Dalmarelin, 25 Mikrogramm/ml, Injektionslösung für Rinder und Kaninchen

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

23-02-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

01-05-2020

Wirkstoff:
LECIRELIN ACETAT
Verfügbar ab:
Fatro S.p.A.
ATC-Code:
QH01CA92
INN (Internationale Bezeichnung):
LECIRELINE ACETATE
Einheiten im Paket:
1 x 4 ml Durchstechflasche pro Packung, Laufzeit: 24 Monate 10 x 4 ml Durchstechflasche pro Packung, Laufzeit: 24 Monate 1 x 10
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
8-00606
Berechtigungsdatum:
2004-02-09

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B. PACKUNGSBEILAGE

GEBRAUCHSINFORMATION

DALMARELIN 25 Mikrogramm/ml, Injektionslösung für Rinder und Kaninchen

1.

NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND, WENN

UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE

VERANTWORTLICH IST

FATRO S.p.A. – Via Emilia, 285 – Ozzano Emilia (Bologna), Italien

2.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

DALMARELIN, 25 Mikrogramm/ml, Injektionslösung für Rinder und Kaninchen

Lecirelin

3.

WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE

1 ml enthält:

Wirkstoff(e):

Lecirelin (als Lecirelin-acetat) 25,0 µg

Sonstige Bestandteile:

Benzylalkohol (E1519) 20,0 mg

4.

ANWENDUNGSGEBIET(E)

Rind

Behandlung von ovariellen Follikelzysten.

Frühe Zyklusinduktion ab Tag 14 nach Kalbung.

Ovulationsinduktion zum Zeitpunkt der Besamung in Fällen von kurzer, stiller oder verlängerter

Brunst.

Ovulationsinduktion in Verbindung mit künstlicher Besamung bei zyklischen Kühen, zur

Optimierung des Ovulationszeitpunktes.

Induktion und Synchronisation von Östrus und Ovulation in Kombination mit Prostaglandin F2α

(PGF2α) oder einem PGF2α-Analogon, mit oder ohne Progesteron, im Rahmen eines

terminorientierten künstlichen Besamungsprotokolls (FTAI: fixed time artificial insemination).

Kaninchen

Ovulationsinduktion.

Verbesserung der Konzeptionsrate.

5.

GEGENANZEIGEN

Keine bekannt.

6.

NEBENWIRKUNGEN

Keine bekannt.

Falls Sie Nebenwirkungen insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage

aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht

gewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

7.

ZIELTIERART(EN)

Rind (Kuh), Kaninchen

8.

DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Zur intramuskulären Anwendung.

Der Stopfen sollte nicht öfter als 25 Mal durchstochen werden.

Die Dosierungsanleitung ist vom Anwendungsgebiet und der Tierart abhängig:

Rind

Behandlung von ovariellen Follikelzysten: 4 ml des Tierarzneimittels (100 µg Lecirelin).

Frühe Zyklusinduktion ab Tag 14 nach Kalbung: 2 ml des Tierarzneimittels (50 µg Lecirelin).

Ovulationsinduktion zum Zeitpunkt der Besamung in Fällen von kurzer, stiller oder verlängerter

Brunst: 2 ml des Tierarzneimittels (50 µg Lecirelin).

Ovulationsinduktion in Verbindung mit künstlicher Besamung bei zyklischen Kühen, um den

Zeitpunkt der Ovulation zu optimieren: 2 ml des Tierarzneimittels (50 µg Lecirelin). Nach der

Feststellung des Östrus sollte das Tierarzneimittel zum Zeitpunkt der künstlichen Besamung

(FTAI) oder bis zu 8 Stunden davor verabreicht werden. Zwischen Feststellung des Östrus und

künstlicher Besamung sollten nicht mehr als 20 Stunden vergehen.

Induktion und Synchronisation von Östrus und Ovulation in Kombination mit Prostaglandin F2α

(PGF2α) oder einem PGF2α-Analogon, mit oder ohne Progesteron, im Rahmen eines

terminorientierten künstlichen Besamungsprotokolls (FTAI): 2 ml des Tierarzneimittels (50 µg

Lecirelin).

Auf der Basis von Ergebnissen aus klinischen Studien und wissenschaftlicher Literatur kann Lecirelin

in Kombination mit Prostaglandin F2α (PGF2α)/PGF2α-Analogon, mit oder ohne Progesteron, in

Programmen zur Ovulationsinduktion und -synchronisation (z. B. OvSynch) zur terminorientierten

künstlichen Besamung (FTAI) beim Rind eingesetzt werden.

