Endofluke 100 mg/ml orale Suspension

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Triclabendazol
Verfügbar ab:
aniMedica GmbH
ATC-Code:
QP52ACO15
INN (Internationale Bezeichnung):
Triclabendazole
Darreichungsform:
Suspension
Zusammensetzung:
Triclabendazol 100.00mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
401294.00.00

GEBRAUCHSINFORMATION

Endofluke 100 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder und Schafe

1.

NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND, WENN

UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE

VERANTWORTLICH IST

aniMedica GmbH

Im Südfeld 9

48308 Senden-Bösensell

Hersteller, der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist

Bimeda Animal Health Ltd.

Unit 2/3/4 Airton Close

Tallaght, Dublin 24

Irland

2.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

Endofluke 100 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder und Schafe

Wirkstoff: Triclabendazol

3.

WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE

1 ml enthält:

Wirkstoff:

Triclabendazol

100 mg

Sonstige Bestandteile:

Methyl-4-hydroxybenzoat (E 218)

2,0 mg

Propyl-4-hydroxybenzoat (E 216)

0,2 mg

4.

ANWENDUNGSGEBIET(E)

Zur Behandlung von adulten, unreifen und früh unreifen Entwicklungsstadien des Leberegels

(Fasciola hepatica), die empfindlich gegenüber Triclabendazol sind.

5.

GEGENANZEIGEN

Nicht anwenden bei Tieren mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Triclabendazol.

6.

NEBENWIRKUNGEN

Wenn behandelte Rinder intensiver Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden, können gelegentlich

Entzündungen an der unpigmentierten Haut einschließlich des Euters und der Zitzen auftreten.

Falls Sie eine Nebenwirkung bei Ihrem Tier/Ihren Tieren feststellen, die nicht in dieser

Gebrauchsinformation aufgeführt ist, teilen Sie diese bitte Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

7.

ZIELTIERART(EN)

Rind, Schaf

8.

DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Zur einmaligen oralen Anwendung; es sind ausschließlich geeichte Dosierinstrumente zu benutzen.

Dosierung:

Endofluke 100 mg/ml wird als oraler Drench gegeben und ist zur Verwendung mit den meisten

automatischen Drench-Pistolen geeignet.

Die empfohlene Dosierung beträgt beim Rind 12 mg Triclabendazol pro kg Körpergewicht und beim

Schaf 10 mg Triclabendazol pro kg Körpergewicht.

Dosierungsschema, Rind:

6 ml für je 50 kg Körpergewicht

Gewicht

Dosis

50 kg

6 ml

100 kg

12 ml

150 kg

18 ml

200 kg

24 ml

250 kg

30 ml

300 kg

36 ml

350 kg

42 ml

400 kg

48 ml

für jede weiteren 50 kg

6 ml

Dosierungsschema, Schaf:

1 ml für je 10 kg Körpergewicht

Gewicht

Dosis

10 kg

1 ml

20 kg

2 ml

30 kg

3 ml

40 kg

4 ml

50 kg

5 ml

60 kg

6 ml

für jede weiteren 10 kg

1 ml

Um eine korrekte Dosierung sicherzustellen, sollte das Körpergewicht so exakt wie möglich bestimmt

werden; die Genauigkeit der Dosierhilfe sollte überprüft werden.

Soweit Tiere gemeinsam und nicht individuell behandelt werden, sollten sie, um Unter- oder

Überdosierungen zu vermeiden, entsprechend ihrem Körpergewicht in Gruppen eingeteilt und dosiert

werden.

Der Zeitpunkt der Wiederholungsbehandlung ist gemäß der epidemiologischen Risiken für jeden

Betrieb gesondert festzulegen.

Um die Gefahr der Akkumulation von Rückständen durch den wiederholten Einsatz zu vermeiden,

sollte die Behandlungsfrequenz nicht kürzer als 10 Wochen sein.

9.

HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

Das Tierarzneimittel ist mit den meisten automatischen Drench-Pistolen anwendbar.

