Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

02-03-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

02-03-2021

Wirkstoff:
Paracetamol; Ibuprofen-Natrium 2 H<2>O
Verfügbar ab:
EVER Valinject GmbH (8168064)
Darreichungsform:
Infusionslösung
Zusammensetzung:
Paracetamol (1212) 1000 Milligramm; Ibuprofen-Natrium 2 H<2>O (24796) 385 Milligramm
Verabreichungsweg:
intravenöse Anwendung
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
2204270.00.00
Berechtigungsdatum:
2020-10-20

Dokumente in anderen Sprachen

MMR MMR - Englisch

21-09-2021

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Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung

Paracetamol/Ibuprofen

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie

Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Nicht länger als 2 Tage anwenden.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung

und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie beachten, bevor Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung bei Ihnen

angewendet wird?

Wie wird Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung bei Ihnen angewendet?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung und wofür wird es

angewendet?

Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung

enthält die Wirkstoffe Paracetamol und Ibuprofen.

Ibuprofen gehört zur Arzneimittelgruppe der sogenannten nichtsteroidalen

Antirheumatika/Antiphlogistika (oder NSAR). Paracetamol wirkt auf eine andere Weise als

Ibuprofen, aber beide Wirkstoffe bewirken zusammen eine Reduzierung von Schmerzen.

Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung wird angewendet bei Erwachsenen zur

kurzzeitigen symptomatischen Behandlung von akuten mäßig starken Schmerzen, wenn eine

intravenöse Anwendung erforderlich ist und/oder wenn andere Arten der Anwendung nicht

möglich sind.

2.

Was sollten Sie beachten, bevor Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung bei

Ihnen angewendet wird?

Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung darf nicht bei Ihnen angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen die Wirkstoffe, andere NSAR oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;

wenn Sie an einer schweren Herz-, Leber- oder Niereninsuffizienz leiden;

wenn Sie regelmäßig große Mengen Alkohol trinken;

wenn bei Ihnen nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen NSAR Asthma,

Nesselsucht oder allergische Reaktionen aufgetreten sind;

wenn es bei Ihnen in der Vorgeschichte im Zusammenhang mit einer vorherigen NSAR-

Therapie zu einer Magen-Darm-Blutung oder einem Magen-Darm-Durchbruch gekommen ist;

wenn bei Ihnen ein aktives peptisches Geschwür (d. h. Magen- oder

Zwölffingerdarmgeschwür) oder Blutung vorliegt oder wiederholt aufgetreten ist (mindestens 2

unterschiedliche Episoden nachgewiesener Geschwüre oder Blutungen);

wenn Sie eine Hirnblutung (zerebrovaskuläre Blutung) oder eine sonstige aktive Blutung

haben;

wenn bei Ihnen eine Blutgerinnungsstörung oder eine erhöhte Blutungsneigung vorliegt;

wenn Sie stark dehydriert sind (verursacht durch Erbrechen, Durchfall oder unzureichende

Flüssigkeitsaufnahme);

in den letzten 3 Monaten einer Schwangerschaft;

wenn Sie jünger als 18 Jahre sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Um das Risiko einer Überdosierung zu vermeiden,

überprüfen Sie bitte, dass andere Arzneimittel kein Paracetamol enthalten,

überschreiten Sie nicht die empfohlenen Maximaldosen (siehe Abschnitt 3).

Nebenwirkungen können minimiert werden, wenn die zur Symptomkontrolle erforderliche

niedrigste wirksame Dosis über den kürzest möglichen Zeitraum angewendet wird. Wenden Sie

Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung nicht länger als 2 Tage an.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Comboval 10

mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung bei Ihnen angewendet wird, wenn:

Sie andere Arzneimittel, die Paracetamol oder Ibuprofen enthalten, oder andere

entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) einnehmen (um das Risiko einer

Überdosierung zu vermeiden);

Sie eine Herzerkrankung, einschließlich Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und Angina pectoris

(Brustschmerzen), haben oder einen Herzinfarkt, eine Bypass-Operation, eine periphere

arterielle Verschlusskrankheit (Durchblutungsstörungen in den Beinen oder Füßen aufgrund

verengter oder verschlossener Arterien) oder jegliche Art von Schlaganfall (einschließlich

Mini-Schlaganfall oder transitorischer ischämischer Attacke, „TIA“) aufgetreten sind oder

wenn bei Ihnen eine Bypass-Operation durchgeführt wurde.

Sie Bluthochdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte haben oder Herzerkrankungen oder

Schlaganfälle in Ihrer Familienvorgeschichte vorkommen oder wenn Sie Raucher sind;

Sie eine Lebererkrankung, Hepatitis oder eine Nierenerkrankung oder Schwierigkeiten beim

Wasserlassen haben;

Sie derzeit eine Infektion haben; Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung kann die

Symptome oder Anzeichen einer Infektion verschleiern (Fieber, Schmerzen und Schwellung);

Sie Sodbrennen, Verdauungsbeschwerden, ein Magengeschwür oder sonstige Magenprobleme

haben oder früher einmal hatten;

Sie vor kurzem operiert wurden oder bei Ihnen eine Operation geplant ist;

Sie eine Infektion haben (siehe unten unter „Infektionen‟);

Sie Asthma haben;

Sie dehydriert sind oder Durchfall haben;

Sie Darmprobleme haben wie z. B. Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn;

bei Ihnen eine erblich bedingte oder erworbene Störung bestimmter Enzyme vorliegt, die sich

entweder durch neurologische Komplikationen oder Hautprobleme oder gelegentlich beides

äußert, d. h. Porphyrie;

Sie an einer Autoimmunerkrankung wie Lupus erythematodes oder anderen

Bindegewebserkrankungen leiden, da möglicherweise ein erhöhtes Risiko einer aseptischen

Meningitis besteht (Entzündung der schützenden Membran, die das Gehirn umgibt);

Sie an Heuschnupfen, Nasenpolypen oder eine chronisch-obstruktive Atemwegserkrankung

leiden, da ein erhöhtes Risiko für allergische Reaktionen bestehen kann;

Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen (siehe Abschnitt „Schwangerschaft,

Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit“).

Herz-Kreislauf-Risiko

Entzündungshemmende Arzneimittel/Schmerzmittel wie Ibuprofen können mit einem geringfügig

erhöhten Risiko für einen Herzanfall oder Schlaganfall einhergehen, insbesondere bei Anwendung

in hohen Dosen. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer.

Magen-Darm-Symptome

Schwerwiegende gastrointestinale Nebenwirkungen (mit Auswirkungen auf Magen und Darm)

wurden bei Anwendung von NSAR, einschließlich Ibuprofen, berichtet. Diese können mit oder

ohne Warnsymptome auftreten. Das Risiko derartiger Nebenwirkungen ist höher bei Patienten, die

in der Vergangenheit Magen- oder Darmgeschwüre hatten, insbesondere wenn diese mit einer

Blutung oder einem Durchbruch einhergingen. Das Risiko von Nebenwirkungen, die den Magen-

Darm-Trakt betreffen, ist bei älteren Patienten höher. Sie sollten mit Ihrem Arzt jegliche

Vorgeschichte von Magen-Darm-Problemen besprechen und aufmerksam auf ungewöhnliche

Magen-Darm-Beschwerden, einschließlich Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung,

Verdauungsbeschwerden, Bauchschmerzen, teerähnlicher Stuhl oder Bluterbrechen, achten.

Ältere Patienten sollten die Behandlung zunächst mit einem Arzt besprechen. Bei älteren Patienten

ist das Risiko von Nebenwirkungen höher, insbesondere für Blutung und Durchbruch (Perforation)

im Verdauungstrakt.

