Elvanse 20 mg Hartkapseln

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

17-01-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

17-01-2021

Wirkstoff:
Lisdexamfetamindimesilat
Verfügbar ab:
Shire Pharmaceutical Contracts Ltd
ATC-Code:
N06BA12
INN (Internationale Bezeichnung):
Lisdexamfetamindimesilat
Dosierung:
20mg
Darreichungsform:
Hartkapseln
Verabreichungsweg:
Zum Einnehmen
Einheiten im Paket:
Packungsgröße: 28 oder 30 Hartkapseln.
Verschreibungstyp:
Verschreibungspflichtig
Hergestellt von:
Shire Pharmaceutical Contracts Ltd
Therapiegruppe:
Zentral wirkende Sympathomimetika
Anwendungsgebiete:
Elvanse ist im Rahmen einer therapeutischen Gesamtstrategie zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störungen (ADHS) bei Kindern ab einem Alter von 6 Jahren indiziert, wenn das Ansprechen auf eine zuvor erhaltene Behandlung mit Methylphenidat als klinisch unzureichend angesehen wird.
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähig
Zulassungsnummer:
93471.00.00
Berechtigungsdatum:
2015-07-30

Gebrauchsinformation:InformationfürAnwender

Elvanse 20mgHartkapseln

Elvanse 40mgHartkapseln

Elvanse 60mgHartkapseln

Lisdexamfetamindimesilat

DiesesArzneimittelunterliegteinerzusätzlichen Überwachung.Diesermöglicht

eine schnelleIdentifizierung neuerErkenntnisseüberdie Sicherheit.Siekönnen

dabeihelfen,indemSiejede auftretende Nebenwirkung melden.Hinweisezur

Meldungvon Nebenwirkungen,sieheEnde Abschnitt4.

Lesen SiediegesamtePackungsbeilagesorgfältig durch,bevorSiemitder

EinnahmediesesArzneimittelsbeginnen,denn sieenthältwichtige

Informationen.

-Heben Sie die Packungsbeilage auf.Vielleichtmöchten Sie diesespäter

nochmalslesen.

-Wenn Sie weitere Fragen haben,wenden Sie sich anIhrenArztoderApotheker.

-DiesesArzneimittelwurde Ihnenpersönlich verschrieben.GebenSie esnichtan

Dritteweiter.Eskann anderen Menschen schaden,auchwenn diese diegleichen

Beschwerden haben wieSie.

-Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken,wenden Sie sich anIhrenArztoder

Apotheker.DiesgiltauchfürNebenwirkungen,dienichtindieser

Packungsbeilage angegeben sind.SieheAbschnitt4.

Wasin dieserPackungsbeilagesteht

1. Was istElvanseund wofürwird esangewendet?

2. WassolltenSie vorderEinnahme vonElvansebeachten?

3. WieistElvanseeinzunehmen?

4. WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5. WieistElvanseaufzubewahren?

6. InhaltderPackungundweitereInformationen

1.WasistElvanse undwofürwird esangewendet?

Was istElvanse?

Elvanse enthältdenWirkstoffLisdexamfetamindimesilat,derdieAktivitätIhres

Gehirnszu hilft.Erkanndazu beitragen,IhreAufmerksamkeitund

Konzentrationsfähigkeitzu verbessern undIhreImpulsivitätzu verringern.

Elvanse istein lang wirkendesArzneimittel,dasübereinen Zeitraumvon

13Stundenstetig wirkt.

Wofürwirdes angewendet?

Elvanse istzurBehandlungder„Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitäts-Störung”

(ADHS)vorgesehen.Eswird angewendet:

BeiKindern und Jugendlichen zwischen 6 und 18Jahren,die zuvormit

Methylphenidatbehandeltwurden,wobeisich diese Behandlung als

unzureichendwirksamerwiesgegenADHS.Gegebenenfallskönnen Sie

Elvanse alsErwachsenerweitereinnehmen,wenn IhrArztderAnsichtist,dass

Sie von derBehandlungdeutlich profitierthaben.

Wenn Sie sichnach einemMonatnichtbesserodergarschlechterfühlen,müssen

Sie sich anIhrenArztwenden.

Elvansewird nichtzurADHS-BehandlungbeiKindern unter6Jahren angewendet,

weilnichtbekanntist,obesbeisojungen Kindern sicheristoderobdiesevon der

Behandlungprofitieren.

Wiewirktes?

Elvanse verbessertdieAktivitätbestimmterAbschnitte desGehirns,derenAktivität

zu geringist.DasArzneimittelkann dazubeitragen,dieAufmerksamkeitund

Konzentrationsfähigkeitzu verbessern und impulsivesVerhalten zuverringern.

DasArzneimittelwird alsTeileinesBehandlungsprogrammsangewendet,zu dem

normalerweise folgendesgehört:

Psychotherapie,

pädagogischeTherapie,

soziale Therapie.

Eswird ausschließlich von Spezialisten fürVerhaltensstörungen beiKindern oder

Jugendlichen verschrieben und eine BehandlungnurunterderenAufsicht

durchgeführt.

ÜberADHS

FürMenschen mitADHSistesschwer

still zusitzen,

sich zu konzentrieren.

Sie sind nichtdaranschuld,dasssie diese Schwierigkeitenhaben.Dennochkann

ADHSzu Problemen imAlltagführen.KinderundJugendliche mitADHSmögen

Schwierigkeitenhaben zu lernen oderihreHausaufgabenzu erledigen.Ihnenfällt

esschwer,sich zuhause,in derSchuleund ananderenOrten„normal“zu verhalten.

ADHShatkeine Auswirkungenaufdie Intelligenzdesbetroffenen Kindesbzw.

Jugendlichen.

2.Wassollten Sie vorderEinnahmevon Elvanse beachten?

Elvanse darfnichteingenommenwerden,

wenn Sie allergischgegen Lisdexamfetamin odereinen derin Abschnitt6.

genannten sonstigen Bestandteile diesesArzneimittelssind,

wenn Sie einen sogenannten Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer)

gegenDepressionen einnehmen oderinden letzten 14Tageneinen MAO-

Hemmereingenommenhaben,

wenn Sie ein Schilddrüsenproblemhaben,

wenn Sie sich ungewöhnlich erregt,übermäßig aktivoderenthemmtfühlen,

wenn Sie jemalsHerzprobleme hatten–zumBeispieleinen Herzinfarkt,

Herzrhythmusstörungen,Schmerzen und Beschwerden imBrustkorb,

Herzmuskelschwäche,eine Herzkrankheitodereinen angeborenenHerzfehler,

wenn Sie einen hohen odersehrhohenBlutdruckodereine Verengung der

Blutgefäße haben,

wenn Sie an einemerhöhten Augeninnendruck(Glaukom)leiden.

Nehmen Sie Elvanse nichtein,wenn einerderobengenanntenUmständeaufSie

zutrifft.WennSie sich nichtsichersind,sprechenSie bittemitIhremArztoder

Apotheker,bevorSie Elvanse einnehmen.Diesistwichtig,weilElvanse diese

Problemeverschlimmernkann.

Warnhinweise undVorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen SiemitIhremArztoderApotheker,bevorSie Elvanse einnehmen,

wenn Sie:

jemalsProblememitArzneimittel-oderDrogenmissbrauchhatten,

Nierenprobleme haben,

bereitseinmalAnfälle(Krampfanfälle,Konvulsionen,Epilepsie)oderauffällige

Hirnstromaufzeichnungen (EEGs)hatten,

bereitsIhrePeriode haben–giltnurfürMädchen (siehe Abschnitt

„Schwangerschaft,StillzeitundFortpflanzungsfähigkeit“),

schwerzukontrollierendeswiederholtesZuckenvon Körperteilen oder

wiederholtesAusstoßenbestimmterLaute oderWörteraufweisen,

hohen Blutdruckhaben,

ein Herzproblemhaben,dasnichtweiteroben unter„Elvanse darfnicht

eingenommenwerden”aufgeführtist,

eingeistig-seelischesProblemhaben,wie beispielsweise:

- Stimmungsschwankungen (zwischen manisch und depressiv–sogenannte

„bipolare Störung“),

- neu auftretendesaggressivesoderfeindseligesVerhalten odereine

Verschlimmerungderbestehenden Aggressivität,

- Sehen,HörenoderFühlen von Dingen,die nichtda sind (Halluzinationen),

- Glauben von Dingen,dienichtrealsind(Wahnvorstellungen),

- ungewöhnlich misstrauischesVerhalten(Paranoia),

- Rastlosigkeit,ÄngstlichkeitoderAnspannung,

- NiedergeschlagenheitoderSchuldgefühle.

InformierenSie Ihren ArztoderApothekervorBeginn derBehandlung,wenn einer

derobengenanntenUmstände aufSie zutrifft.Diesistwichtig,weilElvanse diese

Probleme verschlimmernkann.IhrArztmussdann überwachen,welche Wirkungen

dasArzneimittelbeiIhnen hat.

ÜberprüfungendurchIhren ArztvorBeginn derBehandlungmitElvanse

Diese Überprüfungen helfen beiderEntscheidung,obElvanse dasrichtige

ArzneimittelfürSie ist.IhrArztbefragtSie zufolgenden Punkten:

ob und welche anderenArzneimittelSie eventuelleinnehmen,

ob esin derVergangenheitplötzliche unerklärbareTodesfälle in derFamilie

gegebenhat,

mögliche andereErkrankungen(wie zumBeispielHerzleiden),die beiIhnen

oderbeiFamilienangehörigenaufgetretensind,

wieSiesich fühlen,zumBeispielobSiesich glücklichodertraurig fühlen,

seltsameGedanken haben,oderobSiefrüherbereitssolcheGefühle hatten,

ob jemand inIhrerFamilie “Tics”hatoderhatte(schwerzu kontrollierendes

wiederholtesZuckenvon KörperteilenoderwiederholtesAusstoßenbestimmter

LauteoderWörter),

geistig-seelische Probleme oderVerhaltensstörungen,andenen Sie oder

andere Familienangehörigeleiden oderfrühergelittenhaben.IhrArztüberprüft

IhreVorgeschichte imHinblickaufgeistig-seelische Erkrankungen undmöchte

feststellen,obbeijemandeminIhrerFamilie eine Selbsttötung,eine bipolare

Störung(Stimmungsschwankungenzwischen manisch und depressiv)oder

eine Depression bekanntist.

Esistwichtig,dassSie so viele Angabenwiemöglichmachen.Damithelfen Sie

IhremArztbeiderEntscheidung,ob Elvanse dasrichtigeArzneimittelfürSie ist.Ihr

Arztkann zu demSchlusskommen,dassweiteremedizinische Untersuchungenbei

Ihnen erforderlich sind,bevorSie mitderEinnahme desArzneimittelsbeginnen.

Einnahme von Elvanse zusammenmitanderenArzneimitteln

InformierenSieIhren ArztoderApotheker,wennSie andere Arzneimittel

einnehmen,kürzlich andere Arzneimitteleingenommenhabenoderbeabsichtigen,

andere Arzneimitteleinzunehmen.

Nehmen Sie Elvanse NICHTein,wenn Sie

einen sogenanntenMonoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer)gegen

Depressionen einnehmen oderin den letzten 14Tageneinen MAO-Hemmer

eingenommenhaben.Die Einnahme einesMAO-Hemmerszusammen mit

Elvanse kann einen plötzlichen Blutdruckanstieg hervorrufen.IhrArztoder

ApothekerkannIhnensagen,obeinesdervon Ihnen derzeiteingenommenen

Arzneimittelein MAO-Hemmer ist.

Elvanse und bestimmteandere Arzneimittelkönnen sichgegenseitig beeinflussen.

WennSie derzeiteinesderfolgendenArzneimitteleinnehmen,haltenSie bitte

RücksprachemitIhremArztoderApotheker,bevorSie Elvanse einnehmen:

Arzneimittelgegenschwere geistig-seelische Probleme,

ArzneimittelzurBlutdrucksenkungoder–steigerung,

Arzneimittel,die imRahmen vonOperationen angewendetwerden,zum

BeispielSchmerzmittel,

Husten-und Erkältungsmittel.Manche dieserArzneimittelenthaltenWirkstoffe,

die den Blutdruckbeeinflussenkönnen.Daheristeswichtig,beimKaufsolcher

ArzneimittelRücksprache mitIhremApothekerzu halten.

