Enaplus STADA 10 mg/25mg Tabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Enalaprilmaleat, Hydrochlorothiazid
Verfügbar ab:
STADAPHARM, Gesellschaft mit beschränkter Haftung
ATC-Code:
C09BA02
INN (Internationale Bezeichnung):
Enalaprilmaleat, Hydrochlorothiazide
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Enalaprilmaleat 10.mg; Hydrochlorothiazid 25.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
60969.00.00

GEBRAUCHSINFORMATION: Information für Anwender

Enaplus STADA

®

10 mg/25 mg Tabletten

Enalaprilmaleat und Hydrochlorothiazid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige

Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Enaplus STADA

und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Enaplus STADA

beachten?

Wie ist Enaplus STADA

einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Enaplus STADA

aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Enaplus STADA

®

und wofür wird es angewendet?

Enaplus STADA

ist ein blutdrucksenkendes Arzneimittel (Antihypertensivum).

Enaplus STADA

enthält 2 Wirkstoffe:

Enalaprilmaleat, ein sogenannter Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer

(ACE-Hemmer). ACE-Hemmer senken den Blutdruck, indem sie die Bildung

einer Substanz hemmen, die Angiotensin genannt wird und die Blutgefäße

verengt. Durch die Hemmung von Angiotensin werden die Blutgefäße

erweitert, wodurch wiederum der Blutdruck sinkt.

Hydrochlorothiazid, ein harntreibendes Arzneimittel (Thiaziddiuretikum).

Diuretika führen dazu, dass Sie mehr Wasser lassen müssen, was dazu

beiträgt, Ihren Blutdruck zu senken.

Enaplus STADA

®

wird angewendet

zur Behandlung von Bluthochdruck.

Enaplus STADA

ist angezeigt bei Patienten, deren Blutdruck mit Enalapril

allein nicht ausreichend gesenkt werden konnte.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Enaplus STADA

®

beachten?

Enaplus STADA

®

darf NICHT eingenommen werden

wenn Sie allergisch sind gegen

Enalaprilmaleat,

Hydrochlorothiazid,

andere Sulfonamide (mit Hydrochlorothiazid chemisch verwandte

Substanzen),

oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses

Arzneimittels,

wenn Sie eine schwere Nierenerkrankung haben,

wenn Sie unter einer stark verminderten Urinausscheidung leiden

(Anurie),

wenn Sie bei einer früheren Behandlung mit einem ACE-Hemmer schon

einmal ein Angioödem (eine schwere Überempfindlichkeitsreaktion mit

Symptomen wie Schwellungen von Gesicht, Händen oder Füßen, Lippen,

Zunge oder Rachen, wodurch Atemnot oder Schluckbeschwerden auftreten

können) entwickelt haben,

wenn Sie unter erblich bedingten oder ursächlich nicht geklärten

Hautschwellungen (Angioödem) leiden,

wenn Sie eine schwere Lebererkrankung haben,

wenn Sie mehr als drei Monate schwanger sind. (Es wird empfohlen,

Enaplus STADA

auch in der frühen Phase der Schwangerschaft nicht

anzuwenden, siehe unter Abschnitt 2.: Schwangerschaft und Stillzeit),

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion

haben und mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren

enthält, behandelt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Enaplus STADA

einnehmen, wenn eine der folgenden Bedingungen auf Sie zutrifft oder früher

zugetroffen hat. Ihr Arzt wird in diesem Fall möglicherweise besondere

Vorsichtsmaßnahmen ergreifen:

Störung des Salz- (Elektrolyt-) und Flüssigkeitshaushalts im Körper (vor

allem niedrige oder hohe Blutspiegel bestimmter Salze sowie eine zu

geringe Flüssigkeitsmenge im Körper), z.B. wenn Sie

mit harntreibenden Arzneimitteln vorbehandelt wurden,

eine kochsalzarme Diät einhalten,

unter Erbrechen oder Durchfall leiden,

Herzklappenverengung oder andere Abflussbehinderungen der linken

Herzkammer,

Herzerkrankungen wie Herzmuskelschwäche oder eine Herzerkrankung

mit Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen (koronare

Herzkrankheit),

Durchblutungsstörungen im Gehirn (zerebrovaskuläre Erkrankung),

mittelschwere Nierenfunktionsstörungen,

Verengung der Blutgefäße, die die Nieren versorgen

(Nierenarterienstenose),

Leberfunktionsstörungen oder eine fortschreitende Lebererkrankung,

eine bestimmte Bindegewebserkrankung (Gefäßkollagenose), die auch

die Gefäße betrifft (eine systemische Autoimmunerkrankung),

sogenannter systemischer Lupus erythematodes (eine

Autoimmunerkrankung),

höheres Alter (über 70 Jahre),

Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus),

Flüssigkeitsansammlungen (Ödeme) z.B. in Armen oder Beinen,

Allergien oder Asthma,

wenn Sie Hautkrebs haben oder hatten oder während der Behandlung

eine unerwartete Hautläsion entwickeln. Die Behandlung mit

Hydrochlorothiazid, insbesondere eine hochdosierte Langzeitanwendung,

kann das Risiko einiger Arten von Haut- und Lippenkrebs (weißer

Hautkrebs) erhöhen. Schützen Sie Ihre Haut vor Sonneneinstrahlung und

UV-Strahlen, solange Sie Enaplus STADA

einnehmen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Enaplus STADA

einnehmen:

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem

Blutdruck einnehmen:

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als

Sartane bezeichnet - z.B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan),

insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes

mellitus haben,

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die

Elektrolytwerte (z.B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen

überprüfen.

Siehe auch unter Abschnitt 2.: „Enaplus STADA

darf NICHT eingenommen

werden.

Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden, erhöht sich das Risiko

eines Angioödems (rasche Schwellung unter der Haut in Bereichen wie dem

Rachen):

Sirolimus, Everolimus und andere Arzneimittel, die zur Klasse der

mTOR-Inhibitoren gehören (werden zur Verhinderung einer Abstoßung

des Organtransplantats verwendet).

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Symp-

tome bemerken:

Schwellung des Gesichts, der Arme/Beine, der Lippen, der Schleimhäute,

der Zunge und/oder des Kehlkopfs mit Atem- und Schluckbeschwerden,

gelbliche Färbung von Haut und Schleimhäuten,

Fieber, Lymphknotenschwellungen und/oder Halsentzündung,

schwere Hautreaktion (z.B. Blasenbildung oder schuppender

Hautausschlag) während der Behandlung mit Enaplus STADA

In diesen Fällen müssen Sie die Einnahme von Enaplus STADA

abbrechen.

Ihr Arzt wird geeignete Maßnahmen ergreifen.

Besondere Vorsicht ist erforderlich, wenn während der Behandlung mit Enaplus

STADA

eine der folgenden Beschwerden auftritt:

hartnäckiger, trockener Husten,

Anstieg der Leberwerte,

Verminderung der Anzahl bestimmter Blutzellen:

Verminderung bestimmter weißer Blutzellen (Neutropenie),

starke Verminderung bestimmter weißer Blutzellen (Agranulozytose),

Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie),

Verminderung der roten Blutkörperchen (Anämie),

Anzeichen einer Infektion,

Anzeichen für Störungen im Flüssigkeits- oder Elektrolythaushalt, z.B.

Mundtrockenheit, Durst, Schwäche, Lethargie, Schläfrigkeit, Unruhe,

Muskelschmerzen oder -krämpfe, Muskelschwäche, niedriger Blutdruck,

verminderte Harnausscheidung, schneller Herzschlag und Magen-Darm-

Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen.

Besondere Vorsicht ist ebenfalls geboten, wenn Sie Enaplus STADA

einnehmen und zurzeit eine der folgenden Behandlungen erhalten:

eine (erfolgte) Nierentransplantation,

eine Blutwäsche (Hämodialyse) mit bestimmten Dialysemembranen (High-

flux-Membranen),

eine Apherese (ein Verfahren zur Entfernung von Blutfetten),

eine Funktionsprüfung der Nebenschilddrüsen,

eine Hyposensibilisierungsbehandlung (um Allergien, z.B. gegen

Wespengift, abzuschwächen),

ein chirurgischer Eingriff oder eine Narkose (durch Verwendung von

Arzneimitteln, die bei einer Operation eingesetzt werden, um Ihr

Bewusstsein zu mindern und Ihr Schmerzempfinden auszuschalten).

Ethnische Unterschiede

Wenn Sie eine schwarze Hautfarbe haben, wirkt Enaplus STADA

bei Ihnen

möglicherweise weniger gut blutdrucksenkend.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder

schwanger werden könnten). Die Einnahme von Enaplus STADA

in der frühen

Phase der Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und Enaplus STADA

darf

nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden,

da die Einnahme von Enalapril in diesem Stadium zu schweren Schädigungen

Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe unter Abschnitt 2.:

Schwangerschaft und Stillzeit).

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Enaplus STADA

kann bei Dopingkontrollen zu positiven

Ergebnissen führen. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Enaplus

STADA

als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende

Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.

Einnahme von Enaplus STADA

®

zusammen mit anderen

Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen,

andere Arzneimittel anzuwenden.

Wenn Enaplus STADA

zusammen mit bestimmten anderen Arzneimitteln

angewendet wird, kann es erforderlich werden, dass Ihr Arzt die Dosis ändert,

besondere Vorsichtsmaßnahmen ergreift oder in einigen Fällen die Anwendung

eines Arzneimittels beendet.