Hautreaktionen

Im Zusammenhang mit der Behandlung mit Ibuprofen wurden schwerwiegende Hautreaktionen

berichtet. Bei Auftreten von Hautausschlag, Läsionen der Schleimhäute, Blasen oder sonstigen

Anzeichen einer Allergie sollten Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal unverzüglich

informieren, da dies die ersten Anzeichen einer sehr schwerwiegenden Hautreaktion sein können.

Siehe auch Abschnitt 4.

Infektionen

Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung kann Anzeichen von Infektionen wie Fieber und

Schmerzen verdecken. Daher ist es möglich, dass sich durch Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml

Infusionslösung eine angemessene Behandlung der Infektion verzögert, was zu einem erhöhten

Risiko für Komplikationen führen kann. Dies wurde bei bakterieller Pneumonie und bakteriellen

Hautinfektionen im Zusammenhang mit Windpocken beobachtet. Wenn Sie dieses Arzneimittel

während einer Infektion erhalten und Ihre Infektionssymptome anhalten oder sich verschlimmern,

konsultieren Sie unverzüglich einen Arzt.

Anwendung von Schmerzmitteln über einen längeren Zeitraum

Wenn Sie über einen längeren Zeitraum Schmerzmittel anwenden, kann dies zu Kopfschmerzen

führen, die nicht durch Erhöhung der Schmerzmitteldosis behandelt werden dürfen. Wenn Sie

vermuten, dass dies auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Sehstörungen

Wenn Sie nach der Anwendung von Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung Probleme mit

Ihrem Sehvermögen bemerken, beenden Sie die Anwendung des Arzneimittels und wenden Sie

sich an einen Arzt.

Kinder und Jugendliche

Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung darf nicht bei Kindern und Jugendlichen unter

18 Jahren angewendet werden.

Anwendung von Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung zusammen mit anderen

Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt immer, wenn Sie andere Paracetamol- oder Ibuprofen-haltige

Arzneimittel oder andere Schmerzmittel vom NSAR-Typ einnehmen, auch solche, die ohne

Verschreibung erhältlich sind. Dadurch soll das Risiko einer Überdosierung vermieden werden.

Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung kann andere Arzneimittel beeinträchtigen oder

von diesen beeinträchtigt werden. Zum Beispiel:

Acetylsalicylsäure, Salicylate oder andere NSAR-Arzneimittel (einschließlich COX 2-Hemmer

wie Celecoxib oder Etoricoxib);

Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen (z. B. Digoxin oder Betablocker);

Kortikosteroide wie Prednison, Kortison;

Arzneimittel, die gerinnungshemmend wirken (d. h. das Blut verdünnen/die Blutgerinnung

verhindern, z. B. Acetylsalicylsäure, Warfarin, Ticlopidin);

Arzneimittel, die hohen Bluthochdruck senken (ACE-Hemmer wie z. b. Captopril, Betablocker

wie z. B. Atenolol-haltige Arzneimittel, Angiotensin II-Rezeptor-Antagonisten wie z. B.

Losartan);

Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie oder Anfallsleiden (z. B. Phenytoin, Phenobarbital,

Carbamazepin);

Arzneimittel zur Behandlung von Manie (z. B. Lithium);

Arzneimittel zur Behandlung von Depression, z. B. SSRI (selektive Serotonin-

Wiederaufnahmehemmer);

Probenecid, ein Arzneimittel zur Behandlung von Gicht;

Diuretika, Arzneimittel zur Steigerung des Harnflusses;

Methotrexat, ein Arzneimittel zur Behandlung von Arthritis und bestimmten Krebsarten;

Tacrolimus oder Ciclosporin, nach einer Organtransplantation eingesetzte Immunsuppressiva;

Zidovudin, ein Arzneimittel zur Behandlung der HIV-Infektion (das Virus, das AIDS

verursacht);

Sulfonylharnstoffe, Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes;

Antibiotika aus der Gruppe der Chinolone (z. B. Ciprofloxacin);

Antibiotika aus der Gruppe der Aminoglykoside (z. B. Gentamicin, Streptomycin);

Chloramphenicol, ein Antibiotikum zur Behandlung von Ohr- und Augeninfektionen;

Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen wie Voriconazol oder Fluconazol;

Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose wie Isoniazid und Rifampicin;

Mifepriston, ein Arzneimittel zum medikamentösen Schwangerschaftsabbruch;

Bestimmte pflanzliche Heilmittel wie Ginkgo biloba (wird manchmal bei Demenz angewendet)

oder Johanniskraut (Hypericum, wird manchmal bei leichter Depression angewendet).

Einige andere Arzneimittel können die Behandlung mit Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml

Infusionslösung ebenfalls beeinträchtigen oder durch eine solche beeinträchtigt werden. Sie sollten

daher immer Rücksprache mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal

halten, bevor Sie andere Arzneimittel einnehmen.

Wenn Sie eine Blut- oder Urinprobe für eine Laboruntersuchung abgeben müssen, lassen Sie Ihren

Arzt wissen, dass Sie dieses Arzneimittel erhalten, da es die Testergebnisse beeinflussen kann.

Anwendung von Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung zusammen mit Alkohol

Verzichten Sie während der Behandlung mit diesem Arzneimittel auf alkoholische Getränke.

Alkohol in Kombination mit Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung kann die Leber

schädigen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal um

Rat, bevor dieses Arzneimittel bei Ihnen angewendet wird.

Schwangerschaft

Dieses Arzneimittel darf Ihnen in den letzten 3 Schwangerschaftsmonaten nicht verabreicht

werden. Eine Behandlung während der ersten 6 Schwangerschaftsmonate sollte nur bei eindeutiger

Notwendigkeit und nach Anweisung des Arztes erfolgen.

Stillzeit

Paracetamol und Ibuprofen gehen nur in geringen Mengen in die Muttermilch über. Dieses

Arzneimittel kann während der Stillzeit angewendet werden, falls es in der empfohlenen Dosis und

über den kürzest möglichen Zeitraum angewendet wird.

Fortpflanzungsfähigkeit

Dieses Arzneimittel kann die weibliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen und wird für Frauen, die

schwanger werden möchten, nicht empfohlen. Dieser Effekt ist nach Absetzen des Arzneimittels

reversibel.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Nach Einnahme von NSAR können Nebenwirkungen wie Schwindel, Benommenheit, Müdigkeit

und Sehstörungen auftreten. Wenn Sie hiervon betroffen sind, sollten Sie kein Fahrzeug führen

oder keine Maschinen bedienen.

Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung enthält Natrium

Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung

enthält 35 mg Natrium (Hauptbestandteil von

Kochsalz/Speisesalz) pro 100 ml. Dies entspricht 1,75 % der für einen Erwachsenen empfohlenen

maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.

3.

Wie wird Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung bei Ihnen angewendet?

Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung wird Ihnen von einer medizinischen Fachperson

als Infusion in eine Vene verabreicht. Die Infusionsdauer sollte 15 Minuten betragen.

Dieses Arzneimittel ist nur zur kurzzeitigen Anwendung bestimmt, maximal 2 Tage.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Erwachsene mit einem Körpergewicht von über 50 kg

: 1 Durchstechflasche, falls notwendig, alle

6 Stunden.

Die Tageshöchstdosis beträgt 4 Durchstechflaschen, entsprechend 4.000 mg (4 g) Paracetamol und

1.200 mg Ibuprofen.

Wenn Sie 50 kg oder weniger wiegen, zur Gruppe der Älteren gehören oder Leber- oder

Nierenprobleme haben:

Aufgrund des erhöhten Risikos für Nebenwirkungen kann Ihr Arzt

entscheiden, die Dosis zu verringern oder den Zeitraum zwischen den Anwendungen zu verlängern.

