Doss 1 µg Weichkapseln

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Alfacalcidol
Verfügbar ab:
Theramex Ireland Limited
ATC-Code:
A11CC03
INN (Internationale Bezeichnung):
Alfacalcidol
Darreichungsform:
Weichkapsel
Zusammensetzung:
Alfacalcidol 1.µg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
28712.00.00

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Doss

®

1 µg Weichkapseln

Wirkstoff: Alfacalcidol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

Was ist Doss 1 µg und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Einnahme von Doss 1 µg beachten?

Wie ist Doss 1 µg einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Doss 1 µg aufzubewahren?

Weitere Informationen

1.

WAS IST DOSS 1 µg UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Doss 1 µg ist ein Vitamin-D

-Derivat.

Doss 1 µg wird angewendet bei

postmenopausaler Osteoporose, Osteoporose bei Glukokortikoid-Behandlung

Knochenerweichungen im Erwachsenenalter (Osteomalazie) infolge unzureichender Resorption

wie bei Malabsorptions- und Postgastrektomie-Syndrom

eine signifikante Verminderung der Sturzrate bei Älteren wurde nachgewiesen

Hypoparathyreoidismus oder hypophosphatämischer (Vitamin-D-resistenter)

Rachitis/Osteomalazie. Es kann eine Zusatztherapie mit Doss 1 µg dann indiziert sein, wenn ein

Calcium-Plasmaspiegel kleiner als 2,2 mmol/l vorliegt.

Erkrankungen, bei denen im Vitamin-D-Metabolismus die 1-alpha-Hydroxylierung in der Niere

beeinträchtigt ist wie renale Osteodystrophie mit verminderter Calciumresorption und einem

Calcium-Plasmaspiegel kleiner als 2,2 mmol/l (kleiner als 8,8 mg/100 ml) wie sie als Folge von

Nierenfunktionsstörungen ohne oder mit Dialysebehandlung sowie anfangs bei Zuständen nach

Nierentransplantationen auftreten kann.

2.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON DOSS 1 µg BEACHTEN?

Doss 1 µg darf nicht eingenommen werden

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Alfacalcidol, Erdnuss oder Soja oder einem der

sonstigen Bestandteile von Doss 1 µg sind

bei einer bekannten Vitamin-D-Überempfindlichkeit

wenn bei Ihnen eine manifeste Vitamin-D-Intoxikation vorliegt

bei einem Calciumspiegel im Plasma über 2,6 mmol/l, einem Calcium x Phosphat-Produkt über

3,7 (mmol/l)² und einer Alkalose mit venösen Blut-pH-Werten über 7,44 (Milch-Alkali-Syndrom,

Burnett-Syndrom)

wenn bei Ihnen eine Hypercalcämie (erhöhter Calciumspiegel) oder Hypermagnesiämie (erhöhter

Magnesiumspiegel) vorliegt.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Doss 1 µg ist erforderlich

bei Dialyse-Patienten, da ein eventueller Calciumeinstrom aus der Dialyseflüssigkeit

ausgeschlossen werden muss

bei Nierensteinanamnese und Sarkoidose, da ein erhöhtes Risiko besteht.

Kinder

Bei Kindern mit einem Körpergewicht von weniger als 20 kg ist eine Dosisanpassung erforderlich

(siehe unter Abschnitt 3 „Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis“).

Ältere Menschen

Dosisanpassungen bei älteren Patienten sind nicht erforderlich.

Bei Einnahme von Doss 1 µg mit anderen Arzneimitteln

Die Wirkungen mancher Arzneimittel können durch gleichzeitige Anwendung anderer Mittel

beeinflusst werden. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Mittel ständig anwenden, bis vor kurzem

angewendet haben oder gleichzeitig mit Doss 1 µg anwenden wollen. Ihr Arzt kann Ihnen sagen, ob

unter diesen Umständen mit Unverträglichkeiten zu rechnen ist oder ob besondere Maßnahmen wie z.

B. eine neue Dosisfestsetzung erforderlich sind, wenn Sie dieses Arzneimittel anwenden.

Vitamin D und seine Derivate dürfen nicht gleichzeitig mit Alfacalcidol verabreicht werden. Da es

sich bei Alfacalcidol um ein sehr wirksames Derivat handelt, ist bei gleichzeitiger Gabe mit einem

additiven Effekt und einem erhöhten Risiko einer Hypercalcämie zu rechnen.

