Enalapril Comp KSK 10/25mg Tablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Enalaprilmaleat, Hydrochlorothiazid
Verfügbar ab:
KSK-Pharma Vertriebs AG
ATC-Code:
C09BA02
INN (Internationale Bezeichnung):
Enalaprilmaleat, Hydrochlorothiazide
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Enalaprilmaleat 10.mg; Hydrochlorothiazid 25.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
58781.00.00

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Enalapril Comp KSK 10 mg / 25 mg

Tabletten

Wirkstoffe: 10 mg Enalaprilmaleat und 25 mg Hydrochlorothiazid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Neben-

wirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie

bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

1. Was ist Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg und wofür wird es angewendet?

2. Was müssen Sie vor der Einnahme von Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg beachten?

3. Wie ist Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg aufzubewahren?

6. Weitere Informationen

1.

WAS IST ENALAPRIL KSK COMP 10 MG / 25 MG UND WOFÜR WIRD ES

ANGEWENDET?

Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg ist ein blutdrucksenkendes Arzneimittel, das eine

Kombination aus einem ACE-Hemmer (Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer) und einem

harntreibenden Arzneimittel (Thiaziddiuretikum) enthält.

Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg wird angewendet bei:

Bluthochdruck.

Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg ist angezeigt bei Patienten, deren Blutdruck mit Enalapril

allein nicht ausreichend gesenkt werden kann.

2.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON ENALAPRIL KSK COMP 10 MG / 25 MG

BEACHTEN?

Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Enalapril, einem anderen ACE-

Hemmer oder einem der sonstigen Bestandteile von Enalapril KSK Comp 10 mg /

25 mg sind.

wenn bei Ihnen eine bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Hydrochlorothiazid

oder anderen Sulfonamiden (Wirkstoffgruppe, zu der Hydrochlorothiazid gehört)

vorliegt.

wenn bei Ihnen in der Vergangenheit nach Anwendung eines ACE-Hemmers

Überempfindlichkeitsreaktionen mit plötzlichem Anschwellen von Gesicht, Lippen,

Zunge und/oder Rachen sowie möglicherweise auch von Händen und Füßen

(Angioödeme) zusammen mit Schluckbeschwerden oder Atemnot aufgetreten

sind

wenn in Ihrer Familie Angioödeme aufgetreten sind oder wenn bei Ihnen bereits

ein Angioödem aus unbekannter Ursache aufgetreten ist

wenn Sie unter einer schweren Nierenfunktionsstörung leiden

wenn Sie unter einer schweren Leberfunktionsstörung leiden.

Anurie

während der letzten 6 Monate einer Schwangerschaft. Es wird empfohlen,

Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg auch in der frühen Phase der

Schwangerschaft nicht anzuwenden, siehe Abschnitt Schwangerschaft und

Stillzeit.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg ist

erforderlich,

Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie mit der Einnahme von Enalapril KSK Comp 10 mg / 25

mg beginnen,

wenn Sie an einer verminderten Durchblutung der Herzkranzgefäße (koronare

Herzerkrankung) leiden.

wenn Sie an Durchblutungsstörungen des Gehirns (zerebrovaskuläre

Erkrankung) leiden.

wenn Sie an Herzmuskelschwäche leiden

wenn die Herzklappen Ihrer linken Herzkammer verengt sind oder andere

Ausflussbehinderungen aus der linken Herzkammer bestehen.

wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist.

wenn bei Ihnen eine Einengung der Nierengefäße vorliegt (beidseitig bzw.

einseitig bei Einzelniere).

wenn bei Ihnen kürzlich eine Nierenverpflanzung durchgeführt wurde.

wenn bei Ihnen eine Blutwäsche (Dialyse) mit bestimmten Dialysemembranen

(High-flux-Membranen) durchgefürt wird.

wenn bei Ihnen eine LDL-Apherese-Behandlung durchgeführt wird (maschinelle

Entfernung von Cholesterin aus dem Blut).

wenn Sie sich einer Desensibilisierung gegen bestimmte Insektengifte, wie von

Bienen- oder Wespen, unterziehen.

wenn Ihre Leberfunktion eingeschränkt ist.

wenn Sie gleichzeitig Lithium (Arzneimittel gegen bestimmte Depressionen)

einnehmen.

wenn Sie unter Zuckerkrankheit leiden (Diabetes mellitus).

wenn Sie gleichzeitig mit Präparaten (kaliumsparende Diuretika, harntreibende

Arzneimittel, kaliumhaltige Präparate oder Heparin) behandelt werden, die zu

einem Anstieg der Serum-Kaliumwerte führen können.

wenn die Blutdrucksenkung durch ACE-Hemmer aufgrund Ihrer schwarzen Hautfarbe

nicht so stark wie bei Patienten mit weißer Hautfarbe ist.

wenn Sie an Gicht leiden.

Beschwerden wie Mundtrockenheit, Durst, Schwäche, Teilnahmslosigkeit, Muskelschmerzen

oder -krämpfe, Herzrasen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, verminderte Harnproduktion

können Ausdruck eines gestörten Flüssigkeits- oder Mineralstoffhaushalts sein. Falls solche

Beschwerden bei Ihnen auftreten, informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Falls Sie vor einer Operation oder Narkose (auch einer zahnärztlichen Betäubung) stehen,

teilen Sie Ihrem Arzt mit, dass Sie Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg einnehmen, da es

unter der Narkose zu einem plötzlichen Blutdruckabfall kommen kann.

Während der Einnahme von Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg informieren Sie bitte

unverzüglich Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Symptome bemerken:

Nach Einnahme der ersten Dosis fühlen Sie sich schwindlig. Einige Menschen

reagieren auf die erste Dosis oder auf eine Dosiserhöhung mit Schwindel,

Schwäche, Ohnmacht oder Übelkeit.

Eine plötzliche Schwellung an den Lippen, im Gesicht, im Hals, möglicherweise

auch an Händen und Füßen, keuchende Atmung oder Heiserkeit. Diesen Zustand

nennt man Angioödem; es kann jederzeit während der Behandlung auftreten.

Bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe führt die Anwendung von ACE-Hemmern

häufiger zur Bildung von Angioödemen als bei Patienten mit nicht-schwarzer

Hautfarbe.

Erhöhte Temperatur, Halsschmerzen oder Geschwüre im Mund. (Dies können

Symptome einer Infektion sein, die durch die Senkung der Zahl der weißen

Blutkörperchen verursacht wurde.)

Eine Gelbfärbung der Haut und des Weißen im Auge (Gelbsucht) kann ein

Anzeichen für eine Lebererkrankung sein.

Ein lang anhaltender trockener Husten. In Zusammenhang mit der Verwendung von

ACE-Hemmern wurde über Husten berichtet. Er kann allerdings auch das Symptom

einer Erkrankung der oberen Atemwege sein.

Die Anwendung dieses Arzneimittels bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Halten

Sie daher bitte die vom Arzt angeordneten Laborkontrollen und Untersuchungen unbedingt

ein.

Doping

Das in diesem Arzneimittel enthaltene Hydrochlorothiazid kann bei Dopingkontrollen zu

positiven Ergebnissen führen. Eine missbräuchliche Anwendung des Arzneimittels Enalapril

KSK Comp 10 mg / 25 mg zu Dopingzwecken kann zu einer Gefährdung Ihrer Gesundheit

führen.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Die Kombination von Enalapril und Hydrochlorothiazid wird für Kinder nicht empfohlen, da

Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nicht vorliegen.

Ältere Patienten

Die Dosierung erfolgt in Abhängigkeit von der Nierenfunktion der älteren Patienten.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden

könnten). Die Einnahme von Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg in der frühen Phase der

Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg darf nicht

mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme

von Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg in diesem Stadium zu schweren Schädigungen

Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit).

Bei Einnahme von Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg mit anderen Arzneimitteln:

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/

anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/ angewendet haben, auch wenn es sich um nicht

verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Kaliumpräparate, kaliumhaltige Salzersatzmittel

Diuretika („Wassertabletten”) die zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt

werden, einschließlich kaliumsparende Diuretika wie Spironolacton, Triamteren oder

Amilorid

andere Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks

Anästhetika und Arzneimittel gegen psychische Erkrankungen oder Depressionen,

Arzneimittel zur Behandlung von Psychosen, trizyklische Antidepressiva oder

Beruhigungsmittel

Lithium (Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen)

Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen, wie Acetylsalicylsäure (> 300

mg/Tag), Indomethacin oder COX-2 Hemmer

Goldlösungen (Natrium aurothiomalat), die bei der Behandlung rheumatischer

Erkrankungen mit Spritzen verabreicht werden

Arzneimittel wie Ephedrin, enthalten in einigen Husten- und Erkältungsmitteln oder

Noradrenalin und Adrenalin welche zur Behandlung der Hypotension, Schock,

Herzschwäche, Asthma oder Allergien verwendet werden

blutzuckersenkende Arzneimittel zum Einnehmen und Insulin

Colestyramin und Colestipol-Harze, Arzneimittel die eine Senkung der Blutfettwerte

bewirken

kortisonhaltige Arzneimittel (Kortikosteroide), hormonähnliche

entzündungshemmende Substanzen

Corticotropin (ACTH), wird vorwiegend zur Überprüfung der Nebennierenfunktion

verwendet

bestimmte Arzneimittel die zur Erschlaffung der Skelettmuskulatur bei Operationen

dienen (z.B. Tubocurarinchlorid)

Arzneimittel zur Gichtbehandlung (z.B. Allopurinol, Probenecid, Sulfinpyrazon)

Arzneimittel zur Behandlung von Krebs, wie Cyclophosphamid, Methotrexat

Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems (Immunsuppressiva),

Arzneimittel zur Verhinderung von Abstoßungsreaktionen nach

Knochenmarktransplantation, wie Ciclosporine

Herzglykoside (z.B. Digoxin), Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen

Arzneimittel mit Nebenwirkungen auf den Herzrhythmus, wie Arzneimittel gegen

Herzrythmusstörungen, einige Arzneimittel gegen Psychosen oder andere

Arzneimittel wie z.B. Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen Infektionen, von

denen bekannt ist, dass sie schwere Herzrythmusstörungen hervorrufen können

Kalziumsalze

Amphotericin B, Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen

Abführmittel

Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewendete Arznei-

mittel gelten können.