Eine höhere als die empfohlene Dosis führt nicht zu einer stärkeren Schmerzlinderung, kann

stattdessen jedoch schwerwiegende Risiken mit sich bringen (siehe auch Abschnitt „

Wenn Sie eine

größere Menge von Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung erhalten haben, als Sie

sollten

“). Die niedrigste wirkungsvolle Dosis sollte für die kürzeste Dauer, die zur Linderung der

Symptome erforderlich ist, angewendet werden. Wenn Sie eine Infektion haben, konsultieren Sie

unverzüglich einen Arzt, falls die Symptome (z. B. Fieber und Schmerzen) anhalten oder sich

verschlimmern (siehe Abschnitt 2).

Wenn Sie eine größere Menge von Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung erhalten

haben, als Sie sollten

Wenden Sie sich

unverzüglich

an einen Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie

denken, dass Sie versehentlich eine zu große Menge dieses Arzneimittels erhalten haben,

auch

dann, wenn es Ihnen gut geht

. Der Grund ist, dass eine Überdosis Paracetamol zu einer

verzögerten, schwerwiegenden Leberschädigung führen kann, die tödlich verlaufen kann. Selbst

wenn bei Ihnen keine Anzeichen von Beschwerden oder einer Vergiftung vorliegen, könnten Sie

dringend ärztliche Hilfe benötigen.

Um eine Leberschädigung zu vermeiden, ist es wichtig, dass so früh wie möglich eine medizinische

Behandlung eingeleitet wird. Je kürzer der Zeitraum zwischen der Aufnahme und dem Beginn der

Behandlung mit einem Gegenmittel (so wenig Stunden wie möglich), desto höher ist die

Wahrscheinlichkeit, dass ein Leberschaden verhindert werden kann.

Weitere Symptome können Übelkeit, Magenschmerzen, Erbrechen (möglicherweise auch mit

Blut), Kopfschmerzen, Ohrsausen, Verwirrung und Augenzittern umfassen. Bei hohen Dosen

wurde über Schläfrigkeit, Brustschmerzen, Herzklopfen, Ohnmacht, Krämpfe (vor allem bei

Kindern), Schwäche und Schwindelgefühle, Blut im Urin, Frieren und Atemprobleme berichtet.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Beenden Sie die Anwendung von

Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung und wenden

Sie sich

unverzüglich

an Ihren Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des nächstgelegenen

Krankenhauses auf, wenn eine der folgenden Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt:

Gelegentlich:

Blut- oder kaffeesatzartiges Erbrechen;

Blutung aus dem After, schwarzer, klebriger Stuhl (Kot) oder blutiger Durchfall;

Schwellung im Bereich von Gesicht, Lippen oder Zunge, die Schluck- oder Atembeschwerden

verursachen kann.

Sehr selten:

Asthma, pfeifende Atmung, Kurzatmigkeit;

Plötzlicher oder starker Juckreiz, Hautausschlag, Nesselausschlag;

Schwerer Ausschlag mit Blasenbildung und Blutung im Bereich von Lippen, Augen, Mund,

Nase und Genitalien (Stevens-Johnson-Syndrom). In sehr seltenen Fällen wurden

schwerwiegende Hautreaktionen berichtet;

Verschlimmerung bestehender schwerer Hautinfektionen (es können sich Ausschlag, Blasen

und eine Verfärbung der Haut, Fieber, Benommenheit, Durchfall und Übelkeit zeigen) oder

Verschlimmerung anderer Infektionen, z. B. Windpocken oder Gürtelrose, oder schwere

Infektionen mit Absterben (Nekrose) von Unterhautgewebe und Muskeln, Blasenbildung und

Schälen der Haut;

Fieber, allgemeines Unwohlsein, Übelkeit, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und

Nackensteifigkeit (Symptome einer aseptischen Meningitis, Entzündung der schützenden

Membran, die das Gehirn umgibt).

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Es kann zu einer schweren Hautreaktion kommen, bekannt als DRESS-Syndrom, kommen. Die

Symptome von DRESS umfassen Hautausschlag, Fieber, geschwollene Lymphknoten und eine

Zunahme von Eosinophilen (eine Form der weißen Blutkörperchen).

Bei Behandlungsbeginn ein roter, schuppiger, weit verbreiteter Hautausschlag mit

Unebenheiten unter der Haut und von Fieber begleiteten Blasen, die sich in erster Linie auf den

Hautfalten, dem Rumpf und den oberen Extremitäten befinden (akutes generalisiertes

pustulöses Exanthem). Siehe auch Abschnitt 2.

Andere Nebenwirkungen, die auftreten können:

Häufig (können bei bis zu 1 von 10 Behandelten auftreten):

Übelkeit oder Erbrechen;

Appetitverlust;

Sodbrennen oder Oberbauchschmerzen;

Bauchkrämpfe, Blähungen, Verstopfung oder Durchfall, leichter Blutabgang aus dem Magen-

Darm-Trakt;

Hautausschlag, juckende Haut;

Kopfschmerzen;

Schwindel;

Nervosität;

Ohrklingen oder -sausen;

Ungewöhnliche Gewichtszunahme, Schwellung und Flüssigkeitseinlagerung, Schwellung von

Knöcheln oder Beinen (Ödem).

Gelegentlich (können bei bis zu 1 von 100 Behandelten auftreten):

Verminderte Anzahl roter Blutkörperchen, Nasenbluten und stärkere Perioden

(Monatsblutungen);

Allergische Reaktionen – Hautausschlag, Müdigkeit, Gelenkschmerzen (z. B. Serumkrankheit,

Lupus-erythematodes-Syndrom, Vaskulitis in Form von Purpura Schönlein-Henoch,

Angioödem);

Vermehrung des Brustgewebes bei Männern; niedriger Blutzucker;

Schlaflosigkeit;

Stimmungsveränderungen, z. B. Depression, Verwirrtheit, Nervosität;

Augenprobleme, z. B. verschwommenes Sehen (klingt wieder ab), entzündete rote Augen,

Jucken;

Verdickter Schleim;

Starke Bauchschmerzen oder Druckschmerz im Bauchbereich; peptisches/Magen-Darm-

Geschwür;

Darmentzündung und Verschlimmerung von Entzündungen des Grimmdarms (Colitis) und

Verdauungstrakts (Morbus Crohn) und Komplikationen im Bereich der Divertikel im Dickdarm

(Durchbruch oder Fistel);

Blase kann nicht vollständig entleert werden (Harnretention);

Abnorme Laborwerte (Blutwerte, Leber- und Nierenenzyme).

Selten (können bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten auftreten):

Kribbeln in Händen und Füßen;

Abnorme Träume, Sehen nicht existenter Dinge (Halluzinationen);

Schädigung des Nierengewebes (vor allem bei Langzeitanwendung);

Hohe Harnsäure-Werte im Blut (Hyperurikämie).

Sehr selten (können bei bis zu 1 von 10.000 Behandelten auftreten):

Niedrige Kalium-Spiegel – Schwäche, Müdigkeit, Muskelkrämpfe (Hypokaliämie);

Anzeichen von Anämie, wie z. B. Müdigkeit, Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit und Blässe;

Stärkere Neigung zu Blutungen oder zur Bildung blauer Flecken als gewöhnlich, rötliche oder

violette Flecken unter der Haut;

Starke oder anhaltende Kopfschmerzen;

Drehschwindel (Vertigo);

Schneller oder unregelmäßiger Herzschlag, auch als Herzklopfen bezeichnet;

Erhöhter Blutdruck und möglicherweise Herzprobleme;

Entzündung der Speiseröhre;

Gelbfärbung der Haut und/oder Augen, auch als Gelbsucht bezeichnet;

Leberschäden (besonders bei Langzeitanwendung);

Haarausfall;

Vermehrtes Schwitzen;

Anzeichen häufiger oder bedenklicher Infektionen, zum Beispiel Fieber, schwerer Schüttelfrost,

Halsschmerzen oder Geschwüre im Mund;

Nierentoxizität in verschiedenen Formen, einschließlich interstitielle Nephritis, nephrotisches

Syndrom sowie akute und chronische Niereninsuffizienz.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website:

www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder und Jugendliche unzugänglich auf.