Eine Hypercalcämie kann bei Patienten unter Digitalistherapie Herzrhythmusstörungen hervorrufen.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Digitalis und Doss 1 µg müssen diese Patienten daher streng

überwacht werden.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Doss 1 µg und Barbituraten oder enzyminduzierenden

Antikonvulsiva sind höhere Dosen von Doss 1 µg erforderlich, um die gewünschte Wirkung zu

erzielen. Ebenso kann Diphenylhydantoin die Wirkung von Alfacalcidol hemmen.

Auch Glukokortikoide können möglicherweise die Alfacalcidol-Wirkung beeinträchtigen.

Da die Gallensalze für die Resorption von Alfacalcidol von Bedeutung sind, kann auch eine längere

Behandlung mit gallensäurebindenden Mitteln (Colestyramin, Colestipol), Sucralfat und stark

aluminiumhaltigen Antacida nachteilig sein.

Doss 1 µg und aluminiumhaltige Antacida sollten daher nicht gleichzeitig, sondern im Abstand von 2

Stunden eingenommen werden.

Magnesiumhaltige Antacida oder Laxantien (Abführmittel) sollten bei Therapie von Dialyse-Patienten

mit Doss 1 µg wegen der Gefahr einer Hypermagnesiämie nur mit Vorsicht eingesetzt werden.

Verstärkt dagegen wird die Alfacalcidol-Wirkung durch die gleichzeitige Gabe von östrogenen

Hormonen in der Peri- und Postmenopause.

Bei gleichzeitiger Gabe von calciumhaltigen Präparaten, Thiaziden oder anderen Arzneimitteln, die

den Blutcalciumspiegel erhöhen, ist das Hypercalcämie-Risiko erhöht.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor

kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel

handelt.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Obwohl bis heute keine Beobachtungen über eine fruchtschädigende Wirkung vorliegen, sollte Doss 1

µg während der Schwangerschaft nur bei strenger Indikationsstellung angewendet werden.

Überdosierungen von Vitamin-D-Derivaten in der Schwangerschaft müssen vermieden werden, da

eine lang anhaltende Hypercalcämie (erhöhte Calciumkonzentration im Blut) zu körperlicher und

geistiger Behinderung (Retardierung) sowie angeborenen Herz- und Augenerkrankungen

(supravalvuläre Aortenstenose und Retinopathie) des Kindes führen kann.

Stillzeit

Obwohl bis heute keine Beobachtungen über eine fruchtschädigende Wirkung vorliegen, sollte Doss 1

µg während der Stillzeit nur bei strenger Indikationsstellung angewendet werden. Die Gabe von Doss

1 µg in der Stillzeit dürfte den Calcitriol-Gehalt der Muttermilch erhöhen. Dies ist zu beachten, wenn

das Kind zusätzlich Vitamin D erhält.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Doss 1 µg hat keinen negativen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Doss 1 µg

Erdnussöl kann selten schwere allergische Reaktionen hervorrufen.

Dieses Arzneimittel enthält Sorbitol. Bitte nehmen Sie Doss 1 µg erst nach Rücksprache mit Ihrem

Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten

Zuckern leiden.

3.

WIE IST DOSS 1 µg EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie Doss 1 µg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem

Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis

Bei Erwachsenen und Kindern von mehr als 20 kg Körpergewicht zu Anfang der Behandlung 1

Weichkapsel Doss 1 µg (1 µg Alfacalcidol) täglich.

Bei Kindern mit einem Körpergewicht von weniger als 20 kg 0,05 µg Alfacalcidol/kg KG/Tag als

Tagesdosis.

Bei fortlaufender Behandlung ist die Dosis entsprechend dem Heilungsverlauf und zur Vermeidung

erhöhter Blutcalciumspiegel oder Calcium x Phosphat-Produkte zu verringern. Hierfür stehen Doss

0,25 µg/-0,5 µg (0,25 µg/- 0,5 µg Alfacalcidol pro Weichkapsel) zur Verfügung.

