Enalapril AL 2,5 Tablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Enalaprilmaleat
Verfügbar ab:
ALIUD PHARMA GmbH
ATC-Code:
C09AA02
INN (Internationale Bezeichnung):
Enalaprilmaleat
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Enalaprilmaleat 2.5mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
46858.00.00

GEBRAUCHSINFORMATION

: Information für Anwender

Enalapril AL 2,5

Enalaprilmaleat 2,5 mg pro Tablette

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Enalapril AL und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Enalapril AL beachten?

Wie ist Enalapril AL einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Enalapril AL aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Enalapril AL und wofür wird es angewendet?

Enalapril AL enthält den Wirkstoff Enalaprilmaleat. Dieser Wirkstoff gehört zu

der Klasse der ACE (Angiotensin-Converting-Enzyme)-Hemmer genannten

Arzneimittel.

Enalapril AL wird angewendet

zur Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie),

zur Behandlung der Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz). Es kann die

Notwendigkeit von Krankenhauseinweisungen verringern und bei einigen

Patienten lebensverlängernd wirken.

zur Vorbeugung der Entwicklung von Krankheitszeichen einer

Herzleistungs-schwäche. Zu diesen wahrnehmbaren Krankheitszeichen

gehören Kurzatmigkeit, Ermüdung bereits nach leichter körperlicher

Betätigung wie Gehen, oder Schwellungen an Knöcheln und Füßen.

Enalapril AL wirkt über eine Erweiterung der Blutgefäße. Das senkt Ihren

Blutdruck. Das Arzneimittel beginnt normalerweise innerhalb einer Stunde zu

wirken und seine Wirkung dauert mindestens 24 Stunden lang an. Einige

Patienten benötigen eine Behandlung von mehreren Wochen, bis die beste

Wirkung auf den Blutdruck zu beobachten ist.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Enalapril AL beachten?

Enalapril AL darf NICHT eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Enalaprilmaleat oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

wenn Sie schon auf andere, Enalapril-AL-ähnliche Arzneimittel aus der

Klasse der ACE-Hemmer überempfindlich reagiert haben,

wenn bei Ihnen schon einmal Schwellungen an Gesicht, Lippen, Mund,

Zunge oder Rachen auftraten, die zu Schluckbeschwerden oder Atemnot

führten (Angioödem), wobei die Ursache dafür unbekannt sein kann oder

Sie diese Anlage ererbt haben können,

wenn Sie mehr als drei Monate schwanger sind. (Es wird empfohlen,

Enalapril AL auch in der frühen Phase der Schwangerschaft nicht

anzuwenden, siehe unter Abschnitt 2.: Schwangerschaft und Stillzeit).

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben

und mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält,

behandelt werden.

wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer

chronischen Herzschwäche bei Erwachsenen, eingenommen haben oder

einnehmen, weil sich dadurch das Risiko eines Angioödems (schnelle

Schwellung unter der Haut z.B. im Rachenbereich) erhöht.

Nehmen Sie Enalapril AL nicht ein, wenn einer oder mehrere der oben

genannten Punkte auf Sie zutreffen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wenden

Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Enalapril AL einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Enalapril AL

einnehmen:

wenn Sie an einer Herzerkrankung leiden,

wenn Sie an einer Erkrankung der Blutgefäße im Gehirn leiden,

wenn Sie an Veränderungen in der Blutbildung leiden, wie z.B. einer

verminderten Anzahl von oder einem Mangel an weißen Blutkörperchen

(Neutropenie/Agranulozytose), einer niedrigen Anzahl an Blutplättchen

(Thrombozytopenie) oder einer verminderten Anzahl roter Blutkörperchen

(Anämie),

wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden,

wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden (einschließlich einer

Nierenverpflanzung). Dies kann zu erhöhten Kaliumspiegeln im Blut führen,

was schwerwiegend sein kann. Ihr Arzt muss möglicherweise die Dosis von

Enalapril AL anpassen oder Ihren Kaliumspiegel im Blut überwachen.

wenn Sie eine Blutwäsche (Dialyse) erhalten,

wenn Sie kürzlich sehr krank waren mit übermäßigem Erbrechen oder Sie

kürzlich an starkem Durchfall litten,

wenn Sie eine salzarme Diät einhalten, Kaliumergänzungsmittel einnehmen,

kaliumsparende Arzneimittel oder Präparate, die Kaliumsalze enthalten,

einnehmen,

wenn Sie älter als 70 Jahre sind,

wenn Sie an der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden. Sie sollten Ihr

Blut auf niedrige Blutzuckerspiegel überprüfen lassen, besonders im ersten

Monat der Behandlung. Der Kaliumspiegel im Blut kann in diesem Fall

erhöht sein.

wenn bei Ihnen bereits einmal eine allergische Reaktion auftrat, mit

Schwellung an Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen und mit Schluck- oder

Atembeschwerden. Bitte beachten Sie, dass Patienten mit schwarzer

Hautfarbe ein erhöhtes Risiko haben, so auf ACE-Hemmer zu reagieren.

wenn Sie niedrigen Blutdruck haben (Sie können das eventuell als

Schwäche- oder Schwindelgefühl, besonders im Stehen, bemerken),

wenn Sie an einer Kollagen-Erkrankung mit Gefäßbeteiligung leiden (z.B.

Lupus erythematodes, rheumatoide Arthritis oder Sklerodermie), wenn Sie

mit Arzneimitteln, die das Immunsystem unterdrücken, behandelt werden

oder wenn Sie Allopurinol (Arzneimittel gegen Gicht) oder Procainamid

(Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen) erhalten, bzw. wenn Sie

gleichzeitig mehrere der o.g. Risikofaktoren aufweisen,

wenn Sie Ihr Kind stillen oder stillen möchten (siehe unter Abschnitt 2.:

Schwangerschaft und Stillzeit),

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen kann das Risiko eines

Angioödems (rasche Schwellung unter der Haut in Bereichen wie dem

Rachen) erhöht sein:

Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall,

Arzneimittel, die zur Verhinderung der Abstoßung von transplantierten

Organen oder zur Krebsbehandlung eingesetzt werden (z.B.

Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus),

Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes.

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem

Blutdruck einnehmen:

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als

Sartane bezeichnet - z.B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan),

insbesondere, wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus

haben,

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die

Elektrolytwerte (z.B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen

überprüfen.

Siehe unter Abschnitt 2.: Enalapril AL darf NICHT eingenommen werden.

Bitte beachten Sie, dass bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe die

Blutdrucksenkung durch ACE-Hemmer im Vergleich zu Patienten mit nicht

schwarzer Hautfarbe weniger stark ist.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder

schwanger werden könnten). Die Einnahme von Enalapril AL in der frühen

Phase der Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und Enalapril AL darf nicht

mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die

Einnahme von Enalapril AL in diesem Stadium zu schweren Schädigungen

Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe unter Abschnitt 2.:

Schwangerschaft und Stillzeit).

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob einer oder mehrere der oben genannten

Punkte auf Sie zutreffen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker,

bevor Sie Enalapril AL einnehmen.

Wenn Sie eine besondere Behandlung erhalten sollen:

Wenn eine der folgenden Behandlungen für Sie geplant ist, informieren Sie bitte

Ihren Arzt, dass Sie Enalapril AL einnehmen:

alle Operationen oder jeder Einsatz von Betäubungs- oder Narkosemitteln

(auch beim Zahnarzt),

eine Behandlung zur Entfernung von Cholesterin aus dem Blut, die als LDL-

Apherese bezeichnet wird,

eine Desensibilisierungsbehandlung, um das Ausmaß einer allergischen

Reaktion auf Bienen- oder Wespenstiche zu vermindern.

Wenn eine der o. g. Behandlungen oder Eingriffe für Sie geplant ist, sprechen

Sie vorher mit Ihrem Arzt oder Zahnarzt.

Einnahme von Enalapril AL zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen,

andere Arzneimittel anzuwenden.

Einige Arzneimittel können in ihrer Wirkung durch Enalapril AL beeinflusst

werden, sowie auch andere Arzneimittel die Wirkung von Enalapril AL

beeinflussen können.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker vor allem, wenn Sie eines der

folgenden Medikamente einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder

beabsichtigen einzunehmen:

andere blutdrucksenkende Arzneimittel, wie z.B. Betablocker oder

harntreibende Arzneimittel (Diuretika),

Kalium-Ergänzungsmittel (einschließlich Salzersatzmittel), kaliumsparende

Diuretika und andere Arzneimittel, die den Kaliumgehalt in Ihrem Blut

erhöhen können (z.B. Trimethoprim und Cotrimoxazol zur Behandlung von

bakteriellen Infekten; Ciclosporin, ein Arzneimittel zur Unterdrückung des

Immunsystems, um die Abstoßung von transplantierten Organen zu

verhindern; und Heparin, ein Arzneimittel zur Blutverdünnung und

Vermeidung von Blutgerinnseln),

Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (einschließlich

blutzuckersenkender Arzneimittel zur Einnahme und Insulin),

Lithium (Arzneimittel gegen bestimmte Depressionen),

Arzneimittel gegen Depressionen, die als trizyklische Antidepressiva

bezeichnet werden,

Arzneimittel zur Behandlung seelischer Probleme, die als Antipsychotika

bezeichnet werden,

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Husten und Erkältungen oder

Arzneimittel zur Gewichtsabnahme, die einen als "Sympathomimetikum"

bezeichneten Stoff enthalten,

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen oder

Gelenkerkrankungen, darunter auch Goldpräparate,

Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin),

Arzneimittel zur Auflösung von Blutgerinnseln (Thrombolytika),

Alkohol,

Arzneimittel, die sehr oft zur Verhinderung einer Abstoßung des

Organtransplantats verwendet werden (Sirolimus, Everolimus und andere

Arzneimittel, die zur Klasse der mTOR-Inhibitoren gehören). Siehe unter

Abschnitt 2.: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige

Vorsichtsmaßnahmen treffen:

wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren

einnehmen (siehe unter Abschnitt 2.: „Enalapril AL darf NICHT

eingenommen werden" und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob einer oder mehrere der oben genannten

Punkte auf Sie zutreffen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker,

bevor Sie Enalapril AL einnehmen.