Bei Einnahme von Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg zusammen mit Nahrungsmitteln

und Getränken

Die Nahrungsaufnahme hat keinen Einfluss auf die Aufnahme von Enalapril KSK Comp 10

mg / 25 mg in den Körper.

Alkohol kann die blutdrucksenkende Wirkung von Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg

verstärken.

Kochsalz kann die blutdrucksenkende Wirkung von Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg

abschwächen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme/ Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder schwanger werden

könnten. In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg vor

einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und

er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von Enalapril KSK Comp

10 mg / 25 mg in der frühen Schwangerschaft wird nicht empfohlen und Enalapril KSK Comp

10 mg / 25 mg darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen

werden, da die Einnahme von Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg in diesem Stadium zu

schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Teilen sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Das Stillen

von Neugeborenen (in den ersten Wochen nach der Geburt) und besonders von

Frühgeburten wird nicht empfohlen, wenn Sie Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg

einnehmen.

Bei älteren Säuglingen sollte der Arzt Sie über Nutzen und mögliche Schäden der

Anwendung von Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg in der Stillzeit im Vergleich zu

Behandlungsalternativen aufklären.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:

Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen

ärztlichen Kontrolle.

Individuell kann das Reaktionsvermögen so weit verändert sein, dass die Fähigkeit zur

aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten

ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei

Behandlungsbeginn, bei einer Dosiserhöhung, nach einem Präparatewechsel sowie im

Zusammenwirken mit Alkohol.

Wichtige Informationen uber bestimmte Bestandteile von Enalapril KSK Comp 10 mg /

25 mg

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg

daher erst nach Rucksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass sie unter

einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3.

WIE IST Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg immer genau nach der Anweisung des

Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz

sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

1 mal täglich 1 Tablette Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg.

Bei Nierenproblemen

Ihr Arzt wird die Dosis von Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg sorgfältig anpassen.

Bei älteren Patienten

Die Dosiseinstellung ist besonders sorgfältig vorzunehmen.

Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren

Die Sicherheit und Unbedenklichkeit von Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg bei Kindern

und Jugendlichen wurde nicht untersucht.

Art der Anwendung

Nehmen Sie die Tablette mit einem Glas Wasser ein.

Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg kann zu den Mahlzeiten oder auf leeren Magen

eingenommen werden.

Dauer der Anwendung

Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

(Falls vorhanden:

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette für ein erleichtertes Schlucken und nicht

zum Aufteilen in gleiche Dosen.)

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die

Wirkung von Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg eingenommen

haben als Sie sollten

Wenn Sie (oder eine andere Person) mehrere Tabletten auf einmal geschluckt haben,

nehmen Sie sofort ärztliche Hilfe in Anspruch.

Eine Überdosis kann zu niedrigem Blutdruck, extrem schnellem oder langsamem

Herzschlag, Herzklopfen, Schock, Kurzatmigkeit, Husten, Übelkeit und Erbrechen,

Krämpfen, Schwindel, Schläfrigkeit, Verwirrtheit oder Angst, übermäßigem Wasserlassen

oder zu Harnverhaltung führen.

Bitte nehmen Sie diese Gebrauchsinformation, die restlichen Tabletten und die Verpackung

mit ins Krankenhaus oder zum Arzt, damit man dort weiß, welche Tabletten eingenommen

wurden.

Wenn Sie die Einnahme von Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg vergessen haben

Wenn Sie versehentlich vergessen haben, die tägliche Dosis einzunehmen, sollten Sie die

Behandlung wie verordnet fortsetzen. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die

vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg abbrechen

Die Behandlung des Bluthochdrucks ist eine Langzeitbehandlung. Eine Unterbrechung der

Behandlung muss mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Eine Unterbrechung

oder vorzeitige Beendigung der Behandlung kann zu einem Blutdruckanstieg führen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg Nebenwirkungen haben, die

aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde

gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.

Beenden Sie die Einnahme von Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg und informieren Sie

unverzüglich Ihren Arzt oder gehen Sie in die Notfallambulanz des nächstgelegenen

Krankenhauses, wenn Sie folgendes bemerken:

Wenn es bei Ihnen zu einer schweren allergischen Reaktion kommt, einem

sogenanntem Angioödem (Hautausschlag, Juckreiz, Schwellungen an den

Gliedmaßen, im Gesicht, an den Lippen, im Mund oder Hals, die zu Problemen

beim Schlucken oder Atmen führen können).

Gelbsucht (Leberentzündung)(Gelbfärbung der Haut und des Augenweiß).

Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg verursacht häufig einen niedrigen Blutdruck, eventuell

verbunden mit einem Gefühl von Benommenheit und Schwäche. Dies kann bei manchen

Patienten nach der ersten Dosis oder nach einer Erhöhung der Dosis auftreten. Wenn diese

Nebenwirkungen bei Ihnen auftreten, sollten Sie sich umgehend an Ihren Arzt wenden.

Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg kann zu einem Rückgang der Anzahl der weißen

Blutkörperchen führen. Ihre Widerstandskraft gegen Infektionen kann dadurch herabgesetzt

sein. Wenn Sie eine Infektion mit Fieber oder einer ernsten Verschlechterung Ihres

Allgemeinzustands, oder Fieber zusammen mit Symptomen eines lokalen Infekts wie z.B.

Schmerzen im Hals/ Rachen/ Mund feststellen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen

haben, sollten Sie sich umgehend mit Ihrem Arzt in Verbindung setzten.

Bei der Anwendung von Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg und anderen ACE-Hemmern ist

sehr häufig über einen trockenen, hartnäckigen Husten berichtet worden. Dieser kann jedoch

auch das Symptom einer Erkrankung der oberen Atemwege sein. Informieren Sie Ihren Arzt,

wenn dieses Symptom bei Ihnen auftritt.

Sehr häufig:

Verschwommenes Sehen

Schwindel

Übelkeit

Schwäche

Erhöhter Blutzucker, Zucker im Harn

Erhöhung der Harnsäure im Blut

Störungen im Mineralhaushalt (Natriummangel, Kaliummangel),

Anstieg bestimmter Blutfette (Cholesterin und Triglyceride)

Häufig:

Kopfschmerzen, Depression

Ohnmacht, Schmerzen im Brustkorb, Herzrhythmusstörungen, schneller

Herzschlag, Herzklopfen, Herzengegefühl (Angina pectoris)

Atemnot (einschließlich Lungenentzündung)

Durchfall, Verstopfung, Magenreizung, Geschmacksveränderungen,

Bauchschmerzen, Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Hautausschlag

Müdigkeit, Benommenheit

hohe Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie)

Anstieg der Kalium-, Harnstoff-, Harnsäure- und Kreatininwerte im Blut

Gelegentlich:

Blutarmut durch vermehrten Zerfall roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie)

oder Blutbildungsstörung im Knochenmark (aplastische Anämie)

zu niedriger Blutzucker (Hypoglykämie)

Verwirrtheit, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Nervosität,

niedriger Blutdruck beim Wechsel der Position (zum Beispiel Benommenheit oder

Schwäche beim Übergang vom Liegen zum Stehen)

Herzinfarkt oder Schlaganfall überwiegend bei Patienten mit niedrigem Blutdruck

Kribbeln oder taubes Gefühl auf der Haut

Drehschwindel (Vertigo)

Ohrgeräusche Tinnitus)

laufende Nase, Halsschmerzen, Heiserkeit

Asthma

Darmverschluss, Magengeschwür

Erbrechen, Verdauungsstörung, Appetitlosigkeit, Mundtrockenheit

verminderte Nierenfunktion, Nierenentzündung (interstitielle Nephritis),

Nierenversagen

Schwitzen, Juckreiz, Nesselsucht, Haarausfall, Lichtempfindlichkeit der Haut

Impotenz

Muskelkrämpfe

Gesichtsrötung (Flush), Unwohlsein, Fieber

Abnahme der Natriumwerte im Blut

Selten:

Verminderung der Anzahl bestimmter Blutzellen (Leukopenie, Neutropenie,

Thrombozytopenie, Panzytopenie) bis zu einer hochgradigen Verminderung

bestimmter weißer Blutkörperchen mit Infektneigung und schweren

Allgemeinsymptomen (Agranulozytose)

Abnahme bestimmter Laborwerte (Hämoglobin und Hämatokrit)

Unterdrückung der Knochenmarksfunktion

Autoimmun-Krankheiten, bei denen der Körper körpereigenes Gewebe angreift

Erkrankung der Lymphknoten

Entzündung der Speicheldrüsen

ungewöhnliche Träume, Schlafstörungen, Unruhe

entzündliche Erkrankung der Blutgefäße (nekrotisierende Vaskulitis)

Raynaud-Syndrom, durch Gefäßkrämpfe bedingte Durchblutungsstörungen an

Händen und Füßen

Veränderungen im Lungengewebe einschließlich Lungenentzündung,

Nasenschleimhautentzündung mit Fließschnupfen (Rhinitis)

Entzündungen im Mund mit Geschwürbildung, Entzündung der Zungenschleimhaut

Lebererkrankungen wie eingeschränkte Leberfunktion, Leberentzündung, erhöhte

Werte von Leberenzymen oder Bilirubin

Hauterkrankung mit roten schuppenden Flecken an Nase und Wangen (Lupus

erythematodes) - diese Erkrankung kann sich bei Patienten mit bereits

bestehendem Lupus erythematodes verschlimmern; Hautausschlag, starke

Blasenbildung, Hautrötung, Stevens-Johnson-Syndrom (Blasenbildung an Haut,

Mund, Augen und Genitalien), Lyell-Syndrom (die Haut sieht wie verbrannt aus und

schält sich ab), Pemphigus (eine Krankheit mit Blasen und Läsionen, die meist im

Mund beginnen, Nesselsucht, Haarausfall und Juckreiz).

