Digitoxin AWD 0,07 Tablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Digitoxin
Verfügbar ab:
TEVA GmbH
ATC-Code:
C01AA04
INN (Internationale Bezeichnung):
Digitoxin
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Digitoxin 0.07mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
3000655.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Digitoxin AWD 0,07

0,07 mg/Tablette

Wirkstoff: Digitoxin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Digitoxin AWD 0,07 und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Digitoxin AWD 0,07 beachten?

Wie ist Digitoxin AWD 0,07 einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Digitoxin AWD 0,07 aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Digitoxin AWD 0,07 und wofür wird es angewendet?

Digitoxin AWD 0,07 ist ein herzwirksames Glykosid aus Digitalis purpurea.

Digitoxin AWD 0,07 wird angewendet bei

manifester chronischer Herzmuskelschwäche (auf Grund systolischer Funktionsstörung)

schneller Form einer Herzrhythmusstörung bei Vorhofflimmern/Vorhofflattern (Tachyarrhythmia

absoluta)

anfallsartigem (paroxysmalem) Vorhofflimmern/Vorhofflattern.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Digitoxin AWD 0,07 beachten?

Digitoxin AWD 0,07 darf nicht angewendet werden

wenn Sie allergisch gegen Digitoxin, andere herzwirksame Glykoside oder einen der in

Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

bei Verdacht auf eine Vergiftung mit Herzglykosiden

bei von den Herzkammern ausgehender beschleunigter Herzschlagfolge (Kammertachykardie

oder Kammerflimmern)

bei AV-Block II. oder III. Grades, pathologischer Sinusknotenfunktion (ausgenommen bei

Schrittmacher-Therapie)

Carotissinussyndrom

bei einer geplanten elektrischen Kardioversion (Regularisierung der Herzschlagfolge)

bei akzessorischen atrioventrikulären Leitungsbahnen (z. B. WPW-Syndrom) oder Verdacht auf

solche

wenn Sie an Kaliummangel im Blut (Hypokaliämie) leiden

bei erhöhtem Calciumspiegel im Blut (Hyperkalziämie), Magnesiummangel im Blut

(Hypomagnesiämie)

wenn Sie an einer Herzmuskelerkrankung mit Verengung der Ausflussbahn (hypertrophe

Kardiomyopathie mit Obstruktion) leiden

bei krankhafter Ausweitung der Hauptschlagader (Aorta) im Bereich des Brustkorbes

(thorakales Aortenaneurysma)

bei gleichzeitiger intravenöser Gabe von Kalziumsalzen (siehe „Einnahme von Digitoxin AWD

0,07 zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Digitoxin AWD 0,07 einnehmen bei:

verlangsamter Herzschlagfolge (Puls unter 50 Schläge/min) infolge von Erregungsbildungs-

und/oder -leitungsstörungen, AV-Block I. Grades

erhöhtem Kaliumspiegel im Blut, da vermehrt Erregungsbildungs- und -leitungsstörungen

auftreten können

älteren Patienten oder wenn anzunehmen ist, dass die Ausscheidung von Digitoxin über die Niere

vermindert ist (siehe auch 3. „Wie ist Digitoxin AWD 0,07 einzunehmen?“)

Schilddrüsenerkrankungen (bei einer Unterfunktion der Schilddrüse sollten Aufsättigungs- und

Erhaltungsdosis verringert werden, bei einer Überfunktion kann eine Dosiserhöhung erforderlich

sein)

akutem Herzinfarkt (Patienten mit akutem Herzinfarkt haben z. B. häufig verringerte

Kaliumspiegel im Blut und/oder neigen zu Herzrhythmusstörungen)

akuter Herzmuskelentzündung, Cor pulmonale oder Sauerstoffunterversorgung (Hypoxämie)

infolge schwerer Atemwegserkrankung, da eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Digitalis-

Glykosiden besteht

Patienten, die in den vorangegangenen 2 Wochen Herzglykoside erhalten haben. Hier kann eine

verringerte Aufsättigungsdosierung nötig sein.

Es bestehen erhebliche interindividuelle Unterschiede der Glykosidempfindlichkeit.

Eine erhöhte Glykosidempfindlichkeit besteht z. B. bei Patienten höheren Lebensalters,

Schilddrüsenunterfunktion, Sauerstoffunterversorgung (Hypoxämie), Herzmuskelentzündung, akutem

Herzinfarkt, Störungen des Säure-, Basen- und Elektrolythaushaltes. Entsprechende Patienten bzw.

Krankheitsbilder sollten mit reduzierter Glykosiddosierung behandelt und sorgfältig überwacht

werden.

Eine Digitoxin-Toxizität kann sich durch das Auftreten von Herzrhythmusstörungen äußern, von

denen einige solchen Herzrhythmusstörungen ähneln können, für die das Arzneimittel therapeutisch

angezeigt sein könnte. Z. B. ist besondere Vorsicht erforderlich bei Vorhoftachykardie mit

wechselndem AV-Block, da der Rhythmus klinisch einem Vorhofflimmern entspricht.

Digitoxin kann ST-T-Veränderungen im EKG verursachen, ohne dass gleichzeitig eine Verminderung

der Durchblutung des Herzmuskels (Myokardischämie) vorliegt.

Für die Beurteilung, ob ein unerwünschtes Ereignis auf Digitoxin zurückzuführen ist, sollte der

klinische Zustand des Patienten zusammen mit den Serum-Kalium-Spiegeln sowie der Nieren- und

Schilddrüsenfunktion als wichtigste Faktoren herangezogen werden.

Bei Kaliummangel wird das Myokard für Digitoxin sensibilisiert, obwohl die Digitoxin-Serum-

Konzentration im therapeutischen Bereich liegen kann.

Ein Kaliummangel kann z. B. auftreten durch Dialyse, Absaugen von Magen-Darm-Sekret,

Unterernährung, Durchfall, längeres Erbrechen sowie bei hohem Alter oder bei langfristig bestehender

Herzinsuffizienz (z. B. infolge von Diuretikatherapie).