Dies trifft vor allem für die folgenden Arzneimittel zu:

andere Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck

(Antihypertensiva),

Nitrate (zur Erweiterung der Herzkranzgefäße, z.B. bei Brustschmerz

[Angina pectoris]),

Vasodilatatoren (Arzneimittel, die die Blutgefäße erweitern),

Arzneimittel, die den Herzrhythmus beeinflussen (verlängern das

sogenannte QT-Intervall im EKG) und dadurch in bestimmter Weise stören

können, wie z.B. Chinidin, Procainamid, Amiodaron, Sotalol,

Procainamid (zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen),

Digitalisglykoside (zur Behandlung von Herzkrankheiten),

Arzneimittel, die den Kaliumgehalt in Ihrem Blut erhöhen können wie

blutverdünnende Arzneimittel (z.B. Heparin),

Kaliumersatzpräparate oder kaliumhaltige Salzersatzmittel,

Co-Trimoxazol, auch bekannt als Trimethoprim/Sulfamethoxazol,

harntreibende Arzneimittel (Diuretika) wie z.B. Furosemid, Spironolacton,

Eplerenon, Triamteren oder Amilorid,

Antipsychotika (zur Behandlung von geistig-seelischen Erkrankungen)

einschließlich Lithium,

trizyklische Antidepressiva (zur Behandlung von depressiven

Erkrankungen),

Anästhetika (Narkosemittel),

Barbiturate (Schlaf- und Narkosemittel),

Opioidanalgetika (stark wirksame Schmerzmittel),

Sympathomimetika einschließlich pressorischer Amine (Arzneimittel wie

z.B. Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin, deren Wirkungen denen des

sogenannten sympathischen Nervensystems gleichen),

nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR, Arzneimittel gegen Schmerzen

und Entzündungen),

Gold (Behandlung rheumatoider Arthritis mit Natriumaurothiomalat-haltigen

Spritzen),

Kortikosteroide (gegen Entzündungen),

ACTH (adrenocorticotropes Hormon; ein Hormon, das z.B. die

Glukokortikoidbildung im Körper anregt),

muskelentspannende Arzneimittel, wie z.B. Tubocurarin,

Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit zum Einnehmen (orale

Antidiabetika) oder Insulin,

Colestyramin oder Colestipol (zur Senkung des Cholesterinspiegels im

Blut),

Allopurinol (zur Behandlung der Gicht),

Carbenoxolon (z.B. bei Magengeschwüren),

Abführmittel (zur Förderung der Darmtätigkeit),

Arzneimittel zur Krebsbehandlung (z.B. Cyclophosphamid, Methotrexat),

Immunsuppressiva (zur Unterdrückung der Immunreaktionen des

Körpers),

Arzneimittel, die sehr oft zur Verhinderung einer Abstoßung des

Organtransplantats verwendet werden (Sirolimus, Everolimus und andere

Arzneimittel, die zur Klasse der mTOR-Inhibitoren gehören). Siehe unter

Abschnitt 2.: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige

Vorsichtsmaßnahmen treffen:

wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren

einnehmen (siehe auch unter Abschnitte 2.: „Enaplus STADA® darf NICHT

eingenommen werden" und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Einnahme von Enaplus STADA

®

zusammen mit Nahrungsmitteln,

Getränken und Alkohol

Während der Einnahme dieser Tabletten sollten Sie keinen Alkohol trinken.

Alkohol kann die blutdrucksenkende Wirkung von Enaplus STADA

verstärken.

Enaplus STADA

kann unabhängig von den Mahlzeiten, d.h. mit oder ohne eine

Mahlzeit, eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder

Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder

schwanger werden könnten). In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen,

Enaplus STADA

vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie

schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel

empfehlen. Die Anwendung von Enaplus STADA

in der frühen

Schwangerschaft wird nicht empfohlen und Enaplus STADA

darf nicht mehr

nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die

Einnahme von Enaplus STADA

in diesem Stadium zu schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen.

Enaplus STADA

wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Bevor Sie ein Fahrzeug, Werkzeuge oder eine Maschine bedienen oder eine

andere Tätigkeit ausüben, die Konzentration erfordert, müssen Sie wissen, wie

Sie auf Enaplus STADA

reagieren.

Wie viele andere Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks kann

Enaplus STADA

Schwindel und Müdigkeit verursachen und die

Konzentrationsfähigkeit beeinflussen. In diesem Fall sollten Sie auf das Führen

von Fahrzeugen sowie das Bedienen von Maschinen oder Werkzeugen

verzichten.

Enaplus STADA

®

enthält Lactose und Natrium

Bitte nehmen Sie Enaplus STADA

daher erst nach Rücksprache mit Ihrem

Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit

gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette,

d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

3. Wie ist Enaplus STADA

®

einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt

oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie

sich nicht sicher sind.

Die Einnahme von Enaplus STADA

wird erst nach vorangegangener

individueller Dosiseinstellung mit den Einzelsubstanzen von Enaplus STADA

durch Ihren behandelnden Arzt empfohlen. Wenn Ihr Arzt es für vertretbar hält,

kann eine direkte Umstellung von der Einzeltherapie auf die Kombination

Enaplus STADA

in Erwägung gezogen werden.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosis:

Die empfohlene Dosierung beträgt täglich 1 Tablette (entsprechend 10 mg

Enalaprilmaleat und 25 mg Hydrochlorothiazid).

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und ältere Patienten

Insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-

Clearance 30 bis 80 ml/min) und bei Patienten, die älter als 65 Jahre sind, sollte

die Behandlung des Bluthochdrucks durch den Arzt mit einem Einzelwirkstoff in

niedriger Dosierung (einschleichend) begonnen werden.

Kinder

Die Behandlung von Kindern mit Enaplus STADA

wird nicht empfohlen.

Hinweis

Bei der Umstellung der Behandlung von den Einzelsubstanzen auf die in

Enaplus STADA

enthaltene Wirkstoffkombination kann es bei bestimmten

Patienten zu einem übermäßigen Blutdruckabfall kommen. Dies trifft

insbesondere zu auf Patienten mit

Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel (z.B. nach Erbrechen, Durchfall,

vorangegangener Einnahme von harntreibenden Arzneimitteln)

schwerer Herzleistungsschwäche

schwerem oder durch Nierenerkrankung verursachtem Bluthochdruck.

Daher werden Sie nach Einnahme der ersten Tablette von Enaplus STADA

möglicherweise bis zu etwa 8 Stunden durch Ihren behandelnden Arzt

überwacht.

Art der Anwendung

Die Einnahme von Enaplus STADA

kann unabhängig von den Mahlzeiten, d.h.

mit oder ohne eine Mahlzeit, erfolgen. Die angegebene Tagesmenge sollte

morgens eingenommen werden. Nehmen Sie die Tablette mit ausreichend

Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, wenn Sie Schwierigkeiten

haben, diese im Ganzen zu schlucken.

für ein erleichtertes Schlucken und nicht zum Aufteilen in gleiche Dosen.

Nehmen Sie die Tablettenhälften nach der Teilung direkt nacheinander ein.

Dauer der Anwendung

Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck

haben, dass die Wirkung von Enaplus STADA

zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Enaplus STADA

®

eingenommen

haben, als Sie sollten

Falls es zum Auftreten von starkem Schwindel kommt und/oder Sie das Gefühl

haben, ohnmächtig zu werden, legen Sie sich hin und informieren Sie

unverzüglich Ihren Arzt.

Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben oder eine Überdosierung

vermuten (z.B. wenn Sie sich unwohl fühlen, nachdem Sie zu viele Tabletten

eingenommen haben), wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt oder suchen

Sie das nächstgelegene Krankenhaus auf. Denken Sie daran, die Packung und

die restlichen Tabletten mitzunehmen.

Wenn Sie die Einnahme von Enaplus STADA

®

vergessen haben

Nehmen Sie zum nächsten Einnahmezeitpunkt nicht die doppelte Menge ein,

sondern setzen Sie die Einnahme von Enaplus STADA

wie verordnet zum

nächsten für Sie üblichen Zeitpunkt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Enaplus STADA

®

abbrechen

Der Blutdruck kann erneut ansteigen. Sprechen Sie daher bitte mit Ihrem Arzt,

bevor Sie - z.B. weil Sie sich besser fühlen - eigenmächtig die Behandlung mit

Enaplus STADA

unterbrechen oder vorzeitig beenden!

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden

Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die

aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Folgende Nebenwirkungen wurden mit Enaplus STADA

, Enalapril allein oder

Hydrochlorothiazid allein entweder in klinischen Studien oder nach

Markteinführung des Arzneimittels beobachtet:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Verschwommensehen, Schwindel, Schwäche,

Husten,

Übelkeit.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

niedrige oder erhöhte Kaliumspiegel im Blut (Hypo- oder Hyperkaliämie),

Erhöhung der Cholesterin- und Triglyzeridwerte im Blut (Blutfette), des

Harnsäure-Blutspiegels (Hyperurikämie) oder des Serumkreatinins,

Kopfschmerzen, Depression, Müdigkeit, Geschmacksstörungen,

niedriger Blutdruck (Hypotonie), Blutdruckabfall beim Aufstehen oder

Aufsetzen mit Kreislaufbeschwerden wie Schwindel oder Ohnmacht

(orthostatische Hypotonie), kurz dauernde Bewusstlosigkeit,

Herzrhythmusstörungen, Schmerzen im Brustraum (Angina pectoris),

schneller Herzschlag,

Atemnot,

Hautausschlag,

Muskelkrämpfe,

Durchfall, Bauchschmerzen,

Brustschmerz,

Überempfindlichkeitsreaktion/angioneurotisches Ödem (siehe unter

Abschnitt 2.: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen).