Patienten mit stärker ausgeprägten Knochenerkrankungen benötigen und tolerieren höhere Dosen: 1-3

Weichkapseln Doss 1 µg (entsprechend 1-3 µg Alfacalcidol) täglich.

Patienten mit Unterfunktion der Nebenschilddrüse

Bei Patienten mit Unterfunktion der Nebenschilddrüsen (Hypoparathyreoidismus) muss die Dosis bei

Erreichen normaler Blutcalciumwerte (2,2-2,6 mmol/l; 8,8-10,4 mg/100 ml) oder eines Calcium x

Phosphat-Produktes von 3,5-3,7 (mmol/l)² vermindert werden.

Art der Anwendung

Bei einer Dosierung von 1 µg Alfacalcidol täglich 1 Weichkapsel Doss 1 µg am Abend einnehmen.

Bei Dosierungen bis 3 µg Alfacalcidol täglich 1 Weichkapsel am Morgen und 1-2 Weichkapseln am

Abend einnehmen.

Bitte nehmen Sie die Weichkapseln unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit ein.

Dauer der Anwendung

Über die Dauer der Anwendung entscheidet Ihr behandelnder Arzt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung

von Doss 1 µg zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Doss 1 µg eingenommen haben als Sie sollten

ist in jedem Fall unverzüglich ein Arzt (z. B. Vergiftungsnotruf) um Rat zu fragen, der den

Schweregrad der Überdosierung beurteilt und die erforderlichen Maßnahmen festlegt.

Bei versehentlicher einmaliger Einnahme einer Überdosis (25-30 µg Alfacalcidol) wurden keine

Schäden beobachtet.

Bei längerer Überdosierung von Doss 1 µg kann es zu einer unter Umständen lebensbedrohlichen

Hypercalcämie kommen.

Das klinische Bild des Hypercalcämiesyndroms ist uncharakteristisch:

Schwäche, Müdigkeit, Abgespanntheit, Kopfschmerzen, gastrointestinale Beschwerden [Beschwerden

im Verdauungstrakt wie Übelkeit, Erbrechen, Obstipation (Verstopfung) oder Diarrhoe (Durchfall),

Sodbrennen], Mundtrockenheit, Muskel-, Knochen- und Gelenkschmerzen, Juckreiz oder

Palpitationen (Herzklopfen).

Bei verminderter Konzentrationsfähigkeit der Niere ferner Polyurie, Polydipsie, Nykturie und

Proteinurie. Abgestuft nach dem Ausmaß der Hypercalcämie können neben einer Dosisreduktion oder

zeitweiligem Absetzen von Doss 1 µg calciumarme bzw. calciumfreie Ernährung, Flüssigkeitszufuhr,

Dialyse, Schleifendiuretika, Glukokortikoide und Calcitonin eingesetzt werden.

Ärztliche Maßnahmen bei Überdosierung

Bei akuter Überdosierung kann eine frühzeitige Magenspülung und/oder die Gabe von Paraffinöl die

Resorption (Aufnahme aus dem Verdauungstrakt in das Blut) vermindern und die Ausscheidung mit

dem Stuhl beschleunigen.

Ein spezielles Gegenmittel (Antidot) existiert nicht.

Wenn Sie die Einnahme von Doss 1 µg vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, sondern fahren Sie wie im Dosierungsschema vorgesehen

fort.

Wenn Sie die Einnahme von Doss 1 µg abbrechen

Sie sollten die Behandlung mit Doss 1 µg nicht ohne Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt

eigenständig unterbrechen oder vorzeitig beenden.

Ist eine Unterbrechung oder vorzeitige Beendigung aus ärztlicher Sicht angezeigt, so beachten Sie

bitte die von Ihrem Arzt gegebenen Hinweise.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Doss 1 µg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten

müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:

sehr häufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

häufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1000

selten:

1 bis 10 Behandelte von 10 000

sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10 000

nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Von allergischen Hautreaktionen und anaphylaktischem Schock, letzterer ausgelöst durch Erdnussöl,

einer der Bestandteile von Doss 1 µg, wurde berichtet.