Im Allgemeinen sollten schnelle Änderungen der Serum-Kalium-Konzentration oder anderer

Elektrolyte (z. B. Magnesium, Calcium) vermieden werden.

Eine Nierenfunktionsstörung ist einer der häufigsten Gründe für die Auslösung einer

Digitalisintoxikation.

Kontrollen der Serum-Elektrolyte sowie der Nierenfunktion sollten in regelmäßigen Abständen (in

Abhängigkeit vom klinischen Zustand) erfolgen.

Einnahme von Digitoxin AWD 0,07 zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Als Vorsichtsmaßnahme sollte bei jeglicher zusätzlicher Therapie die Möglichkeit einer Interaktion

berücksichtigt werden. Im Zweifelsfall sollten die Digitoxin-Serum-Spiegel überprüft werden.

Folgende Wechselwirkungen von Digitoxin AWD 0,07 mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten

Die Wirkung von Digitoxin AWD 0,07 kann durch andere Medikamente verstärkt oder abgeschwächt

werden.

Eine Übersicht von Wechselwirkungen gibt die nachstehende Tabelle.

Wirkungsverstärkung:

Calcium (darf nicht i.v. injiziert werden)

Verstärkung der Glykosidtoxizität

Arzneimittel, die das Elektrolyt-Gleichgewicht

beeinflussen, wie z. B. Diuretika (gerade im

Hinblick auf Kaliuretika), Abführmittel

(Missbrauch), Benzylpenicillin, Amphotericin

B, Carbenoxolon, Korticosteroide, ACTH,

Salicylate, Lithiumsalze

Verstärkung der Glykosidtoxizität durch

medikamentös bedingte Verminderung der

Kaliumspiegel bzw. Magnesiumspiegel im Blut

Arzneimittel, die den Abbau in der Leber

verlangsamen, wie bestimmte Antibiotika (z. B.

Makrolide), bestimmte Arzneimittel gegen

Pilzerkrankungen (z. B. Itraconazol),

Steroidhormone (z. B. Prednison, Danazol),

bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen

(z. B. Fluoxetin), Proteaseinhibitoren

(Arzneimittel zur Behandlung einer HIV-

Infektion), wie z. B. Indinavir, Ritonavir;

Calciumantagonisten (z. B. Verapamil,

Nifedipin, Diltiazem) oder bestimmte

Arzneimittel zur Behandlung von

Herzrhythmusstörungen (z. B. Amiodaron)

Erhöhung der Digitoxin-Serum-Konzentration

(geringer ausgeprägt als unter Digoxin)

Arzneimittel, die ein bestimmtes

Transportprotein (P-Glykoprotein) hemmen,

wie bestimmte Antibiotika (z. B. Makrolide,

Tetrazykline) oder Chinidin (Arzneimittel zur

Behandlung von Herzrhythmusstörungen)

Erhöhung der Digitoxin-Serum-Konzentration

Antibiotika, die den Abbau von Digitoxin durch

ein bestimmtes Bakterium (E. lentum) hemmen

(dies trifft nur für 10 % der Bevölkerung zu),

wie Makrolide, Carbapeneme und ß-

Lactamantibiotika

Erhöhung der Digitoxin-Serum-Konzentration

-Blocker

Verstärkung der bradykardisierenden (Herzschlag-

verlangsamenden) Wirkung von Digitoxin

Muskelrelaxantien (z. B.

Suxamethoniumchlorid, Pancuronium),

Reserpin, trizyklische Antidepressiva,

Sympathomimetika, Phosphodiesterasehemmer

(z. B. Theophyllin), Lithium [bei Patienten mit

gestörter Erregungsleitung zwischen

Sinusknoten und Herzvorhof (sinuatrialem

Block)]

Begünstigung von Herzrhythmusstörungen

Wirkungsabschwächung:

Kaliumspiegel-erhöhende Arzneimittel (z. B.

Spironolacton, Kaliumcanrenoat, Amilorid,

Triamteren, Kaliumsalze)

Verminderung der positiv inotropen Wirkung

(Steigerung der Kontraktionskraft) von Digitoxin

und Begünstigung von Herzrhythmusstörungen

Aktivkohle, Colestyramin, Colestipol, Kaolin-

Pektin, einige Füll- oder Quell-Abführmittel

(Laxantien)

Verminderung der Glykosidresorption durch

Bindung - daher Digitoxin AWD 0,07 Tabletten

2 Stunden vorher einnehmen - bzw.

Beschleunigung der Elimination durch

Unterbrechung des Leber-Darm

(enterohepatischen) Kreislaufs

Arzneimittel, die den Abbau in der Leber

beschleunigen oder ein bestimmtes

Transportprotein (P-Glykoprotein) induzieren,

wie z. B.

Phenylbutazon, Phenobarbital,

Phenytoin, Rifampicin, Spironolacton,

Barbiturate

Erniedrigung der Digitoxin-Serum-Konzentration

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Während der Schwangerschaft ist die Patientin besonders sorgfältig zu überwachen und auf eine

individuelle, bedarfsgerechte Dosierung zu achten. Bisherige Erfahrungen mit Digitalis-Glykosiden in

therapeutischen Dosierungen während der Schwangerschaft haben keine Hinweise auf eine

Schädigung des Embryos oder Föten ergeben. Während der letzten Wochen der Schwangerschaft kann

der Glykosidbedarf ansteigen. Nach der Geburt ist dagegen häufig eine Dosisreduzierung angezeigt.

Nach Digitalis-Vergiftungen der Mutter wurde auch beim Föten über Vergiftungserscheinungen

berichtet.

Digitoxin wird in die Muttermilch abgegeben, daher sollte vorsichtshalber abgestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen wird

nicht beeinträchtigt.

Digitoxin AWD 0,07 enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Digitoxin AWD 0,07 erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt

ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

Wie ist Digitoxin AWD 0,07 einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Wegen der geringen therapeutischen Breite von Digitoxin ist eine sorgfältig überwachte Einstellung

auf die individuelle therapeutische Dosis notwendig.