Ein Symptomenkomplex wurde berichtet, der mit einigen oder allen der

folgenden Nebenwirkungen einhergehen kann: Fieber, schweren Entzündungen,

Entzündung von Blutgefäßen, Muskel- und/oder Gelenkschmerzen, Veränderungen der

Blutzusammensetzung und einer erhöhten Blutsenkungsgeschwindigkeit (Bluttest zur

Feststellung von Entzündungen) einhergehen. Hautausschlag, Lichtempfindlichkeit oder

andere Hauterkrankungen können auftreten.

Verminderte Harnausscheidung

Vergrößerung der Brust bei Männern

Sehr selten:

Gewebeschwellung des Darms (intestinales Angioödem)

Häufigeit nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden)

Anstieg der Zucker-, Fett- oder Harnsäurespiegel im Blut, Zucker im Urin; niedrige

Blut-Kaliumspiegel, was zu Muskelschwäche, Muskelzuckungen oder

Herzrhythmusstörungen führen kann; hohe Blut-Calciumspiegel, was zu

Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Verstopfung, Appetitlosigkeit,

übermäßigem Durst, übermäßig häufigem Wasserlassen, Müdigkeit, Schwäche und

Gewichtsverlust führen kann.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen

Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser

Gebrauchsinformation angegeben sind.

5. WIE IST ENALAPRIL KSK COMP 10 MG / 25 MG AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel fur Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und den Blisterstreifen aufgedruckten

Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Nicht uber 25 °C lagern!

6. WEITERE INFORMATIONEN

Was Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg enthält:

Die Wirkstoffe sind Enalaprilmaleat und Hydrochlorothiazid. 1 Tablette enthält 10 mg

Enalaprilmaleat und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Lactose-Monohydrat, Maisquellstärke, Maisstärke, Natriumhydrogencarbonat, Magnesiumstearat,

Eisen(III)-hydroxidoxid x H2O

Wie Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg aussieht und Inhalt der Packung:

Blassgelbe, runde, bikonvexe Tablette mit einseitiger Bruchrille.

Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg ist in Originalpackungen mit 100 Tabletten (N3) erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer:

KSK-Pharma Vertriebs AG

Finkenstr. 1

D-76327 Berghausen

Telefon: 0721-20 190 - 0

Telefax: 0721-20 190 - 11

E-Mail: info@ksk-pharma.de

Homepage: www.ksk-pharma.de

Hersteller:

Laboratorios Medicamentos Internacionales, S.A.

Solana No. 26

28850 Torrejón de Ardoz

Madrid

Spanien

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Januar 2013.

Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Enalapril Comp KSK 10 mg / 25 mg

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Tablette enthält 10 mg Enalaprilmaleat und 25 mg Hydrochlorothiazid.

3.

DARREICHUNGSFORM

Tablette

Hellgelbe Tablette, rund, bikonvex und mit einer Bruchkerbe auf einer Seite.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette für ein erleichtertes Schlucken und nicht

zum Aufteilen in gleiche Dosen.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung der essentiellen Hypertonie.

Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg ist bei Patienten indiziert, deren Blutdruck mit Enalapril

allein nicht ausreichend gesenkt werden kann.

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Eine individuelle Dosistitration mit den Einzelsubstanzen ist zu empfehlen.

Wenn klinisch vertretbar, kann eine direkte Umstellung von der Monotherapie auf die fixe

Kombination in Erwägung gezogen werden.

Dosierung

Die übliche Dosis ist 1-mal täglich 1 Tablette Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg.

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion

Kreatininclearance = 30 ml/min:

Die Dosis von Enalapril sollte bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, deren

Kreatininclearance = 30 ml/min ist, vor der Umstellung auf die fixe Kombination sorgfältig

eingestellt werden. Die Dosis von Enalaprilmaleat und Hydrochlorothiazid sollte so niedrig

wie möglich gehalten werden.

Die Kalium- sowie Kreatininwerte sollten bei diesen Patienten regelmäßig überwacht.

Kreatininclearance < 30 ml/min:

Die Kombination Enalapril/Hydrochlorothiazid ist kontraindiziert bei Patienten mit schwerer

Niereninsuffizienz.

Anwendung bei älteren Patienten

Die Dosiseinstellung ist besonders sorgfältig vorzunehmen (Titration der Einzel-

komponenten).

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (< 18 Jahre)

Die Sicherheit und Unbedenklichkeit von Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg bei Kindern

und Jugendlichen wurde nicht untersucht.

Art und Dauer der Anwendung

Die Einnahme von Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg kann unabhängig von den Mahlzeiten

erfolgen. Die angegebene Tagesmenge sollte mit reichlich Flüssigkeit morgens

eingenommen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg darf nicht eingenommen werden bei:

Überempfindlichkeit gegen Enalapril oder andere ACE-Hemmer, Thiazide und

Sulfonamide (mögliche Kreuzreaktion beachten) oder einen der sonstigen

Bestandteile des Arzneimittels

anamnestisch bekanntem angioneurotischen Ödem (z.B. infolge einer früheren

ACE-Hemmer-Therapie)

hereditärem/idiopathischem angioneurotischen Ödem

schwerer eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatininclearance < 30 ml/min)

schwerer Leberinsuffizienz / hepatischer Enzephalopathie

im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitt 4.4 und 4.6)

Anurie (Absinken der Urinmenge unter 100ml/24h)

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Enalapril / Hydrochlorothiazid

Vor Therapiebeginn mit Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg muß die Nierenfunktion

überprüft und ein Salz-/Flüssigkeitsmangel ausgeglichen werden.Insbesondere zu

Behandlungsbeginn, bei Risikopatienten (Patienten mit Nierenfunktionsstörungen, Diabetes

mellitus, älteren Patienten, Kollagenerkrankungen) und bei Behandlung mit Immun

suppressiva, Zytostatika, Allopurinol, Procainamid, Digitalisglykosiden, Glukokortikoiden und

Laxantien sind Kontrollen der Serum-Elektrolyte, des Serumkreatinins, des Blutzuckers

sowie des Blutbildes kurzfristig angezeigt.

Symptomatische Hypotonie

Bei komplikationsloser Hypertonie werden selten symptomatische Hypotonien beobachtet.

Bei hypertonen Patienten kommt es unter der Therapie mit Enalapril eher zu einer

symptomatischen Hypotonie, wenn ein Volumenmangel vorliegt, z.B. aufgrund einer

Diuretika-Therapie, salzarmer Diät, Dialyse, Durchfall oder Erbrechen (siehe Abschnitt 4.5

und 4.8). In angemessenen Abständen sollte eine Bestimmung der Serumelektrolyte bei

diesen Patienten durchgeführt werden.

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz – mit oder ohne einhergehender Niereninsuffizienz -

wurden symptomatische Hypotonien beobachtet. Insbesondere Patienten mit schweren

Graden der Herzinsuffizienz, die als Ausdruck des Schweregrades ihrer Erkrankung eine

Therapie mit hoch dosierten Schleifendiuretika, Hyponatriämie oder

Nierenfunktionseinschränkungen aufweisen, können davon betroffen sein. Bei diesen

Patienten ist die Behandlung unter ärztlicher Überwachung einzuleiten und im weiteren

Verlauf immer dann engmaschig zu überwachen, wenn die Dosis von Enalapril und/oder des

Diuretikums neu eingestellt wird. Ähnlich ist auch bei Patienten mit ischämischer

Herzerkrankung oder zerebrovaskulären Erkrankungen vorzugehen, bei denen ein

übermäßiger Blutdruckabfall zu einem Myokardinfarkt oder einem zerebralen Insult führen

könnte.

Falls es zu einer Hypotonie kommt, sollte der Patient in eine liegende Position gebracht

werden und –falls erforderlich- eine intravenöse Kochsalzinfusion erhalten. Eine

vorübergehende hypotone Reaktion ist keine Kontraindikation für die weitere Behandlung,

die normalerweise problemlos durchgeführt werden kann, sobald sich der Blutdruck nach

einer Volumensubstitution normalisiert hat.

Nierenfunktionsstörungen

Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg sollte Patienten mit Niereninsuffizienz

(Kreatininclearance < 80 ml/min and > 30 ml/min) nicht gegeben werden, bis die

Dosistitration mit Enalapril gezeigt hat, dass auf die entsprechende Kombination umgestellt

werden kann.

Bei manchen Hypertonikern ohne vorbestehende Nierenerkrankung kann es unter der

Kombination von Enalapril mit einem Diuretikum zum Anstieg von Serum-Harnstoff und –

Kreatinin kommen. Eine Dosisreduktion von Enalaprilmaleat und/oder ein Absetzen des

Diuretikums können erforderlich sein. In diesen Fällen ist an eine möglicherweise zugrunde

liegende Nierenarterienstenose zu denken (siehe Abschnitt 4.4 – Renovaskuläre Hypertonie)

Hypokaliämie

Die Kombination eines ACE-Hemmers mit einem Thiazid-Diuretikum schließt das Auftreten

einer Hypokaliämie nicht aus. Die Kaliumspiegel sollten regelmäßig überwacht werden.