Nicht über 25 °C lagern. Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren. In der Originalverpackung

aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Durchstechflasche nach

„verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich

auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie Folgendes bemerken: Die Verpackung

ist beschädigt oder weist Anzeichen von Manipulation auf. Verwenden Sie dieses Arzneimittel

nicht, wenn Sie sichtbare Partikel oder eine Verfärbung bemerken.

Dieses Arzneimittel ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt. Es sollte unmittelbar nach dem

Öffnen angewendet werden. Nicht verwendete Lösung ist zu verwerfen.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die Toilette oder das

Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie

es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere

Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.Inhalt der Packung

und weitere Informationen

Was Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung enthält

Die Wirkstoffe sind: 10 mg/ml Paracetamol und 3 mg/ml Ibuprofen.

Die sonstigen Bestandteile sind: Cysteinhydrochlorid-Monohydrat,

Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat (Ph.Eur.), Mannitol (Ph.Eur.), Salzsäure 0,021% (zur

pH-Einstellung) oder Natriumhydroxid-Lösung 0,097% (zur pH-Einstellung) und Wasser für

Injektionszwecke.

Wie Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung aussieht und Inhalt der Packung

Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung ist eine klare, farblose Infusionslösung, frei von

sichtbaren Partikeln. Sie steht in 100-ml-Durchstechflaschen aus Klarglas zur Verfügung,

verschlossen mit einem grauen Stopfen aus Brombutylkautschuk und einer Flip-off-Kappe aus

Aluminium. Packungsgröße: 10 Durchstechflaschen.

Pharmazeutischer Unternehmer

EVER Valinject GmbH

Oberburgau 3

4866 Unterach am Attersee

Österreich

Mitvertreiber:

EVER Pharma GmbH

Oppelner Straße 5

82194 Gröbenzell

Deutschland

Hersteller

S.M. Farmaceutici SRL, Zona Industriale, 85050 Tito (PZ), Italien

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Mitgliedsstaat

Name des Arzneimittels

Österreich

Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung

Deutschland

Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung

Schweden

Paraibucomb

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2020.

Wortlaut der für die Fachinformation vorgesehenen Angaben

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung.

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Ein ml enthält 10 mg Paracetamol und Ibuprofen-Natriumdihydrat, entsprechend 3 mg Ibuprofen.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

35 mg Natrium pro 100 ml (0,35 mg/ml).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Infusionslösung.

Klare, farblose Lösung, frei von sichtbaren Partikeln, mit einem pH-Wert von 6,3-7,3 und einer

Osmolalität von 285-320 mOsmol/kg.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung wird angewendet bei Erwachsenen zur

kurzzeitigen symptomatischen Behandlung akuter mäßig starker Schmerzen, wenn eine intravenöse

Anwendung als klinisch erforderlich erachtet wird und/oder wenn andere Arten der Anwendung

nicht möglich sind.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Zur intravenösen und nur kurzzeitigen Anwendung für maximal 2 Tage bestimmt.

Nebenwirkungen können minimiert werden, wenn die zur Symptomkontrolle erforderliche

niedrigste wirksame Dosis über den kürzest möglichen Zeitraum angewendet wird (siehe

Abschnitt 4.4).

Erwachsene (Körpergewicht > 50 kg)

Den Inhalt einer Durchstechflasche (100 ml) von Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung

als 15-minütige Infusion, falls notwendig, alle 6 Stunden, verabreichen. Eine Tagesgesamtdosis

von 4 Durchstechflaschen (400 ml) darf nicht überschritten werden, was 4.000 mg (4 g)

Paracetamol und 1.200 mg Ibuprofen entspricht.

Erwachsene (Körpergewicht ≤ 50 kg)

Bei Erwachsenen mit einem Körpergewicht von 50 kg oder weniger richtet sich die Dosis nach

dem Gewicht. Die Dosierung beträgt 1,5 ml/kg als 15-minütige Infusion, falls notwendig, alle

6 Stunden. Dies entspricht einer maximalen Einzeldosis von 75 ml (restliche Infusionslösung der

Durchstechflasche ist zu verwerfen) und einer Tagesgesamtdosis von 3.000 mg (3 g) Paracetamol

und 900 mg Ibuprofen.

Kinder und Jugendliche

Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung ist bei Patienten im Alter von unter 18 Jahren

kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten sollte die Dosiswahl mit Vorsicht erfolgen und in der Regel am unteren Ende

des Dosierungsbereichs beginnen, da diese Patienten häufiger eine eingeschränkte Leber-, Nieren-

oder Herzfunktion aufweisen, an Begleiterkrankungen leiden oder eine Begleitmedikation erhalten.

Bei älteren Patienten besteht ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Folgen von Nebenwirkungen.

Falls ein NSAR für notwendig erachtet wird, sollte die niedrigste wirksame Dosis über den kürzest

möglichen Zeitraum angewendet werden. Die Behandlung sollte in regelmäßigen Abständen

überprüft werden und abgebrochen werden, wenn kein Nutzen gesehen wird oder eine

Unverträglichkeit auftritt. Der Patient sollte während der NSAR-Therapie regelmäßig auf

gastrointestinale Blutungen überwacht werden.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte Ibuprofen mit Vorsicht dosiert werden.

Dieses Arzneimittel ist bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.3).

Die Dosierung sollte individuell bestimmt werden. Bei Patienten mit leichter bis mäßiger

Nierenfunktionsstörung sollte die Anfangsdosis reduziert werden. Die Dosis sollte so niedrig wie

möglich gehalten werden und über den kürzest möglichen Zeitraum, erforderlich zur

Symptomkontrolle, angewendet werden. Die Nierenfunktion sollte überwacht werden (siehe

Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.2).

Eingeschränkte Leberfunktion

Die Anwendung von Paracetamol in höheren als den empfohlenen Dosen kann zu Hepatotoxizität

und sogar zum Leberversagen und zum Tod führen. Bei Patienten mit zusätzlichen Risikofaktoren

für Hepatotoxizität, wie hepatozellulärer Insuffizienz, chronischem Alkoholismus, chronischer

Malnutrition (niedrige Glutathionreserven in der Leber) oder bei Dehydratation sollte eine

Tagesgesamtdosis von 3.000 mg (3 g) Paracetamol nicht überschritten werden.

Dieses Arzneimittel ist bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.3). Ein Patient mit Symptomen und/oder Anzeichen, die auf eine

Leberfunktionsstörung hindeuten, oder mit abnormalen Leberfunktionswerten sollte im Hinblick

auf die Entwicklung einer schwereren Leberreaktion unter Therapie mit Ibuprofen beurteilt werden,

und Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung sollte abgesetzt werden. Wenn klinische

Anzeichen und Symptome auf die Entwicklung einer Lebererkrankung hinweisen oder wenn

systemische Manifestationen auftreten (z. B. Eosinophilie, Hautausschlag usw.), sollte Comboval

10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung abgesetzt werden.

Art der Anwendung

Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung sollte als 15-minütige intravenöse Infusion

angewendet werden.

Um die Lösung zu entnehmen, den Stopfen an der speziell markierten Stelle mit einer 0,8-mm-

Kanüle (21-Gauge-Kanüle) senkrecht durchstechen.

