Eplerenon beta 25 mg Filmtabletten

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

31-07-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

31-07-2021

Wirkstoff:
Eplerenon
Verfügbar ab:
betapharm Arzneimittel GmbH
ATC-Code:
C03DA04
INN (Internationale Bezeichnung):
Eplerenone
Dosierung:
25mg
Darreichungsform:
Filmtablette
Verabreichungsweg:
Zum Einnehmen
Einheiten im Paket:
10, 14, 20, 28, 30, 50, 56, 60, 84, 90, 98 oder 100 Filmtabletten
Verschreibungstyp:
Verschreibungspflichtig
Hergestellt von:
Synthon BV, Synthon Hispania SL, ELPEN Pharmaceutical Co. Inc, betapharm Arzneimittel GmbH
Therapiegruppe:
Aldosteronantagonisten
Anwendungsgebiete:
Eplerenon wird angewendet: • zusätzlich zu einer Standardtherapie, die Betablocker einschließt, zur Verringerung des Risikos der kardiovaskulären Mortalität und Morbidität bei stabilen Patienten mit linksventrikulärer Dysfunktion (LVEF ≤ 40 %) und klinischen Zeichen einer Herzinsuffizienz nach kürzlich aufgetretenem Herzinfarkt, • zusätzlich zu einer optimalen Standardtherapie zur Verringerung des Risikos der kardiovaskulären Mortalität und Morbidität bei erwachsenen Patienten mit (chronischer) Herzinsuffizienz der NYHA-Klasse II und linksventrikulärer systolischer Dysfunktion (LVEF ≤ 30 %)
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähig
Zulassungsnummer:
93871.00.00
Berechtigungsdatum:
2015-06-22

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Gebrauchsinformation:InformationfürAnwender

Eplerenonbeta25mgund 50mg Filmtabletten

Lesen SiediegesamtePackungsbeilagesorgfältig durch,bevorSiemitder

EinnahmediesesArzneimittelsbeginnen,denn sieenthältwichtigeInformationen.

-Heben Sie die Packungsbeilage auf.Vielleichtmöchten Sie diesespäternochmals

lesen.

-Wenn Sie weitere Fragen haben,wenden Sie sich anIhrenArztoderApotheker.

-DiesesArzneimittelwurde Ihnenpersönlich verschrieben.GebenSie esnichtanDritte

weiter.EskannanderenMenschen schaden,auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wieSie.

-Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken,wenden Sie sich anIhren ArztoderApotheker.

DiesgiltauchfürNebenwirkungen,die nichtin dieserPackungsbeilage angegeben

sind.Siehe Abschnitt4.

Wasin dieserPackungsbeilagesteht

1.WasistEplerenonbetaund wofürwird esangewendet?

2.WassolltenSie vorderEinnahmevon Eplerenon betabeachten?

3.WieistEplerenon betaeinzunehmen?

4.WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5.WieistEplerenon betaaufzubewahren?

6.InhaltderPackungundweitereInformationen

1.Was istEplerenonbetaundwofürwirdesangewendet?

Eplerenon betaenthältdenWirkstoffEplerenon.

Eplerenon betagehörtzu einerGruppevon Arzneimitteln,die alsselektive

Aldosteronblockerbekanntsind.Diese AldosteronblockerhemmendieWirkung von

Aldosteron,einerkörpereigenen Substanz,dieIhren BlutdruckundIhreHerzfunktion

reguliert.InhohenKonzentrationenkannAldosteron Veränderungenin IhremKörper

bewirken,die zu einerSchwächungdesHerzmuskelsführen.

Eplerenon betawird infolgenden Fällen zurBehandlungIhrerHerzmuskelschwäche

angewendet,umso eineweitere Verschlechterung IhrerHerzmuskelschwäche zu

verhindern undmögliche Krankenhausaufenthaltezu reduzieren:

1.FallsSie kürzlich einen Herzinfarkthattenin Kombinationmitanderen

Arzneimitteln zurBehandlungeinerHerzmuskelschwäche oder

2.fallsSie trotzderBehandlung,die Sie bishererhalten haben,anhaltendeleichte

Symptome haben.

2.Wassollten Sie vorderEinnahme von Eplerenon betabeachten?

Eplerenon beta darfnichteingenommen werden,

-wenn Sie allergischgegen Eplerenon odereinenderin Abschnitt6genannten

sonstigen Bestandteile diesesArzneimittelssind,

-wenn Sieeinen erhöhtenKaliumspiegelimBlut(Hyperkaliämie)haben,

-wenn Sie eine Gruppe von Arzneimitteln,die Ihnen hilft,überschüssigesWasseraus

demKörperauszuscheiden (kaliumsparende Diuretika),oder„Salztabletten”

(Kaliumpräparate)anwenden,

-wenn Sie eine schwere Nierenerkrankung haben,

-wenn Sie eine schwere Lebererkrankunghaben,

-wenn Sie ArzneimittelzurBehandlungvon Pilzinfektionen (Ketoconazoloder

Itraconazol)anwenden,

-wenn Sie antivirale ArzneimittelzurBehandlungeinerHIV-Infektion(Nelfinaviroder

Ritonavir)anwenden,

-wenn Sie Antibiotika zurBehandlungeinerbakteriellen Infektion (Clarithromycin oder

Telithromycin)anwenden,

-wenn Sie Nefazodon zurBehandlung von Depressionen anwenden oder

-wenn Sie gleichzeitigArzneimittelzurBehandlung von bestimmtenHerzkrankheiten

oderBluthochdruck(sogenannte Angiotensin-Converting-Enzym[ACE]-Hemmerund

einen Angiotensinrezeptor-Blocker[ARB])anwenden.

Warnhinweise undVorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen SiemitIhremArztoderApotheker,bevorSie Eplerenonbeta einnehmen

- wenn Sie an einerNieren-oderLebererkrankung leiden (siehe Abschnitt„Eplerenon

betadarfnichteingenommenwerden“),

- wenn Sie Lithiumeinnehmen(wird üblicherweisebeimanisch-depressiven Störungen

gegeben,dieauchbipolareStörungengenanntwerden)

- wenn Sie TacrolimusoderCiclosporin anwenden (zurBehandlungvon

Hauterkrankungen,wie z.B.PsoriasisoderEkzeme,und zurVermeidung von

Abstoßungsreaktionennach einerOrgan-Transplantation)

Kinderund Jugendliche

Die SicherheitundWirksamkeitvon Eplerenon beiKindern und Jugendlichen wurden

nichtnachgewiesen.

Einnahmevon Eplerenon betazusammen mitanderenArzneimitteln

InformierenSie Ihren ArztoderApotheker,wennSie andere Arzneimitteleinnehmen,

kürzlich andere Arzneimitteleingenommenhabenoderbeabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen.

Sie dürfenEplerenon betanichtzusammenmitdenfolgenden Arzneimitteln einnehmen

(siehe Abschnitt„Eplerenon betadarfnichteingenommenwerden“):

- ItraconazoloderKetoconazol(zurBehandlungvon Pilzinfektionen),Ritonavir,

Nelfinavir(antivirale ArzneimittelzurBehandlungeinerHIV-Infektion),Clarithromycin,

Telithromycin (zurBehandlungbakteriellerInfektionen)oderNefazodon(zur

Behandlungvon Depressionen),dadiese Arzneimittelden AbbauvonEplerenon beta

verzögern undso dessenWirkungenaufdenKörperverlängern,

- kaliumsparenden Diuretika(Arzneimittel,dieIhnen helfen,überschüssigesWasser

ausdemKörperauszuscheiden)und Kaliumpräparate(„Salztabletten”),da diese

ArzneimitteldasRisiko hoherKaliumspiegelinIhremBluterhöhen,

- ACE-Hemmern undAngiotensinrezeptor-Blockern(ARB)gemeinsam(diesewerden

zurBehandlungvon hohemBlutdruck,Herzkrankheiten oderbestimmten

Nierenstörungenangewendet),dadiese ArzneimitteldasRisikovon hohen

Kaliumspiegeln imBluterhöhenkönnen.

Bitte InformierenSie IhrenArzt,wenn Sie einesderfolgendenArzneimittelanwenden:

- Lithium(wird üblicherweise beimanisch-depressiven Störungengegeben,die auch

bipolare Störungengenanntwerden).Eshatsichgezeigt,dassdieEinnahme von

LithiumzusammenmitDiuretikaundACE-Hemmern(zurBehandlung von hohem

BlutdruckundHerzkrankheiten)dazuführt,dassdie Blutspiegelvon Lithiumzu hoch

werden,waszu Nebenwirkungen wie Appetitlosigkeit,Sehstörungen,Müdigkeit,

MuskelschwächeoderMuskelzucken führenkann.

- CiclosporinoderTacrolimus(zurBehandlungvon Hauterkrankungen,wie z.B.

