Doxorubicin-HCl NeoCorp 2 mg/ml Injektionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Doxorubicinhydrochlorid
Verfügbar ab:
Hexal Aktiengesellschaft
INN (Internationale Bezeichnung):
doxorubicin hydrochloride
Darreichungsform:
Injektionslösung
Zusammensetzung:
Doxorubicinhydrochlorid 100.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
42022.02.00

Gebrauchsinformation:InformationfürdenAnwender

DoxorubicinKL100mg

KonzentratzurHerstellungeinerInfusionslösung

Doxorubicinhydrochlorid

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WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichbitteanIhrenArztoder

Apotheker.

DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschriebenunddarfnichtan

Dritteweitergegebenwerden.EskannanderenMenschenschaden,auch

wenndiesedieselbenSymptomehabenwieSie.

WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigt

oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser

Gebrauchsinformationangegebensind,informierenSiebitteIhrenArztoder

Apotheker.

DiePackungsbeilagebeinhaltet:

WasistDoxorubicinKL100mgundwofürwirdesangewendet?

WasmüssenSievorderAnwendungvonDoxorubicinKL100mgbeachten?

WieistDoxorubicinKL100mganzuwenden?

WelcheNebenwirkungensindmöglich?

WieistDoxorubicinKL100mgaufzubewahren?

WeitereInformationen

1. WASISTDOXORUBICINKL100MGUNDWOFÜRWIRDESANGEWENDET?

DoxorubicinisteinFermentationsproduktdesPilzesStreptomycespeucetiusundgehört

zurGruppederAnthracyclinantibiotikamitantineoplastischenEigenschaften.Esist

direktwirksamundbedarfkeinermetabolischenAktivierung,umzytostatischwirksamzu

sein.

DoxorubicinhydrochloridistangezeigtzurBehandlungfolgenderMalignome(bösartiger

Geschwülste):

·KleinzelligesBronchialkarzinom(GeschwulstderBronchien)

·Mammakarzinom(GeschwulstderBrust)

·fortgeschrittenesOvarialkarzinom(GeschwulstderEierstöcke)

·zurintravesikalenRezidivprophylaxeoberflächlicherHarnblasenkarzinomenach

TUR(lokaleBehandlungzurVermeidungvonwiederauftretendenoberflächlichen

TumorennachoperativerBehandlung(TUR)beiPatienten,fürdieeinerhöhtes

RisikofürdasWiederauftretensolcherTumorebesteht)

·PatientenmithohemRezidivrisiko(Patienten,fürdieeinerhöhtesRisikofürdas

WiederauftretenvonTumorenbesteht)

·zursystemischen(intravenösen)Behandlunglokalfortgeschritteneroder

metastasierterHarnblasenkarzinome

·neoadjuvanteundadjuvanteTherapiedesOsteosarkoms(unterstützende

TherapiedesKnochentumors)

·fortgeschrittenesWeichteilsarkomdesErwachsenenalters

·Ewing-Sarkom

·FrühstadiumdesHodgkin-Lymphoms(StadiumI–II)beischlechterPrognose

(bestimmtesLymphgeschwulst)

·fortgeschrittenes(StadiumIII–IV)Hodgkin-Lymphom(bestimmtes

Lymphgeschwulst)

·hochmaligneNon-Hodgkin-Lymphome(Lymphgeschwülste)

·RemissionsinduktionbeiakuterlymphatischerLeukämie(bösartigeErkrankung

weißerBlutzellen)

·RemissionsinduktionbeiakutermyeloischerLeukämie(bösartigeErkrankung

weißerBlutzellen)

·fortgeschrittenesMultiplesMyelom(vomKnochenmarkausgehenderTumor)

·fortgeschrittenesoderrezidiviertesEndometriumkarzinom(Gebärmuttertumor)

·Wilms-Tumor(imStadiumIIbeihochmalignenVarianten,allefortgeschrittenen

Stadien[III–IV])

·fortgeschrittenespapilläres/follikuläresSchilddrüsenkarzinom

·anaplastischesSchilddrüsenkarzinom

·fortgeschrittenesNeuroblastom(vomsympathischenNervengewebeausgehender

Tumor)

2. WASMÜSSENSIEVORDERANWENDUNGVONDOXORUBICINKL100MG

BEACHTEN?

DoxorubicinNCdarfnichtangewendetwerden,

·wenneineÜberempfindlichkeitgegenDoxorubicinoderandere

AnthrazyklinebekanntistodereineausgeprägteKnochenmarkdepression

(z.B.nacherfolgterVorbehandlungmitChemo-und/oderStrahlentherapie)

vorliegt.

·beiHerzinsuffizienzGradIV,akutemoderabgelaufenenHerzinfarkt,

·beiakutenentzündlichenHerzerkrankungen,

·beiRhythmusstörungenmitnegativemEinflussaufdieHämodynamik,

·beiVorbehandlungmitAnthrazyklinenbiszurkumulativenHöchstdosis,

·beierhöhterBlutungsneigung,

·beiakutenInfektionenundstarkeingeschränkterLeberfunktionist

Doxorubicinebenfallskontraindiziert.

·beiintravesikalerAnwendung(EinbringenindieBlase):bei

HarnblasenentzündungenundHarnwegsinfektionen.

ImFolgendenwirdbeschrieben,wannSieDoxorubicinKL100mgnurunter

bestimmtenBedingungenundnurmitbesondererVorsichtanwendendürfen.

BefragenSiehierzubitteIhrenArzt.Diesgiltauch,wenndieseAngabenbeiIhnen

frühereinmalzutrafen.BesondereVorsichtistbeiPatientenmitvorangegangener,

gleichzeitigerodergeplanterRadiotherapiegeboten.DiesehabenbeiderAnwendung

vonDoxorubicineinerhöhtesRisikovonLokalreaktionenimBestrahlungsfeld

(Recall-Phänomen).IndiesemZusammenhangwurdeüberdasAuftretenschwerer,

zumTeiltödlicherHepatotoxizität(Leberschädigung)berichtet.Einevorangegangene

BestrahlungdesMediastinums(Mittelfells)erhöhtdieKardiotoxizität(Herzschädigung)

vonDoxorubicin.InsbesondereindiesemFalldarfeinemaximalekumulative

Gesamtdosisvon400mg/m2KOF(Körperoberfläche)nichtüberschrittenwerden.

AktiveImpfungensolltenimzeitlichenZusammenhangmiteinerDoxorubicintherapie

nichtdurchgeführtwerden.DerKontaktdesPatientenmitPolioimpflingensollte

vermiedenwerden.

BeiPatientenmiturethralerStenose,dienichtkatheterisiertwerdenkönnen,sollte

DoxorubicinnichtintravesikalzurBehandlungvonBlasenkarzinomeneingesetzt

werden.EbensosolltedieintravesikaleVerabreichungbeiPatientenmitinvasivendie

BlasenwandpenetrierendenTumoren,beiInfektionendesHarntraktesoder

EntzündungenderHarnblasenichtversuchtwerden.

BesondereVorsichtbeiderAnwendungvonDoxorubicinKL100mgist

erforderlich.

Doxorubicinistzurintravenösenbzw.intravesikalenApplikationbestimmtunddarf

wederoral,subkutan,intramuskulärnochintrathekalverabreichtwerden.Die

intravenöseAnwendungvonDoxorubicinhatmitbesondererSorgfaltzuerfolgen.

EineparavenöseApplikationmussunbedingtausgeschlossenwerden,dahierbei

regelmäßigschwersteGewebsnekrosen(AbsterbendesGewebes)erfolgen.Die

VerabreichungerfolgtüberdenSchlaucheinerangelegtenInfusionoderübereine

gelegteInjektionsnadel.VorVerabreichungvonDoxorubicinsolltemit5ml

isotonischerNatriumchloridlösungdiekorrekteLagederNadelbzw.des

Venenkathetersüberprüftwerden.AuchnachBeendigungderApplikationsind

Injektionsnadelbzw.VenenkathetermitisotonischerNatriumchloridlösungoder

5%igerGlucoselösungzuspülen.EinewiederholteApplikationindieselbeVenebzw.

eineApplikationinzukleineVenenoderVenendesHandrückenssolltewegender

GefahrvonEntzündungenbzw.Sklerosierung(krankhafteVerhärtung)und

Gewebsnekrosen(AbsterbendesGewebes)vermiedenwerden.Eine

Injektionsflaschemit50mlLösungenthält7,7mmol(177mg)Natrium.WennSieeine

kochsalzarmeDiäteinhaltenmüssen,solltenSiediesberücksichtigen.

HinweisezurHandhabung:

DieZubereitungmussmitHilfeeinesabsolutaseptischenArbeitsverfahrenserfolgen.

DieVerwendungeinerWerkbankmitvertikalerLuftströmung(LAF)wirdempfohlen.

BeimUmgangmitDoxorubicinmussSchutzkleidunggetragenwerden.Haut-und

SchleimhautkontaktemitDoxorubicinsindzuvermeiden(Handschuhetragen!).Wenn

DoxorubiciningelösterFormmitderHaut,SchleimhautoderdenAugeninBerührung

kommt,musssofortgründlichmitWassergespültwerden.ZurReinigungderHaut

kannSeifeverwendetwerden.DieInjektionslösunghateinenpH-Wertvon3.0.Vor

VerabreichungsolltesieaufRaumtemperaturgebrachtwerden.Sieenthältkeine

KonservierungsstoffeundistdahernichtzurMehrfachentnahmevorgesehen.Die

Empfehlungen„SichereHandhabungvonZytostatika“desMerkblattesM620der

BerufsgenossenschaftGesundheitsdienstundWohlfahrtspflegesolltenbeachtet

werden.

