CRESTOR 5 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Rosuvastatin-Hemicalcium
Verfügbar ab:
AstraZeneca GmbH
ATC-Code:
C10AA07
INN (Internationale Bezeichnung):
Rosuvastatin Calcium Trihydrate
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Rosuvastatin-Hemicalcium 5.2mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
61744.00.00

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Crestor

®

5 mg Filmtabletten

Crestor

®

10 mg Filmtabletten

Crestor

®

20 mg Filmtabletten

Rosuvastatin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht:

1.

Was ist Crestor und wofür wird es angewendet?

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Crestor beachten?

3.

Wie ist Crestor einzunehmen?

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5.

Wie ist Crestor aufzubewahren?

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Crestor und wofür wird es angewendet?

Crestor gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Statine bekannt sind.

Crestor wurde Ihnen verschrieben, da:

Sie einen hohen Cholesterinwert haben. Dies bedeutet, dass bei Ihnen das Risiko besteht, einen

Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Crestor wird bei Erwachsenen, Jugendlichen und

Kindern ab 6 Jahren angewendet, um einen hohen Cholesterinwert zu behandeln.

Es wurde Ihnen geraten, ein Statin einzunehmen, da eine Ernährungsumstellung und mehr Bewegung

keine ausreichende Senkung Ihrer Cholesterinwerte bewirkt haben. Während der Behandlung mit

Crestor sollten Sie mit Ihrer cholesterinsenkenden Ernährung sowie mit der Bewegung

weitermachen.

Oder

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Bei Ihnen liegen andere Gründe vor, die Ihr Risiko für einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder

verwandte Gesundheitsprobleme erhöhen.

Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Probleme können durch eine Krankheit verursacht werden, die

als Atherosklerose bezeichnet wird. Atherosklerose ist auf die Bildung von Fettablagerungen in den

Arterien zurückzuführen.

Warum es wichtig ist, die Einnahme von Crestor fortzusetzen

Crestor wird angewendet, um den Gehalt von Fettsubstanzen im Blut, sogenannten Lipiden, zu

korrigieren. Das bekannteste Lipid ist das Cholesterin.

Es gibt unterschiedliche Arten von Cholesterin im Blut: das „schlechte“ Cholesterin (LDL-

Cholesterin) und das „gute“ Cholesterin (HDL-Cholesterin).

Crestor kann das „schlechte“ Cholesterin senken und das „gute“ Cholesterin erhöhen.

Es wirkt, indem es hilft, die körpereigene Produktion von „schlechtem“ Cholesterin zu blockieren,

und indem es die Fähigkeit Ihres Körpers verbessert, das „schlechte“ Cholesterin aus dem Blut

zu entfernen.

Bei den meisten Menschen beeinträchtigt ein hoher Cholesterinwert das Wohlbefinden nicht, da er

keine spürbaren Beschwerden verursacht. Bleibt dieser jedoch unbehandelt, können sich an den

Wänden der Blutgefäße Fettablagerungen bilden, was zu einer Verengung der Gefäße führt.

Manchmal können sich diese verengten Blutgefäße verschließen, was die Blutzufuhr zum Herzen

oder Gehirn unterbinden und zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann. Durch das

Absenken Ihres Cholesterinwertes können Sie Ihr Risiko für einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall

oder damit verbundene Gesundheitsprobleme verringern.

Sie sollten die Einnahme von Crestor fortsetzen, auch wenn Ihr Cholesterinwert den Normbereich

erreicht hat, da das Arzneimittel ein erneutes Ansteigen Ihres Cholesterinwertes und die Bildung

von Fettablagerungen verhindert. Beenden Sie jedoch die Einnahme, wenn Ihr Arzt es Ihnen sagt

oder falls Sie schwanger geworden sind.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Crestor beachten?

Crestor darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie schon einmal eine allergische Reaktion auf Rosuvastatin oder auf einen der in

Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile hatten,

wenn Sie schwanger sind oder stillen. Sollten Sie während der Einnahme von Crestor

schwanger werden, müssen Sie die Einnahme sofort beenden und sich an Ihren Arzt

wenden. Frauen sollten während der Einnahme von Crestor vermeiden, schwanger zu werden,

indem sie geeignete Verhütungsmittel anwenden.

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wenn Sie eine Lebererkrankung haben,

wenn Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung leiden,

wenn Sie wiederholt oder aus ungeklärter Ursache Muskelkater oder andere

Muskelschmerzen haben,

wenn Sie ein Arzneimittel mit dem Wirkstoff Ciclosporin anwenden (z. B. nach

Organtransplantationen).

Wenn eine der oben genannten Angaben auf Sie zutrifft oder falls Sie sich nicht sicher sind,

sprechen Sie vor der Anwendung von Crestor mit Ihrem Arzt.

Zusätzlich darf Rosuvastatin in der Dosierung 40 mg (die höchste Dosis) nicht eingenommen

werden,

wenn Sie an einer mittelschweren Nierenfunktionsstörung leiden (im Zweifelsfall fragen Sie

bitte Ihren Arzt),

wenn Sie an einer Funktionsstörung der Schilddrüse leiden,

wenn Sie wiederholt oder aus ungeklärter Ursache Muskelkater oder andere

Muskelschmerzen gehabt haben, in der persönlichen oder familiären Vorgeschichte

Muskelerkrankungen vorgekommen sind oder wenn bei Ihnen während der Behandlung mit

anderen cholesterinsenkenden Mitteln bereits einmal Muskelerkrankungen aufgetreten sind,

wenn Sie regelmäßig große Mengen Alkohol trinken,

wenn Sie asiatischer Abstammung sind (Japaner, Chinese, Filipino, Vietnamese, Koreaner und

Inder),

wenn Sie andere Arzneimittel, die als Fibrate bezeichnet werden, einnehmen, um Ihren

Cholesterinwert zu senken.

Wenn eine der oben genannten Angaben auf Sie zutrifft oder falls Sie sich nicht sicher sind,

sprechen Sie vor der Anwendung von Crestor mit Ihrem Arzt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Crestor einnehmen,

wenn Sie Nierenfunktionsstörungen haben,

wenn Sie Leberfunktionsstörungen haben,

wenn Sie wiederholt oder aus ungeklärter Ursache Muskelkater oder andere

Muskelschmerzen gehabt haben, in der persönlichen oder familiären Vorgeschichte

Muskelerkrankungen vorgekommen sind oder wenn bei Ihnen während der Behandlung mit

anderen cholesterinsenkenden Mitteln bereits einmal Muskelerkrankungen aufgetreten sind.

Teilen Sie Ihrem Arzt umgehend mit, wenn Sie aus ungeklärter Ursache Muskelkater oder andere

Muskelschmerzen haben, insbesondere in Kombination mit Unwohlsein und Fieber. Teilen Sie

Ihrem Arzt oder Apotheker ebenfalls mit, wenn Sie eine anhaltende Muskelschwäche haben.

wenn Sie regelmäßig große Mengen Alkohol trinken,

wenn Sie an einer Funktionsstörung der Schilddrüse leiden,

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wenn Sie andere Arzneimittel, die als Fibrate bezeichnet werden, einnehmen, um Ihren

Cholesterinwert zu senken. Bitte lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, auch

wenn Sie zuvor andere Arzneimittel zur Senkung eines hohen Cholesterinwertes eingenommen

haben.

wenn Sie Arzneimittel zur Behandlung einer HIV-Infektion, wie z. B. Ritonavir mit Lopinavir

und/oder Atazanavir, einnehmen. Beachten Sie bitte den Abschnitt „Einnahme von Crestor

zusammen mit anderen Arzneimitteln“.

wenn Sie ein Arzneimittel mit dem Namen Fusidinsäure (ein Antibiotikum, das geschluckt

oder gespritzt wird) derzeit anwenden oder innerhalb der letzten 7 Tage angewendet haben. Die

Kombination von Fusidinsäure und Crestor kann zu ernsthaften Muskelschäden führen

(Rhabdomyolyse), beachten Sie bitte den Abschnitt „Einnahme von Crestor zusammen mit

anderen Arzneimitteln“.

wenn Sie über 70 Jahre alt sind (da Ihr Arzt eine für Sie geeignete Anfangsdosierung für

Crestor wählen muss),

wenn Sie an schwerwiegenden Atemproblemen leiden,

wenn Sie asiatischer Abstammung sind (Japaner, Chinese, Filipino, Vietnamese, Koreaner und

Inder). Ihr Arzt muss eine für Sie geeignete Anfangsdosis wählen.

Wenn eine der oben genannten Angaben auf Sie zutrifft oder falls Sie sich nicht sicher sind:

Nehmen Sie Rosuvastatin (insbesondere in der Dosierung 40 mg [höchste Dosis]) nicht ein,

sondern sprechen Sie zunächst mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie mit der Einnahme

von Crestor beginnen.

Bei einer geringen Anzahl von Patienten können Statine die Leber beeinflussen. Dies wird durch

einen einfachen Bluttest (Leberfunktionstest), mit dem erhöhte Leberenzymwerte im Blut bestimmt

werden, festgestellt. Aus diesem Grund wird Ihr Arzt üblicherweise diesen Bluttest vor und während

der Behandlung mit Crestor durchführen.

Während der Behandlung mit Crestor wird Ihr Arzt Sie engmaschig überwachen, wenn Sie eine

Blutzuckererkrankung (Diabetes) haben oder das Risiko besteht, dass Sie eine Blutzuckererkrankung

entwickeln. Das Risiko, eine Blutzuckererkrankung zu entwickeln, besteht, wenn Sie erhöhte

Blutzucker- und Blutfettwerte haben, übergewichtig sind und einen hohen Blutdruck haben.

Kinder und Jugendliche

wenn der Patient unter 6 Jahre alt ist: Crestor

sollte bei Kindern unter 6 Jahren nicht

angewendet werden.

wenn der Patient unter 18 Jahre alt ist: Crestor 40 mg ist für die Anwendung bei Kindern und

Jugendlichen unter 18 Jahren nicht geeignet.

Einnahme von Crestor zusammen mit anderen Arzneimitteln

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Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie folgende Arzneimittel bzw. Arzneimittel mit den folgenden

Wirkstoffen einnehmen:

Ciclosporin (angewendet z. B. nach Organtransplantationen),

Warfarin oder Clopidogrel (oder andere zur Blutverdünnung angewendete Arzneimittel),

Fibrate (wie z. B. Gemfibrozil, Fenofibrat) oder andere zur Senkung der Blutfette verwendete

Arzneimittel (wie z. B. Ezetimib),

Antazida (Mittel gegen Magenübersäuerung),

Erythromycin (ein Antibiotikum), Fusidinsäure (ein Antibiotikum. Bitte beachten Sie den Hinweis

weiter unten sowie den Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“),

Verhütungsmittel zum Einnehmen (die „Pille“),

Regorafenib (zur Behandlung von Krebs),

Hormonersatzpräparate,

folgende Arzneimittel, die zur Behandlung von viralen Infektionen, einschließlich HIV oder

Hepatitis C, allein oder in Kombination angewendet werden (siehe Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen): Ritonavir, Lopinavir, Atazanavir, Ombitasvir, Paritaprevir, Dasabuvir,

Velpatasvir, Grazoprevir, Elbasvir, Glecaprevir, Pibrentasvir.

Die Wirkungen dieser Arzneimittel könnten durch Crestor verändert werden bzw. diese Arzneimittel

könnten die Wirkung von Crestor beeinflussen.

Wenn Sie aufgrund einer bakteriellen Infektion Fusidinsäure anwenden, müssen Sie Crestor

zeitweilig absetzen. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wann es sicher ist, die Therapie wieder

aufzunehmen. Wenn Crestor zusammen mit Fusidinsäure angewendet wird, kann es in seltenen

Fällen zu Muskelschwäche, -schmerz oder Schmerzempfindlichkeit der Muskeln

(Rhabdomyolyse) kommen. Weitere Informationen zur Rhabdomyolyse, siehe Abschnitt 4.

Schwangerschaft und Stillzeit

Sie dürfen Crestor nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind oder stillen. Falls Sie während der

Einnahme von Crestor schwanger werden, müssen Sie die Einnahme von Crestor sofort beenden

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und Ihren Arzt informieren. Frauen sollten während der Einnahme von Crestor vermeiden, schwanger

zu werden, indem sie geeignete Verhütungsmittel anwenden.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Bei den meisten Patienten beeinträchtigt die Behandlung mit Crestor nicht die Fähigkeit zur aktiven

Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen.

