Enalapril dura 20 mg Tabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Enalaprilmaleat
Verfügbar ab:
Mylan dura GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Enalaprilmaleat
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Enalaprilmaleat 20.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
47671.03.00

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Enalapril dura® 20 mg Tabletten

Wirkstoff: Enalaprilmaleat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen. Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es

nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die

gleichen Beschwerden haben wie Sie. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken,

wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen,

die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

1.

Was ist Enalapril dura 20 mg und wofür wird es angewendet?

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Enalapril dura 20 mg beachten?

3.

Wie ist Enalapril dura 20 mg einzunehmen?

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5.

Wie ist Enalapril dura 20 mg aufzubewahren?

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Enalapril dura 20 mg und wofür wird es angewendet?

Enalapril dura 20 mg enthält den Wirkstoff Enalaprilmaleat. Enalaprilmaleat gehört zu der

Klasse der ACE (Angiotensin-Converting-Enzyme)- Hemmer genannten Arzneimittel, die

über eine Erweiterung der Blutgefäße wirken. Das senkt Ihren Blutdruck.

Enalapril dura 20 mg wird angewendet zur Behandlung von Bluthochdruck

(Hypertonie).

Es wird außerdem angewendet zur Behandlung von Herzbeschwerden, die mitunter als

„Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz)“ bezeichnet werden. Das bedeutet, dass

Ihr Herz nicht mehr so gut arbeitet um das Blut durch den Körper zu pumpen. Dies

führt zu Ermüdung bereits nach leichter körperlicher Betätigung, Kurzatmigkeit und

Schwellungen an Knöcheln und Füßen. Enalapril dura 20 mg kann bei diesen

Symptomen helfen.

Bei vielen Patienten mit einem geschädigten Herzmuskel, die aber keine

Krankheitszeichen aufweisen, kann Enalapril dura 20 mg der Entwicklung von

Krankheitszeichen wie Kurzatmigkeit und Schwellungen vorbeugen.

Bei Kindern sollte Enalapril dura 5 mg nur zur Behandlung von Bluthochdruck

(Hypertonie) angewendet werden.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Enalapril dura 20 mg beachten?

Enalapril dura 20 mg darf nicht eingenommen werden:

während der letzten 6 Monate einer Schwangerschaft. (Es wird empfohlen, Enalapril

dura 20 mg auch in der frühen Phase der Schwangerschaft nicht anzuwenden –

siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“.)

wenn Sie allergisch gegen Enalaprilmaleat, ähnliche Arzneimittel, die als ACE-

Hemmer bekannt sind, oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Anzeichen einer allergischen Reaktion können

Juckreiz, Nesselsucht, keuchende Atmung oder Schwellung von Händen, Rachen,

Mund oder Augenlidern gewesen sein.

wenn bei Ihnen schon einmal Schwellungen an Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder

Rachen auftraten, die zu Schluckbeschwerden oder Atemnot führten (Angioödem),

wobei die Ursache dafür unbekannt sein kann oder wenn ein Mitglied Ihrer Familie

schon einmal ein Angioödem hatte.

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit

einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

Nehmen Sie Enalapril dura 20 mg nicht ein, wenn einer oder mehrere der oben genannten

Punkte auf Sie zutreffen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wenden Sie sich bitte an Ihren

Arzt oder Apotheker, bevor Sie Enalapril dura 20 mg einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Enalapril dura 20 mg einnehmen:

wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden wie z.B. einer „Nierenarterienstenose“

(verminderter Blutfluss zu den Nieren), wenn Sie kürzlich eine Nierenverpflanzung

hatten, wenn Sie eine Blutwäsche erhalten (Dialyse) oder wenn Sie harntreibende

Arzneimittel (Diuretika) einnehmen.

wenn Sie niedrige Natriumspiegel im Blut haben, eine salzarme Diät einhalten oder wenn

Sie kürzlich an übermäßigem Erbrechen oder starkem Durchfall gelitten haben, oder

dehydriert sind.

wenn Sie an einer Herzerkrankung leiden, die als „ischämische Herzkrankheit“

bezeichnet wird, wodurch die Blutversorgung des Herzmuskels vermindert ist, was

Brustschmerzen (Angina) verursachen kann.

wenn Sie an einer Herzerkrankung leiden, die als „Aortenstenose“ (Verengung der

Aorten- oder Mitralklappe), „hypertrophe Kardiomyopathie“ (krankhafte

Herzvergrößerung) oder „Ausflussbehinderung“ bezeichnet wird.

wenn Sie an einer Erkrankung leiden, die die Blutversorgung Ihres Gehirns beeinflusst

(„zerebrovaskuläre Erkrankung“) , z.B. wenn Sie einen Schlaganfall oder minimalen

Schlaganfall (auch bekannt als „TIA“) hatten.

wenn Sie an einer Kollagen-Erkrankung mit Gefäßbeteiligung leiden, wenn Sie mit

Arzneimitteln, die das Immunsystem unterdrücken, behandelt werden (zur Behandlung

von Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder nach einer Transplantation).

wenn Sie Allopurinol (Arzneimittel gegen Gicht) oder Procainamid (Arzneimittel gegen

Herzrhythmusstörungen) einnehmen.

wenn bei Ihnen bereits einmal während der Einnahme von anderen Arzneimitteln ein

„Angioödem“ aufgetreten ist. Die Anzeichen hierfür können Juckreiz, Nesselsucht,

keuchende Atmung oder Schwellung von Händen, Rachen, Mund oder Augelidern

gewesen sein.

Bitte beachten Sie, dass afro-karibische Patienten ein erhöhtes Risiko haben, so auf

ACE-Hemmer zu reagieren.

wenn Sie an der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden und Arzneimittel gegen

Diabetes einschließlich Insulin einnehmen. Sie sollten Ihr Blut auf niedrige

Blutzuckerspiegel überprüfen lassen, besonders im ersten Monat der Behandlung.

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck

einnehmen:

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane

bezeichnet - z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn

Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

wenn Sie Kaliumergänzungsmittel oder kaliumhaltige Salzersatzstoffe einnehmen.

wenn Sie über 70 Jahre alt sind oder zu viel Säure im Blut haben (metabolische Azidose)

wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die den Kaliumspiegel in Ihrem Blut

beeinflussen können, wie z.B. Heparin (als Antikoagulanz).

wenn Sie Lithium (Arzneimittel zur Behandlung von gewissen psychischen Problemen)

einnehmen.

wenn Sie eine Operation an den Atemwegen hatten (z.B. der Lunge)

wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten). Die

Einnahme von Enalapril dura 20 mg in der frühen Phase der Schwangerschaft wird nicht

empfohlen, und Enalapril dura 20 mg darf nicht mehr nach dem dritten

Schwangerschafts-monat eingenommen werden, da die Einnahme von Enalapril dura

20 mg in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen

kann (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B.

Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen. Siehe auch Abschnitt „Enalapril

dura darf nicht eingenommen werden“.

Bitte beachten Sie, dass bei afro-karibischen Patienten die Blutdrucksenkung durch ACE-

Hemmer im Vergleich zu nicht afro-karibischen Patienten weniger stark sein kann.

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Krankheitszeichen

während der Einnahme von Enalapril dura 20 mg entwickeln:

Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und der Augen)

ein trockener Husten, der eine längere Zeit anhält.

erhöhte Temperatur, Halsschmerzen oder Mundgeschwüre (dies können Anzeichen

einer Infektion sein, die von der Verminderung der Anzahl weißer Blutkörperchen

verursacht wird).

Wenn eine der folgenden Behandlungen für Sie geplant ist, informieren Sie bitte Ihren

behandelnden Arzt, dass sie Enalapril dura 20 mg einnehmen:

alle Operationen oder jeder Einsatz von Betäubungs- oder Narkosemitteln (auch beim

Zahnarzt)

eine Behandlung zur Entfernung von Cholesterin aus dem Blut, die als LDL-Apherese

bezeichnet wird

eine Desensibilisierungsbehandlung, um das Ausmaß einer allergischen Reaktion auf

Bienen- oder Wespenstiche zu vermindern.

Routineuntersuchungen

Zu Beginn der Behandlung mit Enalapril dura 20 mg, wird Ihr Arzt Ihren Blutdruck häufig

überprüfen, um sicherzustellen, dass Sie die richtige Dosis erhalten. Zusätzlich kann der Arzt

bei manchen Patienten weitere Untersuchungen durchführen, um den Kaliumspiegel, den

Kreatininspiegel, den Leberenzymspiegel und das Blutbild zu überprüfen.

Kinder und Jugendliche

Es liegen nur begrenzte Daten über die Wirksamkeit und Sicherheit von Enalapril dura 20 mg

zur Behandlung von Kindern über 6 Jahren mit Bluthochdruck vor. Es liegen keine Daten für

Kinder mit Herzbeschwerden vor. Enalapril dura 20 mg wird nicht empfohlen zur Behandlung

von Neugeborenen und von Kindern mit verminderter Nierenfunktion.

Einnahme von Enalapril dura 20 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln:

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, bzw. kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet

haben, oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es

sich um nicht verschreibungspflichtige oder pflanzliche Arzneimittel handelt. Einige

Arzneimittel können in ihrer Wirkung durch Enalapril dura 20 mg beeinflusst werden, sowie

auch andere Arzneimittel die Wirkung von Enalapril dura 20 mg beeinflussen können.

Kaliumsparende Diuretika, wie z.B. Spironolacton, Eplerenon, Triamteren oder Amilorid),

Kaliumergänzungsmittel oder kaliumhaltige Salzersatzstoffe. Enalapril dura 20 mg kann

zu einem Anstieg der Kaliumkonzentration in Ihrem Blut und zu hohen Kaliumspiegeln

führen. Dies führt zu wenigen Symptomen und wird im Allgemeinen durch einen Bluttest

erkannt.

Diuretika, wie z.B. Thiazide, , z.B. Bendroflumethoazid, Furosemid oder Bumetanid, da

diese einen schweren Abfall des Blutdrucks verursachen können, wenn die ersten

Dosen eingenommen werden.

Andere blutdrucksenkende Arzneimittel, wie z.B. Angiotensin-Rezeptor-Hemmer (z.B.

Losartan und Valsartan), Nitroglyzerin, Nitrate und Vasodilatatoren, da diese die Wirkung

von Enalapril dura 5 mg verstärken können

Heparin oder andere Arzneimittel, die den Kaliumspiegel in Ihrem Blut erhöhen

Lithium (Arzneimittel zur Behandlung von gewissen psychischen Problemen). Die

gleichzeitige Anwendung von Enalapril dura 20 mg und Lithium wird nicht empfohlen, da

dies den Lithiumspiegel im Blut erhöhen kann.