PsoriasisoderEkzeme,und zurVermeidung von Abstoßungsreaktionen nach einer

Organtransplantation).Diese Arzneimittelkönnenzu Nierenproblemenführen und

dadurch dasRisikohoherKaliumspiegelinIhremBluterhöhen.

- Nichtsteroidale entzündungshemmende Arzneimittel(NSAR–bestimmte

Schmerzmittelwie Ibuprofen,daszurVerminderung von Schmerzen,Steifigkeitund

Entzündungen eingesetztwird).Diese ArzneimittelkönnenNierenprobleme

verursachen unddadurch dasRisiko hoherKaliumspiegelin IhremBluterhöhen.

- Trimethoprim(zurBehandlungbakteriellerInfektionen)kanndasRisiko hoher

KaliumspiegelinIhremBluterhöhen.

- Alpha-1-Blocker,wie z.B.Prazosin oderAlfuzosin (zurBehandlung von hohem

Blutdruckundbestimmten Prostatabeschwerden)könnenein Absinken desBlutdrucks

und SchwindelbeimAufstehen verursachen.

- Trizyklische Antidepressiva,wiez.B.Amitryptylin oderAmoxapin (zurBehandlung

von Depressionen),Antipsychotika(auchalsNeuroleptikabekannt),wie z.B.

ChlorpromazinoderHaloperidol(zurBehandlungvon psychischen Problemen),

Amifostin(eingesetztimRahmen einerChemotherapie beiKrebserkrankungen)und

Baclofen(zurBehandlung von Muskelkrämpfen).Diese Arzneimittelkönnen ein

Absinken desBlutdrucksund SchwindelbeimAufstehen verursachen.

- Glukokortikoide,wie z.B.Hydrokortison oderPrednison (zurBehandlungvon

Entzündungen undbestimmten Hautkrankheiten)undTetracosactid(hauptsächlich

angewandtzurDiagnoseund BehandlungvonErkrankungen derNebennierenrinde)

könnendie blutdrucksenkendeWirkungvonEplerenon betavermindern.

- Digoxin (angewendetbeiderBehandlung von Herzbeschwerden).Die Blutspiegelvon

Digoxin könnenerhöhtsein,wenn eszusammenmitEplerenonbetaeingenommen

wird.

- Warfarin(ein ArzneimittelgegenBlutgerinnsel).EsistVorsichtgeboten,wenn

Warfarin angewendetwird,dahohe BlutspiegelvonWarfarin dieWirkungvon

Eplerenon betaaufden Körperverändern können.

- Erythromycin (zurBehandlungvon bakteriellen Infektionen),Saquinavir(antivirales

ArzneimittelzurBehandlung einerHIV-Infektion),Fluconazol(zurBehandlung von

Pilzinfektionen),Amiodaron,Diltiazemund Verapamil(zurBehandlungvon

Herzproblemen und hohemBlutdruck)verzögernden AbbauvonEplerenon betaund

verlängern dadurchdieWirkungvonEplerenonbetaaufdenKörper.

- Johanniskraut(ein pflanzlichesArzneimittel),Rifampicin (zurBehandlungbakterieller

Infektionen),Carbamazepin,Phenytoin und Phenobarbital(u.a.zurBehandlungvon

Epilepsie)könnenden Abbau vonEplerenon betabeschleunigenund dadurch dessen

Wirkungvermindern.

Einnahme von Eplerenon betazusammen mitNahrungsmittelnundGetränken

Eplerenon betakannmitoderohneNahrung eingenommenwerden.

SchwangerschaftundStillzeit

Wenn Sie schwangersind oderstillen,oderwenn Sie vermuten,schwangerzu sein oder

beabsichtigen,schwangerzu werden,fragenSie vorderEinnahme diesesArzneimittels

IhrenArztoderApothekerumRat.Die Auswirkungenvon Eplerenon betawährendeiner

Schwangerschaftwurden amMenschennichtuntersucht.

Esistnichtbekannt,obEplerenon in die Muttermilch übertritt.Siemüssenzusammenmit

IhremArztentscheiden,ob abgestilltoderdasArzneimittelabgesetztwerden soll.

VerkehrstüchtigkeitundFähigkeitzumBedienen von Maschinen

Sie könnensich nach derEinnahmevonEplerenon betaschwindligfühlen.Wenn esdazu

kommensollte,fahrenSiekein Autound bedienen Siekeine Maschinen.

Eplerenon beta enthältLactose

Bitte nehmen Sie diesesArzneimittelerstnach RücksprachemitIhremArztein,wenn

Ihnen bekanntist,dassSie an einerUnverträglichkeitgegenüberbestimmtenZuckern

leiden.

3.Wie istEplerenon beta einzunehmen?

Nehmen Sie diesesArzneimittelimmergenaunach AnweisungIhresArztesoder

Apothekersein.FragenSie beiIhremArztoderApothekernach,wenn Sie sich nicht

sichersind.

Eplerenon betaTablettenkönnenmiteinerMahlzeitoderaufleerenMagen eingenommen

werden.SchluckenSie die Tablette imGanzen mitvielWasser.

Eplerenon betawird üblicherweise zusammenmitanderen Arzneimittelngegen

Herzmuskelschwäche (z.B.Betablocker)gegeben.Die übliche Anfangsdosisbeträgt

1Tablettezu 25mgeinmaltäglich.Nach etwa 4Wochenerfolgteine Erhöhung auf50mg

einmaltäglich (entweder1Tablettezu 50mgoder2Tabletten zu 25mg).Die höchste

Dosisist50mgtäglich.

VorBeginn derBehandlung mitEplerenon beta,imLaufe der1.Wocheund 1 Monatnach

Beginn derBehandlungbzw.nach einerDosisänderungmussderKaliumspiegelinIhrem

Blutbestimmtwerden.AbhängigvomKaliumspiegelinIhremBlutkanndie Dosisvon

IhremArztangepasstwerden.

PatientenmitNieren-oderLebererkrankungen

FallsSie eine leichte Nierenerkrankunghaben,sollten Sie die Behandlungmiteiner

Tablette zu 25mg einmaltäglich beginnen.FallsSie eine mäßige Nierenerkrankung

haben,solltenSie mit1Tablette zu 25mg jeden2.Tag beginnen.DieseDosenkönnen

nachEmpfehlungIhresArztesund abhängig von IhremKaliumspiegelimBlut

entsprechendangepasstwerden.BeiPatientenmitschwererNierenerkrankung wird eine

Anwendungvon Eplerenon betanichtempfohlen.

BeiPatientenmitleichten bismäßigenLebererkrankungenistkeine Veränderungder

Anfangsdosisnötig.Wenn Sie Leber-oderNierenprobleme haben,kann esnötigsein,

dassderKaliumspiegelin IhremBlutöfterbestimmtwerden muss(sieheAbschnitt

„Eplerenon betadarfnichteingenommenwerden“).

Ältere Patienten:

EsistkeineAnpassung derAnfangsdosisnötig.

KinderundJugendliche:

Eplerenon betawird nichtempfohlen.

Wenn Sieeine größereMenge von Eplerenonbetaeingenommen haben,als Sie

sollten

Wenn Sie einegrößereMenge vonEplerenon betaeingenommenhaben,alsSiesollten,

sagenSie diesunverzüglich IhremArztoderApotheker.WennSie zu vielvon Ihrem

Arzneimittelgenommenhaben,werden die wahrscheinlichsten Symptome ein niedriger

Blutdruck(mitBeschwerden wie BenommenheitimKopf,Schwindel,verschwommenes

Sehen,SchwächegefühloderplötzlicherBewusstseinsverlust)odereine Hyperkaliämie

(hohe KaliumspiegelimBlut)mitBeschwerden wie Muskelkrämpfen,Durchfall,Übelkeit,

SchwindeloderKopfschmerzen sein.

Wenn Siedie Einnahme von Eplerenon beta vergessen haben

Wennesfastschon ZeitfürIhre nächsteTabletteist,überspringenSie dievergessene

Tablette undnehmen Sie die nächsteTablette zumnormalenZeitpunktein.

Andernfallsnehmen Siedie Tablette dannein,wenn Sie esbemerkthaben (fallsesnoch

mehrals12StundenbiszurnächstenEinnahmesind).Kehren Sie anschließend zur

üblichen Einnahme IhresArzneimittelszurück.

Nehmen Sie nichtdie doppelte Dosisein,umeine vergessene Dosisnachzuholen.

Wenn Siedie Einnahme von Eplerenon beta abbrechen

Esistwichtig,dassEplerenon betawie verordnetso langeweitereingenommenwird,bis

IhrArztIhnen sagt,dassSie die Behandlungabbrechenkönnen.

Wenn Sie weitere Fragen zurAnwendungdiesesArzneimittelshaben,fragenSie Ihren

ArztoderApotheker.

4.WelcheNebenwirkungen sindmöglich?

