Corvo HCT 10/25mg Tablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Enalaprilmaleat, Hydrochlorothiazid
Verfügbar ab:
TAD Pharma GmbH
ATC-Code:
C09BA02
INN (Internationale Bezeichnung):
Enalaprilmaleat, Hydrochlorothiazide
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Enalaprilmaleat 10.mg; Hydrochlorothiazid 25.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
56004.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Corvo HCT

®

10/25 mg

Tabletten

Enalaprilmaleat und Hydrochlorothiazid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme

dieses

Arzneimittels

beginnen,

denn

sie

enthält

wichtige

Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später

nochmals lesen.

Wenn

weitere

Fragen

haben,

wenden

sich

Ihren

Arzt

oder

Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht

an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die

gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Dies

gilt

auch

für

Nebenwirkungen,

nicht

dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Corvo HCT 10/25 mg und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Corvo HCT 10/25 mg beachten?

3. Wie ist Corvo HCT 10/25 mg einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Corvo HCT 10/25 mg aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Corvo HCT 10/25 mg und wofür wird es angewendet?

Corvo HCT 10/25 mg ist ein blutdrucksenkendes Arzneimittel, das

eine

Kombination

einem

ACE-Hemmer (Angiotensin-Converting-Enzym-

Hemmer) und einem harntreibenden Arzneimittel (Thiaziddiuretikum) enthält.

Corvo HCT 10/25 mg wird angewendet bei:

Bluthochdruck.

Corvo HCT 10/25 mg ist angezeigt bei Patienten, deren Blutdruck mit Enalapril

allein nicht ausreichend gesenkt werden kann.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Corvo HCT 10/25 mg beachten?

Corvo HCT 10/25 mg darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Enalapril, einen anderen ACE-Hemmer oder einen

der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

wenn Sie allergisch gegen Hydrochlorothiazid oder andere Sulfonamide

(Wirkstoffgruppe, zu der Hydrochlorothiazid gehört) sind

wenn bei Ihnen in der Vergangenheit nach Anwendung eines ACE-Hemmers

Überempfindlichkeitsreaktionen mit plötzlichem Anschwellen von Gesicht,

Lippen, Zunge und/oder Rachen sowie möglicherweise auch von Händen und

Füßen (Angioödeme) zusammen mit Schluckbeschwerden oder Atemnot

aufgetreten sind

wenn in Ihrer Familie Angioödeme aufgetreten sind oder wenn bei Ihnen bereits

ein Angioödem aus unbekannter Ursache aufgetreten ist

wenn Sie unter einer schweren Nierenfunktionsstörung leiden

wenn Sie unter einer schweren Leberfunktionsstörung leiden

wenn Sie mehr als drei Monate schwanger sind.

(Es wird empfohlen, Corvo HCT 10/25 mg auch in der frühen Phase der

Schwangerschaft nicht anzuwenden, siehe Abschnitt Schwangerschaft und

Stillzeit).

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben

einem

blutdrucksenkenden

Arzneimittel,

Aliskiren

enthält,

behandelt werden.

wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer chronischen

Herzschwäche bei Erwachsenen, eingenommen haben oder einnehmen, weil

sich dadurch das Risiko eines Angioödems (schnelle Schwellung unter der

Haut z. B. im Rachenbereich) erhöht.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Corvo HCT 10/25 mg

einnehmen

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck

einnehmen:

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane

bezeichnet - z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie

Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden, erhöht sich das Risiko

eines Angioödems (rasche Schwellung unter der Haut in Bereichen wie dem

Rachen):

Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall.

Arzneimittel, die zur Verhinderung der Abstoßung von transplantierten Organen

oder zur Krebsbehandlung eingesetzt werden (z. B. Temsirolimus, Sirolimus,

Everolimus).

Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die

Elektrolytwerte (z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Corvo HCT 10/25 mg darf nicht eingenommen werden“.

Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie mit der Einnahme von Corvo HCT 10/25 mg

beginnen,

wenn Sie an einer verminderten Durchblutung der Herzkranzgefäße (koronare

Herzerkrankung) leiden

wenn

Durchblutungsstörungen

Gehirns

(zerebrovaskuläre

Erkrankung) leiden

wenn Sie an Herzmuskelschwäche leiden

wenn die Herzklappen Ihrer linken Herzkammer verengt sind oder andere

Ausflussbehinderungen aus der linken Herzkammer bestehen

wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist

wenn bei Ihnen eine Einengung der Nierengefäße vorliegt (beidseitig bzw.

einseitig bei Einzelniere)

wenn bei Ihnen kürzlich eine Nierenverpflanzung durchgeführt wurde

wenn bei Ihnen eine Blutwäsche (Dialyse) mit bestimmten Dialysemembranen

(High-flux-Membranen) durchgeführt wird

wenn

Ihnen

eine

LDL-Apherese-Behandlung

durchgeführt

wird

(maschinelle Entfernung von Cholesterin aus dem Blut)

wenn Sie sich einer Desensibilisierung gegen bestimmte Insektengifte, wie

von Bienen- oder Wespen, unterziehen

wenn Ihre Leberfunktion eingeschränkt ist

wenn Sie gleichzeitig Lithium (Arzneimittel gegen bestimmte Depressionen)

einnehmen

wenn Sie unter Zuckerkrankheit leiden (Diabetes mellitus)

wenn

gleichzeitig

Präparaten

(kaliumsparende

Diuretika,

harntreibende Arzneimittel, kaliumhaltige Präparate oder Heparin) behandelt

werden, die zu einem Anstieg der Serum-Kaliumwerte führen können

wenn die Blutdrucksenkung durch ACE-Hemmer aufgrund Ihrer schwarzen

Hautfarbe nicht so stark wie bei Patienten mit weißer Hautfarbe ist

wenn Sie an Gicht leiden

wenn Sie Hautkrebs haben oder hatten oder während der Behandlung eine

unerwartete Hautläsion entwickeln. Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid,

insbesondere eine hochdosierte Langzeitanwendung, kann das Risiko einiger

Arten von Haut- und Lippenkrebs (weißer Hautkrebs) erhöhen. Schützen Sie

Ihre Haut vor Sonneneinstrahlung und UV-Strahlen, solange Sie Corvo HCT

10/25 mg einnehmen.

Beschwerden

Mundtrockenheit,

Durst,

Schwäche,

Teilnahmslosigkeit,

Muskelschmerzen oder -krämpfe, Herzrasen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen,

verminderte Harnproduktion können Ausdruck eines gestörten Flüssigkeits- oder

Mineralstoffhaushalts

sein.

Falls

solche

Beschwerden

Ihnen

auftreten,

informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Falls Sie vor einer Operation oder Narkose (auch einer zahnärztlichen Betäubung)

stehen, teilen Sie Ihrem Arzt mit, dass Sie Corvo HCT 10/25 mg einnehmen, da es

unter der Narkose zu einem plötzlichen Blutdruckabfall kommen kann.

Während der Einnahme von Corvo HCT 10/25 mg informieren Sie bitte

unverzüglich Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Symptome bemerken:

Nach Einnahme der ersten Dosis fühlen Sie sich schwindlig. Einige

Menschen reagieren auf die erste Dosis oder auf eine Dosiserhöhung

mit Schwindel, Schwäche, Ohnmacht oder Übelkeit.

Eine

plötzliche

Schwellung

Lippen,

Gesicht,

Hals,

möglicherweise auch an Händen und Füßen, keuchende Atmung oder

Heiserkeit.

Diesen

Zustand

nennt

Angioödem;

kann

jederzeit während der Behandlung auftreten.

Bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe führt die Anwendung von ACE-

Hemmern häufiger zur Bildung von Angioödemen als bei Patienten

mit nicht-schwarzer Hautfarbe.

Erhöhte Temperatur, Halsschmerzen oder Geschwüre im Mund. (Dies

können Symptome einer Infektion sein, die durch die Senkung der

Zahl der weißen Blutkörperchen verursacht wurde.)

Eine Gelbfärbung der Haut und des Weißen im Auge (Gelbsucht) kann

ein Anzeichen für eine Lebererkrankung sein.

Ein lang anhaltender trockener Husten. In Zusammenhang mit der

Verwendung von ACE-Hemmern wurde über Husten berichtet. Er kann

allerdings

auch

Symptom

einer

Erkrankung

oberen

Atemwege sein.

Die Anwendung dieses Arzneimittels bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.

Halten Sie daher bitte die vom Arzt angeordneten Laborkontrollen und

Untersuchungen unbedingt ein.

Doping

Das in diesem Arzneimittel enthaltene Hydrochlorothiazid kann bei Dopingkontrollen

zu positiven Ergebnissen führen. Eine missbräuchliche Anwendung des

Arzneimittels Corvo HCT 10/25 mg zu Dopingzwecken kann zu einer Gefährdung

Ihrer Gesundheit führen.

Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Die Kombination von Enalapril und Hydrochlorothiazid wird für Kinder nicht

empfohlen, da Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nicht vorliegen.

Ältere Patienten

Die Dosierung erfolgt in Abhängigkeit von der Nierenfunktion der älteren Patienten.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger

werden könnten). Die Einnahme von Corvo HCT 10/25 mg in der frühen Phase der

Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und Corvo HCT 10/25 mg darf nicht mehr

nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme

von Corvo HCT 10/25 mg in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres

ungeborenen Kindes führen kann (siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit).

Einnahme von Corvo HCT 10/25 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln:

Informieren

Ihren

Arzt

oder

Apotheker,

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet

haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Kalium-Ergänzungsmittel

(einschließlich

Salzersatzmittel),

kaliumsparende

Diuretika

andere

Arzneimittel,

Kaliumspiegel in Ihrem Körper erhöhen können (wie Trimethoprim und

Co-Trimoxazol zur Behandlung von bakteriellen Infekten; Ciclosporin,

Arzneimittel

Unterdrückung

Immunsystems,

Abstoßung von transplantierten Organen zu verhindern; und Heparin,

Arzneimittel

Blutverdünnung

Vermeidung

Blutgerinnseln)

Diuretika („Wassertabletten”), die zur Behandlung von Bluthochdruck

eingesetzt

werden,

einschließlich

kaliumsparende

Diuretika

Spironolacton, Triamteren oder Amilorid

andere Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks

Anästhetika und Arzneimittel gegen psychische Erkrankungen oder

Depressionen,

Arzneimittel

Behandlung

Psychosen,

trizyklische Antidepressiva oder Beruhigungsmittel

Lithium (Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen)

Arzneimittel

gegen

Schmerzen

Entzündungen,

Acetylsalicylsäure

(>

mg/Tag),

Indomethacin

oder

COX-2-

Hemmer

Goldlösungen

(Natrium

aurothiomalat),

Behandlung

rheumatischer Erkrankungen mit Spritzen verabreicht werden

Arzneimittel

Ephedrin,

enthalten

einigen

Husten-

Erkältungsmitteln

oder

Noradrenalin

Adrenalin,

welche

Behandlung der Hypotension, Schock, Herzschwäche, Asthma oder

Allergien verwendet werden

blutzuckersenkende Arzneimittel zum Einnehmen und Insulin

Colestyramin und Colestipol-Harze, Arzneimittel, die eine Senkung der

Blutfettwerte bewirken

kortisonhaltige

Arzneimittel

(Kortikosteroide),

hormonähnliche

entzündungshemmende Substanzen

Corticotropin

(ACTH),

wird

vorwiegend

Überprüfung

Nebennierenfunktion verwendet

bestimmte Arzneimittel, die zur Erschlaffung der Skelettmuskulatur bei

Operationen dienen (z.B. Tubocurarinchlorid)

Arzneimittel

Gichtbehandlung

(z.B.

Allopurinol,

Probenecid,

Sulfinpyrazon)

Arzneimittel

Behandlung

Krebs,

Cyclophosphamid,

Methotrexat

Arzneimittel

Unterdrückung

Immunsystems

(Immunsuppressiva),

Herzglykoside

(z.B.

Digoxin),

Arzneimittel

Behandlung

Herzerkrankungen

Arzneimittel

Nebenwirkungen

Herzrhythmus,

Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen, einige Arzneimittel gegen

Psychosen

oder

andere

Arzneimittel,

z.B.

