duloxetin-biomo 30 mg magensaftresistente Hartkapseln

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

03-08-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

03-08-2021

Wirkstoff:
Duloxetin
Verfügbar ab:
biomo pharma GmbH
ATC-Code:
N06AX21
INN (Internationale Bezeichnung):
Duloxetine
Dosierung:
30mg
Darreichungsform:
magensaftresistente Hartkapsel
Verabreichungsweg:
Zum Einnehmen
Einheiten im Paket:
Packungsgrößen: 7, 10, 14, 20, 28, 30, 50, 56, 60, 84, 98 (2x49) und 504 (8x63)
Verschreibungstyp:
Verschreibungspflichtig
Hergestellt von:
Laboratorios Dr. Esteve, S.A
Therapiegruppe:
Psychoanaleptika, andere Antidepressiva.
Anwendungsgebiete:
Zur Behandlung von depressiven Erkrankungen (Major Depression). Zur Behandlung von Schmerzen bei diabetischer Polyneuropathie. Zur Behandlung der generalisierten Angststörung
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähig
Zulassungsnummer:
93243.00.00
Berechtigungsdatum:
2015-05-06

Lesen Sie das vollständige Dokument

Gebrauchsinformation:InformationfürAnwender

duloxetin-biomo30mgmagensaftresistente Hartkapseln

Duloxetin

Lesen SiediegesamtePackungsbeilagesorgfältig durch,bevorSiemitder

EinnahmediesesArzneimittelsbeginnen,denn sieenthältwichtige

Informationen.

-HebenSie die Packungsbeilage auf.VielleichtmöchtenSie diesespäter

nochmalslesen.

-Wenn Sie weitereFragen haben,wenden Sie sichanIhrenArztoderApotheker.

-DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlich verschrieben.GebenSie esnichtan

Dritteweiter.Eskann anderenMenschen schaden,auchwenn diesediegleichen

Beschwerden habenwieSie.

-Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken,wenden Sie sichanIhrenArztoder

Apotheker.DiesgiltauchfürNebenwirkungen,dienichtindieser

Packungsbeilage angegeben sind.SieheAbschnitt4.

Wasin dieserPackungsbeilagesteht

1.Wassindduloxetin-biomo30mg magensaftresistente Hartkapselnundwofür

werden sieangewendet?

2.WassolltenSie vorderEinnahme vonduloxetin-biomo30mg

magensaftresistenteHartkapselnbeachten?

3.Wiesindduloxetin-biomo30mg magensaftresistente Hartkapselneinzunehmen?

4.WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5.Wiesindduloxetin-biomo30mg magensaftresistente Hartkapseln

aufzubewahren?

6.InhaltderPackungundweitereInformationen

1.Wassindduloxetin-biomo30mgmagensaftresistenteHartkapselnund

wofürwerdensieangewendet?

duloxetin-biomoenthältdenWirkstoffDuloxetin.duloxetin-biomoerhöhtdie Spiegel

vonSerotonin und Noradrenalin imNervensystem.

duloxetin-biomowird beiErwachsenenangewendetzurBehandlungvon:

-depressivenErkrankungen

-generalisierterAngststörung (dauerhaftesGefühlvonAngstoderNervosität)

-SchmerzenbeidiabetischerNeuropathie(oftalsbrennend,stechend,reißend,

einschießend oderwie ein Elektroschockbeschrieben.Eskann zum

GefühlsverlustanderbetroffenenStellekommenoderBerührung,Wärme,Kälte

oderDruckkönnenSchmerzenverursachen)

palde-b1090-150414-cv Seite2von11 April2015

Beiden meistenPatienten mitdepressivenErkrankungenodergeneralisierter

Angststörungbeginntduloxetin-biomoinnerhalb vonzweiWochennach

Behandlungsbeginnzuwirken.AllerdingskanneszweibisvierWochen dauern,bis

Sie sichbesserfühlen.SprechenSiemitIhremArzt,fallsSie sichnachdiesem

Zeitraumnichtbesserfühlen.Esistmöglich,dassIhrArztIhnenduloxetin-biomo

auch dannnoch verschreibt,wenn Sie sichbesserfühlen,umeinWiederauftreten

IhrerdepressivenErkrankung odergeneralisiertenAngststörung zu verhindern.

BeiPatientenmiteinerschmerzhaftendiabetischenNeuropathiekann esein paar

Wochen dauern,bisSiesich besserfühlen.Sprechen Sie mitIhremArzt,fallsSie

sich nach zweiMonatennichtbesserfühlen.

2.Was solltenSie vorderEinnahmevonduloxetin-biomo30mg

magensaftresistenteHartkapselnbeachten?

duloxetin-biomodarfnichteingenommenwerden,wenn Sie

-allergischgegenDuloxetinodereinen derinAbschnitt6.genanntensonstigen

Bestandteile diesesArzneimittelssind.

-eineLebererkrankung haben.

-eineschwereNierenerkrankung haben.

-ein anderes Arzneimittel,einen sogenanntenMonoaminoxidase-Hemmer(MAO-

Hemmer)einnehmenoderin denletzten14Tagen eingenommenhaben(siehe

„Einnahme vonduloxetin-biomozusammenmitanderenArzneimitteln“).

-Fluvoxamineinnehmen,dasüblicherweise zurBehandlungvondepressiven

Erkrankungenangewendetwird oderCiprofloxacin oderEnoxacin,die zur

BehandlungverschiedenerInfektionenangewendetwerden.

SprechenSiemitIhremArzt,wenn Sie BluthochdruckodereineHerzerkrankung

haben.IhrArztwird Ihnen sagen,obSieduloxetin-biomoeinnehmenkönnen.

WarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmen

ImFolgendenwerden weitereGründeangegeben,warumduloxetin-biomofürSie

nichtgeeignetseinkönnte.Sprechen Sie vorderEinnahme vonduloxetin-biomomit

IhremArzt,wenn Sie:

-andere ArzneimittelzurBehandlungvondepressivenErkrankungeneinnehmen

(siehe „Einnahme vonduloxetin-biomozusammenmitanderenArzneimitteln“).

-Johanniskraut(Hypericumperforatum),einpflanzlichesArzneimittel,einnehmen.

-eineNierenerkrankunghaben.

-epileptischeAnfälle hatten oderhaben.

-anManie littenoderleiden.

-aneinermanisch-depressivenErkrankungleiden.

-eineAugenerkrankung haben,wie einespezielleArtdesGlaukoms(erhöhter

Augeninnendruck).

-in derVergangenheitBlutungsstörungen(Neigung zurBildungvonBlutergüssen)

hatten.

palde-b1090-150414-cv Seite3von11 April2015

-ein RisikofürniedrigeNatrium-Blutspiegelhaben(z.B.wenn Sie Diuretika

einnehmen,insbesondere wenn Sie ältersind).

-momentanmiteinemanderenArzneimittelbehandeltwerden,dasdie Leber

schädigenkann.

DerWirkstoffvonduloxetin-biomo,Duloxetin,wird inunterschiedlichen Arzneimitteln

zurBehandlungverschiedenerErkrankungeneingesetzt:Schmerzenbei

diabetischerNeuropathie,depressive Erkrankungen,generalisierteAngststörung

undBelastungsharninkontinenz.

Die gleichzeitigeAnwendungmehrererdieserArzneimittelistzu vermeiden.Fragen

Sie IhrenArzt,obSie bereitseinanderesArzneimittel,dasDuloxetinenthält,

einnehmen.

duloxetin-biomokann einEmpfindenvoninnererUnruhe oderein Unvermögen,still

zu sitzenoderstillzu stehen,verursachen.Wenndies beiIhnenauftretensollte,

danninformierenSie IhrenArzt.

Suizidgedankenund VerschlechterungIhrerDepression odergeneralisierten

Angststörung

Wenn Sie depressivsindoderunterAngststörungen leiden,könnenSie manchmal

Gedankendaranhaben,sich selbstzu verletzenoderSuizid zu begehen.Solche

Gedankenkönnen beidererstmaligenAnwendungvonAntidepressiva verstärkt

sein,dennalle dieseArzneimittelbrauchen einigeZeitbissie wirken,gewöhnlich

etwa zweiWochen,manchmalauchlänger.

Das AuftretenderartigerGedankenistwahrscheinlicher,wenn Sie:

-frühereinmalGedankendaranhatten,sichdasLebenzu nehmenoderdaran

gedachthaben,sich selbstzu verletzen.

-ein jungerErwachsenersind.Ergebnisseausklinischen Studienhabenein

erhöhtesRisikofürdasAuftretenvonSuizidverhaltenbeijungenErwachsenenim

Alterbis25Jahregezeigt,die untereinerpsychiatrischenErkrankunglitten und

miteinemAntidepressivumbehandeltwurden.

GehenSie zu einemArztodersuchenSieunverzüglich ein Krankenhausauf,wenn

Sie zu irgendeinemZeitpunktGedankendaranentwickeln,sichselbstzu verletzen

odersichdasLebenzunehmen.

Eskann hilfreich sein,wenn Sie einemFreundoderVerwandtenerzählen,dassSie

depressivsindoderuntereinerAngststörung leiden.BittenSie diesePersonen,

diesePackungsbeilagezu lesen.FordernSie sieaufIhnenmitzuteilen,wenn sieden

Eindruck haben,dasssich Ihre DepressionoderAngstzuständeverschlimmernoder

wenn siesich SorgenüberVerhaltensänderungen beiIhnenmachen.

KinderundJugendliche unter18Jahren

duloxetin-biomosollte normalerweise nichtbeiKindern undJugendlichen unter18

Jahrenangewendetwerden.ZudemsolltenSiewissen,dassPatientenunter18

JahrenbeiEinnahme dieserKlassevonArzneimitteln ein erhöhtesRisikofür

Nebenwirkungenwie Suizidversuch,suizidale Gedankenund Feindseligkeit

(vorwiegend Aggressivität,oppositionelles VerhaltenundWut)aufweisen.Dennoch

kannIhrArzteinemPatientenunter18Jahrenduloxetin-biomoverschreiben,wenn

erentscheidet,dassdieses ArzneimittelimbestmöglichenInteressedesPatienten

ist.WennIhrArzteinemPatientenunter18Jahrenduloxetin-biomoverschriebenhat

palde-b1090-150414-cv Seite4von11 April2015

und Sie darübersprechen möchten,wenden Sie sichbitteerneutanIhrenArzt.Sie

solltenIhrenArztbenachrichtigen,wenn beieinemPatientenunter18Jahren,der

duloxetin-biomoeinnimmt,einesderobengenanntenSymptome auftrittodersich

verschlimmert.Darüberhinaus sind die langfristigensicherheitsrelevanten

AuswirkungenvonDuloxetinin BezugaufWachstum,Reifungsowiekognitive

EntwicklungundVerhaltensentwicklung indieserAltersgruppenochnicht

nachgewiesen worden.

Einnahmevonduloxetin-biomozusammenmitanderenArzneimitteln

InformierenSie IhrenArztoderApotheker,wennSie andere Arzneimitteleinnehmen,

kürzlich andere Arzneimitteleingenommenhabenoderbeabsichtigenandere

Arzneimitteleinzunehmen,auchwenn essich umnichtverschreibungspflichtige

Arzneimittelhandelt.

IhrArztsollteentscheiden,obSieduloxetin-biomozusammenmitanderen

Arzneimitteln einnehmendürfen.

BeginnenSiekeineBehandlungoderbrechenSiekeineBehandlungmiteinem

Arzneimittelab,bevorSie mitIhremArztgesprochen haben.Diesgiltauchfür

rezeptfreie ArzneimittelundfürpflanzlicheHeilmittel.

TeilenSie IhremArztebenfallsmit,wenn Sie einesderfolgendenArzneimittel

einnehmen:

Monoaminoxidase-Hemmer(MAO-Hemmer):Sie dürfenduloxetin-biomonicht

einnehmen,wenn Sie ein anderesArzneimittelzurBehandlungvondepressiven

Erkrankungen,einensogenanntenMonoaminoxidase-Hemmer(MAO-Hemmer),

einnehmenoderinnerhalb derletzten14Tage eingenommenhaben.Beispiele für

MAO-HemmersindMoclobemid(einAntidepressivum)und Linezolid (ein

Antibiotikum).Die AnwendungeinesMAO-Hemmerszusammenmitduloxetin-

biomo,kann zugefährlichen oderlebensbedrohlichen Nebenwirkungenführen.

Wenn Sie einen MAO-Hemmereingenommenhaben,müssenSie nach Beendigung

derEinnahmenochmindestens14Tagewarten,bevorSieduloxetin-biomo

einnehmen.Ebenso solltenmindestens5Tage nachBeendigung derduloxetin-

biomo-Einnahmevergehen,bevorSiemitderEinnahme einesMAO-Hemmers

beginnen.

Arzneimittel,die Schläfrigkeitverursachen:Hierzu gehörenArzneimittel,die

IhnenIhrArztverschreibt,einschließlich Benzodiazepine,starkeSchmerzmittel,

Antipsychotika,Phenobarbitalund Antihistaminika.

Arzneimittel,die denSerotonin-Spiegelerhöhen:Triptane,Tramadol,

Tryptophan,selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer(wie z.B.Paroxetinund

Fluoxetin),Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer(wie z.B.Venlafaxin),

trizyklischeAntidepressiva (wiez.B.Clomipramin,Amitriptylin),Pethidin,

Johanniskrautund MAO-Hemmer(wie z.B.Moclobemidund Linezolid).

