Dectomax-S Injektionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

17-03-2020

Fachinformation Fachinformation (SPC)

10-03-2020

Wirkstoff:
Injektion intramuskulär; Doramectin
Verfügbar ab:
Elanco GmbH (4611456)
ATC-Code:
QP54AA03
INN (Internationale Bezeichnung):
Doramectin
Darreichungsform:
Injektionslösung
Zusammensetzung:
Injektion intramuskulär (Schwein) - -; Doramectin (27268) 10 Milligramm
Verabreichungsweg:
Injektion intramuskulär
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
400207.00.01
Berechtigungsdatum:
1998-07-17

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Englisch

17-03-2020

Fachinformation Fachinformation - Englisch

15-05-2018

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Gebrauchsinformation

Dectomax S Injektionslösung 10 mg/ml Lösung für Schweine

1.

NAME

UND

ANSCHRIFT

DES

ZULASSUNGSINHABERS

UND,

WENN

UNTERSCHIEDLICH,

DES

HERSTELLERS,

DER

FÜR

DIE

CHARGENFREIGABE

VERANTWORTLICH IST

Zulassungsinhaber:

Elanco GmbH, Heinz-Lohmann-Str. 4, 27472 Cuxhaven, Deutschland

Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller:

Elanco France S.A.S, 26 Rue de la Chapelle, 68330 Huningue, Frankreich

Norbrook Laboratories Ltd, Station Works, Newry, County Down, BT35 6JP, Großbritannien

2.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

Dectomax

S Injektionslösung 10 mg/ml Lösung für Schweine

Doramectin

3.

WIRKSTOFF UND SONSTIGE BESTANDTEILE

1 ml Dectomax S 10 mg/ml Injektionslösung enthält:

Wirkstoff

Doramectin

10,0 mg

Sonstige Bestandteile:

Butylhydroxyanisol

0,1 mg

Farblose bis hellgelbe, ölige, sterile Lösung

4.

ANWENDUNGSGEBIET(E)

Zur Behandlung von Räudemilben, Magen-Darm-Rundwürmern, Lungenwürmern, Nierenwürmern

und Läusen bei Schweinen.

Gastrointestinale Rundwürmer (Adulte und viertes Larvenstadium)

Hyostrongylus rubidus

Ascaris suum

Strongyloides ransomi (nur Adulte)

Oesophagostomum dentatum

Oesophagostomum quadrispinulatum

Lungenwürmer

Metastrongylus spp. (nur Adulte)

Nierenwürmer

Stephanurus dentatus (nur Adulte)

Läuse

Haematopinus suis

Räudemilben

Sarcoptes scabiei

Dectomax

S Injektionslösung schützt vor einer Infektion oder Reinfektion mit Sarcoptes scabiei für 18

Tage.

5.

GEGENANZEIGEN

Dectomax S Injektionslösung für Schweine sollte nicht bei Hunden angewendet werden, da schwere

unerwünschte Nebenwirkungen auftreten können. Manche Hunderassen, wie z. B. Collies reagieren

besonders empfindlich und eine versehentliche Exposition sollte unbedingt vermieden werden.

6.

NEBENWIRKUNGEN

Keine bekannt.

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage

aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht

gewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

7.

ZIELTIERART

Schwein

8.

DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Verabreichen Sie Dectomax S Injektionslösung für Schweine intramuskulär in einer Dosierung von

0,3 ml/10 kg Körpergewicht (1 ml pro 33 kg) entsprechend 0,3 mg pro kg Körpergewicht.

Ferkel mit einem Gewicht von 16 kg oder weniger sollten entsprechend der folgenden Tabelle

behandelt werden:

Körpergewicht (kg)

Dosis (ml)

unter 4 kg

0.1 ml

5 - 7 kg

0,2 ml

8 - 10 kg

0,3 ml

11 - 13 kg

0,4 ml

14 - 16 kg

0,5 ml

9.

HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

Jede Injektion sollte in den Nackenbereich mit einer trockenen, sterilen 16 bis 18 Gauge-Kanüle von

20-25 mm Länge erfolgen. Wenn die Temperatur der Injektionslösung weniger als 5°C beträgt, kann

die Aufziehbarkeit durch leichtes Erwärmen des Spritzbesteckes und des Tierarzneimittels verbessert

werden.

Für die Behandlung von Gruppen von Tieren verwenden Sie nur die passende automatische Dectomax

Dosier- und Abzugsvorrichtung.

Für

die Behandlung

einzelner

Schweine holen

Sie tierärztlichen Rat

hinsichtlich

Einsatzes

geeigneter Größen von Nadel- und Einwegspritzen ein. Für die Behandlung von Ferkeln mit einem

Gewicht von 16 kg oder weniger sollte ein 1 ml Einwegspritze mit Skalierungseinheiten von 0,1 ml

oder weniger verwendet werden.

Um die korrekte Dosis sicherzustellen, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt

werden. Die Genauigkeit der Dosiervorrichtung sollte überprüft werden.

Werden die Tiere eher in Gruppen als individuell behandelt, sollten diese entsprechend ihrem

Körpergewicht gruppiert und dosiert werden, um Unter- und Überdosierungen zu vermeiden.

10.

WARTEZEIT

Essbare Gewebe: 77 Tage

11.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Nicht über 30 °C lagern. Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren. Vor direktem Sonnenlicht schützen

– nicht aus der schützenden Plastikverpackung entfernen.

Nach Entnahme der ersten Dosis verwenden Sie das Produkt innerhalb von 28 Tagen. Verwerfen Sie

unverwendetes Material nach dieser Zeit. Wenn das Behältnis zum ersten Mal angebrochen wird, sollte

das Datum, an dem jegliche im Behältnis verbliebene Reste des Produkts zu verwerfen sind, berechnet

werden. Dieses Entsorgungsdatum sollte an der dafür vorgesehenen Stelle auf dem Etikett vermerkt

werden.

Arzneimittel

nach

Ablauf

Behältnis

oder

äußeren

Umhüllung

angegebenen

Verfalldatums nicht mehr anwenden.

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

12.

BESONDERE WARNHINWEISE

Für Tiere.

Doramectin ist sehr toxisch für die Dungfauna und für Wasserlebewesen und kann sich unter

Umständen im Sediment anreichern.

Wie andere makrozyklische Lactone besitzt Doramectin das Potential Nicht-Zieltierorganismen zu

schädigen. Nach Behandlung kann es über einen Zeitraum von mehreren Wochen zur Ausscheidung

von Doramectin in potentiell toxischen Größenordnungen kommen. Faezes, die Doramectin enthalten

und auf der Weide abgesetzt wird, können die Dungfauna vermindern und dadurch den Abbau des

Dungs beeinträchtigen.

Risiko

für

Ökosysteme

Wasser

Dungfauna

kann

reduziert

werden

durch

Vermeiden

einer

allzu

häufigen

wiederholten

Anwendung

Doramectin

(und

anderen

Anthelmintika derselben Klasse).

Das Risiko für Ökosysteme im Wasser kann ferner dadurch reduziert werden, dass behandelte Tiere

von Wasserläufen fern gehalten werden in einem Zeitraum von zwei bis 5 Wochen nach Behandlung.

Folgende Anwendungen sollten vermieden werden, da sie das Risiko einer Resistenzentwicklung

erhöhen und letztendlich zur Unwirksamkeit der Behandlung führen können.

- Zu häufige und wiederholte Anwendung von Anthelminthika einer Substanzgruppe über einen

längeren Zeitraum.

- Unterdosierung, verursacht durch Unterschätzung des Körpergewichts, falsche Anwendung des

Tierarzneimittels oder mangelhafte Einstellung der Dosiervorrichtung (sofern vorhanden).

Bei klinischen Verdachtsfällen auf Anthelminthikaresistenzen sollten weiterführende Untersuchungen

mit geeigneten Tests (z. B. Eizahlreduktionstest) durchgeführt werden. Falls die Testergebnisse

deutlich

eine

Resistenz

gegenüber

einem

bestimmten

Anthelminthikum

ergeben,

sollte

Anthelminthikum aus einer anderen Substanzklasse und mit einem anderen Wirkungsmechanismus

angewendet werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Die Packungsbeilage vor der Anwendung lesen.