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

verminderte Anzahl roter Blutkörperchen (Anämie) einschließlich

Abnahme der Anzahl roter Blutkörperchen, unter Umständen mit

blassgelber Haut und Schwäche oder Kurzatmigkeit (hämolytische

Anämie),

unzureichender Bildung roter Blutkörperchen im Körper (aplastische

Anämie),

erniedrigter Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie), erniedrigter Magnesium-

Blutspiegel (Hypomagnesiämie),

Erhöhungen von Blutharnstoff, niedriger Natriumspiegel im Blut

(Hyponatriämie),

Verwirrtheit, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Nervosität, Missempfindung

(Parästhesien), Drehschwindel,

verminderter Sexualtrieb, ausbleibende Erektion (Impotenz),

Ohrgeräusche (Tinnitus),

heftige Hautröte (Flush), Herzklopfen (Palpitationen), Herzinfarkt oder

Schlaganfall, möglicherweise infolge eines verstärkten Blutdruckabfalls bei

Hochrisikopatienten (siehe unter Abschnitt 2.: Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen),

starke Nasensekretabsonderung, Halsschmerzen und Heiserkeit,

krampfhafte Verengung der Atemwege (Bronchospasmus)/Asthma,

Darmverschluss, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Erbrechen,

Verdauungsstörungen, Verstopfung, Appetitlosigkeit, Magenreizungen,

Mundtrockenheit, Magen-/Darmgeschwür, Blähungen,

Schwitzen, Juckreiz, Nesselsucht,

Haarausfall,

Gelenkschmerz, Gicht,

Nierenfunktionsstörungen, Nierenversagen, Ausscheidung von Eiweiß im

Urin,

Unwohlsein, Fieber.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

verminderte Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutropenie), Abfall

der Konzentration des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) und/oder des

Anteils der zellulären Bestandteile am Blutvolumen (Hämatokrit),

Verminderung der Blutplättchen mit erhöhtem Risiko für Blutungen oder

blaue Flecken (Thrombozytopenie), starke Verminderung bestimmter weißer

Blutzellen mit eventuell erhöhter Infektionsanfälligkeit (Agranulozytose),

Verminderung der blutbildenden Funktion des Knochenmarks, verminderte

Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukopenie), stark verminderte Anzahl aller

Blutzellen (Panzytopenie), Erkrankungen der Lymphknoten

(Lymphadenopathie), gegen körpereigene Substanzen gerichtete

Immunreaktionen (Autoimmunkrankheiten),

Erhöhungen des Blutzuckerspiegels,

ungewöhnliche Träume, Schlafstörungen,

Minderdurchblutung der Finger und Zehen, die dadurch blass und kalt

werden (Raynaud-Phänomen),

Lähmungserscheinungen infolge erniedrigter Kalium-Blutspiegel,

Einwanderung von Entzündungszellen ins Lungengewebe, Atemnot

(einschließlich Lungenentzündung und Wasseransammlung in der Lunge),

Schnupfen, allergische Lungenentzündungen (Alveolitis/eosinophile

Pneumonie),

Entzündung der Mundschleimhaut, evtl. mit Geschwürbildung, Entzündung

der Zungenschleimhaut,

Leberfunktionsstörung, Absterben von Lebergewebe (hepatische Nekrose,

manchmal mit tödlichem Ausgang), Leberentzündung (Hepatitis),

Gelbfärbung von Haut und Bindehaut im Auge (Gelbsucht),

Gallenblasenentzündung (insbesondere bei Patienten mit vorbestehendem

Gallensteinleiden),

roter, fleckiger Hautausschlag (Erythema multiforme), schwere

Hauterkrankungen z.B. mit Blasenbildung, Rötung und Abschälung der Haut

(Stevens-Johnson-Syndrom, exfoliative Dermatitis, toxische epidermale

Nekrolyse), kleinfleckige Hautblutungen (Purpura), schwere Schädigung der

Haut durch das körpereigene Immunsystem (kutaner Lupus erythematodes),

entzündliche Rötung der Haut am ganzen Körper (Erythrodermie),

Blasenbildung auf der Haut (Pemphigus),

ein Krankheitsbild mit Fieber, Gewebeentzündungen (Serositis), Entzündung

der Blutgefäße, Muskelschmerzen und -entzündung, Gelenkschmerzen und

-entzündungen sowie Veränderungen verschiedener Laborwerte.

Ausschlag, Lichtempfindlichkeit oder andere Hauterscheinungen können

auftreten,

verminderte Harnausscheidung, Nierenentzündung (interstitielle Nephritis),

Brustwachstum bei Männern,

Anstieg der Leberenzymwerte und des Serumbilirubins.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

erhöhter Calciumspiegel im Blut (Hyperkalzämie),

Gewebeschwellung im Darm (intestinales Angioödem).

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten

nicht abschätzbar):

sogenanntes Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH),

Haut- und Lippenkrebs (weißer Hautkrebs)..

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt

werden.

5. Wie ist Enaplus STADA

®

aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der

Blisterpackung nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr

verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Nicht über +25ºC lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Enaplus STADA

®

10 mg/25 mg Tabletten enthält

Die Wirkstoffe sind: Enalaprilmaleat und Hydrochlorothiazid.

1 Tablette enthält 10 mg Enalaprilmaleat und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind

Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Maisstärke,

Natriumhydrogencarbonat, vorverkleisterte Stärke (Mais), Eisen(III)-hydroxid-

oxid x H

O (E172).

Wie Enaplus STADA

®

10 mg/25 mg Tabletten aussieht und Inhalt der

Packung

Hellgelbe, runde, bikonvexe Tablette mit einseitiger Bruchkerbe.

Enaplus STADA

10 mg/25 mg Tabletten ist in Packungen mit 100 Tabletten

erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

STADAPHARM GmbH, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel

Telefon: 06101 603-0, Telefax: 06101 603-3888, Internet: www.stadapharm.de

Hersteller

STADA Arzneimittel AG, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2017Oktober 2018.

Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels/SPC)

1. Bezeichnung des Arzneimittels

Enaplus STADA

10 mg/25 mg Tabletten

2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Jede Tablette enthält 10 mg Enalaprilmaleat und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Tablette enthält 263,96 mg

Lactose-Monohydrat und 1,42 mg Natrium.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. Darreichungsform

Tablette

Hellgelbe, runde, bikonvexe Tablette mit einseitiger Bruchkerbe.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das Schlucken zu

erleichtern, und nicht zum Teilen in gleiche Dosen.

4. Klinische Angaben

4.1 Anwendungsgebiete

Hypertonie.

Enaplus STADA

ist indiziert bei Patienten, deren Blutdruck mit Enalapril allein

nicht ausreichend gesenkt werden konnte.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Grundsätzlich sollte die Behandlung des Bluthochdrucks mit einem

Einzelwirkstoff in niedriger Dosierung (einschleichend) begonnen werden.

Die Gabe der fixen Kombination Enaplus STADA

wird erst nach

vorangegangener individueller Dosiseinstellung (Dosistitration) mit den

Einzelsubstanzen (d.h. Enalapril und Hydrochlorothiazid) empfohlen. Wenn

klinisch vertretbar, kann eine direkte Umstellung von der Monotherapie auf die

fixe Kombination in Erwägung gezogen werden.

Die übliche tägliche Dosierung beträgt bei Patienten, für die eine

Kombinationsbehandlung angezeigt ist 1 Tablette Enaplus STADA

(entsprechend 10 mg Enalaprilmaleat und 25 mg Hydrochlorothiazid) täglich.

Hinweis

Da es bei der Umstellung von der Enalapril-Monotherapie auf die Kombination

Enaplus STADA

- insbesondere bei Patienten mit Salz- und/oder

Flüssigkeitsmangel (z.B. nach Erbrechen, Diarrhö, Diuretikavorbehandlung),

schwerer Herzinsuffizienz, schwerer oder renaler Hypertonie - zu einem

übermäßigen Blutdruckabfall kommen kann, sind diese Patienten etwa 8

Stunden zu überwachen.

Kinder

Da die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit einer Verabreichung von Enaplus

STADA

an Kindern nicht ausreichend belegt ist, wird die Behandlung von

Kindern mit Enaplus STADA

nicht empfohlen.

Patienten mit Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 30-80 ml/min) und ältere

Patienten (älter als 65 Jahre)

Die Dosiseinstellung ist besonders sorgfältig vorzunehmen (Titration der

Einzelkomponenten).

Art der Anwendung

Die Einnahme von Enaplus STADA

kann unabhängig von den Mahlzeiten

erfolgen. Die angegebene Tagesmenge sollte mit reichlich Flüssigkeit morgens

eingenommen werden.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1

genannten sonstigen Bestandteile,

schwere Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance ≤30 ml/min),

Anurie,

anamnestisch bekanntes angioneurotisches Ödem im Zusammenhang mit

einer früheren ACE-Hemmer-Therapie,

hereditäres oder idiopathisches Angioödem,

Überempfindlichkeit gegen Sulfonamid-Derivate,

schwere Leberfunktionsstörungen,

zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und

4.6).

Die gleichzeitige Anwendung von Enaplus STADA

mit Aliskiren-haltigen

Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter

Nierenfunktion (GFR <60 ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe Abschnitte

4.5 und 5.1).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung

Enalaprilmaleat-Hydrochlorothiazid

Hypotonie und Störungen im Elektrolythaushalt

Bei Patienten mit unkomplizierter Hypertonie wird nur selten eine

symptomatische Hypotonie beobachtet. Bei hypertensiven Patienten, die

Enaplus STADA

erhalten, tritt eine symptomatische Hypotonie eher bei

Patienten mit Volumenmangel (z.B. unter diuretischer Vorbehandlung, bei

salzarmer Kost, bei Durchfall oder Erbrechen) auf (siehe Abschnitte 4.5 und

4.8). Bei solchen Patienten sollten die Serumelektrolyte regelmäßig in

angemessenen Abständen bestimmt werden. Bei Patienten mit koronarer

Herzkrankheit oder zerebrovaskulärer Erkrankung, bei denen es aufgrund eines

übermäßigen Blutdruckabfalls zu einem Myokardinfarkt oder Schlaganfall

kommen kann, ist besondere Vorsicht geboten. Bei hypertensiven Patienten mit

Herzinsuffizienz mit oder ohne assoziierte Niereninsuffizienz wurde eine

symptomatische Hypotonie beobachtet.

Bei einer Hypotonie sollte der Patient in Rückenlage gebracht werden und, falls

notwendig, eine intravenöse Infusion mit physiologischer Kochsalzlösung

erhalten. Eine vorübergehende hypotensive Reaktion ist keine Kontraindikation

für weitere Dosen, die in der Regel problemlos verabreicht werden können,

sobald der Blutdruck nach Volumenexpansion angestiegen ist.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie,

Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines

akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des RAAS durch die

gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5

und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet

wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung

engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck

erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten

mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance

80 ml/min und >30

ml/min) sollte Enaplus STADA

nicht angewendet werden, bevor die

Dosistitration von Enalapril die Notwendigkeit der in dieser Formulierung

enthaltenen Dosis gezeigt hat (siehe Abschnitt 4.2).