DieseArzneimittelerhöhendie MöglichkeitvonNebenwirkungen.WennSie nach

Einnahme dieserArzneimittelzusammenmitduloxetin-biomoungewöhnliche

Anzeichen ansich bemerken,müssenSieIhrenArztaufsuchen.

palde-b1090-150414-cv Seite5von11 April2015

Orale AntikoagulantienoderThrombozytenaggregationshemmer:Arzneimittel

zurBlutverdünnung oderzurHemmungderBlutgerinnung.DieseArzneimittel

könntendieGefahrfürBlutungenerhöhen.

Einnahmevonduloxetin-biomozusammenmitNahrungsmitteln,Getränken

undAlkohol

WährendderBehandlung mitduloxetin-biomosolltenSie besondersvorsichtigsein,

wenn Sie Alkoholtrinken.

SchwangerschaftundStillzeit

Wenn Sie schwangersind oderstillen,oderwenn Sie vermuten,schwangerzu sein

oderbeabsichtigen,schwangerzu werden,fragen Sie vorderEinnahmedieses

ArzneimittelsIhrenArztoderApothekerumRat.

TeilenSie bitteIhremArztmit,wenn Sie:

-während derBehandlung mitduloxetin-biomoschwangerwerden oderwenn Sie

beabsichtigenschwangerzu werden.Sie dürfenduloxetin-biomonureinnehmen,

nachdemSiemitIhremArztübereinen möglichen NutzenderBehandlung und

möglicheRisikenfürIhrungeborenes Kindgesprochenhaben.

Bitte stellenSie sicher,dass Ihre Hebamme und/oderIhrArzt/IhreÄrztindarüber

informiertsind,dassSiemitduloxetin-biomobehandeltwerden.Ähnliche

Arzneimittelwie dieses(sogenannteSSRI)können,wenn siewährend der

Schwangerschafteingenommenwerden,zu einerernsthaften

Gesundheitsbeeinträchtigung desNeugeborenenführen,die primäreoder

persistierendepulmonale Hypertonie desNeugeborenen(PPHN)genanntwird

und die sichdarin zeigt,dassdasNeugeboreneschnelleratmetund eine

BlaufärbungderHautaufweist.DieseSymptomebeginnennormalerweise

während derersten24Stunden nachderGeburt.Bitte nehmenSie ineinem

solchen FallsofortmitIhrerHebamme und/oderIhremArztKontaktauf.

Wenn Sieduloxetin-biomogegenEndeIhrerSchwangerschafteinnehmenkann

es sein,dassIhrBabybeiderGeburtbestimmteSymptome zeigt.Diese

beginnengewöhnlich unmittelbarnachderGeburtoderinnerhalb wenigerTage

danach.Zudiesen Anzeichengehören:schlaffeMuskulatur,Zittern,nervöse

Unruhe,SchwierigkeitenbeimFüttern,ProblemebeimAtmensowie

Krampfanfälle.WennIhrBabybeiderGeburteinesdieserSymptomezeigtoder

wenn Sie sichumdenGesundheitszustandIhresBabyssorgen,fragenSie Ihren

ArztoderIhre HebammeumRat.

-TeilenSie IhremArztmit,wenn Sie stillen.Die Anwendungvonduloxetin-biomo

in derStillzeitwird nichtempfohlen.FragenSieIhrenArztoderApothekerum

Rat.

Verkehrstüchtigkeitund FähigkeitzumBedienen vonMaschinen

palde-b1090-150414-cv Seite6von11 April2015

duloxetin-biomokann dazu führen,dassSie sichmüdeoderschwindligfühlen.Sie

dürfenkeinFahrzeugesführen,keineWerkzeugeoderMaschinen bedienen,bevor

Sie wissen,wieduloxetin-biomobeiIhnenwirkt.

duloxetin-biomoenthältSucrose

NehmenSie diesesArzneimittelerstnachRücksprachemitIhremArztein,wenn

Ihnenbekanntist,dassSie untereinerUnverträglichkeitgegenüberbestimmten

Zuckern leiden.

3.Wiesindduloxetin-biomo30mgmagensaftresistente Hartkapseln

einzunehmen?

NehmenSie diesesArzneimittelimmergenaunach AbsprachemitIhremArztoder

Apothekerein.FragenSie beiIhremArztoderApothekernach,wenn Sie sichnicht

sichersind.

BeidepressivenErkrankungen und SchmerzenbeidiabetischerPolyneuropathie:

FallsvomArztnichtandersverordnet,istdie üblicheDosis60mg einmaltäglich.Ihr

Arztwird IhnendiefürSiegeeignete Dosisverschreiben.

BeigeneralisierterAngststörung:

FallsvomArztnichtandersverordnet,istdie üblicheStartdosisvonDuloxetineinmal

täglich 30mg,danacherhaltendiemeistenPatienteneinmaltäglich 60mg.IhrArzt

wird IhnendiefürSiegeeigneteDosisverschreiben.AbhängigvomAnsprechenauf

Duloxetinkann die Dosisbiszu 120mgproTag erhöhtwerden.

duloxetin-biomoistzumEinnehmenbestimmt.SchluckenSie IhreKapselunzerkaut

mitWasser.

duloxetin-biomokann unabhängigvondenMahlzeiteneingenommenwerden.

DamitSie andie Einnahme vonduloxetin-biomodenken,istesfürSie

möglicherweise einfacher,wenn Sie die Hartkapseln täglich etwa zu dengleichen

Zeiten einnehmen.

BesprechenSiemitIhremArzt,wie lange Sie dieduloxetin-biomo-Behandlung

durchführensollen.Beenden Sie dieTherapieoderändern SieIhreDosismit

duloxetin-biomonichtohneRücksprachemitIhremArzt.Eineordnungsgemäße

BehandlungIhrerErkrankung istwichtig,umIhnen zu helfen,sich besserzu fühlen.

Ohne Behandlungkannes sein,dassIhrZustand sichnichtverbessert,sondern

verschlechtert,undeinespätereBehandlung erschwert.

WennSieeinegrößereMengeduloxetin-biomoeingenommenhaben,als Sie

sollten

SolltenSie mehrduloxetin-biomoalsvorgeseheneingenommenhaben,setzenSie

sich bitteunverzüglich mitIhremArztoderApothekerin Verbindung.Zu den

SymptomeneinerÜberdosierung zählenSchläfrigkeit,Koma,Serotonin-Syndrom

(eineselteneReaktion,die zu Glücksgefühlen,Benommenheit,Schwerfälligkeit,

Rastlosigkeit,demGefühlbetrunkenzu sein,Fieber,SchwitzenodersteifenMuskeln

führenkann),Krampfanfälle,ErbrechenundschnellerHerzschlag.

palde-b1090-150414-cv Seite7von11 April2015

WennSiedie Einnahme vonduloxetin-biomovergessenhaben

Wenn Sie vergessenhaben eineDosiseinzunehmen,dannholenSie diesesobald

es Ihnenauffälltnach.Istaberinzwischen schonZeitfürdie nächsteDosis,dann

fahrenSie beiderEinnahme wie gewohntfort,ohnedie vergessene Kapsel

zusätzlich einzunehmen.NehmenSie nichtdiedoppelte Dosisein,wenn Sie die

vorherige Einnahme vergessenhaben.NehmenSie nichtmehralsdieIhnen

verschriebeneTagesmengeanduloxetin-biomoein.

WennSiedie Einnahme vonduloxetin-biomoabbrechen

BeendenSie die Einnahme derHartkapselnnichtohnedenRatIhres Arztes,auch

nicht,wenn Sie sichbesserfühlen.WennIhrArztderMeinungist,dassSie

duloxetin-biomonichtlängerbenötigen,dannwird erIhre Dosislangsamüber

mindestens2Wochenverringern,bevorSie dieEinnahme beenden.

Einige Patienten,dieabruptdie EinnahmevonDuloxetinbeendeten,zeigten

Symptome wie:

-Schwindel,kribbelndesGefühlwie Ameisenlaufen oderEmpfindungenähnlich

einemelektrischen Schlag (vorallemimKopf),Schlafstörungen(lebhafteTräume,

Albträume,Schlaflosigkeit),Müdigkeit,Schläfrigkeit,GefühlvonUnruhe oder

Erregtheit,Angstgefühle,ÜbelkeitoderErbrechen,Zittern(Tremor),

Kopfschmerzen,Muskelschmerzen,Reizbarkeit,Durchfall,übermäßiges

SchwitzenoderDrehschwindel.

DieseBeschwerden sind normalerweise nichtschwerwiegend und verschwinden

innerhalb einigerTage.FragenSie aberIhrenArztumRat,wenn beiIhnen

Beschwerden auftreten.

Wenn Sie weitereFragen zurAnwendungdiesesArzneimittelshaben,wenden Sie

sich anIhrenArztoderApotheker.

4.WelcheNebenwirkungensindmöglich?

Wiealle Arzneimittelkann auch diesesArzneimittelNebenwirkungenhaben,die

abernichtbeijedemauftretenmüssen.DieseNebenwirkungensindnormalerweise

leichtbismittelschwerausgeprägtund verschwindenoftnachwenigenWochen.

SehrhäufigeNebenwirkungen(kannmehrals1 von10Behandeltenbetreffen)

-Kopfschmerzen,Schläfrigkeit

-Übelkeit,Mundtrockenheit

HäufigeNebenwirkungen(kannbiszu 1von10Behandeltenbetreffen)

-Appetitverlust

-Schlafstörungen,sich aufgeregtfühlen,vermindertes sexuelles Verlangen,Angst,

SchwierigkeitenoderUnvermögeneinenOrgasmus zu bekommen,

ungewöhnlicheTräume

-Schwindel,sich antriebslosfühlen,Zittern,Taubheitsgefühl,einschließlich

TaubheitsgefühloderKribbeln derHaut

-verschwommenes Sehen

-Tinnitus(WahrnehmungvonOhrgeräuschenohne ein tatsächlichesvorhandenes

Geräusch)

-Herzklopfen

palde-b1090-150414-cv Seite8von11 April2015

-erhöhterBlutdruck,Erröten

-vermehrtesGähnen

-Verstopfung,Durchfall,Bauchschmerzen,Übelkeit(Erbrechen),Sodbrennenoder

Verdauungsstörungen,Blähungen

-vermehrtesSchwitzen,(juckender)Ausschlag

-Muskelschmerzen,Muskelkrämpfe

-SchmerzenbeimHarnlassen,häufigerHarndrang

-Erektionsstörungen,StörungenbeimSamenerguss

-Stürze (vorallembeiälterenMenschen),Müdigkeit

-Gewichtsabnahme

KinderundJugendlicheunter18Jahren,die wegeneinerdepressivenErkrankung

eineBehandlungmitdiesemArzneimittelerhielten,zeigteneineGewichtsabnahme

zu Behandlungsbeginn.NacheinemsechsmonatigenBehandlungszeitraum

normalisiertesich ihrGewichtimVergleich zu anderenKindernund Jugendlichen

desselben AltersundGeschlechts.

Gelegentliche Nebenwirkungen (kannbiszu1von100 Behandeltenbetreffen)

-Halsentzündung,dieHeiserkeitverursacht

-Suizidgedanken,Schlaflosigkeit,ZähneknirschenoderZusammenbeißender

Zähne,sichdesorientiertfühlen,Teilnahmslosigkeit

-plötzlicheungewollte Muskelkrämpfe oderMuskelzuckungen,Empfindungen von

innererUnruheoderUnvermögenstillzu sitzenbzw.stillzu stehen,Gefühlvon

Nervosität,Konzentrationsstörung,Geschmacksstörung,Schwierigkeitenbeider

Kontrolle vonKörperbewegungen,z.B.Koordinationsstörungenoderungewollte

Muskelbewegungen,SyndromderunruhigenBeine,schlechterSchlaf

-vergrößertePupillen(die dunkle Stelle inderMitte desAuges),Sehstörungen

-sich schwindligfühlenoderDrehschwindel,Ohrenschmerzen

-schnellerund/oderunregelmäßigerHerzschlag

-Ohnmacht,Schwindel,BenommenheitoderOhnmacht(besondersnachdem

Aufstehen),kalteFingerund/oderZehen

-EngegefühlimHals,Nasenbluten

-blutigesErbrechen oderschwarze teerigeStühle,Magen-Darm-Entzündung,

Aufstoßen,SchwierigkeitenbeimSchlucken

-Leberentzündung,diezu Bauchschmerzenund zurGelbfärbung derHautoder

desWeißen desAugesführenkann

-nächtlichesSchwitzen,Nesselsucht,kalterSchweiß,Lichtüberempfindlichkeit,

erhöhteNeigung zu Blutergüssen

-MuskelsteifigkeitundMuskelzuckungen

-SchwierigkeitenbeimoderUnfähigkeitzumHarnlassen,SchwierigkeitenHarn

lassen zu können,nächtlichesHarnlassen,vermehrteHarnausscheidung,

verminderterHarnfluss

-ungewöhnlicheVaginalblutungen,unregelmäßigeMenstruation,einschließlich

schwerer,schmerzhafter,unregelmäßigeroderverlängerter

Menstruationsblutungen,ungewöhnlich schwacheoderausbleibende

Menstruationsblutungen,SchmerzenderHodenoderdesHodensacks

-Brustschmerzen,Kältegefühl,Durst,Frösteln,Hitzegefühl,ungewohnterGang

-Gewichtszunahme

-duloxetin-biomokann unerwünschteWirkungenhaben,die Sie nichtbemerken,

wie z.B.Erhöhung derLeberwerte oderderBlutspiegelvonKalium,

Kreatinphosphokinase,ZuckeroderCholesterin.

