Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml Infusionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Dobutaminhydrochlorid
Verfügbar ab:
Fresenius Kabi Deutschland GmbH
ATC-Code:
C01CA07
INN (Internationale Bezeichnung):
Dobutamine hydrochloride
Darreichungsform:
Infusionslösung
Zusammensetzung:
Dobutaminhydrochlorid 280.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
32903.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml Infusionslösung

Dobutaminhydrochlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml be-

achten?

Wie ist Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml und wofür wird es angewendet?

Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml ist ein synthetisches Katecholamin / positives Inotropikum.

Dobutamin ist indiziert, wenn eine positiv inotrope Behandlung erforderlich ist, für Patienten mit

kardialer Dekompensation infolge einer eingeschränkten myokardialen Kontraktilität, die entweder

bedingt ist durch eine organische Herzerkrankung oder durch einen herzchirurgischen Eingriff, vor

allem, wenn es sich um eine kardiale Dekompensation mit vermindertem Herzzeitvolumen (low cardiac

output) und erhöhtem Pulmonalkapillar-Druck (PCPW) handelt.

Dobutamin ist indiziert bei allen pädiatrischen Altersklassen (von Neugeborenen bis 18 Jahre) als

inotrope Unterstützung bei geringem Herzzeitvolumen mit Hypoperfusion, die aus dekompensiertem

Herzversagen nach Herzchirurgie, Cardiomyopathien und nach kardiogenem oder septischem Schock

resultieren.

Hinweis:

Bei kardiogenem Schock charakterisiert durch Herzversagen und schwere Hypotension und bei

septischem Schock ist Dopamin das Mittel der 1. Wahl. Bei gestörter ventrikulärer Funktion, erhöhtem

ventrikulären Füllungsdruck und erhöhtem systemischen Widerstand kann sich die zusätzliche Gabe von

Dobutamin bei Patienten, die bereits mit Dopamin behandelt werden, als sinnvoll erweisen.

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2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml beachten?

Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml darf nicht angewendet werden

wenn Sie allergisch gegenüber Dobutamin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile von Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml sind

bei mechanischer Behinderung der Füllung der Herzkammer und/oder des Ausflusses aus dem

Herzen wie z. B. Herzbeuteltamponade, Perikarditis constrictiva (krankhafte Einengung des

Herzens durch den Herzbeutel), hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie

(Herzmuskelerkrankung mit mechanischer Behinderung des Ausflusses aus der linken

Herzkammer), schwerer Aortenstenose (Aortenklappenverengung)

bei Volumenmangelzuständen (hypovolämische Zustände)

bei gleichzeitiger Gabe von MAO-Hemmstoffen, da hierunter lebensbedrohliche

Nebenwirkungen auftreten können, z. B. hypertensive Krisen (krisenhafter Anstieg des

Blutdrucks), Kreislaufversagen, Hirnblutungen (intrakranielle Blutungen) und

Herzrhythmusstörungen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml

anwenden.

Unter der Therapie mit Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml wurde eine regionale Zu-

oder Abnahme des koronaren Blutflusses (Blutfluss in den Herzkranzgefäßen) beobachtet, die

den Sauerstoffbedarf des Herzmuskels verändern kann. Bei Patienten mit schwerer koronarer

Herzerkrankung kann eine Verschlechterung des Krankheitsbildes auftreten, insbesondere wenn

eine Therapie mit Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml mit einem wesentlichen Anstieg

der Herzfrequenz und/oder des Blutdrucks einhergeht. Der Einsatz von Dobutamin Liquid

Fresenius 250 mg/50 ml am ischämischen Herzen (bei Mangeldurchblutung des Herzens) ist,

wie bei allen positiv inotropen Substanzen, daher im Einzelfall abzuwägen.

Bei ununterbrochener Anwendung über mehr als 72 Stunden können Toleranzphänomene

auftreten, die eine Dosissteigerung erforderlich machen.

wenn Sie an einer bestimmten Herzrhythmusstörung (Vorhofflattern oder -flimmern) leiden.

wenn Sie an Herzrhythmusstörungen mit unregelmäßigen oder zusätzlichen Herzschlägen

außerhalb des regulären Grundrhythmus leiden

bei vorbestehendem Bluthochdruck

bei Schilddrüsenüberfunktion mit einer erhöhten Empfindlichkeit gegen Katecholamine

Dobutamin kann mit der HPLC-Bestimmungsmethode von Chloramphenicol interferieren.

Kinder

Eine Zunahme bei Herzfrequenz und Blutdruck scheint bei Kindern häufiger aufzutreten und

intensiver zu sein als bei Erwachsenen. Es wurde berichtet, dass das Herz-Kreislaufsystem von

Neugeborenen auf Dobutamin weniger sensibel reagiert und dass eine hypotensive

(blutdrucksenkende) Wirkung öfters bei erwachsenen Patienten als bei kleinen Kindern beobachtet

wird.

Entsprechend sollte der Gebrauch von Dobutamin bei Kindern engmaschig überwacht werden.

Anwendung von Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen oder angewendet haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen bzw. anzuwenden.

Durch kompetitive Hemmung am Rezeptor können die katecholaminergen Effekte von

Dobutamin bei gleichzeitiger Verabreichung eines Beta-Rezeptorenblockers abgeschwächt sein.

Zusätzlich können die dann überwiegenden alpha-Effekte zu einer peripheren Vasokonstriktion

(Gefäßverengung) mit begleitendem Blutdruckanstieg führen.

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Bei gleichzeitiger alpha-Rezeptorenblockade können die dann überwiegenden Beta-mimetischen

(Beta-Rezeptoren-stimulierenden) Effekte zu zusätzlicher Tachykardie (Beschleunigung der

Herzfrequenz) und peripherer Vasodilatation (Gefäßerweiterung) führen.

Überwiegend an den Venen angreifende Vasodilatatoren (gefäßerweiternde Medikamente wie z.

B. Nitrate, Nitroprussid-Natrium) können in Kombination mit Dobutamin zu einem höheren

Anstieg des Herzminutenvolumens sowie zu einem ausgeprägteren Abfall des peripheren

Gefäßwiderstandes und des ventrikulären Füllungsdrucks (Füllungsdruck in den Herzkammern)

als bei Anwendung der Einzelsubstanzen führen.