Nach der Anwendung Hände waschen.

Nicht rauchen oder essen während der Anwendung des Tierarzneimittels.

Selbstinjektionen vermeiden – sollten irgendwelche spezifischen Symptome auftreten, so sollte der

Arzt aufgesucht werden.

Hinweis für den behandelnden Arzt: Im Falle einer versehentlichen Selbstinjektion wurden selten

spezifische Symptome beobachtet, deshalb sollten solche Fälle symptomatisch behandelt werden.

13.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT

VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN

ERFORDERLICH

Extrem gefährlich für Fische und im Wasser lebende Organismen. Eine Verunreinigung von Teichen,

Wasserstraßen

oder

Wassergräben

Produkt

oder

gebrauchten

Behältnissen

vermeiden.

Nicht verwendete Tierarzneimittel oder davon stammende Abfallmaterialien sind entsprechend den

nationalen Vorschriften zu entsorgen.

14.

GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE

15.

WEITERE ANGABEN

Dectomax S Injektionslösung für Schweine ist eine farblose bis hellgelbe, ölige, sterile Lösung mit

einem

Doramectingehalt

mg/ml.

Tierarzneimittel

enthält

Butylhydroxyanisol

Antioxidans. Die empfohlene Dosierung beträgt 300 µg/kg Körpergewicht, entsprechend 0,3 ml/10 kg

(1 ml pro 33 kg) Körpergewicht und ist intramuskulär zu verabreichen.

Produktcharakteristika:

Dectomax

hochwirksames

Breitspektrum-Antiparasitikum

parenteralen Injektion bei Schweinen.

Es enthält Doramectin, ein Fermentationsprodukt, das von Pfizer entwickelt wurde.

Dieses Fermentationsprodukt stammt von im Boden vorkommenden Streptomyces avermitilis.

Der primäre Wirkungsmechanismus von Doramectin beruht auf einer Beeinflussung der Aktivität der

Chlorid-Ionen-Kanäle im Nervensystem von Nematoden und Arthropoden.

Doramectin bindet sich an Rezeptoren, die die Zunahme der Membranpermeabilität für Chlorid-Ionen

steigern.

Zufluss

Chlorid-Ionen

erregbaren

motorischen

Neuronen

Nematoden

Muskelzellen

Arthropoden

führt

Hyperpolarisation

Ausschaltung

Erregungsweiterleitung und dadurch zur Paralyse und zum Tod der Parasiten.

Wirkungsspektrum: Ein geringes Volumen einer Dectomax Injektion bei Schweinen behandelt und

kontrolliert wirksam ein breites Spektrum an Nematoden und Arthropoden, die die Gesundheit und

Produktivität der Schweine beeinträchtigen.

Wirkdauer: die anhaltenden Wirkstoffkonzentrationen, die sich aus der einzigartigen Pharmakokinetik

des Tierarzneimittels ergeben, schützen Schweine über einen längeren Zeitraum nach der Behandlung

gegen Infektionen und Reinfektionen mit Parasiten

Sicherheit: Dectomax S Injektionslösung für Schweine hat eine große Sicherheitsbreite bei allen

Schweinen.

Packungsgrößen:

50 ml / 250 ml / 500 ml Durchstechflasche im Umkarton

Braune Glasflaschen mit Gummistopfen und Aluminiumbördelung.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

FACHINFORMATION IN FORM DER ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE

DES TIERARZNEIMITTELS (SUMMARY OF PRODUCT CHARACTERISTICS)

1.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

Dectomax S Injektionslösung 10 mg / ml Lösung für Schweine

2.

QUALTITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Dectomax S Injektionslösung 10 mg / ml Lösung

1 ml Injektionslösung enthält:

Wirkstoff

Doramectin

10,0 mg

Sonstige Bestandteile

Butylhydroxyanisole (E320)

0,1 mg

(1) Beinhaltet keinen Überschuss und geht von einer Aktivität von 100% aus. Der

tatsächlich hinzugefügte Doramectin-Gehalt hängt von der Aktivität des

verwendeten Ausgangsmaterials ab.

