Risikos wird die

Gabe vonKaliumergänzungsmitteln nach BeginnderTherapiemitEplerenon nicht

empfohlen.EineVerringerungderEplerenon-Dosisführtezu einerErniedrigung der

Kaliumwerte.IneinerStudie konntendurchdieGabe vonHydrochlorothiazid zusätzlich zu

Eplerenondie erhöhtenKaliumwerte wiederausgeglichen werden.

Das Risiko einerHyperkaliämiekannerhöhtsein,wenn Eplerenonin Kombinationmit

einemACE-Hemmerund/odereinemAngiotensinrezeptor-Blocker(ARB)angewendet

wird.Eplerenondarfnichtin KombinationmiteinemACE-Hemmerundeinem

Angiotensinrezeptor-Blockerangewendetwerden (siehe Abschnitte4.3und4.5).

EingeschränkteNierenfunktion:BeiPatientenmitNiereninsuffizienzmüssen die

Kaliumwerte regelmäßigkontrolliertwerden,diesgiltauch beidiabetischer

Mikroalbuminurie.DasRisiko einerHyperkaliämienimmtmitabnehmenderNierenfunktion

zu.VonPatientenmitTyp-2-Diabetesund Mikroalbuminurieliegenaus der

EPHESUS-Studie nurDatenin begrenztemUmfang vor.Eswurdejedoch ein erhöhtes

AuftretenvonHyperkaliämiebeidieserkleinen AnzahlvonPatientenbeobachtet.Daher

müssendiesePatientenmitVorsichtbehandeltwerden.Eplerenonistnicht

hämodialysierbar.

EingeschränkteLeberfunktion:BeiPatientenmitleichterbismäßigerLeberinsuffizienz

(Child-Pugh-KlassenAundB)wurdekeineErhöhung derSerumkaliumwerte über

5,5mmol/lbeobachtet.Die Elektrolytwerte müssen beiPatientenmitleichterbismäßiger

Leberinsuffizienzkontrolliertwerden.Die GabevonEplerenonbeiPatienten mitschwerer

Leberinsuffizienzwurdenichtuntersuchtundistdaherkontraindiziert(siehe

Abschnitte4.2und 4.3).

CYP3A4-Induktoren:Die GabevonEplerenon zusammenmitstarkenCYP3A4-Induktoren

wird nichtempfohlen(sieheAbschnitt4.5).

Lithium,CiclosporinundTacrolimusmüssenunterderBehandlungmitEplerenon

vermiedenwerden (siehe Abschnitt4.5).

Doping:Die AnwendungvonEplerenonMylankann beiDopingkontrollenzu positiven

Ergebnissenführen.

Lactose:DieTablettenenthaltenLactose.Patientenmitderseltenenhereditären

Galactose-Intoleranz,Lactase-MangeloderGlucose-Galactose-Malabsorptionsollten

EplerenonMylannichteinnehmen.

4.5WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnund sonstigeWechselwirkungen

PharmakodynamischeWechselwirkungen

KaliumsparendeDiuretika und Kaliumpräparate:Wegen deserhöhtenHyperkaliämie-

Risikos darfEplerenonnichtPatientengegeben werden,die anderekaliumsparende

Diuretikaund Kaliumpräparateerhalten(sieheAbschnitt4.3).KaliumsparendeDiuretika

könnenauchdieWirkung vonAntihypertonikaund anderenDiuretika potenzieren.

ACE-Hemmer,Angiotensinrezeptor-Blocker(ARB):DasRisikoeinerHyperkaliämiekann

sich beiAnwendungvonEplerenonin Kombination miteinemACE-Hemmerund/oder

einemAngiotensinrezeptor-Blocker(ARB)erhöhen.Eineengmaschige Überwachungder

Serumkaliumwerte undderNierenfunktionwird daherempfohlen,insbesondere bei

PatientenmitRisikofüreineeingeschränkteNierenfunktion,wie etwa älterenPatienten.

Die DreifachkombinationeinesACE-Hemmersund einesAngiotensinrezeptor-Blockers

(ARB)mitEplerenondarfnichtangewendetwerden (siehe Abschnitte4.3.und 4.4).