Trizyklische Antidepressiva, wie z.B. Amitriptylin (Arzneimittel zur Behandlung von

Depressionen), Antipsychotika, wie z.B. Phenothiazine (Arzneimittel zur Behandlung von

schweren Angststörungen und psychiatrischen Erkrankungen), da diese die Wirkung von

Enalaprilmaleat verstärken können.

Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen, wie z.B. Morphin, da Ihr Blutdruck zu stark

gesenkt werden kann

Arzneimittel zur Behandlung von Steifheit und Entzündungen verbunden mit

Schmerzzuständen, die insbesondere die Muskeln, Knochen und Gelenke betreffen:

einschließlich Gold-Therapie, die bei der gleichzeitigen Anwendung mit

Enalapril dura 20 mg zu Gesichtsrötung, Übelkeit (Nausea), Erbrechen und

niedrigem Blutdruck führen kann, und

Nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel (NSAIDs),

einschließlich COX-2 Inhibitoren, z.B. Diflunisal oder Diclofenac. Sie können

eine genaue Blutdruckkontrolle verhindern und zu einem Anstieg der

Kaliumspiegel im Ihrem Blut führen.

Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Husten und Erkältungen, wie z.B. Ephedrin,

Noradrenalin und Adrenalin (Arzneimittel zur Behandlung von niedrigem Blutdruck,

Schock, Herzversagen, Asthma oder Allergien). Die gleichzeitige Anwendung mit

Enalapril dura 20 mg kann Ihren Blutdruck erhöht halten.

Allopurinol (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht) oder Procainamid (Arzneimittel zur

Behandlung von Herzrhythmusstörungen) , da diese das Risiko erhöhen, dass Sie

niedrige Spiegel von weißen Blutkörperchen entwickeln.

Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Antidiabetika), wie z.B. Insulin. Die

gleichzeitige Anwendung von Enalapril dura 20 mg und Antidiabetika kann zu einer

verstärkten Blutdrucksenkung führen.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige

Vorsichtsmaßnahmen treffen:

wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren einnehmen (siehe

auch Abschnitte „Enalapril dura darf nicht eingenommen werden" und „Warnhinweise

und Vorsichtsmaßnahmen“).

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob einer oder mehrere der oben genannten Punkte auf Sie

zutreffen, wenn Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker, bevor sie Enalapril dura 20 mg

einnehmen.

Einnahme von Enalapril dura 20 mg zusammen mit Alkohol:

Wenn Sie während der Einnahme von Enalapril dura 20 mg Alkohol trinken, kann Ihr

Blutdruck zu stark gesenkt werden und sie können Schwindel, Benommenheit oder

Schwäche verspüren. Sie sollten Ihren Alkoholkonsum minimal halten.

Schwangerschaft und Stillzeit:

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder

Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Enalapril

dura 20 mg vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind,

abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von

Enalapril dura 20 mg in der frühen Schwangerschaft wird nicht empfohlen und Enalapril

dura 20 mg darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen

werden, da die Einnahme von Enalapril dura 20 mg in diesem Stadium zu schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen, fragen Sie vor der Einnahme

dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Das Stillen von Neugeborenen (in

den ersten Wochen nach der Geburt) und besonders von Frühgeburten wird nicht

empfohlen, wenn Sie Enalapril dura 20 mg einnehmen.

Bei älteren Säuglingen sollte der Arzt Sie über Nutzen und mögliche Schäden der

Anwendung von Enalapril dura 20 mg in der Stillzeit im Vergleich zu

Behandlungsalternativen aufklären.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:

Bestimmte Nebenwirkungen, wie z.B. Schwindel und Müdigkeit, wurden unter der

Einnahme von Enalapril dura 20 mg beobachtet. Dies kann bei manchen Patienten die

Fähigkeit zum Führen von Fahrzeugen oder zum Bedienen von Maschinen

beeinträchtigen.

Enalapril dura 20 mg enthält Lactose-Monohydrat.

Bitte nehmen Sie Enalapril dura 20 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein,

wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten

Zuckern leiden.

3.

Wie ist Enalapril dura 20 mg einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder

Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher

sind.

Zum Einnehmen.

Die Anzahl an Tabletten, die Sie jeden Tag einnehmen, richtet sich nach Ihrem

Zustand.

Enalapril dura 5 mg kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Dosierung bei Bluthochdruck

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt abhängig vom Schweregrad des Bluthochdrucks 5 mg

Enalaprilmaleat (hierfür stehen Tabletten mit einem niedrigeren Wirkstoffgehalt zur

Verfügung) bis maximal 1 Tablette Enalapril dura 20 mg (entsprechend 20 mg

Enalaprilmaleat). Die Einnahme erfolgt einmal täglich. Bei leichtem Bluthochdruck beträgt die

empfohlene Anfangsdosis 5 bis 10 mg Enalaprilmaleat. Hierfür stehen Tabletten mit einem

niedrigeren Wirkstoffgehalt zur Verfügung. Bei Patienten mit Nierenerkrankungen,

Herzerkrankungen, Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel wird eine Anfangsdosis von 5 mg

Enalaprilmaleat oder weniger empfohlen. Hierfür stehen Tabletten mit einem niedrigeren

Wirkstoffgehalt zur Verfügung.

Wenn Sie mit hoch dosierten harntreibenden Mitteln (Diuretika) behandelt werden, wird Ihr

Arzt Ihnen empfehlen die bestehende Diuretikatherapie 2-3 Tage vor Beginn der Behandlung

mit Enalapril dura 20 mg abzusetzen. -Eine Anfangsdosis von 5 mg Enalaprilmaleat oder

weniger wird empfohlen. Hierfür stehen Tabletten mit einem niedrigeren Wirkstoffgehalt zur

Verfügung.

Wenn Ihr Blutdruck eingestellt ist, beträgt die empfohlene Erhaltungsdosis 1 Tablette

Enalapril dura 20 mg (entsprechend 20 mg Enalaprilmaleat) täglich. Die maximale

Erhaltungsdosis beträgt 2 Tabletten Enalapril dura 20 mg (entsprechend 40 mg

Enalaprilmaleat) täglich.

Dosierung bei Herzleistungsschwäche

Bei Patienten mit Herzleistungsschwäche wird Enalapril dura 20 mg als Zusatzmedikation zu

einer bestehenden Therapie mit Diuretika und, falls angezeigt, Digitalis (Arzneimittel zur

Behandlung von Herzleistungsschwäche mit Wasseransammlungen oder zur Behandlung von

Herzrhythmusstörungen) oder

-Blockern (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck,

Angina pectoris und Herzbeschwerden) angewendet. Die Anfangsdosis von 2,5 mg

Enalaprilmaleat täglich sollte schrittweise auf die empfohlene Erhaltungsdosis von 20 mg

Enalaprilmaleat erhöht werden, die als 1 Tablette Enalapril dura 20 mg (entsprechend 20 mg

Enalaprilmaleat) als Einzeldosis oder auf zwei Dosen verteilt (hierfür stehen Tabletten mit

einem niedrigeren Wirkstoffgehalt zur Verfügung) eingenommen wird. Es wird empfohlen, die

Dosiserhöhung über einen Zeitraum von 2 bis 4 Wochen durchzuführen. Die

Tageshöchstdosis beträgt 2 Tabletten Enalapril dura 20 mg (entsprechend 40 mg

Enalaprilmaleat) auf zwei Dosen verteilt.

Dosierung bei Patienten mit Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit Nierenerkrankungen wird Ihre Dosis von Enalaprilmaleat an die

Funktionsfähigkeit Ihrer Nieren angepasst. Die Nierenfunktion wird durch die Messung der

Kreatininmenge (ein Ausscheidungsprodukt) in Ihrem Urin und durch eine Blutuntersuchung

bestimmt. Wenn Sie sich einer Dialysebehandlung unterziehen, wird sich Ihre Dosis täglich

ändern. Ihr Arzt wird Ihnen Ihre Dosis mitteilen.

Ältere Patienten

Ihr Arzt wird Ihre Dosis entsprechend Ihrer Nierenfunktion festlegen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Enalaprilmaleat bei Kindern mit

Bluthochdruck vor.

Wenn die Kinder Tabletten schlucken können, wird die Dosis dem Gewicht und dem

Blutdruck des Kindes angepasst. Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 2,5 mg

Enalaprilmaleat bei Kindern mit einem Körpergewicht zwischen 20 kg und 50 kg und 5 mg

Enalaprilmaleat bei Kindern mit einem Körpergewicht über 50 kg (hierfür stehen Tabletten mit

5 mg Enalaprilmaleat zur Verfügung). Die Einnahme erfolgt einmal täglich. Den Bedürfnissen

des Kindes entsprechend kann die Dosis bei Kindern mit einem Körpergewicht zwischen 20

kg und 50 kg auf maximal 1 Tablette Enalapril dura 20 mg (entsprechend 20 mg

Enalaprilmaleat) täglich und bei Kindern mit einem Körpergewicht über 50 kg auf maximal 2

Tabletten Enalapril dura 20 mg (entsprechend 40 mg Enalaprilmaleat) täglich erhöht werden.

Neugeborene und Kinder mit Nierenerkrankungen

Enalapril dura 20 mg wird nicht empfohlen zur Behandlung von Neugeborenen und von

Kindern mit Nierenerkrankungen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die

Wirkung von Enalapril dura 20 mg zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Enalapril dura 20 mg eingenommen haben, als Sie

sollten:

Wenn Sie eine größere Menge Enalapril dura 20 mg eingenommen haben, als Sie sollten,

wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt. Die häufigsten Anzeichen und Symptome einer

Überdosierung sind Blutdruckabfall und Erstarrung (Stupor – ein Krankheitszustand mit

einem fast vollständigen Bewusstseinsverlust). Weitere Symptome können Schwindel oder

Benommenheit aufgrund eines Blutdruckabfalls, kräftiger, langsamer oder beschleunigter

Herzschlag, schneller Puls, Angstzustände, Husten, Nierenversagen und erhöhte

Atemfrequenz sein.

Wenn Sie die Einnahme von Enalapril dura 20 mg vergessen haben:

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, lassen Sie diese aus.

Nehmen Sie die nächste Dosis wie gewöhnlich ein.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um die vergessene Dosis auszugleichen.