Der Behälter ist vor der Anwendung zu schütteln.

Das Tierarzneimittel ist unverändert aus dem Originalbehälter zu benutzen.

Die Drench-Instrumente sind vor und nach der Anwendung zu reinigen.

Um eine korrekte Dosierung sicherzustellen, sollte das Körpergewicht so exakt wie möglich bestimmt

werden; die Genauigkeit der Dosierhilfe sollte überprüft werden.

Soweit Tiere gemeinsam und nicht individuell behandelt werden, sollten sie, um Unter- oder

Überdosierungen zu vermeiden, entsprechend ihrem Körpergewicht in Gruppen eingeteilt und dosiert

werden.

Der Zeitpunkt der Wiederholungsbehandlung ist gemäß der epidemiologischen Risiken für jeden

Betrieb gesondert festzulegen.

10.

WARTEZEIT

Rinder und Schafe:

Essbare Gewebe:

56 Tage

Milch:

Rinder: Milch, die für den menschlichen Verzehr bestimmt ist, darf erst 48 Stunden nach dem

Abkalben verwendet werden. Nicht anwenden innerhalb von 45 Tagen vor dem Abkalben. Sollte eine

Kuh früher als 45 Tage nach der letzten Behandlung abkalben, darf die Milch für den menschlichen

Verzehr trotzdem erst nach dem 45. Tag nach der letzten Behandlung plus 48 Stunden (47 Tage)

verwendet werden.

Schafe: Nicht zugelassen zur Anwendung bei Mutterschafen, deren Milch für den menschlichen

Verzehr vorgesehen ist, dies schließt auch die Trockenstehperiode ein. Nicht innerhalb eines Jahres vor

dem ersten Ablammen bei Mutterschafen anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr

vorgesehen ist.

11.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Vor Frost schützen.

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren!

Das Arzneimittel nach Ablauf des auf Behältnis und äußerer Umhüllung angegebenen Verfalldatums

nicht mehr anwenden.

12.

BESONDERE WARNHINWEISE

Die folgenden Situationen sollten vermieden werden, da diese zur Erhöhung der Resistenz und

letztendlich zur Unwirksamkeit der Behandlung führen können:

Zu häufige und zu oft wiederholte Behandlungen von Anthelmintika einer Substanzklasse

über einen längeren Zeitraum,

Unterdosierungen bedingt durch Unterschätzung des Körpergewichtes, falsche Verabreichung

des Tierarzneimittels oder durch mangelhafte Einstellung der Dosierungsvorrichtung (falls

vorhanden).

Bei Verdacht auf Anthelmintika-Resistenz sollten weiterführende Untersuchungen mit geeigneten

Tests (z.B. Eizahlreduktionstest) durchgeführt werden. Falls die Untersuchungsergebnisse deutlich auf

eine Resistenz gegenüber einem bestimmten Anthelmintikum hinweisen, sollte ein Anthelmintikum

aus einer anderen Substanzklasse und mit unterschiedlichem Wirkungsmechanismus Verwendung

finden.

Über Resistenzen von Fasciola hepatica bei Rindern und Schafen gegenüber Triclabendazol wurde

berichtet. Daher sollte sich die Anwendung dieses Tierarzneimittels auf lokale (Region, Betrieb)

epidemiologische Erhebungen zur Empfänglichkeit von Nematoden sowie auf Expertenempfehlungen

zur Eindämmung weiterer Anthelmintika-Resistenzen stützen.

Nur anwenden bei Leberegeln, die gegen Triclabendazol empfindlich sind.

Der Tierarzt ist zu konsultieren, falls mangelnde Wirksamkeit vermutet wird.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren

Bei der Behandlung der Tiere ist darauf zu achten, dass Verletzungen der Maul- und Rachenhöhle zu

vermeiden sind.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender

Während der Anwendung nicht essen, trinken oder rauchen.

Spritzer im Auge oder auf der Haut sind sofort mit Wasser zu entfernen.

Verunreinigte Kleidung ist sofort auszuziehen.