Bei einigen Personen tritt jedoch während der Behandlung mit Crestor Schwindel auf. Wenn Sie sich

schwindelig fühlen, suchen Sie Ihren Arzt auf, bevor Sie versuchen, Auto zu fahren oder Maschinen

zu bedienen.

Crestor enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Crestor daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist,

dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Eine vollständige Liste der sonstigen Bestandteile finden Sie im Abschnitt 6 „Inhalt der Packung und

weitere Informationen“.

3.

Wie ist Crestor einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Übliche Dosierung für Erwachsene

Wenn Sie Crestor bei zu hohem Cholesterin einnehmen:

Anfangsdosierung

Die Behandlung mit Crestor

wird mit der Einnahme von 5 mg oder 10 mg begonnen, auch wenn Sie

vorher ein anderes Statin in einer höheren Dosierung eingenommen haben. Die Wahl Ihrer

Anfangsdosierung ist abhängig:

von Ihrem Cholesterinwert,

von Ihrem Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden,

davon, ob ein Umstand auf Sie zutrifft, der das Risiko des Auftretens von Nebenwirkungen für

Sie erhöht.

Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, um die für Sie geeignete Anfangsdosierung

festzulegen.

Ihr Arzt wird sich möglicherweise dafür entscheiden, Ihnen die niedrigste Dosierung (5 mg) zu

verordnen, wenn:

Sie asiatischer Abstammung sind (Japaner, Chinese, Filipino, Vietnamese, Koreaner und Inder)

Sie über 70 Jahre alt sind,

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Sie mittelschwere Nierenfunktionsstörungen haben,

Ihr Risiko für das Auftreten von Muskelschmerzen und anderen Muskelerkrankungen

(Myopathie) erhöht ist.

Dosissteigerung und Tageshöchstdosis

Ihr Arzt entscheidet möglicherweise, die Ihnen verordnete Dosis zu erhöhen, damit Sie die für Sie

richtige Menge an Crestor erhalten.

Wenn Sie die Behandlung mit der Einnahme von 5 mg begonnen haben, entscheidet Ihr Arzt

möglicherweise, Ihre Dosis zu verdoppeln, und verordnet Ihnen zunächst 10 mg, danach 20 mg und,

wenn nötig, 40 mg.

Wenn Sie die Behandlung mit der Einnahme von 10 mg begonnen haben, entscheidet Ihr Arzt

möglicherweise, Ihre Dosis zu verdoppeln, und verordnet Ihnen zunächst 20 mg und danach, wenn

nötig, 40 mg.

Eine Dosisanpassung auf die nächsthöhere Dosis kann nach jeweils 4 Wochen erfolgen.

Die Tageshöchstdosis von Crestor beträgt 40 mg. Diese Dosis wird nur bei Patienten mit hohem

Cholesterinspiegel und hohem Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko angewendet, deren

Cholesterinwert sich mit einer Dosis von 20 mg nicht ausreichend absenken lässt.

Wenn Sie Crestor zur Verringerung Ihres Risikos für einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder damit

verbundener Gesundheitsprobleme einnehmen:

Die empfohlene Tagesdosis beträgt 20 mg. Ihr Arzt entscheidet möglicherweise, die Ihnen verordnete

Dosis zu verringern, wenn bei Ihnen einer der oben erwähnten Gründe vorliegt.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 17 Jahren

Bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 17 Jahren beträgt die Dosierung 5 bis 20 mg einmal

täglich. Die übliche Anfangsdosis ist 5 mg täglich und Ihr Arzt kann die verordnete Dosis schrittweise

erhöhen, um die richtige Menge an Crestor herauszufinden. Die tägliche Höchstdosis von Crestor

beträgt 10 oder 20 mg für Kinder im Alter von 6 bis 17 Jahren in Abhängigkeit von den vorliegenden

Behandlungsgründen. Die Dosis ist einmal täglich einzunehmen. Crestor 40 mg sollte nicht von

Kindern eingenommen werden.

Art der Anwendung

Nehmen Sie jede Tablette unzerkaut mit Wasser ein.

Nehmen Sie Crestor einmal täglich ein. Sie können die Tablette mit oder ohne Nahrung zu jeder

beliebigen Tageszeit einnehmen.

Versuchen Sie, die Tablette wenn möglich immer zur selben Tageszeit einzunehmen. Das hilft Ihnen,

sich an die Einnahme zu erinnern.

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Regelmäßige Überprüfung Ihrer Cholesterinwerte

Es ist wichtig, regelmäßig Ihren Cholesterinwert vom Arzt überprüfen zu lassen, um sicherzustellen,

dass Ihr Cholesterinwert den Normbereich erreicht bzw. im Normbereich bleibt.

Ihr Arzt wird möglicherweise Ihre Dosis erhöhen, damit Sie die für Sie geeignete Dosis von Crestor

erhalten.

Wenn Sie eine größere Menge von Crestor eingenommen haben, als Sie sollten

Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder an das nächstgelegene Krankenhaus, um Rat einzuholen.

Wenn Sie in ein Krankenhaus gehen oder aus anderen Gründen behandelt werden, teilen Sie dem

medizinischen Personal mit, dass Sie Crestor einnehmen.

Wenn Sie die Einnahme von Crestor vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme von Crestor vergessen haben, fahren Sie mit der Einnahme der nächsten

Dosis wie üblich fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorige Einnahme von

Crestor vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Crestor abbrechen

Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie die Einnahme von Crestor beenden wollen. Ihr

Cholesterinwert könnte wieder steigen, wenn Sie die Einnahme von Crestor beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Es ist wichtig, dass Sie über diese möglichen Nebenwirkungen informiert sind. Sie sind üblicherweise

leicht und vorübergehend.

Nehmen Sie Crestor nicht weiter ein und suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf, wenn eine

der folgenden allergischen Reaktionen bei Ihnen auftritt:

Atembeschwerden mit oder ohne Anschwellen von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Rachen,

Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Rachen, was zu Schluckbeschwerden führen

kann,

schwerer Juckreiz der Haut (mit Blasenbildung).

Beenden Sie die Einnahme von Crestor weiterhin und suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf:

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wenn Sie aus ungeklärter Ursache Muskelkater oder andere Muskelschmerzen haben, die

länger als erwartet andauern. Muskelsymptome sind bei Kindern und Jugendlichen häufiger als

bei Erwachsenen. Wie bei anderen Statinen wurden bei einer sehr geringen Anzahl von Patienten

unangenehme Muskelschmerzen beobachtet. In seltenen Fällen führten diese zu einer

möglicherweise lebensbedrohlichen Muskelschädigung, bekannt als

Rhabdomyolyse

wenn bei Ihnen ein Muskelriss auftritt.

wenn Sie ein Lupus-ähnliches Syndrom haben (einschließlich Hautausschlag,

Gelenkerkrankungen und Auswirkungen auf die Blutzellen).

Mögliche Nebenwirkungen, die häufig auftreten (diese können bei weniger als 1 von 10, aber

mehr als 1 von 100 Patienten auftreten):

Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Verstopfung, Übelkeit, Muskelschmerzen, Kraftlosigkeit,

Schwindel.

Anstieg der Eiweißmenge im Urin (normalisiert sich üblicherweise bei fortgesetzter Behandlung).

Es ist nicht notwendig, Crestor abzusetzen (in der Dosierung 40 mg).

Blutzuckererkrankung (Diabetes): Das Risiko für die Entwicklung einer Blutzuckererkrankung ist

größer, wenn Sie erhöhte Blutzucker- und Blutfettwerte haben, übergewichtig sind und einen

hohen Blutdruck haben. Ihr Arzt wird Sie während der Behandlung mit Crestor überwachen.

Nebenwirkungen, die gelegentlich auftreten können (diese können bei weniger als 1 von 100,

aber mehr als 1 von 1000 Patienten auftreten):

Hautausschlag, Hautjucken oder andere Hautreaktionen.

Anstieg der Eiweißmenge im Urin (normalisiert sich üblicherweise bei fortgesetzter Behandlung).

Es ist nicht notwendig, Crestor abzusetzen (in der Dosierung 5 mg, 10 mg, 20 mg).

Nebenwirkungen, die selten auftreten können (diese können bei weniger als 1 von 1000, aber

mehr als 1 von 10.000 Patienten auftreten):

Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen mit Anzeichen wie Schwellung von Gesicht, Lippen,

Zunge und/oder Rachen, Schluckbeschwerden, Atembeschwerden, starkem Juckreiz der Haut

(mit Blasenbildung). Wenn Sie glauben, dass Sie eine allergische Reaktion haben, beenden

Sie die Einnahme von Crestor und nehmen Sie umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch.

Muskelerkrankungen bei Erwachsenen. Beenden Sie die Einnahme von Crestor und suchen

Sie umgehend Ihren Arzt auf, wenn Sie ungewöhnliche Muskelschmerzen haben, die länger

als erwartet andauern.

starke Bauchschmerzen (Bauchspeicheldrüsenentzündung)

Anstieg von Leberenzymen im Blut

Erhöhte Neigung zu Blutungen oder Blutergüssen aufgrund einer verminderten Anzahl an

Blutplättchen

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Lupus-ähnliches Syndrom (einschließlich Hautausschlag, Gelenkerkrankungen und

Auswirkungen auf die Blutzellen).

Nebenwirkungen, die sehr selten auftreten können (diese können bei weniger als 1 von 10.000

Patienten auftreten):

Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und Augen), Hepatitis (Leberentzündung), Spuren von Blut im

Urin, Nervenschädigungen in Armen und Beinen (z. B. Taubheitsgefühl), Gelenkschmerzen,

Gedächtnisverlust, Vergrößerung der Brust bei Männern (Gynäkomastie).

Nebenwirkungen, die mit unbekannter Häufigkeit auftreten können:

Durchfall (Diarrhö), Stevens-Johnson-Syndrom (schwere Blasenbildung auf der Haut, am Mund,

den Augen und den Genitalien), Husten, Kurzatmigkeit, Ödeme (Schwellungen), Schlafstörungen,

wie Schlaflosigkeit und Alpträume, Störungen der Sexualfunktion, Depressionen, Atemprobleme

einschließlich anhaltender Husten und/oder Kurzatmigkeit oder Fieber, Sehnenverletzung,

anhaltende Muskelschwäche.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Crestor aufzubewahren?

Nicht über 30 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton (nach

verwendbar bis) angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht

sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker,

wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Crestor enthält

Der Wirkstoff ist: Rosuvastatin.

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Was Crestor 5 mg Filmtabletten enthalten

Crestor 5 mg Filmtabletten enthalten 5 mg Rosuvastatin (als Rosuvastatin-Hemicalcium).

Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose,

Tricalciumbis(phosphat), Crospovidon (Typ B), Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Hypromellose, Triacetin,

Titandioxid (E 171), Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (gelb, E 172).

Was Crestor 10 mg und 20 mg Filmtabletten enthalten

Crestor 10 mg Filmtabletten enthalten 10 mg Rosuvastatin (als Rosuvastatin-Hemicalcium).

Crestor 20 mg Filmtabletten enthalten 20 mg Rosuvastatin (als Rosuvastatin-Hemicalcium).

Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose,

Tricalciumbis(phosphat), Crospovidon (Typ B), Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Hypromellose, Triacetin,

Titandioxid (E 171), Eisen(III)-oxid (rot, E 172).

Wie Crestor Filmtabletten aussehen und Inhalt der Packung

Crestor Filmtabletten sind in Blisterpackungen aus Aluminiumlaminat/Aluminiumfolie zu 30 und

100 Tabletten erhältlich.

Crestor 5 mg Filmtabletten sind rund, gelb, mit der Prägung „ZD4522“ und „5“ auf einer Seite und

ohne Prägung auf der anderen Seite.

Crestor 10 mg Filmtabletten sind rund, rosafarben, mit der Prägung „ZD4522“ und „10“ auf einer

Seite und ohne Prägung auf der anderen Seite.

Crestor 20 mg Filmtabletten sind rund, rosafarben, mit der Prägung „ZD4522“ und „20“ auf einer

Seite und ohne Prägung auf der anderen Seite.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

AstraZeneca GmbH

22876 Wedel

Telefon: 0 41 03 / 70 80

E-Mail: azinfo@astrazeneca.com

Crestor ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) unter den

folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Crestor: Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg,

Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Spanien, Vereinigtes

Königreich.

