Combactam 0,5 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Sulbactam-Natrium
Verfügbar ab:
Pfizer Pharma PFE GmbH
ATC-Code:
J01CG01
INN (Internationale Bezeichnung):
Sulbactam Sodium
Darreichungsform:
Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Zusammensetzung:
Sulbactam-Natrium 547.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
23353.00.00

palde-6v27cb-pv-05

17.03.2016

PFIZER ((Logo))

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Combactam

®

0,5 g

Pulver zur Herstellung einer Injektions-/ Infusionslösung

Sulbactam

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Combactam 0,5 g und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Combactam 0,5 g beachten?

Wie ist Combactam 0,5 g anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Combactam 0,5 g aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Combactam 0,5 g und wofür wird es angewendet?

Combactam 0,5 g ist ein Betalaktamase-Inhibitor.

Combactam 0,5 g wird angewendet bei mittelschweren bis schweren bakteriellen Infektionen in

Kombination mit folgenden Betalaktam-Antibiotika: Mezlocillin, Piperacillin, Cefotaxim oder

Penicillin G. Gut dokumentiert ist der therapeutische Einsatz der Kombination von Sulbactam

mit Mezlocillin, Piperacillin und Cefotaxim. Darüber hinaus liegen begrenzte therapeutische

Erfahrungen zur Kombination von Sulbactam mit Penicillin G bei Haut-/ Weichteilinfektionen

und Infektionen im HNO-Bereich vor, die u. a. auch durch Betalaktamase-produzierende

Staphylokokken oder Betalaktamase-bildende, gramnegative Anaerobier (z. B. Bacteroides- u.

Prevotella-Spezies) verursacht sein können. Methicillin resistente Staphylokokken sind

gegenüber den o. g. Kombinationen als resistent zu betrachten. Die klinische Anwendung

einer derartigen Kombination kann erfolgen, wenn sie eine größere Sicherheit bietet als die

Gabe des jeweiligen Betalaktam-Antibiotikums in Monotherapie.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Combactam 0,5 g beachten?

Combactam 0,5 g darf nicht angewendet werden

wenn Sie allergisch gegen Betalaktam-Antibiotika, Sulbactam oder einen der in Abschnitt 6

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

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Die Anwendung von Combactam 0,5 g ohne die gleichzeitige Gabe eines Betalaktam-

Antibiotikums ist nicht sinnvoll, da Combactam 0,5 g selbst keine nennenswerte antibakterielle

Eigenwirkung besitzt.

Die Gebrauchs- und Fachinformation und insbesondere die Anwendungsbeschränkungen des

Antibiotikums, das mit Combactam 0,5 g kombiniert werden soll, sind zu beachten. Wenn

Ihnen Combactam 0,5 g in den Muskel verabreicht und gleichzeitig Lidocain (ein lokal

betäubender Arzneistoff) verabreicht wird, sind die Anwendungsbeschränkungen von Lidocain

zu beachten.

Eine mögliche Kreuzallergie zwischen Penicillinen und Cephalosporinen sollte berücksichtigt

werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Combactam 0,5 g anwenden.

Bei bestimmten Risikokonstellationen und bei Gabe sehr hoher Dosen kann es zu

zentralnervösen Erregungszuständen, Myoklonien und Krämpfen kommen, wie sie auch für

andere Betalaktame beschrieben worden sind. Bei Patienten mit stark eingeschränkter

Nierenfunktion, Epilepsie und Meningitis ist das Risiko des Auftretens dieser unerwünschten

Wirkungen erhöht.

Sollte es bei Ihnen während oder nach (bis zu 2 Monate) der Behandlung mit Combactam

0,5 g zu schweren, anhaltenden Durchfällen kommen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit

Ihrem behandelnden Arzt auf.

Beim Auftreten einer Darmentzündung (pseudomembranösen Kolitis) muss der Arzt eine

Beendigung der Therapie mit Combactam in Abhängigkeit von der Indikation erwägen und ggf.

sofort eine angemessene Behandlung einleiten (z. B. Einnahme von speziellen Antibiotika/

Chemotherapeutika, deren Wirksamkeit klinisch erwiesen ist). Arzneimittel, die die

Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, dürfen nicht eingenommen werden.

Wenn Sie an Asthma, Nesselfieber oder Heuschnupfen leiden, sollte Combactam 0,5 g bei

Ihnen mit besonderer Vorsicht angewendet werden.