Arzneimittel,die denSäuregehaltIhresUrinsbeeinflussenkönnen,wie zum

Beispiel VitaminC(Ascorbinsäure)oderNatriumhydrogencarbonat

(beispielsweise in Arzneimittelngegen Verdauungsstörungenenthalten).

Wenn Sie sichnichtsichersind,ob dieArzneimittel,die Sie derzeiteinnehmen,auf

derobigen Liste stehen,fragenSie vorderEinnahme von Elvanse IhrenArztoder

Apotheker.

Drogentests

Elvanse kann beiTestsaufDrogengebraucheinpositivesErgebnisliefern.Dazu

gehören auchDoping-KontrollenbeimSport.

Schwangerschaft,StillzeitundFortpflanzungsfähigkeit

Esistnichtbekannt,obElvanse ein ungeborenesKind schädigenkann.IhrKörper

bautElvanse zu anderenSubstanzen ab,welche den Mutterkuchen(Plazenta)

überwinden und in die Muttermilch übergehenkönnen.Wenn Sie schwangersind

oderwenn Sie vermuten,schwangerzu sein,oderbeabsichtigen,schwangerzu

werden,fragenSie vorderEinnahmediesesArzneimittelsIhrenArztumRat.Sie

dürfendiesesArzneimittelwährend derSchwangerschaftnurnach ausdrücklicher

AnweisungdurchIhrenArztanwenden.Während derEinnahme von Elvanse dürfen

Sie nichtstillen.Die Auswirkungenvon Elvanse aufdieFortpflanzungsfähigkeitsind

nichtbekannt.

Verkehrstüchtigkeitund FähigkeitzumBedienen von Maschinen

BeiEinnahme von Elvansekann eszu Schwindel,Problemenmitder

ScharfeinstellungdesAugesoderverschwommenemSehenkommen.Indiesem

Fallsind bestimmteTätigkeitenwie Autofahren,dasBedienen vonMaschinen,

Radfahren,ReitenoderdasKlettern aufBäumegefährlich.

3.WieistElvanse einzunehmen?

Wievielisteinzunehmen?

Nehmen Sie diesesArzneimittelimmergenauwiein dieserPackungsbeilage

beschrieben bzw.genaunach AbsprachemitIhremArztein.FragenSie beiIhrem

ArztoderApothekernach,wenn Sie sich nichtsichersind.

Elvanse istausschließlichfürSie bestimmt.Geben Sie diesesArzneimittelnichtan

andere Personen weiter,auch wenn diese scheinbarähnliche Beschwerden haben.

WieistElvanse einzunehmen?

Nehmen Sie Elvanse morgensvordemFrühstückein.Eskannmitoderohne

gleichzeitige Nahrungsaufnahmeeingenommenwerden.

Sie könnenElvanse aufzweiverschiedene Arteneinnehmen:

DieHartkapselkann mitausreichendWasserimGanzen eingenommen

werden.

Öffnen Sie dieHartkapselund leeren denInhalt:

entwederaufeine weiche Speise wie z.B.Joghurt

oderinein GlasWasseroderOrangensaft.

Verwenden Sie einen Löffel,umzusammenklebendeTeilchen zu zerstoßen

und rühren SieElvanseund den Joghurtbzw.dasWasseroderden

Orangensaftsolangegutum,bisallesvollständig vermischtist.EssenSie den

ganzen Joghurtbzw.trinkenSie dasganzeWasseroderdenganzen

OrangensaftsofortnachdemVermischenmitElvanse.HebenSienichtsdavon

fürspäterauf.WennimBehälteroderGlasein Filmzurückbleibt,istdiesnicht

bedenklich–eshandeltsich dabeinichtumdenWirkstoff.

Dosis

IhrArztsagtIhnen,welcheWirkstärke Sietäglich einnehmensollen.

Zu Behandlungsbeginnbeträgtdie empfohlene Dosis30mg,IhrArztkannaber

auchentscheiden,dassSie die Behandlungmit20mg beginnen sollen.Ihre

Dosiskann von IhremArztspätererhöhtwerden.Die Tageshöchstdosisbeträgt

70mg.

Wenn Sie Nierenprobleme haben,kannIhrArztdieDosisggf.reduzieren.

Teilen Sie die DosiseinerHartkapselnichtauf,sondern nehmen Sie den

gesamtenKapselinhaltein.NehmenSie nichtwenigeralseine Hartkapsel

täglichein.

Wenn esIhnennacheinemMonatBehandlungnichtbessergeht

Wenn esIhnennichtbessergeht,informierenSie IhrenArzt.Sie benötigen

möglicherweise eine andere Behandlung.

Nichtbestimmungsgemäße Anwendungvon Elvanse

Wenn Elvanse nichtbestimmungsgemäß angewendetwird,kanneszu

auffälligemVerhaltenführen.Möglicherweise entwickeltsichbeiIhnendann

auch dasGefühl,dassSie dasArzneimittelausanderenGründenalsder

BehandlungIhrerADHS„brauchen“.InformierenSie IhrenArzt,wenn Sie

jemalsein ProblemmitAlkohol,Arzneimitteln oderDrogenhatten.

Wenn Sieeine größereMenge von Elvanse eingenommenhaben,alsSie

sollten

Wenn Sie zu vielvon demArzneimitteleingenommen haben,wenden Siesich sofort

an einen ArztoderrufenSie die Rettungsleitstelle an.Sagen Sie,wie vielSie

eingenommenhaben.

Zu den Anzeichen einerÜberdosierungkönnengehören:Unruhe,Zittern,verstärkte

unkontrollierteBewegungen,Muskelzuckungen,beschleunigteAtmung,Verwirrtheit,

eine Neigungzu tätlichen Übergriffen,Sehen,Fühlen oderHören von Dingen,die

nichtwirklichdasind (Halluzinationen),Panikzustände,hohesFieberoder

Muskelauflösung.Danachkönnen sichMüdigkeitund Niedergeschlagenheit

einstellen.Veränderungen desHerzschlags(langsam,schnelloderunregelmäßig),

hoheroderniedrigerBlutdruck,Kreislaufzusammenbruch,Krämpfeund Koma

könnenauftreten,ebenfallsÜbelkeit,Erbrechen,Durchfallund Bauchkrämpfe.

Wenn Siedie Einnahme von Elvanse vergessen haben

Nehmen Sie nichtdie doppelte Menge ein,wenn Sie die vorherigeEinnahme

vergessenhaben.WennSie eine Einnahme vergessen haben,warten Siebiszum

nächstenTag.Vermeiden Sie wegen derMöglichkeitvon Schlafstörungen

(Schlaflosigkeit)die Einnahme amNachmittag.

Wenn Siedie Einnahme von Elvanse abbrechen

Wenn Sie die EinnahmediesesArzneimittelsabbrechen,könnendie ADHS-

Symptome wiederauftreten.

Brechen Sie die Einnahme desArzneimittelsnichtohnevorherigeRücksprachemit

IhremArztab.Sie sollten die Einnahme diesesArzneimittelsnichteigenmächtig

abruptabbrechen.

Ärztliche MaßnahmenimRahmenIhrerBehandlung mitElvanse

IhrArztwird einige Untersuchungendurchführen,und zwar:

VorBehandlungsbeginn–umsicherzugehen,dassElvansefürSie sicherist

und dassSie von derBehandlungprofitieren.

Nach Behandlungsbeginn–IhrArztführtmindestensalle 6Monate,

möglicherweise auch öfter,bestimmte Untersuchungendurch.Diese

Untersuchungenwerden auch beieinerÄnderung derDosisdurchgeführt.Zu

denUntersuchungen gehören:

- Überprüfung IhresAppetits,

- Messungvon GrößeundGewicht,

- Messungvon Blutdruckund Herzfrequenz,

- Überprüfung,obSie ProblememitIhrerStimmungslage,

Gemütsverfassungodermitsonstigen ungewöhnlichen Gefühlen haben

oderobsich diese während derEinnahme von Elvanse verschlimmert

haben.

Langzeitbehandlung

Elvanse sollte und mussnichtunbegrenzteingenommenwerden.WennSie Elvanse

längeralsein Jahreinnehmen,sollteIhrArztdieBehandlungfürkurze Zeit

absetzen,zumBeispielin den Ferien.Dadurchkannfestgestelltwerden,ob Sie das

Arzneimittel weiterhin benötigen.

Wenn Sie weitere Fragen zurEinnahme diesesArzneimittelshaben,wenden Sie

sich anIhrenArztoderApotheker.

4.WelcheNebenwirkungen sindmöglich?

Wiealle Arzneimittelkann auch diesesArzneimittelNebenwirkungenhaben,die

abernichtbeijedemauftretenmüssen.IhrArztsprichtmitIhnenüberdiese

Nebenwirkungen.

BestimmteNebenwirkungenkönnenschwerwiegend sein.WennesbeiIhnen zu

einerdernachfolgendaufgeführtenNebenwirkungenkommt,suchenSiebitte sofort

einen Arztauf:

Häufig (kannbiszu 1 von 10 Behandeltenbetreffen)

unregelmäßigerHerzschlag(Palpitationen).

Gelegentlich (kann biszu 1 von 100 Behandeltenbetreffen)

Sehen,Fühlen oderHören von Dingen,die nichtwirklich dasind

(Halluzinationen),

Gefühlvon ungewöhnlicherErregung,übermäßigerAktivitätoderEnthemmung

(Manie),

allergische Reaktion (Überempfindlichkeit).

Nichtbekannt(HäufigkeitaufGrundlagederverfügbaren Datennichtabschätzbar)

schwere allergische Reaktion,gekennzeichnetdurch starken Blutdruckabfall,

AtemschwierigkeitenundNesselausschlag/Juckreiz(anaphylaktische

Reaktion),

Sehen oderFühlen oderHören von Dingen,die nichtwirklich dasind,Paranoia,

Wahnvorstellungen(psychotische Episoden),

Anfälle (Krampfanfälle),

allergische Leberschädigung,die sichunterUmständen durchGelbfärbung des

Augenweißesund/oderderHautäußernkann(eosinophile Hepatitis),

Hautschwellungen (Angioödem)oderschwerwiegenderHautausschlag,der

sich in FormvonschwererBlasenbildung derHautundSchleimhäuteäußert

(Stevens-Johnson-Syndrom),

AtemnotoderAnschwellen derBeine (Anzeichen einerHerzmuskelerkrankung).

Wenn esbeiIhnen zu einerderobengenanntenNebenwirkungenkommt,suchen

Sie bitte soforteinen Arztauf.

Die nachfolgendGenannten gehörenzuden sonstigenNebenwirkungen.Sollten

diese schwerwiegend verlaufen,informierenSiebitteIhrenArztoderApotheker:

Sehrhäufig (kannmehrals1 von 10Behandelten betreffen)

verminderterAppetit,

Gewichtsverlust,

Schlafstörungen,

Mundtrockenheit,

Kopfschmerzen.

Häufig (kannbiszu 1 von 10 Behandeltenbetreffen)

GefühlderErregung,Zerfahrenheitoder„Hippeligkeit“,Angst,Aggressivität,

Reizbarkeitoder

Stimmungsschwankungen,

Ungewöhnliche Schläfrigkeit,MüdigkeitoderUnruhe,

Unfähigkeit,eineErektion zu bekommen oderaufrechtzu halten oder

Veränderungen des

Geschlechtstriebs,

Schwindelgefühl,

unkontrolliertezuckendeoderfahrige Bewegungen,Zitternoderungewöhnlich

starkeAktivität,

hoherBlutdruck,schnelleroderunregelmäßigerHerzschlag(Tachykardie),

Atemschwierigkeiten,

Übelkeit,Erbrechen oderDurchfall,

Verstopfung,

Bauchschmerzen,

erhöhteTemperatur(Fieber)oderübermäßigesSchwitzen,

Hautausschlag

Zähneknirschen

Gelegentlich (kann biszu 1 von 100 Behandeltenbetreffen)

kaumzu unterbrechendesund häufig überschnellesSprechen,

Niedergeschlagenheit,Angst,traurige oderbedrückte Stimmung(Dysphorie),

übermäßiggehobeneodererregte Stimmung (Euphorie),

zwanghaftesübermäßigesBearbeitenderHaut,

unkontrolliertezuckendeoderfahrige Bewegungen desKörpers,

Juckreiz,Hautausschlag oderrote,juckendeQuaddeln(Nesselausschlag,

Urtikaria),

verschwommenesSehen,

übermäßigeWeitstellung derPupillen,

schlechte DurchblutungmitdarausresultierenderTaubheitundWeißfärbung

derZehenund Finger(Raynaud-Syndrom).