Das OvSynch-Programm (d.h. GnRH/Prostaglandin/ GnRH) zur Ermöglichung einer

terminorientierten Besamung von Milchkühen ohne vorherige Brunstbeobachtung ist nachfolgend

zusammengefasst:

Tag 0

2 ml des Tierarzneimittels (50 µg Lecirelin)

Tag 7

PGF2α/PGF2α-Analogon in luteolytischer Dosis

Tag 9

2 ml des Tierarzneimittels (50 µg Lecirelin)

FTAI

Die Besamung sollte 16 – 20 Stunden nach der zweiten Lecirelin-Injektion erfolgen,

oder bei Beobachtung von Brunstsymptomen früher.

Das OvSynch-Programm in Kombination mit einer Progesteron-Anwendung zur Ermöglichung einer

terminorientierten Besamung von Milchkühen ohne vorherige Brunstbeobachtung ist nachfolgend

zusammengefasst:

Tag 0

Einsetzen eines vaginalen Progesteron-Freisetzungssystems

Gabe von 2 ml des Tierarzneimittels (50 µg Lecirelin)

Tag 7

Entfernen des vaginalen Progesteron-Freisetzungssystems

Gabe von PGF2α/PGF2α-Analogon in luteolytischer Dosis

Tag 9

Gabe von 2 ml des Tierarzneimittels (50 µg Lecirelin)

FTAI

Die Besamung sollte 16 – 20 Stunden nach der zweiten Lecirelin-Injektion erfolgen,

oder bei Beobachtung von Brunstsymptomen früher.

Andere Programme können bei entsprechender Herde ebenfalls relevant sein. Die Auswahl des

Programms sollte durch den behandelnden Tierarzt erfolgen, abhängig von den Gegebenheiten der

jeweiligen Herde.

Kaninchen

Ovulationsinduktion: 0,2 ml.

Verbesserung der Konzeptionsrate: 0,3 ml.

Die Behandlung kann 24 h nach Geburt erfolgen.

Der Deckakt oder die Besamung müssen unmittelbar nach der Applikation erfolgen.

9.

HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

Keine.

10.

WARTEZEIT(EN)

Essbare Gewebe: Null Tage

Milch: Null Stunden

11.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Nicht über 25°C lagern.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett oder am Karton angegebenen Verfalldatum

nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen des Behältnisses: 28 Tage

12.

BESONDERE WARNHINWEISE

Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart:

Das Tierarzneimittel sollte bei Kühen mit physiologischen Ovarien frühestens 14 Tage nach dem

Abkalben angewendet werden, infolge fehlender Ansprechbarkeit der Hypophyse vor dieser Zeit.

Zur Ovulationsinduktion im Rahmen einer künstlichen Besamung (mit oder ohne FTAI Protokoll)

sollte das Tierarzneimittel frühestens 35 Tage nach Abkalbung angewendet werden.

Das OvSynch Protokoll ist bei Färsen eventuell weniger effektiv als bei Rindern.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:

Tiere mit schlechtem Allgemeinbefinden, ob durch Krankheit, Mangelernährung oder andere

Faktoren, sprechen eventuell vermindert auf die Behandlung an.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Frauen im gebärfähigen Alter sollten DALMARELIN mit Vorsicht anwenden, da sich Lecirelin bei

Ratten als fetotoxisch erwiesen hat. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist ärztlicher Rat einzuholen.

GnRH-Analoga können durch die intakte Haut resorbiert werden. Bei Hautkontakt ist die betroffene

Stelle sofort mit Wasser und Seife abzuwaschen.

Trächtigkeit und Laktation

Die Anwendung des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit wird nicht empfohlen.

Das Tierarzneimittel kann während der Laktation angewendet werden.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:

Keine bekannt.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel):

Bei Rindern wurden nach bis zu 3-facher und beim Kaninchen nach bis zu 2-facher Überdosierung

keine Nebenwirkungen beobachtet.

Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen

Tierarzneimitteln gemischt werden.

13.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT

VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN

ERFORDERLICH

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Fragen Sie Ihren Tierarzt wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind. Diese

Maßnahmen sollen helfen die Umwelt zu schützen.

14.

GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE

Februar 2018.

15.