Bei mit Betalaktam-Antibiotika behandelten Patienten sind schwere akute

Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen) mitunter mit tödlichem Ausgang

beobachtet worden. Bei Patienten mit bekannten Überempfindlichkeitsreaktionen gegen

mehrere allergieerzeugende Substanzen (Allergene) in der Vorgeschichte besteht eine höhere

Wahrscheinlichkeit für das Auftreten dieser Reaktionen. Bei Auftreten von allergischen

Reaktionen muss das Antibiotikum abgesetzt werden und der Arzt muss entsprechende

Therapiemaßnahmen einleiten. Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen erfordern eine

sofortige Notfallbehandlung mit Epinephrin (ein kreislaufaktivierender Arzneistoff), Sauerstoff,

die intravenöse Verabreichung von Steroiden (antientzündliche Arzneistoffe) und

Atemwegssicherung mit unter Umständen externer Beatmung durch Intubation (airway

management).

Kinder und Jugendliche

Die Wirkungen von Sulbactam bei Kindern unter 1 Jahr sind noch nicht vollständig geklärt.

Daher sollte Combactam 0,5 g bei diesem Patientenkollektiv nur nach sorgfältiger Abwägung

des Nutzen-Risiko-Verhältnisses angewendet werden.

Anwendung von Combactam 0,5 g zusammen mit anderen Arzneimitteln

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Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/

anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/ angewendet haben oder

beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/ anzuwenden.

Bei gleichzeitiger Einnahme oder kürzlich zuvor eingenommenen Probenecid werden höhere

Konzentrationen von Sulbactam im Blut erreicht und Sulbactam wird verzögert über die Nieren

ausgeschieden.

Die bisherigen Studien mit Sulbactam in Kombination mit Betalaktam-Antibiotika ergaben

keinen Hinweis, dass durch den Zusatz von Sulbactam Wechselwirkungen auftreten, die mit

dem Betalaktam-Antibiotikum ohne Sulbactam-Zusatz nicht beobachtet wurden. Alle

Wechselwirkungen, die bei Kombination von Sulbactam mit Mezlocillin, Piperacillin, Cefotaxim

oder Penicillin G berichtet wurden, sind mögliche Wechselwirkungen der

Antibiotikumkomponente.

Die Gebrauchs- und Fachinformation und insbesondere die Wechselwirkungen des

Antibiotikums, das mit Combactam 0,5 g kombiniert wird, sind zu beachten.

Inkompatibel und deshalb getrennt zu applizieren sind: Aminoglykoside; Metronidazol;

injizierbare Tetracyclin-Derivate wie Oxytetracyclin, Rolitetracyclin und Doxycyclin; Thiopental-

Natrium; Prednisolon; Procain 2 %; Suxamethoniumchlorid und Noradrenalin. Optische

Zeichen der Inkompatibilität sind Ausfällung, Trübung, Verfärbung.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Bisherige Untersuchungsergebnisse ergaben keinen Anhalt für eine Beeinträchtigung der

Fruchtbarkeit oder für fruchtschädigende Wirkungen. Allerdings konnte die Unbedenklichkeit

eines Einsatzes von Combactam 0,5 g beim Menschen während der Schwangerschaft noch

nicht abschließend gesichert werden. Bisher liegen keine ausreichenden Erfahrungen für die

sichere Anwendung von Sulbactam bei schwangeren Frauen vor

Sulbactam geht leicht in die

meisten Körpergewebe und -flüssigkeiten über und passiert die Plazentaschranke. Daher soll

Combactam 0,5 g während der Schwangerschaft nur bei vitaler Indikation und wenn der

Nutzen das Risiko überwiegt, gegeben werden.

Bei einer Behandlung mit Sulbactam sollte abgestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es liegen keine Erfahrungen hinsichtlich der Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit und

der Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vor. Bitte beachten Sie, dass gelegentlich

Schwindel nach der Anwendung von Antibiotika auftreten kann.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Combactam 0,5 g

Eine Durchstechflasche Combactam 0,5 g enthält ca. 2,1 mmol Natrium. Wenn Sie eine

kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

3.

Wie ist Combactam 0,5 g anzuwenden?

Wenden Sie Combactam 0,5 g immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker

an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

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Die übliche Dosis für Erwachsene beträgt 0,5 bis 1,0 g Sulbactam alle 6, 8 oder 12 Stunden.

Sie wird mit dem gleichzeitig verabreichten Antibiotikum intravenös oder intramuskulär

gegeben. Die Tageshöchstdosis für Sulbactam beträgt 4,0 g, unabhängig von der Dosierung

des gleichzeitig verabreichten Antibiotikums. Die Angaben zur empfohlenen Dosierung des

gleichzeitig zu verabreichenden Antibiotikums sind den entsprechenden

Gebrauchsinformationen bzw. Fachinformationen zu entnehmen.