Einnahme von Enalapril AL zusammen mit Nahrungsmitteln und

Getränken

Enalapril AL kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Die meisten

Patienten nehmen Enalapril AL mit etwas Wasser ein.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu

sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung

dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder

schwanger werden könnten). In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen,

Enalapril AL vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie

schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel

empfehlen. Die Anwendung von Enalapril AL in der frühen Schwangerschaft

wird nicht empfohlen und Enalapril AL darf nicht mehr nach dem dritten

Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Enalapril

AL in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes

führen kann.

Stillzeit

Teilen sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen.

Das Stillen von Neugeborenen (in den ersten Wochen nach der Geburt) und

besonders von Frühgeburten wird nicht empfohlen, wenn Sie Enalapril AL

einnehmen.

Bei älteren Säuglingen sollte der Arzt Sie über Nutzen und mögliche Schäden

der Anwendung von Enalapril AL in der Stillzeit im Vergleich zu

Behandlungsalternativen aufklären.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Sie können unter der Behandlung Schwindel oder Müdigkeit spüren. Wenn dies

der Fall ist, sollten Sie kein Fahrzeug steuern oder Werkzeuge bzw. Maschinen

bedienen.

Enalapril AL enthält Lactose und Natrium

Bitte nehmen Sie Enalapril AL erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn

Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten

Zuckern leiden.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette,

d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.

3. Wie ist Enalapril AL einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt

oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie

sich nicht sicher sind.

Es ist sehr wichtig, Enalapril AL so lange einzunehmen, wie es von Ihrem

Arzt verordnet wird.

Nehmen Sie nicht mehr Tabletten ein als verordnet.

Die empfohlene Dosis beträgt

Hinweis:

Für die auf die einzelnen Patienten abgestimmte Dosierung stehen weitere

Stärken von Enalapril AL zur Verfügung.

Bluthochdruck

Die Behandlung wird normalerweise mit einer Dosis von 5 mg bis 20 mg

Enalaprilmaleat 1-mal täglich begonnen.

Einige Patienten benötigen möglicherweise zu Beginn der Behandlung eine

niedrigere Dosis.

Die normale Dosis für die Langzeitbehandlung beträgt 20 mg

Enalaprilmaleat 1-mal täglich.

Die Höchstdosis für die Langzeitbehandlung beträgt 40 mg Enalaprilmaleat

1-mal täglich.

Herzleistungsschwäche

Die Behandlung wird normalerweise mit einer Dosis von 2,5 mg

Enalaprilmaleat 1-mal täglich begonnen.

Ihr Arzt wird diese Menge schrittweise erhöhen, bis die Dosis erreicht wird,

die für Sie geeignet ist.

Die normale Dosis für die Langzeitbehandlung beträgt 20 mg

Enalaprilmaleat pro Tag, 1-mal täglich oder auf zwei Dosen verteilt.

Die Höchstdosis für die Langzeitbehandlung beträgt 40 mg Enalaprilmaleat

pro Tag auf zwei Dosen verteilt.

Patienten mit Nierenerkrankungen

Die Dosis des Arzneimittels wird der Funktionsfähigkeit Ihrer Nieren angepasst.

mäßige Nierenerkrankung: 5 mg bis 10 mg Enalaprilmaleat pro Tag

schwere Nierenerkrankung: 2,5 mg Enalaprilamaleat pro Tag

Dialysepatienten: 2,5 mg Enalaprilmaleat pro Tag. An dialysefreien Tagen

kann die Dosis der Höhe Ihres Blutdrucks angepasst werden.

Ältere Patienten

Ihr Arzt wird Ihre Dosis entsprechend Ihrer Nierenfunktion festlegen.

Kinder

Die Erfahrungen mit der Anwendung von Enalapril bei Kindern mit

Bluthochdruck sind begrenzt. Wenn die Kinder Tabletten schlucken können,

wird die Dosis dem Gewicht und dem Blutdruck des Kindes angepasst.

Zu Beginn der Behandlung beträgt die Dosis normalerweise:

Kinder mit einem Gewicht zwischen 20 kg und 50 kg: 2,5 mg

Enalaprilmaleat pro Tag

Kinder mit einem Gewicht über 50 kg: 5 mg Enalaprilmaleat pro Tag

Die Dosis kann dem Bedarf des Kindes entsprechend angepasst werden:

Eine Tageshöchstdosis von 20 mg Enalaprilmaleat kann von Kindern mit

einem Gewicht zwischen 20 kg und 50 kg eingenommen werden.

Eine Tageshöchstdosis von 40 mg Enalaprilmaleat kann von Kindern mit

einem Gewicht über 50 kg eingenommen werden.

Enalapril AL wird nicht für die Behandlung von Neugeborenen (in den ersten

Wochen nach der Geburt) und nicht für die Behandlung von Kindern mit

Nierenerkrankungen empfohlen.

Wenn Sie eine größere Menge von Enalapril AL eingenommen

haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine größere Menge Enalapril AL eingenommen haben als verordnet,

wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt oder suchen Sie ein Krankenhaus

auf. Nehmen Sie die Verpackung von Enalapril AL mit. Sie können Schwindel

oder Benommenheit als Folge eines plötzlichen oder starken Blutdruckabfalls

verspüren.

Wenn Sie die Einnahme von Enalapril AL vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen, lassen Sie diese aus.

Nehmen Sie die nächste Dosis wie gewöhnlich ein.

Nehmen Sie keine zusätzliche Dosis ein, um die vergessene Dosis

auszugleichen.

Wenn Sie die Einnahme von Enalapril AL abbrechen

Beenden Sie die Behandlung mit Enalapril AL nicht ohne Rücksprache mit

Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme des Arzneimittels haben, wenden Sie

sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die

aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Folgende Nebenwirkungen können bei diesem Arzneimittel auftreten:

Beenden Sie die Behandlung mit Enalapril AL und wenden Sie sich

umgehend an einen Arzt, wenn Sie eines oder mehrere der folgenden

Anzeichen bemerken:

Schwellungen an Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen, die Atem- und

Schluckbeschwerden bereiten können,

Schwellungen an Händen, Füßen oder Knöcheln,

Auftreten eines Hautausschlags mit roten Quaddeln (Nesselsucht).

Bitte beachten Sie, dass für Patienten mit schwarzer Hautfarbe das Risiko für

diese Art von Reaktion höher ist. Wenn eines der o.g. Anzeichen auftritt,

beenden Sie bitte umgehend die Einnahme von Enalapril AL und wenden Sie

sich an einen Arzt.

Zu Beginn der Behandlung mit Enalapril AL können Sie sich schwach oder

schwindelig fühlen. In diesem Fall hilft es, sich hinzulegen. Diese Beschwerden

werden durch die Blutdrucksenkung verursacht und sollten sich mit

andauernder Behandlung verbessern. Wenn Sie sich Sorgen machen,

sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Zu den weiteren Nebenwirkungen zählen:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Schwindel-, Schwäche- oder Übelkeitsgefühl,

Verschwommensehen,

Husten.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

niedriger Blutdruck, Veränderungen des Herzrhythmus, schneller

Herzschlag, Engegefühl oder Schmerzen in der Brust (Angina pectoris) oder

Schmerzen im Brustkorb,

Kopfschmerzen, Ohnmacht (Synkope),

Veränderungen des Geschmackssinns, Kurzatmigkeit,

Durchfall oder Bauchschmerzen, Hautausschlag,

Müdigkeit/Abgeschlagenheit, Depression,

allergische Reaktionen mit Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge oder

Rachen und Kehlkopf mit Schluck- oder Atembeschwerden,

erhöhte Blutkaliumspiegel, erhöhte Blutkreatininspiegel (beides wird

normalerweise durch Labortests festgestellt).

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

plötzlicher Blutdruckabfall,

schneller oder unregelmäßiger Herzschlag/Herzklopfen,

Herzinfarkt (vermutlich aufgrund sehr niedrigen Blutdrucks bei bestimmten

besonders gefährdeten Patienten wie z.B. Patienten mit Erkrankungen der

Herzkranzgefäße oder an den Blutgefäßen des Gehirns),

Blutarmut (Anämie einschließlich aplastischer und hämolytischer Anämie),

Schlaganfall (vermutlich aufgrund sehr niedrigen Blutdrucks bei besonders

gefährdeten Patienten),

Verwirrung, Schlaflosigkeit oder Schläfrigkeit, Nervosität,

Kribbeln oder taubes Gefühl auf der Haut,

Drehschwindel (Vertigo),

Ohrgeräusche (Tinnitus),

laufende Nase, Halsschmerzen oder Heiserkeit,

Asthma,

verlangsamte Darmpassage, Entzündung der Bauchspeicheldrüse,

Übelkeit mit Erbrechen, Verdauungsbeschwerden, Verstopfung,

Appetitlosigkeit,

Magenreizungen, trockener Mund, Magengeschwür, verminderte

Nierenfunktion, Nierenversagen,

vermehrtes Schwitzen,

Juckreiz oder Nesselsucht,

Haarausfall,

Muskelkrämpfe, Hitzewallungen (Flush), allgemeines Unwohlsein, erhöhte

Temperatur (Fieber), Impotenz,

hoher Eiweißgehalt im Urin (durch einen Labortest festzustellen),

niedriger Blutzucker- oder Blutnatriumspiegel, hoher Blutharnstoffwert (alles

wird in Labortests festgestellt).