palde-b1090-150414-cv Seite9von11 April2015

Seltene Nebenwirkungen(kannbiszu 1von1000Behandeltenbetreffen)

-schwereallergischeReaktion,dieAtembeschwerden oderSchwindelverursacht

mitAnschwellungderZungeoderderLippen,allergischeReaktionen

-verminderteSchilddrüsenfunktion,die MüdigkeitoderGewichtszunahme

verursachenkann

-Flüssigkeitsverlust,niedrige Natrium-Blutspiegel(hauptsächlich beiälteren

Patienten;Anzeichen hierfürkönnensein:Gefühle vonSchwindel,Schwäche,

Verwirrtheit,SchläfrigkeitoderstarkerMüdigkeitodersichkrankfühlenoderkrank

sein.Schwerwiegendere SymptomesindOhnmacht,Krampfanfälle oderStürze),

Syndromderinadäquaten Sekretiondesantidiuretischen Hormons(SIADH)

-Suizidales Verhalten,Manie (Überaktivität,rasende Gedankenundvermindertes

Schlafbedürfnis),Sinnestäuschungen,AggressionundWut

-„Serotonin-Syndrom“(eineseltene Reaktion,diezu Glücksgefühlen,

Benommenheit,Schwerfälligkeit,Rastlosigkeit,demGefühlbetrunkenzusein,

Fieber,SchwitzenodersteifenMuskelnführenkann),Krampfanfälle

-erhöhterAugeninnendruck(Glaukom)

-EntzündungenimMund,hellrotesBlutimStuhl,Mundgeruch

-Leberversagen,Gelbfärbung derHautoderdesWeißendesAuges(Gelbsucht)

-Stevens-Johnson-Syndrom(schwereErkrankung mitBlasenbildungaufHaut,

Mund,AugenundGenitalien),schwereallergische Reaktiondie einplötzliches

AnschwellendesGesichtsoderdesRachenraums(Angioödem)verursacht

-Krämpfe derKaumuskulatur

-ungewöhnlicherHarngeruch

-menopausale Symptome,abnormeMilchsekretion ausderBrustdrüsebei

Männern und Frauen

MeldungvonNebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken,wenden Sie sichanIhrenArztoder

Apotheker.DiesgiltauchfürNebenwirkungen,dienichtindieserPackungsbeilage

angegebensind.

Sie könnenNebenwirkungenauch direktdem

BundesinstitutfürArzneimittelund Medizinprodukte

Abt.Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-KiesingerAllee3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

IndemSie Nebenwirkungenmelden,könnenSiedazu beitragen,dassmehr

Informationenüberdie SicherheitdiesesArzneimittelszurVerfügunggestellt

werden.

5.Wiesindduloxetin-biomo30mgmagensaftresistente Hartkapseln

aufzubewahren?

BewahrenSie diesesArzneimittelfürKinderunzugänglich auf.

palde-b1090-150414-cv Seite10von11 April2015

Sie dürfendiesesArzneimittelnach demaufderBlisterpackungunddemUmkarton

angegebenenVerfalldatumnichtmehrverwenden.DasVerfalldatumbeziehtsichauf

den letztenTag desangegebenenMonats.

OPA/Al/PVC//AlBlisterpackungen

FürdiesesArzneimittelsindbezüglich derTemperaturkeinebesonderen

Lagerungsbedingungenerforderlich.

In derOriginalverpackung aufbewahren,umdenInhaltvorLichtund Feuchtigkeitzu

schützen.

PVC/PVDC//AlBlisterpackungen

Nichtüber30°C lagern.

InderOriginalverpackung aufbewahren,umdenInhaltvorFeuchtigkeitzuschützen.

Die BlisterpackungimUmkartonaufbewahren,umdenInhaltvorLichtzu schützen.

Flaschen

FürdiesesArzneimittelsindbezüglich derTemperaturkeinebesonderen

Lagerungsbedingungenerforderlich.

Die Flaschefestverschlossen halten,umdenInhaltvorLichtund Feuchtigkeitzu

schützen.

EntsorgenSie ArzneimittelnichtimAbwasser.FragenSie IhrenApothekerwie das

Arzneimittelzu entsorgen ist,wenn Sie esnichtmehrverwenden.Sie tragendamit

zumSchutzderUmweltbei.

6.InhaltderPackungundweitereInformationen

Wasduloxetin-biomoenthält

-DerWirkstoffistDuloxetin.

Jede magensaftresistenteHartkapselenthält30mgDuloxetin(alsHydrochlorid).

-Die sonstigenBestandteile sind:

Kapselinhalt:Hypromellose,Talkum,Titandioxid (E171),Methacrylsäure-

Ethylacrylat-Copolymer-(1:1)-Dispersion30%(Ph.Eur.),Triethylcitrat,Zucker-

Stärke-Pellets,Sucrose.

Kapselhülle:Gelatine,Titandioxid (E171),Indigocarmin(E132)

Wieduloxetin-biomoaussiehtundInhaltderPackung

duloxetin-biomoisteinemagensaftresistenteHartkapsel.

Jede HartkapselenthältDuloxetinhydrochloridin Formvonkleinen Kügelchen

(Pellets),die zumSchutzvorderMagensäureumhülltsind.

duloxetin-biomo30mgHartkapselnsindopak-blauund opak-weiß.

palde-b1090-150414-cv Seite11von11 April2015

duloxetin-biomoisterhältlich in:

OPA/Al/PVC//AlBlisterpackungen

Packungsgrößen:7,10,14,20,28,30,50,56,60,84,98(2x49)und504(8x63)

(Klinikpackung)Hartkapseln

PVC/PVDC//AlBlisterpackungen

Packungsgrößen:7,10,14,20,28,30,50,56,60,84,98und 504(4x126)

(Klinikpackung)Hartkapseln

Opak-weißePolyethylen(PE)FlaschenmitTrockenmittel-Beuteln(Kieselgel)und

Polypropylen(PP)Schraubverschluss mitSicherheitsring

Packungsgröße:500Hartkapseln(Klinikpackung)

Eswerden möglicherweise nichtalle Packungsgrößenin den Verkehrgebracht.

PharmazeutischerUnternehmer

biomo®pharmaGmbH

Josef-Dietzgen-Straße 3

53773 Hennef

Tel.:02242/8740-0

Fax:02242/8740-499

E-Mail:biomo@biomopharma.de

Hersteller

Laboratorios Dr.Esteve,S.A.

Avda.MaredeDéudeMontserrat221

08041 Barcelona

Spanien

Diese Packungsbeilagewurde zuletztüberarbeitetim04.2015

FACHINFORMATION

1.BEZEICHNUNGDESARZNEIMITTELS

duloxetin-biomo30mgmagensaftresistenteHartkapseln

duloxetin-biomo60mgmagensaftresistenteHartkapseln

2.QUALITATIVEUNDQUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

duloxetin-biomo30mg

JedemagensaftresistenteHartkapselenthält30mgDuloxetin(alsHydrochlorid).

SonstigerBestandteilmitbekannterWirkung:

Jede Hartkapselenthält59,6 –67,8mg Sucrose.

duloxetin-biomo60mg

JedemagensaftresistenteHartkapselenthält60mgDuloxetin(alsHydrochlorid).

SonstigerBestandteilmitbekannterWirkung:

Jede Hartkapselenthält119,2 –135,6mg Sucrose.

Vollständige Auflistung dersonstigenBestandteile,siehe Abschnitt6.1.

3.DARREICHUNGSFORM

MagensaftresistenteHartkapsel

duloxetin-biomo30mg

Ca.15mmgroßeKapseln mitopak-blauemOberteilund opak-weißemUnterteil,

gefülltmitgebrochenweißen bisbeige-/lachsfarbenen,kugelförmigenPellets.

duloxetin-biomo60mg

Ca.19mmgroßeKapseln mitopak-blauemOberteilund opak-grünemUnterteil,

gefülltmitgebrochenweißen bisbeige-/lachsfarbenen,kugelförmigenPellets.

4.KLINISCHEANGABEN

4.1Anwendungsgebiete

ZurBehandlungvondepressivenErkrankungen(MajorDepression).

ZurBehandlungvonSchmerzenbeidiabetischerPolyneuropathie.

ZurBehandlungdergeneralisiertenAngststörung.

duloxetin-biomowird angewendetbeiErwachsenen.

WeitereInformationensiehe Abschnitt5.1.

4.2Dosierung undArtderAnwendung

Dosierung

Depressive Erkrankungen

Die Startdosissowiedie empfohlene Erhaltungsdosisbetragen60mg einmaltäglich,

unabhängigvondenMahlzeiten.InklinischenStudienwurdedieUnbedenklichkeit

vonDuloxetinin Dosierungenvonüber60mg,biszu einermaximalenDosisvon

120 mg proTagbewertet.Esgibtjedochkeinenklinischen Belegdafür,dass

Patienten,die nichtaufdie empfohleneAnfangsdosisansprechen,von

Dosiserhöhungenprofitierenkönnen.

Ein therapeutischesAnsprechenwird normalerweise nach einerBehandlungsdauer

von2-4Wochenbeobachtet.

Nach Stabilisierung desantidepressivenAnsprechens wird empfohlen,die

BehandlungfüreinigeMonateweiterzuführen,umeinen Rückfallzu vermeiden.Bei

Patienten,die aufDuloxetinansprechen undbeidenen inderVergangenheit

wiederholtEpisodeneinerMajorDepressionauftraten,könnte eineFortführungder

Langzeitbehandlung ineinerDosierung von60-120mg inErwägunggezogen

werden.

GeneralisierteAngststörung

Die empfohlene StartdosisbeträgtfürPatientenmitgeneralisierterAngststörung 30

mgeinmaltäglich,unabhängigvondenMahlzeiten.BeiPatientenmiteinem

unzureichendenAnsprechen sollte die Dosisauf60mg erhöhtwerden,was der

üblichen ErhaltungsdosisfürdiemeistenPatienten entspricht.

FürPatientenmitkomorbiden depressivenErkrankungenbeträgtdie Start-und

Erhaltungsdosis60mg einmaltäglich (siehe aucho.g.Dosierungsangaben).

Tagesdosenbiszu 120mghabensich alswirksamerwiesen und wurden hinsichtlich

derArzneimittelsicherheitinklinischen Studienuntersucht.BeiPatientenmit

unzureichendemAnsprechen auf60mgkann eine ErhöhungderDosisauf90mg

oder120mg inBetrachtgezogenwerden.Dosiserhöhungensolltensich nachder

WirksamkeitundVerträglichkeitrichten.

NachStabilisierung desAnsprechenswird empfohlen,dieBehandlungfüreinige

Monateweiterzuführen,umeinen Rückfallzu vermeiden.

SchmerzenbeidiabetischerPolyneuropathie:

Die Startdosissowie die empfohlene Erhaltungsdosisbetragen60mg einmaltäglich,

unabhängigvondenMahlzeiten.Inklinischen Studienwurdedie Unbedenklichkeit

vonDosierungenüber60 mg,biszu einermaximalenDosisvon120 mg proTag,

aufgeteiltinzweigleichgroßeDosen,bewertet.Die Plasmakonzentrationvon

Duloxetinzeigteinegroße interindividuelle Variabilität(siehe Abschnitt5.2).Daher

könnenPatienten,dienichtausreichendauf60mgansprechen,voneiner

Dosiserhöhungprofitieren.

Nach2 Monatensollte dieWirksamkeitderDuloxetin-Behandlung beurteiltwerden.

NachdieserZeitisteineweitereZunahme derWirksamkeitbeiPatientenmit

unzureichendeminitialenAnsprechenunwahrscheinlich.

DertherapeutischeNutzenmussregelmäßig(mindestensalle dreiMonate)überprüft

werden (siehe Abschnitt5.1).

AbsetzenderBehandlung

AbruptesAbsetzenmussvermiedenwerden.Solldie BehandlungmitDuloxetin

beendetwerden,mussdie Dosisübermindestens2Wochenschrittweise reduziert

werden,umdasRisikomöglicherAbsetzphänomene zuminimieren(siehe

Abschnitte 4.4und 4.8).Wenn nachderReduktion derDosisodernachAbsetzen

derBehandlungSymptome auftreten,dienichttolerierbarsind,dannsollte in

Erwägunggezogenwerden,die vorhergehende Dosiswiedereinzunehmen.

Anschließend kannderArztdasAusschleichenderDosisfortsetzen,allerdingsin

einerlangsamerenAbstufung.

BesonderePatientengruppen

ÄlterePatienten

Fürältere PatientenwirdkeineDosisanpassungalleinwegenihresAltersempfohlen.

Die BehandlungvonälterenPatientensolltejedoch mitVorsichterfolgen,

insbesonderebeieinertäglichen Dosierung von120 mg Duloxetinbeidepressiven

ErkrankungenoderbeigeneralisierterAngststörung,dahierfürbegrenzteDaten

vorliegen(siehe Abschnitte4.4und 5.2).