Zur perioperativen Kurzzeitprophylaxe bei erhöhter Gefährdung des Patienten durch

Infektionen sollte 0,5 bis 1,0 g Sulbactam mit dem gewählten Betalaktam-Antibiotikum

kombiniert bei der Narkoseeinleitung gegeben werden. Die Dosis kann in der für das

Betalaktam-Antibiotikum üblichen Weise wiederholt werden.

Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min)

wird Sulbactam verzögert ausgeschieden. Die Dosierung von Combactam 0,5 g muss deshalb

bei diesen Patienten angepasst werden: Für Patienten mit einer Kreatinin-Clearance zwischen

15 und 30 ml/min beträgt die Tageshöchstdosis 2,0 g Sulbactam; bei einer Kreatinin-Clearance

unter 15 ml/min sollte max. 1,0 g Sulbactam pro Tag gegeben werden. Die Dosis sollte

aufgeteilt in Einzeldosen, über den Tag verteilt, zusammen mit dem gewählten Antibiotikum

verabreicht werden. Die Angaben zur Anwendung der Antibiotika bei eingeschränkter

Nierenfunktion sind den entsprechenden Gebrauchsinformationen bzw. Fachinformationen zu

entnehmen.

Sulbactam wird durch Hämodialyse (Blutwäsche) aus dem Blutstrom eliminiert. Die Gabe von

Combactam 0,5 g sollte deshalb unmittelbar im Anschluss an die Dialyse und dann in

48-stündigen Intervallen bis zur folgenden Dialysebehandlung erfolgen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Kinder, Kleinkinder und Säuglinge (siehe Abschnitt „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“) erhalten im Allgemeinen 50 mg Sulbactam pro kg Körpergewicht pro

Tag, zusammen mit dem entsprechenden Antibiotikum, aufgeteilt in Einzeldosen alle 6, 8 oder

12 Stunden. Für Kinder beträgt die Tageshöchstdosis 80 mg Sulbactam pro kg Körpergewicht

pro Tag.

Art der Anwendung

Combactam 0,5 g wird zusammen mit dem entsprechenden kombinierbaren Betalaktam-

Antibiotikum intramuskulär oder intravenös mittels Injektion oder Infusion folgendermaßen

angewendet:

Intramuskuläre Anwendung

Zur intramuskulären Applikation wird der Inhalt der Durchstechflasche Combactam 0,5 g in

2 ml Wasser für Injektionszwecke oder isotonischer Kochsalzlösung aufgelöst. Zur

Vermeidung von Schmerzen bei der Injektion kann die Lösung mit 0,5%iger

Lidocainhydrochlorid-Lösung zubereitet werden. Es wird empfohlen, Combactam 0,5 g als

separate Injektion direkt vor dem Betalaktam-Antibiotikum zu applizieren.

Intravenöse Injektion

Zur intravenösen Injektion kann der Inhalt der Durchstechflasche Combactam 0,5 g mit

mindestens 2 ml Wasser für Injektionszwecke oder isotonischer Kochsalzlösung zubereitet und

nach vollständigem Auflösen der Substanz direkt vor dem Antibiotikum injiziert werden. Die

entsprechende Dosis wird über 3 bis 5 Minuten verabreicht.

Intravenöse Infusion

Der Inhalt der Durchstechflasche Combactam 0,5 g wird wie für die intravenöse Injektion in

mindestens 2 ml Wasser für Injektionszwecke oder isotonischer Kochsalzlösung gelöst und

anschließend zu 40 bis 100 ml einer der folgenden Infusionslösungen zugegeben, die eines

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der genannten Antibiotika enthalten kann: Wasser für Injektionszwecke, isotonische

Kochsalzlösung, 5%ige Glucoselösung, Ringer-Lactat-Lösung. Die entsprechende Dosis wird

als intravenöse Kurzinfusion über 15 bis 30 Minuten zusammen mit dem Antibiotikum

verabreicht.

Intravenöse Infusion von Penicillin G

Die vorgesehene Einzeldosis von Penicillin G ist zusammen mit Combactam 0,5 g in

40 bis 100 ml Wasser für Injektionszwecke oder 5%iger Glucoselösung aufzulösen und sofort

zu verbrauchen.

Das Etikett auf der Combactam 0,5 g Durchstechflasche ist doppelt ausgeführt: Das obere

Exemplar lässt sich leicht abziehen und soll auf die Flasche aufgeklebt werden, der

Combactam 0,5 g zugegeben wird.