AuswirkungenaufdasGewicht

Elvanse kann beimanchen Kindern undJugendlichen zu einemverminderten

Gewichtführen.

Eine Gewichtszunahme kannausbleiben.

IhrArztwird IhreGrößeund IhrGewichtsorgfältig überwachen,ebensowie gut

Sieessen.

Wenn daserwarteteWachstumausbleibt,dannkann IhrArztdie Behandlung

mitElvansekurzzeitigunterbrechen.

Meldungvon Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken,wenden Sie sich anIhrenArztoder

Apotheker.DiesgiltauchfürNebenwirkungen,dienichtindieserPackungsbeilage

angegebensind.Siekönnen Nebenwirkungen auch direktdemBundesinstitutfür

Arzneimittelund Medizinprodukte,Abt.Pharmakovigilanz,Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3,D-53175Bonn,Website: www.bfarm.de anzeigen.IndemSie

Nebenwirkungenmelden,könnenSie dazu beitragen,dassmehrInformationen

überdie SicherheitdiesesArzneimittelszurVerfügunggestelltwerden.

5.Wie istElvanseaufzubewahren?

Bewahren Sie diesesArzneimittelfürKinderunzugänglich auf.

Sie dürfendiesesArzneimittelnach demaufderFlasche und demUmkarton nach

„Verwendbarbis“angegebenen Verfalldatumnichtmehrverwenden.Das

Verfalldatumbeziehtsich aufden letztenTagdesangegebenen Monats.

Nichtüber25 °Clagern.

Sie dürfendiesesArzneimittelnichtverwenden,wenn die Hartkapseln inirgendeiner

Weisebeschädigtaussehen.

EntsorgenSie ArzneimittelnichtimAbwasseroderHaushaltsabfall.Fragen Sie

IhrenApotheker,wie dasArzneimittelzu entsorgen ist,wenn Sie esnichtmehr

verwenden.Sie tragen damitzumSchutzderUmweltbei.

6.InhaltderPackung undweitereInformationen

WasElvanse enthält

DerWirkstoffistLisdexamfetamindimesilat.

Elvanse20mg Hartkapseln

JedeHartkapselenthält20mg Lisdexamfetamindimesilat,entsprechend5,9mg

Dexamfetamin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Kapselinhalt:MikrokristallineCellulose,Croscarmellose-Natrium,Magnesiumstearat

(Ph.Eur.)[pflanzlich]

Kapselhülle:Gelatine,Titandioxid(E171),Eisen(III)-hydroxid-oxidx H

O(E172)

Schwarze Drucktinte:Schellack,Eisen(II,III)-oxid (E172)

Elvanse 40mg Hartkapseln

Jede Hartkapselenthält40mg Lisdexamfetamindimesilat,entsprechend11,9mg

Dexamfetamin.

Diesonstigen Bestandteile sind:

Kapselinhalt:MikrokristallineCellulose,Croscarmellose-Natrium,Magnesiumstearat

(Ph.Eur.)[pflanzlich]

Kapselhülle:Gelatine,Titandioxid(E171),Brillantblau FCF (E133),Eisen(II,III)-oxid

(E172),Eisen(III)-hydroxid-oxid xH

O(E172)

Schwarze Drucktinte:Schellack,Eisen(II,III)-oxid (E172)

Elvanse 60mg Hartkapseln

Jede Hartkapselenthält60mg Lisdexamfetamindimesilat,entsprechend17,8mg

Dexamfetamin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Kapselinhalt:MikrokristallineCellulose,Croscarmellose-Natrium,Magnesiumstearat

(Ph.Eur.)[pflanzlich]

Kapselhülle:Gelatine,Titandioxid(E171),Brillantblau FCF (E133)

Schwarze Drucktinte:Schellack,Eisen(II,III)-oxid (E172)

WieElvanse aussiehtund InhaltderPackung

Hartkapsel.

Elvanse 20mg Hartkapseln

Elfenbeinweißes,opakesKapselunterteilund elfenbeinweißes,opakes

Kapseloberteilund demAufdruck„S489“und„20mg“mitschwarzerDrucktinte.

Elvanse 40mg Hartkapseln

Weißes,opakesKapselunterteilund ein blau/grünes,opakesKapseloberteilmitdem

Aufdruck„S489“und„40mg“mitschwarzerDrucktinte.

Elvanse 60mg Hartkapseln

Aquamarinblaues,opakesKapselunterteilund einaquamarinblaues,opakes

KapseloberteilmitdemAufdruck„S489“und„60mg“mitschwarzerDrucktinte.

Packungsgrößen:28oder30Hartkapseln.

Eswerden möglicherweise nichtalle Packungsgrößen in denVerkehrgebracht.

PharmazeutischerUnternehmer:

Shire PharmaceuticalContractsLtd.

Hampshire InternationalBusinessPark

RG24 8EPChineham,Basingstoke,Hampshire

VereinigtesKönigreich

Hersteller:

Shire PharmaceuticalContractsLtd.

Hampshire InternationalBusinessPark

RG24 8EPChineham,Basingstoke,Hampshire

VereinigtesKönigreich

Telefonnummer:0800180 1627

E-Mail: medinfoDE@shire.com

DiesesArzneimittelistin denMitgliedsstaatendes Europäischen

Wirtschaftsraumes(EWR)unterdenfolgenden Bezeichnungenzugelassen:

Dänemark Elvanse

Finnland Elvanse

Deutschland Elvanse20mg Hartkapseln

Elvanse 40mg Hartkapseln

Elvanse 60mg Hartkapseln

Irland Tyvense

Norwegen Elvanse

Spanien Elvanse

Schweden Elvanse

VereinigtesKönigreich Elvanse

Diese Packungsbeilagewurde zuletztüberarbeitetim07/2015.

FACHINFORMATION

Dieses ArzneimittelunterliegteinerzusätzlichenÜberwachung.Dies ermöglichteine schnelle

IdentifizierungneuerErkenntnisseüberdieSicherheit.Angehörigevon Gesundheitsberufensind

aufgefordert, jeden VerdachtsfalleinerNebenwirkungzu melden.HinweisezurMeldungvon

Nebenwirkungen, sieheAbschnitt4.8.

1. BEZEICHNUNGDESARZNEIMITTELS

Elvanse20mgHartkapseln

Elvanse40mgHartkapseln

Elvanse60mgHartkapseln

2. QUALITATIVEUND QUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

20mg Hartkapseln:JedeHartkapselenthält20mgLisdexamfetamindimesilat,entsprechend5,9mg

Dexamfetamin.

40mgHartkapseln:JedeHartkapselenthält40mgLisdexamfetamindimesilat,entsprechend11,9mg

Dexamfetamin.

60mgHartkapseln:JedeHartkapselenthält60mgLisdexamfetamindimesilat,entsprechend17,8mg

Dexamfetamin.

VollständigeAuflistungdersonstigen Bestandteile,sieheAbschnitt6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Hartkapsel.

Elvanse20mgHartkapsel:elfenbeinweißes,opakesKapselunterteilundelfenbeinweißes, opakes

KapseloberteilunddemAufdruck„S489“und „20mg“ mitschwarzerDrucktinte.

Elvanse40mgHartkapsel:weißes,opakesKapselunterteilundblau/grünes,opakesKapseloberteilund

demAufdruck„S489“und„40mg“mitschwarzerDrucktinte.

Elvanse60mgHartkapsel:aquamarinblaues, opakesKapselunterteilundaquamarinblaues,opakes

KapseloberteilunddemAufdruck„S489“und „60mg“ mitschwarzerDrucktinte.

JedeHartkapselistca.16mmlangund hateinen Durchmesservon 6mm.

4. KLINISCHEANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Elvanse istimRahmeneinertherapeutischenGesamtstrategie zurBehandlungvon

Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störungen (ADHS)beiKindern abeinemAltervon 6Jahren

indiziert, wenn dasAnsprechen aufeinezuvorerhalteneBehandlungmitMethylphenidatalsklinisch

unzureichend angesehenwird.

1

Die Behandlungmuss unterderAufsichteines SpezialistenfürVerhaltensstörungenbeiKindern

und/oderJugendlichen durchgeführtwerden. DieDiagnosesollteanhand derDSM-IV-Kriterien oder

derLeitlinien in ICD-10 gestelltwerden und aufeinervollständigen Anamneseund Untersuchungdes

Patienten basieren. DieDiagnosedarfsich nichtalleinaufdasVorhandensein einesodermehrerer

Symptomestützen.

Die spezifischeÄtiologiediesesSyndromsistunbekannt. Ein spezifischerdiagnostischerTeststeht

nichtzurVerfügung. EineadäquateDiagnoseerfordertdieBerücksichtigungmedizinischerund

speziellerpsychologischer,pädagogischerQuellensowie des sozialenUmfeldes.Einetherapeutische

GesamtstrategieumfasstinderRegelsowohlpsychologische,pädagogischeundsoziale als auch

pharmakotherapeutischeMaßnahmen und zieltaufeineStabilisierungvon Kindern miteinem

Verhaltenssyndromab, dasdurchfolgendechronischeSymptomein derAnamnesecharakterisiertsein

kann:kurzeAufmerksamkeitsspanne, Ablenkbarkeit, emotionaleLabilität, Impulsivität, mäßigebis

starke Hyperaktivität,geringfügige neurologische Anzeichenundauffälliges EEG.Die Lernfähigkeit

kann unterUmständen beeinträchtigt sein.

EineBehandlungmitElvanseistnichtbeiallenKindern mitADHSindiziert, undderEntscheidungzur

Anwendungdieses Arzneimittelsmuss einesehrsorgfältige EinschätzungderSchwere undChronizität

derSymptome desKindesinBezugaufseinAltersowie des PotenzialsfürMissbrauch,Fehlgebrauch

oderZweckentfremdungvorausgehen.

EineentsprechendepädagogischeBetreuungistessenziellundpsychosozialeMaßnahmen sindim

Allgemeinen notwendig. DieAnwendungvon Elvansemussstetsin Übereinstimmungmitder

zugelassenen Indikation erfolgen.

4.2 Dosierungund ArtderAnwendung

Die Behandlungmuss unterderAufsichteines geeignetenSpezialistenfürVerhaltensstörungenbei

Kindern und/oderJugendlichen begonnen werden.

Dosierung

DieDosierungistnachdentherapeutischen Erfordernissen unddemAnsprechen desPatienten

individuelleinzustellen. Zu Beginn derBehandlungmitElvanseisteinesorgfältigeDosistitration

erforderlich.

DieInitialdosisbeträgt 30mgeinmal täglichmorgens.Wennnach EinschätzungdesArzteseine

niedrigereAnfangsdosisangemessenist,könnendiePatientendie BehandlungmiteinerDosis von

20mgeinmaltäglich morgensbeginnen.

DieDosiskann in ungefährwöchentlichen Abständen in Schritten vonjeweils10oder20mgerhöht

werden. Elvanseistinderniedrigstenwirksamen Dosierungeinzunehmen.

DiehöchsteempfohleneDosisbeträgt70mg/Tag;höhere Dosenwurdennichtuntersucht.