Wenn Sie die Einnahme von Enalapril dura 20 mg abbrechen:

Die Einnahme von Enalapril dura 20 mg sollte ohne Anweisung des Arztes nicht beendet

werden. Wenn Sie die Einnahme abrupt absetzen kann Ihr Blutdruck ansteigen. Wenn Ihr

Blutdruck zu hoch wird, kann dies Ihr Herz und Ihre Nieren schädigen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen. Folgende Nebenwirkungen können bei diesem Arzneimittel

auftreten:

Beenden Sie umgehend die Behandlung mit Enalapril dura 20 mg und suchen Sie

sofort ein Krankenhaus auf oder fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie eine der

folgenden Nebenwirkungen bemerken:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelte betreffen)

Schweres oder drückendes Gefühl in Ihrer Brust mit Brustschmerzen und erhöhter

Kurzatmigkeit bei Anstrengung (dies können Anzeichen von Problemen mit Ihrem

Herzen sein, wie z.B. Angina)

Allergische Reaktion – sie könnten Schwierigkeiten haben beim Atmen, keuchen,

juckende rote Ausschläge bekommen, oder es könnten Schwellungen von Händen,

Mund, Lippen, Zunge, Hals, Gesicht oder Augen auftreten

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelte betreffen)

Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Kältegefühl in Händen und Füßen und blasse Haut,

Schwierigkeiten beim Verheilen von Schnittwunden (dies kann darauf hinweisen,

dass sie eine niedrige Anzahl von roten Blutkörperchen im Blut haben)

Plötzlicher Kollaps, Taubheit oder Schwäche in Armen und Beinen, Kopfschmerzen,

Schwindelgewühl und Verwirrtheit, Sehstörungen, Schluckstörungen, undeutliche,

verwirrte Sprache oder Sprachverlust (dies können Anzeichen eines Schlaganfalls

sein, der von einem Gerinnsel oder einer Blutung verursacht wird, die die Blutzufuhr

zu einem Teil des Gehirns beeinträchtigt)

Plötzliche Brustschmerzen, die sich in den Nacken oder die Arme ausbreiten können,

zusammen mit Kurzatmigkeit und einem klammen Gefühl (dies können Anzeichen

eines Herzinfarktes sein)

Anhaltende Verstopfung mit geschwollenem Bauch und Übelkeit (dies können

Anzeichen einer Blockade ihres Darms sein)

Starke Bauchschmerzen, die in den Rücken ausstrahlen können (dies können

Anzeichen von Problemen mit Ihrer Bauchspeicheldrüse sein)

Brennende Magenschmerzen mit Hungergefühl, insbesondere bei nüchternem

Magen (verursacht von einem Magengeschwür)

Produktion von wenig oder keinem Urin, trüber Urin oder Blut im Urin, Schmerzen

beim Wasserlassen oder Schmerzen im unteren Rücken (dies können Anzeichen von

ernsthaften Problemen mit Ihren Nieren sein)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelte betreffen)

Ein Anstieg in der Anzahl der Infektionen, die Sie bekommen, so wie Fieber,

Schüttelfrost, Halsschmerzen oder Mundgeschwüre (dies kann darauf hindeuten,

dass Sie eine niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen im Blut haben)

Schwäche, anomale blaue Flecken unbekannter Herkunft oder Blutungen oder

häufigere, möglicherweise schwerere Infektionen (dies können Anzeichen eines

starken Abfalls aller Arten von Blutzellen sein, was durch eine

Knochenmarksdepression bedingt sein kann)

Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem versucht, normales,

gesundes Gewebe anzugreifen

Gelbfärbung Ihrer Haut oder Ihres Augenweiß, dunkler Urin, blasser Stuhl, Müdigkeit,

Fieber, Übelkeit, Schwäche, Benommenheit und Bauchschmerzen, mit

Testergebnissen, die anomale Leberfunktion zeigen (dies können Anzeichen von

Problemen mit Ihrer Leber sein)

starke schmerzhafte Hautrötung, große Blasen, Ablösung der oberen Hautschichten,

Blutung der Lippen, der Augen oder des Mundes, begleitet von Fieber (dies kann auf

ernsthafte Hauterkrankungen wie Stevens-Johnson-Syndrom, Pemphigus oder

toxische epidermale Nekrolyse hindeuten).

Husten, erhöhte Temperatur und Atemschwierigkeiten (dies können Anzeichen von

eosinophiler Pneumonie, Lungenentzündung oder Entzündung der Lungenbläschen

(Alveolitis) sein)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Ein niedrigerer Natriumspiegel im Blut als normal, was dazu führen kann, dass sie

sich schwach und verwirrt fühlen mit schmerzenden Muskeln oder

Flüssigkeitsretention. Dies kann an inadäquater Ausschüttung von ADH liegen, eines

Hormons, das den Körper dazu veranlasst, Wasser zurückzuhalten und das Blut zu

verdünnen, was die Menge an Natrium senkt

Andere mögliche Nebenwirkungen:

Sehr häufig (kannmehr als 1 von 10 Behandelte betreffen)

Übelkeitsgefühl, Schwindel, Schwächegefühl

Verschwommensehen

Husten

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelte betreffen)

Kopfschmerzen, Depression

Benommenheit, vor allem, wenn Sie aufstehen (ein Anzeichen von niedrigem

Blutdruck), Ohnmacht

Schmerzen im Brustkorb, Veränderungen des Herzrhythmus, schneller Herzschlag,

Kurzatmigkeit

Durchfall, Bauchschmerzen, Veränderungen des Geschmackssinns,

Flüssigkeitsretention (Ödeme), Müdigkeit

Erhöhte Blutkaliumspiegel, erhöhte Blutkreatininspiegel (beides wird normalerweise

durch Bluttests festgestellt)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelte betreffen)

Angststörungen, verstärkte Bewusstseinswahrnehmung oder ein zittriges Gefühl

(verursacht durch einen niedrigen Blutzuckerspiegel), Verwirrung, Schläfrigkeit,

Schlaflosigkeit, Nervosität, Kribbeln oder taubes Gefühl auf der Haut, Drehschwindel

(Vertigo)

unregelmäßiger Herzschlag, den sie als Pochen im Brustkorb fühlen könnten

Laufende Nase, Halsschmerzen und Heiserkeit oder Asthma

Übelkeit mit Erbrechen, Verdauungsbeschwerden, Verstopfung

Appetitverlust (Anorexie), Magenreizung, Mundtrockenheit

vermehrtes Schwitzen, Juckreiz, Nesselsucht (Urtikaria), Haarausfall, hoher

Eiweißgehalt im Urin (normalerweise durch einen Urintest festzustellen)

Impotenz, Muskelkrämpfe, Hitzewallungen (Flushing), Ohrgeräusche (Tinnitus),

allgemeines Unwohlsein, erhöhte Temperatur

Hoher Blutharnstoffwert, niedriger Blutnatriumspiegel (beides wird normalerweise

durch Bluttests festgestellt)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelte betreffen)

Geschwollene Lymphknoten im Nacken, den Achselhöhlen oder der Leiste

Ungewöhnliche Träume, Schlafstörungen

Verminderter Blutfluss zu den Fingern und Zehen, der der dazu führt, dass sie kalt,

weiß und schmerzhaft werden (Raynaud-Syndrom), Flüssigkeit in der Lunge,

verstopfte oder wunde Nase

Schmerzen, Schwellungen oder Geschwüre im Mund, Entzündung oder Schmerzen

und Schwellung der Zunge

Hautrötung oder masernähnliche Flecken

Vergrößerte Brustdrüsen bei Männern

Erhöhte Werte von Leberenzymen oder Bilirubin (wird normalerweise in einem

Labortest des Blutes festgestellt)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelte betreffen)

Schwellungen im Magen-Darm-Trakt (intestinales Angioödem – Anzeichen hierfür

können Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen und erhöhte Calciumspiegel im

Blut sein)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Eine komplexe Nebenwirkung wurde beobachtet, die eines oder mehrere der folgenden

Anzeichen aufweisen kann:

Fieber, Entzündung der Blutgefäße, Schmerzen und Entzündung von Muskeln oder

Gelenken

Erkrankungen, die die einzelnen Bestandteile des Blutes betreffen (werden

normalerweise durch einen Labortest des Blutes festgestellt)

Hautausschlag, Überempfindlichkeit gegen Sonnenlicht und andere Hautreaktionen

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger- Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu

beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung

gestellt werden.

5.

Wie ist Enalapril dura 20 mg aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Etikett bzw. auf

dem Blisterstreifen nach „verwendbar bis:“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr

verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren.

Geben Sie die Tabletten nicht in ein anderes Behältnis, da dies zu Verwechselungen

führen kann.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Enalapril dura 20 mg enthält:

Der Wirkstoff ist Enalaprilmaleat.

1 Tablette Enalapril dura 20 mg enthält 20 mg Enalaprilmaleat.

Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumhydrogencarbonat; vorverkleisterte Stärke

(Maisstärke); Maisstärke; Lactose-Monohydrat

(siehe Abschnitt 2, „Enalapril dura 5 mg enthält

Lactose) und

Magnesiumstearat (Ph. Eur.); Eisen(II,III)-oxid (E 172).

Wie Enalapril dura 20 mg aussieht und Inhalt der Packung:

Enalapril dura 20 mg sind pfirsichfarben, dreieckig, beiderseits gewölbt mit der Prägung

„20“ über „G“ auf der einen Seite und einer Bruchrille auf der anderen Seite. Die Tabletten

sind ca. 9 mm lang, 9 mm breit und 4 mm dick.

Enalapril dura 20 mg ist in Packungen mit 20, 30, 50 und 100 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer:

Mylan dura GmbH

Postfach 10 06 35

64206 Darmstadt

Hersteller:

McDermott Laboratories Ltd t/a Gerard Laboratories,

35/36 Baldoyle Industrial Estate,

Grange Road,

Dublin 13,

Irland

oder

Generics [UK] Ltd

Station Close

Potters Bar

Hertfordshire

EN6 1TL

Vereinigtes Königreich

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen

Wirtschaftsraumes (EWR) unter folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien:

Enalapril Mylan 20 mg Tabletten

Österreich:

Enalaprilmaleat „Arcana“ 20 mg Tabletten

Dänemark:

Enalapril Mylan tablets 20 mg

Deutschland:

Enalapril dura 20 mg Tabletten

Finnland:

Enalapril Mylan 20 mg tabletti

Griechenland:

Enalapril maleate/Generics 20 mg/TAB

Luxemburg:

Enalapril Maleate Mylan

Niederlande:

Enalapril Maleaat Mylan 20 mg tabletten

Portugal:

Maleato de Enalapril Mylan 20 mg comprimidos

Spanien:

Enalapril Mylan 20 mg comprimidos

Vereinigtes Königreich:

Enalapril Maleate Tablets 20 mg

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im:

September 2014

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Enalapril dura 5 mg Tabletten

Enalapril dura 10 mg Tabletten

Enalapril dura 20 mg Tabletten

Wirkstoff: Enalaprilmaleat

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Enalapril dura 5 mg Tabletten

1 Tablette enthält 5 mg Enalaprilmaleat.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Tablette enthält 146,30 mg Lactose-

Monohydrat.