WEITERE ANGABEN

Lecirelin ist ein synthetisches Analogon des Gonadotropin-Releasinghormons (GnRH). Es

unterscheidet sich durch die Substitution von Glycin in der Position 6 durch D-tertiär-Leucin und

durch den Ersatz von Glycin durch eine Ethylamid-Gruppe in Position 10. Demzufolge ist Lecirelin

ein Nonapeptid.

Aufgrund der Strukturunterschiede zwischen Lecirelin und dem natürlichen GnRH weist Lecirelin

eine längere Bindungsdauer an den spezifischen Rezeptoren der Hypophyse auf.

Die physiologische Wirkung der Gonadotropine umfasst die Stimulation der Follikelreifung, die

Ovulationsinduktion und die Bildung von Gelbkörpern im Ovar.

Lecirelin wird nach intramuskulärer Applikation rasch resorbiert. Die Elimination aus der Blutbahn

findet schnell statt, während die hormonelle Wirkung aufgrund der längeren Bindungsdauer an den

Rezeptoren für mehrere Stunden anhält. Allerdings ist die Pharmakokinetik abhängig von Tierart und

Dosis.

GnRH-Analoga reichern sich vornehmlich in der Leber, der Niere und in der Hypophyse an. Dort

werden sie enzymatisch in pharmakologisch inaktive Metaboliten abgebaut, die dann auf renalem Wege

ausgeschieden werden.

Packungsgrößen:

1 x 4 ml Injektionslösung pro Packung

10 x 4 ml Injektionslösung pro Packung

1 x 10 ml Injektionslösung pro Packung

5 x 10 ml Injektionslösung pro Packung

1 x 20 ml Injektionslösung pro Packung

1 x 100 ml Injektionsbeutel

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Z. Nr.: 8-00606

Fachinformation in Form der Zusammenfassung der Merkmale des Tierarzneimittels

(Summary of Product Characteristics) vorgesehenen Angaben

1.

Bezeichnung des Tierarzneimittels

DALMARELIN 25 Mikrogramm/ml Injektionslösung für Rinder und Kaninchen

2.

Qualitative und quantitative Zusammensetzung

1 ml Injektionslösung enthält:

Wirkstoff(e):

Lecirelin (als Lecirelinacetat)

25,0 µg

Sonstige Bestandteile:

Benzylalkohol (E 1519)

20,0 mg

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie unter Abschnitt 6.1.

3.

Darreichungsform

Injektionslösung.

Klare, farblose Lösung.

4.

Klinische Angaben

4.1

Zieltierart(en)

Rind (Kuh), Kaninchen

4.2

Anwendungsgebiete unter Angabe der Zieltierarten

Rind

Behandlung von ovariellen Follikelzysten.

Frühe Zyklusinduktion ab Tag 14 nach Kalbung.

Ovulationsinduktion zum Zeitpunkt der Besamung in Fällen von kurzer, stiller oder

verlängerter Brunst.

Ovulationsinduktion in Verbindung mit künstlicher Besamung bei zyklischen Kühen, zur

Optimierung des Ovulationszeitpunktes.

Induktion und Synchronisation von Östrus und Ovulation in Kombination mit Prostaglandin

(PGF

) oder einem PGF

-Analogon, mit oder ohne Progesteron, im Rahmen eines

terminorientierten künstlichen Besamungsprotokolls (FTAI: fixed time artificial insemination).

Kaninchen

Ovulationsinduktion.

Verbesserung der Konzeptionsrate.

4.3

Gegenanzeigen

Keine.

4.4

Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart

Das Tierarzneimittel sollte bei Kühen mit physiologischen Ovarien frühestens 14 Tage nach dem

Abkalben angewendet werden, infolge fehlender Ansprechbarkeit der Hypophyse vor dieser

Zeit.

Zur Ovulationsinduktion im Rahmen einer künstlichen Besamung (mit oder ohne FTAI Protokoll)

sollte das Tierarzneimittel frühestens 35 Tage nach Abkalbung angewendet werden.

Das OvSynch Protokoll ist bei Färsen eventuell weniger effektiv als bei Rindern.

4.5

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:

Tiere mit schlechtem Allgemeinbefinden, ob durch Krankheit, Mangelernährung oder andere

Faktoren, sprechen eventuell vermindert auf die Behandlung an.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Frauen im gebärfähigen Alter sollten DALMARELIN mit Vorsicht anwenden, da sich Lecirelin bei

Ratten als fetotoxisch erwiesen hat. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist ärztlicher Rat

einzuholen.

