Defencare Ungezieferpuder Pulver

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

Kaufe es jetzt

Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Permethrin
Verfügbar ab:
Virbac
INN (Internationale Bezeichnung):
permethrin
Darreichungsform:
Pulver
Zusammensetzung:
Permethrin 1.5g
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
17652.00.00

ACHINFORMATION   IN  F ORM   DER  Z USAMMENFASSUNG  

ERKMALE   DES  T IERARZNEIMITTELS  

UMMARY   OF  P RODUCT  C HARACTERISTICS )

EZEICHNUNG   DES  T IERARZNEIMITTELS

DEFENCARE Ungezieferpuder 1%, Pulver zur Anwendung auf der Haut für Hunde und 

Katzen

Permethrin

UALITATIVE  

QUANTITATIVE  Z

USAMMENSETZUNG

1 Streudose (150 g) enthält:

Wirkstoff:

Permethrin 1,5 g

Sonstige Bestandteile:

Talkum

Eine vollständige Liste der sonstigen Bestandteile finden Sie unter Abschnitt 6.1.

3.D ARREICHUNGSFORM

Pulver zur Anwendung auf der Haut

4.K LINISCHE  A NGABEN

4.1 Zieltierart(en)

Hund, Katze

4.2 Anwendungsgebiete unter Angabe der Zieltierart(en)

Zur Bekämpfung von Flöhen (Hundefloh, Ctenocephalides canis, Katzenfloh, 

Ctenocephalides felis) bei Hunden und Katzen und von Zecken (Schildzecke, Ixodes 

spec., braune Hundezecke, Rhipicephalus sanguineus) bei Hunden.

4.3 Gegenanzeigen

Nicht bei kranken, geschwächten oder rekonvaleszenten Tieren anwenden.

Nicht bei Tieren unter 3 Monaten anwenden.

Hunde und Katzen mit größeren Hautläsionen sind nicht zu behandeln.

Nicht bei Tieren anwenden, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen.

Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart

Keine Angaben

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Besondere Vorsichstmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:

Der direkte Kontakt mit der Haut und der Schleimhaut sowie mit den Augen ist zu 

vermeiden. 

Gefährlich für Fische und Krustentiere, wirkt auch gegen Zweiflügler u. a. wirbellose 

Tiere.

Aquarien, Fischbecken u. ä. nicht mit Defencare Ungezieferpuder in Berührung bringen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Einatmen sowie Hautkontakt mit dem Präparat vermeiden, evtl. Schutzhandschuhe tragen. 

Bei der Anwendung nicht essen, trinken oder rauchen.

Nach der Anwendung die Hände gründlich reinigen.

Bei versehentlichem Kontakt (Schleimhäute, Augen) gründlich mit Wasser ausspülen.

Bei Unwohlsein ärztlichen Rat einholen.

Tiere sind nach der Behandlung mit Defencare Ungezieferpuder von Kleinkindern und 

Säuglingen fernzuhalten.

Defencare Ungezieferpuder sollte von Nahrungsmitteln und Getränken sowie von 

Futtermitteln getrennt aufbewahrt werden.

4.6 Nebenwirkungen (Häufigkeit und Schwere)

Wie bei anderen Pyrethroiden kann es nach Anwendung von Defencare Ungezieferpuder 

zu vorübergehenden Unruheerscheinungen kommen.

Das Auftreten von Nebenwirkungen nach der Anwendung von Defencare 

Ungezieferpuder sollte dem Bundesamt für Verbraucherschutz und 

Lebensmittelsicherheit, Mauerstraße 39 ­ 42, 10117 Berlin oder dem pharmazeutischen 

Unternehmer mitgeteilt werden.

Meldebögen können kostenlos unter o.g. Adresse oder per E­Mail ( uaw@bvl.bund.de ) 

angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung 

(Online­Formular auf der Internet­Seite  http://vet­uaw.de  ).

4.7 Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode

Laboruntersuchungen an Ratten und Mäusen haben keine Anhaltspunkte für teratogene 

oder embryotoxische Wirkungen ergeben. Es liegen jedoch keine Untersuchungen zur 

Trächtigkeit und Laktation bei Hund und Katze vor.

4.8 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen

Keine bekannt

4.9 Dosierung und Art der Anwendung

Zur Anwendung auf der Haut. 

Nur zur äusseren Anwendung.