Bei Patienten mit einem Körpergewicht von unter 50 kg, bei denen keine volle Durchstechflasche

(100 ml) benötigt wird, sollte die korrekte Menge infundiert und die restliche Lösung verworfen

werden (siehe auch Abschnitt 6.6).

Wie bei allen Infusionslösungen in Glas-Durchstechflaschen sollte die Verabreichung –

unabhängig von der Art der Infusion – insbesondere gegen Ende der Infusion engmaschig

überwacht werden. Diese Überwachung gegen Ende der Infusion gilt insbesondere für

zentralvenöse Infusionen, um eine Luftembolie zu vermeiden.

4.3

Gegenanzeigen

Die Anwendung dieses Arzneimittels ist kontraindiziert:

bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Paracetamol, Ibuprofen, andere

NSAR oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile;

bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse IV);

bei Patienten mit aktivem Alkoholismus, da ein chronischer übermäßiger Alkoholkonsum

die Patienten für Hepatotoxizität prädisponieren kann (aufgrund der Paracetamol-

Komponente);

bei Patienten, bei denen nach Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen NSAR

Asthma, Urtikaria oder allergische Reaktionen aufgetreten sind;

bei Patienten mit gastrointestinalen Blutungen oder Perforation in der Anamnese im

Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit NSAR;

bei Patienten mit bestehenden oder wiederholt aufgetretenen peptischen Ulzera oder

Hämorrhagien (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Ulzeration oder

Blutung);

bei Patienten mit schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen (siehe Abschnitt 4.4);

bei Patienten mit einer zerebrovaskulären oder anderen aktiven Blutung;

bei Patienten mit Blutgerinnungsstörungen und Erkrankungen, die die Blutungsneigung

erhöhen;

bei Patienten mit schwerer Dehydratation (verursacht durch Erbrechen, Diarrhoe oder

unzureichende Flüssigkeitsaufnahme);

während des dritten Schwangerschaftsdrittels (siehe Abschnitt 4.6);

bei Patienten unter 18 Jahren.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Nebenwirkungen können minimiert werden, wenn die zur Symptomkontrolle erforderliche

niedrigste wirksame Dosis über den kürzest möglichen Zeitraum angewendet wird. Dieses

Arzneimittel ist zur kurzzeitigen Anwendung bestimmt. Eine Anwendung für mehr als 2 Tage wird

nicht empfohlen.

Die gleichzeitige Anwendung von Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung mit NSAR,

einschließlich selektiver Cyclooxygenase-2-Hemmer, sollte vermieden werden.

Um das Risiko einer Überdosierung zu vermeiden,

ist zu überprüfen, dass andere Arzneimittel kein Paracetamol enthalten,

sind die empfohlenen maximalen Dosen einzuhalten (siehe Abschnitt 4.2).

Kardiovaskuläre thrombotische Ereignisse

Klinischen Studien weisen darauf hin, dass die Anwendung von Ibuprofen, insbesondere in hohen

Dosen (2.400 mg/Tag), möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko arterieller

thrombotischer Ereignisse (zum Beispiel Myokardinfarkt oder Schlaganfall) assoziiert ist.

Insgesamt weisen epidemiologische Studien nicht darauf hin, dass Ibuprofen in niedrigen Dosen

(z. B. ≤1.200 mg/Tag) mit einem erhöhten Risiko arterieller thrombotischer Ereignisse assoziiert

ist.

Bei Patienten mit unkontrollierter Hypertonie, Herzinsuffizienz (NYHA II-III), bestehender

ischämischer Herzkrankheit, peripherer arterieller Verschlusskrankheit und/oder zerebrovaskulärer

Erkrankung sollte Ibuprofen nur nach sorgfältiger Abwägung angewendet und hohe Dosen

(2.400 mg/Tag) vermieden werden.

Eine sorgfältige Abwägung sollte auch vor Beginn einer Langzeitbehandlung von Patienten mit

Risikofaktoren für kardiovaskuläre Ereignisse (z. B. Hypertonie, Hyperlipidämie, Diabetes

mellitus, Raucher) sattfinden, insbesondere wenn hohe Dosen von Ibuprofen (2.400 mg/Tag)

erforderlich sind.

Eingeschränkte Leberfunktion

Die Anwendung von Paracetamol in höheren als den empfohlenen Dosen kann zu Hepatotoxizität

und sogar zum Leberversagen und zum Tod führen. Darüber hinaus sollten bei Patienten mit

Leberfunktionsstörung oder anamnestisch bekannter Lebererkrankung sowie bei Patienten unter

Langzeitbehandlung mit Ibuprofen oder Paracetamol in regelmäßigen Abständen die

Leberfunktionswerte kontrolliert werden, da Ibuprofen Berichten zufolge einen leichten und

vorübergehenden Einfluss auf die Leberenzyme hat. Bei Patienten, die Anzeichen einer

Verschlechterung der Leberfunktion aufweisen, wird eine Dosisreduktion empfohlen. Bei

Patienten, bei denen eine schwere Leberinsuffizienz auftritt, muss die Behandlung abgebrochen

werden (siehe Abschnitt 4.3).

Schwere Leberreaktionen, einschließlich Ikterus und Fälle von Hepatitis mit tödlichem Ausgang,

wurden, wenngleich selten, unter Ibuprofen wie auch unter anderen NSAR, berichtet. Wenn

abnormale Leberwerte anhalten oder sich verschlechtern, wenn klinische Anzeichen und

Symptome auf die Entwicklung einer Lebererkrankung hinweisen, oder wenn systemische

Manifestationen auftreten (z. B. Eosinophilie, Hautausschlag usw.), sollte Ibuprofen abgesetzt

werden. Beide Wirkstoffe, insbesondere Paracetamol, haben Berichten zufolge Hepatotoxizität und

sogar Leberversagen verursacht.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Paracetamol kann bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung ohne Dosierungsanpassung

angewendet werden. Bei Patienten mit mäßiger bis schwerer Niereninsuffizienz besteht ein

minimales Risiko einer Paracetamol-Toxizität. In Anbetracht der Ibuprofen-Komponente dieses

Arzneimittels ist jedoch Vorsicht geboten, wenn bei dehydrierten Patienten eine Behandlung mit

Ibuprofen eingeleitet wird. Die beiden Hauptmetaboliten von Ibuprofen werden vorwiegend über

den Urin ausgeschieden, und eine Nierenfunktionsstörung kann zu deren Anreicherung führen. Die

Signifikanz dieser Anreicherung ist unbekannt. NSAR haben, Berichte zufolge, verschiedene

Formen von Nephrotoxizität verursacht: interstitielle Nephritis, nephritisches Syndrom und

Nierenversagen. Eine durch Ibuprofen verursachte Nierenfunktionsstörung ist im Allgemeinen

reversibel. Bei Patienten mit Nieren-, Herz- oder Leberfunktionsstörung sowie bei Patienten, die

Diuretika oder ACE-Hemmer anwenden, und bei älteren Patienten ist Vorsicht geboten, da die

Anwendung von NSAR zur Beeinträchtigung der Nierenfunktion führen kann. Bei diesen Patienten

sollten die Dosis so niedrig wie möglich gehalten und die Nierenfunktionswerte überwacht werden.

Bei Patienten, bei denen eine schwere Niereninsuffizienz auftritt, muss die Behandlung

abgebrochen werden (siehe Abschnitt 4.3).

