Coric 5 mg Tablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Lisinopril-Dihydrat
Verfügbar ab:
MSD Sharp & Dohme Gesellschaft mit beschränkter Haftung
INN (Internationale Bezeichnung):
Lisinopril dihydrate
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Lisinopril-Dihydrat 5.44mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
34412.02.00

AuflagenerfüllungVerlängerung11.2006

GEBRAUCHSINFORMATION

LesenSiediegesamteGebrauchsinformationsorgfältigdurch,bevorSiemitderEinnahmedieses

Arzneimittelsbeginnen.

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WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichbitteanIhrenArztoderApotheker.

DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschriebenunddarfnichtanDritteweitergegebenwerden.

EskannanderenMenschenschaden,auchwenndiesedasselbeKrankheitsbildhabenwieSie.

DiesePackungsbeilagebeinhaltet:

1.WasistCoric5mgundwofürwirdesangewendet?

2.WasmüssenSievorderEinnahmevonCoric5 mg beachten?

3.WieistCoric5mgeinzunehmen?

4.WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5.WieistCoric5mgaufzubewahren?

Coric®5 mg

<BMS-Logo>

Wirkstoff:Lisinopril-Dihydrat

DerarzneilichwirksameBestandteilistLisinopril.

1Tabletteenthält5mgLisinopril(alsLisinopril-Dihydrat).

DiesonstigenBestandteilesind:

Mannitol,Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat,Magnesiumstearat,Maisstärke,Maisquellstärke.

Coric5mgistinPackungenmit30,50und100Tablettenerhältlich.

1.WasistCoric5 mgundwofürwirdesangewendet?

Coric5mgisteinACE-Hemmer,d.h.einArzneimittelmitblutdrucksenkendenundherzentlastenden

Eigenschaften.

von:

Bristol-MyersSquibbGmbH&Co.KGaA

Sapporobogen6-8

80637München

Tel.: 089/12142-0

Fax: 089/12142-392

mitvertriebenvon:

ArzneimittelwerkDresdenGmbH

MeißnerStraße35

01445Radebeul

hergestelltvon:

MerckSharp&DohmeB.V.

Waarderweg39

2031BNHaarlem

Niederlande

AuflagenerfüllungVerlängerung11.2006

Coric5 mg wirdangewendet

zurBehandlungeineshohenBlutdrucks(Hypertonie).

zurBehandlungeinerHerzleistungsschwäche(symptomatischeHerzinsuffizienz).

zurkurzzeitigenBehandlung(6Wochen)vonPatientenmitstabilenKreislaufwerteninnerhalbvon

24StundennacheinemakutenHerzinfarkt.

2. WasmüssenSievorderEinnahmevonCoric5mgbeachten?

2.1Coric5 mgdarfnichteingenommenwerden,

wennSieüberempfindlich(allergisch)gegenüberdemWirkstoffLisinopril,einemanderen

ACE-HemmerodereinemdersonstigenBestandteilevonCoric5mgsind.

wennbeiIhnenwährendeinerfrüherenBehandlungmiteinemACE-HemmerGewebeschwellungen

(angioneurotischeÖdeme)aufgetretensind.

wennSieeinevererbteNeigungzuGewebeschwellungenoderGewebeschwellungenaus

unbekannterUrsachehaben(hereditäresoderidiopathischesAngioödem).

wennSiesichimzweitenoderdrittenSchwangerschaftsdrittelbefinden.

2.2 BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonCoric5mg isterforderlich

WennSieanfolgendenErkrankungenleidenbzw.folgendeUmständebeiIhnenvorliegen,informieren

SiebitteIhrenArztbevorSiedasArzneimitteleinnehmen.Dieserwirddienötigen

Vorsichtsmaßnahmentreffen:

wennbeiIhnendasRisikoeinesübermäßigenBlutdruckabfallsbesteht.Dieskannunteranderem

derFallsein,wennSieanStörungendesSalz-undFlüssigkeitshaushaltesleiden,z.B.weilSie

harntreibendeArzneimitteleinnehmenodereinesalzarmeDiätdurchführenoderalsFolgevon

ErbrechenoderDurchfall.

wennSieaneinerHerzerkrankungmitUnterbrechungderDurchblutung(Ischämie)leiden.

wennSieanDurchblutungsstörungendesGehirns(cerebrovaskuläreErkrankung)leiden.

wennIhrKreislaufnacheinemakutenHerzinfarktinstabilist.

wenndieHerzklappenIhrerlinkenHerzkammerverengtsindoderandereAusflussbehinderungen

ausderlinkenHerzkammerbestehen.

wennIhreNierenfunktioneingeschränktist(Kreatinin-Clearanceunter80ml/Minute).

wennbeiIhneneineEinengungderNierenschlagadernvorliegt(beidseitigbzw.einseitigbei

Einzelniere).

wennbeiIhnenwährendderBehandlungmitCoric5mgÜberempfindlichkeitsreaktionenbzw.

Gewebeschwellungen(Angioödeme)auftreten.

wennbeiIhnendieLeberenzymwerteansteigenoderSieeineGelbsuchtentwickeln.

wennbeiIhnendieAnzahlderweißenBlutkörperchenabnimmt(Leukopenie)bzw.sicheine

hochgradigeVerminderungbestimmterweißerBlutkörperchenmitInfektneigungundschweren

Allgemeinsymptomen(Agranulozytose)entwickelt.

wennSieaneinerbestimmtenErkrankungdesBindegewebes(Kollagenosen)mitGefäßbeteiligung

leiden.

wennSiemitArzneimittelnbehandeltwerden,dieIhreAbwehrreaktionenunterdrücken.

wennSiegleichzeitigAllopurinol(ArzneimittelgegenGicht),Procainamid(Arzneimittelgegen

Herzrhythmusstörungen)oderLithium(ArzneimittelgegenbestimmteDepressionen)einnehmen.

wenndieBlutdrucksenkungaufgrundIhrerethnischenZugehörigkeit(insbesonderebeiPatienten

mitschwarzerHautfarbe)nichtausreichendstarkist.

wennbeiIhneneinanhaltendertrockenerHustenauftritt.

wennbeiIhnendasRisikoeinerErhöhungderKaliumwerteimBlutbesteht.

wennSieunterZuckerkrankheitleiden(Diabetesmellitus).

WennbeiIhneneineDesensibilisierungstherapiegegenInsektengifte(z.B.vonBienenoderWespen)

notwendigist,istCoric5mgvorübergehenddurcheingeeignetesArzneimittelauseineranderen

Stoffklassezuersetzen.EskönnensonstlebensbedrohlicheÜberempfindlichkeitsreaktionen(z.B.

AuflagenerfüllungVerlängerung11.2006

Blutdruckabfall,Atemnot,Erbrechen,allergischeHautreaktionen)auftreten.SolcheReaktionenkönnen

auchnachInsektenstichen(vonz.B.BienenoderWespen)vorkommen.

DiegleichzeitigeAnwendungvonCoric5mgbeieinerBlutwäsche(Dialyse)mitbestimmten

Dialysemembranen(Highflux-Membranen)bzw.beieinerBehandlungvonstarkerhöhtenBlutfetten

(LDL-ApheresemitDextransulfat-Absorption)könnenschwereÜberempfindlichkeitsreaktionenbishin

zumlebensbedrohlichenSchockauslösen.

ImFalleeinernotfallmäßigenBlutwäscheoderHämofiltrationoderderNotwendigkeiteiner

LDL-ApheresemussdeshalbvorheraufeinanderesfürdasbetreffendeAnwendungsgebietgeeignetes

Arzneimittel–keinenACE-Hemmer–umgestelltwerdenodereineandereDialysemembranverwendet

werden.

SagenSieIhremArzt,dassSiemitCoric5mgbehandeltwerdenbzw.Dialysenbenötigen,damitder

ArztdiesbeiderBehandlungberücksichtigenkann.

FallsSievoreinerOperationoderNarkose(auchbeimZahnarzt)stehen,teilenSieIhremArztmit,dass

SieCoric5mgeinnehmen,daesunterderNarkosezueinemplötzlichenBlutdruckabfallkommenkann.

InformierenSiesofortIhrenArzt,fallsbeiIhnenfolgendeKrankheitszeichenauftreten:

SchwellungvonGesicht,Gliedmaßen,Lippen,Schleimhaut,Zungeund/oderKehlkopf,Atemnot.

GelbfärbungvonHautundSchleimhäuten.

Fieber,Lymphknotenschwellungund/oderHalsentzündung.

IndiesenFällendürfenSieCoric5mgnichtweitereinnehmenundIhrArztwirdentsprechende

Maßnahmenergreifen.

DieAnwendungdiesesArzneimittelsbedarfderregelmäßigenärztlichenKontrolle.HaltenSiedaher

bittedievomArztangeordnetenLaborkontrollenundUntersuchungenunbedingtein.

Kinder

Coric5mgwirdnichtfürdieAnwendungbeiKindernempfohlen,dadieWirksamkeitundSicherheit

derAnwendungbeiKindernnichtvollständigerwiesenist.

ÄlterePatienten

EsgibtkeineHinweise,dassimZusammenhangmitdemAlterspezielleBesonderheitenzubeachten

sind.WenndasfortgeschritteneLebensalterjedochmiteinervermindertenNierenfunktionverbunden

ist,solltedieDosisjenachAnsprechendesBlutdrucksangepasstwerden.

Schwangerschaft

ImerstenDrittelderSchwangerschaftsolltenSieCoric5mgnichteinnehmen.Wenneine

Schwangerschaftgeplantoderfestgestelltwird,wendenSiesichanIhrenArzt.Diesersolltesobaldwie

möglichmitderUmstellungaufeineAlternativtherapiebeginnen.Coric5mggehörtzur

WirkstoffklassederACE-Hemmer.KontrollierteStudienmitACE-HemmernwurdenanSchwangeren

nichtdurchgeführt,aberineinerbegrenztenAnzahlvonFällen,indenenSchwangereimersten

SchwangerschaftsdrittelACE-Hemmereingenommenhatten,wurdenbeidenNachkommenkeine

Missbildungenfestgestellt.

SiedürfenCoric5mgnichtindenletzten6MonatenderSchwangerschafteinnehmen,dabekanntist,

dassesbeiEinnahmevonCoric5mgindiesemZeitraumzurSchädigungdesKindeskommenkann.