Enalapril dura 10 mg Tabletten

1 Tablette enthält 10 mg Enalaprilmaleat.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Tablette enthält 139,90 mg Lactose-

Monohydrat.

Enalapril dura 20 mg Tabletten

Eine Tablette enthält 20 mg Enalaprilmaleat.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Tablette enthält 128,99 mg Lactose-

Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Tabletten

Enalapril dura 5 mg Tabletten:

weiße, dreieckige bikonvexe Tabletten, auf einer Seite mit der Prägung „5 über „G“ und einer

Bruchrille auf der anderen Seite. Die Tabletten sind ca. 9 mm lang, 9 mm breit und 4 mm dick.

Enalapril dura 10 mg Tabletten:

rostrote, dreieckige bikonvexe Tabletten, auf einer Seite mit der Prägung „10“ über „G“ und einer

Bruchrille auf der anderen Seite. Die Tabletten sind ca. 9 mm lang, 9 mm breit und 4 mm dick.

Enalapril dura 20 mg Tabletten:

pfirsichfarben, dreieckige bikonvexe Tabletten, auf einer Seite mit der Prägung „20“ über „G“ und

einer Bruchrille auf der anderen Seite. Die Tabletten sind ca. 9 mm lang, 9 mm breit und 4 mm

dick.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung der Hypertonie

Behandlung der symptomatischen Herzinsuffizienz

Prävention einer symptomatischen Herzinsuffizienz bei Patienten mit asymptomatischer

linksventrikulärer Dysfunktion (Ejektionsfraktion

35%).

(Siehe Abschnitt 5.1).

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die Dosis richtet sich nach dem Zustand des einzelnen Patienten (siehe Abschnitt 4.4) und der

Wirkung auf den Blutdruck.

Hypertonie

Die Anfangsdosis beträgt abhängig vom Schweregrad der Hypertonie und dem Zustand des

Patienten (siehe unten) 5 bis maximal 20 mg Enalaprilmaleat. Die Einnahme erfolgt einmal

täglich. Bei leichter Hypertonie beträgt die empfohlene Anfangsdosis 5 bis 10 mg

Enalaprilmaleat. Bei Patienten mit stark aktiviertem Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (z. B.

bei renovaskulärer Hypertonie, Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel, Herzdekompensation oder

schwerer Hypertonie) kann es nach Einnahme der ersten Dosis zu einem übermäßigen

Blutdruckabfall kommen. Bei diesen Patienten wird eine Anfangsdosis von 5 mg Enalaprilmaleat

oder weniger empfohlen. Die Behandlung ist unter ärztlicher Überwachung einzuleiten.

Eine vorausgegangene Behandlung mit hoch dosierten Diuretika kann zu Flüssigkeitsmangel

führen und birgt so das Risiko für eine Hypotonie bei Einleitung der Behandlung mit Enalapril. Bei

diesen Patienten wird eine Anfangsdosis von 5 mg Enalaprilmaleat oder weniger empfohlen.

Wenn möglich, sollte eine bestehende Diuretikatherapie 2-3 Tage vor Beginn der Behandlung mit

Enalaprilmaleat abgesetzt werden. Die Nierenfunktion und die Serumkaliumspiegel sollten

kontrolliert werden.

Die übliche Erhaltungsdosis beträgt 20 mg täglich. Die maximale Erhaltungsdosis beträgt 40 mg

täglich.

Herzinsuffizienz/asymptomatische linksventrikuläre Dysfunktion

Zur Behandlung der symptomatischen Herzinsuffizienz wird Enalaprilmaleat als

Zusatzmedikation zu einer bestehenden Therapie mit Diuretika und, falls angezeigt, Digitalis oder

-Blockern angewendet. Bei Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz oder

asymptomatischer linksventrikulärer Dysfunktion beträgt die Anfangsdosis 2,5 mg

Enalaprilmaleat. Die erste Einnahme erfolgt unter engmaschiger medizinischer Überwachung,

um die anfängliche Wirkung auf den Blutdruck zu bestimmen. Kommt es nach Beginn der

Behandlung mit Enalaprilmaleat bei Herzinsuffizienz nicht zu einer symptomatischen Hypotonie

oder wurde diese wirksam behandelt, ist die Dosis schrittweise auf die übliche Erhaltungsdosis

von 20 mg zu erhöhen, die, abhängig von der Verträglichkeit, als Einzeldosis oder auf zwei

Dosen verteilt eingenommen wird. Es wird empfohlen, die Dosistitration über einen Zeitraum von

2 bis 4 Wochen durchzuführen. Die Tageshöchstdosis beträgt 40 mg verteilt auf zwei Dosen.

Empfohlene Dosistitration von Enalaprilmaleat bei Patienten mit Herzinsuffizienz/

asymptomatischer linksventrikulärer Dysfunktion

Woche

Dosis [mg/Tag]

Woche 1

Tag 1 bis 3: 2,5 mg/Tag* als Einzeldosis

Tag 4 bis 7: 5 mg/Tag verteilt auf zwei Dosen

Woche 2

10 mg/Tag als Einzeldosis oder verteilt auf zwei Dosen

Woche 3 und 4

20 mg/Tag als Einzeldosis oder verteilt auf zwei Dosen

*Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder unter

Diuretikatherapie (siehe Abschnitt 4.4).

Der Blutdruck und die Nierenfunktion sind vor und nach Beginn der Behandlung mit

Enalaprilmaleat engmaschig zu überwachen (siehe Abschnitt 4.4), da über Hypotonie und

(seltener) nachfolgendem Nierenversagen berichtet wurde. Bei Patienten mit bestehender

Diuretikatherapie sollte, falls möglich, die Dosis des Diuretikums vor Beginn der Behandlung mit

Enalaprilmaleat gesenkt werden. Das Auftreten einer Hypotonie nach der ersten Einnahme von

Enalaprilmaleat bedeutet nicht, dass auch während der chronischen Behandlung eine solche

Reaktion auftritt, und schließt eine Fortsetzung der Behandlung nicht aus. Die Kaliumspiegel im

Serum und die Nierenfunktion sollten ebenfalls überwacht werden.

Dosierung bei Patienten mit Niereninsuffizienz

Grundsätzlich sollten das Dosierungsintervall verlängert und/oder die Dosis gesenkt werden.

Kreatinin-Clearance

(CrCl [ml/min])

Anfangsdosis

[mg/Tag]

CrCl 30 - < 80 ml/min

5-10 mg

CrCl 10 -

30 ml/min

2,5 mg

CrCl

10 ml/min

2,5 mg an Dialysetagen*

* Siehe Abschnitt 4.4. Enalaprilat (der aktive Metabolit) ist dialysierbar. An dialysefreien Tagen

richtet sich die Dosis nach der Wirkung auf den Blutdruck.

Anwendung bei älteren Patienten

Die Dosis richtet sich bei älteren Patienten nach der Nierenfunktion (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Enalaprilmaleat bei hypertonen

Kindern vor (siehe Abschnitte 4.4, 5.1 und 5.2).

Bei Patienten, die die Tabletten hinunterschlucken können, richtet sich die Dosis nach dem

Zustand des einzelnen Patienten und der Wirkung auf den Blutdruck. Die empfohlene

Anfangsdosis beträgt 2,5 mg bei einem Körpergewicht zwischen 20 und < 50 kg und 5 mg bei

einem Körpergewicht

50 kg. Die Einnahme erfolgt einmal täglich. Den Bedürfnissen des

Patienten entsprechend kann die Dosis bei einem Körpergewicht zwischen 20 und < 50 kg auf

maximal 20 mg täglich und bei einem Körpergewicht

50 kg auf maximal 40 mg täglich erhöht

werden (siehe Abschnitt 4.4).

Enalapril dura Tabletten werden nicht empfohlen zur Behandlung von Neugeborenen und von

Kindern mit einer glomerulären Filtrationsrate <30 ml/min/1,73m², da keine entsprechenden

Daten zur Verfügung stehen.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Resorption von Enalaprilmaleat wird durch die Nahrungsaufnahme nicht beeinflusst.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile oder gegen einen anderen ACE-Hemmer.

Anamnestisch bekanntes angioneurotisches Ödem infolge einer früheren ACE-Hemmer-

Therapie.

Hereditäres oder idiopathisches angioneurotisches Ödem.

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6).

Die gleichzeitige Anwendung von Enalapril dura mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei

Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR

< 60 ml/min/1,73 m2) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Symptomatische Hypotonie

Eine symptomatische Hypotonie wird bei Patienten mit unkomplizierter Verlaufsform einer

Hypertonie selten beobachtet. Bei Hypertoniepatienten, die mit Enalaprilmaleat behandelt

werden, kommt es eher zu einer symptomatischen Hypotonie, wenn ein Flüssigkeitsmangel

vorliegt, z. B. infolge einer Diuretikatherapie, salzarmer Diät, Dialyse, Durchfall oder Erbrechen

(siehe Abschnitte 4.5 und 4.8). Bei Patienten mit Herzinsuffizienz mit oder ohne gleichzeitig

vorliegender Niereninsuffizienz wurde eine symptomatische Hypotonie beobachtet. Diese tritt am

ehesten bei Patienten mit schwereren Formen der Herzinsuffizienz auf, die sich in der

Anwendung hoch dosierter Schleifendiuretika, dem Vorliegen einer Hyponatriämie oder einer

eingeschränkten Nierenfunktion widerspiegelt. Die Behandlung ist bei diesen Patienten unter

ärztlicher Überwachung einzuleiten und der Patient bei einer Anpassung der Enalaprilmaleat-

oder Diuretikadosis engmaschig zu kontrollieren. Dies gilt möglicherweise auch für Patienten mit

ischämischer Herzerkrankung oder zerebrovaskulärer Erkrankung, bei denen ein übermäßiger

Blutdruckabfall zu einem Myokardinfarkt oder zerebralem Insult führen kann.

Bei Auftreten einer Hypotonie sollte der Patient in die liegende Position gebracht werden und,

falls erforderlich, eine intravenöse Infusion mit physiologischer Kochsalzlösung erhalten. Ein

vorübergehender Blutdruckabfall spricht nicht gegen weitere Einnahmen. Die Behandlung kann

normalerweise ohne Schwierigkeiten fortgesetzt werden, sobald der Blutdruck nach

Volumenexpansion wieder gestiegen ist.