Bei unangepasster Dosierung von Doss 1 µg können erhöhte Blutcalciumspiegel auftreten, die sich

durch Dosisverminderung oder zeitweiliges Absetzen des Präparates korrigieren lassen. Als

Anzeichen einer eventuellen Erhöhung des Blutcalciumspiegels gelten Müdigkeit, gastrointestinale

Beschwerden (Beschwerden im Verdauungstrakt), Durstgefühl oder Juckreiz. Sollten solche

Anzeichen auftreten, sollte der Arzt zur Kontrolle der Blutcalciumwerte aufgesucht werden.

Heterotope Calcifizierungen (Cornea und Gefäße) sind unter Alfacalcidol bisher äußerst selten

aufgetreten und waren reversibel.

Nach den bisherigen Erfahrungen ist es unter Doss 1 µg nur selten zu leichten und passageren

Phosphaterhöhungen gekommen. Einem eventuellen Phosphatanstieg ist durch die Gabe von

Phosphatresorptionshemmern (wie Aluminiumderivaten) zu begegnen.

Während der Behandlung mit Doss 1 µg sind regelmäßige Kontrollen des Blutcalcium- und

Phosphatspiegels sowie Blutgasanalysen vorzunehmen. Diese Kontrollen sollten in wöchentlichen bis

monatlichen Abständen durchgeführt werden. Zu Beginn der Behandlung können häufigere

Bestimmungen notwendig sein.

Erdnussöl kann selten schwere allergische Reaktionen hervorrufen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST DOSS 1 µg AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis und dem Umkarton nach „verwendbar bis“

angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten

Tag des Monats.

Nicht über 25 °C lagern.

Das Behältnis fest verschlossen halten.

6.

WEITERE INFORMATIONEN

Was Doss 1 µg enthält

Der Wirkstoff ist: Alfacalcidol.

1 Weichkapsel enthält 1 µg Alfacalcidol.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Citronensäure (Ph.Eur.), Propylgallat (Ph.Eur.), alpha-Tocopherol (Ph.Eur.), Ethanol 99 %, Erdnussöl,

Gelatine, Glycerol 85 %, Mannitol-Sorbitol-Sorbitan-höhere Polyole-Gemisch, Eisen (III)-hydroxid-

oxid (E 172) und Titandioxid. Drucktinte: Schellack, Eisen (II,III)-oxid (E 172), Butan-1-ol,

Propylenglycol.

Wie Doss 1 µg aussieht und Inhalt der Packung

Die Weichkapseln sind ovale, elfenbeinfarbene, elastische Weichgelatinekapseln mit dem Aufdruck

„1“ auf einer Seite.

Doss 1 µg ist in Packungen mit 17, 18, 20, 47, 49, 50, 97, 98 und 100 Weichkapseln erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Zulassungsinhaber

Theramex Ireland Limited

3rd Floor, Kilmore House,

Park Lane, Spencer Dock,

Dublin 1

D01 YE64

Irland

Hersteller

TEVA Pharma B.V.

Swensweg 5

2031 GA Haarlem

Niederlande

alternativ

Pharmachemie B.V.

Swensweg 5

2031 GA Haarlem

Niederlande

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im November 2018.

Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Doss

0,25 µg Weichkapseln

Doss

0,5 µg Weichkapseln

Doss

1 µg Weichkapseln

Wirkstoff: Alfacalcidol

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Weichkapsel Doss

0,25 µg enthält:

0,25 µg Alfacalcidol

1 Weichkapsel Doss

0,5 µg enthält:

0,5 µg Alfacalcidol

1 Weichkapsel Doss

1 µg enthält:

1 µg Alfacalcidol

Sonstige Bestandteile: Erdnussöl, Sorbitol

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Weichkapsel

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Postmenopausale Osteoporose, Osteoporose bei Glukokortikoid-Behandlung.

Knochenerweichungen im Erwachsenenalter (Osteomalazie) infolge unzureichender Resorption wie

beim Malabsorptions- und Postgastrektomie-Syndrom.

Eine signifikante Verminderung der Sturzrate bei Älteren wurde nachgewiesen.

Bei Hypoparathyreoidismus oder hypophosphatämischer (Vitamin-D-resistenter)

Rachitis/Osteomalazie kann eine Zusatztherapie mit Doss

dann indiziert sein, wenn ein Calcium-

Plasmaspiegel kleiner als 2,2 mmol/l vorliegt.