1 g Defencare Ungezieferpuder pro kg KGW Hund und Katze = 10 mg Permethrin pro kg 

KGW Hund und Katze. Die Schraubkappe der Streudose fasst 10 g Puder, ausreichend für 

einen Hund von ca. 10 kg KGW.

Eine einmalige Anwendung ist ausreichend. Defencare Ungezieferpuder wird gleichmäßig 

in dünner Schicht über das gesamte Haarkleid des Tieres gestreut. Bei langhaarigen 

Tieren richtet man das Haar mit der Hand gegen den Strich auf. Die Augen des Tieres mit 

der Hand abdecken und dann bestäuben.

Um Reinfestationen mit Flöhen weitgehend zu vermeiden, sollten das Lager der Tiere und 

die direkte Umgebung mit geeigneten Mitteln behandelt werden.

4.10 Überdosierung (Symptome, Notfallmassnahmen und Gegenmittel), falls erforderlich

Erhebliche Überdosierungen nach topischer Applikation und eine akzidentelle orale 

Aufnahme können ­wie bei allen anderen Pyrethroiden­ zu Vergiftungserscheinungen wie 

z.B. Speicheln, Tremor führen.

Bei erheblicher Überdosierung nach topischer Applikation sollte als erste Massnahmen 

ein Abwaschen und Baden des Tieres mit einem milden Reinigungsshampoo erfolgen.

Bei systemischen Reaktionen sollte tierärztlicher Rat eingeholt werden. Die Therapie 

kann nur symptomatisch und unterstützend erfolgen. 

4.11 Wartezeit(en)

Entfällt.

5.P

HARMAKOLOGISCHE  E

IGENSCHAFTEN  

Stoff und Indikationsgruppe: Ektoparasitikum zur topischen Anwendung

ATCvet­Code: QP53AC04 Permethrin

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Permethrin ist ein synthetisches Pyrethroid, das sich wie andere Verbindungen dieser 

Stoffgruppe von den natürlichen in bestimmten Pflanzen vorkommenden Pyrethrinen 

strukturell ableitet. Der Wirkstoff wird durch die Kutikula des Insekts resorbiert und/oder 

während der Nahrungsaufnahme von diesem oral aufgenommen. Permethrin verteilt sich 

im Nervensystem des Insekts. Dort wirkt es neurotoxisch und führt zu einer 

langdauernden Öffnung der Natriumkanäle. Dies führt zu wiederholten 

Nervenentladungen. Nach Erreichen der toxischen Konzentration treten inital 

Erregungszustände, gefolgt von Koordinationsstörungen und Lähmung auf. Letztendlich 

kommt es beim Ektoparasiten zum Tod durch Atmungsversagen. 

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Da die Metabolisierung von Permethrin bei Insekten wesentlich langsamer als bei 

Säugetieren verläuft, kumuliert Permethrin im Insekt und erreicht dadurch toxische 

Konzentrationen. Nach topischer Anwendung wird Permethrin nur begrenzt von der 

Säugetierhaut resorbiert.

6.P

HARMAZEUTISCHE  A

NGABEN

6.1 Verzeichnis der sonstigen Bestandteile

Talkum

6.2Inkompatibilitäten

Keine bekannt

6.3 Dauer der Haltbarkeit

Haltbarkeit der Tierarzneimittels laut Verkaufsverpackung: 2 Jahre

6.4Besondere Lagerungshinweise

Entfällt

6.5Art und Beschaffenheit des Behältnisses

HDPE Streudose mit 150 g Puder

10 x 1 HDPE Streudose mit 150 g Puder

12 x 1 HDPE Streudose mit 150 g Puder

6.6Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel 

oder bei der Anwendung entstehender Abfälle

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen 

abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein 

missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht 

mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.

7.Z ULASSUNGSINHABER

VIRBAC S.A.

1ère Avenue ­ 2065 m ­ L.I.D.

F­06516 CARROS

8.Z

ULASSUNGSNUMMER

17652.00.00

9.D ATUM   DER   VERLÄNGERUNG   DER  Z ULASSUNG

19.12.2008

10.S

TAND  

NFORMATION  

April 2010

11.  V ERBOT   DES  V ERKAUFS ,  DER  A BGABE   UND  / ODER   DER  A NWENDUNG

Nicht zutreffend.

ERSCHREIBUNGSTATUS  / A POTHEKENPFLICHT

Verschreibungspflichtig

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Teilen Sie diese Informationen