Lithium:Eswurdenkeine ArzneimittelinteraktionsstudienmitLithiumundEplerenon

durchgeführt.BeiPatienten,die Lithiumzusammen mitDiuretikaund ACE-Hemmern

erhielten,wurdejedochvoneinerLithiumtoxizitätberichtet(siehe Abschnitt4.4).Die

gemeinsameGabevonEplerenonund Lithiummussvermiedenwerden.Wenn eine

Kombinationnotwendigerscheint,müssendie PlasmakonzentrationenvonLithium

überwachtwerden (siehe Abschnitt4.4).

Ciclosporin,Tacrolimus:CiclosporinundTacrolimuskönnen zu Nierenfunktionsstörungen

führenund erhöhen dasHyperkaliämie-Risiko.DiegemeinsameGabevonEplerenonund

CiclosporinoderTacrolimusmussvermiedenwerden.WennCiclosporinundTacrolimus

während einerBehandlung mitEplerenongegebenwerden müssen,wirdeineenge

ÜberwachungvonSerumkaliumundNierenfunktionempfohlen(siehe Abschnitt4.4).

Nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAR):SpeziellbeiRisikopatienten(ältereund/oder

dehydrierte Patienten)kann eineBehandlungmitNSARdurchdirekteBeeinflussung der

glomerulärenFiltration zu akutemNierenversagenführen.VorBeginneinerBehandlung

müssenPatienten,die Eplerenonund NSARerhalten,einenausgeglichenen

Flüssigkeitshaushaltaufweisenund ihre Nierenfunktionmuss überwachtwerden.

Trimethoprim:Diegleichzeitige GabevonTrimethoprimundEplerenonerhöhtdas

Hyperkaliämie-Risiko.BesondersbeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktionund

beiälterenPatientenmüssendasSerumkaliumunddie Nierenfunktionüberwacht

werden.

Alpha-1-Blocker(z.B.Prazosin,Alfuzosin):BeiKombinationvonAlpha-1-Blockernund

EplerenonbestehtdieMöglichkeit,dassdie antihypertensiveWirkungund/odereine

orthostatischeHypotonie verstärktwerden.BeiBegleittherapiemitAlpha-1-Blockernwird

eineklinischeÜberwachung auforthostatischeHypotonie empfohlen.

TrizyklischeAntidepressiva,Neuroleptika,Amifostin,Baclofen:Die Begleitmedikationmit

diesen Arzneimittelnkann möglicherweise die antihypertensiveWirkung unddasRisiko

einerorthostatischenHypotonie verstärken.

Glukokortikoide,Tetracosactid:Die GabedieserWirkstoffe zusätzlich zu Eplerenonkann

möglicherweise die antihypertensiveWirkungverringern(Natrium-und

Flüssigkeitsretention).

PharmakokinetischeWechselwirkungen

In-vitro-Studienzeigen,dass Eplerenonkein HemmerderCYP1A2-,CYP2C19-,

CYP2C9-,CYP2D6-oderCYP3A4-Isoenzyme ist.Eplerenonistkein Substratoder

HemmerdesP-Glykoproteins.

Digoxin:Die gleichzeitigeGabemitEplerenonerhöhtdie systemischeBelastung(AUC)

mitDigoxin um16%(90%-Konfidenzintervall:4-30%).Vorsichtistgeboten,wenn

Digoxin knappamoberen LimitdestherapeutischenBereichs dosiertwird.

Warfarin:Eswurdenkeineklinisch signifikantenpharmakokinetischenWechselwirkungen

mitWarfarinbeobachtet.Vorsichtistgeboten,wennWarfarinknappamoberenLimitdes

therapeutischen Bereichs dosiertwird.

CYP3A4-Substrate:DieErgebnissevonpharmakokinetischenStudienmit

CYP3A4-Testsubstanzen,z.B.MidazolamundCisaprid,ergabenkeinesignifikanten

pharmakokinetischenInteraktionen,wenn dieseWirkstoffe zusammenmitEplerenon

angewendetwurden.