Kombinierte Anwendung von ACE-Hemmern oder Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten,

Entzündungshemmern und Thiaziddiuretika

Die gleichzeitige Anwendung eines ACE-hemmenden Arzneimittels (ACE-Hemmer oder

Angiotensin-Rezeptor-Antagonist), eines Entzündungshemmers (NSAR oder COX-2-Hemmer)

und eines Thiaziddiuretikums erhöht das Risiko einer Nierenfunktionsstörung. Darin

eingeschlossen ist die Anwendung in Festdosis-Kombinationspräparate, die mehr als eine

Wirkstoffklasse enthalten. Die kombinierte Anwendung dieser Arzneimittel sollte mit einer

verstärkten Kontrolle des Serumkreatinins einhergehen, insbesondere bei Einleitung der

Kombinationstherapie. Die Kombination von Arzneimitteln dieser drei Klassen sollte insbesondere

bei älteren Patienten und Patienten mit vorbestehender Nierenfunktionsstörung vorsichtig erfolgen.

Ältere Patienten

Eine Verminderung der empfohlenen Dosierung ist nicht erforderlich. Hinsichtlich der Anwendung

von Ibuprofen ist allerdings Vorsicht geboten, da es bei Erwachsenen über 65 Jahren nicht ohne

Berücksichtigung von Begleiterkrankungen und Begleitmedikationen angewendet werden sollte,

weil das Risiko von Nebenwirkungen, insbesondere Herzinsuffizienz, gastrointestinale Ulzeration

und Nierenfunktionsstörung, erhöht ist.

Hämatologische Effekte

In seltenen Fällen wurde über Blutdyskrasien berichtet. Bei Patienten, die langfristig mit Ibuprofen

behandelt werden, sollte das Blutbild regelmäßig kontrolliert werden.

Anaphylaktoide Reaktionen

Als Standardpraxis während einer intravenösen Infusion wird eine engmaschige Überwachung des

Patienten empfohlen, insbesondere zu Beginn der Infusion, um eine etwaige anaphylaktische

Reaktion gegen die Wirkstoffe oder die sonstigen Bestandteile zu erkennen.

Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. anaphylaktischer Schock) werden sehr selten

beobachtet. Bei ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion nach Anwendung von

Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung muss die Therapie abgebrochen werden und eine

symptomatische Behandlung begonnen werden. Der Symptomatik entsprechende, medizinisch

erforderliche Maßnahmen müssen durch fachkundige Personen eingeleitet werden.

Gerinnungsstörungen

Wie andere NSAR kann Ibuprofen die Thrombozytenaggregation hemmen. Bei gesunden Personen

hat sich gezeigt, dass Ibuprofen die Blutungszeit verlängert (jedoch innerhalb des Normbereichs).

Da diese Verlängerung der Blutungszeit bei Patienten mit bestehenden Hämostasestörungen

erheblich sein kann, sollten Ibuprofen-haltige Präparate bei Patienten mit endogenen

Gerinnungsstörungen und Patienten unter Antikoagulationstherapie mit Vorsicht angewendet

werden. Patienten mit Gerinnungsstörungen oder Patienten, die sich einer Operation unterziehen,

sollten überwacht werden. Eine besondere medizinische Überwachung ist bei Anwendung bei

Patienten unmittelbar nach einem größeren chirurgischen Eingriff erforderlich.

Gastrointestinale Ereignisse

Gastrointestinale (GI) Blutung, Ulzeration oder Perforation, auch mit tödlichem Ausgang, wurden

unter allen NSAR berichtet und traten zu allen Behandlungszeitpunkten mit oder ohne

Warnsymptome bzw. schwerwiegende GI-Ereignisse in der Anamnese auf.

Das Risiko von GI-Blutung, Ulzeration und Perforation ist höher mit steigender NSAR-Dosis, bei

Patienten mit Ulzera in der Anamnese, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder

Perforation (siehe Abschnitt 4.3), und bei älteren Patienten. Diese Patienten sollten die Behandlung

mit der niedrigsten verfügbaren Dosis beginnen.

Bei diesen Patienten sowie bei Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrig dosierter

Acetylsalicylsäure oder sonstigen Arzneimitteln, die das gastrointestinale Risiko erhöhen können,

benötigen, sollte eine Kombinationstherapie mit protektiven Substanzen (z. B. Misoprostol oder

Protonenpumpenhemmern) in Betracht gezogen werden (siehe unten und Abschnitt 4.5). Patienten

mit GI-Toxizität in der Anamnese, insbesondere ältere Patienten, sollten alle ungewöhnlichen

abdominellen Symptome (vor allem GI-Blutungen) insbesondere am Anfang der Therapie melden.

Vorsicht ist geboten, wenn Patienten gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko für Ulzera

oder Blutungen erhöhen können, wie z. B. orale Kortikosteroide, Antikoagulanzien wie Warfarin,

selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder Thrombozytenaggregationshemmer wie

Acetylsalicylsäure (siehe Abschnitt 4.5).

Aufgrund der Ibuprofen-Komponente sollte Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung bei

Patienten mit GI-Erkrankung in der Anamnese (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) sowie bei

Patienten mit Porphyrie mit Vorsicht angewendet werden.

Bei älteren Patienten treten Nebenwirkungen von NSAR, insbesondere gastrointestinale Blutung

und Perforation, die auch tödlich verlaufen können, gehäuft auf (siehe Abschnitt 4.2).

Dieses Arzneimittel ist bei Hinweisen auf eine gastrointestinale Blutung oder Ulzeration

abzusetzen.

Hypertonie

NSAR können zum Neuauftreten von Hypertonie führen oder eine vorbestehende Hypertonie

verschlimmern, und Patienten, die Antihypertensiva zusammen mit NSAR einnehmen, sprechen

möglicherweise schlechter auf Antihypertensiva an. NSAR sollten bei Patienten mit Hypertonie mit

Vorsicht verordnet werden. Der Blutdruck sollte während der Einleitung der NSAR-Therapie

engmaschig und danach in regelmäßigen Abständen überwacht werden.

Herzinsuffizienz

Bei einigen Patienten wurden unter der Anwendung von NSAR Flüssigkeitseinlagerung und

Ödeme beobachtet, weshalb bei Patienten mit Flüssigkeitseinlagerung oder Herzinsuffizienz

Vorsicht geboten ist.

Schwere Hautreaktionen

NSAR können in sehr seltenen Fällen schwerwiegende unerwünschte Hautreaktionen verursachen,

wie z. B. exfoliative Dermatitis, toxisch epidermale Nekrolyse (TEN) und Stevens-Johnson-

Syndrom (SJS), die auch tödlich verlaufen und ohne Warnzeichen auftreten können. Im

Zusammenhang mit Ibuprofen-haltigen Präparaten wurde die akute generalisierte exanthematische

Pustulose (AGEP) berichtet. Das höchste Risiko für diese Reaktionen scheint am Anfang der

Therapie zu bestehen, da die Reaktion in der Mehrzahl der Fälle innerhalb des ersten

Behandlungsmonats auftrat.

Patienten sollten über die Anzeichen und Symptome schwerwiegender Hautreaktionen aufgeklärt

und angewiesen werden, beim ersten Auftreten von Hautausschlag oder anderen Anzeichen einer

Überempfindlichkeit ihren Arzt aufzusuchen.

In Ausnahmefällen kann es zu einem Auftreten von schweren Hautinfektionen und

Weichteilkomplikationen während einer Varizelleninfektion kommen. Bis jetzt konnte die

Beteiligung von NSAR an einer Verschlimmerung dieser Infektionen nicht ausgeschlossen werden.

Es ist daher empfehlenswert, die Anwendung von Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung

bei Vorliegen einer Varizellen-Infektion zu vermeiden.

Vorbestehendes Asthma

Ibuprofen-haltige Arzneimittel sollten bei Patienten mit Acetylsalicylsäure-sensitivem Asthma

nicht und bei Patienten mit vorbestehendem Asthma mit Vorsicht angewendet werden.

