Daflon 500 mg - Filmtabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
FLAVONOIDE; DIOSMIN
Verfügbar ab:
Servier Austria GmbH
ATC-Code:
C05CA53
INN (Internationale Bezeichnung):
FLAVONOIDS; DIOSMIN
Einheiten im Paket:
30 Stück, Laufzeit: 48 Monate
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Therapiegruppe:
Diosmin, Kombinationen
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-20685
Berechtigungsdatum:
1994-11-18

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Daflon 500 mg - Filmtabletten

Wirkstoff: gereinigte, mikronisierte Flavonoidfraktion

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage

beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat

benötigen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind. Siehe Abschnitt 4.

Wenn Sie sich nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was sind Daflon 500 mg - Filmtabletten und wofür werden sie angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Daflon

500 mg - Filmtabletten beachten?

Wie sind Daflon 500 mg - Filmtabletten einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie sind Daflon 500 mg - Filmtabletten aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was sind Daflon 500mg - Filmtabletten und wofür werden sie angewendet?

Die in Daflon

500 mg - Filmtabletten enthaltenen Substanzen wirken auf die großen Venen

und die feinen Haargefäße. Sie verringern sowohl die zu starke Dehnbarkeit als auch die

krankhaft gesteigerte Durchlässigkeit der Gefäßwände für Blutflüssigkeit. Zugleich wird das

Fassungsvermögen der Venen für Blut reduziert. Dadurch werden die Symptome des

Blutstaus, wie beispielsweise Schweregefühl oder Schmerzen in den Beinen bzw. nachts

auftretende Wadenkrämpfe, verhindert.

Zugleich werden auch durch Hämorrhoiden hervorgerufene Beschwerden günstig beeinflusst.

Anwendungsgebiete

Beschwerden bei chronischen Venenleiden der Beine, insbesondere Schweregefühl,

Schmerzen und nächtliche Wadenkrämpfe.

Durch Hämorrhoiden hervorgerufene Beschwerden.

Wenn Sie sich nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Daflon

500 mg - Filmtabletten beachten?

Daflon

500 mg – Filmtabletten dürfen NICHT eingenommen werden,

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff oder einen der

sonstigen Bestandteile von Daflon 500 mg - Filmtabletten sind.

Beachten Sie dazu das Kapitel „Inhalt der Packung und weitere Informationen“.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Daflon 500 mg Filmtabletten

einnehmen.

Wenn plötzliche Schwellungen, Hautrötung, Spannungsgefühl, Hitze oder Schmerzen

auftreten, vor allem, wenn nur ein Bein betroffen ist, suchen Sie bitte umgehend Ihren Arzt

auf.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Daflon 500 mg – Filmtabletten bei Kindern und Jugendlichen ist nicht

empfohlen.

Einnahme von Daflon 500 mg - Filmtabletten zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Wechselwirkungen sind für Daflon

500 mg – Filmtabletten nicht bekannt.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren

Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Aus Gründen der besonderen Vorsicht sollte dieses Arzneimittel während der

Schwangerschaft nicht angewendet werden.

Stillzeit

Während der Stillzeit sollten Daflon

500 mg – Filmtabletten nicht angewendet werden, da es

keine Daten zum Übertritt des Arzneimittels in die Muttermilch gibt. Der Eintritt einer

Schwangerschaft ist dem Arzt zu melden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Daflon hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und

die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Wie sind Daflon

500mg – Filmtabletten einzunehmen?

Nehmen Sie Daflon 500 mg - Filmtabletten immer genau wie in dieser Packungsbeilage

beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt: 2 x täglich 1 Filmtablette (morgens und abends). Alternativ

können 1 x täglich 2 Filmtabletten eingenommen werden (morgens oder abends).

Bei akuten Hämorrhoidalbeschwerden ist eine vorübergehende Erhöhung auf 2 x täglich

2 bis 3 Filmtabletten möglich.

Die Filmtabletten werden zu den Mahlzeiten unzerkaut und mit ausreichend Flüssigkeit

eingenommen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die Anwendung von Daflon 500 mg – Filmtabletten bei Kindern und Jugendlichen ist nicht

empfohlen.

