Duloxetin STADA 40 mg magensaftresistente Hartkapseln

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

03-08-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

03-08-2021

Wirkstoff:
Duloxetin
Verfügbar ab:
STADApharm GmbH
ATC-Code:
N06AX21
INN (Internationale Bezeichnung):
Duloxetine
Dosierung:
40mg
Darreichungsform:
magensaftresistente Hartkapsel
Verabreichungsweg:
Zum Einnehmen
Einheiten im Paket:
Packungen mit 28 und 98 Hartkapseln
Verschreibungstyp:
Verschreibungspflichtig
Hergestellt von:
STADA Arzneimittel AG
Therapiegruppe:
Psychoanaleptika, andere Antidepressiva
Anwendungsgebiete:
Duloxetin STADA ist angezeigt zur Behandlung von Frauen mit mittelschwerer bis schwerer Belastungs(harn)inkontinenz (englisch Stress Urinary Incontinence – SUI).
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähig
Zulassungsnummer:
93076.00.00
Berechtigungsdatum:
2015-07-31

Lesen Sie das vollständige Dokument

Gebrauchsinformation:InformationfürPatienten

DuloxetinSTADA40 mg magensaftresistenteHartkapseln

Duloxetin

ZurAnwendungbeiErwachsenen

Lesen SiediegesamtePackungsbeilagesorgfältig durch,bevorSiemitder

Einnahme diesesArzneimittelsbeginnen,denn sieenthältwichtigeInformationen.

-Heben Sie die Packungsbeilage auf.Vielleichtmöchten Sie diesespäternochmals

lesen.

-Wenn Sie weitere Fragen haben,wenden Sie sich anIhrenArztoderApotheker.

-DiesesArzneimittelwurde Ihnenpersönlich verschrieben.GebenSie esnichtan

Dritteweiter.Eskann anderen Menschen schaden,auchwenn diese diegleichen

Beschwerden haben wieSie.

-Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken,wenden Sie sich anIhrenArztoder

Apotheker.DiesgiltauchfürNebenwirkungen,dienichtindieserPackungsbeilage

angegebensind.SieheAbschnitt4.

Wasin dieserPackungsbeilagesteht

1. Was istDuloxetinSTADAund wofürwird esangewendet?

2. WassolltenSie vorderEinnahme vonDuloxetinSTADAbeachten?

3. WieistDuloxetinSTADAeinzunehmen?

4. WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5. WieistDuloxetinSTADAaufzubewahren?

6. InhaltderPackungundweitereInformationen

1.Was istDuloxetinSTADAundwofürwirdesangewendet?

DuloxetinSTADAenthältdenWirkstoffDuloxetin.Duloxetinerhöhtdie Spiegelvon

Serotonin undNoradrenalin imNervensystem.

DuloxetinSTADAisteinArzneimittel,daszurBehandlungvon Frauenmiteiner

Belastungs(harn)inkontinenzeingesetztwird.

BelastungsinkontinenzisteinmedizinischesLeiden beidemdie Patientineinen

unwillkürlichen HarnverlustoderHarnabgangbeikörperlicherAnstrengung oder

Aktivitäten wie Lachen,Husten,Niesen,Hebenodersportlichen Betätigungenhat.

Eswird angenommen,dassDuloxetindie KraftdesHarnröhrenmuskelserhöht,derUrin

zurückhält,wenn Sie lachen,niesenodersichkörperlich betätigen.

Die WirksamkeitvonDuloxetin STADAwird durch die Kombinationmiteinem

Trainingsprogramm,demsogenanntenBeckenbodentraining,verstärkt.

2.Was sollten Sie vorderEinnahme vonDuloxetinSTADAbeachten?

DuloxetinSTADAdarfnichteingenommenwerden,wennSie

-allergischgegenDuloxetin odereinen derinAbschnitt6.genanntensonstigen

Bestandteile diesesArzneimittelssind.

-eineLebererkrankung haben.

-eine schwere Nierenerkrankung haben.

-einen Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer)einnehmen oderinden letzten 14

Tageneingenommen haben (siehe„EinnahmevonDuloxetinSTADAzusammenmit

anderen Arzneimitteln“).

-Fluvoxamineinnehmen,dasüblicherweise zurBehandlungvon Depression

angewendetwird oderCiprofloxacin oderEnoxacin,die zurBehandlung

verschiedenerInfektionen angewendetwerden.

Sprechen SiemitIhremArzt,wenn Sie BluthochdruckodereineHerzerkrankung haben.

IhrArztwird Ihnensagen,obSieDuloxetin STADAeinnehmen können.

Warnhinweise undVorsichtsmaßnahmen

ImFolgendenwerden weitereGründeangegeben,warumDuloxetinSTADAfürSie nicht

geeignetseinkönnte.Sprechen Sie vorderEinnahme vonDuloxetinSTADAmitIhrem

Arzt,wenn Sie:

-ArzneimittelzurBehandlung von Depressionen einnehmen(siehe„Einnahme von

DuloxetinSTADAzusammenmitanderenArzneimitteln“).

-ein pflanzlichesJohanniskraut-Arzneimitteleinnehmen(Hypericumperforatum).

-eine Nierenerkrankunghaben.

-epileptische Anfälle hatten oderhaben.

-an Manie littenoderleiden.

-aneinermanisch-depressiven Erkrankungleiden.

-eine Augenerkrankung haben,wie eine spezielleArtdesGlaukoms(erhöhter

Augeninnendruck).

-in derVergangenheitBlutungsstörungen(Neigung zurBildungvon Blutergüssen)

hatten.

-ein RisikofürniedrigeNatrium-Blutspiegelhaben(z.B.wenn Sie Diuretika

einnehmen,insbesondere wenn Sie ältersind).

-momentan miteinemanderen Arzneimittelbehandeltwerden,dasdie Leber

schädigenkann.

DerWirkstoffvonDuloxetinSTADA,Duloxetin,wird in unterschiedlichen Arzneimitteln

zurBehandlungverschiedenerErkrankungeneingesetzt:Schmerzen beidiabetischer

Neuropathie,Depression,generalisierterAngststörungundBelastungsharninkontinenz.

DiegleichzeitigeAnwendung mehrererdieserArzneimittelistzu vermeiden.Fragen Sie

IhrenArzt,ob Sie bereitsein anderesArzneimittel,dasDuloxetin enthält,einnehmen.

DuloxetinSTADAkannein Empfindenvon innererUnruhe odereinUnvermögen,stillzu

sitzen oderzu stehen,verursachen.Wenn diesbeiIhnen auftretensollte,dann

informierenSieIhrenArzt.

Suizidgedankenund VerschlechterungIhrerDepression odergeneralisierten

Angststörung

ObwohlDuloxetinSTADA20 mgund40 mgnichtzurBehandlung derDepression

zugelassen sind,wird derWirkstoff(Duloxetin)auch alsAntidepressivumeingesetzt.

Wenn Sie depressivsind oderunterAngststörungen leiden,könnenSie manchmal

Gedanken daranhaben,sich selbstzu verletzenoderSuizid zu begehen.Solche

Gedankenkönnen beidererstmaligenAnwendung von Antidepressiva verstärktsein,

denn alle diese Arzneimittelbraucheneinige Zeitbissie wirken,gewöhnlich etwa zwei

Wochen,manchmalauch länger.

DasAuftretenderartigerGedanken istwahrscheinlicher,wenn Sie:

-frühereinmalGedankendaran hatten,sichdasLeben zu nehmenoderdaran

gedachthaben,sich selbstzu verletzen.

-ein jungerErwachsenersind.Ergebnisseausklinischen Studien habenein erhöhtes

RisikofürdasAuftretenvon Suizidverhalten beijungenErwachsenen imAlterbis25

Jahregezeigt,die untereinerpsychiatrischen Erkrankunglitten undmiteinem

Antidepressivumbehandeltwurden.

Gehen Sie zu einemArztodersuchen Sieunverzüglich ein Krankenhausauf,wenn Sie

zu irgendeinemZeitpunktGedankendaranentwickeln,sichselbstzu verletzen odersich

dasLeben zu nehmen.

Eskann hilfreich sein,wenn Sie einemFreundoderVerwandten erzählen,dassSie

depressivsind oderuntereinerAngststörung leiden.BittenSie diesePersonen,diese

Packungsbeilage zu lesen.FordernSie sieaufIhnen mitzuteilen,wenn sie den Eindruck

haben,dasssichIhre Depression oderAngstzustände verschlimmern oderwenn sie

sich Sorgen überVerhaltensänderungen beiIhnen machen.

KinderundJugendliche unter18 Jahren

DuloxetinSTADAdarfbeiKindern und Jugendlichen unter18Jahrennichtangewendet

werden.Zudemsollten Sie wissen,dassPatienten unter18JahrenbeiEinnahme dieser

Klasse von Arzneimitteln ein erhöhtesRisikofürNebenwirkungenwie Suizidversuch,

suizidale Gedanken undFeindseligkeit(vorwiegend Aggressivität,oppositionelles

Verhalten undWut)aufweisen.Darüberhinaussind die langfristigen

sicherheitsrelevanten AuswirkungenvonDuloxetin STADAinBezugaufWachstum,

Reifung sowie kognitive EntwicklungundVerhaltensentwicklung in dieserAltersgruppe

noch nichtnachgewiesen worden.

Einnahme vonDuloxetin STADAzusammen mitanderenArzneimitteln

InformierenSie Ihren ArztoderApotheker,wennSieandereArzneimitteleinnehmen,

kürzlich andere Arzneimitteleingenommenhabenoderbeabsichtigen andere

Arzneimitteleinzunehmen,auchwenn essich umnichtverschreibungspflichtige

Arzneimittelhandelt.

IhrArztsollteentscheiden,obSieDuloxetin STADAzusammen mitanderen

Arzneimitteln einnehmendürfen.

Beginnen SiekeineBehandlungoderbrechenSiekeine Behandlungmiteinem

Arzneimittelab,bevorSie mitIhremArztgesprochen haben.Diesgiltauchfür

rezeptfreie Arzneimittelundfürpflanzliche Heilmittel.

TeilenSie IhremArztebenfallsmit,wenn Sie einesderfolgendenArzneimittel

einnehmen:

Monoaminoxidase-Hemmer(MAO-Hemmer):Sie dürfenDuloxetin STADAnicht

einnehmen,wennSie ein ArzneimittelzurBehandlungvon depressiven Erkrankungen,

einen sogenanntenMonoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer),einnehmen oder

innerhalb derletzten 14Tageeingenommen haben.BeispielefürMAO-Hemmer sind

Moclobemid (ein Antidepressivum)undLinezolid (ein Antibiotikum).Die Anwendung

einesMAO-HemmerszusammenmitDuloxetinSTADA,kannzu gefährlichenoder

lebensbedrohlichen Nebenwirkungenführen.Wenn Sie einen MAO-Hemmer

eingenommenhaben,müssen Sie nachBeendigung derEinnahme nochmindestens14

Tagewarten,bevorSieDuloxetinSTADAeinnehmen.Ebenso sollten wenigstens5

Tagenach BeendigungderDuloxetinSTADA-Einnahme vergehen,bevorSie mitder

Einnahme einesMAO-Hemmersbeginnen.