Arzneimittel

Behandlung von bakteriellen Infektionen, von denen bekannt ist, dass

sie schwere Herzrhythmusstörungen hervorrufen können

Kalziumsalze

Amphotericin B, Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen

Abführmittel

Arzneimittel,

sehr

Verhinderung

einer

Abstoßung

Organtransplantats

verwendet

werden

(Sirolimus,

Everolimus

andere Arzneimittel, die zur Klasse der mTORInhibitoren gehören).

Siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen”

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige

Vorsichtsmaßnahmen treffen:

wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren einnehmen

(siehe auch Abschnitte „Corvo HCT 10/25 mg darf nicht eingenommen werden“ und

„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewendete Arznei-

mittel gelten können.

Einnahme von Corvo HCT 10/25 mg zusammen mit Nahrungsmitteln,

Getränken und Alkohol

Die Nahrungsaufnahme hat keinen Einfluss auf die Aufnahme von Corvo HCT

10/25 mg in den Körper.

Alkohol kann die blutdrucksenkende Wirkung von Corvo HCT 10/25 mg verstärken.

Kochsalz kann die blutdrucksenkende Wirkung von Corvo HCT 10/25 mg

abschwächen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu

sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme

dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Teilen

Ihrem

Arzt

mit,

wenn

vermuten,

schwanger

sein

oder

schwanger werden könnten. In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Corvo

HCT 10/25 mg vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie

schwanger

sind,

abzusetzen,

wird

Ihnen

anderes

Arzneimittel

empfehlen.

Anwendung

Corvo

10/25

frühen

Schwangerschaft wird nicht empfohlen und Corvo HCT 10/25 mg darf nicht mehr

nach

dritten

Schwangerschaftsmonat

eingenommen

werden,

Einnahme

Corvo

10/25

diesem

Stadium

schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen.

Corvo HCT 10/25 mg wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Behandlung

Bluthochdrucks

diesem

Arzneimittel

bedarf

regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.

Individuell

kann

Reaktionsvermögen

weit

verändert

sein,

dass

Fähigkeit

aktiven

Teilnahme

Straßenverkehr,

Bedienen

Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in

verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, bei einer Dosiserhöhung, nach einem

Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Corvo HCT 10/25 mg enthält Lactose.

Bitte nehmen Sie Corvo HCT 10/25 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt

ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber

bestimmten Zuckern leiden.

3. Wie ist Corvo HCT 10/25 mg einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt

ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher

sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

1 mal täglich 1 Tablette Corvo HCT 10/25 mg.

Bei Nierenproblemen

Ihr Arzt wird die Dosis von Corvo HCT 10/25 mg sorgfältig anpassen.

Bei älteren Patienten

Die Dosiseinstellung ist besonders sorgfältig vorzunehmen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren

Die Sicherheit und Unbedenklichkeit von Corvo HCT 10/25 mg bei Kindern und

Jugendlichen wurde nicht untersucht.

Art der Anwendung

Nehmen Sie die Tablette mit einem Glas Wasser ein.

Corvo HCT 10/25 mg kann zu den Mahlzeiten oder auf leeren Magen

eingenommen werden.

Dauer der Anwendung

Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette für ein erleichtertes Schlucken

und nicht zum Aufteilen in gleiche Dosen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben,

dass die Wirkung von Corvo HCT 10/25 mg zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Corvo HCT 10/25 mg eingenommen

haben als Sie sollten

Wenn Sie (oder eine andere Person) mehrere Tabletten auf einmal geschluckt

haben, nehmen Sie sofort ärztliche Hilfe in Anspruch.

Eine Überdosis kann zu niedrigem Blutdruck, extrem schnellem oder langsamem

Herzschlag, Herzklopfen, Schock, Kurzatmigkeit, Husten, Übelkeit und Erbrechen,

Krämpfen, Schwindel, Schläfrigkeit, Verwirrtheit oder Angst, übermäßigem

Wasserlassen oder zu Harnverhaltung führen.

Bitte nehmen Sie diese Gebrauchsinformation, die restlichen Tabletten und die

Verpackung mit ins Krankenhaus oder zum Arzt, damit man dort weiß, welche

Tabletten eingenommen wurden.

Wenn Sie die Einnahme von Corvo HCT 10/25 mg vergessen haben

Wenn Sie versehentlich vergessen haben, die tägliche Dosis einzunehmen,

sollten Sie die Behandlung wie verordnet fortsetzen. Nehmen Sie nicht die

doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Corvo HCT 10/25 mg abbrechen

Behandlung

Bluthochdrucks

eine

Langzeitbehandlung.

Eine

Unterbrechung der Behandlung muss mit dem behandelnden Arzt abgesprochen

werden. Eine Unterbrechung oder vorzeitige Beendigung der Behandlung kann

zu einem Blutdruckanstieg führen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme/Anwendung dieses Arzneimittels haben,

wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber

nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben

zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar.

Beenden Sie die Einnahme von Corvo HCT 10/25 mg und informieren Sie

unverzüglich Ihren Arzt oder gehen Sie in die Notfallambulanz des nächstgelegenen

Krankenhauses, wenn Sie folgendes bemerken:

Wenn es bei Ihnen zu einer schweren allergischen Reaktion kommt,

einem

sogenanntem

Angioödem

(Hautausschlag,

Juckreiz,

Schwellungen an den Gliedmaßen, im Gesicht, an den Lippen, im

Mund oder Hals, die zu Problemen beim Schlucken oder Atmen führen

können).

Gelbsucht

(Leberentzündung)

(Gelbfärbung

Haut

Augenweiß).

Corvo HCT 10/25 mg verursacht häufig einen niedrigen Blutdruck, eventuell

verbunden mit einem Gefühl von Benommenheit und Schwäche. Dies kann bei

manchen Patienten nach der ersten Dosis oder nach einer Erhöhung der Dosis

auftreten. Wenn diese Nebenwirkungen bei Ihnen auftreten, sollten Sie sich

umgehend an Ihren Arzt wenden.

Corvo

10/25

kann

einem

Rückgang

Anzahl

weißen

Blutkörperchen führen. Ihre Widerstandskraft gegen Infektionen kann dadurch

herabgesetzt

sein. Wenn

eine

Infektion

Fieber

oder

einer

ernsten

Verschlechterung

Ihres

Allgemeinzustands

oder

Fieber

zusammen

Symptomen eines lokalen Infekts, wie z.B. Schmerzen im Hals/Rachen/Mund

feststellen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen haben, sollten Sie sich

umgehend mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen.

Bei der Anwendung von Corvo HCT 10/25 mg und anderen ACE-Hemmern ist

sehr häufig über einen trockenen, hartnäckigen Husten berichtet worden. Dieser

kann jedoch auch das Symptom einer Erkrankung der oberen Atemwege sein.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn dieses Symptom bei Ihnen auftritt.

Sehr häufig:

verschwommenes Sehen

Schwindel

Übelkeit

Schwäche

erhöhter Blutzucker, Zucker im Harn

Erhöhung der Harnsäure im Blut

Störungen im Mineralhaushalt (Natriummangel, Kaliummangel),

Anstieg bestimmter Blutfette (Cholesterin und Triglyceride)

Häufig:

Kopfschmerzen, Depression

Ohnmacht,

Schmerzen

Brustkorb,

Herzrhythmusstörungen,

schneller Herzschlag, Herzklopfen, Herzengegefühl (Angina pectoris)

Atemnot (einschließlich Lungenentzündung)

Durchfall,

Verstopfung,

Magenreizung,

Geschmacksveränderungen,

Bauchschmerzen, Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Hautausschlag

Müdigkeit, Benommenheit

hohe Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie)

Anstieg der Kalium-, Harnstoff-, Harnsäure- und Kreatininwerte im Blut

Gelegentlich:

Blutarmut durch vermehrten Zerfall roter Blutkörperchen (hämolytische

Anämie)

oder

Blutbildungsstörung

Knochenmark

(aplastische

Anämie)

zu niedriger Blutzucker (Hypoglykämie)

Verwirrtheit, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Nervosität,

niedriger

Blutdruck

beim

Wechsel

Position

(zum

Beispiel

Benommenheit oder Schwäche

beim

Übergang

Liegen

Stehen)

Herzinfarkt oder Schlaganfall überwiegend bei Patienten mit niedrigem

Blutdruck

Kribbeln oder taubes Gefühl auf der Haut

Drehschwindel (Vertigo)

Ohrgeräusche Tinnitus)

laufende Nase, Halsschmerzen, Heiserkeit

Asthma

Darmverschluss, Magengeschwür

Erbrechen, Verdauungsstörung, Appetitlosigkeit, Mundtrockenheit

verminderte Nierenfunktion, Nierenentzündung (interstitielle Nephritis),

Nierenversagen

Schwitzen, Juckreiz, Nesselsucht, Haarausfall, Lichtempfindlichkeit der

Haut

Impotenz

Muskelkrämpfe

Gesichtsrötung (Flush), Unwohlsein, Fieber

Abnahme der Natriumwerte im Blut

Selten:

Verminderung

Anzahl

bestimmter

Blutzellen

(Leukopenie,

Neutropenie,

Thrombozytopenie,

Panzytopenie)

einer

hochgradigen Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit

Infektneigung und schweren Allgemeinsymptomen (Agranulozytose)

Abnahme bestimmter Laborwerte (Hämoglobin und Hämatokrit)

Unterdrückung der Knochenmarksfunktion

Autoimmun-Krankheiten, bei denen der Körper körpereigenes Gewebe

angreift

Erkrankung der Lymphknoten

Entzündung der Speicheldrüsen

ungewöhnliche Träume, Schlafstörungen, Unruhe

entzündliche Erkrankung der Blutgefäße (nekrotisierende Vaskulitis)

Raynaud-Syndrom,

durch

Gefäßkrämpfe

bedingte

Durchblutungsstörungen an Händen und Füßen

Veränderungen im Lungengewebe einschließlich Lungenentzündung,

Nasenschleimhautentzündung mit Fließschnupfen (Rhinitis)

Entzündungen

Mund

Geschwürbildung,

Entzündung

Zungenschleimhaut

Lebererkrankungen

eingeschränkte

Leberfunktion,

Leberentzündung, erhöhte Werte von Leberenzymen oder Bilirubin

Hauterkrankung mit roten schuppenden Flecken an Nase und Wangen

(Lupus erythematodes) - diese Erkrankung kann sich bei Patienten mit

bereits

bestehendem

Lupus

erythematodes

verschlimmern;

Hautausschlag, starke Blasenbildung, Hautrötung, Stevens-Johnson-

Syndrom (Blasenbildung an Haut, Mund, Augen und Genitalien), Lyell-

Syndrom

(die

Haut

sieht

verbrannt

aus und schält

sich ab),

Pemphigus (eine Krankheit mit Blasen und Läsionen, die meist im

Mund beginnen, Nesselsucht, Haarausfall und Juckreiz).

Symptomenkomplex

wurde

berichtet,

einigen

oder

allen

folgenden Nebenwirkungen einhergehen kann: Fieber, schweren Entzündungen,

Entzündung

Blutgefäßen,

Muskel-

und/oder

Gelenkschmerzen,

Veränderungen

Blutzusammensetzung

einer

erhöhten

Blutsenkungsgeschwindigkeit

(Bluttest

Feststellung

Entzündungen).

Hautausschlag,

Lichtempfindlichkeit

oder

andere

Hauterkrankungen

können

auftreten.

Verminderte Harnausscheidung

Vergrößerung der Brust bei Männern

Sehr selten:

Gewebeschwellung des Darms (intestinales Angioödem)

Häufigkeit nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet

werden)

Anstieg der Zucker-, Fett- oder Harnsäurespiegel im Blut, Zucker im

Urin; niedrige Blut-Kaliumspiegel,

Muskelschwäche,

Muskelzuckungen oder Herzrhythmusstörungen führen kann;

hohe

Blut-Calciumspiegel,

Bauchschmerzen,

Übelkeit

Erbrechen,

Verstopfung,

Appetitlosigkeit,

übermäßigem

Durst,

übermäßig

häufigem

Wasserlassen,

Müdigkeit,

Schwäche

Gewichtsverlust

führen

kann;

Haut-

Lippenkrebs

(weißer

Hautkrebs).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für

Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie

Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Corvo HCT 10/25 mg aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Durchdrückpackung und dem

Umkarton

nach

„verwendbar

bis:“

angegebenen

Verfalldatum

nicht

mehr

verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen

Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu

schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie

Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr

verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Corvo HCT 10/25 mg enthält:

Die Wirkstoffe sind: Enalaprilmaleat und Hydrochlorothiazid

1 Tablette enthält: 10 mg Enalaprilmaleat und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Lactose-Monohydrat,

vorverkleisterte

Stärke

Mais,

Maisstärke,

Natriumhydrogencarbonat, Talkum, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich];

Farbstoff: Chinolingelb (E104).