Die Verabreichung von Dobutamin kann bei diabetischen Patienten (Patienten mit

Zuckerkrankheit) zu einem erhöhten Insulinbedarf führen. Bei zuckerkranken Patienten

(Diabetikern) sollten daher zu Beginn der Dobutamin-Therapie, bei Änderung der

Infusionsgeschwindigkeit und bei Abbruch der Infusion die Glukosespiegel (Blutzuckerspiegel)

kontrolliert und ggf. die erforderliche Insulindosis angepasst werden.

Die gleichzeitige Gabe von ACE-Inhibitoren (z. B. Captopril) und hohen Dosen von Dobutamin

kann zu einem Anstieg des Herzminutenvolumens führen, der mit einem erhöhten

Sauerstoffverbrauch des Herzmuskels einhergeht. Über das Auftreten von Brustschmerzen und

Rhythmusstörungen wurde in diesem Zusammenhang berichtet.

Dobutamin bewirkt in Kombination mit Dopamin - abhängig von der Dopamindosis und im

Gegensatz zu seiner alleinigen Gabe - einen deutlicheren Anstieg des Blutdrucks sowie ein

Absinken bzw. keine Änderung des ventrikulären Füllungsdrucks (Füllungsdruck der

Herzkammern).

Die gleichzeitige Gabe von MAO-Hemmern ist kontraindiziert.

Wichtigste Inkompatibilitäten

Bekannte physikalische Unverträglichkeiten bestehen mit:

- alkalischen Lösungen (z. B. Natriumhydrogencarbonat)

- Lösungen, die sowohl Natriumdisulfit als auch Ethanol enthalten

- Aciclovir

- Alteplase

- Aminophyllin

- Bretylium

- Calciumchlorid

- Calciumgluconat

- Cefamandolformiat

- Cephalotin-Natrium

- Cephazolin-Natrium

- Diazepam

- Digoxin

- Etacrynsäure (Na-Salz)

- Furosemid

- Heparin-Natrium

- Hydrogencortisonnatriumsuccinat

- Insulin

- Kaliumchlorid

- Magnesiumsulfat

- Penicillin

- Phenytoin

- Streptokinase

- Verapamil

Schwangerschaft und Stillzeit

Da keine Erfahrungen zur Sicherheit einer Anwendung während der Schwangerschaft vorliegen, sollte

Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml bei Schwangeren nur eingesetzt werden, wenn keine

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risikoärmere Behandlung zur Verfügung steht. Wird eine Behandlung während der Stillzeit erforderlich,

sollte das Stillen für die Dauer der Behandlung unterbrochen werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Dieses Arzneimittel wird nur bei Patienten in lebensbedrohlichen Zuständen angewendet.

Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml enthält Natrium.

Eine Durchstechflasche mit 50 ml Infusionslösung enthält ca. 6,9 mmol (158,7 mg) Natrium

(Hauptkomponente im Kochsalz/Speisesalz). Dies entspricht 7,94 % der für einen Erwachsenen

empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung. Wenn Sie eine kochsalzarme

Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

3. Wie ist Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ih-

rem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Dobutamin muss individuell dosiert werden!

Die erforderliche Infusionsgeschwindigkeit richtet sich nach dem Ansprechen des Patienten auf die

Therapie und den Nebenwirkungen.

Anwendung bei Erwachsenen:

Erfahrungsgemäß spricht die Mehrzahl der Patienten auf Dosen von 2,5 - 10 µg Dobutamin/kg KG/min

an. In Einzelfällen wurden Dosen bis zu 40 µg Dobutamin/kg KG/min verabreicht.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen:

Bei allen pädiatrischen Altersklassen (Neugeborene bis 18 Jahre) wird eine anfängliche Dosis von 5

Mikrogramm/kg/Minute, angepasst je nach klinischer Wirkung auf 2 – 20 Mikrogramm/kg/Minute

empfohlen. Gelegentlich ist eine Dosis von 0,5 – 1,0 Mikrogramm/kg/Minute bereits ausreichend.

Es gibt Hinweise, dass die minimale effektive Dosierung im Kindesalter höher liegt als bei

Erwachsenen. Vorsicht ist bei höheren Dosierungen geboten, da gleichfalls Hinweise bestehen, dass die

maximal tolerierte Dosierung bei Kindern niedriger liegt als bei Erwachsenen.

Bei Dosierungen größer/gleich 7,5 µg Dobutamin/kg KG/min wurden die meisten Nebenwirkungen

(insbesondere Tachykardien) beobachtet.

Die erforderliche Dosis bei Kindern sollte vorsichtig titriert werden, um der vermutlich geringeren

"therapeutischen Breite" im Kindesalter Rechnung zu tragen.

Es wird empfohlen, vor dem Absetzen von Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml die Dosis

schrittweise zu reduzieren!

Wegen der kurzen Halbwertszeit muss Dobutamin als kontinuierliche intravenöse Infusion verabreicht

werden.

Hinweis:

Während der Anwendung von Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml sollten Herzfrequenz, -

rhythmus, Blutdruck, Urinfluss und Infusionsgeschwindigkeit engmaschig überwacht werden. Es sollten,

wenn möglich, Herzminutenvolumen, zentraler Venendruck (ZVD) und pulmonal-kapillärer

Verschlussdruck (PCP) im Verlauf kontrolliert werden.

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Art der Anwendung

Zur intravenösen Anwendung.

Nicht zur Mehrfachentnahme bestimmt.

Vor der Verabreichung über Dauerinfusionsgeräte soll die Infusionslösung weiter verdünnt werden.

Dazu können 5 %ige Glucose-, isotonische Natriumchlorid- oder Ringerlösungen verwendet werden.

Die Herstellung der gebrauchsfertigen Infusionslösung sollte erst unmittelbar vor Anwendung erfolgen.

Diese Lösung muss innerhalb von 24 Stunden aufgebraucht sein bzw. darf danach nicht mehr verwendet

werden.

Lösungen, die Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml enthalten, können eine rosa Färbung

aufweisen, die mit der Zeit kräftiger wird. Dies beruht auf einer leichten Oxidation des Wirkstoffes.

Doch tritt kein wesentlicher Aktivitätsverlust auf, wenn die vorgeschriebenen Aufbewahrungshinweise

beachtet werden.

Die Dauer der Infusionsbehandlung richtet sich nach den klinischen Erfordernissen und ist vom Arzt zu

bestimmen.

