DGS Wühlmaus-Killer Gaserzeugendes Produkt

Deutschland - Deutsch - BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit)

Fachinformation Fachinformation (SPC)

22-11-2017

Wirkstoff:
560 g/kg Aluminiumphosphid
Verfügbar ab:
Detia Freyberg GmbH
Darreichungsform:
Gaserzeugendes Produkt
Zusammensetzung:
560 g/kg Aluminiumphosphid
Klasse:
Leichtentzündlich, Umweltgefährlich, Sehr giftig
Therapiegruppe:
Rodentizid
Zulassungsnummer:
040784-64

Handelsbezeichnung

DGS Wühlmaus-Killer

Zulassungsnummer

040784-64

Zulassungsinhaber

Detia Freyberg GmbH

Weitere Vertriebsfirmen

Deutsche Gesellschaft für

Zulassungsende

31.01.18

Wirkungsbereich

Rodentizid

Wirkstoffgehalt

560 g/kg Aluminiumphosphid

Formulierung

Gaserzeugendes Produkt

Gefahrenbezeichnung nach GefStoffV

Leichtentzündlich, Umweltgefährlich, Sehr giftig

Kennzeichnung nach GefStoffV

S 1/2 : Unter Verschluss und für Kinder unzugänglich aufbewahren

S 3 : Kühl aufbewahren

S 9 : Behälter an einem gut gelüfteten Ort aufbewahren

S 13 : Von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln fernhalten

S 22 : Staub nicht einatmen

S 25 : Berührung mit den Augen vermeiden

S 30 : Niemals Wasser hinzugießen

S 45 : Bei Unfall oder Unwohlsein sofort Arzt zuziehen (wenn möglich, dieses Etikett vorzeigen)

S 61 : Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Besondere Anweisungen einholen/Sicherheitsdatenblatt zu

Rate ziehen

Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt ist die Gebrauchsanleitung einzuhalten.

R 15/29 : Reagiert mit Wasser unter Bildung giftiger und leichtentzündlicher Gase

R 26/28 : Sehr giftig beim Einatmen und Verschlucken

R 32 : Entwickelt bei Berührung mit Säure sehr giftige Gase

R 50 : Sehr giftig für Wasserorganismen

Signalwort (GHS)

Gefahrenpiktogramme (GHS)

Gefahrenhinweise (GHS)

Sicherheitshinweise (GHS)

Kennzeichnung nach PflSchMV

SPo 2: Die gesamte Schutzkleidung muss nach Gebrauch gewaschen werden.

Anwendungs-

bestimmungen

NW469: Mittel und dessen Reste sowie entleerte Behälter und Packungen nicht in Gewässer gelangen

lassen.

NW704: Aufgrund der Gefahr der Abschwemmung muss bei der Anwendung zwischen der behandelten

Fläche und Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführender, aber einschließlich

periodisch wasserführender - ein Sicherheitsabstand von mindestens 10 m eingehalten werden.

Auflagen

NG237: Keine Anwendung in Zuflussbereichen (Einzugsgebieten) von Grund- und

Quellwassergewinnungsanlagen, Heilquellen und Trinkwassertalsperren sowie sonstigen

grundwasserempfindlichen Bereichen. (W1)

NH963: In der Gebrauchsanleitung ist die Anwendung des Mittels zur Maulwurfbekämpfung nicht

werbewirksam herauszustellen. Auf die Möglichkeit der Maulwurfbekämpfung soll nur im

Zusammenhang mit dem Hinweis auf die Bundesartenschutzverordnung aufmerksam gemacht werden.

NT863: Der Maulwurf ist durch die Bundesartenschutzverordnung geschützt. Seine Bekämpfung ist nur

erlaubt, wenn schwerwiegende Schäden abzuwenden sind. Hierüber entscheidet die nach Landesrecht

zuständige Behörde.

NW262: Das Mittel ist giftig für Algen.

NW264: Das Mittel ist giftig für Fische und Fischnährtiere.

SB001: Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden

führen.

SB110: Die Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz

"Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" des Bundesamtes für

Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist zu beachten.

SB195: Für die Ausbringung des Präparates müssen geeignete Geräte bzw. Hilfsmittel verwendet werden.

Ein Kontakt mit der Haut ist zu vermeiden.

SF507: Das Mittel darf niemals mit Wasser in Berührung kommen.

