Doxorubicin 50 mg HEXAL Injektionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Doxorubicinhydrochlorid
Verfügbar ab:
Hexal Aktiengesellschaft
INN (Internationale Bezeichnung):
doxorubicin hydrochloride
Darreichungsform:
Injektionslösung
Zusammensetzung:
Doxorubicinhydrochlorid 2.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
57734.00.00

WortlautderfürdiePackungsbeilagevorgesehenenAngaben

Gebrauchsinformation:InformationfürdenAnwender

Doxorubicin50mgHEXAL®Injektionslösung

Wirkstoff:Doxorubicinhydrochlorid

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WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSie

Nebenwirkungenbemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind,

informierenSiebitteIhrenArztoderApotheker.

DiesePackungsbeilagebeinhaltet:

1.WasistDoxorubicin50mgHEXAL®undwofürwirdesangewendet?

2.WasmüssenSievorderAnwendungvonDoxorubicin50mgHEXAL®beachten?

3.WieistDoxorubicin50mgHEXAL®anzuwenden?

4.WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5.WieistDoxorubicin50mgHEXAL®aufzubewahren?

6.WeitereInformationen

1 1. WASISTDOXORUBICIN50MGHEXAL®UNDWOFÜRWIRDES

ANGEWENDET?

Doxorubicin50mgHEXAL®isteinArzneimittelzurBehandlungvonKrebserkrankungen

(zytostatischwirksamesAntibiotikumderAnthrazyklingruppe).

Doxorubicin50mgHEXAL®wirdangewendetbei/zur:

·kleinzelligemBronchialkarzinom(SCLC)

·fortgeschrittenemoderrezidiviertemEndometriumkarzinom

·Ewing-Sarkom

·systemischenBehandlunglokalfortgeschrittenerodermetastasierterHarnblasenkarzinome

·intravesikalenRezidivprophylaxeoberflächlicherHarnblasentumorenachTURbeiPatienten

mithohemRezidivrisiko

·FrühstadiumdesHodgkin-Lymphoms(StadiumI-II)beischlechterPrognose

·fortgeschrittenemHodgkin-Lymphom(StadiumIII-IV)

·RemissionsinduktionbeiakuterlymphatischerLeukämie

·RemissionsinduktionbeiakutermyeloischerLeukämie

·fortgeschrittenemMagenkarzinom

·metastasierendemMammakarzinom

·fortgeschrittenemNeuroblastom

·hochmalignenNon-Hodgkin-Lymphomen

·neoadjuvantenundadjuvantenTherapiedesOsteosarkoms

·fortgeschrittenemOvarialkarzinom

·fortgeschrittenemWeichteilsarkomdesErwachsenenalters

·Wilms-Tumor(imStadiumIIbeihochmalignenVarianten,allefortgeschrittenenStadien(III-

IV))

·fortgeschrittenemmultiplemMyelom

·fortgeschrittenempapillären/follikulärenSchilddrüsenkarzinom

·anaplastischemSchilddrüsenkarzinom

2 2. WASMÜSSENSIEVORDERANWENDUNGVONDOXORUBICIN50MG

HEXAL®BEACHTEN?

Doxorubicin50mgHEXAL®darfnichtangewendetwerdenbei

·Überempfindlichkeit(Allergie)gegenDoxorubicin,andereAnthrazyklineodereinender

sonstigenBestandteilevonDoxorubicin50mgHEXAL®

·ausgeprägterKnochenmarkdepression(z.B.nacherfolgterVorbehandlungmitStrahlen-

und/oderChemotherapie)

·HerzinsuffizienzGradIV

·akutemoderabgelaufenemHerzinfarkt

·akutenentzündlichenHerzerkrankungen

·RhythmusstörungenmitnegativemEinflussaufdieHämodynamik

·vorangegangenenBehandlungenmitAnthrazyklinenbiszurmaximalenkumulativen

Gesamtdosis

·erhöhterBlutungsneigung

·EntzündungenderMundschleimhaut

·akutenInfektionen

·starkeingeschränkterLeberfunktion

·Stillzeit

BeiintravesikalerAnwendungdarfDoxorubicin50mgHEXAL®nichtangewendetwerdenbei

·Harnblasenentzündung

·Harnblaseninfektion

BesondereVorsichtbeiderAnwendungvonDoxorubicin50mgHEXAL®isterforderlich,

·beiPatientenmitvorangegangener,gleichzeitigerodergeplanterRadiotherapie.Diese

habenbeiderAnwendungvonDoxorubicin50mgHEXAL®einerhöhtesRisikovon

LokalreaktionenimBestrahlungsfeld(Recall-Phänomen).IndiesemZusammenhangwurde

überdasAuftretenschwerer,zumTeiltödlicherHepatotoxizitätberichtet.

EinevorangegangeneBestrahlungdesBrustkorbserhöhtdieKardiotoxizitätvonDoxorubicin.

DiemaximalekumulativeGesamtdosisvon400mgDoxorubicinhydrochlorid/m2

Körperoberfläche(KOF)sollteindiesemFallnichtüberschrittenwerden.

AktiveImpfungensolltenimzeitlichenZusammenhangmiteinerDoxorubicintherapienicht

durchgeführtwerden.DerKontaktdesPatientenmitPolioimpflingensolltevermiedenwerden.

DieBehandlungmitDoxorubicin50mgHEXAL®solltenurvonÄrzten,dieinderTumortherapie

erfahrensind,ineinerKlinikoderinKooperationmiteinerKlinikerfolgen.

VoroderwährendderTherapiemitDoxorubicin50mgHEXAL®werdendiefolgenden

Verlaufsuntersuchungen(HäufigkeitdieserUntersuchungeninAbhängigkeitvon

Allgemeinzustand,DosisundBegleitmedikation)empfohlen:

1.Thorax-Röntgenaufnahme

2.EKG

3.regelmäßigeKontrollenderlinksventrikulärenAuswurffraktion(LVEF)z.B.mittels

RadionuklidangiographieundEchokardiographie

4.TäglicheInspektionderMundhöhleunddesPharynxaufSchleimhautveränderungen

5.Blutuntersuchungen:

Hämatokrit,Thrombozyten,Differenzialblutbild,SGPT,SGOT,LDH,Bilirubin,Harnsäure

WenninderVorgeschichteeineHepatitisB-oderHepatitisC-Erkrankungbestand(ggf.

Antikörpertest),solltenwährendundnachderBehandlungdieLeberfunktionsparameter

überprüftwerden,daeineReaktivierungderErkrankungnichtausgeschlossenwerdenkann.

Esmusssichergestelltsein,dasseineschwereInfektionund/oderBlutungsperioderaschund

wirksambehandeltwerdenkann.

BestehendeInfektionensolltenvorBeginneinerTherapiemitDoxorubicin50mgHEXAL®

behandeltwerden.

Doxorubicinkannerbgutschädigendwirken.Männer,diemitDoxorubicinbehandeltwerden,

wirddaherempfohlen,währendderBehandlungundbiszu6MonatedanachkeinKindzu

zeugenundsichvorTherapiebeginnwegenderMöglichkeiteinerirreversiblenInfertilitätdurch

dieTherapiemitDoxorubicinübereineSpermakonservierungberatenzulassen.Frauensollten

währendderBehandlungmitDoxorubicinnichtschwangerwerden.

BeimUmgangmitDoxorubicin50mgHEXAL®sollten-wiebeiallenzytotoxischwirksamen

Substanzen-entsprechendeVorsichtsmaßnahmenbeachtetwerden.DasMerkblatt“Sichere

HandhabungvonZytostatika”derBerufsgenossenschaftfürGesundheitsdienstund

Wohlfahrtspflegeistzubeachten.

BeimUmgangmitDoxorubicin50mgHEXAL®solltendieInhalationsowieHaut-und

Schleimhautkontaktevermiedenwerden(Handschuhetragen!).

KontaminierteKörperstellensollenumgehendgründlichmitWassergereinigtwerden.Zur

ReinigungderHautkannSeifeverwendetwerden.

DieZubereitungsolltedurchgeschultesPersonalinSicherheitswerkbänkenmitLaminarflow

erfolgen.

SchwangeresPersonalistvomUmgangmitZytostatikaauszuschließen.

WichtigsteInkompatibilitäten(chemischeUnverträglichkeiten)

Doxorubicin50mgHEXAL®InjektionslösungdarfnichtmitHeparinoderanderenZytostatikain

einerInfusiongemischtwerden.DasMischenmiteineralkalischenLösungistzuvermeiden.

ÜberInkompatibilitätenmitfolgendenSubstanzenwurdeberichtet:

Allopurinol,Aluminium,Cefalotin,Dexamethason,Diazepam,5-Fluorouracil,Furosemid,

Galliumnitrat,Heparin,Hydrocortison,Methotrexat,parenteraleErnährungslösungen,

Piperacillin,TheophyllinundVincristin.

Paravasate

EineparavenöseFehlinjektionführtzulokalerNekroseundThrombophlebitis.SollteimBereich

derInfusionsnadeleinbrennendesGefühlentstehen,deutetdiesaufeineparavenöse

Applikationhin.

TherapievonParavasaten

BeierfolgtenParavasatenistdieInfusionoderInjektionsofortzustoppen;dieKanülesollte

zunächstbelassenwerden,umdiesenacheinerkurzenAspirationzuentfernen.Eswird

empfohlen,DMSO99%übereinArealzweifachsogroßwiedasbetroffeneAreallokalzu

applizieren(4Tropfenauf10cm2Hautoberfläche)unddiesdreimaltäglichübereinenZeitraum

von14Tagenzuwiederholen.GegebenenfallssollteeinDébridementinErwägunggezogen

werden.WegendesgegensätzlichenMechanismussollteeineKühlungdesAreals,z.B.zur

Schmerzreduktion,sequenziellmitderDMSO-Applikationerfolgen(Vasokonstriktionvs.