Stillzeit

Lisinopril,derWirkstoffausCoric5mg,gehtbeimTierindieMuttermilchüber.Danichtbekanntist,

obLisinoprilauchbeimMenschenindieMuttermilchübertrittundzuunerwünschtenWirkungenbeim

AuflagenerfüllungVerlängerung11.2006

gestilltenKindführt,kanneineEinnahmevonCoric5mginderStillzeitnichtempfohlenwerden.Bitte

wendenSiesichdaherumgehendanIhrenbehandeldenArzt.

Verkehrstüchtigkeitund dasBedienenvon Maschinen

DieBehandlungmitdiesemArzneimittelbedarfderregelmäßigenärztlichenKontrolle.Durch

individuellauftretendeunterschiedlicheReaktionenkanndasReaktionsvermögensoweitverändertsein,

dassdieFähigkeitzuraktivenTeilnahmeamStraßenverkehr,zumBedienenvonMaschinenoderzum

ArbeitenohnesicherenHaltbeeinträchtigtwird.DiesgiltinverstärktemMaßebeiBehandlungsbeginn,

DosiserhöhungundPräparatewechselsowieimZusammenwirkenmitAlkohol.

2.3WechselwirkungenmitanderenArzneimitteln

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimitteleinnehmenbzw.vor

kurzemeingenommenhaben,auchwennessichumnichtverschreibungspflichtigeArzneimittelhandelt.

HarntreibendeArzneimittelmitverminderterKaliumausscheidung(kaliumsparendeDiuretika,z.B.

Spironolacton,TriamterenoderAmilorid),Kaliumpräparate,kaliumhaltigeSalzersatzmittelund

Heparin:

AnstiegderKaliumkonzentrationimBlut.LassenSieregelmäßigIhreKaliumwertekontrollieren.Wenn

IhreNierenfunktiongestörtist,SieaneinerLeistungsschwächederNiereleiden,oderSiezuckerkrank

sind,bestehteinerhöhtesRisikofürdieEntwicklungeinererhöhtenKaliumkonzentrationimBlut.

HarntreibendeArzneimittel:

VerstärkteBlutdrucksenkung.BeiPatienten,diebereitsmitharntreibendenArzneimittelnbehandelt

werdenundinsbesonderebeisolchen,beidenenerstvorkurzemmitderBehandlungbegonnenwurde,

kannesgelegentlichzueinemübermäßigenBlutdruckabfallkommen,wennCoric5mgzusätzlich

gegebenwird.DieWahrscheinlichkeitdesAuftretenseinerübermäßigenBlutdrucksenkungunterCoric

5mgkannvermindertwerden,indemdasDiuretikumvorBeginnderBehandlungmitCoric5mg

abgesetztwird.

Coric5mgmildertdenKaliumverlustdurchharntreibendeArzneimittel.

Lithium(ArzneimittelgegenDepressionen):

ErhöhungderLithiumkonzentrationimBlut.DiegleichzeitigeAnwendungvonLithiumundCoric5mg

wirdnichtempfohlen.WennIhrArztdiegleichzeitigeAnwendungalsnotwendigerachtet,wirderIhre

Lithiumwerteregelmäßigkontrollieren.DasRisikoeinerGesundheitsschädigungdurchLithiumist

erhöht,wennSiegleichzeitigeinbestimmtesharntreibendesArzneimittel(Thiaziddiuretikum)

einnehmen.

Arzneimittelgegen Schmerzen undEntzündungen [nichtsteroidaleAntirheumatika(NSAR)]

einschließlichAcetylsalicylsäure≥3g/Tag:

AbschwächungderblutdrucksenkendenWirkungvonCoric5mg.EinegleichzeitigeBehandlungkann

zueinerErhöhungderKaliumwerteimBlutundzueinerVerschlechterungderNierenfunktionführen,

diegewöhnlichreversibelsind.SeltenkannesauchzuakutemNierenversagenkommen,insbesondere

beiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktionz.B.beiälterenPatientenoderPatientenmit

Flüssigkeitsmangel.

AndereblutdrucksenkendeArzneimittel,gefäßerweiterndeArzneimittel(Vasodilatoren):

VerstärkungdesblutdrucksenkendenEffektes.

Arzneimittelgegen Depressionensowiegegen anderepsychischeErkrankungen,Betäubungsmittel,

Narkosemittel(trizyklischeAntidepressiva,Neuroleptika,Anästhetika,Narkotika):

EinegleichzeitigeAnwendungmitCoric5mgkannzueinerverstärktenBlutdrucksenkungführen.

AuflagenerfüllungVerlängerung11.2006

Sympathomimetika(Arzneimittel,dieähnlicheWirkungenwiediekörpereigenen Überträgerstoffe

Norepinephrinbzw.Epinephrinhervorrufen,z.B.Blutdrucksteigerung):

AbschwächungderblutdrucksenkendenWirkungvonCoric5mg.

BlutzuckersenkendeArzneimittelundInsulin:

VerstärkungderblutzuckersenkendenWirkung;indenerstenWochenderBehandlungbestehtdas

Risiko,dassdieBlutzuckerwerteunterdenNormalwertabsinken.

BeiEinnahmevonCoric5mgzusammen mitNahrungsmittelnundGetränken:

DieTablettenkönnenunabhängigvondenMahlzeiteneingenommenwerden.

3.WieistCoric5mgeinzunehmen?

NehmenSieCoric5mgimmergenaunachderAnweisungdesArztesein.BittefragenSiebeiIhrem

ArztoderApothekernach,wennSiesichnichtganzsichersind.

Esistsehrwichtig,dassSieCoric5mgeinnehmen,solangeesIhnenIhrArztverordnet.

3.1ArtderAnwendung

ZumEinnehmen.

IhrArztwirddieDosisindividuellnachIhremGesundheitszustandunddemSchweregradIhrer

ErkrankungwählenundentsprechendderWirkungdesArzneimittelsaufIhrenBlutdruckdieDosis

schrittweiseanpassen.

3.2FallsvomArztnichtandersverordnet,istdieüblicheDosis:

Bluthochdruck

Coric5mgkannalsMonotherapieoderinKombinationmitanderenArzneimittelnzurBehandlung

einesBluthochdruckseingenommenwerden.

Anfangsdosis

DieAnfangsdosisbeträgt1-maltäglich2TablettenCoric5mg(entsprechend10mgLisinopril).

BestehtbeiIhnenzuBeginnderBehandlungdasRisikoeinesstarkenBlutdruckabfalls,wirdIhrArzt

dieAnfangsdosiseventuellauf1-maltäglich1TabletteCoric5mg(entsprechend5mgLisinopril)oder

1-maltäglich2,5mgLisinoprilreduzierenunddieBehandlungunterärztlicherÜberwachungeinleiten.

BeieinereingeschränktenNierenfunktionwirdIhrArztdieAnfangsdosisebenfallsreduzieren.

Erhaltungsdosis

DieErhaltungsdosisbeträgt1-maltäglich20mgLisinopril.

WennbeiIhnendergewünschtetherapeutischeEffektmiteinerbestimmtenDosierungnichtinnerhalb

einesZeitraumsvon2-4Wochenerreichtwerdenkann,wirdIhrArztdieDosiseventuellerhöhen.

DieDosiskannschrittweiseerhöhtwerden,bisderBlutdruckunterKontrolleistoderaufmaximal

40mgLisinopriltäglich.

Patienten,diemitharntreibendenArzneimitteln(Diuretika)behandeltwerden

NachBeginnderBehandlungmitCoric5mgkanneszueinemübermäßigenBlutdruckabfallkommen.

WennSiegleichzeitigmitharntreibendenArzneimittelnbehandeltwerden,istdieWahrscheinlichkeit

größer,dasseszueinemBlutdruckabfallkommt.TeilenSieIhremArztdeshalbmit,wennSie

harntreibendeArzneimitteleinnehmen.Fallsmöglich,wirderdasharntreibendeArzneimittel2-3Tage

vorBeginnderBehandlungmitCoric5mgabsetzen.

KanndasharntreibendeArzneimittelnichtabgesetztwerden,wirdIhrArztdieBehandlungmiteiner

Dosisvon1-maltäglich1TabletteCoric5mg(entsprechend5mgLisinopril)beginnen.ErwirdIhre

NierenfunktionundIhrenBlutkaliumspiegelregelmäßigkontrollierenunddienachfolgendeDosierung

vonCoric5mgjenachAnsprechenIhresBlutdrucksanpassen.

AuflagenerfüllungVerlängerung11.2006

PatientenmiteingeschränkterNierenfunktion

BeieingeschränkterNierenfunktionwirdIhrArztdieDosisvonCoric5mgentsprechendreduzieren.

Herzleistungsschwäche

Coric5mgsolltealsBegleitbehandlungzuharntreibendenArzneimitteln(Diuretika)undgegebenenfalls

zuDigitalis(Herzarzneimittel)oderBetablockern(ArzneimittelzurSenkungdesBlutdrucks)eingesetzt

werden.DieBehandlungkannmiteinerAnfangsdosisvon1-maltäglich2,5mgLisinoprilunter

ärztlicherÜberwachungbegonnenwerden.

EineErhöhungderDosissolltejenachAnsprechenIhresBlutdrucksinSchrittenvonmaximal10mg

Lisinoprilerfolgen.ZwischendenDosiserhöhungensolltenmindestens2Wochenliegen.Bei

HerzleistungsschwächebeträgtdieMaximaldosis1-maltäglich35mgLisinopril.

BestehtbeiIhnendasRisikoeinerübermäßigenBlutdrucksenkung(z.B.durchSalzmangel,

FlüssigkeitsmangeloderEinnahmestarkwirksamerharntreibenderArzneimittel),wirdIhrArztSie

möglichstvoreinerBehandlungmitCoric5mgentsprechendbehandelnundIhreNierenfunktionund

IhrenBlutkaliumspiegelregelmäßigkontrollieren.

AkuterHerzinfarkt

Coric5mgsolltezusätzlichzurüblichenInfarkt-Standardtherapie[z.B.ArzneimittelzurAuflösung

vonBlutgerinnseln(Thrombolytika),Acetylsalicylsäure,Betablocker]gegebenwerden.Glyceroltrinitrat

kannintravenösoderalsPflasterzusammenmitCoric5mgangewendetwerden.DieBehandlungsollte

innerhalbvon24StundennachdemAuftretenderHerzinfarkt-Anzeichenbegonnenwerden,

vorausgesetzt,dassderKreislaufstabilist.