GnRH-Analoga können durch die intakte Haut resorbiert werden. Bei Hautkontakt ist die

betroffene Stelle sofort mit Wasser und Seife abzuwaschen.

4.6

Nebenwirkungen (Häufigkeit und Schwere)

Keine beobachtet.

4.7

Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode

Die Anwendung des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit wird nicht empfohlen. Das

Tierarzneimittel kann während der Laktation angewendet werden.

4.8

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen

Keine bekannt.

4.9

Dosierung und Art der Anwendung

Zur intramuskulären Anwendung.

Der Stopfen sollte nicht öfter als 25 Mal durchstochen werden.

Die Dosierungsanleitung ist vom Anwendungsgebiet und der Tierart abhängig:

Rind

Behandlung von ovariellen Follikelzysten: 4 ml des Tierarzneimittels (100 µg Lecirelin).

Frühe Zyklusinduktion ab Tag 14 nach Kalbung: 2 ml des Tierarzneimittels (50 µg Lecirelin).

Ovulationsinduktion zum Zeitpunkt der Besamung in Fällen von kurzer, stiller oder

verlängerter Brunst: 2 ml des Tierarzneimittels (50 µg Lecirelin).

Ovulationsinduktion in Verbindung mit künstlicher Besamung bei zyklischen Kühen, um den

Zeitpunkt der Ovulation zu optimieren: 2 ml des Tierarzneimittels (50 µg Lecirelin). Nach der

Feststellung des Östrus sollte das Tierarzneimittel zum Zeitpunkt der künstlichen Besamung

(FTAI) oder bis zu 8 Stunden davor verabreicht werden. Zwischen Feststellung des Östrus

und künstlicher Besamung sollten nicht mehr als 20 Stunden vergehen.

Induktion und Synchronisation von Östrus und Ovulation in Kombination mit Prostaglandin

(PGF

) oder einem PGF

-Analogon, mit oder ohne Progesteron, im Rahmen eines

terminorientierten künstlichen Besamungsprotokolls (FTAI): 2 ml des Tierarzneimittels (50 µg

Lecirelin).

Auf der Basis von Ergebnissen aus klinischen Studien und wissenschaftlicher Literatur kann

Lecirelin in Kombination mit Prostaglandin F

(PGF

)/PGF

-Analogon, mit oder ohne

Progesteron, in Programmen zur Ovulationsinduktion und -synchronisation (z. B. OvSynch) zur

terminorientierten künstlichen Besamung (FTAI) beim Rind eingesetzt werden.

Das OvSynch-Programm (d.h. GnRH/Prostaglandin/ GnRH) zur Ermöglichung einer

terminorientierten Besamung von Milchkühen ohne vorherige Brunstbeobachtung ist

nachfolgend zusammengefasst:

Tag 0

2 ml des Tierarzneimittels (50 µg Lecirelin)

Tag 7

/PGF

-Analogon in luteolytischer Dosis

Tag 9

2 ml des Tierarzneimittels (50 µg Lecirelin)

FTAI

Die Besamung sollte 16 – 20 Stunden nach der zweiten Lecirelin-Injektion

erfolgen, oder bei Beobachtung von Brunstsymptomen früher.

Das OvSynch-Programm in Kombination mit einer Progesteron-Anwendung zur Ermöglichung

einer terminorientierten Besamung von Milchkühen ohne vorherige Brunstbeobachtung ist

nachfolgend zusammengefasst:

Tag 0

Einsetzen eines vaginalen Progesteron-Freisetzungssystems

Gabe von 2 ml des Tierarzneimittels (50 µg Lecirelin)

Tag 7

Entfernen des vaginalen Progesteron-Freisetzungssystems

Gabe von PGF

/PGF

-Analogon in luteolytischer Dosis

Tag 9

Gabe von 2 ml des Tierarzneimittels (50 µg Lecirelin)

FTAI

Die Besamung sollte 16 – 20 Stunden nach der zweiten Lecirelin-Injektion

erfolgen, oder bei Beobachtung von Brunstsymptomen früher.

Andere Programme können bei entsprechender Herde ebenfalls relevant sein. Die Auswahl des

Programms sollte durch den behandelnden Tierarzt erfolgen, abhängig von den Gegebenheiten

der jeweiligen Herde.