KinderundältereMenschen

SieheDosierung,ArtundDauerderAnwendung.

BeiAnwendungvonDoxorubicinKL100mgmitanderenArzneimitteln

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimittel

einnehmen/anwendenbzw.vorkurzemeingenommen/angewendethaben,auch

wennessichumnichtverschreibungspflichtigeArzneimittelhandelt.

DoxorubicinisteinstarkerradiosensibilisierenderWirkstoff(„Radiosensitizer“)unddie

hierdurchinduziertenRecall-Phänomenekönnenlebensbedrohlichsein.Eine

vorangegangene,gleichzeitigeoderspätereBestrahlungstherapiekanndieKardio-

oderHepatotoxizitätvonDoxorubicinverstärken.Diesgiltauchfüreinegleichzeitige

Behandlungmitkardio-oderhepatotoxischenArzneimitteln.Wenneine

DoxorubicintherapieandieBehandlungmitCyclophosphamidangeschlossenwird,

kanndiesnebeneinerVerstärkungderKardiotoxizität(Herzschädigung)auchzur

VerschlimmerungeinerhämorrhagischenZystitisführen.Beieiner(Vor-)Behandlung

mitMedikamenten,welchedieKnochenmarksfunktionbeeinflussen(z.B.Zytostatika,

Sulfonamide,Chloramphenicol,Phenytoin,Amidopyrin-Derivate,antiretrovirale

Arzneimittel),istdieMöglichkeiteinerausgeprägtenStörungderHämatopoesezu

beachten.DieDosierungvonDoxorubicinistgegebenenfallszumodifizieren.Bei

KombinationmitanderenZytostatika(z.B.Cytarabin,Cisplatin,Cyclophosphamid)

könnendietoxischenWirkungenderDoxorubicintherapieverstärktwerden.Die

KombinationvonDoxorubicinmitAmphotericinBsolltevermiedenwerden,dasiezu

ausgeprägterNephrotoxizitätführenkann.BeigleichzeitigerGabevonDoxorubicin

undRitonavirwurdeübererhöhteDoxorubicinSerumspiegelberichtet.Bei

gleichzeitigerGabevonCyclosporinundDoxorubicinkanneszueiner

wechselseitigenReduzierungderMetabolisierungundClearancebeiderSubstanzen

mitkonsekutiverErhöhungderBlutspiegelkommen.Barbituratekönnenzueiner

beschleunigtenPlasmaclearancevonDoxorubicinführen,diegleichzeitigeGabemit

PhenytoinzuverringertenPhenytoinplasmaspiegeln.Doxorubicinkanndieorale

BioverfügbarkeitvonDigoxinverringern.WährendderTherapiemitDoxorubicinsollte

daherderDigoxin-Plasmaspiegelregelmäßigüberprüftwerden.Doxorubicinbindet

anHeparin;eskannzuPräzipitationenundWirkungsverlustbeiderWirkstoffe

kommen.

WichtigsteInkompatibilitäten(chemischeUnverträglichkeiten)

DoxorubicindarfnichtmitHeparinoderanderenZytostatikaineinerInfusion

vermischtwerden.AuchdasMischenineineralkalischenLösungistzuvermeiden.

ÜberInkompatibilitätenmitfolgendenSubstanzenwurdeberichtet:Allopurinol,

Aluminium,Cephalotin,Dexamethason,Diazepam,Fluorouracil,Furosemid,

Galliumnitrat,Heparin,Hydrocortison,Methotrexat,parenteraleErnährungslösungen,

Piperacillin,Theophyllin,Vincristin.

SchwangerschaftundStillzeit

DoxorubicinkannerbgutschädigendwirkenunddieEntwicklungeinesEmbryos

beeinträchtigen.DoxorubicinsolltenichtwährendderSchwangerschaftangewendet

werden.BeivitalerIndikationzurBehandlungeinerschwangerenPatientinsollteeine

medizinischeBeratungüberdasmitderBehandlungverbundeneRisikovon

schädigendenWirkungenfürdasKinderfolgen.TrittwährendderBehandlungeine

Schwangerschaftein,soistdieMöglichkeiteinergenetischenBeratungzunutzen.

DoxorubicingehtindieMuttermilchüber.WährendderBehandlungdarfnichtgestillt

werden.Doxorubicinkannerbgutschädigendwirken.Männern,diemitDoxorubicin

behandeltwerden,wirddaherempfohlen,währendderBehandlungundbiszu6

MonatedanachkeinKindzuzeugenundsichvorTherapiebeginnwegender

MöglichkeiteinerirreversiblenInfertilität(Unfruchtbarkeit)durchdieTherapiemit

DoxorubicinübereineSpermakonservierungberatenzulassen.Frauensollten

währendderBehandlungmitDoxorubicinnichtschwangerwerden.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

WegendeshäufigenAuftretensvonÜbelkeitundErbrechen,wirdvomFührenvon

KraftfahrzeugenundBedienenvonMaschinenabgeraten.ArbeitenSienichtohne

sicherenHalt!

3. WIEISTDOXORUBICINKL100MGANZUWENDEN?

DieBehandlungmitDoxorubicinsolltenurvonÄrzten,dieinderTumortherapie

erfahrensindineinerKlinikoderinKooperationmiteinerKlinikerfolgen.

ArtundDauerderAnwendung

DieAnwendungiststrengnachVorschriftdurchzuführen.DieDauerderAnwendung

richtetsichnachdemBehandlungsprotokoll,dabeisolltediemaximalekumulative

GesamtdosisnurnachstrengerNutzen-Risiko-Abwägungüberschrittenwerden.

DoxorubicinkannintravenösalsBolusinjektioninnerhalbvonMinuten,als

KurzinfusionbiszueinerStundeundalsDauerinfusionbiszu96Stundengegeben

werden.

MaximalekumulativeGesamtdosis:

DiemaximalekumulativeGesamtdosisfürDoxorubicinbeträgt450bismaximal550

mg/m2KOF.SiesolltebeiPatientenmitvorangegangenenBestrahlungenvon

Mediastinumund/oderdesHerzens,VorbehandlungmitAlkylantiensowieanderen

Hochrisiko-Patienten(vorbestehendearterielleHypertonie>5Jahre,vorbestehende

koronare,valvuläreodermyokardialeSchädigung,Alter>70Jahre)400mg/m2nicht

übersteigen.FürKinderbeträgtdiemaximalekumulativeGesamtdosis400mg/m2

KOF.

DieDauerderAnwendungrichtetsichnachdemBehandlungsprotokoll,dabeisollte

diemaximalekumulativeGesamtdosisnurnachstrengerNutzen-Risiko-Abwägung

überschrittenwerden.

FallsvomArztnichtandersverordnet,istdieüblicheDosis:

DoxorubicinwirdinderMonochemotherapie(beiWeichteilsarkomen,

Endometriumkarzinomenundpapillären/follikulärenSchilddrüsenkarzinomen)sowie

alsBestandteileinerKombinationschemotherapieinetabliertenTherapie-Protokollen

angewendet.DadieApplikationsweiseundDosierungsempfehlungenfürDoxorubicin

starkvariieren,könnennurallgemeineRichtwerteangegebenwerden.Hinweis:Die

DosierungenvonS-liposomalemDoxorubicinund(herkömmlichem)

Doxorubicinhydrochloridsindunterschiedlich,unddiebeidenFormulierungenkönnen

nichtgegeneinanderausgetauschtwerden.

IntravenöseAnwendung:

Monotherapie

DoxorubicinwirdalsMonotherapiei.d.R.ineinerDosierungvon50–80mg/m2

Körperoberfläche(KOF)alsEinzeldosisi.v.alle3Wochenangewendet.

Polychemotherapie

DoxorubicinwirdimRahmeneinerPolychemotherapieineinerDosierungvon30–60

mg/m2KOFi.v.alle3bis4Wochenangewendet.DieexakteDosierungist

Behandlungsprotokollenzuentnehmen,diesichinderTherapiederjeweiligen

Erkrankungalswirksamerwiesenhaben.

IntravesikaleInstillation(EinbringenindieBlase):

ZurintravesikalenRezidivprophylaxeoberflächlicherHarnblasenkarzinomenachTUR

beiPatientenmithohemRezidivrisiko.WöchentlicheintravesikaleInstillationvon50

mgDoxorubicin,gelöstin25–50mlisotonischerNatriumchloridlösung.Die

Verweildauerbeträgti.d.R.1–2Stunden.

DosisanpassungbeiintravenöserAnwendung:

BeiNiereninsuffizienzmiteinerGFR<10ml/Minsollten75%derkalkuliertenDosis

appliziertwerden.BeieingeschränkterLeberfunktionsolltenDosismodifikationen

vorgenommenwerden.BeieinerErhöhungdesSerumbilirubinsauf1,2–3mg/100ml

sollten50%undbeieinerSerumbilirubinerhöhungvon3,1–5mg/100mlsollten25%

derkalkuliertenDosisgegebenwerden.BeiBilirubinkonzentrationenüber5mg/100

mlsolltekeineAnwendungvonDoxorubicinerfolgen.BeiMyelosuppression

(Knochenmarkschädigung)sowiebeiälterenPatientenmiteingeschränkter

KnochenmarksreservesolltenebenfallsDosisanpassungenerfolgen.

BittesprechenSiemitIhremArzt,wennSiedenEindruckhaben,dassdieWirkung

vonDoxorubicinKL100mgzustarkoderzuschwachist.