Anfangsdosis(während derersten 3Tagenach demInfarkt):

ersteDosis: 1-mal1TabletteCoric5mg(entsprechend5mgLisinopril)

nach24Stunden: 1-mal1TabletteCoric5mg(entsprechend5mgLisinopril)

nach48Stunden: 1-mal2TablettenCoric5mg(entsprechend10mgLisinopril)

WennSiezuBeginnderBehandlungoderwährenddererstendreiTagenachdemInfarkteinenoberen

Blutdruckwertvon120mmHgoderwenigerhaben,wirdIhrArztdieBehandlungmiteinerDosierung

von1-maltäglich2,5mgLisinoprilbeginnen.

BeieingeschränkterNierenfunktionwirdIhrArztdieDosisvonCoric5mgentsprechendreduzieren.

Erhaltungsdosis

DieErhaltungsdosisbeträgt1-maltäglich2TablettenCoric5mg(entsprechend10mgLisinopril).

BeiVorliegeneinesübermäßigerniedrigtenBlutdrucks(obererBlutdruckwertkleinergleich100

mmHg)wirddietäglicheErhaltungsdosisauf1TabletteCoric5mg(entsprechend5mgLisinopril)

verringert.Fallsnotwendig,kanndieDosisweiterauf1-maltäglich2,5mgLisinoprilverringert

werden.

BeianhaltendemübermäßigerniedrigtemBlutdruck(obererBlutdruckwertvonunter90mmHgüber

mehrals1Stunde)wirdIhrArztdieBehandlungmitCoric5mgabsetzen.

DieBehandlungmitCoric5mgsolltesechsWochenerfolgen.AnschließendwirdIhrArztSieerneut

untersuchenundfallsSieAnzeicheneinerHerzleistungsschwächeentwickeln,dieBehandlungmitCoric

5mgfortsetzen.

DosierungbeieingeschränkterNierenfunktion

BeimäßigerEinschränkungderNierenfunktionwirdeineDosisvon1-maltäglich5-10mgLisinopril

empfohlen.

BeischwererEinschränkungderNierenfunktionwirdeineDosisvon1-maltäglich2,5mgLisinopril

empfohlen.

AuflagenerfüllungVerlängerung11.2006

DosierungbeiPatientennachNierenverpflanzung

WennbeiIhnenkürzlicheineNierenverpflanzungdurchgeführtwurde,solltenSieCoric5mgnicht

einnehmen.

NehmenSiedieTablettenaufeinmalundimmerzurgleichenTageszeitunzerkautmitausreichend

Flüssigkeit(z.B.einemGlasWasser)ein.SiekönnendieTablettenunabhängigvondenMahlzeiten

einehmen.

Siesolltenbesondersvorsichtigsein,wennSieIhreersteDosiseinnehmenoderwennIhreDosiserhöht

wird.TeilenSieIhremArztunverzüglichmit,wennSiesichbenommenoderschwindligfühlen.

DieDauerderBehandlungbestimmtIhrArzt.DieBehandlungmitCoric5mgistinderRegeleine

Langzeittherapie.

BittesprechenSiemitIhremArzt,wennSiedenEindruckhaben,dassdieWirkungvonCoric5mgzu

starkoderzuschwachist.

3.3WennSieeinegrößereMengeCoric5mg eingenommenhaben,alsSiesollten:

WennSiedurcheinVersehenzuvieleTabletteneingenommenhabenodereinKindeinigeTabletten

geschluckthat,wendenSiesichsofortaneinenArzt/Notarzt.DieserkannentsprechendderSchwereder

VergiftungüberdieerforderlichenMaßnahmenentscheiden.

InAbhängigkeitvomAusmaßderÜberdosierungsindfolgendeSymptomemöglich:

StarkerBlutdruckabfall,Kreislaufversagen,beschleunigteroderverlangsamterHerzschlag,

Herzklopfen,Nierenversagen,Atembeschleunigung,Schwindel,AngstgefühlundHusten.

3.4WennSiedieEinnahmevonCoric5mgvergessenhaben:

NehmenSiebeimnächstenMalnichtzusätzlichmehrTablettenein,sondernsetzenSiedieEinnahme

vonCoric5mgwieverordnetfort.

3.5Auswirkungen,wenndieBehandlung mitCoric5 mgabgebrochenwird:

UnterbrechenoderbeendenSiedieBehandlungmitCoric5mgnichtohneRücksprachemitIhrem

behandelndenArzt!

BeiPatientenmitBluthochdruckkannderBlutdruckerneutansteigenundbeiPatientenmit

HerzleistungsschwächekönnendieSymptomewiederauftreten.

4. WelcheNebenwirkungensindmöglich?

WiealleArzneimittelkannCoric5mgNebenwirkungenhaben.Diesetretenjedochnichtbeijedem

Patientenauf.UnerwünschteWirkungen,dievonCoric5mgoderanderenACE-Hemmernbekannt

sind,findenSienachfolgend.

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgendeHäufigkeitsangabenzugrundegelegt:

Sehrhäufig: mehrals1von10Behandelten

Häufig: wenigerals1von10,abermehrals1von100Behandelten

Gelegentlich: wenigerals1von100,abermehrals1von1.000Behandelten

Selten: wenigerals1von1.000,abermehrals1von10.000

Behandelten

Sehrselten: wenigerals1von10.000Behandelten

Unbekannt

Nebenwirkungen

Blut-undLymphsystem

Selten: AbnahmebestimmterLaborwerte(HämoglobinundHämatokrit).

Sehrselten:HerabgesetzteFunktiondesKnochenmarks(Knochenmarksdepression),Blutarmut

(Anämie),VerminderungderAnzahlbestimmterBlutzellen(Thrombozytopenie,

AuflagenerfüllungVerlängerung11.2006

Leukopenie,Neutropenie)biszueinerhochgradigenVerminderungbestimmterweißer

BlutkörperchenmitInfektneigungundschwerenAllgemeinsymptomen(Agranulozytose),

BlutarmutdurchvermehrtenZerfallroterBlutkörperchen(hämölytischeAnämie),

Lymphknotenschwellung,Autoimmunkrankheiten.

Stoffwechsel

Sehrselten:ZuniedrigeBlutzuckerwerte(Hypoglykämie).

NervensystemundpsychischeStörungen

Häufig: Benommenheit,Kopfschmerzen.

Gelegentlich:Stimmungsschwankungen,Missempfindungen(z.B.Kribbeln,pelzigesGefühl),

Schwindel,Geschmacksstörungen,Schlafstörungen.

Selten: Verwirrtheitszustände.

Herz-Kreislauf-System

Häufig: ÜbermäßigerBlutdruckabfallbeiLagewechselvomLiegenzumStehen(orthostatische

Hypotonie).

Gelegentlich:HerzinfarktoderSchlaganfall,vermutlichinFolgeübermäßigenBlutruckabfallsbei

gefährdetenPatienten(PatientenmitDurchblutungsstörungenimBereichdes

Herzmuskelsund/oderdesGehirns),Herzklopfen,beschleunigterHerzschlag

(Tachykardie),durchGefäßkrämpfebedingteDurchblutungsstörungenanHändenund

Füßen(Raynaud-Phänomen).

Atemwege

Häufig: Husten.

Gelegentlich:Schnupfen.

Sehrselten:KrampfartigeVerengungderBronchien(Bronchospasmus),

Nasennebenhöhlenentzündung(Sinusitis),allergischeEntzündungenderLunge

(allergischeAlveolitis/eosinophilePneumonie).

Magen-Darm-Trakt

Häufig: Durchfall,Erbrechen.

Gelegentlich:Übelkeit,Bauchschmerzen,Verdauungsstörungen.

Selten: Mundtrockenheit.

Sehrselten:EntzündungderBauchspeicheldrüse,GewebeschwellungdesDarms(intestinales

angioneurotischesÖdem),Leberentzündung(Hepatitishepatozellulärodercholestatisch),

Gelbsucht,Leberfunktionsstörungen.

HautundUnterhautgewebe

Gelegentlich:Hautausschlag,Juckreiz.

Selten: Überempfindlichkeit/Gewebeschwellung(angioneurotischesÖdem):angioneurotisches

ÖdemmitBeteiligungvonGesicht,Gliedmaßen,Lippen,Zunge,Stimmapparatdes

Kehlkopfes(Glottis)und/oderKehlkopf,Nesselsucht,Haarausfall,Schuppenflechte

(Psoriasis).

Sehrselten:VermehrtesSchwitzen,schwerwiegendeHautreaktionen(Pemphigus,toxischeepidermale

Nekrolyse,Steven-Johnson-Syndrom,Erythemamultiforme).

EinSymptomenkomplexwurdebeschrieben,dermiteinigenodermehrerenderfolgenden

Symptomeneinhergehenkann:Fieber,Gefäßentzündung(Vaskulitis),

Muskelentzündungen,Gelenkschmerzen/Gelenkentzündungenundbestimmten

Laborwertveränderungen(positiveANA-Titer,erhöhte

Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit,EosinophilieundLeukozytose),Hautausschlag,

LichtempfindlichkeitoderandereReaktionenderHautkönnenauftreten.

AuflagenerfüllungVerlängerung11.2006

Nierenund ableitendeHarnwege

Häufig: Nierenfunktionsstörungen.

Selten: Harnvergiftung(Urämie),akutesNierenversagen.

Sehrselten:VerminderteHarnausscheidung(Oligurie),VersagenderHarnproduktion(Anurie).

FortpflanzungsorganeundBrust

Gelegentlich:Impotenz.

Selten: VergrößerungderBrustbeiMännern(Gynäkomastie).

Allgemein

Gelegentlich:Müdigkeit,Schwäche.

Laborwerte

Gelegentlich:AnstiegdesBlutharnstoffsunddesSerumkreatinins,erhöhteLeberwerte,erhöhte

KaliumwerteimBlut.

Selten: AnstiegdesSerumbilirubins(Leberwert),AbnahmederNatriumwerteimBlut.

Gegenmaßnahmen

FallsSiedenVerdachthaben,dasssichbeiIhneneineschwerwiegendeHautreaktionentwickelt,müssen

SiesofortIhrenArztaufsuchenundgegebenenfallsdieBehandlungmitCoric5mgabbrechen.

EineGewebeschwellung(angioneurotischesÖdem)mitBeteiligungvonKehlkopf,Stimmapparatdes

Kehlkopfesund/oderZungemussvonIhremArztsofortmitNotfallmedikamentenbehandeltwerden.