Hände und ungeschützte Hautabschnitte sind vor dem Essen bzw. vor einer Mahlzeit zu waschen.

Weitere Vorsichtsmaßnahmen

Die Anwendung dieses Tierarzneimittels kann schädigende Wirkung auf Fische und wirbellose

Wassertiere haben. Rinder und Schafe dürfen innerhalb von 7 Tagen nach der Behandlung keinen

Zugang zu Oberflächengewässern wie Bächen, Teichen oder Wassergräben haben. Bei Ausbringung

der Gülle von behandelten Tieren auf Ackerland muss ein Sicherheitsabstand von 10 Metern zu

angrenzenden Oberflächengewässern eingehalten werden.

Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode

Die Anwendung des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation stellt kein

Sicherheitsrisiko für das behandelte Tier dar. Das Tierarzneimittel darf aber nicht bei laktierenden

Tieren angewendet werden, deren Milch für den menschlichen Verzehr bestimmt ist

Hinweise für den Fall der Überdosierung

einmalige

orale

Gabe

150-200

Triclabendazol/kg

Körpergewicht

kann

Nebenwirkungen wie unkoordiniertem Gang, Apathie und verringertem Appetit führen. Diese leichten

Nebenwirkungen können 1 bis 5 Tage anhalten. Ein Gegenmittel ist nicht bekannt.

13.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT

VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN

ERFORDERLICH

Die Anwendung von Endofluke kann für Fische und wirbellose Wassertiere toxisch sein. Nicht

verwendeter Inhalt oder Abfallmaterial dürfen nicht in Oberflächengewässer gelangen

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei

gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf

diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die

Kanalisation entsorgt werden.

14.

GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE

JUNI 2019

15.

WEITERE ANGABEN

1 Liter, 2,5 Liter, 5 Liter, 6 Liter (5 Liter +1 Liter), 7,5 Liter (5 Liter+2.5 Liter) und 15 Liter

(3x5 Liter) high-density Polyethylen Flachboden-Rucksack-Kanister. Zum Dispensieren ist jeder

Packung zusätzlich eine mit einem Ausguss versehene 38 mm Polypropylen-Kappe beigefügt.

Verschreibungspflichtig

FACHINFORMATION IN DER FORM DER ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES

TIERARZNEIMITTELS (SUMMARY OF PRODUCT CHARACTERISTICS)

1.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

Endofluke 100 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder und Schafe

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 ml enthält:

Wirkstoff:

Triclabendazol

100 mg

Sonstige Bestandteile:

Methyl-4-hydroxybenzoat (E 218)

2,0 mg

Propyl-4-hydroxybenzoat (E 216)

0,2 mg

Eine vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie unter Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Suspension zum Eingeben

Eine weiße bis cremefarbige Suspension

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

ZIELTIERART(EN)

Rind, Schaf

4.2

ANWENDUNGSGEBIETE UNTER ANGABE DER ZIELTIERART(EN)

Zur Behandlung von adulten, unreifen und früh unreifen Entwicklungsstadien des Leberegels

(Fasciola hepatica), die empfindlich gegenüber Triclabendazol sind.

4.3

GEGENANZEIGEN

Nicht anwenden bei Tieren mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Triclabendazol.

Siehe Abschnitt 4.11.

4.4

BESONDERE WARNHINWEISE FÜR JEDE ZIELTIERART

Die folgenden Situationen sollten vermieden werden, da diese zur Erhöhung der Resistenz und

letztendlich zur Unwirksamkeit der Behandlung führen können:

Zu häufige und zu oft wiederholte Behandlungen von Anthelmintika einer Substanzklasse über einen

längeren Zeitraum,

Unterdosierungen bedingt durch Unterschätzung des Körpergewichtes, falsche Verabreichung des

Tierarzneimittels oder durch mangelhafte Einstellung der Dosierungsvorrichtung (falls vorhanden).