( siehe Abschnitt 4.4)

Lithium

Unter der gleichzeitigen Anwendung von ACE-Hemmern und Lithium wurden reversible

Anstiege der Serumlithiumkonzentrationen und toxische Effekte berichtet. Eine gleichzeitige

Therapie mit Thiaziddiuretika kann die Serumlithiumkonzentrationen und damit das Risiko

einer Lithium-Toxizität unter einer ACE-Hemmer-Therapie erhöhen. Die Anwendung von

Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg mit Lithium wird deshalb nicht empfohlen; sollte diese

Kombination aber erforderlich sein, sind die Serumlithiumkonzentrationen sorgfältig zu

überwachen.

Enalapril

Aortenstenose/hypertrophe Kardiomyopathie

ACE-Hemmer sollten wie alle Vasodilatatoren bei Patienten mit einer linksventrikulären

Klappenobstruktion und Ausflussbehinderung mit besonderer Vorsicht angewendet werden.

Bei Kreislaufschock und hämodynamisch deutlicher Ausflussbehinderung sollte ihre

Anwendung vermieden werden.

Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 80 ml/min) sollte die

Initialdosis von Enalaprilmaleat der Kreatinin-Clearance des Patienten angepasst werden.

Die Wahl der Erhaltungsdosis richtet sich nach dem Ansprechen des Patienten auf die

Behandlung. Eine routinemäßige Kontrolle von Serum-Kalium und Serum-Kreatinin erfolgt im

Rahmen der üblichen medizinischen Betreuung dieser Patienten.

Insbesondere bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz oder zugrunde liegenden

Nierenerkrankungen, einschließlich Nierenarterienstenose, wurde über Nierenversagen im

Zusammenhang mit der Anwendung von Enalapril berichtet. Bei rechtzeitiger Diagnose und

entsprechender Therapie ist ein Nierenversagen unter Enalapril-Therapie normalerweise

reversibel.

Renovaskuläre Hypertonie

Patienten mit beidseitiger Nierenarterienstenose oder Arterienstenose bei nur einer

funktionsfähigen Niere sind unter ACE-Hemmer-Therapie besonders gefährdet, einen

Blutdruckabfall oder eine Niereninsuffizienz zu entwickeln. Es kann zum Verlust der

Nierenfunktion kommen, wobei oft nur leichte Veränderungen des Serum-Kreatinins

bestehen. Bei diesen Patienten ist die Therapie unter engmaschiger ärztlicher Überwachung

mit niedrigen Dosen, vorsichtiger Titration und unter Kontrolle der Nierenfunktion einzuleiten.

Nierentransplantation

Hinsichtlich der Behandlung mit Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg von Patienten mit

frischer Nierentransplantation bestehen keine Erfahrungen. Daher wird die Behandlung für

diese Patienten nicht empfohlen.

Leberversagen

Selten wurde unter ACE-Hemmer-Behandlung ein Syndrom beobachtet, das mit

cholesterischem Ikterus beginnt und zu einer fulminanten hepatischen Nekrose und

(manchmal) zum Tod führen kann. Der Pathomechanismus dieses Syndroms ist unklar.

Patienten, die unter ACE-Hemmern einen Ikterus oder einen deutlichen Anstieg der

Leberenzyme entwickeln, müssen den ACE-Hemmer absetzen und entsprechend behandelt

werden.

Neutropenie/Agranulozytose

Unter ACE-Hemmer-Therapie wurden Neutropenie/Agranulozytose, Thrombozytopenie und

Anämie berichtet. Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion und ohne besondere

Risikofaktoren tritt selten eine Neutropenie auf. Enalapril soll bei Patienten mit Kollagenosen

mit Gefäßbeteiligung, unter Therapie mit Immunsuppressiva, Allopurinol, Procainamid oder

bei Vorliegen mehrerer dieser Risikofaktoren mit äußerster Vorsicht angewendet werden,

insbesondere bei bestehender Einschränkung der Nierenfunktion. Bei manchen dieser

Patienten traten schwere Infektionen auf, die in einigen Fällen auch nicht auf intensive

Antibiotika-Therapie ansprachen. Wenn Enalapril bei solchen Patienten angewendet wird, ist

eine regelmäßige Kontrolle der Leukozytenzahl angeraten und die Patienten sollten

angewiesen werden, ihrem Arzt alle Anzeichen einer Infektion zu berichten.

Neutropenie/Agranulozytose

Patienten die mit oralen diabetischen Substanzen oder Insulin behandelt werden und mit der

Einnahme von ACE-Hemmern beginnen, sollten speziell in den ersten Monaten der

kombinierten Einnahme, regelmäßig ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren.(siehe besondere

Warnhinweise

Vorsichtsmaßnahmen

für

Gebrauch

Enalapril

Maleate-

Hydrochlorothiazide, Hyperkaliämie; Hydrochlorothiazide, Metabolische und Endocrine Wirkung

in Absatz 4.4 und Absatz 4.5).

Überempfindlichkeit/angioneurotisches Ödem

Angioneurotische Ödeme mit Beteiligung von Gesicht, Extremitäten, Lippen, Zunge, Glottis

und/oder Kehlkopf wurden unter ACE-Hemmern einschließlich Enalapril berichtet. Sie

können zu jedem Zeitpunkt während der Therapie auftreten. In solchen Fällen ist Enalapril

sofort abzusetzen. Der Patient ist sorgfältig zu überwachen, um eine vollständige

Rückbildung der Symptome vor der Entlassung aus der Klinik sicherzustellen. Auch in jenen

Fällen, in denen die Schwellung auf die Zunge begrenzt ist, ohne Atembeschwerden zu

verursachen, sollten die Patienten gegebenenfalls länger beobachtet werden, da eine

Behandlung mit Antihistaminika und Kortikosteroiden unzureichend sein kann.

Sehr selten verliefen angioneurotische Ödeme mit Beteiligung des Kehlkopfes oder der

Zunge letal. Bei Patienten, bei denen Zunge, Glottis oder Kehlkopf betroffen sind, besteht

das Risiko einer Atemwegsobstruktion, insbesondere bei jenen Patienten mit einem

operativen Eingriff an den Atemwegen in der Krankengeschichte. Sobald Zunge, Glottis oder

Kehlkopf betroffen sind, so dass eine Atemwegsobstruktion droht, ist unverzüglich eine

geeignete Therapie einzuleiten (z. B. subkutane Gabe von 0,3 ml–0,5 ml Adrenalin [1:1.000

verdünnt]) und/oder sind Maßnahmen zur Sicherung der Durchgängigkeit der Atemwege zu

treffen.

Im Vergleich mit Patienten nicht-schwarzer Hautfarbe wurde bei Patienten schwarzer

Hautfarbe eine höhere Inzidenz von Angioödemen unter ACE-Hemmern berichtet.

Patienten mit anamnestisch bekanntem, nicht durch einen ACE-Hemmer ausgelöstem

Angioödem können besonders gefährdet sein, ein Angioödem zu entwickeln, wenn sie einen

ACE-Hemmer erhalten (siehe auch Abschnitt 4.3).

Anaphylaktoide Reaktionen während einer Desensibilisierungstherapie gegen Insektengifte

Selten kam es während einer Desensibilisierungstherapie gegen Insektengifte und

gleichzeitiger Anwendung eines ACE-Hemmers zu lebensbedrohlichen anaphylaktoiden

Reaktionen. Diese Reaktionen können vermieden werden, indem man die ACE-Hemmer-

Therapie vor jeder Desensibilisierung zeitweise unterbricht.

Anaphylaktoide Reaktionen während einer LDL-Apherese

Selten kam es während einer Low-Density-Lipoprotein (LDL)-Apherese mit Dextransulfat und

gleichzeitiger Anwendung eines ACE-Hemmers zu lebensbedrohlichen anaphylaktoiden

Reaktionen. Diese Reaktionen können vermieden werden, indem man die ACE-Hemmer-

Therapie vor jeder Apherese zeitweise unterbricht.

Hämodialyse-Patienten

Bei Anwendung von High-Flux-Membranen (z.B. "AN69") im Rahmen einer Dialyse und

gleichzeitiger Behandlung mit einem ACE-Hemmer wurde über anaphylaktoide Reaktionen

berichtet. Bei diesen Patienten ist daher entweder eine andere Dialysemembran oder ein

Antihypertensivum einer anderen Substanzklasse zu verwenden.

Hypoglykämie

Diabetische Patienten, die mit oralen Antidiabetika oder Insulin behandelt werden, sollten bei

Beginn einer ACE-Hemmer-Therapie angewiesen werden, auf Hypoglykämien zu achten,

insbesondere im ersten Monat der kombinierten Therapie. (siehe Abschnitt 4.5).

Husten

Im Zusammenhang mit der Anwendung von ACE-Hemmern wurde über Husten berichtet.

Typischerweise besteht kein Auswurf, der Husten ist hartnäckig und klingt nach Absetzen der

Therapie ab. Ein durch ACE-Hemmer induzierter Husten sollte auch bei der

Differentialdiagnose des Hustens in Betracht gezogen werden.