Arzneimittel,die Schläfrigkeitverursachen:Hierzu gehören Arzneimittel,die IhnenIhr

Arztverschreibt,einschließlich Benzodiazepine,starkeSchmerzmittel,Antipsychotika,

Phenobarbitalundsedierende (Müdigkeithervorrufende)Antihistaminika.

Arzneimittel,die denSerotoninspiegelerhöhen:Triptane,Tramadol,Tryptophan,

selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer(wiez.B.Paroxetin undFluoxetin),

Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer(wie z.B.Venlafaxin),trizyklische

Antidepressiva (wie z.B.Clomipramin,Amitriptylin),Pethidin,JohanniskrautundMAO-

Hemmer(wie z.B.Moclobemid und Linezolid).Diese Arzneimittelerhöhen die

Möglichkeitvon Nebenwirkungen.WennSienachEinnahmedieserArzneimittel

zusammen mitDuloxetinSTADAungewöhnliche Anzeichen an sich bemerken,müssen

Sie IhrenArztaufsuchen.

Orale AntikoagulantienoderThrombozytenaggregationshemmer:Arzneimittelzur

BlutverdünnungoderzurHemmungderBlutgerinnung.Diese Arzneimittelkönnten die

GefahrfürBlutungen erhöhen.

Einnahme vonDuloxetin STADAzusammen mitAlkohol

WährendderBehandlung mitDuloxetinSTADAsollten Sie besondersvorsichtig sein,

wenn Sie Alkoholtrinken.

SchwangerschaftundStillzeit

Wenn Sie schwangersind oderstillen,oderwenn Sie vermuten,schwangerzu sein oder

beabsichtigenschwangerzu werden,fragenSie vorderEinnahmediesesArzneimittels

Ihren ArztoderApothekerumRat.

Teilen Sie bitteIhremArztmit,wenn Sie:

-während derBehandlung mitDuloxetinSTADAschwangerwerden oderwenn Sie

beabsichtigenschwangerzuwerden.Sie dürfenDuloxetinSTADAnureinnehmen,

nachdemSiemitIhremArztübereinen möglichen Nutzen derBehandlung und

möglicheRisikenfürIhrungeborenesKind gesprochenhaben.

Bitte stellen Sie sicher,dassIhre Hebamme und/oderIhrArzt/IhreÄrztin darüber

informiertsind,dassSie mitDuloxetinSTADAbehandeltwerden.Ähnliche

Arzneimittelwie dieses(sogenannteSSRI)können,wenn sie während der

Schwangerschafteingenommenwerden,zueinerernsthaften

Gesundheitsbeeinträchtigung desNeugeborenenführen,die primäreoder

persistierendepulmonale Hypertonie desNeugeborenen(PPHN)genanntwird und

die sich darin zeigt,dassdasNeugeborene schnelleratmetund eine Blaufärbung der

Hautaufweist.Diese Symptome beginnennormalerweisewährend derersten 24

Stunden nachderGeburt.BittenehmenSie in einemsolchenFallsofortmitIhrer

Hebammeund/oderIhremArztKontaktauf.

WennSieDuloxetinSTADAgegenEndeIhrerSchwangerschafteinnehmenkann es

sein,dassIhrBabybeiderGeburtbestimmteSymptome zeigt.Diese beginnen

gewöhnlichunmittelbarnach derGeburtoderinnerhalb wenigerTagedanach.Zu

diesen Anzeichen gehören:schlaffeMuskulatur,Zittern,nervöse Unruhe,

Schwierigkeiten beimFüttern,ProblemebeimAtmen sowie Krampfanfälle.WennIhr

BabybeiderGeburteinesdieserSymptomezeigtoderwenn Sie sich umden

GesundheitszustandIhresBabyssorgen,fragenSie IhrenArztoderIhreHebamme

umRat.

-Teilen Sie IhremArztmit,wenn Sie stillen.Die AnwendungvonDuloxetinSTADAin

derStillzeitwird nichtempfohlen.Fragen SieIhren ArztoderApothekerumRat.

Verkehrstüchtigkeitund FähigkeitzumBedienen von Maschinen

DuloxetinSTADAkanndazu führen,dassSie sich müdeoderschwindligfühlen.Sie

dürfenkeinFahrzeugführen,keineWerkzeugeoderMaschinen bedienen,bevorSie

wissen,wieDuloxetinSTADAbeiIhnen wirkt.

DuloxetinSTADAenthältSucrose

Nehmen Sie diesesArzneimittelerstnachRücksprachemitIhremArztein,wenn Ihnen

bekanntist,dassSie untereinerUnverträglichkeitgegenüberbestimmten Zuckern

leiden.

3. WieistDuloxetin STADAeinzunehmen?

Nehmen Sie diesesArzneimittelimmergenaunach AbsprachemitIhremArztoder

Apothekerein.Fragen Sie beiIhremArztoderApothekernach,wenn Sie sich nicht

sichersind.

FallsvomArztnichtandersverordnet,istdie übliche DosisvonDuloxetinSTADA

zweimaltäglich 40mg (amMorgenund amspäten Nachmittagoderfrühen Abend).Ihr

Arztkann entscheiden,Ihre Behandlungmit20mgzweimaltäglich in den ersten zwei

Wochen zu beginnen,bevordie Dosisaufzweimaltäglich 40mgerhöhtwird.

DuloxetinSTADAistzumEinnehmenbestimmt.SchluckenSie Ihre Kapselunzerkaut

mitWasser.

DuloxetinSTADAkannunabhängigvon denMahlzeiten eingenommen werden.

DamitSieandie Einnahme vonDuloxetin STADAdenken,istesfürSiemöglicherweise

einfacher,wenn Sie dieHartkapselntäglich etwa zu dengleichen Zeiteneinnehmen.

Beenden Sie dieTherapie oderändernSie Ihre DosismitDuloxetin STADAnichtohne

RücksprachemitIhremArzt.Eine ordnungsgemäße Behandlung IhrerErkrankungist

wichtig,umIhnen zu helfen,sichbesserzufühlen.Ohne Behandlungkannessein,dass

IhrZustandsich nichtverbessert,sondern verschlechtert,undeine spätere Behandlung

erschwert.

Wenn Sieeine größereMengeDuloxetin STADAeingenommen haben,als Sie

sollten

Sollten Sie mehrDuloxetinSTADAalsvorgesehen eingenommen haben,setzen Sie

sich bitteunverzüglich mitIhremArztoderApothekerin Verbindung.Zu den Symptomen

einerÜberdosierung zählen Schläfrigkeit,Koma,Serotonin-Syndrom(eineseltene

Reaktion,die zuGlücksgefühlen,Benommenheit,Schwerfälligkeit,Rastlosigkeit,dem

Gefühlbetrunken zu sein,Fieber,Schwitzen odersteifen Muskelnführenkann),

Krampfanfälle,Erbrechen und schnellerHerzschlag.

Wenn Siedie Einnahme vonDuloxetinSTADAvergessen haben

Wenn Sie vergessenhaben eine Dosiseinzunehmen,dann holenSie diese sobald es

Ihnen auffälltnach.Istaberinzwischen schon Zeitfürdie nächsteDosis,dannfahren

Sie beiderEinnahmewiegewohntfort,ohnedievergesseneKapselzusätzlich

einzunehmen.NehmenSie nichtdie doppelteDosisein,wenn Sie die vorherige

Einnahme vergessen haben.Nehmen Sie nichtmehralsdieIhnen verschriebene

Tagesmenge anDuloxetinSTADAein.

Wenn Siedie Einnahme vonDuloxetinSTADAabbrechen

Beenden Sie die Einnahme derHartkapselnnichtohne denRatIhresArztes,auchnicht,

wenn Sie sich besserfühlen.WennIhrArztderMeinungist,dassSieDuloxetinSTADA

nichtlängerbenötigen,dann wird erIhreDosislangsamüber2Wochen verringern.

Einige Patientinnen,dieplötzlich die Einnahme vonDuloxetinnach mehrals1-wöchiger

Behandlungsdauerbeendeten,zeigtenSymptome wie:

-Schwindel,kribbelndesGefühlwie Ameisenlaufen oderEmpfindungenähnlich einem

elektrischen Schlag (vorallemimKopf),Schlafstörungen(lebhafteTräume,

Albträume,Schlaflosigkeit),Müdigkeit,Schläfrigkeit,Gefühlvon Unruhe oder

Erregtheit,Angstgefühle,ÜbelkeitoderErbrechen,Zittern(Tremor),Kopfschmerzen,

Muskelschmerzen,Reizbarkeit,Durchfall,übermäßigesSchwitzen oder

Drehschwindel.

Diese Beschwerden sind normalerweise nichtschwerwiegend und verschwinden

innerhalb einigerTage.Fragen Sie aberIhrenArztumRat,wenn beiIhnen

Beschwerden auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zurAnwendungdiesesArzneimittelshaben,wenden Sie sich

an Ihren ArztoderApotheker.

4.WelcheNebenwirkungen sindmöglich?

Wiealle Arzneimittelkann auch diesesArzneimittelNebenwirkungenhaben,die aber

nichtbeijedemauftretenmüssen.Diese Nebenwirkungen sindnormalerweise leichtbis

mittelschwerausgeprägtund verschwinden oftnach kurzerZeit.