Eine vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie unter

Abschnitt 6.1

3.

DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung

Farblose bis hellgelbe, ölige, sterile Lösung

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1.

Zieltierarten

Schwein

4.2.

Anwendungsgebiete unter Angabe der Zieltierarten

Zur Behandlung von Magen-Darm-Rundwürmern, Lungenwürmern, Nieren-

würmern, Läusen und Räudemilben bei Schweinen.

Gastrointestinale Rundwürmer (Adulte und Larvenstadium IV)

Hyostrongylus rubidus

Ascaris suum

Strongyloides ransomi (nur Adulte)

Oesophagostomum dentatum

Oesophagostomum quadrispinulatum

Lungenwürmer

Metastrongylus spp. (nur Adulte)

Nierenwürmer

Stephanurus dentatus (nur Adulte)

Läuse

Haematopinus suis

Räudemilben

Sarcoptes scabiei var. suis

Dectomax-S Injektionslösung schützt vor einer Infektion oder Reinfektion mit

Sarcoptes scabiei für 18 Tage.

4.3.

Gegenanzeigen

Das Produkt wurde speziell für Schweine entwickelt. Es sollte nicht für andere

Spezies verwendet werden, da schwere unerwünschte Wirkungen, mit

Todesfällen beim Hund, auftreten können. Nicht anwenden, wenn eine

Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe oder einen der sonstigen

Bestandteile vorliegt.

4.4.

Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart

Folgende Anwendungen sollten vermieden werden, da sie das Risiko einer

Resistenzentwicklung

erhöhen

letztendlich

Unwirksamkeit

Behandlung führen können:

häufige

wiederholte Anwendung

von Anthelminthika

einer

Substanzgruppe über einen längeren Zeitraum.

- Unterdosierung, verursacht durch Unterschätzung des Körpergewichts, durch

falsche Anwendung des Tierarzneimittels oder durch mangelhafte Einstellung

der Dosiervorrichtung (sofern vorhanden).

klinischen

Verdachtsfällen

Anthelminthikaresistenzen

sollten

weiterführende Untersuchungen mit geeigneten Tests (z. B. Eizahlreduktions-

test) durchgeführt werden. Falls die Testergebnisse deutlich eine Resistenz

gegenüber

einem

bestimmten

Anthelminthikum

ergeben,

sollte

Anthelminthikum aus einer anderen Substanzklasse und mit einem anderen

Wirkungsmechanismus angewendet werden.

4.5.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

i.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:

Avermectine werden möglicherweise insgesamt von Nicht-Zieltierarten schlecht

vertragen. Fälle von Unverträglichkeit mit tödlichem Ausgang wurden bei

Hunden berichtet - insbesondere Collies, Bobtails und mit ihnen verwandten

Rassen und Kreuzungen, und auch bei Schildkröten.

Es ist zu vermeiden, dass diese Tierarten Reste des Produktes aufnehmen oder

Zugang zu den Behältern haben.

Wenn Tiergruppen behandelt werden, soll eine geeignete Dosiervorrichtung mit

einer genügend großen Auslassöffnung verwendet werden.

Bei der Behandlung von einzelnen Schweinen sollte gemäß Anweisung des

Tierarztes eine Einwegspritze mit geeigneter Nadelgröße verwendet werden.

Zur Behandlung von Ferkeln mit einem Gewicht von 16 kg oder weniger, sollte

eine Einmalspritze mit 1,0 ml Inhalt und einer Einteilung in 0,1 ml Schritten oder

weniger verwendet werden.

Nur trockenes, steriles Zubehör unter aseptischen Bedingungen benutzen.

Kontaminationen vermeiden.

Der Gummistopfen der Flasche soll nicht öfter als 20mal angestochen werden.

Die Oberfläche des Gummistopfens sollte vor der Entnahme jeder Dosis

abgetupft werden.

ii.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Lesen Sie vor der Anwendung die Gebrauchsinformation.