Wiealle Arzneimittelkannauch diesesArzneimittelNebenwirkungenhaben,die aber

nichtbeijedemauftretenmüssen.

Wenn eszu einerdernachfolgendgenannten Erscheinungenkommt,müssen Sie

Eplerenon beta sofortabsetzen undumgehend einenArztaufsuchen:

Schwellungen imGesicht,derZunge oderimHals

Schluckbeschwerden

NesselsuchtundAtembeschwerden

Hierbeihandeltessich umdie SymptomeeinesangioneurotischenÖdems.

WeitereberichteteNebenwirkungensind:

Häufige Nebenwirkungen(kannbiszu 1 von 10Behandelten betreffen):

Herzinfarkt,erhöhte KaliumspiegelimBlut(mitBeschwerden wieMuskelkrämpfe,

Durchfall,Übelkeit,SchwindeloderKopfschmerzen)Schwindel,Bewusstseinsverlust,

Infektion,Husten,VerstopfungniedrigerBlutdruck,Durchfall,Übelkeit,Hautausschlag,

Nierenfunktionsstörungen,Juckreiz,Muskelkrämpfe,und Muskelschmerzen erhöhte

Harnstoffwerte imBlut

Gelegentliche Nebenwirkungen(kann biszu 1von 100 Behandelten betreffen):

Eosinophilie (ErhöhungbestimmterweißerBlutzellen),Flüssigkeitsmangel,erhöhte Werte

von Cholesterin oderTriglyzeriden (Fettstoffe)imBlut,niedrigerNatriumspiegel imBlut,

Schlafprobleme(Schlaflosigkeit),Kopfschmerzen,Herzbeschwerden,z.B.

Herzrhythmusstörungen,rascherHerzschlagundHerzschwäche,Entzündung der

Gallenblase,Blutdruckabfall,derSchwindelbeimAufstehenverursachenkann,

Thrombosen(Blutgerinnsel)in denBeinen,Entzündung imRachenbereich,Blähungen,

Erbrechen,Schilddrüsenunterfunktion,erhöhteBlutzuckerwerte,vermindertesTast-und

Berührungsgefühl,vermehrtesSchwitzen,Rückenschmerzen,Schwächegefühlund

allgemeinesUnwohlsein,erhöhteHarnstoff-undKreatininspiegelimBlut,wasauf

Nierenproblemehinweisen kann,Nierenentzündung,Vergrößerung derBrustbeimMann,

Veränderungen beieinigen Bluttestergebnissen

Meldungvon Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken,wenden Sie sichanIhren ArztoderApotheker.

DiesgiltauchfürNebenwirkungen,dienichtin dieserPackungsbeilage angegebensind.

Sie könnenNebenwirkungenauch direktdemBundesinstitutfürArzneimittelund

Medizinprodukte,Abt.Pharmakovigilanz,Kurt-Georg-Kiesinger-Allee3,D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de anzeigen.

IndemSie Nebenwirkungenmelden,könnenSiedazu beitragen,dassmehrInformationen

überdie SicherheitdiesesArzneimittelszurVerfügunggestelltwerden.

5.WieistEplerenon betaaufzubewahren?

Bewahren Sie diesesArzneimittelfürKinderunzugänglich auf.

FürdiesesArzneimittelsind keinebesonderenLagerungsbedingungenerforderlich.

Sie dürfendiesesArzneimittelnach demaufdemUmkartonund demBlisternach

„Verwendbarbis“angegebenen Verfalldatumnichtmehranwenden.DasVerfalldatum

beziehtsich aufden letztenTagdesangegebenen Monats.

EntsorgenSie ArzneimittelnichtimAbwasseroderHaushaltsabfall.Fragen Sie Ihren

Apotheker,wie dasArzneimittelzu entsorgenist,wenn Sie esnichtmehrverwenden.Sie

tragendamitzumSchutzderUmweltbei.

6.InhaltderPackung undweitereInformationen

WasEplerenon betaenthält

DerWirkstoffvonEplerenon betaFilmtabletten istEplerenon.EineTablette enthält25 mg

oder50mg Eplerenon.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat,mikrokristalline Cellulose (E460),Croscarmellose-Natrium(E468),

Hypromellose (E464),Natriumdodecylsulfat,Talkum(E553b)undMagnesiumstearat

(Ph.Eur.)[pflanzlich].

Filmüberzug:

Hypromellose (E464),Polysorbat80(E433),Macrogol400,Titandioxid (E171),

Eisen(III)-hydroxid-oxid xH

O(E172)

WieEplerenonbetaaussiehtundInhaltderPackung

Eplerenon beta25mgsind hellgelbe,rundebikonvexe Filmtabletten,etwa6 mm

Durchmesser,aufdereinen Seitemit„E9RN“,aufderanderen Seitemit„25“bedruckt.

Eplerenon beta50mgsind hellgelbe,rundebikonvexe Filmtabletten,etwa8 mm

Durchmesser,aufdereinen Seitemit„E9RN“,aufderanderen Seitemit„50“bedruckt.

Eplerenon beta25mgund 50mgFilmtabletten sind erhältlich in Blisterpackungenmit

10,14,20,28,30,50,56,60,84,90,98oder100Filmtabletten;

Einzeldosen mit10x1,14 x1,20x1,28 x1,30x1,50x1,56 x1,60x1,84x1,90x1,

98 x1 oder100 x1Filmtabletten

Eswerden möglicherweise nichtalle Packungsgrößen in den Verkehrgebracht.

PharmazeutischerUnternehmer

betapharmArzneimittelGmbH

Kobelweg 95

86156 Augsburg

Telefon 0821 748810

Telefax0821 74881420

E-Mail: info@betapharm.de

Hersteller

Synthon BV

Microweg22,

6545 CMNijmegen

Niederlande

Synthon Hispania SL

C/Castelló no1,Pol.LasSalinas,SantBoide Llobregat,

08830 Barcelona

Spanien

ELPENPharmaceutical Co.Inc

95 MarathonosAve.,

190 09 PikermiAttica

Griechenland

betapharmArzneimittelGmbH

Kobelweg95

86156 Augsburg

Telefon0821 748810

Telefax0821 74881420

E-Mail:info@betapharm.de

DiesesArzneimittelistin denMitgliedstaatendes EuropäischenWirtschaftsraumes

(EWR)unterdenfolgenden Bezeichnungenzugelassen

Deutschland: Eplerenon beta25mg/50 mgFilmtabletten

Tschechische Republik: Eplesyn 25/50mgpotahované tablety

Griechenland: I Inosamin25/50mg

Spanien: Eplerenona Vir25/50 mgcomprimidosrecubiertos

conpelicula EFG

Niederlande: Eplerenon Synthon 25/50mg,filmomhulde

tabletten

Island: KALSPAR25/50mg filmuhúðaðartöflur

VereinigtesKönigreich: Eplerenone 25/50mgfilm-coated tablets

DieseGebrauchsinformation wurdezuletztgenehmigtimMärz2015

FACHINFORMATION

1.BEZEICHNUNGDERARZNEIMITTEL

Eplerenon beta25mgFilmtabletten

Eplerenon beta50mgFilmtabletten

2.QUALITATIVEUND QUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

Eplerenon beta25mg Filmtabletten

JedeFilmtablette enthält25mgEplerenon.

SonstigeBestandteile mitbekannterWirkung:

Jede 25mgTabletteenthält35,7mg Lactose-Monohydrat(sieheAbschnitt4.4).

Eplerenon beta50mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält50 mgEplerenon.

SonstigeBestandteile mitbekannterWirkung:

Jede 50mgTabletteenthält71,4mg Lactose-Monohydrat(sieheAbschnitt4.4).

Vollständige Auflistung dersonstigen Bestandteile siehe Abschnitt6.1.

3.DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Eplerenon beta25mgFilmtabletten:

Hellgelbe,rundebikonvexe Filmtabletten(ca.6 mmDurchmesser),bedrucktmit„E9RN“

aufdereinen Seiteund„25“aufderanderen Seite.

Eplerenon beta50mgFilmtabletten:

Hellgelbe,rundebikonvexe Filmtabletten(ca.8 mmDurchmesser),bedrucktmit„E9RN“

aufdereinen Seiteund„50“aufderanderen Seite.

4.KLINISCHEANGABEN

4.1Anwendungsgebiete

Eplerenon wird angewendet:

zusätzlich zu einerStandardtherapie,die Betablockereinschließt,zurVerringerung

desRisikosderkardiovaskulärenMortalitätundMorbiditätbeistabilenPatienten mit

linksventrikulärerDysfunktion (LVEF ≤40%)undklinischenZeicheneiner

Herzinsuffizienznach kürzlich aufgetretenemHerzinfarkt,

zusätzlich zu eineroptimalen Standardtherapie zurVerringerung desRisikosder

kardiovaskulärenMortalitätundMorbiditätbeierwachsenen Patientenmit

(chronischer)HerzinsuffizienzderNYHA-Klasse IIundlinksventrikulärersystolischer

Dysfunktion(LVEF ≤30 %)(sieheAbschnitt5.1).