Erkrankungen, bei denen im Vitamin-D-Metabolismus die 1-alpha-Hydroxylierung in der Niere

beeinträchtigt ist wie renale Osteodystrophie mit verminderter Calciumresorption und einem Calcium-

Plasmaspiegel kleiner als 2,2 mmol/l (kleiner als 8,8 mg/ 100 ml) wie sie als Folge von

Nierenfunktionsstörungen ohne oder mit Dialysebehandlung sowie anfangs bei Zuständen nach

Nierentransplantationen auftreten kann.

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Dosierung

Soweit nicht anders verordnet, beträgt die Anfangsdosis für Erwachsene und Kinder von mehr als 20

kg Körpergewicht 1 µg Alfacalcidol (4 Weichkapseln Doss

0,25 µg bzw. 2 Weichkapseln Doss

0,5

µg bzw. 1 Weichkapsel Doss

1 µg) täglich.

Für Kinder mit einem Körpergewicht von weniger als 20 kg beträgt die Tagesdosis 0,05 µg

Alfacalcidol/kg KG/Tag.

Bei fortlaufender Behandlung ist die Dosis entsprechend dem Heilungsverlauf und zur Vermeidung

erhöhter Blutcalciumspiegel oder Calcium x Phosphat-Produkte zu verringern.

Patienten mit stärker ausgeprägten Knochenerkrankungen benötigen und tolerieren höhere Dosen:

1-3 µg Alfacalcidol (4-12 Weichkapseln Doss

0,25 µg bzw. 2-6 Weichkapseln Doss

0,5 µg bzw. 1-3

Weichkapseln Doss

1 µg) täglich.

Bei Patienten mit Unterfunktion der Nebenschilddrüsen (Hypoparathyreoidismus) muss die Dosis bei

Erreichen normaler Blutcalciumwerte (2,2-2,6 mmol/l; 8,8-10,4 mg/100 ml) oder eines Calcium x-

Phosphat-Produktes von 3,5-3,7 (mmol/l)² vermindert werden.

Art und Dauer der Anwendung

Doss

0,25 µg:

Die Tagesdosis (0,5 bzw. 1 µg) ist geteilt zur Hälfte am Morgen und zur Hälfte am Abend

einzunehmen.

Doss

0,5 µg:

Die Tagesdosis von 0,5 µg Alfacalcidol (1 Weichkapsel Doss

0,5 µg) ist am Abend einzunehmen.

Bei einer Dosierung von 1-3 µg Alfacalcidol (2-6 Weichkapseln Doss

0,5 µg) ist die Tagesdosis

geteilt zur Hälfte am Morgen und zur Hälfte am Abend einzunehmen.

Doss

1 µg:

Bei einer Dosierung von 1 µg Alfacalcidol täglich 1 Weichkapsel Doss

1 µg am Abend einnehmen.

Bei Dosierung bis 3 µg Alfacalcidol täglich 1 Weichkapsel Doss

1 µg am Morgen und 1-2

Weichkapseln Doss

1 µg am Abend einnehmen.

Die Weichkapseln sollten unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden.

Die Dauer der Anwendung wird individuell vom Arzt bestimmt.

4.3

Gegenanzeigen

Doss

darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit (Allergie) gegenüber Alfacalcidol,

Erdnuss oder Soja oder einem der sonstigen Bestandteile.

Ebenso ist Doss

kontraindiziert bei bekannter Vitamin-D-Überempfindlichkeit und bei manifester

Vitamin-D-Intoxikation.

Bei einem Calcium-Spiegel im Plasma über 2,6 mmol/l, einem Calcium x Phosphat-Produkt über 3,7

(mmol/l)

und einer Alkalose mit venösen Blut-pH-Werten über 7,44 (Milch-Alkali-Syndrom,

Burnett-Syndrom) darf Doss

nicht angewendet werden. Bei Hypercalcämie oder Hypermagnesiämie

darf Doss

nicht angewendet werden.