Operation/Anästhesie

Bei Patienten, die einer größeren Operation unterzogen werden oder eine Anästhesie mit

Substanzen, die den Blutdruck senken, erhalten, hemmt Enalapril als Reaktion auf die

kompensatorische Reninsekretion die Bildung von Angiotensin II. Sollte es aufgrund dieses

Mechanismus zu einer Hypotonie kommen, kann sie durch Volumensubstitution korrigiert

werden.

Hyperkaliämie

Ein Anstieg der Serum-Kalium-Konzentration wurde bei manchen Patienten unter ACE-

Hemmer-Therapie einschließlich Enalapril beobachtet. Risikofaktoren für die Entwicklung

einer Hyperkaliämie schließen ein: Niereninsuffizienz, Verschlechterung der Nierenfunktion,

Alter (> 70 Jahre), Diabetes mellitus, interkurrente Ereignisse - insbesondere Dehydratation,

akute Herzdekompensation, metabolische Azidose und eine gleichzeitige Therapie mit

kaliumsparenden Diuretika (z. B. Spironolacton, Eplerenon,Triamteren oder Amilorid),

Kaliumpräparaten oder kaliumhaltiger Salzsubstitution sowie eine gleichzeitige Therapie mit

anderen Arzneimitteln, die zu einem Anstieg der Serum-Kalium-Werte führen können (z. B.

Heparin), ein. Die Anwendung von Kaliumpräparaten, kaliumsparenden Diuretika oder

kaliumhaltiger Salzsubstitution kann insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion zu einem signifikanten Kaliumanstieg führen. Eine Hyperkaliämie kann

schwerwiegende, manchmal auch letale Arrhythmien verursachen. Ist die gleichzeitige

Anwendung von Enalapril mit einer der o. g. Substanzen angezeigt, sollte diese mit Vorsicht

und unter regelmäßiger Überwachung der Serum-Kalium-Werte erfolgen (siehe Abschnitt

4.5).

Lithium

Die Kombination von Lithium und Enalapril wird im Allgemeinen nicht empfohlen.

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit ACE-Hemmern sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen

werden. Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine

alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere

erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit ACE-Hemmern ist zwingend

erforderlich. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit ACE-Hemmern

unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen

(siehe Abschnitte 4.3 und 4.6)

Hydrochlorothiazid

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance > 30 ml/min)

darf Hydrochlorothiazid nur nach sehr kritischer Nutzen-Risiko-Abwägung und unter

sorgfältiger Überwachung der Nierenfunktion angewendet werden.

Bei Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) ist Hydrochlorothiazid unwirksam

und, da die glomeruläre Filtrationsrate weiter gesenkt wird, sogar schädlich.

Bei Patienten mit einer Nierenerkrankung können Thiazide eine Azotämie auslösen. Bei

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion können kumulative Effekte des Arzneimittels

entstehen. Bei einem Fortschreiten der Niereninsuffizienz, charakterisiert durch ein

Ansteigen des Gesamtstickstoffgehalts des Blutes ohne Eiweißstickstoff muss kritisch über

ein Weiterführen der Behandlung entschieden werden. Ein Absetzen der Diuretikatherapie

sollte in Erwägung gezogen werden (siehe Abschnitt 4.3).

Eingeschränkte Leberfunktion

Thiazide sollten bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder fortschreitender

Lebererkrankung mit Vorsicht angewendet werden, da geringfügige Veränderungen im

Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt ein hepatisches Koma auslösen können.

Metabolische und endokrine Effekte

Thiazidtherapie kann die Glucosetoleranz beeinträchtigen. Bei Diabetikern ist

möglicherweise eine Dosisanpassung von Insulin oder oralen blutzuckersenkenden

Substanzen erforderlich. Ein latenter Diabetes mellitus kann während der Thiazidtherapie

manifest werden.

Ein Anstieg der Cholesterin- und Triglyzeridspiegel wurde mit der Thiazid-diuretikatherapie in

Zusammenhang gebracht.

Bei bestimmten Patienten kann unter Thiazidtherapie eine Hyperurikämie auftreten oder ein

Gichtanfall ausgelöst werden. Diese Wirkung hinsichtlich einer Hyperurikämie scheint

dosisabhängig zu sein. Enalapril kann die Harnsäureausscheidung im Urin steigern und

somit die hyperurikämische Wirkung von Hydrochlorothiazid abschwächen.

Störungen im Elektrolythaushalt

Wie bei jedem Patienten unter Diuretikatherapie sollte regelmäßig in angemessenen

Abständen eine Bestimmung der Serumelektrolyte durchgeführt werden.

Thiazide, einschließlich Hydrochlorothiazid, können Störungen im Flüssigkeits- oder

Elektrolythaushalt (Hypokaliämie, Hyponatriämie und hypochlorämische Alkalose)

verursachen. Warnhinweise für Störungen im Flüssigkeits- oder Elektrolythaushalt sind

Mundtrockenheit, Durst, Schwäche, Lethargie, Schläfrigkeit, Unruhe, Muskelschmerzen oder

-krämpfe, Muskelschwäche, Hypotonie, Oligurie, Tachykardie und Magen-Darm-

Beschwerden wie Übelkeit oder Erbrechen.

Zwar kann bei Anwendung von Thiaziddiuretika eine Hypokaliämie auftreten, jedoch kann die

gleichzeitige Therapie mit Enalapril eine diuretikainduzierte Hypokaliämie verringern. Das

Risiko einer Hypokaliämie ist am größten für Patienten mit Leberzirrhose, bei Patienten mit

gesteigerter Diurese, bei Patienten ohne ausreichende orale Elektrolytaufnahme und bei

Patienten unter gleichzeitiger Therapie mit Kortikosteroiden oder ACTH (siehe Abschnitt 4.5).

Dilutions-Hyponatriämie kann bei ödematösen Patienten bei heißem Wetter auftreten. Ein

Chloridmangel ist im Allgemeinen mild und nicht behandlungsbedürftig.

Thiazide können die Kalziumausscheidung im Urin verringern und vorübergehende und

leichte Erhöhungen des Serumkalziums ohne bekannte Störungen des Kalziumstoffwechsels

verursachen. Eine deutliche Hyperkalzämie kann ein Anzeichen für einen versteckten

Hyperparathyreoidismus sein. Thiazide sollten vor einer Untersuchung der

Nebenschilddrüsenfunktion abgesetzt werden.

Es hat sich gezeigt, dass Thiazide die Ausscheidung von Magnesium im Urin erhöhen. Dies

kann zu einer Hypomagnesiämie führen.

Doping-Test

Das in diesem Arzneimittel enthaltene Hydrochlorothiazid könnte ein positives

Analysenergebnis in einem Doping-Test hervorrufen.

Sonstige

Überempfindlichkeitsreaktionen können bei Patienten mit oder ohne Allergien oder

Bronchialasthma in der Anamnese auftreten. Eine mögliche Verstärkung oder Aktivierung

eines systemischen Lupus erythematodes wurde berichtet.

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-

Galactose-Malabsorption sollten Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg nicht einnehmen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Enalaprilmaleat-Hydrochlorothiazid

Andere Antihypertensiva

Werden solche Arzneimittel gleichzeitig mit Enalapril und Hydrochlorothiazid angewandt, ist

mit einer Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung zu rechnen. Die gleichzeitige

Anwendung mit Nitroglyzerin und anderen Nitraten oder Vasodilatatoren kann den Blutdruck

weiter senken.

Lithium

Unter der gleichzeitigen Anwendung von ACE-Hemmern und Lithium wurden reversible

Anstiege der Serumlithiumkonzentrationen und toxische Effekte berichtet. Eine gleichzeitige

Therapie mit Thiaziddiuretika kann die Serumlithiumkonzentrationen und damit das Risiko

einer Lithium-Toxizität unter einer ACE-Hemmer-Therapie erhöhen. Die Anwendung von

Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg mit Lithium wird deshalb nicht empfohlen; sollte diese

Kombination aber erforderlich sein, sind die Serumlithiumkonzentrationen sorgfältig zu

überwachen.

Nicht steroidale Antiphlogistika (NSAR)

Die Therapie mit NSAR kann die antihypertensive Wirkung eines ACE-Hemmers

abschwächen oder die diuretischen, natriuretischen und antihypertensiven Wirkungen von

Diuretika vermindern.

NSAR (einschließlich COX-2 Hemmer) und ACE-Hemmer wirken bezüglich des Anstiegs von

Serum-Kalium additiv und können so zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion führen.

Diese Effekte sind gewöhnlich reversibel. Selten kann es auch zu akutem Nierenversagen

kommen, insbesondere bei eingeschränkter Nierenfunktion (z. B. bei älteren oder Patienten

mit Volumenmangel, einschließlich der Patienten unter Diuretikatherapie).

Enalapril

Kaliumsparende Diuretika oder Kaliumpräparate

ACE-Hemmer mildern den Kaliumverlust durch Diuretika. Kaliumsparende Diuretika (z. B.

Spironolacton, Eplerenon, Triamteren oder Amilorid), Kaliumpräparate oder kaliumhaltige

Salzersatzmittel können zu einem signifikanten Anstieg des Serum-Kaliums führen. Wenn die

gleichzeitige Anwendung aufgrund einer nachgewiesenen Hypokaliämie angezeigt ist, sollte

sie mit Vorsicht und unter häufiger Überprüfung des Serum-Kaliums erfolgen (siehe Abschnitt

4.4).

Diuretika (Thiazide oder Schleifendiuretika)

Eine vorangegangene hoch dosierte Diuretika-Therapie kann zu Volumenmangel und damit

zum Risiko einer Hypotonie bei Therapiebeginn mit Enalapril führen (siehe Abschnitt 4.4).