Bei Verdacht auf Anthelmintika-Resistenz sollten weiterführende Untersuchungen mit geeigneten

Tests (z.B. Eizahlreduktionstest) durchgeführt werden. Falls die Untersuchungsergebnisse deutlich auf

eine Resistenz gegenüber einem bestimmten Anthelmintikum hinweisen, sollte ein Anthelmintikum

aus einer anderen Substanzklasse und mit unterschiedlichem Wirkungsmechanismus Verwendung

finden.

Über Resistenzen von Fasciola hepatica bei Rindern und Schafen gegenüber Triclabendazol wurde

berichtet. Daher sollte sich die Anwendung dieses Tierarzneimittels auf lokale (Region, Betrieb)

epidemiologische Erhebungen zur Empfänglichkeit von Nematoden sowie auf Expertenempfehlungen

zur Eindämmung weiterer Anthelmintika-Resistenzen stützen.

4.5

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ANWENDUNG

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren

Bei der Behandlung der Tiere ist darauf zu achten, dass Verletzungen der Maul- und Rachenhöhle zu

vermeiden sind.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender

Während der Anwendung nicht essen, trinken oder rauchen.

Spritzer im Auge oder auf der Haut sind sofort mit Wasser zu entfernen.

Verunreinigte Kleidung ist sofort auszuziehen.

Hände und ungeschützte Hautabschnitte sind vor dem Essen bzw. vor einer Mahlzeit zu waschen.

Weitere Vorsichtsmaßnahmen

Die Anwendung dieses Tierarzneimittels kann schädigende Wirkung auf Fische und wirbellose

Wassertiere haben. Rinder und Schafe dürfen innerhalb von 7 Tagen nach der Behandlung keinen

Zugang zu Oberflächengewässern wie Bächen, Teichen oder Wassergräben haben. Bei Ausbringung

der Gülle von behandelten Tieren auf Ackerland muss ein Sicherheitsabstand von 10 Metern zu

angrenzenden Oberflächengewässern eingehalten werden.

4.6

NEBENWIRKUNGEN (HÄUFIGKEIT UND SCHWERE)

Wenn die Rinder intensiver Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden, können gelegentlich Entzündungen

an der unpigmentierten Haut einschließlich des Euters und der Zitzen auftreten.

Das Auftreten von Nebenwirkungen nach Anwendung von Endofluke 100 mg/ml orale Suspension

sollte dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Mauerstrasse 39-42, 10117

Berlin oder dem pharmazeutischen Unternehmer mitgeteilt werden.

Meldebögen können kostenlos unter der o.g. Adresse oder per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert

werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung (Online-Formular auf der

Internetseite http://vet-uaw.de)

4.7

ANWENDUNG WÄHREND DER TRÄCHTIGKEIT, LAKTATION ODER DER

LEGEPERIODE

Die Anwendung des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation stellt kein

Sicherheitsrisiko für das behandelte Tier dar. Das Tierarzneimittel darf aber nicht bei laktierenden

Tieren angewendet werden, deren Milch für den menschlichen Verzehr bestimmt ist (siehe Abschnitt

4.11.).

4.8

WECHSELWIRKUNGEN MIT ANDEREN ARZNEIMITTELN UND ANDERE

WECHSELWIRKUNGEN

Keine bekannt.

4.9

DOSIERUNG UND ART DER ANWENDUNG

Zur einmaligen oralen Anwendung; es sind ausschließlich geeichte Dosierinstrumente zu benutzen.

Das Tierarzneimittel ist mit den meisten automatischen Drench-Pistolen anwendbar.

Der Behälter ist vor der Anwendung zu schütteln.

Das Tierarzneimittel ist unverändert aus dem Originalbehälter zu benutzen.

Die Drench-Instrumente sind vor und nach der Anwendung zu reinigen.

Dosierung:

Endofluke 100 mg/ml wird als oraler Drench gegeben und ist zur Verwendung mit den meisten

automatischen Drench-Pistolen geeignet.

Die empfohlene Dosierung beträgt beim Rind 12 mg Triclabendazol pro kg Körpergewicht und beim

Schaf 10 mg Triclabendazol pro kg Körpergewicht.