SehrhäufigeNebenwirkungen(kannmehrals1von 10 Behandelten betreffen)

-Übelkeit,Mundtrockenheit,Verstopfung

-Müdigkeit

HäufigeNebenwirkungen (kannbiszu 1 von 10Behandelten betreffen)

-verminderterAppetit

-Schlafstörungen,sich aufgeregtfühlen,vermindertessexuellesVerlangen,Angst,

einen schlechten Schlafhaben

-Kopfschmerzen,Schwindel,sich antriebslosfühlen,sichschläfrigfühlen,Zittern,

Taubheitsgefühl,einschließlich TaubheitsgefühloderKribbeln derHaut

-verschwommenesSehen

-sich schwindligfühlen oderDrehschwindel

-erhöhterBlutdruck,Erröten

-Durchfall,Bauchschmerzen,Übelkeit(Erbrechen),Sodbrennenoder

Verdauungsstörungen

-vermehrtesSchwitzen

-Schwäche,Schüttelfrost

Gelegentliche Nebenwirkungen(kannbiszu1 von 100 Behandeltenbetreffen)

-Halsentzündung,dieHeiserkeitverursacht

-Allergische Reaktionen

-verminderteSchilddrüsenfunktion,die MüdigkeitoderGewichtszunahme verursachen

kann

-Flüssigkeitsverlust

-Zähneknirschen oderZusammenbeißen derZähne,sichverwirrtfühlen,

Antriebslosigkeit,SchwierigkeitenoderUnvermögen einen Orgasmuszu bekommen,

ungewöhnliche Träume

-Gefühlvon Nervosität,Konzentrationsstörung,Geschmacksstörung,schlechter

Schlaf

-vergrößertePupillen (die dunkle Stelle in derMitte desAuges),Sehstörungen,Gefühl

trockenerAugen

-Tinnitus(Wahrnehmungvon Ohrgeräuschen ohne ein tatsächlichesvorhandenes

Geräusch),Ohrenschmerzen

-Herzklopfen,schnellerund/oderunregelmäßigerHerzschlag

-Ohnmacht

-vermehrtesGähnen

-blutigesErbrechen oderschwarze teerigeStühle,Magen-Darm-Entzündung,

Entzündungen imMund,Aufstoßen,Schwierigkeiten beimSchlucken,Blähungen,

Mundgeruch

-Leberentzündung,diezu Bauchschmerzen und zurGelbfärbung derHautoderdes

WeißendesAugesführen kann

-(juckender)Ausschlag,nächtlichesSchwitzen,Nesselsucht,kalterSchweiß,erhöhte

Neigungzu Blutergüssen

-Muskelschmerzen,Muskelverhärtung,Muskelkrämpfe,Krämpfe derKaumuskulatur

-Schwierigkeiten Harn lassen zukönnen,Schmerzen beimHarn lassen,nächtliches

Harn lassen,häufigerHarndrang,ungewöhnlicherHarngeruch

-ungewöhnliche Vaginalblutungen,menopausale Symptome

-Brustschmerzen,Kältegefühl,Durst,Hitzegefühl

-Gewichtsabnahme,Gewichtszunahme

-DuloxetinSTADAkannunerwünschteWirkungenhaben,die Sie nichtbemerken,wie

z.B.Erhöhung derLeberwerte oderderBlutspiegelvon Kalium,

Kreatinphosphokinase,Zuckerodervon Cholesterin.

Seltene Nebenwirkungen (kannbiszu 1 von 1000 Behandelten betreffen)

-schwere allergische Reaktion,dieAtembeschwerden oderSchwindelverursachtmit

AnschwellungderZungeoderderLippen

-niedrige Natrium-Blutspiegel(hauptsächlich beiälterenPatienten).Anzeichen hierfür

könnensein:Gefühle von Schwindel,Schwäche,Verwirrtheit,Schläfrigkeitoder

starkerMüdigkeitodersichkrankfühlen oderkranksein.Schwerwiegendere

Symptomesind Ohnmacht,Krampfanfälle oderStürze,Syndromderinadäquaten

Sekretion desantidiuretischenHormons(SIADH)

-SuizidalesVerhalten,Suizidgedanken,Manie (Überaktivität,rasendeGedankenund

vermindertesSchlafbedürfnis),Sinnestäuschungen,Aggression undWut

-„Serotonin-Syndrom“(eine seltene Reaktion,diezu Glücksgefühlen,Benommenheit,

Schwerfälligkeit,Rastlosigkeit,demGefühlbetrunkenzu sein,Fieber,Schwitzen oder

steifenMuskelnführen kann),Krampfanfälle,plötzliche ungewollte Muskelkrämpfe

oderMuskelzuckungen,Empfindungen von innererUnruheoderUnvermögenstillzu

sitzen bzw.stillzu stehen,SchwierigkeitenbeiderKontrolle von Körperbewegungen,

z.B.KoordinationsstörungenoderungewollteMuskelbewegungen,Syndromder

unruhigenBeine

-erhöhterAugeninnendruck(Glaukom)

-Schwindel,BenommenheitoderOhnmacht(besondersnachdemAufstehen),kalte

Fingerund/oderZehen

-EngegefühlimHals,Nasenbluten

-hellrotesBlutimStuhl

-Leberversagen,GelbfärbungderHautoderdesWeißendesAuges(Gelbsucht)

-Stevens-Johnson-Syndrom,(schwere Erkrankung mitBlasenbildungaufHaut,Mund,

Augen undGenitalien),schwere allergische Reaktion die ein plötzlichesAnschwellen

desGesichtsoderdesRachenraums(Angioödem)verursacht,

Lichtüberempfindlichkeit

-Muskelzuckungen

-SchwierigkeitenbeimoderUnfähigkeitzumHarnlassen,vermehrte

Harnausscheidung,verminderterHarnfluss

-unregelmäßigeMenstruation,einschließlich schwerer,schmerzhafter,

unregelmäßigeroderverlängerterMenstruationsblutungen,ungewöhnlich schwache

oderausbleibende Menstruationsblutungen,abnormeMilchsekretion ausder

Brustdrüse

-Stürze (hauptsächlich beiälteren Patienten),ungewohnterGang

SehrselteneNebenwirkungen(kannbiszu 1 von 10000 Behandeltenbetreffen)

- Entzündung derBlutgefäße in derHaut(kutaneVaskulitis).

Meldungvon Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungenbemerken,wenden Sie sich anIhrenArztoderApotheker.

DiesgiltauchfürNebenwirkungen,dienichtin dieserPackungsbeilage angegebensind.

Sie könnenNebenwirkungenauch direktdemBundesinstitutfürArzneimittelund

Medizinprodukte,Abt.Pharmakovigilanz,Kurt-Georg-KiesingerAllee3,D-53175 Bonn,

Website:www.bfarm.deanzeigen.

IndemSie Nebenwirkungenmelden,könnenSiedazu beitragen,dassmehr

Informationen überdie SicherheitdiesesArzneimittelszurVerfügunggestelltwerden.

5. WieistDuloxetin STADAaufzubewahren?

Bewahren Sie diesesArzneimittelfürKinderunzugänglich auf.

Sie dürfendiesesArzneimittelnach demaufUmkartonundderBlisterpackung

angegebenenVerfalldatumnichtmehrverwenden.DasVerfalldatumbeziehtsichauf

den letztenTag desangegebenenMonats.

FürdiesesArzneimittelsindbezüglichderTemperaturkeine besonderen

Lagerungsbedingungen erforderlich.

In derOriginalverpackung aufbewahren,umdenInhaltvorFeuchtigkeitzuschützen.

EntsorgenSie ArzneimittelnichtimAbwasser.FragenSie Ihren Apothekerwie das

Arzneimittelzu entsorgen ist,wenn Sie esnichtmehrverwenden.Sie tragendamitzum

SchutzderUmweltbei.

6.InhaltderPackungund weitere Informationen

WasDuloxetinSTADAenthält

-DerWirkstoffistDuloxetin.

Jedemagensaftresistente Hartkapselenthält40mgDuloxetin(alsHydrochlorid).

-Die sonstigen Bestandteile sind:

Kapselinhalt:Hypromellose,Hypromelloseacetatsuccinat,Sucrose,Zucker-Stärke-

Pellets,Talkum,Titandioxid (E171),Hyprolose

Kapselhülle:Gelatine,Titandioxid (E171),Indigocarmin (E132),Eisen(II,III)-oxid (E

172),Eisen(III)-hydroxid-oxidx H

O(E172),Eisen(III)-oxid (E172).

WieDuloxetin STADAaussiehtundInhaltderPackung

DuloxetinSTADAisteine magensaftresistenteHartkapsel.

Jede HartkapselenthältDuloxetinhydrochlorid in Formvonkleinen Kügelchen(Pellets),

die zumSchutzvorderMagensäure umhülltsind.

Duloxetin STADA40mgistHartkapselmitorange-farbenemUnterteilundblauem

Oberteil,miteinerLängevon 18 mm±1mmundeinerBreitevon 6,35mm±1mm,

gefüllt mit fastweißenmagensaftresistenten Pellets.

Duloxetin STADA40mgistin Packungenmit28und 98 Hartkapselnerhältlich.

PharmazeutischerUnternehmer

STADApharmGmbH

Stadastraße 2-18

61118 Bad Vilbel

Tel.:06101603-0

Fax:06101 603-259

Internet:www.stada.de

Hersteller

STADA ArzneimittelAG

Stadastraße 2-18

61118 Bad Vilbel

Deutschland

oder

ClonmelHealthcare Ltd.

WaterfordRoad

Clonmel,Co.Tipperary

Irland

DiesesArzneimittelistin denMitgliedsstaatendes Europäischen

Wirtschaftsraumes(EWR)unterdenfolgenden Bezeichnungenzugelassen:

Deutschland: DuloxetinSTADA40 mgmagensaftresistenteHartkapseln

Irland: Duloxetine Clonmel40mghard gastroresistantcapsules

Spanien: Duloxetina STADA40 mg cápsulasdurasgastroresistemtesEFG

Diese Packungsbeilagewurde zuletztüberarbeitetim{MM.JJJJ}

FACHINFORMATION

1.BEZEICHNUNGDESARZNEIMITTELS

DuloxetinSTADA20 mgmagensaftresistenteHartkapseln

DuloxetinSTADA40 mgmagensaftresistenteHartkapseln

2.QUALITATIVEUND QUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

Duloxetin STADA20 mg

JedemagensaftresistenteHartkapselenthält20mgDuloxetin(alsHydrochlorid).

SonstigerBestandteilmitbekannterWirkung:

Jede Hartkapselenthält44mg Sucrose.

Duloxetin STADA40 mg

JedemagensaftresistenteHartkapselenthält40mgDuloxetin(alsHydrochlorid).

SonstigerBestandteilmitbekannterWirkung:

JedeHartkapselenthält88mg Sucrose.

Vollständige Auflistung dersonstigen Bestandteile,siehe Abschnitt6.1.

3.DARREICHUNGSFORM

MagensaftresistenteHartkapsel

Duloxetin STADA20 mg

Blaue Hartkapsel,miteinerLängevon 14,3mm±1 mmundeinerBreitevon 5,32mm±1

mm,gefülltmitfastweißen magensaftresistentenPellets.

Duloxetin STADA40 mg

Hartkapselmitorange-farbenemUnterteilund blauemOberteil,miteinerLängevon 18

mm±1 mmundeinerBreite von 6,35mm±1mm,gefüllt mit fastweißen

magensaftresistenten Pellets.

4.KLINISCHEANGABEN

4.1Anwendungsgebiete

DuloxetinSTADAistangezeigtzurBehandlungvon Frauenmitmittelschwererbis

schwererBelastungs(harn)inkontinenz(englischStressUrinaryIncontinence–SUI).