Bei einigen Patienten mit Herzinsuffizienz und normalem bis niedrigem Blutdruck kann es unter

Behandlung mit Enalaprilmaleat zu einer weiteren Senkung des systemischen Blutdrucks

kommen. Dieser Effekt ist bekannt und normalerweise kein Grund für ein Absetzen der

Behandlung. Wird die Hypotonie symptomatisch, kann eine Senkung der Dosis und/oder ein

Absetzen des Diuretikums und/oder Enalaprilmaleats notwendig sein.

Aorten- oder Mitralklappenstenose/hypertrophische Kardiomyopathie

Wie alle Vasodilatatoren sind auch ACE-Hemmer bei Patienten mit linksventrikulärer

Klappenobstruktion und Obstruktion des Ausflusstraktes mit Vorsicht anzuwenden und im Fall

eines kardiogenen Schocks und einer hämodynamisch signifikanten Obstruktion zu vermeiden.

Nierenfunktionsstörung

Bei Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <80 ml/min) ist die Anfangsdosis von Enalapril

entsprechend der Kreatinin-Clearance des Patienten (siehe Abschnitt 4.2) und anschließend dem

Ansprechen des Patienten auf die Behandlung anzupassen. Die routinemäßige Kontrolle der

Kalium- und Kreatininspiegel ist bei diesen Patienten Bestandteil der normalen ärztlichen Praxis.

Im Zusammenhang mit der Einnahme von Enalapril kam es hauptsächlich bei Patienten mit

schwerer Herzinsuffizienz oder einer zugrundeliegenden Nierenerkrankung, einschließlich

Nierenarterienstenose, zu Nierenversagen. Bei sofortiger Diagnose und entsprechender

Behandlung ist ein Nierenversagen unter Behandlung mit Enalapril gewöhnlich reversibel.

Bei einigen hypertonen Patienten ohne offensichtlich vorbestehende Nierenerkrankung kam es

bei gleichzeitiger Einnahme von Enalapril mit einem Diuretikum zu Erhöhungen des

Blutharnstoffs und Serumkreatinins. In diesen Fällen kann es notwendig sein, die Enalaprildosis

zu senken und/oder das Diuretikum abzusetzen, und es ist an eine möglicherweise

zugrundeliegende Nierenarterienstenose zu denken (siehe, „Renovaskuläre Hypertonie“).

Renovaskuläre Hypertonie

Bei Patienten mit bestehender beidseitiger oder einseitiger (bei Einzelniere)

Nierenarterienstenose besteht unter Behandlung mit ACE-Hemmern ein erhöhtes Risiko für eine

Hypotonie und Niereninsuffizienz. Ein Verlust der Nierenfunktion kann bei nur leichten

Veränderungen der Serumkreatininwerte auftreten. Bei diesen Patienten muss die Behandlung

deshalb unter engmaschiger ärztlicher Überwachung mit einer niedrigen Dosis, nach sorgfältiger

Dosistitration und unter Überwachung der Nierenfunktion begonnen werden.

Nierentransplantation

Es liegen keine Erfahrungen hinsichtlich der Anwendung von Enalaprilmaleat bei Patienten nach

vor kurzem erfolgter Nierentransplantation vor. Die Behandlung mit Enalaprilmaleat wird deshalb

bei diesen Patienten nicht empfohlen.

Leberinsuffizienz

In seltenen Fällen führt die Behandlung mit ACE-Hemmern zu einem Syndrom, das mit einer

cholestatischen Gelbsucht oder Hepatitis beginnt und bis zur fulminanten Lebernekrose mit

(manchmal) tödlichem Verlauf fortschreitet. Der diesem Syndrom zugrundeliegende

Mechanismus ist nicht bekannt. Wenn Patienten unter Behandlung mit einem ACE-Hemmer eine

Gelbsucht oder ausgeprägte Erhöhungen der Leberenzyme entwickeln, ist die Behandlung

abzusetzen und der Patient angemessen ärztlich zu überwachen.

Neutropenie/Agranulozytose

Bei Patienten unter Behandlung mit ACE-Hemmern wurden Neutropenie/Agranulozytose,

Thrombozytopenie und Anämie beobachtet. Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion und ohne

besondere Risikofaktoren tritt eine Neutropenie selten auf. Enalapril ist vor allem bei Patienten

mit eingeschränkter Nierenfunktion, die an Kollagenosen mit Gefäßbeteiligung leiden oder

gleichzeitig mit Immunsuppressiva, Allopurinol oder Procainamid behandelt werden oder bei

Vorliegen mehrerer dieser Risikofaktoren mit äußerster Vorsicht anzuwenden. In einigen Fällen

entwickelten diese Patienten schwer wiegende Infektionen, die in wenigen Fällen nicht auf eine

intensivierte Antibiotikatherapie ansprachen. Bei diesen Patienten ist unter Behandlung mit

Enalaprilmaleat das weiße Blutbild regelmäßig zu kontrollieren und der Patient anzuweisen,

Anzeichen einer Infektion zu melden.

Überempfindlichkeitsreaktionen/angioneurotisches Ödem

Angioneurotische Ödeme im Gesicht, an Extremitäten, Lippen, Zunge, Glottis und/oder Larynx

wurden bei Patienten, die mit ACE-Hemmern, einschließlich Enalaprilmaleat behandelt wurden,

beobachtet und können zu jedem Zeitpunkt während der Behandlung auftreten. In diesen Fällen

ist Enalaprilmaleat sofort abzusetzen und eine geeignete Überwachung des Patienten

einzuleiten, um sicherzustellen, dass die Symptome vollständig abgeklungen sind, bevor der

Patient entlassen wird.

Auch in jenen Fällen, in denen die Schwellung auf die Zunge begrenzt ist, ohne

Atembeschwerden zu verursachen, sollten die Patienten gegebenenfalls länger beobachtet

werden, da eine Behandlung mit Antihistaminika und Kortikosteroiden unzureichend sein kann.

Sehr selten verliefen angioneurotische Ödeme mit Beteiligung des Kehlkopfes oder der Zunge

letal. Bei Patienten, bei denen Zuge, Glottis oder Kehlkopf betroffen sind, besteht das Risiko

einer Atemwegsobstruktion, insbesondere bei jenen Patienten mit einem operativen Eingriff an

den Atemwegen in der Krankengeschichte. Sobald Zunge, Glottis oder Kehlkopf betroffen sind,

so dass eine Atemwegsobstruktion droht, ist unverzüglich eine geeignete Therapie einzuleiten

(z.B. subkutane Gabe von 0,3 ml – 0,5 ml Adrenalin [1:1.000 verdünnt]) und/oder sind

Maßnahmen zur Sicherung der Durchgängigkeit der Atemwege zu treffen.

Bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe wurde unter Behandlung mit ACE-Hemmern im Vergleich

zu nicht-schwarzen Patienten eine höhere Inzidenz von Angioödemen beobachtet.

Patienten mit einem Angioödem in der Krankengeschichte, das nicht mit einer Behandlung mit

einem ACE-Hemmer im Zusammenhang stand, haben möglicherweise ein erhöhtes Risiko für ein

Angioödem während der Behandlung mit ACE-Hemmern. (siehe Abschnitt 4.3).

Anaphylaktoide Reaktionen während einer Desensibilisierungstherapie gegen Insektengifte

In seltenen Fällen kam es bei Patienten, die während einer Desensibilisierungstherapie gegen

Insektengifte mit einen ACE-Hemmer behandelt wurden, zu lebensbedrohlichen anaphylaktoiden

Reaktionen. Die Reaktionen konnten durch eine zeitweise Unterbrechung der Behandlung mit

dem ACE-Hemmer vor jeder Desensibilisierung vermieden werden.

Anaphylaktoide Reaktionen während einer LDL-Apherese

In seltenen Fällen kam es bei Patienten, die während einer Low-Density-Lipoprotein (LDL)-

Apherese mit Dextransulfat mit einem ACE-Hemmer behandelt wurden, zu lebensbedrohlichen

anaphylaktoiden Reaktionen. Die Reaktionen konnten durch eine zeitweise Unterbrechung der

Behandlung mit dem ACE-Hemmer vor jeder Apherese vermieden werden.

Hämodialyse

Bei Patienten, bei denen im Rahmen der Dialyse High-flux-Membranen (z.B. AN 69

) eingesetzt

wurden und die gleichzeitig einen ACE-Hemmer erhielten, wurden anaphylaktoide Reaktionen

beobachtet. Bei diesen Patienten ist die Anwendung einer anderen Dialysemembran oder eines

Antihypertonikums aus einer anderen Substanzklasse in Erwägung zu ziehen.

Hypoglykämie

Bei Patienten mit Diabetes, die mit oralen Antidiabetika oder Insulin behandelt werden und die

eine Behandlung mit einem ACE-Hemmer beginnen, muss die Blutzuckereinstellung

insbesondere während des ersten Monats der Behandlung mit einem ACE-Hemmer engmaschig

überwacht werden. (Siehe Abschnitt 4.5).

Husten

Im Zusammenhang mit der Anwendung von ACE-Hemmern wurde über Husten berichtet. Es

handelte sich dabei typischerweise um nicht-produktiven, anhaltenden Husten, der nach

Absetzen der Behandlung zurückgeht. Ein durch ACE-Hemmer ausgelöster Husten ist bei der

Differentialdiagnose des Hustens zu berücksichtigen.

Operationen/Anästhesie

Enalapril hemmt bei Patienten, die sich einer größeren Operation unterziehen oder im Rahmen

der Anästhesie Arzneimittel erhalten, die zu einer Blutdrucksenkung führen, die Bildung von

Angiotensin II nach kompensatorischer Freisetzung von Renin. Eine durch diesen

Wirkmechanismus verursachte Blutdrucksenkung kann durch Volumenexpansion korrigiert

werden.

Hyperkaliämie

Ein Anstieg der Serum-Kalium-Konzentration wurde bei manchen Patienten unter ACE-Hemmer-

Therapie einschließlich Enalapril beobachtet. Risikofaktoren für die Entwicklung einer

Hyperkaliämie schließen ein: Niereninsuffizienz, Verschlechterung der Nierenfunktion, Alter (> 70

Jahre), Diabetes mellitus, interkurrente Ereignisse – insbesondere Dehydratation, akute

Herzdekompensation, metabolische Azidose und eine gleichzeitige Therapie mit

kaliumsparenden Diuretika (z.B. Spironolacton, Eplerenon, Triamteren oder Amilorid),

Kaliumpräparaten oder kaliumhaltiger Salzsubstitution sowie eine gleichzeitige Therapie mit

anderen Arzneimitteln, die zu einem Anstieg der Serum-Kalium-Werte führen können (z.B.