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2019.

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Servicehotline für Produktanfragen: 0800 22 88 660

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Fachinformation

(Zusammenfassung der Produkteigenschaften/SmPC)

1.

Bezeichnung der Arzneimittel

Crestor

5 mg Filmtabletten

Crestor

10 mg Filmtabletten

Crestor

20 mg Filmtabletten

2.

Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Crestor 5 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 5 mg Rosuvastatin (als Rosuvastatin-Hemicalcium).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 94,88 mg Lactose-

Monohydrat.

Crestor 10 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 10 mg Rosuvastatin (als Rosuvastatin-Hemicalcium).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 91,3 mg Lactose-

Monohydrat.

Crestor 20 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 20 mg Rosuvastatin (als Rosuvastatin-Hemicalcium).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 182,6 mg Lactose-

Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

Darreichungsform

Filmtablette

Crestor 5 mg Filmtabletten

Runde, gelbe Tabletten, mit der Prägung „

ZD4522“ und „

5“auf einer Seite und ohne Prägung

auf der anderen Seite.

Seite 2

Crestor 10 mg Filmtabletten

Runde, rosafarbene Tabletten, mit der Prägung „

ZD4522“und „

10“auf einer Seite und ohne

Prägung auf der anderen Seite.

Crestor 20 mg Filmtabletten

Runde, rosafarbene Tabletten, mit der Prägung „

ZD4522“und „

20“auf einer Seite und ohne

Prägung auf der anderen Seite.

4.

Klinische Angaben

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung von Hypercholesterinämie

Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 6 Jahren mit primärer Hypercholesterinämie (Typ IIa

einschließlich heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie) oder gemischter Dyslipidämie (Typ

IIb), zusätzlich zu einer Diät, wenn das Ansprechen auf eine Diät und andere nicht

pharmakologische Maßnahmen (z. B. Bewegung, Gewichtsreduktion) nicht ausreichend sind.

Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 6 Jahren mit homozygoter familiärer

Hypercholesterinämie zusätzlich zu einer Diät und anderen lipidsenkenden Maßnahmen (z. B.

LDL-Apherese) oder, wenn solche Maßnahmen nicht geeignet sind.

Vorbeugung kardiovaskulärer Ereignisse

Vorbeugung schwerwiegender kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten mit erwartet hohem

Risiko für erstmalige kardiovaskuläre Ereignisse (siehe Abschnitt 5.1), in Ergänzung der Korrektur

anderer Risikofaktoren.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Der Patient sollte vor Behandlungsbeginn auf eine übliche cholesterinsenkende Diät eingestellt

werden, die während des gesamten Behandlungszeitraums fortgesetzt werden sollte.

Die Dosierung sollte individuell entsprechend dem Therapieziel und dem Ansprechen des

Patienten erfolgen, wobei die gültigen Therapierichtlinien herangezogen werden sollten.

Die Einnahme von Crestor kann zu jeder Tageszeit mit einer Mahlzeit oder unabhängig von den

Mahlzeiten erfolgen.

Behandlung von Hypercholesterinämie

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 5 mg oder 10 mg Rosuvastatin einmal täglich zur Einnahme.

Diese Empfehlung gilt sowohl bei Neueinstellungen von Patienten auf Statine als auch bei

Patienten, die von anderen HMG-CoA-Reduktase-Hemmern umgestellt werden.

Bei der Wahl der Anfangsdosis sollten der individuelle Cholesterinwert, ein zukünftiges Herz-

Kreislauf-Risiko sowie das potenzielle Nebenwirkungsrisiko berücksichtigt werden (siehe unten).

Wenn erforderlich kann eine Dosisanpassung auf die nächsthöhere Dosis nach 4 Wochen erfolgen

(siehe Abschnitt 5.1). Angesichts der erhöhten Melderate von Nebenwirkungen bei einer

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Rosuvastatin-Dosis von 40 mg im Vergleich zu niedrigeren Dosierungen (siehe Abschnitt 4.8)

sollte letztlich eine Titration auf eine Maximaldosis von 40 mg Rosuvastatin pro Tag nur bei

Patienten mit schwerer Hypercholesterinämie sowie bei hohem kardiovaskulärem Risiko

(besonders bei Patienten mit familiärer Hypercholesterinämie) in Betracht gezogen werden, die

das angestrebte Therapieziel mit 20 mg Rosuvastatin pro Tag nicht erreichen und bei denen

routinemäßige Kontrollen durchgeführt werden (siehe Abschnitt 4.4). Eine Überwachung durch

einen Spezialisten wird zu Beginn der Anwendung der 40-mg-Dosierung von Rosuvastatin

empfohlen.

Vorbeugung kardiovaskulärer Ereignisse

In der Studie zur Reduktion des Risikos kardiovaskulärer Ereignisse war die angewendete

Dosierung 20 mg pro Tag (siehe Abschnitt 5.1).

Kinder und Jugendliche

Die pädiatrische Anwendung sollte nur von Spezialisten durchgeführt werden.

Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren (Tanner-Stadium < II-V)

Heterozygote familiäre Hypercholesterinämie

Bei Kindern und Jugendlichen mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie beträgt die

übliche Anfangsdosis 5 mg täglich.

Bei Kindern zwischen 6 und 9 Jahren mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie liegt

der übliche Dosisbereich bei 5-10 mg 1-mal täglich zur Einnahme. Sicherheit und

Wirksamkeit von Dosen über 10 mg wurden bei dieser Gruppe nicht untersucht.

Bei Kindern zwischen 10 und 17 Jahren mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie

liegt der übliche Dosisbereich bei 5-20 mg 1-mal täglich zur Einnahme. Sicherheit und

Wirksamkeit von Dosen über 20 mg wurden bei dieser Gruppe nicht untersucht.

Wie von pädiatrischen Behandlungsempfehlungen empfohlen, sollte die Titration bei

pädiatrischen Patienten gemäß ihrer individuellen Reaktion und Tolerabilität erfolgen (siehe

Abschnitt 4.4). Kinder und Jugendliche sollten auf eine standardisierte cholesterinsenkende Diät

eingestellt werden, bevor eine Behandlung mit Rosuvastatin begonnen wird. Diese Diät sollte

während der Behandlung mit Rosuvastatin fortgeführt werden.

Homozygote familiäre Hypercholesterinämie

Bei Kindern im Alter von 6 bis 17 Jahren mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie ist die

empfohlene Maximaldosis 20 mg einmal täglich.

Die übliche Startdosis beträgt 5 bis 10 mg einmal täglich, abhängig von Alter, Gewicht und

Vorbehandlung mit Statinen. Die Auftitrierung bis zu einem Maximum von 20 mg einmal täglich ist

möglich.

Die Auftitrierung sollte bei pädiatrischen Patienten in Abhängigkeit von individuellem Ansprechen

und Verträglichkeit erfolgen, so wie es die pädiatrischen Behandlungsempfehlungen vorgeben

Seite 4

(siehe Abschnitt 4.4). Sowohl Kinder als auch Jugendliche sind vor Therapiebeginn mit

Rosuvastatin auf eine cholesterinsenkende Standarddiät zu setzen, die auch während der

Therapie fortzuführen ist.

Erfahrungen mit der Anwendung anderer Dosierungen als 20 mg täglich in dieser Population sind

begrenzt.

Die 40-mg-Tablette ist für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht geeignet.

Kinder unter 6 Jahren

Die Sicherheit und Wirksamkeit der Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren wurde nicht

untersucht. Daher wird die Anwendung von Crestor bei Kindern unter 6 Jahren nicht empfohlen.

Anwendung bei älteren Patienten

Für Patienten über 70 Jahre wird eine Anfangsdosis von 5 mg Rosuvastatin pro Tag empfohlen

(siehe Abschnitt 4.4). Davon abgesehen ist eine altersabhängige Dosisanpassung nicht

erforderlich.

Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung

erforderlich.

Die empfohlene Anfangsdosis für Patienten mit mittelschwerer Nierenfunktionsstörung

(Kreatinin-Clearance < 60 ml/min) ist 5 mg Rosuvastatin pro Tag. Die Dosis 40 mg ist bei

Patienten mit mittelschwerer Nierenfunktionsstörung kontraindiziert. Die Anwendung von Crestor

bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung ist für alle Dosierungen kontraindiziert (siehe

Abschnitte 4.3 und 5.2).

Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Die systemische Bioverfügbarkeit von Rosuvastatin ist bei Patienten mit Child-Pugh-Scores von 7

oder darunter nicht erhöht. Es wurde jedoch eine erhöhte systemische Bioverfügbarkeit bei

Patienten mit Child-Pugh-Scores von 8 und 9 beobachtet (siehe Abschnitt 5.2). Bei diesen

Patienten sollte eine Bestimmung der Nierenfunktion in Betracht gezogen werden (siehe

Abschnitt 4.4). Es gibt keine Erfahrung bei Patienten mit Child-Pugh-Scores über 9.

Crestor ist

kontraindiziert bei Patienten mit aktiver Lebererkrankung (siehe Abschnitt 4.3).

Abstammung

Bei asiatischen Patienten wurde eine erhöhte systemische Bioverfügbarkeit beobachtet (siehe

Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.2). Die empfohlene Anfangsdosis für Patienten mit asiatischer

Abstammung ist 5 mg Rosuvastatin pro Tag. Die Dosis 40 mg ist bei diesen Patienten

kontraindiziert.

Genetischer Polymorphismus

Seite 5

Es sind bestimmte Arten von genetischem Polymorphismus bekannt, die zu einer erhöhten

Bioverfügbarkeit

Rosuvastatin

führen

können

(siehe

Abschnitt

5.2).

Patienten,

bekanntermaßen

diese

bestimmten

Arten

Polymorphismus

haben,

wird

eine

geringere

Crestor-Tagesdosis empfohlen.

Dosierung bei Patienten mit Prädisposition für Myopathie

Die empfohlene Anfangsdosis für Patienten mit prädisponierenden Faktoren für Myopathie ist 5

mg Rosuvastatin pro Tag (siehe Abschnitt 4.4).

Die Dosis 40 mg ist bei einigen dieser Patienten kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Begleittherapie

Rosuvastatin ist ein Substrat verschiedener Transportproteine (z. B. OATP1B1 und BCRP). Das

Risiko für eine Myopathie (einschließlich Rhabdomyolyse) ist erhöht, wenn Crestor gleichzeitig mit

bestimmten Arzneimitteln angewendet wird, die die Plasmakonzentration von Rosuvastatin

aufgrund von Wechselwirkungen mit diesen Transportproteinen erhöhen können (z. B. Ciclosporin

und bestimmte Proteasehemmer, einschließlich Kombinationen von Ritonavir mit Atazanavir,

Lopinavir und/oder Tipranavir; siehe Abschnitte 4.4 und 4.5). Wenn möglich, sollte die Anwendung

alternativer Arzneimittel in Erwägung gezogen werden und, wenn nötig, eine zeitweilige

Unterbrechung der Behandlung mit Crestor erwogen werden. In Situationen, in denen die

gleichzeitige Anwendung dieser Arzneimittel mit Crestor nicht vermieden werden kann, sollten

Nutzen und Risiko der gleichzeitigen Behandlung sowie Anpassungen der Crestor-Dosis sorgfältig

geprüft werden (siehe Abschnitt 4.5).

4.3

Gegenanzeigen

Crestor ist kontraindiziert bei Patienten:

mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Rosuvastatin oder einem der sonstigen

Bestandteile,

mit aktiver Lebererkrankung, einschließlich einer ungeklärten und dauerhaften Erhöhung der

Serumtransaminasen sowie jeglicher Erhöhung der Serumtransaminase-Konzentration auf

mehr als das 3-Fache des oberen Normwertes,

mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min),

mit Myopathie,

bei gleichzeitiger Behandlung mit Ciclosporin,

während der Schwangerschaft und Stillzeit und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine

geeigneten kontrazeptiven Maßnahmen anwenden.