CYP3A4-Hemmer:

-StarkeCYP3A4-Hemmer:Signifikante pharmakokinetischeWechselwirkungenkönnen

dannauftreten,wenn EplerenongleichzeitigmitArzneimittelnangewendetwird,die

dasCYP3A4-Enzymhemmen.EinstarkerCYP3A4-Hemmer(Ketoconazol200mg

zweimaltäglich)führtezu einerErhöhungderAUCvonEplerenonum441%(siehe

Abschnitt4.3).Diegleichzeitige AnwendungvonEplerenonund starkenCYP3A4-

Hemmern wie z.B.Ketoconazol,Itraconazol,Ritonavir,Nelfinavir,Clarithromycin,

Telithromycin und Nefazodonistkontraindiziert(siehe Abschnitt4.3).

-SchwachebismäßigeCYP3A4-Hemmer:Diegleichzeitige GabemitErythromycin,

Saquinavir,Amiodaron,Diltiazem,VerapamilundFluconazolführtezu signifikanten

pharmakokinetischenInteraktionenundeinemAnstiegderAUCin dergenannten

Reihenfolge von98%biszu 187%.BeigleichzeitigerGabe vonschwachenbis

mäßigenCYP3A4-HemmernmitEplerenonsollte die DosierungvonEplerenondaher

25mg nichtüberschreiten (siehe Abschnitt4.2).

CYP3A4-Induktoren:Diegleichzeitige GabevonJohanniskraut(einemstarken

CYP3A4-Induktor)mitEplerenonführtezu einerVerringerung derAUCvonEplerenonum

30%.BeistärkerenCYP3A4-Induktoren,wie z.B.Rifampicin,dürfte eineausgeprägtere

Verringerung derAUCvonEplerenonauftreten.Aufgrund desRisikos einerverringerten

WirksamkeitvonEplerenonwird die gleichzeitigeGabe vonstarkenCYP3A4-Induktoren

(Rifampicin,Carbamazepin,Phenytoin,Phenobarbital,Johanniskraut)mitEplerenonnicht

empfohlen(siehe Abschnitt4.4).

Antazida:AufgrundvonErgebnisseneinerklinischen Pharmakokinetikstudie sindkeine

signifikantenWechselwirkungenzu erwarten,wenn AntazidazusammenmitEplerenon

gegebenwerden.

4.6Fertilität,SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft:Esliegenkeineaussagekräftigen DatenzurAnwendung vonEplerenon

während derSchwangerschaftvor.Tierexperimentelle Studienergaben bezüglich

Trächtigkeit,embryofetalerEntwicklung,GeburtundpostnatalerEntwicklungkeine

direktenoderindirektennegativenAuswirkungen(sieheAbschnitt5.3).Eplerenonsollte

beiSchwangerennurmitVorsichteingesetztwerden.

Stillzeit:Esistnichtbekannt,obEplerenonnachoralerAnwendungindieMuttermilch

übergeht.PräklinischeDatenzeigenjedoch,dassEplerenonund/oderseineMetaboliten

in derMilch vonRattenwiedergefunden werdenund sichdiegesäugtenJungtiere normal

entwickeln.Wegen desunbekanntenNebenwirkungspotenzialsaufdasgestillte Kind

sollte,unterBerücksichtigung desNutzensdesArzneimittelsfürdie Mutter,entschieden

werden,obabgestilltoderdasArzneimittelabgesetztwerden soll.

Fertilität:EsliegenkeineDatenüberdiemöglichen AuswirkungenvonEplerenonaufdie

männlicheund weiblicheFruchtbarkeitbeimMenschen vor.

4.7AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitund dieFähigkeitzumBedienen von

Maschinen

EswurdenkeineStudienzu den AuswirkungenvonEplerenonaufdie Verkehrstüchtigkeit

und dasBedienenvonMaschinen durchgeführt.Eplerenonverursachtkeine Schläfrigkeit

oderBeeinträchtigung derkognitivenFunktion.BeimFührenvonFahrzeugenbzw.

BedienenvonMaschinen solltejedochbeachtetwerden,dasswährend derBehandlung

Benommenheitauftretenkann.

4.8Nebenwirkungen

In zweiStudien(Eplerenone Post-acuteMyocardialInfarctionHeartFailure Efficacyand

SurvivalStudy[EPHESUS]und Eplerenon inMildPatientsHospitalization and Survival

Studyin HeartFailure[EMPHASIS-HF])wardieGesamtinzidenzderunterEplerenon

berichtetenNebenwirkungenähnlich wie unterPlacebo.Die inderStudieEMPHASIS-HF

amhäufigstenberichteteNebenwirkung warHyperkaliämiemiteinerInzidenzratevon

8,7%und4%fürEplerenon bzw.Placebo.