WennSieeinegrößereMengeDoxorubicinKL100mgangewendethabenals

Siesollten

EinspezifischesAntidot(Gegenmittel)fürDoxorubicinhydrochloridistnichtbekannt.

EineakuteIntoxikation(Vergiftung)kannsichz.B.innerhalbvon24Stundenals

HerzinsuffizienzeinschließlichStenokardien,AnginapectorisundMyokardinfarkt

(Herzinfarkt)äußern.IndiesenFällenisteinKardiologehinzuzuziehen.Weitere

ZeichenderÜberdosierungsindschwereMyelosuppression

(Knochenmarkschädigung),dieimallgemeinen10–14TagenachTherapiebeginn

auftrittsowieschwereSchleimhautentzündungen.DieTherapieeinerausgeprägten

MyelosuppressionmussunterstationärenBedingungenerfolgen.Siebestehtunter

UmständeninderSubstitutionderfehlendenBlutbestandteileundantibiotischer

Therapie.DieVerlegungdesPatientenineinenkeimfreienRaumkannnotwendig

werden.BeimAuftretenvonIntoxikationserscheinungensolltedieApplikationvon

Doxorubicinsofortabgebrochenwerden.DiechronischeIntoxikationäußertsich

insbesonderemitdeno.g.ZeichenderKardiotoxizität(Herzschädigung).Beim

AuftreteneinerHerzinsuffizienzisteinKardiologehinzuzuziehen.Eine

Hämodialysebehandlung(Blutwäsche)istbeiIntoxikationenmitDoxorubicin

vermutlichnutzlos,daDoxorubicineinsehrgroßesVerteilungsvolumenhatundnur

ca.5%derappliziertenDosisrenal(überdieNiere)eliminiertwerden.

Paravasate

EineparavenöseFehlinjektion(InjektionnebendieVeneindasumliegendeGewebe)

führtzulokalerNekrose(AbsterbendesGewebes)undThrombophlebitis

(EntzündungderVenenwand).SollteimBereichderInfusionsnadeleinbrennendes

Gefühlentstehen,deutetdiesaufeineparavenöseApplikationhin.

TherapievonParavasaten

BeierfolgtenParavasaten(InfusionenoderInjektionennebendieVeneindas

umliegendeGewebe)istdieInfusionoderInjektionsofortzustoppen:dieKanüle

solltezunächstbelassenwerden,umsienacheinerkurzenAspirationzu

entfernen.Eswirdempfohlen,DMSO99%übereinArealzweifachsogroßwiedas

betroffeneAreallokalzuapplizieren(4Tropfenauf10cm2Hautoberfläche)und

diesdreimaltäglichübereinenZeitraumvonmindestens14Tagenzuwiederholen.

GegebenenfallssollteeinDébridementinErwägunggezogenwerden.Wegendes

gegensätzlichenMechanismussollteeineKühlungdesAreals,z.B.zur

Schmerzreduktion,sequentiellmitderDMSO-Applikationerfolgen

(Gefäßverengungvs.Gefäßerweiterung).AndereMaßnahmensindinderLiteratur

umstrittenundvonnichteindeutigemWert.

4. WELCHENEBENWIRKUNGENSINDMÖGLICH?

WiealleArzneimittelkannDoxorubicinKL100mgNebenwirkungenhabendie

abernichtbeijedemauftretenmüssen.

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgendeHäufigkeitsangaben

zugrundegelegt:

Sehrhäufig:mehrals1von10Behandelten

häufig:wenigerals1von10,abermehrals1von100Behandelten

Gelegentlich:wenigerals1von100,abermehrals1von1000Behandelten

Selten:wenigerals1von1000,abermehrals1von10.000Behandelten

Sehrselten:wenigerals1von10.000Behandelten,einschließlichEinzelfälle

BlutbildendesSystem

Sehrhäufig:DiesehrhäufigauftretendeMyelosuppression

(Knochenmarkschädigung)isteinederdosislimitierenden

Nebenwirkungenundistz.T.gravierend.Sieäußertsichvorallemin

einemAbfallderLeukozytenzahl(AnzahlderweißenBlutkörperchen).

EineLeukopenie(VerringerungderweißenBlutkörperchen).wurde

beiannährend75%derPatientenmitadäquaterKnochenmarkreserve

beobachtet,welchealle21Tagemit60mg/m2behandeltwurden.

Wennauchwenigerhäufigwurdendarüberhinausebenfalls

Thrombozytopenie(VerringerungderBlutkörperchen)undAnämie

(VerringerungderrotenBlutkörperchen)berichtet.Superinfektionen

undBlutungenwurdenimZusammenhangmitdemAuftreteneiner

Knochenmarksuppressionebenfallsbeobachtet.Die

Myelosuppression(Knochenmarkschädigung)erreichtimallgemeinen

10bis14TagenachAnwendungvonDoxorubicinihrenHöhepunkt

undklingtinderRegelbiszumZeitpunktzwischendem21.und28.

Tagab.EineetwaigeThrombozytopenieoderAnämietretenggfs.im

gleichenZeitraumauf,sindinderRegelaberwenigerschwer.Beim

AuftreteneinergravierendenMyelosuppressionsollteaufdie

AnwendungvonDoxorubicinverzichtetwerden,ggfs.isteine

DosisreduktionoderVerzögerungderAnwendungnotwendig.Es

musssichergestelltwerden,dasseineschwereInfektionund/oder

Blutungsepisoderaschundwirksambehandeltwerdenkann.

BestehendeInfektionensolltenvorTherapiebeginnbehandeltwerden.

BeiPatienten,diegleichzeitigmitDoxorubicinundDNA(Erbgut)

veränderndenZytostatika(z.B.alkylierendeSubstanzen,

Platinderivate)behandeltwurden,sehrseltenwurdedasAuftreten

einersekundärenLeukämie(z.T.auchmitpräleukämischerPhase)

beobachtet.DieskannauchnacheinerkurzenLatenzzeit(1–3

Jahre)auftreten.

HerzundKreislauf

Sehrhäufig: Doxorubicinistkardiotoxisch(herzschädigend).Das

ManifestationsrisikoderkardiotoxischenNebenwirkungenistwährend

undnacheinerBestrahlungstherapiedesmediastinalenBereiches,

nachVorbehandlungmitpotentiellkardiotoxischenMitteln(z.B.

Anthrazyklinen,Cyclophosphamid)sowiebeiälterenPatienten(über

60Jahre)undbeimanifesterarteriellerHypertonieerhöht.Besondere

VorsichtistauchbeiKindernunter2JahrenundPatientenmit

kardiologischenVorerkrankungen(koronareHerzkrankheit,

Herzinsuffizienz)sowiebeiderAnwendungimzeitlichen

ZusammenhangmiteinerHyperthermiebehandlunggeboten.Bei

ÜberschreitendermaximalenkumulativenGesamtdosis(Erwachsene

550mg/m2KOF,beivorhergehenderThoraxbestrahlungoder

begleitenderAlkylanstherapie400mg/m2;Kinder400mg/m2KOF)

steigtdieHäufigkeitderanthrazyklininduziertenKardiomyopathie

auchohnevorbestehendeRisikofaktorenraschan.Sehrseltenwurde

dasAuftreteneinerKardiotoxizitätjedochauchbeiwesentlich

geringererGesamtdosisbeobachtet.Nacheinerkumulativen

Gesamtdosisvon550mg/m2bestehtz.B.fürdieBehandeltenein

Risikovonetwa5%fürdasAuftreteneinerschwerenHerzinsuffizienz.

DiekardiotoxischenNebenwirkungenvonDoxorubicinkönnensichin

zweiErscheinungsformenmanifestieren:

Soforttyp

DieNebenwirkungenvomSoforttyptretenzumeistinnerhalbderersten24bis48

StundennachEinleitenderTherapieauf,sinddosisunabhängig,durchfolgende

Symptomegekennzeichnet:vorübergehendeArrhythmien(Herzrhythmusstörungen,

insbesondereSinustachykardien)sowiesupraventrikuläreundventrikuläre

ExtrasystolenundwerdendurchunspezifischeEKG-Veränderungen

(ST-Strecken-Veränderungen,NiedervoltageundverlängerteQT-Zeit)charakterisiert.

DieseVeränderungensindimAllgemeinenreversibelundihrAuftretenstelltkeine

Kontraindikation(Gegenanzeige)beidererneutenAnwendungvonDoxorubicindar.

EswurdenjedochauchlebensbedrohlicheArrhythmienwährendoderwenige

StundennachderAnwendungvonDoxorubicinbeobachtet,sehrseltenauchakutes

Linksherzversagen,PerikarditisodereintödlichesPerikarditis-Myokarditis-Syndrom

berichtet.

Spättyp

DieNebenwirkungenvomSpättyprepräsentiereneinedosisabhängigekumulative

Organtoxizität(Organschädigung),welcheimAllgemeinenirreversibel(nicht

rückbildungsfähig)undsehrhäufiglebensbedrohlichist.Siemanifestierensichsehr

häufigalskongestive(dilatative)KardiomyopathiemitdenZeicheneiner

LinksherzinsuffizienzinnerhalbwenigerMonatenachBeendigungderTherapie.Die

Kardiotoxizität(Herzschädigung)kannsichaberauchJahrenachBeendigungder

TherapieerstmalsmanifestierenundihreInzidenz(HäufigkeitdesAuftretens)steigt

mitHöhederkumulativenGesamtdosis.DiesistinsbesonderebeiderAnwendungbei

Kindernzuberücksichtigen,welcheinsgesamtniedrigereLebensgesamtdosen

tolerierenunddurchzusätzlicheBestrahlungsbehandlungen,jungesAlterbei

TherapiebeginnundaggressiveBegleittherapienbesondersgefährdetsind,einespät

auftretende,lebensbedrohlichekardialeOrgantoxizitätmitventrikulärerDysfunktion,

Herzversagenund/oderArrhythmienzuentwickeln.Darüberhinausscheinen

MädchengegenüberJungenbesondersprädestiniertfürdasAuftretenspäter

KardiotoxizitätnachDoxorubicintherapiezusein.Vor,währendundnacheiner

ChemotherapiemitDoxorubicinsolltedieHerzfunktionmittelsEKG,UKGund

MUGA-Scanüberwachtwerden.