Wie Corvo HCT 10/25 mg aussieht und Inhalt der Packung

Corvo HCT 10/25 mg ist eine gelbe, runde, flache Tablette mit einseitiger

Bruchkerbe und Facettenrand.

Corvo HCT 10/25 mg ist in Originalpackungen mit 30, 50, 98 und 100 Tabletten

erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

TAD Pharma GmbH

Heinz-Lohmann-Straße 5

27472 Cuxhaven

Tel.: (04721) 606-0

Fax: (04721) 606-333

E-Mail: info@tad.de

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Januar 2019.

________________ Fachinformation___________________________________

___________________________________Corvo HCT

®

10/25 mg

1. BEZEICHNUNG DES

ARZNEIMITTELS

Corvo HCT

10/25 mg

Tabletten

2. QUALITATIVE UND

QUANTITATIVE ZUSAM-

MENSETZUNG

Wirkstoffe: Enalaprilmaleat und Hydroch-

lorothiazid

1 Tablette enthält: 10 mg Enalaprilmaleat

und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wir-

kung: 1 Tablette enthält 120,02 mg Lacto-

se-Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Be-

standteile siehe, Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Tablette

Gelbe, runde, flache Tablette mit einseiti-

ger Bruchkerbe und Facettenrand.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der

Tablette, um das Schlucken zu erleichtern,

und nicht zum Teilen in gleiche Dosen.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 ANWENDUNGSGEBIETE

Behandlung der essentiellen

Hypertonie.

Corvo HCT 10/25 mg ist bei Patienten in-

diziert, deren Blutdruck mit Enalapril al-

lein

nicht

ausreichend

gesenkt

werden

kann.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Eine

individuelle

Dosistitration

Einzelsubstanzen ist zu empfehlen.

Wenn klinisch vertretbar, kann eine direkte

Umstellung von der Monotherapie auf die

fixe

Kombination

Erwägung

gezogen

werden.

Dosierung

Die übliche Dosis ist 1-mal täglich 1 Tab-

lette Corvo HCT 10/25 mg.

Dosierung

bei

eingeschränkter

Nieren-

funktion

Kreatininclearance = 30 ml/min:

Die Dosis von Enalapril sollte bei Patien-

eingeschränkter

Nierenfunktion,

deren Kreatininclearance = 30 ml/min ist,

vor der Umstellung auf die fixe Kombina-

tion sorgfältig eingestellt werden. Die Do-

Enalaprilmaleat

Hydro-

chlorothiazid sollte so niedrig wie möglich

gehalten werden.

Die Kalium- sowie Kreatininwerte sollten

bei diesen Patienten regelmäßig überwacht

werden.

Kreatininclearance < 30 ml/min:

Kombination

Enalapril/Hydro-

chlorothiazid ist kontraindiziert bei Patien-

ten mit schwerer Niereninsuffizienz.

Anwendung bei älteren Patienten

Die Dosiseinstellung ist besonders sorgfäl-

vorzunehmen

(Titration

Einzel-

komponenten).

Kinder und Jugendliche

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

(<18 Jahre)

Die Sicherheit und Unbedenklichkeit von

Corvo HCT 10/25 mg

bei Kindern und

Jugendlichen wurde nicht untersucht.

Art der Anwendung

Die Einnahme von Corvo HCT 10/25 mg

kann unabhängig von den Mahlzeiten er-

folgen. Die angegebene Tagesmenge sollte

mit reichlich Flüssigkeit morgens einge-

nommen werden.

4.3 Gegenanzeigen

Corvo HCT 10/25 mg darf nicht einge-

nommen werden bei:

Überempfindlichkeit

gegen

Wirk-

stoffe oder andere ACE-Hemmer, Thia-

zide und Sulfonamide (mögliche Kreuz-

reaktion beachten) oder einen der in Ab-

schnitt

genannten

sonstigen

standteile

anamnestisch

bekanntem

angioneu-

rotischen

Ödem

(z.B.

infolge

einer

früheren ACE-Hemmer-Therapie)

hereditärem/idiopathischem angioneuro-

tischen Ödem

schwerer eingeschränkter Nierenfunkti-

on (Kreatinin-Clearance < 30 ml/ min)

schwerer Leberinsuffizienz / hepatischer

Enzephalopathie

zweites

drittes

Schwanger-

schaftstrimester (siehe Abschnitt 4.4 und

4.6).

Die gleichzeitige Anwendung von Cor-

10/25

Aliskiren-

haltigen Arzneimitteln ist bei Patienten

Diabetes

mellitus

oder

einge-

schränkter

Nierenfunktion

(GFR

< 60 ml/min/1,73 m

kontraindiziert

(siehe Abschnitte 4.5 und 5.1)."

Gleichzeitige Anwendung einer Sacubit-

ril/Valsartan-Therapie. Die Behandlung

mit Enalapril darf frühestens 36 Stunden

nach

letzten

Dosis

Sacubit-

ril/Valsartan

begonnen

werden

(siehe

auch Abschnitte 4.4 und 4.5).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vor-

sichtsmaßnahmen für die Anwendung

Enalapril / Hydrochlorothiazid

Symptomatische Hypotonie

Bei komplikationsloser Hypertonie werden

selten

symptomatische

Hypotonien

beo-

bachtet. Bei hypertonen Patienten kommt

es unter der Therapie mit Enalapril eher zu

einer symptomatischen Hypotonie, wenn

Volumenmangel

vorliegt,

z.B.

auf-

grund einer Diuretika-Therapie, salzarmer

Diät,

Dialyse,

Durchfall

oder

Erbrechen

(siehe Abschnitt 4.5 und 4.8). In angemes-

senen Abständen sollte eine Bestimmung

der Serumelektrolyte bei diesen Patienten

durchgeführt werden.

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz – mit

oder ohne einhergehender Niereninsuffizi-

enz - wurden symptomatische Hypotonien

beobachtet.

Insbesondere

Patienten

schweren Graden der Herzinsuffizienz, die

als Ausdruck des Schweregrades ihrer Er-

krankung eine Therapie mit hoch dosierten

Schleifendiuretika,

Hyponatriämie

oder

Nierenfunktionseinschränkungen

aufwei-

sen, können davon betroffen sein. Bei die-

Patienten

Behandlung

unter

ärztlicher Überwachung einzuleiten und im

weiteren Verlauf immer dann engmaschig

zu überwachen, wenn die Dosis von Enal-

april und/oder des Diuretikums neu einge-

stellt wird. Ähnlich ist auch bei Patienten

mit ischämischer Herzerkrankung oder ze-

rebrovaskulären

Erkrankungen

vorzuge-

hen, bei denen ein übermäßiger Blutdruck-

abfall zu einem Myokardinfarkt oder ei-

nem zerebralen Insult führen könnte.

Falls es zu einer Hypotonie kommt, sollte

der Patient in eine liegende Position ge-

bracht werden und –falls erforderlich- eine

intravenöse Kochsalzinfusion erhalten. Ei-

ne vorübergehende hypotone Reaktion ist

keine Kontraindikation für die weitere Be-

handlung,

normalerweise

problemlos

durchgeführt werden kann, sobald sich der

Blutdruck nach einer Volumensubstitution

normalisiert hat.

Nierenfunktionsstörungen

Corvo HCT 10/25 mg sollte Patienten mit

Niereninsuffizienz

(Kreatininclearance

<

80 ml/min und > 30 ml/min) nicht gegeben

werden, bis die Dosistitration mit Enalapril

gezeigt

hat,

dass

entsprechende

Kombination umgestellt werden kann.

Bei manchen Hypertonikern ohne vorbe-

stehende Nierenerkrankung kann es unter

der Kombination von Enalapril mit einem

Diuretikum

Anstieg

Serum-

Harnstoff und –Kreatinin kommen. Eine

Dosisreduktion

Enalaprilmaleat

und/oder

Absetzen

Diuretikums

________________ Fachinformation___________________________________

___________________________________Corvo HCT

®

10/25 mg

können erforderlich sein. In diesen Fällen

ist an eine möglicherweise zugrunde lie-

gende

Nierenarterienstenose

denken

(siehe Abschnitt 4.4 – Renovaskuläre Hy-

pertonie).

Hypokaliämie

Die Kombination eines ACE-Hemmers mit

einem

Thiazid-Diuretikum

schließt

Auftreten einer Hypokaliämie

nicht aus.

Kaliumspiegel

sollten

regelmäßig

überwacht werden.

Lithium

Unter der gleichzeitigen Anwendung von

ACE-Hemmern und Lithium wurden re-

versible

Anstiege

Serumlithium-

konzentrationen und toxische Effekte be-

richtet.

Eine

gleichzeitige

Therapie

Thiaziddiuretika

kann

Serumlithium-

konzentrationen und damit das Risiko ei-

Lithium-Toxizität

unter

einer

ACE-

Hemmer-Therapie

erhöhen.

Anwen-

dung von Corvo HCT 10/25 mg mit Lithi-

um wird deshalb nicht empfohlen; sollte

diese Kombination aber erforderlich sein,

sind

Serumlithiumkonzentrationen

sorgfältig zu überwachen.

Enalapril

Aortenstenose/hypertrophe

Kardiomyopa-

thie

ACE-Hemmer sollten wie alle Vasodilata-

toren bei Patienten mit einer linksventriku-

lären Klappenobstruktion und Ausflussbe-

hinderung mit besonderer Vorsicht ange-

wendet werden. Bei Kreislaufschock und

hämodynamisch deutlicher Ausflussbehin-

derung sollte ihre Anwendung vermieden

werden.

Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit eingeschränkter Nieren-

funktion

(Kreatinin-Clearance

<

ml/min) sollte die Initialdosis von Enalap-

rilmaleat der Kreatinin-Clearance des Pati-

enten angepasst werden. Die Wahl der Er-

haltungsdosis richtet sich nach dem An-

sprechen des Patienten auf die Behand-

lung.

Eine

routinemäßige

Kontrolle

Serum-Kalium

Serum-Kreatinin

folgt im Rahmen der üblichen medizini-

schen Betreuung dieser Patienten.

Insbesondere bei Patienten mit schwerer

Herzinsuffizienz oder zugrunde liegenden

Nierenerkrankungen,

einschließlich

Nie-

renarterienstenose, wurde über Nierenver-

sagen im Zusammenhang mit der Anwen-

dung von Enalapril berichtet. Bei rechtzei-

tiger Diagnose und entsprechender Thera-

pie ist ein Nierenversagen unter Enalapril-

Therapie normalerweise reversibel.

Renovaskuläre Hypertonie

Patienten mit beidseitiger Nierenarteriens-

tenose oder Arterienstenose bei nur einer

funktionsfähigen

Niere

sind

unter

ACE-

Hemmer-Therapie

besonders

gefährdet,

einen Blutdruckabfall oder eine Nierenin-

suffizienz

entwickeln.

kann

Verlust der Nierenfunktion kommen, wo-

bei oft nur leichte Veränderungen des Se-

rum-Kreatinins bestehen. Bei diesen Pati-

enten ist die Therapie unter engmaschiger

ärztlicher Überwachung mit niedrigen Do-

sen, vorsichtiger Titration und unter Kon-

trolle der Nierenfunktion einzuleiten.

Nierentransplantation

Hinsichtlich

Behandlung

Corvo

HCT 10/25 mg von Patienten mit frischer

Nierentransplantation

bestehen

keine

fahrungen. Daher wird die Behandlung für

diese Patienten nicht empfohlen.