Vasodilatation).AndereMaßnahmensindinderLiteraturumstrittenundvonnichteindeutigem

Wert.

BeiAnwendungvonDoxorubicin50mgHEXAL®mitanderenArzneimitteln

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimittel

einnehmen/anwendenbzw.vorkurzemeingenommen/angewendethaben,auchwennessich

umnichtverschreibungspflichtigeArzneimittelhandelt.

DoxorubicinisteinstarkerradiosensibilisierenderWirkstoff(“Radiosensitizer”)unddiehierdurch

induziertenRecall-Phänomenekönnenlebensbedrohlichsein.Einevorangegangene,

gleichzeitigeodergeplanteBestrahlungstherapiekanndieKardio-(Herz-)oderHepatotoxizität

(Leberschädigung)vonDoxorubicinverstärken.DiesgiltauchfüreinegleichzeitigeBehandlung

mitkardio-oderhepatotoxischenArzneimitteln.WenneineDoxorubicin-Therapieandie

BehandlungmitCyclophosphamidangeschlossenwird,kanndiesnebeneinerVerstärkungder

KardiotoxizitätauchzurVerschlimmerungeinerhämorrhagischenZystitis(mitBlutungen

einhergehendenHarnblasenentzündung)führen.

Beieiner(Vor-)BehandlungmitMedikamenten,welchedieKnochenmarkfunktionbeeinflussen

(z.B.Zytostatika,Sulfonamide,Chloramphenicol,Phenytoin,Amidopyrin-Derivate,

antiretroviraleArzneimittel),kanneszueinerausgeprägtenStörungderHämatopoese

(Blutbildung)kommen.DieDosierungvonDoxorubicin50mgHEXAL®istgegebenenfallszu

modifizieren.BeiKombinationmitanderenZytostatika(z.B.Cytarabin,Cisplatin,

Cyclophosphamid)könnendietoxischenWirkungeneinerDoxorubicin-Therapieverstärkt

werden.

DieKombinationvonDoxorubicinmitAmphothericinBsolltevermiedenwerden,dasiezu

ausgeprägterNephrotoxizität(Nierenschädigung)führenkann.

BeigleichzeitigerGabevonDoxorubicinundRitonavirwurdeübererhöhte

Doxorubicin-Serumspiegelberichtet.

BeidergleichzeitigenGabevonCiclosporinundDoxorubicinkanneszueinerwechselseitigen

ReduzierungderMetabolisierungundClearancebeiderSubstanzenmitkonsekutiverErhöhung

desBlutspiegelskommen.

BarbituratekönnenzueinerbeschleunigtenPlasmaclearancevonDoxorubicin,diegleichzeitige

GabevonDoxorubicinundPhenytoinzuverringertenPhenytoin-Plasmaspiegelnführen.

BeigleichzeitigerEinnahmevonArzneimitteln,welchedieHarnsäureausscheidungverzögern

(z.B.SulfonamideundbestimmteDiuretika),kanneszueinerHyperurikämiekommen.

DoxorubicinkanndieoraleBioverfügbarkeitvonDigoxinverringern.WährendderTherapiemit

DoxorubicinsolltedaherderDigoxin-Plasmaspiegelregelmäßigüberprüftwerden.

DoxorubicinbindetanHeparin.EskannzuPräzipitationenundWirkungsverlustbeider

Wirkstoffekommen.

SchwangerschaftundStillzeit

DoxorubicinkannerbgutschädigendwirkenunddieEntwicklungeinesEmbryos

beeinträchtigen.DoxorubicinsolltedahernichtwährendderSchwangerschaftangewendet

werden.BeivitalerIndikationzurBehandlungeinerschwangerenPatientinsollteeine

medizinischeBeratungüberdasmitderBehandlungverbundeneRisikovonschädigenden

WirkungenfürdasKinderfolgen.TrittwährendderBehandlungeineSchwangerschaftein,so

istdieMöglichkeiteinergenetischenBeratungzunutzen.

DoxorubicingehtindieMuttermilchüber.WährendderBehandlungdarfnichtgestilltwerden.

FragenSievorderEinnahme/AnwendungvonallenArzneimittelnIhrenArztoderApothekerum

Rat.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

BeiderBehandlungmitDoxorubicin50mgHEXAL®kanneszuÜbelkeit,Erbrechenund

ÜberempfindlichkeitsreaktionenmitBlutdruckabfallkommenunddamitindirektzueiner

BeeinträchtigungderFahrtüchtigkeitoderderFähigkeitzumBedienenvonMaschinen.Fahren

SiedannnichtAutooderandereFahrzeuge!BedienenSiekeineelektrischenWerkzeugeoder

Maschinen!ArbeitenSienichtohnesicherenHalt!

1 3. WIEISTDOXORUBICIN50MGHEXAL®ANZUWENDEN?

WendenSiediesesArzneimittelentsprechenddernachfolgendenDosierungsempfehlungen

DieBehandlungmitDoxorubicin50mgHEXAL®solltenurvonÄrzten,dieinderTumortherapie

erfahrensind,ineinerKlinikoderinKooperationmiteinerKlinikerfolgen.

DoxorubicinwirdinderMonochemotherapie(beiWeichteilsarkomen,Endometriumkarzinomen

undpapillären/follikulärenSchilddrüsenkarzinomen)sowiealsBestandteileiner

KombinationschemotherapieinetabliertenTherapie-Protokollenangewendet.

DadieEmpfehlungenzurApplikationundDosierungvonDoxorubicinstarkvariieren,können

nurallgemeineRichtwerteangegebenwerden.Einzelheitenbittenwir,derFachliteraturzu

entnehmen.

Hinweis

DieDosierungenvonS-liposomalemDoxorubicinund(herkömmlichem)

Doxorubicinhydrochloridsindunterschiedlich,unddiebeidenFormulierungenkönnennicht

gegeneinanderausgetauschtwerden.

IntravenöseAnwendung

Monotherapie

DoxorubicinwirdzurMonotherapieinderRegelineinerDosierungvon50-80mg/m2

Körperoberfläche(KOF)alsEinzeldosisi.v.alle3Wochenangewendet.

Polychemotherapie

DoxorubicinwirdimRahmeneinerPolychemotherapieineinerDosierungvon30-60mg/m2

KOFi.v.alle3-4Wochenangewendet.

DieexakteDosierungistBehandlungsprotokollenzuentnehmen,diesichinderTherapieder

jeweiligenErkrankungalswirksamerwiesenhaben.

MaximalekumulativeGesamtdosis

DiemaximalekumulativeGesamtdosisfürDoxorubicinbeträgt450-maximal550mg/m2KOF.

SiesolltebeiPatientenmitvorangegangenerBestrahlungvonMediastinumund/oderdes

Herzens,VorbehandlungmitAlkylanziensowieanderenHochrisiko-Patienten(vorbestehende

arterielleHypertonie>5Jahre,vorbestehendekoronare,valvuläreodermyokardiale

Schädigung,Alter>70Jahre)400mg/m2nichtübersteigen.

FürKinderbeträgtdiemaximalekumulativeGesamtdosis400mg/m2KOF.

DosisanpassungbeiintravenöserAnwendung

BeiNiereninsuffizienzmiteinerGFR<10ml/minsollten75%derkalkuliertenDosisappliziert

werden.BeieingeschränkterLeberfunktionsolltenDosismodifikationenvorgenommenwerden.

BeieinerErhöhungdesSerumbilirubinsauf1,2-3mg/100mlsollten50%undbeieiner

Serumbilirubinerhöhungvon3,1-5mg/100mlsollten25%derkalkuliertenDosisgegeben

werden.BeiBilirubinkonzentrationenüber5mg/100mlsolltekeineAnwendungvon

Doxorubicinerfolgen.

BeiMyelosuppressionsowiebeiälterenPatientenmiteingeschränkterKnochenmarkreserve

solltenebenfallsDosisanpassungenerfolgen.

IntravesikaleAnwendung

EingebräuchlichesDosierungsregimebestehtinderzunächstwöchentlichenintravesikalen

Instillationvon50-60mgDoxorubicinhydrochlorid,gelöstin30-50mlisotonischer

Kochsalzlösung,anschließendInstillationalle4Wochenüber6Zyklen.EineVerweildauerdes

InstillatsinderBlasevon1-2StundenistimAllgemeinenausreichend.

ArtderAnwendung

DieArtderAnwendungrichtetsichnachdemverwendetenTherapieprotokoll.Dabeikanndie

systemischeApplikationalsintravenöseBolusinjektioninnerhalbvonMinuten,alsintravenöse

KurzinfusionbiszueinerStundeundalsintravenöseDauerinfusionbiszu96Stundenerfolgen.

VorVerabreichungsolltedieInjektionslösungaufRaumtemperaturgebrachtwerden.

ZurintravenösenInfusionkannDoxorubicin50mgHEXAL®mitphysiologischer

Kochsalzlösungodermit5%igerGlucoselösungverdünntwerden.

VorsichtsmaßnahmenimUmgangundbeiderAnwendungvonDoxorubicin

Doxorubicin50mgHEXAL®istzurintravenösenundintravesikalenApplikationbestimmtund

darfwederoral,nochsubkutan,intramuskulär,intraarterielloderintrathekalverabreichtwerden.

JederKontaktmitDoxorubiciningelösterFormistzuvermeiden.DieZubereitungmussmit

HilfeeinesabsolutaseptischenArbeitsverfahrenserfolgen.WeitereSchutzmaßnahmensind

Handschuhe,Schutzmasken,SicherheitsbrillenundSchutzkleidung.DieZubereitungsollte

durchgeschultesPersonalinSicherheitswerkbänkenmitLaminarflowerfolgen.BeimUmgang

mitDoxorubicinsolltendieInhalationsowieHaut-undSchleimhautkontaktevermiedenwerden

(Handschuhetragen!).AuchbeiderEntsorgungistdieZytotoxizitätderStoffezu

berücksichtigen.WennDoxorubiciningelösterFormmitderHaut,SchleimhautoderdenAugen

inBerührungkommt,musssofortgründlichmitWassergespültwerden.ZurReinigungderHaut

kannmanSeifeverwenden.