Ophthalmologische Effekte

Unter NSAR wurden ophthalmologische Nebenwirkungen beobachtet, deshalb sollten Patienten,

bei denen unter Behandlung mit Ibuprofen-haltigen Arzneimitteln Sehstörungen auftreten,

augenärztlich untersucht werden.

Aseptische Meningitis

Unter Ibuprofen-haltigen Arzneimitteln wurde aseptische Meningitis nur in seltenen Fällen,

zumeist, jedoch nicht immer, bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) oder

anderen Bindegewebserkrankungen berichtet.

Potenzielle Beeinflussung von Laborwerten

Bei Verwendung der gängigen Analysesysteme werden Laborwerte nicht durch Paracetamol

beeinflusst. Allerdings besteht, wie unten beschrieben, bei bestimmten Laborverfahren die

Möglichkeit einer Beeinflussung:

Urinanalyse

Paracetamol in therapeutischen Dosen kann die Bestimmung der 5-Hydroxyindolessigsäure

(5HIAA) beeinflussen und falsch-positive Ergebnisse erzeugen. Falsche Werte können vermieden,

indem die Anwendung von Paracetamol einige Stunden vor und während der Urinsammlung

ausgesetzt wird.

Maskierung der Symptome der zugrundeliegenden Infektionen

Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung kann Infektionssymptome maskieren, was zu

einem verspäteten Einleiten einer geeigneten Behandlung und damit zur Verschlechterung der

Infektion führen kann. Dies wurde bei bakteriellen, ambulant erworbenen Pneumonien und

bakteriell verursachten Komplikationen bei Varizellen beobachtet. Wenn Comboval 10 mg/ml + 3

mg/ml Infusionslösung zur Behandlung von Schmerzen im Zusammenhang mit einer Infektion

verabreicht wird, wird eine Überwachung der Infektion empfohlen. Ambulant behandelte Patienten

sollten einen Arzt konsultieren, falls die Symptome anhalten oder sich verschlimmern.

Längerdauernde Anwendung von Analgetika

Bei längerdauernder Anwendung von Analgetika können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch

Erhöhung der Dosis des Arzneimittels behandelt werden dürfen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen

Manches deutet darauf hin, dass Arzneimittel, die die Cyclooxygenase/Prostaglandinsynthese

hemmen, durch eine Wirkung auf die Ovulation die weibliche Fertilität beeinträchtigen können.

Dies ist nach dem Absetzen des Arzneimittels reversibel.

Ibuprofen sollte bei Patienten mit angeborener Störung des Porphyrinstoffwechsels (z. B. akute

intermittierende Porphyrie) nur nach strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses

angewendet werden.

Bei Anwendung von NSAR können durch gleichzeitigen Konsum von Alkohol, Wirkstoff-bedingte

Nebenwirkungen, insbesondere solche, die den Gastrointestinaltrakt oder das zentrale

Nervensystem betreffen, verstärkt werden.

Vorsicht ist bei Patienten mit bestimmten Erkrankungen geboten, da sich diese verschlimmern

könnten:

Bei Patienten, die auf andere Substanzen allergisch reagieren, da für sie bei der

Anwendung dieses Arzneimittels ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von

Überempfindlichkeitsreaktionen besteht.

Bei Patienten, die an Heuschnupfen, Nasenpolypen oder chronisch-obstruktiven

Atemwegserkrankungen leiden, da für sie ein erhöhtes Risiko für das Auftreten allergischer

Reaktionen besteht. Diese können sich äußern als Asthmaanfälle (sog. Analgetika-

Asthma), Quincke-Ödem oder Urtikaria.

Dieses Arzneimittel enthält 35,06 mg Natrium pro 100-ml-Durchstechflasche, entsprechend 1,75 %

der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit

der Nahrung von 2 g.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Dieses Arzneimittel sollte außer auf ärztliche Anweisung nicht zusammen mit Paracetamol-,

Ibuprofen-, Acetylsalicylsäure- und Salicylat-haltigen Arzneimitteln oder mit anderen

entzündungshemmenden Arzneimitteln (NSAR) angewendet werden.

Ibuprofen:

Wie bei anderen Ibuprofen-haltigen Arzneimitteln sollten die folgenden Kombinationen mit

Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung vermieden werden:

Dicumarolgruppe:

NSAR können die Wirkung von Antikoagulanzien wie Warfarin

verstärken. Experimentelle Studien zeigen, dass Ibuprofen die Wirkungen von Warfarin

auf die Blutungszeiten verstärkt. NSAR und Substanzen der Dicumarolgruppe werden

durch das gleiche Enzym CYP2C9 metabolisiert.

Thrombozytenaggregationshemmer:

NSAR sollten aufgrund der additiven Hemmung der

Thrombozytenfunktion nicht mit Thrombozytenaggregationshemmern wie Ticlopidin

kombiniert werden (siehe unten).

Methotrexat:

NSAR hemmen die tubuläre Sekretion von Methotrexat, und es können

bestimmte metabolische Wechselwirkungen auftreten, die in einer verminderten Clearance

von Methotrexat resultieren. Das Risiko einer potenziellen Wechselwirkung zwischen

NSAR und Methotrexat sollte auch bei einer niedrig dosierten Methotrexat-Behandlung

beachtet werden, insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion. Im Fall

einer Kombinationsbehandlung ist die Nierenfunktion zu überwachen. Vorsicht ist

geboten, wenn innerhalb von 24 Stunden ein NSAR und Methotrexat angewendet werden,

da die Methotrexat-Spiegel im Plasma und dementsprechend auch die Toxizität ansteigen

können. Daher sollten während einer hoch dosierten Methotrexat-Behandlung

grundsätzlich keine NSAR verordnet werden.

Acetylsalicylsäure:

Die gleichzeitige Verabreichung von Ibuprofen und Acetylsalicylsäure

wird im Allgemeinen aufgrund des Potenzials für vermehrte Nebenwirkungen nicht

empfohlen. Experimentelle Daten weisen darauf hin, dass Ibuprofen die Wirkung niedrig

dosierter Acetylsalicylsäure auf die Thrombozytenaggregation kompetitiv hemmen kann,

wenn beide gleichzeitig verabreicht werden. Obwohl in Bezug auf die Übertragung dieser

Daten auf die klinische Situation bestehen, kann die Möglichkeit, dass eine regelmäßige

Langzeitanwendung von Ibuprofen die kardioprotektive Wirkung niedrig dosierter

Acetylsalicylsäure reduzieren kann, nicht ausgeschlossen werden. Bei gelegentlicher

Anwendung von Ibuprofen ist eine klinisch relevante Wirkung nicht wahrscheinlich (siehe

Abschnitt 5.1).

Lithium:

Ibuprofen vermindert die renale Clearance von Lithium, weshalb die Lithium-

Spiegel im Serum als Folge ansteigen können. Die Kombination sollte vermieden werden,

es sei denn, der Lithium-Spiegel im Serum kann engmaschig kontrolliert und die Lithium-

Dosis ggf. reduziert werden.

Herzglykoside:

NSAR können eine Herzinsuffizienz verschlimmern, die glomeruläre

Filtration vermindern und die Spiegel von Herzglykosiden (z. B. Digoxin) im Plasma

erhöhen.