Duale

Blockade

Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige

Anwendung von ACE-Hemmern, Angio-

tensin-II-Rezeptor-Antagonisten

oder

Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hy-

perkaliämie und eine Abnahme der Nieren-

funktion (einschließlich eines akuten Nie-

renversagens) erhöht. Eine duale Blockade

des RAAS durch die gleichzeitige Anwen-

dung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird

deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnit-

te 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blo-

ckade als absolut notwendig erachtet wird,

sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezia-

listen und unter Durchführung engmaschi-

ger Kontrollen von Nierenfunktion, Elekt-

rolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer

Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patien-

diabetischer

Nephropathie

nicht

gleichzeitig angewendet werden.

Leberversagen

Selten

wurde

unter

ACE-Hemmer-

Behandlung ein Syndrom beobachtet, das

mit cholesterischem Ikterus beginnt und zu

einer

fulminanten

hepatischen

Nekrose

(manchmal)

führen

kann.

Der Pathomechanismus dieses Syndroms

unklar.

Patienten,

unter

ACE-

Hemmern einen Ikterus oder einen deutli-

chen Anstieg der Leberenzyme entwickeln,

müssen den ACE-Hemmer absetzen und

entsprechend behandelt werden.

Neutropenie/Agranulozytose

Unter

ACE-Hemmer-Therapie

wurden

Neutropenie/Agranulozytose,

Thrombo-

zytopenie und Anämie berichtet. Bei Pati-

enten

normaler

Nierenfunktion

ohne besondere Risikofaktoren tritt selten

eine Neutropenie auf. Enalapril soll bei Pa-

tienten mit Kollagenosen mit Gefäßbeteili-

gung,

unter

Therapie

Immun-

suppressiva, Allopurinol, Procainamid o-

der bei Vorliegen mehrerer dieser Risiko-

faktoren mit äußerster Vorsicht angewen-

det werden, insbesondere bei bestehender

Einschränkung

Nierenfunktion.

manchen dieser Patienten traten schwere

Infektionen auf, die in einigen Fällen auch

nicht

intensive

Antibiotika-Therapie

ansprachen. Wenn Enalapril bei solchen

Patienten angewendet wird, ist eine regel-

mäßige Kontrolle der Leukozytenzahl an-

geraten und die Patienten sollten angewie-

sen werden, ihrem Arzt alle Anzeichen ei-

ner Infektion zu berichten.

Überempfindlichkeit/angioneurotisches

Ödem

Angioneurotische Ödeme mit Beteiligung

von Gesicht, Extremitäten, Lippen, Zunge,

Glottis und/oder Kehlkopf wurden unter

ACE-Hemmern

einschließlich

Enalapril

berichtet. Sie können zu jedem Zeitpunkt

während der Therapie auftreten. In solchen

Fällen ist Enalapril sofort abzusetzen. Der

Patient ist sorgfältig zu überwachen, um

eine vollständige Rückbildung der Symp-

tome vor der Entlassung aus der Klinik si-

cherzustellen. Auch in jenen Fällen, in de-

Schwellung

Zunge

grenzt ist, ohne Atembeschwerden zu ver-

ursachen, sollten die Patienten gegebenen-

falls

länger

beobachtet

werden,

eine

Behandlung mit Antihistaminika und Kor-

tikosteroiden unzureichend sein kann.

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-

Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist we-

erhöhten

Risikos

eines

gioödems

kontraindiziert.

Eine

Behand-

lung mit Sacubitril/Valsartan darf frühes-

tens 36 Stunden nach der letzten Dosis

Enalapril begonnen werden. Eine Behand-

lung mit Enalapril darf frühestens 36 Stun-

nach

letzten

Dosis

Sacubit-

ril/Valsartan begonnen werden (siehe Ab-

schnitte 4.3 und 4.5).

Eine

gleichzeitige

Gabe

ACE-

Hemmern

Racecadotril,

mTOR-

Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Everolimus,

Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu

einem erhöhten Risiko eines Angioödems

führen (z. B. Schwellung der Atemwege

oder der Zunge mit oder ohne Atembe-

schwerden) (siehe Abschnitt 4.5). Vorsicht

geboten,

wenn

Behandlung

Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B. Si-

rolimus,

Everolimus,

Temsirolimus)

Vildagliptin bei Patienten begonnen wird,

bereits

einen

ACE-Hemmer

einneh-

men.

Sehr

selten

verliefen

angioneurotische

Ödeme

Beteiligung

Kehlkopfes

oder der Zunge letal. Bei Patienten, bei de-

nen Zunge, Glottis oder Kehlkopf betrof-

________________ Fachinformation___________________________________

___________________________________Corvo HCT

®

10/25 mg

fen sind, besteht das Risiko einer Atem-

wegsobstruktion,

insbesondere

jenen

Patienten mit einem operativen Eingriff an

den Atemwegen in der Krankengeschichte.

Sobald Zunge, Glottis oder Kehlkopf be-

troffen sind, so dass eine Atemwegsob-

struktion droht, ist unverzüglich eine ge-

eignete Therapie einzuleiten (z. B. subku-

tane Gabe von 0,3 ml–0,5 ml Adrenalin

[1:1.000

verdünnt])

und/oder

sind

Maß-

nahmen zur Sicherung der Durchgängig-

keit der Atemwege zu treffen.

Vergleich

Patienten

nicht-

schwarzer Hautfarbe wurde bei Patienten

schwarzer Hautfarbe eine höhere Inzidenz

Angioödemen

unter

ACE-Hemmern

berichtet.

Patienten

anamnestisch

bekanntem,

nicht durch einen ACE-Hemmer ausgelös-

tem Angioödem können besonders gefähr-

det sein, ein Angioödem zu entwickeln,

wenn

einen

ACE-Hemmer

erhalten

(siehe auch Abschnitt 4.3).

Anaphylaktoide Reaktionen während einer

Desensibilisierungstherapie

gegen

Insek-

tengifte

Selten kam es während einer Desensibili-

sierungstherapie gegen Insektengifte und

gleichzeitiger

Anwendung

eines

ACE-

Hemmers zu lebensbedrohlichen anaphy-

laktoiden

Reaktionen.

Diese

Reaktionen

können vermieden werden, indem man die

ACE-Hemmer-Therapie vor jeder Desen-

sibilisierung zeitweise unterbricht.

Anaphylaktoide Reaktionen während einer

LDL-Apherese

Selten kam es während einer Low-Density-

Lipoprotein (LDL)-Apherese mit Dextran-

sulfat und gleichzeitiger Anwendung eines

ACE-Hemmers

lebensbedrohlichen

anaphylaktoiden Reaktionen. Diese Reak-

tionen können vermieden werden, indem

man die ACE-Hemmer-Therapie vor jeder

Apherese zeitweise unterbricht.

Hämodialyse-Patienten

Anwendung

High-Flux-

Membranen (z.B. "AN69") im Rahmen ei-

ner Dialyse und gleichzeitiger Behandlung

mit einem ACE-Hemmer wurde über ana-

phylaktoide Reaktionen berichtet. Bei die-

sen Patienten ist daher entweder eine ande-

re Dialysemembran oder ein Antihyperten-

sivum

einer

anderen

Substanzklasse

verwenden.

Hypoglykämie

Diabetische Patienten, die mit oralen Anti-

diabetika oder Insulin behandelt werden,

sollten

Beginn

einer

ACE-Hemmer-

Therapie

angewiesen

werden,

poglykämien zu achten, insbesondere im

ersten Monat der kombinierten Therapie.

(siehe Abschnitt 4.5).

Husten

Zusammenhang

Anwendung

ACE-Hemmern

wurde

über

Husten

berichtet.

Typischerweise

besteht

kein

Auswurf, der Husten ist hartnäckig und

klingt nach Absetzen der Therapie ab. Ein

durch

ACE-Hemmer

induzierter

Husten

sollte auch bei der Differentialdiagnose des

Hustens in Betracht gezogen werden.

Operation/Anästhesie

Bei Patienten, die einer größeren Operati-

on unterzogen werden oder eine Anästhe-

sie mit Substanzen, die den Blutdruck sen-

ken, erhalten, hemmt Enalapril als Reakti-

kompensatorische

Renin-

sekretion die Bildung von Angiotensin II.

Sollte es aufgrund dieses Mechanismus zu

einer Hypotonie kommen, kann sie durch

Volumensubstitution korrigiert werden.

Hyperkaliämie

Anstieg

Serum-Kalium-

Konzentration wurde bei manchen Patien-

unter

ACE-Hemmer-Therapie

ein-

schließlich

Enalapril

beobachtet.

ACE-

Hemmer können eine Hyperkaliämie be-

wirken,

Freisetzung

dosteron verhindern. Die Wirkung ist im

Allgemeinen

bei Patienten

normaler

Nierenfunktion

nicht

bedeutsam.

Risiko-

faktoren für die Entwicklung einer Hyper-

kaliämie schließen ein: Niereninsuffizienz,

Verschlechterung der Nierenfunktion, Al-

ter (> 70 Jahre), Diabetes mellitus, inter-

kurrente Ereignisse - insbesondere Dehyd-

ratation, akute Herzdekompensation, me-

tabolische Azidose und/oder eine gleich-

zeitige

Therapie

Kalium-

Ergänzungsmittel

(einschließlich

Salzer-

satzmittel),

kaliumsparenden

Diuretika

(z. B. Spironolacton, Eplerenon, Triamte-

ren oder Amilorid), Kaliumpräparaten oder

kaliumhaltiger Salzsubstitution sowie eine

gleichzeitige

Therapie

anderen

Arz-

neimitteln, die zu einem Anstieg der Se-

rum-Kalium-Werte führen können (z. B.

Heparin,

Trimethoprim,

Co-Trimoxazol,

auch

bekannt

Trime-

thoprim/Sulfamethoxazol) und insbesonde-

Aldosteron-Antagonisten

oder

Angio-

tensin-Rezeptor-Blocker.

Kaliumsparende

Diuretika

Angiotensin-Rezeptor-

Blocker sollten bei Patienten, die ACE-

Hemmer erhalten, mit Vorsicht angewen-

werden.

Anwendung

Kali-

umpräparaten, kaliumsparenden Diuretika

oder kaliumhaltiger Salzsubstitution kann

insbesondere

Patienten

einge-

schränkter Nierenfunktion zu einem signi-

fikanten Kaliumanstieg führen. Eine Hy-

perkaliämie

kann

schwerwiegende,

manchmal auch letale Arrhythmien verur-

sachen. Ist die gleichzeitige Anwendung

von Enalapril mit einer der o. g. Substan-

angezeigt,

sollte

diese

Vorsicht

und unter regelmäßiger Überwachung der

Serum-Kalium-Werte und Nierenfunktion

erfolgen (siehe Abschnitt 4.5).

Lithium

Die Kombination von Lithium und Enalap-

ril wird im Allgemeinen nicht empfohlen.

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit ACE-Hemmern soll-

te nicht während der Schwangerschaft be-

gonnen

werden.

Patientinnen

Schwangerschaftswunsch sollte eine Um-

stellung auf eine alternative blutdrucksen-

kende Behandlung mit geeignetem Sicher-

heitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei

denn,

eine

Fortführung

Behandlung

mit ACE-Hemmern ist zwingend erforder-

lich.

Wird

eine

Schwangerschaft

festge-

stellt,

Behandlung

ACE-

Hemmern unverzüglich zu beenden und,

wenn erforderlich, eine alternative Thera-

pie zu beginnen (siehe Abschnitt 4.3 und

4.6)

Hydrochlorothiazid

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit mäßig eingeschränkter

Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance > 30

ml/min) darf Hydrochlorothiazid nur nach

sehr

kritischer

Nutzen-Risiko-Abwägung

unter

sorgfältiger

Überwachung der

Nierenfunktion angewendet werden.

Niereninsuffizienz

(Kreatinin-

Clearance < 30 ml/min) ist Hydrochloro-

thiazid unwirksam und, da die glomeruläre

Filtrationsrate weiter gesenkt wird, sogar

schädlich.