DieInjektionslösungistrotgefärbtundhateinenpH-Wertvon2,5-4,0.

DieintravenöseAnwendungvonDoxorubicinhydrochloridhatmitbesondererSorgfaltzu

erfolgen.EineparavenöseApplikationmussunbedingtausgeschlossenwerden,dahierbei

regelmäßigschwersteGewebsnekrosenentstehen.DieVerabreichungerfolgtüberden

SchlaucheinerangelegtenInfusionoderübereinegelegteInjektionsnadel.VorVerabreichung

vonDoxorubicinhydrochloridsolltemit5mlphysiologischerKochsalzlösungdiekorrekteLage

derNadelbzw.dieLagedesVenenkathetersüberprüftwerden.AuchnachVerabreichungsind

dieInjektionsnadelbzw.derVenenkatheterzuspülen.Hierfüristphysiologische

Kochsalzlösungoder5%igeGlucoselösungzuverwenden.EinewiederholteVerabreichungin

dieselbeVenebzw.eineVerabreichunginzukleineVenensolltewegenderGefahrvon

Entzündungbzw.SklerosierungundGewebsnekrosenvermiedenwerden.

DauerderAnwendung

DieDauerderBehandlungbestimmtderbehandelndeArztunterBerücksichtigungdes

Krankheitsbildes,desangewendetenTherapieprotokolls(Therapieplans)undderindividuellen

Therapiesituation.BeiNichtansprechendesTumors,progressiverErkrankungund/oderbeim

AuftretennichtmehrtolerierbarerNebenwirkungensollteDoxorubicin50mgHEXAL®

abgesetztwerden.

DieAnwendungvonDoxorubicin50mgHEXAL®erfolgtinsogenanntenTherapiekursen.

ZwischendemletztenTageinesTherapiekursesunddemerstenTageinesneuen

Therapiekursessollten,jenachTherapieschema,behandlungsfreieIntervalleeingeschoben

werden,bissichdasBlutbildwiedererholthat(sieheGegenanzeigen).

WennSieeinegrößereMengeDoxorubicin50mgHEXAL®angewendethabenalsSie

sollten

EinspezifischesAntidot(Gegenmittel)fürDoxorubicinhydrochloridistnichtbekannt.

EineakuteIntoxikation(Vergiftung)mitDoxorubicinkannsichz.B.innerhalbvon24Stunden

alsHerzinsuffizienzeinschließlichStenokardien,AnginapectorisundMyokardinfarktäußern.In

diesenFällenisteinKardiologehinzuzuziehen.WeitereZeichenderÜberdosierungsind

schwereMyelosuppression,dieimAllgemeinen10-14TagenachTherapiebeginnauftritt,

sowieschwereSchleimhautentzündungen.DieTherapieeinerausgeprägtenMyelosuppression

mussunterstationärenBedingungenerfolgen.SiebestehtunterUmständeninderSubstitution

derfehlendenBlutbestandteileundantibiotischerTherapie.DieVerlegungdesPatientenin

einenkeimfreienRaumkannnotwendigwerden.BeimAuftretenvon

IntoxikationserscheinungensolltedieApplikationvonDoxorubicin50mgHEXAL®sofort

abgebrochenwerden.

DiechronischeIntoxikationäußertsichinsbesonderemitdenobengenanntenZeichender

Kardiotoxizität(Herzschädigung).BeimAuftreteneinerHerzinsuffizienzsollteeinKardiologe

hinzugezogenwerden.

EineHämodialysebehandlungistbeiIntoxikationenmitDoxorubicin50mgHEXAL®vermutlich

nutzlos,daDoxorubicineinsehrgroßesVerteilungsvolumenhatundnurca.5%der

appliziertenDosisrenaleliminiertwerden.

2 4.WELCHENEBENWIRKUNGENSINDMÖGLICH?

WiealleArzneimittelkannDoxorubicin50mgHEXAL®InjektionslösungNebenwirkungen

haben,dieabernichtbeijedemauftretenmüssen.

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgendeHäufigkeitsangabenzugrunde

gelegt:

Sehrhäufig: mehrals1Behandeltervon10

Häufig: 1bis10Behandeltevon100

Gelegentlich:1bis10Behandeltevon1.000

Selten: 1bis10Behandeltevon10.000

Sehrselten: wenigerals1Behandeltervon10.000

Nichtbekannt:HäufigkeitaufGrundlagederverfügbarenDatennichtabschätzbar

MöglicheNebenwirkungen

Herzerkrankungen

Doxorubicinistkardiotoxisch(herzschädigend).DasManifestationsrisikoderkardiotoxischen

NebenwirkungenistwährendundnacheinerBestrahlungsbehandlungdesmediastinalen

Bereichs,nachVorbehandlungmitpotentiellkardiotoxischenMitteln(z.B.Anthrazykline,

Cyclophosphamid)sowiebeiälterenPatienten(über60Jahre)undbeimanifesterarterieller

Hypertonieerhöht.

BesondereVorsichtistbeiKindernunter2JahrenundPatientenmitkardiologischen

Vorerkrankungen(koronareHerzkrankheit,Herzinsuffizienz)sowiebeiderAnwendungim

zeitlichenZusammenhangmiteinerHyperthermiebehandlunggeboten.

BeiÜberschreitendermaximalenkumulativenGesamtdosis(Erwachsene:550mg/m2KOF,bei

vorhergehenderThoraxbestrahlungoderbegleitenderAlkylanstherapie:400mg/m2KOF,

Kinder:400mg/m2KOF)steigtdieHäufigkeitderanthrazyklininduziertenKardiomyopathie

auchohnevorbestehendeRisikofaktorenraschan.InEinzelfällenwurdedasAuftreteneiner

KardiotoxizitätauchbeiwesentlichgeringererGesamtdosisbeobachtet.Nacheiner

kumulativenGesamtdosisvon550mg/m2KOFbestehteinRisikovonetwa5%fürdas

AuftreteneinerschwerenHerzinsuffizienz.

DiekardiotoxischenNebenwirkungenvonDoxorubicinkönnensichinzweiErscheinungsformen

manifestieren:

Soforttyp

DieNebenwirkungenvomSoforttyptretenzumeistinnerhalbderersten24-48Stundennach

EinleitenderTherapieauf,sinddosisunabhängigunddurchfolgendeSymptome

gekennzeichnet:

vorrübergehendeArrhythmien(Herzrhythmusstörungen)(insbesondereSinustachykardien)

supraventrikuläreundventrikuläreExtrasystolen

SiewerdendurchunspezifischeEKG-Veränderungen(ST-Strecken-Veränderungen,

NiedervoltageundverlängerteQT-Zeit)charakterisiert.DieseVeränderungensindim

AllgemeinenreversibelundihrAuftretenstelltkeineKontraindikation(Gegenanzeige)bei

erneuterAnwendungvonDoxorubicindar.Eswurdenjedochauchlebensbedrohliche

ArrhythmienwährendoderwenigeStundennachderAnwendungvonDoxorubicinbeobachtet.

InEinzelfällenauchüberakutesLinksherzversagen,Perikarditisodereintödliches

Perikarditis-Myokarditis-Syndromberichtet.

Spättyp

DieNebenwirkungenvomSpättyprepräsentiereneinedosisabhängige,kumulative

Organtoxizität(Organschädigung),dieimAllgemeinenirreversibel(nichtrückbildungsfähig)und

häufiglebensbedrohlichist.Siemanifestiertsichhäufigalskongestive(dilatative)

KardiomyopathiemitdenZeicheneinerLinksherzinsuffizienzinnerhalbwenigerMonatenach

BeendigungderTherapie.

DieKardiotoxizität(Herzschädigung)kannsichaberauchJahrenachBeendigungderTherapie

erstmalsmanifestierenundihreInzidenz(Häufigkeit)steigtmitHöhederkumulativen

Gesamtdosis.DiesistinsbesonderebeiderAnwendungbeiKindernzuberücksichtigen,welche

insgesamtniedrigereLebensgesamtdosentolerierenunddurchzusätzliche

Bestrahlungsbehandlungen,jungesAlterbeiTherapiebeginnundaggressiveBegleittherapien

besondersgefährdetsind,einespätauftretendelebensbedrohlichekardialeOrgantoxizitätmit

ventrikulärerDysfunktion,Herzversagenund/oderArrhythmienzuentwickeln.Darüberhinaus

scheinenMädchengegenüberJungenbesondersprädestiniertfürdasAuftretenspäter

KardiotoxizitätnachDoxorubicin-Therapiezusein.

Vor,währendundnacheinerChemotherapiemitDoxorubicinsolltedieHerzfunktionmittels

EKG,UKGundMUGA-Scanüberwachtwerden.

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems

DiehäufigauftretendeMyelosuppression(Knochenmarkschädigung)isteineder

dosislimitierenden(dosisbegrenzenden)NebenwirkungenundistzumTeilgravierend.Sie

äußertsichvorallemineinemAbfallderLeukozytenzahl(AbfallderweißenBlutkörperchen).

EineLeukopeniewurdebeiannähernd75%derPatientenmitadäquaterKnochenmarkreserve

beobachtet,welchealle21Tagemit60mg/m2KOFbehandeltwurden.Wennauchweniger

häufigwurdendarüberhinausebenfallsauchAnämie(VerringerungderrotenBlutkörperchen)

undThrombopenie(VerringerungderBlutplättchen)berichtet.SuperinfektionenundBlutungen

wurdenimZusammenhangmitdemAuftreteneinerKnochenmarksuppressionebenfalls

beobachtet.EineMyelosuppressionerreichtimAllgemeinen10-14TagenachAnwendungvon

Doxorubicin50mgHEXAL®ihrenHöhepunktundklingtinderRegelbiszueinemZeitpunkt

zwischendem21.und28.Tagab.EineetwaigeThrombopenieoderAnämietreten

gegebenenfallsimgleichenZeitraumauf,sindinderRegelaberwenigerschwer.Solangeeine

gravierendeMyelosuppressionbesteht,sollteaufdieAnwendungvonDoxorubicin50mg

HEXAL®verzichtetwerden,gegebenenfallsisteineDosisreduktionoderVerzögerungder

Anwendungnotwendig.

