Enro-Sleecol Lösung zum Eingeben

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Enrofloxacin
Verfügbar ab:
KRKA d.d. NOVO mesto - Geschäftsanschrift - Beiname: KRKA, tovarna zdravil, d.d., Novo mesto
ATC-Code:
QJ01MA90
INN (Internationale Bezeichnung):
Enrofloxacin
Darreichungsform:
Lösung zum Eingeben
Zusammensetzung:
Enrofloxacin 100.0mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
401098.01.01

Dokumenten

Gebrauchsinformation

Enro-Sleecol 100 mg/ml Lösung zum Eingeben für Hühner und Puten

1.

Name und Anschrift des Zulassungsinhabers und,

wenn unterschiedlich, des Herstellers,

der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist

Zulassungsinhaber und Hersteller, der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist:

KRKA, d.d., Novo mesto

Šmarješka cesta 6

8501 Novo mesto

Slowenien

Mitvertrieb:

Albrecht GmbH

Hauptstr. 6 - 8

88326 Aulendorf

2.

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Enro-Sleecol 100 mg/ml Lösung zum Eingeben für Hühner und Puten.

Enrofloxacin

3.

Wirkstoff(e) und sonstige Bestandteile

1 ml klare, gelbe Lösung enthält 100 mg Enrofloxacin und 14 mg Benzylalkohol.

4.

Anwendungsgebiet(e)

Zur Behandlung von Infektionen, die durch die folgenden Enrofloxacin-empfindlichen Bakterien

verursacht werden:

Hühner

Mycoplasma gallisepticum,

Mycoplasma synoviae,

Avibacterium paragallinarum,

Pasteurella multocida.

Puten

Mycoplasma gallisepticum,

Mycoplasma synoviae,

Pasteurella multocida.

5.

Gegenanzeigen

Nicht bei Tieren anwenden, deren Eier für den menschlichen Verzehr vorgesehen sind.

Nicht prophylaktisch anwenden.

Nicht anwenden bei bekannter Resistenz/Kreuzresistenz gegenüber (Fluor-)chinolonen in dem für die

Behandlung vorgesehenen Tierbestand.

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der

sonstigen Bestandteile.

6.

Nebenwirkungen

Keine.

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei

Ihrem Tier feststellen, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

7.

Zieltierart(en)

Huhn und Pute.

8.

Dosierung für jede Tierart,

Art und Dauer der Anwendung

Hühner und Puten

10 mg Enrofloxacin/kg Körpergewicht pro Tag an 3-5 aufeinander folgenden Tagen.

Behandlung an 3-5 aufeinander folgenden Tagen; bei Mischinfektionen und chronischen

Verlaufsformen an 5 aufeinander folgenden Tagen. Bei Ausbleiben der klinischen Besserung innerhalb

von 2-3 Tagen sollte eine Umstellung der Antibiotikatherapie auf der Basis einer

Empfindlichkeitsprüfung in Erwägung gezogen werden.

Zum Eingeben über das Trinkwasser.

Das medikierte Trinkwasser sollte täglich unmittelbar vor der Bereitstellung frisch zubereitet werden.

Vor jeder Behandlung müssen das Körpergewicht der zu behandelnden Tiere und der tägliche

Trinkwasserverbrauch sorgfältig bestimmt werden.

Die Aufnahme des medikierten Trinkwassers hängt vom Lebensalter, vom klinischen Zustand der

Tiere, von der Umgebungstemperatur und vom Beleuchtungsprogramm ab. Für eine exakte Dosierung

ist die Konzentration des Tierarzneimittels entsprechend anzupassen. Da 10 mg Enrofloxacin je kg

Körpergewicht 0,1 ml des Tierarzneimittels je kg Körpergewicht entsprechen, kann anhand der

nachfolgenden Formel die benötigte Menge des Tierarzneimittels je Liter Trinkwasser ermittelt

werden:

mittleres

Körpergewicht der zu

behandelnden Tiere

(kg)

Anzahl

Tiere

Tierarzneimittel

pro Liter

Trinkwasser

Gesamtwasserverbrauch (l) des Bestandes am Vortag

Es ist darauf zu achten, dass die vorgesehene Dosis vollständig aufgenommen wird.

Das Tierarzneimittel kann direkt in den Trinkwasservorlaufbehälter oder über ein Tränke-

Dosierpumpensystem zugemischt werden. Es ist ein geeignetes und geeichtes Dosiergerät zu

verwenden.

9.

Hinweise für die richtige Anwendung

Das Tierarzneimittel kann direkt in den Trinkwasservorlaufbehälter oder über ein Tränke-

Dosierpumpensystem zugemischt werden.