Die Höhe der individuellen Dosierung hängt vom Glykosidbedarf sowie von der Eliminations-

(Ausscheidungs-)geschwindigkeit ab.

Therapeutisch erwünschte Digitoxin-Konzentrationen im Serum liegen in der Regel zwischen 10 und

30 ng/ml.

Die Dosierung sollte individuell - vor allem nach dem Behandlungserfolg - festgelegt werden. Häufig

ist eine tägliche Erhaltungsdosis von 0,07-0,1 mg Digitoxin ausreichend, um effektive Serum-

Digitoxin-Konzentrationen zu erreichen.

Patienten mit einigen besonderen Krankheitsbildern müssen mit reduzierter Glykosiddosierung und

unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung behandelt werden (siehe auch entsprechende Hinweise in 2.

„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Bereits mit Herzglykosiden vorbehandelte Patienten sollten bei Umstellung auf Digitoxin besonders

engmaschig kontrolliert werden.

Eine regelmäßige Kontrolle des klinischen Bildes bei gleichzeitigem Monitoring der Digitoxin-Serum-

Konzentrationen ist zu empfehlen.

Die empfohlene Dosis beträgt

a)

Bei Patienten über 60 Jahre, außer bei stark Muskulösen, bei denen wie unter b) dosiert wird:

mittelschnelle Sättigungsbehandlung über 3 Tage:

z. B. 3-mal täglich 1 Tablette Digitoxin AWD 0,07 (entsprechend 0,21 mg Digitoxin/Tag).

Erhaltungsbehandlung ab 4. Tag:

z. B. 1-mal täglich 1 Tablette Digitoxin AWD 0,07 (entsprechend 0,07 mg Digitoxin/Tag).

Für höhere Dosierungen (z. B. 0,08 mg, 0,1 mg) sind Darreichungsformen mit geeigneterem

Wirkstoffgehalt einzusetzen.

b)

Bei Patienten unter 60 Jahren, außer bei Untergewichtigen, bei denen wie unter a) dosiert wird,

empfiehlt sich eine höhere Dosierung

z. B. Sättigungsdosis:

3-mal täglich 0,1 mg Digitoxin über 3 Tage.

Erhaltungsdosis:

1-mal täglich 0,1 mg Digitoxin.

Es stehen entsprechende Darreichungsformen mit höherem Wirkstoffgehalt zur Verfügung.

Eingeschränkte Leber- und/oder Nierenfunktion

Bei gleichzeitig bestehender schwerer Funktionsstörung der Leber und der Nieren (Insuffizienz) kann

der Digitoxinbedarf vermindert sein.

Auch wird empfohlen, den Digitoxinbedarf bei Patienten mit sehr schwerer Niereninsuffizienz (GFR

< 10 ml/min) insbesondere zu Beginn der Therapie zu überprüfen und ggf. die Dosierung zu

vermindern.

Umstellung von Digoxin auf Digitoxin

Eine vorausgegangene Behandlung mit anderen Herzglykosiden ist bei der Digitoxin-Dosierung zu

berücksichtigen. Bei vorangegangenen Gaben von Digoxin und seinen Derivaten oder anderen

Herzglykosiden ist bei der Umstellung auf die oben genannte Digitoxin AWD 0,07-Form bei

Nierengesunden eine Behandlungspause von 2 Tagen bzw. bei Patienten mit gestörter Nierenfunktion

(z. B. älteren Patienten) eine Behandlungspause von 3 Tagen oder länger einzuhalten.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese im Ganzen

zu schlucken.

Die Tabletten sollten unzerkaut nach einer Mahlzeit mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen

werden.

Es ist unbedingt darauf zu achten, dass dieses Arzneimittel regelmäßig in der vom Arzt verordneten

Menge angewendet wird.

Dauer der Anwendung

Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Digitoxin AWD 0,07 eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit Digitoxin AWD 0,07 benachrichtigen Sie bitte sofort Ihren

Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere einer Überdosierung/Vergiftung über die ggf.

erforderlichen Maßnahmen entscheiden.

Wenn Sie die Einnahme von Digitoxin AWD 0,07 vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Nebenwirkungen können die Symptome einer Überdosierung sein.

Kardiale Nebenwirkungen werden am häufigsten beobachtet. Grundsätzlich ist jede Form von

Störungen der Herzschlagfolge (Herzfrequenz) unter der Therapie mit

Digitoxin AWD 0,07

möglich.

Das Auftreten von Herzrhythmusstörungen wird durch das zusätzliche Vorliegen von

Elektrolytstörungen (Kalium, Kalzium, Magnesium) begünstigt.

Mögliche Nebenwirkungen

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Jede Form von Herzrhythmusstörungen, insbesondere Extraschläge, die von den Herzkammern

ausgehen (Extrasystolen), Kammertachykardien (Bigeminie/Trigeminie = Doppel-

/Dreifachschläge). Schnelle Schlagfolge der Vorhöfe (Vorhoftachykardien) (bei sehr hoher

Dosierung). Erregungsleitungsstörungen zwischen Herzvorhof und Herzkammer (AV-Block I. –

III. Grades), Störungen der Herzschlagfolge (z. B. Verlangsamung der Herzfrequenz

[Bradykardie]).

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Appetitlosigkeit, Übelkeit (das Auftreten von Übelkeit sollte als frühes Zeichen einer übermäßig

hohen Dosierung angesehen werden), Erbrechen, abdominelle Beschwerden (z. B.

Bauchschmerzen), Durchfall

Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Vergrößerung der Brustdrüse beim Mann (Gynäkomastie) (bildet sich nach Absetzen von

Digitoxin AWD 0,07 i.d.R. wieder zurück.)

Psychische Veränderungen (z. B. Alpträume, Agitiertheit, Verwirrtheit) sowie Depressionen,

Sinnestäuschungen (Halluzinationen), Psychosen.