Die Dosis 40 mg ist bei Patienten mit prädisponierenden Faktoren für eine

Myopathie/Rhabdomyolyse kontraindiziert. Solche Faktoren sind unter anderem:

mittelschwere Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 60 ml/min)

Hypothyreose

erbliche Muskelerkrankungen in der persönlichen oder familiären Anamnese

Seite 6

muskelschädigende Wirkungen durch eine frühere Einnahme eines Fibrates oder eines

anderen HMG-CoA-Reduktase-Hemmers

Alkoholmissbrauch

Situationen, in denen erhöhte Plasmakonzentrationen auftreten können

asiatische Abstammung

gleichzeitige Anwendung von Fibraten

(siehe Abschnitte 4.4, 4.5 und 5.2).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Wirkungen auf die Nieren

Eine mit Teststreifen diagnostizierte Proteinurie, meist tubulärer Genese, wurde bei Patienten

beobachtet, die mit höheren Dosen Crestor,

insbesondere mit der 40-mg-Dosierung, behandelt

wurden. Sie war in den meisten Fällen vorübergehend oder intermittierend. Es wurde nicht

nachgewiesen, dass die Proteinurie ein Anzeichen für eine akute oder fortschreitende Erkrankung

der Nieren ist (siehe Abschnitt 4.8).

Nach der Markteinführung wurden schwerwiegende renale Nebenwirkungen für die Dosis 40 mg

häufiger gemeldet.

Eine Beurteilung der Nierenfunktion als Teil der routinemäßigen Überwachung von Patienten, die

mit einer Dosis von 40 mg behandelt werden, sollte in Betracht gezogen werden.

Wirkungen auf die Skelettmuskulatur

Bei Patienten, die mit Crestor behandelt wurden, wurde bei allen Dosierungen über Auswirkungen

auf die Skelettmuskulatur, z. B. Myalgie, Myopathie und selten Rhabdomyolyse berichtet,

insbesondere bei Dosierungen über 20 mg Rosuvastatin. Nach der Anwendung von Ezetimib in

Kombination mit HMG-CoA-Reduktase-Hemmern wurden sehr seltene Fälle von Rhabdomyolyse

beobachtet. Eine pharmakodynamische Wechselwirkung kann nicht ausgeschlossen werden

(siehe Abschnitt 4.5). Bei der gleichzeitigen Anwendung ist daher Vorsicht geboten.

Wie bei anderen HMG-CoA-Reduktase-Hemmern ist bei Crestor die nach der Markteinführung

registrierte Meldehäufigkeit für Rhabdomyolysen bei einer Dosis von 40 mg erhöht.

Creatinkinase-Bestimmung

Die Konzentration der Creatinkinase (CK) sollte nicht nach schweren körperlichen Anstrengungen

gemessen werden oder wenn andere mögliche Ursachen für einen CK-Anstieg vorliegen, die die

Interpretation der Messwerte verfälschen können. Falls die CK-Ausgangswerte zu Beginn der

Behandlung wesentlich erhöht sind (um mehr als das 5-Fache des oberen Normwertes), sollte

innerhalb von 5 bis 7 Tagen eine Messung zur Bestätigung der Ergebnisse durchgeführt werden.

Wenn der Wiederholungstest CK-Ausgangswerte, die größer als das 5-Fache des oberen

Normwertes sind, bestätigt, darf die Behandlung nicht begonnen werden.

Vor der Behandlung

Seite 7

Wie andere HMG-CoA-Reduktase-Hemmer sollte Crestor bei Patienten mit prädisponierenden

Faktoren für eine Myopathie/Rhabdomyolyse nur mit Vorsicht verschrieben werden. Solche

Faktoren sind unter anderem:

Nierenfunktionsstörungen

Hypothyreose

erbliche Muskelstörungen in der persönlichen oder familiären Anamnese

muskelschädigende Wirkungen durch eine frühere Einnahme eines Fibrates oder eines

anderen HMG-CoA-Reduktase-Hemmers

Alkoholmissbrauch

Alter über 70 Jahre

Situationen, in denen erhöhte Plasmakonzentrationen auftreten können (siehe Abschnitte

4.2, 4.5 und 5.2)

gleichzeitige Anwendung von Fibraten

Bei solchen Patienten muss eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Bewertung durchgeführt werden. Eine

klinische Überwachung wird empfohlen. Wenn die CK-Ausgangswerte signifikant (um mehr als

das 5-Fache) über dem oberen Normwert liegen, darf die Behandlung nicht begonnen werden.

Während der Behandlung

Die Patienten müssen aufgefordert werden, Muskelschmerzen aus ungeklärter Ursache,

Muskelschwäche oder Krämpfe der Skelettmuskulatur unverzüglich zu melden, insbesondere

wenn diese mit Unwohlsein oder Fieber einhergehen.

Die CK-Werte sollten bei diesen Patienten überwacht werden. Die Therapie muss abgebrochen

werden, wenn die CK-Werte wesentlich erhöht sind (um mehr als das 5-Fache des oberen

Normwertes) oder wenn die muskulären Symptome starke und anhaltende Beschwerden

verursachen (selbst, wenn die CK-Werte weniger als das 5-Fache oder genau das 5-Fache des

oberen Normwertes betragen).

Wenn die Symptome abgeklungen sind und die CK-Werte wieder im Normbereich liegen, kann die

Wiederaufnahme der Behandlung mit Crestor oder einem anderen HMG-CoA-Reduktase-Hemmer

in der niedrigsten Dosierung und mit einer engmaschigen Kontrolle in Betracht gezogen werden.

Eine routinemäßige Kontrolle der CK-Werte bei asymptomatischen Patienten ist nicht erforderlich.

Sehr selten wurde über eine immunvermittelte nekrotisierende Myopathie (IMNM) während oder

nach der Behandlung mit Statinen, einschließlich Rosuvastatin, berichtet. IMNM ist klinisch durch

eine proximale Muskelschwäche und erhöhte Serum-Creatinkinase-Werte charakterisiert, die

auch nach Absetzen der Statinbehandlung fortbesteht.

In klinischen Studien gab es bei der geringen Anzahl von Patienten, die mit Crestor zusammen mit

einem weiteren Medikament behandelt wurden, keine Hinweise auf eine verstärkte Wirkung auf

die Skelettmuskulatur. Eine erhöhte Inzidenz von Myositis und Myopathie wurde jedoch bei jenen

Patienten beobachtet, die HMG-CoA-Reduktase-Hemmer zusammen mit Fibrinsäurederivaten

(einschließlich Gemfibrozil), Ciclosporin, Nikotinsäure, Antimykotika vom Azol-Typ,

Seite 8

Proteasehemmern oder Makrolidantibiotika erhielten. Gemfibrozil erhöht das Risiko einer

Myopathie, wenn es gemeinsam mit bestimmten HMG-CoA-Reduktase-Hemmern gegeben wird.

Daher wird die Kombination von Crestor und Gemfibrozil nicht empfohlen.

Der Vorteil einer weiteren Senkung der Lipidwerte durch eine gemeinsame Anwendung von

Crestor und Fibraten oder Niacin sollte sorgfältig gegen das potenzielle Risiko solcher

Kombinationen abgewogen werden. Die 40-mg-Dosierung ist bei gleichzeitiger Anwendung von

Fibraten kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 4.8).

Crestor darf nicht zusammen mit systemischen Formulierungen von Fusidinsäure bzw. nicht vor

Ablauf von 7 Tagen nach Beendigung einer Fusidinsäure-Behandlung angewendet werden. Bei

Patienten, bei denen die systemische Anwendung von Fusidinsäure als unerlässlich angesehen

wird, sollte die Behandlung mit einem Statin für die Dauer der Fusidinsäure-Behandlung

unterbrochen werden. Es liegen Berichte über Rhabdomyolyse (einschließlich einiger Todesfälle)

vor bei Patienten, die Fusidinsäure und Statine in Kombination erhielten (siehe Abschnitt 4.5).

Patienten sollte geraten werden, umgehend einen Arzt zu konsultieren, wenn bei ihnen Symptome

wie Muskelschwäche, -schmerz oder Schmerzempfindlichkeit der Muskeln auftreten. Die

Statintherapie kann nach Ablauf von 7 Tagen nach der letzten Fusidinsäure-Dosis

wiederaufgenommen werden. In Ausnahmesituationen, bei denen eine längere Therapiedauer mit

systemischer Fusidinsäure notwendig ist, z. B. bei der Behandlung von schweren Infektionen,

sollte die Notwendigkeit einer gleichzeitigen Behandlung von Crestor und Fusidinsäure nur von

Fall zu Fall und unter engmaschiger medizinischer Überwachung erwogen werden.

Crestor sollte nicht bei Patienten mit akuten schweren Erkrankungen angewendet werden, die das

Auftreten einer Myopathie begünstigen oder die für die Entwicklung einer Niereninsuffizienz als

Folge einer Rhabdomyolyse anfällig machen (z. B. Sepsis, Hypotonie, größere chirurgische

Eingriffe, Trauma, schwere Stoffwechsel-, endokrine und Elektrolytstörungen oder unkontrollierte

Krampfanfälle).

Wirkungen auf die Leber

So wie andere HMG-CoA-Reduktase-Hemmer sollte Crestor bei Patienten mit erheblichem

Alkoholkonsum und/oder einer Lebererkrankung in der Anamnese mit Vorsicht angewendet

werden.

Es wird empfohlen, vor sowie drei Monate nach Behandlungsbeginn mit Crestor

Leberfunktionstests durchzuführen. Crestor muss abgesetzt oder in der Dosierung reduziert

werden, wenn die Serumtransaminasen-Konzentration auf mehr als das 3-Fache des oberen

Normwertes ansteigt. Die nach Markteinführung registrierte Meldehäufigkeit für schwerwiegende

hepatische Ereignisse (hauptsächlich erhöhte Lebertransaminase-Werte) war bei Anwendung der

Dosis 40 mg erhöht.

Bei Patienten mit sekundärer Hypercholesterinämie, die durch eine Hypothyreose oder ein

nephrotisches Syndrom hervorgerufen wird, sollte die zugrundeliegende Erkrankung behandelt

werden, bevor eine Therapie mit Crestor begonnen wird.

Seite 9

Abstammung

Pharmakokinetische Studien zeigen bei asiatischen Patienten im Vergleich zu Kaukasiern eine

erhöhte Bioverfügbarkeit (siehe Abschnitte 4.2, 4.3 und 5.2).

Proteasehemmer

Eine erhöhte systemische Bioverfügbarkeit von Rosuvastatin wurde bei Patienten beobachtet, die

gleichzeitig Rosuvastatin und verschiedene Proteasehemmer in Kombination mit Ritonavir

erhielten. Es sollte sowohl der Nutzen der Lipidsenkung durch die Anwendung von Crestor bei

HIV-Patienten, die mit Proteasehemmern behandelt werden, berücksichtigt werden, als auch die

potenzielle Erhöhung der Rosuvastatin-Plasmakonzentration, wenn die Crestor-Behandlung bei

Patienten eingeleitet oder hochtitriert wird, die Proteasehemmer erhalten. Die gleichzeitige

Einnahme mit bestimmten Proteasehemmern wird nicht empfohlen, es sei denn, die Crestor-Dosis

wird angepasst (siehe Abschnitte 4.2 und 4.5).

Lactoseintoleranz

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-

Galactose-Malabsorption sollten Crestor nicht einnehmen.

Interstitielle Lungenkrankheit

Bei einigen Statinen wurde, besonders bei Langzeittherapie, in Ausnahmefällen eine interstitielle

Lungenkrankheit berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Die auftretenden Beschwerden können dabei

Dyspnoe, unproduktiven Husten und allgemeine Gesundheitsstörungen (Erschöpfung,

Gewichtsverlust und Fieber) einschließen. Wenn vermutet wird, dass ein Patient eine interstitielle

Lungenkrankheit entwickelt hat, sollte die Statintherapie abgebrochen werden.

Diabetes mellitus

Es gibt Hinweise darauf, dass Statine als Substanzklasse den Blutzuckerspiegel erhöhen und bei

manchen Patienten, die ein hohes Risiko für die Entwicklung eines zukünftigen Diabetes mellitus

haben, eine Hyperglykämie hervorrufen können, die eine adäquate Diabetes-Behandlung

erfordert. Dieses Risiko wird jedoch von der Reduktion des vaskulären Risikos durch Statine

aufgewogen und sollte daher nicht zu einem Abbruch der Statinbehandlung führen. In

Übereinstimmung mit nationalen Richtlinien sollten Risikopatienten (Nüchternblutzucker von 5,6

bis 6,9 mmol/l, BMI > 30 kg/m², erhöhte Triglyceridwerte, Hypertonie) sowohl klinisch als auch in

Bezug auf die relevanten Laborwerte überwacht werden.