Bei Dialyse-Patienten muss ein eventueller Calciumeinstrom aus der Dialyseflüssigkeit

ausgeschlossen werden. Bei Nierensteinanamnese und Sarkoidose besteht ein erhöhtes Risiko.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Erdnussöl kann selten schwere allergische Reaktionen hervorrufen.

Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz sollten Doss

nicht einnehmen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Vitamin D und seine Derivate dürfen nicht gleichzeitig mit Alfacalcidol verabreicht werden.

Da es sich bei Alfacalcidol um ein sehr wirksames Derivat handelt, ist bei gleichzeitiger Gabe mit

einem additiven Effekt und einem erhöhten Risiko einer Hypercalcämie zu rechnen.

Eine Hypercalcämie kann bei Patienten unter Digitalistherapie Herzrhythmusstörungen hervorrufen.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Digitalis und Doss

müssen diese Patienten daher streng überwacht

werden.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Doss

und Barbituraten oder Enzym-induzierenden Antikonvulsiva

sind höhere Dosen von Doss

erforderlich, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Ebenso kann

Diphenylhydantoin die Wirkung von Alfacalcidol hemmen.

Auch Glukokortikoide können möglicherweise die Alfacalcidol-Wirkung beeinträchtigen.

Da die Gallensalze für die Resorption von Alfacalcidol von Bedeutung sind, kann auch eine längere

Behandlung mit gallensäurebindenden Mitteln (Colestyramin, Colestipol) oder Sucralfat und stark

aluminiumhaltigen Antacida nachteilig sein.

Doss

und aluminiumhaltige Antacida sollten daher nicht gleichzeitig, sondern im Abstand von 2

Stunden eingenommen werden.

Magnesiumhaltige Antacida oder Laxantien sollten bei Therapie mit Doss

bei Dialyse-Patienten

wegen der Gefahr einer Hypermagnesiämie nur mit Vorsicht eingesetzt werden.

Verstärkt dagegen wird die Alfacalcidol-Wirkung durch die gleichzeitige Gabe von östrogenen

Hormonen in der Peri- und Postmenopause.

Bei gleichzeitiger Gabe von calciumhaltigen Präparaten, Thiaziden oder anderen Arzneimitteln, die

den Blutcalciumspiegel erhöhen, ist das Hypercalcämie-Risiko erhöht.

4.6

Schwangerschaft und Stillzeit

Obwohl bis heute keine Beobachtungen über eine fruchtschädigende Wirkung vorliegen, sollte Doss

während der Schwangerschaft und Stillzeit nur bei strenger Indikationsstellung angewendet werden.

Überdosierungen von Vitamin-D-Derivaten in der Schwangerschaft müssen vermieden werden, da

eine langanhaltende Hypercalcämie zu körperlicher und geistiger Retardierung, supravalvulärer

Aortenstenose und Retinopathie des Kindes führen kann.

Die Gabe von Doss

in der Stillzeit dürfte den Calcitriol-Gehalt der Muttermilch erhöhen. Dies ist zu

beachten, wenn das Kind zusätzlich Vitamin D erhält.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Doss

hat keinen oder vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von

Maschinen.

4.8

Nebenwirkungen

Während der Behandlung mit Doss

wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet, wobei folgende

Häufigkeiten zu Grunde gelegt wurden:

Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10

000 bis < 1/1000), sehr selten (< 1/10 000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren

Daten nicht abschätzbar).

Von allergischen Hautreaktionen und anaphylaktischem Schock, letzterer ausgelöst durch Erdnussöl,

einen der Bestandteile von Doss

, wurde berichtet.

Bei unangepasster Dosierung von Doss

können erhöhte Blutcalciumspiegel auftreten, die sich durch

Dosisverminderung oder zeitweiliges Absetzen des Präparates korrigieren lassen. Als Anzeichen einer

eventuellen Erhöhung der Blutcalciumspiegel gelten Müdigkeit, gastrointestinale Beschwerden,

Durstgefühl oder Juckreiz.

Heterotope Calcifizierungen (Cornea und Gefäße) sind unter Alfacalcidol bisher äußerst selten

aufgetreten und waren reversibel.

Nach bisherigen Erfahrungen ist es unter Alfacalcidol nur selten zu leichten und passageren

Phosphaterhöhungen gekommen. Einem eventuellen Phosphatanstieg ist durch Gabe von

Phosphatresorptionshemmern (wie Aluminiumderivaten) zu begegnen.