Hinweis:

Bei ununterbrochener Anwendung über mehr als 72 Stunden können Toleranzphänomene

(Wirkungsabschwächungsphänomene) auftreten, die eine Dosissteigerung erforderlich machen.

Wenn Sie eine größere Menge von Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml angewendet haben,

als Sie sollten

a) Symptome einer Überdosierung

Die Symptome sind im Allgemeinen durch eine übermäßige Stimulation der Beta-Rezeptoren bedingt.

Sie können sich durch Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Tremor, Ängstlichkeit, Palpitationen

(Herzklopfen), Kopfschmerzen, Angina-pectoris-Beschwerden und unspezifische Thoraxschmerzen

äußern.

Die positiv inotrope und chronotrope kardiale Wirkung kann zu Hypertonie, supraventrikulären und

ventrikulären Herzrhythmusstörungen bis hin zu Kammerflimmern sowie Myokardischämien führen.

Durch periphere Vasodilatation kann eine Hypotonie auftreten.

b) Therapiemaßnahmen bei Überdosierung

Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml wird rasch verstoffwechselt und hat nur eine kurze

Wirkdauer (Halbwertszeit 2 - 3 Minuten).

Als Erstes sollte bei einer Überdosierung die Zufuhr von Dobutamin unterbrochen werden.

Gegebenenfalls muss sofort mit Reanimationsmaßnahmen begonnen werden. Unter

intensivmedizinischen Bedingungen hat eine Überwachung und gegebenenfalls Korrektur der vitalen

Parameter zu erfolgen, für ausgeglichene Blutgase und Serumelektrolyte ist zu sorgen. Schwere

ventrikuläre Herzrhythmusstörungen lassen sich durch die Gabe von Lidocain oder eines Beta-

Rezeptorenblockers (z. B. Propranolol) behandeln.

Bei hypertoner Blutdruckreaktion ist gewöhnlich eine Reduktion der Dosis oder Absetzen der Infusion

ausreichend.

Bei peroraler Aufnahme ist das Ausmaß der Resorption aus dem Mund oder Gastrointestinaltrakt nicht

vorhersagbar.

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Sollte versehentlich eine perorale Aufnahme erfolgt sein, kann möglicherweise durch die Gabe von

Aktivkohle die Resorption vermindert werden, die häufig wirkungsvoller als die Gabe vom Emetika oder

Magenspülung ist.

Der Nutzen von forcierter Diurese, Peritonealdialyse, Hämodialyse oder Hämoperfusion mittels

Aktivkohle ist bei Dobutaminüberdosierungen nicht belegt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufig:

kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlich:

kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten:

kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen

Sehr selten:

kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Mögliche Nebenwirkungen

Sehr häufig

Anstieg der Herzfrequenz von ≥ 30 Schlägen/Min

Häufig:

Blutdruckanstieg von ≥ 50 mmHg. Bei Patienten mit arterieller Hypertonie ist mit einem

stärkeren Blutdruckanstieg zu rechnen. Blutdruckabfall, ventrikuläre Rhythmusstörungen, dosisab-

hängig ventrikuläre Extrasystolen (Extraschläge), erhöhte Kammerfrequenz bei Patienten mit

Vorhofflimmern, bei diesen Patienten wird eine Digitalisierung vor der Dobutamin Infusion

empfohlen. Geringfügige Gefäßverengungen (Vasokonstriktion) vor allem bei Patienten, die zuvor mit

Beta-Rezeptorenblockern behandelt wurden. Pectanginöse Beschwerden („Herzschmerzen“),

Herzklopfen, Kopfschmerzen, Bronchospasmus, Kurzatmigkeit, Eosinophilie,

Thrombozytenaggregationshemmung (nur bei kontinuierlicher Infusion über Tage),

Thoraxschmerzen, Übelkeit, Hautausschlag, Fieber, Phlebitis (Venenentzündung) an der

Infusionsstelle. Bei versehentlich paravenöser Infiltration kann es zu lokalen Entzündungen

unterschiedlichen Schweregrades kommen, vermehrter Harndrang bei hohen Dosierungen.

Gelegentlich

: ventrikuläre Tachykardien, Kammerflimmern

Sehr selten

: Bradykardie (erniedrigte Herzschlagfolge), Myokardischämie (Sauerstoffmangel im

Herzmuskel), Myokardinfarkt, Herzstillstand, Hypokaliämie, petechiale („flohstichartige“) Blutungen,

Hautnekrosen (Absterben von Hautgewebe)

Kinder: ausgeprägter Anstieg von Herzfrequenz und/oder Blutdruck sowie einer geringeren Abnahme

des pulmonalen Kapillardrucks (Druck in der Lungenendstrombahn) bei Kindern unter einem Jahr.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Seite 6 von 8

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und Umkarton nach verw. bis/verwendbar bis

angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen:

Nicht über 25 °C lagern.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung

Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde für 24 Stunden bei

22 °C nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort

verwendet werden.

Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und

die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

Lösungen, die Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml enthalten, können eine rosa Färbung

aufweisen, die mit der Zeit kräftiger wird. Dies beruht auf einer leichten Oxidation des Wirkstoffes.

Doch tritt kein wesentlicher Aktivitätsverlust auf, wenn die vorgeschriebenen Aufbewahrungshinweise

beachtet werden.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz

der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml enthält

Der Wirkstoff ist: Dobutaminhydrochlorid.

Eine Durchstechflasche mit 50 ml Infusionslösung enthält 280 mg Dobutaminhydrochlorid,

entsprechend 250 mg Dobutamin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Natriumchlorid, Ascorbinsäure, Natriumhydroxid, Salzsäure, Wasser für Injektionszwecke.

Wie Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml aussieht und Inhalt der Packung

Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml ist in durchsichtigen Durchstechflaschen erhältlich.

Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml ist erhältlich in Packungen mit 1 x 50 ml und 10 x 50 ml

Durchstechflaschen.

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Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Fresenius Kabi Deutschland GmbH

D-61346 Bad Homburg

Tel.: +49 6172 686 8200

Fax: +49 6172 686 8239

E-Mail: kundenberatung@fresenius-kabi.de

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2018.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Dosierung für Infusionspumpen

1 Durchstechflasche mit 50 ml Infusionslösung (250 mg Dobutamin) auf 50 ml Lösungsvolumen

Dosierungsbereich

Angaben in ml/Std.

(ml/min)

Patientengewicht

50 kg

70 kg

90 kg

Niedrig

2,5 µg/kg/min

ml/Std.