4.2Dosierung undArtderAnwendung

Dosierung

Zurindividuellen Dosisanpassung stehen 25-mg-und 50-mg-StärkenzurVerfügung.Die

Höchstdosisist50mg täglich.

BeiPatientenmitHerzinsuffizienznach einemHerzinfarkt

Die empfohlene Erhaltungsdosisbeträgt50mg Eplerenon einmaltäglich.Die Behandlung

mussmit25mg einmaltäglich begonnenund,unterBerücksichtigung des

Serumkaliumspiegels(sieheTabelle 1),aufeineZieldosisvon 50 mgeinmaltäglich

gesteigertwerden,vorzugsweise innerhalbvon 4Wochen.Die Behandlung mitEplerenon

sollte üblicherweise innerhalb von 3 bis14Tagennach einemakuten Myokardinfarkt

begonnenwerden.

BeiPatientenmit(chronischer)HerzinsuffizienzderNYHA-Klasse II

BeiPatientenmitchronischerHerzinsuffizienzderNYHA-Klasse IImussdie Behandlung

miteinerDosisvon 25mg einmaltäglich begonnen und unterBerücksichtigung des

Serumkaliumspiegels(sieheTabelle 1 undAbschnitt4.4)aufeine Zieldosisvon 50mg

einmaltäglichgesteigertwerden,vorzugsweise innerhalb von 4Wochen.

BeiPatienten miteinemSerumkaliumwert>5,0mmol/ldarfkeineBehandlungmit

Eplerenon begonnen werden(sieheAbschnitt4.3).

Die SerumkaliumwertemüssenvorBeginn derTherapie mitEplerenon,innerhalb der

1.Behandlungswoche,1MonatnachTherapiebeginn odernacheinerDosisanpassung

bestimmtwerden.Danach müssen die Kaliumwerteje nachBedarfinregelmäßigen

Abständen kontrolliertwerden.

Die DosismussnachBehandlungsbeginn,abhängigvomSerumkaliumspiegelwie in

Tabelle1 dargestellt,angepasstwerden.

Tabelle 1:Dosisanpassung nach Behandlungsbeginn

NachAbsetzenvonEplerenonaufgrundvonSerumkaliumwerten≥6,0mmol/lkann

Eplerenon wiederin einerDosierung von 25mgalle 2 Tageangewendetwerden,wenn

die Kaliumwerte unter5,0 mmol/lgefallen sind.

KinderundJugendliche

Die SicherheitundWirksamkeitvon Eplerenon beiKindern und Jugendlichen sind nicht

Serumkaliumwerte

(mmol/l) Änderung derDosierung Dosisanpassung

<

5,0 Erhöhung von25mgjeden2.Tagauf

25 mg einmaltäglich;

von 25 mgeinmaltäglichauf

50 mg einmaltäglich

5,0 bis5,4 Keine Keine Veränderung

5,5 bis5,9 Verringerung von 50 mgeinmaltäglichauf

25 mg einmaltäglich;

von 25 mgeinmaltäglich auf

25 mg jeden2.Tag;

von25mgjeden2.Tagauf

Behandlungspause

6,0 Behandlungspause entfällt

Ältere Patienten

Beiälteren Patienten istkeine AnpassungderInitialdosiserforderlich.Wegeneiner

altersbedingtenAbnahme derNierenfunktion istbeiälteren PatientendasRisiko einer

Hyperkaliämie erhöht.DiesesRisikokannzusätzlicherhöhtsein,wenn eine

BegleiterkrankunginVerbindungmitgesteigertersystemischerWirkstoffbelastung,

speziellbeileichterbismäßigerLeberinsuffizienz,vorliegt.EineregelmäßigeKontrolleder

Serumkaliumwerte wirdempfohlen(siehe Abschnitt4.4).

Niereninsuffizienz

BeiPatientenmitleichterNiereninsuffizienzistkeine AnpassungderInitialdosis

erforderlich.Eine regelmäßigeKontrollederSerumkaliumwerte wird empfohlen (siehe

Abschnitt4.4)unddie DosissolltegemäßTabelle 1 angepasstwerden.

Patienten mitmäßigerNiereninsuffizienz(Kreatinin-Clearance 30-60ml/min)solltenals

Initialdosis25 mgjeden 2.Tagerhaltenund dieDosissollte anhand desKaliumspiegels

angepasstwerden(sieheTabelle 1).EineregelmäßigeKontrollederSerumkaliumwerte

wird empfohlen (siehe Abschnitt4.4).

Esliegenkeine ErfahrungenbeiPatientenmiteinerKreatinin-Clearance <50ml/minmit

Herzinsuffizienznach einemHerzinfarktvor.DieAnwendungvon Eplerenon beidiesen

Patienten solltemitVorsichterfolgen.

Dosen über25mgtäglich wurden beiPatientenmiteinerKreatinin-Clearance <50ml/min

nichtuntersucht.

BeiPatienten mitschwererNiereninsuffizienz(Kreatinin-Clearance <30ml/min)ist

Eplerenonkontraindiziert(siehe Abschnitt4.3).

Eplerenon istnichtdialysierbar.

Leberinsuffizienz

BeiPatientenmitleichterbismäßigerLeberinsuffizienzistkeineAnpassung der

Initialdosiserforderlich.Da esjedoch beiPatienten mitleichterbismäßiger

Leberinsuffizienzzu einererhöhtensystemischenWirkstoffbelastungmitEplerenon

kommt,wird eine häufigeundregelmäßige Kontrolle derSerumkaliumwerte empfohlen,

insbesondere beiälterenPatienten(sieheAbschnitt4.4).

Begleittherapien

BeigleichzeitigerBehandlungmitschwachen bismäßigen CYP3A4-Hemmern, z. B.

Amiodaron,Diltiazemund Verapamil,kannmiteinerInitialdosisvon 25 mg einmaltäglich

begonnenwerden.Die Dosisdarf25mg einmaltäglich nichtüberschreiten (siehe

Abschnitt4.5).

ArtderAnwendung

EplerenonkannmitoderohneNahrung eingenommenwerden (sieheAbschnitt5.2).

4.3Gegenanzeigen

Überempfindlichkeitgegenden Wirkstoffodereinen derin Abschnitt6.1 genannten

sonstigen Bestandteile

PatientenmitSerumkaliumwerten >5,0mmol/lbeiBehandlungsbeginn

Patienten mitschwererNiereninsuffizienz(eGFR[geschätzte glomeruläre

Filtrationsrate]<30 ml/min/1,73 m²)

Patienten mitschwererLeberinsuffizienz(Child-Pugh-KlasseC)

Patienten,diekaliumsparende Diuretika,Kaliumergänzungsmitteloderstarke

CYP3A4-Hemmer(z.B.Itraconazol,Ketoconazol,Ritonavir,Nelfinavir,Clarithromycin,

Telithromycin und Nefazodon)erhalten(siehe Abschnitt4.5)

KombinationeinesAngiotensin-Converting-Enzyme(ACE)-Hemmersundeines

Angiotensinrezeptor-Blockers(ARB)mitEplerenon

4.4Besondere Warnhinweise und VorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

Hyperkaliämie:AufgrunddesWirkmechanismuskann unterEplerenoneine Hyperkaliämie

auftreten.ZuBeginn derBehandlungundnach einerDosisanpassung müssen beiallen

Patienten die Serumkaliumwertekontrolliertwerden.BesondersbeiPatientenmitdem

Risiko einerHyperkaliämie,wie beispielsweise älteren Patienten,Patienten mit

Niereninsuffizienz(siehe Abschnitt4.2)undPatientenmitDiabetesmellitus,werden im

AnschlussregelmäßigeKontrollen empfohlen.WegendeserhöhtenHyperkaliämie-

Risikoswird die Gabevon Kaliumergänzungsmitteln nach Beginn derTherapiemit

Eplerenon nichtempfohlen.Eine Verringerung derEplerenon-Dosisführtezueiner

Erniedrigung derKaliumwerte.IneinerStudiekonnten durch dieGabevon

Hydrochlorothiazidzusätzlich zu Eplerenon die erhöhten Kaliumwerte wieder

ausgeglichen werden.

DasRisikoeinerHyperkaliämie kannerhöhtsein,wenn Eplerenon in Kombination mit

einemACE-Hemmerund/odereinemAngiotensinrezeptor-Blocker(ARB)angewendet

wird.Eplerenondarfnichtin KombinationmiteinemACE-Hemmerundeinem

Angiotensinrezeptor-Blockerangewendetwerden (siehe Abschnitte4.3und 4.5).