Während der Behandlung mit Doss

sind regelmäßige Kontrollen des Blutcalcium- und

Phosphatspiegels sowie Blutgasanalysen vorzunehmen. Diese Kontrollen sollten in wöchentlichen bis

monatlichen Abständen durchgeführt werden. Zu Beginn der Behandlung können häufigere

Bestimmungen notwendig sein.

Erdnussöl kann selten schwere allergische Reaktionen hervorrufen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Bei versehentlicher einmaliger Einnahme einer Überdosis (25-30 µg Alfacalcidol) wurden keine

Schäden beobachtet.

Bei längerer Überdosierung von Doss

kann es zu einer unter Umständen lebensbedrohlichen

Hypercalcämie kommen.

Das klinische Bild des Hypercalcämiesyndroms ist uncharakteristisch: Schwäche, Müdigkeit,

Abgespanntheit, Kopfschmerzen, gastrointestinale Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Obstipation

oder Diarrhoe, Sodbrennen), Mundtrockenheit, Muskel-, Knochen- und Gelenkschmerzen, Juckreiz

oder Palpitationen.

Bei verminderter Konzentrationsfähigkeit der Niere ferner Polyurie, Polydipsie, Nykturie und

Proteinurie. Abgestuft nach dem Ausmaß der Hypercalcämie können neben einer Dosisreduktion oder

zeitweiligem Absetzen von Doss

calciumarme bzw. calciumfreie Ernährung, Flüssigkeitszufuhr,

Dialyse, Schleifendiuretika, Glukokortikoide und Calcitonin eingesetzt werden.

Bei akuter Überdosierung kann eine frühzeitige Magenspülung und/oder die Gabe von Paraffinöl die

Resorption vermindern und die Ausscheidung mit dem Stuhl beschleunigen.

Ein spezielles Antidot existiert nicht.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Vitamin-D

-Derivat

ATC-Code: A11CC03

Alfacalcidol (1-alpha-Hydroxycholecalciferol) wird in der Leber sehr schnell zu Calcitriol (1,25-

Dihydroxycholecalciferol) umgewandelt. Calcitriol gilt als wirksamster Metabolit des Cholecalciferol

(Vitamin D3) bei der Aufrechterhaltung der Calcium- und Phosphathomöostase. Der

Hauptwirkmechanismus basiert auf der Erhöhung der zirkulierenden 1,25-Dihydroxycholecalciferol-

Spiegel und darüber wird die intestinale Resorption von Calcium und Phosphat erhöht. Die

Knochenmineralisation wird gefördert, der Parathormonspiegel gesenkt und die Knochenresorption

gehemmt.

Bei gestörter 1-alpha-Hydroxylierung in der Niere wird durch die Gabe von Alfacalcidol eine

ausreichende Calcitriol-Bildung ermöglicht und damit einem D-Hormon-Mangel entgegengewirkt.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Alfacalcidol, der Wirkstoff von Doss

, ist als Prodrug für 1-alpha-25-Dihydroxycholecalciferol im

Tierexperiment und beim Menschen mit radioaktiv markierter Substanz geprüft worden.

Die rasche hepatische 25-Hydroxylierung konnte von DE LUCA an einem Patienten mit

Niereninsuffizienz nachgewiesen werden.

Abbildung 1:

Das Verschwinden von 1-alpha-OH-[6-

H]-D

(-) und das rasche Auftreten von 1,25-(OH)

-[6-

H] D

(-) bei einem Patienten mit Niereninsuffizienz. De Luca, H.: Clin. Endocrinol. 7, Suppl., 1-17 (1977)

Bioverfügbarkeit

Eine im Jahr 1990 durchgeführte Bioverfügbarkeitsuntersuchung an 16 Probanden mit Doss

1 µg

ergab im Vergleich zum Referenzpräparat

Testpräparat

Referenzpräparat

maximale Plasmakonzentration

61,6

13,6 pg/ml

60,5

9,9 pg/ml

Zeitpunkt der maximalen Plasmakonzentrationen

(6-16 h)

(4-12 h)

Fläche unter der Konzentrations-Zeitkurve (AUC)

(72 h):

2271,45

450,64 pg x h/ml

2206,20

261,50 pg x h/ml

Angabe der Werte als Mittelwert (Median bei t

) und Standardabweichung (Streubreite bei t

In einer randomisierten, doppelblinden crossover Bioäquivalenzstudie erhielten 16 Probanden eine

einmalige orale Dosis von 4 x Doss

1 µg oder 4 x 1 µg des Referenzpräparates.