Veränderung des Farbsehens (Grün-/Gelb-Bereich) bereits im therapeutischen Bereich

Muskelschwäche

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Thrombozytopenie

Schmetterlingserythem (Lupus erythematodes)

Allergische Reaktionen bilden sich nach Absetzen von Digitoxin AWD 0,07 in der Regel wieder

zurück. Nesselsuchtartige oder scharlachartige Hautausschläge mit Veränderungen im Blutbild

(ausgeprägter Eosinophilie), Hautrötung (Erythem)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Sprachstörungen (Aphasien), Schwäche, Teilnahmslosigkeit (Apathie), Unwohlsein

Gefäßverschluss im Bauchraum (Mesenterialinfarkt)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Digitoxin AWD 0,07 aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach „Verwendbar bis“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegebenen Monats.

Nicht über 25 °C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu

entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Digitoxin AWD 0,07 enthält

Der Wirkstoff ist Digitoxin.

Jede Tablette enthält 0,07 mg Digitoxin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Lactose-Monohydrat, Talkum, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], Mikrokristalline

Cellulose, Mannitol (Ph.Eur.), Povidon K25, Crospovidon (Typ A), Hochdisperses

Siliciumdioxid, Macrogol 20.000.

Wie Digitoxin AWD 0,07 aussieht und Inhalt der Packung

Digitoxin AWD 0,07 Tabletten sind weiß, rund und flach und mit einer einseitigen Bruchkerbe.

Digitoxin AWD 0,07 ist in Packungen zu 50 und 100 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

TEVA GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

89143 Blaubeuren

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Februar 2018.

Versionscode: Z03

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Digitoxin AWD 0,07

0,07 mg/Tablette

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Tablette enthält 0,07 mg Digitoxin.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Lactose

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Tablette

Weiße, runde, flache Tabletten mit einer einseitigen Bruchkerbe

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das Schlucken zu erleichtern, und nicht zum

Teilen in gleiche Dosen.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

manifeste chronische Herzinsuffizienz (auf Grund systolischer Dysfunktion)

Tachyarrhythmia absoluta bei Vorhofflimmern/Vorhofflattern

paroxysmales Vorhofflimmern/Vorhofflattern

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Wegen der geringen therapeutischen Breite von Digitoxin ist eine sorgfältig überwachte Einstellung

auf die individuelle therapeutische Dosis notwendig.

Die Höhe der individuellen Dosierung hängt vom Glykosidbedarf sowie von der

Eliminationsgeschwindigkeit ab.

Die Dosierung sollte individuell - vor allem nach dem Behandlungserfolg - festgelegt werden. Häufig

ist eine tägliche Erhaltungsdosis von 0,07-0,1 mg Digitoxin ausreichend, um effektive Digitoxin-

Serum-Konzentrationen zu erreichen.

Für die Entscheidung über eine eventuelle Dosiserhöhung kann die Bestimmung der Digitoxin-Serum-

Konzentration hilfreich sein. Allerdings sollte bedacht werden, dass der Assay auch auf andere

Glykoside anspricht und somit falsch positive Messergebnisse liefern kann. Eine Beobachtung des

Patienten während eines vorübergehenden Absetzens der Dosierung von Digitoxin könnte daher

geeigneter sein.

Patienten mit einigen besonderen Krankheitsbildern müssen mit reduzierter Glykosiddosierung und

unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung behandelt werden (siehe auch entsprechende Hinweise im

Abschnitt 4.3).

Eine regelmäßige Kontrolle des klinischen Bildes bei gleichzeitigem Monitoring der Digitoxin-Serum-

Konzentrationen ist zu empfehlen.

Im Allgemeinen wird in Abhängigkeit vom Glykosidbedarf in der Praxis mit einer mittelschnellen

Sättigungsbehandlung begonnen. Dafür wird bei Erwachsenen drei Tage lang 0,2-0,3 mg Digitoxin

gegeben. Ab dem 4. Tag erfolgt die Erhaltungsbehandlung mit 0,07-0,1 mg Digitoxin.

Folgende Empfehlungen können als Anhaltspunkte für die Einleitung der Behandlung (Aufsättigung)

und Dauertherapie dienen:

a)

Bei Patienten über 60 Jahre, außer bei stark Muskulösen, bei denen wie unter b) dosiert wird:

mittelschnelle Sättigungsbehandlung über 3 Tage:

z. B. 3-mal täglich 1 Tablette Digitoxin AWD 0,07 (entsprechend 0,21 mg Digitoxin/Tag).

Erhaltungsbehandlung ab 4. Tag:

z. B. 1-mal täglich 1 Tablette Digitoxin AWD 0,07 (entsprechend 0,07 mg Digitoxin/Tag).

Für höhere Dosierungen (z. B. 0,08 mg, 0,1 mg) sind Darreichungsformen mit geeigneterem

Wirkstoffgehalt einzusetzen.

b)

Bei Patienten unter 60 Jahren, außer bei Untergewichtigen, bei denen wie unter a) dosiert wird,

empfiehlt sich eine höhere Dosierung:

z. B. Sättigungsdosis:

3-mal täglich 0,1 mg Digitoxin über 3 Tage.

Erhaltungsdosis:

1-mal täglich 0,1 mg Digitoxin.

Es stehen entsprechende Darreichungsformen mit höherem Wirkstoffgehalt zur Verfügung.

Eingeschränkte Leber- und/oder Nierenfunktion

Bei gleichzeitig bestehender schwerer Leber- und Niereninsuffizienz kann der Digitoxinbedarf

vermindert sein.

Auch wird empfohlen, den Digitoxinbedarf bei Patienten mit sehr schwerer Niereninsuffizienz (GFR

< 10 ml/min) insbesondere zu Beginn der Therapie zu überprüfen und ggf. die Dosierung zu

vermindern.

Umstellung von Digoxin auf Digitoxin

Eine vorausgegangene Behandlung mit anderen Herzglykosiden ist bei der Digitoxin-Dosierung zu

berücksichtigen. Bei vorangegangenen Gaben von Digoxin und seinen Derivaten oder anderen

Herzglykosiden ist bei der Umstellung auf die oben genannte Digitoxin AWD 0,07-Form bei

Nierengesunden eine Behandlungspause von 2 Tagen bzw. bei Patienten mit gestörter Nierenfunktion

(z. B. älteren Patienten) eine Behandlungspause von 3 Tagen oder länger einzuhalten.