Bei einigen hypertensiven Patienten ohne erkennbare vorbestehende

Nierenerkrankung kam es zu einem Anstieg von Blutharnstoff und Kreatinin,

wenn Enalapril zusammen mit einem Diuretikum gegeben wurde (siehe unter

Abschnitt 4.4: Enalaprilmaleat, Nierenfunktionsstörungen; Hydrochlorothiazid,

Nierenfunktionsstörungen). In diesem Fall ist die Therapie mit Enaplus STADA

abzusetzen. In dieser Situation sollte eine mögliche zugrunde liegende

Nierenarterienstenose in Betracht gezogen werden (siehe unter Abschnitt 4.4:

Enalaprilmaleat, Renovaskuläre Hypertonie).

Hyperkaliämie

Unter der Kombination von Enalapril mit einem niedrig dosierten Diuretikum

kann die Möglichkeit nicht ausgeschlossen werden, dass eine Hyperkaliämie

auftritt (siehe unter Abschnitt 4.4: Enalaprilmaleat, Hyperkaliämie).

Lithium

Die Kombination von Lithium mit Enalapril und Diuretika wird generell nicht

empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Enalaprilmaleat

Aortenstenose/hypertrophe Kardiomyopathie

Wie alle Vasodilatatoren sind ACE-Hemmer bei Patienten mit linksventrikulärer

Herzklappenabflussbehinderung mit Vorsicht anzuwenden und bei kardiogenem

Schock und hämodynamisch signifikanter Obstruktion zu vermeiden.

Nierenfunktionsstörungen

Insbesondere bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz oder einer zugrunde

liegenden Nierenerkrankung (einschließlich Nierenarterienstenose) wurde über

Nierenversagen im Zusammenhang mit der Einnahme von Enalapril berichtet.

Wenn es sofort erkannt und angemessen behandelt wird, ist ein

Nierenversagen bei einer Therapie mit Enalapril in der Regel reversibel (siehe

Abschnitt 4.2 und unter Abschnitt 4.4: Enalaprilmaleat-Hydrochlorothiazid,

Nierenfunktionsstörungen; Hydrochlorothiazid, Nierenfunktionsstörungen.

Renovaskuläre Hypertonie

Bei Patienten mit beidseitiger Nierenarterienstenose bzw. Stenose der

Nierenarterie bei Einzelniere besteht ein erhöhtes Risiko für Hypotonie und

Niereninsuffizienz unter der Behandlung mit ACE-Hemmern. Es kann zum

Verlust der Nierenfunktion bei nur leichten Änderungen des Serum-Kreatinins

kommen. Bei diesen Patienten sollte die Therapie unter engmaschiger

ärztlicher Überwachung und Kontrolle der Nierenfunktion begonnen werden.

Nierentransplantation

Es gibt keine Erfahrungen mit der Anwendung von Enalapril bei Patienten mit

vor Kurzem erfolgter Nierentransplantation. Die Behandlung mit Enalapril wird

daher nicht empfohlen.

Hämodialysepatienten

Bei Patienten, die wegen Niereninsuffizienz eine Dialyse benötigen, ist die

Anwendung von Enalapril nicht indiziert. Bei Patienten, die mit High-flux-

Membranen (z.B. AN 69) dialysiert und gleichzeitig mit einem ACE-Hemmer

behandelt wurden, wurden anaphylaktoide Reaktionen angegeben. Bei diesen

Patienten sollte daher in Betracht gezogen werden, eine andere Membran zur

Dialyse oder einen Wirkstoff aus einer anderen Klasse von Antihypertensiva zu

verwenden.

Lebererkrankungen

In seltenen Fällen wurden ACE-Hemmer mit einem Syndrom in Verbindung

gebracht, das mit cholestatischem Ikterus oder Hepatitis beginnt und bis zu

einer fulminanten Lebernekrose und (manchmal) bis zu einem tödlichen

Ausgang fortschreitet. Der Mechanismus dieses Syndroms ist nicht bekannt.

Bei mit ACE-Hemmern behandelten Patienten, bei denen ein Ikterus oder

ausgeprägte Erhöhungen der Leberenzymwerte auftreten, sollte der ACE-

Hemmer abgesetzt werden und sie sollten weiter unter angemessener ärztlicher

Beobachtung bleiben (siehe unter Abschnitt 4.4: Hydrochlorothiazid,

Lebererkrankungen).

Neutropenie/Agranulozytose

Unter Therapie mit ACE-Hemmern wurden bei Patienten

Neutropenie/Agranulozytose, Thrombozytopenie und Anämie berichtet. Bei

Patienten mit normaler Nierenfunktion und keinen weiteren komplizierenden

Faktoren tritt eine Neutropenie selten auf. Enalapril sollte bei Patienten mit

Kollagenose, die auch die Gefäße betrifft, immunsuppressiver Therapie,

Behandlung mit Allopurinol oder Procainamid bzw. einer Kombination dieser

komplizierenden Faktoren mit besonderer Vorsicht angewendet werden, vor

allem bei vorbestehender Niereninsuffizienz. Bei einigen dieser Patienten traten

schwerwiegende Infektionen auf, die in einigen Fällen nicht auf eine intensive

Antibiotikatherapie ansprachen. Wenn Enalapril bei solchen Patienten

angewendet wird, wird eine regelmäßige Kontrolle des weißen Blutbilds

empfohlen und die Patienten sollten angewiesen werden, jedes Anzeichen

einer Infektion zu melden.

Hyperkaliämie

Bei einigen mit ACE-Hemmern (einschließlich Enalapril) behandelten Patienten

wurden Erhöhungen des Serumkaliums beobachtet. Risikofaktoren für die

Entwicklung einer Hyperkaliämie umfassen in Verbindung mit

Niereninsuffizienz, Verschlechterung der Nierenfunktion, höherem Alter (>70

Jahre) und Diabetes mellitus auftretende Erscheinungen (insbesondere

Dehydratation, akute kardiale Dekompensation, metabolische Azidose) sowie

gleichzeitige Anwendung von kaliumsparenden Diuretika (z.B. Spironolacton,

Eplerenon, Triamteren oder Amilorid), Kaliumsubstitutionspräparaten oder

kaliumhaltigen Salzersatzmitteln oder Anwendung anderer Arzneimittel, die das

Serumkalium erhöhen (z.B. Heparin, Co-Trimoxazol, auch bekannt als

Trimethoprim/Sulfamethoxazol). Die Anwendung von

Kaliumsubstitutionspräparaten, kaliumsparenden Diuretika oder kaliumhaltigen

Salzersatzmitteln kann insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion zu einer signifikanten Erhöhung des Serumkaliums führen. Eine

Hyperkaliämie kann schwerwiegende, manchmal tödliche Arrhythmien

verursachen. Wenn die gleichzeitige Anwendung von Enalapril und einem der

oben genannten Mittel für notwendig gehalten wird, sollten diese mit Vorsicht

und unter häufiger Kontrolle des Serumkaliums angewendet werden (siehe

unter Abschnitt 4.4: Enalaprilmaleat-Hydrochlorothiazid, Hyperkaliämie;

Hydrochlorothiazid, Metabolische und endokrine Wirkungen sowie Abschnitt

4.5).

Patienten mit Diabetes

Mit oralen Antidiabetika oder Insulin behandelte Patienten mit Diabetes, bei

denen eine Therapie mit einem ACE-Hemmer begonnen wird, sollten

angewiesen werden, sorgfältig auf Hypoglykämien zu achten, insbesondere im

ersten Monat der kombinierten Anwendung (siehe unter Abschnitt 4.4:

Hydrochlorothiazid, Metabolische und endokrine Wirkungen sowie Abschnitt

4.5).

Überempfindlichkeit/Angioödem

Angioödeme des Gesichts, der Extremitäten, Lippen, Zunge, Glottis und/oder

des Larynx wurden bei Patienten, die mit ACE-Hemmern einschließlich

Enalaprilmaleat behandelt wurden, berichtet. Sie können zu jedem Zeitpunkt

während der Behandlung auftreten. In diesen Fällen muss Enaplus STADA

sofort abgesetzt und eine geeignete Überwachung des Patienten eingerichtet

werden, um einen kompletten Rückgang der Symptome sicherzustellen, bevor

der Patient entlassen wird. Selbst in Fällen, wo nur eine Schwellung der Zunge

ohne Atemnot vorliegt, kann bei Patienten eine längere Beobachtung notwendig

sein, da eine Behandlung mit Antihistaminika und Kortikosteroiden unter

Umständen nicht ausreichend ist.

Sehr selten wurde über Todesfälle infolge eines Angioödems mit Larynx- oder

Zungenödem berichtet. Bei Patienten mit Beteiligung von Zunge, Glottis oder

Larynx ist eine Atemwegsobstruktion wahrscheinlich, insbesondere bei

Patienten mit einem früheren chirurgischen Eingriff an den Atemwegen. Bei

Beteiligung von Zunge, Glottis oder Larynx, die eine Atemwegsobstruktion

verursachen könnte, sollten umgehend eine angemessene Therapie, evtl. mit

subkutaner Verabreichung von Epinephrinlösung 1:1.000 (0,3 bis 0,5 ml),

und/oder Maßnahmen zur Freihaltung der Atemwege eingeleitet werden.

Im Vergleich mit nicht-schwarzen Patienten wurde bei schwarzen Patienten

eine höhere Inzidenz von Angioödemen unter ACE-Hemmer-Therapie berichtet.

Jedoch scheinen Schwarze allgemein ein höheres Risiko für ein Angioödem zu

haben.

Patienten mit anamnestisch bekanntem Angioödem ohne Zusammenhang mit

einer ACE-Hemmer-Therapie können während der Anwendung eines ACE-

Hemmers ein erhöhtes Risiko für ein Angioödem haben (siehe auch Abschnitt

4.3).

Gleichzeitige Anwendung von mTOR-Inhibitoren (z.B. Sirolimus, Everolimus,

Temsirolimus)

Bei Patienten, die eine gleichzeitige Therapie mit mTOR-Inhibitoren (z.B.

Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) erhalten, besteht eventuell ein erhöhtes

Risiko eines Angioödems (z.B. Schwellung der Atemwege oder der Zunge, mit

oder ohne Beeinträchtigung der Atemwege) (siehe Abschnitt 4.5).