WennbeiIhneneineGelbsuchtauftrittoderdieLeberenzymwertebeiIhnendeutlichansteigen,müssen

SiedieBehandlungabbrechen,undIhrArztwirdSieüberwachen.

BeimAuftretenvonFieber,Lymphknotenschwellungenund/oderHalsentzündungbenachrichtigenSie

bitteumgehendIhrenArzt,damiterdasweißeBlutbilduntersuchenkann.

SolltenSiedieobengenanntenNebenwirkungenbeisichbeobachten,benachrichtigenSieIhrenArzt.Er

wirdüberdenSchweregradundgegebenenfallsübererforderlicheweitereMaßnahmenentscheiden.

InformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieNebenwirkungenbermerken,dienichtindieser

Packungsbeilageaufgeführtsind.

5.WieistCoric5mgaufzubewahren?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren!

SiedürfendasArzneimittelnachdemaufdemBlisterundderFaltschachtelangegebenenVerfalldatum

nichtmehrverwenden.

StandderInformation:

November2006

AuflagenerfüllungVerlängerung11.2006

Fachinformation

(ZusammenfassungderMerkmaledesArzneimittels/SPC)

1. BezeichnungderArzneimittel

CORIC ® 2,5mg

CORIC ® 5mg

CORIC ® 10mg

CORIC ® 20mg

Wirkstoff:Lisinopril(alsLisinopril-Dihydrat)

2. QualitativeundquantitativeZusammensetzung

CORIC2,5mg

1Tabletteenthält2,5mgLisinopril(alsLisinopril-Dihydrat).

CORIC5mg

1Tabletteenthält5mgLisinopril(alsLisinopril-Dihydrat).

CORIC10mg

1Tabletteenthält10mgLisinopril(alsLisinopril-Dihydrat).

CORIC20mg

1Tabletteenthält20mgLisinopril(alsLisinopril-Dihydrat).

SonstigeBestandteilesieheunter6.1

3. Darreichungsform

TablettenmitBruchrille

4. KlinischeAngaben

4.1 Anwendungsgebiete

Hypertonie

BehandlungeinerHypertonie

Herzinsuffizienz

BehandlungeinersymptomatischenHerzinsuffizienz

AkuterHerzinfarkt

KurzzeitigeBehandlung(6Wochen)vonhämodynamischstabilenPatienteninnerhalbvon

24StundennacheinemakutenHerzinfarkt

4.2 Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

Lisinoprilsollte1-maltäglichoraleingenommenwerden.WiealleArzneimittel,die1-mal

täglicheingenommenwerden,sollteLisinopriljedenTagetwaumdiegleicheZeit

eingenommenwerden.DieResorptionvonLisinoprilwirddurchMahlzeitennichtbeeinflusst.

DieDosissollteentsprechenddenBesonderheitendeseinzelnenPatientenundjenach

AnsprechendesBlutdrucksindividuellangepasstwerden(sieheAbschnitt4.4).

Bluthochdruck

LisinoprilkannalsMonotherapieoderinKombinationmitAntihypertensivaausanderen

Klasseneingenommenwerden.

Initialdosis

BeiPatientenmitHypertoniebeträgtdieempfohleneInitialdosis10mgLisinopril.Bei

PatientenmitstarkaktiviertemRenin-Angiotensin-AldosteronSystem(insbesonderebei

PatientenmitrenovaskuläremBluthochdruck,Salz-und/oderVolumenmangel,

HerzdekompensationoderhochgradigemBluthochdruck)kannesnachEinnahmeder

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InitialdosiszueinemstarkenBlutdruckabfallkommen.BeidiesenPatientenwirdeine

Initialdosisvon2,5–5mgempfohlen,unddieBehandlungsollteunterärztlicher

Überwachungeingeleitetwerden.BeieingeschränkterNierenfunktionisteineniedrigere

Anfangsdosiserforderlich(sieheTabelle1).

Erhaltungsdosis

DieüblichewirksameErhaltungsdosisbeträgt20mgLisinopril1-maltäglich.ImAllgemeinen

kanndieDosiserhöhtwerden,wenndererwünschtetherapeutischeEffektmiteiner

bestimmtenDosierungnichtinnerhalbeinesZeitraumsvon2bis4Wochenerreichtwerden

kann.DieinkontrolliertenklinischenLangzeitstudienmaximalverabreichteDosisbetrug

80mg/Tag.

Patienten,diemitDiuretikabehandeltwerden

NachBeginnderBehandlungmitLisinoprilkanneszueinemsymptomatischen

Blutdruckabfallkommen.DiesistwahrscheinlicherbeiPatienten,diegleichzeitigmit

Diuretikabehandeltwerden.EsistVorsichtgeboten,dabeidiesenPatienteneinVolumen-

und/oderSalzmangelvorliegenkann.Fallsmöglich,solltedieDiuretikatherapie2-3Tagevor

BeginnderTherapiemitLisinoprilbeendetwerden.BeiPatientenmitBluthochdruck,bei

denendasDiuretikumnichtabgesetztwerdenkann,solltedieTherapiemitLisinoprilmit

einerDosisvon5mgbegonnenwerden.DieNierenfunktionundderSerumkaliumspiegel

solltenüberwachtwerden.DienachfolgendeDosierungvonLisinoprilsolltejenach

AnsprechendesBlutdrucksangepasstwerden.

Fallsnötig,kanndieDiuretikatherapiewiederaufgenommenwerden(sieheAbschnitte4.4

und4.5).

DosisanpassungbeieingeschränkterNierenfunktion

BeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktionsolltedieDosierung,wieinnachstehender

Tabelle1angegeben,aufBasisderKreatinin-Clearanceerfolgen.

Tabelle1DosisanpassungbeieingeschränkterNierenfunktion

Kreatinin-Clearance(ml/min) Initialdosis(mg/Tag)

wenigerals10ml/min(einschließlichDialysepatienten) 2,5mgLisinopril*

10-30ml/min 2,5-5mgLisinopril

31-80ml/min 5-10mgLisinopril

*DieDosierungund/oderHäufigkeitderVerabreichungsolltejenachAnsprechendes

Blutdrucksangepasstwerden.

DieDosiskannschrittweiseerhöhtwerdenbisderBlutdruckunterKontrolleistoderauf

maximal40mgLisinopriltäglich.

Herzinsuffizienz

BeiPatientenmitsymptomatischerHerzinsuffizienzsollteLisinoprilalsBegleittherapiezu

DiuretikaundgegebenenfallszuDigitalisoderBetablockerneingesetztwerden.DieTherapie

mitLisinoprilkannmiteinerInitialdosisvon2,5mg1-maltäglichbegonnenwerden,dieunter

ärztlicherÜberwachungeingenommenwerdensollte,umdieAnfangswirkungaufden

Blutdruckzubeobachten.EineErhöhungderDosisvonLisinoprilsolltefolgendermaßen

vorgenommenwerden:

inSchrittenvonmaximal10mgLisinopril,

daszeitlicheIntervallzwischendenDosiserhöhungensolltemindestens2Wochen

betragen,

biszumErreichendermaximalenvomjeweiligenPatiententoleriertenDosis,jedoch

höchstensbiszueinerMaximaldosisvon35mgLisinopril1-maltäglich.

DieDosissolltejenachAnsprechendeseinzelnenPatientenaufdieBehandlungangepasst

werden.

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BeiPatientenmiteinemhohenRisikofüreineHypotonie,z.B.PatientenmitSalzmangel(mit

oderohneHyponatriämie),PatientenmitHypovolämieoderPatienten,diemitstarkwirk-

samenDiuretikabehandeltwordensind,solltendieseStörungenmöglichstvoreiner

TherapiemitLisinoprilbehobenwerden.DieNierenfunktionunddie

Serumkaliumkonzentrationsolltenüberwachtwerden(sieheAbschnitt4.4).

AkuterHerzinfarkt

DiePatientensolltenjenachBedarfdieempfohleneStandardtherapieerhalten,wiez.B.

Thrombolytika,AspirinundBetablocker.Glyceroltrinitratkannintravenösodertransdermal

zusammenmitLisinoprilangewendetwerden.

Initialdosis(währendderersten3TagenachdemInfarkt)

DieBehandlungmitLisinoprilkanninnerhalbvon24StundennachEinsetzenderSymptome

begonnenwerden.EineBehandlungsolltenichteingeleitetwerden,wenndersystolische

Blutdruckniedrigerals100mmHgist.DieersteDosisLisinoprilbeträgt5mgoral,gefolgtvon

5mgnach24Stunden,10mgnach48Stundenunddann10mg1-maltäglich.Patientenmit

niedrigemsystolischemBlutdruckbeiBeginnderBehandlung(120mmHgoderweniger)

oderwährendderersten3TagenachdemInfarktsollteneineniedrigereDosiserhalten(2,5

mgoral)(sieheAbschnitt4.4).

BeibeeinträchtigterNierenfunktion(Kreatinin-Clearance<80ml/min)solltedieInitialdosis

LisinoprilandieKreatinin-ClearancedesPatientenangepasstwerden(sieheTabelle1).

Erhaltungsdosis

DieErhaltungsdosisbeträgt10mgLisinopril1-maltäglich.BeiVorliegeneinerHypotonie

(systolischerBlutdruck≤100mmHg)kanndietäglicheErhaltungsdosisauf5mgLisinopril

reduziertwerden.Fallsnotwendig,kanndieDosisweiterauf2,5mgLisinoprilreduziert

werden.BeianhaltenderHypotonie(systolischerBlutdruck<90mmHgübermehrals1

Stunde)sollteLisinoprilabgesetztwerden.

DieBehandlungsollte6Wochenlangfortgesetztwerden.AnschließendsolltederPatient

erneutuntersuchtwerden.BeiPatienten,dieSymptomeeinerHerzinsuffizienzentwickeln,

solltedieBehandlungmitLisinoprilfortgesetztwerden(sieheAbschnitt4.2).

AnwendungbeiKindern

DieWirksamkeitundSicherheitderAnwendungbeiKindernistnichtvollständigerwiesen.

DaherwirddieAnwendungbeiKindernnichtempfohlen.

AnwendungbeiälterenMenschen

InklinischenStudienhatsichkeineVeränderungdesWirksamkeits-oderSicherheitsprofils

desArzneimittelsimZusammenhangmitdemAltergezeigt.Wenndasfortgeschrittene

LebensalterjedochmiteinervermindertenNierenfunktionverbundenist,solltendiein

Tabelle1angegebenenRichtlinienzurBestimmungderInitialdosisvonLisinoprilverwendet

werden.DanachsolltedieDosisjenachAnsprechendesBlutdrucksangepasstwerden.