Bereits mit Herzglykosiden vorbehandelte Patienten sollten bei Umstellung auf Digitoxin besonders

engmaschig kontrolliert werden.

Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

Die Digitalis-Bedürftigkeit des Patienten sollte bei Langzeittherapie durch kontrollierte

Auslassversuche überprüft werden.

Digitoxin AWD 0,07 sollte vorzugsweise nach einer Mahlzeit unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit

eingenommen werden.

Es ist unbedingt darauf zu achten, dass dieses Arzneimittel regelmäßig in der vom Arzt verordneten

Menge eingenommen wird.

Überwachung der Serumspiegel

Digitoxin-Serum-Spiegel können mittels Radioimmunoassay bestimmt werden. Die Blutentnahme

sollte vor der täglichen Gabe erfolgen. Die therapeutischen Serumkonzentrationen im Steady state

liegen in der Regel zwischen 10 und 30 ng/ml; höhere Werte insbesondere über 35 ng/ml können mit

toxischen Erscheinungen einhergehen.

Andere Glykoside, Spironolacton und dessen Metaboliten sowie die Metaboliten von Digitoxin

können mit den Radioimmunoassays interferieren. Daher sollten Messwerte, die mit dem klinischen

Zustand des Patienten nicht im Einklang stehen, mit Vorsicht interpretiert werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere herzwirksame Glykoside oder einen der in

Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

Verdacht auf Digitalis-Intoxikation

Kammertachykardie oder Kammerflimmern

AV-Block II. oder III. Grades, pathologische Sinusknotenfunktion (ausgenommen bei

Schrittmacher-Therapie)

vorgesehene elektrische Kardioversion

akzessorische atrioventrikuläre Leitungsbahnen (z. B. WPW-Syndrom) oder Verdacht auf solche

Carotissinussyndrom

Hypokaliämie

Hyperkalziämie, Hypomagnesiämie

hypertrophe Kardiomyopathie mit Obstruktion

thorakales Aortenaneurysma

gleichzeitige intravenöse Gabe von Kalziumsalzen (siehe Abschnitt 4.5)

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich bei

Bradykardie infolge von Erregungsbildungs- und/oder -leitungsstörungen, AV-Block I. Grades

Hyperkaliämie, da vermehrt Erregungsbildungs- und -leitungsstörungen auftreten können

älteren Patienten oder wenn anzunehmen ist, dass die renale Clearance von Digitoxin vermindert

ist (siehe auch Abschnitt 4.2)

Schilddrüsenerkrankungen (bei einer Hypothyreose sollten Aufsättigungs- und Erhaltungsdosis

verringert werden; bei einer Hyperthyreose kann eine Dosiserhöhung erforderlich sein)

akutem Myokardinfarkt (Patienten mit akutem Myokardinfarkt sind z. B. häufig hypokaliämisch

und/oder neigen zu Herzrhythmusstörungen)

akuter Myokarditis, Cor pulmonale oder Hypoxämie infolge schwerer Atemwegserkrankung, da

eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Digitalis-Glykosiden besteht

Patienten, die in den vorangegangenen 2 Wochen Herzglykoside erhalten haben. Hier kann eine

verringerte Aufsättigungsdosierung nötig sein.

Hinweise:

Es bestehen erhebliche interindividuelle Unterschiede der Glykosidempfindlichkeit.

Eine erhöhte Glykosidempfindlichkeit besteht z. B. bei Patienten höheren Lebensalters, Hypothyreose,

Hypoxämie, Myokarditis, akutem Myokardinfarkt, Störungen des Säure-, Basen- und

Elektrolythaushaltes. Entsprechende Patienten bzw. Krankheitsbilder sollten mit reduzierter

Glykosiddosierung behandelt und sorgfältig überwacht werden.

Eine Digitoxin-Toxizität kann sich durch das Auftreten von Arrhythmien äußern, von denen einige

solchen Arrhythmien ähneln können, für die das Arzneimittel therapeutisch angezeigt sein könnte.

Z. B. ist besondere Vorsicht erforderlich bei Vorhoftachykardie mit wechselndem AV-Block, da der

Rhythmus klinisch einem Vorhofflimmern entspricht.

Digitoxin kann ST-T-Veränderungen im EKG verursachen, ohne dass gleichzeitig eine

Myokardischämie vorliegt.

Für die Beurteilung, ob ein unerwünschtes Ereignis auf Digitoxin zurückzuführen ist, sollte der

klinische Zustand des Patienten zusammen mit den Serum-Kalium-Spiegeln sowie der Nieren- und

Schilddrüsenfunktion als wichtigste Faktoren herangezogen werden.

Bei Kaliummangel wird das Myokard für Digitoxin sensibilisiert, obwohl die Digitoxin-Serum-

Konzentration im therapeutischen Bereich liegen kann.

Ein Kaliummangel kann z. B. auftreten durch Dialyse, Absaugen von Magen-Darm-Sekret,

Unterernährung, Durchfall, längeres Erbrechen sowie bei hohem Alter oder bei chronischer

Herzinsuffizienz (z. B. infolge von Diuretikatherapie).

Im Allgemeinen sollten schnelle Änderungen der Serum-Kalium-Konzentration oder anderer

Elektrolyte (z. B. Magnesium, Calcium) vermieden werden.

Eine Nierenfunktionsstörung ist einer der häufigsten Gründe für die Auslösung einer Digitalis-

Intoxikation.

Kontrollen der Serum-Elektrolyte sowie der Nierenfunktion sollten in regelmäßigen Abständen (in

Abhängigkeit vom klinischen Zustand) erfolgen.