Mifepriston:

Aufgrund der Antiprostaglandin-Eigenschaften nichtsteroidaler

Antirheumatika/Antiphlogistika (NSAR) einschließlich Acetylsalicylsäure ist theoretisch

eine verminderte Wirksamkeit des Arzneimittels möglich. Begrenzte Evidenz weist darauf

hin, dass eine gleichzeitige Gabe von NSAR am Tag der Prostaglandin-Anwendung keinen

ungünstigen Einfluss auf die Wirkungen von Mifepriston oder des Prostaglandins auf die

Zervixreifung oder Uteruskontraktilität besitzt und die klinische Wirksamkeit des

medikamentösen Schwangerschaftsabbruchs nicht vermindert.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Antagonisten:

Bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion (z. B. dehydrierten und/oder älteren Patienten) besteht ein erhöhtes Risiko

eines in der Regel reversiblen akuten Nierenversagens, wenn eine gleichzeitige

Behandlung mit ACE-Hemmern oder Angiotensin-II-Antagonisten und NSAR,

einschließlich selektiver Cyclooxygenase-2-Hemmer, erfolgt. Daher sollte die

Kombination bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit Vorsicht angewendet

werden, insbesondere bei älteren Patienten. Die Patienten sollten ausreichend hydriert sein,

und die Nierenfunktion sollte nach Einleitung der Kombinationsbehandlung und

anschließend in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden (siehe Abschnitt 4.4).

Betablocker:

NSAR wirken dem antihypertensiven Effekt von Betablockern entgegen.

Sulfonylharnstoffe:

Bei Patienten, die mit Sulfonylharnstoffen behandelt werden und

Ibuprofen erhalten, wurde in seltenen Fällen über Hypoglykämie berichtet.

Zidovudin:

Bei HIV-positiven Patienten mit Hämophilie, die eine gleichzeitige Behandlung

mit Zidovudin und Ibuprofen erhalten, gibt es Hinweise auf ein erhöhtes Risiko von

Hämarthrosen und Hämatomen.

Chinolon-Antibiotika:

Tierexperimentellen Daten weisen darauf hin, dass NSAR das mit

Chinolon-Antibiotika verbundene Risiko von Krampfanfällen erhöhen können. Patienten,

die gleichzeitig NSAR und Chinolone einnehmen, haben möglicherweise ein erhöhtes

Risiko für die Entwicklung von Krampfanfällen.

Thiazide, thiazidartige Präparate und Schleifendiuretika:

NSAR können dem diuretischen

Effekt von Furosemid und Bumetanid entgegenwirken, möglicherweise durch Hemmung

der Prostaglandinsynthese. Sie können auch die antihypertensive Wirkung von Thiaziden

vermindern.

Kaliumsparende Diuretika:

Eine gleichzeitige Anwendung kann zu Hyperkaliämie führen.

Aminoglykoside:

NSAR können die Ausscheidung von Aminoglykosiden vermindern.

Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI):

SSRI und NSAR sind beide mit einem

erhöhten Blutungsrisiko verbunden, z. B. im Gastrointestinaltrakt. Im Fall einer

Kombinationstherapie steigt dieses Risiko noch weiter. Der Mechanismus könnte mit der

verminderten Serotonin-Aufnahme in den Thrombozyten zusammenhängen (siehe

Abschnitt 4.4).

Ciclosporin:

Bei gleichzeitiger Anwendung von NSAR und Ciclosporin wird angenommen,

dass sich das Risiko einer Nephrotoxizität aufgrund einer verminderten

Prostacyclinsynthese in der Niere erhöhen kann. Dementsprechend muss bei einer

Kombinationsbehandlung die Nierenfunktion engmaschig überwacht werden.

Captopril:

Experimentelle Studien deuten darauf hin, dass Ibuprofen dem Effekt von

Captopril auf die Natriumausscheidung entgegenwirkt.

Tacrolimus:

Bei gleichzeitiger Anwendung von NSAR und Tacrolimus wird angenommen,

dass sich das Risiko einer Nephrotoxizität aufgrund einer verminderten

Prostacyclinsynthese in der Niere erhöhen kann. Dementsprechend sollte bei einer

Kombinationsbehandlung die Nierenfunktion engmaschig überwacht werden.

Kortikosteroide:

Die gleichzeitige Anwendung führt zu einem erhöhten Risiko von

gastrointestinaler Ulzeration oder Blutung.

CYP2C9-Inhibitoren:

Die gleichzeitige Anwendung von Ibuprofen und CYP2C9-

Inhibitoren kann die Exposition gegenüber Ibuprofen (CYP2C9-Substrat) erhöhen. In einer

Studie mit Voriconazol und Fluconazol (CYP2C9-Inhibitoren) wurde eine um etwa 80 bis

100 % erhöhte Exposition gegenüber S (+) -Ibuprofen gezeigt. Eine Reduktion der

Ibuprofen-Dosis sollte in Betracht gezogen werden, wenn gleichzeitig potente CYP2C9-

Inhibitoren angewendet werden, insbesondere wenn hohe Dosen von Ibuprofen zusammen

mit entweder Voriconazol oder Fluconazol verabreicht werden.

Phenytoin:

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Ibuprofen können die Phenytoin-Spiegel im

Plasma erhöht sein und deswegen kann das Toxizitätsrisiko steigen.

Probenecid und Sulfinpyrazon

: Arzneimittel, die Probenecid oder Sulfinpyrazon enthalten,

können die Ausscheidung von Ibuprofen verzögern.

Pflanzliche Extrakte:

Ginkgo biloba kann das Blutungsrisiko von NSAR verstärken.

Paracetamol:

Probenecid hemmt die Bindung von Paracetamol an Glucuronsäure, wodurch sich die

Clearance von Paracetamol annähernd um den Faktor 2 vermindert. Bei Patienten, die

gleichzeitig Probenecid einnehmen, sollte die Paracetamol-Dosis reduziert werden.

In pharmakokinetischen Studien führten enzyminduzierende Arzneimittel wie z. B.

bestimmte Antiepileptika (Phenytoin, Phenobarbital, Carbamazepin) zu einer verminderten

AUC von Paracetamol im Plasma auf etwa 60 %. Andere Substanzen mit

enzyminduzierenden Eigenschaften (d. h. Rifampicin,

Hypericum

) könnten auch zu

verminderten Konzentrationen von Paracetamol führen. Darüber hinaus ist das Risiko eines

Leberschadens während einer Behandlung mit der maximal empfohlenen Dosis von

Paracetamol wahrscheinlich höher bei Patienten, die mit enzyminduzierenden

Arzneimitteln behandelt werden.

Zidovudin kann sich auf die Metabolisierung von Paracetamol auswirken und umgekehrt,

möglicherweise dadurch die Toxizität beider Wirkstoffe verstärken.

Die Dosierung von Antikoagulanzien (Warfarin) erfordert möglicherweise eine

Reduzierung, wenn Paracetamol und Antikoagulanzien über längere Zeit eingenommen

werden.

Bei Patienten, die Isoniazid allein oder zusammen mit anderen Arzneimitteln gegen

Tuberkulose erhalten haben, wurde unter therapeutischen Dosen oder moderaten

Überdosierungen von Paracetamol eine schwere Hepatotoxizität berichtet.

Paracetamol kann die Pharmakokinetik von Chloramphenicol beeinflussen. Wenn

Paracetamol mit einer Chloramphenicol-Injektionsbehandlung kombiniert wird, ist eine

Überwachung der Chloramphenicol-Spiegel im Plasma empfohlen.

Ethylalkohol verstärkt die Toxizität von Paracetamol, möglicherweise indem es die

hepatische Bildung von hepatotoxischen Paracetamol-Abbauprodukten induziert.

Auswirkungen auf Laboruntersuchungen

Die Einnahme von Paracetamol kann die Harnsäurebestimmung mittels Phosphorwolframsäure und

die Blutzuckerbestimmung mittels Glucose-Oxidase-Peroxidase beeinflussen.

Kinder und Jugendliche

Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

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