Die untenaufgeführtenNebenwirkungenstehenentwederin wahrscheinlichem

ZusammenhangmitderBehandlungundtratenhäufigeralsunterPlaceboaufodersind

schwerwiegend und deutlich häufigeralsunterPlaceboodersie wurden nachder

Markteinführungbeobachtet.Die Nebenwirkungen sind nachOrgansystemenundihrer

absolutenHäufigkeitaufgeführt.Die Häufigkeitenwerden wie folgtdefiniert:häufig

≥1/100 bis<1/10;gelegentlich≥1/1.000 bis<1/100;nichtbekannt(Häufigkeitauf

Grundlage derverfügbarenDatennichtabschätzbar.)

Infektionenundparasitäre Erkrankungen

Häufig:Infektion

Gelegentlich:Pyelonephritis,Pharyngitis

ErkrankungendesBlutesund desLymphsystems

Gelegentlich:Eosinophilie

Endokrine Erkrankungen

Gelegentlich:Hypothyreose

Stoffwechsel-undErnährungsstörungen

Häufig:Hyperkaliämie

Gelegentlich:Hyponatriämie,Dehydrierung,Hypercholesterinämie,Hypertriglyzeridämie

PsychiatrischeErkrankungen

Gelegentlich:Schlaflosigkeit

ErkrankungendesNervensystems

Häufig:Schwindel,Synkope

Gelegentlich:Kopfschmerzen,Hypästhesie

Herzerkrankungen

Häufig:Myokardinfarkt

Gelegentlich:Linksherzinsuffizienz,Vorhofflimmern,Tachykardie

Gefäßerkrankungen

Häufig:Hypotonie

Gelegentlich:arterielle Thrombosein denGliedmaßen,orthostatischeHypotonie

ErkrankungenderAtemwege,desBrustraumsundMediastinums

Häufig:Husten

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Häufig:Durchfall,Übelkeit

Gelegentlich:Erbrechen,Blähungen

ErkrankungenderHautund desUnterhautzellgewebes

Häufig:Hautausschlag,Pruritus

Gelegentlich:übermäßigesSchwitzen

Häufigkeitnichtbekannt:Angioödem

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-undKnochenerkrankungen

Häufig:Muskelkrämpfe,Skelettmuskelschmerzen

Gelegentlich:Rückenschmerzen

ErkrankungenderNieren und Harnwege

Häufig:Nierenfunktionsstörungen(siehe Abschnitte4.4.und 4.5)

Leber-undGallenerkrankungen

Gelegentlich:Cholezystitis

ErkrankungenderGeschlechtsorganeund derBrustdrüse

Gelegentlich:Gynäkomastie

AllgemeineErkrankungen und Beschwerden amVerabreichungsort

Gelegentlich:Kraftlosigkeit,Unwohlsein

Untersuchungen

Häufig:erhöhterBlutharnstoffwert

Gelegentlich:erhöhterSerumkreatininwert,verminderterWertfürden epidermalen

Wachstumsfaktorrezeptor,erhöhterBlutzuckerwert

In derEPHESUS-StudiekamesbeiderGruppe derdeutlich älterenPatienten

(≥75Jahre)zu einernumerischhöherenAnzahlvonSchlaganfällen.Zwischen der

Eplerenon-Gruppe(30)undderPlacebo-Gruppe(22)ergabsichjedochkein statistisch

signifikanterUnterschiedin derSchlaganfallshäufigkeit.In derStudie EMPHASIS-HF

betrug die ZahlderSchlaganfälle beiden deutlich älterenPatienten(≥75Jahre)in der

GruppemitEplerenon9und inderGruppemitPlacebo8.

Meldungdes Verdachts aufNebenwirkungen

Die MeldungdesVerdachtsaufNebenwirkungennach derZulassungistvongroßer

Wichtigkeit.Sie ermöglichteinekontinuierlicheÜberwachungdesNutzen-Risiko-

Verhältnisses desArzneimittels.

AngehörigevonGesundheitsberufensindaufgefordert,jedenVerdachtsfalleiner

NebenwirkungdemBundesinstitutfürArzneimittelund Medizinprodukte,Abt.