Leberfunktionseinschränkung

DuloxetindarfnichtbeiPatientenmiteinerLebererkrankung,diezu einer

Leberfunktionseinschränkungführt,eingesetztwerden(siehe Abschnitte 4.3 und

5.2).

Nierenfunktionseinschränkung

BeiPatientenmitleichterodermittelschwererNierenfunktionsstörung (Kreatinin-

Clearance 30bis80ml/min)istkeineDosisanpassung notwendig.Duloxetindarf

nichtbeiPatientenmitschwererNierenfunktionseinschränkung angewendetwerden

(Kreatinin-Clearance<30 ml/min;siehe Abschnitt4.3).

Kinderund Jugendliche

DuloxetindarfbeiKindern und Jugendlichen unter18JahrenzurBehandlung von

depressivenErkrankungen nichtangewendetwerden,daBedenkenhinsichtlich der

SicherheitundWirksamkeitbestehen(siehe Abschnitte 4.4,4.8und5.1).

Die SicherheitundWirksamkeitvonDuloxetinzurBehandlungvongeneralisierter

AngststörungbeiKindern und Jugendlichen imAltervon7 bis17Jahrenistnicht

erwiesen.Die derzeitverfügbarenDatensindin denAbschnitten 4.8,5.1und5.2

beschrieben.

Die Sicherheitund dieWirksamkeitvonDuloxetinzurBehandlungvonSchmerzen

beidiabetischerPolyneuropathie wurden nichtuntersucht.EsliegenkeineDaten

vor.

ArtderAnwendung

ZumEinnehmen.

4.3Gegenanzeigen

Überempfindlichkeitgegen denWirkstoffodereinenderin Abschnitt6.1genannten

sonstigenBestandteile.

Die gleichzeitige AnwendungvonDuloxetinmitnichtselektiven,irreversiblen

Monoaminoxidase-Hemmern(MAO-Hemmern)istkontraindiziert(sieheAbschnitt

4.5).

Lebererkrankung,die zueinerLeberfunktionseinschränkungführt(siehe Abschnitt

5.2).

Duloxetindarfnichtin KombinationmitFluvoxamin,Ciprofloxacin oderEnoxacin (d.

h.starkenCYP1A2-Inhibitoren)angewendetwerden,dadie Kombinationzu einem

erhöhtenPlasmaspiegelvonDuloxetinführt(siehe Abschnitt4.5).

SchwereNierenfunktionseinschränkung(Kreatinin-Clearance<30ml/min)(siehe

Abschnitt4.4).

DerBeginneinerBehandlungmitDuloxetinistbeiPatientenmitunkontrolliertem

Bluthochdruck,derdiePatientendermöglichenGefahreinerhypertensivenKrise

aussetzenkönnte,kontraindiziert(siehe Abschnitt4.8).

4.4BesondereWarnhinweiseund VorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

Manie und epileptischeKrampfanfälle

DuloxetindarfnurmitVorsichtbeiPatientenmitManie inderAnamnese,

diagnostizierterbipolareraffektiverStörung und/oderepileptischen Krampfanfällen

angewendetwerden.

Mydriasis

MydriasiswurdeimZusammenhangmitderDuloxetin-Einnahme berichtet.Deshalb

istbeiderVerschreibungvonDuloxetinfürPatientenmiterhöhtemAugeninnendruck

oderPatientenmiteinemRisikofürein akutesEngwinkelglaukomVorsichtgeboten.

Blutdruck undHerzfrequenz

BeieinigenPatientenstandDuloxetinin ZusammenhangmitBlutdruckanstiegenund

klinisch signifikantemBluthochdruck.DaskönnteaufdennoradrenergenEffektvon

Duloxetinzurückzuführen sein.Fälle vonhypertensivenKrisenwurden im

ZusammenhangmitDuloxetin berichtet,besondersbeiPatientenmit

vorbestehendemBluthochdruck.Deshalb wird beiPatientenmitbekanntem

Bluthochdruckund/oderanderenHerzerkrankungen eineangemessene

ÜberwachungdesBlutdrucks empfohlen,besonderswährend desersten

Behandlungsmonats.Duloxetinmuss beiPatienten,derenZustand durcheine

erhöhteHerzfrequenzodereinen erhöhtenBlutdruck beeinträchtigtwerdenkönnte,

mitVorsichtangewendetwerden.BeigleichzeitigerAnwendungmitArzneimitteln,

die den Metabolismus vonDuloxetin beeinträchtigenkönnten,istVorsichtgeboten

(siehe Abschnitt4.5).BeiPatientenmitanhaltendemBlutdruckanstiegwährend der

Duloxetin-Einnahme sollte entwedereineDosisreduktionoderein schrittweises

Absetzenin Erwägunggezogenwerden (siehe Abschnitt4.8).

Nierenfunktionseinschränkung

BeidialysepflichtigenPatientenmitschwererNierenfunktionseinschränkung

(Kreatinin-Clearance<30 ml/min)tretenerhöhteDuloxetin-Plasmaspiegelauf.

Bezüglich PatientenmitschwererNierenfunktionseinschränkungsiehe Abschnitt4.3.

Bezüglich PatientenmitleichterodermittelschwererNierenfunktionsstörung siehe

Abschnitt4.2.

Serotonin-Syndrom

BeiderBehandlungmitDuloxetinkann dasSerotonin-Syndrom,ein potentiell

lebensbedrohlicherZustand,auftreten,insbesondere beigleichzeitigerAnwendung

vonweiterenserotonergen Arzneimitteln(einschließlich SSRIs,SNRIs,trizyklische

Antidepressiva oderTriptane),mitArzneimitteln,die den Serotoninstoffwechsel

beeinträchtigen(wie z.B.MAO-Hemmer),odermitAntipsychotika oderanderen

Dopaminantagonisten,die die serotonergenNeurotransmittersysteme beeinflussen

könnten(siehe Abschnitte 4.3und 4.5).

Symptome desSerotonin-Syndromskönnen Veränderungendesmentalen Zustands

(z.B.Agitation,Halluzinationen,Koma),autonomeInstabilität(z.B.Tachykardie,

labilerBlutdruck,Hyperthermie),neuromuskuläreVeränderungen(z.B.

Hyperreflexie,Koordinationsstörungen)und/odergastrointestinale Symptome(z.B.

Übelkeit,Erbrechen,Durchfall)beinhalten.

Wenn eine KombinationvonDuloxetinmitanderen serotonergenArzneimitteln,

welchedie serotonergenund/oderdopaminergenNeurotransmittersysteme

beeinflussenkönnen,klinisch angezeigtist,wird einesorgfältigeBeobachtungdes

Patientenempfohlen,insbesondere zu BeginnderBehandlungundbeieiner

Dosiserhöhung.

Johanniskraut

Nebenwirkungenkönnten häufigerauftreten,wennDuloxetinzusammenmit

pflanzlichen Zubereitungen angewendetwird,dieJohanniskraut(Hypericum

perforatum)enthalten.

Suizid/Suizidgedanken oderklinischeVerschlechterung

Depressive Erkrankungen und generalisierte Angststörung:

Depressive Erkrankungen sindmiteinemerhöhten Risikofürdie Auslösung von

Suizidgedanken,selbstschädigendemVerhaltenund Suizid (Suizid-bezogene

Ereignisse)verbunden.DieseserhöhteRisikobesteht,bises zu einersignifikanten

Linderung derSymptomekommt.Da diesenichtunbedingtschonwährend der

erstenBehandlungswochen auftritt,solltendiePatientendaherbiszumEintritteiner

Besserungengmaschigüberwachtwerden.Die bisherigeklinischeErfahrung zeigt,

dassdasSuizidrisiko zu BeginneinerBehandlung ansteigenkann.

AnderepsychiatrischeErkrankungen,fürdieDuloxetinverschriebenwird,können

ebenso miteinemerhöhtenRisikofürSuizid-bezogeneEreignisse einhergehen.

Außerdemkönnen dieseErkrankungenzusammen miteinerdepressiven

Erkrankung (EpisodeneinerMajorDepression)auftreten.Dahersolltenbei

BehandlungandererpsychiatrischerErkrankungen diegleichen

Vorsichtsmaßnahmeneingehaltenwerden wie beiderBehandlungvondepressiven

Erkrankungen.

BeiPatientenmitsuizidalemVerhaltenin derAnamnese odersolchen,die vorder

Therapie ausgeprägteSuizidabsichtenhatten,istdasRisikofürdie Auslösung von

Suizidgedankenoder-versuchenerhöht.Sie solltendaherwährend derBehandlung

besonderssorgfältig überwachtwerden.EineMeta-Analyse vonPlacebo-

kontrolliertenklinischenStudienzurAnwendungvonAntidepressiva bei

ErwachsenenmitpsychiatrischenStörungen zeigtebeiPatientenunter25Jahren,

die Antidepressiva einnahmen,ein erhöhtesRisikofürsuizidales Verhalten im

Vergleich zu Placebo.

Fälle vonsuizidalenGedankenund suizidalemVerhaltenwährend derTherapie mit

Duloxetinoderkurze Zeitnach BeendigungderBehandlungsindberichtetworden

(siehe Abschnitt4.8).

Die Arzneimitteltherapiesollte miteinerengmaschigenÜberwachungderPatienten,

vorallemderPatientenmithohemSuizidrisiko,insbesonderezu Beginnder

Behandlungundnach Dosisanpassungeneinhergehen.(siehe Abschnitt4.8).

Patienten(und derenBetreuer)sindaufdieNotwendigkeiteinerÜberwachung

hinsichtlich jederklinischen Verschlechterung desAuftretens vonsuizidalem

VerhaltenoderSuizidgedankenund ungewöhnlicherVerhaltensänderungen

hinzuweisen.Sie solltenunverzüglich medizinischenRateinholen,wenn derartige

Symptome auftreten.

SchmerzenbeidiabetischerPolyneuropathie:

Vereinzeltwurden Fälle vonSuizidgedankenundsuizidalemVerhaltenwährend

einerDuloxetin-Therapie oderkurznachAbsetzenderTherapie berichtet.Zu

Risikofaktorenhinsichtlich SuizidalitätbeiDepressionsiehe vorhergehender

Abschnitt.ÄrztesolltenihrePatientenermuntern,dasAuftretenvondeprimierenden

GedankenoderGefühlenjederzeitmitdemArztzu besprechen.

Blutungen

ImZusammenhang mitSSRI(engl.Selective Serotonin ReuptakeInhibitor)und

SNRI(engl.Serotonin/NoradrenalineReuptakeInhibitor),einschließlich Duloxetin,

wurden Blutungenwie Ekchymosen,Purpuraundgastrointestinale Blutungen

berichtet.VorsichtistgebotenbeiPatienten,dieAntikoagulantienund/oder

Arzneimittelerhalten,diebekanntermaßendieThrombozytenfunktionbeeinflussen

(z.B.Nichtsteroidale Antiphlogistika(NSAIDs)oderAcetylsalicylsäure (ASS))und

beiPatientenmitbekannterBlutungsneigung.

Hyponatriämie

WährendderAnwendung vonDuloxetinwurden Hyponatriämien berichtet,

einschließlich Fälle miteinemNatriumspiegelimSerumvonunter110mmol/l.

Hyponatriämiekann FolgedesSyndromsderinadäquatenADHSekretion(engl.

SyndromeofInappropriate Anti-DiureticHormoneSecretion –SIADH)sein.Die

MehrzahlderFälle vonHyponatriämiewurdebeiälterenPatientenberichtet,

insbesonderewenn siein Zusammenhang miteinerin derVergangenheit

aufgetretenenodereinerPrädispositionfüreinenverändertenFlüssigkeitshaushalt

auftraten.VorsichtistgebotenbeiPatientenmiterhöhtemRisikofürHyponatriämie,

wie z.B.:ältere Patienten,PatientenmitZirrhoseoderdehydriertePatientenoder

Patienten,diemitDiuretikabehandeltwerden.

AbsetzenderBehandlung

Absetzphänomenetreten häufignach BeendenderBehandlungauf,insbesondere

dann,wenn die Behandlung abruptbeendetwird(siehe Abschnitt4.8).Inklinischen

StudientratennacheinemabruptenBehandlungsabbruchbeietwa 45%dermit

Duloxetinbehandeltenund23%dermitPlacebobehandeltenPatienten

unerwünschteEreignisse auf.

Das RisikofürAbsetzsymptome beiSSRIsundSNRIskann aufverschiedenen

Faktorenberuhen,dazuzählendie Therapiedauerunddie Dosierungsowie der

GradderDosisreduktion.Die amhäufigstenberichtetenReaktionensindin Abschnitt

4.8aufgeführt.Die Symptomesindnormalerweise leichtbismittelschwer,beieinigen

Patientenkönnensiejedochauchschwerwiegend sein.Üblicherweise tretensie

innerhalb dererstenTagenach Absetzenauf.Sehrseltenwurdeauchberichtet,

dassAbsetzsymptome beiPatientenauftraten,die versehentlich eineeinzelneDosis

ausgelassenhatten.ImAllgemeinen sind dieseSymptomeselbstlimitierend und

verschwindengewöhnlich innerhalb von2Wochen,obgleich siebeieinigen

Patientenauchlänger(2-3 Monateodermehr)anhaltenkönnen.Deshalbwird

empfohlen,DuloxetinunterBerücksichtigungderBedürfnisse desPatienten langsam

stufenweise übereinenZeitraumvonmindestens2Wochen auszuschleichen (siehe

Abschnitt4.2).