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

durch verminderten Blutfluss bedingt sehr kalte und weiße Hände und Füße,

was als "Raynaud-Phänomen" bezeichnet wird,

veränderte Blutwerte wie erniedrigte Anzahl weißer und roter

Blutkörperchen, erniedrigter Hämoglobinwert, erniedrigte Anzahl

Blutplättchen,

Unterdrückung der Knochenmarksfunktion,

Autoimmunkrankheiten,

ungewöhnliche Träume oder Schlafstörungen,

Veränderungen im Lungengewebe (pulmonale Infiltrate),

Entzündungen an der Nase,

Lungenentzündung,

Entzündungen an den Wangen, am Gaumen, Zunge, Lippen und Rachen

einschließlich Kehlkopf,

verringerte Urinausscheidung,

eine als "Erythema multiforme" bezeichnete Hautreaktion,

eine schwerwiegende Hauterkrankung, die als "Stevens-Johnson-Syndrom"

bezeichnet wird und mit Rötung und Abschälen der Haut sowie mit

Blasenbildung und Ablösung der oberen Hautschichten einhergeht,

Lebererkrankungen wie eingeschränkte Leberfunktion, Leberentzündung,

Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut oder Augen), erhöhte Werte von

Leberenzymen oder Bilirubin (wird in einem Labortest des Blutes

gemessen),

vergrößerte Brustdrüsen bei Männern.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Schwellungen im Magendarmtrakt (intestinales Angioödem).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt

werden.

5. Wie ist Enalapril AL aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der

Blisterpackung nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr

verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Nicht über 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu

schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die

Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen

damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter

www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Enalapril AL 2,5 enthält

Der Wirkstoff ist: Enalaprilmaleat.

1 Tablette enthält 2,5 mg Enalaprilmaleat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Hyprolose, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Maisstärke,

Natriumhydrogencarbonat, Talkum.

Wie Enalapril AL 2,5 aussieht und Inhalt der Packung

Runde, weiße, bikonvexe Tablette.

Enalapril AL 2,5 ist in Packungen mit 30, 50 und 100 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

ALIUD PHARMA® GmbH

Gottlieb-Daimler-Straße 19 · D-89150 Laichingen

info@aliud.de

Hersteller

STADA Arzneimittel AG, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel

oder

Coripharma ehf., Reykjavikurvegur 78, IS-220 Hafnarfjördur, Island

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Januar 2020.

Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels/SPC)

1. Bezeichnung des Arzneimittels

Enalapril AL 2,5

(Enalaprilmaleat 2,5 mg pro Tablette)

Enalapril AL 5

(Enalaprilmaleat 5 mg pro Tablette)

Enalapril AL 10

(Enalaprilmaleat 10 mg pro Tablette)

Enalapril AL 20

(Enalaprilmaleat 20 mg pro Tablette)

2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Enalapril AL 2,5

Jede Tablette enthält 2,5 mg Enalaprilmaleat.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Tablette enthält 64,9 mg

Lactose-Monohydrat und 0,36 mg Natrium.

Enalapril AL 5

Jede Tablette enthält 5 mg Enalaprilmaleat.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Tablette enthält 129,8 mg

Lactose-Monohydrat und 0,71 mg Natrium.

Enalapril AL 10

Jede Tablette enthält 10 mg Enalaprilmaleat.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Tablette enthält 124,6 mg

Lactose-Monohydrat und 1,40 mg Natrium.

Enalapril AL 20

Jede Tablette enthält 20 mg Enalaprilmaleat.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Tablette enthält 117,8 mg

Lactose-Monohydrat und 2,79 mg Natrium.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. Darreichungsform

Tabletten

Enalapril AL 2,5

Runde, weiße, bikonvexe Tablette

Enalapril AL 5

Runde, weiße, bikonvexe Tablette mit einseitiger Bruchkerbe (Snap Tab)

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Enalapril AL 10

Runde, rotbraune, gesprenkelte, bikonvexe Tablette mit einseitiger Bruchkerbe

(Snap Tab)

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Enalapril AL 20

Runde, blaß orange, gesprenkelte, bikonvexe Tablette mit einseitiger

Bruchkerbe (Snap Tab)

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4. Klinische Angaben

4.1 Anwendungsgebiete

Behandlung der Hypertonie,

Behandlung der symptomatischen Herzinsuffizienz,

Prävention der symptomatischen Herzinsuffizienz bei Patienten mit

asymptomatischer linksventrikulärer Dysfunktion (linksventrikuläre

Ejektionsfraktion [LVEF]

35%).

4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Die Resorption von Enalapril AL wird durch Nahrungsaufnahme nicht

beeinflusst.

Die Dosis sollte individuell dem Zustand des Patienten (siehe Abschnitt 4.4) und

der Wirkung auf den Blutdruck angepasst werden.

Hypertonie

Die Anfangsdosis beträgt 5 mg bis maximal 20 mg Enalaprilmaleat, je nach

Schweregrad der Hypertonie und dem Zustand des Patienten (siehe unten).

Enalapril AL wird 1-mal täglich verabreicht.

Bei leichter Hypertonie beträgt die empfohlene Anfangsdosis 5 - 10 mg

Enalaprilmaleat.

Bei Patienten mit stark aktiviertem Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (z.B.

bei renaler Hypertonie, Salz- und/oder Volumenmangel, Herzdekompensation

oder schwerer Hypertonie) kann es zu einem übermäßigen Blutdruckabfall bei

Therapiebeginn kommen. Bei diesen Patienten ist die Therapie mit 5 mg

Enalaprilmaleat oder einer geringeren Dosis sowie unter engmaschiger

ärztlicher Überwachung einzuleiten.

Eine vorausgegangene Therapie mit hoch dosierten Diuretika kann zu

Volumenmangel führen, sodass die Gefahr einer Hypotonie bei Therapiebeginn

mit Enalapril besteht. Bei diesen Patienten ist die Therapie mit 5 mg

Enalaprilmaleat oder einer geringeren Dosis einzuleiten. Wenn möglich, sollten

die Diuretika 2 - 3 Tage lang abgesetzt werden, bevor die Therapie mit Enalapril

AL eingeleitet wird. Die Nierenfunktion und Serum-Kalium-Werte sollten

überwacht werden.

Die übliche Erhaltungsdosis beträgt 20 mg Enalaprilmaleat täglich. Die

maximale Erhaltungsdosis beträgt 40 mg Enalaprilmaleat pro Tag.

Herzinsuffizienz/Asymptomatische linksventrikuläre Dysfunktion

Enalapril AL wird bei der Behandlung der symptomatischen Herzinsuffizienz

üblicherweise zusätzlich zu Diuretika und - wenn angezeigt - Digitalis oder

Betablockern angewendet (siehe Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1).

Bei Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz oder asymptomatischer

linksventrikulärer Dysfunktion beträgt die Anfangsdosis von Enalaprilmaleat 2,5

mg. Die Therapie ist unter engmaschiger ärztlicher Überwachung einzuleiten,

um die anfängliche Wirkung auf den Blutdruck zu ermitteln. Kommt es nach

Einleitung einer Therapie mit Enalapril AL bei Herzinsuffizienz nicht zu einer

symptomatischen Hypotonie oder ist diese behoben, sollte die Dosis

schrittweise auf die übliche Erhaltungsdosis von 20 mg Enalaprilmaleat

gesteigert werden. Die Erhaltungsdosis kann als Einzeldosis gegeben oder auf

2 Gaben verteilt werden, je nach Verträglichkeit. Diese Dosistitration sollte über

einen Zeitraum von 2 - 4 Wochen erfolgen. Die Maximaldosis von 40 mg

Enalaprilmaleat pro Tag wird auf 2 Gaben verteilt.

Empfohlene Dosistitration von Enalapril AL bei Patienten mit

Herzinsuffizienz/asymptomatischer linksventrikulärer Dysfunktion:

Woche

Enalaprilmaleat-Dosis

Woche 1

Tag 1-3:

2,5 mg/Tag* als Einzeldosis

Tag 4-7:

5 mg/Tag auf 2 Gaben verteilt

Woche 2

10 mg/Tag als Einzeldosis oder auf 2 Gaben verteilt

Wochen 3 und 4

20 mg/Tag als Einzeldosis oder auf 2 Gaben verteilt

*Besondere Vorsichtsmaßnahmen für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder

unter Diuretika-Therapie sind zu beachten (siehe Abschnitt 4.4).

Vor und nach Beginn der Therapie mit Enalapril AL sollten Blutdruck und

Nierenfunktion engmaschig überwacht werden (siehe Abschnitt 4.4), da über

Hypotonie und (seltener) nachfolgendes Nierenversagen berichtet wurde. Bei

Patienten, die mit Diuretika behandelt werden, sollte - falls möglich - deren

Dosis vor Beginn der Behandlung mit Enalapril AL verringert werden. Eine

hypotone Reaktion bei Therapiebeginn mit Enalapril AL bedeutet nicht, dass

auch während der Dauerbehandlung mit Enalapril AL solche Reaktionen

auftreten werden und schließt die Weiterbehandlung mit dem Arzneimittel nicht

aus. Serum-Kalium und die Nierenfunktion sollten ebenfalls überwacht werden.

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion

Grundsätzlich sollten die Abstände zwischen den Anwendungen von

Enalaprilmaleat verlängert und/oder die Dosis reduziert werden.

Kreatinin-Clearance (Kr-Cl)

Anfangsdosis Enalaprilmaleat

30< Kr-Cl <80 ml/min

5 -10 mg/Tag

10< Kr-Cl ≤30 ml/min

2,5 mg/Tag

Kr-Cl ≤10 ml/min

2,5 mg/Tag an Dialysetagen*

*Siehe unter Abschnitt 4.4: Hämodialyse-Patienten. Enalaprilat ist dialysierbar. An

dialysefreien Tagen richtet sich die Dosis nach der Blutdrucksenkung.