(ml/min)

(0,025)

(0,035)

(0,045)

Mittel

5 µg/kg/min

ml/Std.

(ml/min)

(0,05)

(0,07)

(0,09)

Hoch

10 µg/kg/min

ml/Std.

(ml/min)

(0,10)

(0,14)

10,8

(0,18)

Dosierung für Dauerinfusionsgeräte

1 Durchstechflasche mit 50 ml Infusionslösung (250 mg Dobutamin) auf 500 ml Lösungsvolumen*

Dosierungsbereich

Angaben in ml/Std.*

(Tropfen/min)*

Patientengewicht

50 kg

70 kg

90 kg

Niedrig

2,5 µg/kg/min

ml/Std.

(Tropfen/min)

Mittel

5 µg/kg/min

ml/Std.

(Tropfen/min)

(10)

(14)

(18)

Hoch

10 µg/kg/min

ml/Std.

(Tropfen/min)

(20)

(28)

(36)

* Bei doppelter Konzentration, d. h. bei 2-mal 250 mg Dobutamin auf 500 ml bzw. 250 mg auf 250 ml

Lösungsvolumen, sind die Infusionsraten zu halbieren.

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FACHINFORMATION (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels)

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml Infusionslösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Wirkstoff: Dobutamin (als Hydrochlorid)

1 Durchstechflasche enthält 280 mg Dobutaminhydrochlorid, entsprechend 250 mg Dobutamin.

1 Durchstechflasche enthält 6,9 mmol (158,7 mg) Natrium.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1

3.

DARREICHUNGSFORM

Infusionslösung

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Dobutamin ist indiziert, wenn eine positiv inotrope Behandlung erforderlich ist, für Patienten mit

kardialer Dekompensation infolge einer eingeschränkten myokardialen Kontraktilität, die entweder

bedingt ist durch eine organische Herzerkrankung oder durch einen herzchirurgischen Eingriff, vor

allem, wenn es sich um eine kardiale Dekompensation mit vermindertem Herzzeitvolumen (low

cardiac output) und erhöhtem Pulmonalkapillar-Druck (Pulmonary-Capillary Wedge Pressure =

PCPW) handelt.

Hinweis:

Bei kardiogenem Schock charakterisiert durch Herzversagen und schwere Hypotension und bei

septischem Schock ist Dopamin das Mittel der 1. Wahl. Bei gestörter ventrikulärer Funktion, erhöhtem

ventrikulären Füllungsdruck und erhöhtem systemischen Widerstand kann sich die zusätzliche Gabe von

Dobutamin bei Patienten, die bereits mit Dopamin behandelt werden, als sinnvoll erweisen.

Kinder und Jugendliche

Dobutamin ist indiziert bei allen pädiatrischen Altersklassen (von Neugeborenen bis 18 Jahre) als

inotrope Unterstützung bei geringem Herzzeitvolumen mit Hypoperfusion, die aus dekompensiertem

Herzversagen nach Herzchirurgie, Kardiomyopathien und nach kardiogenem oder septischem Schock

resultieren.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Dobutamin muss individuell dosiert werden!

Seite 1 von 11

Die erforderliche Infusionsgeschwindigkeit richtet sich nach dem Ansprechen des Patienten auf die

Therapie und die Nebenwirkungen.

Erwachsene:

Erfahrungsgemäß spricht die Mehrzahl der Patienten auf Dosen von 2,5 - 10 µg Dobutamin/kg KG/min

an. In Einzelfällen wurden Dosen bis zu 40 µg Dobutamin/ kg KG/min verabreicht.

Kinder und Jugendliche:

Bei allen pädiatrischen Altersklassen (Neugeborene bis 18 Jahre) wird eine anfängliche Dosis von 5

Mikrogramm/kg/Minute, angepasst je nach klinischer Wirkung auf 2 – 20 Mikrogramm/kg/Minute

empfohlen. Gelegentlich ist eine Dosis von 0,5 – 1,0 Mikrogramm/kg/Minute bereits ausreichend.

Es wird davon ausgegangen, dass die geringste wirksame Dosis für Kinder höher ist als für

Erwachsene. Vorsicht ist geboten bei der Verabreichung von hohen Dosen, weil ebenfalls davon

ausgegangen wird, dass die höchste tolerierte Dosis für Kinder geringer ist als für Erwachsene. Die

meisten Nebenwirkungen (vor allem Tachykardie) werden bei Dosierungen größer als oder gleich 7,5

Mikrogramm/kg/Minute beobachtet, aber es ist ausreichend, die Dosis der Dobutamininfusion zu

verringern oder zu beenden, um unerwünschte Wirkungen rasch zu beenden.

Eine große Variabilität wurde bei pädiatrischen Patienten für die Plasmakonzentration beobachtet,

die für eine hämodynamische Antwort (Schwellenwert) und das Verhältnis der hämodynamischen

Antwort zu steigenden Plasmakonzentrationen erforderlich ist. Dies zeigt, dass die erforderliche

Dosis für Kinder nicht a priori festzulegen ist und titriert werden sollte, um der vermutlich geringeren

therapeutischen Breite bei Kindern Rechnung zu tragen.

Es wird empfohlen, vor dem Absetzen von Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml die Dosis

schrittweise zu reduzieren!

Dosierung für Infusionspumpen

1 Durchstechflasche mit 50 ml Infusionslösung (250 mg Dobutamin)

Dosierungsbereich

Angaben in ml/Std.

(ml/min)

Patientengewicht

50 kg

70 kg

90 kg

Niedrig

2,5 µg/kg/min

ml/Std.

(ml/min)

(0,025)

(0,035)

(0,045)

Mittel

5 µg/kg/min

ml/Std.

(ml/min)

(0,05)

(0,07)

(0,09)

Hoch

10 µg/kg/min

ml/Std.

(ml/min)

(0,10)

(0,14)

10,8

(0,18)

Dosierung für Dauerinfusionsgeräte

1 Durchstechflasche mit 50 ml Infusionslösung (250 mg Dobutamin) auf 500 ml Lösungsvolumen*

Dosierungsbereich

Angaben in ml/Std. *

(Tropfen/min)*

Patientengewicht

50 kg

70 kg

90 kg

Niedrig

2,5 µg/kg/min

ml/Std.

(Tropfen/min)

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Mittel

5 µg/kg/min

ml/Std.