DuloxetinSTADAwird angewendetbeiErwachsenen.

WeitereInformationensiehe Abschnitt5.1.

4.2Dosierung undArtderAnwendung

Dosierung

Die empfohlene DosisvonDuloxetinbeträgt40mg zweimaltäglich,die unabhängigvon

den Mahlzeiten eingenommenwerdenkann.Nach 2-4WochenmussdieBehandlung

derPatientinnen bezüglich Nutzen und Verträglichkeitüberprüftwerden.Manche

Patientinnenkönnenvon einerStartdosisvon zweimaltäglich 20mg in den ersten zwei

Behandlungswochen profitieren,bevoraufdie Zieldosisvonzweimaltäglich 40mg

erhöhtwird.Ein solchesAuftitrierenkanndasRisikovon unerwünschten Ereignissen,

insbesondere Übelkeitund Schwindel,zwarnichteliminieren,aberreduzieren.

Essindjedoch nurbegrenztDaten verfügbar,diedieWirksamkeitvonDuloxetin20 mg

zweimaltäglich belegen.

Die WirksamkeitvonDuloxetinwurde in placebokontrolliertenStudien nichtlängerals3

Monate untersucht.DerNutzen derBehandlungmussin regelmäßigenAbständen

überprüftwerden.

Eine Kombination vonDuloxetinmiteinemBeckenbodentrainings-Programmkann

wirkungsvollersein,alsjede einzelne Behandlungsmethodealleine.Eswird empfohlen,

ein begleitendesBeckenbodentraining in Betrachtzu ziehen.

Absetzen derBehandlung

AbruptesAbsetzenmussvermieden werden.Solldie BehandlungmitDuloxetinbeendet

werden,mussdie Dosisübermindestens2Wochen schrittweise reduziertwerden,um

dasRisikomöglicherAbsetzphänomene zuminimieren(siehe Abschnitte4.4und 4.8).

Wenn nachderReduktion derDosisodernachAbsetzen derBehandlungSymptome

auftreten,die nichttolerierbarsind,dannsolltein Erwägunggezogen werden,die

vorhergehendeDosiswiedereinzunehmen.Anschließend kannderArztdas

Ausschleichen derDosisfortsetzen,allerdingsineinerlangsameren Abstufung.

Besondere Patientengruppen

Ältere Patientinnen

Die Behandlungvon älteren Patientinnen solltemitVorsichterfolgen.

Leberfunktionsstörungen

DuloxetindarfnichtbeiFrauenmiteinerLebererkrankung,die zueiner

Leberfunktionseinschränkungführt,eingesetztwerden(siehe Abschnitte 4.3 und 5.2).

Nierenfunktionsstörungen

BeiPatientinnen mitleichterodermittelschwererNierenfunktionsstörung (Kreatinin-

Clearance 30 bis80ml/min)istkeineDosisanpassung notwendig.Duloxetin darfnicht

beiPatientinnenmitschwererNierenfunktionseinschränkung angewendetwerden

(Kreatinin-Clearance<30 ml/min;siehe Abschnitt4.3).

Kinderund Jugendliche

Die Sicherheitund dieWirksamkeitvon Duloxetin zurBehandlungeiner

Belastungs(harn)inkontinenzwurden nichtuntersucht.EsliegenkeineDaten vor.

ArtderAnwendung

ZumEinnehmen

4.3Gegenanzeigen

Überempfindlichkeitgegen denWirkstoffodereinen derinAbschnitt6.1 genannten

sonstigen Bestandteile.

Eine Lebererkrankung,die zu einerLeberfunktionseinschränkungführt(siehe Abschnitt

5.2).

Duloxetindarfnichtin Kombinationmitnichtselektiven,irreversiblen Monoaminoxidase-

Hemmern(MAO-Hemmern)angewendetwerden (siehe Abschnitt4.5).

Duloxetindarfnichtin KombinationmitCYP1A2-Inhibitoren,wie Fluvoxamin,

Ciprofloxacin oderEnoxacin angewendetwerden,dadie Kombination zu erhöhten

Plasmaspiegeln von Duloxetin führt(siehe Abschnitt4.5).

SchwereNierenfunktionseinschränkung(Kreatinin-Clearance <30ml/min)(siehe

Abschnitt4.4).

DerBeginn einerBehandlungmitDuloxetinistbeiPatientinnenmitunkontrolliertem

Bluthochdruck,derdie Patientinnen dermöglichen Gefahreinerhypertensiven Krise

aussetzen könnte,kontraindiziert(sieheAbschnitte4.4 und4.8).

4.4Besondere Warnhinweise und VorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

Manie und epileptischeKrampfanfälle

DuloxetindarfnurmitVorsichtbeiPatientinnenmitManie in derAnamnese,

diagnostizierterbipolareraffektiverStörung und/oderepileptischen Krampfanfällen

angewendetwerden.

Serotonin-Syndrom

BeiderBehandlungmitDuloxetin kann dasSerotonin-Syndrom,ein potentiell

lebensbedrohlicherZustand,auftreten,insbesondere beigleichzeitigerAnwendungvon

weiteren serotonergen Arzneimitteln (einschließlich SSRIs,SNRIs,trizyklische

Antidepressiva oderTriptane),mitArzneimitteln,die den Serotoninstoffwechsel

beeinträchtigen(wie z.B.MAO-Hemmer),odermitAntipsychotika oderanderen

Dopaminantagonisten,die die serotonergenNeurotransmittersysteme beeinflussen

könnten(siehe Abschnitte 4.3und 4.5).

Symptome desSerotonin-Syndromskönnen Veränderungen desmentalen Zustands(z.

B.Agitation,Halluzinationen,Koma),autonomeInstabilität(z.B.Tachykardie,labiler

Blutdruck,Hyperthermie),neuromuskuläre Veränderungen(z.B.Hyperreflexie,

Koordinationsstörungen)und/odergastrointestinale Symptome(z.B.Übelkeit,

Erbrechen,Durchfall)beinhalten.

Wenn eine KombinationvonDuloxetinmitanderen serotonergenArzneimitteln,welche

die serotonergen und/oderdopaminergen Neurotransmittersystemebeeinflussen

können,klinisch angezeigtist,wird eine sorgfältigeBeobachtung desPatienten

empfohlen,insbesondere zu Beginn derBehandlung und beieinerDosiserhöhung.

Johanniskraut

Nebenwirkungenkönnten häufigerauftreten,wennDuloxetinzusammen mitpflanzlichen

Zubereitungen angewendetwird,die Johanniskraut(Hypericumperforatum)enthalten.

Mydriasis

Mydriasiswurde imZusammenhangmitderDuloxetin-Einnahme berichtet.Deshalb ist

beiderVerschreibung von Duloxetin fürPatientinnen miterhöhtemAugeninnendruck

oderPatientinnenmiteinemRisikofürein akutesEngwinkelglaukomVorsichtgeboten.

BlutdruckundHerzfrequenz

Bei einigen Patientinnenstand Duloxetin in ZusammenhangmitBlutdruckanstiegenund

klinisch signifikantemBluthochdruck.DaskönnteaufdennoradrenergenEffektvon

Duloxetin zurückzuführen sein.Fälle von hypertensiven Krisen wurden im

ZusammenhangmitDuloxetin berichtet,besondersbeiPatientinnenmit

vorbestehendemBluthochdruck.Deshalb wird beiPatientinnenmitbekanntem

Bluthochdruckund/oderanderen Herzerkrankungen eine angemessene Überwachung

desBlutdrucksempfohlen,besonderswährend desersten Behandlungsmonats.

Duloxetin mussbeiPatientinnen,deren Zustanddurch eine erhöhteHerzfrequenzoder

einen erhöhtenBlutdruckbeeinträchtigtwerdenkönnte,mitVorsichtangewendet

werden.BeigleichzeitigerAnwendungmitArzneimitteln,die denMetabolismusvon

Duloxetin beeinträchtigtenkönnten,istVorsichtgeboten(siehe Abschnitt4.5).Bei

Patientinnen mitanhaltendemBlutdruckanstiegwährend derDuloxetin-Einnahme sollte

entwedereine Dosisreduktion oderein schrittweisesAbsetzen in Erwägunggezogen

werden(sieheAbschnitt4.8).

Nierenfunktionseinschränkung

Erhöhte Duloxetin-Plasmaspiegeltreten beiPatientinnen mitschwerer

Nierenfunktionseinschränkung auf,dieeine Hämodialyse erhalten(Kreatinin-Clearance

<30ml/min).BezüglichPatientinnen mitschwererNierenfunktionseinschränkungsiehe

Abschnitt4.3.BezüglichPatientinnen mitleichterodermittelschwerer

Nierenfunktionsstörung siehe Abschnitt4.2.

Blutungen

ImZusammenhang mitSSRI(engl.Selective Serotonin ReuptakeInhibitor)und SNRI

(engl.Serotonin/Noradrenaline ReuptakeInhibitor),einschließlich Duloxetin,wurden

Blutungenwie Ekchymosen,Purpuraundgastrointestinale Blutungenberichtet.Vorsicht

istgebotenbeiPatientinnen,die Antikoagulantien und/oderArzneimittelerhalten,die

bekanntermaßen dieThrombozytenfunktion beeinflussen(z.B.Nichtsteroidale

Antiphlogistika(NSAIDs)oderAcetylsalicylsäure (ASS)),und beiPatientinnen mit

bekannterBlutungsneigung.

Absetzen derBehandlung

Absetzphänomenetreten häufignach BeendenderBehandlungauf,insbesondere dann,

wenn dieBehandlungabruptbeendetwird (sieheAbschnitt4.8).Ineinerklinischen

Studie tratennach einemabrupten Behandlungsabbruch beietwa 44 %dermit

Duloxetin behandelten und 24%dermitPlacebobehandelten Patientenunerwünschte

Ereignisseauf.

DasRisikofürAbsetzsymptome beiSSRIsundSNRIskann aufverschiedenen Faktoren

beruhen,dazu zählen dieTherapiedauerund dieDosierungsowie derGrad der

Dosisreduktion.Die amhäufigsten berichteten Reaktionen sind in Abschnitt 4.8

aufgeführt.Die Symptomesind normalerweise leichtbismittelschwer,beieinigen

Patientenkönnensiejedoch auchschwerwiegend sein.Üblicherweise treten sie

innerhalb dererstenTage nach Absetzen auf.Sehrseltenwurde auchberichtet,dass

Absetzsymptome beiPatienten auftraten,die versehentlich eine einzelne Dosis

ausgelassenhatten.ImAllgemeinen sind dieseSymptomeselbstlimitierend und

verschwindengewöhnlich innerhalb von 2Wochen,obgleich sie beieinigen Patienten

auchlänger(2-3Monate odermehr)anhaltenkönnen.Deshalb wird empfohlen,

Duloxetin unterBerücksichtigungderBedürfnissedesPatienten langsamstufenweise

übereinen Zeitraumvonmindestens2Wochenauszuschleichen (siehe Abschnitt4.2).