Bei Patienten mit einer Nierenerkrankung

können Thiazide eine Azotämie auslösen.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nieren-

funktion können kumulative Effekte des

Arzneimittels entstehen. Bei einem Fort-

schreiten der Niereninsuffizienz, charakte-

risiert durch ein Ansteigen des Gesamt-

stickstoffgehalts des Blutes ohne Eiweiß-

stickstoff muss kritisch über ein Weiter-

führen der Behandlung entschieden wer-

den. Ein Absetzen der Diuretikatherapie

sollte in Erwägung gezogen werden (siehe

Abschnitt 4.3).

Eingeschränkte Leberfunktion

Thiazide sollten bei Patienten mit einge-

schränkter Leberfunktion oder fortschrei-

tender Lebererkrankung mit Vorsicht an-

gewendet werden, da geringfügige Verän-

derungen im Flüssigkeits- und Elektrolyt-

haushalt

ein hepatisches

Koma

auslösen

können.

________________ Fachinformation___________________________________

___________________________________Corvo HCT

®

10/25 mg

Metabolische und endokrine Effekte

Thiazidtherapie kann die Glucosetoleranz

beeinträchtigen. Bei Diabetikern ist mög-

licherweise eine Dosisanpassung von Insu-

lin oder oralen blutzuckersenkenden Sub-

stanzen erforderlich. Ein latenter Diabetes

mellitus kann während der Thiazidtherapie

manifest werden.

Ein Anstieg der Cholesterin- und Triglyze-

ridspiegel

wurde

Thiazid-

diuretikatherapie

Zusammenhang

bracht.

Bei bestimmten Patienten kann unter Thia-

zidtherapie eine Hyperurikämie auftreten

oder

Gichtanfall

ausgelöst

werden.

Diese Wirkung hinsichtlich einer Hyperur-

ikämie

scheint

dosisabhängig

sein.

Enalapril kann die Harnsäureausscheidung

im Urin steigern und somit die hyperur-

ikämische Wirkung von Hydrochlorothia-

zid abschwächen.

Störungen im Elektrolythaushalt

Wie bei jedem Patienten unter Diuretika-

therapie sollte regelmäßig in angemesse-

nen Abständen eine Bestimmung der Ser-

umelektrolyte durchgeführt werden.

Thiazide,

einschließlich

Hydrochloro-

thiazid, können Störungen im Flüssigkeits-

oder

Elektrolythaushalt

(Hypokaliämie,

Hyponatriämie und hypochlorämische Al-

kalose)

verursachen.

Warnhinweise

für

Störungen im Flüssigkeits- oder Elektro-

lythaushalt sind Mundtrockenheit, Durst,

Schwäche, Lethargie, Schläfrigkeit, Unru-

Muskelschmerzen

oder

-krämpfe,

Muskelschwäche,

Hypotonie,

Oligurie,

Tachykardie

Magen-Darm-

Beschwerden

Übelkeit

oder

Erbre-

chen.

Zwar kann bei Anwendung von Thiaziddi-

uretika

eine

Hypokaliämie

auftreten,

doch kann die gleichzeitige Therapie mit

Enalapril eine diuretikainduzierte Hypoka-

liämie verringern. Das Risiko einer Hypo-

kaliämie ist am größten für Patienten mit

Leberzirrhose, bei Patienten mit gesteiger-

ter Diurese, bei Patienten ohne ausreichen-

de orale Elektrolytaufnahme und bei Pati-

enten

unter

gleichzeitiger

Therapie

Kortikosteroiden oder ACTH (siehe Ab-

schnitt 4.5).

Dilutions-Hyponatriämie

kann

öde-

matösen Patienten bei heißem Wetter auf-

treten.

Chloridmangel

Allge-

meinen mild und nicht behandlungsbedürf-

tig.

Thiazide können die Kalziumausscheidung

Urin

verringern

vorübergehende

und leichte Erhöhungen des Serumkalzi-

ums ohne bekannte Störungen des Kalzi-

umstoffwechsels verursachen. Eine deutli-

che Hyperkalzämie kann ein Anzeichen für

einen versteckten Hyperparathyreoidismus

sein. Thiazide sollten vor einer Untersu-

chung der Nebenschilddrüsenfunktion ab-

gesetzt werden.

Es hat sich gezeigt, dass Thiazide die Aus-

scheidung von Magnesium im Urin erhö-

hen. Dies kann zu einer Hypomagnesiämie

führen.

Nicht-melanozytärer Hautkrebs

In zwei epidemiologischen Studien auf der

Grundlage

dänischen

nationalen

Krebsregisters wurde ein erhöhtes Risiko

nicht-melanozytärem

Hautkrebs

(NMSC)

[Basalzellkarzinom

(BCC)

Plattenepithelkarzinom

(SCC)]

stei-

gender kumulativer Dosis von Hydrochlo-

rothiazid (HCTZ) beobachtet. Photosensi-

bilisierende Wirkungen von HCTZ könn-

ten zur Entstehung von NMSC beitragen.

Patienten, die HCTZ einnehmen, sollten

über das NMSC-Risiko informiert werden,

und es sollte ihnen geraten werden, ihre

Haut

regelmäßig

neue

Läsionen

prüfen und unverzüglich alle verdächtigen

Hautveränderungen zu melden. Den Pati-

enten sollten mögliche vorbeugende Maß-

nahmen empfohlen werden, um das Risiko

von Hautkrebs zu minimieren; z. B. Ein-

schränkung

Exposition

gegenüber

Sonnenlicht und UV- Strahlung oder im

Fall einer Exposition Verwendung eines

angemessenen Sonnenschutzes. Verdächti-

Hautveränderungen

sollten

unverzüg-

lich untersucht werden, ggf. einschließlich

histologischer Untersuchungen von Biop-

sien. Bei Patienten, bei denen bereits ein

NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwen-

dung von HCTZ überprüft werden (siehe

auch Abschnitt 4.8).

Doping-Test

diesem

Arzneimittel

enthaltene

Hydrochlorothiazid

könnte

positives

Analysenergebnis

einem

Doping-Test

hervorrufen.

Sonstige

Überempfindlichkeitsreaktionen

können

bei Patienten mit oder ohne Allergien oder

Bronchialasthma in der Anamnese auftre-

ten. Eine mögliche Verstärkung oder Akti-

vierung eines systemischen Lupus erythe-

matodes wurde berichtet.

Patienten mit der seltenen hereditären Ga-

lactose-Intoleranz,

Lactase-Mangel

oder

Glucose-Galactose-Malabsorption

sollten

Corvo HCT 10/25 mg nicht einnehmen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arz-

neimitteln und sonstige Wechselwirkun-

gen

Enalaprilmaleat-Hydrochlorothiazid

Andere Antihypertensiva

Werden

solche

Arzneimittel

gleichzeitig

mit Enalapril und Hydrochlorothiazid an-

gewandt,

einer

Verstärkung

blutdrucksenkenden Wirkung zu rechnen.

Die gleichzeitige Anwendung mit Nitro-

glyzerin und

anderen Nitraten oder Va-

sodilatatoren

kann

Blutdruck

weiter

senken.

Lithium

Unter der gleichzeitigen Anwendung von

ACE-Hemmern und Lithium wurden re-

versible

Anstiege

Serumlithium-

konzentrationen und toxische Effekte be-

richtet.

Eine

gleichzeitige

Therapie

Thiaziddiuretika

kann

Serum-

lithiumkonzentrationen und damit das Ri-

siko

einer

Lithium-Toxizität

unter

einer

ACE-Hemmer-Therapie erhöhen. Die An-

wendung von Corvo HCT 10/25 mg mit

Lithium

wird

deshalb

nicht

empfohlen;

sollte diese Kombination aber erforderlich

sein,

sind

Serumlithium-

konzentrationen sorgfältig zu überwachen.

Nicht steroidale Antiphlogistika (NSAR)

Die Therapie mit NSAR kann die antihy-

pertensive Wirkung eines ACE-Hemmers

abschwächen oder die diuretischen, natri-

uretischen und antihypertensiven Wirkun-

gen von Diuretika vermindern.

NSAR

(einschließlich

COX-2-Hemmer)

und ACE-Hemmer wirken bezüglich des

Anstiegs von Serum-Kalium additiv und

können so zu einer Verschlechterung der

Nierenfunktion führen. Diese Effekte sind

gewöhnlich reversibel. Selten kann es auch

zu akutem Nierenversagen kommen, ins-

besondere bei eingeschränkter Nierenfunk-

tion (z. B. bei älteren oder Patienten mit

Volumenmangel, einschließlich der Patien-

ten unter Diuretikatherapie).

Enalapril

Kaliumsparende

Diuretika,

Kalium-

Ergänzungsmittel oder kaliumhaltige Sal-

zersatzmittel

ACE-Hemmer mildern den Kaliumverlust

durch Diuretika. Obwohl der Serumkali-

umwert

üblicherweise

Normbereich

bleibt, kann bei einigen Patienten, die mit

Enalapril behandelt werden, eine Hyperka-

liämie auftreten. Kaliumsparende Diureti-

ka (z. B. Spironolacton, Eplerenon, Triam-

teren

oder

Amilorid),

Kalium-

Ergänzungsmittel oder kaliumhaltige Sal-

zersatzmittel können zu einem signifikan-

Anstieg

Serum-Kaliums

führen.

Vorsicht ist auch geboten, wenn Enalapril

zusammen

anderen Mitteln

gegeben

________________ Fachinformation___________________________________

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®

10/25 mg

wird, die das Serumkalium erhöhen, wie

Trimethoprim und Cotrimoxazol (Trime-

thoprim/Sulfamethoxazol),

weil

Trime-

thoprim bekanntermaßen wie ein kalium-

sparendes Diuretikum wie Amilorid wirkt.

Deshalb wird die Kombination von Enal-

april mit den vorgenannten Arzneimitteln

nicht empfohlen. Wenn die gleichzeitige

Anwendung angezeigt ist, sollte sie mit

Vorsicht und unter häufiger Überprüfung

Serum-Kaliums

erfolgen

(siehe

schnitt 4.4).

Diuretika (Thiazide oder Schleifendiureti-

Eine vorangegangene hoch dosierte Diure-

tika-Therapie

kann

Volumenmangel

und damit zum Risiko einer Hypotonie bei

Therapiebeginn mit Enalapril führen (siehe

Abschnitt 4.4). Die hypotensive Wirkung

kann durch Absetzen des Diuretikums, ei-

nem Ausgleich des Volumenmangels bzw.

Gabe von Salz oder durch die Einleitung

der Therapie mit Enalapril in niedriger Do-

sierung vermindert werden.

Trizyklische Antidepressi-

va/Neuroleptika/Anästhetika/Narkotika

Die gleichzeitige Anwendung bestimmter

Narkosemittel, trizyklischer Antidepressi-

va und Neuroleptika mit ACE-Hemmern

kann

einer

verstärkten

Blutdrucksen-

kung führen (siehe Abschnitt 4.4 ).

Gold

Nitritoide

Reaktionen

(mit

Symptomen

wie Flush, Übelkeit, Erbrechen und Hypo-

tonie) wurden selten bei Patienten berich-

tet, die unter einer Therapie mit Goldinjek-

tionslösungen

(Natriumaurothiomalat)

gleichzeitig

ACE-Hemmer

einschließlich

Enalapril erhielten.

Sympathomimetika

Sympathomimetika können die blutdruck-

senkende

Wirkung

ACE-Hemmern

abschwächen.

Antidiabetika

Epidemiologische Studien weisen auf eine

mögliche Verstärkung der blutzuckersen-

kenden

Wirkung

gleichzeitiger

wendung von ACE-Hemmern und Antidi-

abetika (Insulin, orale Antidiabetika) hin,

so dass das Risiko einer Hypoglykämie be-

steht. Diese Fälle treten offenbar insbeson-

dere in den ersten Wochen der kombinier-

ten Behandlung sowie bei Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion auf (siehe

Abschnitte 4.4 und 4.8).

Arzneimittel,

Risiko

eines

gioödems erhöhen

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-

Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist we-

erhöhten

Risikos

eines

gioödems kontraindiziert (siehe Abschnitt

4.3 und 4.4).

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-

Hemmern

Racecadotril,

mTOR-

Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Everolimus,

Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu

einem erhöhten Risiko eines Angioödems

führen (siehe Abschnitt 4.4).

Alkohol

Alkohol

verstärkt

blutdrucksenkende

Wirkung von ACE-Hemmern.