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-

Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wechselwirkungen können resultieren aus einer Beeinflussung der renalen Ausscheidung, der

Bindung an Körpergewebe, der Plasmaproteinbindung, der Verteilung, der Resorptionskapazität des

Darmes und der Empfindlichkeit gegenüber Digitoxin.

Als Vorsichtsmaßnahme sollte bei jeglicher zusätzlicher Therapie die Möglichkeit einer Interaktion

berücksichtigt werden. Im Zweifelsfall sollten die Digitoxin-Serum-Spiegel überprüft werden.

Eine Übersicht von Wechselwirkungen gibt die nachstehende Tabelle.

Wirkungsverstärkung:

Calcium (darf nicht i.v. injiziert werden)

Verstärkung der Glykosidtoxizität

Arzneimittel, die die Elektrolyt-Homöostase

beeinflussen wie z. B. Diuretika (gerade im

Hinblick auf Kaliuretika), Laxantien (Abusus),

Benzylpenicillin, Amphotericin B,

Carbenoxolon, Korticosteroide, ACTH,

Salicylate, Lithiumsalze

Verstärkung der Glykosidtoxizität durch

medikamentös bedingte Hypokaliämie bzw.

Hypomagnesiämie

CYP3A-Inhibitoren, wie bestimmte Antibiotika

(z. B. Makrolide), bestimmte Antimykotika (z. B.

Itraconazol), Steroidhormone (z. B. Prednison,

Danazol), bestimmte Antidepressiva (z. B.

Fluoxetin), Proteaseinhibitoren (z. B. Indinavir,

Ritonavir), Calciumantagonisten (z. B.

Verapamil, Nifedipin, Diltiazem) oder bestimmte

Antiarrhythmika (z. B. Amiodaron)

Erhöhung der Digitoxin-Serum-Konzentration

-Blocker

Verstärkung der bradykardisierenden Wirkung

P-Glykoprotein-Inhibitoren, wie bestimmte

Antibiotika (z. B. Makrolide, Tetrazykline) oder

Chinidin

Erhöhung der Digitoxinserumkonzentration

Antibiotika, die den Abbau von Digitoxin durch

E. lentum hemmen (dies trifft nur für 10 % der

Bevölkerung zu), wie Makrolide, Carbapeneme

und β-Lactamantibiotika

Erhöhung der Digitoxinserumkonzentration

Muskelrelaxantien (z. B. Suxamethoniumchlorid,

Pancuronium) Reserpin, trizyklische

Antidepressiva, Sympathomimetika,

Phosphodiesterasehemmer (z. B. Theophyllin).

Lithium (bei Patienten mit sinuatrialem Block)

Begünstigung von Herzrhythmusstörungen

Wirkungsabschwächung:

Kaliumspiegel-erhöhende Arzneimittel (z. B.

Spironolacton, Kaliumcanrenoat, Amilorid,

Triamteren, Kaliumsalze)

Verminderung der positiv inotropen Wirkung von

Digitoxin und Begünstigung von

Herzrhythmusstörungen

Aktivkohle, Colestyramin, Colestipol, Kaolin-

Pektin, einige Füll- oder Quell-Laxantien

Verminderung der Glykosidresorption durch

Bindung - daher Digitoxin AWD 0,07 Tabletten

2 Stunden vorher einnehmen - bzw.

Beschleunigung der Elimination durch

Unterbrechung des enterohepatischen Kreislaufs

Arzneimittel, die CYP3A oder P-Glycoprotein

induzieren, wie z. B. Phenylbutazon,

Phenobarbital, Phenytoin, Rifampicin,

Spironolacton, Barbiturate

Erniedrigung der Digitoxin-Serum-Konzentration

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Während der Schwangerschaft ist die Patientin besonders sorgfältig zu überwachen und auf eine

individuelle, bedarfsgerechte Dosierung zu achten. Bisherige Erfahrungen mit Digitalis-Glykosiden in

therapeutischen Dosierungen während der Schwangerschaft haben keine Hinweise auf eine

Schädigung des Embryos oder Föten ergeben. Während der letzten Wochen der Schwangerschaft kann

der Glykosidbedarf ansteigen.

Nach der Geburt ist dagegen häufig eine Dosisreduzierung angezeigt. Nach Digitalis-Vergiftungen der

Mutter wurde auch beim Föten über Intoxikationserscheinungen berichtet.

Digitoxin wird in die Muttermilch abgegeben, daher sollte vorsichtshalber abgestillt werden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Digitoxin AWD 0,07 hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8

Nebenwirkungen

Kardiale Nebenwirkungen werden am häufigsten beobachtet. Grundsätzlich ist jede Form von

Herzrhythmusstörungen unter der Therapie mit Digitoxin AWD 0,07 möglich. Das Auftreten von

Herzrhythmusstörungen wird durch das zusätzliche Vorliegen von Elektrolytstörungen (Kalium,

Kalzium, Magnesium) begünstigt.

Systemorganklasse

(MedDRA)

Sehr häufig

(≥ 1/10)

Häufig

(≥ 1/100, < 1/10)

Gelegentlich

(≥ 1/1.000,

< 1/100)

Selten

(≥ 1/10.000,

< 1/1.000)

Herzerkrankungen

Jede Form von

Herzrhythmusstörungen,

insbesondere Extraschläge,

die von den Herzkammern

ausgehen (Extrasystolen),

Kammertachykardien

(Bigeminie/Trigeminie =

Doppel-/Dreifachschläge).

Schnelle Schlagfolge der

Vorhöfe

(Vorhoftachykardien) (bei

sehr hoher Dosierung).

Erregungsleitungsstörungen

zwischen Herzvorhof und

Herzkammer (AV-Block I.

– III. Grades), Störungen

der Herzschlagfolge (z. B.

Verlangsamung der

Herzfrequenz

[Bradykardie]).

Augenerkrankungen

Veränderung des

Farbsehens (Grün-

/Gelb-Bereich)

bereits im

therapeutischen

Bereich

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Appetitlosigkeit,

Übelkeit (das

Auftreten von

Übelkeit sollte als

frühes Zeichen

einer übermäßig

hohen Dosierung

angesehen

werden),

Erbrechen,

Abdominelle

Beschwerden

(z. B.