Ältere Patienten

Die Dosis sollte sich nach der Nierenfunktion des Patienten richten (siehe unter

Abschnitt 4.4: Nierenfunktionseinschränkung).

Pädiatrische Patienten

Die Daten aus klinischen Studien zur Anwendung von Enalapril AL bei

pädiatrischen Patienten mit Hypertonie sind begrenzt (siehe Abschnitte 4.4, 5.1

sowie 5.2).

Bei Patienten, die Tabletten schlucken können, sollte die Dosis individuell dem

Zustand des Patienten und der Blutdrucksenkung angepasst werden.

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 2,5 mg Enalaprilmaleat für Patienten mit

einem Körpergewicht von 20 bis <50 kg und 5 mg Enalaprilmaleat für Patienten

mit einem Körpergewicht ≥50 kg.

Enalapril AL wird 1-mal täglich angewendet.

Die Dosierung sollte sich nach den Erfordernissen des Patienten richten, wobei

ein Maximum von 20 mg Enalaprilmaleat/Tag für Patienten mit einem

Körpergewicht von 20 bis <50 kg und von 40 mg Enalaprilmaleat/Tag für

Patienten ≥50 kg nicht überschritten werden sollte (siehe Abschnitt 4.4).

Enalapril AL wird nicht für Neugeborene und pädiatrische Patienten mit einer

glomerulären Filtrationsrate <30 ml/min/1,73 m

empfohlen, da keine Daten

dazu vorliegen.

Hinweis:

Enalapril AL 5/-10/-20 Tabletten (Snap Tabs) werden mit der Bruchkerbe nach

oben auf eine harte Unterlage gelegt. Durch leichten Daumendruck von oben

werden die Tabletten (Snap Tabs) in zwei gleich große Teile geteilt.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen Enalapril, einen der sonstigen Bestandteile

dieser Arzneimittel oder gegen einen anderen ACE-Hemmer,

anamnestisch bekanntes, durch vorhergehende Therapie mit einem ACE-

Hemmer ausgelöstes angioneurotisches Ödem,

hereditäres oder idiopathisches Angioödem,

zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und

4.6),

die gleichzeitige Anwendung von Enalapril AL mit Aliskiren-haltigen

Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter

Nierenfunktion (GFR <60 ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe Abschnitte

4.5 und 5.1).

gleichzeitige Anwendung einer Sacubitril/Valsartan-Therapie. Die

Behandlung mit Enalapril AL darf frühestens 36 Stunden nach der letzten

Dosis Sacubitril/Valsartan begonnen werden (siehe auch Abschnitte 4.4 und

4.5).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung

Symptomatische Hypotonie

Bei komplikationsloser Hypertonie werden selten symptomatische Hypotonien

beobachtet.

Bei hypertonen Patienten kommt es unter Therapie mit Enalapril eher zu einer

symptomatischen Hypotonie, wenn ein Volumenmangel vorliegt, z.B. aufgrund

einer Diuretika-Therapie, salzarmer Diät, Dialyse, Durchfall oder Erbrechen

(siehe Abschnitte 4.5 und 4.8). Bei Patienten mit Herzinsuffizienz - mit oder

ohne einhergehender Niereninsuffizienz - wurden symptomatische Hypotonien

beobachtet. Insbesondere Patienten mit schweren Graden der Herzinsuffizienz,

die als Ausdruck des Schweregrades ihrer Erkrankung eine Therapie mit hoch

dosierten Schleifendiuretika, Hyponatriämie oder

Nierenfunktionseinschränkungen aufweisen, können davon betroffen sein. Bei

diesen Patienten ist die Behandlung unter ärztlicher Überwachung einzuleiten

und im weiteren Verlauf immer dann engmaschig zu überwachen, wenn die

Dosis von Enalapril AL und/oder des Diuretikums neu eingestellt wird. Ähnlich

ist auch bei Patienten mit ischämischer Herzerkrankung oder

zerebrovaskulären Erkrankungen vorzugehen, bei denen ein übermäßiger

Blutdruckabfall zu einem Myokardinfarkt oder einem zerebralen Insult führen

könnte.

Falls es zu einer Hypotonie kommt, sollte der Patient in eine liegende Position

gebracht werden und - falls erforderlich - eine intravenöse Kochsalzinfusion

erhalten. Eine vorübergehende hypotone Reaktion ist keine Kontraindikation für

die weitere Behandlung, die normalerweise problemlos durchgeführt werden

kann, sobald sich der Blutdruck nach einer Volumensubstitution normalisiert

hat.

Bei manchen Herzinsuffizienz-Patienten mit normalem oder niedrigem

Blutdruck kann der systemische Blutdruck durch die Anwendung von Enalapril

AL noch weiter absinken. Diese nicht unerwartete Wirkung ist normalerweise

kein Grund, das Arzneimittel abzusetzen. Wird der Blutdruckabfall

symptomatisch, kann es notwendig werden, die Dosis von Enalapril AL zu

reduzieren und/oder das Diuretikum und/oder Enalapril AL abzusetzen.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie,

Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines

akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des RAAS durch die

gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5

und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet

wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung

engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck

erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten

mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Aorten- oder Mitralklappenstenose/hypertrophe Kardiomyopathie

ACE-Hemmer sollten - wie alle Vasodilatatoren - bei Patienten mit einer

linksventrikulären Klappenobstruktion und Ausflussbehinderung mit besonderer

Vorsicht angewendet werden. Bei Kreislaufschock und hämodynamisch

deutlicher Ausflussbehinderung sollte ihre Anwendung vermieden werden.

Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance <80

ml/min) sollte die Initialdosis von Enalapril der Kreatinin-Clearance des

Patienten angepasst werden (siehe Abschnitt 4.2). Die Wahl der

Erhaltungsdosis richtet sich nach dem Ansprechen des Patienten auf die

Behandlung. Eine routinemäßige Kontrolle von Serum-Kalium und Serum-

Kreatinin erfolgt im Rahmen der üblichen medizinischen Betreuung dieser

Patienten.

Insbesondere bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz oder zugrunde

liegenden Nierenerkrankungen, einschließlich Nierenarterienstenose, wurde

über Nierenversagen im Zusammenhang mit der Anwendung von Enalapril

berichtet. Bei rechtzeitiger Diagnose und entsprechender Therapie ist ein

Nierenversagen unter Enalapril-Therapie normalerweise reversibel.

Bei manchen Hypertonikern ohne vorbestehende Nierenerkrankung kann es

unter der Kombination von Enalapril mit einem Diuretikum zum Anstieg von

Serum-Harnstoff und -Kreatinin kommen. Eine Dosisreduktion von Enalapril

und/oder ein Absetzen des Diuretikums können erforderlich sein. In diesen

Fällen ist an eine möglicherweise zugrunde liegende Nierenarterienstenose zu

denken (siehe unter Abschnitt 4.4: Renovaskuläre Hypertonie).

Renovaskuläre Hypertonie

Patienten mit beidseitiger Nierenarterienstenose oder Arterienstenose bei nur

einer funktionsfähigen Niere sind unter ACE-Hemmer-Therapie besonders

gefährdet, einen Blutdruckabfall oder eine Niereninsuffizienz zu entwickeln. Es

kann zum Verlust der Nierenfunktion kommen, wobei oft nur leichte

Veränderungen des Serum-Kreatinins bestehen. Bei diesen Patienten ist die

Therapie unter engmaschiger ärztlicher Überwachung mit niedrigen Dosen,

vorsichtiger Titration und unter Kontrolle der Nierenfunktion einzuleiten.

Nierentransplantation

Hinsichtlich der Behandlung mit Enalapril von Patienten mit frischer

Nierentransplantation bestehen keine Erfahrungen. Daher wird die Behandlung

mit Enalapril AL für diese Patienten nicht empfohlen.

Leberversagen

Selten wurde unter ACE-Hemmer-Behandlung ein Syndrom beobachtet, das

mit cholestatischem Ikterus oder Hepatitis beginnt und bis zur fulminanten

hepatischen Nekrose (manchmal mit letalem Ausgang) fortschreitet. Der

Pathomechanismus dieses Syndroms ist unklar. Patienten, die unter ACE-

Hemmern einen Ikterus oder einen deutlichen Anstieg der Leberenzyme

entwickeln, müssen den ACE-Hemmer absetzen und entsprechend behandelt

werden.

Neutropenie/Agranulozytose

Unter ACE-Hemmer-Therapie wurden Neutropenie/Agranulozytose, Thrombo-

zytopenie und Anämie berichtet. Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion und

ohne besondere Risikofaktoren tritt selten eine Neutropenie auf. Enalapril soll

bei Patienten mit Kollagenosen mit Gefäßbeteiligung, unter Therapie mit

Immunsuppressiva, Allopurinol, Procainamid oder bei Vorliegen mehrerer

dieser Risikofaktoren mit äußerster Vorsicht angewendet werden, insbesondere

bei vorbestehender Einschränkung der Nierenfunktion. Bei manchen dieser

Patienten traten schwere Infektionen auf, die in einigen Fällen auch nicht auf

intensive Antibiotika-Therapie ansprachen. Wenn Enalapril bei solchen

Patienten angewendet wird, ist eine regelmäßige Kontrolle der Leukozytenzahl

angeraten und die Patienten sollten angewiesen werden, ihrem Arzt alle

Anzeichen einer Infektion zu berichten.