Acetylsalicylsäure, Thrombolytika und Be-

tablocker

Enalapril kann problemlos gleichzeitig mit

Acetylsalicylsäure (in zur kardiovaskulä-

ren Prophylaxe geeigneten Dosierungen),

Thrombolytika

Betablockern

ange-

wendet werden.

Daten aus klinischen Studien haben ge-

zeigt, dass eine duale Blockade des Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems

(RAAS)

durch gleichzeitige Anwendung von ACE-

Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich

zur Anwendung einer einzelnen Substanz,

die auf das RAAS wirkt, mit einer höheren

Rate

unerwünschten

Ereignissen

Hypotonie, Hyperkaliämie und einer Ab-

nahme der Nierenfunktion (einschließlich

eines akuten Nierenversagens) einher geht

(siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Ciclosporin

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-

Hemmern und Ciclosporin kann eine Hy-

perkaliämie auftreten. Es wird empfohlen,

das Serumkalium zu überwachen.

Heparin

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-

Hemmern und Heparin kann eine Hyperka-

liämie auftreten. Es wird empfohlen, das

Serumkalium zu überwachen.

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit ACE-Hemmern soll-

te nicht während der Schwangerschaft be-

gonnen

werden.

Patientinnen

Schwangerschaftswunsch sollte eine Um-

stellung auf eine alternative blutdrucksen-

kende Behandlung mit geeignetem Sicher-

heitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei

denn,

eine

Fortführung

Behandlung

mit ACE-Hemmern ist zwingend erforder-

lich.

Wird

eine

Schwangerschaft

festge-

stellt,

Behandlung

ACE-

Hemmern unverzüglich zu beenden und,

wenn erforderlich, eine alternative Thera-

pie zu beginnen (siehe Abschnitt 4.3 und

4.6).

Hydrochlorothiazid

Nichtpolarisierende

(Sklett)muskelrelaxantien

Thiazide

können

Wirkung

bocurarin verstärken.

Alkohol,

Barbiturate

narkotische

Analgetika

Eine orthostatische Hypotonie kann ver-

stärkt werden.

Blutzuckersenkende Mittel (orale Antidia-

betika und Insulin)

Eine

Dosisanpassung

kann

erforderlich

werden (siehe Abschnitt 4.4).

Cholestyramin und Colestipol

Durch diese Substanzen kann die Resorp-

tion von Hydrochlorothiazid verzögert o-

der vermindert werden. Sulfonamiddiure-

tika sind mindestens 1 Stunde vor oder 4 –

6 Stunden nach diesen Arzneimitteln ein-

zunehmen.

Verlängerung

QT-Intervalls

Chinidin,

Procainamid,

Amiodaron,

talol)

Erhöhtes

Risiko

für

ventrikuläre

chykardien vom Torsade-de-Pointes-Typ.

Digitalisglykoside

Erhöhte Gefahr einer Digitalisintoxikation

im Zusammenhang mit einer Thiazid indu-

zierten Hypokaliämie.

Kaliuretische Diuretika (z.B. Furosemid),

Glukokortikoide,

ACTH,

Carbenoxolon,

Amphotericin B, Penicillin G, Salicylate

oder Laxanzienabusus

Erhöhte Kalium- und/oder Magnesiumver-

luste.

Pressorische Amine (z. B. Epinephrin)

Wirkungsabschwächung durch Hydro-

chlorothiazid.

Zytostatika

(z.B.

Cyclophosphamid,

Fluorouracil, Methotrexat)

Erhöhte

Knochenmarkstoxizität

(ins-

besondere

Granulozytopenie)

infolge

durch

Hydrochlorothiazid

verur-

sachten

Verminderung

renalen

Ausscheidung der Zytostatika.

Hypnotika, Narkotika, Anästhetika

Verstärkter Blutdruckabfall.

Allopurinol,

Immunsuppressiva,

systemi-

sche Kortikoide, Procainamid

Abnahme

Leukozytenzahl

Blut,

Leukopenie.

Methyldopa

Einzelfälle von Hämolyse durch Bildung

von Antikörpern gegen Hydrochlorothia-

zid.

4.6

Fertilität,

Schwangerschaft

und

________________ Fachinformation___________________________________

___________________________________Corvo HCT

®

10/25 mg

Stillzeit

Schwangerschaft:

Enalapril

Anwendung

ACE-Hemmern

wird im ersten Schwangerschaftstrimes-

nicht

empfohlen

(siehe

Abschnitt

4.4).

Anwendung

ACE-

Hemmern

zweiten

dritten

Schwangerschaftstrimester ist kontrain-

diziert (siehe Abschnitt 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologi-

schen Daten hinsichtlich eines teratogenen

Risikos

nach

Anwendung

ACE-

Hemmern während des ersten Schwanger-

schaftstrimesters vor; ein geringfügig er-

höhtes

Risiko

kann

jedoch

nicht

ausge-

schlossen werden. Sofern ein Fortsetzen

der ACE-Hemmer-Therapie nicht als not-

wendig erachtet wird, sollten Patientinnen,

die planen, schwanger zu werden, auf eine

alternative antihypertensive Therapie mit

geeignetem Sicherheitsprofil für Schwan-

gere

umgestellt

werden.

Wird

eine

Schwangerschaft festgestellt, ist eine Be-

handlung mit ACE-Hemmern unverzüglich

zu beenden und, wenn erforderlich, eine

alternative Therapie zu beginnen.

bekannt,

dass

eine

Therapie

ACE-Hemmern während des zweiten und

dritten Schwangerschaftstrimesters fetoto-

xische Effekte (verminderte Nierenfunkti-

on, Oligohydramnion, verzögerte Schäde-

lossifikation) und neonatal-toxische Effek-

te (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkali-

ämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3). Im

Falle einer Exposition mit ACE-Hemmern

ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester

werden

Ultraschalluntersuchungen

Nierenfunktion und des Schädels empfoh-

len.

Säuglinge,

deren

Mütter

ACE-Hemmer

eingenommen haben, sollten häufig wie-

derholt auf Hypotonie untersucht werden

(siehe auch Abschnitt 4.3 und 4.4).

Hydrochlorothiazid

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit

der Anwendung von Hydrochlorothiazid in

Schwangerschaft

vor,

insbesondere

während des ersten Trimesters. Ergebnisse

aus Tierstudien sind unzureichend.

Hydrochlorothiazid

plazentagängig.

Auf Grund des pharmakologischen Wirk-

mechanismus

Hydrochlorothiazid

kann

Anwendung

während

zweiten

und dritten

Trimesters

einer

Störung der feto-plazentaren Perfusion und

zu fetalen und neonatalen Auswirkungen

wie Ikterus, Störung des Elektrolythaus-

halts und Thrombozytopenien kommen.

Auf Grund des Risikos eines verringerten

Plasmavolumens

einer

plazentaren

Hypoperfusion, ohne den Krankheitsver-

lauf günstig zu beeinflussen, sollte Hydro-

chlorothiazid

Schwangerschaftsöde-

men, Schwangerschaftshypertonie oder ei-

Präeklampsie

nicht

Anwendung

kommen.

Bei essentieller Hypertonie schwangerer

Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in

den seltenen Fällen, in denen keine andere

Behandlung möglich ist, angewandt wer-

den.

Stillzeit

Enalapril

Einige wenige pharmakokinetische Daten

zeigen, dass sehr geringe Konzentrationen

von Corvo HCT 10/25 mg in der Mutter-

milch

erreicht

werden

(siehe

Abschnitt

5.2). Auch wenn diese Konzentrationen als

klinisch nicht relevant erscheinen, wird die

Anwendung

Corvo

10/25

während des Stillens von Frühgeborenen

sowie in den ersten Wochen nach der Ent-

bindung nicht empfohlen, da ein mögliches

Risiko von kardiovaskulären und renalen

Effekten beim Säugling besteht und für ei-

ne Anwendung in der Stillzeit keine aus-

reichende klinische Erfahrung vorliegt.

Wenn die Säuglinge älter sind, kann die

Anwendung

Corvo

10/25

stillenden

Müttern

erwogen

werden,

wenn die Behandlung für die Mutter als

notwendig erachtet wird und der Säugling

sorgfältig überwacht wird.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid geht in geringen Men-

Muttermilch

über.

Thiazid-

Diuretika, angewandt in hohen Dosen zur

intensiven Diurese, können die Laktation

hemmen. Die Anwendung von Corvo HCT

10/25 mg während der Stillzeit wird nicht

empfohlen. Wenn Corvo HCT 10/25 mg

während der Stillzeit angewandt wird, soll-

te die Dosis so niedrig wie möglich sein.

4.7

Auswirkungen

auf

die

Verkehrs-

tüchtigkeit und die Fähigkeit zum Be-

dienen von Maschinen

Bei der aktiven Teilnahme am Straßenver-

kehr oder beim Bedienen von Maschinen

ist zu beachten, dass gelegentlich Schwin-

del oder Schwächegefühl auftreten können.

Die Behandlung mit diesem Arzneimittel

bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kon-

trolle. Individuell kann das Reaktionsver-

mögen so weit verändert sein, dass die Fä-

higkeit

zur aktiven Teilnahme

am Stra-

ßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen

oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt be-

einträchtigt wird. Dies

gilt in verstärktem

Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhö-

hung und

Präparatewechsel sowie im Zu-

sammenwirken mit Alkohol.

4.8 Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen

werden

folgende

Häufigkeiten

zugrunde

gelegt:

Sehr häufig:

1/10)

Häufig:

1/100

1/10)

Gelegentlich:

1/1.000 bis

1/100)

Selten:

1/10.000

1/1.000)

Sehr selten:

1/10.000)

Nicht bekannt. (Häufigkeit auf Grund-

lage der verfügbaren

Daten

nicht

schätzbar)

Enalapril

Erkrankungen des Blut- und Lymphsys-

tems:

Gelegentlich: Anämie (einschließlich ap-

lastische und hämolytische Anämie).

Selten: Neutropenie, Abnahme von Hämo-

globin

Hämatokrit,

Thrombozyto-

penie,

Agranulozytose,

Knochenmarks-

depression,

Leukopenie,

Panzytopenie,

Lymphknotenschwellung,

Autoimmun-

krankheiten.

Endokrine Erkrankungen:

Nicht bekannt: Syndrom der inadäquaten

ADH-Sekretion (SIADH).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

Gelegentlich: Hypoglykämie.

Erkrankungen des Nervensystems:

Häufig: Kopfschmerzen, Depression.

Gelegentlich:

Verwirrtheitszustände,

Schläfrigkeit,

Schlaflosigkeit,

Nervosität

Parästhesien, Vertigo.

Selten:

verändertes

Träumen,

Schlafstö-

rungen.

Augenerkrankungen:

Sehr häufig: Verschwommensehen.

Erkrankungen des Ohrs und des Innenohrs:

Gelegentlich: Tinnitus.

Herz- und Gefäßerkrankungen:

Sehr häufig: Schwindel.

Häufig: Hypotonie (einschließlich or-

thostatische Hypotonie), Synkope,

Schmerzen im Brustkorb, Herzrhythmus-

störungen, Angina pectoris, Tachykardie.

Gelegentlich: orthostatische Hypotonie,

Palpitationen, Myokardinfarkt oder zereb-

raler Insult, vermutlich infolge übermäßi-

gen Blutdruckabfalls bei Hochrisikopatien-

ten (siehe Abschnitt 4.4).

Selten: Raynaud-Phänomen.

Erkrankungen

Atemwege,

Brustraums und Mediastinums:

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®

10/25 mg

Sehr häufig: Husten.

Häufig: Dyspnoe.

Gelegentlich: Rhinorrhoe, Halsschmerzen

und Heiserkeit, Bronchospasmus/ Asthma

Selten: pulmonale Infiltrate, Rhinitis, al-

lergische

Alveolitis/eosinophile

Pneumo-

nie.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Sehr häufig: Übelkeit.

Häufig:

Diarrhö,

Bauchschmerzen,

schmacksveränderung.

Gelegentlich:

Ileus,

Pankreatitis,

Erbre-

chen,

Dyspepsie,

Obstipation,

Appetitlo-

sigkeit,

Magenreizung,

Mundtrockenheit,

peptisches Ulkus.