Dauer der Anwendung

Die Behandlung mit Combactam 0,5 g sollte stets so lange fortgesetzt werden, wie das

Antibiotikum noch gegeben wird.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die

Wirkung von Combactam 0,5 g zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Combactam 0,5 g angewendet haben, als Sie sollten

Vergiftungen im strengen Sinn sind nicht bekannt. Beim Auftreten von zentralnervösen

Nebenwirkungen, z. B. Krämpfen, durch Gabe sehr hoher Dosen, wird eine Ruhigstellung mit

Diazepam empfohlen. Wenden Sie sich in solchen Fällen bitte an Ihren Arzt (siehe Abschnitt

„Gegenmaßnahmen“).

Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion, Epilepsie und Meningitis ist das Risiko

des Auftretens dieser unerwünschten Wirkungen erhöht.

Durch die Hämodialyse (Blutwäsche) kann die Ausscheidungsrate von Sulbactam erhöht sein.

Wenn Sie die Anwendung von Combactam 0,5 g vergessen haben

Wurde die Anwendung von Combactam 0,5 g vergessen, so ist die Hemmung der

Betalaktamasen nicht mehr gewährleistet. Sofern dies kurze Zeit nach der Gabe des

entsprechenden Betalaktam-Antibiotikums bemerkt wird, kann Combactam 0,5 g nachträglich

verabreicht werden. Ist es bereits Zeit für die nächste Anwendung, so sollte mit der üblichen

Dosierung von Combactam 0,5 g in Kombination mit dem entsprechenden Betalaktam-

Antibiotikum weiterbehandelt werden.

Wenn Sie die Anwendung von Combactam 0,5 g abbrechen

Bei Unterbrechen oder vorzeitigem Beenden der Therapie ist deren Erfolg gefährdet.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde

gelegt:

Sehr häufig:

kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

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Häufig:

kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlich:

kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten:

kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Sehr selten:

kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Organsystem

Häufig

Gelegentlich

Häufigkeit nicht bekannt

Infektionen und

parasitäre

Erkrankungen

Pilzinfektionen der

Mundschleimhaut/ Stomatitis

Pseudomembranöse Kolitis

Erkrankungen des

Blutes und des

Lymphsystems

Eosinophilie

Thrombozytopenie,

Leukopenie

Thrombozytose,

Leukozytose, Neutropenie,

Anämie, Verlängerung der

Blutungszeit, kleinfleckige

Blutungen in Haut oder

Schleimhaut (Purpura)

Erkrankungen des

Immunsystems

Überempfindlichkeitsreaktionen

Anaphylaktischer Schock

Erkrankungen des

Nervensystems

Schwindel

Kopfschmerzen,

Krampfanfälle

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Durchfall

Erbrechen, Magendrücken

Gastrointestinale Störungen,

Übelkeit, verringerter Appetit,

Blähungen

Leber- und

Gallenerkrankungen

Anstieg der

Transaminasen

Anstieg der

Bilirubinkonzentration im

Serum

Erkrankungen der

Haut und des

Unterhautzellgewebes

Hautreaktionen

Stevens-Johnson-Syndrom,

toxische epidermale

Nekrolyse

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Muskelkrämpfe

Erkrankungen der

Nieren und Harnwege

Anstieg der

Serumkreatininkonzentration,

interstitielle Nephritis

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Thrombophlebitis

Schmerzen an der

Injektionsstelle

Die bisherigen Studien mit Combactam 0,5 g in Kombination mit Betalaktam-Antibiotika

ergaben keinen Hinweis, dass durch den Zusatz von Combactam 0,5 g Nebenwirkungen

auftreten, die mit dem Betalaktam-Antibiotikum allein nicht beobachtet wurden. Alle

Nebenwirkungen, die bei Kombination mit Combactam 0,5 g berichtet wurden, sind mögliche

Nebenwirkungen der Antibiotikumkomponente.

Die Gebrauchsinformation bzw. Fachinformation des Antibiotikums, das mit Combactam 0,5 g

kombiniert werden soll, und die darin im Einzelnen aufgeführten Nebenwirkungen des

Antibiotikums sind unbedingt zu beachten.

Bei hoch dosierter Mezlocillin- bzw. Piperacillin-Therapie sind in seltenen Fällen

Funktionsstörungen der Blutplättchen beobachtet worden. Dies tritt vor allem bei Patienten mit

stark eingeschränkter Nierenfunktion auf. Daher ist bei diesen Patienten auf eine

entsprechende Dosisanpassung zu achten. Eine zusätzliche Beeinträchtigung der

Blutgerinnung kann krankheitsbedingt oder durch Begleittherapie gegeben sein.