Lunge

Sehrselten: NachintravesikalerInstillationvonDoxorubicin(Einbringenvon

DoxorubicinindieBlase)wurdensehrseltenschweresystemische

Reaktionen(ReaktionenimübrigenKörper)einschließlich

AnschwellenderNasenschleimhaut,Tachypnoe(Steigerungder

Atemfrequenz)undDyspnoe(Luftnot)beobachtet.

StrahlenpneumonitismittödlichenKomplikationenwurdebei

systemischerKombinationschemotherapievonDoxorubicinmit

MethotrexatundCyclophosphamidineinerStudiebeobachtet.Beim

AuftretenvonDyspnoesolltediesezunächstalsHinweisaufeine

anthrazyklininduzierteHerzmuskelschädigunggewertetwerden.

Gastrointestinaltrakt

Sehrhäufig:DasemetogenePotentialvonDoxorubicinisthoch.Sehrhäufig,bei

ca.80%derPatienten,tretenrelativschwereÜbelkeitundErbrechen

amerstenTagderBehandlungaberauchdanachauf.Eine

antiemetischeProphylaxewirdempfohlen.Darüberhinauskönnen

AppetitlosigkeitsowieSchleimhautulzerationeninMundundRachen

sowieimÖsophagusundDarmtraktauftreten.Diesekönnenbei

schwererAusprägungdenEintrittvonInfektionenbedingen.Zu

DiarrhoenkannesalsFolgeeinerProliferationshemmungim

Darmepithelkommen.SehrseltenwurdenimZusammenhangmitder

KombinationvonCytarabinüberNekrosen(Gewebeschädigungen)

desDickdarmsmitmassivenBlutungenundschwerenInfektionen

berichtet.NachStrahlentherapiekönnenunterderAnwendungvon

DoxorubicinÖsophagitiden(EntzündungenderSpeiseröhre)

auftreten,dieu.U.zuÖsophagusstrikturen(Verengungder

Speiseröhre)führen.

Hinweis:

SolangeEntzündungen,Ulzerationen(Geschwüre)oderDiarrhoen

(Durchfälle)bestehen,sollteaufdieAnwendungvonDoxorubicin

verzichtetwerden.

Hepatotoxizität(Leberschädigung)

Häufig: Einevorübergehende,meistgeringfügigeErhöhungvonSGOT,

SGPTund/oderBilirubinwirdsehrhäufigbeobachtet.Sietrittmeist10

bis14TagenachDoxorubicinApplikationaufundistnachAbsetzen

imAllgemeinenbinneneinerWochereversibel.

HautundHautanhangsgebilde

Sehrhäufig: SehrhäufigtritteinetotaleodersubtotaleAlopezieauf,dienach

AbsetzenderTherapieinderRegelreversibelist.Weiterhinwurden

(z.T.sehrselten)beobachtet:FarblicheVeränderungen

(Hyperpigmentierung)derExtremitätenundNägel,Ablösungder

Nagelplatte,Bläschenbildung,Rötung,Nesselsuchtund

VenenentzündungbeiInjektioninkleineVenen.Paravasale

Injektionen(InjektionennebendieVeneindasumliegendeGewebe)

führenregelmäßigzuschwerstenGewebsnekrosen(Absterbendes

Gewebes).DasAusmaßderGewebsulzerationistvonder

Paravasatmengeabhängig.FolgeeinesParavasatessindSchmerzen

sowieschlechtheilendeUlzerationen.

Urogenitaltrakt

Häufig: NachintravesikalerAnwendung(EnbringenindieHarnblase)wurde

häufigüberZystitis(Blasenentzündung)mitdysurischen

Beschwerden(BeschwerdenbeimWasserlassen)wieDysurie

(Schmerzen),Pollakisurie(häufigesWasserlassen),Hämaturie(Blut

imUrin)undBlasenspasmenberichtet.

Sehrselten: VereinzeltwurdedasAuftreteneinesakutenNierenversagens

beobachtet,irreversibleStörungenderKeimzellbildungsindmöglich,

Doxorubicinistmutagenundteratogen(ergut-undfruchtschädigend).

Innerhalbvon24StundennachAnwendungvonDoxorubicinkommt

essehrhäufigzueinerbedeutungslosenRotfärbungdesUrins,

welcheaufdenFarbstoffdesAnthrazyklinszurückzuführenist.Eine

Hyperurikämie(ErhöhungderHarnsäurewerteimBlut)und

konsekutiveHarnsäurenephropathie(SchädigungderNieredurch

ErhöhungderHarnsäurewerte)könnenalsFolgeeinesmassiven

Tumorzellzerfallsauftreten.

SonstigeNebenwirkungen

Gelegentlich:ÜberempfindlichkeitsreaktionenmitUrtikaria,vorübergehendem

Pruritus,AngiödemderAugenliderundZungeundrespiratorischer

Beeinträchtigungwurdengelegentlichbeobachtet.Fernerwurden

berichtet:Gelenkschmerzen,SchmerzenanderInjektionsstelle,

Konjunktivitis,verstärkteSekretionvonTränenflüssigkeit.

Sehrselten: generalisierteMuskelschwäche.

BereitsinAbheilungbefindlicheStrahlenschäden(Haut,Lunge,Speiseröhre,

SchleimhäutedesMagen-Darm-Traktes,Herz)könnendurchdieAnwendungvon

Doxorubicinerneutauftreten.AlsspäteNebenwirkungistdieEntwicklungvon

Zweitneoplasiennichtauszuschließen.

InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wenneinederaufgeführten

NebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungenbemerken,

dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind.

5. WIEISTDOXORUBICINKL100MGAUFZUBEWAHREN?

DasVerfallsdatumdiesesArzneimittelsistaufderFaltschachtelaufgedruckt.

VerwendenSiedasArzneimittelnichtmehrnachdiesemDatum.

Aufbewahrungsbedingungen

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

DoxorubicinmussimKühlschrankbei2bis8°Cgelagertwerden.Lichtschutzist

erforderlich,bewahrenSiedieInjektionsflaschedaherimFaltkartonauf.Entnehmen

SiedieLösungerstkurzvorGebrauchausderInjektionsflasche.

AchtenSiestetsdarauf,dassSieDoxorubicinKL100mgsoaufbewahren,dasses

fürKindernichtzuerreichenist!

HinweisaufHaltbarkeitnachAnbruchoderZubereitung

NurzureinmaligenEntnahme.NachAnbruchverwerfen.Nurfrischzubereitete

Verdünnungen(nichtälterals24Stunden)verwenden.BeiallenManipulationenist

aufdieGefahreinermikrobiellenKontaminationzuachten.

6. WEITEREINFORMATIONEN

WasDoxorubicinKL100mgenthält:

DerWirkstoffist:

Doxorubicinhydrochlorid

DiesonstigenBestandteilesind:

Natriumchlorid,Salzsäure,WasserfürInjektionszwecke

InhaltderPackung

DoxorubicinKL100mgistinPackungenmit5x1Injektionsflaschemit

Injektionslösungerhältlich.

1Durchstechflaschemit50mlKonzentratzurHerstellungeinerInfusionslösung

enthält100mgDoxorubicinhydrochloridentsprechend93,7mgDoxorubicin.

PharmazeutischerUnternehmer

NeoCorpAG

AmWeidenbach6

82362Weilheim

Tel.:0881-909596-0

Fax:0881-909596-99

Email: info@neocorp.de

Hersteller

EBEWEPharmaGesm.b.H.Nfg.KG

Mondseestraße11

4866UnterachamAttersee

Österreich

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztüberarbeitetimApril2009

DiefolgendenInformationensindnurfürÄrztebzw.medizinisches

Fachpersonalbestimmt.

Sicherheitsmaßnahmen:

DieRichtlinienfürdiekorrekteHandhabungundEntsorgungvonZytostatikamüssen

befolgtwerden.

Geeignete Schutzausstattung, Einmalhandschuhe, Gesichtsmaske und

Einmalschürzemüssengetragenwerden.VerschüttungenoderLeckagenmüssen

aufgewischtwerden.

JederKontaktmitdemAugemussstriktvermiedenwerden.Einesofortige

AugenspülungmitphysiologischerKochsalzlösungistdurchzuführen,fallsirgendein

Kontaktstattgefundenhat.BleibtdieReizungbestehen,istderAugenarzt

aufzusuchen.FallsbeimVerschüttendieHautbetroffenist,mussdiesesorgfältig

mitWassergewaschenwerden.

NachFertigstellungmussjedemitderZubereitunginBerührunggekommeneFläche

gründlichgereinigtundHändeundGesichtgewaschenwerden.Jeglichesnicht

verwendetesProduktoderAbfallmaterialistentsprechenddennationalen

Anforderungenzuentsorgen.