Heparin), ein. Die Anwendung von Kaliumpräparaten, kaliumsparenden Diuretika oder

kaliumhaltiger Salzsubstitution kann insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion zu einem signifikanten Kaliumanstieg führen. Eine Hyperkaliämie kann

schwerwiegende, manchmal auch letale Arrhythmien verursachen. Ist die gleichzeitige

Anwendung von Enalapril mit einer der o. g. Substanzen angezeigt, sollte diese mit Vorsicht und

unter regelmäßiger Überwachung der Serum-Kalium-Werte erfolgen (siehe Abschnitt 4.5 ).

Lithium

Die gleichzeitige Anwendung von Lithium und Enalapril wird im Allgemeinen nicht empfohlen

(siehe Abschnitt 4.5).

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine

Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale

Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und

5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur

unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Kinder und Jugendliche

Über die Wirksamkeit und Sicherheit von Enalaprilmaleat zur Behandlung hypertoner Kinder über

6 Jahren liegen begrenzte Erfahrungen vor. Es liegen jedoch keine Erfahrungen im Hinblick auf

andere Indikationen vor. Bei Kindern ab 2 Monaten liegen begrenzte Daten zur Pharmakokinetik

vor. (Siehe Abschnitte 4.2, 5.1 und 5.2).

Enalapril dura Tabletten werden für Kinder ausschließlich für die Indikation Hypertonie

empfohlen.

Enalapril dura Tabletten werden nicht empfohlen zur Behandlung von Neugeborenen und

Kindern mit einer glomerulären Filtrationsrate <30 ml/min/1,73m², da keine entsprechenden

Daten zur Verfügung stehen (siehe Abschnitt 4.2).

Schwangerschaft und Stillzeit

Eine Behandlung mit ACE-Hemmern sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen

werden. Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine

alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere

erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit ACE-Hemmern ist zwingend

erforderlich. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit ACE-Hemmern

unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe

Abschnitt 4.3 und 4.6).

Während der Stillzeit wird die Anwendung von Enalapril nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.6 und

5.2).

Ethnische Unterschiede

Wie andere ACE-Hemmer scheint auch Enalapril bei Patienten schwarzer Hautfarbe

möglicherweise aufgrund der höheren Prävalenz niedriger Reninspiegel im Plasma in der

schwarzen Bevölkerung mit Bluthochdruck weniger wirksam zu sein bei der Senkung des

Blutdrucks als bei Patienten nicht-schwarzer Hautfarbe.

Lactose

Enalapril dura Tabletten enthalten weniger als 150 mg Lactose-Monohydrat pro Tablette.

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-

Galactose-Malabsorption sollten Enalapril dura nicht einnehmen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die

auf das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie,

Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten

Nierenversagens) einher geht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Kaliumsparende Diuretika und Kaliumpräparate

ACE-Hemmer vermindern die durch Diuretika verursachte Ausscheidung von Kalium.

Kaliumsparende Diuretika (z. B. Spironolacton, Eplerenon, Triamteren oder Amilorid),

Kaliumpräparate oder kaliumhaltige Salzersatzstoffe können zu einem signifikanten Anstieg der

Serumkaliums führen. Ist die gleichzeitige Anwendung dieser Präparate aufgrund einer

bestehenden Hypokaliämie angezeigt, sollte diese mit Vorsicht und unter häufiger Kontrolle des

Serumkaliums erfolgen (siehe Abschnitt 4.4).

Diuretika (Thiazide oder Schleifendiuretika)

Eine vorausgegangene Behandlung mit hoch dosierten Diuretika kann zu Flüssigkeitsmangel

führen und birgt so das Risiko für eine Hypotonie bei Einleitung der Behandlung mit Enalapril

(siehe Abschnitt 4.4). Die blutdrucksenkende Wirkung kann durch Absetzen des Diuretikums,

Erhöhung der Flüssigkeits- und Salzaufnahme oder durch Einleitung der Enalaprilbehandlung mit

einer niedrigen Dosis vermindert werden.

Andere Antihypertonika

Die gleichzeitige Behandlung mit anderen blutdrucksenkenden Substanzen kann die

blutdrucksenkende Wirkung von Enalapril verstärken. Die gleichzeitige Anwendung mit

Nitroglyzerin und anderen Nitraten oder anderen Vasodilatatoren kann zu einer weiteren

Senkung des Blutdrucks führen.

Lithium

Unter gleichzeitiger Behandlung mit Lithium und ACE-Hemmern wurden reversible Erhöhungen

der Lithiumkonzentrationen im Serum und toxische Effekte beobachtet. Die gleichzeitige

Anwendung von Thiaziddiuretika kann zu einer weiteren Erhöhung der Lithiumspiegel führen und

das Risiko für eine Lithiumtoxizität unter Anwendung von ACE-Hemmern erhöhen. Die

gleichzeitige Anwendung von Enalapril und Lithium wird nicht empfohlen. Erweist sich die

gleichzeitige Anwendung jedoch als notwendig, sind die Lithiumkonzentrationen im Serum

sorgfältig zu überwachen (siehe Abschnitt 4.4).

Trizyklische Antidepressiva/Antipsychotika/Anästhetika/Narkotika

Die gleichzeitige Anwendung bestimmter Anästhetika, trizyklischer Antidepressiva und

Antipsychotika mit ACE-Hemmern kann zu einer verstärkten Senkung des Blutdrucks führen

(siehe Abschnitt 4.4).

Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) einschließlich selektiver Cyclooxygenase-2 (COX-2)-

Hemmer

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) einschließlich selektiver Cyclooxygenase-2 (COX-2)-

Hemmer können die Wirkungen von Diuretika und anderen Antihypertensiva abschwächen.

Daher kann die antihypertensive Wirkung von Angiotensin-II-Antagonisten oder ACE-Hemmern

durch NSAR einschließlich selektive COX-2-Hemmer abgeschwächt werden.

Die chronische Einnahme von NSAR kann die blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern

verringern.

Die gemeinsame Anwendung von NSAR (einschließlich COX-2-Hemmer) und Angiotensin-II-

Antagonisten oder ACE-Hemmern übt einen additiven Effekt auf einen Anstieg des Serum-

Kaliums aus und kann so zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion führen. Diese ist

gewöhnlich reversibel. Selten kann es auch zu akutemNierenversagen kommen, insbesondere

bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (z. B. bei älteren oder Patienten mit

Volumenmangel, einschließlich der Patienten unter Diuretikatherapie). Daher ist diese

Kombination bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit Vorsicht anzuwenden. Die

Patienten sind ausreichend zu hydrieren und eine Überwachung der Nierenfunktion zu Beginn

der gemeinsamen Therapie sowie in regelmäßigen Abständen während der Therapie

ist zu erwägen.

Gold

Nitritoide Reaktionen (mit Symptomen wie Flush, Übelkeit, Erbrechen und Hypotonie) wurden

selten bei Patienten berichtet, die unter einer Therapie mit Goldinjektionslösungen

(Natriumaurothiomalat) gleichzeitig ACE-Hemmer einschließlich Enalapril erhielten.

Sympathomimetika

Sympathomimetika können die blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern vermindern.

Antidiabetika

Die Ergebnisse epidemiologischer Studien weisen auf eine mögliche Verstärkung der

blutzuckersenkenden Wirkung bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und

antidiabetischen Substanzen (Insulin, orale blutzuckersenkende Arzneimittel) hin, die zu einer

Hypoglykämie führen kann. Dies tritt offensichtlich insbesondere während der ersten Wochen der

kombinierten Behandlung und bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion auf (siehe

Abschnitte 4.4 und 4.8).

Alkohol

Alkohol verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern.

Acetylsalicylsäure, Thrombolytika und

-Blocker

Enalapril kann bedenkenlos zusammen mit Acetylsalicylsäure (in kardiologisch wirksamen

Dosierungen), Thrombolytika oder

-Blockern eingenommen werden.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Anwendung von ACE-Hemmern wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen

(siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von ACE-Hemmern im zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach

Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein

geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Sofern ein Fortsetzen der

ACE-Hemmer-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen,

schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem

Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist

eine Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine

alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion,

verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie,

Hyperkaliämie) hat (siehe Abschnitt 5.3). Mütterliche Oligohydramnion, vermutlich als

Manifestation der verminderten fetalen Nierenfunktion, trat auf und kann zu einer Kontraktur der

Gliedmaßen, kraniofazialen Deformationen oder einer Lungenhypoplasie führen.

Im Falle einer Exposition mit ACE-Hemmern ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden

Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf

Hypotonie untersucht werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Stillzeit

Einige wenige pharmakokinetische Daten zeigen, dass sehr geringe Konzentrationen von

Enalapril dura in der Muttermilch erreicht werden (siehe Abschnitt 5.2). Auch wenn diese

Konzentrationen als klinisch nicht relevant erscheinen, wird die Anwendung von Enalapril dura

während des Stillens von Frühgeborenen sowie in den ersten Wochen nach der Entbindung nicht

empfohlen, da ein mögliches Risiko von kardiovaskulären und renalen Effekten beim Säugling

besteht und für eine Anwendung in der Stillzeit keine ausreichende klinische Erfahrung vorliegt.

Wenn die Säuglinge älter sind, kann die Anwendung von Enalapril dura bei stillenden Müttern

erwogen werden, wenn die Behandlung für die Mutter als notwendig erachtet wird und der

Säugling sorgfältig überwacht wird.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Beim Führen von Fahrzeugen und beim Bedienen von Maschinen sollte berücksichtigt werden,

dass gelegentlich Schwindel und Müdigkeit auftreten können.

4.8

Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen wurden unter Behandlung mit Enalapril dokumentiert:

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde

gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100 bis <1/10)

Gelegentlich: ≥ 1/1.000 bis <1/100)

Selten (≥ 1/10.000 bis <1/1.000)

Sehr selten (≤ 1/10.000)

Nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich: Anämie (einschließlich aplastische und hämolytische Anämie)

Selten: Neutropenie, Abnahme von Hämoglobin und Hämatokrit, Thrombozytopenie,

Agranulozytose, Knochenmarkdepression, Panzytopenie, Lymphadenopathien,

Autoimmunkrankheiten

Endokrine Erkrankungen

Nicht bekannt: Syndrom der inadäquaten ADH-Sekrektion (SIADH)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Hypoglykämie (siehe Abschnitt 4.4)

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig: Depression

Gelegentlich: Verwirrtheit, Schlaflosigkeit, Nervosität

Selten: verändertes Träumen, Schlafstörungen

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Schwindelgefühl

Häufig: Kopfschmerzen, Synkope

Gelegentlich: Schläfrigkeit, Parästhesie

Augenerkrankungen

Sehr häufig: Schleiersehen

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich: Vertigo

Herzerkrankungen

Häufig: Herzrhythmusstörungen, Angina pectoris, Tachykardie,

Gelegentlich: Palpitationen, Myokardinfarkt oder zerebraler Insult*, möglicherweise infolge eines

übermäßigen Blutdruckabfalls bei Hochrisikopatienten (siehe Abschnitt 4.4)

* Die Inzidenzen entsprachen in klinischen Studien denen der Kontrollgruppen unter Plazebo

oder einer aktiven Vergleichssubstanz.