Die hypotensive Wirkung kann durch Absetzen des Diuretikums, einem Ausgleich des

Volumenmangels bzw. Gabe von Salz oder durch die Einleitung der Therapie mit Enalapril in

niedriger Dosierung vermindert werden.

Trizyklische Antidepressiva/Neuroleptika/Anästhetika/Narkotika

Die gleichzeitige Anwendung bestimmter Narkosemittel, trizyklischer Antidepressiva und

Neuroleptika mit ACE-Hemmern kann zu einer verstärkten Blutdrucksenkung führen (siehe

Abschnitt 4.4 ).

Gold

Nitritoide Reaktionen (mit Symptomen wie Flush, Übelkeit, Erbrechen und Hypotonie)

wurden selten bei Patienten berichtet, die unter einer Therapie mit Goldinjektionslösungen

(Natriumaurothiomalat) gleichzeitig ACE-Hemmer einschließlich Enalapril erhielten.

Sympathomimetika

Sympathomimetika können die blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern

abschwächen.

Antidiabetika

Epidemiologische Studien weisen auf eine mögliche Verstärkung der blutzuckersenkenden

Wirkung bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Antidiabetika (Insulin, orale

Antidiabetika) hin, so dass das Risiko einer Hypoglykämie besteht. Diese Fälle treten

offenbar insbesondere in den ersten Wochen der kombinierten Behandlung sowie bei

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion auf (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8).

Alkohol

Alkohol verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern.

Acetylsalicylsäure, Thrombolytika und Betablocker

Enalapril kann problemlos gleichzeitig mit Acetylsalicylsäure (in zur kardiovaskulären

Prophylaxe geeigneten Dosierungen), Thrombolytika und Betablockern angewendet werden.

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit ACE-Hemmern sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen

werden. Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine

alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere

erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit ACE-Hemmern ist zwingend

erforderlich. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit ACE-Hemmern

unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen

(siehe Abschnitt 4.3 und 4.6).

Hydrochlorothiazid

Nichtpolarisierende (Skelett)muskelrelaxantien

Thiazide können die Wirkung von Tubocurarin verstärken.

Alkohol, Barbiturate und narkotische Analgetika

Eine orthostatische Hypotonie kann verstärkt werden.

Blutzuckersenkende Mittel (orale Antidiabetika und Insulin)

Eine Dosisanpassung kann erforderlich werden (siehe Abschnitt 4.4).

Cholestyramin und Colestipol

Durch diese Substanzen kann die Resorption von Hydrochlorothiazid verzögert oder

vermindert werden. Sulfonamiddiuretika sind mindestens 1 Stunde vor oder 4 – 6 Stunden

nach diesen Arzneimitteln einzunehmen.

Verlängerung des QT-Intervalls (z. B. Chinidin, Procainamid, Amiodaron, Sotalol)

Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Tachykardien vom Torsade-de-Pointes-Typ

Digitalisglykoside

Erhöhte Gefahr einer Digitalisintoxikation im Zusammenhang mit einer Thiazid induzierten

Hypokaliämie

Kaliuretische Diuretika (z.B. Furosemid), Glukokortikoide, ACTH, Carbenoxolon,

Amphotericin B, Penicillin G, Salicylate oder Laxanzienabusus

Erhöhte Kalium- und/oder Magnesiumverluste

Pressorische Amine (z. B. Epinephrin)

Wirkungsabschwächung durch Hydrochlorothiazid

Zytostatika (z.B. Cyclophosphamid, Fluorouracil, Methotrexat)

Erhöhte Knochenmarktoxizität (insbesondere Granulozytopenie) infolge der durch

Hydrochlorothiazid verursachten Verminderung der renalen Ausscheidung der Zytostatika.

Hypnotika, Narkotika, Anästhetika

Verstärkter Blutdruckabfall.

Allopurinol, Immunsuppressiva, systemische Kortikoide, Procainamid

Abnahme der Leukozytenzahl im Blut, Leukopenie

Methyldopa

Einzelfälle von Hämolyse durch Bildung von Antikörpern gegen Hydrochlorothiazid.

4.6

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft:

Die Anwendung von ACE-Hemmern wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht

empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von ACE-Hemmern im zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos

nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor;

ein geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Sofern ein

Fortsetzen der ACE-Hemmer-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten

Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive

Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine

Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu

beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion,

Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte

(Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3). Im Falle einer

Exposition mit ACE-Hemmern ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden

Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf

Hypotonie untersucht werden (siehe auch Abschnitt 4.3 und 4.4)

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid in der

Schwangerschaft vor, insbesondere während des ersten Trimesters. Ergebnisse aus

Tierstudien sind unzureichend.

Hydrochlorothiazid ist plazentagängig. Auf Grund des pharmakologischen Wirkmechanismus

von Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des zweiten und dritten Trimesters

zu einer Störung der feto-plazentaren Perfusion und zu fetalen und neonatalen

Auswirkungen wie Ikterus, Störung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien

kommen.

Auf Grund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren

Hypoperfusion, ohne den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, sollte

Hydrochlorothiazid bei Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie oder einer

Präeklampsie nicht zur Anwendung kommen.

Stillzeit

Einige wenige pharmakokinetische Daten zeigen, dass sehr geringe Konzentrationen von

Enalapril in der Muttermilch erreicht werden (siehe Abschnitt 5.2). Auch wenn diese

Konzentrationen als klinisch nicht relevant erscheinen, wird die Anwendung von

[Arzneimittel] während des Stillens von Frühgeborenen sowie in den ersten Wochen nach

der Entbindung nicht empfohlen, da ein mögliches Risiko von kardiovaskulären und renalen

Effekten beim Säugling besteht und für eine Anwendung in der Stillzeit keine ausreichende

klinische Erfahrung vorliegt.

Wenn die Säuglinge älter sind, kann die Anwendung von [Arzneimittel] bei stillenden Müttern

erwogen werden, wenn die Behandlung für die Mutter als notwendig erachtet wird und der

Säugling sorgfältig überwacht wird.

Hydrochlorothiazid geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Für Thiazid-Diuretika ist

bekannt, daß sie die Laktation hemmen können.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von

Maschinen

Bei der aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen ist zu

beachten, dass gelegentlich Schwindel oder Schwächegefühl auftreten können.

Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.

Individuell kann das Reaktionsvermögen so weit verändert sein, dass die Fähigkeit zur

aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten

ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei

Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit

Alkohol.

4.8

Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

1/10)

Häufig:

1/100 bis

1/10)

Gelegentlich:

1/1.000 bis

1/100)

Selten:

1/10.000 bis

1/1.000)

Sehr selten:

1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Enalapril

Erkrankungen des Blut- und Lymphsystems:

Gelegentlich:

Anämie (einschließlich aplastische und hämolytische Anämie)

Selten:

Neutropenie, Abnahme von Hämoglobin und Hämatokrit,

Thrombozytopenie, Agranulozytose,

Knochenmarksdepression,

Leukopenie,

Panzytopenie,

Lymphknotenschwellung, Autoimmunkrankheiten

Endokrine Erkrankungen:

Nicht bekannt:

Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

Gelegentlich:

Hypoglykämie

Erkrankungen des Nervensystems:

Häufig:

Kopfschmerzen, Depression

Gelegentlich:

Verwirrtheitszustände, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Nervosität,

Parästhesien, Vertigo

Selten:

verändertes Träumen, Schlafstörungen

Augenerkrankungen:

Sehr häufig:

Verschwommensehen

Erkrankungen des Ohrs und des Innenohrs:

Gelegentlich:

Tinnitus

Herz- und der Gefäßerkrankungen:

Sehr häufig:

Schwindel

Häufig:

Hypotonie (einschließlich orthostatische Hypotonie), Synkope, Schmerzen

im Brustkorb, Herzrhythmusstörungen, Angina pectoris, Tachykardie

Gelegentlich:

orthostatische Hypotonie, Palpitationen, Myokardinfarkt oder zerebraler

Insult, vermutlich infolge übermäßigen Blutdruckabfalls bei

Hochrisikopatienten (siehe Abschnitt 4.4)

Selten:

Raynaud-Phänomen

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums:

Sehr häufig:

Husten

Häufig:

Dyspnoe

Gelegentlich:

Rhinorrhoe, Halsschmerzen und Heiserkeit, Bronchospasmus/

Asthma

Selten:

pulmonale Infiltrate, Rhinitis, allergische

Alveolitis/eosinophile Pneumonie

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Sehr häufig:

Übelkeit

Häufig:

Diarrhö, Bauchschmerzen, Geschmacksveränderung

Gelegentlich:

Ileus, Pankreatitis, Erbrechen, Dyspepsie, Obstipation, Appetitlosigkeit,

Magenreizung, Mundtrockenheit, peptisches Ulkus

Selten:

Stomatitis/aphthöse Ulzerationen, Glossitis

Sehr selten:

intestinales Angioödem

Leber- und Gallenerkrankungen:

Selten:

Leberversagen, Hepatitis – hepatozellulär oder cholestatisch, einschließlich

hepatische Nekrose, Cholestase (einschließlich Ikterus)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Häufig:

Ausschlag, Überempfindlichkeit/angioneurotisches Ödem:

angioneurotische Ödeme mit Beteiligung von Gesicht, Extremitäten,

Lippen, Zunge, Glottis und/oder Kehlkopf wurden berichtet (siehe Abschnitt

4.4)

Gelegentlich:

Diaphorese, Pruritus, Urtikaria, Alopezie

Selten:

Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, exfoliative Dermatitis,

toxische epidermale Nekrolyse, Pemphigus, Erythroderma

Ein Symptomenkomplex wurde berichtet, der mit einigen oder allen der folgenden

Nebenwirkungen einhergehen kann: Fieber, Serositis, Vaskulitis, Myalgien/Myositis,

Arthralgien/Arthritis, positive ANA-Titer, erhöhte BSG, Eosinophilie und Leukozytose.