Das Trinkwasser muss über die gesamte Behandlungsdauer medikiert werden und es sollte keine

andere Wasserquelle zur Verfügung stehen.

10.

Wartezeit

Hühner:

Essbare Gewebe: 7 Tage.

Puten:

Essbare Gewebe: 13 Tage.

Nicht bei Geflügel anwenden, dessen Eier für den menschlichen Verzehr vorgesehen sind.

Nichtbei Junghennen anwenden, die weniger als 14 Tage vor der Eiablage stehen.

11.

Besondere Lagerungshinweise

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nach dem

{Verwendbar bis:} nicht mehr anwenden.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch des Behältnisses: 3 Monate

Haltbarkeit nach Verdünnen oder Rekonstitution gemäß den Anweisungen: 24 Stunden

12.

Besondere

Warnhinweise

Die Behandlung von Mycoplasma spp.-Infektionen führt unter Umständen nicht zur Eliminierung des

Erregers.

Vor der Anwendung müssen die Trinkwasservorlaufbehälter entleert, sorgfältig gereinigt und

anschließend mit einer bekannten Menge an sauberem Trinkwasser gefüllt werden bevor die

erforderliche Menge des Tierarzneimittels zugegeben wird. Die entstandene Mischung ist zu

verrühren.

Vor der Anwendung ist der Trinkwasservorlaufbehälter in regelmäßigen Zeitabständen auf das

Vorhandensein von Staub, Algenbildung und Ablagerungen zu kontrollieren.

Bei der Anwendung des Tierarzneimittels sind die amtlichen und örtlichen Richtlinien über den

Einsatz von Antibiotika zu berücksichtigen. Fluorchinolone sollten der Behandlung von klinischen

Erkrankungen vorbehalten bleiben, die auf andere Klassen von Antibiotika unzureichend

angesprochen haben bzw. bei denen mit einem unzureichenden Ansprechen zu rechnen ist.

Wenn möglich, sollte die Anwendung von Fluorchinolonen nur auf der Basis einer

Empfindlichkeitsprüfung erfolgen.

Eine von den Anweisungen in der Fachinformation abweichende Anwendung kann die Prävalenz von

Bakterien, die gegen Fluorchinolone resistent sind, erhöhen und die Wirksamkeit von Behandlungen

mit anderen Chinolonen infolge möglicher Kreuzresistenzen vermindern.

Bei ausbleibender Besserung innerhalb von zwei bis drei Tagen nach Therapiebeginn sollte die

Empfindlichkeitsprüfung wiederholt und gegebenenfalls die Therapie umgestellt werden.

Seit der ersten Zulassung von Enrofloxacin zur Anwendung beim Geflügel gibt es eine weit verbreitete

Reduktion der Empfindlichkeit von E. coli gegenüber Fluorchinolonen und ein Aufkommen von

resistenten Organismen. Das Auftreten von Resistenzen in der EU wurde auch bei Mycoplasma

synoviae berichtet.

Während der Handhabung des Tierarzneimittels sind undurchlässige Handschuhe zu tragen.

Direkter Hautkontakt ist zu vermeiden, da es zu Sensibilisierung, Kontaktdermatitis und

Überempfindlichkeitsreaktionen kommen kann.

Sollten Flüssigkeitsspritzer in die Augen oder auf die Haut gelangen, diese sofort mit Wasser aus- bzw.

abwaschen.

Nach Handhabung des Tierarzneimittels Hände und Hautflächen waschen, die in Kontakt mit dem

Tierarzneimittel gekommen sind.

Während der Handhabung des Tierarzneimittels nicht essen, trinken oder rauchen.

Die empfohlene Dosierung darf nicht überschritten werden. Ein Gegenmittel ist nicht bekannt; im

Falle einer versehentlichen Überdosierung ist symptomatisch zu behandeln.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Enrofloxacin mit anderen Antibiotika wie Tetracyclinen und

Makrolidantibiotika können antagonistische Wirkungen auftreten.

Die gleichzeitige Anwendung von Enrofloxacin mit magnesium- oder aluminiumhaltigen Substanzen

kann die Resorption von Enrofloxacin herabsetzen.

Nicht mit steroidalen Antiphlogistika kombinieren.

13.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung von nicht verwendetem Arzneimittel

oder von Abfallmaterialien, sofern erforderlich

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei

gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf

diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation

entsorgt werden.

14.

Genehmigungsdatum der Packungsbeilage

15.