Selten:

Stomatitis/aphthöse

Ulzerationen,

Glossitis.

Sehr selten: intestinales Angioödem.

Leber- und Gallenerkrankungen:

Selten: Leberversagen, Hepatitis – hepato-

zellulär oder cholestatisch, einschließlich

hepatische Nekrose, Cholestase (ein-

schließlich Ikterus).

Erkrankungen

Haut

Unter-

hautzellgewebes:

Häufig: Ausschlag, Überempfindlich-

keit/angioneurotisches Ödem: angio-

neurotische Ödeme mit Beteiligung von

Gesicht, Extremitäten, Lippen, Zunge,

Glottis und/oder Kehlkopf wurden berich-

tet (siehe Abschnitt 4.4).

Gelegentlich: Diaphorese, Pruritus, Urtika-

ria, Alopezie.

Selten: Erythema multiforme, Stevens-

Johnson-Syndrom, exfoliative Dermatitis,

toxische epidermale Nekrolyse, Pemphi-

gus, Erythroderma.

Ein Symptomenkomplex wurde berichtet,

der mit einigen oder allen der folgenden

Nebenwirkungen

einhergehen

kann:

Fie-

ber,

Serositis,

Vaskulitis,

Myal-

gien/Myositis, Arthralgien/Arthritis, posi-

tive ANA-Titer, erhöhte BSG, Eosinophi-

lie und Leukozytose. Hautausschlag, Pho-

tosensibilität oder andere dermatologische

Manifestationen können auftreten.

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs-

Knochenerkrankungen

Häufig: Muskelkrampf.

Erkrankungen der Nieren und der Harnwe-

Gelegentlich:

Nierenfunktionsstörung,

Nierenversagen, Proteinurie.

Selten: Oligurie.

Erkrankungen der Geschlechtrsorgane und

der Brustdrüse

Gelegentlich: Impotenz.

Selten: Gynäkomastie.

Allgemeine Erkrankungen

Sehr häufig: Schwäche.

Häufig: Müdigkeit.

Gelegentlich: Muskelkrämpfe, Flush, Un-

wohlsein, Fieber.

Untersuchungen:

Häufig: Hyperkaliämie, Anstieg von Se-

rumkreatinin.

Gelegentlich: Anstieg von Serumharnstoff,

Hyponatriämie.

Selten: Anstieg der Leberenzyme, Anstieg

von Serumbilirubin.

Hydrochlorothiazid

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Selten: Sialadenitis.

Gutartige,

bösartige

unspezifische

Neubildungen (einschl. Zysten und Poly-

pen)

Nicht bekannt: Nicht-melanozytärer Haut-

krebs

(Basalzellkarzinom

Plat-

tenepithelkarzinom).

Erkrankungen des Blutes und des Lymph-

systems

Selten:

Leukopenie,

Neutro-

penie/Agranulozytose, Thrombozytopenie,

aplastische Anämie, hämolytische Anämie,

Knochenmarksdepression.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig: Hyperglykämie, Glykosurie,

Hyperurikämie, Störungen im Elektrolyt-

haushalt (einschließlich Hyponatriämie

und Hypokaliämie), Anstieg der Choleste-

rin- und Triglyzeridspiegel.

Gelegentlich: Appetitlosigkeit.

Nicht bekannt: Metabolische Alkalose.

Psychiatrische Erkrankungen

Selten: Unruhe, Depression, Schlafstörun-

gen.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Benommenheit, Kopfschmerzen.

Gelegentlich: Appetitverlust.

Selten: Parästhesien.

Augenerkrankungen

Gelegentlich: Xanthopsie, vorübergehend

verschwommenes Sehen.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Nicht bekannt: Vertigo.

Herzerkrankungen

Häufig: Palpitationen.

Selten: Herzrhythmusstörungen.

Gefäßerkrankungen

Häufig: Orthostatische Hypotonie.

Selten: Nekrotisierende Angiitis (Vaskuli-

tis, kutane Vaskulitis).

Erkrankungen

Atemwege,

Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich:

Dyspnoe

(einschließlich

Pneumonitis und Lungenödem).

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Magenreizung, Diarrhoe, Obstipa-

tion, Pankreatitis.

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich:

Ikterus

(intrahepatischer

cholestatischer Ikterus).

Erkrankungen

Haut

Unter-

hautzellgewebes

Gelegentlich: Photosensibilisierung, Aus-

schlag, Urtikaria.

Selten: Reaktionen wie bei einem kutanen

Lupus erythematodes, Reaktivierung eines

kutanen Lupus erythematodes, anaphylak-

tische Reaktionen, toxische epidermale

Nekrolyse.

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs-

Knochenerkrankungen

Selten: Muskelspasmen.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Interstitielle Nephritis.

Selten: Nierenfunktionseinschränkung.

Allgemeine Erkrankungen

Häufig: Schwäche.

Gelegentlich: Fieber.

Untersuchungen

Häufig: Reversibler Anstieg harnpflichti-

ger Substanzen (Kreatinin, Harnstoff,

Harnsäure).

Selten: Hyperalcämie

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkun-

gen

Nicht-melanozytärer

Hautkrebs:

Grundlage

vorliegenden

Daten

epidemiologischen Studien wurde ein ku-

mulativer dosisabhängiger Zusammenhang

zwischen

HCTZ

NMSC

festgestellt

(siehe auch Abschnitt 4.4 und 5.1 ).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkun-

Die Meldung des Verdachts auf Neben-

wirkungen nach der Zulassung ist von gro-

ßer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine konti-

nuierliche

Überwachung

Nutzen-

Risiko-Verhältnisses

Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind

aufgefordert,

jeden

Verdachtsfall

einer

Nebenwirkung

Bundesinstitut

für

Arzneimittel

Medizinprodukte,

Abt.

Pharmakovigilanz,

Kurt-Georg-Kiesinger

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.

bfarm.de anzuzeigen

4.9 Überdosierung

________________ Fachinformation___________________________________

___________________________________Corvo HCT

®

10/25 mg

Es steht keine spezielle Information für die

Behandlung einer Überdosierung mit Cor-

vo HCT 10/25 mg zur Verfügung. Die The-

rapie ist symptomatisch und unterstützend.

Die Behandlung mit Corvo HCT 10/25 mg

soll abgebrochen und der Patient engma-

schig überwacht werden. Die vorgeschla-

genen Maßnahmen schließen ein: Auslö-

sen von Erbrechen, die Gabe von Aktiv-

kohle und die Gabe eines Abführmittels

bei kurz zurückliegender Einnahme; Aus-

gleich einer Dehydratation, Elektrolytent-

gleisung und

Hypotonie mit anerkannten

Maßnahmen.

Enalaprilmaleat

Es liegen nur begrenzte Daten zu Überdo-

sierungen beim Menschen vor. Als auffäl-

ligste Merkmale einer Überdosierung wur-

den bisher schwere Hypotonie (Eintritt et-

Stunden

nach

Tabletteneinnahme)

gleichzeitiger

Blockade

Renin-

Angiotensin-Systems und Stupor berichtet.

Als weitere Symptome im Zusammenhang

einer

Überdosierung

ACE-

Hemmern

können

Kreislaufversagen,

Elektrolytstörungen, Nierenversagen, Hy-

perventilation, Tachykardie, Palpitationen,

Bradykardie, Schwindel, Angstgefühl und

Husten auftreten.

Nach Einnahme von 300 mg bzw. 440 mg

Enalapril wurden 100- bzw. 200fach höhe-

re Serumkonzentrationen von Enalaprilat

unter

therapeutischen

Dosen

festge-

stellt.

Zur Behandlung einer Überdosierung wird

die intravenöse Infusion von Kochsalzlö-

sung empfohlen. Im Falle eines Blutdruck-

abfalls soll der Patient in Schocklagerung

gebracht

werden.

Falls

verfügbar,

kann

auch eine Therapie mit einer Angiotensin-

II-Infusion

und/oder

einer

intravenösen

Katecholamininfusion in Erwägung gezo-

werden.

Wurden

Tabletten

erst

kurz

zuvor

eingenommen,

sollten

Maß-

nahmen

Elimination

Enalapril-

maleat getroffen werden (z.B. Erbrechen,

Magenspülung,

Anwendung

Adsor-

bentien

oder

Natriumsulfat).

Enalaprilat

kann durch Hämodialyse aus dem Kreis-

lauf entfernt werden (siehe Abschnitt 4.4

unter Enalaprilmaleat, Hämodialysepatien-

ten).

therapierefraktärer

Bradykardie

ist ein Schrittmacher indiziert. Die Vitalpa-

rameter, Elektrolyt- und Kreatininkonzent-

rationen im Serum sind ständig zu überwa-

chen.

Hydrochlorothiazid

Die häufigsten Anzeichen und Symptome

sind

Elektrolytverluste

(Hypokaliämie,

Hypochlorämie, Hyponatriämie), Konvul-

sion, Benommenheit, Verwirrtheitszustän-

Kreislaufkollaps

Nierenversagen

infolge Dehydratation durch exzessive Di-

urese.

gleichzeitiger

Einnahme

Digitalis

können

Herzrhythmusstörungen

durch die Hypokaliämie verstärkt werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE

EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:

ACE-Hemmer und Diuretikum

ATC-Code: C09BA02

Die gleichzeitige Anwendung von Enalap-

ril und Hydrochlorothiazid führte in klini-

schen

Studien

einer

stärkeren

Blut-

drucksenkung als die Gabe einer der bei-

den Substanzen allein; die blutdrucksen-

kenden Wirkungen addieren sich etwa.

Enalaprilmaleat

Enalaprilmaleat wird in der Leber zu Enal-

aprilat hydrolysiert, welches ein Hemm-

stoff des Angiotensin-Converting-Enzyms

ist.

Angiotensin-Converting-Enzym

(ACE) ist eine Peptidyldipeptidase, welche

die Umwandlung von Angiotensin I zu der

vasokonstriktorisch

wirksamen

Substanz

Angiotensin

bewirkt.

Eine

Hemmung

von ACE führt zu einer verminderten Bil-

dung

vasokonstriktorisch

wirksamen

Angiotensin

Gewebe

Plasma,

wodurch es zur Abnahme der Aldosteron-

sekretion und somit zu einem Anstieg der

Serumkaliumkonzentration kommen kann.

Aus dem Fortfall der negativen Rückkopp-

lung von Angiotensin II auf die Reninsek-

retion resultiert eine Erhöhung der Plasma-

reninaktivität.

Da ACE auch Bradykinin, ein vasodepres-

sorisches Peptid, abbaut, resultiert aus der

Hemmung von ACE eine erhöhte Aktivität

zirkulierender

lokaler

Kallikrein-

Kinin-Systeme (und somit eine

Aktivie-

rung

Prostaglandinsystems).

möglich, dass dieser Mechanismus an der

blutdrucksenkenden

Wirkung

ACE-

Hemmer beteiligt und für bestimmte Ne-

benwirkungen mitverantwortlich ist.

Enalapril führt bei Patienten mit Hyperto-

nie zu einer Senkung des Blutdrucks im

Liegen und im Stehen, ohne dass die Herz-

frequenz kompensatorisch ansteigt.

hämodynamischen

Untersuchungen

bewirkte Enalapril eine deutliche Verrin-

gerung des peripheren arteriellen Wider-

standes. In der Regel kam es zu keinen kli-

nisch relevanten Veränderungen von rena-

lem Plasmafluss und glomerulärer Filtrati-

onsrate.

Bei den meisten Patienten zeigte sich der

Beginn der antihypertensiven Wirkung ca.

1 Stunde nach oraler Gabe von Enalapril,

die maximale Wirkung wurde in der Regel

nach 4 - 6 Stunden erreicht. Der maximale

blutdrucksenkende Effekt einer definierten

Enalaprildosis war in der Regel nach 3 – 4

Wochen ersichtlich.

Bei der empfohlenen täglichen Dosis bleibt

die antihypertensive Wirkung auch wäh-

rend der Langzeittherapie erhalten. Kurz-

fristiges Absetzen von Enalapril führt zu

keinem

schnellen,

übermäßigen

Blut-

druckanstieg (Rebound).