Anaphylaktoide Reaktionen während einer Hyposensibilisierungstherapie gegen

Insektengifte

Selten traten bei Patienten während einer Hyposensibilisierungstherapie gegen

Insektengifte unter der Anwendung eines ACE-Hemmers lebensbedrohliche

anaphylaktoide Reaktionen auf. Diese Reaktionen ließen sich vermeiden,

indem die ACE-Hemmer-Therapie vor jeder Hyposensibilisierung

vorübergehend unterbrochen wurde.

Anaphylaktoide Reaktionen während einer LDL-Apherese

Selten traten bei Patienten während einer LDL(low density lipoprotein)-

Apherese mit Dextransulfat unter der Anwendung von ACE-Hemmern

lebensbedrohliche anaphylaktoide Reaktionen auf. Diese Reaktionen ließen

sich vermeiden, indem die ACE-Hemmer-Therapie vor jeder Apherese

vorübergehend unterbrochen wurde.

Husten

Unter der Anwendung von ACE-Hemmern wurde Husten beobachtet.

Typischerweise ist dieser Husten unproduktiv und persistierend und

verschwindet nach Absetzen der Therapie. ACE-Hemmer-induzierter Husten

sollte bei der Differenzialdiagnose von Husten berücksichtigt werden.

Chirurgie/Anästhesie

Enalapril blockiert die Bildung von Angiotensin II und beeinträchtigt daher bei

Patienten, die sich einem größeren chirurgischen Eingriff oder einer Anästhesie

mit blutdrucksenkenden Wirkstoffen unterziehen, die Kompensationsfähigkeit

über das Renin-Angiotensin-System. Eine infolge dieses Mechanismus

auftretende Hypotonie kann durch Volumenexpansion korrigiert werden (siehe

Abschnitt 4.5).

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit ACE-Hemmern sollte nicht während der Schwangerschaft

begonnen werden. Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine

Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem

Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der

Behandlung mit ACE-Hemmern ist zwingend erforderlich. Wird eine

Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit ACE-Hemmern

unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu

beginnen (siehe Abschnitt 4.3 und 4.6).

Ethnische Unterschiede

Wie andere Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer wirkt Enalapril bei

Schwarzen offenbar weniger gut blutdrucksenkend als bei Nicht-Schwarzen,

möglicherweise wegen der höheren Prävalenz eines Niedrig-Renin-Status in

der schwarzen Population mit Hypertonie.

Hydrochlorothiazid

Nierenfunktionsstörungen

Thiazide sind unter Umständen nicht als Diuretika für Patienten mit

Niereninsuffizienz geeignet und bei einer Kreatinin-Clearance von 30 ml/min

oder weniger nicht wirksam (d.h. bei mittelschwerer bis schwerer

Niereninsuffizienz) (siehe Abschnitt 4.2 und unter Abschnitt 4.4:

Enalaprilmaleat-Hydrochlorothiazid, Nierenfunktionsstörungen; Enalaprilmaleat,

Nierenfunktionsstörungen).

Lebererkrankungen

Thiazide sind bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder

progredienter Lebererkrankung mit Vorsicht anzuwenden, da bereits

geringfügige Veränderungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt ein

Leberkoma auslösen können (siehe unter Abschnitt 4.4: Enalaprilmaleat,

Lebererkrankungen).

Metabolische und endokrine Wirkungen

Eine Thiazidtherapie kann die Glucosetoleranz beeinträchtigen. Eventuell ist

eine Dosisanpassung von Antidiabetika einschließlich Insulin erforderlich (siehe

unter Abschnitt 4.4: Enalaprilmaleat, Patienten mit Diabetes).

Unter einer Therapie mit Thiaziddiuretika kann es zu einem Anstieg der

Cholesterin- und Triglyzeridspiegel kommen; mit der Dosierung von 12,5 mg

wurde jedoch nur ein minimaler bzw. gar kein Effekt berichtet. Darüber hinaus

wurde in klinischen Studien mit 6 mg Hydrochlorothiazid über keinen klinisch

relevanten Effekt auf Blutzucker-, Cholesterin-, Triglycerid-, Natrium-,

Magnesium- und Kaliumspiegel berichtet.

Eine Thiazidtherapie kann bei bestimmten Patienten eine Hyperurikämie

und/oder Gicht verursachen. Die hyperurikämische Wirkung scheint

dosisabhängig zu sein und ist bei einer Hydrochlorothiaziddosis von 6 mg

klinisch nicht relevant. Jedoch kann Enalapril die Harnsäureausscheidung im

Urin erhöhen und dadurch die hyperurikämische Wirkung von

Hydrochlorothiazid abschwächen.

Wie bei allen Patienten unter einer Diuretikatherapie sind in angemessenen

Abständen regelmäßig die Serumelektrolyte zu bestimmen.

Thiazide (einschließlich Hydrochlorothiazid) können Störungen im Flüssigkeits-

oder Elektrolythaushalt (Hypokaliämie, Hyponatriämie und hypochlorämische

Alkalose) verursachen. Warnzeichen für Störungen im Flüssigkeits– oder

Elektrolythaushalt sind Xerostomie, Durst, Schwäche, Lethargie, Somnolenz,

Unruhe, Muskelschmerzen oder –krämpfe, Muskelschwäche, Hypotonie,

Oligurie, Tachykardie und gastrointestinale Störungen wie Übelkeit und

Erbrechen.

Obwohl sich während der Anwendung von Thiaziddiuretika eine Hypokaliämie

entwickeln kann, kann die gleichzeitige Therapie mit Enalapril eine Diuretika-

induzierte Hypokaliämie abschwächen. Das Risiko einer Hypokaliämie ist am

höchsten bei Patienten mit Leberzirrhose, Patienten mit schneller Diurese,

Patienten mit inadäquater oraler Elektrolytaufnahme sowie bei Patienten mit

einer Begleittherapie mit Kortikosteroiden oder ACTH (siehe Abschnitt 4.5).

Bei warmem Wetter kann es bei ödematösen Patienten zu einer Hyponatriämie

kommen. Der Chloridmangel ist im Allgemeinen leicht und gewöhnlich nicht

behandlungsbedürftig.

Thiazide können die Kalziumausscheidung im Urin herabsetzen und eine

vorübergehende und geringfügige Erhöhung des Serumkalziums ohne

bekannte Störungen des Kalziumstoffwechsels hervorrufen. Eine ausgeprägte

Hyperkalzämie kann ein Hinweis auf einen latenten Hyperparathyroidismus

sein. Thiazide sollten vor einer Funktionsprüfung der Nebenschilddrüsen

abgesetzt werden.

Es ist bekannt, dass Thiazide die Magnesiumausscheidung im Urin erhöhen,

was zu einer Hypomagnesiämie führen kann.

Nicht-melanozytärer Hautkrebs

In zwei epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen

Krebsregisters wurde ein erhöhtes Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs

NMSC) [Basalzellkarzinom (BCC) und Plattenepithelkarzinom (SCC)] mit

steigender kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid beobachtet.

Photosensibilisierende Wirkungen von Hydrochlorothiazid könnten zur

Entstehung von NMSC beitragen.

Patienten, die Hydrochlorothiazid einnehmen, sollten über das NMSC-Risiko

informiert werden, und es sollte ihnen geraten werden, ihre Haut regelmäßig auf

neue Läsionen zu prüfen und unverzüglich alle verdächtigen

Hautveränderungen zu melden. Den Patienten sollten mögliche vorbeugende

Maßnahmen empfohlen werden, um das Risiko von Hautkrebs zu minimieren;

z. B. Einschränkung der Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV- Strahlung

oder im Fall einer Exposition Verwendung eines angemessenen

Sonnenschutzes. Verdächtige Hautveränderungen sollten unverzüglich

untersucht werden, ggf. einschließlich histologischer Untersuchungen von

Biopsien. Bei Patienten, bei denen bereits ein NMSC aufgetreten ist, sollte die

Verwendung von Hydrochlorothiazid überprüft werden (siehe auch Abschnitt

4.8).

Überempfindlichkeit

Bei mit Thiaziden behandelten Patienten mit oder ohne anamnestisch bekannte

Allergie oder Bronchialasthma können Überempfindlichkeitsreaktionen

auftreten. Unter der Anwendung von Thiaziden wurde eine Verschlimmerung

oder Aktivierung eines systemischen Lupus erythematodes beobachtet.

Dopinghinweis

Die Anwendung von Enaplus STADA

kann bei Dopingkontrollen zu positiven

Ergebnissen führen. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Enaplus

STADA

als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende

Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.

Sonstige Bestandteile

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel

oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Enaplus STADA

nicht

einnehmen.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette,

d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Enalaprilmaleat-Hydrochlorothiazid

Andere Antihypertensiva

Die gleichzeitige Anwendung dieser Arzneimittel kann die blutdrucksenkenden

Wirkungen von Enalapril und Hydrochlorothiazid verstärken. Die gleichzeitige

Anwendung von Nitroglycerin und anderen Nitraten oder anderen

Vasodilatatoren kann den Blutdruck weiter senken.

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des

Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung

von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im

Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt,

mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie,

Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines

akuten Nierenversagens) einher geht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Lithium

Bei gleichzeitiger Anwendung von Lithium und ACE-Hemmern wurden

reversible Erhöhungen der Serum-Lithium-Konzentration und der toxischen

Wirkung angegeben. Die gleichzeitige Anwendung von Thiaziddiuretika kann

die Lithium-Spiegel weiter erhöhen und das Risiko einer toxischen Wirkung von

Lithium mit ACE-Hemmern verstärken.

Die Anwendung von Enaplus STADA

zusammen mit Lithium wird nicht

empfohlen. Falls sich jedoch diese Kombination als notwendig erweisen sollte,

sind die Serum-Lithium-Spiegel sorgfältig zu überwachen (siehe Abschnitt 4.4.)

Nichtsteroidale Antiphlogistika

Die chronische Anwendung von NSAR kann die blutdrucksenkende Wirkung

eines ACE-Hemmers verringern oder die diuretischen, natriuretischen und

blutdrucksenkenden Wirkungen von Diuretika vermindern.