EingeschränkteNierenfunktion:BeiPatientenmitNiereninsuffizienzmüssen die

Kaliumwerteregelmäßigkontrolliertwerden,diesgiltauch beidiabetischer

Mikroalbuminurie.DasRisiko einerHyperkaliämienimmtmitabnehmenderNierenfunktion

zu.Von PatientenmitTyp-2-Diabetesund Mikroalbuminurie liegen ausderEPHESUS-

Studie nurDatenin begrenztemUmfangvor.Eswurde jedoch ein erhöhtesAuftreten von

Hyperkaliämie beidieserkleinen Anzahlvon Patienten beobachtet.Dahermüssen diese

PatientenmitVorsichtbehandeltwerden.Eplerenon istnichthämodialysierbar.

EingeschränkteLeberfunktion:BeiPatientenmitleichterbismäßigerLeberinsuffizienz

(Child-Pugh-KlassenAund B)wurdekeineErhöhung derSerumkaliumwerteüber

5,5mmol/lbeobachtet.Die Elektrolytwerte müssen beiPatientenmitleichterbismäßiger

Leberinsuffizienzkontrolliertwerden.Die Gabevon Eplerenon beiPatienten mitschwerer

Leberinsuffizienzwurde nichtuntersuchtundistdaherkontraindiziert(siehe Abschnitte

4.2 und4.3).

CYP3A4-Induktoren:Die Gabevon Eplerenon zusammenmitstarken CYP3A4-Induktoren

wird nichtempfohlen (siehe Abschnitt4.5).

Lithium,Ciclosporin undTacrolimusmüssenunterderBehandlungmitEplerenon

vermieden werden (siehe Abschnitt4.5).

Lactose:DieTabletten enthalten Lactoseund sollten von Patientenmitderseltenen

hereditärenGalactoseintoleranz,Lactase-MangeloderGlucose-Galactose-Malabsorption

nichteingenommen werden.

4.5Wechselwirkungen mitanderenArzneimittelnundsonstige Wechselwirkungen

Pharmakodynamische Wechselwirkungen

Kaliumsparende Diuretika und Kaliumpräparate:Wegen deserhöhten Hyperkaliämie-

RisikosdarfEplerenon nichtPatientengegeben werden,die anderekaliumsparende

Diuretikaund Kaliumpräparateerhalten(sieheAbschnitt4.3).Kaliumsparende Diuretika

könnenauchdieWirkung von Antihypertensivaund anderenDiuretika potenzieren.

ACE-Hemmer,Angiotensinrezeptor-Blocker(ARB):DasRisikoeinerHyperkaliämiekann

sich beiAnwendungvonEplerenon in Kombination miteinemACE-Hemmerund/oder

einemAngiotensinrezeptor-Blocker(ARB)erhöhen.Eine engmaschigeKontrolleder

Serumkaliumwerte undderNierenfunktion wird daherempfohlen,insbesondere bei

PatientenmitRisikofüreine eingeschränkteNierenfunktion,wie etwa älteren Patienten.

Die Dreifachkombination einesACE-Hemmersund einesAngiotensinrezeptor-Blockers

(ARB)mitEplerenondarfnichtangewendetwerden (siehe Abschnitte4.3.und 4.4).

Lithium:Eswurdenkeine Arzneimittelinteraktionsstudien mitLithiumundEplerenon

durchgeführt.BeiPatienten,die Lithiumzusammen mitDiuretikaund ACE-Hemmern

erhielten,wurdejedochvon einerLithiumtoxizitätberichtet(siehe Abschnitt4.4).Die

gemeinsameGabevonEplerenon und Lithiummussvermieden werden.Wenn eine

Kombination notwendigerscheint,müssendie Plasmakonzentrationen von Lithium

überwachtwerden (siehe Abschnitt4.4).

Ciclosporin,Tacrolimus:Ciclosporin undTacrolimuskönnen zu Nierenfunktionsstörungen

führenund erhöhen dasHyperkaliämie-Risiko.DiegemeinsameGabevon Eplerenon und

CiclosporinoderTacrolimusmussvermiedenwerden.WennCiclosporin und Tacrolimus

während einerBehandlung mitEplerenongegeben werden müssen,wirdeine

engmaschige Kontrollevon SerumkaliumundNierenfunktion empfohlen(siehe Abschnitt

4.4).

Nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAR):SpeziellbeiRisikopatienten(ältereund/oder

dehydrierte Patienten)kann eine BehandlungmitNSARdurchdirekteBeeinflussung der

glomerulären Filtration zu akutemNierenversagenführen.VorBeginneinerBehandlung

müssenPatienten,die Eplerenon und NSARerhalten,einenausgeglichenen

Flüssigkeitshaushaltaufweisen und ihre Nierenfunktionmussüberwachtwerden.

Trimethoprim:Diegleichzeitige GabevonTrimethoprimundEplerenon erhöhtdas

Hyperkaliämie-Risiko.BesondersbeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktion und

beiälteren Patientenmüssen dasSerumkaliumund die Nierenfunktion überwacht

werden.

Alphablocker(z.B.Prazosin,Alfuzosin):BeiKombination von Alphablockern und

Eplerenon bestehtdieMöglichkeit,dassdie antihypertensiveWirkungund/odereine

orthostatischeHypotonie verstärktwerden.BeiBegleittherapiemitAlphablockernwird

eine klinische Überwachung auforthostatische Hypotonie empfohlen.

Trizyklische Antidepressiva,Neuroleptika,Amifostin,Baclofen:DieBegleitmedikationmit

diesen Arzneimittelnkann möglicherweise die antihypertensiveWirkung und dasRisiko

einerorthostatischenHypotonie verstärken.

Glukokortikoide,Tetracosactid:DieGabedieserWirkstoffe zusätzlich zu Eplerenonkann

möglicherweise die antihypertensiveWirkungverringern(Natrium-und

Flüssigkeitsretention).

PharmakokinetischeWechselwirkungen

Digoxin:Die gleichzeitige GabemitEplerenonerhöhtdie systemische Belastung(AUC)

mitDigoxin um16%(90%-Konfidenzintervall:4bis30 %).Vorsichtistgeboten,wenn

Digoxin knappamoberen Limitdestherapeutischen Bereichsdosiertwird.

Warfarin:Eswurden keine klinischsignifikanten pharmakokinetischenWechselwirkungen

mitWarfarinbeobachtet.Vorsichtistgeboten,wennWarfarinknapp amoberen Limitdes

therapeutischen Bereichsdosiertwird.

In-vitro-Studien zeigen,dassEplerenonkein HemmerderCYP1A2-,CYP2C19-,

CYP2C9-,CYP2D6-oderCYP3A4-Isoenzyme ist.Eplerenonistkein Substratoder

HemmerdesP-Glykoproteins.

CYP3A4-Substrate:Die ErgebnissevonPharmakokinetikstudienmitCYP3A4-

Testsubstanzen,z.B.Midazolamund Cisaprid,ergabenkeine signifikanten

pharmakokinetischenInteraktionen,wenn dieseWirkstoffe zusammen mitEplerenon

angewendetwurden.

CYP3A4-Hemmer:

- StarkeCYP3A4-Hemmer:Signifikante pharmakokinetischeWechselwirkungenkönnen

dann auftreten,wenn EplerenongleichzeitigmitArzneimitteln angewendetwird,die

dasCYP3A4-Enzymhemmen.EinstarkerCYP3A4-Hemmer(Ketoconazol200 mg

zweimaltäglich)führtezu einerErhöhungderAUCvon Eplerenon um441%(siehe

Abschnitt4.3).Diegleichzeitige AnwendungvonEplerenon und starken CYP3A4-

Hemmern wie z.B.Ketoconazol,Itraconazol,Ritonavir,Nelfinavir,Clarithromycin,

Telithromycin undNefazodon istkontraindiziert(siehe Abschnitt4.3).

- Schwache bismäßigeCYP3A4-Hemmer:Diegleichzeitige GabemitErythromycin,

Saquinavir,Amiodaron,Diltiazem,VerapamilundFluconazolführtezu signifikanten

pharmakokinetischenInteraktionen undeinemAnstieg derAUCin dergenannten

Reihenfolge von 98%biszu 187%.BeigleichzeitigerGabe von schwachenbis

mäßigenCYP3A4-HemmernmitEplerenonsollte die Dosisvon Eplerenon daher25

mgnichtüberschreiten(siehe Abschnitt4.2).

CYP3A4-Induktoren:Diegleichzeitige GabevonJohanniskraut(einemstarken CYP3A4-

Induktor)mitEplerenonführtezu einerVerringerung derAUCvon Eplerenon um30%.

Beistärkeren CYP3A4-Induktoren,wie z.B.Rifampicin,dürfteeine ausgeprägtere

Verringerung derAUCvon Eplerenon auftreten.AufgrunddesRisikoseinerverringerten

Wirksamkeitvon Eplerenon wird die gleichzeitigeGabe von starkenCYP3A4-Induktoren

(Rifampicin,Carbamazepin,Phenytoin,Phenobarbital,Johanniskraut)mitEplerenonnicht

empfohlen(siehe Abschnitt4.4).