ÄlterePatienten

EsliegenbegrenztDaten zurAnwendungvon120 mg Duloxetintäglich beiälteren

PatientenmitDepression odergeneralisierterAngststörungvor.Deshalbmussdie

BehandlungvonälterenPatientenmitderMaximaldosismitVorsichterfolgen(siehe

Abschnitt4.2und 5.2).

Akathisie/psychomotorischeUnruhe

Die AnwendungvonDuloxetinwurdemitdemAuftreteneinerAkathisie in

Verbindunggebracht.Dieseistdurcheinesubjektivunangenehme oderbelastende

Unruhe,Bewegungsdrang,häufig begleitetvondemUnvermögenstillzu sitzenoder

stillzu stehen,gekennzeichnet.Diestrittvornehmlich inden erstenWochen der

Behandlungauf.BeiPatienten,die solche Symptomeentwickeln,kanndie Erhöhung

derDosisnachteilig sein.

Arzneimittel,die Duloxetin enthalten

Duloxetinwird unterverschiedenenHandelsnamen inverschiedenenIndikationen

(Behandlung vonSchmerzenbeidiabetischerPolyneuropathie,depressiven

Erkrankungen,generalisierterAngststörungundBelastungsharninkontinenz)

angewendet.Die gleichzeitige AnwendungvonmehralseinemdieserArzneimittel

sollte vermiedenwerden.

Hepatitis/Erhöhte Leberenzymwerte

UnterDuloxetin-Therapie wurden Fälle vonLeberschädigung,einschließlich

schwerwiegenderErhöhung vonLeberenzymwerten(>10-fache Erhöhung

gegenüberdenNormalwerten),Hepatitis undGelbsuchtberichtet(siehe Abschnitt

4.8).DiemeistenFälle tratenin denerstenBehandlungsmonatenauf.DieFormder

Leberschädigungwarüberwiegend hepatozellulär.DuloxetinsolltemitVorsicht

angewendetwerden beiPatienten,die eineLeberschädigung haben oderdie andere

Arzneimitteleinnehmen,die zu Leberschädigungführenkönnen.

Sucrose

duloxetin-biomoenthältSucrose.PatientenmitderseltenenhereditärenFructose-

Intoleranz,Glucose-Galactose-MalabsorptionoderSaccharase-Isomaltase-Mangel

dürfendiesesArzneimittelnichteinnehmen.

AnwendungbeiKindernund Jugendlichen unter18Jahren

duloxetin-biomodarfbeiKindernund Jugendlichen unter18Jahrennicht

angewendetwerden.Suizidales Verhalten(Suizidversuche und –gedanken)und

Feindseligkeit(hauptsächlich Aggression,herausforderndes Verhaltenund Zorn)

wurden inklinischen StudienmitKindernundJugendlichen häufigeruntereiner

Therapie mitAntidepressiva beobachtetalsunterPlacebo.Wirdaufgrundeiner

klinischen NotwendigkeitdennochdieEntscheidungzurBehandlunggetroffen,muss

derPatientsorgfältig aufAnzeichen vonsuizidalen Symptomenüberwachtwerden

(siehe Abschnitt5.1).WeiterhinfehlenLangzeitdatenzurSicherheitbeiKindernund

Jugendlichen unter18Jahrenhinsichtlich desWachstums,derkörperlichen

Entwicklungsowie derEntwicklung vonKognitionund Verhalten(siehe Abschnitt

4.8).

4.5WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnund sonstige

Wechselwirkungen

Monoaminoxidase-Hemmer(MAO-Hemmer):WegendesRisikos einesSerotonin-

SyndromsdarfDuloxetinnichtinKombinationmitnichtselektiven,irreversiblen

Monoaminoxidase-Hemmern(MAO-Hemmern)oderinnerhalb derersten14Tage

nach Beendigung derBehandlungmiteinemMAO-Hemmereingenommen werden.

Aufgrund derHalbwertszeitvonDuloxetinmüssen mindestens5Tage nach

Beendigungderduloxetin-biomoEinnahme vergehen,bevormitderEinnahme eines

MAO-Hemmersbegonnen wird (siehe Abschnitt4.3).

Die KombinationvonDuloxetinmiteinemselektiven,reversiblenMAO-Hemmerwie

Moclobemidwird nichtempfohlen(siehe Abschnitt4.4).Das AntibiotikumLinezolid

isteinreversibler,nicht-selektiverMAO-Hemmerund sollte beiPatienten,die mit

Duloxetinbehandeltwerden,nichtangewendetwerden(siehe Abschnitt4.4).

CYP1A2 Inhibitoren:DaCYP1A2 amMetabolismus vonDuloxetinbeteiligtist,istes

wahrscheinlich,dasseinegleichzeitige AnwendungvonDuloxetinmitstarken

CYP1A2 Inhibitorenzu einerhöherenKonzentrationvonDuloxetinführenkann.

Fluvoxamin(100mgeinmaltäglich),einpotenterInhibitorvonCYP1A2,senkte die

Plasma-Clearance vonDuloxetinum77%underhöhtedie AUC

0-t umdas6fache.

Deshalb darfDuloxetinnichtgleichzeitigmiteinempotentenInhibitorvonCYP1A2,

wie Fluvoxamin,angewendetwerden (siehe Abschnitt4.3).

ZNSwirksameArzneimittel:EsliegenkeinesystematischenUntersuchungen über

dasRisikoeinergemeinsamenAnwendungvonDuloxetinund anderenalsden

nachfolgendaufgeführten ZNSwirksamenArzneimittelnvor.Infolgedessen istbei

KombinationvonDuloxetinmitanderenzentralwirksamenArzneimitteln oder

Substanzen,einschließlich Alkoholund Sedativa (z.B.Benzodiazepine,Opiode,

Antipsychotika,Phenobarbital,sedative Antihistaminika)Vorsichtgeboten.

SerotonergeArzneimittel:In seltenen Fällenwurdeein Serotonin-Syndrombei

Patientenberichtet,diegleichzeitigSSRIs/SNRIsmitserotonergenArzneimitteln

eingenommenhaben.Vorsichtistgeboten,wenn Duloxetingleichzeitigmit

serotonergenArzneimitteln wie SSRIs,SNRIs,trizyklischen Antidepressiva (wie

ClomipraminoderAmitriptylin),MAO-Hemmern(wie MoclobemidoderLinezolid),

Johanniskraut(Hypericumperforatum)oderTriptanen,Tramadol,Pethidin und

Tryptophaneingenommen wird (siehe Abschnitt4.4).

WirkungenvonDuloxetinaufandereArzneimittel

ÜberCYP1A2 metabolisierteArzneimittel:Die PharmakokinetikvonTheophyllin,

einemCYP1A2 Substrat,wurdedurchdiegleichzeitigeGabevonDuloxetin (60mg

zweimaltäglich)nichtsignifikantbeeinträchtigt.

ÜberCYP2D6 metabolisierteArzneimittel:Duloxetin istein moderaterInhibitorvon

CYP2D6.BeiAnwendung vonDuloxetinin einerDosierung vonzweimaltäglich 60

mgundeinerEinzeldosisDesipramin,einemCYP2D6 Substrat,erhöhtesich die

AUCvonDesipramin umdas3fache.Diegleichzeitige AnwendungvonDuloxetin

(40mgzweimaltäglich)erhöhtedie Steady-StateAUCvonTolterodin(2mgzweimal

täglich)um71%,beeinflussteaberdiePharmakokinetikseinesaktiven5-Hydroxy-

Metabolitennicht.EswirdkeineDosisanpassung empfohlen.Vorsichtistgeboten,

wenn DuloxetinzusammenmitArzneimittelnangewendetwird,die vorwiegendüber

CYP2D6 metabolisiertwerden,(z.B.:Risperidonund trizyklischeAntidepressiva

(TZA)wie Nortriptylin,Amitriptylin undImipramin)insbesondere,wenn dieseeine

geringetherapeutischeBreite aufweisen(wie z.B.Flecainid,Propafenonund

Metoprolol).

Orale Kontrazeptiva undandere steroidale Arzneimittel:Ergebnissevonin vitro

Untersuchungenzeigen,dassDuloxetindiekatalytischeAktivitätvonCYP3Anicht

induziert.SpezifischeinvivoArzneimittelwechselwirkungsstudienwurdennicht

durchgeführt.

Antikoagulantienund Thrombozytenaggregationshemmer:Diegleichzeitige

AnwendungvonDuloxetin und Antikoagulantienoder

Thrombozytenaggregationshemmerndarfaufgrund dererhöhtenBlutungsgefahr,die

aufeinepharmakodynamischeInteraktionzurückzuführenist,nurmitVorsicht

erfolgen.BeigleichzeitigerGabe vonDuloxetinbeiPatienten,diemitWarfarin

behandeltwurden,wurdenerhöhteGerinnungswerte(INR)berichtet.Die

gleichzeitigeGabe vonDuloxetinundWarfarinunterSteady-State-Bedingungenim

Rahmeneinerklinisch-pharmakologischenStudie beigesundenProbandenzeigte

jedochkeineklinisch signifikante Veränderung derINRimVergleich zum

AusgangswertoderderPharmakokinetikvonR-oderS-Warfarin.

WirkungenvonanderenArzneimitteln aufDuloxetin

Antazidaund H2-Antagonisten:DiegleichzeitigeAnwendungvonDuloxetin und

Aluminium-und Magnesium-haltigenAntazidaoderFamotidin,hattekeinen

signifikantenEinfluss aufdasAusmaßoderdie GeschwindigkeitderResorption von

Duloxetinnach oralerGabeeiner40mg Dosis.

CYP1A2 Induktoren:PharmakokinetischeAnalysenhabengezeigt,dassRaucherim

Vergleich zu Nichtrauchern eineumnahezu 50%reduzierte Plasmakonzentration

vonDuloxetinaufwiesen.

4.6Fertilität,SchwangerschaftundStillzeit

Fertilität

DuloxetinzeigtekeineWirkung aufdiemännlicheFertilität.DieWirkungaufdie

weiblicheFertilitätwurdenurbeiDosen,die zurmaternalenToxizitätführten,

nachgewiesen.

Schwangerschaft

EsliegenkeinehinreichendenDatenzurAnwendung vonDuloxetinbei

Schwangerenvor.

Tierexperimentelle Studienhaben Reproduktionstoxizitätbeieinersystemischen

Exposition(AUC)vonDuloxetin,die unterhalbdermaximalenklinischen Exposition

lag,gezeigt(siehe Abschnitt5.3).

Das potentielle Risikofürden Menschen istnichtbekannt.

Datenausepidemiologischen Studiendeutendaraufhin,dassdie Anwendungvon

SelektivenSerotonin-Wiederaufnahme-Inhibitoren (SSRI)in derSchwangerschaft,

insbesondereimspätenStadiumeinerSchwangerschaft,dasRisikofürdas

AuftreteneinerprimärenpulmonalenHypertonie beiNeugeborenen(PPHN,auch

persistierendepulmonale Hypertoniegenannt)erhöhenkann.Obwohles keine

Studiengibt,die einen ZusammenhangzwischenderBehandlung mitSNRIund dem

AuftretenvonPPHNuntersuchthaben,kanndiesespotentielle RisikofürDuloxetin

nichtausgeschlossenwerden,wenn mandenzugehörigenWirkmechanismus

(InhibitionderWiederaufnahmevonSerotonin)berücksichtigt.

Entzugssymptome beiNeugeborenenkönnenauftreten,wenn die Mutterkurzvor

demEntbindungsterminDuloxetineingenommenhat.ZudiesenEntzugssymptomen,

die imZusammenhangmitderDuloxetin-Einnahme beobachtetwurden,können

Hypotonie,Tremor,nervöseUnruhe,SchwierigkeitenbeimFüttern,Atemnotund

zerebrale Krampfanfällegehören.InderMehrzahlderFälletratendieseentweder

beiderEntbindung oderinnerhalb wenigerTagedanach auf.

Duloxetindarfwährend derSchwangerschaftnureingenommenwerden,wenn der

potentielle Nutzendaspotentielle RisikofürdenFötusrechtfertigt.Frauen sollten

angewiesen werden,ihren Arztdavonin Kenntniszu setzen,wenn sieschwanger

werden oderwenn siebeabsichtigen,während derTherapie schwangerzu werden.

Stillzeit

BasierendaufeinerStudie mit6 laktierenden Frauen,die ihreKindernichtgestillt

haben,gehtDuloxetinnurin sehrgeringerMenge indie Muttermilch über.Die von

einemSäuglingprokgKörpergewichtaufgenommene Menge,liegtbeietwa 0,14%

dervonderMuttereingenommenenDosis(sieheAbschnitt5.2).Dakeine

Informationüberdie SicherheitvonDuloxetinbeiSäuglingenund Kindernvorliegt

wird die AnwendungvonDuloxetinwährend derStillzeitnichtempfohlen.

4.7AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitund dieFähigkeitzumBedienen

vonMaschinen

EswurdenkeineStudienzu den Auswirkungenaufdie Verkehrstüchtigkeitunddie

FähigkeitzumBedienenvonMaschinen durchgeführt.MitderAnwendungvon

DuloxetinkannmöglicherweiseMüdigkeitund Schwindeleinhergehen.Patienten

solltendaraufhingewiesenwerden,dasssie imFalle einesAuftretensvonMüdigkeit

und SchwindelpotentiellgefährlicheTätigkeiten,wie z.B.dasFührenvon

FahrzeugenoderdasBedienenvonMaschinenvermeidensollen.