Pharmakovigilanz,Kurt-Georg-Kiesinger-Allee3,D-53175 Bonn,Website:www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9Überdosierung

BeimMenschen wurden bisherkeineFälle vonNebenwirkungenin Verbindungmiteiner

ÜberdosisvonEplerenon berichtet.Die wahrscheinlichstenSymptomeeiner

ÜberdosierungbeimMenschenkönntenHypotonie bzw.Hyperkaliämiesein.Eplerenon

istnichtdialysierbar.EsbindetzumgroßenTeilan Aktivkohle.Beisymptomatischer

Hypotonie muss eineunterstützendeBehandlungeingeleitetwerden.BeimAuftreten einer

Hyperkaliämiemüssendie üblichen Therapiemaßnahmeneingeleitetwerden.

5.PHARMAKOLOGISCHEEIGENSCHAFTEN

5.1PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Aldosteronantagonisten.

ATC-Code:C03DA04

Wirkmechanismus

ImVergleich zurBindung anrekombinante,humane Glukokortikoid-,Progesteron-und

AndrogenrezeptorenbindetEplerenonvergleichsweise selektivanrekombinantehumane

Mineralokortikoidrezeptoren.EshemmtdieBindung vonAldosteronandie

Mineralokortikoidrezeptoren.Aldosteronistein SchlüsselhormonimRenin-Angiotensin-

Aldosteron-System(RAAS),dasanderBlutdruckregulation undderPathophysiologie von

kardiovaskulärenErkrankungenbeteiligtist.

PharmakodynamischeWirkungen

Eplerenonführtzu einemanhaltendenAnstiegdes Plasmarenins undAldosteronsim

Serum.Hierbeikommteszu einerHemmung desnegativenregulatorischenFeedbacks

vonAldosteronaufdie Reninsekretion.Die erhöhte Reninaktivitätund die

PlasmaaldosteronwertebeeinträchtigendieWirkung vonEplerenonnicht.

In Dosisfindungsstudienzurchronischen Herzinsuffizienz(NYHA-Klassifikation II –IV)

führte die zusätzlicheGabevonEplerenonzurStandardtherapie zu demerwarteten

dosisabhängigenAnstieg vonAldosteron.Genausoführtein einerkardiorenalen

Unterstudie derEPHESUS-Studie dieTherapiemitEplerenonzu einemsignifikanten

Aldosteronanstieg.Die Ergebnisse bestätigendieBlockierung der

Mineralokortikoidrezeptorenin diesenPatientengruppen.

Eplerenonwurdein einerPostinfarktstudie zurWirksamkeitund Überlebensdauerbei

Herzinsuffizienz(Eplerenone Post-acuteMyocardialInfarctionHeartFailure Efficacyand

SurvivalStudy[EPHESUS])untersucht.Die EPHESUS-Studie wareine3-jährige,

placebokontrollierteDoppelblindstudie mit6632PatientenmitakutemMyokardinfarkt(MI),

linksventrikulärerDysfunktion(gemessendurch die linksventrikuläreAuswurffraktion

[LVEF] ≤40%)undklinischen AnzeichenvonHerzinsuffizienz.3 bis14Tage

(durchschnittlich 7Tage)nach einemakutenMyokardinfarkterhieltendiese Patienten

EplerenonoderPlacebozusätzlich zurStandardtherapie.Die Anfangsdosierung betrug

25mg einmaltäglich mitTitrierungaufdieZieldosisvon50mg einmaltäglich nach

4Wochen,fallsdasSerumkalium<5,0mmol/lbetrug.Während derStudie erhieltendie

PatienteneineStandardtherapie ausAcetylsalicylsäure(92%),ACE-Hemmern(90%),

Betablockern(83%),Nitraten(72%),Schleifendiuretika(66%)oderHMG-CoA-

Reduktase-Hemmern(60%).