NSAR (einschließlich COX-2-Hemmer) und Angiotensin-II-

Rezeptorantagonisten oder ACE-Hemmer üben eine additive Wirkung auf die

Erhöhung des Serumkaliums aus und können zu einer Verschlechterung der

Nierenfunktion führen. Diese Wirkungen sind in der Regel reversibel. In

seltenen Fällen kann es zu akutem Nierenversagen kommen, insbesondere bei

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (wie z.B. bei älteren Patienten

oder Patienten mit Volumenmangel, einschließlich solcher unter einer

Diuretikatherapie).

Enalaprilmaleat

Kaliumsparende Diuretika oder Kaliumsubstitutionspräparate

ACE-Hemmer schwächen den Diuretika-induzierten Kaliumverlust ab.

Kaliumsparende Diuretika (z.B. Spironolacton, Triamteren oder Amilorid),

Kaliumsubstitutionspräparate oder kaliumhaltige Salzersatzmittel können zu

signifikanten Erhöhungen des Serumkaliums führen. Wenn die gleichzeitige

Anwendung wegen einer nachgewiesenen Hypokaliämie indiziert ist, sollte sie

mit Vorsicht und unter häufiger Kontrolle des Serumkaliums erfolgen (siehe

Abschnitt 4.4).

Co-Trimoxazol (Trimethoprim/Sulfamethoxazol)

Bei Patienten, die gleichzeitig Co-Trimoxazol (Trimethoprim/Sulfamethoxazol)

anwenden, besteht eventuell ein erhöhtes Risiko für Hyperkaliämie (siehe

Abschnitt 4.4).

Diuretika (Thiazid- oder Schleifendiuretika)

Eine Vorbehandlung mit hoch dosierten Diuretika kann zu Volumenmangel und

bei der Einleitung einer Therapie mit Enalapril zum Risiko eines Blutdruckabfalls

führen (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4). Die blutdrucksenkenden Wirkungen

können durch Absetzen des Diuretikums oder Erhöhung des Volumens oder

der Salzzufuhr reduziert werden.

Trizyklische Antidepressiva/Antipsychotika/Anästhetika

Die gleichzeitige Anwendung bestimmter Anästhetika, trizyklischer

Antidepressiva und Antipsychotika mit ACE-Hemmern kann zu einer weiteren

Blutdrucksenkung führen (siehe Abschnitt 4.4).

Sympathomimetika

Sympathomimetika können die blutdrucksenkenden Wirkungen von ACE-

Hemmern abschwächen.

Antidiabetika

Aus epidemiologischen Studien geht hervor, dass die gleichzeitige Anwendung

von ACE-Hemmern und Antidiabetika (Insuline, orale Antidiabetika) eine

Verstärkung der blutzuckersenkenden Wirkung mit dem Risiko einer

Hypoglykämie verursachen kann. Das Auftreten dieses Phänomens ist in den

ersten Wochen einer kombinierten Behandlung und bei Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion offenbar wahrscheinlicher (siehe Abschnitt 4.8).

Alkohol

Alkohol verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern.

Acetylsalicylsäure, Thrombolytika und

-Blocker

Enalapril kann ohne Risiko gleichzeitig mit Acetylsalicylsäure (in

kardiologischen Dosen), Thrombolytika und

-Blockern angewendet werden.

Gold

Bei Patienten unter einer Therapie mit injizierbarem Gold

(Natriumaurothiomalat) wurde bei gleichzeitiger Therapie mit ACE-Hemmern

einschließlich Enalapril selten über nitritoide Reaktionen (Symptome wie

Gesichtsrötung, Übelkeit, Erbrechen und Hypotonie) berichtet.

mTOR-Inhibitoren (z.B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus)

Bei Patienten, die gleichzeitig eine Therapie mit mTOR-Inhibitoren erhalten,

besteht eventuell ein erhöhtes Risiko für Angioödeme (siehe Abschnitt 4.4).

Hydrochlorothiazid

Nichtdepolarisierende Muskelrelaxanzien

Thiazide können das Ansprechen auf Tubocurarin verstärken.

Alkohol, Barbiturate oder Opioidanalgetika

Es kann zu einer Verstärkung der orthostatischen Hypotonie kommen.

Antidiabetika (orale Wirkstoffe und Insulin)

Eventuell ist eine Dosisanpassung des Antidiabetikums erforderlich (siehe

Abschnitt 4.8).

Colestyramin- und Colestipol-Harze

Die Resorption von Hydrochlorothiazid ist in Anwesenheit von

Anionenaustauscherharzen vermindert. Einzeldosen von Colestyramin- oder

Colestipol-Harzen binden Hydrochlorothiazid und vermindern dessen

Resorption aus dem Gastrointestinaltrakt um bis zu 85 bzw. 43%.

Das QT-Intervall verlängernde Arzneimittel (z.B. Chinidin, Procainamid,

Amiodaron, Sotalol)

Erhöhtes Risiko von Torsade de pointes.

Digitalis-Glykoside

Eine Hypokaliämie kann das Herz für die toxischen Wirkungen von Digitalis

empfindlicher machen oder sein Ansprechen darauf verstärken (z.B. verstärkte

ventrikuläre Erregbarkeit).

Kortikosteroide, ACTH

Intensivierter Elektrolytverlust, insbesondere Hypokaliämie.

Kaliuretische Diuretika (z.B. Furosemid), Carbenoxolon oder Laxanzienabusus

Hydrochlorothiazid kann den Kalium- und/oder Magnesiumverlust verstärken.

Pressorische Amine (z.B. Noradrenalin)

Die Wirkung pressorischer Amine kann abgeschwächt sein.

Zytostatika (z.B. Cyclophosphamid, Methotrexat)

Thiazide können die renale Ausscheidung zytotoxischer Arzneimittel

vermindern und deren myelosuppressive Wirkungen verstärken.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Enalapril

Die Anwendung von ACE-Hemmern wird im ersten Schwangerschaftstrimester

nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von ACE-Hemmern im

zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines

teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten

Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch

nicht ausgeschlossen werden. Sofern ein Fortsetzen der ACE-Hemmer-

Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen,

schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit

geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine

Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit ACE-Hemmern

unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu

beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern während des zweiten

und dritten Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte

Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-

toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (siehe auch

Abschnitt 5.3). Im Falle einer Exposition mit ACE-Hemmern ab dem zweiten

Schwangerschaftstrimester werden Ultraschalluntersuchungen der

Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten häufig

wiederholt auf Hypotonie untersucht werden (siehe auch Abschnitt 4.3 und 4.4).

Hydrochlorothiazid

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von

Hydrochlorothiazid in der Schwangerschaft vor, insbesondere während des

ersten Trimesters. Ergebnisse aus Tierstudien sind unzureichend.

Hydrochlorothiazid ist plazentagängig. Auf Grund des pharmakologischen

Wirkmechanismus von Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während

des zweiten und dritten Trimesters zu einer Störung der feto-plazentaren

Perfusion und zu fetalen und neonatalen Auswirkungen wie Ikterus, Störung

des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien kommen.

Auf Grund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer

plazentaren Hypoperfusion, ohne den Krankheitsverlauf günstig zu

beeinflussen, sollte Hydrochlorothiazid bei Schwangerschaftsödemen,

Schwangerschaftshypertonie oder einer Präeklampsie nicht zur Anwendung

kommen.

Bei essenzieller Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur

in den seltenen Fällen, in denen keine andere Behandlung möglich ist,

angewandt werden.

Stillzeit

Enalapril

Einige wenige pharmakokinetische Daten zeigen, dass sehr geringe

Konzentrationen von Enalapril in der Muttermilch erreicht werden (siehe

Abschnitt 5.2). Auch wenn diese Konzentrationen als klinisch nicht relevant

erscheinen, wird die Anwendung von Enaplus STADA

während des Stillens

von Frühgeborenen sowie in den ersten Wochen nach der Entbindung nicht

empfohlen, da ein mögliches Risiko von kardiovaskulären und renalen Effekten

beim Säugling besteht und für eine Anwendung in der Stillzeit keine

ausreichende klinische Erfahrung vorliegt.

Wenn die Säuglinge älter sind, kann die Anwendung von Enaplus STADA

stillenden Müttern erwogen werden, wenn die Behandlung für die Mutter als

notwendig erachtet wird und der Säugling sorgfältig überwacht wird.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Thiazid-

Diuretika, angewandt in hohen Dosen zur intensiven Diurese, können die

Laktation hemmen. Die Anwendung von Enaplus STADA

während der Stillzeit

wird nicht empfohlen. Wenn Enaplus STADA

während der Stillzeit angewandt

wird, sollte die Dosis so niedrig wie möglich sein.

Fertilität

In tierexperimentellen Studien ergaben sich keine Hinweise auf eine

Auswirkung von Enalapril auf die Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen

Bei der aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder beim Bedienen von

Maschinen sollte berücksichtigt werden, dass es gelegentlich zu Schwindel

oder Müdigkeit kommen kann (siehe Abschnitt 4.8).

4.8 Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten

zugrunde gelegt: sehr häufig (>1/10), häufig (>1/100, <1/10), gelegentlich

(>1/1.000, <1/100), selten (>1/10.000, <1/1.000), sehr selten (<1/10.000), nicht

bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Folgende Nebenwirkungen wurden mit Enaplus STADA

, Enalapril allein oder

Hydrochlorothiazid allein entweder in klinischen Studien oder nach

Markteinführung des Arzneimittels berichtet:

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und

Polypen)

Nicht bekannt: Nicht-melanozytärer Hautkrebs (Basalzellkarzinom und

Plattenepithelkarzinom)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich: Anämie (einschließlich aplastischer und hämolytischer Anämie).

Selten: Neutropenie, Abfall von Hämoglobinkonzentration oder Hämatokrit,

Thrombozytopenie, Agranulozytose, Knochenmarkdepression, Leukopenie,

Panzytopenie, Lymphadenopathie, Autoimmunkrankheiten.

Endokrine Erkrankungen

Nicht bekannt: Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Hypokaliämie, Erhöhungen von Cholesterin oder Triglyzeriden,

Hyperurikämie.