Hautausschlag, Photosensibilität oder andere dermatologische Manifestationen können

auftreten.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig:

Muskelkrampf

Selten:

Gelenkschmerz

Erkrankungen der Nieren und der Harnwege:

Gelegentlich:

Nierenfunktionsstörung, Nierenversagen, Proteinurie, interstitielle Nephritis

Selten:

Oligurie

Erkrankungen der Geschlechtrsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich:

Impotenz

Selten:

Gynäkomastie

Allgemeine Erkrankungen

Sehr häufig:

Schwäche

Häufig:

Müdigkeit, Brustschmerz

Gelegentlich:

Muskelkrämpfe, Flush, Unwohlsein, Fieber

Untersuchungen:

Häufig:

Hyperkaliämie, Anstieg von Serumkreatinin

Gelegentlich:

Anstieg von Serumharnstoff, Hyponatriämie

Selten:

Anstieg der Leberenzyme, Anstieg von Serumbilirubin

Hydrochlorothiazid

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Selten:

Sialadenitis.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten:

Leukopenie, Neutropenie/Agranulozytose, Thrombozytopenie, aplastische

Anämie, hämolytische Anämie, Knochenmarkdepression.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig:

Hyperglykämie, Glykosurie, Hyperurikämie, Störungen im

Elektrolythaushalt (einschließlich Hyponatriämie und Hypokaliämie),

Anstieg der Cholesterin- und Triglyzeridspiegel.

Gelegentlich:

Appetitlosigkeit.

Nicht bekannt:

Metabolische Alkalose.

Psychiatrische Erkrankungen

Selten:

Unruhe, Depression, Schlafstörungen.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig:

Benommenheit, Kopfschmerzen.

Gelegentlich:

Appetitverlust.

Selten:

Parästhesien.

Augenerkrankungen

Gelegentlich:

Xanthopsie, vorübergehend verschwommenes Sehen.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Nicht bekannt:

Vertigo.

Herzerkrankungen

Häufig:

Palpitationen.

Selten:

Herzrhythmusstörungen.

Gefäßerkrankungen

Häufig:

Orthostatische Hypotonie.

Selten:

Nekrotisierende Angiitis (Vaskulitis, kutane Vaskulitis).

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich:

Dyspnoe (einschließlich Pneumonitis und Lungenödem).

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig:

Magenreizung, Diarrhoe, Obstipation, Pankreatitis.

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich:

Ikterus (intrahepatischer cholestatischer Ikterus).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich:

Photosensibilisierung, Ausschlag, Urtikaria.

Selten:

Reaktionen wie bei einem kutanen Lupus erythematodes, Reaktivierung

eines kutanen Lupus erythematodes, anaphylaktische Reaktionen, toxische

epidermale Nekrolyse.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Selten:

Muskelspasmen.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich:

Interstitielle Nephritis.

Selten:

Nierenfunktionseinschränkung.

Allgemeine Erkrankungen

Häufig:

Schwäche.

Gelegentlich:

Fieber.

Untersuchungen

Häufig:

Reversibler Anstieg harnpflichtiger Substanzen (Kreatinin, Harnstoff,

Harnsäure).

Selten:

Hyperalcämie

4.9

Überdosierung

Es steht keine spezielle Information für die Behandlung einer Überdosierung mit Enalapril

KSK Comp 10 mg / 25 mg zur Verfügung. Die Therapie ist symptomatisch und unterstützend.

Die Behandlung mit Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg soll abgebrochen und der Patient

engmaschig überwacht werden. Die vorgeschlagenen Maßnahmen schließen ein: Auslösen

von Erbrechen, die Gabe von Aktivkohle und die Gabe eines Abführmittels bei kurz

zurückliegender Einnahme; Ausgleich einer Dehydratation, Elektrolytentgleisung und

Hypotonie mit anerkannten Maßnahmen.

Enalaprilmaleat

Es liegen nur begrenzte Daten zu Überdosierungen beim Menschen vor. Als auffälligste

Merkmale einer Überdosierung wurden bisher schwere Hypotonie (Eintritt etwa 6 Stunden

nach Tabletteneinnahme) mit gleichzeitiger Blockade des Renin-Angiotensin-Systems und

Stupor berichtet. Als weitere Symptome im Zusammenhang mit einer Überdosierung von

ACE-Hemmern können Kreislaufversagen, Elektrolyt-störungen, Nierenversagen,

Hyperventilation, Tachykardie, Palpitationen, Bradykardie, Schwindel, Angstgefühl und

Husten auftreten.

Nach Einnahme von 300 mg bzw. 440 mg Enalapril wurden 100- bzw. 200fach höhere

Serumkonzentrationen von Enalaprilat als unter therapeutischen Dosen festgestellt.

Zur Behandlung einer Überdosierung wird die intravenöse Infusion von Kochsalzlösung

empfohlen. Im Falle eines Blutdruckabfalls soll der Patient in Schocklagerung gebracht

werden. Falls verfügbar, kann auch eine Therapie mit einer Angiotensin-II-Infusion und/oder

einer intravenösen Katecholamininfusion in Erwägung gezogen werden. Wurden die

Tabletten erst kurz zuvor eingenommen, sollten Maßnahmen zur Elimination von

Enalaprilmaleat getroffen werden (z.B. Erbrechen, Magenspülung, Anwendung von

Adsorbentien oder Natriumsulfat). Enalaprilat kann durch Hämodialyse aus dem Kreislauf

entfernt werden (siehe Abschnitt 4.4 unter Enalaprilmaleat, Hämodialysepatienten). Bei

therapierefraktärer Bradykardie ist ein Schrittmacher indiziert. Die Vitalparameter, Elektrolyt-

und Kreatininkonzentrationen im Serum sind ständig zu überwachen.

Hydrochlorothiazid

Die häufigsten Anzeichen und Symptome sind Elektrolytverluste (Hypokaliämie,

Hypochlorämie, Hyponatriämie), Konvulsion, Benommenheit, Verwirrtheitszustände,

Kreislaufkollaps und Nierenversagen infolge Dehydratation durch exzessive Diurese. Bei

gleichzeitiger Einnahme von Digitalis können Herzrhythmusstörungen durch die

Hypokaliämie verstärkt werden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: ACE-Hemmer und Diuretikum

ATC-Code: C09BA02

Die gleichzeitige Anwendung von Enalapril und Hydrochlorothiazid führte in klinischen

Studien zu einer stärkeren Blutdrucksenkung als die Gabe einer der beiden Substanzen

allein; die blutdrucksenkenden Wirkungen addieren sich etwa.

Enalaprilmaleat

Enalaprilmaleat wird in der Leber zu Enalaprilat hydrolysiert, welches ein Hemmstoff des

Angiotensin-Converting-Enzyms ist. Das Angiotensin-Converting-Enzym (ACE) ist eine

Peptidyldipeptidase, welche die Umwandlung von Angiotensin I zu der vasokonstriktorisch

wirksamen Substanz Angiotensin II bewirkt. Eine Hemmung von ACE führt zu einer

verminderten Bildung des vasokonstriktorisch wirksamen Angiotensin II in Gewebe und

Plasma, wodurch es zur Abnahme der Aldosteron-sekretion und somit zu einem Anstieg der

Serumkaliumkonzentration kommen kann. Aus dem Fortfall der negativen Rückkopplung von

Angiotensin II auf die Reninsekretion resultiert eine Erhöhung der Plasmareninaktivität.

Da ACE auch Bradykinin, ein vasodepressorisches Peptid, abbaut, resultiert aus der

Hemmung von ACE eine erhöhte Aktivität zirkulierender und lokaler Kallikrein-Kinin-Systeme

(und somit eine Aktivierung des Prostaglandinsystems). Es ist möglich, dass dieser

Mechanismus an der blutdrucksenkenden Wirkung der ACE-Hemmer beteiligt und für

bestimmte Nebenwirkungen mitverantwortlich ist.

Enalapril führt bei Patienten mit Hypertonie zu einer Senkung des Blutdrucks im Liegen und

im Stehen, ohne dass die Herzfrequenz kompensatorisch ansteigt.

Bei hämodynamischen Untersuchungen bewirkte Enalapril eine deutliche Verringerung des

peripheren arteriellen Widerstandes. In der Regel kam es zu keinen klinisch relevanten

Veränderungen von renalem Plasmafluss und glomerulärer Filtrationsrate.

Bei den meisten Patienten zeigte sich der Beginn der antihypertensiven Wirkung ca. 1

Stunde nach oraler Gabe von Enalapril, die maximale Wirkung wurde in der Regel nach 4 - 6

Stunden erreicht. Der maximale blutdrucksenkende Effekt einer definierten Enalaprildosis

war in der Regel nach 3 – 4 Wochen ersichtlich.

Bei der empfohlenen täglichen Dosis bleibt die antihypertensive Wirkung auch während der

Langzeittherapie erhalten. Kurzfristiges Absetzen von Enalapril führt zu keinem schnellen,

übermäßigen Blutdruckanstieg (Rebound).

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid ist ein Thiaziddiuretikum, dessen Wirkung auf der Hemmung der

Rückresorption von Natrium im frühdistalen Nierentubulus beruht. Es erhöht die

Ausscheidung von Natrium und Chlorid im Urin und, in geringerem Maße, die Ausscheidung

von Kalium und Magnesium. Dadurch wird das Harnvolumen erhöht und eine

antihypertensive Wirkung erzielt.