BeiPatienten,diegleichzeitigmitDoxorubicinundDNA-(Erbgut-)veränderndenZytostatika(z.

B.alkylierendeSubstanzen,Platinderivate)behandeltwurden,wurdeinEinzelfällendas

AuftreteneinersekundärenLeukämie(zumTeilauchmitpräleukämischerPhase)beobachtet.

DieskannauchnacheinerkurzenLatenzzeit(1-3Jahre)auftreten.

ErkrankungenderAtemwege,dasBrustraumsundMediastinums

NachintravesikalerInstillation(EinbringenindieBlase)vonDoxorubicinwurdeninEinzelfällen

schweresystemischeReaktionen(ReaktionenimübrigenKörper)einschließlichAnschwellen

derNasenschleimhaut,Tachypnoe(SteigerungderAtemfrequenz)undDyspnoe(Luftnot)

beobachtet.

StrahlenpneumonitismittödlichenKomplikationenwurdebeisystemischer

KombinationschemotherapievonDoxorubicinmitMethotrexatundCyclophosphamidineiner

Studiebeobachtet.BeimAuftretenvonDyspnoesolltediesezunächstalsHinweisaufeine

anthrazyklininduzierteHerzmuskelschädigunggewertetwerden.

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

DieemetogenePotenzvonDoxorubicinisthoch.RelativschwereÜbelkeitundErbrechen

tretenbeica.80%derPatientenamerstenTagderBehandlung,aberauchdanachauf.Eine

antiemetischeProphylaxewirdempfohlen.DarüberhinauskönnenAppetitlosigkeit,

SchleimhautulzerationeninMundundRachensowieimÖsophagusundDarmtraktauftreten.

DiesekönnenbeischwererAusprägungdenEintrittvonInfektionenbedingen.ZuDiarrhöen

kannesalsFolgeeinerProliferationshemmungimDarmepithelkommen.

InEinzelfällenwurdeimZusammenhangmitderKombinationvonCytarabinüberNekrosendes

DickdarmsmitmassivenBlutungenundschweren,zumTeillebensbedrohlichenInfektionen

berichtet.

NachStrahlentherapiekönnenunterAnwendungvonDoxorubicinÖsophagitiden

(Speiseröhrenentzündungen)auftreten,dieunterUmständenzuÖsophagusstrikturen

(Speiseröhrenverengungen)führenkönnen.

Hinweis

SolangeEntzündungen,UlzerationenoderDiarrhöenbestehen,sollteaufdieAnwendungvon

Doxorubicin50mgHEXAL®verzichtetwerden.

ErkrankungenderNierenundHarnwege

NachintravesikalerAnwendung(EinbringenindieBlase)wurdehäufigüberdasAuftretenvon

BlasenentzündungmitBeschwerdenbeimWasserlassen(Schmerzen,häufigesWasserlassen,

BlutimUrinundBlasenspasmen)berichtet.

IrreversibleStörungenderKeimzellbildungsindmöglich.Doxorubicinistmutagenundteratogen

(erbgut-undfruchtschädigend).

VereinzeltwurdedasAuftreteneinesakutenNierenversagensbeobachtet.

Innerhalbvon24StundennachAnwendungvonDoxorubicinkommteshäufigzueiner

bedeutungslosenRotfärbungdesUrins,welcheaufdenFarbstoffdesAnthrazyklins

zurückzuführenist.

EineHyperurikämie(ErhöhungderHarnsäurewerteimBlut)undkonsekutive

Harnsäurenephropathie(SchädigungderNieredurchdieErhöhungderHarnsäurewerte)

könnenalsFolgeeinesmassivenTumorzellzerfallsauftreten.

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes

DieregelmäßigauftretendetotaleodersubtotaleAlopezieistnachAbsetzenderTherapiein

derRegelrückbildungsfähig.Weiterhinwurden(z.T.inseltenenEinzelfällen)beobachtet:

farblicheVeränderungen(Hyperpigmentierung)anArmenund/oderBeinenunddenNägeln,

AblösungderNagelplatte,Bläschenbildung,Rötung,NesselsuchtundVenenentzündungbei

InjektioninkleineVenen.

ParavasaleInjektionen(InjektionennebendieVeneindasumliegendeGewebe)führen

regelmäßigzuschwerstenGewebsnekrosen(AbsterbendesGewebes).DasAusmaßder

Gewebsulzerationen(Geschwüre)istvonderParavasatmengeabhängig.Folgeeines

ParavasatessindSchmerzensowieschlechtheilendeUlzerationen(Geschwüre).

Gutartige,boesartigeundunspezifischeNeubildungen(einschl.ZystenundPolypen)

DieEntwicklungvonZweitneoplasienalsspäteNebenwirkungistnichtauszuschließen.

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Gelenkschmerzen,SchmerzenanderInjektionsstelle,Konjunktivitis,verstärkteSekretionvon

TränenflüssigkeitundineinemEinzelfalleinegeneralisierteMuskelschwäche.Bereitsinder

AbheilungbefindlicheStrahlenläsionen(Haut,Lunge,Speiseröhre,Schleimhäutedes

Magen-Darm-Traktes,Herz)könnendurchdieAnwendungvonDoxorubicinerneutauftreten.

ErkrankungendesImmunsystems

ÜberempfindlichkeitsreaktionenmitUrtikaria,vorübergehendemPruritus(Juckreiz),Angioödem

derAugenliderundZungeundrespiratorischeBeeinträchtigungwurdenseltenbeobachtet.

Leber-undGallenerkrankungen

EinevorübergehendemeistgeringfügigeErhöhungvonSGOT,SGPTund/oderBilirubinwird

häufigbeobachtet.Sietrittmeist10-14TagenachDoxorubicin-Applikationaufundistnach

AbsetzenimAllgemeinenreversibel(rückbildungsfähig).

InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wenneinerderaufgeführtenNebenwirkungen

SieerheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungenbemerken,dienichtindieser

Gebrauchsinformationangegebensind.

3 5.WIEISTDOXORUBICIN50MGHEXAL®INJEKTIONSLÖSUNG

AUFZUBEWAHREN?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

SiedürfendasArzneimittelnachdemaufEtikett/Umkartonnach‚verwendbarbis’angegebenen

Verfallsdatumnichtmehrverwenden.DasVerfallsdatumbeziehtsichaufdenletztenTagdes

Monats.

Aufbewahrungsbedingungen

ImKühlschranklagern(2°C-8°C).

DieDurchstechflaschenimUmkartonaufbewahren,umdenInhaltvorLichtzuschützen.

HinweisaufHaltbarkeitnachAnbruchoderZubereitung

Doxorubicin50mgHEXAL®enthältkeineKonservierungsstoffe.DieDurchstechflaschensind

zureinmaligenEntnahmebestimmt!NichtverwendeteLösungsrestesindzuverwerfen!

BeiVerdünnungunteraseptischenBedingungenistdieverdünnteLösung24Stundenhaltbar.

BitteverwendenSieDoxorubicin50mgHEXAL®nicht,wennSieFolgendesbemerken

DieLösungmussfreivonPartikelnsein.DiessolltevorderAnwendungüberprüftwerden.

DasArzneimitteldarfnichtimAbwasseroderHaushaltsabfallentsorgtwerden.FragenSieIhren

ApothekerwiedasArzneimittelzuentsorgenist,wennSieesnichtmehrbenötigen.Diese

MaßnahmehilftdieUmweltzuschützen.

4 6.WEITEREINFORMATIONEN

WasDoxorubicin50mgHEXAL®enthält

·DerWirkstoffistsind:Doxorubicinhydrochlorid

1Durchstechflaschemit25mlInjektionslösungenthält50mgDoxorubicinhydrochlorid.

·DiesonstigenBestandteilesind:Natriumchlorid,Salzsäure10%,Wasserfür

Injektionszwecke

WieDoxorubicin50mgHEXAL®aussiehtundInhaltderPackung

Doxorubicin50mgHEXAL®Injektionslösungisteineklare,roteLösung.

Originalpackungenmit1(N1)und5(N1)Durchstechflaschenmitje25mlInjektionslösung

Originalpackungenmit1(N1)und5(N1)Durchstechflaschenmitje25mlInjektionslösungplus

BlaseninstillationssystemplusBlasenkatheter

PharmazeutischerUnternehmer

HEXALAG

Industriestraße25

83607Holzkirchen

Telefon:(08024)908-0

Telefax:(08024)908-1290

E-Mail:service@hexal.com

Hersteller

SalutasPharmaGmbH

einUnternehmenderHEXALAG

Otto-von-Guericke-Allee1

39179Barleben

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztüberarbeitetimApril2008.

Fachinformation

1. BezeichnungderArzneimittel

Doxorubicin10mgHEXAL ® Injektionslösung

Doxorubicin50mgHEXAL ® Injektionslösung

Doxorubicin100mgHEXAL ® Injektionslösung

Doxorubicin200mgHEXAL ® Injektionslösung

2. QualitativeundquantitativeZusammensetzung

Doxorubicin10mgHEXAL ® Injektionslösung

1Durchstechflaschemit5mlInjektionslösungenthält10mgDoxorubicinhydrochlorid

Doxorubicin50mgHEXAL ® Injektionslösung

1Durchstechflaschemit25mlInjektionslösungenthält50mgDoxorubicinhydrochlorid

Doxorubicin100mgHEXAL ® Injektionslösung

1Durchstechflaschemit50mlInjektionslösungenthält100mgDoxorubicinhydrochlorid

Doxorubicin200mgHEXAL ® Injektionslösung

1Durchstechflaschemit100mlInjektionslösungenthält200mgDoxorubicinhydrochlorid

DievollständigeAuflistungdersonstigenBestandteilesieheAbschnitt6.1.