Gelegentlich: Hypoglykämie (siehe Abschnitt 4.4), Hypomagnesiämie, Gicht*.

Selten: Erhöhung des Blutzuckers.

Sehr selten: Hyperkalzämie (siehe Abschnitt 4.4).

Erkrankungen des Nervensystems und psychiatrische Erkrankungen

Häufig: Kopfschmerzen, Depression, Synkope, Geschmacksstörungen.

Gelegentlich: Verwirrtheit, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Nervosität,

Parästhesien, Vertigo, verminderte Libido*.

Selten: ungewöhnliche Träume, Schlafstörungen, Paresen (infolge einer

Hypokaliämie).

Augenerkrankungen

Sehr häufig: Verschwommensehen.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich: Tinnitus.

Herz- und Gefäßerkrankungen

Sehr häufig: Schwindel.

Häufig: Hypotonie, orthostatische Hypotonie, Herzrhythmusstörungen, Angina

pectoris, Tachykardie.

Gelegentlich: Flush, Palpitationen, Myokardinfarkt oder zerebrovaskulärer

Insult, möglicherweise als Folge eines verstärkten Blutdruckabfalls bei

Hochrisikopatienten (siehe Abschnitt 4.4).

Selten: Raynaud-Phänomen.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr häufig: Husten.

Häufig: Dyspnoe.

Gelegentlich: Rhinorrhö, Halsschmerzen und Heiserkeit,

Bronchospasmus/Asthma.

Selten: pulmonale Infiltrate, Atemnot (einschließlich Pneumonitis und

Lungenödem), Rhinitis, allergische Alveolitis/eosinophile Pneumonie.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Übelkeit.

Häufig: Durchfall, Bauchschmerzen.

Gelegentlich: Ileus, Pankreatitis, Erbrechen, Dyspepsie, Obstipation,

Appetitlosigkeit, Magenreizungen, Mundtrockenheit, peptisches Ulkus,

Flatulenz*.

Selten: Stomatitis/aphthöse Ulzerationen, Glossitis.

Sehr selten: intestinales Angioödem.

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten: Leberinsuffizienz, hepatische Nekrose (manchmal mit tödlichem

Ausgang), Hepatitis – entweder hepatozellulär oder cholestatisch, Ikterus,

Cholezystitis (insbesondere bei Patienten mit vorbestehender Cholelithiasis).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Ausschlag (Exanthem).

Gelegentlich: Diaphorese, Pruritus, Urtikaria, Alopezie.

Selten: Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, exfoliative Dermatitis,

toxische epidermale Nekrolyse, Purpura, kutaner Lupus erythematodes,

Erythrodermie, Pemphigus.

Überempfindlichkeit/angioneurotisches Ödem: angioneurotisches Ödem mit

Beteiligung von Gesicht, Extremitäten, Lippen, Zunge, Glottis und/oder Larynx

wurde angegeben (siehe Abschnitt 4.4).

Ein Symptomkomplex mit einigen der oder allen folgenden Symptomen wurde

beobachtet: Fieber, Serositis, Vaskulitis, Myalgie/Myositis, Arthralgie/Arthritis,

positive ANA-Titer, erhöhte BSG, Eosinophilie und Leukozytose. Ausschlag,

Photosensitivität oder andere dermatologische Manifestationen können

auftreten.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Muskelkrämpfe

Gelegentlich: Arthralgie*.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Nierenfunktionsstörungen, Nierenversagen, Proteinurie.

Selten: Oligurie, interstitielle Nephritis.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich: Impotenz.

Selten: Gynäkomastie.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Schwäche.

Häufig: Brustschmerz, Müdigkeit.

Gelegentlich: Unwohlsein, Fieber.

Untersuchungen

Häufig: Hyperkaliämie, Erhöhungen von Serumkreatinin.

Gelegentlich: Erhöhungen von Blutharnstoff, Hyponatriämie.

Selten: Anstieg der Leberenzymwerte und des Serumbilirubins.

* wurde nur bei der Anwendung von 12,5 mg und 25 mg Hydrochlorothiazid

berichtet.

Muskelkrämpfe treten bei Anwendung von 12,5 mg und 25 mg

Hydrochlorothiazid häufig, bei Anwendung von 6 mg Hydrochlorothiazid jedoch

nur gelegentlich auf.

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Nicht-melanozytärer Hautkrebs

Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen Studien

wurde ein kumulativer dosisabhängiger Zusammenhang zwischen

Hydrochlorothiazid und NMSC festgestellt (siehe auch Abschnitte 4.4 und 5.1).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von

großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des

Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von

Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Zur Behandlung einer Überdosierung von Enaplus STADA

sind keine

spezifischen Informationen verfügbar. Die Behandlung ist symptomatisch und

supportiv. Die Therapie mit Enaplus STADA

sollte abgebrochen und der

Patient engmaschig überwacht werden. Als Maßnahmen werden die Induktion

von Erbrechen, Verabreichung von Aktivkohle und Verabreichung eines Laxans

bei kurz zurückliegender Einnahme sowie die Korrektur von Dehydratation,

Elektrolytstörungen und Hypotonie durch bewährte Maßnahmen empfohlen.

Enalaprilmaleat

Die herausragendsten Merkmale einer Überdosierung, die bisher berichtet

wurden, sind eine ausgeprägte Hypotonie, die etwa 6 Stunden nach

Tabletteneinnahme beginnt, gleichzeitig mit einer Blockade des Renin-

Angiotensin-Systems, sowie Stupor. Die Symptome bei einer Überdosierung

von ACE-Hemmern können Kreislaufschock, Elektrolytstörungen,

Nierenversagen, Hyperventilation, Tachykardie, Palpitationen, Bradykardie,

Schwindel, Angst und Husten einschließen. Nach Einnahme von 300 mg bzw.

440 mg Enalaprilmaleat wurden 100- bzw. 200-fach höhere Enalaprilat-

Serumspiegel berichtet, als gewöhnlich nach therapeutischen Dosen

beobachtet werden.

Die empfohlene Behandlung einer Überdosierung ist eine intravenöse Infusion

von physiologischer Kochsalzlösung. Bei Hypotonie sollte der Patient in

Schocklage gebracht werden. Falls verfügbar, kann auch eine Behandlung mit

einer Angiotensin-II-Infusion und/oder mit intravenösen Katecholaminen

erwogen werden. Bei kurz zurückliegender Einnahme sind Maßnahmen zur

Entfernung von Enalaprilmaleat zu ergreifen (z.B. Erbrechen, Magenspülung,

Verabreichung von Adsorbenzien und Natriumsulfat). Enalaprilat kann durch

Hämodialyse aus dem Körperkreislauf entfernt werden (siehe Abschnitt 4.4).

Bei therapieresistenter Bradykardie sollte eine Schrittmachertherapie

durchgeführt werden. Vitalparameter, Serumelektrolyte und

Kreatininkonzentrationen sollten fortlaufend kontrolliert werden.

Hydrochlorothiazid

Die am häufigsten beobachteten Zeichen und Symptome sind diejenigen, die

durch den Elektrolytverlust (Hypokaliämie, Hypochlorämie, Hyponatriämie)

verursacht werden und die Dehydratation infolge der übermäßigen Diurese.

Wenn auch Digitalis verabreicht wurde, kann die Hypokaliämie

Herzrhythmusstörungen verstärken.

5. Pharmakologische Eigenschaften

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: ACE-Hemmer und Diuretika

ATC-Code: C09BA02

Enaplus STADA

hat sowohl eine antihypertensive als auch eine diuretische

Wirkung. Enalapril und Hydrochlorothiazid werden allein und kombiniert zur

Bluthochdruckbehandlung eingesetzt. Die blutdrucksenkenden Wirkungen

beider Komponenten sind in etwa additiv. Enalapril kann den mit

Hydrochlorothiazid einhergehenden Kaliumverlust abschwächen.

Enalapril

Enalaprilmaleat wird in der Leber zu Enalaprilat hydrolysiert, welches ein

Hemmstoff des Angiotensin-Converting-Enzyms ist. Das Angiotensin-

Converting-Enzym (ACE) ist eine Peptidyldipeptidase, welche die Umwandlung

von Angiotensin I zu der vasokonstriktorisch wirksamen Substanz Angiotensin II

bewirkt. Eine Hemmung von ACE führt zu einer verminderten Bildung des

vasokonstriktorisch wirksamen Angiotensin II in Gewebe und Plasma, wodurch

es zur Abnahme der Aldosteron-Sekretion und somit zu einem Anstieg der

Serum-Kalium-Konzentration kommen kann. Aus dem Fortfall der negativen

Rückkopplung von Angiotensin II auf die Reninsekretion resultiert eine

Erhöhung der Plasmareninaktivität.

Da ACE auch Bradykinin, ein vasodepressorisches Peptid, abbaut, resultiert

aus der Hemmung von ACE eine erhöhte Aktivität zirkulierender und lokaler

Kallikrein-Kinin-Systeme (und somit eine Aktivierung des Prostaglandin-

Systems). Es ist möglich, dass dieser Mechanismus an der blutdrucksenkenden

Wirkung der ACE-Hemmer beteiligt und für bestimmte Nebenwirkungen

mitverantwortlich ist.

Enalapril führt bei Patienten mit Hypertonie zu einer Senkung des Blutdrucks im

Liegen und im Stehen, ohne dass die Herzfrequenz kompensatorisch ansteigt.

Bei hämodynamischen Untersuchungen bewirkte Enalapril eine deutliche

Verringerung des peripheren arteriellen Widerstandes. In der Regel kam es zu

keinen klinisch relevanten Veränderungen von renalem Plasmafluss und

glomerulärer Filtrationsrate.

Bei den meisten Patienten zeigte sich der Beginn der antihypertensiven

Wirkung ca. 1 Stunde nach oraler Gabe von Enalapril, die maximale Wirkung

wurde in der Regel nach 4-6 Stunden erreicht. Der maximale

blutdrucksenkende Effekt einer definierten Enalapril-Dosis war in der Regel

nach 3-4 Wochen ersichtlich.

Bei der empfohlenen täglichen Dosis bleibt die antihypertensive Wirkung auch

während der Langzeittherapie erhalten. Kurzfristiges Absetzen von Enalapril

führt zu keinem schnellen, übermäßigen Blutdruckanstieg (Rebound).