SF509: Größe des Gefahrenbereichs: Eine mit Phosphan- (früher Phosphorwasserstoff-) entwickelnden

Mitteln durch Erdreichbegasung behandelte Freifläche stellt ein "zu begasendes Objekt" im Sinne der

TRGS 512 (Begasungen) dar. Der Begasungsleiter ist zum Schutz unbeteiligter Dritter sowie von Nutz-

und Haustieren für die Einrichtung eines Gefahrenbereichs gemäß Nummer 5.4.1 Abs. (3) der TRGS 512

zuständig. In Analogie zu den Regelungen der Gefahrstoffverordnung für die Begasung ortsbeweglicher

Transporteinheiten darf die Begrenzung des Gefahrenbereichs einen Mindestabstand von 10 m zur

behandelten Fläche nicht unterschreiten.

SF510: Sofern ein Auslegegerät (Applikator) zur Ausbringung des Pflanzenschutzmittels zu verwenden

ist, ist dieses unter Berücksichtigung von Nummer 9 Abs. (5) der TRGS 512 nach Gebrauch zu reinigen.

Die Reinigung des Gerätes hat im Freien und vorzugsweise bei leichtem Wind (Beachtung der

Windrichtung) unter sorgfältiger Vermeidung einer Exposition von Mensch und Tier mit Stäuben des

Pflanzenschutzmittels und/oder Phosphan zu erfolgen. Die Reinigung des Applikators ist in einem

ausreichend großen Gefäß mit entspanntem Wasser (mit Spülmittel) durchzuführen. Dabei müssen

sämtliche Teile mindestens vier Stunden im Wasserbad verbleiben. Während dieser Zeit ist der Bereich

zu verlassen. Anschließend ist das Gerät mit frischem Wasser gut abzuspülen, bis alle Teile sauber sind.

Vor der erneuten Verwendung muss das Gerät technisch überprüft werden und in allen Teilen absolut

trocken sein.

SF511: Der Gefahrenbereich behandelter Flächen, der für unbeteiligte Dritte und/oder Nutz- und

Haustiere zugänglich ist, muss vor Beginn der Behandlung und mindestens an den beiden darauf

folgenden Tagen (Anmerkung *) a) durch eine geeignete Absperrung gesichert werden. Eine Ausführung

beispielsweise mit rot-weißem Trassierband ist für diesen Zweck ausreichend. und b) durch eine

Beschilderung gekennzeichnet werden: Symbol Totenkopf mit den Worten "Gefahr durch

Erdreichbegasung. Sehr giftige Gase! Lebensgefahr! Betreten der Fläche verboten!" Das Mittel sowie

Datum und Zeitpunkt der Behandlung müssen benannt werden. Die Anschrift des Verantwortlichen und

eine Notfalltelefonnummer sind anzugeben. (Anmerkung *: Vom Hersteller sind produktspezifisch ggf.

längere Zeitintervalle bis zum vollständigen Abschluss der PH3- (Phosphan-) Ausgasung in Abhängigkeit

von Temperatur, Bodenfeuchte und -typ anzugeben.)

SF512: Ein Abstand von mindestens 25 m zu benachbarten, nicht land- oder forstwirtschaftlich genutzten

Flächen ist vorsorglich einzuhalten. Sofern durch organisatorische Maßnahmen (Beschilderung,

Absperrung, schriftliche Vereinbarungen mit Eigentümern bzw. Nutzungsberechtigten, etc.) sichergestellt

werden kann, dass sich auf den benachbarten Flächen keine Menschen oder Haus- und Nutztiere

aufhalten, kann der einzuhaltende Abstand verringert werden. Die Vorgaben zur Festschreibung des

Gefahrenbereichs (SF509) und zur Dauer der Begrenzungsmaßnahmen (SF511) bleiben davon unberührt.