BeiPatienten mitschwererNiereninsuffizienz(GFR15 bis<30 ml/min/1,73 m 2 oderCrCl<30

ml/min)sollteeineHöchstdosisvon 50 mg/Tagnichtüberschritten werden. Beidialysepflichtigen

Patientensollteeine weitere Dosisreduktionerwogenwerden(siehe Abschnitt5.2).

DieBehandlungmussbeendetwerden, wenn sichdieSymptomenach einergeeignetenDosisanpassung

übereinenZeitraumvoneinemMonatnichtbessern.BeimAuftreteneinerparadoxenVerschlimmerung

derSymptomeoderandererunzumutbarerunerwünschterEreignissemussdieDosisreduziertoderdas

Arzneimittel abgesetzt werden.

ArtderAnwendung

Elvansekann mitoderohnegleichzeitigeNahrungsaufnahmeeingenommen werden.

2

Elvanse kannimGanzeneingenommenwerden;alternativkanndie Hartkapselauchgeöffnetundder

gesamteInhaltaufeine weiche Speise wieJoghurtoderineinGlasWasseroderOrangensaftgeleertund

damitvermischtwerden.Wenn sichimKapselinhaltPulverklumpen befinden, können dieseinder

weichen Speisebzw. FlüssigkeitmiteinemLöffelzerstoßen werden. DerInhaltistso langezu rühren,

biservollständigdispergiertist.DerPatientsollte die gesamte Menge derweichenSpeise bzw.

FlüssigkeitmitdemeingerührtenKapselinhaltsofortverzehren bzw. trinken;essolltedavon nichtsfür

späteraufgehobenwerden.DerWirkstoffgehtnachderDispergierungvollständigin Lösung, nach dem

Verzehrbzw. Trinken kann ein Filmmitden unwirksamen BestandteilenimBehälterbzw. Glas

zurückbleiben.

DerPatientsolltenichtwenigeralseineHartkapselproTageinnehmen, und derInhalteinereinzelnen

Hartkapselsollte nichtgeteiltwerden.

Wenneine Einnahme vergessenwurde,kanndie AnwendungvonElvanse amnächstenTagwieder

aufgenommenwerden.DieEinnahme amNachmittagsollte wegenmöglicherSchlafstörungen

vermiedenwerden.

Untersuchungen vorBehandlungsbeginn

Vor einerVerordnungistesnotwendig, den Patienten hinsichtlich seineskardiovaskulären Status

einschließlichBlutdruckundHerzfrequenzinderAusgangslage zubeurteilen.Eine umfassende

Anamnese sollte Begleitmedikationen,frühere undaktuelle internistischeund psychiatrische

BegleiterkrankungenoderSymptome,familienanamnestischbekannte plötzlichekardiale/unerwartete

Todesfällesowieeine exakte ErfassungvonKörpergröße und-gewichtvorderBehandlungin einem

Wachstumsdiagramm(siehe Abschnitt4.3 undAbschnitt4.4)umfassen.

Wiebeianderen Stimulanzien istdasPotenzialfürMissbrauch, Fehlgebrauch oderZweckentfremdung

von ElvansevorderVerordnungzu bedenken (sieheAbschnitt4.4).

LaufendeÜberwachung

DasWachstumund derpsychiatrischeund kardiovaskuläre Status solltenkontinuierlichüberwacht

werden(siehe auchAbschnitt4.4).

Blutdruckund PulssolltenbeijederDosisanpassungund mindestensallesechsMonate

in einergraphischen Darstellungdokumentiertwerden.

Körpergröße, GewichtundAppetitsolltenmindestensalle sechsMonateanhandeines

Wachstumsdiagramms dokumentiertwerden.

Die Entwicklungneueroderdie Verschlechterungbereitsbestehenderpsychiatrischer

ErkrankungenistbeijederDosisanpassungunddannmindestens allesechs Monateund bei

jedemKontrollterminzuerfassen.

DiePatienten sollten hinsichtlich desRisikosvon Zweckentfremdung, Fehlgebrauch undMissbrauch

von Elvanseüberwachtwerden.

Langzeitanwendung

DiemedikamentöseBehandlungvon ADHSkann überlängereZeiterforderlichsein.DerArzt,dersich

entschließt,Elvanse überlängere Zeit(mehrals12Monate)anzuwenden,muss mindestenseinmal

jährlich den Nutzen von Elvanseneu bewerten,indemerbehandlungsfreieZeitabschnitteeinlegt,

vorzugsweise währendderSchulferien,umdas Verhaltendes Patientenohne medikamentöse

Behandlungzu beurteilen.

Erwachsene

Eine FortsetzungderBehandlungins ErwachsenenalterkannbeiJugendlichenangemessensein,deren

SymptomebisinsErwachsenenalterpersistieren und dievon derBehandlungeindeutigprofitierthaben

(siehe Abschnitte4.4 und 5.1).

Kinderunter6Jahren

3

ElvansedarfnichtbeiKindern unter6Jahrenangewendetwerden.SicherheitundWirksamkeitindieser

Altersgruppesind nichterwiesen.

Ältere Patienten

Die Dexamfetamin-Clearance istbeiälterenPatientenvermindert,sodass eineDosisanpassung

erforderlichseinkann(siehe Abschnitt5.2).

PatientenmiteingeschränkterNierenfunktion

Aufgrund derbeischwererNiereninsuffizienz(GFR15 bis<30ml/min/1,73m 2 oderCrCl

<30ml/min)vermindertenClearance sollte beidiesenPatienteneine Höchstdosisvon50mg/Tag nicht

überschrittenwerden.BeidialysepflichtigenPatientensollteeine weitere Dosisreduktionerwogen

werden. Lisdexamfetaminund Dexamfetamin sind nichtdialysierbar.

PatientenmiteingeschränkterLeberfunktion

BeiPatienten miteingeschränkterLeberfunktion wurden keineStudien durchgeführt.

4.3 Gegenanzeigen

ÜberempfindlichkeitgegendenWirkstoff,sympathomimetische Amine odereinender

in Abschnitt6.1 genanntensonstigen Bestandteile.

GleichzeitigeAnwendungvon Monoaminoxidasehemmern (MAO-Hemmern)oder

Anwendunginnerhalb von 14Tagen nach BehandlungmitMAO-Hemmern (daeszu einer

hypertensivenKrise kommenkann;siehe Abschnitt4.5).

HyperthyreoseoderThyreotoxikose.

Erregungszustände.

SymptomatischeHerz-Kreislauf-Erkrankung.

Fortgeschrittene Arteriosklerose.

Mittelschwere bis schwereHypertonie.

Glaukom.

4.4 BesondereWarnhinweiseund VorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

Missbrauch und Abhängigkeit

StimulanzieneinschließlichElvanse habeneinPotenzialfürMissbrauch,Fehlgebrauch,Abhängigkeit

und Zweckentfremdung, welchesvon den Ärzten beiderVerordnungdiesesArzneimittelsbedacht

werdensollte. Patienten mitDrogenmissbrauch oder-abhängigkeit inderVorgeschichtesollten

Stimulanzien nurmitVorsichtverschrieben werden.

Toleranz, extremepsychischeAbhängigkeitundschweresozialeStörungen sind beiMissbrauch von

Stimulanzienaufgetreten.Es liegenBerichte überPatientenvor,welche die Amfetamin-Dosierungauf

dasVielfache derempfohlenenDosierungerhöhthaben;abruptes Absetzennachlängerfristiger

hochdosierterAnwendungführtzu extremerMüdigkeitund depressivenVerstimmungen. Auch im

Schlaf-EEGwurden Veränderungen festgestellt. Zu den Manifestationen einerchronischen Amfetamin-

Intoxikation können schwereDermatosen, ausgeprägteSchlafstörungen, Reizbarkeit, Hyperaktivitätund

Persönlichkeitsveränderungengehören.DieschwersteManifestationeinerchronischenIntoxikationist

diePsychose, dieklinisch von Schizophreniehäufignichtunterscheidbarist.

KardiovaskuläreunerwünschteEreignisse

Plötzlicher TodbeiPatientenmitvorbestehendenstrukturellenHerzanomalienoder anderen

schwerwiegendenHerzerkrankungen

Kinderund Jugendliche:BeiKindern undJugendlichen, daruntersolchen mitstrukturellen

Herzanomalien oderanderen schwerwiegenden Herzerkrankungen, wurdeunterderAnwendungvon

ZNS-Stimulanzien überplötzlicheTodesfälleberichtet.Obwohlmancheschwerwiegende

Herzerkrankungen alleineschon ein erhöhtesRisiko fürplötzlichenTod bedeutenkönnen, sollten

4

Stimulanzien generellnichtangewendetwerden beiKindernoderJugendlichen mitbekannten

schwerwiegenden strukturellenHerzanomalien, Kardiomyopathien, schwerwiegenden

Herzrhythmusstörungen oderanderen schwerwiegenden Herzerkrankungen, diesieeinererhöhten

Gefährdungfürdiesympathomimetischen Wirkungeneinesstimulierenden Arzneimittelsaussetzen

könnten.

Erwachsene:ÜberplötzlicheTodesfälle,Schlaganfallund MyokardinfarktwurdebeiErwachsenen

berichtet,dieStimulanzienin denüblichen Dosen beiADHSeinnahmen. ObwohldieRollevon

Stimulanzienin diesen Fällen beiErwachsenen ebenfallsnichtbekanntist, bestehen schwerwiegende

strukturelleHerzanomalien,Kardiomyopathien, schwerwiegendeHerzrhythmusstörungen, koronare

Herzkrankheitoderandereschwerwiegende HerzerkrankungenbeiErwachsenenmithöherer

Wahrscheinlichkeitals beiKindern.Erwachsene mitsolchenAnomaliensolltenebenfallsgenerellnicht

mitStimulanzien behandeltwerden.

Hypertonieund andereHerz-Kreislauf-Erkrankungen

Stimulanzienrufen einengeringfügigen Anstiegdesdurchschnittlichen Blutdrucks(umetwa2–

4mmHg)und derdurchschnittlichen Herzfrequenz(umetwa3–6/min)hervor, und imEinzelfallkann

es auchzustärkerenAnstiegenkommen.Währendinfolge dermittlerenVeränderungenalleine nicht

mitkurzfristigenFolgenzurechnenist,solltenalle PatientenaufgrößereVeränderungender

Herzfrequenzund desBlutdrucksüberwachtwerden.Vorsichtistgeboten beiderBehandlungvon

Patienten, derenGrunderkrankungen durch Blutdruck-oderHerzfrequenzanstiegenegativbeeinflusst

werden könnten,z.B.beidenjenigenmitvorbestehenderHypertonie, Herzinsuffizienz, kürzlich

durchgemachtemMyokardinfarktoderKammerarrhythmie.

DieAnwendungvon ElvanseistkontraindiziertbeiPatienten mitsymptomatischen Herz-Kreislauf-

ErkrankungenundauchbeiPatientenmitmittelschwererbis schwererHypertonie(siehe Abschnitt4.3).

Kardiomyopathie

BeichronischerAmfetamin-AnwendungwurdeüberKardiomyopathieberichtet.Darüberwurdeauch

unterElvanseberichtet.

Beurteilungdes Herz-Kreislauf-Statusbei Patienten,diemit Stimulanzienbehandelt werden

Beiallen Patienten, fürdieeineBehandlungmit StimulanzieninBetracht kommt,sollteeinesorgfältige

Anamnese erhobenwerden(einschließlichBeurteilungderFamilienanamnese aufplötzlichenTododer

Kammerarrhythmien)undeinekörperlicheUntersuchungaufbestehendeHerzerkrankungen

durchgeführtwerden, undweiterführendeHerzuntersuchungen solltenerfolgen,wenn dieBefundeauf

einesolche Erkrankunghinweisen(z.B.ElektrokardiogrammoderEchokardiographie). Patienten, bei

denen unterderBehandlungmitStimulanzien SymptomewieThoraxschmerzen beiBelastung, unklare

SynkopeoderandereSymptome, dieaufeineHerzerkrankungschließenlassen,auftreten, sollten

umgehend kardialuntersuchtwerden.