Wenn Sie eine größere Menge von Daflon 500 mg – Filmtabletten eingenommen haben,

als Sie sollten

Wenn Sie mehr Daflon eingenommen haben, als Sie sollten, dann kontaktieren Sie sofort

Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Erfahrung mit Überdosierungen von Daflon ist begrenzt, berichtet wurden Symptome wie

Durchfall, Übelkeit, Bauchschmerzen, Juckreiz und Ausschlag.

Wenn Sie die Einnahme von Daflon 500 mg – Filmtabletten vergessen haben

Setzen Sie die Einnahme zum nächsten Zeitpunkt fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis

ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der angeführten

Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht

in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Daflon

500 mg – Filmtabletten werden meist gut vertragen.

Folgende Nebenwirkungen könnten auftreten:

Häufig (1 bis 10 Behandelte von 100):

Beschwerden des Magen-Darmtraktes (Durchfall, Verdauungsstörungen, Übelkeit,

Erbrechen).

Gelegentlich (1 bis 10 Behandelte von 1.000):

Colitis (Dickdarmentzündung).

Selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000):

Schwindel, Kopfschmerzen, Unwohlsein, Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut (Jucken,

Ausschlag, Nesselausschlag).

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Eingegrenzte Ödeme (Schwellungen) an Gesicht, Lippe und Augenlid, in Ausnahmefällen

Quincke Ödem (plötzlich auftretende Gewebsschwellungen z.B. an Gesicht, Lippe, Mund,

Zunge oder im Hals welche zu erschwerter Atmung führen können), Bauchschmerzen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Österreich

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über

die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie sind Daflon 500 mg – Filmtabletten aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach "Verwendbar bis"

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den

letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Daflon

500 mg – Filmtabletten enthalten

Wirkstoff: 1 Filmtablette enthält 500 mg gereinigte, mikronisierte Flavonoidfraktion,

bestehend aus 450 mg Diosmin und 50 mg Flavonoiden, dargestellt als Hesperidin.

Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumstärkeglykolat, mikrokristalline Zellulose,

Gelatine, Magnesiumstearat, Talkum, Glycerin, Natriumlaurylsulfat,

Hydroxypropylmethylzellulose, Polyethylenglykol 6000, Titandioxid (E 171), gelbes

Eisenoxid (E 172) und rotes Eisenoxid (E 172).

Wie Daflon 500 mg – Filmtabletten aussehen und Inhalt der Packung

Ovale, lachsfarbene Filmtabletten.

Die Filmtabletten sind in Packungen zu 30, 36, 60, 90, 120, 150 und 180 Filmtabletten

erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Servier Austria GmbH

Mariahilferstraße 20/7

1070 Wien

Tel.: 01/524 39 99

Fax.: 01/524 39 99 9

office@at.netgrs.com

Hersteller:

Les Laboratoires Servier Industrie

F-45520 Gidy, Frankreich

Servier (Ireland) Industries Ltd

Gorey Road, Arklow - Co. Wicklow

Ireland

Z.Nr.: 1 – 20685

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2019.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Daflon 500 mg - Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Filmtablette enthält 500 mg gereinigte, mikronisierte Flavonoidfraktion, bestehend aus 450

Diosmin und 50 mg Flavonoiden, dargestellt als Hesperidin.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Dieses Arzneimittel ist ein Venentherapeutikum zur Behandlung von funktionellen Symptomen

chronischer

Veneninsuffizienz

Beine,

insbesondere

Schweregefühl,

Schmerzen

nächtliche

Wadenkrämpfe.

Hämorrhoidalbeschwerden (akut bzw. Dauerbeschwerden).

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

mal täglich 1 Filmtablette (morgens und abends). Alternativ können 1 mal täglich 2 Filmtabletten

eingenommen (morgens oder abends) werden.

Bei akuten Hämorrhoidalbeschwerden ist eine vorübergehende Erhöhung auf 2 mal täglich 2 bis

Filmtabletten möglich.

Kinder und Jugendliche

Die Unbedenklichkeit und

Wirksamkeit

Daflon bei

Kindern und

Jugendlichen

ist nicht

nachgewiesen. Es liegen keine Studien vor.

Patienten mit eingeschränkter Nieren- und Leberfunktion

gibt

keine

speziellen

Dosierungsrichtlinien

für

Patienten

eingeschränkter

Leber-

Nierenfunktion.