(Tropfen/min)

(10)

(14)

(18)

Hoch

10 µg/kg/min

ml/Std.

(Tropfen/min)

(20)

(28)

(36)

* Bei doppelter Konzentration, d. h. bei 2-mal 250 mg Dobutamin auf 500 ml bzw. 250 mg auf

250 ml Lösungsvolumen, sind die Infusionsraten zu halbieren.

Wegen der kurzen Halbwertszeit muss Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml als kontinuierliche

intravenöse Infusion verabreicht werden.

Hinweis:

Während der Anwendung von Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml sollten Herzfrequenz, -

rhythmus, Blutdruck, Urinfluss und Infusionsgeschwindigkeit engmaschig überwacht werden. Es

sollten, wenn möglich, Herzminutenvolumen, zentraler Venendruck (ZVD) und pulmonal-kapillärer

Verschlussdruck (PCP) im Verlauf kontrolliert werden.

Art der Anwendung

Zur intravenösen Anwendung.

Zur kontinuierlichen intravenösen Infusion via Infusionspumpe wird auf eine Konzentration von 0,5

bis 1 mg/ml (max. 5 mg/ml bei Flüssigkeitsbeschränkung) mit 5%iger Glucose-, 0,9%iger

Natriumchlorid- oder einer Ringerlösung verdünnt. Lösungen höherer Konzentrationen sollten nur

über einen zentralen Venenkatheter infundiert werden. Die intravenöse Infusion von Dobutamin ist

inkompatibel mit Bikarbonat und anderen stark alkalischen Lösungen.

Neugeborenen-Intensivstation: Verdünnen Sie eine Menge von 30 mg/kg Körpergewicht bis zu einem

Endvolumen von 50 ml Infusionslösung. Eine intravenöse Infusionsrate von 0,5 ml/h ergibt eine

Dosis von 5 µg/kg/Minute.

Die Herstellung der gebrauchsfertigen Infusionslösung sollte erst unmittelbar vor Anwendung

erfolgen. Diese Lösung muss innerhalb von 24 Stunden aufgebraucht sein bzw. darf danach nicht

mehr verwendet werden.

Lösungen, die Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml enthalten, können eine rosa Färbung

aufweisen, die mit der Zeit kräftiger wird. Dies beruht auf einer leichten Oxidation des Wirkstoffes.

Doch tritt kein wesentlicher Aktivitätsverlust auf, wenn die vorgeschriebenen Aufbewahrungshinweise

beachtet werden.

Die Dauer der Infusionsbehandlung richtet sich nach den klinischen Erfordernissen und ist vom Arzt zu

bestimmen.

4.3

Gegenanzeigen

Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml darf nicht angewendet werden bei:

Überempfindlichkeit gegenüber Dobutamin oder einem der sonstigen Bestandteile

mechanischer Behinderung der ventrikulären Füllung und/oder des Ausflusses wie z. B.

Perikardtamponade, Perikarditis constrictiva, hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie,

schwerer Aortenstenose

hypovolämischen Zuständen

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gleichzeitiger Gabe von MAO-Hemmstoffen, da hierunter lebensbedrohliche Nebenwirkungen

auftreten können (z. B. hypertensive Krisen, Kreislaufversagen, Rhythmusstörungen und

intrakranielle Blutungen).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Bei ununterbrochener Anwendung über mehr als 72 Stunden können Toleranzphänomene auftreten, die

eine Dosissteigerung erforderlich machen.

Unter Dobutamin-Therapie wurde eine regionale Zu- oder Abnahme des koronaren Blutflusses

beobachtet, die den myokardialen Sauerstoffbedarf verändern kann. Bei Patienten mit schwerer

koronarer Herzerkrankung kann eine Verschlechterung des Krankheitsbildes auftreten, insbesondere

wenn eine Dobutamin-Therapie mit einem wesentlichen Anstieg der Herzfrequenz und/oder des

Blutdrucks einhergeht. Der Einsatz von Dobutamin am ischämischen Herzen ist, wie bei allen positiven

inotropen Substanzen, daher im Einzelfall abzuwägen.

Vorsicht ist geboten bei Vorhofflattern oder –flimmern (Auslösung von supraventrikulären

Tachyarrhythmien möglich), ventrikulären Extrasystolen (Exazerbation möglich), vorbestehender

Hypertonie (gesteigerte Blutdruckreaktion möglich), Hyperthyreose (erhöhte Empfindlichkeit gegen

Katecholamine).

Dobutamin kann mit der HPLC-Bestimmungsmethode von Chloramphenicol interferieren.

Kinder und Jugendliche

Dobutamin wurde Kindern mit durch geringes Herzzeitvolumen bedingter Hypoperfusion

verabreicht, die von dekompensiertem Herzversagen, Herzchirurgie sowie kardiogenem und

septischem Schock herrühren. Manche der hämodynamischen Wirkungen von

Dobutaminhydrochlorid bei Kindern können quantitativ und qualitativ verschieden von denen bei

Erwachsenen sein. Eine Zunahme bei Herzfrequenz und Blutdruck scheint bei Kindern häufiger

aufzutreten und intensiver zu sein als bei Erwachsenen. Der Wedge-Druck nimmt bei Kindern

möglicherweise nicht ab wie bei Erwachsenen, sondern könnte möglicherweise zunehmen, besonders

bei Kindern unter einem Jahr. Es wurde berichtet, dass das kardiovaskuläre System von

Neugeborenen auf Dobutamin weniger sensibel reagiert und dass eine blutdrucksenkende Wirkung

öfters bei erwachsenen Patienten als bei kleinen Kindern beobachtet wird. Entsprechend sollte der

Gebrauch von Dobutamin bei Kindern unter Berücksichtigung dieser pharmakodynamischen

Eigenschaften engmaschig überwacht werden.

Eine Durchstechflasche Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml enthält ca. 6,9 mmol (158,7 mg)

Natrium. Dies entspricht 7,94 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen

täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g. Dies ist zu berücksichtigen bei Personen unter

Natrium kontrollierter (natriumarmer/-kochsalzarmer) Diät.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Durch kompetitive Hemmung am Rezeptor können die katecholaminergen Effekte von Dobutamin bei

gleichzeitiger Verabreichung eines Beta-Rezeptorenblockers abgeschwächt sein. Zusätzlich können die

dann überwiegenden alpha-Effekte zu einer peripheren Vasokonstriktion mit konsekutivem

Blutdruckanstieg führen.