Antazida:Aufgrundvon ErgebnisseneinerklinischenPharmakokinetikstudie sindkeine

signifikantenWechselwirkungenzu erwarten,wenn Antazida zusammenmitEplerenon

gegebenwerden.

4.6Fertilität,SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft:Esliegenkeine aussagekräftigen Daten zurAnwendung von Eplerenon

während derSchwangerschaftvor.Tierexperimentelle Studien ergaben bezüglich

Trächtigkeit,embryofetalerEntwicklung,Geburtund postnatalerEntwicklungkeine

direkten oderindirektennegativen Auswirkungen(siehe Abschnitt5.3).Eplerenon sollte

beiSchwangeren nurmitVorsichteingesetztwerden.

Stillzeit:Esistnichtbekannt,ob EplerenonnachoralerAnwendungindieMuttermilch

übergeht.Präklinische Daten zeigenjedoch,dassEplerenon und/oderseine Metaboliten

in derMilch von Rattenwiedergefunden werdenund sich diegesäugtenJungtiere normal

entwickeln.Wegen desunbekannten Nebenwirkungspotenzialsaufdasgestillte Kind

sollte,unterBerücksichtigung desNutzensdesArzneimittelsfürdie Mutter,entschieden

werden,ob abgestilltoderdasArzneimittelabgesetztwerden soll.

Fertilität:Esliegenkeine humanmedizinischen Daten zurFertilitätvor.

4.7AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitund dieFähigkeitzumBedienen von

Maschinen

Eswurdenkeine Studienzu den Auswirkungenvon Eplerenon aufdie Verkehrstüchtigkeit

und dasBedienen von Maschinen durchgeführt.Eplerenon verursachtkeine Schläfrigkeit

oderBeeinträchtigung derkognitiven Funktion.BeimFührenvon Fahrzeugenbzw.

Bedienen vonMaschinen solltejedoch beachtetwerden,dasswährend derBehandlung

Benommenheitauftretenkann.

4.8Nebenwirkungen

In zweiStudien (Eplerenone Post-acuteMyocardialInfarctionHeartFailure Efficacyand

SurvivalStudy[EPHESUS]und Eplerenon in MildPatientsHospitalization and Survival

Studyin HeartFailure [EMPHASIS-HF])wardieGesamtinzidenzderunterEplerenon

berichtetenNebenwirkungenähnlich wie unterPlacebo.Die in derStudieEMPHASIS-HF

amhäufigstenberichteteNebenwirkung warHyperkaliämie miteinerInzidenzrate von 8,7

%und4%fürEplerenonbzw.Placebo.

Die unten aufgeführtenNebenwirkungenstehenentwederinwahrscheinlichem

ZusammenhangmitderBehandlung und tratenhäufigeralsunterPlaceboauf,odersind

schwerwiegendundtratendeutlich häufigeralsunterPlaceboauf,odersie wurdennach

Markteinführung beobachtet.Die Nebenwirkungen sind nachOrgansystemen undihrer

absoluten Häufigkeitgereiht.DieHäufigkeiten werden wie folgtdefiniert:

Sehrhäufig(≥1/10)

Häufig(≥1/100,<1/10)

Gelegentlich(≥1/1000,<1/100)

Selten(≥1/10000,<1/1000)

Sehrselten(<1/10000)

Nichtbekannt(HäufigkeitaufGrundlagederverfügbaren Datennichtabschätzbar)

Infektionenund parasitäreErkrankungen

Häufig:Infektion

Gelegentlich:Pyelonephritis,Pharyngitis

Erkrankungen desBlutes und desLymphsystems

Gelegentlich:Eosinophilie

Endokrine Erkrankungen

Gelegentlich:Hypothyreose

Stoffwechsel-und Ernährungsstörungen

Häufig:Hyperkaliämie (siehe Abschnitte 4.3 und4.4)

Gelegentlich:Hyponatriämie,Dehydrierung,Hypercholesterinämie,Hypertriglyzeridämie

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich:Schlaflosigkeit

Erkrankungen desNervensystems

Häufig:Schwindel,Synkope

Gelegentlich:Kopfschmerzen,Hypästhesie

Herzerkrankungen

Häufig:Myokardinfarkt

Gelegentlich:Linksherzinsuffizienz,Vorhofflimmern,Tachykardie

Gefäßerkrankungen

Häufig:Hypotonie

Gelegentlich:arterielle Thrombosein denGliedmaßen,orthostatischeHypotonie

Erkrankungen derAtemwege,desBrustraums undMediastinums

Häufig:Husten

Erkrankungen desGastrointestinaltrakts

Häufig:Durchfall,Übelkeit,Obstipation

Gelegentlich:Erbrechen,Flatulenz

Erkrankungen derHautund desUnterhautzellgewebes

Häufig:Ausschlag,Pruritus

Gelegentlich:Hyperhidrosis

Nichtbekannt:Angioödem

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-und Knochenerkrankungen

Häufig:Muskelspasmen,Skelettmuskelschmerzen

Gelegentlich:Rückenschmerzen

Erkrankungen derNieren und Harnwege

Häufig:Nierenfunktionsstörung (siehe Abschnitte4.4.und 4.5)

Leber-undGallenerkrankungen

Gelegentlich:Cholezystitis

Erkrankungen derGeschlechtsorganeund derBrustdrüse

Gelegentlich:Gynäkomastie

Allgemeine Erkrankungen und BeschwerdenamVerabreichungsort

Gelegentlich:Asthenie,Unwohlsein

Untersuchungen

Häufig:erhöhterBlutharnstoffwert

Gelegentlich:erhöhterSerumkreatininwert,verminderterWertfürden epidermalen

Wachstumsfaktorrezeptor,erhöhterGlukosewert

InderEPHESUS-StudiekamesbeiderGruppe derdeutlich älterenPatienten(≥75

Jahre)zu einernumerisch höherenAnzahlvon Schlaganfällen.Zwischen derEplerenon-

Gruppe(30)undderPlacebo-Gruppe(22)ergabsich jedochkein statistischsignifikanter

Unterschied inderHäufigkeitderSchlaganfälle.In derStudieEMPHASIS-HF betrugdie

ZahlderSchlaganfällebeidendeutlichälterenPatienten(≥75Jahre)inderEplerenon-

Gruppe9 undin derPlacebo-Gruppe8.

Meldungdes Verdachts aufNebenwirkungen

Die MeldungdesVerdachtsaufNebenwirkungennach derZulassungistvongroßer

Wichtigkeit.Sie ermöglichteinekontinuierliche ÜberwachungdesNutzen-Risiko-

VerhältnissesdesArzneimittels.

Angehörigevon Gesundheitsberufensind aufgefordert,jedenVerdachtsfalleiner

NebenwirkungdemBundesinstitutfürArzneimittelund Medizinprodukte,Abt.

Pharmakovigilanz,Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3,D-53175Bonn,Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9Überdosierung

BeimMenschen wurden bisherkeine Fälle von Nebenwirkungenin Verbindungmiteiner

Überdosisvon Eplerenon berichtet.

Die wahrscheinlichsten Symptome einerÜberdosierung beimMenschen könnten

Hypotonie bzw.Hyperkaliämie sein.Eplerenonistnichtdialysierbar.Esbindetzum

großenTeilan Aktivkohle.BeisymptomatischerHypotonie musseine unterstützende

Behandlungeingeleitetwerden.BeimAuftreteneinerHyperkaliämiemüssen die üblichen

Therapiemaßnahmen eingeleitetwerden.

5.PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1Pharmakodynamische Eigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Aldosteronantagonisten,ATC-Code:C03DA04

Wirkmechanismus

ImVergleich zurBindung anrekombinante,humane Glukokortikoid-,Progesteron-und

AndrogenrezeptorenbindetEplerenonvergleichsweise selektivan rekombinante humane

Mineralokortikoidrezeptoren.EshemmtdieBindung von Aldosteronan die

Mineralokortikoidrezeptoren.Aldosteronistein Schlüsselhormon imRenin-Angiotensin-

Aldosteron-System(RAAS),dasanderBlutdruckregulation undderPathophysiologie von

kardiovaskulärenErkrankungenbeteiligtist.

PharmakodynamischeWirkungen

Eplerenonführtzu einemanhaltendenAnstieg desPlasmareninsunddes

Serumaldosterons.Hierbeikommteszu einerHemmung desnegativen regulatorischen

Feedbacksvon Aldosteron aufdie Reninsekretion.Die erhöhteReninaktivitätund die

PlasmaaldosteronwertebeeinträchtigendieWirkung von Eplerenon nicht.