Bei der JUPITER-Studie lag die berichtete Gesamthäufigkeit von Diabetes mellitus für

Rosuvastatin bei 2,8 % und für Placebo bei 2,3 %, meistens waren Patienten mit einem

Nüchternblutzucker von 5,6 bis 6,9 mmol/l betroffen.

Seite 10

Kinder und Jugendliche

Die Beurteilung des Längenwachstums (Körpergröße), Gewichts, BMI (

Body Mass Index

) und

sekundärer Merkmale der sexuellen Reifung anhand der Tanner-Stadien bei pädiatrischen

Patienten zwischen 6 und 17 Jahren, die Rosuvastatin einnehmen, beschränkt sich auf einen

Zeitraum von zwei Jahren. Nach einer 2-jährigen Behandlung mit der Studienmedikation wurde

kein Einfluss auf Wachstum, Gewicht, BMI oder geschlechtliche Reifung festgestellt (siehe

Abschnitt 5.1).

In einer klinischen Studie mit Kindern und Jugendlichen, die Rosuvastatin 52 Wochen erhielten,

wurde im Vergleich zu klinischen Studien mit Erwachsenen ein Anstieg des CK-Wertes um mehr

als das 10-Fache des oberen Normwertes und muskuläre Symptome nach sportlicher Betätigung

oder anderen verstärkt körperlichen Aktivitäten häufiger beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wirkungen von gleichzeitig angewendeten Arzneimitteln auf Rosuvastatin

Transportproteinhemmer

Rosuvastatin ist ein Substrat bestimmter Transportproteine, einschließlich des hepatischen

Aufnahmetransporters OATP1B1 und des Effluxtransporters BCRP. Die gleichzeitige Anwendung

von Crestor und Arzneimitteln, die diese Transportproteine inhibieren, führt möglicherweise zu

erhöhten Rosuvastatin-Plasmakonzentrationen und zu einem erhöhten Myopathie-Risiko (siehe

Abschnitte 4.2, 4.4 und 4.5 Tabelle 1).

Ciclosporin

Während einer gleichzeitigen Behandlung mit Crestor und Ciclosporin waren die AUC-Werte für

Rosuvastatin im Durchschnitt 7-mal höher als die bei gesunden Probanden beobachteten Werte

(siehe Tabelle 1). Crestor ist kontraindiziert bei Patienten, die gleichzeitig Ciclosporin erhalten

(siehe Abschnitt 4.3). Die gleichzeitige Anwendung hatte keinen Einfluss auf die

Plasmakonzentration von Ciclosporin.

Proteasehemmer

Obwohl der genaue Mechanismus der Wechselwirkung unbekannt ist, kann die gleichzeitige

Anwendung von Proteasehemmern die Bioverfügbarkeit von Rosuvastatin stark erhöhen (siehe

Tabelle 1). So war beispielsweise in einer pharmakokinetischen Studie die gleichzeitige

Anwendung von 10 mg Rosuvastatin und einem Kombinationsprodukt aus zwei Proteasehemmern

(300 mg Atazanavir/100 mg Ritonavir) bei gesunden Probanden mit einem etwa 3-fachen bzw. 7-

fachen Anstieg der AUC bzw. der C

von Rosuvastatin verbunden. Die gleichzeitige Anwendung

von Crestor und einigen Proteasehemmer-Kombinationen kann in Betracht gezogen werden, wenn

zuvor eine auf der erwarteten Erhöhung der Bioverfügbarkeit von Rosuvastatin basierende

Dosisanpassung von Crestor sorgfältig geprüft wurde (siehe Abschnitte 4.2, 4.4 und 4.5 Tabelle 1).

Seite 11

Gemfibrozil und andere lipidsenkende Arzneimittel

Die gleichzeitige Anwendung von Crestor und Gemfibrozil führte zu einem 2-fachen Anstieg der

und der AUC von Rosuvastatin (siehe Abschnitt 4.4).

Auf Grundlage von Ergebnissen spezifischer Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen sind

keine relevanten pharmakokinetischen Wechselwirkungen mit Fenofibrat zu erwarten, doch

könnte eine pharmakodynamische Wechselwirkung eintreten. Gemfibrozil, Fenofibrat, andere

Fibrate und lipidsenkende Dosierungen (von 1 g/Tag und höher) von Niacin (Nikotinsäure)

erhöhen das Risiko einer Myopathie, wenn sie gleichzeitig mit HMG-CoA-Reduktase-Hemmern

gegeben werden, wahrscheinlich, weil sie eine Myopathie hervorrufen können, wenn sie allein

gegeben werden. Die Dosis 40 mg ist bei gleichzeitiger Anwendung von Fibraten kontraindiziert

(siehe Abschnitte 4.3 und 4.4). Diese Patienten sollten ebenfalls mit der Dosis 5 mg beginnen.

Ezetimib

Die gleichzeitige Anwendung von 10 mg Crestor und 10 mg Ezetimib führte zu einem 1,2-fachen

Anstieg der AUC von Rosuvastatin bei Patienten mit einer Hypercholesterinämie (Tabelle 1). In

Bezug auf mögliche Nebenwirkungen kann eine pharmakodynamische Wechselwirkung zwischen

Crestor und Ezetimib nicht ausgeschlossen werden (siehe Abschnitt 4.4).

Antazida

Die gleichzeitige Verabreichung von Crestor und einer Aluminium- und Magnesiumhydroxid-

haltigen Antazida-Suspension führte zu einer Senkung der Rosuvastatin-Plasmaspiegel um ca. 50

%. Dieser Effekt war abgeschwächt, wenn die Antazida-Dosis zwei Stunden nach Crestor

verabreicht wurde. Die klinische Relevanz dieser Wechselwirkung wurde nicht untersucht.

Erythromycin

Die gleichzeitige Anwendung von Crestor und Erythromycin führte zu einer 20%igen Abnahme der

AUC und zu einer 30%igen Senkung der C

von Rosuvastatin. Diese Wechselwirkung dürfte

durch eine Zunahme der Darmmotilität, ausgelöst durch Erythromycin, verursacht werden.

Cytochrom P-450-Enzyme

Ergebnisse aus

In-vitro-

In-vivo

-Studien zeigen, dass Rosuvastatin auf Cytochrom P-450-

Isoenzyme weder hemmend noch induzierend wirkt. Außerdem ist Rosuvastatin ein schlechtes

Substrat für diese Isoenzyme. Daher sind keine Arzneimittelwechselwirkungen zu erwarten, die

auf einem durch Cytochrom P-450 vermittelten Metabolismus basieren. Es wurden keine klinisch

relevanten Wechselwirkungen zwischen Rosuvastatin und Fluconazol (einem Hemmstoff von

CYP2C9 und CYP3A4) oder Ketoconazol (einem Hemmstoff von CYP2A6 und CYP3A4)

beobachtet.

Wechselwirkungen, die eine Dosisanpassung von Rosuvastatin erforderlich machen (siehe

auch Tabelle 1)

Wenn es erforderlich ist, Crestor zusammen mit anderen Arzneimitteln anzuwenden, die dafür

bekannt sind, die Bioverfügbarkeit von Rosuvastatin zu erhöhen, sollte eine Dosisanpassung von

Seite 12

Crestor erfolgen. Wenn eine Erhöhung der Bioverfügbarkeit (AUC) um das etwa 2-Fache oder

höher erwartet wird, sollte die Behandlung mit einer 5-mg-Dosis Crestor einmal täglich begonnen

werden. Die maximale Tagesdosis von Crestor sollte so angepasst werden, dass die erwartete

Bioverfügbarkeit von Rosuvastatin die einer 40-mg-Tagesdosis von Crestor (wenn Crestor nicht

zusammen mit Arzneimitteln eingenommen wird, die Wechselwirkungen hervorrufen)

voraussichtlich nicht überschreitet, z. B. eine 20-mg-Dosis Crestor mit Gemfibrozil (1,9-fache

Erhöhung) und eine 10-mg-Dosis Crestor mit einem Atazanavir/Ritonavir-Kombinationspräparat

(3,1-fache Erhöhung).

Tabelle 1. Auswirkungen gleichzeitig verabreichter Arzneimittel auf die Bioverfügbarkeit von

Rosuvastatin (AUC; gelistet nach abnehmendem Ausmaß) gemäß veröffentlichter klinischer

Studien

Dosis-Regime des

Wechselwirkungen

auslösenden Arzneimittels

Dosis-Regime von

Rosuvastatin

Veränderung der

Rosuvastatin-AUC*

Ciclosporin 75 mg zweimal

täglich bis 200 mg zweimal

täglich, 6 Monate

10 mg einmal täglich, 10 Tage

7,1-fach

Regorafenib 160 mg einmal

täglich, 14 Tage

5 mg, Einzeldosis

3,8-fach

Atazanavir 300 mg/Ritonavir

100 mg einmal täglich, 8 Tage

10 mg, Einzeldosis

3,1-fach

Velpatasvir 100 mg einmal

täglich

10 mg, Einzeldosis

2,7-fach ↑

Ombitasvir 25 mg /

Paritaprevir 150 mg / Ritonavir

100 mg einmal täglich /

Dasabuvir 400 mg zweimal

täglich, 14 Tage

5 mg, Einzeldosis

2,6-fach ↑

Grazoprevir 200 mg / Elbasvir

50 mg einmal täglich, 11 Tage

10 mg, Einzeldosis

2,3-fach ↑

Glecaprevir 400 mg /

Pibrentasvir 120 mg einmal

täglich, 7 Tage

5 mg einmal täglich, 7 Tage

2,2-fach ↑

Lopinavir 400 mg/Ritonavir

100 mg zweimal täglich,

17 Tage

20 mg einmal täglich, 7 Tage

2,1-fach

Seite 13

Clopidogrel 300 mg

Initialdosis, gefolgt von 75 mg

alle 24 Stunden

20 mg, Einzeldosis

2-fach

Gemfibrozil 600 mg zweimal

täglich, 7 Tage

80 mg, Einzeldosis

1,9-fach

Eltrombopag 75 mg einmal

täglich, 5 Tage

10 mg, Einzeldosis

1,6-fach

Darunavir 600 mg / Ritonavir

100 mg zweimal täglich,

7 Tage

10 mg einmal täglich, 7 Tage

1,5-fach

Tipranavir 500 mg / Ritonavir

200 mg zweimal täglich,

11 Tage

10 mg, Einzeldosis

1,4-fach

Dronedaron 400 mg zweimal

täglich

Nicht verfügbar

1,4-fach

Itraconazol 200 mg einmal

täglich, 5 Tage

10 mg, Einzeldosis

1,4-fach

Ezetimib 10 mg einmal täglich,

14 Tage

10 mg einmal täglich, 14 Tage

1,2-fach

Fosamprenavir 700 mg /

Ritonavir 100 mg zweimal

täglich, 8 Tage

10 mg, Einzeldosis

Aleglitazar 0,3 mg, 7 Tage

40 mg, 7 Tage

Silymarin 140 mg dreimal

täglich, 5 Tage

10 mg, Einzeldosis

Fenofibrat 67 mg dreimal

täglich, 7 Tage

10 mg, 7 Tage

Rifampicin 450 mg einmal

täglich, 7 Tage

20 mg, Einzeldosis

Ketoconazol 200 mg zweimal

täglich, 7 Tage

80 mg, Einzeldosis

Fluconazol 200 mg einmal

täglich, 11 Tage

80 mg, Einzeldosis

Erythromycin 500 mg viermal

täglich, 7 Tage

80 mg, Einzeldosis

20 %

Baicalin 50 mg dreimal täglich,

14 Tage

20 mg, Einzeldosis

47 %

*Daten mit Angabe von x-facher Veränderung stellen das einfache Verhältnis zwischen gleichzeitiger Gabe

und Gabe von Rosuvastatin allein dar. Daten mit Angabe einer Veränderung in % stellen den prozentualen

Unterschied bezogen auf Rosuvastatin allein dar.

Seite 14

Eine Erhöhung ist als “

”, keine Veränderung als “

”, eine Verminderung als “

“gekennzeichnet.

**Es wurden mehrere Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen mit verschiedenen Crestor-Dosierungen

durchgeführt. Die Tabelle zeigt die signifikantesten Verhältnisse.