Überempfindlichkeit/Angioödem

Angioödeme mit Beteiligung von Gesicht, Extremitäten, Lippen, Zunge, Glottis

und/oder Kehlkopf wurden unter ACE-Hemmern einschließlich Enalapril

berichtet. Sie können zu jedem Zeitpunkt während der Therapie auftreten. In

solchen Fällen ist Enalapril AL sofort abzusetzen. Der Patient ist sorgfältig zu

überwachen, um eine vollständige Rückbildung der Symptome vor der

Entlassung aus der Klinik sicherzustellen. Auch in jenen Fällen, in denen die

Schwellung auf die Zunge begrenzt ist, ohne Atembeschwerden zu

verursachen, sollten die Patienten gegebenenfalls länger beobachtet werden,

da eine Behandlung mit Antihistaminika und Kortikosteroiden unzureichend sein

kann.

Sehr selten verliefen Angioödeme mit Beteiligung des Kehlkopfes oder der

Zunge letal. Bei Patienten, bei denen Zunge, Glottis oder Kehlkopf betroffen

sind, besteht das Risiko einer Atemwegsobstruktion, insbesondere bei jenen

Patienten mit einem operativen Eingriff an den Atemwegen in der

Krankengeschichte. Sobald Zunge, Glottis oder Kehlkopf betroffen sind, sodass

eine Atemwegsobstruktion droht, ist unverzüglich eine geeignete Therapie

einzuleiten (z.B. subkutane Gabe von 0,3 ml – 0,5 ml Adrenalin [1:1.000

verdünnt]) und/oder sind Maßnahmen zur Sicherung der Durchgängigkeit der

Atemwege zu treffen.

Im Vergleich mit Patienten nicht schwarzer Hautfarbe wurde bei Patienten

schwarzer Hautfarbe eine höhere Inzidenz von Angioödemen unter ACE-

Hemmern berichtet.

Patienten mit anamnestisch bekanntem, nicht durch einen ACE-Hemmer

ausgelösten Angioödem können besonders gefährdet sein, ein Angioödem zu

entwickeln, wenn sie einen ACE-Hemmer erhalten (siehe auch Abschnitt 4.3).

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist

wegen des erhöhten Risikos eines Angioödems kontraindiziert. Eine

Behandlung mit Sacubitril/Valsartan darf frühestens 36 Stunden nach der

letzten Dosis von Enalapril begonnen werden. Eine Behandlung mit Enalapril

darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan

begonnen werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).

Eine gleichzeitige Gabe von ACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-

Inhibitoren (z.B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu

einem erhöhten Risiko eines Angioödems führen (z.B. Schwellung der

Atemwege oder der Zunge mit oder ohne Atembeschwerden) (siehe Abschnitt

4.5). Vorsicht ist geboten, wenn die Behandlung mit Racecadotril, mTOR-

Inhibitoren (z.B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin bei

Patienten begonnen wird, die bereits einen ACE-Hemmer einnehmen.

Anaphylaktoide Reaktionen während einer Desensibilisierungstherapie gegen

Insektengifte

Selten kam es während einer Desensibilisierungstherapie gegen Insektengifte

und gleichzeitiger Anwendung eines ACE-Hemmers zu lebensbedrohlichen

anaphylaktoiden Reaktionen. Diese Reaktionen können vermieden werden,

indem man die ACE-Hemmer-Therapie vor jeder Desensibilisierung zeitweise

unterbricht.

Anaphylaktoide Reaktionen während einer LDL-Apherese

Selten kam es während einer Low-Density-Lipoprotein (LDL)-Apherese mit

Dextransulfat und gleichzeitiger Anwendung eines ACE-Hemmers zu

lebensbedrohlichen anaphylaktoiden Reaktionen. Diese Reaktionen können

vermieden werden, indem man die ACE-Hemmer-Therapie vor jeder Apherese

zeitweise unterbricht.

Hämodialyse-Patienten

Bei Anwendung von High-Flux-Membranen (z.B. „AN 69“) im Rahmen einer

Dialyse und gleichzeitiger Behandlung mit einem ACE-Hemmer wurde über

anaphylaktoide Reaktionen berichtet. Bei diesen Patienten ist daher entweder

eine andere Dialysemembran oder ein Antihypertensivum einer anderen

Substanzklasse zu verwenden.

Hypoglykämie

Diabetische Patienten, die mit oralen Antidiabetika oder Insulin behandelt

werden, sollten bei Beginn einer ACE-Hemmer-Therapie angewiesen werden,

auf Hypoglykämien zu achten, insbesondere im ersten Monat der kombinierten

Therapie (siehe Abschnitt 4.5).

Husten

Im Zusammenhang mit der Anwendung von ACE-Hemmern wurde über Husten

berichtet. Typischerweise besteht kein Auswurf, der Husten ist hartnäckig und

klingt nach Absetzen der Therapie ab. Ein durch ACE-Hemmer induzierter

Husten sollte auch bei der Differenzialdiagnose des Hustens in Betracht

gezogen werden.

Operation/Anästhesie

Bei Patienten, die einer größeren Operation unterzogen werden oder eine

Anästhesie mit Substanzen, die den Blutdruck senken, erhalten, hemmt

Enalapril als Reaktion auf die kompensatorische Reninsekretion die Bildung von

Angiotensin II. Sollte es aufgrund dieses Mechanismus zu einer Hypotonie

kommen, kann sie durch Volumensubstitution korrigiert werden.

Serumkalium

ACE-Hemmer können eine Hyperkaliämie bewirken, da sie die Freisetzung von

Aldosteron verhindern. Die Wirkung ist im Allgemeinen bei Patienten mit

normaler Nierenfunktion nicht bedeutsam. Allerdings kann es bei Patienten mit

einer beeinträchtigten Nierenfunktion und/oder bei Patienten, die Kalium-

Ergänzungsmittel (einschließlich Salzersatzmittel), kaliumsparende Diuretika,

Trimethoprim oder Cotrimoxazol (auch als Trimethoprim/Sulfamethoxazol

bekannt) und insbesondere Aldosteron-Antagonisten oder Angiotensin-

Rezeptor-Blocker einnehmen, zu einer Hyperkaliämie kommen.

Kaliumsparende Diuretika und Angiotensin-Rezeptor-Blocker sollten bei

Patienten, die ACE-Hemmer erhalten, mit Vorsicht angewendet werden.

Serumkalium und Nierenfunktion sind zu überwachen (siehe Abschnitt 4.5).

Lithium

Die Kombination von Lithium und Enalapril wird im Allgemeinen nicht empfohlen

(siehe Abschnitt 4.5).

Kinder und Jugendliche

Zur Anwendung von Enalapril bei Kindern über 6 Jahren mit Hypertonie liegen

begrenzte Daten zur Wirksamkeit und Verträglichkeit vor. Zu den anderen

Indikationen gibt es keine Daten. Begrenzte Daten zur Pharmakokinetik liegen

für Kinder ab 2 Monaten vor (siehe auch Abschnitte 4.2, 5.1 und 5.2). Enalapril

AL wird für Kinder ausschließlich für die Indikation Hypertonie empfohlen.

Enalapril AL wird nicht für Neugeborene und für pädiatrische Patienten mit einer

glomerulären Filtrationsrate <30 ml/min/1,73 m

empfohlen, da keine Daten

dazu vorliegen (siehe Abschnitt 4.2).

Schwangerschaft und Stillzeit

Eine Behandlung mit ACE-Hemmern sollte nicht während der Schwangerschaft

begonnen werden. Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine

Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem

Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der

Behandlung mit ACE-Hemmern ist zwingend erforderlich. Wird eine

Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit ACE-Hemmern

unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu

beginnen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Während der Stillzeit wird die Anwendung von Enalapril nicht empfohlen (siehe

Abschnitte 4.6 und 5.2).

Ethnische Unterschiede

Wie andere ACE-Hemmer senkt Enalapril offenbar bei Patienten schwarzer

Hautfarbe den Blutdruck weniger stark als bei Patienten nicht schwarzer

Hautfarbe, vermutlich, weil bei der schwarzen Bevölkerung mit Hypertonie

häufig ein niedriger Plasma-Renin-Spiegel vorliegt.

Sonstige Bestandteile

Diese Arzneimittel enthalten Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären

Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-

Malabsorption sollten Enalapril AL nicht einnehmen.

Enalapril AL enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Kaliumsparende Diuretika, Kalium-Ergänzungsmittel oder kaliumhaltige

Salzersatzmittel

Obwohl der Serumkaliumwert üblicherweise im Normbereich bleibt, kann bei

einigen Patienten, die mit Enalapril behandelt werden, eine Hyperkaliämie

auftreten. Kaliumsparende Diuretika (z.B. Spironolacton, Triamteren oder

Amilorid), Kalium-Ergänzungsmittel oder kaliumhaltige Salzersatzmittel können

zu einem signifikanten Anstieg des Serumkaliums führen. Vorsicht ist auch

geboten, wenn Enalapril

zusammen mit anderen Mitteln gegeben wird, die das

Serumkalium erhöhen, wie Trimethoprim und Cotrimoxazol

(Trimethoprim/Sulfamethoxazol), weil Trimethoprim bekanntermaßen wie ein

kaliumsparendes Diuretikum wie Amilorid wirkt. Deshalb wird die Kombination

von Enalapril mit den vorgenannten Arzneimitteln nicht empfohlen. Wenn die

gleichzeitige Anwendung angezeigt ist, muss sie mit Vorsicht und unter

regelmäßiger Kontrolle des Serumkaliums erfolgen.

Diuretika (Thiazide oder Schleifendiuretika)

Eine vorangegangene hoch dosierte Diuretika-Therapie kann zu

Volumenmangel und damit zum Risiko einer Hypotonie bei Therapiebeginn mit

Enalapril führen (siehe Abschnitt 4.4). Die hypotensive Wirkung kann durch

Absetzen des Diuretikums, einen Ausgleich des Volumenmangels bzw. Gabe

von Salz oder durch die Einleitung der Therapie mit Enalapril in niedriger

Dosierung vermindert werden.