Nicht rauchen oder essen während der Anwendung des Tierarzneimittels.

Nach der Anwendung Hände waschen.

Selbstinjektionen vermeiden – sollten irgendwelche spezifischen Symptome

auftreten, so sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Hinweis

für

behandelnden Arzt:

Falle

einer

versehentlichen

Selbstinjektion wurden selten spezifische Symptome beobachtet, deshalb

sollten solche Fälle symptomatisch behandelt werden.

iii.

Weitere Vorsichtsmaßnahmen

Doramectin ist sehr toxisch für die Dungfauna und für Wasserlebewesen und

kann sich unter Umständen im Sediment anreichern.

Das Risiko für Ökosysteme im Wasser und die Dungfauna kann reduziert

werden durch das Vermeiden einer allzu häufigen und wiederholten Anwendung

von Doramectin (und anderen Anthelmintika der selben Klasse).

Das Risiko für Ökosysteme im Wasser kann ferner dadurch reduziert werden,

dass behandelte Tiere von Wasserläufen fern gehalten werden in einem

Zeitraum von zwei bis 5 Wochen nach Behandlung.

4.6.

Nebenwirkungen (Häufigkeit und Schwere)

Keine bekannt.

Das Auftreten von Nebenwirkungen nach Anwendung von Dectomax S

Injektionslösung

sollte

Bundesamt

für

Verbraucherschutz

Lebensmittelsicherheit,

Mauerstraße

39-42,

10117

Berlin,

oder

pharmazeutischen Unternehmer mitgeteilt werden.

Meldebögen können kostenlos unter der o. g. Adresse oder per e-Mail

(uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit

elektronischen

Meldung

(Online-Formular

Internet-Seite

http://www.vet-uaw.de)

4.7.

Anwendung während der Trächtigkeit und Laktation

Kann bei Zuchtsauen, laktierenden Sauen und Zuchtebern verwendet werden.

4.8.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechsel-

wirkungen

Keine bekannt

4.9.

Dosierung und Art der Anwendung

Eine einmalige Behandlung mit 0,3 ml (3 mg

Doramectin) pro 10 kg

Körpergewicht (1,0 ml pro 33,0 kg) entsprechend 300 µg/kg Körpergewicht,

intramuskulär verabreicht.

Ferkel mit einem Gewicht unter 16 kg oder weniger sollten entsprechend der

folgenden Tabelle behandelt werden:

Körpergewicht (kg)

Dosis (ml)

unter 4 kg

0,1 ml

5 - 7 kg

0,2 ml

8 - 10 kg

0,3 ml

11 - 13 kg

0,4 ml

14 - 16 kg

0,5 ml

Um die korrekte Dosis sicherzustellen, sollte das Körpergewicht so genau wie

möglich ermittelt werden. Die Genauigkeit der Dosiervorrichtung sollte überprüft

werden.

Werden die Tiere eher in Gruppen als individuell behandelt, sollten diese

entsprechend ihrem Körpergewicht gruppiert und dosiert werden, um Unter-

und Überdosierungen zu vermeiden.

4.10. Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen und Gegenmittel), falls

erforderlich

Eine Überdosierung bis zum 10fachen der empfohlenen Dosis bewirkte

keinerlei klinische Anzeichen, die mit der Doramectinbehandlung in Verbindung

gebracht werden konnten.

4.11. Wartezeit

Essbare Gewebe: 77 Tage

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

Pharmakotherapeutische

Gruppe:

Antiparasitikum,

Insektizid

Repellent/Endektozid ATCvet-Code: QP54AA03

5.1.

Pharmakodynamische Eigenschaften

Doramectin ist ein Antiparasitikum, das durch Fermentation bestimmter Stämme

des Bodenorganismus Streptomyces avermitilis gewonnen wird. Es ist ein

makrozyklisches Lakton und ist mit Ivermectin strukturell eng verwandt. Beide

Verbindungen besitzen ein breites antiparasitäres Wirkungsspektrum und

bewirken eine ähnliche Paralyse bei Nematoden und parasitären Arthropoden.