In derEPHESUS-Studiewarendie co-primärenEndpunkteGesamtmortalitätund der

kombinierteEndpunktauskardiovaskulärerMortalitätoderkardiovaskulärer

Hospitalisierung.UnterEplerenonverstarben 14,4%derPatientenund unterPlacebo

16,7%(alle Ursachen),während 26,7%derPatientenmitEplerenon und30,0%unter

Placebodenkombinierten StudienendpunktauskardiovaskulärerMortalitätoder

kardiovaskulärerHospitalisierungerfüllten.Somitverringerte Eplerenoninder

EPHESUS-Studie imVergleich zu PlacebodasRisikoderGesamtsterblichkeitum15%

(RR0,85;95%-Konfidenzintervall0,75-0,96;p=0,008),hauptsächlich durch die

Reduktion derkardiovaskulärenMortalität.Das Risiko eineskardiovaskulärenTodesbzw.

einerkardiovaskulärenHospitalisierungwurdedurch Eplerenonum13%verringert

(RR0,87;95%-Konfidenzintervall0,79-0,95;p=0,002).Die absolute Risikoreduktionfür

die EndpunkteMortalitätjeglicherUrsacheundkardiovaskuläreMortalität/Hospitalisierung

betrug 2,3bzw.3,3%.Die klinischeWirksamkeiteinerBehandlung mitEplerenonzeigte

sich vorallembeiPatienten<75Jahren.DerNutzendieserTherapie beiPatientenüber

75Jahrenistunklar.ImVergleich zu Placeboverbessertesich beieinemstatistisch

signifikantgrößerenTeilderPatienten,die Eplerenon erhielten,die NYHA-Klassifikation

bzw.bliebstabil.EineHyperkaliämietratin derEplerenon-Gruppebei3,4%undin der

Placebo-Gruppebei2,0%(p<0,001)auf.EineHypokaliämietratinderEplerenon-

Gruppebei0,5%undinderPlacebo-Gruppebei1,5%(p<0,001)auf.

Bei147Probanden,dieaufVeränderungenimEKGwährend pharmakokinetischer

Studienuntersuchtwurden,wurdenkeineeinheitlichen AuswirkungenvonEplerenonauf

die Herzfrequenz,DauerderQRSbzw.desPQ-und QT-Intervallsbeobachtet.

Die Studie EMPHASIS-HF (Eplerenonin Mild PatientsHospitalization andSurvivalStudy

in HeartFailure)untersuchtedieWirkung vonEplerenonaufdieklinischenErgebnisse bei

PatientenmitsystolischerHerzinsuffizienzund leichtenSymptomen(FunktionsklasseII

nach NYHA)beiAnwendungzusätzlich zu einerStandardtherapie.

Patientenwurden indieStudie aufgenommen,wenn siemindestens55Jahrealtwaren,

einelinksventrikuläreAuswurffraktion(LVEF)von≤30%odereineLVEFvon≤35%

zusätzlich zu einerQRS-Dauervon>130msaufwiesen und entwederinden 6Monaten

vordemEinschlussauskardiovaskulärenGründenhospitalisiertgewesen warenoder

einen PlasmaspiegelvonB-Typ-natriuretischemPeptid (BNP)vonmindestens250pg/ml

odereinen PlasmaspiegelvonN-terminalempro-BNPvonmindestens500pg/mlbei

Männern (750pg/mlbeiFrauen)aufwiesen.DieBehandlungmitEplerenonwurdemit

einerDosisvon25mgeinmaltäglich begonnen,und die Dosiswurdenach 4Wochen auf

50mg einmaltäglich erhöht,fallsderSerumkaliumspiegel<5,0mmol/lwar.

FallshingegendiegeschätzteglomeruläreFiltrationsrate(GFR)30-49ml/min/1,73m²

betrug,wurdeEplerenonmiteinerAnfangsdosisvon25mgjeden2.Tagangewendetund

die Dosisdannauf25mg einmaltäglich erhöht.

Eswurden insgesamt2737PatientenfüreineBehandlungmitEplerenonoderPlacebo

randomisiert(in doppelblinderForm),welcheeineBaseline-TherapiemitDiuretika(85%),

ACE-Hemmern(78%),Angiotensin-II-Rezeptor-Blockern(19%),Betablockern(87%),

Antithrombotika(88%),Lipidsenkern(63%)undDigitalisglykosiden(27%)einschloss.