Andere Antihypertensiva

Die gleichzeitige Anwendung mit anderen Antihypertensiva kann die

blutdrucksenkende Wirkung von Enalapril verstärken. Auch die gleichzeitige

Anwendung von Nitroglyzerin und anderen Nitraten oder anderen

Vasodilatatoren kann den Blutdruck weiter senken.

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des

Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung

von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im

Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt,

mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie,

Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines

akuten Nierenversagens) einher geht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Lithium

Unter der gleichzeitigen Anwendung von ACE-Hemmern und Lithium wurden

reversible Anstiege der Serum-Lithium-Konzentrationen und toxische Effekte

berichtet. Eine gleichzeitige Therapie mit Thiaziddiuretika kann die Serum-

Lithium-Konzentrationen und damit das Risiko einer Lithium-Toxizität unter

einer ACE-Hemmer-Therapie erhöhen. Die Anwendung von Enalapril mit

Lithium wird deshalb nicht empfohlen; sollte diese Kombination aber erforderlich

sein, sind die Serum-Lithium-Konzentrationen sorgfältig zu überwachen (siehe

Abschnitt 4.4).

Trizyklische Antidepressiva/Neuroleptika/Anästhetika/Narkotika

Die gleichzeitige Anwendung bestimmter Narkosemittel, trizyklischer

Antidepressiva und Neuroleptika mit ACE-Hemmern kann zu einer verstärkten

Blutdrucksenkung führen (siehe Abschnitt 4.4).

Nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAID)

Die Dauertherapie mit NSAID kann die antihypertensive Wirkung eines ACE-

Hemmers abschwächen.

NSAID (einschließlich COX-2-Hemmern) und ACE-Hemmer wirken bezüglich

des Anstiegs von Serum-Kalium additiv und können so zu einer

Verschlechterung der Nierenfunktion führen. Diese ist gewöhnlich reversibel.

Selten kann es auch zu akutem Nierenversagen kommen, insbesondere bei

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (z.B. bei älteren oder Patienten

mit Volumenmangel, einschließlich der Patienten unter Diuretikatherapie). Der

Flüssigkeitsmangel bei Patienten sollte ausgeglichen und die Nierenfunktion

sollte während und regelmäßig nach der gleichzeitigen Therapie überwacht

werden.

Gold

Nitritoide Reaktionen (mit Symptomen wie Flush, Übelkeit, Erbrechen und

Hypotonie) wurden selten bei Patienten berichtet, die unter einer Therapie mit

Goldinjektionslösungen (Natriumaurothiomalat) gleichzeitig ACE-Hemmer

einschließlich Enalapril erhielten.

Sympathomimetika

Sympathomimetika können die blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern

abschwächen.

Antidiabetika

Epidemiologische Studien weisen auf eine mögliche Verstärkung der

blutzuckersenkenden Wirkung bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-

Hemmern und Antidiabetika (Insulin, orale Antidiabetika) hin, sodass das Risiko

einer Hypoglykämie besteht. Diese Fälle treten offenbar insbesondere in den

ersten Wochen der kombinierten Behandlung sowie bei Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion auf.

Alkohol

Alkohol verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern.

Acetylsalicylsäure, Thrombolytika und Betablocker

Enalapril kann problemlos gleichzeitig mit Acetylsalicylsäure (in zur

kardiovaskulären Prophylaxe geeigneten Dosierungen), Thrombolytika und

Betablockern angewendet werden.

Arzneimittel, die das Risiko eines Angioödems erhöhen

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist

wegen des erhöhten Risikos eines Angioödems kontraindiziert (siehe Abschnitt

4.3 und 4.4).

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-

Inhibitoren (z.B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu

einem erhöhten Risiko eines Angioödems führen (siehe Abschnitt 4.4).

Ciclosporin

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Ciclosporin kann eine

Hyperkaliämie auftreten. Es wird empfohlen, das Serumkalium zu überwachen.

Heparin

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Heparin kann eine

Hyperkaliämie auftreten. Es wird empfohlen, das Serumkalium zu überwachen.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Anwendung von ACE-Hemmern wird im ersten Schwangerschaftstrimester

nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von ACE-Hemmern im

zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert (siehe

Abschnitte 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines

teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten

Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch

nicht ausgeschlossen werden. Sofern ein Fortsetzen der ACE-Hemmer-

Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen,

schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit

geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine

Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit ACE-Hemmern

unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu

beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern während des zweiten

und dritten Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte

Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-

toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (siehe auch

Abschnitt 5.3). Im Falle einer Exposition mit ACE-Hemmern ab dem zweiten

Schwangerschaftstrimester werden Ultraschalluntersuchungen der

Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten häufig

wiederholt auf Hypotonie untersucht werden (siehe auch Abschnitte 4.3 und

4.4)

Stillzeit

Einige wenige pharmakokinetische Daten zeigen, dass sehr geringe

Konzentrationen von Enalapril in der Muttermilch erreicht werden (siehe

Abschnitt 5.2). Auch wenn diese Konzentrationen als klinisch nicht relevant

erscheinen, wird die Anwendung von Enalapril AL während des Stillens von

Frühgeborenen sowie in den ersten Wochen nach der Entbindung nicht

empfohlen, da ein mögliches Risiko von kardiovaskulären und renalen Effekten

beim Säugling besteht und für eine Anwendung in der Stillzeit keine

ausreichende klinische Erfahrung vorliegt.

Wenn die Säuglinge älter sind, kann die Anwendung von Enalapril AL bei

stillenden Müttern erwogen werden, wenn die Behandlung für die Mutter als

notwendig erachtet wird und der Säugling sorgfältig überwacht wird.

Fertilität

In tierexperimentellen Studien ergaben sich keine Hinweise auf eine

Auswirkung von Enalapril auf die Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen

Bei der aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder beim Bedienen von

Maschinen ist zu beachten, dass gelegentlich Schwindel oder Schwächegefühl

auftreten können.

4.8 Nebenwirkungen

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien

zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100, <1/10)

Gelegentlich (≥1/1000, <1/100)

Selten (≥1/10 000, <1/1000)

Sehr selten (<1/10 000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar).

Untersuchungen

Häufig: Hyperkaliämie, Anstieg von Serum-Kreatinin.

Gelegentlich: Anstieg von Serum-Harnstoff, Hyponatriämie.

Selten: Anstieg der Leberenzyme, Anstieg von Serum-Bilirubin.

Herz-/Kreislauferkrankungen

Sehr häufig: Schwindel.

Häufig: Hypotonie (einschließlich orthostatische Hypotonie), Synkope,

Schmerzen im Brustkorb, Herzrhythmusstörungen, Angina pectoris,

Tachykardie.

Gelegentlich: Palpitationen, Myokardinfarkt oder zerebraler Insult*, vermutlich

infolge übermäßigen Blutdruckabfalls bei Hochrisikopatienten (siehe Abschnitt

4.4),.

Selten: Raynaud-Phänomen.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich: Anämie (einschließlich aplastische und hämolytische Anämie).

Selten: Neutropenie, Abnahme von Hämoglobin und Hämatokrit,

Thrombozytopenie, Agranulozytose, Knochenmarksdepression, Panzytopenie,

Lymphknotenschwellung, Autoimmunkrankheiten.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen, Depressionen.

Gelegentlich: Verwirrtheitszustände, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Nervosität,

Parästhesien, Vertigo.

Selten: Verändertes Träumen, Schlafstörungen.

Augenerkrankungen

Sehr häufig: Verschwommensehen.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr häufig: Husten.

Häufig: Dyspnoe.

Gelegentlich: Rhinorrhö, Halsschmerzen und Heiserkeit,

Bronchospasmus/Asthma.

Selten: Pulmonale Infiltrate, Rhinitis, allergische Alveolitis/eosinophile

Pneumonie.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Übelkeit.

Häufig: Diarrhö, Bauchschmerzen, Geschmacksveränderungen.

Gelegentlich: Ileus, Pankreatitis, Erbrechen, Dyspepsie, Obstipation,

Appetitlosigkeit, Magenreizung, Mundtrockenheit, peptisches Ulkus.

Selten: Stomatitis/aphthöse Ulzerationen, Glossitis.

Sehr selten: Intestinales angioneurotisches Ödem.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Nierenfunktionsstörungen, Nierenversagen, Proteinurie.

Selten: Oligurie.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Ausschlag, Überempfindlichkeit/angioneurotisches Ödem:

angioneurotische Ödeme mit Beteiligung von Gesicht, Extremitäten, Lippen,

Zunge, Glottis und/oder Kehlkopf wurden berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

Gelegentlich: Diaphorese, Pruritus, Urtikaria, Alopezie.

Selten: Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, exfoliative Dermatitis,

toxische epidermale Nekrolyse, Pemphigus, Erythroderma.

Ein Symptomenkomplex wurde berichtet, der mit einigen oder allen der

folgenden Nebenwirkungen einhergehen kann: Fieber, Serositis, Vaskulitis,

Myalgien/Myositis, Arthralgien/Arthritis, positive ANA-Titer, erhöhte BSG,

Eosinophilie und Leukozytose. Hautausschlag, Photosensibilität oder andere

dermatologische Manifestationen können auftreten.

Endokrine Erkrankungen

Nicht bekannt: Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Hypoglykämie (siehe Abschnitt 4.4).

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Asthenie.

Häufig: Müdigkeit.

Gelegentlich: Muskelkrämpfe, Flush, Tinnitus, Unwohlsein, Fieber.

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten: Leberversagen, Hepatitis - hepatozellulär oder cholestatisch,

einschließlich hepatischer Nekrose, Cholestase (einschließlich Ikterus).

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich: Impotenz.