PsychiatrischeunerwünschteEreignisse

Vorbestehende Psychose

BeiPatienten mitvorbestehenden psychotischen Störungen kann dieAnwendungvon Stimulanzien die

Symptomevon Verhaltens-und Denkstörungen verschlimmern.

BipolareStörungen

BesondereVorsichtistbeiderAnwendungvon Stimulanzien zurBehandlungvonADHSbeiPatienten

mit bipolarenBegleiterkrankungengeboten, dabeisolchen Patienten Bedenken wegen einermöglichen

Auslösungeinesgemischten/manischen Schubsbestehen. VorBehandlungsbeginn miteinemStimulans

solltenPatientenmitdepressivenBegleitsymptomenausreichenduntersuchtwerden,umfestzustellen,

ob beiihnen ein Risiko füreinebipolareStörungbesteht. SolcheUntersuchungensollten eine

detaillierte psychiatrischeAnamnese einschließlichderFamilienanamnese hinsichtlichSuizidalität,

bipolarerStörungen und Depressionen umfassen.

Auftretenneuer psychotischer oder manischer Symptome

5

UnterderBehandlungneuauftretende psychotischeodermanische Symptome,z.B.Halluzinationen,

WahnvorstellungenoderManiebeiKindernund Jugendlichenohneanamnestischbekannte

psychotischeErkrankungoderManie, können durchStimulanzien inüblichen Dosierungen

hervorgerufen werden.Wenn solcheSymptomeauftreten, sollteaneinen möglichen kausalen

ZusammenhangmitdemStimulansgedachtundein AbbruchderTherapiein Erwägunggezogen

werden.

Aggression

Aggressives oderfeindseligesVerhaltenwirdbeiKindernundJugendlichenmitADHShäufig

beobachtet. Auch in klinischen Studien undimRahmen derPostmarketing-Erfahrungen mitbestimmten

fürdieADHS-Behandlungangezeigten Arzneimittelneinschließlich Elvansewurdedarüberberichtet.

Stimulanzien könnenaggressivesoderfeindseligesVerhaltenhervorrufen. DiePatienten sollten zu

BeginnderADHS-Behandlungaufeinneuoderverstärktauftretendesaggressivesoderfeindseliges

Verhalten hin überwachtwerden.

Tics

UnterStimulanzien wurdeübereineVerschlimmerungvonmotorischenund verbalenTicsund des

Tourette-Syndromsberichtet. DahersindKinderundderen FamilienvorderAnwendungvon

Stimulanzien klinisch aufTicsund dasTourette-Syndromzu untersuchen.

Langfristige Unterdrückungdes Wachstums (LängenwachstumundGewicht)

Stimulanzien wurden miteinerVerlangsamungderGewichtszunahmeund einergeringeren endgültigen

KörpergrößeinVerbindunggebracht. DasWachstumsollteunterderBehandlungmit Stimulanzien

überwachtwerden, und Patienten, dienichtwieerwartetwachsen oderderenKörpergewichtnicht

erwartungsgemäß zunimmt, müssen möglicherweiseihreBehandlungunterbrechen. Körpergröße,

Gewichtund Appetitsollten mindestensalle6Monate erfasstwerden.

In einerkontrollierten Studiean Patienten imAltervon 6 bis17Jahren betrugen diemittleren(SD)

Veränderungendes KörpergewichtsnachsiebenWochen-2,35 (2,084)kgunterElvanse, +0,87

(1,102)kgunterPlacebo und-1,36 (1,552)kg unterMethylphenidathydrochlorid.

Krampfanfälle

Klinischsprichteiniges dafür,dass StimulanzienbeiPatientenmitanamnestischbekannten

Krampfanfällen, beiPatienten mitbekannten EEG-Auffälligkeiten ohneKrampfanfällein der

Anamneseund sehrseltenauchbeiPatienten ohneanamnestischbekannteKrampfanfälleund ohne

EEG-Hinweise aufKrampfanfälle inderVorgeschichte dieKrampfschwelle herabsetzenkönnen.Wenn

die Anfallshäufigkeitzunimmtoderneue Anfälleauftreten,solltedas Arzneimittelabgesetztwerden.

Sehstörungen

UnterderBehandlungmitStimulanzien wurdeüberAkkommodationsstörungen und verschwommenes

Sehenberichtet.

Verordnungund Abgabe

ZurMinimierungdes Risikos einermöglichenÜberdosierungdurchdenPatientenistdie geringste

sinnvollmöglicheMengevon Elvansezu verordnen bzw. abzugeben.

Anwendungzusammenmitanderen Sympathomimetika

Elvanse solltebeiPatienten,dieandere Sympathomimetika anwenden,nurmitVorsichtangewendet

werden(sieheAbschnitt4.5).

AnwendungbeiErwachsenen

DieSicherheitund Wirksamkeiteinerroutinemäßigen FortsetzungderBehandlungüberdasvollendete

18.Lebensjahrhinaussindnichterwiesen.WenndieBehandlungnichterfolgreichabgesetztwerden

konnte, nachdemeinJugendlicherdas18.Lebensjahrvollendethatte, kann eineFortsetzungder

Behandlungins Erwachsenenaltererforderlichsein.Die NotwendigkeitderWeiterbehandlungdieser

Erwachsenensolltein regelmäßigen Abständenüberprüftwerden, wobeidiesjährlicherfolgensoll.

6

4.5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

Enzymhemmunginvitro

Invitro-Untersuchungen anMikrosomen vomMenschen weisen aufeinegeringfügigeHemmungvon

CYP2D6 durch Amfetaminund einegeringfügigeHemmungvon CYP1A2, 2D6 und 3A4 durcheinen

odermehrere Metabolitenhin.Obwohldie klinische Relevanzwahrscheinlichminimalist,sollte diese

WechselwirkungbeiderAnwendungvonArzneimitteln,welcheüberdiese Stoffwechselwege

metabolisiertwerden, beachtetwerden.

Substanzen, deren Blutspiegelvon Elvansebeeinflusstwerden können

VerzögertfreigesetztesGuanfacin:IneinerArzneimittel-InteraktionsstudiebewirktedieAnwendung

von verzögertfreigesetztemGuanfacininKombinationmitElvanseeinen19%igen Anstiegder

maximalenPlasmakonzentrationenvon Guanfacin, währenddieExposition(FlächeunterderKurve;

AUC)um7%zunahm. Beidiesen geringfügigen Veränderungenistnichtdavon auszugehen, dasssie

klinisch bedeutsamsind. In dieserStudiewurdenach gleichzeitigerAnwendungvon verzögert

freigesetztemGuanfacinundElvanse keinEinfluss aufdie Dexamfetamin-Exposition beobachtet.

Verzögertfreigesetztes Venlafaxin:IneinerArzneimittel-InteraktionsstudiebewirktedieAnwendung

von 225mgverzögertfreigesetztemVenlafaxin,einemCYP2D6-Substrat, in Kombinationmit70mg

Elvanse eine 9%ige Abnahme derC

und eine17%igeAbnahmederAUCdesprimärenaktiven

Metaboliteno-Desmethylvenlafaxin und einen 10%igen AnstiegderC

und eine13%igeZunahmeder

AUCvon Venlafaxin. Dexamfetamin istmöglicherweiseeinschwacherInhibitorvon CYP2D6.

Lisdexamfetamin hatkeinen EinflussaufdieAUCundC

von Venlafaxin undo-Desmethylvenlafaxin

zusammen.BeidiesengeringfügigenVeränderungenistnichtdavonauszugehen,dasssie klinisch

bedeutsamsind. In dieserStudiewurdenach gleichzeitigerAnwendungvon Venlafaxin retard und

Elvanse keinEinfluss aufdie Dexamfetamin-Exposition beobachtet.

Substanzen und Zustände,welcheden pH-WertdesUrinsändern, und dieAusscheidungvon

AmfetaminimUrin unddessen Halbwertszeitbeeinflussen

Ascorbinsäureund andereSubstanzen sowieZustände(Thiaziddiuretika, eineErnährungmiteinem

hohenAnteilantierischemEiweiß,fernerDiabetes undrespiratorische Azidose),die eine Ansäuerung

des Urins bewirken, steigern dieAusscheidungvon Amfetamin imUrin und verkürzen dessen

Halbwertszeit. NatriumhydrogencarbonatundandereSubstanzen sowieZustände(eineErnährungmit

einemhohen Anteilan Obstund Gemüse, fernerHarnwegsinfektionen und Erbrechen), dieeine

AlkalisierungdesUrinsbewirken, vermindern dieAusscheidungvon Amfetamin imUrin und

verlängerndessenHalbwertszeit.

Monoaminoxidasehemmer

Amfetaminesolltenwährend oderinnerhalb von 14Tagen nach derGabevon

Monoaminoxidasehemmern (MAO-Hemmern)nichtangewendetwerden,daessonstzu einer

vermehrten Freisetzungvon Noradrenalin undanderen Monoaminen kommen kann. Dieskann starke

Kopfschmerzenundweitere AnzeicheneinerhypertensivenKrise hervorrufen.Eskannzu

verschiedenentoxischenneurologischenWirkungen und malignerHyperpyrexiekommen, in manchen

Fällen mittödlichemVerlauf(sieheAbschnitt4.3).

Substanzen, derenWirkungen durch Amfetamineabgeschwächtwerden können

Antihypertensiva:Amfetamine könnendieWirksamkeitvonGuanethidinoderanderen

blutdrucksenkendenArzneimitteln abschwächen.

Substanzen, derenWirkungen durch Amfetamineverstärktwerden können

Amfetamine verstärkendieanalgetischeWirkungvonNarkoanalgetika.

Substanzen, welchedieWirkungenvon Amfetaminen abschwächen können

Chlorpromazin:Chlorpromazin blockiertDopamin-und Noradrenalin-Rezeptorenund hemmtdadurch

diezentralstimulierendenWirkungen von Amfetaminen.

7

Haloperidol:HaloperidolblockiertDopamin-Rezeptoren und hemmtdadurch diezentralstimulierenden

Wirkungen von Amfetaminen.

Lithiumcarbonat:Dieanorektischenund stimulierenden Wirkungen von Amfetaminen könnendurch

Lithiumcarbonatgehemmtwerden.

AnwendungzusammenmitAlkohol

ZumöglichenWechselwirkungenmitAlkoholliegenbegrenzte Datenvor.

WechselwirkungenzwischendemArzneimittelundLaborwerten

Amfetamine könneneinensignifikantenAnstiegderPlasma-Kortikosteroidspiegelbewirken.Dieser

Anstiegistabendsamgrößten. Amfetamin kann Steroidbestimmungen imUrin stören.

4.6 Fertilität,Schwangerschaftund Stillzeit

Schwangerschaft

Esliegen keinehinreichenden und entsprechend kontrollierten Studien mitElvansebeiSchwangeren

vor.Dexamfetamin,deraktive MetabolitvonLisdexamfetamin,istplazentagängig.

Lisdexamfetamindimesilathatte beioralerVerabreichunganträchtige RattenundKaninchenkeinen

EinflussaufdieembryofetaleEntwicklungoderdasembryofetaleÜberleben (sieheAbschnitt5.3). Die

Gabe vonLisdexamfetamindimesilatanjuvenile RattengingbeiklinischrelevantenExpositionen mit

Wachstumsreduzierungen einher.

SobaldMädchen zu menstruieren beginnen, solltederArztmitihnenüberdieBehandlungmitElvanse

sprechen. ElvansesollteinderSchwangerschaftnurangewendetwerden, wenn derpotentielleNutzen

das potentielle RisikofürdenFetus rechtfertigt.

Stillzeit

Amfetamine werdenindieMuttermilchabgegeben.Elvanse darfwährendderStillzeitnichtangewendet

werden.

Fertilität

AmfetaminhatineinerStudie anRattenkeine schädlichenWirkungenaufdie Fertilität gezeigt (siehe

Abschnitt5.3). DerEinflussvon ElvanseaufdieFertilitätdesMenschen wurdenichtuntersucht.