3. Darreichungsform

Injektionslösung

Aussehen:klare,roteLösung

4. KlinischeAngaben

4.1 Anwendungsgebiete

kleinzelligesBronchialkarzinom(SCLC)

fortgeschrittenesoderrezidiviertesEndometriumkarzinom

Ewing-Sarkom

zursystemischenBehandlunglokalfortgeschrittenerodermetastasierter

Harnblasenkarzinome

zurintravesikalenRezidivprophylaxeoberflächlicherHarnblasentumorenachTURbei

PatientenmithohemRezidivrisiko

FrühstadiumdesHodgkin-Lymphoms(StadiumI-II)beischlechterPrognose

fortgeschrittenesHodgkin-Lymphom(StadiumIII-IV)

RemissionsinduktionbeiakuterlymphatischerLeukämie

Seite:1von14

RemissionsinduktionbeiakutermyeloischerLeukämie

fortgeschrittenesMagenkarzinom

metastasierendesMammakarzinom

fortgeschrittenesNeuroblastom

hochmaligneNon-Hodgkin-Lymphome

neoadjuvanteundadjuvanteTherapiedesOsteosarkoms

fortgeschrittenesOvarialkarzinom

fortgeschrittenesWeichteilsarkomdesErwachsenenalters

Wilms-Tumor(imStadiumIIbeihochmalignenVarianten,allefortgeschrittenenStadien

(III-IV))

fortgeschrittenesmultiplesMyelom

fortgeschrittenespapilläres/follikuläresSchilddrüsenkarzinom

anaplastischesSchilddrüsenkarzinom

4.2 Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

Dosierung

DieBehandlungmitDoxorubicinHEXAL ® InjektionslösungsolltenurvonÄrzten,dieinder

Tumortherapieerfahrensind,ineinerKlinikoderinKooperationmiteinerKlinikerfolgen.

DoxorubicinwirdinderMonotherapiebeiWeichteilsarkomen,Endometriumkarzinomen

undpapillären/follikulärenSchilddrüsenkarzinomensowiealsBestandteileiner

KombinationschemotherapieinetabliertenTherapie-Protokollenangewendet.

DadieEmpfehlungenzurApplikationundDosierungvonDoxorubicinstarkvariieren,

könnennurallgemeineRichtwerteangegebenwerden.Einzelheitenbittenwir,der

Fachliteraturzuentnehmen.

Hinweis

DieDosierungenvonS-liposomalemDoxorubicinund(herkömmlichem)

Doxorubicinhydrochloridsindunterschiedlich,unddiebeidenFormulierungenkönnennicht

gegeneinanderausgetauschtwerden.

I NTRAVENÖSE A NWENDUNG

Monotherapie

DoxorubicinwirdzurMonotherapieinderRegelineinerDosierungvon50-80mg/m 2

Körperoberfläche(KOF)alsEinzeldosisi.v.alle3Wochenangewendet.

Polychemotherapie

DoxorubicinwirdimRahmeneinerPolychemotherapieineinerDosierungvon30-60

mg/m 2 KOFi.v.alle3-4Wochenangewendet.DieexakteDosierungist

Behandlungsprotokollenzuentnehmen,diesichinderTherapiederjeweiligenErkrankung

alswirksamerwiesenhaben.

DosisanpassungbeiintravenöserAnwendung

BeiNiereninsuffizienzmiteinerGFR<10ml/minsollten75%derkalkuliertenDosis

appliziertwerden.

BeieingeschränkterLeberfunktionsolltenDosismodifikationenvorgenommenwerden.Bei

einerErhöhungdesSerumbilirubinsauf1,2-3mg/100mlsollten50%undbeieiner

Serumbilirubinerhöhungvon3,1-5mg/100mlsollten25%derkalkuliertenDosisgegeben

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werden.BeiBilirubinkonzentrationenüber5mg/100mlsolltekeineAnwendungvon

Doxorubicinerfolgen.

BeiMyelosuppressionsowiebeiälterenPatientenmiteingeschränkter

KnochenmarkreservesolltenebenfallsDosisanpassungenerfolgen.

I NTRAVESIKALE A NWENDUNG

EingebräuchlichesDosierungsregimebestehtinderzunächstwöchentlichen

intravesikalenInstillationvon50-60mgDoxorubicinhydrochlorid,gelöstin30-50ml

isotonischerKochsalzlösung,anschließendInstillationalle4Wochenüber6Zyklen.Eine

VerweildauerdesInstillatsinderBlasevon1-2StundenistimAllgemeinenausreichend.

ArtundDauerderAnwendung

DieAnwendungiststrengnachVorschriftdurchzuführen.DieDauerderAnwendungrichtet

sichnachdemBehandlungsprotokoll,dabeisolltediemaximalekumulativeGesamtdosis

nurnachstrengerNutzen-Risiko-Abwägungüberschrittenwerden.

DoxorubicinkannintravenösalsBolusinjektioninnerhalbvonMinuten,alsKurzinfusionbis

zueinerStundeundalsDauerinfusionbiszu96Stundengegebenwerden.

MaximalekumulativeGesamtdosis

DiemaximalekumulativeGesamtdosisfürDoxorubicinbeträgt450bismaximal550mg/m 2

KOF.SiesolltebeiPatientenmitvorangegangenerBestrahlungvonMediastinumund/oder

desHerzens,VorbehandlungmitAlkylanziensowieanderenHochrisiko-Patienten

(vorbestehendearterielleHypertonie>5Jahre,vorbestehendekoronare,valvuläreoder

myokardialeSchädigung,Alter>70Jahre)400mg/m 2 KOFnichtübersteigen.

FürKinderbeträgtdiemaximalekumulativeGesamtdosis400mg/m 2 KOF.

VorsichtsmaßnahmenimUmgangmitundbeiderAnwendungvonDoxorubicin

DoxorubicinistzurintravenösenundintravesikalenApplikationbestimmtunddarfweder

oral,subcutan,intramuskulär,intraarterielloderintrathekalverabreichtwerden.

DieintravenöseAnwendungvonDoxorubicinhatmitbesondererVorsichtzuerfolgen.Eine

paravenöseApplikationmussunbedingtausgeschlossenwerden,dahierbeiregelmäßig

schwersteGewebsnekrosenerfolgen.DieVerabreichungerfolgtüberdenSchlaucheiner

angelegtenInfusionoderübereinegelegteInjektionsnadel.VorVerabreichungvon

Doxorubicinsolltemit5mlisotonischerNatriumchloridlösungdiekorrekteLagederNadel

bzw.desVenenkathetersüberprüftwerden.AuchnachBeendigungderApplika-tionsind

Injektionsnadelbzw.VenenkathetermitisotonischerNatriumchloridlösungoder5%iger

Glucoselösungzuspülen.

EinewiederholteApplikationindieselbeVenebzw.eineApplikationinzukleineVenenoder

VenendesHandrückenssolltewegenderGefahrvonEntzündungenbzw.Sklerosierung

undGewebsnekrosenvermiedenwerden.

HinweisezurHandhabung

DieZubereitungmussmitHilfeeinesabsolutaseptischenArbeitsverfahrenserfolgen.Die

VerwendungeinerWerkbankmitvertikalerLuftströmung(LAF)wirdempfohlen.Beim

UmgangmitDoxorubicinmussSchutzkleidunggetragenwerden.

Seite:3von14

Haut-undSchleimhautkontaktemitDoxorubicinsindzuvermeiden(Handschuhetragen!).

WennDoxorubicinHEXAL ® InjektionslösungmitderHaut,SchleimhautoderdenAugenin

Berührungkommt,musssofortgründlichmitWassergespültwerden.ZurReinigungder

HautkannSeifeverwendetwerden.

DieInjektionslösungistrotgefärbtundhateinenpH-Wertvon2,5-4,0.VorVerabreichung

solltesieaufRaumtemperaturgebrachtwerden.SieenthältkeineKonservierungsstoffe

undistdahernichtzurMehrfachentnahmevorgesehen.

DieEmpfehlungen"SichereHandhabungvonZytostatika"desMerkblattesM620der

BerufsgenossenschaftfürGesundheitsdienstundWohlfahrtspflegesolltenbeachtet

werden.

4.3 Gegenanzeigen

ÜberempfindlichkeitgegenDoxorubicin,andereAnthrazyklineodereinender

sonstigenBestandteile

ausgeprägteKnochenmarkdepression(z.B.nacherfolgterVorbehandlungmit

Strahlen-und/oderChemotherapie)

HerzinsuffizienzGradIV

akuteroderabgelaufenerHerzinfarkt

akuteentzündlicheHerzerkrankungen

RhythmusstörungenmitnegativemEinflussaufdieHämodynamik

vorangegangeneBehandlungenmitAnthrazyklinenbiszurmaximalenkumulativen

Gesamtdosis

erhöhteBlutungsneigung

EntzündungenderMundschleimhaut

akuteInfektionen

starkeingeschränkteLeberfunktion

Stillzeit

BeiintravesikalerAnwendung

Harnblasenentzündung

Harnblaseninfektion

4.4 BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

BesondereVorsichtistbeiPatientenmitvorangegangener,gleichzeitigerodergeplanter

Radiotherapiegeboten.DiesehabenbeiderAnwendungvonDoxorubicineinerhöhtes

RisikovonLokalreaktionenimBestrahlungsfeld(Recall-Phänomen).Indiesem

ZusammenhangwurdeüberdasAuftretenschwerer,zumTeiltödlicherHepatotoxizität

berichtet.

EinevorangegangeneBestrahlungdesMediastinumserhöhtdieKardiotoxizitätvon

Doxorubicin.InsbesondereindiesemFalldarfeinemaximalekumulativeGesamtdosisvon

400mg/m 2 KOFnichtüberschrittenwerden.