Bei gleichzeitiger alpha-Rezeptorenblockade können die dann überwiegenden beta-mimetischen Effekte

zu zusätzlicher Tachykardie und peripherer Vasodilatation führen.

Überwiegend venös angreifende Vasodilatatoren (z. B. Nitrate, Nitroprussid-Natrium) können in

Kombination mit Dobutamin zu einem höheren Anstieg des Herzminutenvolumens sowie einem

Seite 4 von 11

ausgeprägteren Abfall des peripheren Gefäßwiderstandes und des ventrikulären Füllungsdrucks als bei

Anwendung der Einzelsubstanzen führen.

Die Verabreichung von Dobutamin kann bei diabetischen Patienten zu einem erhöhten Insulinbedarf

führen. Bei Diabetikern sollten daher zu Beginn der Dobutamintherapie, bei Änderung der

Infusionsgeschwindigkeit und bei Abbruch der Infusion die Glukosespiegel kontrolliert und ggf. die

erforderliche Insulindosis angepasst werden.

Die gleichzeitige Gabe von ACE-Inhibitoren (z. B. Captopril) und hohen Dosen von Dobutamin kann zu

einem Anstieg des Herzminutenvolumens führen, der mit einem erhöhten myokardialen

Sauerstoffverbrauch einhergeht. Über das Auftreten von Thoraxschmerzen und Rhythmusstörungen

wurde in diesem Zusammenhang berichtet.

Dobutamin bewirkt in Kombination mit Dopamin - abhängig von der Dopamindosis und im Gegensatz

zu seiner alleinigen Gabe - einen deutlicheren Anstieg des Blutdrucks sowie ein Absinken bzw. keine

Änderung des ventrikulären Füllungsdruckes.

Die gleichzeitige Gabe von MAO-Hemmstoffen ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

4.6

Schwangerschaft und Stillzeit

Da keine Erfahrungen zur Sicherheit einer Anwendung während der Schwangerschaft vorliegen, sollte

Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml bei Schwangeren nur bei vitaler Indikation eingesetzt

werden, wenn keine risikoärmere Behandlung zur Verfügung steht. Wird eine Behandlung während der

Stillzeit erforderlich, sollte das Stillen für die Dauer der Behandlung unterbrochen werden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend.

Dieses Arzneimittel wird nur bei Patienten in lebensbedrohlichen Zuständen angewendet.

4.8

Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

≥1/10

Häufig: ≥1/100 bis <1/10

Gelegentlich:

≥1/1.000 bis <1/100

Selten: ≥1/10.000 bis <1/1.000

Sehr selten:

<1/10.000

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Herzerkrankungen:

Sehr häufig

: Anstieg der Herzfrequenz von ≥ 30 Schlägen/Min

Häufig

: Blutdruckanstieg von ≥ 50 mmHg. Bei Patienten mit arterieller Hypertonie ist mit einem

stärkeren Blutdruckanstieg zu rechnen.

Blutdruckabfall, ventrikuläre Rhythmusstörungen, dosisabhängig ventrikuläre Extrasystolen.

Erhöhte Kammerfrequenz bei Patienten mit Vorhofflimmern, bei diesen Patienten wird eine

Digitalisierung vor der Dobutamin-Infusion empfohlen. Vasokonstriktion vor allem bei Patienten,

die zuvor mit Beta-Rezeptorenblockern behandelt wurden.

Pectanginöse Beschwerden, Herzklopfen

Gelegentlich

: Ventrikuläre Tachykardien, Kammerflimmern

Sehr selten

: Bradykardie, Myokardischämie, Myokardinfarkt, Herzstillstand.

Seite 5 von 11

Kinder: ausgeprägterer Anstieg von Herzfrequenz und/oder Blutdruck sowie einer geringeren

Abnahme des pulmonalen Kapillardruckes als bei Erwachsenen. Anstiege des pulmonalen

Kapillardruckes bei Kindern unter einem Jahr.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Häufig

: Eosinophilie, Thrombozytenaggregationshemmung (nur bei kontinuierlicher Infusion über

Tage).

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig

Kopfschmerzen.

Erkrankung der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig

: Bronchospasmus, Kurzatmigkeit.

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes

Häufig

: Übelkeit.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig

: Vermehrter Harndrang bei hohen Dosierungen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig

: Hautausschlag

Sehr selten

: petechiale Blutungen.

Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig

: Thoraxschmerzen.

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Sehr selten

Hypokaliämie.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig:

Fieber, Phlebitis an der Infusionsstelle.

Bei versehentlich paravenöser Infiltration kann es zu lokalen Entzündungen unterschiedlichen

Schweregrades kommen.

Sehr selten

: Hautnekrosen.

Kinder und Jugendliche

Nebenwirkungen umfassen die Erhöhung des systolischen Blutdrucks, systemische Hypertonie oder

Hypotonie, Tachykardie, Kopfschmerzen, und Erhöhung des Linkskammerdrucks, der zu

Lungenstauung und Lungenödem führen kann, und symptomatische Beschwerden.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, D-53173 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

a) Symptome einer Überdosierung

Seite 6 von 11

Die Symptome sind im Allgemeinen durch eine übermäßige Stimulation der Beta-Rezeptoren bedingt.

Sie können sich durch Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Tremor, Ängstlichkeit, Palpitationen,

Kopfschmerzen, Angina-pectoris-Beschwerden und unspezifische Thoraxschmerzen äußern. Die positiv

inotrope und chronotrope kardiale Wirkung kann zu Hypertonie, supraventrikulären und ventrikulären

Herzrhythmusstörungen bis hin zu Kammerflimmern sowie Myokardischämien führen. Durch periphere

Vasodilatation kann eine Hypotonie auftreten.

b) Therapiemaßnahmen bei Überdosierung

Dobutamin Liquid Fresenius 250 mg/50 ml wird rasch verstoffwechselt und hat nur eine kurze

Wirkdauer (Halbwertzeit 2 - 3 Minuten).

Als Erstes sollte bei einer Überdosierung die Zufuhr von Dobutamin unterbrochen werden.

Gegebenenfalls muss sofort mit Reanimationsmaßnahmen begonnen werden. Unter

intensivmedizinischen Bedingungen hat eine Überwachung und gegebenenfalls Korrektur der vitalen

Parameter zu erfolgen, für ausgeglichene Blutgase und Serumelektrolyte ist zu sorgen.