Dosierungsschema, Rind:

6 ml für je 50 kg Körpergewicht

Gewicht

Dosis

50 kg

6 ml

100 kg

12 ml

150 kg

18 ml

200 kg

24 ml

250 kg

30 ml

300 kg

36 ml

350 kg

42 ml

400 kg

48 ml

für jede weiteren 50 kg

6 ml

Dosierungsschema, Schaf:

1 ml für je 10 kg Körpergewicht

Gewicht

Dosis

10 kg

1 ml

20 kg

2 ml

30 kg

3 ml

40 kg

4 ml

50 kg

5 ml

60 kg

6 ml

für jede weiteren 10 kg

1 ml

Um eine korrekte Dosierung sicherzustellen, sollte das Körpergewicht so exakt wie möglich bestimmt

werden; die Genauigkeit der Dosierhilfe sollte überprüft werden.

Soweit Tiere gemeinsam und nicht individuell behandelt werden, sollten sie, um Unter- oder

Überdosierungen zu vermieden, entsprechend ihrem Körpergewicht in Gruppen eingeteilt und dosiert

werden.

Der Zeitpunkt der Wiederholungsbehandlung ist gemäß der epidemiologischen Risiken für jeden

Betrieb gesondert festzulegen.

Um die Gefahr der Akkumulation von Rückständen durch den wiederholten Einsatz zu vermeiden,

sollte die Behandlungsfrequenz nicht kürzer als 10 Wochen sein.

4.10

ÜBERDOSIERUNG (SYMPTOME, NOTFALLMASSNAHMEN, GEGENMITTEL),

FALLS ERFORDERLICH

Die einmalige orale Gabe von 150-200 mg Triclabendazol/ kg Körpergewicht kann zu

Nebenwirkungen wie unkoordiniertem Gang, Apathie und verringertem Appetit führen. Diese

Nebenwirkungen sind mild und können 1 bis 5 Tage anhalten. Ein Gegenmittel ist nicht bekannt.

4.11

WARTEZEIT(EN)

Rinder und Schafe:

Essbare Gewebe:

56 Tage

Milch:

Rinder: Milch, die für den menschlichen Verzehr bestimmt ist, darf erst 48 Stunden nach dem

Abkalben verwendet werden. Nicht anwenden innerhalb von 45 Tagen vor dem Abkalben. Sollte eine

Kuh früher als 45 Tage nach der letzten Behandlung abkalben, darf die Milch für den menschlichen

Verzehr trotzdem erst nach dem 45. Tag nach der letzten Behandlung plus 48 Stunden (47 Tage)

verwendet werden.

Schafe: Nicht zugelassen zur Anwendung bei Mutterschafen, deren Milch für den menschlichen

Verzehr vorgesehen ist, dies schließt auch die Trockenstehperiode ein. Nicht innerhalb eines Jahres vor

dem ersten Ablammen bei Mutterschafen anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr

vorgesehen ist.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

Pharmakotherapeutische Gruppe: Anthelmintika, Benzimidazole und verwandte Substanzen

ATCvet code: QP52ACO1

5.1

PHARMAKODYNAMISCHE EIGENSCHAFTEN

Triclabendazol unterscheidet sich von anderen Benzimidazolen durch sein schmales anthelmintisches

Spektrum. Der Wirkstoff reichert sich erheblich sowohl in unreifen als auch in den adulten Stadien

von Fasciola hepatica

an und stimuliert die wichtigsten Stoffwechselwege des Parasiten zur

Energieerzeugung, was anhand der Entstehung von Acetaten und Propionaten (Derivate des

Glukosestoffwechsels) gezeigt werden konnte.

Die Mobilität des Parasiten wurde jedoch unter diesen Bedingungen eingeschränkt, was darauf

hinweist, dass das Arzneimittel nicht mit einer Hemmung Energie liefernder Stoffwechselwege

assoziiert ist.