Weitere Angaben

100 ml Braunglasflasche Typ III mit Polypropylen-Messbecher im Umkarton.

1 Liter HDPE-Flasche mit Polypropylen-Messbecher.

5 Liter HDPE-Flasche.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Fachinformation in Form der Zusammenfassung der Merkmale des Tierarzneimittels

(Summary of Product Characteristics)

1.

Bezeichnung des Tierarzneimittels:

Enro-Sleecol 100 mg/ml Lösung zum Eingeben für Hühner und Puten.

2.

Qualitative und quantitative Zusammensetzung:

1 ml Lösung zum Eingeben enthält:

Wirkstoff(e):

Enrofloxacin

100 mg

Sonstige Bestandteile:

Benzylalkohol

14 mg

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie unter Abschnitt 6.1.

3.

Darreichungsform:

Lösung zum Eingeben.

Klare, gelbe Lösung.

4.

Klinische Angaben:

Zieltierart(en):

Huhn und Pute.

Anwendungsgebiete unter Angabe der Zieltierart(en):

Zur Behandlung von Infektionen, die durch die folgenden Enrofloxacin-empfindlichen

Bakterien verursacht werden:

Hühner

Mycoplasma gallisepticum,

Mycoplasma synoviae,

Avibacterium paragallinarum,

Pasteurella multocida.

Puten

Mycoplasma gallisepticum,

Mycoplasma synoviae,

Pasteurella multocida.

Gegenanzeigen:

Nicht bei Tieren anwenden, deren Eier für den menschlichen Verzehr vorgesehen sind.

Nicht prophylaktisch anwenden.

Nicht anwenden bei bekannter Resistenz/Kreuzresistenz gegenüber (Fluor-)chinolonen in dem

für die Behandlung vorgesehenen Tierbestand.

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der

sonstigen Bestandteile.

Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart:

Die Behandlung von Mycoplasma spp.-Infektionen führt unter Umständen nicht zur

Eliminierung des Erregers.

Besondere

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung:

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:

Vor der Anwendung müssen die Trinkwasservorlaufbehälter entleert, sorgfältig gereinigt und

anschließend mit einer bekannten Menge an sauberem Trinkwasser gefüllt werden bevor die

erforderliche Menge des Tierarzneimittels zugegeben wird. Die so entstandene Mischung ist zu

verrühren.

Vor der Anwendung ist der Trinkwasservorlaufbehälter in regelmäßigen Zeitabständen auf das

Vorhandensein von Staub, Algenbildung und Ablagerungen zu kontrollieren.

Bei der Anwendung des Tierarzneimittels sind die amtlichen und örtlichen Richtlinien über den

Einsatz von Antibiotika zu berücksichtigen. Fluorchinolone sollten der Behandlung klinischer

Erkrankungen vorbehalten bleiben, die auf andere Klassen von Antibiotika unzureichend

angesprochen haben bzw. bei denen mit einem unzureichenden Ansprechen zu rechnen ist.

Wenn möglich, sollte die Anwendung von Fluorchinolonen nur auf der Basis einer

Empfindlichkeitsprüfung erfolgen.

Eine von den Anweisungen in der Fachinformation abweichende Anwendung kann die

Prävalenz von Bakterien, die gegen Fluorchinolone resistent sind, erhöhen und die Wirksamkeit

von Behandlungen mit anderen Chinolonen infolge möglicher Kreuzresistenzen vermindern.

Bei ausbleibender Besserung innerhalb von zwei bis drei Tagen nach Therapiebeginn sollte die

Empfindlichkeitsprüfung wiederholt und gegebenenfalls die Therapie umgestellt werden.

Seit der ersten Zulassung von Enrofloxacin zur Anwendung beim Geflügel gibt es eine weit

verbreitete Reduktion der Empfindlichkeit von E. coli gegenüber Fluorchinolonen und ein

Aufkommen von resistenten Organismen. Das Auftreten von Resistenzen in der EU wurde auch

bei Mycoplasma synoviae berichtet.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Während der Handhabung des Tierarzneimittels sind undurchlässige Handschuhe zu tragen.

Direkter Hautkontakt ist zu vermeiden, da es zu Sensibilisierung, Kontaktdermatitis und

Überempfindlichkeitsreaktionen kommen kann.

Sollten Flüssigkeitsspritzer in die Augen oder auf die Haut gelangen, diese sofort mit Wasser

aus- bzw. abwaschen.

Nach Handhabung des Tierarzneimittels Hände und Hautflächen waschen, die in Kontakt mit

dem Tierarzneimittel gekommen sind.