Bauchschmerzen),

Durchfall

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Muskelschwäche

Endokrine

Erkrankungen

Vergrößerung der

Brustdrüse beim

Mann

(Gynäkomastie)

(bildet sich nach

Absetzen von

Digitoxin AWD

0,07 i. d. R. wieder

zurück.)

Allgemeine

Erkrankungen

und Beschwerden

am Verabreichungsort

Kopfschmerzen,

Müdigkeit,

Schlaflosigkeit

Erkrankungen des

Immunsystems

Allergische

Reaktionen bilden sic

nach Absetzen von

Digitoxin AW

D 0,07

in der Regel wieder

zurück.

Nesselsuchtartige od

scharlachartige

Hautausschläge mit

Veränderungen im

Blutbild

(ausgeprägte

Eosinophilie),

Hautrötung (Erythem

Verminderung der

Blutplättchen

(Thrombozytopenie)

Schmetterlingserythe

(Lupus erythematode

Psychiatrische

Erkrankungen

Psychische

Veränderungen

(z. B. Alpträume,

Agitiertheit,

Verwirrtheit)

sowie

Depressionen,

Sinnestäuschungen

(Halluzinationen),

Psychosen

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome einer Überdosierung

Bei Überdosierung können, individuell verschieden, die allgemein von Digitalis-Glykosiden

bekannten kardialen, gastrointestinalen und zentralnervösen Nebenwirkungen auftreten. Eine typische

Reihenfolge des Auftretens der Symptome gibt es nicht. Extrakardiale und kardiale Symptome können

gleichzeitig oder nacheinander vorkommen, wobei die kardialen Zeichen einer Digitalis-Intoxikation

weitaus ernster zu bewerten sind.

Glykosid-Intoxikationen mit letalem Ausgang sind in der Regel Folge von kardiotoxischen Wirkungen

der Glykoside.

Bei digitalisierten Patienten ist das Auftreten einer Herzrhythmusstörung stets als digitalisbedingt

aufzufassen, solange nicht durch einen Auslassversuch oder eine Serumspiegelbestimmung das

Gegenteil erwiesen ist.

Bei einer akuten Überdosierung kann eine Hyperkaliämie auftreten, wogegen eine Hypokaliämie

häufig mit chronischer Überdosierung assoziiert ist. Die toxischen Wirkungen können bis zu 12

Stunden nach einer akuten Überdosierung noch zunehmen.

Therapiemaßnahmen bei Überdosierung

Bei Überdosierung muss die Behandlung mit Digitoxin AWD 0,07 sofort abgebrochen werden. Die

Reihenfolge und Art der therapeutischen Maßnahmen richten sich nach dem Schweregrad der

Intoxikation:

Bei nur leichter Digitoxin-Intoxikation reichen Absetzen von Digitoxin AWD 0,07 und sorgfältige

Überwachung des Patienten aus. Bedingungen, die zu einer Verminderung der Digitalis-Toleranz

führen, sind zu vermeiden bzw. zu korrigieren (z. B. Störungen im Elektrolyt- und/oder Säure-Basen-

Haushalt).

Bedrohliche, digitalisinduzierte Herzrhythmusstörungen

Diese Patienten sollten unter EKG-Monitoring intensivmedizinisch betreut werden. Kalium- und

Digitoxin-Serum-Konzentration sollten engmaschig kontrolliert werden.

In Abhängigkeit von der klinischen Situation können folgende Maßnahmen ergriffen werden bei:

Hypokaliämie:

Anheben des Serum-Kalium-Spiegels auf hochnormale Werte (Kontraindikation: retrograde AV-

Blockierungen bei nicht vorhandener Schrittmacher-Therapie)

komplexen ventrikulären Arrhythmien:

Verabreichung von Phenytoin 250 mg i.v. über 10 min, dann Therapie per os fortsetzen oder

Lidocain 100 mg i.v. als Bolus, dann Infusion von 2 mg/min

bradykarden Herzrhythmusstörungen:

Verabreichung von Parasympatholytika (z. B. Atropin, Ipratropiumbromid), ggf. ist eine passagere

transvenöse Schrittmachersonde angezeigt.

Ein eventuell vorhandenes Magnesiumdefizit ist auszugleichen.

Lebensbedrohliche Intoxikationen

Bei Einnahme extrem hoher Dosen erfolgen Maßnahmen der primären Giftelimination:

Magenspülung, wenn die Einnahme nicht lange zurückliegt, anschließend Aktivkohle, Colestyramin

oder Colestipol.

Therapie der Wahl einer schweren Digitoxin-Intoxikation ist die Behandlung mit spezifischem

Digitalis-Antikörperfragment (Digitalis-Antidot), das freies Glykosid zu unwirksamen Antikörper-

Glykosid-Komplexen im Extrazellularraum bindet, die dann über die Nieren ausgeschieden werden.

Digitoxin-Serumspiegelmessungen können nach Antidotgabe - je nach Bestimmungsmethode -

vorübergehend sehr hohe Werte anzeigen.

Im Rahmen schwerer Intoxikationen treten initial häufig bedrohliche Hyperkaliämien auf, zur

Therapie dieser Hyperkaliämien ist die intravenöse Infusion hochprozentiger Glukose und Insulin

indiziert.

Forcierte Diurese, Peritoneal- und Hämodialyse haben sich als unwirksam zur Digitoxin-Elimination

erwiesen.

Vor allem durch die selektive Hämoperfusion mit trägergebundenen Digitoxin-Antikörpern, aber in

geringem Umfang auch durch die Hämoperfusion mit beschichteter Aktivkohle oder Plasmapherese

kann der Körperbestand von Digitoxin vermindert werden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Digitalisglykosid

ATC-Code: C01AA04

Digitoxin ist ein langwirkendes Glykosid (Cardenolid). Der kardiale Effekt des Digitoxins ist

gekennzeichnet durch:

eine positiv inotrope Wirkung

(gesteigerte Kontraktionskraft und -geschwindigkeit bei verzögerter Relaxationszeit)

eine negativ chronotrope Wirkung

(Abnahme der Schlagfrequenz)

eine negativ dromotrope Wirkung

(Verzögerung der Erregungsleitung) und

eine positiv bathmotrope Wirkung

(gesteigerte Erregbarkeit, besonders im Bereich der Kammermuskulatur)

Die pharmakodynamischen Effekte von Digitoxin sind bis zu 21 Tagen beobachtbar.