Triclabendazol inaktiviert Colchicin, welches an mikrotubuläre Proteine bindet. Dies legt eine

Beeinflussung der mikrotubulären Strukturen und Funktionen durch den Wirkstoff nahe.

Der Wirkstoff hemmt sehr stark die Freisetzung von proteolytischen Enzymen in unreifen und adulten

Parasiten, einen Prozess, der von mikrotubulären Funktionen abhängt.

Der genaue Wirkungsmechanismus von Triclabendazol auf Fasciola hepatica bleibt weiterhin

ungeklärt.

5.2

ANGABEN ZUR PHARMAKOKINETIK

50-75% der oral verabreichten Menge von Triclabendazol wird im Magen-Darm-Trakt resorbiert. Das

resorbierte Triclabendazol wird sehr schnell und fast vollständig zu Sulfoxid und Sulfon oxidiert.

Beim Rind werden etwa 27 Stunden nach Applikation die höchsten Konzentrationen von

Triclabendazol-Sulfoxid und etwa 64 bis 72 Stunden die höchsten Sulfon-Werte erreicht. Beide

Metaboliten sind stark an Plasma-Eiweiße besonders an Albumin gebunden.

Beim Schaf werden Spitzenkonzentrationen von Triclabendazol-sulfoxid etwa 20 Stunden nach

Applikation des Tierarzneimittels erreicht, während die höchsten Konzentrationen des Sulfons nach 30

bis 32 Stunden erreicht werden.

Die Metaboliten werden hauptsächlich als Konjugate über die Galle ausgeschieden. Mehr als 90-95%

der Gesamtmenge des Triclabendazols werden über den Kot, etwa 2% über den Harn und weniger als

1% mit der Milch ausgeschieden. Der Ausscheidungsprozess ist 10 Tage nach Applikation praktisch

abgeschlossen.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

VERZEICHNIS DER SONSTIGEN BESTANDTEILE

Xanthangummi

Citronensäure

Natriumcitrat

Polysorbat 80

Hochdisperses Siliciumdioxid

Simeticon

Gereinigtes Wasser

6.2

INKOMPATIBILITÄTEN

Keine bekannt.

6.3

DAUER DER HALTBARKEIT

Haltbarkeit des Tierarzneimittels im unversehrten Behältnis:

2 Jahre

6.4

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Vor Frost schützen.

6.5

ART UND BESCHAFFENHEIT DER PRIMÄRVERPACKUNG

1 Liter, 2,5 Liter, 5 Liter, 6 Liter (5 Liter +1 Liter), 7,5 Liter (5 Liter +2.5 Liter) und 15 Liter

(3x5 Liter) high-density Polyethylen Flachboden-Rucksack-Kanister, eine weiße bis cremefarbige

Suspension enthaltend. Der für alle Packungsgrößen verwendete Verschluss besteht aus 38 mm

Polypropylen-Standardkappen mit einer Heißsiegelabdichtung. Zum Dispensieren ist jeder Packung

zusätzlich eine mit einem Ausguss versehene 38 mm Polypropylen-Kappe beigefügt.

6.6

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG NICHT

VERWENDETER TIERARZNEIMITTEL ODER BEI DER ANWENDUNG

ENTSTEHENDER ABFÄLLE

Die Anwendung von Endofluke kann für Fische und wirbellose Wassertiere toxisch sein. Nicht

verwendeter Inhalt oder Abfallmaterial dürfen nicht in Oberflächengewässer gelangen

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei

gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf

diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die

Kanalisation entsorgt werden.

7.

ZULASSUNGSINHABER

aniMedica GmbH

Im Südfeld 9

48308 Senden-Bösensell

8.

ZULASSUNGSNUMMER

401294.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ERSTZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

23.11.2009

10.

STAND DER INFORMATION

11.

VERBOT DES VERKAUFS, DER ABGABE UND/ODER DER ANWENDUNG

Nicht zutreffend.

13.

VERSCHREIBUNGSSTATUS / APOTHEKENPFLICHT

Verschreibungspflichtig

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