Selten: Gynäkomastie.

* Die Inzidenzen entsprachen in klinischen Studien denen der Kontrollgruppen

unter Placebo oder einer aktiven Vergleichssubstanz.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von

großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des

Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von

Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Es liegen nur begrenzte Daten zu Überdosierungen beim Menschen vor. Als

auffälligste Merkmale einer Überdosierung wurden bisher schwere Hypotonie

(Eintritt etwa 6 Stunden nach Tabletteneinnahme) mit gleichzeitiger Blockade

des Renin-Angiotensin-Systems und Stupor berichtet. Als weitere Symptome im

Zusammenhang mit einer Überdosierung von ACE-Hemmern können

Kreislaufversagen, Elektrolytverluste, Nierenversagen, Hyperventilation,

Tachykardie, Palpitationen, Bradykardie, Schwindel, Angstgefühl und Husten

auftreten.

Nach Einnahme von 300 mg bzw. 440 mg Enalapril wurden 100- bzw. 200-fach

höhere Serumkonzentrationen von Enalaprilat als unter therapeutischen Dosen

festgestellt.

Zur Behandlung einer Überdosierung wird die intravenöse Infusion von

Kochsalzlösung empfohlen. Im Falle eines Blutdruckabfalls soll der Patient in

Schocklagerung gebracht werden. Falls verfügbar, kann auch eine Therapie mit

einer Angiotensin-II-Infusion und/oder einer intravenösen Katecholamininfusion

in Erwägung gezogen werden. Wurden die Tabletten erst kurz zuvor

eingenommen, sollten Maßnahmen zur Elimination von Enalaprilmaleat

getroffen werden (z.B. Erbrechen, Magenspülung, Anwendung von

Adsorbentien oder Natriumsulfat). Enalaprilat kann durch Hämodialyse aus dem

Kreislauf entfernt werden (siehe Abschnitt 4.4). Bei therapierefraktärer

Bradykardie ist ein Schrittmacher indiziert. Die Vitalparameter, Elektrolyt- und

Kreatinin-Konzentrationen im Serum sind ständig zu überwachen.

5. Pharmakologische Eigenschaften

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer.

ATC-Code: C09AA02

Enalaprilmaleat ist das Maleatsalz von Enalapril, einem Abkömmling von 2

Aminosäuren, L-Alanin und L-Prolin. Das Angiotensin-Converting-Enzym (ACE)

ist eine Peptidyl-Dipeptidase, welche die Umwandlung von Angiotensin I zu der

vasokonstriktorisch wirksamen Substanz Angiotensin II katalysiert. Nach

Resorption wird Enalaprilmaleat zu Enalaprilat hydrolysiert, welches ACE

hemmt. Die ACE-Hemmung bewirkt eine Abnahme von Angiotensin II im

Plasma. Dies führt zu einer erhöhten Plasmareninaktivität (infolge des Wegfalls

der negativen Rückkopplung auf die Reninsekretion) und einer Abnahme der

Aldosteronsekretion.

ACE ist mit Kininase II identisch. Daher ist es möglich, dass Enalapril auch den

Abbau von Bradykinin, einem stark vasodepressorischen Peptid, hemmt.

Welche Rolle dieser Mechanismus für die therapeutischen Wirkungen von

Enalapril spielt, ist noch unklar.

Der blutdrucksenkende Mechanismus von Enalapril wird zwar in erster Linie auf

die Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems zurückgeführt;

dennoch wirkt Enalapril sogar bei Patienten mit niedrigem Reninspiegel

antihypertensiv.

Die Anwendung von Enalapril bei hypertonen Patienten führt zu einer

Blutdrucksenkung im Liegen und im Stehen, ohne dass die Herzfrequenz

signifikant ansteigt.

Eine symptomatische orthostatische Hypotonie tritt selten auf. Bei manchen

Patienten kann es einige Wochen dauern, bis die Behandlung zu einer

optimalen Blutdrucksenkung führt. Ein abruptes Absetzen von Enalapril ging

nicht mit einem übermäßigen Blutdruckanstieg einher.

Eine wirksame Hemmung der ACE-Aktivität tritt normalerweise 2 - 4 Stunden

nach Einnahme einer Einzeldosis von Enalapril ein. Das Einsetzen der

antihypertensiven Wirkung wurde meist nach 1 Stunde, die maximale

Blutdrucksenkung 4 - 6 Stunden nach Einnahme beobachtet. Die Wirkdauer ist

dosisabhängig. Unter den empfohlenen Dosierungen zeigte es sich jedoch,

dass die antihypertensive und hämodynamische Wirkung mindestens 24

Stunden lang anhielt.

Bei Patienten mit essenzieller Hypertonie zeigten hämodynamische Studien,

dass die Blutdrucksenkung mit einer Abnahme des peripheren arteriellen

Widerstandes und einer Zunahme des Herzminutenvolumens einherging, die

Herzfrequenz aber kaum verändert war. Nach Einnahme von Enalapril nahm

die Nierendurchblutung zu, die glomeruläre Filtrationsrate blieb unverändert. Es

gab keine Anzeichen einer Salz- oder Flüssigkeitsretention. Bei Patienten, die

vor Behandlung mit Enalapril eine niedrige glomeruläre Filtrationsrate hatten,

stieg diese jedoch an.

In klinischen Kurzzeitstudien bei Patienten mit Nierenerkrankung mit und ohne

Diabetes wurde nach Einnahme von Enalapril eine Abnahme der Albuminurie

sowie der Urinausscheidung von IgG und Gesamtprotein beobachtet.

Bei gemeinsamer Anwendung mit Diuretika vom Thiazidtyp sind die

blutdrucksenkenden Wirkungen von Enalapril zumindest additiv. Enalapril kann

die Entwicklung einer thiazidinduzierten Hypokaliämie verringern oder

verhindern.

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz unter Therapie mit Digitalis und Diuretika

führte die Behandlung mit Enalapril (oral oder i.v.) zu einer Abnahme des

peripheren Widerstandes und des Blutdruckes. Das Herzminutenvolumen nahm

zu; die Herzfrequenz, die bei Herzinsuffizienzpatienten normalerweise erhöht

ist, nahm dagegen ab. Der Lungenkapillardruck war ebenfalls reduziert. Die

körperliche Belastbarkeit und der Grad der Herzinsuffizienz (nach den Kriterien

der New York Heart Association) wurden ebenfalls verbessert. Diese

Wirkungen blieben bei Langzeittherapie erhalten.

Bei Patienten mit leichter bis mittlerer Herzinsuffizienz verzögerte Enalapril die

Progression der Dilatation/Vergrößerung des Herzens und der Herzinsuffizienz,

erkennbar an der Reduktion des linksventrikulären enddiastolischen und

systolischen Volumens und der Verbesserung der Ejektionsfraktion.

In einer multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten

Studie (SOLVD Präventionsstudie) wurde eine Population mit

asymptomatischer linksventrikulärer Dysfunktion (LVEF <35%) untersucht.

4.228 Patienten wurden randomisiert und erhielten entweder Placebo (n =

2.117) oder Enalapril (n = 2.111). In der Placebo-Gruppe kam es zu 818 Fällen

von Herzinsuffizienz bzw. Todesfällen (38,6%), in der Enalapril-Gruppe

dagegen in 630 Fällen (29,8%) (Risikoreduktion: 29%; 95% CI: 21 - 36%; p

<0,001). 518 Patienten der Placebo-Gruppe (24,5%) und 434 der Enalapril-

Gruppe (20,6%) starben an einer neu aufgetretenen oder sich

verschlechternden Herzinsuffizienz oder wurden deshalb ins Krankenhaus

eingewiesen (Risikoreduktion: 20%; 95% CI: 9 - 30%; p <0,001).

In einer multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten

Studie (SOLVD Behandlungsstudie) wurde eine Population mit

symptomatischer Herzinsuffizienz aufgrund systolischer Dysfunktion (EF<35%)

untersucht. 2.569 Patienten, deren symptomatische Herzinsuffizienz

konventionell behandelt wurde, wurden in eine Placebo-Gruppe (n = 1.284)

oder eine Enalapril-Gruppe (n = 1.285) randomisiert. In der Placebo-Gruppe

kam es zu 510 Todesfällen (39,7%), im Vergleich dazu in der Enalapril-Gruppe

zu 452 Todesfällen (35,2%) (Risikoreduktion: 16%; 95% CI: 5 - 26%; p =

0,0036). In der Placebo-Gruppe kam es zu 461 Todesfällen kardiovaskulärer

Ursache im Vergleich zu 399 Fällen in der Enalapril-Gruppe (Risikoreduktion:

18%; 95% CI: 6 - 28%; p <0,002); dies ist vor allem auf eine Abnahme der

Todesfälle aufgrund fortschreitender Herzinsuffizienz zurückzuführen (251 in

der Placebo-Gruppe vs. 209 in der Enalapril-Gruppe, Risikoreduktion 22%, 95%

CI: 6 - 35%). Weniger Patienten starben aufgrund einer Verschlechterung ihrer

Herzinsuffizienz oder wurden deshalb ins Krankenhaus eingewiesen (736 in der

Plazebo-Gruppe und 613 in der Enalapril-Gruppe; Risikoreduktion 26%; 95%

CI: 18 - 34%; p <0,0001). Insgesamt senkte Enalapril in der SOLVD Studie bei

Patienten mit linksventrikulärer Dysfunktion das Risiko, einen Myokardinfarkt zu

erleiden um 23% (95% CI: 11 - 34%; p <0,001) und das Risiko, aufgrund einer

instabilen Angina pectoris ins Krankenhaus eingewiesen zu werden, um 20%

(95% CI: 9 - 29%, p <0,001).