Fachinformation

BEZEICHNUNGDESARZNEIMITTELS

DoxorubicinKL100mg

Wirkstoff:Doxorubicinhydrochlorid

QUALITATIVEUNDQUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

DoxorubicinKL100mg:

1mlInjektionslösungenthält2mgDoxorubicinhydrochlorid

DARREICHUNGSFORM

KonzentratzurHerstellungeinerInfusionslösung

KLINISCHEANGABEN

Anwendungsgebiete

kleinzelligesBronchialkarzinom(SCLC)

Mammakarzinom

fortgeschrittenesOvarialkarzinom

zurintravesikalenRezidivprophylaxeoberflächlicherHarnblasenkarzinomenach

TURbeiPatientenmithohemRezidivrisiko

zursystemischenBehandlunglokalfortgeschrittenerodermetastasierter

Harnblasenkarzinome

neoadjuvanteundadjuvanteTherapiedesOsteosarkoms

fortgeschrittenesWeichteilsarkomdesErwachsenenalters

Ewing-Sarkom

FrühstadiumdesHodgkin-Lymphoms(StadiumI–II)beischlechterPrognose

fortgeschrittenes(StadiumIII–IV)Hodgkin-Lymphom

hochmaligneNon-Hodgkin-Lymphome

RemissionsinduktionbeiakuterlymphatischerLeukämie

RemissionsinduktionbeiakutermyeloischerLeukämie

fortgeschrittenesMultiplesMyelom

fortgeschrittenesoderrezidiviertesEndometriumkarzinom

Wilms-Tumor(imStadiumIIbeihochmalignenVarianten,allefortgeschrittenen

Stadien[III–IV])

fortgeschrittenespapilläres/follikuläresSchilddrüsenkarzinom

anaplastischesSchilddrüsenkarzinom

fortgeschrittenesNeuroblastom

1/12

Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

DieBehandlungmitDoxorubicinsolltenurvonÄrzten,dieinderTumortherapie

erfahrensindineinerKlinikoderinKooperationmiteinerKlinikerfolgen.Doxorubicin

wirdinderMonochemotherapie(beiWeichteilsarkomen,Endometriumkarzinomenund

papillären/follikulärenSchilddrüsenkarzinomen)sowiealsBestandteileiner

KombinationschemotherapieinetabliertenTherapie-Protokollenangewendet.Dadie

ApplikationsweiseundDosierungsempfehlungenfürDoxorubicinstarkvariieren,

könnennurallgemeineRichtwerteangegebenwerden.

Hinweis:

DieDosierungenvonS-liposomalemDoxorubicinund(herkömmlichem)

Doxorubicinhydrochloridsindunterschiedlich,unddiebeidenFormulierungenkönnen

nichtgegeneinanderausgetauschtwerden.

IntravenöseAnwendung:

Monotherapie

DoxorubicinwirdalsMonotherapiei.d.R.ineinerDosierungvon50–80mg/m 2

Körperoberfläche(KOF)alsEinzeldosisi.v.alle3Wochenangewendet.

Polychemotherapie

DoxorubicinwirdimRahmeneinerPolychemotherapieineinerDosierungvon30–60

mg/m 2 KOFi.v.alle3bis4Wochenangewendet.DieexakteDosierungist

Behandlungsprotokollenzuentnehmen,diesichinderTherapiederjeweiligen

Erkrankungalswirksamerwiesenhaben.

IntravesikaleInstillation:

ZurintravesikalenRezidivprophylaxeoberflächlicherHarnblasenkarzinomenachTUR

beiPatientenmithohemRezidivrisiko.WöchentlicheintravesikaleInstillationvon50

mgDoxorubicin,gelöstin25–50mlisotonischerNatriumchloridlösung.Die

Verweildauerbeträgti.d.R.1–2Stunden.

DosisanpassungbeiintravenöserAnwendung:

BeiNiereninsuffizienzmiteinerGFR<10ml/Minsollten75%derkalkuliertenDosis

appliziertwerden.BeieingeschränkterLeberfunktionsolltenDosismodifikationen

vorgenommenwerden.BeieinerErhöhungdesSerumbilirubinsauf1,2–3mg/100ml

sollten50%undbeieinerSerumbilirubinerhöhungvon3,1–5mg/100mlsollten25%

derkalkuliertenDosisgegebenwerden.BeiBilirubinkonzentrationenüber5mg/100ml

solltekeineAnwendungvonDoxorubicinerfolgen.BeiMyelosuppressionsowiebei

älterenPatientenmiteingeschränkterKnochenmarksreservesolltenebenfalls

Dosisanpassungenerfolgen.

ArtundDauerderAnwendung

DieAnwendungiststrengnachVorschriftdurchzuführen.DieDauerderAnwendung

richtetsichnachdemBehandlungsprotokoll,dabeisolltediemaximalekumulative

GesamtdosisnurnachstrengerNutzen-Risiko-Abwägungüberschrittenwerden.

DoxorubicinkannintravenösalsBolusinjektioninnerhalbvonMinuten,alsKurzinfusion

biszueinerStundeundalsDauerinfusionbiszu96Stundengegebenwerden.

MaximalekumulativeGesamtdosis:

DiemaximalekumulativeGesamtdosisfürDoxorubicinbeträgt450bismaximal550

mg/m 2 KOF.SiesolltebeiPatientenmitvorangegangenenBestrahlungenvon

Mediastinumund/oderdesHerzens,VorbehandlungmitAlkylantiensowieanderen

Hochrisiko-Patienten(vorbestehendearterielleHypertonie>5Jahre,vorbestehende

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koronare,valvuläreodermyokardialeSchädigung,Alter>70Jahre)400mg/m 2 nicht

übersteigen.FürKinderbeträgtdiemaximalekumulativeGesamtdosis400mg/m 2

KOF.

VorsichtsmaßnahmenimUmgangmitundbeiderAnwendungvonDoxorubicin:

Doxorubicinistzurintravenösenbzw.intravesikalenApplikationbestimmtunddarf

wederoral,subkutan,intramuskulärnochintrathekalverabreichtwerden.Die

intravenöseAnwendungvonDoxorubicinhatmitbesondererSorgfaltzuerfolgen.Eine

paravenöseApplikationmussunbedingtausgeschlossenwerden,dahierbei

regelmäßigschwersteGewebsnekrosenerfolgen.DieVerabreichungerfolgtüberden

SchlaucheinerangelegtenInfusionoderübereinegelegteInjektionsnadel.Vor

VerabreichungvonDoxorubicinsolltemit5mlisotonischerNatriumchloridlösungdie

korrekteLagederNadelbzw.desVenenkathetersüberprüftwerden.Auchnach

BeendigungderApplikationsindInjektionsnadelbzw.Venenkathetermitisotonischer

Natriumchloridlösungoder5%igerGlucoselösungzuspülen.Einewiederholte

ApplikationindieselbeVenebzw.eineApplikationinzukleineVenenoderVenendes

HandrückenssolltewegenderGefahrvonEntzündungenbzw.Sklerosierungund

Gewebsnekrosenvermiedenwerden.

Gegenanzeigen

DoxorubicinNCdarfnichtangewendetwerden,wenneineÜberempfindlichkeitgegen

DoxorubicinoderandereAnthrazyklinebekanntistodereineausgeprägte

Knochenmarkdepression(z.B.nacherfolgterVorbehandlungmitChemo-und/oder

Strahlentherapie)vorliegt.BeiHerzinsuffizienzGradIV,akutemoderabgelaufenen

Herzinfarkt,akutenentzündlichenHerzerkrankungen,beiRhythmusstörungenmit

negativemEinflussaufdieHämodynamik,VorbehandlungmitAnthrazyklinenbiszur

kumulativenHöchstdosis,erhöhterBlutungsneigung,akutenInfektionenundstark

eingeschränkterLeberfunktionistDoxorubicinebenfallskontraindiziert.

BeiintravesikalerAnwendung:HarnblasenentzündungenHarnwegsinfektionen

Hinweis:BesondereVorsichtistbeiPatientenmitvorangegangener,gleichzeitigeroder

geplanterRadiotherapiegeboten.DiesehabenbeiderAnwendungvonDoxorubicinein

erhöhtesRisikovonLokalreaktionenimBestrahlungsfeld(Recall-Phänomen).In

diesemZusammenhangwurdeüberdasAuftretenschwerer,zumTeiltödlicher

Hepatotoxizitätberichtet.EinevorangegangeneBestrahlungdesMediastinumserhöht

dieKardiotoxizitätvonDoxorubicin.InsbesondereindiesemFalldarfeinemaximale

kumulativeGesamtdosisvon400mg/m 2 KOF(Körperoberfläche)nichtüberschritten

werden.AktiveImpfungensolltenimzeitlichenZusammenhangmiteiner

Doxorubicintherapienichtdurchgeführtwerden.DerKontaktdesPatientenmit

Polioimpflingensolltevermiedenwerden.

BeiPatientenmiturethralerStenose,dienichtkatheterisiertwerdenkönnensollte

DoxorubicinnichtintravesikalzurBehandlungvonBlasenkarzinomeneingesetzt

werden.EbensosolltedieintravesikaleVerabreichungbeiPatientenmitinvasivendie

BlasenwandpenetrierendenTumoren,beiInfektionendesHarntraktesoder

EntzündungenderHarnblasenichtversuchtwerden.

3/12

BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

AufdieAusführungenunter4.2,4.3sowie4.5–4.9wirdverwiesen.