Hyponatriämie

WährendderAnwendung vonDuloxetinwurden Hyponatriämien berichtet,einschließlich

Fälle miteinemNatriumspiegelimSerumvon unter110mmol/l.Hyponatriämiekann

Folge desSyndromsderinadäquaten ADHSekretion (engl.SyndromeofInappropriate

Anti-DiureticHormoneSecretion–SIADH)sein.Die MehrzahlderFälle von

Hyponatriämie wurde beiälterenPatientenberichtet,insbesonderewenn sie in

Zusammenhangmiteinerin derVergangenheitaufgetretenenodereinerPrädisposition

füreinen veränderten Flüssigkeitshaushaltauftraten.Vorsichtistgebotenbei

Patientinnen miterhöhtemRisikofürHyponatriämie,wie z.B.:älterePatientinnen,

Patientinnen mitZirrhoseoderdehydrierte Patientinnen oderPatientinnen,die mit

Diuretikabehandeltwerden.

Depression,Suizid/Suizidgedanken und Verhalten

ObwohlDuloxetinSTADA20 mgund40 mgnichtzurBehandlung derDepression

zugelassen sind,wird derWirkstoff(Duloxetin)auch alsAntidepressivumeingesetzt.

DepressiveErkrankungen sindmiteinemerhöhten Risikofürdie Auslösung von

Suizidgedanken,selbstschädigendemVerhaltenund Suizid (Suizid-bezogene

Ereignisse)verbunden.DieseserhöhteRisikobesteht,biseszu einersignifikanten

Linderung derSymptomekommt.Da diese nichtunbedingtschonwährend derersten

Behandlungswochen auftritt,sollten die PatientendaherbiszumEintritteinerBesserung

engmaschigüberwachtwerden.Die bisherigeklinische Erfahrungzeigt,dassdas

Suizidrisiko zu Beginn einerBehandlungansteigenkann.BeiPatientenmitsuizidalem

Verhalten in derAnamnese odersolchen,die vorderTherapie ausgeprägte

Suizidabsichten hatten,istdasRisikofürdieAuslösung von Suizidgedanken oder-

versuchen erhöht.Sie sollten daherwährend derBehandlungbesonderssorgfältig

überwachtwerden.EineMeta-Analyse von Placebo-kontrolliertenklinischen Studien zur

Anwendungvon Antidepressiva beiErwachsenen mitpsychiatrischenStörungenzeigte

beiPatienten unter25Jahren,die Antidepressiva einnahmen,einerhöhtesRisikofür

suizidalesVerhalten imVergleich zu Placebo.

Fälle von suizidalen Gedankenund suizidalemVerhalten während derTherapie mit

Duloxetin oderkurze Zeitnach BeendigungderBehandlungsindberichtetworden

(siehe Abschnitt4.8).

Ärzte solltenIhrePatientinnen ermuntern,dasAuftreten von deprimierenden Gedanken

oderGefühlensowie Symptomen einerDepression jederzeitmitdemArztzu

besprechen.WenneinePatientin während derDuloxetinSTADABehandlung eine

Agitation oderSymptome einerDepression entwickelt,mussein Facharztzu Rate

gezogenwerden,daDepression eine schwerwiegendeErkrankungist.Wenn

entschieden wird,miteinermedikamentösen antidepressiven Behandlung zu beginnen,

wird ein schrittweisesAbsetzen vonDuloxetinSTADAempfohlen(siehe Abschnitt4.2).

Arzneimittel,die Duloxetin enthalten

Duloxetinwird unterverschiedenen Handelsnamen in verschiedenenIndikationen

(Behandlung von Schmerzen beidiabetischerPolyneuropathie,Depression,

generalisierterAngststörung und Belastungs(harn)inkontinenz)angewendet.Die

gleichzeitige Anwendung von mehralseinemdieserArzneimittelsollte vermieden

werden.

Hepatitis/erhöhte Leberenzymwerte

UnterDuloxetin-Therapie wurden Fälle von Leberschädigung,einschließlich

schwerwiegenderErhöhung von Leberenzymwerten(>10-facheErhöhung gegenüber

den Normalwerten),HepatitisundGelbsuchtberichtet(sieheAbschnitt4.8).Die meisten

Fälle tratenin denerstenBehandlungsmonaten auf.Die FormderLeberschädigungwar

überwiegend hepatozellulär.Duloxetin solltemitVorsichtangewendetwerden bei

Patientinnen,dieeine Leberschädigunghabenoderdie andere Arzneimitteleinnehmen,

diezuLeberschädigung führenkönnen.

Akathisie/psychomotorische Unruhe

Die AnwendungvonDuloxetin wurde mitdemAuftreteneinerAkathisie inVerbindung

gebracht.Diese istdurcheine subjektivunangenehme oderbelastende Unruhe,

Bewegungsdrang,häufig begleitetvon demUnvermögen stillzu sitzen oderzu stehen,

gekennzeichnet.Diestrittvornehmlich inden erstenWochenderBehandlung auf.Bei

Patienten,die solche Symptome entwickeln,kann die Erhöhung derDosisnachteilig

sein.

Sucrose

DuloxetinSTADAenthältSucrose.Patientinnenmitderseltenen hereditären Fructose-

Intoleranz,Glucose-Galactose-Malabsorption oderSaccharase-Isomaltase-Mangel

solltendiesesArzneimittelnichteinnehmen.

Anwendung beiKindernund Jugendlichen unter18 Jahren

DuloxetinSTADAdarfbeiKindern und Jugendlichen unter18Jahrennichtangewendet

werden.SuizidalesVerhalten (Suizidversuche und–gedanken)und Feindseligkeit

(hauptsächlich Aggression,herausforderndesVerhalten undZorn)wurden inklinischen

StudienmitKindern und JugendlichenhäufigeruntereinerTherapie mitAntidepressiva

beobachtetalsunterPlacebo.Wird aufgrundeinerklinischen Notwendigkeitdennochdie

Entscheidung zurBehandlunggetroffen,mussderPatientsorgfältig aufAnzeichen von

suizidalen Symptomen überwachtwerden.Weiterhinfehlen LangzeitdatenzurSicherheit

beiKindern und Jugendlichen unter18Jahren hinsichtlich desWachstums,der

körperlichen Entwicklung sowie derEntwicklungvon Kognition und Verhalten.

4.5Wechselwirkungen mitanderenArzneimittelnundsonstige

Wechselwirkungen

Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer):WegendesRisikoseinesSerotonin-

SyndromsdarfDuloxetin nichtinKombinationmitnichtselektiven,irreversiblen

Monoaminoxidase-Hemmern(MAO-Hemmern)oderinnerhalb derersten14Tage nach

BeendigungderBehandlung miteinemMAO-Hemmereingenommenwerden.Aufgrund

derHalbwertszeitvon Duloxetin müssenmindestens5TagenachBeendigung der

DuloxetinSTADAEinnahme vergehen,bevormitderEinnahme einesMAO-Hemmers

begonnenwird (siehe Abschnitt4.3).

Die Kombination vonDuloxetinmiteinemselektiven,reversiblenMAO-Hemmer wie

Moclobemid wird nichtempfohlen(siehe Abschnitt4.4).DasAntibiotikumLinezolid ist

ein reversibler,nicht-selektiverMAO-Hemmerundsollte beiPatienten,diemitDuloxetin

STADAbehandeltwerden,nichtangewendetwerden (siehe Abschnitt4.4).

CYP1A2 Inhibitoren:DaCYP1A2 amMetabolismusvon Duloxetin beteiligtist,istes

wahrscheinlich,dasseinegleichzeitige Anwendung vonDuloxetinmitstarkenCYP1A2

Inhibitoren zu einerhöheren Konzentration von Duloxetin führenkann.Fluvoxamin(100

mgeinmaltäglich),ein potenterInhibitorvon CYP1A2,senkte die Plasma-Clearance von

Duloxetin um77%underhöhtedie AUC

0-t umdas6fache.Deshalb darfDuloxetin

STADAnichtgleichzeitigmiteinempotentenInhibitorvon CYP1A2,wie Fluvoxamin,

angewendetwerden(siehe Abschnitt4.3).

ZNSwirksameArzneimittel:BeiKombination vonDuloxetinmitanderenzentral

wirksamen ArzneimittelnoderSubstanzen,einschließlich Alkoholund Sedativa (z.B.

Benzodiazepine,Opiode,Antipsychotika,Phenobarbital,sedative Antihistaminika)ist

Vorsichtgeboten.

SerotonergeArzneimittel:In seltenen Fällen wurde ein Serotonin-SyndrombeiPatienten

berichtet,diegleichzeitigSSRIs/SNRIsmitserotonergen Arzneimitteln eingenommen

haben.Vorsichtistgeboten,wennDuloxetingleichzeitigmitserotonergenArzneimitteln

wieSSRIs,SNRIs,trizyklischenAntidepressiva(wieClomipraminoderAmitriptylin),

MAO-Hemmern(wie Moclobemid oderLinezolid),Johanniskraut(Hypericumperforatum)

oderTriptanen,Tramadol,PethidinundTryptophan eingenommen wird (siehe Abschnitt

4.4).

Wirkungenvon DuloxetinaufandereArzneimittel

ÜberCYP1A2 metabolisierteArzneimittel:Die PharmakokinetikvonTheophyllin,einem

CYP1A2 Substrat,wurde durchdiegleichzeitigeGabe von Duloxetin (60mgzweimal

täglich)nichtsignifikantbeeinträchtigt.

ÜberCYP2D6 metabolisierteArzneimittel:Duloxetin istein moderaterInhibitorvon

CYP2D6.BeiAnwendung von Duloxetin in einerDosierung von zweimaltäglich 60mg

und einerEinzeldosisDesipramin,einemCYP2D6 Substrat,erhöhtesichdie AUCvon

Desipramin umdas3fache.Diegleichzeitige Anwendungvon Duloxetin (40 mg zweimal

täglich)erhöhtedie SteadyState AUCvonTolterodin (2mgzweimaltäglich)um71%,

beeinflusste aberdiePharmakokinetikseinesaktiven 5-Hydroxy-Metaboliten nicht.Es

wirdkeine Dosisanpassung empfohlen.Vorsichtistgeboten,wenn Duloxetin zusammen

mitArzneimitteln angewendetwird,die vorwiegend überCYP2D6 metabolisiertwerden,

(z.B.:Risperidon undtrizyklische Antidepressiva(TZA)wie Nortriptylin,Amitriptylin und

Imipramin)insbesondere,wenn diese einegeringe therapeutischeBreiteaufweisen (wie

z.B.Flecainid,Propafenonund Metoprolol).