Während der Handhabung des Tierarzneimittels nicht essen, trinken oder rauchen.

4.6 Nebenwirkungen (Häufigkeit und Schwere):

Keine.

Das Auftreten von Nebenwirkungen nach der Anwendung von Enro-Sleecol 100 mg/ml sollte

dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Mauerstraße 39 - 42, 10117

Berlin oder dem pharmazeutischen Unternehmer mitgeteilt werden.

Meldebögen können kostenlos unter o. g. Adresse oder per E-Mail (uaw@bvl.bund.de)

angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung (Online-

Formular auf der Internet-Seite http://vet-uaw.de).

Anwendung

während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode:

Nicht bei Legetieren anwenden, deren Eier für den menschlichen Verzehr vorgesehen sind.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:

Bei gleichzeitiger Anwendung von Enrofloxacin mit anderen Antibiotika wie Tetracyclinen und

Makrolidantibiotika können antagonistische Wirkungen auftreten.

Die gleichzeitige Anwendung von Enrofloxacin mit magnesium- oder aluminiumhaltigen

Substanzen kann die Resorption von Enrofloxacin herabsetzen.

Nicht mit steroidalen Antiphlogistika kombinieren.

Dosierung und Art der Anwendung:

Hühner und Puten

10 mg Enrofloxacin/kg Körpergewicht pro Tag an 3-5 aufeinander folgenden Tagen.

Behandlung an 3-5 aufeinander folgenden Tagen; bei Mischinfektionen und chronischen

Verlaufsformen an 5 aufeinander folgenden Tagen. Bei Ausbleiben der klinischen Besserung

innerhalb von 2-3 Tagen sollte eine Umstellung der Antibiotikatherapie auf der Basis einer

Empfindlichkeitsprüfung in Erwägung gezogen werden.

Zum Eingeben über das Trinkwasser. Das Trinkwasser muss über die gesamte

Behandlungsdauer medikiert werden und es sollte keine andere Wasserquelle zur Verfügung

stehen.

Das medikierte Trinkwasser sollte täglich unmittelbar vor der Bereitstellung frisch zubereitet

werden. Vor jeder Behandlung müssen das Körpergewicht der zu behandelnden Tiere und der

tägliche Trinkwasserverbrauch sorgfältig bestimmt werden.

Die Aufnahme des medikierten Trinkwassers hängt vom Lebensalter, vom klinischen Zustand

der Tiere, von der Umgebungstemperatur und vom Beleuchtungsprogramm ab. Für eine exakte

Dosierung ist die Konzentration des Tierarzneimittels entsprechend anzupassen. Da 10 mg

Enrofloxacin je kg Körpergewicht 0,1 ml des Tierarzneimittels je kg Körpergewicht

entsprechen, kann anhand der nachfolgenden Formel die benötigte Menge des Tierarzneimittels

je Liter Trinkwasser ermittelt werden:

mittleres

Körpergewicht der zu

behandelnden Tiere

(kg)

Anzahl

Tiere

Tierarzneimittel

pro Liter

Trinkwasser

Gesamtwasserverbrauch (l) des Bestandes am Vortag

Es ist darauf zu achten, dass die vorgesehene Dosis vollständig aufgenommen wird.

Das Tierarzneimittel kann direkt in den Trinkwasservorlaufbehälter oder über ein Tränke-

Dosierpumpensystem zugemischt werden. Es ist ein geeignetes und geeichtes Dosiergerät zu

verwenden.

4.10

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen und Gegenmittel), falls erforderlich:

Die empfohlene Dosierung darf nicht überschritten werden. Ein Gegenmittel ist nicht bekannt;

im Falle einer versehentlichen Überdosierung ist symptomatisch zu behandeln.

4.11

Wartezeit(en):

Hühner:

Essbare Gewebe: 7 Tage.

Puten:

Essbare Gewebe: 13 Tage.

Nicht bei Geflügel anwenden, dessen Eier für den menschlichen Verzehr vorgesehen sind.

Nicht bei Junghennen anwenden, die weniger als 14 Tage vor der Eiablage stehen.

5.

Pharmakologische Eigenschaften:

Pharmakotherapeutische Gruppe: Chinolone und Chinoxalin-Antibiotika, Fluorchinolone.

ATCvet-Code: QJ01MA90

Pharmakodynamische Eigenschaften:

Enrofloxacin wirkt bakterizid gegen grampositive und gramnegative Bakterien sowie gegen

Mykoplasmen. Der Wirkmechanismus der Chinolone ist innerhalb der Antiinfektiva einzigartig

– sie hemmen primär die bakterielle DNA-Gyrase, ein Enzym, das für die Spiralisierung der

bakteriellen DNA während der Replikation verantwortlich ist. Der Zusammenschluss der DNA-

Doppelhelix wird gehemmt, wodurch die chromosomale DNA irreversibel zerstört wird.