Ältere Patienten

Es gibt keine speziellen Dosierungsrichtlinien für ältere Patienten.

Art der Anwendung

Die Filmtabletten werden zu den Mahlzeiten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen.

Behandlung ist bevorzugt kurmäßig über einige Monate durchzuführen.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Die Anwendung dieses Arzneimittels in der symptomatischen Behandlung akuter hämorrhoidaler

Beschwerden schließt die Therapie anderer analer Zustände nicht aus. Sollten die Symptome nicht

rasch abklingen ist eine proktologische Untersuchung anzuraten und die Behandlung zu überprüfen.

Treten plötzlich ungewohnt starke Beschwerden vor allem an einem Bein auf, die sich durch

Schwellung, Verfärbung der Haut, Spannungs- oder Hitzegefühl sowie Schmerzen bemerkbar

machen, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Es kann sich um Symptome einer

Beinvenenthrombose im Zusammenhang mit der zugrunde liegenden Venenschwäche handeln.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

wurden

keine

Studien zur Erfassung von

Wechselwirkungen

durchgeführt.

Keine

klinisch

relevante

Arzneimittelwechselwirkung wurde bis heute im Rahmen der Post-marketing Erfahrung

über das Produkt berichtet.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung der mikronisierten

Flavonoidfraktion bei Schwangeren vor.

Tierexperimentelle

Studien

ergaben

keine

Hinweise

eine

Reproduktionstoxizität

(siehe

Abschnitt 5.3).

Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von Daflon in der Schwangerschaft vermieden werden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt ob Wirkstoffe/Metabolite in die Muttermilch übergehen. Ein Risiko für das

Neugeborene/Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Es muss eine Entscheidung darüber getroffen

werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Daflon verzichtet werden

soll / die Behandlung mit Daflon zu unterbrechen ist. Dabei ist sowohl der Nutzen des Stillens für

das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen.

Fertilität

Studien zur Reproduktionstoxizität zeigten keinen Effekt auf die Fertilität bei männlichen oder

weiblichen Ratten (siehe Abschnitt 5.3).

4.7

Auswirkungen

auf

die

Verkehrstüchtigkeit

und

die

Fähigkeit

zum

Bedienen

von

Maschinen

wurden keine Untersuchungen bezüglich der Auswirkungen

der Flavonoidfraktion

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

Zieht man jedoch das gesamte Sicherheitsprofil der Flavonoidfraktion in Betracht hat Daflon

500 mg

keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf diese Fähigkeiten.

4.8

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die während der Einnahme von Daflon aufgetretenen Nebenwirkungen in klinischen Studien waren

von leichter Intensität. Diese betrafen vor allem Magen-Darm-Beschwerden (Durchfall, Dyspepsie,

Nausea, Erbrechen).

Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen wurden berichtet und nach den folgenden Häufigkeiten gereiht: Sehr

häufig (≥1/10); häufig (≥1/100 bis <1/10); gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100); selten (≥1/10.000 bis

<1/1.000); sehr selten (<1/10.000); nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten

nicht abschätzbar).

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkung

Schwindel

Kopfschmerzen

Erkrankungen des

Nervensystems

Selten

Unwohlsein

Durchfall

Dyspepsia

Nausea

Häufig

Erbrechen

Gelegentlich

Colitis

Erkrankungen des

Gastrointestinaltraktes

Nicht bekannt*

Abdominale Schmerzen

Pruritus

Ausschlag

Selten

Urtikaria

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Nicht bekannt*

Eingegrenzte Ödeme an Gesicht, Lippe und

Augenlid, in Ausnahmefällen Quincke Ödem.

*Beobachtungen nach Markteinführung

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.

ermöglicht

eine

kontinuierliche

Überwachung

Nutzen-Risiko-Verhältnisses

Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer

Nebenwirkung über

das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Österreich

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Symptome

Es gibt nur begrenzte Erfahrungen mit Überdosierungen von Daflon. Die häufigsten berichteten

Nebenwirkungen in Überdosierungsfällen waren gastrointestinale Vorkommnisse (wie zum Beispiel

Diarrhoe, Übelkeit, abdominale Schmerzen) und Hautreaktionen (wie Juckreiz, Ausschlag).