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Gegenmaßnahmen

Bei zentralnervösen Nebenwirkungen, z. B. beim Auftreten von Krämpfen, empfiehlt sich eine

Ruhigstellung mit Diazepam. Wenden Sie sich in solchen Fällen bitte an Ihren Arzt.

Wenn schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen wie z. B. Kreislaufreaktionen mit

schwerwiegendem Verlauf (anaphylaktischer Schock) auftreten, ist unter Umständen sofortige

ärztliche Hilfe erforderlich.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie

können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu

beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung

gestellt werden.

5.

Wie ist Combactam 0,5 g aufzubewahren?

Bewahren Sie Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett nach

„Verwendbar bis/ Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegeben Monats.

Aufbewahrungsbedingungen

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung

Die konzentrierte gebrauchsfertige Lösung von Combactam 0,5 g für die intramuskuläre oder

intravenöse Injektion oder zur weiteren Verdünnung mit der Antibiotikuminfusionslösung muss

innerhalb von 24 Stunden nach Zubereitung verbraucht werden. Aus mikrobiologischer Sicht

sollte die gebrauchsfertige Injektions- bzw. Infusionslösung sofort verwendet werden. Wenn

die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer

und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

In Wasser für Injektionszwecke, isotonischer Kochsalzlösung, 5%iger Glucoselösung und

Ringer-Lactat-Lösung ist Sulbactam mit dem entsprechenden Antibiotikum über den in der

Tabelle angegebenen Zeitraum kompatibel bzw. stabil.

Antibiotikum

Inhibitor

Lösungsmittel-

menge

Mindestdauer

Kompatibilität bei

20 bis 25 °C

Mezlocillin

2 g oder 4 g

Sulbactam 1 g

in 100 ml

24 h

Piperacillin

2 g oder 4 g

Sulbactam 1 g

in 100 ml

24 h

Cefotaxim

Sulbactam 1 g

in 100 ml

24 h

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Combactam 0,5 g enthält

Der Wirkstoff ist Sulbactam-Natrium. Eine Durchstechflasche enthält 547 mg Sulbactam-

Natrium als Pulver, entsprechend 500 mg Sulbactam.

Die sonstigen Bestandteile sind: keine

Wie Combactam 0,5 g aussieht und Inhalt der Packung

Bei Combactam 0,5 g handelt es sich um ein weißes bis weißliches Pulver in einer

Durchstechflasche zu 10 ml aus farblosem Glas.

Combactam ist in Klinikpackungen mit 25, 100, 250, 500 bzw. 1.000 Durchstechflaschen

erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

PFIZER PHARMA PFE GmbH

Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 0800 8535555

Fax: 0800 8545555

Hersteller

Haupt Pharma Latina S.r.l.

Latina (LT)

Strada Statale 156 Km 47, 600

04100 Borgo San Michele

Italien

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2016.

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17.03.2016

((PFIZER Logo)) Combactam

0,5 g/ Combactam

1,0 g

Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Combactam

0,5 g

Pulver zur Herstellung einer Injektions-/ Infusionslösung

Combactam

1,0 g

Pulver zur Herstellung einer Injektions-/ Infusionslösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Combactam 0,5 g:

1 Durchstechflasche enthält 547 mg Sulbactam-Natrium als Pulver, entspr. 500 mg Sulbactam.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Der Natriumgehalt pro Durchstechflasche beträgt ca.

2,1 mmol.

Combactam 1,0 g:

1 Durchstechflasche enthält 1.094 mg Sulbactam-Natrium als Pulver, entspr. 1 g Sulbactam.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Der Natriumgehalt pro Durchstechflasche beträgt ca.

4,3 mmol.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Pulver zur Herstellung einer Injektions-/ Infusionslösung

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Combactam ist ein Betalaktamase-Inhibitor und geeignet zur Therapie von mittelschweren bis

schweren bakteriellen Infektionen in Kombination mit bestimmten Betalaktam-Antibiotika (siehe

Abschnitt 5.1). Die klinische Anwendung derartiger Kombinationen sollte erfolgen, wenn sie eine

größere therapeutische Sicherheit bietet als die Gabe des jeweiligen Betalaktam-Antibiotikums in

Monotherapie.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Soweit nicht anders verordnet, beträgt die übliche Dosis für Erwachsene 0,5 bis 1 g Sulbactam alle

6, 8 oder 12 Stunden. Sie wird mit dem gleichzeitig verabreichten Antibiotikum intravenös oder

intramuskulär gegeben. Die Tageshöchstdosis für Sulbactam beträgt 4,0 g, unabhängig von der

Dosierung des gleichzeitig verabreichten Antibiotikums. Die Angaben zur empfohlenen Dosierung

des gleichzeitig zu verabreichenden Antibiotikums sind den entsprechenden

Gebrauchsinformationen bzw. Fachinformationen zu entnehmen.