Wirkungen von Rosuvastatin auf gleichzeitig verabreichte Arzneimittel

Vitamin K-Antagonisten

Wie bei anderen HMG-CoA-Reduktase-Hemmern können der Behandlungsbeginn mit Crestor

oder eine Steigerung der Dosis bei Patienten, die gleichzeitig mit Vitamin-K-Antagonisten (z. B.

Warfarin oder einem anderen Cumarin-Antikoagulans) behandelt werden, zu einem Anstieg der

International Normalised Ratio (INR) führen. Ein Absetzen oder eine Dosisreduzierung von Crestor

können zu einer Verringerung der INR führen. In solchen Situationen ist eine angemessene

Überwachung der INR wünschenswert.

Orale Kontrazeptiva/Hormonersatztherapie

Die gleichzeitige Gabe von Crestor und einem oralen Kontrazeptivum führte zu einem 26%igen

bzw. 34%igen Anstieg der AUC von Ethinylestradiol- bzw. Norgestrel. Diese erhöhten

Plasmakonzentrationen sollten bei der Wahl der Dosierung oraler Verhütungsmittel berücksichtigt

werden. Es gibt keine pharmakokinetischen Daten von Patienten, die gleichzeitig Crestor und eine

Hormonersatztherapie erhalten. Daher kann ein ähnlicher Effekt nicht ausgeschlossen werden.

Die Kombination wurde jedoch vielfach von Frauen in klinischen Studien angewendet und gut

vertragen.

Andere Arzneimittel

Digoxin: Auf Grundlage von Ergebnissen spezifischer

Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen

sind keine klinisch relevanten Wechselwirkungen mit Digoxin zu erwarten.

Fusidinsäure: Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen mit Rosuvastatin

und Fusidinsäure durchgeführt. Das Myopathie-Risiko, einschließlich Rhabdomyolyse, kann durch

die gleichzeitige systemische Anwendung von Fusidinsäure und Statinen erhöht sein. Der

Mechanismus dieser Wechselwirkung (sei er pharmakodynamisch oder pharmakokinetisch

bedingt oder beides) ist bisher nicht bekannt. Es liegen Berichte über Rhabdomyolyse

(einschließlich einiger Todesfälle) bei Patienten vor, die diese Kombination erhielten.

Wenn die Behandlung mit systemischer Fusidinsäure notwendig ist, sollte die Behandlung mit

Crestor während der gesamten Dauer der Fusidinsäure-Behandlung unterbrochen werden. Siehe

auch Abschnitt 4.4.

Kinder und Jugendliche

Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt. Das

Ausmaß der Wechselwirkungen bei Kindern und Jugendlichen ist nicht bekannt.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Crestor ist in der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert.

Frauen im gebärfähigen Alter müssen geeignete Verhütungsmaßnahmen anwenden.

Seite 15

Da Cholesterin und andere Produkte der Cholesterinbiosynthese für die Entwicklung des Föten

notwendig sind, überwiegt das von der Hemmung der HMG-CoA-Reduktase potenziell

ausgehende Risiko den Nutzen einer Behandlung während der Schwangerschaft.

Tierexperimentelle Studien erbrachten begrenzte Anzeichen einer Reproduktionstoxizität (siehe

Abschnitt 5.3). Falls eine Patientin während der Anwendung von Crestor schwanger wird, muss

die Behandlung unverzüglich abgebrochen werden.

Rosuvastatin wird in die Milch von Ratten ausgeschieden. Es liegen keine Daten bezüglich des

Überganges von Rosuvastatin in die menschliche Muttermilch vor (siehe Abschnitt 4.3).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien durchgeführt, um den Einfluss von Crestor auf die Verkehrstüchtigkeit

und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen zu untersuchen. Es ist jedoch aufgrund der

pharmakodynamischen Eigenschaften unwahrscheinlich, dass Crestor diese Fähigkeiten

beeinflusst. Beim Führen von Fahrzeugen oder dem Bedienen von Maschinen sollte berücksichtigt

werden, dass während der Behandlung Schwindel auftreten könnte.

4.8

Nebenwirkungen

Die mit Crestor beobachteten Nebenwirkungen sind üblicherweise leicht und vorübergehend. In

kontrollierten klinischen Studien brachen weniger als 4 % der mit Crestor behandelten Patienten

die Studie aufgrund von Nebenwirkungen ab.

Tabellarische Auflistung von Nebenwirkungen

Die folgende Tabelle stellt das Nebenwirkungsprofil von Rosuvastatin auf Grundlage von

Ergebnissen aus klinischen Studien und umfassenden Erfahrungswerten nach Markteinführung

dar. Die unten angegebenen Nebenwirkungen sind nach Häufigkeit und System-Organ-Klassen

aufgeführt.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10 000 bis <

1/1000), sehr selten (< 1/10 000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten

nicht abschätzbar).

Seite 16

Tabelle 2. Nebenwirkungen auf Grundlage von Ergebnissen aus klinischen Studien und

Erfahrungswerten nach Markteinführung

System-Organ-Klasse

Häufig

Gelegentlic

h

Selten

Sehr selten

Nicht

bekannt

Erkrankungen des

Blutes und des

Lymphsystems

Thrombo-

zytopenie

Erkrankungen des

Immunsystems

Überempfind-

lichkeitsreak-

tionen,

einschließlich

Angioödem

Endokrine

Erkrankungen

Diabetes

mellitus

Psychiatrische

Erkrankungen

Depression

Erkrankungen des

Nervensystems

Kopfschmer-

zen,

Schwindel

Polyneuro-

pathie,

Gedächtnis-

verlust

Periphere

Neuropathie,

Schlafstö-

rungen

(einschließlic

h Insomnie

Albträume)

Erkrankungen der

Atemwege, des

Brustraums und

Mediastinums

Husten,

Dyspnoe

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Verstopfung,

Übelkeit,

Bauch-

schmerzen

Pankreatitis

Diarrhö

Leber- und

Gallenerkrankungen

Erhöhte

hepatische

Transaminasen

Gelbsucht,

Hepatitis

Erkrankungen der Haut

und des

Unterhautzellgewebes

Pruritus,

Hautaus-

schlag

(Rash),

Urtikaria

Stevens-

Johnson-

Syndrom

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Myalgie

Myopathie (ein-

schließlich

Myositis),

Rhabdomyolyse

Arthralgie

Sehnen-

verletzung,

gelegentlich

mit Komplika-

Seite 17

Lupus-

ähnliches

Syndrom,

Muskelriss

tionen durch

Risse

Immunver-

mittelte

nekro-

tisierende

Myopathie

Erkrankungen der

Nieren und Harnwege

Hämaturie

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane und

der Brustdrüse

Gynäkomastie

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Asthenie

Ödeme

Die Häufigkeit ist abhängig von dem Vorhandensein oder dem Fehlen von Risikofaktoren

(Nüchternblutzucker ≥ 5,6 mmol/l, BMI > 30 kg/m², erhöhte Triglyceridwerte, bestehende Hypertonie).

Wie bei anderen HMG-CoA-Reduktase-Hemmern ist die Häufigkeit der Nebenwirkungen oft

dosisabhängig.

Wirkungen auf die Nieren

Bei Patienten, die mit Crestor

behandelt wurden, wurde eine mit Teststreifen diagnostizierte

Proteinurie beobachtet. Ein Anstieg des Harnproteins (von 0 oder Spuren auf ++ oder mehr) zu

irgendeinem Zeitpunkt während der Behandlung mit Dosierungen von 10 mg und 20 mg

Rosuvastatin wurde bei weniger als 1 % der Patienten gesehen und bei ungefähr 3 % der

Patienten, die mit 40 mg Rosuvastatin behandelt wurden. Eine geringfügig erhöhte Häufigkeit des

Anstiegs des Harnproteins von 0 oder Spuren auf + wurde bei der 20-mg-Dosierung beobachtet.

In den meisten Fällen wird die Proteinurie bei fortgesetzter Therapie geringer oder verschwindet

spontan. Eine Analyse der Daten aus klinischen Studien und Erfahrungen nach der

Markteinführung lieferten bisher keine Belege, die auf einen Kausalzusammenhang zwischen der

Proteinurie und einer akuten oder fortschreitenden Nierenerkrankung hinweisen.

Bei Patienten, die mit Crestor behandelt wurden, wurde eine Hämaturie beobachtet. Daten aus

klinischen Studien haben gezeigt, dass die Häufigkeit gering ist.

Wirkungen auf die Skelettmuskulatur

Bei allen Dosierungen von Crestor, insbesondere bei Dosierungen von mehr als 20 mg

Rosuvastatin, wurde über Auswirkungen auf die Skelettmuskulatur der behandelten Patienten

berichtet, z. B. Myalgie, Myopathie (einschließlich Myositis) und selten Rhabdomyolyse mit und

ohne akuter Niereninsuffizienz.

Seite 18

Bei Patienten, die Rosuvastatin einnahmen, wurde ein dosisabhängiger Anstieg der CK-Werte

beobachtet. Diese Veränderungen waren in der Mehrheit der Fälle geringfügig, asymptomatisch

und vorübergehend. Wenn die CK-Werte erhöht sind (um mehr als das 5-Fache des oberen

Normwertes), sollte die Behandlung abgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.4).

Wirkungen auf die Leber

Wie bei anderen HMG-CoA-Reduktase-Hemmern wurde bei einer kleinen Patientengruppe, die

mit Rosuvastatin behandelt wurde, ein dosisabhängiger Anstieg der Serumtransaminasen

beobachtet. Diese Veränderungen waren in den meisten Fällen geringfügig, asymptomatisch und

vorübergehend.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei einigen Statinen berichtet:

Störung der Sexualfunktion

In Ausnahmefällen und besonders bei Langzeittherapie eine interstitielle Lungenkrankheit

(siehe Abschnitt 4.4)

Die Häufigkeit von Meldungen über Rhabdomyolyse sowie schwerwiegende renale und hepatische

Nebenwirkungen (zumeist erhöhte Lebertransaminasen) ist bei der Dosis 40 mg erhöht.

Kinder und Jugendliche

In einer 52-wöchigen klinischen Studie mit Kindern und Jugendlichen wurde ein Anstieg des CK-

Wertes um mehr als das 10-Fache des oberen Normwertes und das Auftreten von

Muskelsymptomen nach sportlicher Betätigung und gesteigerter körperlicher Aktivität im

Vergleich zu Erwachsenen häufiger beobachtet (siehe Abschnitt 4.4). Ansonsten war das

Sicherheitsprofil von Rosuvastatin bei Kindern und Jugendlichen vergleichbar mit dem bei

Erwachsenen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.

Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des

Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer

Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz,

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Es gibt keine spezielle Therapie im Falle einer Überdosierung. Im Falle einer Überdosierung sollte

der Patient symptomatisch behandelt werden und es sollten, falls erforderlich, unterstützende

Maßnahmen ergriffen werden. Es sollten Leberfunktionstests durchgeführt werden und die CK-

Werte sollten überwacht werden. Es ist unwahrscheinlich, dass eine Hämodialyse von Nutzen ist.

5.

Pharmakologische Eigenschaften

Seite 19

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: HMG-CoA-Reduktase-Hemmer

ATC-Code: C10A A07

Wirkungsmechanismus

Rosuvastatin ist ein selektiver, kompetitiver Hemmstoff der HMG-CoA-Reduktase. Dieses Enzym

katalysiert geschwindigkeitsbestimmend die Umwandlung von 3-Hydroxy-3-methyl-glutaryl-

Coenzym-A zu Mevalonat, eine Vorstufe von Cholesterin. Der primäre Wirkort von Rosuvastatin ist

die Leber, das Zielorgan für die Cholesterinsenkung.

Rosuvastatin erhöht die Anzahl der hepatischen LDL-Rezeptoren an der Zelloberfläche, wodurch

die Aufnahme und der Abbau von LDL beschleunigt werden, und es hemmt die Synthese von

VLDL in der Leber. Dadurch wird die Gesamtzahl von VLDL- und LDL-Partikeln reduziert.

Pharmakodynamische Effekte

Crestor senkt erhöhte LDL-Cholesterin-, Gesamtcholesterin- und Triglyceridwerte und erhöht das

HDL-Cholesterin. Außerdem senkt es die Plasmawerte von ApoB, nonHDL-C, VLDL-C, VLDL-TG

und erhöht den von ApoA-I (siehe Tabelle 3). Crestor senkt auch das Verhältnis von LDL-C/HDL-

C, Gesamt-C/HDL-C und nonHDL-C/HDL-C sowie von ApoB/ApoA-I.