Die Fluorchinolone wirken außerdem in der stationären Phase auf Bakterienzellen, indem sie

die Permeabilität der äußeren Phospholipidmembran verändern.

Antibakterielles Spektrum

Enrofloxacin wirkt gegen zahlreiche Gram-negative und Gram-positive Bakterien sowie

Mycoplasma spp. Die Empfindlichkeit in vitro konnte gegenüber folgenden Stämmen gezeigt

werden: (i) Gramnegative Spezies wie Pasteurella multocida und Avibacterium (Haemophilus)

paragallinarum und (ii) Mycoplasma gallisepticum und Mycoplasma synoviae (siehe Abschnitt

4.5).

Resistenztypen und -mechanismen

Fluorchinolon-Resistenzen lassen sich in fünf grundlegende Typen einteilen: (i)

Punktmutationen innerhalb der Gene, die die DNA-Gyrase und/oder die Topoisomerase IV

kodieren und so zu Veränderungen des jeweiligen Enzyms führen, (ii) Veränderungen in der

Wirkstoffpermeabilität bei Gram-negativen Bakterien, (iii) Effluxmechanismen, (iv) Plasmid-

vermittelte Resistenz und (v) Gyrase-Schutzproteine. Alle Mechanismen führen zu einer

reduzierten Empfindlichkeit der Bakterien gegenüber Fluorchinolonen. Kreuzresistenzen

innerhalb der Klasse der Fluorchinolone sind häufig.

Angaben zur Pharmakokinetik:

Enrofloxacin führt nach oraler und parenteraler Anwendung zu vergleichbaren Serumspiegeln.

Enrofloxacin besitzt ein hohes Verteilungsvolumen. Bei Labor- und Zieltieren konnten 2- bis 3-

fach höhere Konzentrationen im Gewebe als im Serum festgestellt werden. Hohe

Konzentrationen können in Organen wie Lunge, Leber, Niere, Haut, Knochen und im

Lymphsystem erwartet werden. Enrofloxacin gelangt auch in den Liquor und ins

Kammerwasser des Auges.

Die metabolische Aktivität ist speziesabhängig und beträgt 50-60%. Bei der Biotransformation

von Enrofloxacin entsteht in der Leber der aktive Metabolit Ciprofloxacin. Grundsätzlich

erfolgt die Metabolisierung durch Hydroxylierungs- und Oxidierungsprozesse hin zu

Oxofluorchinolonen. Daneben tritt N-Desalkylierung sowie Glucuronsäurekonjugation auf.

Die Ausscheidung erfolgt biliär und renal, wobei die Ausscheidung über den Harn überwiegt.

6.

Pharmazeutische Angaben:

Verzeichnis der sonstigen Bestandteile:

Benzylalkohol

Hypromellose

Kaliumhydroxid

Gereinigtes Wasser

Inkompatibilitäten:

Keine bekannt.

Dauer der Haltbarkeit:

Haltbarkeit des Tierarzneimittels im unversehrten Behältnis: 5 Jahre

Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen/Anbruch des Behältnisses: 3 Monate

Haltbarkeit nach Verdünnen oder Rekonstitution gemäß den Anweisungen: 24 Stunden

Besondere Lagerungshinweise:

Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Art und Beschaffenheit des Behältnisses:

100 ml Braunglasflasche Typ III mit Polypropylen-Messbecher im Umkarton.

1 Liter HDPE-Flasche mit Polypropylen-Messbecher.

5 Liter HDPE-Flasche.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder bei

der Anwendung entstehender Abfälle:

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben.

Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher

Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über

die Kanalisation entsorgt werden.

7.

Zulassungs

inhaber:

KRKA, d.d., Novo mesto

Šmarješka cesta 6

8501 Novo mesto

Slowenien

8.

Zulassungs

nummer

:

Zul.-Nr.: 401098.01.01

9.

Datum der Erteilung der Erstzulassung/Verlängerung der Zulassung:

Datum der Erstzulassung: 12.02.2011

Datum der letzten Verlängerung: 26.01.2016

10.

Stand der Information:

11.

Verbot des Verkaufs, der Abgabe und/oder der Anwendung:

Nicht zutreffend.

12.

Verschreibungsstatus/Apothekenpflicht:

Verschreibungspflichtig.

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