4.7 AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitund dieFähigkeitzumBedienen von

Maschinen

Elvansekann Schwindel, Schläfrigkeitund Sehstörungen einschließlich

Akkommodationsschwierigkeiten, Diplopieund verschwommenesSehen verursachen. Diesekönnen

einenmäßigen EinflussaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienen von Maschinen

haben. Patientensollten vordiesen möglichenEffektengewarntundbeimAuftretendieserEffekte

potenziellgefährlicheAktivitäten wiedasFühren von Fahrzeugen oderdasBedienen von Maschinen

vermeiden.

4.8 Nebenwirkungen

8

ZusammenfassungdesSicherheitsprofils

DieunterderBehandlungmitElvansebeobachteten Nebenwirkungenspiegeln vorwiegenddie

Nebenwirkungen wider, diehäufigmitderAnwendungvon Stimulanzien verbunden sind. Zu den sehr

häufigen Nebenwirkungen gehören verminderterAppetit, Schlafstörungen,Mundtrockenheit,

KopfschmerzenundGewichtsabnahme.

Tabellarische ZusammenfassungderNebenwirkungen

In dernachfolgendenTabellesind alleNebenwirkungen aufderGrundlagevon klinischen Studien und

Spontanmeldungen dargestellt.

Die nachfolgendverwendetenHäufigkeitsangabensindwie folgt definiert:

Sehrhäufig(≥1/10)

Häufig(≥1/100 bis<1/10)

Gelegentlich (≥1/1.000 bis<1/100)

Selten (≥1/10.000bis<1/1.000)

Sehrselten(<1/10.000)

Nichtbekannt(HäufigkeitaufGrundlage derverfügbarenDatennichtabschätzbar).

Ein Sternchen(*)gibtan, dasszurjeweiligen Nebenwirkungunterhalb derTabellezusätzliche

Informationen angegeben sind.

Systemorgan-

klasse Nebenwirkung Kinder

(6 bis12Jahre) Jugendliche

(13 bis17Jahre) Erwachsene

Erkrankungen

des

Immunsystems Anaphylaktische

Reaktion Nichtbekannt Nichtbekannt Nichtbekannt

Über-

empfindlichkeit Gelegentlich Nichtbekannt Gelegentlich

Stoffwechsel-

und

Ernährungs-

störungen Verminderter

Appetit Sehrhäufig Sehrhäufig Sehrhäufig

Psychiatrische

Erkrankungen *Schlafstörungen Sehrhäufig Sehrhäufig Sehrhäufig

Agitiertheit Gelegentlich Gelegentlich Häufig

Angst Gelegentlich Häufig Häufig

Logorrhoe Gelegentlich Gelegentlich Gelegentlich

Libido vermindert Nichtzutreffend Nichtangegeben Häufig

Depression Gelegentlich Gelegentlich Gelegentlich

Tic Häufig Gelegentlich Gelegentlich

Affektlabilität Häufig Häufig Gelegentlich

Dysphorie Gelegentlich Nichtbekannt Gelegentlich

Euphorie Nichtbekannt Gelegentlich Gelegentlich

Psychomotorische

Hyperaktivität Gelegentlich Gelegentlich Häufig

Zähneknirschen Gelegentlich Nichtbekannt Häufig

Dermatillomanie Gelegentlich Gelegentlich Gelegentlich

Psychotische

Episoden Nichtbekannt Nichtbekannt Nichtbekannt

Manie Gelegentlich Nichtbekannt Gelegentlich

Halluzinationen Gelegentlich Gelegentlich Nichtbekannt

Aggression Häufig Gelegentlich Nichtbekannt

Erkrankungen

des

Nervensystems Kopfschmerzen Sehrhäufig Sehrhäufig Sehrhäufig

Schwindel Häufig Häufig Häufig

Unruhe Gelegentlich Häufig Häufig

9

Tremor Gelegentlich Häufig Häufig

Somnolenz Häufig Häufig Gelegentlich

Krampfanfall Nichtbekannt Nichtbekannt Nichtbekannt

Dyskinesie Gelegentlich Nichtbekannt Gelegentlich

Augen-

erkrankungen Verschwommenes

Sehen Gelegentlich Nichtbekannt Gelegentlich

Mydriasis Gelegentlich Gelegentlich Nichtbekannt

Herz-

erkrankungen Tachykardie Gelegentlich Häufig Häufig

Palpitationen Gelegentlich Häufig Häufig

Kardiomyopathie Nichtbekannt Nichtbekannt Nichtbekannt

Gefäß-

erkrankungen Raynaud-Syndrom Gelegentlich Nichtbekannt Nichtbekannt

Erkrankungen

der Atemwege,

des Brustraums

und

Mediastinums Dyspnoe Gelegentlich Häufig Häufig

Erkrankungen

des

Gastrointestinal-

trakts Mundtrockenheit Häufig Häufig Sehrhäufig

Durchfall Häufig Häufig Häufig

Obstipation Häufig Häufig Häufig

Oberbauch-

schmerzen Häufig Häufig Häufig

Übelkeit Häufig Häufig Häufig

Erbrechen Häufig Häufig Gelegentlich

Leber-und

Gallen-

erkrankungen *Eosinophile

Hepatitis Nichtbekannt Nichtbekannt Nichtbekannt

Erkrankungen

derHautund

des

Unterhautzell-

gewebes Hyperhidrose Gelegentlich Gelegentlich Häufig

Urtikaria Gelegentlich Gelegentlich Gelegentlich

Hautausschlag Häufig Gelegentlich Gelegentlich

*Angioödem Nichtbekannt Nichtbekannt Nichtbekannt

*Stevens-Johnson-

Syndrom Nichtbekannt Nichtbekannt Nichtbekannt

Erkrankungen

der Geschlechts-

organeund der

Brustdrüse ErektileDysfunktionNichtzutreffend Gelegentlich Häufig

Allgemeine

Erkrankungen

und

Beschwerdenam

Verabreichungs-

ort Reizbarkeit Häufig Häufig Häufig

Müdigkeit Häufig Häufig Häufig

Zerfahrenheit Gelegentlich Häufig Häufig

Fieber Häufig Gelegentlich Gelegentlich

Untersuchungen

Blutdruckanstieg Gelegentlich Häufig Häufig

*Gewichts-abnahmeSehrhäufig Sehrhäufig Häufig

BeschreibungausgewählterNebenwirkungen

Schlafstörungen

UmfasstSchlaflosigkeit,Ein-und Durchschlafstörungen.

Gewichtsabnahme

In einer4-wöchigen kontrollierten StudiemitElvansebeiKindern imAltervon 6bis12Jahrenbetrug

dermittlereGewichtsverlustvon derAusgangssituation (Baseline)biszumEndpunktderStudiebeiden

Patienten, welchemit30mg, 50mgbzw. 70mgElvansebehandeltwurden, 0,4, 0,9 bzw. 1,1kg.

Demgegenüberzeigtesicheine Gewichtszunahme von0,5kgbeiden PatientenderPlacebo-Gruppe.

10

Eine4-wöchigeBehandlungmithöheren Dosen warenmiteinemgrößeren Gewichtsverlustverbunden.

SorgfältigeGewichtskontrollen beiKindernimAltervon 6 bis12Jahren,die Elvanse über12Monate

erhielten,lassendenSchluss zu, dasseinekontinuierlicheBehandlung(d.h. eineBehandlungan

7TagenproWochewährenddesgesamtenJahres)dieanhanddes Körpergewichtsermittelte

Wachstumsrate verlangsamt.Dies wurde anhandeineralters-undgeschlechtsnormalisiertenmittleren

ÄnderungderPerzentilevon-13,4 nach einemJahrimVergleich zu Baselinebelegt.

Diedurchschnittlichen Perzentilen während derAusgangssituation (Baseline)(n=271)und nach

12Monaten (n=146)betrugen 60,9 bzw. 47,2.

In einer4-wöchigen kontrollierten StudiemitElvansebeiJugendlichenimAltervon 13 bis17Jahren

betrugdermittlereGewichtsverlustvon BaselinebiszumEndpunktbeiden Patienten, welchemit

30mg, 50mgbzw. 70mgElvansebehandeltwurden,1,2, 1,9 bzw. 2,3kg.Demgegenüberzeigtesichin

derPlacebo-GruppeeineGewichtszunahmevon 0,9kg.SorgfältigeGewichtskontrollen bei

JugendlichenimAltervon13 bis17Jahren, dieElvanseüber12Monateerhielten,lassendenSchluss

zu, dasseinekontinuierlicheBehandlung(d.h. eineBehandlungan 7Tagen proWochewährend des

gesamtenJahres)dieanhanddesKörpergewichts ermittelteWachstumsrate verlangsamt.Dies wurde

anhandeineralters-undgeschlechtsnormalisiertenmittlerenÄnderungderPerzentilevon-6,5 nach

einemJahrimVergleichzuBaselinebelegt.DiedurchschnittlichenPerzentilenwährendder

Ausgangssituation (Baseline)(n=265)undnach12Monaten(n=156)betrugen 66,0 bzw. 61,5.

EosinophileHepatitis

In den klinischen Studienwurden keineFälleberichtet.

Angioödem

In den klinischen Studienwurden keineFälleberichtet.

Stevens-Johnson-Syndrom

In den klinischen Studienwurden keineFälleberichtet.

Meldungdes Verdachts aufNebenwirkungen

DieMeldungdesVerdachtsaufNebenwirkungen nach derZulassungistvon großerWichtigkeit.Sie

ermöglichteinekontinuierlicheÜberwachungdesNutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörigevon Gesundheitsberufen sindaufgefordert,jeden VerdachtsfalleinerNebenwirkungdem

BundesinstitutfürArzneimittelund Medizinprodukte, Abt.Pharmakovigilanz,Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

BeiderBehandlungvon Patienten miteinerÜberdosierungmussdielängeranhaltendeFreisetzungvon

DexamfetaminnachderAnwendungvonElvanse berücksichtigtwerden.

Zu den Manifestationeneinerakuten ÜberdosierungmitAmfetaminen gehören Unruhe,Tremor,

Hyperreflexie, beschleunigteAtmung, Verwirrtheit, Neigungzu tätlichen Übergriffen, Halluzinationen,

Panikzustände, Hyperpyrexieund Rhabdomyolyse. AufdieStimulation deszentralen Nervensystems

folgen in derRegelMüdigkeitund Depression. Zu denkardiovaskulären Wirkungen gehören

Arrhythmien, HypertonieoderHypotonieund Kreislaufkollaps. Zu den gastrointestinalen Symptomen

gehören Übelkeit, Erbrechen, Durchfallund Bauchkrämpfe. EinemtödlichenVerlaufderIntoxikation

gehen in derRegelKrämpfeundKomavoraus.

DieBehandlungeinerakuten Amfetamin-IntoxikationistimWesentlichensymptomatischund

beinhaltetMagenspülung, dieGabevon Aktivkohleund einesAbführmittelssowieSedierung. Durch

AnsäuerungdesUrinswirddieAusscheidungvon Amfetamin erhöht;eswirdjedoch angenommen,

dasssich dadurchbeimVorliegen von MyoglobinuriedasRisiko fürakutes Nierenversagenerhöht.

11

BeimAuftritteinesakutenstarken BluthochdrucksalsKomplikation einerAmfetamin-Überdosierung

wurde dieintravenöse Gabe vonPhentolaminvorgeschlagen.JedochstelltsichinderRegelein

graduellerBlutdruckabfallein, wenneine ausreichende Sedierungerreichtist.

LisdexamfetaminundDexamfetaminsindnichtdialysierbar.

5. PHARMAKOLOGISCHEEIGENSCHAFTEN

5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:ZentralwirkendeSympathomimetika

ATC-Code:N06BA12.

Wirkmechanismus

Elvanse isteine pharmakologischinaktive Vorstufe (Prodrug).NachoralerGabewirdLisdexamfetamin

imMagen-Darm-Traktrasch resorbiertund primärvon den Erythrozyten zu Dexamfetamin

hydrolysiert,welches fürdieAktivitätdes Arzneimittels verantwortlichist.