Seite 20

Tabelle 3. Ansprechen von Patienten mit primärer Hypercholesterinämie (Typ IIa und IIb) auf die

Behandlung (angepasste mittlere Veränderung vom Ausgangswert in Prozent)

Dosis

N

LDL-C

Gesamt-C

HDL-C

TG

nonHDL-C

ApoB

ApoA-I

Placebo

Eine therapeutische Wirkung tritt innerhalb einer Woche nach Beginn der Therapie ein, und 90 %

des Maximaleffektes werden in zwei Wochen erreicht. Die maximale Wirkung wird gewöhnlich

nach vier Wochen erreicht und bleibt danach erhalten.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Crestor ist bei erwachsenen Patienten mit Hypercholesterinämie mit und ohne

Hypertriglyceridämie wirksam, unabhängig von Faktoren wie Abstammung, Geschlecht oder Alter.

Das Gleiche gilt für spezielle Patientengruppen wie Diabetiker oder Patienten mit familiärer

Hypercholesterinämie.

Gepoolte Daten aus Phase-III-Studien haben gezeigt, dass Crestor bei einem Großteil der

Patienten mit Hypercholesterinämie vom Typ IIa und IIb (mittlere LDL-C-Ausgangswerte ca.

4,8 mmol/l) wirksam ist, wobei die anerkannten Richtwerte der European Atherosclerosis Society

(EAS; 1998) erreicht werden; ca. 80 % der mit 10 mg Rosuvastatin behandelten Patienten

erreichten die EAS-Richtwerte für die LDL-C-Konzentration (< 3 mmol/l).

In einer groß angelegten Studie an Patienten mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie

erhielten 435 Patienten Crestor in Dosierungen von 20 mg bis 80 mg Rosuvastatin nach einem

forcierten Titrationsdesign. Alle Dosen zeigten eine günstige Wirkung auf die Lipidparameter und

die Therapieziele wurden erreicht. Nach einer Titration auf eine tägliche Dosis von 40 mg

Rosuvastatin (12-wöchige Behandlung) war der LDL-C-Wert um 53 % reduziert. 33 % der

Patienten erreichten die EAS-Richtwerte für den LDL-C-Wert (< 3 mmol/l).

In einer offenen Studie nach dem forcierten Titrationsdesign wurde bei 42 Patienten

(einschließlich 8 pädiatrischer Patienten) mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie das

Ansprechen auf Dosen von 20 bis 40 mg Crestor untersucht. In dieser Patientengruppe betrug die

durchschnittliche LDL-C-Reduktion 22 %.

In klinischen Studien mit einer limitierten Anzahl von Patienten zeigten sich additive Effekte für

Crestor und Fenofibrat hinsichtlich der Senkung der Triglycerid-Serumkonzentration sowie für

Crestor und Niacin hinsichtlich des Anstiegs der HDL-C-Serumkonzentration (siehe Abschnitt

4.4).

Seite 21

In einer multizentrischen, doppelblinden, placebokontrollierten klinischen Studie (METEOR)

wurden 984 Patienten im Alter zwischen 45 und 70 Jahren mit einem geringen Risiko für eine

koronare Herzkrankheit (definiert als Framingham-Risiko < 10 % über 10 Jahre) mit einem

durchschnittlichen LDL-C Wert von 4,0 mmol/l (154,5 mg/dl) aber subklinischer Atherosklerose

(durch die Messung der Intima-Media-Dicke an der Carotis ermittelt) randomisiert. Die Patienten

erhielten zwei Jahre lang einmal täglich entweder 40 mg Rosuvastatin oder Placebo. Rosuvastatin

verlangsamte im Vergleich zu Placebo den Zuwachs der maximalen Intima-Media-Dicke (CIMT)

an 12 Messpunkten der Karotiden um - 0,0145 mm/Jahr [95 % Konfidenzintervall -0,0196, -

0,0093, p < 0,0001]. Die Abnahme im Vergleich zum Ausgangswert betrug mit Rosuvastatin -

0,0014 mm/Jahr (- 0,12 % / Jahr [nicht signifikant]), im Vergleich dazu wurde unter Placebo eine

Zunahme um + 0,0131 mm/Jahr (1,12 % / Jahr [p < 0,0001]) registriert. Es wurde jedoch noch

kein direkter Zusammenhang zwischen der CIMT-Reduktion und einer Senkung des Risikos für

kardiovaskuläre Ereignisse nachgewiesen. Die Population der METEOR-Studie hatte ein geringes

Risiko für eine koronare Herzerkrankung und repräsentiert daher nicht die Zielgruppe von Crestor

in der Dosierung 40 mg. Die Dosis 40 mg sollte lediglich Patienten mit schwerer

Hypercholesterinämie und mit hohem kardiovaskulärem Risiko verabreicht werden (siehe

Abschnitt 4.2).

In der Studie

Justification for the Use of Statins in Primary Prevention: An Intervention Trial

Evaluating Rosuvastatin

(JUPITER)“

wurde die Wirkung von Rosuvastatin in Hinblick auf das

Auftreten von größeren atherosklerotischen kardiovaskulären Ereignissen bei 17802 Männern

(≥ 50 Jahre) und Frauen (≥ 60 Jahre) untersucht.

Die Studienteilnehmer erhielten nach dem Zufallsprinzip Placebo (n=8901) oder 20 mg

Rosuvastatin einmal täglich (n=8901) und wurden für eine Dauer von 2 Jahren beobachtet.

Die LDL-C-Konzentration wurde in der Rosuvastatin-Gruppe im Vergleich zu der Placebo-Gruppe

um 45 % (p < 0,001) gesenkt.

Eine Post-hoc-Analyse einer Untergruppe von Hochrisiko-Patienten mit einer Ausgangs-

Risikoberechnung nach Framingham von > 20 % (1558 Patienten) ergab eine signifikante

Verminderung des kombinierten Endpunkts von kardiovaskulärem Tod, Schlaganfall und

Myokardinfarkt (p < 0,028) bei der Behandlung mit Rosuvastatin verglichen mit Placebo. Die

absolute Verminderung des Risikos bei der Ereignisrate pro 1000 Patientenjahre war 8,8. Die

Gesamtsterblichkeit (p=0,193) war in dieser Hochrisiko-Gruppe unverändert.

Eine Post-hoc-Analyse einer Untergruppe von Hochrisiko-Patienten (9302 Patienten insgesamt)

mit einem Anfangsrisiko von ≥ 5 % (extrapoliert, um Patienten über 65 Jahre zu erfassen) ergab

eine signifikante Verminderung des kombinierten Endpunkts von kardiovaskulärem Tod,

Schlaganfall und Myokardinfarkt (p = 0,0003) bei der Behandlung mit Rosuvastatin verglichen mit

Placebo. Die absolute Verminderung des Risikos bei der Ereignisrate war 5,1 pro 1000

Patientenjahre. Die Gesamtsterblichkeit war in dieser Hochrisiko-Gruppe unverändert (p=0,076).

Seite 22

In der JUPITER-Studie brachen 6,6 % der mit Rosuvastatin und 6,2 % der mit Placebo behandelten

Patienten die Einnahme des Studienmedikamentes aufgrund eines unerwarteten Ereignisses ab.

Die häufigsten unerwarteten Ereignisse, die zur Behandlungsunterbrechung führten, waren:

Myalgien (0,3 % Rosuvastatin, 0,2 % Placebo), abdominale Schmerzen (0,03 % Rosuvastatin, 0,02

% Placebo) und Ausschlag (0,02 % Rosuvastatin, 0,03 % Placebo). Die häufigsten unerwarteten

Ereignisse, deren Rate größer oder gleich Placebo war, sind Harnwegsinfektionen (8,7 %

Rosuvastatin, 8,6 % Placebo), Nasen-Rachen-Entzündung (7,6 % Rosuvastatin, 7,2 % Placebo),

Rückenschmerzen (7,6 % Rosuvastatin, 6,9 % Placebo) und Myalgien (7,6 % Rosuvastatin, 6,6 %

Placebo).

Kinder und Jugendliche

In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Multi-Center-Studie über 12

Wochen (n=176, 97 männlich und 79 weiblich), gefolgt von einer 40-wöchigen (n=173, 96

männlich und 77 weiblich), offenen Rosuvastatin-Dosis-Titrationsphase, erhielten Patienten mit

heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie im Alter von 10 bis 17 Jahren (Tanner-Stadium II-V,

Mädchen frühestens ein Jahr nach ihrer ersten Menstruation) 5, 10 oder 20 mg Rosuvastatin bzw.

Placebo täglich über einen Zeitraum von 12 Wochen. Anschließend erhielten alle Patienten für 40

Wochen täglich Rosuvastatin. Zu Studienbeginn waren ungefähr 30 % der Patienten 10 bis 13

Jahre alt, und ungefähr 17 %, 18 %, 40 % und 25 % waren in Tanner-Stadium II, III, IV bzw. V.

Rosuvastatin senkte das LDL-C um 38,3 % (bei 5 mg), 44,6 % (bei 10 mg) und 50 % (bei 20 mg)

verglichen mit 0,7 % unter Placebo.

Am Ende der 40-wöchigen, offenen Titration bis zur Zieldosis, d. h. bis zu einer Maximaldosis von

20 mg einmal täglich, hatten 70 von 173 Patienten (40,5 %) das Ziel von weniger als 2,8 mmol/l

LDL-C erreicht.

Nach einer 52-wöchigen Behandlung mit der Studienmedikation zeigte sich kein Einfluss auf

Wachstum, Körpergewicht, BMI oder sexuelle Reifung (siehe Abschnitt 4.4). Diese Studie (n=176)

wurde nicht auf den Vergleich seltener unerwünschter Arzneimittelereignisse ausgelegt.

Rosuvastatin wurde auch in einer 2-jährigen, offenen Studie mit Titration bis zur Zieldosis an

198 Kindern mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie im Alter von 6 bis 17 Jahren

(88 männlich und 110 weiblich, Tanner-Stadium < II-V) untersucht. Die Anfangsdosis für alle

Patienten betrug 5 mg Rosuvastatin 1-mal täglich. Patienten im Alter von 6 bis 9 Jahren (n=64)

konnten auf eine Maximaldosis von 10 mg 1-mal täglich titriert werden und Patienten im Alter von

10 bis 17 Jahren (n=134) auf eine Maximaldosis von 20 mg 1-mal täglich.

Gemessen am Ausgangswert betrug nach 24 Behandlungsmonaten mit Rosuvastatin die mittlere

prozentuale LS-Reduktion des LDL-C -43 % (Ausgangswert: 236 mg/dl, Monat 24: 133 mg/dl). Für

die jeweiligen Altersgruppen betrugen die mittleren prozentualen LS-Reduktionen des LDL-C

gemessen am Ausgangswert -43 % (Ausgangswert: 234 mg/dl, Monat 24: 124 mg/dl), -45 %

Seite 23

(Ausgangswert: 234 mg/dl, Monat 24: 124 mg/dl) und -35 % (Ausgangswert: 241 mg/dl, Monat 24:

153 mg/dl) in den Altersgruppen 6 bis < 10, 10 bis < 14 bzw. 14 bis < 18.

Rosuvastatin 5 mg, 10 mg und 20 mg erreichte darüber hinaus statistisch signifikante mittlere

Veränderungen zum Ausgangswert in Bezug auf die folgenden sekundären Lipid- und

Lipoprotein-Variablen: HDL-C, TC, nonHDL-C, LDL-C/HDL-C, TC/HDL-C, TG/HDL-C,

nonHDL-C/HDL-C, ApoB, ApoB/ApoA-1. Diese Veränderungen gingen jeweils in Richtung

verbessertes Lipid-Ansprechen und wurden über 2 Jahre beibehalten.

Nach 24 Behandlungsmonaten wurde kein Einfluss auf Größe, Gewicht, BMI oder sexuelle Reifung

festgestellt (siehe Abschnitt 4.4).