AktiveImpfungensolltenimzeitlichenZusammenhangmiteinerDoxorubicin-Therapie

nichtdurchgeführtwerden.DerKontaktdesPatientenmitPolioimpflingensolltevermieden

werden.

VoroderwährendderTherapiemitDoxorubicinHEXAL ® Injektionslösungwerdendie

folgendenVerlaufsuntersuchungenempfohlen(HäufigkeitdieserUntersuchungenin

AbhängigkeitvonAllgemeinzustand,DosisundBegleitmedikation):

Seite:4von14

Thorax-Röntgenaufnahme

EKG

RegelmäßigeKontrollenderlinksventrikulärenAuswurffraktion(LVEF)z.B.

mittelsEchokardiographieundRadionuklid-Angiographie

TäglicheInspektionderMundhöhleunddesPharynxaufSchleimhautveränderungen

Blutuntersuchungen:

Hämatokrit,Thrombozyten,Differenzialblutbild,SGPT,SGOT,LDH,Bilirubin,Harn-

säure

WenninderVorgeschichteeineHepatitisBoderHepatitisCbestand(ggf.Antikörpertest),

solltenwährendundnachderBehandlungdieLeberfunktionsparameterüberprüftwerden,

daeineReaktivierungderErkrankungnichtausgeschlossenwerdenkann.

Esmusssichergestelltwerden,dasseineschwereInfektionund/oderBlutungsepisode

raschundwirksambehandeltwerdenkann.BestehendeInfektionensolltenvor

Therapiebeginnbehandeltwerden.

Doxorubicinkannerbgutschädigendwirken.Männern,diemitDoxorubicinbehandelt

werden,wirddaherempfohlen,währendderBehandlungundbiszu6Monatedanachkein

KindzuzeugenundsichvorTherapiebeginnwegenderMöglichkeiteinerirreversiblen

InfertilitätdurchdieTherapiemitDoxorubicinübereineSpermakonservierungberatenzu

lassen.FrauensolltenwährendderBehandlungmitDoxorubicinnichtschwangerwerden.

Paravasate

EineparavenöseFehlinjektionführtzulokalerNekroseundThrombophlebitis.Sollteim

BereichderInfusionsnadeleinbrennendesGefühlentstehen,deutetdiesaufeine

paravenöseApplikationhin.

TherapievonParavasaten

BeierfolgtenParavasatenistdieInfusionoderInjektionsofortzustoppen.DieKanüle

solltezunächstbelassenwerden,umdiesenacheinerkurzenAspirationzuentfernen.Es

wirdempfohlen,DMSO99%übereinArealzweifachsogroßwiedasbetroffeneAreal

lokalzuapplizieren(4Tropfenauf10cm 2 Hautoberfläche)unddiesdreimaltäglichüber

einenZeitraumvon14Tagenzuwiederholen.GegebenenfallssollteeinDébridementin

Erwägunggezogenwerden.WegendesgegensätzlichenMechanismussollteeineKühlung

desAreals,z.B.zurSchmerzreduktion,sequenziellmitderDMSO-Applikationerfolgen

(VasokonstriktiongegenüberVasodilatation).AndereMaßnahmensindinderLiteratur

umstrittenundvonnichteindeutigemWert.

4.5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

DoxorubicinisteinstarkerradiosensibilisierenderWirkstoff("Radiosensitizer")unddie

hierdurchinduziertenRecall-Phänomenekönnenlebensbedrohlichsein.

Einevorangegangene,gleichzeitigeoderspätereBestrahlungstherapiekanndieKardio-

oderHepatotoxizitätvonDoxorubicinverstärken.Diesgiltauchfüreinegleichzeitige

Behandlungmitkardio-oderhepatotoxischenArzneimitteln.

WenneineDoxorubicin-TherapieandieBehandlungmitCyclophosphamidangeschlossen

wird,kanndiesnebeneinerVerstärkungderKardiotoxizitätauchzurVerschlimmerung

einerhämorrhagischenZystitisführen.

Beieiner(Vor-)BehandlungmitMedikamenten,welchedieKnochenmarkfunktion

beeinflussen(z.B.Zytostatika,Sulfonamide,Chloramphenicol,Phenytoin,Amidopyrin-

Seite:5von14

Derivate,antiretroviraleArzneimittel),istdieMöglichkeiteinerausgeprägtenStörungder

Hämatopoesezubeachten.

DieDosierungvonDoxorubicinistgegebenenfallszumodifizieren.BeiKombinationmit

anderenZytostatika(z.B.Cytarabin,Cisplatin,Cyclophosphamid)könnendietoxischen

WirkungeneinerDoxorubicin-Therapieverstärktwerden.

DieKombinationvonDoxorubicinmitAmphothericinBsolltevermiedenwerden,dasiezu

einerausgeprägtenNephrotoxizitätführenkann.

BeigleichzeitigerGabevonDoxorubicinundRitonavirwurdeübererhöhteDoxorubicin-

Serumspiegelberichtet.

BeidergleichzeitigenGabevonCiclosporinundDoxorubicinkanneszueiner

wechselseitigenReduzierungderMetabolisierungundClearancebeiderSubstanzenmit

konsekutiverErhöhungderBlutspiegelkommen.

BarbituratekönnenzueinerbeschleunigtenPlasmaclearancevonDoxorubicinführen,die

gleichzeitigeGabevonDoxorubicinundPhenytoinzuverringertenPhenytoin-

Plasmaspiegeln.

BeigleichzeitigerEinnahmevonArzneimitteln,welchedieHarnsäureausscheidung

verzögern(z.B.SulfonamideundbestimmteDiuretika),kanneszueinerHyperurikämie

kommen.

DoxorubicinkanndieoraleBioverfügbarkeitvonDigoxinverringern.WährendderTherapie

mitDoxorubicinsolltedaherderDigoxin-Plasmaspiegelregelmäßigüberprüftwerden.

DoxorubicinbindetanHeparin.EskannzuPräzipitationenundWirkungsverlustbeider

Wirkstoffekommen.

4.6 SchwangerschaftundStillzeit

DoxorubicinkannerbgutschädigendwirkenunddieEntwicklungeinesEmbryos

beeinträchtigen.

DoxorubicinsolltenichtwährendderSchwangerschaftangewendetwerden.Beivitaler

IndikationzurBehandlungeinerschwangerenPatientinsollteeinemedizinischeBeratung

überdasmitderBehandlungverbundeneRisikovonschädigendenWirkungenfürdas

Kinderfolgen.TrittwährendderBehandlungeineSchwangerschaftein,soistdie

MöglichkeiteinergenetischenBeratungzunutzen.

DoxorubicingehtindieMuttermilchüber.WährendderBehandlungdarfnichtgestillt

werden.

4.7 AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienenvon

Maschinen

DoxorubicinkanndurchdasAuftretenvonÜbelkeit,Erbrechenund

ÜberempfindlichkeitsreaktionenmitBlutdruckabfallindirektzueinerBeeinträchtigungder

FahrtüchtigkeitundderFähigkeitzumBedienenvonMaschinenführen.Dahersollte

währendderBehandlungmitDoxorubicindasFührenvonKraftfahrzeugenunddas

BedienenvonMaschinenunterlassenwerden.

4.8 Nebenwirkungen

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BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgendeHäufigkeitenzugrundegelegt:

Sehrhäufig(≥1/10)

Häufig(≥1/100bis<1/10)

Gelegentlich(≥1/1.000bis<1/100)

Selten(≥1/10.000bis<1/1.000)

Sehrselten(<1/10.000)

Nichtbekannt(HäufigkeitaufGrundlagederverfügbarenDatennichtabschätzbar)

Herzerkrankungen

Doxorubicinistkardiotoxisch.DasManifestationsrisikoderkardiotoxischen

NebenwirkungenistwährendundnacheinerBestrahlungsbehandlungdesmediastinalen

Bereichs,nachVorbehandlungmitpotenziellkardiotoxischenMitteln(z.B.Anthrazykline,

Cyclo-phosphamid),beiälterenPatienten(über60Jahre)undbeimanifesterarterieller

Hypertonieerhöht.

BesondereVorsichtistbeiKindernunter2JahrenundPatientenmitkardiologischen

Vorerkrankungen(z.B.koronareHerzkrankheit,Herzinsuffizienz)sowiebeider

AnwendungimzeitlichenZusammenhangmiteinerHyperthermiebehandlunggeboten.

BeiÜberschreitendermaximalenkumulativenGesamtdosis(Erwachsene:550mg/m 2 KOF,

beivorhergehenderThoraxbestrahlungoderbegleitenderAlkylanstherapie:400mg/m 2

KOF,beiKindern:400mg/m 2 KOF)steigtdieInzidenzderanthrazyklininduzierten

KardiomyopathieauchohnevorbestehendeRisikofaktorenraschan.InEinzelfällentrittdie

kardiotoxischeWirkungauchbeiwesentlichgeringererGesamtdosisauf.Nacheiner

kumulativenGesamtdosisvon550mg/m 2 bestehteinRisikovonetwa5%fürdasAuftreten

einerschwerenHerzinsuffizienz.

DiekardiotoxischenNebenwirkungenvonDoxorubicinkönnensichinzwei

Erscheinungsformenmanifestieren:

SOFORTTYP

DieNebenwirkungenvomSoforttyptretenzumeistinnerhalbderersten24-48Stunden

nachEinleitenderTherapieauf,sinddosisunabhängigunddurchfolgendeSymptome

gekennzeichnet:

vorübergehendeArrhythmien(insbesondereSinustachykardien)

supraventrikuläreundventrikuläreExtrasystolen

SiewerdendurchunspezifischeEKG-Veränderungen(ST-Strecken-Veränderungen,

NiedervoltageundverlängerteQT-Zeit)charakterisiert.DieseVeränderungensindim

AllgemeinenreversibelundihrAuftretenstelltkeineKontraindikationbeidererneuten

AnwendungvonDoxorubicindar.EswurdenjedochauchlebensbedrohlicheArrhythmien

währendoderwenigeStundennachderAnwendungvonDoxorubicinbeobachtet.In

EinzelfällenwurdeauchüberakutesLinksherzversagen,Perikarditisodereintödliches

Perikarditis-Myokarditis-Syndromberichtet.