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing

Telmisartan Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und

„VA NEPHRON-D” [The Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die

gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit einem Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“–Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder

einer zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes

mellitus Typ 2 mit nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA

NEPHRON-D“-Studie wurde bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und

diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale

und/oder kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität, während ein höheres

Risiko für Hyperkaliämie, akute Nierenschädigung und/oder Hypotonie im

Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer

pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf andere

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig

angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using

Cardiovascular and Renal Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die

Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu einer Standardtherapie mit einem ACE-

Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit Diabetes

mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulärer

Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten

Risikos unerwünschter Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre

Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der Aliskiren-Gruppe numerisch

häufiger auf als in der Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte Ereignisse und

besondere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (Hyperkaliämie,

Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).

Bei pädiatrischen Patienten über 6 Jahren mit Hypertonie liegen begrenzte

Daten zur Anwendung von Enalapril vor. In einer klinischen Studie mit 110

hypertonen pädiatrischen Patienten im Alter von 6 - 16 Jahren erhielten

Patienten mit einem Gewicht ≥20 kg und einer glomerulären Filtrationsrate >30

ml/min/1,73m

und Patienten mit einem Gewicht <50 kg entweder 0,625 mg, 2,5

mg oder 20 mg Enalapril pro Tag; Patienten mit einem Gewicht ≥50 kg erhielten

entweder 1,25 mg, 5 mg oder 40 mg Enalapril pro Tag. Die 1-mal tägliche Gabe

von Enalapril senkte den Blutdruck in Abhängigkeit von der Dosis. Die

dosisabhängige Blutdrucksenkung von Enalapril zeigte sich übereinstimmend in

allen Subgruppen (Alter, Tanner-Stadium, Geschlecht, ethnische

Zugehörigkeit). Allerdings scheinen die niedrigsten Dosierungen von 0,625 mg

bzw. 1,25 mg (entsprechend durchschnittlich 0,02 mg/kg/Tag) keine

gleichmäßige blutdrucksenkende Wirksamkeit zu haben. Die Maximaldosis, die

untersucht wurde, war 0,58 mg/kg/Tag (bis zu 40 mg). Das Nebenwirkungsprofil

bei Kindern unterschied sich nicht von dem bei Erwachsenen.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Enalapril wird nach oraler Einnahme rasch resorbiert, wobei die maximalen

Plasmakonzentrationen innerhalb 1 Stunde erreicht werden. Nach oraler

Einnahme von Enalapril in Tablettenform beträgt die Resorption ungefähr 60%,

basierend auf der Wiederfindungsrate im Urin. Die Resorptionsrate nach oraler

Einnahme von Enalapril AL wird nicht durch das Vorhandensein von Nahrung

im Magendarmtrakt beeinflusst.

Nach der Resorption wird oral aufgenommenes Enalapril rasch weitgehend zu

Enalaprilat hydrolysiert, einem potenten Angiotensin-Converting-Enzym-

Hemmer. Die Spitzenplasmakonzentrationen von Enalaprilat zeigen sich ca. 4

Stunden nach oraler Gabe einer Enalapril-Tablette. Die effektive

Akkumulationshalbwertszeit von Enalaprilat nach oralen Mehrfachgaben beträgt

11 Stunden. Bei Probanden mit normaler Nierenfunktion wurden die Steady-

State-Serum-Konzentrationen von Enalaprilat ca. 4 Tage nach Therapiebeginn

erreicht.

Im Bereich der therapeutisch relevanten Konzentrationen liegt die

Plasmaproteinbindung von Enalaprilat beim Menschen nicht über 60%.

Außer der Konversion zu Enalaprilat liegen keine weiteren Hinweise für einen

signifikanten Metabolismus von Enalapril vor.

Die Ausscheidung von Enalaprilat erfolgt überwiegend renal. Die

Hauptbestandteile im Urin sind Enalaprilat, das ca. 40% der Dosis ausmacht,

und unverändertes Enalapril (ca. 20%).

Nierenfunktionseinschränkung

Die Enalapril- und Enalaprilat-Exposition sind bei Patienten mit

Niereninsuffizienz erhöht.

Bei Patienten mit leichter bis mäßiger Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance

40 - 60 ml/min) war die Steady-State-AUC von Enalaprilat nach der Anwendung

von 5 mg/Tag etwa doppelt so groß wie bei Patienten mit normaler

Nierenfunktion. Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance ≤30

ml/min), war die AUC etwa 8-mal größer. Die effektive Halbwertszeit von

Enalaprilat nach Mehrfachdosen ist bei Niereninsuffizienz in diesem Stadium

verlängert, das Erreichen des Steady State ist verzögert (siehe Abschnitt 4.2).

Enalaprilat kann mittels Hämodialyse aus dem Kreislauf entfernt werden.

Enalaprilat ist mit einer Rate von 62 ml/min dialysierbar.

Kinder und Jugendliche

Eine pharmakokinetische Studie mit verschiedenen Dosierungen wurde bei 40

hypertonen Mädchen und Jungen im Alter von 2 Monaten bis zu 16 Jahren

durchgeführt, die oral 0,07 - 0,14 mg/kg Enalaprilmaleat/Tag erhielten.

Insgesamt ergab diese Studie bezüglich der Pharmakokinetik von Enalaprilat

keine größeren Unterschiede zwischen Kindern und den bekannten Daten von

Erwachsenen. Die Daten weisen auf eine Vergrößerung der AUC (bei

Normierung auf Dosen pro Körpergewicht) mit zunehmendem Alter hin; diese

Vergrößerung der AUC ist jedoch nicht zu beobachten, wenn die Daten auf die

Körperoberfläche normiert werden. Im Steady State betrug die mittlere effektive

Akkumulationshalbwertszeit von Enalaprilat 14 Stunden.

Stillzeit

Nach oraler Verabreichung von Einzeldosen zu 20 mg bei fünf Frauen

postpartum betrug der Spitzenwert der Konzentrationen von Enalapril in der

Muttermilch nach vier bis sechs Stunden im Durchschnitt 1,7 μg/l (Bereich 0,54

bis 5,9 μg/l). Auch zu verschiedenen Zeitpunkten innerhalb von 24 Stunden

betrugen im Durchschnitt die Spitzenwerte der Konzentrationen von Enalapril

1,7 μg/l (Bereich 1,2 bis 2,3 μg/l). Ausgehend von diesen Daten ist die

maximale Menge Enalapril bei einem ausschließlich gestillten Säugling auf etwa

0,16% der verabreichten mütterlichen Dosis zu schätzen.

Bei einer Frau, die täglich 11 Monate lang 10 mg Enalapril oral einnahm,

betrugen die Spitzenwerte der Konzentrationen von Enalapril in der Muttermilch

vier Stunden nach Einnahme 2 μg/l und etwa neun Stunden nach Einnahme

0,75 μg/l. Im Verlaufe von 24 Stunden in der Milch gemessene Gesamtmenge

von Enalapril und Enalaprilat betrug 1,44 μg/l bzw. 0,63 μg/l. Vier Stunden nach

einer Einzeldosis von 5 mg Enalapril bei einer Mutter und 10 mg bei zwei

Müttern konnten keine Enalaprilat-Mengen in der Milch nachgewiesen werden

(<0,2 μg/l).

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Aus den präklinischen Daten (übliche Untersuchungen zur pharmakologischen

Verträglichkeit, zur Toxizität bei wiederholt verabreichten Dosen, zur

Genotoxizität und zum kanzerogenen Potenzial) ergaben sich keine Hinweise

auf eine besondere Gefährdung für den Menschen. Entsprechend den Studien

zur Reproduktionstoxizität hat Enalapril keine Wirkungen auf Fruchtbarkeit und

Fortpflanzung bei Ratten und wirkt nicht teratogen. In einer Studie, in der

weibliche Ratten Enalapril vor der Paarung und während der Gestationszeit

erhielten, kam es während der Säugeperiode zu einer erhöhten Todesrate bei

den Jungtieren. Es wurde nachgewiesen, dass die Substanz plazentagängig ist

und in die Muttermilch übergeht. Die Klasse der ACE-Hemmer wirkt

nachweislich fetotoxisch (Schädigung und/oder Tod des Feten), wenn sie im 2.

oder 3. Trimenon gegeben werden.

6. Pharmazeutische Angaben

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Enalapril AL 2,5 / Enalapril AL 5

Hyprolose, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Maisstärke,

Natriumhydrogencarbonat, Talkum.

Enalapril AL 10

Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Maisstärke,

Natriumhydrogencarbonat, Talkum, Eisen(III)-oxid (E 172).

Enalapril AL 20

Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Maisstärke,

Natriumhydrogencarbonat, Talkum, Eisen(III)-oxid (E 172), Eisen(III)-hydroxid-

oxid (E 172).

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Enalapril AL 2,5

Nicht über 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu

schützen.

Enalapril AL 5

Enalapril AL 10

Enalapril AL 20

Nicht über 30° lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu

schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Polyamid/Aluminium/PVC-Aluminium-Blisterpackungen

Enalapril AL 2,5/10 mg/20 mg

Originalpackung mit 30, 50 und 100 Tabletten.

Enalapril AL 5

Originalpackung mit 50 und 100 Tabletten.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7. Inhaber der Zulassung

ALIUD PHARMA

GmbH

Gottlieb-Daimler-Straße 19

D-89150 Laichingen

Telefon: 07333/9651-0

Telefax: 07333/9651-6004

info@aliud.de

8. Zulassungsnummern

Enalapril AL 2,5

46858.00.00

Enalapril AL 5

46858.01.00

Enalapril AL 10

46858.02.00

Enalapril AL 20

46858.03.00

9. Datum der Erteilung der Zulassung/Verlängerung der Zulassung

Datum der Erteilung der Zulassung: 21. März 2000

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 20. Oktober 2008

10. Stand der Information

Mai 2019

11. Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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