Makrozyklische Laktone aktivieren Glutamat-gesteuerte Chloridionenkanäle

(GluCI), die sich in Mulkelmembranen des Pharynx und bestimmten Neuronen

von parasitären Invertebraten befinden. Die selektive Toxizität der als

Antiparasitika genützten markozyklischen Laktone ist dem Fehlen der Kanäle

beim Wirtstier zuzuschreiben. Diese ist auch der Beweis dafür, dass die

Membranen von Muskelzellen des weiblichen Reproduktionstraktes von

Invertebraten

empfindlicher

makrozyklische

Laktone

reagieren

Rezeptoren in Nerven und anderen Muskeln, und könnte auch die dramatische,

aber temporäre Reduktion der Eiproduktion in Parasiten, die nicht durch die

Behandlung mit den Arzneimittel abgetötet oder eliminiert wurden, erklären.

5.2.

Angaben zur Pharmakokinetik

Maximale

Plasmakonzentrationen

Doramectin

werden

nach

intramuskulärer

Injektion

beim

Schwein

nach

Tagen

erreicht.

Elimininationshalbwertszeit beträgt ungefähr 6 Tage.

5.3.

Umweltverträglichkeit

Wie andere makrozyklische Lactone besitzt Doramectin das Potential Nicht-

Zieltierorganismen zu schädigen. Nach Behandlung kann es über einen

Zeitraum von mehreren Wochen zur Ausscheidung von Doramectin in potentiell

toxischen Größenordnungen kommen. Faezes, die Doramectin enthalten und

auf der Weide abgesetzt werden, können die Dungfauna vermindern und

dadurch den Abbau des Dungs beeinträchtigen.

Doramectin ist sehr toxisch für Wasserlebewesen und kann sich in Sedimenten

anreichern.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1.

Verzeichnis der sonstigen Bestandteile

Butylhydroxyanisol (E320)

Ethyloleat

Sesamöl

6.2.

Inkompatibilitäten

Keine bekannt.

6.3.

Dauer der Haltbarkeit

Haltbarkeit des Tierarzneimittels im unversehrten Behältnis:

3 Jahre

Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen/Anbruch des Behältnisses:

28 Tage

6.4.

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 30 °C

lagern.

Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren, vor Frost schützen.

direktem

Sonnenlicht

schützen

nicht

schützenden

Plastikumhüllung entfernen.

6.5.

Art und Beschaffenheit der Primärverpackung

Dectomax wird in folgenden Packungsgrößen angeboten:

Undurchsichtige mit Kunststoff umhüllte Flasche mit 50 ml

Undurchsichtige mit Kunststoff umhüllte Flasche mit 250 ml

Undurchsichtige mit Kunststoff umhüllte Flasche mit 500 ml

Durchstechflaschen

(braune

Glasflaschen)

Gummistopfen

Aluminiumbördelung gefüllt mit einer farblosen bis hellgelben, öligen, sterilen

Lösung.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

6.6.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung nicht verwendeter

Tierarzneimittel oder bei der Anwendung entstehender Abfälle

Extrem gefährlich für Fische und im Wasser lebende Organismen. Eine

Verunreinigung von Teichen, Wasserstraßen oder Wassergräben mit dem

Produkt oder den gebrauchten Behältnissen ist zu vermeiden.

Nicht verwendetes Material, Behältnisse und Restinhalt sollte als Sondermüll

entsprechend

lokalen

Rechtsvorschriften

Vermeidung

Kontamination des Wassers entsorgt werden.

7.

ZULASSUNGSINHABER

Elanco GmbH

Heinz-Lohmann-Str. 4

27472 Cuxhaven

Deutschland

8.

ZULASSUNGSNUMMER

Zul.-Nr.: 400207.00.01

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ERSTZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

16.07.1998 /.12.06.2008

10.

STAND DER INFORMATION

03/2020

VERBOT DES VERKAUFS, DER ABGABE UND/ODER DER ANWENDUNG

Nicht zutreffend.

Verschreibungspflichtig

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