Die Wirkung von einmal täglich 20 mg Rosuvastatin versus Placebo wurde in einer randomisierten,

doppelblinden, placebokontrollierten, multizentrischen Cross-Over-Studie bei 14 Kindern und

Jugendlichen (im Alter von 6 bis 17 Jahren) mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie

untersucht. Die Studie beinhaltete eine aktive 4-wöchige Diät-Einführungsphase, in der die

Patienten mit 10 mg Rosuvastatin behandelt wurden, eine Cross-Over-Phase, die aus einer 6-

wöchigen Behandlung mit 20 mg Rosuvastatin bestand, vorausgegangen oder gefolgt von einer 6-

wöchigen Placebo-Behandlung und einer 12-wöchigen Erhaltungsphase, in der alle Patienten mit

20 mg Rosuvastatin behandelt wurden. Patienten, die die Studie mit Ezetimib oder Apherese-

Therapie begonnen hatten, setzten ihre Behandlung während der kompletten Studie fort.

Es wurde eine statistisch signifikante (p=0,005) Reduktion von LDL-C (22,3 %, 85,4 mg/dl oder

2,2 mmol/l) nach einer 6-wöchigen Behandlung mit 20 mg Rosuvastatin im Vergleich zu Placebo

beobachtet. Es traten statistisch signifikante Senkungen bei Gesamt-C (20,1 %, p=0,003),

nonHDL-C (22,9 %, p=0,003) und ApoB (17,1 %, p=0,024) auf. Ebenfalls wurden Senkungen bei

TG, LDL-C/HDL-C, Gesamt-C/HDL-C, nonHDL-C/HDL-C und ApoB/ApoA-1 nach einer 6-

wöchigen Behandlung mit 20 mg Rosuvastatin, verglichen mit Placebo, festgestellt. Die Reduktion

von LDL-C nach 6-wöchiger Behandlung mit 20 mg Rosuvastatin, die auf eine 6-wöchige

Behandlung mit Placebo folgte, wurde während einer 12-wöchigen kontinuierlichen Therapie

aufrechterhalten. Nach Auftitration auf 40 mg gab es bei einem Patienten nach 6-wöchiger

Behandlung eine weitere Reduktion von LDL-C (8,0 %), Gesamt-C (6,7 %) und nonHDL (7,4 %).

Während einer verlängerten offenen Behandlung wurde bei 9 dieser Patienten, die 20 mg

Rosuvastatin für bis zu 90 Wochen erhielten, die LDL-C-Reduktion im Bereich von -12,1 % bis

-21,3 % aufrechterhalten.

Es wurden die Daten von 7 Kindern und Jugendlichen (im Alter von 8 bis 17 Jahren) mit

homozygoter familiärer Hypercholesterinämie (siehe oben) der offenen Studie mit forciertem

Titrationsdesign ausgewertet. Die prozentuale Reduktion von LDL-C (21,0 %), Gesamt-C (19,2 %)

und non-HDL (21,0 %) vom Ausgangswert nach einer 6-wöchigen Behandlung mit 20 mg

Rosuvastatin war übereinstimmend mit der beobachteten Reduktion, die in der zuvor erwähnten

Seite 24

Studie bei Kindern und Jugendlichen mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie beobachtet

wurde.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Rosuvastatin eine Freistellung von der Verpflichtung

zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen zur Behandlung von

homozygoter familiärer Hypercholesterinämie, primär kombinierter (gemischter) Dyslipidämie und

zur Prävention kardiovaskulärer Ereignisse gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Maximale Rosuvastatin-Plasmaspiegel werden ungefähr fünf Stunden nach der oralen Gabe

erreicht. Die absolute Bioverfügbarkeit beträgt etwa 20 %.

Verteilung

Rosuvastatin wird großteils von der Leber aufgenommen, dem primären Ort der

Cholesterinsynthese und der LDL-C-Clearance. Das Verteilungsvolumen von Rosuvastatin beträgt

ca. 134 l. Ungefähr 90 % der verabreichten Menge von Rosuvastatin werden an Plasmaproteine,

vor allem an Albumin, gebunden

Biotransformation

Rosuvastatin unterliegt einem begrenzten Metabolismus (ca. 10 %).

In-vitro-

Metabolisierungsstudien mit menschlichen Leberzellen zeigen, dass Rosuvastatin ein schwaches

Substrat für einen auf dem Cytochrom-P-450-System basierenden Metabolismus ist. CYP2C9 war

das hauptsächlich beteiligte Isoenzym, CYP2C19, -3A4 und -2D6 waren in geringerem Ausmaß

beteiligt. Die identifizierten Hauptmetaboliten sind N-Desmethyl- und Laktonmetaboliten. Der N-

Desmethylmetabolit ist etwa 50 % weniger wirksam als Rosuvastatin, während die Laktonform als

klinisch unwirksam angesehen wird. Mehr als 90 % der zirkulierenden HMG-CoA-Reduktase-

Hemmaktivität werden Rosuvastatin zugeschrieben.

Elimination

Annähernd 90 % der Rosuvastatin-Dosis werden unverändert im Stuhl ausgeschieden (bestehend

aus resorbiertem und nichtresorbiertem aktiven Wirkstoff). Der Rest wird über den Harn

eliminiert. Ca. 5 % werden unverändert mit dem Urin ausgeschieden. Die Plasma-

Eliminationshalbwertszeit beträgt ca. 19 Stunden. Die Eliminationshalbwertszeit nimmt bei

höheren Dosierungen nicht zu. Das geometrische Mittel der Plasmaclearance beträgt ca. 50

l/Stunde (Abweichungskoeffizient 21,7 %). Wie bei anderen HMG-CoA-Reduktase-Hemmern ist

bei der Aufnahme von Rosuvastatin durch die Leber der Membrantransporter OATP-C beteiligt.

Dieser Transporter ist bei der Ausscheidung von Rosuvastatin über die Leber wichtig.

Linearität/Nicht-Linearität

Die Bioverfügbarkeit von Rosuvastatin steigt proportional zur Dosierung. Die pharmakokinetischen

Parameter werden durch mehrfache tägliche Einnahme nicht beeinflusst.

Seite 25

Spezielle Patientengruppen

Alter und Geschlecht

Alter oder Geschlecht haben keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von

Rosuvastatin bei Erwachsenen. Die Bioverfügbarkeit von Rosuvastatin bei Kindern und

Jugendlichen mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie scheint ähnlich oder geringer zu

sein als bei erwachsenen Patienten mit Dyslipidämie (siehe Kinder und Jugendliche weiter unten).

Abstammung

Pharmakokinetische Studien zeigen eine annähernd zweifache Erhöhung der durchschnittlichen

AUC- und C

-Werte bei Asiaten (Japanern, Chinesen, Filipinos, Vietnamesen, Koreanern) im

Vergleich zu Kaukasiern. Bei Indern ergab sich eine ungefähr 1,3-fache Erhöhung der mittleren

AUC- und C

-Werte. Eine pharmakokinetische Analyse mit Hilfe des Populationsansatzes zeigte

keine klinisch relevanten Unterschiede bei der Pharmakokinetik zwischen Kaukasiern und

schwarzen Bevölkerungsgruppen.

Nierenfunktionsstörungen

In einer Studie mit Patienten mit unterschiedlichen Schweregraden von eingeschränkter

Nierenfunktion hatte eine leichte bis mittelschwere Nierenerkrankung keinen Einfluss auf die

Plasmakonzentration von Rosuvastatin oder des N-Desmethylmetaboliten. Patienten mit einer

schweren Beeinträchtigung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) zeigten im Vergleich zu gesunden

Probanden eine 3-fache Zunahme der Plasmakonzentration und eine 9-fache Erhöhung der

Konzentration des N-Desmethylmetaboliten. Die Steady-state-Plasmakonzentrationen von

Rosuvastatin bei Patienten unter Hämodialyse waren ca. 50 % höher als bei gesunden Probanden.

Leberfunktionsstörungen

In einer Studie mit Patienten mit unterschiedlichen Schweregraden von Leberfunktionsstörungen

gab es keine Hinweise auf eine erhöhte Bioverfügbarkeit von Rosuvastatin bei Patienten mit

Child-Pugh-Scores von 7 oder darunter. Jedoch zeigten zwei Patienten (Child-Pugh-Scores von 8

und 9) eine im Vergleich zu Patienten mit niedrigeren Child-Pugh-Scores erhöhte systemische

Bioverfügbarkeit um mindestens das 2-Fache. Es gibt keine Erfahrung bei Patienten mit Child-

Pugh-Scores über 9.

Genetischer Polymorphismus

An der Disposition von HMG-CoA-Reduktase-Hemmern, einschließlich Rosuvastatin, sind

OATP1B1- und BCRP-Transportproteine beteiligt. Bei Patienten mit genetischem Polymorphismus

der Gene SLCO1B1 (OATP1B1) und/oder ABCG2 (BCRP) besteht das Risiko einer erhöhten

Bioverfügbarkeit von Rosuvastatin. Die individuellen Polymorphismen SLCO1B1 c.521CC und

ABCG2 c.421AA sind im Vergleich zu den Genotypen SLCO1B1 c.521TT oder ABCG2 c.421CC mit

einer höheren Bioverfügbarkeit (AUC) von Rosuvastatin verbunden. Diese spezifische

Genotypisierung gehört nicht zur gängigen klinischen Praxis, doch für Patienten, die

bekanntermaßen diese Arten von Polymorphismus haben, wird eine geringere Tagesdosis von

Crestor empfohlen.

Seite 26

Kinder und Jugendliche: Zwei Studien zur Pharmakokinetik mit Rosuvastatin (als Tabletten) bei

Kindern und Jugendlichen mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie im Alter von

10 bis 17 oder 6 bis 17 Jahren (insgesamt 214 Patienten) zeigten, dass die Bioverfügbarkeit bei

Kindern und Jugendlichen mit der bei erwachsenen Patienten vergleichbar oder geringer ist. Die

Rosuvastatin-Bioverfügbarkeit war bezüglich Dosis und Zeit über den Zeitraum von 2 Jahren

berechenbar.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Genotoxizität und zum

kanzerogenen Potential, lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den

Menschen erkennen. Spezifische Untersuchungen zum Einfluss auf hERG wurden nicht evaluiert.

Folgende Nebenwirkungen wurden nicht in klinischen Studien beobachtet, traten aber bei Tieren

nach Exposition im humantherapeutischen Bereich auf: In Toxizitätsstudien mit Mehrfachdosen

wurden histopathologische Leberveränderungen, die wahrscheinlich auf die pharmakologische

Wirkung von Rosuvastatin zurückzuführen sind, in Mäusen, Ratten, in geringerem Maße mit

Wirkungen in der Gallenblase bei Hunden, nicht aber bei Affen, beobachtet. Des Weiteren wurde

bei höheren Dosierungen eine Hodentoxizität bei Affen und Hunden beobachtet. Bei Ratten zeigte

sich eine Reproduktionstoxizität durch reduzierte Wurfgrößen, vermindertes Wurfgewicht und

einer geringeren Überlebensrate der Jungtiere. Diese Effekte wurden bei maternaltoxischen

Dosen beobachtet, bei denen die systemische Exposition ein Mehrfaches über dem

therapeutischen Expositionsspiegel lag.

6.

Pharmazeutische Angaben

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern

Lactose-Monohydrat

Mikrokristalline Cellulose

Tricalciumbis(phosphat)

Crospovidon (Typ B)

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Tablettenüberzug

Lactose-Monohydrat

Hypromellose

Triacetin

Titandioxid (E171)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (gelb, E172) (Crestor 5 mg Filmtabletten)

Eisen(III)-oxid (rot, E172) (Crestor 10 mg und 20 mg Filmtabletten)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Seite 27

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30 °C lagern. In der Originalpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu

schützen.

6.5

Art und Inhalt der Behältnisse

Blisterpackungen aus Aluminiumlaminat/Aluminiumfolie

Packungsgrößen:

30 Filmtabletten [N 1]

100 Filmtabletten [N 3]

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen

Anforderungen zu beseitigen.

7.

Inhaber der Zulassung

AstraZeneca GmbH

22876 Wedel

Telefon: 0 41 03 / 70 80

Produktanfragen: 0800 22 88 660

E-Mail: azinfo@astrazeneca.com

www.astrazeneca.de

8.

Zulassungsnummern

Crestor 5 mg Filmtabletten: 61744.00.00

Crestor 10 mg Filmtabletten: 58179.00.00

Crestor 20 mg Filmtabletten: 58180.00.00

9.

Datum der Erteilung der Zulassungen/Verlängerung der Zulassungen

Datum der Erteilung der Zulassung: 16.12.2008

Datum der letzten Verlängerung der Zulassungen: 28.03.2013

10.

Stand der Information

Juni 2019

Seite 28

11.

Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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