BeidenAmfetaminenhandeltes sichumnichtzudenKatecholaminengehörendesympathomimetische

Aminemit ZNS-stimulierenderAktivität.DerMechanismusdertherapeutischenWirkungvon

Amfetaminbei ADHSist nicht vollständigaufgeklärt;eswirdjedochangenommen,dasseraufeine

BlockadederWiederaufnahmevon Noradrenalin undDopamin in daspräsynaptischeNeuron und eine

vermehrteFreisetzungdieserMonoaminein denextraneuronalen Raumzurückzuführen ist.

DasProdrug Lisdexamfetamin bindetinvitronichtandiefürdieWiederaufnahmevon Noradrenalin

und Dopamin verantwortlichen Stellen.

Klinische WirksamkeitundSicherheit

DieWirkungen von Elvansein derBehandlungvon ADHSwurden in dreikontrollierten Studienbei

Kindern imAltervon 6 bis12Jahren,einerkontrollierten StudiebeiJugendlichenimAltervon 13 bis

17Jahren, dreikontrollierten Studien beiKindern undJugendlichen(imAltervon 6 bis17Jahren)und

vierkontrollierten StudienbeiErwachsenen,welchedieDSM-IV-TR-Kriterienfür ADHSerfüllten,

belegt.

Inklinischen Studien anKindernund Erwachsenen hielten dieWirkungen von Elvanse13Stunden nach

derAnwendungbeiKindern und 14Stunden nach derAnwendungbeiErwachsenen an, wenn das

Arzneimitteleinmal täglichmorgenseingenommen wurde.

KinderundJugendliche

336 PatientenimAltervon 6 bis17Jahrenwurden indereuropäischen Phase-3-Zulassungsstudie

SPD489-325 untersucht. Indiesersiebenwöchigen randomisierten,placebo-und verumkontrollierten

Doppelblindstudie mitDosisoptimierungzeigte Elvanse eine signifikantgrößereWirksamkeitals

Placebo.

MithilfederADHS-Schätzskala lassensichdieKernsymptome vonADHSmessen.Die umden

PlacebowertkorrigiertemittlereReduktion desADHS-RS-IV-Gesamtscores gegenüberder

Ausgangssituation (Baseline)betrugbeidenmitElvansebehandelten Patienten 18,6 (p<0,001). Bei

jederVisiteunterderBehandlungund amEndpunktwarderprozentualeAnteilderStudienteilnehmer,

welchevorab definierteAnsprechkr iterien(eine≥30%igeReduktion desADHS-RS-IV-Gesamtscores

gegenüberBaseline undeinCGI-I[ClinicalGlobalImpression-Improvement]-Wertvon 1 oder2)

erfüllten,unterElvansesignifikanthöher(p<0,001)alsunterPlacebo. DerEndpunktdieserStudieist

inTabelle1 definiert. DieErgebnissewaren unterElvanseauch dann signifikanthöheralsunter

Placebo, wenndieEinzelkomponenten derAnsprechkriterienausgewertetwurden.Darüberhinaus

stiegendiemittlerenScoresderADHS-Symptomenach Absetzen derBehandlungnichtüberdievorder

12

Behandlungerhobenen Baseline-Scores an,was daraufschließenlässt,dasseinRebound-Effekt

ausblieb.

NebeneinemRückgangderSymptome belegendie StudienfürElvanseaucheinesignifikante

VerbesserungfunktionalerZielkriterien. Insbesonderein derStudieSPD489-325 wiesen75,0% der

PatientenaufderSchätzskala zurVerbesserungdes klinischenGesamteindrucks CGI-IunterElvanse

eineVerbesserung(definiertals „sehrstarkverbessert“oder„starkverbessert“)auf,gegenüber14,2%

unterPlacebo (p<0,001).

UnterElvanse zeigtesicheine signifikanteVerbesserungderschulischenLeistungendesKindes,

erhoben mithilfedesInstrumentszurErfassungdergesundheitsbezogenen Lebensqualität

CHIP-CE:PRF (ParentReportFormoftheChild Health and IllnessProfile-Child Edition),Achievement

Domain (Leistungsdomäne). ElvansewiesdabeieineimVergleich zu Placebo signifikante

VerbesserunggegenüberBaselineauf(Elvanse:9,4versusPlacebo-1,1), miteinemmittleren

Unterschied zwischen denbeidenBehandlungsgruppen von 10,5 (p<0,001).

13

Tabelle1:Therapieergebnisse inder Studie SPD489-325amEndpunkt 1 (FullAnalysisSet

[vollständigesAuswertungskollektiv])

LisdexamfetamindimesilatPlacebo Methylphenidathydrochlorid

ÄnderungdesADHS-RS-

IV-Gesamtscores

Mittelwert, Methodeder

kleinsten Quadrate -24,3 -5,7 -18,7

Effektstärke (versus

Placebo) 1,804 Nicht

zutreffend 1,263

p-Wert(versus Placebo) <0,001 Nicht

zutreffend <0,001

ADHS-RS-IV-Responder

Patienten mitResponse 2 83,7%(87/104) 22,6%

(24/106) 68,2%(73/107)

Unterschiedgegenüber

Placebo beiResponse 61,0 Nicht

zutreffend 45,6

p-Wert(versus Placebo) <0,001 Nicht

zutreffend <0,001

CGI-I-Responder

Patientenmit

Verbesserung 3 75,0% (78/104) 14,2%

(15/106) 58,9%(63/107)

Unterschiedgegenüber

Placebo beider

Verbesserung 60,8 Nicht

zutreffend 44,7

p-Wert(versus Placebo) <0,001 Nicht

zutreffend <0,001

ÄnderungbeiderCHIP-

CE:PRF-Achievement

Domain

Mittelwert,Methodeder

kleinsten Quadrate 9,4 -1,1 6,4

Effektstärke (versus

Placebo) 1,280 Nicht

zutreffend 0,912

p-Wert(versus Placebo) <0,001 Nicht

zutreffend <0,001

1 Endpunkt=letztenach BaselineunterderBehandlungerfolgte Visite derDosisoptimierungs-bzw.-

erhaltungsphase (Visiten1-7)miteinemvalidenWert

2

Response istdefiniertalsprozentualeReduktiondesADHS-RS-IV- Gesamtscoresum≥30%

gegenüberBaseline

3 Verbesserung(„sehrstarkverbessert“ oder„starkverbessert“)

Vergleichbare Ergebnisse fürADHS-RSund CGI-Izeigten zweiplacebokontrollierteStudien ausden

USA,einean Kindern (n=297)und dieanderean Jugendlichen (n=314)durchgeführt.

Eswurdeeinerandomisierte, verumkontrollierteDoppelblindstudiemitDosisoptimierungan Kindern

undJugendlichen imAltervon 6 bis17Jahren(n=267)durchgeführt, welchedieDSM-IV-Kriterienfür

ADHSerfüllten. Beidieserneunwöchigen Studiewurden diePatienten randomisiert(1:1)einereinmal

täglichen morgendlichen Gabevon entwederElvanse(30, 50 oder70mg/Tag)oderAtomoxetin

zugeordnet(Dosierungnach Körpergewicht, maximal100mg).ImLaufe einervierwöchigen

Dosisoptimierungsphase wurde die verabreichte Dosissoweittitriert,bis basierendaufdenunterder

Behandlungneu auftretenden unerwünschten Ereignissen undderklinischen Beurteilungeineoptimale

Dosiserreichtwar.BeidenmitElvanse behandeltenPatientenwardie Zeitbis zumerstenAnsprechen

kürzeralsbeiden mitAtomoxetin behandelten Patienten(medianeZeit13,0 vs.21,0Tage, p=0,003),

wobeieinAnsprechen alsCGI-I-Wertvon1(sehrstarke Verbesserung)oder2(starke Verbesserung)

14

beieinerVisitewährendderdoppelblinden Behandlungdefiniertwar.BeiallenVisiten während der

doppelblinden BehandlungwarderAnteilderResponderin derElvanse-Gruppedurchweghöheralsder

AnteilderResponderin derAtomoxetin-Gruppe. DerUnterschied betrug16 bis24 Prozentpunkte. Am

EndpunktderStudiebetrugderMittelwertderVeränderung(Methodederkleinsten Quadrate)des

ADHD-RS-IV-Gesamtscores gegenüberBaselineinderElvanse-Gruppe-26,1 undin derAtomoxetin-

Gruppe-19,7;derUnterschied zwischen den Gruppenlagbei-6,4.

DarüberhinauswurdedieAufrechterhaltungderWirkungin einerdoppelblinden,placebokontrollierten,

randomisierten Absetzstudiebelegt, diebeiKindernundJugendlichen imAltervon 6 bis17Jahren

(n=157)mitderDiagnoseADHS(nach den DSM-IV-Kriterien)durchgeführtwurde.Die Patienten

wurden aufElvanseunteroffenen Bedingungen übereinen längeren Zeitraum(mindestens26Wochen)

optimierteingestellt,bevorsieindie6-wöchige randomisierte Absetzphaseeintraten.Die hierfür

infragekommenden Patienten wurden randomisiert,umentwederweitermitihreroptimiertenElvanse-

Dosis behandeltoderaufPlaceboumgestelltzuwerden.Währendder6-wöchigen Doppelblindphase

wurdendie PatientenaufeinRezidiv(Therapieversagen)beobachtet.Therapieversagenwardefiniertals

≥50%igeZunahme(Verschlechterung)desADHS-RS-Gesamtscoresundeine Zunahme des CGI-S-

Scoresum≥2Punktegegenüberden beiEintrittin diedoppelblinderandomisierteAbsetzphase

erhobenenScores.ZuTherapieversagenkames signifikantweniger(p<0,001)beiden mitElvanse

behandeltenPatienten (15,8%)als beiderPlacebo-Gruppe(67,5%). Unabhängigvon derjeweiligen

Behandlungverschlechtertensichdie ADHS-Symptome beiderMehrzahlderPatienten(70,3%)mit

Therapieversagen zumZeitpunktbzw. vorder2-Wochen-Visite nachRandomisierung.

Erwachsene

DieWirksamkeitvon ElvansezurBehandlungvon ADHSwurdeineinerrandomisierten,

placebokontrollierten DoppelblindstudiemitparallelenGruppenan 420erwachsenenPatientenimAlter

von 18 bis55Jahren,welche die DSM-IV-KriterienfürADHSerfüllten,nachgewiesen.Füralle

Elvanse-Dosenzeigte sicheinesignifikante VerbesserungderADHS-SymptomeimVergleich zu

Placebo,welchedurchdenPrüfarztanhanddes GesamtscoresderADHS-RSmitFragestellungen für

Erwachsene vorgenommenenBeurteilunggezeigtwerdenkonnte.Die BehandlungmitElvanse bewirkte

einesignifikante Reduktiondes Ausmaßes derfunktionalenEinschränkung,gemessenalsVerbesserung

aufderCGI-I-Schätzskala imVergleichzuPlacebo.

DarüberhinauswurdedieAufrechterhaltungderWirkungin einerdoppelblinden,placebokontrollierten,

randomisierten Absetzstudiebelegt, indieErwachsene(n=123)aufgenommen wurden, welchedie

DSM-IV-Kriterien fürADHSerfülltenund welchebeiderAufnahme indie Studie seitmindestens

6MonatenmitElvanse behandeltwordenwaren.EinsignifikantgeringererAnteildermitElvanse

behandeltenPatientenerfüllteinderdoppelblindenrandomisiertenAbsetzphase die Rezidivkriterien

(8,9%)alsunterPlacebo(75,0 %). Rezidivwardefiniertalsein≥50%igerAnstiegdesADHS-RS-IV-

Gesamtscores gegenüberderRandomisierungundeineZunahme des CGI-S- Scoresum≥2Punkte

gegenüberdemCGI-S-ScorebeiRandomisierung.