Die diuretische Wirkung setzt nach ca. 2 Stunden ein, sie erreicht nach 4 Stunden ihr

Maximum und hält 6 bis 12 Stunden an. Oberhalb einer bestimmten Dosis bleibt die

therapeutische Wirkung gleich, während die Nebenwirkungen weiterhin zunehmen. Wenn die

Behandlung keine Wirkung zeigt, ist die Erhöhung über die empfohlene Dosis hinaus nicht

sinnvoll und führt oft zu Nebenwirkungen.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Enalaprilmaleat

Resorption

Enalapril wird nach oraler Einnahme rasch resorbiert, wobei die maximale

Enalaprilkonzentration im Serum innerhalb einer Stunde erreicht wird. Anhand der

Wiederfindung im Urin ist das Ausmaß der Resorption von Enalapril nach oraler Gabe von

Enalapril in Tablettenform ca. 60%. Die Resorption von oral zugeführtem Enalapril wird von

der Gegenwart von Nahrung im Magen-Darm-Trakt nicht beeinflusst.

Nach erfolgter Resorption wird oral zugeführtes Enalapril rasch und weitgehend zu

Enalaprilat, einem hochwirksamen ACE-Hemmer, hydrolysiert. Maximale

Enalaprilatkonzentrationen im Serum werden ca. 4 h nach oraler Gabe der Enalapriltablette

erreicht. Die effektive Akkumulationshalbwertzeit für Enalaprilat bei wiederholter oraler Gabe

von Enalapril beträgt 11 h. Bei Personen mit normaler Nierenfunktion wurden Steady-State-

Serumkonzentrationen von Enalaprilat nach 4-tägiger Behandlung erreicht.

Verteilung

Im therapeutisch relevanten Konzentrationsbereich wird von der Enalaprilatbindung an

menschliche Plasmaproteine ein Wert von 60% nicht überschritten.

Metabolisierung

Abgesehen von der Umwandlung zu Enalaprilat gibt es keine Hinweise für eine

nennenswerte Metabolisierung von Enalapril.

Elimination

Enalaprilat wird primär renal ausgeschieden. Im Urin hauptsächlich wiedergefunden werden

Enalaprilat (ca. 40% einer Dosis) sowie unverändertes Enalapril (ca. 20%).

Spezielle Patientengruppen

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist die Exposition gegenüber Enalapril und Enalaprilat

erhöht. Unter der Behandlung mit 5 mg einmal täglich war die AUC von Enalaprilat im

Steady-State bei Patienten mit leichter bis mäßiggradiger Niereninsuffizienz (Kreatinin-

Clearance 40 – 60 ml/min) ungefähr doppelt so hoch wie bei Patienten mit normaler

Nierenfunktion. Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance = 30 ml/min) war die

AUC ca. 8-mal höher. Nach wiederholter Verabreichung von Enalapril ist die effektive

Halbwertszeit von Enalaprilat bei diesem Grad der Niereninsuffizienz ebenso verlängert wie

die Zeit bis zum Erreichen des Steady-States (siehe Abschnitt 4.2). Enalaprilat lässt sich

durch Hämodialyse aus dem systemischen Kreislauf entfernen. Die Dialyse-Clearance

beträgt 62 ml/min.

Stillzeit

Nach oraler Verabreichung von Einzeldosen zu 20 mg bei fünf Frauen postpartum betrug der

der Spitzenwert der Konzentrationen von Enalapril in der Muttermilch nach vier bis sechs

Stunden im Durchschnitt 1,7µg/L (Bereich 0,54 bis 5,9 µg/L). Auch zu verschiedenen

Zeitpunkten innerhalb von 24 Stunden betrugen im Durchschnitt die Spitzenwerte der

Konzentrationen von Enalapril 1,7µg/L (Bereich 1,2 bis 2,3µg/L). Ausgehend von diesen

Daten ist die maximale Menge Enalapril bei einem ausschließlich gestillten Säugling auf

etwa 0,16% der verabreichten mütterlichen Dosis zu schätzen.

Bei einer Frau, die täglich 11 Monate lang 10 mg Enalapril oral einnahm, betrugen die

Spitzenwerte der Konzentrationen von Enalapril in der Muttermilch vier Stunden nach

Einnahme 2 µg/L und etwa neun Stunden nach Einnahme 0,75 µg/L. Im Verlaufe von 24

Stunden in der Milch gemessene Gesamtmenge von Enalapril und Enalaprilat betrug 1,44

µg/L bzw. 0,63 µg/L.

Vier Stunden nach einer Einzeldosis von 5 mg Enalapril bei einer Mutter und 10 mg bei zwei

Müttern konnten keine Enalaprilat-Mengen in der Milch nachgewiesen werden (<0,2µg/L).“

Hydrochlorothiazid

Bioverfügbarkeit

Nach oraler Verabreichung wird Hydrochlorothiazid zu ca. 80% aus dem Magen-Darm-Trakt

resorbiert. Die systemische Verfügbarkeit beträgt 71 ± 15%.

Verteilung

Die Plasmaproteinbindung von Hydrochlorothiazid beträgt 65%; das relative

Verteilungsvolumen liegt zwischen 0,5 und 1,1 l/kg.

Metabolisierung und Ausscheidung

Bei gesunden Probanden wird Hydrochlorothiazid zu über 95% unverändert renal

ausgeschieden.

Eliminationshalbwertszeit

Bei normaler Nierenfunktion beträgt die Eliminationshalbwertszeit 2,5 h. Die maximalen

Plasmaspiegel (Tmax) werden in der Regel nach 2 – 5 h erreicht. Bei eingeschränkter

Nierenfunktion ist die Tmax verlängert; bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz beträgt

sie ca. 20 h.

Die diuretische Wirkung stellt sich innerhalb von 1 – 2 h ein. Dosisabhängig liegt die

diuretische Wirkdauer zwischen 10 und 12 h; die blutdrucksenkende Wirkung wird bis zu 24

h lang aufrechterhalten.

Bioverfügbarkeit

Eine im Jahr 1998 durchgeführte Bioverfügbarkeitsuntersuchung an 24 Probanden ergab

im Vergleich zum Referenzpräparat:

Enalapril KSK Comp 10

mg / 25 mg

Referenzpräparat

Enalapril

Fläche unter der Konzentrations-

Zeit-Kurve

(AUC):

85,98

+ 26,64

83,00

+ 24,46

maximale Plasmakonzentration

54,6

+ 21,5

53,4

+ 18,6

Zeitpunkt der maximalen

Plasmakonzentration

0,93

+ 0,34

0,80

+ 0,27

Enalaprilat

Fläche unter der

Konzentrations-Zeit-Kurve

(AUC0-

): ng·h/ml

39,92

+ 11,08

37,40

+ 8,14

Maximale Plasmakonzentration

(Cmax): ng/ml

36,5

+ 14,4

33,7

+ 13,1

Zeitpunkt der maximalen

Plasmakonzentration

(tmax): h

3,86

+ 1,01

3,75

+ 0,69

Hydrochlorothiazid

kumulative Ausscheidung

mit dem Urin

(CUE0-48): mg

18,50

+ 2,91

18,59

+ 2,86

Maximale

Exkretionsrate

(Rmax): mg/h

3,83

+ 0,90

3,50

+ 0,76

Angabe der Werte als Mittelwert und Streubreite

Mittlere Plasmaspiegelverläufe im Vergleich zu einem Referenzpräparat in einem

Konzentrations-Zeit-Diagramm: s. Abbildung letzte Seite

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Konventionelle präklinische Untersuchungen zur Sicherheitspharmakologie, zur Toxizität bei

wiederholter Gabe, zur Genotoxizität und zum karzinogenen Potential lieferten keine

Anhaltspunkte für ein spezielles Gefährdungspotential am Menschen..

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Lactose-Monohydrat,

Maisstärke,

vorverkleisterte

Maisstärke,

Natriumhydrogen-

carbonat, Magnesiumstearat, Eisen(III)-hydroxid-oxid x H20

6.2

Inkompatibilitäten

nicht bekannt

6.3

Dauer der Haltbarkeit

Die Dauer der Haltbarkeit von Enalapril KSK Comp 10 mg / 25 mg beträgt 3 Jahre.

Dieses Arzneimittel soll nach Ablauf des auf der Packung angegebenen Verfallsdatums

nicht mehr angewendet werden.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25°C aufbewahren!

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Packung zu 30 Tabletten

Packung zu 100 Tabletten

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

keine

7.

INHABER DER ZULASSUNG

KSK-Pharma Vertriebs AG

Finkenstr. 1

D-76327 Berghausen

Telefon: 0721 / 201 90 0

Telefax: 0721 / 201 90 11

8.

ZULASSUNGSNUMMER

58781.00.00

9.

DATUM DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

10.05.2004 / 24.10.2008

10.

STAND DER INFORMATION

Januar 2013

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

verschreibungspflichtig

Zu Abschnitt 5.2: Abbildung:

Enalapril

Mittlere Plasmaspiegelverläufe im Vergleich zu einem Referenzpräparat

in einem Konzentrations-Zeit-Diagramm:

Enalaprilat

Mittlere

Plasmaspiegelverläufe im Vergleich zu einem Referenzpräparat

in einem Konzentrations-Zeit-Diagra

ng/ml

Enalapril Comp KSK 10 mg / 25 mg

Enalapril Comp KSK 10 mg / 25 mg

ng/ml

Zeit [h]

Referenzpräparat

Zeit [h]

Referenzprparat

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