AnwendungbeiPatientennachNierentransplantation

EsliegenkeineErfahrungenmitderAnwendungvonLisinoprilbeiPatientenkurznacheiner

Nierentransplantationvor.DaherwirdbeidiesenPatienteneineBehandlungmitLisinopril

nichtempfohlen.

4.3 Gegenanzeigen

Lisinoprildarfnichteingenommenwerden:

beiÜberempfindlichkeitgegendenWirkstoffLisinopril,einenanderenACE-Hemmer,oder

einendersonstigenBestandteilevonCORIC.

beiangioneurotischemÖdemimZusammenhangmiteinervorhergehendenBehandlung

mitACE-Hemmern

beiangeborenemoderidiopathischemangioneurotischemÖdem

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imzweitenoderdrittenTrimenonderSchwangerschaft(sieheAbschnitt4.6).

4.4 WarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

SymptomatischeHypotonie

EinesymptomatischeHypotonietrittbeiPatientenmitunkompliziertemBluthochdruckselten

auf.DieWahrscheinlichkeit,dasseineHypotoniebeiBluthochdruck-Patientenauftritt,die

Lisinoprilerhalten,istgrößer,wenndasBlutvolumenverringertwordenist(z.B.durch

Diuretikatherapie,salzarmeErnährung,Dialyse,DurchfalloderErbrechen),oderdie

PatientenunterschwererreninabhängigerHypertonieleiden(sieheAbschnitt4.5und

Abschnitt4.8).BeiPatientenmitHerzinsuffizienz-mitoderohnebegleitende

Niereninsuffizienz-wurdeeinesymptomatischeHypotoniebeobachtet.Diesetritteherbei

PatientenmithöherenSchweregradenderHerzinsuffizienzauf,wasdurchVerwendungvon

hochdosiertenSchleifendiuretika,HyponatriämieoderbeeinträchtigterNierenfunktion

reflektiertseinkann.BeiPatientenmiteinemerhöhtenRisikofüreinesymptomatische

HypotoniesolltederTherapiebeginnunddieDosiseinstellungsorgfältigüberwachtwerden.

ÄhnlicheÜberlegungentreffenfürPatientenmitischämischerHerzerkrankungoder

cerebrovaskulärenErkrankungenzu,beideneneinübermäßigerBlutdruckabfallzueinem

HerzinfarktoderzueinemcerebrovaskulärenEreignisführenkann.

BeimAuftreteneinerHypotoniesolltederPatientinRückenlagegebrachtwerdenund,falls

notwendig,eineintravenöseInfusioneinerphysiologischenKochsalzlösungerhalten.Ein

vorübergehenderBlutdruckabfallistkeineKontraindikationfürweitereDosen,diegewöhnlich

ohneweitereSchwierigkeitenverabreichtwerdenkönnen,sobaldsichderBlutdrucknach

demVolumenersatzwiedererholthat.

BeieinigenPatientenmitHerzinsuffizienzundnormalemoderniedrigemBlutdruckkann

unterLisinoprileinezusätzlicheErniedrigungdessystemischenBlutdruckseintreten.Diese

WirkungistvorhersehbarundgewöhnlichkeinGrundfüreinenAbbruchderTherapie.Wenn

dieHypotoniesymptomatischwird,kanneineReduktionderDosisodereinAbbruchder

TherapiemitLisinoprilnotwendigwerden.

HypotoniebeimakutenHerzinfarkt

EineBehandlungmitLisinoprildarfbeiPatientenmiteinemakutenHerzinfarktnicht

eingeleitetwerden,beideneneinRisikofüreineweitereVerschlechterungderHämodynamik

nacheinerBehandlungmiteinemVasodilatatorbesteht.DabeihandeltessichumPatienten

miteinemsystolischenBlutdruckvon100mmHgoderweniger,oderumPatientenmit

kardiogenemSchock.Währendderersten3TagenachdemInfarktsolltedieDosisreduziert

werden,wenndersystolischeBlutdruck≤120mmHgbeträgt.DieErhaltungsdosensollten

auf5mgodervorübergehendauf2,5mgreduziertwerden,wenndersystolischeBlutdruck≤

100mmHgbeträgt.BeianhaltenderHypotonie(systolischerBlutdruck<90mmHglängerals

1Stunde)sollteLisinoprilabgesetztwerden.

Aorten-undMitralklappenstenose/hypertropheKardiomyopathie

WieandereACE-HemmersollteLisinoprilnurmitVorsichtbeiPatientenmit

MitralklappenstenoseunderhöhtemlinksventrikuläremAuswurfwiderstand,wieimFalleeiner

AortenstenoseodereinerhypertrophenKardiomyopathie,verabreichtwerden.

EingeschränkteNierenfunktion

BeieingeschränkterNierenfunktion(Kreatinin-Clearance<80ml/min)solltedieanfängliche

DosisvonLisinoprilentsprechendderKreatinin-ClearancedesPatienteneingestelltwerden

(sieheTabelle1imAbschnitt4.2).DanachsolltedieDosierungjenachAnsprechendes

PatientenaufdieBehandlungangepasstwerden.DieroutinemäßigeKontrollevonKalium

undKreatininistTeilderüblichenmedizinischenBehandlungfürdiesePatienten.

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BeiPatientenmitHerzinsuffizienzkanneineHypotonienachBeginneinerBehandlungmit

ACE-HemmernzueinerweiterenEinschränkungderNierenfunktionführen.Indiesem

Zusammenhangistübereineakute,normalerweisereversibleNiereninsuffizienzberichtet

worden.

BeieinigenPatientenmitbeidseitigerNierenarterienstenoseodermiteinereinseitigen

NierenarterienstenosebeiEinzelniere,diemitACE-Hemmernbehandeltwordensind,

wurdenErhöhungendesBlutharnstoffsunddesSerumkreatininsbeobachtet,diegewöhnlich

nachUnterbrechungdeTherapiereversibelsind.Diesistbesonderswahrscheinlichbei

PatientenmitNiereninsuffizienz.BeigleichzeitigemBesteheneinerrenovaskulären

HypertonieistdasRisikofüreineschwereHypotonieundNiereninsuffizienzerhöht.Bei

diesenPatientensolltedieBehandlunguntersorgfältigerärztlicherÜberwachungmit

niedrigenDosenundvorsichtiger,schrittweiserDosiserhöhungbegonnenwerden.Daeine

BehandlungmitDiuretikazudenobengenanntenErscheinungsformenbeitragenkann,

solltendieseabgesetztunddieNierenfunktionwährenddererstenWocheneinerTherapie

mitLisinoprilüberwachtwerden.

BeieinigenHypertonie-PatientenohneeineoffensichtlichvorbestehendeNierenerkrankung

istes,insbesonderewennLisinoprilgemeinsammiteinemDiuretikumverabreichtwurde,zu

erhöhtenBlutharnstoff-undSerumkreatininspiegelngekommen,diegewöhnlichgeringund

vorübergehendwaren.NormalerweisetrittdieseherbeiPatientenmitvorbestehender

Nierenschädigungauf.UnterUmständenisteineVerminderungderDosisund/oderdas

AbsetzendesDiuretikumsundodervonLisinoprilerforderlich.

BeiakutemHerzinfarktsollteeineBehandlungmitLisinoprilbeiPatientenmitSymptomen

einerNierenfunktionsstörung(Serumkreatininkonzentrationvon>177mikromol/lund/oder

eineProteinurievonmehrals500mg/24h)nichterfolgen.WennsicheineNierenfunktions-

störungunterBehandlungmitLisinoprilentwickelt(Serumkreatininkonzentration>265

mikromol/lodereineVerdoppelungdesWertesvorderBehandlung)solltederArztden

AbbruchderBehandlungmitLisinoprilinErwägungziehen.

Überempfindlichkeitsreaktionen/angioneurotischeÖdeme

BeiPatienten,diemitACE-Hemmern,einschließlichLisinopril,behandeltwurden,wurdein

seltenenFällenüberangioneurotischeÖdemedesGesichts,derExtremitäten,derLippen,

derZunge,derGlottisund/oderdesKehlkopfsberichtet.Diesekönnenjederzeitwährendder

Behandlungauftreten.

InsolchenFällensollteLisinoprilsofortabgesetztundeinegeeigneteBehandlungund

Überwachungeingeleitetwerden,umdievollständigeRückbildungderSymptomevorder

EntlassungderPatientenzugewährleisten.AuchbeidenPatienten,beidenennurdie

Zunge,ohneAtemnot,angeschwollenist,istunterUmständeneinelängereBeobachtung

notwendig,dadieBehandlungmitAntihistaminikaundKortikosteroidenmöglicherweisenicht

ausreichendwirksamist.

SehrseltenwurdeüberTodesfällebedingtdurchangioneurotischeÖdemein

ZusammenhangmitKehlkopfödemenoderZungenödemenberichtet.BeiPatienten,bei

denendieZunge,dieGlottisoderderKehlkopfbeteiligtsind,trittwahrscheinlicheine

Atemwegsobstruktionauf,insbesonderebeiPatientenmiteinerOperationimBereichder

AtemwegeinderVorgeschichte.InsolchenFällenistsoforteineNotfalltherapieeinzuleiten.

DiesekanninderVerabreichungvonAdrenalinund/oderdemFreihaltenderLuftwege

bestehen.DerPatientsolltesorgfältigärztlichüberwachtwerden,bisdieSymptome

vollständigundanhaltendbeseitigtsind.

ACE-HemmerführenbeiPatientenmitschwarzerHautfarbehäufigerzuangioneurotischen

ÖdemenalsbeiPatientenmitnichtschwarzerHautfarbe.

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BeiPatientenmiteinemangioneurotischemÖdeminderAnamnese,dasnichtim

ZusammenhangmiteinerTherapiemiteinemACE-Hemmerstand,kanndasRisikofürein

angioneurotischesÖdemunterTherapiemiteinemACE-Hemmererhöhtsein(siehe

Abschnitt4.3).

AnaphylaktischeReaktionenbeiDialysepatienten

BeiPatienten,beideneneineDialysemitHighFluxMembranen(z.B.AN69)durchgeführt

wurdeunddiegleichzeitigmiteinemACE-Hemmerbehandeltwurden,sindanaphylaktische

Reaktionenbeschriebenworden.DeshalbsolltedieVerwendungeinesanderen

DialysemembrantypsinErwägunggezogenwerdenoderAntihypertensivaeineranderen

Klasseverwendetwerden.