SPÄTTYP

DieNebenwirkungenvomSpättyprepräsentiereneinedosisabhängige,kumulative

Organtoxizität,dieimAllgemeinenirreversibelundhäufiglebensbedrohlichist.Sie

manifestierensichhäufigalskongestive(dilatative)KardiomyopathiemitdenZeicheneiner

LinksherzinsuffizienzinnerhalbwenigerMonatenachBeendigungderTherapie.

DieKardiotoxizitätkannsichaberauchJahrenachBeendigungderTherapieerstmals

manifestierenundihreInzidenzsteigtmitHöhederkumulativenGesamtdosis.Diesist

insbesonderebeiderAnwendungbeiKindernzuberücksichtigen,welcheinsgesamt

niedrigereLebensgesamtdosentolerierenunddurchzusätzliche

Bestrahlungsbehandlungen,jungesAlterbeiTherapiebeginnundaggressive

Seite:7von14

Begleittherapienbesondersgefährdetsind,einespätauftretendelebensbedrohliche

kardialeOrgantoxizitätmitventrikulärerDysfunktion,Herzversagenund/oderArrhythmien

zuentwickeln.DarüberhinausscheinenMädchengegenüberJungenbesonders

prädestiniertfürdasAuftretenspäterKardiotoxizitätnachDoxorubicin-Therapiezusein.

Vor,währendundnacheinerChemotherapiemitDoxorubicinsolltedieHerzfunktionmittels

EKG,UKGundMUGA-Scanüberwachtwerden.

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems

DiehäufigauftretendeMyelosuppressionisteinederdosislimitierendenNebenwirkungen

undistteilweisegravierend.SieäußertsichvorallemineinemAbfallderLeukozytenzahl.

EineLeukopeniewurdebeiannähernd75%derPatientenmitadäquater

Knochenmarkreservebeobachtet,welchealle21Tagemit60mg/m 2 KOFbehandelt

wurden.WennauchwenigerhäufigwurdendarüberhinausebenfallsauchAnämieund

Thrombopenieberichtet.

SuperinfektionenundBlutungenwurdenimZusammenhangmitdemAuftreteneiner

Knochenmarksuppressionebenfallsbeobachtet.

EineMyelosuppressionerreichtimAllgemeinen10-14TagenachAnwendungvon

DoxorubicinihrenHöhepunktundklingtinderRegelbiszumZeitraumzwischendem21.

und28.Tagab.EineetwaigeThrombopenieoderAnämietretengegebenenfallsim

gleichenZeitraumauf,sindinderRegelaberwenigerschwer.

BeimAuftreteneinergravierendenMyelosuppressionsollteaufdieAnwendungvon

Doxorubicinverzichtetwerden,gegebenenfallsisteineDosisreduktionoderVerzögerung

derAnwendungnotwendig.

BeiPatienten,diegleichzeitigmitDoxorubicinundDNA-veränderndenZytostatika(z.B.

alkylierendeSubstanzen,Platinderivate)behandeltwurden,wurdeinEinzelfällendas

AuftreteneinersekundärenLeukämie(zumTeilauchmitpräleukämischerPhase)

beobachtet.DieskannauchnacheinerkurzenLatenzzeit(1-3Jahre)auftreten.

ErkrankungenderAtemwege,dasBrustraumsundMediastinums

NachintravesikalerInstillationvonDoxorubicinwurdeninEinzelfällenschwere

systemischeReaktioneneinschließlichAnschwellenderNasenschleimhaut,Tachypnoe

undDyspnoebeobachtet.

StrahlenpneumonitismittödlichenKomplikationenwurdebeisystemischer

KombinationschemotherapievonDoxorubicinmitMethotrexatundCyclophosphamidin

einerStudiebeobachtet.BeimAuftretenvonDyspnoesolltediesezunächstalsHinweisauf

eineanthrazyklininduzierteHerzmuskelschädigunggewertetwerden.

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

DasemetogenePotenzialvonDoxorubicinisthoch.RelativschwereÜbelkeitund

Erbrechentretenbeica.80%derPatientenamerstenTagderBehandlung,aberauch

danachauf.EineantiemetischeProphylaxewirdempfohlen.

DarüberhinauskönnenAppetitlosigkeitsowieSchleimhautulzerationeninMundund

RachensowieimÖsophagusundDarmtraktauftreten.Diesekönnenbeischwerer

AusprägungdenEintrittvonInfektionenbedingen.ZuDiarrhöenkannesalsFolgeeiner

ProliferationshemmungimDarmepithelkommen.

InEinzelfällenwurdeimZusammenhangmitderKombinationvonCytarabinüber

NekrosendesDickdarmsmitmassivenBlutungenundschwerenInfektionenberichtet.

Seite:8von14

NachStrahlentherapiekönnenunterAnwendungvonDoxorubicinÖsophagitidenauftreten,

dieunterUmständenzuÖsophagusstrikturenführen.

Hinweis

SolangeEntzündungen,UlzerationenoderDiarrhöenbestehen,sollteaufdieAnwendung

vonDoxorubicinverzichtetwerden.

ErkrankungenderNierenundHarnwege

NachintravesikalerAnwendungwurdehäufigüberZystitismitdysurischenBeschwerden

wieDysurie,Pollakisurie,HämaturieundBlasenspasmenberichtet.

VereinzeltwurdedasAuftreteneinesakutenNierenversagensbeobachtet.

IrreversibleStörungenderKeimzellbildungsindmöglich.Doxorubicinistmutagenund

teratogen.

Innerhalbvon24StundennachAnwendungvonDoxorubicinkommteshäufigzueiner

bedeutungslosenRotfärbungdesUrins,welcheaufdenFarbstoffdesAnthrazyklins

zurückzuführenist.

EineHyperurikämieundkonsekutiveHarnsäurenephropathiekönnenalsFolgeeines

massivenTumorzellzerfallsauftreten.

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes

DieregelmäßigauftretendetotaleodersubtotaleAlopezieistnachAbsetzenderTherapie

inderRegelreversibel.

Weiterhinwurden(z.T.inseltenenEinzelfällen)beobachtet:Hyperpigmentierungder

ExtremitätenundNägel,AblösungderNagelplatte,Bläschenbildung,Rötung,Nesselsucht,

VenenentzündungbeiInjektioninkleineVenen.

ParavasaleInjektionenführenregelmäßigzuschwerstenGewebsnekrosen.DasAusmaß

derGewebsulzerationistvonderParavasatmengeabhängig.FolgeeinesParavasates

sindSchmerzensowieschlechtheilendeUlzerationen.

Gutartige,boesartigeundunspezifischeNeubildungen(einschl.ZystenundPolypen)

DieEntwicklungvonZweitneoplasienalsspäteNebenwirkungistnichtauszuschließen.

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Gelenkschmerzen,SchmerzenanderInjektionsstelle,Konjunktivitis,verstärkteSekretion

vonTränenflüssigkeitundineinemEinzelfallisteinegeneralisierteMuskelschwäche

aufgetreten.

BereitsinAbheilungbefindlicheStrahlenschäden(Haut,Lunge,Speiseröhre,Schleimhäute

desMagen-Darm-Traktes,Herz)könnendurchdieAnwendungvonDoxorubicinerneut

auftreten.

ErkrankungendesImmunsystems

ÜberempfindlichkeitsreaktionenmitUrtikaria,vorübergehendemPruritus,Angioödemder

AugenliderundZungeundrespiratorischeBeeinträchtigungwurdenseltenbeobachtet.

Leber-undGallenerkrankungen

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EinevorübergehendemeistgeringfügigeErhöhungvonSGOT,SGPTund/oderBilirubin

wirdhäufigbeobachtet.Sietrittmeist10-14TagenachDoxorubicin-Applikationaufundist

nachAbsetzenimAllgemeinenreversibel.

4.9 Überdosierung

EinspezifischesAntidotfürDoxorubicinhydrochloridistnichtbekannt.

EineakuteIntoxikationmitDoxorubicinhydrochloridkannsichz.B.innerhalbvon24

StundenalsHerzinsuffizienz,einschließlichStenokardien,Anginapectorisund

Myokardinfarktäußern.IndiesenFällenisteinKardiologehinzuzuziehen.WeitereZeichen

derÜberdosierungsindschwereMyelosuppression,dieimAllgemeinen10-14Tagenach

Therapiebeginnauftritt,sowieschwereSchleimhautentzündungen.

DieTherapieeinerausgeprägtenMyelosuppressionmussunterstationärenBedingungen

erfolgen.SiebestehtunterUmständeninderSubstitutionderfehlendenBlutbestandteile

undantibiotischerTherapie.DieVerlegungdesPatientenineinenkeimfreienRaumkann

notwendigwerden.

BeimAuftretenvonIntoxikationserscheinungensolltedieApplikationvonDoxorubicinsofort

abgebrochenwerden.

DiechronischeIntoxikationäußertsichinsbesonderemitdenobengenanntenZeichender

Kardiotoxizität.BeimAuftreteneinerHerzinsuffizienzisteinKardiologehinzuzuziehen.

EineHämodialysebehandlungistbeiIntoxikationenmitDoxorubicinHEXAL ®

Injektionslösungvermutlichnutzlos,daDoxorubicineinsehrgroßesVerteilungsvolumen

hatundnurca.5%derappliziertenDosisrenaleliminiertwerden.