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Zur perioperativen Kurzzeitprophylaxe bei erhöhter Gefährdung des Patienten durch Infektionen

sollte 0,5 bis 1 g Sulbactam mit dem gewählten Betalaktam-Antibiotikum kombiniert bei der

Narkoseeinleitung gegeben werden. Die Dosis kann in der für das Betalaktam-Antibiotikum üblichen

Weise wiederholt werden. Zu Penicillin G in Kombination mit Combactam im Rahmen der

perioperativen Prophylaxe liegen keine Erfahrungen vor.

Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) wird

Sulbactam verzögert ausgeschieden. Die Dosierung von Combactam muss deshalb bei diesen

Patienten angepasst werden: Für Patienten mit einer Kreatinin-Clearance zwischen 15 und

30 ml/min beträgt die Tageshöchstdosis 2,0 g Sulbactam; bei einer Kreatinin-Clearance unter

15 ml/min sollte max. 1 g Sulbactam pro Tag gegeben werden. Die Dosis sollte aufgeteilt in

Einzeldosen, über den Tag verteilt, zusammen mit dem gewählten Antibiotikum verabreicht werden.

Die Angaben zur Anwendung der Antibiotika bei eingeschränkter Nierenfunktion sind den

entsprechenden Gebrauchsinformationen bzw. Fachinformationen zu entnehmen.

Sulbactam wird durch Hämodialyse aus dem Blutstrom eliminiert. Die Gabe von Combactam sollte

deshalb unmittelbar im Anschluss an die Dialyse erfolgen und dann in 48-stündigen Intervallen bis

zur folgenden Dialysebehandlung.

Kinder und Jugendliche

Kinder, Kleinkinder und Säuglinge (siehe Abschnitt 4.4) erhalten im Allgemeinen 50 mg Sulbactam

pro kg Körpergewicht pro Tag, zusammen mit dem entsprechenden Antibiotikum, aufgeteilt in

Einzeldosen alle 6, 8 oder 12 Stunden. Für Kinder beträgt die Tageshöchstdosis 80 mg Sulbactam

pro kg Körpergewicht pro Tag.

Art der Anwendung

Bei Infektionen durch potenziell Betalaktamase-produzierende Erreger sind Monotherapien mit nicht

Betalaktamase-stabilen Betalaktam-Antibiotika nur nach vorausgegangener Resistenzprüfung

indiziert.

Intramuskuläre Anwendung

Zur intramuskulären Applikation wird der Inhalt der Durchstechflasche Combactam 0,5 g bzw.

Combactam 1,0 g in 2 ml bzw. 4 ml Wasser für Injektionszwecke oder isotonischer Kochsalzlösung

aufgelöst. Zur Vermeidung von Schmerzen bei der Injektion kann die Lösung mit 0,5%iger

Lidocainhydrochlorid-Lösung zubereitet werden. Es wird empfohlen, Combactam als separate

Injektion direkt vor dem Betalaktam-Antibiotikum zu applizieren.

Intravenöse Anwendung

Intravenöse Injektion

Zur intravenösen Injektion kann der Inhalt der Durchstechflasche Combactam 0,5 g bzw.

Combactam 1,0 g mit mindestens 2 ml bzw. 4 ml Wasser für Injektionszwecke oder isotonischer

Kochsalzlösung zubereitet und nach vollständigem Auflösen der Substanz direkt vor dem

Antibiotikum injiziert werden. Die entsprechende Dosis wird über 3 bis 5 Minuten verabreicht.

Intravenöse Infusion

Der Inhalt der Durchstechflasche Combactam 0,5 g bzw. Combactam 1,0 g wird wie für die

intravenöse Injektion in mindestens 2 ml bzw. 4 ml Wasser für Injektionszwecke oder isotonischer

Kochsalzlösung gelöst und anschließend zu 40 bis 100 ml einer der unten aufgeführten

Infusionslösungen zugegeben, die eines der genannten Antibiotika enthalten kann. Die

entsprechende Dosis wird als intravenöse Kurzinfusion über 15 bis 30 Minuten zusammen mit dem

Antibiotikum verabreicht.