AnaphylaktischeReaktionenwährendeinerLDL-Lipoprotein-Apherese

InseltenenFällensindbeiPatientenunterACE-HemmernwährendeinerLDL-Lipoprotein-

ApheresemitDextransulfatlebensbedrohlicheanaphylaktischeReaktionenaufgetreten.

DieseReaktionenwurdendurcheinezeitweiligeUnterbrechungderACE-HemmerTherapie

vorjederApheresevermieden.

Desensibilisierung

BeiPatienten,dieACE-HemmerwährendeinerDesensibilisierungsbehandlungerhielten

(z.B.Insektengift),sindanaphylaktischeReaktionenaufgetreten.BeidengleichenPatienten

konntendieseReaktionenvermiedenwerden,wenndieACE-Hemmervorübergehend

abgesetztwurden.AllerdingstratensienachversehentlicherVerabreichungdesArznei-

mittelswiederauf.

Leberinsuffizienz

InsehrseltenenFällenwurdenACE-HemmermiteinemSyndrominVerbindunggebracht,

dasmitcholestatischemIkterusoderHepatitisbeginnt,undzueinerfulminantenNekrose

und(manchmal)zumTodführenkann.DiegenauenAbläufebeidiesemSyndromsindnicht

bekannt.Patienten,dieLisinoprilerhaltenundbeideneneszuGelbsuchtodereiner

erheblichenErhöhungderLeberenzymwertekommt,solltenLisinoprilabsetzenund

entsprechendmedizinischbehandeltwerden.

Neutropenie/Agranulozytose

BeiPatienten,dieACE-Hemmererhielten,istüberNeutropenie/Agranulozytose,

ThrombozytopenieundAnämieberichtetworden.BeiPatientenmitnormalerNierenfunktion

undohneweitereKomplikationentrittselteneineNeutropenieauf.Neutropenieund

AgranulozytosesindnachAbsetzendesACE-Hemmersreversibel.Lisinoprilsolltemitaus-

gesprochenerVorsichtbeiPatientenangewendetwerden,beideneneinerodermehrereder

nachfolgendenFaktorenzutreffen:ZudiesenFaktorenzählenPatientenmit

Gefäßkollagenosen,PatientenunterImmunsuppressionstherapieoderPatienten,diemit

AllopurinoloderProcainamidbehandeltwerden.Diesgiltinsbesondere,wenneineNieren-

funktionsstörungvorbesteht.BeieinigendieserPatientenkameszuschwerenInfektionen,

dieineinigenwenigenFällennichtaufeineintensiveAntibiotikatherapieansprachen.Wenn

LisinoprilbeisolchenPatientenangewendetwird,empfiehltsicheineregelmäßigeKontrolle

desweißenBlutbildes.

DiePatientensolltenangewiesenwerden,jedesAnzeicheneinerInfektionmitzuteilen.

EthnischeZugehörigkeit

ACE-HemmerführenbeiPatientenmitschwarzerHautfarbehäufigerzuangioneurotischen

ÖdemenalsbeiPatientenmitnichtschwarzerHautfarbe.

WieandereACE-HemmersenktLisinoprildenBlutdruckbeiPatientenmitschwarzer

HautfarbeunterUmständenwenigerwirksamalsbeiPatientenmitandererHautfarbe.Dies

istmöglicherweiseaufeinehöherePrävalenzvonniedrigenReninwertenbeiHypertonikern

mitschwarzerHautfarbezurückzuführen.

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Husten

UntereinerTherapiemitACE-HemmernistüberHustenberichtetworden.

CharakteristischerweiseistderHustennichtproduktiv,anhaltendundverschwindetbeim

AbsetzenderTherapie.ImRahmeneinerDifferentialdiagnosedesHustenssollteaneinen

Hustengedachtwerden,derdurchACE-Hemmerinduziertwurde.

Operationen/Anästhesie

LisinoprilkanndieBildungvonAngiotensinIIalsFolgeeinerkompensatorischenFreisetzung

vonReninblockieren.Diesistz.B.beiPatienten,diesicheinergrößerenOperation

unterziehenoderwährendeinerAnästhesiemitSubstanzen,dieeineHypotension

hervorrufenkönnen,möglich.SollteeineHypotonieauftretenundaufdiesenMechanismus

zurückgeführtwerden,kanndiesedurchVolumenersatzkorrigiertwerden.

Hyperkaliämie

EineErhöhungdesSerumkaliumspiegelswurdebeieinigenPatientenbeobachtet,diemit

ACE-Hemmern,einschließlichLisinopril,behandeltwurden.BeifolgendenPatientenbesteht

einRisikofürdieEntwicklungeinerHyperkaliämie:PatientenmitNiereninsuffizienz,Diabetes

mellitus,gleichzeitigeAnwendungvonKaliumsparendenDiuretika,vonKaliumpräparaten

odervonkaliumhaltigenSalzen,oderPatienten,dieandereArzneimitteleinnehmen,diemit

einerErhöhungdesSerumkaliumspiegelsverbundensind(z.B.Heparin).Eineregelmäßige

KontrolledesSerumkaliumspiegelswirdempfohlen,wenndiegleichzeitigeAnwendungder

obengenanntenArzneimittelfürnotwendigerachtetwird.(sieheAbschnitt4.5).

PatientenmitDiabetes

BeiDiabetikern,diemitoralenAntidiabetikaoderInsulinbehandeltwerden,sollteeine

engmaschigeKontrolledesBlutzuckersimerstenMonatderBehandlungmiteinemACE-

Hemmerdurchgeführtwerden(sieheAbschnitt4.5).

Lithium

EineKombinationvonLithiumundLisinoprilwirdimAllgemeinennichtempfohlen(siehe

Abschnitt4.5).

SchwangerschaftundStillzeit

LisinoprilsolltewährenddeserstenSchwangerschaftstrimestersnichtverabreichtwerden.

LisinoprilistimzweitenunddrittenSchwangerschaftstrimesterkontraindiziert(siehe

Abschnitt4.3).WenneineSchwangerschaftfestgestelltwird,sollteLisinoprilsobaldwie

möglichabgesetztwerden(sieheAbschnitt4.6).

WährendderStillzeitwirddieAnwendungvonLisinoprilnichtempfohlen.

4.5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstige

Wechselwirkungen

FolgendeWechselwirkungenkönnenbeigleichzeitigerAnwendungvonLisinopriloder

anderenACE-HemmernunddennachfolgendgenanntenArzneimittelnbzw.Substanzen

auftreten:

Diuretika

WenneinDiuretikumzusätzlichzurTherapiemitLisinoprilverabreichtwird,istdie

antihypertensiveWirkunginderRegeladditiv.

BeiPatienten,diebereitsmitDiuretikabehandeltwerdenundinsbesonderebeisolchen,bei

denenerstvorkurzemmitderTherapiebegonnenwurde,kannesgelegentlichzueinem

übermäßigenBlutdruckabfallkommen,wennLisinoprilzusätzlichverabreichtwird.Die

WahrscheinlichkeitdesAuftretenseinersymptomatischenHypotonieunterLisinoprilkann

vermindertwerden,indemdasDiuretikumvorBeginnderBehandlungmitLisinopril

abgesetztwird(sieheAbschnitt4.4undAbschnitt4.2).

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Kaliumpräparate,kaliumsparendeDiuretikaoderkaliumhaltigeSalze

ObwohldieSerumkaliumspiegelindenklinischenStudienüblicherweiseinnerhalbnormaler

Grenzwertelagen,tratbeieinigenPatienteneineHyperkaliämieauf.Risikofaktorenfürdie

EntwicklungeinerHyperkaliämiesindNiereninsuffizienz,Diabetesmellitusunddie

gleichzeitigeAnwendungkaliumsparenderDiuretika(z.B.Spironolacton,Triamterenoder

Amilorid),vonKaliumpräparatenodervonkaliumhaltigenSalzen.DieAnwendung

kaliumsparenderDiuretika,vonKaliumpräparatenodervonkaliumhaltigenSalzenkannzu

einemerheblichenAnstiegderSerumkaliumwerteführen,insbesonderebeiPatientenmit

beeinträchtigterNierenfunktion.EineDiuretikainduzierteHypokaliämiekanngebessert

werden,wennLisinoprilzusammenmiteinemkaliumausscheidendenDiuretikumverabreicht

wird.

Lithium

BeigleichzeitigerVerabreichungvonLithiumundACE-Hemmernwurdeübereinen

reversiblenAnstiegderSerumlithiumkonzentrationundderLithiumtoxizitätberichtet.Die

gleichzeitigeAnwendungvonThiaziddiuretikakanndasRisikoeinerLithiumtoxizitäterhöhen

undeinebereitsbestehendeerhöhteLithiumtoxizitätinKombinationmitACE-Hemmernnoch

weiterverstärken.DiegleichzeitigeAnwendungvonACE-HemmernundLithiumwirdnicht

empfohlen.WirddieKombinationdennochalsnotwendigerachtet,solltendie

Serumlithiumwertesorgfältigüberwachtwerden(sieheAbschnitt4.4).

NichtsteroidaleentzündungshemmendeAntirheumatika(NSAR)einschließlich

Acetylsalicylsäure≥3g/Tag

DieVerabreichungvonNSARalsLangzeittherapiekanndieblutdrucksenkendeWirkung

einesACE-Hemmersreduzieren.NSARundACE-HemmerhabeneineadditiveWirkungauf

denAnstiegdesSerumkaliumsundkönnenzueinerVerschlechterungderNierenfunktion

führen.DieseWirkungensindnormalerweisereversibel.InseltenenFällenkanneineakute

Niereninsuffizienzauftreten,besondersbeiPatientenmitbeeinträchtigterNierenfunktionwie

z.B.beiälterenoderdehydriertenPatienten.

AndereblutdrucksenkendeMittel

DiegleichzeitigeAnwendungdieserMittelkanndieblutdrucksenkendenWirkungenvon

Lisinoprilerhöhen.DiegleichzeitigeVerabreichungzusammenmitGlyceroltrinitratund

anderenNitratenoderanderenVasodilatatorenkanndenBlutdruckweitererniedrigen.

TrizyklischeAntidepressiva/Antipsychotika/Anästhetika

DiegleichzeitigeAnwendungbestimmterAnästhetika,trizyklischerAntidepressivaund

AntipsychotikamitACE-HemmernkannzueinemweiterenAbfalldesBlutdrucksführen

(sieheAbschnitt4.4).