StudienzurMissbrauchsgefahr

In einerStudie zurMissbrauchsgefahrbeimMenschenanPersonenmitanamnestischbekanntem

Arzneimittel-bzw. Drogenabusus,löstedieGabevonäquivalenten oralen Dosenvon 100mg

Lisdexamfetamindimesilatbzw.40mgsofortfreisetzendemDexamfetaminsulfatsubjektive Reaktionen

aufeinerSkalasogenannte„DrugLiking“-Effekte(primärerEndpunkt)aus, wobeidieReaktionenauf

100mgLisdexamfetamindimesilatsignifikantschwächerausgeprägtwarenals dieauf40mgsofort

freigesetztemDexamfetamin.Allerdings löste dieoraleGabevon 150mgLisdexamfetamindimesilat

aufdieserSkala eine Zunahme positiversubjektiverReaktionenaus,die mitdenpositivensubjektiven

Reaktionenauf40mgorales sofortfreigesetztes Dexamfetaminbzw.auf200mg Diethylpropion

vergleichbarwaren.

Die intravenöse Gabe von50mgLisdexamfetamindimesilatlöstebeiPersonenmitanamnestisch

bekanntemArzneimittel-bzw. DrogenabususaufSkalen zurMessungvon „DrugLiking“, „Euphorie“,

15

„Amfetaminwirkungen“und „Benzedrinwirkungen“positivesubjektiveReaktionenaus,die stärkerals

unterPlacebo,jedochschwächerals beieineräquivalentenDosis(20mg)von intravenös

angewendetemDexamfetaminwaren.

5.2 PharmakokinetischeEigenschaften

Resorption

NachoralerGabe wirdLisdexamfetamindimesilatimMagen-Darm-TraktvongesundenErwachsenen

und Kindern(imAltervon 6 bis12Jahren)mitADHSrasch resorbiert, vermutlich vermitteltdurch den

PEPT1-TransportermithoherKapazität.

Die Nahrungsaufnahme hatbeigesundenErwachsenennachoralerEinmalgabe von Elvanse70mg

Hartkapseln keinen EinflussaufdiebeobachteteAUCund C

vonDexamfetamin,verlängertjedoch

dieT

umetwa 1Stunde(von3,8Stunden unterNüchternbedingungen auf4,7Stundennach einer

fettreichenMahlzeit).Nach8-stündigerNahrungskarenzwarendie AUC-Werte vonDexamfetamin

nach oralerGabevon Lisdexamfetamindimesilatin Lösungund in FormintakterHartkapseln

äquivalent.

Verteilung

NachoralerEinmalgabe vonLisdexamfetamindimesilat30mg, 50mgoder70mgnach 8-stündiger

NahrungskarenzüberNachtan 18Kinder(imAltervon 6 bis12Jahren)mitADHSbetrugdieT

von

Dexamfetaminetwa 3,5Stunden.DieT

vonLisdexamfetamindimesilat betrugetwa1Stunde. Bei

Kindern imAltervon 6 bis12Jahrenwurde dielinearePharmakokinetikvonDexamfetaminnachoraler

Einmalgabevon Lisdexamfetamindimesilatüberden gesamten Dosisbereich von30mgbis70mg

nachgewiesen.

Die nachGewicht/Dosis normalisiertenAUC-und C

-Werte warenbeierwachsenenFrauenanTag7

nach Anwendungvon70mg/TagLisdexamfetaminüber7Tageum22%bzw. 12%geringerals bei

Männern. Dienach Gewicht/Dosisnormalisierten AUC-und C

-Werte warenbeiMädchenund

Jungen nach Einmalgabenvon 30–70mg gleich.

BeigesundenErwachsenenkommtes zukeinerKumulation von Dexamfetamin imSteadyStateund zu

keinerKumulation von LisdexamfetamindimesilatnacheinmaltäglicherGabe an

7aufeinanderfolgenden Tagen.

Biotransformation

LisdexamfetamindimesilatwirdinDexamfetaminundl-Lysinumgewandelt;dieserfolgtdurch

MetabolisierungimBlutprimärdurchdiehydrolytischeAktivitätderErythrozyten. Erythrozyten

besitzen einehoheKapazitätzurMetabolisierungvon Lisdexamfetamin, dennIn-vitro-Datenbelegen

selbstbeiniedrigenHämatokritwerteneine erheblicheHydrolyse. Lisdexamfetamin wird nichtdurch

Cytochrom-P450-Enzyme metabolisiert.

AmfetaminwirdinPosition4 desBenzolringszu 4-Hydroxyamfetamin oxidiert, odereswird anden α-

oder- β-Kohlenstoffatomen derSeitenketten zu α-Hydroxyamfetamin bzw. Norephedrin oxidiert.

SowohlNorephedrin alsauch 4-Hydroxyamfetamin sind aktivund beidewerdennachfolgend zu

Hydroxynorephedrin oxidiert. α-Hydroxyamfetaminwird zu Phenylaceton desaminiert, welches

schließlich Benzoesäureund dessen Glucuronidund dasGlycinkonjugatHippursäurebildet. Obwohldie

an derMetabolisierungvonAmfetamin beteiligten Enzymenoch nichteindeutigermitteltwurden, ist

eineBeteiligungvon CYP2D6 an derBildungvon 4-Hydroxyamfetamin bekannt.

Elimination

NachoralerGabe einer70mg-Dosis vonradioaktivmarkiertemLisdexamfetamindimesilatan

6gesundeProbanden wurden übereinen Zeitraumvon120Stunden etwa96%der oralverabreichten

Radioaktivität imUrinundlediglich0,3%in den Fäzeswiedergefunden.Von derimUrin

wiedergefundenenRadioaktivitätentsprachen42%derDosisAmfetamin, 25%Hippursäureund2%

intaktemLisdexamfetamin.DiePlasmakonzentrationen von nichtumgewandeltemLisdexamfetamin

16

sind geringund vorübergehend undfallen bis8Stunden nachVerabreichungunterdie

Quantifizierungsgrenze.Die HalbwertszeitderPlasma-Elimination von Lisdexamfetamin betrugin den

ProbandenstudienmitLisdexamfetamindimesilatinderRegeldurchschnittlich wenigeralseineStunde.

Die HalbwertszeitvonDexamfetaminliegtbei11Stunden.

BesonderePatientengruppen

DiePharmakokinetikvonDexamfetaminist beiKindern(imAltervon6bis12Jahren)und

jugendlichen (13-bis17-jährigen)ADHS-PatientenundbeierwachsenengesundenProbanden

vergleichbar. Sämtlichenach oralerGabebeobachtetenUnterschiedebeiderKinetiksind auf

UnterschiedebeiderDosierungaufmg/kg-Basiszurückzuführen.

Die systemische ExpositiongegenüberDexamfetaministbeiMännernundFrauen,welche dieselbe

mg/kg-Dosis erhalten,vergleichbar.

FormalepharmakokinetischeUntersuchungen zurEthniewurden nichtdurchgeführt. Esgibtkeine

AnhaltspunktefüreinenEinfluss derEthnie aufdie PharmakokinetikvonElvanse.

In einerpharmakokinetischen Studiean 40Probanden (fünfNierenfunktionsgruppenmitjeweils

8Patienten:normale Nierenfunktion,leichte Funktionseinschränkung,mittelschwere

Funktionseinschränkung, schwereFunktionseinschränkungund terminaleNiereninsuffizienz)wardie

Dexamfetamin-Clearancevon 0,7l/h/kgbeiden Nierengesunden auf0,4l/h/kgbeiden Probanden mit

schwererNiereninsuffizienz(GFR15 bis<30ml/min/1,73m 2 oderCrCl<30ml/min)vermindert.

In einerStudiean 47Personen ab 55JahrenbetrugdieAmfetamin-Clearance beiPersonenimAltervon

55 bis74Jahren etwa0,7l/h/kgund beiPersonen ab 75Jahren 0,55l/h/kg.Diesistgeringfügig weniger

als beijüngerenErwachsenen(etwa 1l/h/kgbeiPersonen imAltervon 18 bis45Jahren).

5.3 Präklinische Datenzur Sicherheit

DieHauptbefundevon wiederholten Dosis-Toxizitätsstudienwaren Verhaltensänderungen,sowieeine

fürdieStimulanziengabetypischeerhöhteAktivitätmiteinerdamitverbundenenReduktion der

Gewichtszunahme,WachstumundNahrungsaufnahme,welche als Folge einerübersteigerten

pharmakologischenWirkungangesehenwerden.

LisdexamfetamindimesilatwarbeiPrüfunginvitroimAmes-TestundimMaus-Lymphom-Testoderin

vivoimMikrokerntestamKnochenmarkvon Mäusennichtgenotoxisch.MitLisdexamfetamindimesilat

wurden keineKanzerogenitätsstudiendurchgeführt. In Studien,in denen Mäusen und Ratten über

2Jahred-,l-Amfetamin (Enantiomerenverhältnis1:1)in Dosen biszu 30mg/kg/Tagbeimännlichen

Mäusen, 19mg/kg/Tag beiweiblichen Mäusen und 5mg/kg/Tagbeimännlichenund weiblichen Ratten

imFutterverabreichtwurde,fandensichkeine Anhaltspunkte fürKanzerogenität.

Lisdexamfetamindimesilathatte beioralerVerabreichunganträchtige RatteninDosenbis zu

40mg/kg/TagundKaninchen in Dosen biszu 120mg/kg/TagkeinenEinfluss aufdie embryofetale

EntwicklungoderdasembryofetaleÜberleben.

Nach wiederholterVerabreichungvon LisdexamfetamindimesilatanjuvenileRatten und Hundewurden

keineunerwünschten Wirkungenaufdie Entwicklungdes Nervensystems oderdie

Fortpflanzungsfunktion beobachtet.

Amfetamin(d-/l-Enantiomerenverhältnis 3:1)hatte beiderRatteinDosenbis zu20mg/kg/Tag keine

nachteiligen Auswirkungen aufdieFertilitätoderdiefrühembryonaleEntwicklung.

Eine Reihe vonUntersuchungenanNagernweisendaraufhin,dass die pränataleoderfrühpostnatale

Exposition gegenüberAmfetamin (d-oderd,l-)inDosen,welche mitdenklinischeingesetzten

vergleichbarsind, zu langfristigen neurochemischen und Verhaltensänderungen führen kann. Zu den

berichtetenWirkungenaufdasVerhaltengehörenLern-und Gedächtnisdefizite, veränderte

17

lokomotorischeAktivitätund Veränderungen derSexualfunktion.MitElvansewurden keine

vergleichbaren Untersuchungen durchgeführt.

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1 Listeder sonstigenBestandteile

MikrokristallineCellulose

Croscarmellose-Natrium

Magnesiumstearat

Kapselhülle

Gelatine

Schwarze Drucktinte (SchellackundEisen(II,III)-oxid (E172))

FarbstoffederKapselhülle:

20mg:Titandioxid (E171)undEisen(III)-hydroxid-oxid x H

O(E172)

40mg:Titandioxid(E171)und Brillantblau FCF(E133),Eisen(II,III)-oxid(E172)undEisen(III)-

hydroxid-oxid x H

O(E172).

60mg:Titandioxid(E171),und Brillantblau FCF(E133)

6.2 Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend.

6.3 Dauerder Haltbarkeit

3Jahre

6.4 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

Nichtüber25 °Clagern.

6.5 ArtundInhaltdesBehältnisses

Flasche aus PolyethylenhoherDichte undkindergesicherterVerschlussausPolypropylen mit

Folieninnensiegel.

Packungsgröße:28 oder30Hartkapseln.

Eswerden möglicherweisenichtallePackungsgrößen in denVerkehrgebracht.

6.6 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdie Beseitigung

Nichtverwendetes ArzneimitteloderAbfallmaterialistentsprechendden nationalen Anforderungen zu

beseitigen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

ShirePharmaceuticalContractsLtd.

Hampshire InternationalBusiness Park

Chineham, Basingstoke

18

Hampshire

RG24 8EP

VEREINIGTESKÖNIGREICH

8. ZULASSUNGSNUMMERN

Elvanse 20mgHartkapseln

93471.00.00

Elvanse40mgHartkapseln

93472.00.00

Elvanse60mgHartkapseln

93473.00.00

9. DATUMDER ERTEILUNGDERZULASSUNG/VERLÄNGERUNGDERZULASSUNG

02 Juli2015

10. STAND DER INFORMATION

02 Juli2015

19

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