In DosisfindungsstudienbeichronischerHerzinsuffizienz(NYHA-KlassifikationIIbisIV)

führte die zusätzliche Gabe von Eplerenon zurStandardtherapie zudemerwarteten

dosisabhängigen Anstieg von Aldosteron.Genausoführtein einerkardiorenalen

Unterstudie derEPHESUS-Studie dieTherapiemitEplerenonzu einemsignifikanten

Aldosteronanstieg.Die Ergebnisse bestätigendieBlockierung der

Mineralokortikoidrezeptoren indiesenPatientengruppen.

Eplerenon wurde in einerPostinfarktstudie zurWirksamkeitund Überlebensdauerbei

Herzinsuffizienz(Eplerenone Post-acuteMyocardialInfarctionHeartFailure Efficacyand

SurvivalStudy[EPHESUS])untersucht.DieEPHESUS-Studie wareine 3-jährige,

placebokontrollierteDoppelblindstudie mit6632PatientenmitakutemMyokardinfarkt(MI),

linksventrikulärerDysfunktion (gemessendurch die linksventrikuläre Auswurffraktion

[LVEF]≤40%)undklinischen Anzeichen von Herzinsuffizienz.3 bis14Tage

(durchschnittlich 7Tage)nach einemakuten Myokardinfarkterhielten diesePatienten

Eplerenon oderPlacebozusätzlich zurStandardtherapie.DieInitialdosisbetrug25 mg

einmaltäglichmitTitrierung aufdie Zieldosisvon 50 mg einmaltäglich nach 4Wochen,

fallsdasSerumkalium<5,0mmol/lbetrug.Während derStudie erhieltendie Patienten

eine Standardtherapie ausAcetylsalicylsäure(92%),ACE-Hemmern(90%),

Betablockern (83%),Nitraten(72%),Schleifendiuretika(66%)oderHMG-CoA-

Reduktase-Hemmern(60%).

InderEPHESUS-Studiewaren die co-primären EndpunkteGesamtmortalitätund der

kombinierteEndpunktauskardiovaskulärerMortalitätoderkardiovaskulärer

Hospitalisierung.UnterEplerenon verstarben 14,4%derPatientenund unterPlacebo

16,7%(alle Ursachen),während 26,7 %derPatientenmitEplerenon und30,0%unter

Placebo denkombinierten StudienendpunktauskardiovaskulärerMortalitätoder

kardiovaskulärerHospitalisierungerfüllten.Somitverringerte EplerenoninderEPHESUS-

Studie imVergleich zu Placebo dasRisiko derGesamtsterblichkeitum15%(RR0,85;

95%-Konfidenzintervall0,75–0,96;p=0,008),hauptsächlich durch die Reduktion der

kardiovaskulärenMortalität.DasRisiko eineskardiovaskulärenTodesbzw.einer

kardiovaskulärenHospitalisierungwurde durch Eplerenon um13%verringert(RR0,87;

95%-Konfidenzintervall0,79–0,95;p=0,002).Die absolute Risikoreduktionfürdie

Endpunkte MortalitätjeglicherUrsacheundkardiovaskuläre Mortalität/Hospitalisierung

betrug 2,3bzw.3,3 %.Die klinischeWirksamkeiteinerBehandlung mitEplerenon zeigte

sich vorallembeiPatienten <75 Jahren.DerNutzen dieserTherapie beiPatienten über

75 Jahrenistunklar.ImVergleich zu Placebo verbessertesich beieinemstatistisch

signifikantgrößerenTeilderPatienten,die Eplerenon erhielten,die NYHA-Klassifikation

bzw.blieb stabil.Eine Hyperkaliämie tratin derEplerenon-Gruppe bei3,4%undin der

Placebo-Gruppebei2,0%(p <0,001)auf.EineHypokaliämie tratinderEplerenon-

Gruppebei0,5%undinderPlacebo-Gruppebei1,5 %(p <0,001)auf.

Bei147 Probanden,dieaufEKG-Veränderungenwährend pharmakokinetischerStudien

untersuchtwurden,wurdenkeine einheitlichen Auswirkungenvon Eplerenon aufdie

Herzfrequenz,DauerderQRSbzw.desPQ-und QT-Intervallsbeobachtet.

DieStudieEMPHASIS-HF (Eplerenonin Mild PatientsHospitalization andSurvivalStudy

in HeartFailure)untersuchte dieWirkung von Eplerenon aufdieklinischenErgebnisse bei

Patienten mitsystolischerHerzinsuffizienzund leichten Symptomen(FunktionsklasseII

nach NYHA)beiAnwendung zusätzlich zu einerStandardtherapie.

Patienten wurden in dieStudie aufgenommen,wenn siemindestens55 Jahre altwaren,

eine linksventrikuläre Auswurffraktion (LVEF)von ≤30%odereineLVEFvon≤35 %

zusätzlich zu einerQRS-Dauervon >130msaufwiesen und entwederinden 6Monaten

vordemEinschlussauskardiovaskulärenGründen hospitalisiertgewesen waren oder

einen PlasmaspiegelvonB-Typ-natriuretischemPeptid (BNP)von mindestens250 pg/ml

odereinen Plasmaspiegelvon N-terminalempro-BNPvon mindestens500 pg/mlbei

Männern (750 pg/mlbeiFrauen)aufwiesen.DieBehandlungmitEplerenon wurdemit

einerDosisvon 25mgeinmaltäglich begonnen,und die Dosiswurde nach 4Wochen auf

50 mg einmaltäglich erhöht,fallsderSerumkaliumspiegel<5,0mmol/lwar.Falls

hingegen diegeschätzteglomeruläre Filtrationsrate (GFR)30–49 ml/min/1,73 m²betrug,

wurde Eplerenon miteinerAnfangsdosisvon 25mgjeden 2.Tag angewendetunddie

Dosisdann auf25mg einmaltäglich erhöht.

Eswurden insgesamt2737 Patientenfüreine BehandlungmitEplerenonoderPlacebo

randomisiert(doppelblind),welche eine Baseline-TherapiemitDiuretika(85 %),ACE-

Hemmern (78 %),Angiotensin-II-Rezeptor-Blockern (19%),Betablockern(87 %),

Antithrombotika(88%),Lipidsenkern(63%)undDigitalisglykosiden(27%)einschloss.

Die mittlereLVEF betrug ~26%unddiemittlereQRS-Dauerwar~122ms.Diemeisten

Patienten(83,4%)waren zuvorinnerhalb derletzten 6Monate vorderRandomisierung

auskardiovaskulärenGründen hospitalisiertgewesen,davon etwa 50 %aufgrundvon

Herzinsuffizienz.Rund 20 %derPatientenhattenimplantierbare Defibrillatoren oder

standenunterkardialerResynchronisierungstherapie.

DerprimäreEndpunkt–Mortalitätauskardiovaskulären Gründen oderHospitalisierung

wegen Herzinsuffizienz–tratbei249 Patienten(18,3%)derEplerenon-Gruppe und

356Patienten(25,9%)derPlacebo-Gruppeauf(RR0,63;95%-Konfidenzintervall0,54–

0,74;p<0,001).DieWirkung von Eplerenon aufdie Ergebnissefürden primären

Endpunktwarin allen präspezifizierten Subgruppen übereinstimmend.

Dersekundäre EndpunktMortalitätjeglicherUrsache wurde von 171 Patienten(12,5%)in

derEplerenon-Gruppe und 213 Patienten(15,5%)inderPlacebo-Gruppeerreicht(RR

0,76;95%-Konfidenzintervall0,62–0,93;p =0,008).Todesfälleauskardiovaskulären

Ursachen wurdenfür147 (10,8%)derPatientenin derEplerenon-Gruppeund 185(13,5

%)derPatientenin derPlacebo-Gruppeberichtet(RR0,76;95%-Konfidenzintervall0,61

–0,94;p=0,01).

ImVerlaufderStudie wurde eine Hyperkaliämie (Serumkaliumspiegel>5,5 mmol/l)bei

158Patienten(11,8%)in derEplerenon-Gruppeund 96 Patienten(7,2%)inderPlacebo-

Gruppebeschrieben (p<0,001).Eine Hypokaliämie–definiertalsSerumkaliumspiegel

<4,0mmol/l–warunterEplerenon statistischwenigerhäufigalsunterPlacebo (38,9%

fürEplerenon imVergleich zu 48,4%fürPlacebo,p<0,0001).

Kinderund Jugendliche

Eswurdenkeine Untersuchungenzu EplerenonbeiKindern und Jugendlichen mit

Herzinsuffizienzdurchgeführt.

In einer10-wöchigen Studie an Kindern undJugendlichen mitHypertonie(Altersbereich:4

bis17 Jahre,n=304)bewirkte Eplerenonin Dosen (25mg täglich bis100mgtäglich),die

zu mitdenenvon Erwachsenen vergleichbarenWirkstoffbelastungenführten,keine

effektive Blutdrucksenkung.In dieserStudiesowie in einer1-Jahres-Studie zurSicherheit

beiKindern und Jugendlichen an 149Patienten zeigtesich ein Sicherheitsprofil

vergleichbarmitdemvon Erwachsenen.Untersuchungenzu Eplerenon beiHypertonie-

Patienten unter4 Jahrenwurden nichtdurchgeführt,dadie Studie anälteren

pädiatrischen Patienteneinen MangelanWirksamkeitzeigte(siehe Abschnitt4.2).