Gefäßerkrankungen

Häufig: Hypotonie (einschließlich orthostatische Hypotonie)

Selten: Raynaud Syndrom

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr häufig: Husten

Häufig: Dyspnoe

Gelegentlich: Rhinorrhoe, Halsschmerzen und Heiserkeit, Bronchospasmus/Asthma

Selten: Lungeninfiltrat, Rhinitis, allergische Alveolitis/eosinophile Pneumonie

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Übelkeit

Häufig: Diarrhoe, Bauchschmerzen, Geschmacksveränderungen

Gelegentlich: Ileus, Pankreatitis, Erbrechen, Dyspepsie, Obstipation, Anorexie, Magenreizung.

Mundtrockenheit, peptische Ulzera

Selten: Stomatitis/aphthöse Ulzerationen, Glossitis

Sehr selten: Angioödeme des Intestinums

Erkrankungen der Leber und Gallenblase

Selten: Leberversagen, Hepatitis – hepatozellulär und cholestatisch, einschließlich Nekrose,

Cholestase (einschließlich Gelbsucht)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Hautausschlag, Überempfindlichkeitsreaktionen/angioneurotisches Ödem:

angioneurotisches Ödem im Gesicht sowie an Extremitäten, Lippen, Zunge, Glottis und/oder

Larynx wurden beobachtet (siehe Abschnitt 4.4)

Gelegentlich: Diaphorese, Pruritus, Urtikaria, Alopezie

Selten: Erythema multiforme, Stevens-Johnson Syndrom, exfoliative Dermatitis, toxische

epidermale Nekrolyse, Pemphigus, Erythrodermie

Es wurde über einen Symptomenkomplex berichtet, der einige oder alle der folgenden Symptome

umfassen kann: Fieber, Serositis, Vaskulitis, Myalgie/Myositis, Arthralgie/Arthritis, positive ANA-

Titer, erhöhte BSG-Werte, Eosinophilie und Leukozytose. Hautausschlag, Lichtempfindlichkeit

oder andere dermatologische Manifestationen können auftreten

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: eingeschränkte Nierenfunktion, Nierenversagen, Proteinurie

Selten: Oligurie

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich: Impotenz

Selten: Gynäkomastie

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Asthenie

Häufig: Müdigkeit, Brustkorbschmerz

Gelegentlich: Muskelkrämpfe, Flush, Tinnitus, Unwohlsein, Fieber

Laborwerte

Häufig: Hyperkaliämie, Anstieg des Serumkreatinins

Gelegentlich: Anstieg des Blutharnstoffs, Hyponatriämie

Selten: Erhöhte Leberenzymwerte, erhöhtes Serumbilirubin

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.

Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des

Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer

Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz,

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Es liegen begrenzte Daten zur Überdosierung beim Menschen vor. Die bisher auffälligsten

Symptome waren das Auftreten einer schweren Hypotonie etwa 6 Stunden nach Einnahme der

Tabletten und gleichzeitige Blockade des Renin-Angiotensin-Systems sowie Stupor. Zu den

Symptomen, die mit einer Überdosierung mit ACE-Hemmern verbunden sind, zählen

Kreislaufversagen, Störungen des Elektrolythaushaltes, Nierenversagen, Hyperventilation,

Tachykardie, Palpitationen, Bradykardie, Schwindel, Angstzustände und Husten. Nach Einnahme

von 300 mg und 440 mg Enalapril wurde über 100- bzw. 200-fach höhere Enalaprilatspiegel im

Serum als nach Einnahme therapeutischer Dosen berichtet.

Die empfohlene Behandlung einer Überdosierung besteht aus einer intravenösen Infusion

physiologischer Kochsalzlösung. Kommt es zu einem Blutdruckabfall, sollte der Patient in

Schocklage gebracht werden. Falls verfügbar, kann auch eine Infusion mit Angiotensin II

und/oder die Gabe intravenöser Katecholamine in Erwägung gezogen werden. Liegt die

Einnahme noch nicht lange zurück, sind Maßnahmen zur Elimination von Enalaprilmaleat zu

ergreifen (z. B. Erbrechen, Magenspülung, Gabe von Adsorbentien oder Natriumsulfat).

Enalaprilat kann durch Hämodialyse aus dem Kreislauf entfernt werden. (Siehe Abschnitt 4.4).

Bei therapierefraktärer Bradykardie ist ein Schrittmacher angezeigt. Vitalzeichen,

Serumelektrolyte und Kreatininkonzentrationen sind ständig zu kontrollieren.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: ACE-Hemmer, rein

ATC-Code: C09A A02

Wirkmechanismus

Enalapril, als Maleatsalz, ist ein Derivat zweier Aminosäuren, L-Alanin und L-Prolin. Das

Angiontensin-Converting-Enzym (ACE) ist eine Peptidyldipeptidase, welche die Umwandlung von

Angiotensin I zu der vasokonstriktorisch wirksamen Substanz Angiotensin II katalysiert. Enalapril

wird nach der Resorption zu Enalaprilat hydrolisiert, welches ACE hemmt. Eine Hemmung von

ACE führt zu einer Abnahme von Angiotensin II im Plasma und erhöht so die Plasmareninaktivität

(infolge des Wegfalls der negativen Rückkopplung auf die Reninsekretion) und senkt die

Aldosteronsekretion.

ACE ist mit Kininase II identisch. Daher ist es möglich, dass Enalapril auch den Abbau von

Bradykinin, einem potenten vasodilatorischen Peptid, hemmt. Es ist bisher jedoch nicht geklärt,

welche Rolle dieser Mechanismus im Hinblick auf die therapeutischen Wirkungen von Enalapril

spielt.

Obwohl man davon ausgeht, dass Enalapril den Blutdruck primär über die Unterdrückung des

Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems senkt, hat es auch eine antihypertensive Wirkung bei

Patienten mit niedrigem Reninspiegel.

Pharmakodynamische Wirkungen

Bei Bluthochdruckpatienten führt Enalapril zu einer Senkung des Blutdrucks im Liegen und im

Stehen, ohne dass die Herzfrequenz signifikant ansteigt.

Eine symptomatische orthostatische Hypotonie tritt selten auf. Bei manchen Patienten sind

mehrere Therapiewochen erforderlich, um eine optimale Blutdrucksenkung zu erzielen. Ein

abruptes Absetzen von Enalapril ist nicht mit einem starken Blutdruckanstieg verbunden.

Eine wirksame Hemmung der ACE-Aktivität tritt normalerweise 2-4 Stunden nach Einnahme

einer Einzeldosis Enalapril ein. Die blutdrucksenkende Wirkung tritt in der Regel 1 Stunde nach

Einnahme ein. Die maximale blutdrucksenkende Wirkung wird 4-6 Stunden nach Einnahme

erreicht. Die Wirkdauer ist dosisabhängig. Unter der empfohlenen Dosierung hält die

blutdrucksenkende und hämodynamische Wirkung mindestens 24 Stunden an.

In Studien zur Hämodynamik war die Blutdrucksenkung bei Patienten mit essentieller Hypertonie

mit einer Abnahme des peripheren arteriellen Widerstandes und einer Zunahme des

Herzzeitvolumens und geringer oder keiner Änderung der Herzfrequenz verbunden. Nach

Einnahme von Enalaprilmaleat nahm der renale Blutfluß zu, die glomeruläre Filtrationsrate blieb

unverändert. Es gab keinen Hinweis auf eine Natrium- oder Flüssigkeitsretention. Bei Patienten

mit niedrigen glomerulären Filtrationsraten vor Beginn der Behandlung kam es jedoch zu einem

Anstieg der Filtrationsraten.

In klinischen Kurzzeitstudien mit Patienten mit Nierenerkrankung mit und ohne Diabetes zeigten

sich nach Einnahme von Enalapril eine Abnahme der Albuminurie sowie der Ausscheidung von

IgG und Gesamteiweiß im Urin.

Bei gleichzeitiger Gabe von Thiaziddiuretika ist der blutdrucksenkende Effekt von Enalaprilmaleat

zumindest additiv. Enalaprilmaleat verringert oder verhindert die Entwicklung einer Thiazid-

induzierten Hypokaliämie.

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz unter Behandlung mit Digitalis und Diuretika war die

Behandlung mit oralem oder intravenösem Enalaprilmaleat mit einer Abnahme des peripheren

Widerstandes und des Blutdrucks verbunden. Das Herzzeitvolumen nahm zu, während die

Herzfrequenz (die normalerweise bei Patienten mit Herzinsuffizienz erhöht ist) sank. Der

Lungenkapillardruck war ebenfalls gesenkt. Die körperliche Belastbarkeit und der Grad der

Herzinsuffizienz (nach den Kriterien der New York Heart Association [NYHA] wurden verbessert.

Diese Wirkungen hielten bei Langzeittherapie an.

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Herzinsuffizienz verzögerte Enalapril das

Fortschreiten der Dilatation/Vergrößerung des Herzens und der Herzinsuffizienz (erkennbar an

der Reduktion des linksventrikulären enddiastolischen und -systolischen Volumens und der

Verbesserung der Auswurffraktion).

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

In einer multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie (SOLVD

Präventionsstudie) wurde ein Kollektiv mit asymptomatischer linksventrikulärer Dysfunktion

(LVEF < 35%) untersucht. Insgesamt 4228 Patienten wurden randomisiert und erhielten

entweder Placebo (n=2117) oder Enalapril (n=2111). In der Placebogruppe kam es zu 818 Fällen

von Herzinsuffizienz bzw. Todesfällen (38,6%) gegenüber 630 Fällen in der Enalaprilgruppe

(29,8%) (Risikoreduktion: 29%; 95% KI; 21-36%; p< 0,001). Insgesamt 518 Patienten aus der

Placebogruppe (24,5%) und 434 Patienten aus der Enalaprilgruppe (20,6%) starben an einer neu

aufgetretenen oder sich verschlechternden Herzinsuffizienz oder wurden deshalb in ein

Krankenhaus aufgenommen (Risikoreduktion: 20%; 95%-KI; 9-30%; p< 0,001).