Die primäre Digitoxin-Wirkung ist die spezifische Hemmung der Adenosintriphosphatase und damit

des aktiven Transports von Natrium/Kalium-Ionen (Na

). Die veränderte Ionenverteilung an der

Membran bewirkt einen vermehrten Einstrom von Calcium-Ionen und damit eine Zunahme an

verfügbarem Calcium zum Zeitpunkt der elektromechanischen Kopplung. Die Wirksamkeit von

Digitoxin kann daher verstärkt sein, wenn die extrazelluläre Kalium-Konzentration niedrig ist;

demgegenüber hat eine Hyperkalziämie den umgekehrten Effekt.

Die Hemmung des Na

-Austausches führt zu einer Reduktion der Impulsüberleitungsrate im

Vorhof und dem AV-Knoten und einer Sensibilisierung der Karotissinusnerven. Indirekt resultieren

Veränderungen der kardialen Kontraktilität auch aus der veränderten venösen Dehnbarkeit, die durch

den veränderten vegetativen Tonus und die direkte venöse Wirkung hervorgerufen wird.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Bioverfügbarkeit des Digitoxins nach oraler Applikation liegt bei 98-100 %.

Die Plasmaproteinbindung von Digitoxin liegt bei etwa 90-97 %. Der Anteil der freien Digitoxin-

Fraktion im Plasma beträgt bei der Dauerbehandlung Nierengesunder etwa 0,8 ng/ml.

Das Verteilungsvolumen variiert interindividuell zwischen 0,4 und 1 l/kg.

Digitoxin unterliegt einem enterohepatischen Kreislauf.

Etwa 2 % des Gesamtdigitoxins werden in der Leber zu Digoxin hydroxyliert, der größte Teil wird zu

Digitoxigenin nach schrittweiser Abspaltung der Digitoxosen epimerisiert und anschließend sulfatiert

oder glukuronidiert.

Bei leber- und nierengesunden Patienten werden ca. 60 % über die Nieren, davon die Hälfte als

konjugierte Metaboliten und ca. 40 % im Stuhl ausgeschieden. Die tägliche Abklingquote beträgt 7-

10 %. Die Eliminationshalbwertszeit beträgt im Mittel 7-8 Tage.

Alleinige Störungen der Nierenfunktion haben kaum einen Einfluss auf die Elimination von Digitoxin,

da die reduzierte renale Elimination durch vermehrte Metabolisierung und fäkale Elimination

kompensiert wird.

Bei Leberinsuffizienz kann, bei gleichzeitiger Leber- und Niereninsuffizienz muss mit erhöhten

Digitoxin-Plasmaspiegeln gerechnet werden.

Dialyse eliminiert Digitoxin nur geringfügig, da der größte Teil des Digitoxins an Plasmaproteine

gebunden ist.

Bioverfügbarkeit

Eine im Jahr 1993 durchgeführte Bioverfügbarkeitsuntersuchung an 16 Probanden ergab im Vergleich

zum Referenzpräparat:

Testpräparat

Referenzpräparat

maximale Plasmakonzentration

ss,max

) ng/ml:

18,7 ± 2,4

18,9 ± 2,7

Zeitpunkt der maximalen Plasmakonzentration

ss,max

) h:

1,6 ± 0,9

1,3 ± 1,2

Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve (AUC

ss,0-24h

ng · h/ml:

334,0 ± 54,0

332,0 ± 34,3

Angabe der Werte als Mittelwert und Streubreite

Mittlere Plasmaspiegelverläufe im Steady state nach oraler Gabe von 0,07 mg Digitoxin im Vergleich

zum Referenzpräparat

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Akute Toxizität

Siehe Abschnitt 4.9.

Chronische Toxizität

Auf Grund erheblicher Speziesunterschiede im pharmakokinetischen Verhalten (Gewebeverteilung,

Metabolismus) ist eine Übertragbarkeit tierexperimenteller toxischer Daten auf den Menschen ohne

Bedeutung. Bei chronischer Gabe treten dieselben kardialen und extrakardialen Nebenwirkungen wie

beim Menschen auf (siehe Abschnitt 4.8).

Mutagenes und tumorerzeugendes Potential

Untersuchungen auf ein mutagenes und tumorerzeugendes Potential liegen nicht vor.

Reproduktionstoxizität

In Untersuchungen mit Metildigoxin an Ratten und Kaninchen zeigten sich keine Hinweise auf

teratogene Eigenschaften. Es ist nicht bekannt, ob Digitoxin die Fertilität beeinflusst. Digitoxin

passiert die Plazenta, zur Konzentration im Feten liegen keine Untersuchungen vor. Es gibt jedoch

Anhaltspunkte für einen Anstieg der Plazentapassage von Digitalis-Glykosiden im Verlauf der

Schwangerschaft.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

Zeit [h]

Serumkonzentration [ng/ml]

Digitoxin AWD

Referenzpräparat

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Lactose-Monohydrat

Talkum

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Mikrokristalline Cellulose

Mannitol (Ph.Eur.)

Povidon K25

Crospovidon (Typ A)

Hochdisperses Siliciumdioxid

Macrogol 20.000

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Farblose Steckverschlussflaschen aus Glas mit weißem Steckstopfen aus PE

50 Tabletten

100 Tabletten

500 Tabletten als Klinikpackung (Bündelpackung 10 x 50 Tabletten)

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

TEVA GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

8.

ZULASSUNGSNUMMER

3000655.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 5. August 2003

10.

STAND DER INFORMATION

Februar 2018

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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