Sympathomimetika

SympathomimetikakönnendieblutdrucksenkendeWirkungvonACE-Hemmernreduzieren.

Antidiabetika

AusepidemiologischeStudienhabensichHinweiseergeben,dassdiegleichzeitige

AnwendungvonACE-HemmernundAntidiabetika(Insuline,oraleAntidiabetika)zueiner

erhöhtenblutzuckersenkendenWirkungmitdemRisikoeinerHypoglykämieführenkann.

DiesesPhänomentratmitgrößererWahrscheinlichkeitindenerstenWocheneiner

kombiniertenBehandlungundbeiPatientenmitNiereninsuffizienzauf.

Acetylsalicylsäure,Thrombolytika,Betablocker,Nitrate

LisinoprilkannzusammenmitAcetylsalicylsäure(inkardiologischenDosierungen),

Thrombolytika,Betablockernund/oderNitratenverwendetwerden.

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4.6 SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft

LisinoprilsollteimerstenTrimenoneinerSchwangerschaftnichtangewendetwerden.Wenn

eineSchwangerschaftgeplantoderbestätigtist,solltesobaldwiemöglichaufeineandere

Therapieumgestelltwerden.EswurdenkeinekontrolliertenStudienmitACE-Hemmernbeim

MenschenwährendderSchwangerschaftdurchgeführt.IneinerbegrenztenAnzahlvon

Fällen,beideneneswährenddererstendreiMonatezueinerExpositiongekommenist,sind

keineMissbildungeninfolgeeinerFetotoxizität,wieweiteruntenbeschrieben,aufgetreten.

ImzweitenunddrittenSchwangerschaftstrimenonistLisinoprilkontraindiziert(siehe

Abschnitt4.3).Esistbekannt,dasseinelängereEinnahmeeinesACE-Hemmersimzweiten

unddrittenSchwangerschaftstrimenonbeimMenschenzuFetotoxizität(verminderte

Nierenfunktion,Oligohydramnion,verzögerteOssifikationdesSchädels)undzuneonataler

Toxizität(Niereninsuffizienz,Hypotonie,Hyperkaliämie)führt(sieheAbschnitt5.3).

SollteeswährendodernachdemzweitenSchwangerschaftstrimenonzueinerExposition

mitLisinoprilgekommensein,wirdeineUltraschalluntersuchungderNierenfunktionunddes

Schädelsempfohlen.Kinder,derenMütterLisinoprileingenommenhaben,solltensorgfältig

imHinblickaufeineHypotonie,OligurieundHyperkaliämieüberwachtwerden.Lisinopril,

welchesplazentagängigist,konntemiteinigemklinischenNutzendurchPeritonealdialyse

ausdemneonatalenKreislaufentferntwerden.

TheoretischkannLisinoprilauchdurchAustauschtransfusionentferntwerden.

Stillzeit

Esistnichtbekannt,obLisinoprilbeimMenschenindieMuttermilchübergeht.Allerdings

gehtLisinoprilbeiRattenindieMilchüber.DieAnwendungvonLisinoprilbeistillenden

Frauenwirdnichtempfohlen.

4.7 AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvon

Maschinen

BeimFührenvonKraftfahrzeugenoderbeimBedienenvonMaschinensollteberücksichtigt

werden,dassgelegentlichBenommenheitoderMüdigkeitauftretenkann.

4.8 Nebenwirkungen

UnterderTherapiemitLisinopriloderanderenACE-Hemmernkönnendienachfolgend

genanntenNebenwirkungenauftreten.

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgendeHäufigkeitsangabenzugrunde

gelegt:

Sehrhäufig:≥10%

Häufig:≥1%-<10%

Gelegentlich:≥0,1%-<1%

Selten:≥0,01%-<0,1%

Sehrselten:<0,01%

Unbekannt

StörungendesBlut-undLymphsystems:

Selten: VerminderungdesHämoglobins,VerminderungdesHämatokrits.

Sehrselten: Knochenmarksdepression,Anämie,Thrombozytopenie,Leukopenie,

Neutropenie,Agranulozytose(sieheAbschnitt4.4),hämolytischeAnämie,

Lymphadenopathie,Autoimmunerkrankung.

Stoffwechsel-undErnährungsstörungen

Sehrselten: Hypoglykämie.

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NervensystemundpsychischeStörungen

Häufig: Benommenheit,Kopfschmerz.

Gelegentlich: Stimmungsschwankungen,Parästhesie,Schwindel,Geschmacksstörungen,

Schlafstörungen.

Selten: GeistigeVerwirrung.

StörungendesHerz-/Kreislaufsystems

Häufig: OrthostatischeWirkungen(einschließlichHypotonie)

Gelegentlich: HerzinfarktodercerebrovaskuläresEreignis,möglicherweisesekundärnach

einemübermäßigenBlutdruckabfallbeiPatientenmithohemRisiko(siehe

Abschnitt4.4),Herzklopfen,Tachykardie,Raynaud-Syndrom.

StörungenderAtemwegedesBrustraumsunddesMediastinums

Häufig: Husten.

Gelegentlich: Rhinitis.

Sehrselten: Bronchospasmus,Sinusitis,allergischeAlveolitis/eosinophilePneunomie.

StörungendesMagen-Darm-Trakts

Häufig: Durchfall,Erbrechen.

Gelegentlich: Übelkeit,BauchschmerzenundVerdauungsstörungen.

Selten: Mundtrockenheit.

Sehrselten: Pankreatitis,intestinalesangioneurotischesÖdem,Hepatitis,entweder

hepatozellulärodercholestatisch,Gelbsucht,Leberinsuffizienz(siehe

Abschnitt4.4).

StörungenderHautunddesUnterhautgewebes

Gelegentlich: Hautausschlag,Juckreiz.

Selten: Allergisches/angioneurotischesÖdem:angioneurotischesÖdemdes

Gesichts,derExtremitäten,Lippen,Zunge,Glottisund/oderdesKehlkopfes

(sieheAbschnitt4.4),Urtikaria,Alopezie,Psoriasis.

Sehrselten: Diaphorese,Pemphigus,toxischeepidermaleNekrolyse,Steven-Johnson-

Syndrom,Erythemamultiforme.

EswurdevoneinemSymptomenkomplexberichtet,dereinesodermehrerederfolgenden

Symptomebeinhaltenkann:Fieber,Vaskulitis,Myalgie,Gelenkschmerzen/Arthritis,positive

antinukleareAntikörper(ANA),erhöhteBlutkörperchensenkungsgewindigkeit(BSG),

EosinophilieundLeukozytose,Hautausschlag,Photosensibilitätundanderedermatologische

Erscheinungsformenkönnenebenfallsauftreten.

StörungenderNierenundderableitendenHarnwege

Häufig: Nierenfunktionsstörungen.

Selten: Urämie,akutesNierenversagen.

Sehrselten: Oligurie/Anurie.

StörungendesFortpflanzungssystemsundderBrust

Gelegentlich: Impotenz.

Selten: Gynäkomastie.

AllgemeineStörungen

Gelegentlich: Müdigkeit,Schwäche.

Untersuchungen

Gelegentlich: AnstiegdesBlutharnstoffs,AnstiegdesSerumkreatinins,Anstiegder

Leberenzyme,Hyperkaliämie.

Selten: AnstiegdesSerumbilirubins,Hyponatriämie.

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4.9 Überdosierung

ZurÜberdosierungbeimMenschenstehennurbegrenztDatenzurVerfügung.Symptome,

diemitderÜberdosierungeinesACE-HemmersinZusammenhanggebrachtwerden,sind

Hypotonie,Kreislaufschock,Elektrolytstörungen,Nierenversagen,Hyperventilation,

Tachykardie,Herzklopfen,Bradykardie,Benommenheit,ÄngstlichkeitundHusten.

DieempfohleneMaßnahmebeiÜberdosierungisteineintravenöseInfusioneiner

physiologischenKochsalzlösung.BeimAuftreteneinerHypotoniesolltederPatientindie

Schocklagegebrachtwerden.Fallsverfügbar,kannebenfallseineBehandlungmiteiner

Angiotensin-II-Infusionund/oderintravenösenKatecholamineninErwägunggezogen

werden.WenndieEinnahmenochnichtlangezurückliegt,müssenMaßnahmenergriffen

werden,diedaraufabzielen,LisinoprilausdemKörperzueliminieren(z.B.Erbrechen,

Magenspülung,VerabreichungvonAdsorbenzienundNatriumsulfat).

LisinoprilkanndurchHämodialyseausdemallgemeinenBlutkreislaufentferntwerden(siehe

Abschnitt4.4).BeitherapieresistenterBradykardieisteinSchrittmacherindiziert.

Vitalfunktionen,SerumelektrolyteunddieKreatininkonzentrationensolltenhäufigkontrolliert

werden.

5. PharmakologischeEigenschaften

5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Angiotensin-converting-Enzym-Hemmer

ATC-Code:C09AA03

LisinoprilisteinPeptidyldipeptidase-Inhibitor.EshemmtdasAngiotensin-Converting-Enzym

(ACE),dasdieUmwandlungvonAngiotensinIzumvasokonstriktorischenPeptidAngiotensin

IIkatalysiert.AngiotensinIIstimuliertebenfallsdieAldosteronsekretiondurchdie

Nebennierenrinde.EineHemmungdesACEführtzuvermindertenKonzentrationenvon

AngiotensinII,dasszueinervermindertenvasokonstriktorischenAktivitätundzueiner

verringertenAldosteronsekretionführt.LetztereskannzueinemAnstiegder

Serumkaliumkonzentrationführen.

Obwohlmandavonausgeht,dassderMechanismus,durchdenLisinoprildenBlutdruck

senkt,primärinderHemmungdesRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systemsbesteht,wirkt

LisinoprilauchbeiPatientenmitniedrigerReninausschüttungblutdrucksenkend.ACEist

identischmitKininaseII,einemEnzym,dasBradykininabbaut.OberhöhteBradykinin-

spiegel(BradykininisteinpotentesvasodilatorischesPeptid)eineRollebeiden

therapeutischenWirkungenvonLisinoprilspielen,mussnochgeklärtwerden.