(Langfristige)AuswirkungenjeglicherArtaufdenHormonstatusvon Kindern und

Jugendlichen wurden nichtuntersucht.

5.2PharmakokinetischeEigenschaften

Resorption

Die absolute Bioverfügbarkeitvon Eplerenonistnichtbekannt.Maximale

Plasmakonzentrationenwerden nach ca.2 Stunden erreicht.Die Spitzenkonzentrationen

)wie auch die AUC-Werte sind dosisproportionalfürDosierungenvon 10 bis100mg

und wenigeralsproportionalbeiDosierungen über100mg.Ein SteadyState wird

innerhalb von 2Tagen erreicht.Die Resorption erfolgtunabhängigvon der

Nahrungsaufnahme.

Verteilung

Die Plasmaproteinbindung von Eplerenonbeträgtetwa 50 %.Die Bindung erfolgt

hauptsächlich an Alpha-1-Säureglykoproteine.DasscheinbareVerteilungsvolumen im

SteadyStatebeträgt50(±7)l.Eplerenonbindetnichtvorzugsweise an rote

Blutkörperchen.

Biotransformation

DerMetabolismusvon Eplerenon wird hauptsächlichüberCYP3A4 vermittelt.ImPlasma

desMenschen wurden keine aktiven Metaboliten von Eplerenon gefunden.

Elimination

ImUrin undden Fäzeswerden wenigerals5%einerEplerenon-Dosisalsunveränderte

Substanzwiedergefunden.Nacheineroralen Einzeldosisdesradioaktivmarkierten

Wirkstoffswurden ca.32%mitden Fäzesausgeschieden und ca.67%mitdemUrin.Die

Eliminationshalbwertszeitvon Eplerenon beträgtca.3bis5Stunden.Diescheinbare

Plasmaclearance beträgtca.10 l/Std.

Spezielle Patientengruppen

Alter,Geschlechtund ethnische Zugehörigkeit:Die PharmakokinetikeinerDosisvon 100

mgEplerenoneinmaltäglichwurdebeiälterenMenschen(≥65Jahre),Männernund

Frauen,sowie beiMenschen mitschwarzerHautfarbe untersucht.Die Pharmakokinetik

von Eplerenon unterschied sich nichtsignifikantzwischen Männern und Frauen.Im

SteadyStatewiesen die älteren Menscheneine ErhöhungderC

(22 %)undderAUC-

Werte(45%)imVergleich zu jüngerenMenschen (18bis45Jahre)auf.ImSteadyState

waren beiden Menschen mitschwarzerHautfarbeC

um19%unddieAUC-Werte um

26 %erniedrigt(siehe Abschnitt4.2).

Kinderund Jugendliche.Ein populationspharmakokinetischesModellfürdie Eplerenon-

Konzentrationen auszweiStudien an 51pädiatrischenPatientenmitHypertonie imAlter

von 4 bis16 Jahren ergab,dassdasKörpergewichteinen statistischsignifikanten Einfluss

aufdasVerteilungsvolumenvon Eplerenonhat,nichtjedoch aufdessenClearance.Bei

schwereren pädiatrischenPatientenentsprechenVerteilungsvolumenund

Spitzenwirkstoffbelastung von Eplerenon voraussichtlich den entsprechendenWerten

einesErwachsenen vergleichbaren Körpergewichts;beieinemleichterenPatienten von

45kgKörpergewichtliegtdasVerteilungsvolumen etwa 40 %niedriger,die

Spitzenwirkstoffbelastung liegtvoraussichtlich überdertypischerErwachsener.Die

EinleitungderEplerenon-Behandlung erfolgte beipädiatrischenPatientenmit25mg

täglich,wobeidie Dosisnach 2Wochenauf25mg zweimaltäglich und–bei

entsprechenderklinischerIndikation–letztlich auf50mgzweimaltäglich erhöhtwurde.

Nach diesen Dosen lagen die höchsten beipädiatrischen Patienten beobachteten

Eplerenon-Konzentrationen nichtsubstanziellüberdenenvonErwachsenen,beidenen

dieTherapieaufnahme mit50 mgtäglicherfolgte.

Niereninsuffizienz:DiePharmakokinetikvon Eplerenon wurde beiPatienten mit

unterschiedlichen SchweregradenderNiereninsuffizienzund beiPatientenunter

Hämodialyse untersucht.ImVergleich zurKontrollgruppeerhöhten sichbeiPatientenmit

schwererNiereninsuffizienzdie AUC-Werte imSteadyStateund dieC

um38%bzw.

24%.BeiPatienten unterHämodialyse verringerten sie sich um26%bzw.3%.

Zwischen derPlasmaclearance von Eplerenonund derKreatinin-Clearancewurde keine

Korrelation beobachtet.Eplerenon istnichthämodialysierbar(sieheAbschnitt4.4).

Leberinsuffizienz:Die Pharmakokinetikvon 400mg Eplerenon wurde beiPatientenmit

mäßigerLeberinsuffizienz(Child-Pugh-KlasseB)untersuchtund mitjenerbeigesunden

Testpersonenverglichen.Die C

imSteadyState und die AUC-Werte von Eplerenon

erhöhtensich hierbeium3,6%bzw.42 %(sieheAbschnitt4.2).Da die Anwendungvon

Eplerenon beiPatientenmitschwererLeberinsuffizienznichtuntersuchtwurde,ist

Eplerenon beidiesen Patientenkontraindiziert(siehe Abschnitt4.3).

Herzinsuffizienz:Die Pharmakokinetikvon 50mg Eplerenon wurde beiPatientenmit

Herzinsuffizienz(NYHA-Klassen II–IV)untersucht.ImVergleich zu gesunden Probanden

gleichen Alters,GewichtsundGeschlechtswaren die AUC-Werteund dieC

max imSteady

State beiPatientenmitHerzinsuffizienz38 %bzw.30%höher.In Übereinstimmungmit

diesen Ergebnissen ergab die pharmakokinetische Analyse von Eplerenon in einer

UntergruppederPatienten ausderEPHESUS-Studie,dassdie Clearancevon Eplerenon

beiPatientenmitHerzinsuffizienzvergleichbarmitderbeigesundenälteren Probanden

ist.

5.3Präklinische Daten zurSicherheit

PräklinischeStudienzurSicherheitspharmakologie,Genotoxizität,zumkanzerogenen

Potenzialund zurReproduktionstoxizitätergabenkeine besonderen Risikenfürden

Menschen.

In StudienzurchronischenToxizitätkamesbeiRatten undHunden beiExpositionen,die

geringfügig überderklinischen Dosierunglagen,zuProstataatrophie.DieVeränderungen

derProstatagingen nichtmitnegativenfunktionalen Veränderungen einher.Dieklinische

Bedeutung dieserBefunde istnichtbekannt.

6.PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1ListedersonstigenBestandteile

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat

MikrokristallineCellulose(E460)

Croscarmellose-Natrium(E468)

Hypromellose (E464)

Natriumdodecylsulfat

Talkum(E553b)

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)[pflanzlich](E470b)

Filmüberzug:

Hypromellose (E464)

Polysorbat80 (E433)

Macrogol400

Titandioxid (E171)

Eisen(III)-hydroxid-oxid xH

O(E172)

6.2Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend.

6.3DauerderHaltbarkeit

3 Jahre

6.4Besondere VorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

Fürdiese Arzneimittelsindkeine besonderen Lagerungsbedingungenerforderlich.

6.5Artund Inhaltdes Behältnisses

PVC/Aluminium-Blisterpackungenmit10,14,20,28,30,50,56,60,84,90,98oder100

Filmtabletten;Einzeldosen mit10 x1,14x1,20x1,28 x1,30x1,50x1,56x1,60x1,

84 x1,90x1,98 x1 oder100x1 Filmtabletten

Eswerden möglicherweise nichtalle Packungsgrößen in den Verkehrgebracht.

6.6Besondere Vorsichtsmaßnahmenfürdie Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.INHABER DER ZULASSUNG

betapharmArzneimittelGmbH

Kobelweg95

86156 Augsburg

Telefon:0821748810

Telefax:082174881420

E-Mail:Info@betapharm.de

8.ZULASSUNGSNUMMERN

Eplerenon beta25mgFilmtabletten:93871.00.00

Eplerenon beta50mgFilmtabletten:93872.00.00

9.DATUMDER ERTEILUNGDER ZULASSUNG

10.03.2015

10.STAND DER INFORMATION

März2015

11.VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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