4.8Nebenwirkungen

ZusammenfassungdesNebenwirkungsprofils

Die amhäufigstenberichtetenNebenwirkungenbeiPatienten,diemitDuloxetin

behandeltwurden,warenÜbelkeit,Kopfschmerzen,Mundtrockenheit,Schläfrigkeit

und Schwindel.Die Nebenwirkungenwarenjedoch überwiegend leichtbis

mittelschwer.Sie tratengewöhnlich zu Behandlungsbeginnaufund verschwanden

meistens,auchunterFortsetzung derTherapie.

Tabellarische ZusammenfassungderNebenwirkungen

Tabelle 1beinhaltetNebenwirkungenausSpontanberichtensowie aus

placebokontrolliertenklinischen Studien(insgesamt9454Patienten,vondenen5703

PatientenDuloxetinund3751Placeboerhielten)zurBehandlungvondepressiven

Erkrankungen,generalisierterAngststörungundSchmerzenbeidiabetischer

Polyneuropathie.

Tabelle 1:Nebenwirkungen

Häufigkeitseinteilung:Sehrhäufig ( ≥1/10),häufig(≥1/100 bis<1/10)gelegentlich

≥1/1000bis<1/100),selten(≥1/10000 bis<1/1000),sehrselten(<1/10000).

InnerhalbjederHäufigkeitsgruppewerden die Nebenwirkungennach abnehmendem

Schweregradangegeben.

SehrhäufigHäufig Gelegentlich Selten

Infektionenundparasitäre Erkrankungen

Laryngitis

ErkrankungendesImmunsystems

Anaphylaktische

Reaktion

Überempfindlichkeits-

reaktion

SehrhäufigHäufig Gelegentlich Selten

Endokrine Erkrankungen

Hypothyreose

Stoffwechsel-undErnährungsstörungen

Verminderter

Appetit Hyperglykämie

(hauptsächlich bei

Diabetes-Patienten

berichtet) Dehydratation

Hyponatriämie

SIADH(Syndromder

inadäquatenADH-

Sekretion) 6

PsychiatrischeErkrankungen

Schlaflosigkeit

Agitiertheit

Libido-

verminderung

Angst

Anormaler

Orgasmus

Anormale

Suizidgedanken 5,7

Schlafstörungen

Zähneknirschen

Verwirrtheit

Apathie Suizidales

Verhalten 5,7

Manie

Halluzinationen

AggressionundWut 4

ErkrankungendesNervensystems

Kopf-

schmerzen

Schläfrigkeit Schwindel

Lethargie

Tremor

Parästhesien Myoklonus

Akathisie 7

Nervosität

Aufmerksamkeits-

störung

Geschmacksstörung

Dyskinesie

RestlessLegs-

Syndrom

Serotonin-Syndrom 6

Krampfanfälle 1

Psychomotorische

Unruhe 6

Extrapyramidale

Symptome 6

Augenerkrankungen

UnscharfesSehenMydriasis

Sehstörungen Glaukom

ErkrankungendesOhrsund desLabyrinths

Tinnitus 1 Vertigo

Ohrenschmerzen

Herzerkrankungen

Herzklopfen Tachykardie

Supraventrikuläre

Arrhythmien,

überwiegend

Vorhofflimmern

Gefäßerkrankungen

Blutdruckanstieg 3

Erröten Synkope 2

Hypertonie 3,7

Orthostatische

Hypotension 2

Kalte Extremitäten Hypertensive Krise 3,6

ErkrankungenderAtemwege,desBrustraumsundMediastinums

Gähnen Engegefühlim

Rachen

Epistaxis

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Übelkeit

Mund-

trockenheit Obstipation

Diarrhoe

Abdominal-

schmerzen

Erbrechen

Dyspepsie

Flatulenz Gastrointestinale

Blutungen 7

Gastroenteritis

Aufstoßen

Gastritis

Dysphagie Stomatitis

Hämatochezie

Mundgeruch

Leber-undGallenerkrankungen

Hepatitis 3

Erhöhte

Leberenzymwerte

(ALT,AST,alkalische

Phosphatase)

Akute

Leberschädigung Leberinsuffizienz 6

Ikterus 6

ErkrankungenderHautund desUnterhautzellgewebes

Vermehrtes

Schwitzen

Hautausschlag Nachtschweiß

Urtikaria

Kontakt-Dermatitis

KalterSchweiß

Lichtüberempfindlich-

keitderHaut

ErhöhteNeigungzu

Blutergüssen Stevens-Johnson-

Syndrom 6

Angioödem 6

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-undKnochenerkrankungen

Muskuloskeletale

Schmerzen Muskelsteifigkeit

Muskelzuckungen Krampfder

Kaumuskulatur

Muskelkrämpfe

ErkrankungenderNieren und Harnwege

Dysurie

Pollakisurie Harnverhalten

Harnverzögerung

Nykturie

Polyurie

Verminderter

Harnfluss AnormalerUringeruch

ErkrankungenderGeschlechtsorganeund derBrustdrüse

Erektile

Dysfunktion

Ejakulations-

störungen

Verzögerte

Ejakulation Gynäkologische

Blutungen

Menstruations-

störungen

Sexuelle Dysfunktion

Hodenschmerzen Menopausale

Symptome

Galaktorrhoe

Hyperprolaktinämie

AllgemeineErkrankungen und Beschwerden amVerabreichungsort

Stürze 8

Müdigkeit Brustschmerzen 7

Unbehagen

Kältegefühl

Durst

Schüttelfrost

Unwohlsein

Hitzegefühl

Gangstörung

Untersuchungen

Gewichts-

abnahme Gewichtszunahme

Kreatininphospho-

kinase-Anstiegim

Blut

Erhöhter

KaliumspiegelimBlut Erhöhter

Cholesterinspiegelim

Blut

1 Eswurden auchnach AbsetzenderTherapie Fälle vonKrampfanfällenund Fälle von

Tinnitusberichtet.

2 FällevonorthostatischerHypotensionund Synkope wurden besonderszu Beginn

derTherapie berichtet.

3 Siehe Abschnitt4.4.

4 Eswurden Fälle vonAggressionundWutinsbesondere zu Beginnodernach

AbsetzenderTherapie berichtet.

5 FällevonsuizidalenGedankenundsuizidalemVerhaltenwährend derTherapie mit

Duloxetinoderkurze Zeitnach BeendigungderBehandlungsindberichtetworden

(siehe Abschnitt4.4).

6 Geschätzte Häufigkeitanhand vonNebenwirkungsberichtennach Markteinführung;

nichtin placebokontrolliertenklinischen Studienbeobachtet.

7 StatistischnichtsignifikantandersalsPlacebo.

8 Stürze traten beiälteren Patienten(

65Jahre)häufigerauf.

BeschreibungeinzelnerbestimmterNebenwirkungen

Das Absetzen(besondersabruptes Absetzen)vonDuloxetinführthäufig zu

Absetzphänomenen.Schwindel,sensorischeBeeinträchtigungen(Parästhesienoder

Empfindungenähnlich einemelektrischenSchlag,insbesondere imKopf),

Schlafstörungen(einschließlich Schlaflosigkeitund intensives Träumen),Müdigkeit,

Somnolenz,AgitiertheitoderÄngstlichkeit,Übelkeitund/oderErbrechen,Tremor,

Kopfschmerzen,Myalgie,Reizbarkeit,Diarrhoe,vermehrtesSchwitzenund

Drehschwindelsinddie amhäufigstenberichtetenReaktionen.

ImAllgemeinensindfürSSRIsund SNRIsdieseEreignisseleichtbismittelschwer

und selbstlimitierend,beieinigenPatientenjedoch schwerund/oderlänger

andauernd.IsteineDuloxetintherapie nichtmehrnotwendig,wird daherein

Ausschleichen inFormeinerschrittweisenDosisreduktion empfohlen(siehe

Abschnitte 4.2und 4.4).

Währendder12-wöchigen akutenPhase vondreiDuloxetin-StudienbeiPatienten

mitSchmerzenbeidiabetischerNeuropathie,wurden beimitDuloxetinbehandelten

Patienten,geringfügigeaberstatistisch signifikante Erhöhungender

Nüchternblutzuckerwertebeobachtet.Die HbA

-Werte warensowohlbeiDuloxetin-

alsauch Placebobehandlungstabil.In denbiszu52Wochendauernden

VerlängerungsphasendieserStudienwurdeeineErhöhungderHbA

-Wertein

beiden Patientengruppen (Duloxetin-und Standardbehandlung)beobachtet,wobei

die mittlereErhöhungbeimitDuloxetinbehandeltenPatientenum0,3%stärker

ausgeprägtwar.DesWeiterentrateinegeringfügigeErhöhung der

Nüchternblutzucker-undGesamtcholesterinwerte inderDuloxetin-Gruppeauf.Bei

StandardbehandlungzeigtendieseWerteeinen leichtenRückgang.

Die herzfrequenzkorrigiertenQT-Intervalle dermitDuloxetinbehandeltenPatienten

unterschiedensich nichtvondenen dermitPlacebobehandeltenPatienten.Es

wurden keineklinisch signifikantenUnterschiedezwischen mitDuloxetinund mit

PlacebobehandeltenPatientenbeidenMessintervallenQT,PR,QRS,QTcB

beobachtet.

Kinderund Jugendliche

Eswurden insgesamt509 KinderundJugendlicheimAltervon7bis17Jahrenmit

depressivenErkrankungen sowie 241 KinderundJugendlicheimAltervon7 bis17

JahrenmitgeneralisierterAngststörunginklinischen StudienmitDuloxetin

behandelt.ImAllgemeinenwardasNebenwirkungsprofilvonDuloxetinbeiKindern

und Jugendlichen ähnlich demvonErwachsenen.

Beiinsgesamt467 Kindern undJugendlichen,dieDuloxetinin randomisierten

klinischen Studienerhielten,wurdeeineGewichtsabnahmevondurchschnittlich0,1

kg nach 10Wochen beobachtet,verglichenmiteinerGewichtszunahme von0,9kg

beiden 353mitPlacebobehandeltenPatienten.Währendderanschließenden,vier-

bissechsmonatigenVerlängerungsphasenormalisiertesich imDurchschnittdas

GewichtderPatiententendenziellzurerwartetenPerzentile des

Ausgangsgewichtes,basierend aufDatengleichaltrigerundgleichgeschlechtlicher

Personen.

In biszu 9MonatenandauerndenStudienwurdebeiKindernundJugendlichen,die

Duloxetinerhielten,insgesamteinedurchschnittlicheVerminderungvon1%zur

Perzentile derKörpergrößebeobachtet(Rückgang um2%beiKindernvon7 bis11

JahrenundZunahme von0,3%beiJugendlichen von12bis17Jahren)(siehe

Abschnitt4.4).

Meldungdes Verdachts aufNebenwirkungen

Die MeldungdesVerdachtsaufNebenwirkungennach derZulassungistvongroßer

Wichtigkeit.Sie ermöglichteinekontinuierlicheÜberwachungdesNutzen-Risiko-

Verhältnisses desArzneimittels.

AngehörigevonGesundheitsberufensindaufgefordert,jedenVerdachtsfalleiner

Nebenwirkungdem

BundesinstitutfürArzneimittelund Medizinprodukte

Abt.Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-KiesingerAllee3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9Überdosierung

Fälle vonÜberdosierung mit5400mg Duloxetinwurden allein oderin Kombination

mitanderenArzneimitteln berichtet.EinigeTodesfälle sind aufgetreten,überwiegend

beiÜberdosierunginKombinationmitanderenArzneimitteln,aberauchmit

Duloxetinallein beieinerDosierungvonungefähr1000mg.Anzeichen und

Symptome derÜberdosierung(Duloxetinalleineoderin Kombinationmitanderen

Arzneimitteln)beinhaltetendasAuftretenvonSchläfrigkeit,Koma,Serotonin-

Syndrom,zerebralenKrampfanfällen,ErbrechenundTachykardie.

Esistkein spezifischesAntidotfürDuloxetinbekannt,solltejedochein Serotonin-

Syndromauftreten,kanneineentsprechendeBehandlung(mitz.B.Cyproheptadin

und/oderTemperaturkontrolle)in Erwägunggezogenwerden.Die Aufrechterhaltung

derAtmung sollte sichergestelltwerden.Die ÜberwachungderHerz-und

Vitalfunktionenwird empfohlen,nebenweiterenangemessenensymptomatischen

und unterstützenden Maßnahmen.EineMagenspülungkannsinnvollsein,wenn sie

bald nach derEinnahmeoderbeisymptomatischen Patientendurchgeführtwird.Die

Gabe vonAktivkohlekann helfen,die Resorptionzu vermindern.Duloxetinhatein

großes Verteilungsvolumenund eineforcierteDiurese,Hämoperfusionund

Austauschperfusion(Peritonealdialyse)sindwahrscheinlich wenighilfreich.

5.PHARMAKOLOGISCHEEIGENSCHAFTEN

5.1PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Psychoanaleptika,andere Antidepressiva.