Orale Kontrazeptiva undandere steroidale Arzneimittel:Ergebnissevon in vitro

Untersuchungenzeigen,dassDuloxetin diekatalytischeAktivitätvon CYP3Anicht

induziert.Spezifische invivo Arzneimittelwechselwirkungsstudien wurdennicht

durchgeführt.

Antikoagulantien und Thrombozytenaggregationshemmer:Die gleichzeitigeAnwendung

von Duloxetin und Antikoagulantien oderThrombozytenaggregationshemmerndarf

aufgrunddererhöhten Blutungsgefahr,die aufeine pharmakodynamischeInteraktion

zurückzuführenist,nurmitVorsichterfolgen.BeigleichzeitigerGabe vonDuloxetin bei

Patienten,diemitWarfarin behandeltwurden,wurden erhöhteGerinnungswerte (INR)

berichtet.Diegleichzeitige Gabevon Duloxetin undWarfarin unterSteadyState-

Bedingungen imRahmen einerklinisch-pharmakologischen Studie beigesunden

Probanden zeigtejedochkeineklinisch signifikante Veränderung derINRimVergleich

zumAusgangswertoderderPharmakokinetikvon R-oderS-Warfarin.

Wirkungenvon anderenArzneimitteln aufDuloxetin

Antazida und H2-Antagonisten:Die gleichzeitige AnwendungvonDuloxetinund

Aluminium-und Magnesium-haltigenAntazida oderFamotidin,hattekeinen signifikanten

EinflussaufdasAusmaßoderdie GeschwindigkeitderResorption von Duloxetin nach

oralerGabe einer40mgDosis.

CYP1A2 Induktoren:Pharmakokinetische Analysen habengezeigt,dassRaucherim

Vergleich zu Nichtrauchern eine umnahezu 50%reduzierte Plasmakonzentration von

Duloxetin aufwiesen.

4.6Fertilität,SchwangerschaftundStillzeit

Fertilität

Duloxetin zeigtekeineWirkung aufdiemännlicheFertilität.DieWirkungaufdie

weibliche Fertilitätwurde nurbeiDosen,die zurmaternalenToxizitätführten,

nachgewiesen.

Schwangerschaft

Esliegenkeine hinreichenden Daten zurAnwendung von Duloxetin beiSchwangeren

vor.

Tierexperimentelle Studien haben Reproduktionstoxizitätbeieinersystemischen

Exposition (AUC)von Duloxetin,die unterhalbdermaximalenklinischen Exposition lag,

gezeigt(siehe Abschnitt5.3).

Daspotentielle Risikofürden Menschen istnichtbekannt.

Daten ausepidemiologischen Studien deutendaraufhin,dassdie Anwendung von

Selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Inhibitoren (SSRI)in derSchwangerschaft,

insbesondere imspätenStadiumeinerSchwangerschaft,dasRisikofürdasAuftreten

einerprimären pulmonalen Hypertonie beiNeugeborenen(PPHN,auchpersistierende

pulmonale Hypertoniegenannt)erhöhenkann.Obwohleskeine Studiengibt,dieeinen

Zusammenhangzwischen derBehandlung mitSNRIund demAuftretenvon PPHN

untersuchthaben,kann diesespotentielleRisikofürDuloxetin nichtausgeschlossen

werden,wenn man denzugehörigenWirkmechanismus(InhibitionderWiederaufnahme

von Serotonin)berücksichtigt.

Entzugssymptome beiNeugeborenenkönnenauftreten,wenn die Mutterkurzvordem

Entbindungstermin Duloxetin eingenommen hat.Zu diesen Entzugssymptomen,die im

ZusammenhangmitderDuloxetin-Einnahmebeobachtetwurden,könnenHypotonie,

Tremor,nervöse Unruhe,SchwierigkeitenbeimFüttern,Atemnotund zerebrale

Krampfanfällegehören.In derMehrzahlderFälletraten diese entwederbeider

Entbindung oderinnerhalb wenigerTage danachauf.

Duloxetindarfwährend derSchwangerschaftnureingenommenwerden,wenn der

potentielle Nutzendaspotentielle RisikofürdenFötusrechtfertigt.Frauen sollten

angewiesen werden,ihren Arztdavon in Kenntniszu setzen,wenn sie schwanger

werden oderwenn sie beabsichtigen,während derTherapie schwangerzu werden.

Stillzeit

Basierend aufeinerStudie mit6 laktierenden Frauen,die ihreKindernichtgestillthaben,

gehtDuloxetin nurinsehrgeringerMenge indieMuttermilch über.

Die voneinemSäuglingprokg KörpergewichtaufgenommeneMenge,liegtbeietwa

0,14%dervon derMuttereingenommenenDosis(sieheAbschnitt5.2).Dakeine

Information überdie Sicherheitvon Duloxetin beiSäuglingenund Kindernvorliegtwird

die AnwendungvonDuloxetinwährend derStillzeitnichtempfohlen.

4.7AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitund dieFähigkeitzumBedienen

von Maschinen

Eswurdenkeine Studienzu den Auswirkungenaufdie Verkehrstüchtigkeitunddie

FähigkeitzumBedienenvonMaschinen durchgeführt.MitderAnwendung vonDuloxetin

kannmöglicherweise Müdigkeitund Schwindeleinhergehen.Patientensollten darauf

hingewiesen werden,dasssie imFalle einesAuftretensvon Müdigkeitund Schwindel

potentiellgefährlicheTätigkeiten,wie z.B.dasFühren von Fahrzeugen oderdas

Bedienen vonMaschinen vermeiden sollen.

4.8Nebenwirkungen

ZusammenfassungdesNebenwirkungsprofils

Die amhäufigstenberichtetenNebenwirkungen beiPatientinnen,die inklinischen

Studien zu SUIundzu anderen ErkrankungendesunterenHarntraktesmitDuloxetin

behandeltwurden,waren Übelkeit,Mundtrockenheit,MüdigkeitundObstipation.Die

Analyse derDaten ausvierplacebokontrolliertenklinischen Studienüberjeweils12

Wochen anPatientinnenmitBelastungsinkontinenzmitinsgesamt958 Patientinnen,die

Duloxetin und 955 Patientinnen,die Placeboerhielten,zeigte,dassdie berichteten

Nebenwirkungenmeistensinnerhalb dererstenBehandlungswoche auftraten.Die

häufigsten unerwünschtenWirkungenwaren jedoch in derMehrzahlleichtbis

mittelschwerundverschwanden innerhalb von 30Tagen nachihremAuftreten(z.B.

Übelkeit).

Tabellarische Zusammenfassung derNebenwirkungen

Tabelle 1 beinhaltetNebenwirkungenausSpontanberichtensowie aus

placebokontrolliertenklinischen Studien(insgesamt8241 Patienten,von denen 4504

Patienten Duloxetin und3737 Placebo erhielten)zurBehandlungvon

Belastungs(harn)inkontinenzund anderenErkrankungendesunteren Harntraktes.

Tabelle 1:Nebenwirkungen

Häufigkeitsei nteilung:Sehrhäufig(≥1/10),häufig(≥1/100bis<1/10),gelegentlich

(≥1/1000bis<1/100),selten(≥1/10000bis<1/1.000),sehrselten(<1/10000).

Innerhalb jederHäufigkeitsgruppewerden die Nebenwirkungennach abnehmendem

Schweregrad angegeben.

Sehrhäufig Häufig Gelegentlich Selten Sehrselten

Infektionen undparasitäre Erkrankungen

Laryngitis

ErkrankungendesImmunsystems

Überempfindlichkeits-

reaktion Anaphylaktische

Reaktion

Endokrine Erkrankungen

Hypothyreose

Stoffwechsel-undErnährungsstörungen

Verminderter

Appetit Dehydratation

Hyperglykämie

(hauptsächlich bei

Diabetes-Patienten

berichtet)

Hyponatriämie

SIADH(Syndrom

derinadäquaten

ADH-Sekretion) 6

PsychiatrischeErkrankungen

Schlaflosigkeit

Agitiertheit

Libido-

verminderung

Angst

Schlaf-

störungen

Zähneknirschen

Verwirrtheit

Apathie

AnormalerOrgasmus

Anormale Träume Suizidales

Verhalten 5

Suizidgedanken 5,7

Manie 6

Halluzinationen

Aggression und

ErkrankungendesNervensystems

Kopf-

schmerzen

Schwindel

Lethargie

Schläfrigkeit

Tremor

Parästhesien Nervosität

Aufmerksamkeitsstörung

Geschmacksstörung

SchlechterSchlaf Serotonin-Syndrom 6

Krampfanfälle 1,6

Myoklonus

Akathisie 6

Psychomotorische

Unruhe 6

Extrapyramidale

Symptome 6

Sehrhäufig Häufig Gelegentlich Selten Sehrselten

Dyskinesie

RestlessLegs-

Syndrom

Augenerkrankungen

Unscharfes

Sehen Mydriasis

Sehstörungen

TrockenesAuge Glaukom

ErkrankungendesOhrsund desLabyrinths

Vertigo Tinnitus 1

Ohrenschmerzen

Herzerkrankungen

Herzklopfen

Tachykardie

Supraventrikuläre

Arrhythmien,

überwiegend

Vorhofflimmern 6

Gefäßerkrankungen

Hypertonie 3,7

Erröten Synkope 2

Blutdruckanstieg 3

Hypertensive Krise 3

Orthostatische

Hypotension 2

Kalte Extremitäten

ErkrankungenderAtemwege,desBrustraumsund Mediastinums

Gähnen Engegefühlim

Rachen

Epistaxis

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Übelkeit

Mund-

trockenheit

Obstipation Diarrhoe

Abdominal-

schmerzen

Erbrechen

Dyspepsie

Gastrointestinale

Blutungen 7

Gastroenteritis

Stomatitis

Aufstoßen

Gastritis

Dysphagie

Flatulenz

Hämatochezie

Leber-und Gallenerkrankungen

Hepatitis 3

Erhöhte Leberenzymwerte

(ALT,AST,alkalische

Phosphatase)

Akute Leberschädigung Leberinsuffizienz 6

Ikterus 6

ErkrankungenderHautund desUnterhautzellgewebes

Vermehrtes

Schwitzen

Hautausschlag

Nachtschweiß

Urtikaria

Kontakt-Dermatitis

KalterSchweiß

Erhöhte Neigungzu

Blutergüssen Stevens-Johnson-

Syndrom 6

Angioödem 6

Lichtüberempfindlich

keitderHaut

Kutane

Vaskulitis

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-undKnochenerkrankungen

Muskuloskeletale

Schmerzen

Muskelsteifigkeit

Muskelkrämpfe Krampf

derKaumuskulatur Muskelzuckungen

ErkrankungenderNieren und Harnwege

Harnverzögerung

Dysurie

Nykturie

Pollakisurie

AbnormalerUringeruch Harnverhalten 6

Polyurie

Verminderter

Harnfluss

ErkrankungenderGeschlechtsorganeund derBrustdrüse

Gynäkologische

Blutungen

Menopausale Symptome Menstruations-

störungen

Galaktorrhoe

Hyperprolaktinämie

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden amVerabreichungsort

Müdigkeit Asthenie

Schüttelfrost Brustschmerzen 7

Stürze 8

Unbehagen

Kältegefühl

Durst

Unwohlsein

Hitzegefühl

Gangstörung

Untersuchungen

Gewichtsabnahme

Gewichtszunahme

Erhöhter

CholesterinspiegelimBlut

Kreatininphosphokinase-

Anstieg imBlut

Erhöhter

Kaliumspiegel im

Blut

1

Eswurden auch nach Absetzen derTherapie Fälle von Krampfanfällen und Fälle von

Tinnitusberichtet.