SF513: Die Bewohner und/oder Nutzer von Gebäuden oder Grundstücken, die an die behandelte Fläche

direkt angrenzen bzw. sich innerhalb eines Abstands von bis zu 25 m davon befinden, sind in geeigneter

Form unter Hinweis auf die Gefahren, die von dem Begasungsmittel ausgehen können, spätestens eine

Woche vor Beginn der Begasungstätigkeit schriftlich zu informieren. Die Information umfasst mindestens

die Bezeichnung des eingesetzten Begasungsmittels nebst Zulassungsnummer und Wirkstoffbezeichnung,

Hinweise auf die mögliche Art der Aufnahme (durch Einatmung, inhalativ) sowie die eingeschränkte

sensorische Wahrnehmbarkeit von Phosphan über Verunreinigungen (carbid- oder knoblauchartig,

fauliger Fisch), die Aufforderung zum sofortigen Verlassen des Bereichs bei Geruchswahrnehmung

(Geruch ist häufig erst oberhalb gesundheitlicher Grenzwerte wahrnehmbar), eine Beschreibung der

Krankheitssymptome bei Vergiftungen nach inhalativer Aufnahme, Empfehlungen für Erste Hilfe bei

Vergiftungssymptomen nach inhalativer Aufnahme und die Benennung von weiteren Informationsquellen

(Hersteller des Mittels, Name des Anwenders, zuständige Giftnotrufzentrale).

SF514: Der Anwender oder eine für Messungen des eingesetzten Begasungsmittels hinreichend

fachkundige Person hat gemäß TRGS 512 (Begasungen) bis zur Freigabe der Fläche regelmäßig durch

Kontrollmessungen der Umgebungsluft zu prüfen, ob außerhalb des festgelegten Gefahrenbereichs

Konzentrationen des Begasungsmittels oberhalb der Bestimmungsgrenze auftreten. Die Messergebnisse

und gegebenenfalls ergriffene Maßnahmen sind aufzuzeichnen und mit der Dokumentation über die

Begasung aufzubewahren.

SF515: Über die Anwendung sind Aufzeichnungen gemäß "Guter fachlicher Praxis" zu führen. Dabei

sind die Maßnahmen zur sicheren Durchführung der Begasung (Festlegung des Gefahrenbereichs,

Beschilderung, Absperrung, Räumung, Information von Anliegern, Messergebnisse und besondere

Vorkommnisse) schriftlich, auch unter Beilage von Fotografien der behandelten Freifläche, zu

dokumentieren.

SF516: Die für die Überwachung zuständige Behörde vor Ort ist über jede beabsichtigte Begasung und

die vorgesehenen Risikomanagementmaßnahmen (Zeitpunkt und Umfang der Maßnahme,

Gefahrenbereich, Abstände, Beschilderung, Absperrung, Information von Anliegern) spätestens eine

Woche vor Beginn schriftlich zu informieren, um ihr gemäß TRGS 512 (Begasungen) die Möglichkeit für

"nähere Festlegungen" im konkreten Einzelfall zu geben.

SF517: Anwendung nur durch Personen, die über einen Befähigungsschein für Begasungen mit

Phosphan- (früher Phosphorwasserstoff-) entwickelnden Mitteln im Erdreich gemäß Anhang I, Nr. 4.3 der

Gefahrstoffverordnung verfügen.

SS1201: Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen bei Ausbringung/Handhabung des Mittels.

SS2203: Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel tragen bei der Ausbringung/Handhabung des Mittels.

ST3321: Falls erforderlich, Atemschutzgerät mit Filter (Typ/Kennfarbe...*)) für Phosphorwasserstoff

tragen bei der Ausbringung/Handhabung des Mittels. *) Atemschutzgerät, Gasfiltertyp und Kennfarbe

sind anzugeben.

VA548: Keine Anwendung auf Flächen, in denen zur Trinkwasserbeförderung Kunststoffrohre verlegt

worden sind.

VS005-1: Die Durchführung von Begasungen mit den in der Gefahrstoffverordnung Anhang I Nr. 4.1 (1)

bis (3) genannten Stoffen ist gemäß Gefahrstoffverordnung Anhang I Nr. 4.2 (1) erlaubnispflichtig. Bei

der Anwendung des Mittels sind die besonderen Vorschriften der Gefahrstoffverordnung Anhang I Nr. 4

in Verbindung mit den Technischen Regeln für Gefahrstoffe TRGS 512 (Begasungen) zu beachten.

WB862: Anwendung im Wald oder unter Baumgruppen nur, wenn keine Brandgefahr besteht.

WH932: Auf der Verpackung und in der Gebrauchsanleitung ist auf die mit dem Packungsinhalt zu

behandelnde Ganglänge hinzuweisen.

Hinweise

NB663: Aufgrund der durch die Zulassung festgelegten Anwendungen des Mittels werden Bienen nicht

gefährdet (B3).

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Dokumentverlauf anzeigen

Teilen Sie diese Informationen