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid ist ein Benzothiadiazin-Derivat. Thiazide wirken direkt an

den Nieren, indem sie die Natriumchlorid- und die damit verbundene

Wasserausscheidung vermehren. Ihr klinisch relevanter Hauptangriffsort ist der

frühdistale Tubulus. Dort hemmen sie den elektroneutralen Na

-Kotransport

in der luminalen Zellmembran. Kalium und Magnesium werden vermehrt

ausgeschieden, Calcium wird vermindert ausgeschieden. Hydrochlorothiazid

bewirkt eine geringe Hydrogencarbonatausscheidung, und die

Chloridausscheidung überschreitet die Ausscheidung des Natriums. Unter

Hydrochlorothiazid kann sich eine metabolische Alkalose entwickeln.

Hydrochlorothiazid wird aktiv im proximalen Tubulus sezerniert. Die diuretische

Wirkung bleibt bei metabolischer Azidose oder metabolischer Alkalose erhalten.

Als Mechanismen der antihypertensiven Wirkung von Hydrochlorothiazid

werden ein veränderter Natriumhaushalt, eine Reduktion des extrazellulären

Wasser- und Plasmavolumens, eine Änderung des renalen Gefäßwiderstandes

sowie eine reduzierte Ansprechbarkeit auf Norepinephrin und Angiotensin II

diskutiert. Die Elektrolyt- und Wasserausscheidung von Hydrochlorothiazid setzt

nach 2 Stunden ein, erreicht ein Wirkungsmaximum nach 3-6 Stunden und hält

6-12 Stunden an. Die antihypertensive Wirkung tritt erst nach 3-4 Tagen ein und

kann bis zu einer Woche nach Therapieende anhalten.

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing

Telmisartan Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und

„VA NEPHRON-D” [The Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die

gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit einem Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“–Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder

einer zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes

mellitus Typ 2 mit nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA

NEPHRON-D“-Studie wurde bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und

diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale

und/oder kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität, während ein höheres

Risiko für Hyperkaliämie, akute Nierenschädigung und/oder Hypotonie im

Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer

pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf andere

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig

angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using

Cardiovascular and Renal Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die

Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu einer Standardtherapie mit einem ACE-

Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit Diabetes

mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulärer

Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten

Risikos unerwünschter Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre

Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der Aliskiren-Gruppe numerisch

häufiger auf als in der Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte Ereignisse und

besondere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (Hyperkaliämie,

Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).

Nicht-melanozytärer Hautkrebs

Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen Studien

wurde ein kumulativer dosisabhängiger Zusammenhang zwischen

Hydrochlorothiazid und NMSC beobachtet. Eine Studie umfasste eine

Grundgesamtheit aus 71.533 Fällen von BCC und 8.629 Fällen von SCC mit

Kontrollgruppen von 1.430.833 bzw. 172.462 Personen. Eine hohe

Hydrochlorothiazid-Dosierung (≥ 50.000 mg kumulativ) war assoziiert mit einer

bereinigten Odds-Ratio von 1,29 (95 % Konfidenzintervall: 1,23-1,35) für BCC

und 3,98 (95 % Konfidenzintervall: 3,68-4,31) für SCC. Sowohl bei BCC als

auch bei SCC wurde eine eindeutige kumulative Dosis-Wirkungsbeziehung

ermittelt. Eine weitere Studie ergab einen möglichen Zusammenhang zwischen

Lippenkrebs (SCC) und der Exposition gegenüber Hydrochlorothiazid: 633 Fälle

von Lippenkrebs wurden mittels eines risikoorientierten Stichprobenverfahrens

mit einer Kontrollgruppe von 63.067 Personen abgeglichen. Es wurde eine

kumulative Dosis-Wirkungsbeziehung mit einer bereinigten Odds-Ratio von 2,1

(95 % Konfidenzintervall: 1,7-2,6) festgestellt, die sich bei hoher Exposition (~

25.000 mg) auf eine Odds-Ratio von 3,9 (3,0-4,9) und bei der höchsten

kumulativen Dosis (~ 100.000 mg) auf eine Odds-Ratio von 7,7 (5,7-10,5)

erhöhte (siehe auch Abschnitt 4.4).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Enalapril

Enalaprilmaleat ist ein Prodrug und wird in der Leber zur eigentlichen Substanz

- Enalaprilat - aktiviert. Die Absorption von Enalaprilmaleat erfolgt zu etwa 50-

70% und wird durch gleichzeitig aufgenommene Nahrung nicht beeinflusst.

Maximale Plasmakonzentrationen von Enalaprilat werden 3-4 Stunden nach

oraler Aufnahme erreicht. Die Plasmaproteinbindung ist unter 50%. Enalaprilat

wird überwiegend renal eliminiert. Die Akkumulationshalbwertszeit (= effektive

Halbwertszeit) von Enalaprilat nach Mehrfachgabe von Enalaprilmaleat beträgt

11 Stunden. Die Eliminationshalbwertszeit von Enalaprilat beträgt 35 Stunden.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird die Ausscheidung von Enalaprilat

entsprechend dem Ausmaß der Funktionseinschränkung vermindert.

Enalaprilat ist dialysierbar. Hämodialyse reduziert die Enalaprilat-

Plasmakonzentration um ca. 46%. Enalaprilat kann ebenfalls mittels

Peritonealdialyse aus dem Plasma entfernt werden.

Stillzeit

Nach oraler Verabreichung von Einzeldosen zu 20 mg bei fünf Frauen

postpartum betrug der der Spitzenwert der Konzentrationen von Enalapril in der

Muttermilch nach vier bis sechs Stunden im Durchschnitt 1,7μg/L (Bereich 0,54

bis 5,9 μg/L). Auch zu verschiedenen Zeitpunkten innerhalb von 24 Stunden

betrugen im Durchschnitt die Spitzenwerte der Konzentrationen von Enalapril

1,7μg/L (Bereich 1,2 bis 2,3μg/L). Ausgehend von diesen Daten ist die

maximale Menge Enalapril bei einem ausschließlich gestillten Säugling auf etwa

0,16% der verabreichten mütterlichen Dosis zu schätzen.

Bei einer Frau, die täglich 11 Monate lang 10 mg Enalapril oral einnahm,

betrugen die Spitzenwerte der Konzentrationen von Enalapril in der Muttermilch

vier Stunden nach Einnahme 2 μg/L und etwa neun Stunden nach Einnahme

0,75 μg/L. Im Verlaufe von 24 Stunden in der Milch gemessene Gesamtmenge

von Enalapril und Enalaprilat betrug 1,44 μg/L bzw. 0,63 μg/L. Vier Stunden

nach einer Einzeldosis von 5 mg Enalapril bei einer Mutter und 10 mg bei zwei

Müttern konnten keine Enalaprilat-Mengen in der Milch nachgewiesen werden

(<0,2μg/L).

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid wird nach oraler Gabe zu 60-80% resorbiert.

Plasmaspitzenkonzentrationen von Hydrochlorothiazid wurden 1,5-4 Stunden

nach oraler Gabe von 12,5 mg Hydrochlorothiazid und 2-5 Stunden nach 25 mg

Hydrochlorothiazid p.o. erreicht.

Hydrochlorothiazid wird zu 65% an Plasmaproteine gebunden; das relative

Verteilungsvolumen beträgt 0,5-1,1 l/kg. Hydrochlorothiazid wird nahezu

vollständig unverändert renal ausgeschieden (>95%), nach oraler Einzeldosis

werden 50-70% der Dosis in 24 Stunden ausgeschieden, bereits nach 60

Minuten erscheinen nachweisbare Mengen im Urin.

Die Eliminationshalbwertszeit beträgt 6-8 Stunden. Bei Niereninsuffizienz treten

eine Abnahme der Ausscheidung und eine Verlängerung der Halbwertszeit ein.

Die renale Clearance von Hydrochlorothiazid zeigt eine enge Korrelation zur

Kreatinin-Clearance. Bei schwerer chronischer Niereninsuffizienz (Kreatinin-

Clearance <30 ml/min) ist Hydrochlorothiazid praktisch unwirksam und, da die

glomeruläre Filtrationsrate weiter gesenkt wird, sogar schädlich.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Konventionelle präklinische Untersuchungen zur Sicherheitspharmakologie, zur

Toxizität bei wiederholter Gabe, zur Genotoxizität und zum karzinogenen

Potenzial lieferten keine Anhaltspunkte für ein spezielles Gefährdungspotenzial

am Menschen.

Entsprechend den Studien zur Reproduktionstoxizität hat Enalapril keine

Auswirkungen auf die Fertilität und die Reproduktionsleistung von Ratten und

wirkt nicht teratogen. In einer Studie, in der weibliche Ratten vor der Paarung

und während der Gestationszeit Enalapril erhielten, kam es während der

Säugeperiode zu einer erhöhten Todesrate bei den Jungtieren.

Der Stoff passiert die Plazenta und geht in die Muttermilch über.

Die Klasse der Hemmer des Angiotensin-konvertierenden Enzyms wirkt

nachweislich fetotoxisch, wenn sie im 2. oder 3. Trimenon gegeben werden.

Hydrochlorothiazid passiert die Plazenta, aber nicht die Blut-Hirn-Schranke.

6. Pharmazeutische Angaben

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Maisstärke,

Natriumhydrogencarbonat, vorverkleisterte Stärke (Mais), Eisen(III)-hydroxid-

oxid x H

O (E172).

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über +25°C lagern.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Aluminium-Blisterpackung

Originalpackung mit 30, 50, 98 und 100 Tabletten.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den

nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7. Inhaber der Zulassung

STADAPHARM GmbH

Stadastraße 2–18

61118 Bad Vilbel

Telefon: 06101 603-0

Telefax: 06101 603-3888

Internet: www.stadapharm.de

8. Zulassungsnummer

60969.00.00

9. Datum der Erteilung der Zulassung/Verlängerung der Zulassung

Datum der Erteilung der Zulassung: 12. Oktober 2004

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 28. September 2009

10. Stand der Information

Oktober 2018

11. Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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