2 Fällevon orthostatischerHypotension und Synkope wurden besonderszu Beginnder

Therapie berichtet.

3 Siehe Abschnitt4.4.

4 Eswurden Fälle von Aggression undWutinsbesondere zuBeginn odernach Absetzen

derTherapieberichtet.

5 Fällevon suizidalen GedankenundsuizidalemVerhalten während derTherapie mit

Duloxetin oderkurze Zeitnach BeendigungderBehandlungsindberichtetworden

(siehe Abschnitt4.4).

6 Geschätzte Häufigkeitanhand von Nebenwirkungsberichtennach Markteinführung;nicht

in placebokontrolliertenklinischen Studien beobachtet.

7 Statistisch nichtsignifikantandersalsPlacebo.

8 Stürze traten beiälteren Patienten( ≥65 Jahre)häufigerauf.

Beschreibung einzelnerbestimmterNebenwirkungen

DasAbsetzen (besondersabruptesAbsetzen)von Duloxetin führthäufig zu

Absetzphänomenen.Schwindel,sensorischeBeeinträchtigungen(Parästhesien oder

Empfindungen ähnlich einemelektrischenSchlag,insbesondere imKopf),

Schlafstörungen(einschließlich Schlaflosigkeitund intensivesTräumen),Müdigkeit,

Somnolenz,AgitiertheitoderÄngstlichkeit,Übelkeitund/oderErbrechen,Tremor,

Kopfschmerzen,Myalgie,Reizbarkeit,Diarrhoe,vermehrtesSchwitzen und

Drehschwindelsind die amhäufigstenberichtetenReaktionen.

ImAllgemeinensindfürSSRIsund SNRIsdieseEreignisseleichtbismittelschwerund

selbstlimitierend,beieinigenPatientenjedoch schwerund/oderlängerandauernd.Ist

eine Duloxetintherapie nichtmehrnotwendig,wird daherein Ausschleichen in Form

einerschrittweisen Dosisreduktion empfohlen (siehe Abschnitte4.2 und4.4).

Die herzfrequenzkorrigiertenQT-Intervalle dermitDuloxetin behandeltenPatienten

unterschiedensich nichtvon denen dermitPlacebo behandelten Patienten.Eswurden

keineklinisch signifikanten Unterschiede zwischen mitDuloxetin und mitPlacebo

behandelten Patientenbeiden Messintervallen QT,PR,QRS,QTcBbeobachtet.

Währendder12-wöchigen akutenPhase von dreiDuloxetin-Studien beiPatientenmit

Schmerzen beidiabetischerNeuropathie,wurden beimitDuloxetin behandelten

Patienten,geringfügigeaberstatistisch signifikante Erhöhungender

Nüchternblutzuckerwertebeobachtet.Die HbA

-Werte waren sowohlbeiDuloxetin-als

auch Placebobehandlung stabil.Inden biszu 52Wochen dauernden

VerlängerungsphasendieserStudien wurde eineErhöhung derHbA

-Werteinbeiden

Patientengruppen(Duloxetin-und Standardbehandlung)beobachtet,wobeidie mittlere

Erhöhung beimitDuloxetin behandeltenPatienten um0,3%stärkerausgeprägtwar.

DesWeiterentrateinegeringfügigeErhöhung derNüchternblutzucker-und

GesamtcholesterinwerteinderDuloxetin-Gruppeauf.BeiStandardbehandlungzeigten

dieseWerte einenleichten Rückgang.

Meldungdes Verdachts aufNebenwirkungen

Die MeldungdesVerdachtsaufNebenwirkungennach derZulassungistvongroßer

Wichtigkeit.Sie ermöglichteinekontinuierliche ÜberwachungdesNutzen-Risiko-

VerhältnissesdesArzneimittels.

Angehörigevon Gesundheitsberufensind aufgefordert,jedenVerdachtsfalleiner

NebenwirkungdemBundesinstitutfürArzneimittelund Medizinprodukte,Abt.

Pharmakovigilanz,Kurt-Georg-KiesingerAllee 3,D-53175Bonn,Website:

www.bfarm.deanzuzeigen.

4.9Überdosierung

Fälle von Überdosierung mit5400mg Duloxetinwurden allein oderin Kombinationmit

anderen Arzneimitteln berichtet.EinigeTodesfälle sind aufgetreten,überwiegendbei

Überdosierungin Kombination mitanderen Arzneimitteln,aberauchmitDuloxetin allein

beieinerDosierung von ungefähr1000mg.Anzeichen und Symptome der

Überdosierung(Duloxetin alleine oderin Kombination mitanderen Arzneimitteln)

beinhalteten dasAuftreten von Schläfrigkeit,Koma,Serotonin-Syndrom,zerebralen

Krampfanfällen,Erbrechen undTachykardie.

EsistkeinspezifischesAntidotfürDuloxetin bekannt,solltejedochein Serotonin-

Syndromauftreten,kanneine entsprechendeBehandlung(mitz.B.Cyproheptadin

und/oderTemperaturkontrolle)in Erwägunggezogenwerden.Die Aufrechterhaltung der

Atmung sollte sichergestelltwerden.Die Überwachung derHerz-undVitalfunktionen

wird empfohlen,nebenweiteren angemessenensymptomatischen undunterstützenden

Maßnahmen.Eine Magenspülungkann sinnvollsein,wenn sie bald nachderEinnahme

oderbeisymptomatischen Patientinnen durchgeführtwird.Die Gabevon Aktivkohle

kannhelfen,die Resorption zu vermindern.Duloxetin hateingroßesVerteilungsvolumen

und eineforcierte Diurese,Haemoperfusion undAustauschperfusion(Peritonealdialyse)

sind wahrscheinlichwenig hilfreich.

5.PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1Pharmakodynamische Eigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Psychoanaleptika,andereAntidepressiva.

ATC-Code:N06AX21

Wirkmechanismus

Duloxetin isteinkombinierterSerotonin(5-HT)undNoradrenalin(NA)

Wiederaufnahmehemmer.EszeigteinegeringeWiederaufnahmehemmung von

Dopamin ohne signifikante Affinitätfürhistaminerge,dopaminerge,cholinerge und

adrenergeRezeptoren.

PharmakodynamischeWirkungen

Intierexperimentellen Studienführte eineerhöhteKonzentration von 5-HTund NAim

sakralen Rückenmarkzu einemerhöhtenUrethratonusdurcheine verstärkte N.

pudendus-Stimulation desquergestreiftenHarnröhrenschließmuskels,dernurwährend

derSpeicherungsphasedesMiktionszyklusauftrat.BeiFrauenwird ein ähnlicher

Mechanismusangenommen,derunterkörperlicherBelastung zu einemstärkeren

VerschlussderHarnröhre während derSpeicherungsphaseführt;dieskönnte die

Wirkungvon Duloxetin beiderBehandlungvon FrauenmitBelastungsinkontinenz

erklären.

Klinische Wirksamkeitund Sicherheit

DieWirksamkeitvon zweimaltäglich 40mg Duloxetin in derBehandlungder

Belastungsinkontinenzwurde in vierdoppelblinden,placebokontrolliertenStudien

gezeigt.Andiesen Studien nahmen1913 Frauen(imAltervon 22 bis83Jahren)mit

einerBelastungsinkontinenzteil;von diesen erhielten randomisiert958Patientinnen

Duloxetin und 955 Patientinnen Placebo.Die primärenWirksamkeitsparameterwaren

zumeinen die Häufigkeitvon Inkontinenz-Episoden (IEF)ausTagebuchaufzeichnungen

und zumanderendie Auswertung einesspeziellfürdie Harninkontinenzentwickelten

FragebogenszurLebensqualität(engl.incontinence specificqualityoflifequestionnaire

(I-QOL)).

Inkontinenz-Episoden-Frequenz(IEF):In allen vierStudienzeigtedie mitDuloxetin

behandelte Patientengruppe eine 50%igeoderhöheremediane Abnahme derIEF im

Vergleich zu 33%in dermitPlacebobehandeltenGruppe.Unterschiede wurden bei

jederKontrollvisite beobachtet,nach 4-wöchigerBehandlungsdauer(Duloxetin 54 %und

Placebo 22 %),nach8-wöchigerBehandlungsdauer(52%und29%)undnach 12-

wöchigerBehandlungsdauer(52 %und33 %).

In einerweiteren Studie,die ausschließlich Patientinnen mitschwerer

Belastungsinkontinenz umfasste,wurde ein Ansprechen aufdieBehandlung mit

Duloxetin innerhalb von2Wochenerreicht.

DieWirksamkeitvon Duloxetin wurde in placebokontrolliertenStudien nichtlängerals3

Monate untersucht.Derklinische Nutzen von Duloxetin imVergleich zu Placebo bei

Frauen mitleichterBelastungsinkontinenz,die inden randomisiertenStudien alsIEF<

14 proWochedefiniertwar,wurde nichtbelegt.Beidiesen FrauenkönnteDuloxetin

keinen überdenmitherkömmlichen Verhaltensänderungen hinausgehenden Nutzen

bewirken.

Lebensqualität:Die mitdemFragebogen zurLebensqualitätbeiBelastungsinkontinenz

(engl.IncontinenceQualityofLife(I-QOL))ermittelte Bewertung wurde beiden mit

Duloxetin behandelten Patientinnen imVergleichzuden mitPlacebo behandelten

Patientinnen signifikantverbessert(9,2vs.5,9 Verbesserungspunkte,p<0,001).