ATC-Code:N06AX21

Wirkmechanismus

DuloxetinisteinkombinierterSerotonin(5-HT)undNoradrenalin(NA)

Wiederaufnahmehemmer.EszeigteinegeringeWiederaufnahmehemmungvon

Dopaminohnesignifikante Affinitätfürhistaminerge,dopaminerge,cholinerge und

adrenergeRezeptoren.Duloxetinerhöhtdosisabhängigdie extrazelluläre

Konzentration vonSerotonin und Noradrenalin inverschiedenenGehirnarealenvon

Tieren.

PharmakodynamischeWirkungen

Duloxetinnormalisierte die Schmerzschwelle inverschiedenenpräklinischen

Modellenfürneuropathischeund entzündlicheSchmerzenund dämpftedas

Schmerzverhaltenin einemModellfürchronische Schmerzen.Die

schmerzhemmendeWirkung vonDuloxetinerklärtmansich übereineVerstärkung

derabsteigendenhemmenden SchmerzbahnenimzentralenNervensystem.

KlinischeWirksamkeitund Sicherheit

Depressive Erkrankungen:

Duloxetinwurdeinklinischen Studienmitinsgesamt3158Patienten(1285

Patientenjahre Exposition),die die DiagnosekriterieneinerDepressionnach DSM-IV

erfüllten,untersucht.

DieWirksamkeitvonDuloxetinin derempfohlenen Dosisvon60mgeinmaltäglich

wurdein dreivondreirandomisierten,doppelblinden,placebokontrollierten

AkutstudienmitfixerDosierung miterwachsenen,ambulanten,depressiven

Patientennachgewiesen.

InsgesamtwurdedieWirksamkeitvonDuloxetininTagesdosenvon60 –120 mg in

fünfvonsiebenrandomisierten,doppelblinden,placebokontrolliertenAkutstudienmit

fixerDosierungmiterwachsenen,ambulanten,depressivenPatienten

nachgewiesen.

Duloxetinzeigte statistisch signifikanteÜberlegenheitgegenüberPlacebo,erhoben

anhandderVerbesserung desGesamtwertesder17Punkte umfassendenHamilton

DepressionRatingScale(HAMD

)(beinhaltetdie emotionalenund somatischen

Symptome derDepression).

Die Ansprech-und die RemissionsratenwarenmitDuloxetinimVergleichmit

Placeboebenfallsstatistisch signifikanthöher.NureingeringerTeilderPatienten,

die inzulassungsrelevantenklinischen Studieneingeschlossenwaren,hatte eine

schwereDepression(HAM-D-Wert>25)zu Beginn derBehandlung.

In einerStudie zurRückfallpräventionwurden diePatienten,die aufeine12-wöchige

Akuttherapie mit60mgDuloxetineinmaltäglichansprachen,fürweitere6 Monate

entwederauf60mgDuloxetineinmaltäglich oderaufPlaceborandomisiert.

BezogenaufdasprimäreEndziel,die PräventioneinesRückfalls-gemessenalsdie

ZeitbiszumAuftretendesRückfalls-zeigten60mgDuloxetineinmaltäglich

gegenüberPlaceboeinestatistisch signifikanteÜberlegenheit(p=0,004).Die

InzidenzvonRückfällenwährend der6-monatigen doppelblindenFollow-upPhase

betrug 17%fürdie Duloxetin-

Gruppeund 29%fürdiePlacebo-Gruppe.

Währendeiner52-wöchigenplacebokontrollierten,doppelblindenBehandlunghatten

PatientenmitwiederkehrenderMajorDepression,die mitDuloxetinbehandelt

wurden,einesignifikantlängere symptomfreie Zeit(p<0,001)alsPatienten,die auf

Placeborandomisiertwurden.Alle Patientenhattenzuvorin eineroffenen

Behandlung(28bis34Wochen)aufDuloxetinin Dosierungenvon60bis120mg

täglich angesprochen.Während der52-wöchigenplacebokontrollierten,

doppelblindenBehandlungsphaseerfuhren14,4%dermitDuloxetinbehandelten

Patientenund33,1%dermitPlacebobehandelten PatienteneineWiederkehrihrer

depressivenSymptome(p<0,001).

DieWirkungvon60mgDuloxetineinmaltäglichbeidepressivenPatienten ≥65

Jahrenwurdespeziellin einerStudie untersucht,die einen statistischsignifikanten

UnterschiedbeiderReduktion desHAMD

Wertes vonmitDuloxetinbehandelten

PatientenimVergleich zu Placebozeigte.Die Verträglichkeitvon60mgDuloxetin

einmaltäglich warbeiälterenPatientenundjüngerenErwachsenenvergleichbar.Es

liegenjedochbegrenzteDatenfürälterePatienten,diemitderMaximaldosis(120

mgtäglich)behandeltwurden,vor.Deshalb wird beiderBehandlungdieser

PatientengruppemitderMaximaldosis(120mgtäglich)zurVorsichtgeraten.

GeneralisierteAngststörung:

Duloxetinzeigte statistisch signifikanteÜberlegenheitgegenüberPlaceboinfünfvon

fünfStudien.Davonwarenvierrandomisierte,doppelblinde und placebokontrollierte

AkutstudienundeineStudie zurRückfallpräventionanerwachsenenPatientenmit

generalisierterAngststörung.

Duloxetinzeigte statistisch signifikanteÜberlegenheitgegenüberPlacebo,

gemessenanhandderVerbesserung desGesamtwertes derHamiltonAnxietyScale

(HAM-A)und desScoresfürdiefunktionelle Gesamtbeeinträchtigung derSheehan

DisabilityScale (SDS).Die Ansprech-und dieRemissionsratenwarenunter

DuloxetinimVergleich zu Placeboebenfallshöher.Duloxetinzeigte einemit

Venlafaxin vergleichbareWirksamkeithinsichtlichderVerbesserungdesHAM-A-

Gesamtwertes.

In einerStudie zurRückfallpräventionwurden Patienten,die aufeine6-monatige

offeneAkuttherapiemitDuloxetinansprachen,fürweitere6Monateentwederauf

DuloxetinoderaufPlaceborandomisiert.Bezogen aufdie Präventioneines

Rückfalls –gemessenalsdie ZeitbiszumAuftretendesRückfalls–zeigten 60mg

bis120mgDuloxetineinmaltäglichgegenüberPlaceboeine statistisch signifikante

Überlegenheit(p<0,001).Die InzidenzvonRückfällenwährend der6-monatigen

doppelblindenFollow-upPhase betrug14%fürdie Duloxetin-Gruppeund42%für

die Placebo-Gruppe.

DieWirksamkeitvon30 –120mg(flexible Dosierung)Duloxetineinmaltäglich bei

älterenPatienten(>65Jahre)mitgeneralisierterAngststörungwurdein einerStudie

untersucht,die einestatistisch signifikante VerbesserungdesGesamtwertes der

HamiltonAnxietyScale (HAM-A)beimitDuloxetinbehandeltenPatientenim

Vergleich zu Placebozeigte.DieWirksamkeitundSicherheitvon30-120mg

DuloxetineinmaltäglichbeiälterenPatientenmitgeneralisierterAngststörung war

vergleichbardem,was inStudienmitjüngerenErwachsenenbeobachtetwurde.

AllerdingssinddieDatenfürältere Patienten,diemitderMaximaldosis(120 mg

einmaltäglich)behandeltwurden,begrenzt.Deshalb sollte die Behandlung älterer

PatientenmitderMaximaldosis(120mgeinmaltäglich)mitVorsichterfolgen.

Behandlung vonSchmerzen beidiabetischerPolyneuropathie:

DieWirksamkeitvonDuloxetinbeidiabetischenneuropathischenSchmerzenwurde

in zweirandomisierten,12-wöchigen,doppelblinden,placebokontrolliertenStudien

mitfestgelegterDosierung beiErwachsenen (22bis88Jahre),beidenenseit

mindestens6 Monatendiabetische neuropathische Schmerzenbestanden,

festgestellt.Patienten,die die Diagnosekriterienfüreinedepressive Erkrankung

(EpisodeneinerMajorDepression)aufwiesen,warenvondiesen Studien

ausgeschlossen.Das primäreZielkriteriumwardas wöchentlicheMitteldes

durchschnittlichenTagesschmerzes(über24Stunden).Dieserwurdetäglich auf

einer11-Punkte-Likert-Skala vondenPatientenin einemTagebuch erfasst.

In beiden StudienreduzierteDuloxetinin den Dosierungenvoneinmaltäglich 60mg

oderzweimaltäglich 60mgsignifikantdie SchmerzenimVergleich zu Placebo.Die

WirkungtratbeieinigenPatientenin dererstenBehandlungswoche ein.Die mittlere

Verbesserung zwischen den zweiDuloxetin-Behandlungsarmenwarnichtsignifikant

unterschiedlich.Einemindestens30%ige Schmerzreduktionverzeichneten65%der

mitDuloxetinbehandelten Patientengegenüber40%dermitPlacebobehandelten

Patienten.Die entsprechenden Zahlenfüreinemindestens50%ige

Schmerzreduktionwaren50%(Duloxetin-Behandlungsgruppen)beziehungsweise

26%(Placebogruppen).Die klinischen Ansprechraten( ≥50%Schmerzlinderung)

wurden entsprechenddemAuftretenvonSchläfrigkeitanalysiert.Die Ansprechraten

vonPatienten,beidenenes nichtzu Schläfrigkeitkam,betrugen47%beimit

DuloxetinbehandeltenPatientengegenüber27%beimitPlacebobehandelten

Patienten.Die AnsprechratenvonPatienten,beidenenes zu Schläfrigkeitkam,

betrugen60%beiDuloxetinbehandlunggegenüber30%beiPlacebobehandlung.Bei

Patienten,beidenen innerhalb von60BehandlungstagenkeineSchmerzreduktion

von30%auftrat,waresunwahrscheinlich,dassdies während derweiteren

Behandlungerreichtwürde.

In eineroffenen,nicht-kontrolliertenLangzeitstudie beiPatienten,dieaufeine8-

wöchige Akuttherapiemit60mg Duloxetineinmaltäglich ansprachen,bliebdie

Schmerzreduktionüberweitere6Monateerhalten,gemessenanhandder

VeränderungdesmitdemSchmerzfragebogen„BriefPainInventory“(BPI)erfassten

durchschnittlichenTagesschmerzes(über24Stunden).

Kinderund Jugendliche

DuloxetinwurdebeiPatientenunter7 Jahrennichtuntersucht.

Eswurden zweirandomisierte,doppelblinde,parallele klinischeStudienmit800

KindernundJugendlichen imAltervon7bis17Jahrenmitdepressiven

Erkrankungendurchgeführt(siehe Abschnitt4.2).DiesezweiStudienbeinhalteten

eine10-wöchige,Placebo und aktiv(Fluoxetin)kontrollierteAkutphase,gefolgtvon

einer6-monatigen,aktivkontroll iertenVer ängerungs haseederuoetin(-

mg)nochderative ontroarm(uoetin-mg)unterschiedensich

statistisch vonPaceboin Bezugaufdie Veränderungvomusgangsertzum

ndun timS-(hidrenseressionatingScae-Revised)Gesamtwert.

ImVergleich zu Fluoxetinwardie Studienabbruchrateaufgrund vonunerwünschten

EreignissenbeiPatienten,die Duloxetineinnahmen,höher,meistaufgrund von

Übelkeit.Während der10-wöchigenakutenBehandlungsperiodewurden suizidale

Verhaltensweisenberichtet(Duloxetin0/333[0%],Fluoxetin2/225[0.9%],Placebo

1/220[0.5%]).ImVerlaufdergesamten36-wöchigen,randomisiertenStudie lagdas

AuftretenvonsuizidalemVerhaltenbei6 von333mitDuloxetinbehandelten

Patientenbzw.bei3von225mitFluoxetinbehandeltenPatienten(diesentspricht

0,039 EreignissenproPatientundJahrfürDuloxetin sowie 0,026 Ereignissenpro

PatientundJahrfürFluoxetin).Zusätzlich zeigteein Patient,dervonPlaceboauf

Duloxetinumgestelltwurde,suizidales Verhaltenwährend derEinnahmevon

Duloxetin.

Eswurdeeinerandomisierte,doppelblinde,placebokontrollierteStudiemit272

Kindernund Jugendlichen imAltervon7bis17Jahrenmitgeneralisierter

Angststörungdurchgeführt.Die Studiebeinhaltete eine10-wöchige

placebokontrollierteAkutphase,gefolgtvoneiner18-wöchigenVerlängerungsphase.

In dieserStudiewurdeeinflexibles Dosierungsschema verwendet,umeine

langsame Dosissteigerungvon30mg einmaltäglich aufhöhere Dosierungen

(maximal120mgeinmaltäglich)zu ermöglichen.Die BehandlungmitDuloxetin

zeigte nachzehnWochen einestatistischsignifikantegrößereVerbesserungder

Symptome dergeneralisiertenAngststörung,gemessen anhanddesSchweregrads

derPARS-Skalafürgeneralisierte Angststörung(mittlererUnterschiedzwischen

Duloxetinund Placebovon2,7Punkten[95%CI1,3-4,0]).Die Aufrechterhaltung der

Wirkungwurdenichtuntersucht.Innerhalb der10-wöchigenakuten

Behandlungsphasezeigte sichkeinstatistischsignifikanterUnterschiedinder

Studienabbruchrate aufgrund vonunerwünschtenEreignissenzwischen der

Duloxetin-und derPlacebogruppe.ZweiPatienten,die nachderAkutphase von

PlaceboaufDuloxetinumgestelltwurden,zeigten suizidale Verhaltensweisenunter

derEinnahmevonDuloxetin während derVerlängerungsphase.Fürdiese

AltersgruppewurdenochkeineSchlussfolgerunghinsichtlich desgesamten

Nutzen/Risiko-Verhältnissesgezogen(sieheauchAbschnitte4.2 und4.8).