Management

Die Behandlung einer Überdosierung sollte aus der Behandlung der klinischen Symptome bestehen.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Kapillarstabilisierbare Mittel: Bioflavonoide

ATC-Code: C05CA53

Daflon enthaltene

gereinigte,

mikronisierte

Flavonoidfraktion

wirkt

Venen

Mikrozirkulation.

führt

zu einer Verminderung der venösen Kapazität und Dehnbarkeit und

bewirkt andererseits eine Verringerung einer pathologisch erhöhten Kapillarpermeabilität sowie

eine

Erhöhung der Kapillarresistenz.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Studien wurden nach oraler Verabreichung des Medikaments mit

C-markiertem Diosmin

durchgeführt und nach einmaliger oraler Verabreichung von Daflon 500 mg an gesunde Probanden.

Absorption: Nach einmaliger oraler Verabreichung von

C-radiomarkiertem Daflon beträgt die

Absorption (bezogen auf die totale Ausscheidung über den Urin) 58%.

Verteilung: Basierend auf Konzentrationsmessungen des gesamten Diosmetins im Plasma nach

einmaliger oraler Verabreichung von 500 mg Daflon-mikronisierte Flavonoidfraktion, welche 90%

Diosmin und 10 % andere Flavonoide – ausgedrückt als Hesperidin - enthält, werden die maximalen

Plasmakonzentrationen innerhalb von 12 Stunden (Spanne: 8-24 Stunden) erreicht.

Metabolismus: Diosmin wird in den Enterozyten zu seinem Aglykon Diosmetin metabolisiert,

welches zu seinen zirkulierenden Glucurono-Derivaten und verschiedenen Phenolsäuren, darunter

Hippursäure, transformiert wird.

Eliminierung: In den ersten 24 Stunden erfolgt die Eliminierung hauptsächlich über den Urin nach

einmaliger oraler Verabreichung, wobei 31% der oralen Dosis in dieser Periode ausgeschieden wird.

Die totale Ausscheidung ist komplett (109 +/- 23%), wobei 58+/- 20% der Dosis im Urin und 51 +/-

24% der Dosis im Fäzes wiedergefunden wird (der Großteil der fäkalen Ausscheidung ist nach 24

Stunden erreicht).

Basierend auf Konzentrationsmessungen von Gesamtdiosmetin im Plasma nach einmaliger oraler

Verabreichung von 500 mg Daflon beträgt die Eliminierungshalbwertszeit etwa 13 +/- 5 Stunden.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Allgemeine und spezielle Studien an Tieren haben keine signifikanten Hinweise auf Toxizität

gegeben.

Die orale Gabe der 180fach höheren Dosis als der üblichen therapeutischen Dosis für Menschen hatte

bei Mäusen, Ratten oder Affen keine toxischen oder letalen Auswirkungen und verursachte kein

ungewöhnliches

Verhalten

oder

biologische,

anatomische

oder

histologische

Veränderungen.

Studien

an Ratten und Hasen zeigten weder einen embryotoxischen noch einen teratogenen Effekt.

Es ist keine

Veränderung der Fertilität aufgetreten.

In vitro und in vivo Tests zeigten kein mutagenes Potential.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumstärkeglykolat, mikrokristalline Zellulose, Gelatine, Magnesiumstearat, Talkum, Glycerin,

Natriumlaurylsulfat,

Hydroxypropylmethylzellulose,

Polyethylenglykol

6000,

Titandioxid

171),

gelbes Eisenoxid (E 172) und rotes Eisenoxid (E 172).

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Keine besonderen Anforderungen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Blister.

Packungen zu 30, 36, 60, 90, 120, 150 und 180 Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu entsorgen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

SERVIER AUSTRIA GMBH

Mariahilferstraße 20/7

1070 Wien

Tel.: 01/524 39 99

Fax.: 01/524 39 99 9

office@at.netgrs.com

8.

ZULASSUNGSNUMMER

1-20685

9.

DATUM

DER

ERTEILUNG

DER

ZULASSUNG/

VERLÄNGERUNG

DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 18. November 1994

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 13. Juni 2013

10.

STAND DER INFORMATION

01/2019

VERSCHREIBUNGSPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezeptfrei. Apothekenpflichtig

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