Schwere ventrikuläre Herzrhythmusstörungen lassen sich durch die Gabe von Lidocain oder eines Beta-

Rezeptorenblockers (z. B. Propranolol) behandeln.

Bei hypertoner Blutdruckreaktion ist gewöhnlich eine Reduktion der Dosis oder Absetzen der Infusion

ausreichend.

Bei peroraler Aufnahme ist das Ausmaß der Resorption aus dem Mund oder Gastrointestinaltrakt nicht

vorhersagbar.

Sollte versehentlich eine perorale Aufnahme erfolgt sein, kann möglicherweise durch die Gabe von

Aktivkohle die Resorption vermindert werden, die häufig wirkungsvoller als die Gabe vom Emetika

oder Magenspülung ist.

Der Nutzen von forcierter Diurese, Peritonealdialyse, Hämodialyse oder Hämoperfusion mittels

Aktivkohle ist bei Dobutaminüberdosierungen nicht belegt.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: synthetisches Katecholamin/positives Inotropikum

ATC-Code: C01CA07

Dobutamin ist ein synthetisches, sympathomimetisches Amin, strukturell dem Isoproterenol und

Dopamin verwandt, und wird als Racemat verabreicht. Die positive Inotropie erklärt sich überwiegend

durch die agonistische Wirkung auf kardiale beta

-, aber auch auf alpha

-Rezeptoren; es kommt zur

Kontraktilitätssteigerung mit Anstieg des Schlagvolumens und des Herzminutenvolumens.

Dobutamin besitzt auch eine agonistische Wirkung auf beta

-, und in geringerem Maße, alpha

Rezeptoren in der Peripherie.

Entsprechend dem pharmakologischen Wirkprofil treten positiv chronotope sowie Effekte auf das

periphere Gefäßsystem auf, diese sind jedoch weniger ausgeprägt als bei anderen Katecholaminen.

Die hämodynamischen Effekte sind dosisabhängig: Das Herzminutenvolumen nimmt überwiegend

durch einen Anstieg des Schlagvolumens zu, eine Erhöhung der Herzfrequenz wird insbesondere bei

höheren Dosierungen beobachtet. Der linksventrikuläre Füllungsdruck und der systemische

Gefäßwiderstand nehmen ab, bei höheren Dosen auch der pulmonale Gefäßwiderstand. Gelegentlich

kann auch eine geringfügige Zunahme des systemischen Gefäßwiderstandes beobachtet werden, eine

Zunahme des Blutdrucks wird durch den Volumenanstieg infolge der Steigerung der

Herzauswurfleistung erklärt.

Dobutamin wirkt direkt, unabhängig von synaptischen Katecholaminkonzentrationen, greift nicht am

Dopaminrezeptor an und beeinflusst nicht, wie z. B. Dopamin, die Freisetzung endogenen

Norepinephrins.

Seite 7 von 11

Die Sinusknotenerholungszeit und die AV-Überleitungszeit nehmen ab. Dobutamin kann zu einer

Arrhythmieneigung führen. Bei längerer ununterbrochener Anwendung als 72 Stunden sind

Toleranzerscheinungen beobachtet worden. Dobutamin beeinflusst Thrombozytenfunktionen. Wie alle

positiv inotropen Substanzen erhöht Dobutamin den myokardialen Sauerstoffbedarf. Über die Senkung

des pulmonalen Gefäßwiderstandes und die Mehrdurchblutung auch hypoventilierter Alveolargebiete

(pulmonale "Shunt"-Bildung) kann es in manchen Fällen auch zu einem relativ verminderten

Sauerstoffangebot kommen. Die Zunahme des Herzminutenvolumens und konsekutive Zunahme des

koronaren Blutflusses kompensieren in der Regel diese Effekte und führen, im Vergleich zu anderen

positiv inotropen Substanzen, eher zu einer günstigen Sauerstoffbilanz.

Die Anwendung von Dobutamin bei Herzinsuffizienz und gleichzeitig bestehender akuter oder

chronischer Myokardischämie soll in Dosierungen erfolgen, die einen wesentlichen Herzfrequenz-

und/oder Blutdruckanstieg vermeiden, da anderenfalls, insbesondere bei relativ guter Ventrikelfunktion,

eine Zunahme der Ischämie nicht auszuschließen ist.

Dobutamin hat keinen direkten dopaminergen Effekt auf die Nierendurchblutung.

Kinder und Jugendliche

Dobutamin zeigt inotropische Wirkungen bei Kindern, aber die hämodynamische Antwort ist etwas

anders als bei Erwachsenen. Obwohl die Herzleistung bei Kindern steigt, gibt es eine Tendenz, dass

der systemische vaskuläre Widerstand und der ventrikuläre Fülldruck weniger sinken und dass die

Herzfrequenz und der arterielle Blutdruck bei Kindern mehr steigen als bei Erwachsenen. Der

Wedge-Druck könnte während der Infusion von Dobutamin bei Kindern unter 12 Monaten steigen.

Die Steigerung des Herzzeitvolumens scheint bei i.v.-Infusionsraten ab 1,0 Mikrogramm/kg/Minute,

Steigerung des systolischen Blutdrucks ab 2,5 Mikrogramm/kg/Minute, und Änderungen der

Herzfrequenz ab 5,5 Mikrogramm/kg/Minute zu beginnen.

Die Steigerung der Dobutamin-Infusionsgeschwindigkeit von 10 auf 20 Mikrogramm/kg/Minute führt

normalerweise zu weiteren Steigerungen des Herzzeitvolumens.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Wirkung setzt 1 - 2 Minuten nach Infusionsbeginn ein, bei kontinuierlicher Infusion werden Steady-

State-Plasmaspiegel jedoch erst nach 10 - 12 Minuten erreicht. Die Steady-State-Plasmaspiegel nehmen

dosisabhängig linear mit der Infusionsgeschwindigkeit zu.

Die Halbwertzeit beträgt 2 - 3 Minuten, das Verteilungsvolumen 0,2 l/kg KG, die Plasmaclearance ist

unabhängig vom Herzminutenvolumen und beträgt 2,4 l/min/m

. Dobutamin wird überwiegend im

Gewebe und in der Leber verstoffwechselt. Die Metabolisierung erfolgt im Wesentlichen zu

konjugierten Glucoroniden sowie zu dem pharmakologisch inaktiven 3-O-Methyl-Dobutamin. Die

Ausscheidung erfolgt über Nieren und Galle; über 2/3 der Dosis werden als Glucoronide und als 3-O-

Methyl-Dobutamin über den Urin eliminiert.