Abbildung 2:

Mittlere Plasmaspiegelverläufe von Calcitriol im Vergleich zu einem Referenzpräparat in einem

Konzentrations-Zeit-Diagramm (n = 16)

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Akute Toxizität

Im Vergleich zur therapeutischen Dosierung wird Alfacalcidol nur eine geringe akute Toxizität

zugeschrieben. Nach oraler Einmalgabe von Alfacalcidol an Ratten und Mäusen werden LD 50-Werte

um 500 µg/kg KG genannt.

Chronische Toxizität

Die Ergebnisse der chronischen Toxizitätsprüfung wurden als Folge der pharmakologischen Wirkung

von Alfacalcidol auf den Calcium- Stoffwechsel gewertet und bestanden vor allem in Hypercalcämie

sowie Gewebscalcinosen.

Reproduktionstoxizität

Aus Embryotoxizitätsstudien an Ratten und Kaninchen mit maximal 0,9 µg Alfacalcidol/kg KG/Tag

wurden keine teratogenen Wirkungen berichtet. Bei Kaninchenfeten traten ab 0,3 µg Alfacalcidol/kg

KG/Tag intrauterine Wachstumsretardierungen auf. Bei Fertilitätsstudien an Ratten ergab sich bei

einer Dosis von 0,9 µg Alfacalcidol/kg KG/Tag eine geringere Trächtigkeitsrate und eine

Verminderung der Wurfgröße.

Zu Alfacalcidol liegen keine Erfahrungen beim Menschen mit der Anwendung in der Schwangerschaft

und Stillzeit vor. Es ist nicht bekannt, ob Alfacalcidol in die Muttermilch übergeht. Hohe Vitamin-D-

Dosen während der Schwangerschaft sind beim Menschen mit dem Auftreten eines Aortenstenosen-

Syndroms und idiopathischer Hypercalcämie in Verbindung gebracht worden. Es liegen jedoch auch

mehrere Fallberichte vor, wo nach Verabreichung sehr hoher Dosen normale Kinder geboren wurden.

Vitamin D geht in geringen Mengen in die Muttermilch über.

Mutagenes Potential

Alfacalcidol ist hinsichtlich mutagener Wirkungen als unbedenklich anzusehen.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Citronensäure (Ph.Eur.), Propylgallat (Ph.Eur.), alpha-Tocopherol (Ph.Eur.), Ethanol 99 %, Erdnussöl,

Gelatine, Glycerol 85 %, Mannitol-Sorbitol-Sorbitan-höhere Polyole-Gemisch, Eisen(III)-oxid (E 172)

(Doss 0,25 µg/-0,5 µg) bzw. Eisen(III)-hydroxid-oxid (E 172) und Titandioxid (E 171) (Doss 1 µg)

Drucktinte: Schellack, Eisen(II,III)-oxid (E 172), Butan-1-ol, Propylenglycol.

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Die Arzneimittel sollen nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr angewendet werden.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern.

Das Behältnis fest verschlossen halten.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Packung mit 17 und 18 Weichkapseln

Packung mit 20 und 47 Weichkapseln

Packung mit 49 und 50 Weichkapseln

Packung mit 97 und 98 Weichkapseln

Packung mit 100 Weichkapseln

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

PHARMAZEUTISCHE UNTERNEHMER

Zulassungsinhaber

Theramex Ireland Limited

3rd Floor, Kilmore House,

Park Lane, Spencer Dock,

Dublin 1

D01 YE64

Irland

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Doss

0,25 µg: 28712.01.00

Doss

0,5 µg:

57421.00.00

Doss

1 µg:

28712.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Doss

0,25 µg/-1 µg:

20.01.2005

Doss

0,5 µg:

02.03.2006

10.

STAND DER INFORMATION

November 2018

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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