In zwei großen randomisierten, kontrollier-

Studien

(„ONTARGET”

[ONgoing

Telmisartan

Alone

combination

with Ramipril Global Endpoint Trial] und

„VA NEPHRON-D” [The Veterans Affa-

irs Nephropathy in Diabetes]) wurde die

gleichzeitige

Anwendung

eines

ACE-

Hemmers

einem

Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“–Studie wurde bei Pa-

tienten mit einer kardiovaskulären oder ei-

ner zerebrovaskulären Erkrankung in der

Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus

Typ 2 mit nachgewiesenen Endorganschä-

den durchgeführt. Die „VA NEPHRON-

D“-Studie wurde bei Patienten mit Diabe-

tes mellitus Typ 2 und diabetischer Ne-

phropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten

vorteilhaften

Effekt

renale

und/oder

kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität,

während ein höheres Risiko für Hyperkali-

ämie,

akute

Nierenschädigung

und/oder

Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie

beobachtet wurde. Aufgrund vergleichba-

pharmakodynamischer

Eigenschaften

sind

diese

Ergebnisse

auch

andere

ACE-Hemmer

Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer

und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

bei Patienten mit diabetischer Nephropa-

thie nicht gleichzeitig angewendet werden.

„ALTITUDE“-Studie

(Aliskiren

Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovas-

cular and Renal Disease Endpoints) wurde

untersucht, ob die Anwendung von Aliski-

zusätzlich

einer

Standardtherapie

mit einem ACE-Hemmer oder Angioten-

sin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten

mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chroni-

scher

Nierenerkrankung

und/oder

kardi-

ovaskulärer Erkrankung einen Zusatznut-

zen hat. Die Studie wurde wegen eines er-

höhten Risikos unerwünschter Ereignisse

vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre

Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in

der Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger

auf als in der Placebo-Gruppe, ebenso un-

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___________________________________Corvo HCT

®

10/25 mg

erwünschte

Ereignisse

besondere

schwerwiegende unerwünschte Ereignisse

(Hyperkaliämie, Hypotonie, Nierenfunkti-

onsstörung).

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid

Thiazid-

diuretikum,

dessen

Wirkung

Hemmung der Rückresorption von Natri-

um im frühdistalen Nierentubulus beruht.

Es erhöht die Ausscheidung von Natrium

und Chlorid im Urin und, in geringerem

Maße, die Ausscheidung von Kalium und

Magnesium. Dadurch wird das Harnvolu-

men erhöht und eine antihypertensive Wir-

kung erzielt.

Die diuretische Wirkung setzt nach ca. 2

Stunden ein, sie erreicht nach 4 Stunden

ihr Maximum und hält 6 bis 12 Stunden

Oberhalb

einer

bestimmten

Dosis

bleibt die therapeutische Wirkung gleich,

während

Nebenwirkungen

weiterhin

zunehmen.

Wenn

Behandlung

keine

Wirkung zeigt, ist die Erhöhung über die

empfohlene

Dosis

hinaus

nicht

sinnvoll

und führt oft zu Nebenwirkungen.

Nicht-melanozytärer

Hautkrebs:

Grundlage

vorliegenden

Daten

epidemiologischen Studien wurde ein ku-

mulativer dosisabhängiger Zusammenhang

zwischen HCTZ und NMSC beobachtet.

Eine Studie umfasste eine Grundgesamt-

heit aus 71 533 Fällen von BCC und 8 629

Fällen von SCC mit Kontrollgruppen von

1 430 833 bzw. 172 462 Personen. Eine

hohe HCTZ-Dosierung (≥ 50 000 mg ku-

mulativ) war assoziiert mit einer bereinig-

ten Odds-Ratio von 1,29 (95% Konfiden-

zintervall: 1,23-1,35) für BCC und 3,98

(95 % Konfidenzintervall: 3,68-4;31) für

SCC. Sowohl bei BCC als auch bei SCC

wurde eine eindeutige kumulative Dosis-

Wirkungsbeziehung ermittelt. Eine weitere

Studie ergab einen möglichen Zusammen-

hang zwischen Lippenkrebs (SCC) und der

Exposition

gegenüber

HCTZ:

Fälle

von Lippenkrebs wurden mittels eines risi-

koorientierten

Stichprobenverfahrens

einer Kontrollgruppe von 63 067 Personen

abgeglichen.

wurde

eine

kumulative

Dosis-Wirkungsbeziehung mit einer berei-

nigten

Odds-Ratio

(95%

Kon-

fidenzintervall:

1,7-2,6)

festgestellt,

sich bei hoher Exposition (~ 25 000 mg)

auf eine Odds-Ratio von 3,9 (3,0-4,9) und

höchsten

kumulativen

Dosis

100,000 mg) auf eine Odds-Ratio von 7,7

(5,7-10,5) erhöhte (siehe auch Abschnitt

4.4).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Enalaprilmaleat

Resorption

Enalapril wird nach oraler Einnahme rasch

resorbiert, wobei die maximale Enalapril-

konzentration

Serum

innerhalb

einer

Stunde erreicht wird. Anhand der Wieder-

findung im Urin ist das Ausmaß der Re-

sorption von Enalapril nach oraler Gabe

von Enalapril in Tablettenform ca. 60%.

Resorption

oral

zugeführtem

Enalapril

wird

Gegenwart

Nahrung im Magen-Darm-Trakt nicht be-

einflusst.

Nach erfolgter Resorption wird oral zuge-

führtes Enalapril rasch und weitgehend zu

Enalaprilat, einem hochwirksamen ACE-

Hemmer, hydrolysiert. Maximale Enalapri-

latkonzentrationen im Serum werden ca. 4

h nach oraler Gabe der Enalapriltablette er-

reicht. Die effektive Akkumulationshalb-

wertzeit

für

Enalaprilat bei

wiederholter

oraler Gabe von Enalapril beträgt 11 h. Bei

Personen

normaler

Nierenfunktion

wurden

Steady-State-

Serumkonzentrationen

Enalaprilat

nach 4-tägiger Behandlung erreicht.

Verteilung

Im therapeutisch relevanten Konzentrati-

onsbereich

wird

Enalaprilat-

bindung

menschliche

Plasmaproteine

ein Wert von 60% nicht überschritten.

Metabolisierung

Abgesehen von der Umwandlung zu Enal-

aprilat

gibt

keine

Hinweise

für

eine

nennenswerte Metabolisierung von Enal-

april.

Elimination

Enalaprilat wird primär renal ausgeschie-

den. Im Urin hauptsächlich wiedergefun-

den werden Enalaprilat (ca. 40% einer Do-

sis)

sowie

unverändertes

Enalapril

(ca.

20%).

Spezielle Patientengruppen

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist die

Exposition gegenüber Enalapril und Enal-

aprilat erhöht. Unter der Behandlung mit 5

mg einmal täglich war die AUC von Enal-

aprilat im Steady-State bei Patienten mit

leichter bis mäßiggradiger Niereninsuffizi-

enz (Kreatinin-Clearance 40 – 60 ml/min)

ungefähr doppelt so hoch wie bei Patienten

mit normaler Nierenfunktion. Bei schwerer

Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance =

30 ml/min) war die AUC ca. 8-mal höher.

Nach

wiederholter

Verabreichung

Enalapril

effektive

Halbwertszeit

von Enalaprilat bei diesem Grad der Nie-

reninsuffizienz ebenso verlängert wie die

Zeit bis zum Erreichen des Steady-States

(siehe Abschnitt 4.2). Enalaprilat lässt sich

durch Hämodialyse aus dem systemischen

Kreislauf entfernen. Die Dialyse-Clearance

beträgt 62 ml/min.

Stillzeit

Nach oraler Verabreichung von Einzeldo-

sen zu 20 mg bei fünf Frauen postpartum

betrug der Spitzenwert der Konzentratio-

nen von Enalapril in der Muttermilch nach

vier

sechs

Stunden

Durchschnitt

1,7µg/L (Bereich 0,54 bis 5,9 µg/L). Der

durchschnittliche

Spitzenwert

Kon-

zentrationen

Enalaprilat

betrug

1,7µg/L (Bereich 1,2 bis 2,3µg/L); Spit-

zenwerte

traten

verschiedenen

Zeit-

punkten

innerhalb

Stunden

auf.

Ausgehend von diesen Daten ist die ma-

ximale Menge Enalapril bei einem

aus-

schließlich

gestillten

Säugling

etwa

0,16% der dem Gewicht angepassten ver-

abreichten mütterlichen Dosis zu schätzen.

Bei einer Frau, die täglich 11 Monate lang

10 mg Enalapril oral einnahm, betrugen

die Spitzenwerte der Konzentrationen von

Enalapril in der Muttermilch vier Stunden

nach Einnahme 2 µg/L und die Spitzen-

werte der Konzentrationen von Enalaprilat

etwa neun Stunden nach Einnahme 0,75

µg/L. Die im Verlaufe von 24 Stunden in

der Milch gemessene Gesamtmenge von

Enalapril und Enalaprilat betrug 1,44 µg/L

bzw. 0,63 µg/L.

Vier Stunden nach einer Einzeldo-

sis von 5 mg Enalapril bei einer

Mutter und 10 mg bei zwei Müt-

tern konnten keine Enalaprilat-

Mengen in der Milch nachgewie-

sen werden (<0,2µg/L); die Enal-

april-Mengen wurden nicht be-

stimmt.

Hydrochlorothiazid

Bioverfügbarkeit

Nach oraler Verabreichung wird Hydroch-

lorothiazid zu ca. 80% aus dem Magen-

Darm-Trakt

resorbiert.

systemische

Verfügbarkeit beträgt 71 ± 15%.

Verteilung

Die Plasmaproteinbindung von Hydrochlo-

rothiazid beträgt 65%; das relative Vertei-

lungsvolumen liegt zwischen 0,5 und 1,1

l/kg.

Metabolisierung und Ausscheidung

Bei gesunden Probanden wird Hydrochlo-

rothiazid zu über 95% unverändert renal

ausgeschieden.

Eliminationshalbwertszeit

Bei normaler Nierenfunktion beträgt die

Eliminationshalbwertszeit 2,5 h. Die ma-

ximalen Plasmaspiegel (Tmax) werden in

der Regel nach 2 – 5 h erreicht. Bei einge-

schränkter

Nierenfunktion

Tmax

verlängert;

Patienten

terminaler

Niereninsuffizienz beträgt sie ca. 20 h.

Die diuretische Wirkung stellt sich inner-

halb von 1 – 2 h ein. Dosisabhängig liegt

________________ Fachinformation___________________________________

___________________________________Corvo HCT

®

10/25 mg

die diuretische Wirkdauer zwischen 10 und

12 h; die blutdrucksenkende Wirkung wird

bis zu 24 h lang aufrechterhalten.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Konventionelle präklinische Untersuchun-

gen zur Sicherheitspharmakologie, zur To-

xizität bei wiederholter Gabe, zur Geno-

toxizität und zum karzinogenen Potenzial

lieferten keine Anhaltspunkte für ein spe-

zielles

Gefährdungspotenzial

Men-

schen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Lactose-Monohydrat,

vorverkleisterte

Stärke aus Mais, Maisstärke, Natriumhyd-

rogencarbonat, Talkum, Magnesiumstearat

(Ph.Eur.) [pflanzlich]; Farbstoff: Chinolin-

gelb (E104).

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

Die Dauer der Haltbarkeit von Corvo HCT

10/25 mg beträgt 4 Jahre.

Dieses Arzneimittel soll nach Ablauf des

Packung

angegebenen

Verfalls-

datums nicht mehr angewendet werden.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für

die Aufbewahrung

Originalverpackung

aufbewahren,

um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schüt-

zen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

OPA/Alu/PVC-Alu-Blister

Packungen mit 30 , 50 , 98 , 100 Tabletten

Anstaltspackung mit 500 (ggf. 10 x 50)

Tabletten

Anstaltspackung mit 5000 Tabletten

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen

für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

TAD Pharma GmbH

Heinz-Lohmann-Straße 5

27472 Cuxhaven

Tel.: (04721) 606-0

Fax: (04721) 606-333

E-Mail: info@tad.de

8. ZULASSUNGSNUMMER

56004.00.00

9. DATUM DER

ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Zul.-Datum: 06.05.2004

10. STAND DER INFORMATION

Januar 2019

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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