Kinder und Jugendliche

Bei den meisten pädiatrischen Patienten gibt es eine logarithmische Beziehung zwischen der

Dobutaminkonzentration des Plasmas und der hämodynamischen Antwort, die mit einem

Schwellenmodell konsistent ist.

Die Dobutaminausscheidung ist konsistent mit einer Kinetik erster Ordnung für die Dosierung von

0,5 bis 20 Mikrogramm/kg/Minute. Die Plasmakonzentration von Dobutamin kann zwischen

einzelnen pädiatrischen Patienten bei der gleichen Infusionsrate bis zu zweifach variieren. Es besteht

eine große Variabilität sowohl bei der Plasmakonzentration von Dobutamin, die erforderlich ist, um

eine hämodynamische Antwort zu erzeugen, als auch der Geschwindigkeit der hämodynamischen

Antwort auf steigende Plasmakonzentrationen. Deshalb muss in klinischen Situationen die

Infusionsgeschwindigkeit von Dobutamin individuell bestimmt werden.

Seite 8 von 11

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

a) Akute Toxizität

Die intravenöse LD

bei Maus und Ratte beträgt ca. 100 mg/kg KG, beim Hund liegt sie über 40 mg/kg

KG. Die Wirkung tritt sofort ein, in Form eines kurzen Kollapses. Bei überlebenden Tieren ist in den

ersten Stunden eine Überaktivität mit erhöhter Herz- und Atemfrequenz, Mydriasis und Salivation zu

beobachten.

b) Chronische Toxizität / Subchronische Toxizität

In 14-tägigen Untersuchungen zur subchronischen Toxizität wurden 10 mg/kg KG täglich i. v. bei der

Ratte und 15 mg/kg KG 4-mal täglich bzw. 50 µg/kg/min als Dauerinfusion beim Hund als verträgliche

Dosen bestimmt. Kardiotoxische Effekte beim Hund waren mit frühzeitigen EKG-Veränderungen

assoziiert.

Studien über 30 Tage mit intravenöser Verabreichung von Dosen bis zu 24 mg/kg täglich beim Hund

und 80 mg/kg täglich bei der Ratte ergaben bei beiden Tierarten eine dosisabhängige Hypertrophie der

azinären Zellen der Parotis sowie Herzmuskelschäden in den hohen und in geringem Ausmaß in den

mittleren Dosisgruppen. Bei der Ratte führte die höchste Dosis zu 100%iger Mortalität innerhalb von 19

Tagen. Bei 2 mg/kg (Ratte) bzw. 1,4 mg/kg (Hund) traten keine toxischen Effekte auf.

In einer 6-monatigen Untersuchung am Hund mit intravenösen Dosen bis zu 6 mg/kg KG wurden außer

klinischen Symptomen (Tachykardie mit erhöhten Amplituden, Hautflush, Prostration, Emesis, Tremor

und Salivation) keine substanzbedingten Schädigungen festgestellt.

c) Mutagenes und tumorerzeugendes Potential

1. Mutagenität

Es liegen keine Mutagenitätsprüfungen vor. Das mutagene Potential von Dobutamin kann daher nicht

beurteilt werden.

2. Tumorerzeugendes Potential

Es liegen keine Untersuchungen zur Kanzerogenität vor.

Reproduktionstoxizität

Untersuchungen an Ratten und Kaninchen haben keine Hinweise auf teratogene Wirkungen ergeben.

Bei Ratten wurden bei Dosen im maternaltoxischen Bereich Störungen der Implantation sowie prä- und

postnatale Wachstumsretardierungen der Nachkommen beobachtet. Bei männlichen und weiblichen

Ratten hatte Dobutamin keine Auswirkungen auf die Fertilität.

Studien über die Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen für den Menschen nicht vor. In

einem Fall mit kurzzeitiger Anwendung in der 18. Schwangerschaftswoche wurde ein gesundes Kind

geboren.

Lokale Toxizität

Bei intravenösen Einzel- und Mehrfachinjektionen sowie Dauerinfusion über mehrere Tage bei

Hunden, Ratten und Kaninchen traten keine unerwünschten Nebenwirkungen an der Injektionsstelle

auf.

Die intramuskuläre Applikation an Kaninchen (M. longissimus dorsi) und ein in vitro Hämolysetest an

Hundeblut ergaben keine besondere Empfindlichkeit.

Seite 9 von 11

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile:

Natriumchlorid, Ascorbinsäure, Natriumhydroxid, Salzsäure, Wasser für Injektionszwecke

6.2

Inkompatibilitäten

Bekannte physikalische Unverträglichkeiten bestehen mit:

- alkalischen Lösungen (z. B. Natriumhydrogencarbonat)

- Lösungen, die sowohl Natriumdisulfit als auch Ethanol enthalten

- Aciclovir

- Alteplase

- Aminophyllin

- Bretylium

- Calciumchlorid

- Calciumgluconat

- Cefamandolformiat

- Cephalotin-Natrium

- Cephazolin-Natrium

- Diazepam

- Digoxin

- Etacrynsäure (Na-Salz)

- Furosemid

- Heparin-Natrium

- Hydrogencortisonnatriumsuccinat

- Insulin

- Kaliumchlorid

- Magnesiumsulfat

- Penicillin

- Phenytoin

- Streptokinase

- Verapamil

6.3

Dauer der Haltbarkeit

15 Monate

Aufbewahrungsbedingungen nach Anbruch oder Zubereitung

Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde für 24 Stunden bei

22 °C nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort

verwendet werden.

Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer

und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

Nicht zur Mehrfachentnahme bestimmt.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern.

Aufbewahrungsbedingungen nach Verdünnung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

Seite 10 von 11

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Durchsichtige Durchstechflaschen mit 50 ml Infusionslösung.

Packungen mit 1x 50 ml und 10 x 50 ml Infusionslösung.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Fresenius Kabi Deutschland GmbH

D-61346 Bad Homburg

Tel.: +49 6172 686 8200

Fax: +49 6172 686 8239

E-Mail: kundenberatung@fresenius-kabi.de

8.

ZULASSUNGSNUMMER

32903.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

29.04.1996 / 16.02.2005

10.

STAND DER INFORMATION

Juli 2018

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig.

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