DieWirkungvonLisinoprilhinsichtlichderMortalitätundMorbiditätbeiHerzinsuffizienz

wurdemitHilfeeinesVergleichseinerhohenDosis(32,5mgoder35mg1-maltäglich)mit

einerniedrigenDosis(2,5mgoder5mg1-maltäglich)untersucht.IneinerStudiemit3164

PatientenundeinemmittlerenBeobachtungszeitraumvon46Monatenbeidenüberlebenden

PatientenverringerteeinehoheDosisLisinoprildasRisikobeimkombiniertenEndpunkt

“MortalitätjederUrsache”und“HospitalisierungausallenGründen”um12%(p=0,002)und

“MortalitätjederUrsache”und“kardiovaskuläreHospitalisierung”um8%(p=0,036)im

VergleichzuderniedrigenDosierung.Bei“MortalitätjederUrsache”wurdeeineMinimierung

desRisikosbeobachtet(8%;p=0,128),ebensobei“kardiovaskuläreMortalität”(10%;p=

0,073).IneinerposthocAnalysewardieHospitalisierungaufGrundeinerHerzinsuffizienz

vonPatienten,diemithochdosiertemLisinoprilbehandeltwurdenimVergleichzuniedrig

dosiertemLisinoprilum24%vermindert(p=0,002).DiesymptomatischenVorteilewarenbei

denmitdenniedrigenDosenbehandeltenPatientenundbeidenmitdenhöherenDosen

behandeltenPatientenvergleichbar.

DieErgebnissederStudiezeigten,dassdieNebenwirkungsprofilebeidenmithohen

Lisinopril-DosenbehandeltenPatientenundbeidenmitniedrigenLisinopril-Dosenbehandel-

tenPatienteninderArtundAnzahlvergleichbarwaren.VorhersehbareEreignisseaufGrund

derHemmungdesACE,wieBlutdruckabfalloderveränderteNierenfunktion,waren

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kontrollierbarundführtenseltenzumAbbruchderTherapie.HustentratbeiPatienten,diemit

hohenLisinopril-Dosenbehandeltwurden,selteneraufalsbeiPatienten,diemitniedrigen

Dosenbehandeltwurden.

InderGISSI-3Studiemiteinem2x2faktoriellenDesignzumVergleichderWirkungenvon

LisinoprilundGlyceroltrinitrat,dieentwederalleinoderinKombinationüber6Wochenbei

19.394Patienteninnerhalbvon24StundennacheinemakutenHerzinfarktverabreicht

wurden,führteLisinoprilzueinerstatistischsignifikantenVerringerungdesMortalitätsrisikos

um11%gegenüberderKontrollgruppe(2p=0,03).BeiGlyceroltrinitratwardasRisikonicht

signifikantverringert,aberdieKombinationvonLisinoprilundGlyceroltrinitratführtezueiner

signifikantenReduktiondesMortalitätsrisikosum17%gegenüberderKontrollgruppe

(2p=0,02).IndenSubpopulationenältere(Alter>70Jahre)undweiblichePatienten,die

vorheralsPatientenmiteinemhohenMortalitätsrisikodefiniertwordenwaren,wurdeein

signifikanterVorteilfürdenkombiniertenEndpunktMortalitätundHerzfunktionbeobachtet.

DerkombinierteEndpunktfürallePatientensowiefürdieGruppenmithohemRisikozeigte

zumZeitpunkt6MonateaucheinensignifikantenVorteilfürdiemitLisinopriloderfürdiemit

LisinoprilplusGlyceroltrinitratüber6WochenbehandeltenPatienten,wasaufeine

prophylaktischeWirkungvonLisinoprilhindeutet.WiebeijederBehandlungmiteinem

Vasodilatatorzuerwarten,wardieLisinopril-TherapiemiteinererhöhtenInzidenzvon

HypotonieundNierenfunktionsstörungenverbunden,jedochnichtmiteinerproportionalen

ErhöhungderMortalität.

5.2 PharmakokinetischeEigenschaften

LisinoprilisteinoralwirksamerACE-Hemmer,derkeineSulfhydrylgruppeenthält.

Absorption

NachoralerVerabreichungvonLisinoprilwerdenmaximalePlasmaspiegelinnerhalbvonca.

7Stundenerreicht,obwohlbeiPatientenmitakutemHerzinfarkteineTendenzzueiner

geringenzeitlichenVerzögerungbiszumErreichendermaximalenSerumkonzentrationen

bestand.AufBasisdesNachweisesimUrinbeträgtdiemittlereAbsorptionvonLisinopril

ungefähr25%miteinerSchwankungsbreitevon6-60%zwischendenPatientenfürden

untersuchtenDosisbereich(5-80mg).

DieabsoluteBioverfügbarkeitistbeiPatientenmitHerzinsuffizienzumca.16%reduziert.

DieAbsorptionvonLisinoprilwirddurchNahrungnichtbeeinflusst.

Verteilung

LisinoprilwirdanscheinendaußerandasimBlutzirkulierendeAngiotensin-Converting-

Enzym(ACE)nichtananderePlasmaproteinegebunden.StudienmitRattenzeigen,dass

LisinoprildieBlut-Hirn-Schrankenurschwerüberwindet.

Ausscheidung

LisinoprilwirdnichtverstoffwechseltundwirdvollkommenunverändertmitdemUrin

ausgeschieden.NachMehrfachdosierunghatLisinoprileineeffektiveAkkumulations-

halbwertszeitvon12,6Stunden.DieClearancevonLisinoprilbeigesundenProbanden

beträgtungefähr50ml/min.AbnehmendePlasmakonzentrationenzeigeneineverlängerte

terminalePhase,dienichtzurArzneimittelakkumulationbeiträgt.DieseterminalePhaseist

wahrscheinlichdieZeit,währendderdieBindungvonLisinoprilanACEgesättigtist.Sieist

nichtdosisproportional.

Leberschädigung

ImVergleichmitgesundenProbandenführtedieBeeinträchtigungderLeberfunktionbei

PatientenmitZirrhosezueinervermindertenAbsorptionvonLisinopril(ungefähr30%,

bestimmtdurchNachweisimUrin).DieExpositionwaraufgrundeinerverringerten

Clearanceerhöht(ungefähr50%).

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AuflagenerfüllungVerlängerung11.2006

EingeschränkteNierenfunktion

DurcheineeingeschränkteNierenfunktionwirddieEliminationvonLisinopril,dasüberdie

Nierenausgeschiedenwird,verringert.Dieswirdklinischrelevant,wenndieglomeruläre

Filtrationsrateunter30ml/minliegt.BeileichterbismittlererNierenfunktionsstörung

(Kreatinin-Clearance30-80ml/min)wardiedurchschnittlicheAUClediglichum13%erhöht,

währendbeischwererNierenfunktionsstörung(Kreatinin-Clearance5-30ml/min)eine4.5-

facheErhöhungderdurchschnittlichenAUCbeobachtetwurde.

LisinoprilkanndurchDialyseentferntwerden.WährendderDialyseverringertensichdie

PlasmakonzentrationenvonLisinoprilinnerhalbvon4Stundenumdurchschnittlich60%,

wobeidieDialyse-Clearancezwischen40und55ml/minlag.

Herzinsuffizienz

BeiPatientenmitHerzinsuffizienzbestehtimVergleichmitgesundenProbandeneinehöhere

ExpositiongegenüberLisinopril(imDurchschnitterhöhtsichdieAUCumetwa125%),aber

aufgrundderWiederfindungsratevonLisinoprilimUrinistdieResorptionimVergleichzu

gesundenProbandenumca.16%reduziert.

ÄlterePatienten

BeiälterenPatientensindimVergleichzuJüngerendieBlutkonzentrationenunddieFläche

unterderKonzentrations-Zeit-Kurveerhöht(umca.60%).

5.3 PräklinischeDatenzurSicherheit

DiepräklinischenDatenzurSicherheitlassenaufGrundlagederallgemeinen

Pharmakologie,derMehrfachdosistoxizität,GenotoxizitätunddeskanzerogenenPotentials

aufkeinbesonderesRisikofürdenMenschenschließen.FürdieGruppederACE-Hemmer

wurdegezeigt,dasssieunerwünschteWirkungenaufdieSpätentwicklungdesFetenhaben,

diezumToddesFetenundanderenFehlbildungenführen,dieinsbesonderedenSchädel

betreffen.EswurdeauchüberFetotoxizität,intrauterineWachstumshemmungundeinen

offenenDuctusBotalliberichtet.Mangehtdavonaus,dassdieseEntwicklungsanomalien

teilweiseaufdiedirekteWirkungvonACE-HemmernaufdasRenin-AngiotensinSystemdes

Feten,undteilweiseaufeineIschämiealsFolgederHypotoniebeiderMutter,dieeinen

verringertenfetalenBlutflussmitderFolgeeinervermindertenVersorgungdesFetusmitBlut

undNährstoffenbedingt,zurückzuführensind.

6. PharmazeutischeAngaben

6.1. SonstigeBestandteile

CORIC2,5mg

Mannitol,Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat,Magnesiumstearat,Maisstärke,

Maisquellstärke,FarbstoffE132

CORIC5mg

Mannitol,Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat,Magnesiumstearat,Maisstärke,

Maisquellstärke

CORIC10mg

Mannitol,Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat,Magnesiumstearat,Maisstärke,

Maisquellstärke,FarbstoffE172

CORIC20mg

Mannitol,Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat,Magnesiumstearat,Maisstärke,

Maisquellstärke,FarbstoffE172

6.2 Inkompatibilitäten

Keinebekannt.

6.3 DauerderHaltbarkeit

DieDauerderHaltbarkeitbeträgt3Jahre.

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AuflagenerfüllungVerlängerung11.2006

6.4 BesondereLagerungshinweise

Keine

6.5 ArtundInhaltdesBehältnisses

Faltschachtelnmit30,50und100TabletteninBlisterstreifenausPVC/Aluminium-Folie.

7. PharmazeutischerUnternehmer

Bristol-MyersSquibbGmbH&Co.KGaA

Sapporobogen6-8

80637München

Tel.:089/12142-0

Fax:089/12142-392

Mitvertreiber:

ArzneimittelwerkDresdenGmbH

MeißnerStraße35

01445Radebeul

8. Zulassungsnummern

Coric10mg 34412.00.00

Coric2,5mg 34412.01.00

Coric5mg 34412.02.00

Coric20mg 34412.03.00

9. DatumderZulassung/VerlängerungderZulassung

17.02.1998/04.09.2006

10. StandderInformation

November2006

11. Verschreibungsstatus/Apothekenpflicht

Verschreibungspflichtig

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