Die mittlereLVEF betrug ~26%unddiemittlereQRS-Dauerwar~122ms.Diemeisten

Patienten(83,4%)waren zuvorinnerhalb derletzten6MonatevorderRandomisierung

auskardiovaskulärenGründen hospitalisiertgewesen,davonetwa 50%aufgrundvon

Herzinsuffizienz.Rund 20%derPatientenhattenimplantierbare Defibrillatorenoder

standen unterkardialerResynchronisierungstherapie.

DerprimäreEndpunkt –MortalitätauskardiovaskulärenGründen oderHospitalisierung

wegenHerzinsuffizienz –tratbei249Patienten(18,3%)derEplerenon-Gruppeund

356Patienten(25,9%)derPlacebo-Gruppeauf(RR0,63;95%-Konfidenzintervall

0,54-0,74;p<0,001).DieWirkung vonEplerenon aufdie Ergebnissefürden primären

Endpunktwarin allenpräspezifiziertenSubgruppenübereinstimmend.

Dersekundäre EndpunktMortalitätjeglicherUrsachewurdevon171Patienten(12,5%)in

derEplerenon-Gruppeund213Patienten(15,5%)inderPlacebo-Gruppe erreicht

(RR0,76;95%-Konfidenzintervall0,62 –0,93;p=0,008).Todesfälle auskardiovaskulären

Ursachenwurdenfür147 (10,8%)derPatientenin derEplerenon-Gruppeund 185

(13,5%)derPatienteninderPlacebo-Gruppeberichtet(RR0,76;95%-Konfidenzintervall

0,61-0,94;p=0,01).

ImVerlaufderStudie wurdeeineHyperkaliämie(Serumkaliumspiegel>5,5mmol/l)bei

158Patienten(11,8%)inderEplerenon-Gruppeund 96Patienten(7,2%)in derPlacebo-

Gruppebeschrieben(p<0,001).EineHypokaliämie –definiertalsSerumkaliumspiegel

<4,0mmol/l –warunterEplerenonstatistischwenigerhäufigalsunterPlacebo (38,9%

fürEplerenonimVergleich zu 48,4%fürPlacebo,p<0,0001).

5.2PharmakokinetischeEigenschaften

Resorption undVerteilung

Die absoluteBioverfügbarkeitvonEplerenonistnichtbekannt.Maximale

Plasmakonzentrationenwerden nachca.2Stundenerreicht.Die Spitzenkonzentrationen

)wie auch die AUC-Werte sind dosisproportionalfürDosierungenvon 10bis100mg

und wenigeralsproportionalbeiDosierungenüber100mg.Ein SteadyStatewird

innerhalb von2Tagenerreicht.Die Resorptionerfolgtunabhängig von der

Nahrungsaufnahme.

Die Plasmaproteinbindung vonEplerenonbeträgtetwa 50%.Die Bindungerfolgt

hauptsächlich anAlpha-1-Säureglykoproteine.Das scheinbareVerteilungsvolumenim

SteadyStatebeträgt50(±7)l.Eplerenonbindetnichtvorzugsweise anrote

Blutkörperchen.

Metabolismus undAusscheidung

DerMetabolismus vonEplerenonwird hauptsächlich überCYP3A4 vermittelt.ImPlasma

desMenschen wurden keineaktivenMetabolitenvonEplerenongefunden.

ImUrin undden Fäzes werden wenigerals5%einerEplerenon-Dosisalsunveränderte

Substanzwiedergefunden.NacheineroralenEinzeldosisdesradioaktivmarkierten

Wirkstoffswurden ca.32%mitden Fäzes ausgeschiedenund ca.67%mitdemUrin.Die

EliminationshalbwertszeitvonEplerenonbeträgtca.3bis5Stunden.Diescheinbare

Plasmaclearance beträgtca.10l/Std.

Spezielle Patientengruppen

Alter,Geschlechtund ethnischeZugehörigkeit:Die PharmakokinetikeinerDosisvon

100mg Eplerenoneinmaltäglich w urdebeiälterenMenschen (≥65Jahre),Männern und

Frauen,sowie beiMenschen mitschwarzerHautfarbeuntersucht.Die Pharmakokinetik

vonEplerenonunterschiedsich nichtsignifikantzwischen Männern und Frauen.Im

SteadyStatewiesen die älterenMenscheneineErhöhungderC

(22%)und der

AUC-Werte(45%)imVergleichzu jüngerenMenschen (18bis45Jahre)auf.ImSteady

Statewarenbeiden MenschenmitschwarzerHautfarbeC

um19%und die

AUC-Werteum26%erniedrigt(sieheAbschnitt4.2).