VorundwährendderTherapiemitDoxorubicinwerdendiefolgenden

Verlaufsuntersuchungenempfohlen(HäufigkeitdieserUntersuchungeninAbhängigkeit

vonAllgemeinzustand,DosisundBegleitmedikation):

Thorax-Röntgenaufnahme

EKG

regelmäßigeKontrollenderlinksventrikulärenAuswurffraktion(LVEF)z.B.mittels

RadionuklidangiographieundEchokardiographie

täglicheInspektionderMundhöhleunddesPharynxauf

Schleimhautveränderungen

Blutuntersuchungen:Hämatokrit,Thrombozyten,Differentialblutbild,SGPT,

SGOT,LDH,Bilirubin,Harnsäure.

EineInjektionsflaschemit50mlLösungenthält7,7mmol(177mg)Natrium.WennSie

einekochsalzarmeDiäteinhaltenmüssen,solltenSiediesberücksichtigen.

WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

DoxorubicinisteinstarkerradiosensibilisierenderWirkstoff(„Radiosensitizer“)unddie

hierdurchinduziertenRecall-Phänomenekönnenlebensbedrohlichsein.Eine

vorangegangene,gleichzeitigeoderspätereBestrahlungstherapiekanndieKardio-

oderHepatotoxizitätvonDoxorubicinverstärken.Diesgiltauchfüreinegleichzeitige

Behandlungmitkardio-oderhepatotoxischenArzneimitteln.Wenneine

DoxorubicintherapieandieBehandlungmitCyclophosphamidangeschlossenwird,

kanndiesnebeneinerVerstärkungderKardiotoxizitätauchzurVerschlimmerungeiner

hämorrhagischenZystitisführen.Beieiner(Vor-)BehandlungmitMedikamenten,

welchedieKnochenmarksfunktionbeeinflussen(z.B.Zytostatika,Sulfonamide,

Chloramphenicol,Phenytoin,Amidopyrin-Derivate,antiretroviraleArzneimittel),istdie

MöglichkeiteinerausgeprägtenStörungderHämatopoesezubeachten.DieDosierung

vonDoxorubicinistgegebenenfallszumodifizieren.BeiKombinationmitanderen

Zytostatika(z.B.Cytarabin,Cisplatin,Cyclophosphamid)könnendietoxischen

WirkungenderDoxorubicintherapieverstärktwerden.DieKombinationvon

DoxorubicinmitAmphotericinBsolltevermiedenwerden,dasiezuausgeprägter

Nephrotoxizitätführenkann.BeigleichzeitigerGabevonDoxorubicinundRitonavir

wurdeübererhöhteDoxorubicinSerumspiegelberichtet.BeigleichzeitigerGabevon

CyclosporinundDoxorubicinkanneszueinerwechselseitigenReduzierungder

MetabolisierungundClearancebeiderSubstanzenmitkonsekutiverErhöhungder

Blutspiegelkommen.BarbituratekönnenzueinerbeschleunigtenPlasmaclearance

vonDoxorubicinführen,diegleichzeitigeGabemitPhenytoinzuverringerten

Phenytoinplasmaspiegeln.DoxorubicinkanndieoraleBioverfügbarkeitvonDigoxin

verringern.WährendderTherapiemitDoxorubicinsolltedaherderDigoxin-

Plasmaspiegelregelmäßigüberprüftwerden.DoxorubicinbindetanHeparin;eskann

zuPräzipitationenundWirkungsverlustbeiderWirkstoffekommen.

4/12

SchwangerschaftundStillzeit

DoxorubicinkannerbgutschädigendwirkenunddieEntwicklungeinesEmbryos

beeinträchtigen.DoxorubicinsolltenichtwährendderSchwangerschaftangewendet

werden.BeivitalerIndikationzurBehandlungeinerschwangerenPatientinsollteeine

medizinischeBeratungüberdasmitderBehandlungverbundeneRisikovon

schädigendenWirkungenfürdasKinderfolgen.TrittwährendderBehandlungeine

Schwangerschaftein,soistdieMöglichkeiteinergenetischenBeratungzunutzen.

DoxorubicingehtindieMuttermilchüber.WährendderBehandlungdarfnichtgestillt

werden.Doxorubicinkannerbgutschädigendwirken.Männern,diemitDoxorubicin

behandeltwerden,wirddaherempfohlen,währendderBehandlungundbiszu6

MonatedanachkeinKindzuzeugenundsichvorTherapiebeginnwegender

MöglichkeiteinerirreversiblenInfertilitätdurchdieTherapiemitDoxorubicinübereine

Spermakonservierungberatenzulassen.FrauensolltenwährendderBehandlungmit

Doxorubicinnichtschwangerwerden.

AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

WegendeshäufigenAuftretensvonÜbelkeitundErbrechen,wirdvomFührenvon

KraftfahrzeugenundBedienenvonMaschinenabgeraten.

Nebenwirkungen

DieNebenwirkungen,überdiebeimehralsvereinzeltenFällenberichtetwurdesind

imFolgendenunterteiltnachOrganklassensystemundHäufigkeitaufgeführt.

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgendeHäufigkeitenzugrunde

gelegt:

Sehrhäufig(≥1/10)

Häufig(≥1/100bis≤1/10)

Gelegentlich(>1/1.000bis≤1/100)

Selten(≥1/10.000bis≤1/1.000)

Sehrselten(≤1/10.000)

BlutbildendesSystem

SehrHäufig:DiesehrhäufigauftretendeMyelosuppressionisteineder

dosislimitierendenNebenwirkungenundistz.T.gravierend.Sieäußert

sichvorallemineinemAbfallderLeukozytenzahl.EineLeukopeniewurde

beiannährend75%derPatientenmitadäquaterKnochenmarkreserve

beobachtet,welchealle21Tagemit60mg/m 2 behandeltwurden.Wenn

auchwenigerhäufigwurdendarüberhinausebenfallsThrombozytopenie

undAnämieberichtet.SuperinfektionenundBlutungenwurdenim

ZusammenhangmitdemAuftreteneinerKnochenmarksuppression

ebenfallsbeobachtet.DieMyelosuppressionerreichtimallgemeinen10

bis14TagenachAnwendungvonDoxorubicinihrenHöhepunktundklingt

inderRegelbiszumZeitpunktzwischendem21.und28.Tagab.Eine

etwaigeThrombozytopenieoderAnämietretenggfs.imgleichenZeitraum

auf,sindinderRegelaberwenigerschwer.BeimAuftreteneiner

gravierendenMyelosuppressionsollteaufdieAnwendungvon

Doxorubicinverzichtetwerden,ggfs.isteineDosisreduktionoder

VerzögerungderAnwendungnotwendig.Esmusssichergestelltwerden,

dasseineschwereInfektionund/oderBlutungsepisoderaschundwirksam

5/12

behandeltwerdenkann.BestehendeInfektionensolltenvor

Therapiebeginnbehandeltwerden.BeiPatienten,diegleichzeitigmit

DoxorubicinundDNAveränderndenZytostatika(z.B.alkylierende

Substanzen,Platinderivate)behandeltwurden.

SehrSelten:DasAuftreteneinersekundärenLeukämiewurde(z.T.auchmit

präleukämischerPhase)beobachtet.Dieskannauchnacheinerkurzen

Latenzzeit(1–3Jahre)auftreten.

HerzundKreislauf

SehrHäufig:Doxorubicinistkardiotoxisch.DasManifestationsrisikoder

kardiotoxischenNebenwirkungenistwährendundnacheiner

BestrahlungstherapiedesmediastinalenBereiches,nachVorbehandlung

mitpotentiellkardiotoxischenMitteln(z.B.Anthrazyklinen,

Cyclophosphamid)sowiebeiälterenPatienten(über60Jahre)undbei

manifesterarteriellerHypertonieerhöht.BesondereVorsichtistauchbei

Kindernunter2JahrenundPatientenmitkardiologischen

Vorerkrankungen(koronareHerzkrankheit,Herzinsuffizienz)sowiebeider

AnwendungimzeitlichenZusammenhangmiteiner

Hyperthermiebehandlunggeboten.BeiÜberschreitendermaximalen

kumulativenGesamtdosis(Erwachsene550mg/m 2 KOF,bei

vorhergehenderThoraxbestrahlungoderbegleitenderAlkylanstherapie

400mg/m 2 ;Kinder400mg/m 2 KOF)steigtdieHäufigkeitder

anthrazyklininduziertenKardiomyopathieauchohnevorbestehende

Risikofaktorenraschan.

DasAuftreteneinerKardiotoxizitätwurdejedochauchbeiwesentlich

geringererGesamtdosisbeobachtet.Nacheinerkumulativen

Gesamtdosisvon550mg/m 2 bestehtz.B.fürdieBehandelteneinRisiko

vonetwa5%fürdasAuftreteneinerschwerenHerzinsuffizienz.

DiekardiotoxischenNebenwirkungenvonDoxorubicinkönnensichinzwei

Erscheinungsformenmanifestieren:

Soforttyp: DieNebenwirkungenvomSoforttyptretenzumeistinnerhalbderersten24

bis48StundennachEinleitenderTherapieauf,sinddosisunabhängig,

durchfolgendeSymptomegekennzeichnet:vorübergehendeArrhythmien

(insbesondereSinustachykardien)sowiesupraventrikuläreund

ventrikuläreExtrasystolenundwerdendurchunspezifischeEKG-

Veränderungen(ST-Strecken-Veränderungen,Niedervoltageund

verlängerteQT-Zeit)charakterisiert.DieseVeränderungensindim

AllgemeinenreversibelundihrAuftretenstelltkeineKontraindikationbei

dererneutenAnwendungvonDoxorubicindar.Eswurdenjedochauch

lebensbedrohlicheArrhythmienwährendoderwenigeStundennachder

AnwendungvonDoxorubicinbeobachtet,sehrselten(≤0,01%)auch

akutesLinksherzversagen,PerikarditisodereintödlichesPerikarditis-

Myokarditis-Syndromberichtet.