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17.03.2016

Intravenöse Infusion von Penicillin G

Die vorgesehene Einzeldosis von Penicillin G ist zusammen mit Combactam 0,5 g bzw. Combactam

1,0 g in 40 bis 100 ml Wasser für Injektionszwecke oder 5%iger Glucoselösung aufzulösen und

sofort zu verbrauchen.

Die konzentrierte gebrauchsfertige Lösung von Combactam für die intramuskuläre oder intravenöse

Anwendung oder zur weiteren Verdünnung mit der Antibiotikuminfusionslösung muss innerhalb 24 h

nach Zubereitung verbraucht worden sein (siehe Abschnitt 6.3).

In Wasser für Injektionszwecke, isotonischer Kochsalzlösung, 5%iger Glucoselösung und Ringer-

Lactat-Lösung ist Sulbactam mit dem entsprechenden Antibiotikum über den in Tabelle 1

angegebenen Zeitraum kompatibel bzw. stabil.

Tabelle 1

Antibiotikum

Inhibitor

Lösungsmittel-

menge

Mindestdauer

Kompatibilität

bei 20 bis 25 °C

Mezlocillin

2 g oder 4 g

Sulbactam 1 g

in 100 ml

24 h

Piperacillin

2 g oder 4 g

Sulbactam 1 g

in 100 ml

24 h

Cefotaxim

Sulbactam 1 g

in 100 ml

24 h

Die Behandlung mit Combactam sollte stets so lange fortgesetzt werden, wie das Antibiotikum noch

gegeben wird.

4.3

Gegenanzeigen

Combactam darf nicht bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Betalaktam-Antibiotika oder

Sulbactam-Natrium angewendet werden.

Die Anwendung von Combactam ohne die gleichzeitige Gabe eines Betalaktam-Antibiotikums ist

nicht sinnvoll, da Combactam selbst keine nennenswerte antibakterielle Eigenwirkung besitzt.

Die Gebrauchs- und Fachinformation und insbesondere die Kontraindikationen des Antibiotikums,

das mit Combactam kombiniert werden soll, sind zu beachten. Bei intramuskulärer Anwendung und

gleichzeitiger Anwendung von Lidocain sind die Kontraindikationen von Lidocain zu beachten.

Eine mögliche Kreuzallergie zwischen Penicillinen und Cephalosporinen sollte berücksichtigt

werden.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Patienten mit Bronchialasthma, Urtikaria und Heuschnupfen sollten mit besonderer Vorsicht

behandelt werden.

Bei mit Betalaktam-Antibiotika behandelten Patienten sind schwere akute

Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen) mitunter mit letalem Ausgang

beobachtet worden. Bei Patienten mit anamnestisch bekannten Überempfindlichkeitsreaktionen

gegen mehrere Allergene besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit für das Auftreten dieser

Reaktionen. Bei Auftreten von allergischen Reaktionen muss das Antibiotikum abgesetzt und

entsprechende Therapiemaßnahmen müssen eingeleitet werden. Schwere akute

Überempfindlichkeitsreaktionen erfordern eine sofortige Notfallbehandlung mit Epinephrin,

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Sauerstoff, die intravenöse Verabreichung von Steroiden und Atemwegssicherung mit unter

Umständen externer Beatmung durch Intubation (airway management).

Wie bei allen Antibiotika muss ständig auf Symptome einer Überwucherung durch nicht empfindliche

Organismen, einschließlich Pilze, geachtet werden. Beim Auftreten einer Superinfektion sollte das

Arzneimittel abgesetzt und/ oder eine geeignete Therapie durchgeführt werden.

Bei Anwendung von nahezu allen Antibiotika, einschließlich Combactam, wurde über das Auftreten

von Clostridium-difficile-assoziierten Diarrhoen (CDAD) berichtet. Von der Ausprägung her reichten

diese von leichtem Durchfall bis hin zu einer Kolitis mit letalem Ausgang. Eine Therapie mit Antibiotika

verändert die normale Darmflora, was zu einer Überwucherung mit C. difficile führen kann.

C. difficile produziert die Toxine A und B, die zur Entwicklung von CDAD beitragen. Hypertoxin

produzierende Stämme von C. difficile sind mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert, da

derartige Infektionen therapieresistent gegenüber einer antibiotischen Therapie sein und eventuell

eine Kolektomie notwendig machen können. Eine CDAD muss daher bei allen den Patienten in

Erwägung gezogen werden, bei denen nach einer Antibiotika-Anwendung eine Diarrhoe auftritt.