In einer multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie (SOLVD

Behandlungsstudie) wurde ein Kollektiv mit symptomatischer kongestiver Herzinsuffizienz infolge

einer systolischen Dysfunktion (Auswurffraktion < 35%) untersucht. Insgesamt 2569 Patienten,

deren Herzinsuffizienz konventionell behandelt wurde, wurden randomisiert und erhielten

entweder Placebo (n=1284) oder Enalapril (n=1285). In der Placebogruppe kam es zu 510

Todesfällen (39,7%) gegenüber 452 Todesfällen in der Enalaprilgruppe (35,2%) (Risikoreduktion

16%; 95%-KI, 5-26%; p=0,0036). In der Placebogruppe kam es zu 461 kardiovaskulär bedingten

Todesfällen gegenüber 399 in der Enalaprilgruppe (Risikoreduktion 18%, 95%-KI, 6-28%,

p<0,002), vor allem aufgrund der verminderten Todesrate infolge einer progredienten

Herzinsuffizienz (251 in der Placebogruppe vs. 209 in der Enalaprilgruppe, Risikoreduktion 22%,

95%-KI, 6-35%). Die Zahl der Patienten, die aufgrund einer Verschlechterung der

Herzinsuffizienz starben oder in ein Krankenhaus aufgenommen wurden, war niedriger (736 in

der Placebogruppe und 613 in der Enalaprilgruppe; Risikoreduktion 26%; 95%-KI, 18-34%; p<

0,0001). Insgesamt senkte Enalapril in der SOLVD-Studie bei Patienten mit linksventrikulärer

Dysfunktion das Risiko für einen Myokardinfarkt um 23% (95%-KI, 11-34%; p< 0,001) und für

eine Krankenhausaufnahme wegen einer instabilen Angina pectoris um 20% (95%-KI, 9-29%; p<

0,001).

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan Alone

and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The Veterans

Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit

einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“–Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit

nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder

kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie, akute

Nierenschädigung und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde.

Aufgrund vergleichbarer pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf

andere ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten

mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal

Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu einer

Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder

kardiovaskulärer Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten

Risikos unerwünschter Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als auch

Schlaganfälle traten in der Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-Gruppe,

ebenso unerwünschte Ereignisse und besondere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse

(Hyperkaliämie, Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).

Kinder und Jugendliche

Über die Anwendung von Enalapril zur Behandlung hypertoner Kinder über 6 Jahren liegen

begrenzte Erfahrungen vor. In einer klinischen Studie mit 110 hypertonen Kindern im Alter

zwischen 6 und 16 Jahren, einem Körpergewicht

20 kg und einer glomerulären Filtrationsrate >

30 ml/min/1,73m², erhielten die Kinder mit einem Körpergewicht < 50 kg entweder 0,625, 2,5 oder

20 mg Enalapril pro Tag und Kinder mit einem Körpergewicht

50 kg entweder 1,25, 5 oder 40

mg Enalapril pro Tag. Unter einmal täglicher Gabe von Enalapril kam es zu einer

dosisabhängigen Senkung des Blutdrucks (Talwert). Die dosisabhängige, blutdrucksenkende

Wirkung von Enalapril zeigte sich übereinstimmend in allen Subgruppen (Alter, Tanner-Stadium,

Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit). Die niedrigsten untersuchten Dosen (0,625 mg und 1,25

mg, das entspricht durchschnittlich 0,02 mg/kg einmal täglich), schienen jedoch keine

übereinstimmende blutdrucksenkende Wirkung zu haben. Die untersuchte Höchstdosis betrug

0,58 mg/kg (bis zu 40 mg) einmal täglich. Das Nebenwirkungsprofil pädiatrischer Patienten

unterscheidet sich nicht von dem erwachsener Patienten.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Absorption

Enalapril wird nach der Einnahme rasch resorbiert. Die Spitzenkonzentration im Plasma wird

innerhalb von 1 Stunde erreicht. Basierend auf der Wiederfindungsrate im Urin werden ungefähr

60% der eingenommenen Enalaprildosis resorbiert. Die Resorption wird durch das Vorliegen von

Nahrung im Magen-Darm-Trakt nicht beeinflusst.

Nach der Absorption wird orales Enalapril rasch und weitgehend zu Enalaprilat, einem potenten

Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer, hydrolisiert. Spitzenkonzentrationen von Enalaprilat im

Plasma treten 4 Stunden nach Einnahme von Enalapriltabletten auf. Die effektive

Akkumulationshalbwertszeit von Enalaprilat nach Mehrfachgabe von oralem Enalapril beträgt 11

Stunden. Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion werden Steady-state-Serumkonzentrationen

von Enalaprilat 4 Tage nach Behandlungsbeginn erreicht.

Verteilung

Im Bereich der therapeutisch relevanten Konzentrationen liegt die Plasmaproteinbindung von

Enalaprilat beim Menschen nicht über 60%.

Biotransformation

Abgesehen von der Umwandlung zu Enalaprilat gibt es keinen Hinweis auf einen signifikanten

Metabolismus von Enalapril.

Ausscheidung

Die Ausscheidung von Enalaprilat erfolgt hauptsächlich über die Nieren. Die Hauptbestandteile

im Urin sind Enalaprilat, etwa 40% der Dosis, und unverändertes Enalapril (etwa 20%).

Nierenfunktionsstörung

Die Enalapril- und Enalaprilatexposition ist bei Patienten mit Niereninsuffizienz erhöht. Bei

Patienten mit leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 40-60 ml/min)

war die Steady-state-AUC von Enalaprilat nach einmal täglicher Gabe von 5 mg etwa doppelt so

hoch wie bei Patienten mit normaler Nierenfunktion. Bei einer schweren Niereninsuffizienz

(Kreatinin-Clearance

30 ml/min) war die AUC um das ca. 8-fache höher. Die effektive

Halbwertszeit von Enalaprilat nach Mehrfachgabe von Enalaprilmaleat ist bei einer

Niereninsuffizienz in diesem Stadium verlängert und die Zeit bis zum Steady-state verzögert.

(Siehe Abschnitt 4.2). Enalaprilat kann durch Hämodialyse aus dem Blutkreislauf entfernt

werden. Die Dialyse-Clearance beträgt 62 ml/min.

Kinder und Jugendliche

Eine Studie zur Pharmakokinetik bei Mehrfachdosierung mit täglich 0,07-0,14 mg/kg oralem

Enalaprilmaleat wurde mit 40 hypertonen Jungen und Mädchen im Alter zwischen 2 Monaten und

16 Jahren durchgeführt. Es wurden keine wesentlichen Unterschiede zwischen der

Pharmakokinetik von Enalaprilat bei Kindern im Vergleich zu historischen Daten bei

Erwachsenen beobachtet. Die Daten zeigen eine Vergrößerung der AUC (nach Normierung auf

Dosis pro Körpergewicht) mit zunehmendem Alter. Eine Vergrößerung der AUC wird jedoch nicht

nach Normierung der Daten auf die Körperoberfläche beobachtet. Im Steady-state betrug die

effektive Akkumulationshalbwertszeit von Enalaprilat im Mittel 14 Stunden.

Stillzeit

Nach oraler Verabreichung von Einzeldosen zu 20 mg bei fünf Frauen postpartum betrug der

Spitzenwert der Konzentrationen von Enalapril in der Muttermilch nach vier bis sechs Stunden im

Durchschnitt 1,7 µg/L (Bereich 0,54 bis 5,9 µg/L). Auch zu verschiedenen Zeitpunkten innerhalb

von 24 Stunden betrugen im Durchschnitt die Spitzenwerte der Konzentrationen von Enalapril 1,7

µg/L (Bereich 1,2 bis 2,3 µg/L). Ausgehend von diesen Daten ist die maximale Menge Enalapril

bei einem ausschließlich gestillten Säugling auf etwa 0,16% der verabreichten mütterlichen Dosis

zu schätzen.

Bei einer Frau, die täglich 11 Monate lange 10 mg Enalapril oral einnahm, betrugen die

Spitzenwerte der Konzentrationen von Enalapril in der Muttermilch vier Stunden nach Einnahme

2 µg/L und etwa neun Stunden nach Einnahme 0,75 µg/L. Im Verlaufe von 24 Stunden in der

Milch gemessene Gesamtmenge von Enalapril und Enalaprilat betrug 1,44 µg/L bzw. 0,63 µg/L.

Vier Stunden nach einer Einzeldosis von 5 mg Enalapril bei einer Mutter und 10 mg bei zwei

Müttern konnten keine Enalaprilat-Mengen in der Milch nachgewiesen werden (<0,2 µg/L).

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, chronischen Toxizität,

Gentoxizität und zum kanzerogenen Potential lassen die präklinischen Daten keine besonderen

Gefahren für den Menschen erkennen. Studien zur Reproduktionstoxizität weisen darauf hin,

dass Enalapril keinen Einfluss auf die Fertilität und Fortpflanzung bei Ratten hat und nicht

teratogen ist. In einer Studie, in der weibliche Ratten Enalapril vor der Paarung und während der

Trächtigkeit erhielten, zeigte sich während der Säugeperiode eine erhöhte Todesrate bei den

Jungtieren. Die Verbindung passiert die Plazenta und wird in die Muttermilch ausgeschieden. Die

Arzneimittelklasse der Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer ist bei Anwendung im 2. und 3.

Trimenon der Schwangerschaft nachweislich fetotoxisch (Schädigung und/oder Tod des Föten).

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumhydrogencarbonat

Vorverkleisterte Stärke (Maisstärke)

Maisstärke

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Eisen(III)-oxid (E172) (nur in Enalapril dura 10 mg Tabletten)

Eisen(II,III)-oxid (E 172) (nur in Enalapril dura 20 mg Tabletten)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25ºC lagern. Im Originalbehältnis aufbewahren. Das Behältnis fest verschlossen

halten.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Tablettenbehältnis aus HDPE mit Trockenmittel und Sicherheitsverschluß aus Polypropylen

sowie Aluminiumfolien-Blisterstreifen in Pappschachteln.

Originalpackungen mit 20, 30, 50 und 100 Tabletten.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Mylan dura GmbH

Postfach 10 06 35

64206 Darmstadt

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Enalapril dura 5 mg Tabletten:

47671.01.00

Enalapril dura 10 mg Tabletten:

47671.02.00

Enalapril dura 20 mg Tabletten:

47671.03.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 12.07.2000

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 29.01.2009

10.

STAND DER INFORMATION

September 2014

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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