5. PHARMAKOLOGISCHEEIGENSCHAFTEN

5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:ZytostatischeAntibiotika

ATCCode:L01DB01

DoxorubicingehörtzurGruppederAnthrazyklinantibiotikamitantineoplastischen

Eigenschaften,dasausStreptomycespeucetiusvar.caesiusgewonnenwird.Esistdirekt

wirksamundbedarfkeinermetabolischenAktivierung,umzytostatischwirksamzusein.

DurchSpaltungderGlykosidbindungwirdesinaktiviert.DergenaueWirkmechanismusist

unklar.Diskutiertwerden:

DNA-BindungsfähigkeitunddarausfolgendeInterkalationzwischenBasenpaaren,was

zueinersterischenBehinderungderDNA-undRNA-Syntheseführt

BildungfreierRadikale

direkteMembranwirkung

HemmungderTopoisomerase-II-Aktivität

5.2 PharmakokinetischeEigenschaften

Verteilung

DasVerteilungsvolumen(Vd)vonDoxorubicinliegtdeutlichüberdemVolumendes

Gesamtkörperwassers,wobeiübereineerheblicheinterindividuelleVariabilitätmitWerten

von500-2.900l/m 2 KOFberichtetwurde.Nachi.v.ApplikationverteiltsichDoxorubicin

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demnachsehrschnellimOrganismus.DiehöchstenKonzentrationenwurdenbeim

MenscheninLeber,Milz,Niere,LungeundHerzgefunden.

DieVerteilungshalbwertszeitbeträgtnachi.v.Applikationetwa12Minuten.Dieserfolgteine

biphasischeEliminationmitHalbwertszeitenvonetwa3und30-50Stunden.

DoxorubicinverteiltsichraschimAszitesunderreichtdortKonzentrationenüberdem

Plasmaspiegel("thirdspace",Toxizitätssteigerung!).DieLiquorgängigkeiterscheint

vernachlässigbargering,istaberbeiHirnmetastasenoderleukämischemBefalldes

Cerebrumserhöht.

ÜbergangindieMuttermilch

DoxorubicintrittindieMuttermilchüber.

Metabolisierung/Elimination

DieMetabolisierungvonDoxorubicinerfolgthauptsächlichinderLeber.Derwichtigste

MetabolitistdasebenfallszytotoxischaktiveDoxorubicinol.Darüberhinauswurdenweitere

inaktiveMetabolitengefunden.

DieEliminationerfolgthauptsächlichviaLeberundGalleüberdieFaeces,mitdenen40-

50%derappliziertenDosisbinnen7Tagenausgeschiedenwerden.Lediglich5-15%der

verabreichtenDosiswerdenüberdieNierenausgeschieden.

EingeschränkteLeberfunktionoderGallenabflussbehinderungenhabeneineverzögerte

EliminationunddamiteineToxizitätssteigerungzurFolge,dieeineDosismodifikation

notwendigmacht.

DiePlasmaproteinbindungvonDoxorubicinbeträgtca.75%.

InderLiteraturwirdnachwievordiskutiert,obdiePlasmaspitzenkonzentrationenoderdie

FlächeunterderKonzentrations-Zeit-Kurve(AUC)fürdietherapeutischenundtoxischen

EffektevonDoxorubicinverantwortlichzumachensind.AngesichtsdieserÜberlegungen

istzuberücksichtigen,dassAUCundPlasmaspitzenkonzentrationentscheidenddurchdie

ApplikationsartvonDoxorubicin(BolusinjektionversusDauerinfusion)beeinflusstwerden.

5.3 PräklinischeDatenzurSicherheit

AkuteToxizität

ToxizitätsuntersuchungenwurdenanRattenundMäusendurchgeführt(i.v.Applikation

unterschiedlicherDosierungenmg/kgKörpergewicht(KG)).

DieLD

beiderMausliegtbeietwa22mg/kgKG.BeiderRattezwischen8und14mg/kg

KGinAbhängigkeitvonderBeobachtungsdauer(Maus28-91Tage,Ratte56-182Tage).

DiesetierexperimentellenUntersuchungenzeigeneinedeutlichedosisabhängige

Akuttoxizität.

ChronischeToxizität

DiechronischeToxizitätvonDoxorubicinentsprichtinihrerklinischenManifestationder

andererinderChemotherapiemalignerNeoplasienangewendeterSubstanzen.Durchdie

besonderekardiotoxischeWirkung(FrühmanifestationsowieKardiomyopathie)

unterscheidetsichDoxorubicinjedochvonanderenzytotoxischenSubstanzen.

TumorerzeugendesundmutagenesPotenzial

DoxorubicinzeigtindenverschiedenstenSystemendeutlicheerbgutverändernde

Eigenschaften.SowerdeninBakterien-undSäugerzellkulturenGenmutationen

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hervorgerufen.AufgrunddieserDatenmussangenommenwerden,dassDoxorubicinim

Menschenerbgutveränderndwirkt.NacheinmaligerintravenöserGabeanRattenwurde

nachAblaufeinerlängerenEntwicklungszeitbeidenTiereneinAnstiegderTumorrate

beobachtet.

Reproduktionstoxizität

HinsichtlichFertilität,embryonalerundfetalerToxizitätliegenkeineausreichenden

ErfahrungenbeimMenschenvor.GemäßdenwenigenvorliegendenDatenistein

Schwangerschaftsabbruchnichtzwingend.ÜberdessenNotwendigkeitkannjedochnurim

Einzelfallentschiedenwerden.

DasRisikovonFehlbildungenundFunktionsstörungenbeimKindmussalshoch

angesehenwerden.

InjedemFallwirdbeiFetenundNeugeboreneneinekardiologischeUntersuchungund

eineUntersuchungdesBlutbildesdringendempfohlen.

DieAuswirkungenaufreproduktionstoxikologischeParameterwurdenanRattenund

Kaninchenuntersucht.AnweiblichenRattenwurdeDoxorubicinhydrochloridin

Dosierungenvon0,025,0,050und0,200mg/kgKGi.v.täglichvom14.Tagvorder

EmpfängnisbiszurLaktationsperiodeverabreicht.Eswurdenkeinematernaltoxischen

Effektebeobachtet.

DerFertilitätsindexindermittleren(0,050mg/kgKG)undhohen(0,2mg/kgKG)

Dosisgruppewarvermindert,allerdingsnichtsignifikant.

MännlicheRatten,denenDoxorubicinandenTagen6,16,24und45postnatalverabreicht

wurde,zeigtenbiszum16.TagschwereBeeinträchtigungenderFortpflanzungsorganeund

Fertilität.AbTag24warendieEffekteaufReproduktionsorgangewichteundSpermienzahl

reversibel,abTag45warenkeineEffekteerkennbar.

EmbryotoxischeEffektetratenimDosisbereichvon0,2mg/kgKGbeiRattenund

Kaninchenauf.

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1 ListedersonstigenBestandteile

Natriumchlorid

Salzsäure10%

WasserfürInjektionszwecke

6.2 Inkompatibilitäten

DoxorubicinHEXAL ® InjektionslösungdarfnichtmitHeparinoderanderenZytostatikain

einerInfusionvermischtwerden.AuchdasMischenmiteineralkalischenLösungistzu

vermeiden.

ÜberInkompatibilitätenmitfolgendenSubstanzenwurdeberichtet:Allopurinol,Aluminium,

Cefalotin,Dexamethason,Diazepam,5-Fluorouracil,Furosemid,Galliumnitrat,Heparin,

Hydrocortison,Methotrexat,parenteraleErnährungslösungen,Piperacillin,Theophyllinund

Vincristin

6.3 DauerderHaltbarkeit

DieDauerderHaltbarkeitbeträgt2Jahre.

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DieArzneimittelsollennachAblaufdesaufderPackungangegebenenVerfallsdatumsnicht

mehrangewendetwerden.

BeiVerdünnungunteraseptischenBedingungenistdieverdünnteLösung24Stunden

haltbar.

6.4 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

DasBehältnisimUmkartonaufbewahren,umdenInhaltvorLichtzuschützen.

ImKühlschranklagern(2°C-8°C)

LagerungsbedingungendesverdünntenArzneimittelssieheAbschnitt6.3.

6.5 ArtundInhaltdesBehältnisses

Doxorubicin10mgHEXAL ® Injektionslösung

Originalpackungmit1(N1)Durchstechflaschemit5mlInjektionslösung

Doxorubicin50mgHEXAL ® Injektionslösung

Originalpackungenmit1(N1)und5(N1)Durchstechflaschenmitje25mlInjektionslösung

Originalpackungenmit1(N1)und5(N1)Durchstechflaschenmitje25mlInjektionslösung

plusBlaseninstillationssystemplusBlasenkatheter

Doxorubicin100mgHEXAL ® Injektionslösung

Originalpackungmit1(N1)Durchstechflaschemit50mlInjektionslösung

Doxorubicin200mgHEXAL ® Injektionslösung

Originalpackungmit1(N1)Durchstechflaschemit100mlInjektionslösung

6.6 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigungundsonstigeHinweisezu

Handhabung

VorderAnwendungsolltedieLösungdaraufhinüberprüftwerden,dasssiefreivon

Partikelnist.

DieDurchstechflaschensindzureinmaligenEntnahmebestimmt!

NichtverwendeteLösungsrestesindzuverwerfen!

NichtverwendetesArzneimitteloderAltmaterialistentsprechenddennationalen

Anforderungenzuentsorgen.

7. InhaberderZulassung

HEXALAG

Industriestraße25

83607Holzkirchen

Telefon:(08024)908-0

Telefax:(08024)908-1290

E-Mail:medwiss@hexal.com

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8. Zulassungsnummern

Doxorubicin10mgHEXAL ® Injektionslösung

57733.00.00

Doxorubicin50mgHEXAL ® Injektionslösung

57734.00.00

Doxorubicin100mgHEXAL ® Injektionslösung

57735.00.00

Doxorubicin200mgHEXAL ® Injektionslösung

57736.00.00

9. DatumderErteilungderZulassung/VerlängerungderZulassung

25.10.2005/-

10.StandderInformation

April2008

11.Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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