Spättyp: DieNebenwirkungenvomSpättyprepräsentiereneinedosisabhängige

kumulativeOrgantoxizität,welcheimAllgemeinenirreversibelundsehr

häufig(>10%)lebensbedrohlichist.Siemanifestierensichsehrhäufig

(>10%)alskongestive(dilatative)KardiomyopathiemitdenZeicheneiner

LinksherzinsuffizienzinnerhalbwenigerMonatenachBeendigungder

Therapie.DieKardiotoxizitätkannsichaberauchJahrenachBeendigung

derTherapieerstmalsmanifestierenundihreInzidenzsteigtmitHöheder

kumulativenGesamtdosis.DiesistinsbesonderebeiderAnwendungbei

Kindernzuberücksichtigen,welcheinsgesamtniedrigere

Lebensgesamtdosentolerierenunddurchzusätzliche

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Bestrahlungsbehandlungen,jungesAlterbeiTherapiebeginnund

aggressiveBegleittherapienbesondersgefährdetsind,einespät

auftretende,lebensbedrohlichekardialeOrgantoxizitätmitventrikulärer

Dysfunktion,Herzversagenund/oderArrhythmienzuentwickeln.Darüber

hinausscheinenMädchengegenüberJungenbesondersprädestiniertfür

dasAuftretenspäterKardiotoxizitätnachDoxorubicintherapiezusein.Vor,

währendundnacheinerChemotherapiemitDoxorubicinsolltedie

HerzfunktionmittelsEKG,UKGundMUGA-Scanüberwachtwerden.

Lunge

SehrSelten:NachintravesikalerInstillationvonDoxorubicinwurdenschwere

systemischeReaktioneneinschließlichAnschwellender

Nasenschleimhaut,TachypnoeundDyspnoebeobachtet.

StrahlenpneumonitismittödlichenKomplikationenwurdebeisystemischer

KombinationschemotherapievonDoxorubicinmitMethotrexatund

CyclophosphamidineinerStudiebeobachtet.BeimAuftretenvon

DyspnoesolltediesezunächstalsHinweisaufeineanthrazyklininduzierte

Herzmuskelschädigunggewertetwerden.

Gastrointestinaltrakt

Sehrhäufig:Beica.80%derPatienten,tretenrelativschwereÜbelkeitundErbrechen

amerstenTagderBehandlungaberauchdanachauf.Eineantiemetische

Prophylaxewirdempfohlen.DarüberhinauskönnenAppetitlosigkeitsowie

SchleimhautulzerationeninMundundRachensowieimÖsophagusund

Darmtraktauftreten.DiesekönnenbeischwererAusprägungdenEintritt

vonInfektionenbedingen.ZuDiarrhoenkannesalsFolgeeiner

ProliferationshemmungimDarmepithelkommen.

EswurdenimZusammenhangmitderKombinationvonCytarabinüber

NekrosendesDickdarmsmitmassivenBlutungenundschweren

Infektionenberichtet.NachStrahlentherapiekönnenunterder

AnwendungvonDoxorubicinÖsophagitidenauftreten,dieu.U.zu

Ösophagusstrikturenführen.

Hinweis:SolangeEntzündungen,UlzerationenoderDiarrhoenbestehen,

sollteaufdieAnwendungvonDoxorubicinverzichtetwerden.

Hepatotoxität

Häufig: Einevorübergehende,meistgeringfügigeErhöhungvonSGOT,SGPT

und/oderBilirubinwirdbeobachtet.Sietrittmeist10bis14Tagenach

DoxorubicinApplikationaufundistnachAbsetzenimAllgemeinenbinnen

einerWochereversibel.

HautundHautanhangsgebilde

Häufig: EinetotaleodersubtotaleAlopezietrittauf,dienachAbsetzender

TherapieinderRegelreversibelist.HyperpigmentierungderExtremitäten

undNägel

Gelegentlich:AblösungderNagelplatte,Bläschenbildung,Rötung,Nesselsuchtund

VenenentzündungbeiInjektioninkleineVenen.ParavasaleInjektionen

führenregelmäßigzuschwerstenGewebsnekrosen.DasAusmaßder

GewebsulzerationistvonderParavasatmengeabhängig.Folgeeines

ParavasatessindSchmerzensowieschlechtheilendeUlzerationen.

Urogenitaltrakt

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Häufig: NachintravesikalerAnwendungwurdesehrhäufigüberZystitismit

dysurischenBeschwerdenwieDysurie,Pollakisurie,Hämaturieund

BlasenspasmenberichtetInnerhalbvon24StundennachAnwendungvon

DoxorubicinkommtessehrhäufigzueinerbedeutungslosenRotfärbung

desUrins,welcheaufdenFarbstoffdesAnthrazyklinszurückzuführenist.

EineHyperurikämieundkonsekutiveHarnsäurenephropathiekönnenals

FolgeeinesmassivenTumorzellzerfallsauftreten.

SehrSelten:VereinzeltwurdedasAuftreteneinesakutenNierenversagens

beobachtet,irreversibleStörungenderKeimzellbildungsindmöglich,

Doxorubicinistmutagenundteratogen.

SonstigeNebenwirkungen

Selten: ÜberempfindlichkeitsreaktionenmitUrtikaria,vorübergehendem

Pruritus,AngiödemderAugenliderundZungeundrespiratorischer

Beeinträchtigungwurdenbeobachtet.Fernerwurdenberichtet:

Gelenkschmerzen,SchmerzenanderInjektionsstelle,Konjunktivitis,

verstärkteSekretionvonTränenflüssigkeit

SehrSelten:generalisierteMuskelschwäche.

BereitsinAbheilungbefindlicheStrahlenschäden(Haut,Lunge,Speiseröhre,

SchleimhäutedesMagen-Darm-Traktes,Herz)könnendurchdieAnwendungvon

Doxorubicinerneutauftreten.AlsspäteNebenwirkungistdieEntwicklungvon

Zweitneoplasiennichtauszuschließen.

Überdosierung

EinspezifischesAntidotfürDoxorubicinhydrochloridistnichtbekannt.Eineakute

Intoxikationkannsichz.B.innerhalbvon24StundenalsHerzinsuffizienzeinschließlich

Stenokardien,AnginapectorisundMyokardinfarktäußern.IndiesenFällenistein

Kardiologehinzuzuziehen.WeitereZeichenderÜberdosierungsindschwere

Myelosuppression,dieimallgemeinen10–14TagenachTherapiebeginnauftrittsowie

schwereSchleimhautentzündungen.DieTherapieeinerausgeprägten

MyelosuppressionmussunterstationärenBedingungenerfolgen.Siebestehtunter

UmständeninderSubstitutionderfehlendenBlutbestandteileundantibiotischer

Therapie.DieVerlegungdesPatientenineinenkeimfreienRaumkannnotwendig

werden.BeimAuftretenvonIntoxikationserscheinungensolltedieApplikationvon

Doxorubicinsofortabgebrochenwerden.DiechronischeIntoxikationäußertsich

insbesonderemitdeno.g.ZeichenderKardiotoxizität.BeimAuftreteneiner

HerzinsuffizienzisteinKardiologehinzuzuziehen.EineHämodialysebehandlungistbei

IntoxikationenmitDoxorubicinvermutlichnutzlos,daDoxorubicineinsehrgroßes

Verteilungsvolumenhatundnurca.5%derappliziertenDosisrenaleliminiertwerden.

Paravasate

EineparavenöseFehlinjektionführtzulokalerNekroseundThrombophlebitis.Sollteim

BereichderInfusionsnadeleinbrennendesGefühlentstehen,deutetdiesaufeine

paravenöseApplikationhin.

TherapievonParavasaten

BeierfolgtenParavasatenistdieInfusionoderInjektionsofortzustoppen:dieKanüle

solltezunächstbelassenwerden,umsienacheinerkurzenAspirationzuentfernen.Es

wirdempfohlen,DMSO99%übereinArealzweifachsogroßwiedasbetroffeneAreal

lokalzuapplizieren(4Tropfenauf10cm2Hautoberfläche)unddiesdreimaltäglich

übereinenZeitraumvonmindestens14Tagenzuwiederholen.Gegebenenfallssollte

einDébridementinErwägunggezogenwerden.Wegendesgegensätzlichen

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MechanismussollteeineKühlungdesAreals,z.B.zurSchmerzreduktion,sequentiell

mitderDMSO-Applikationerfolgen(Vasokonstriktionvs.Vasodilatation).Andere

MaßnahmensindinderLiteraturumstrittenundvonnichteindeutigemWert.

PHARMAKOLOGISCHEEIGENSCHAFTEN

PharmakodynamischeEigenschaften

Stoff-oderIndikationsgruppe,ATC-Code:L01DB01:

AnthracyclinausderGruppederzytotoxischenAntibiotikaundverwandteSubstanzen

DoxorubicinisteinFermentationsproduktdesPilzesStreptomycespeucetiusund

gehörtzurGruppederAnthracyclinantibiotikamitantineoplastischenEigenschaften.Es

istdirektwirksamundbedarfkeinermetabolischenAktivierung,umzytostatisch

wirksamzusein.DurchSpaltungderGlykosidbindungwirdesinaktiviert.Dergenaue

Wirkmechanismusistunklar.Diskutiertwerden:

DNA-BindungsfähigkeitunddarausfolgendeInterkalationzwischen

Basenpaaren,waszueinersterischenBehinderungderDNA-undRNA-

Syntheseführt,

BildungfreierRadikale,

einedirekteMembranwirkungsowie

HemmungderTopoisomerase-II-Aktivität.