Niereninsuffizienz:Die PharmakokinetikvonEplerenonwurdebeiPatienten mit

unterschiedlichen SchweregradenderNiereninsuffizienzund beiPatientenunter

Hämodialyse untersucht.ImVergleich zurKontrollgruppeerhöhtensichbeiPatientenmit

schwererNiereninsuffizienzdie AUC-WerteimSteadyStateund dieC

um38%bzw.

24%.BeiPatientenunterHämodialyse verringertensie sichum26%bzw.3%.

Zwischen derPlasmaclearance vonEplerenonundderKreatinin-Clearance wurdekeine

Korrelation beobachtet.Eplerenonistnichthämodialysierbar(sieheAbschnitt4.4).

Leberinsuffizienz:Die Pharmakokinetikvon400mg EplerenonwurdebeiPatientenmit

mäßigerLeberinsuffizienz(Child-Pugh-KlasseB)untersuchtundmitjenerbeigesunden

Testpersonenverglichen.DieC

imSteadyState und die AUC-Werte vonEplerenon

erhöhtensich hierbeium3,6%bzw.42%(sieheAbschnitt4.2).Da die Anwendungvon

EplerenonbeiPatientenmitschwererLeberinsuffizienznichtuntersuchtwurde,ist

Eplerenonbeidiesen Patientenkontraindiziert(siehe Abschnitt4.3).

Herzinsuffizienz:Die Pharmakokinetikvon50mg EplerenonwurdebeiPatientenmit

Herzinsuffizienz(NYHA-Klassen II-IV)untersucht.ImVergleich zugesundenProbanden

gleichen Alters,GewichtsundGeschlechts,warendieAUC-Werteund dieC

max imSteady

StatebeiPatientenmitHerzinsuffizienz38%bzw.30%höher.In Übereinstimmungmit

diesen Ergebnissenergab die pharmakokinetische Analyse vonEplerenonin einer

UntergruppederPatientenausderEPHESUS-Studie,dassdieClearancevonEplerenon

beiPatientenmitHerzinsuffizienzvergleichbarmitderbeigesundenälteren Probanden

ist.

5.3PräklinischeDatenzurSicherheit

PräklinischeStudienzurSicherheitspharmakologie,Genotoxizität,zumkanzerogenen

Potenzialund zurReproduktionstoxizitätergabenkeinebesonderenRisikenfürden

Menschen.

In StudienzurchronischenToxizitätkamesbeiRattenundHunden beiExpositionen,die

geringfügig überderklinischen Dosierung lagen,zu Prostataatrophie.DieVeränderungen

derProstatagingennichtmitnegativenFunktionsveränderungeneinher.Die klinische

Bedeutung dieserBefundeistnichtbekannt.

6.PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1ListedersonstigenBestandteile

Tablettenkern

Lactose-Monohydrat

MikrokristallineCellulose

Croscarmellose-Natrium

Hypromellose

Natriumdodecylsulfat

Talkum

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)[pflanzlich]

Filmüberzug(Opadrygelb)

Hypromellose6cP

Titandioxid (E171)

Macrogol400

Eisen(III)-hydroxid-oxid xH

O(E172)

Eisen(III)-oxid (E172)

Polysorbat80 [pflanzlich]

6.2Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend.

6.3DauerderHaltbarkeit

2Jahre.

6.4BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

FürdieseArzneimittelsindkeinebesonderenLagerungsbedingungenerforderlich.

6.5Artund Inhaltdes Behältnisses

PVC/Aluminium-BlisterpackungenoderHDPE-FlaschenmitPP-Verschlusskappenmit28,

30Tabletten.

Eswerden möglicherweise nichtalle Packungsgrößenin den Verkehrgebracht.

6.6BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdie Beseitigung

Keinebesonderen Anforderungen.

7.INHABERDERZULASSUNG

MylanduraGmbH

Wittichstr.6

64295 Darmstadt

8.ZULASSUNGSNUMMER

92175.00.00

9.DATUMDERERTEILUNGDERZULASSUNG

24April2015

10.STANDDERINFORMATION

April2015

11.VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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