SignifikantmehrFrauenunterDuloxetin-alsunterPlacebo-Behandlungschätzten ihre

Belastungsinkontinenz-Symptomatikalsverbessertein,wenn eine allgemeine

Beurteilungsskala(engl.PatientGlobalImprovementscale–PGIscale)verwendet

wurde (64,6%vs.50,1%,p<0,001).

Duloxetinund vorangegangene Inkontinenzoperationen:Esgibtbegrenzte Hinweise

darauf,dassderklinische Nutzen von Duloxetin fürPatientinnen,beidenen zuvorein

chirurgischerEingriffstattgefundenhatte,nichtvermindertist.

Duloxetinund Beckenbodentraining:Ineiner12-wöchigen,verblindeten,randomisierten,

kontrolliertenStudie zeigte Duloxetin einegrößere Reduktion derIEF imVergleich zu

Placebo oderzu Beckenbodentraining alleine.Diekombinierte Behandlung (Duloxetin

und Beckenbodentraining)zeigteeinegrößereVerbesserung bezüglich derVerwendung

von Inkontinenzeinlagenund derLebensqualitätbeiBelastungsinkontinenzimVergleich

zu Duloxetin oderBeckenbodentraining alleine.

Kinderund Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-AgenturhatfürdasReferenzarzneimittel,dasDuloxetin

enthält,eine Freistellung von derVerpflichtung zurVorlagevon Ergebnissen zu Studien

in allen pädiatrischen Altersklassen inderBehandlungvon Belastungs(harn)inkontinenz

gewährt(siehe Abschnitt4.2bzgl.InformationenzurAnwendungbeiKindern und

Jugendlichen).

5.2PharmakokinetischeEigenschaften

Duloxetinwird alsein einzelnesEnantiomerangewendet.Duloxetin wirddurch Oxidation

(CYP1A2 und polymorphesCYP2D6)mitanschließenderKonjugation umfangreich

metabolisiert.Die Pharmakokinetikvon Duloxetin zeigteinegroße interindividuelle

Variabilität(allgemein 50-60 %),zumTeilbedingtdurch Geschlecht,Alter,

RaucherstatusundCYP2D6 Metabolisierungsstatus.

Resorption:Duloxetin wird nach oralerGabegutresorbiert,nach 6Stunden wird die

maximaleKonzentration C

max erreicht.Die absolute orale Bioverfügbarkeitvon Duloxetin

liegtzwischen 32 %und80 %(imMittel50 %).Nahrungsaufnahme verzögertdie Zeit

biszumErreichendermaximalen Konzentration von 6 auf10Stundenund vermindert

geringfügig dasAusmaßderResorption(etwa 11%).Diese Änderungen habenkeine

klinischeBedeutung.

Verteilung:Duloxetin wird beimMenschen zu etwa 96%anPlasmaproteinegebunden.

Duloxetin bindetsowohlan Albumin alsauchanalpha-1 sauresGlykoprotein.Die

Proteinbindung wird nichtdurch eine Nieren-oderLeberfunktionsstörung beeinträchtigt.

Biotransformation:Duloxetin wird starkmetabolisiertund die Metabolite werden

hauptsächlich überdenUrin ausgeschieden.CYP2D6 und CYP1A2katalysieren beide

die Entstehung derzweiHauptmetabolite,dasGlucuronsäure-Konjugatdes4-

Hydroxyduloxetinsund dasSulfat-Konjugatdes5-Hydroxy-6-methoxyduloxetins.In vitro

Studien weisen daraufhin,dassdie zirkulierenden Metabolite desDuloxetinsals

pharmakologischinaktivanzusehen sind.Die Pharmakokinetikvon Duloxetin bei

Patienten mitgeringemCYP2D6-Metabolismuswurde nichtspezielluntersucht.Eine

begrenzte Anzahlan Daten lässtvermuten,dassderPlasmaspiegelvon Duloxetin bei

diesen Patientenhöherist.

Elimination:Die Eliminationshalbwertszeitnach oralerGabevonDuloxetin bewegtsich

zwischen 8 und17 Stunden (imMittel12 Stunden).Nach einerintravenösen Dosislag

die Plasma-Clearancevon Duloxetin zwischen 22 l/h und46 l/h(imMittel36 l/h).Nach

oralerGabe lagdie Plasma-Clearancevon Duloxetin zwischen 33 und 261 l/h(imMittel

101 l/h).

BesonderePatientengruppen

Geschlecht:Zwischen Männern undFrauenwurden pharmakokinetischeUnterschiede

festgestellt(diePlasma-Clearance warbeiFrauen näherungsweise 50 %niedriger).

Aufgrund derÜberlappung derClearance-Bereiche rechtfertigendie

geschlechtsspezifischenpharmakokinetischen Unterschiedekeine Empfehlungzur

Verwendungeinergeringeren DosisbeiFrauen.

Alter:Pharmakokinetische Unterschiede wurden zwischen jüngeren undälteren(>65

Jahren)Frauenfestgestellt(beiälteren Frauen istdie AUCca.25%größerunddie

Halbwertszeitca.25%länger),dennochreichtderUmfang dieserVeränderungen nicht

aus,eine Dosisanpassung zu rechtfertigen.Grundsätzlich wird empfohlen,ältere

PatientenmitVorsichtzu behandeln (sieheAbschnitt4.2 und4.4).

Nierenfunktionseinschränkung:Dialysepflichtige Patienten mitterminaler

Niereninsuffizienzhatteneine 2-fach höhereC

max und AUCvon Duloxetin verglichen mit

gesundenProbanden.Pharmakokinetische Daten zu Duloxetin beiPatientenmitleichter

odermittelschwererNierenfunktionseinschränkung sind begrenzt.

Leberfunktionseinschränkung:Mittelschwere ErkrankungenderLeber(Child PughClass

B)beeinflussten die Pharmakokinetikvon Duloxetin.Verglichen mitgesunden

Probanden warbeiPatientenmitmittelschwererLebererkrankungdiePlasma-Clearance

von Duloxetin 79 %niedriger,dieterminale Halbwertszeit2,3-mallängerund die AUC

3,7-malgrößer.Die PharmakokinetikvonDuloxetin und seinenMetaboliten bei

PatientenmitleichteroderschwererLeberinsuffizienzwurde nichtuntersucht.

Stillende Mütter:Die MetabolisierungundAusscheidungvon Duloxetin wurde bei6

stillenden Müttern,diemindestens12Wochen postpartumwaren,untersucht.Duloxetin

wurde in derMuttermilch nachgewiesen,wobeidie Gleichgewichtskonzentration(Steady

State)in derMuttermilch einemViertelderPlasmakonzentration entsprach.Beieiner

Dosierungvon40mgzweimaltäglichgehenca.7μg/TagDuloxetinindieMuttermilch

über.Stillen hattekeinenEinflussaufdie Pharmakokinetikvon Duloxetin.

5.3Präklinische Daten zurSicherheit

Duloxetin zeigte in Standard-TestreihenkeinegenotoxischeWirkung und beiRatten

keine Karzinogenität.IneinerKarzinogenitätsstudie an Ratten wurden inderLeber

mehrkernigeZellen beiAbwesenheitandererhistopathologischerVeränderungen

beobachtet.Derzugrunde liegende Mechanismusund dieklinische Relevanzsind

unbekannt.

BeiweiblichenMäusen,die über2Jahreeine Hochdosistherapie von Duloxetin (144

mg/kg/d)erhielten,tratenvermehrthepatozelluläreAdenomeund Karzinome auf;aber

eswird angenommen,dassdiese sekundäralsFolge einerLeberenzyminduktion

entstandensind.Dieklinische RelevanzdieserDaten ausUntersuchungenan Mäusen

fürden Menschen istunbekannt.Weibliche Ratten,die Duloxetin vorundwährend der

Befruchtungsowie in derFrühphasederTrächtigkeiterhielten,zeigten beieiner

systemischen Exposition,die schätzungsweise biszumMaximumderklinischen

Exposition (AUC)reichteeine vermindertematernaleNahrungsaufnahmeund ein

geringeresKörpergewicht,eine Unterbrechung desEstrogenzyklus,eine Senkung der

Lebendgeburtratesowie derÜberlebensratederNachkommenundeine

WachstumsretardierungderNachkommen.IneinerEmbryotoxizitätsstudie an

Kaninchen wurde beisystemischerExposition unterhalb dermaximalenklinischen

Exposition eine höhere Inzidenzvonkardiovaskulären und skeletalen Missbildungen

beobachtet.In anderenStudien mithöheren Dosen einesanderenSalzesvon Duloxetin

wurden keine Missbildungenbeobachtet.In einerprä-/postnatalen Toxizitätsstudiean

Ratten induzierte Duloxetin Verhaltensanormalitäten beiden Nachkommennach

systemischerExposition unterhalb dermaximalenklinischen Exposition (AUC).

Studien anjungen Ratten zeigten einenvorübergehenden Effektaufdasneurologische

Verhalten,sowie eine signifikante Abnahme desKöpergewichtesund der

Nahrungsaufnahme;Leberenzyminduktion undhepatozelluläre Vakuolisierungbei45

mg/kg/Tag.DasallgemeineToxizitätsprofilvon Duloxetin beijungenRatten warähnlich

demvon erwachsenen Ratten.Eswurde ein No-adverse-effect-level(NOAEL)von

20mg/kg/Tagermittelt.

6.PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1ListedersonstigenBestandteile

Kapselinhalt:

Hypromellose

Hypromelloseacetatsuccinat

Sucrose

Zucker-Stärke-Pellets

Talkum

Titandioxid (E171)

Hyprolose

Kapselhülle:

Gelatine

Titandioxid (E171)

Indigocarmin (E132)

Eisen(II,III)-oxid(E172)

Eisen(III)-hydroxid-oxid xH

O(E172)

Eisen(III)-oxid (E172)(nurDuloxetin STADA40mg)

6.2Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend.

6.3DauerderHaltbarkeit

2 Jahre

6.4Besondere VorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

FürdiesesArzneimittelsind bezüglich derTemperaturkeine besonderen

Lagerungsbedingungen erforderlich.

In derOriginalverpackung aufbewahren,umdenInhaltvorFeuchtigkeitzuschützen.

6.5Artund Inhaltdes Behältnisses

PVC/PCTFE/PVC//AlBlisterpackungen

Packungenmit28und 98 Hartkapseln

6.6Besondere Vorsichtsmaßnahmenfürdie Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.INHABER DER ZULASSUNG

STADApharmGmbH

Stadastraße 2-18

61118 Bad Vilbel

Tel.:06101603-0

Fax:06101 603-259

Internet:www.stada.de

8.ZULASSUNGSNUMMERN

93075.00.00

93076.00.00

9.DATUMDER ERTEILUNGDER ZULASSUNG

[siehe Unterschrift]

10.STAND DER INFORMATION

22.07.2015

11.VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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