Die EuropäischeArzneimittel-AgenturhatfürdasReferenzarzneimittel,das

Duloxetinenthält,eineFreistellungvonderVerpflichtungzurVorlagevon

Ergebnissenzu Studienin allenpädiatrischenAltersklasseninderBehandlungvon

depressivenErkrankungen,SchmerzenbeidiabetischerPolyneuropathie und

generalisierterAngststörunggewährt(siehe Abschnitt4.2 bzgl.Informationen zur

AnwendungbeiKindernund Jugendlichen).

5.2PharmakokinetischeEigenschaften

Duloxetinwird alsein einzelnesEnantiomerangewendet.Duloxetinwird durch

Oxidation(CYP1A2 undpolymorphes CYP2D6)mitanschließenderKonjugation

umfangreichmetabolisiert.Die PharmakokinetikvonDuloxetinzeigteinegroße

interindividuelle Variabilität(allgemein 50-60%),zumTeilbedingtdurchGeschlecht,

Alter,RaucherstatusundCYP2D6Metabolisierungsstatus.

Resorption:Duloxetinwird nach oralerGabegutresorbiert,nach 6Stunden wird die

maximale KonzentrationC

max erreicht.Die absolute orale Bioverfügbarkeitvon

Duloxetinliegtzwischen 32%und 80%(imMittel50%).Nahrungsaufnahme

verzögertdieZeitbiszumErreichen dermaximalenKonzentration von6auf10

Stunden undvermindertgeringfügig dasAusmaßderResorption(etwa 11%).Diese

ÄnderungenhabenkeineklinischeSignifikanz.

Verteilung:Duloxetinwird beimMenschen zuetwa 96%anPlasmaproteine

gebunden.DuloxetinbindetsowohlanAlbumin alsauch analpha-1saures

Glykoprotein.Die Proteinbindungwird nichtdurcheineNieren-oder

Leberfunktionsstörungbeeinträchtigt.

Biotransformation:Duloxetin wird starkmetabolisiertund die Metabolite werden

hauptsächlich überdenUrin ausgeschieden.CYP2D6 und CYP1A2katalysieren

beidedie EntstehungderzweiHauptmetabolite,das Glucuronsäure-Konjugatdes4-

Hydroxyduloxetinsund dasSulfat-Konjugatdes5-Hydroxy-6-methoxyduloxetins.In

vitroStudienweisendaraufhin,dassdie zirkulierenden Metabolite desDuloxetins

alspharmakologischinaktivanzusehen sind.DiePharmakokinetikvonDuloxetinbei

PatientenmitgeringemCYP2D6-Metabolismuswurdenichtspezielluntersucht.Eine

begrenzte AnzahlanDatenlässtvermuten,dassderPlasmaspiegelvonDuloxetin

beidiesen Patientenhöherist.

Elimination:Die EliminationshalbwertszeitvonDuloxetinbewegtsich zwischen 8und

17Stunden(imMittel12Stunden).Nacheinerintravenösen DosislagdiePlasma-

Clearance vonDuloxetinzwischen 22l/h und46l/h(imMittel36l/h).Nachoraler

Gabe lagdiePlasma-Clearance vonDuloxetinzwischen 33und 261l/h(imMittel

101 l/h).

BesonderePatientengruppen

Geschlecht:Zwischen Männern undFrauenwurden pharmakokinetische

Unterschiedefestgestellt(die Plasma-ClearancewarbeiFrauen näherungsweise 50

%niedriger).Aufgrund derÜberlappung derClearance-Bereicherechtfertigendie

geschlechtsspezifischenpharmakokinetischen UnterschiedekeineEmpfehlungzur

VerwendungeinergeringerenDosisbeiFrauen.

Alter:Pharmakokinetische Unterschiede wurden zwischen jüngerenundälteren(>

65Jahren)Frauenfestgestellt(beiälterenFrauen istdieAUCca.25%größerund

die Halbwertszeitca.25%länger),dennochreichtderUmfang dieser

Veränderungennichtaus,eineDosisanpassungzu rechtfertigen.Grundsätzlichwird

empfohlen,ältere PatientenmitVorsichtzu behandeln (siehe Abschnitt4.2und 4.4).

Nierenfunktionseinschränkung:DialysepflichtigePatientenmitterminaler

Niereninsuffizienzhatteneine2fachhöhere c

max undAUCvonDuloxetinverglichen

mitgesunden Probanden.PharmakokinetischeDatenzu DuloxetinbeiPatientenmit

leichterodermittelschwererNierenfunktionseinschränkungsindbegrenzt.

Leberfunktionseinschränkung:MittelschwereErkrankungenderLeber(Child Pugh

Class B)beeinflusstendie PharmakokinetikvonDuloxetin.Verglichenmitgesunden

Probanden warbeiPatientenmitmittelschwererLebererkrankungdiePlasma-

Clearance vonDuloxetin79%niedriger,dieterminale Halbwertszeit2,3-mallänger

und die AUC3,7-malgrößer.Die PharmakokinetikvonDuloxetinund seinen

MetabolitenbeiPatienten mitleichteroderschwererLeberinsuffizienzwurdenicht

untersucht.

StillendeMütter:Die MetabolisierungundAusscheidungvonDuloxetinwurdebei6

stillenden Müttern,diemindestens12Wochen postpartumwaren,untersucht.

Duloxetinwurdein derMuttermilch nachgewiesen,wobeidie

Gleichgewichtskonzentration(Steady-State)in derMuttermilch einemViertelder

Plasmakonzentration entsprach.BeieinerDosierung von40mg zweimaltäglich

gehenca7μg/Taguoetinin die Muttermich überStienhatteeineninfuss

aufdie PharmakokinetikvonDuloxetin.

KinderundJugendliche:Basierend aufDatenvondreiStudienwurdedie

PharmakokinetikvonDuloxetinbeiKindernund Jugendlichen imAltervon7 bis17

JahrenmitdepressivenErkrankungen,diemiteineroralenDosisvon20 –120 mg

einmaltäglich behandeltwurden,mittelsPopulationsmodellierungsanalysen

charakterisiert.Die anhanddesModellsprognostiziertenDuloxetinSteady-State

Plasmakonzentrationen lagenbeipädiatrischenPatientenmeistimgleichen

Konzentrationsbereich,derauchbeierwachsenen Patientenbeobachtetwurde.

5.3PräklinischeDatenzurSicherheit

Duloxetinzeigte inStandard-TestreihenkeinegenotoxischeWirkung und beiRatten

keineKarzinogenität.

In einerKarzinogenitätsstudie anRattenwurden inderLebermehrkernigeZellenbei

AbwesenheitandererhistopathologischerVeränderungenbeobachtet.Derzugrunde

liegendeMechanismus unddieklinischeRelevanzsindunbekannt.Beiweiblichen

Mäusen,die über2Jahre eineHochdosistherapie vonDuloxetin(144 mg/kg/d)

erhielten,tratenvermehrthepatozelluläreAdenome undKarzinome auf;es wird

angenommen,dassdiese sekundäralsFolgeeinerLeberenzyminduktion

entstandensind.DieklinischeRelevanzdieserDatenausUntersuchungenan

MäusenfürdenMenschen istunbekannt.

WeiblicheRatten,die Duloxetin (45mg/kg/Tag)vorundwährend derBefruchtung

sowie inderFrühphasederTrächtigkeiterhielten,zeigtenbeieinersystemischen

Exposition,die schätzungsweise biszumMaximumderklinischen Exposition(AUC)

reichte,einevermindertematernale Nahrungsaufnahmeundeingeringeres

Körpergewicht,eineUnterbrechung desÖstruszyklus,eineSenkung der

Lebendgeburtratesowie derÜberlebensratederNachkommenundeine

WachstumsretardierungderNachkommen.IneinerEmbryotoxizitätsstudie an

KaninchenwurdebeisystemischerExpositionunterhalb dermaximalenklinischen

Expositioneinehöhere Inzidenzvonkardiovaskulärenund skeletalenMissbildungen

beobachtet.In anderenStudienmithöheren DoseneinesanderenSalzes von

Duloxetinwurden keineMissbildungenbeobachtet.Ineinerpränatalen/postnatalen

Toxizitätsstudie anRatten induzierte DuloxetinVerhaltensabnormalitätenbeiden

NachkommennachsystemischerExpositionunterhalb dermaximalenklinischen

Exposition(AUC).

StudienanjungenRatten zeigteneinenvorübergehendenEffektaufdas

neurologischeVerhalten,sowie einesignifikanteAbnahme desKöpergewichtesund

derNahrungsaufnahme;Leberenzyminduktionund hepatozelluläreVakuolisierung

bei45mg/kg/Tag.Das allgemeineToxizitätsprofilvonDuloxetinbeijungenRatten

warähnlich demvonerwachsenenRatten.Eswurdeein No-adverse-effect-level

(NOAEL)von

20mg/kg/Tag ermittelt.

6.PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1ListedersonstigenBestandteile

Kapselinhalt:

Hypromellose

Talkum

Titandioxid (E171)

Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer-(1:1)-Dispersion30%(Ph.Eur.)

Triethylcitrat

Zucker-Stärke-Pellets

Sucrose

Kapselhülle:

Gelatine

Titandioxid (E171)

Indigocarmin (E132)

Eisen(III)-hydroxid-oxid xH

O(E172)(nurduloxetin-biomo60mg)

6.2Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend.

6.3DauerderHaltbarkeit

2 Jahre

6.4BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

duloxetin-biomo30mg

OPA/Al/PVC//AlBlisterpackungen

FürdiesesArzneimittelsindbezüglich derTemperaturkeinebesonderen

Lagerungsbedingungenerforderlich.

In derOriginalverpackung aufbewahren,umdenInhaltvorLichtund Feuchtigkeitzu

schützen.

PVC/PVDC//AlBlisterpackungen

Nichtüber30°C lagern.

In derOriginalverpackung aufbewahren,umdenInhaltvorFeuchtigkeitzuschützen.

Die BlisterpackungimUmkartonaufbewahren,umdenInhaltvorLichtzu schützen.

Flaschen

FürdiesesArzneimittelsindbezüglich derTemperaturkeinebesonderen

Lagerungsbedingungenerforderlich.

Die Flaschefestverschlossen halten,umdenInhaltvorLichtund Feuchtigkeitzu

schützen.

duloxetin-biomo60mg

OPA/Al/PVC//AlBlisterpackungen

FürdiesesArzneimittelsindbezüglich derTemperaturkeinebesonderen

Lagerungsbedingungenerforderlich.

InderOriginalverpackung aufbewahren,umdenInhaltvorFeuchtigkeitzuschützen.

PVC/PVDC//AlBlisterpackungen

Nichtüber30°C lagern.

In derOriginalverpackung aufbewahren,umdenInhaltvorFeuchtigkeitzuschützen.

Flaschen

FürdiesesArzneimittelsindbezüglich derTemperaturkeinebesonderen

Lagerungsbedingungenerforderlich.

Die Flaschefestverschlossen halten,umdenInhaltvorFeuchtigkeitzu schützen.

6.5Artund Inhaltdes Behältnisses

duloxetin-biomo30mg

OPA/Al/PVC//AlBlisterpackungen

Packungsgrößen:7,10,14,20,28,30,50,56,60,84,98(2x49)und504(8x63)

(Klinikpackung)Hartkapseln

PVC/PVDC//AlBlisterpackungen

Packungsgrößen:7,10,14,20,28,30,50,56,60,84,98und 504(4x126)

(Klinikpackung)Hartkapseln

Opak-weißePolyethylen(PE)FlaschenmitTrockenmittel-Beuteln(Kieselgel)und

Polypropylen(PP)Schraubverschluss mitSicherheitsring

Packungsgröße:500Hartkapseln(Klinikpackung)

duloxetin-biomo60mg

OPA/Al/PVC//AlBlisterpackungen

Packungsgrößen:7,10,14,20,28,30,50,56,60(2x30),84(2x42),98(2x49)und

504 (8x63)(Klinikpackung)Hartkapseln

PVC/PVDC//AlBlisterpackungen

Packungsgrößen:7,10,14,20,28,30,50,56,60,84,98und 504(4x126)

(Klinikpackung)Hartkapseln

Opak-weißePolyethylen(PE)FlaschenmitTrockenmittel-Beuteln(Kieselgel)und

Polypropylen(PP)Schraubverschluss mitSicherheitsring

Packungsgröße:500Hartkapseln(Klinikpackung)

Eswerden möglicherweise nichtalle Packungsgrößenin den Verkehrgebracht.

6.6BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdie Beseitigung

KeinebesonderenAnforderungen.

7.INHABERDERZULASSUNG

biomo®pharmaGmbH

Josef-Dietzgen-Straße 3

53773 Hennef

Tel.:02242/8740-0

Fax:02242/8740-499

E-Mail:biomo@biomopharma.de

8.ZULASSUNGSNUMMERN

93243.00.00

93244.00.00

9.DATUMDERERTEILUNGDERZULASSUNG

26.02.2015

10.STANDDERINFORMATION

04/2015

11.VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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