Kaninchen

Ovulationsinduktion: 0,2 ml

Verbesserung der Konzeptionsrate: 0,3 ml.

Die Behandlung kann 24 h nach Geburt erfolgen.

Der Deckakt oder die Besamung müssen unmittelbar nach der Applikation erfolgen.

4.10

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen und Gegenmittel), falls erforderlich

Bei Rindern wurden nach bis zu 3-facher und beim Kaninchen nach bis zu 2-facher

Überdosierung keine Nebenwirkungen beobachtet.

4.11

Wartezeit(en)

Rind

Essbare Gewebe:

0 Tage

Milch:

0 Stunden

Kaninchen

Essbare Gewebe:

0 Tage

5.

Pharmakologische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Gonadotropin-Releasinghormon, (GnRH)-Analogon.

ATCvet-Code:

QH01CA92

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Lecirelin ist ein synthetisches Analogon des Gonadotropin-Releasinghormons (GnRH). Es

unterscheidet sich durch die Substitution von Glycin in der Position 6 durch D-tertiär-Leucin und

durch den Ersatz von Glycin durch eine Ethylamid-Gruppe in Position 10. Demzufolge ist

Lecirelin ein Nonapeptid.

Aufgrund der Strukturunterschiede zwischen Lecirelin und dem natürlichen GnRH weist Lecirelin

eine längere Bindungsdauer an den spezifischen Rezeptoren der Hypophyse auf.

Die physiologische Wirkung der Gonadotropine resultiert aus der Stimulation der Follikelreifung,

der Ovulationsinduktion und der Bildung von Gelbkörpern im Ovar.

5.2

Angaben zur Pharmakokinetik

Lecirelin wird nach intramuskulärer Applikation rasch resorbiert. Die Elimination aus der

Blutbahn findet schnell statt, während die hormonelle Wirkung aufgrund der längeren

Bindungsdauer an den Rezeptoren für mehrere Stunden anhält. Allerdings ist die

Pharmakokinetik Tierart- und Dosis-abhängig.

GnRH-Analoga reichern sich vornehmlich in der Leber, der Niere und in der Hypophyse an. Dort

werden sie enzymatisch in pharmakologisch inaktive Metaboliten abgebaut, die dann auf

renalem Wege ausgeschieden werden.

6.

Pharmazeutische Angaben

6.1

Verzeichnis der sonstigen Bestandteile

Benzylalkohol (E 1519)

Essigsäure 99 % (E 260)

Natriummonohydrogenphosphat-Dodecahydrat (E 339ii)

Natriumchlorid

Wasser für Injektionszwecke.

6.2

Wesentliche Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsuntersuchungen durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht

mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

Haltbarkeit des Tierarzneimittels im unversehrten Behältnis:

2 Jahre.

Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen / Anbruch des Behältnisses:28 Tage

6.4

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 25 °C lagern.

6.5

Art und Beschaffenheit des Behältnisses

4 ml, 10 ml, 20 ml Durchstechflaschen vom Typ I oder Typ II aus neutralem farblosen Glas,

verschlossen mit Gummistopfen vom Typ I und Aluminium-Bördelverschluss

in einem Karton.

100 ml Injektionsbeutel aus HD-Polyethylen (HDPE), verschlossen mit Gummistopfen vom Typ I

und Aluminium-Bördelverschluss in einem Karton.

Packungsgrößen:

1 x 4 ml Injektionslösung pro Packung

10 x 4 ml Injektionslösung pro Packung

1 x 10 ml Injektionslösung pro Packung

5 x 10 ml Injektionslösung pro Packung

1 x 20 ml Injektionslösung pro Packung

1 x 100 ml Injektionsbeutel

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung nicht verwendeter

Tierarzneimittel oder bei der Anwendung entstehender Abfälle

Nicht verwendete Tierarzneimittel oder davon stammende Abfallmaterialien sind entsprechend

den nationalen Vorschriften zu entsorgen.

7.

Zulassungsinhaber

FATRO S.p.A.

Via Emilia 285

I-40064 Ozzano Emilia (Bologna)

8.

Zulassungsnummer

Z. Nr.: 8-00606

9.

Datum der Erteilung der Erstzulassung / Verlängerung der Zulassung

09.02.2004 / 29.10.2008

10.

Stand der Information

11.

Verbot des Verkaufs, der Abgabe und/oder der Anwendung

Nicht zutreffend.

12.

Verschreibungsstatus / Apothekenpflicht

Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten.

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