PharmakokinetischeEigenschaften

Verteilung

DasVerteilungsvolumenvonDoxorubicinliegtdeutlichüberdemVolumendes

Gesamtkörperwassers,wobeiübereineerheblicheinterindividuelleVariabilitätmit

Wertenvon500–2900l/m 2 KOFberichtetwurde.Nachi.v.Applikationverteiltsich

DoxorubicindemnachsehrschnellimOrganismus.DiehöchstenKonzentrationen

wurdenbeimMenscheninLeber,Milz,Niere,LungeundHerzgefunden.Die

Verteilungshalbwertzeitbeträgtnachi.v.Applikationetwa12Minuten.Dieserfolgteine

biphasischeEliminationmitHalbwertzeitenvonetwa3und30–50Stunden.

DoxorubicinverteiltsichraschimAszitesunderreichtdortKonzentrationenüberdem

Plasmaspiegel(„thirdspace“;Toxizitätssteigerung!).DieLiquorgängigkeitscheint

vernachlässigbargering,istaberbeiHirnmetastasenoderleukämischemBefalldes

Cerebrumserhöht.

ÜbergangindieMuttermilch

DoxorubicintrittindieMuttermilchüber.

Metabolisierung/Elimination

DieMetabolisierungvonDoxorubicinerfolgthauptsächlichinderLeber.Derwichtigste

MetabolitistdasebenfallszytotoxischaktiveDoxorubicinol.Darüberhinauswurden

weitere,inaktiveMetabolitengefunden.DieEliminationerfolgthauptsächlichviaLeber

undGalleüberdieFäzes,mitdenen40–50%derverabreichtenDosisbinnen7Tagen

ausgeschiedenwerden.Lediglich5–15%derappliziertenDosiswerdenüberdie

Nierenausgeschieden.EingeschränkteLeberfunktionoderGalleabflussbehinderungen

habeneineverzögerteEliminationunddamiteineToxizitätssteigerungzurFolge,die

eineDosismodifikationnotwendigmacht.DiePlasmaproteinbindungvonDoxorubicin

beträgtca.75%.InderLiteraturwirdnachwievordiskutiert,obdie

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PlasmaspitzenkonzentrationenoderdieFlächeunterderKonzentration-Zeit-Kurve

(AUC)fürdietherapeutischenundtoxischenEffektevonDoxorubicinverantwortlichzu

machensind.AngesichtsdieserÜberlegungenistzuberücksichtigen,dassAUCund

PlasmaspitzenkonzentrationentscheidenddurchdieApplikationsartvonDoxorubicin

(BolusinjektionversusDauerinfusion)beeinflusstwerden.

PräklinischeDatenzurSicherheit

AkuteToxizität

ToxizitätsuntersuchungenwurdenanRattenundMäusendurchgeführt(i.v.Applikation

unterschiedlicherDosierungenmg/kg).DieLD50beiderMausliegtbeietwa22mg/kg.

BeiderRattezwischen8und14mg/kginAbhängigkeitvonderBeobachtungsdauer

(Maus28–91Tage,Ratte56–182Tage).DiesetierexperimentellenUntersuchungen

zeigteneinedeutlichedosisabhängigeAkuttoxizität.

ChronischeToxizität

DiechronischeToxizitätvonDoxorubicinNCentsprichtinihrerklinischenManifestation

derandererinderChemotherapiemalignerNeoplasienangewendeterSubstanzen.

DurchdiebesonderekardiotoxischeWirkung(Frühmanifestationsowie

Kardiomyopathie)unterscheidetsichDoxorubicinNCjedochvonanderen

zytotoxischenSubstanzen.

MutagenesundtumorerzeugendesPotential

DoxorubicinNCzeigtindenverschiedenstenSystemendeutlicheerbgutverändernde

Eigenschaften.SowerdeninBakterienundSäugerzellkulturenGenmutationen

hervorgerufen.AufgrunddieserDatenmussangenommenwerden,dassDoxorubicin

NCimMenschenerbgutveränderndwirkt.NacheinmaligerintravenöserGabean

RattenwurdenachAblaufeinerlängerenEntwicklungszeitbeidenTiereneinAnstieg

derTumorratebeobachtet.

Reproduktionstoxizität

HinsichtlichFertilität,embryonalerundfetalerToxizitätliegenkeineausreichenden

ErfahrungenbeimMenschenvor.GemäßdenwenigenvorliegendenDatenistein

Schwangerschaftsabbruchnichtzwingend.ÜberdessenNotwendigkeitkannjedoch

nurimEinzelfallentschiedenwerden.DasRisikovonFehlbildungenund

FunktionsstörungenbeimKindmussalshochangesehenwerden.InjedemFallwird

beiFetenundNeugeboreneneinekardiologischeUntersuchungundeine

UntersuchungdesBlutbildesdringendempfohlen.DieAuswirkungenauf

reproduktionstoxikologischeParameterwurdenanRattenundKaninchenuntersucht.

AnweiblichenRattenwurdeDoxorubicininDosierungenvon0,025,0,050und0,200

mg/kgKörpergewichti.v.täglichvom14.TagvorderVerpaarungbiszur

Laktationsperiodeverabreicht.EswurdenkeinematernaltoxischenEffektebeobachtet.

DerFertilitätsindexdermittlerenundhohenDosisgruppewarvermindert,allerdings

nichtsignifikant.MännlichenRatten,denenDoxorubicinandenTagen6,16,24und45

postnatalverabreichtwurde,zeigtenbiszum16.TagschwereBeeinträchtigungender

FortpflanzungsorganeundFertilität.AbTag24warendieEffekteauf

ReproduktionsorgangewichteundSpermienanzahlreversibel,abTag45warenkeine

Effekteerkennbar.EmbryotoxischeEffektetratenimDosisbereichvon0,2mg/kgbei

RattenundKaninchenauf.

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PHARMAZEUTISCHEANGABEN

Hilfsstoffe

Natriumchlorid,Salzsäure,WasserfürInjektionszwecke

Inkompatibilitäten

DoxorubicindarfnichtmitHeparinoderanderenZytostatikaineinerInfusionvermischt

werden.AuchdasMischenineineralkalischenLösungistzuvermeiden.Über

InkompatibilitätenmitfolgendenSubstanzenwurdeberichtet:Allopurinol,Aluminium,

Cephalotin,Dexamethason,Diazepam,Fluorouracil,Furosemid,Galliumnitrat,

Heparin,Hydrocortison,Methotrexat,parenteraleErnährungs-lösungen,Piperacillin,

Theophyllin,Vincristin.

DauerderHaltbarkeit

2Jahre

BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieLagerung

DoxorubicinmussimKühlschrankbei2–8°Cgelagertwerden.Lichtschutzerforderlich,

bewahrenSiedieInjektionsflaschedaherimFaltkartonauf.EntnehmenSiedieLösung

erstkurzvorGebrauchausderInjektionsflasche.NurzureinmaligenEntnahme.Nach

Anbruchverwerfen.NurfrischzubereiteteVerdünnungen(nichtälterals24Stunden)

verwenden.BeiallenManipulationenistaufdieGefahreinermikrobiellen

Kontaminationzuachten.

ArtundInhaltdesBehältnisses

InjektionsflascheaushydrolytischemGlasderKlasseI,miteinemteflonbeschichteten

ChlorbutylgummistopfenundeinerAluminiumkappe,verpacktineinemKarton.

5x1Durchstechflaschemit50mlKonzentratzurHerstellungeinerInfusionslösung

enthält100mgDoxorubicinhydrochloridentsprechend93,7mgDoxorubicin.

BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigungundsonstigeHinweisezur

Handhabung

DieZubereitungmussmitHilfeeinesabsolutaseptischenArbeitsverfahrenserfolgen.

DieVerwendungeinerWerkbankmitvertikalerLuftströmung(LAF)wirdempfohlen.

BeimUmgangmitDoxorubicinmussSchutzkleidunggetragenwerden.Hautund

SchleimhautkontaktemitDoxorubicinsindzuvermeiden(Handschuhetragen!).Wenn

DoxorubiciningelösterFormmitderHaut,SchleimhautoderdenAugeninBerührung

kommt,musssofortgründlichmitWassergespültwerden.ZurReinigungderHaut

kannSeifeverwendetwerden.DieInjektionslösunghateinenpH-Wertvon3.0.Vor

VerabreichungsolltesieaufRaumtemperaturgebrachtwerden.Sieenthältkeine

KonservierungsstoffeundistdahernichtzurMehrfachentnahmevorgesehen.Die

Empfehlungen„SichereHandhabungvonZytostatika“desMerkblattesM620der

BerufsgenossenschaftGesundheitsdienstundWohlfahrtspflegesolltenbeachtet

werden.

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INHABERDERZULASSUNG

NeocorpAG

AmWeidenbach6

82362Weilheim

Tel.:0881-909596-20

FAX:0881-909596-99

Email:info@neocorp.de

ZULASSUNGSNUMMER

42022.02.00

DATUMDERERTEILUNGDERZULASSUNG/VERLÄNGERUNGDER

ZULASSUNG

20.03.2001/29.11.2006

STANDDERINFORMATION

April2009

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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