Hierbei ist eine sorgfältige medikamentöse Anamnese durchzuführen, da eine CDAD bis zu 2 Monate

nach Durchführung einer Antibiotikatherapie auftreten kann.

Therapie der pseudomembranösen Kolitis

Hier ist eine Beendigung der Therapie in Abhängigkeit von der Indikation zu erwägen und ggf. sofort

eine angemessene Behandlung einzuleiten (z. B. Einnahme von speziellen Antibiotika/

Chemotherapeutika, deren Wirksamkeit klinisch erwiesen ist). Arzneimittel, die die Peristaltik

hemmen, sind kontraindiziert.

Wie bei allen hochwirksamen systemischen Wirkstoffen ist es sinnvoll, während einer längeren

Therapie in regelmäßigen Abständen die Organfunktionen zu überprüfen (einschließlich Nieren, Leber

und blutbildenden Systems). Dies ist besonders wichtig bei Neugeborenen (speziell bei

Frühgeborenen) und Kindern.

Eine Durchstechflasche Combactam 0,5 g enthält ca. 2,1 mmol und eine Durchstechflasche

Combactam 1,0 g enthält ca. 4,3 mmol Natrium. Dies ist zu berücksichtigen bei Personen unter

natriumkontrollierter (natriumarmer/ kochsalzarmer) Diät.

Kinder und Jugendliche

Die Wirkungen von Sulbactam bei Kindern unter 1 Jahr sind noch nicht vollständig geklärt. Daher

sollte Combactam bei diesem Patientenkollektiv nur nach sorgfältiger Abwägung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses angewendet werden.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Probenecid

Oral verabreichtes Probenecid hemmt die tubuläre Sekretion von Sulbactam, wenn es kurz vor oder

gleichzeitig mit Sulbactam angewendet wird. Dadurch kommt es zu höheren Serumkonzentrationen

und verzögerter Ausscheidung von Sulbactam.

Die bisherigen Studien mit Sulbactam in Kombination mit Betalaktam-Antibiotika ergaben keinen

Hinweis, dass durch den Zusatz von Sulbactam Wechselwirkungen auftreten, die mit dem

Betalaktam-Antibiotikum ohne Sulbactam-Zusatz nicht beobachtet wurden. Alle Wechselwirkungen,

die bei Kombination von Sulbactam mit Mezlocillin, Piperacillin, Cefotaxim oder Penicillin G berichtet

wurden, sind mögliche Wechselwirkungen der Antibiotikumkomponente.

Die Gebrauchs-und Fachinformation und insbesondere die Wechselwirkungen des Antibiotikums,

das mit Combactam kombiniert werden soll, sind zu beachten.

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4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Tierexperimentelle Studien ergaben keinen Anhalt für eine Beeinträchtigung der Fertilität oder eine

fruchtschädigende Wirkung. Allerdings konnte die Unbedenklichkeit eines Einsatzes von

Combactam beim Menschen während der Schwangerschaft noch nicht abschließend gesichert

werden. Bisher liegen keine ausreichenden Erfahrungen für die sichere Anwendung von Sulbactam

bei Schwangeren vor. Sulbactam geht leicht in die meisten Körpergewebe und -flüssigkeiten über

und passiert die Plazentaschranke.

Daher soll Combactam während der Schwangerschaft nur bei vitaler Indikation gegeben werden.

Stillzeit

Während der Therapie mit Sulbactam sollte abgestillt werden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen durchgeführt. Gelegentliches Auftreten von Schwindel nach Anwendung

von Antibiotika sollte berücksichtigt werden.

4.8

Nebenwirkungen

In klinischen Studien, bei denen Sulbactam zusammen mit anderen Betalaktam-Antibiotika gegeben

wurde (n = 483), wurden die nachfolgend genannten Nebenwirkungen und Häufigkeiten beobachtet.

Aufgeführt werden die Nebenwirkungen, bei denen ein Zusammenhang mit Sulbactam zumindest als

„möglich“ eingestuft wurde.

Tabelle der Nebenwirkungen

Die Tabelle zeigt die Nebenwirkungen unterteilt in Systemorganklassen unter Angabe der

Häufigkeiten. Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien

zugrunde gelegt: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100),

nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Systemorganklasse

Häufig

(≥ 1/100 bis

< 1/10)

Gelegentlich

(≥ 1/1.000 bis < 1/100)

Häufigkeit nicht bekannt

Infektionen und

parasitäre

Erkrankungen

Pilzinfektionen der

Mundschleimhaut/ Stomatitis

(siehe Abschnitt 4.4)

Pseudomembranöse

Kolitis (siehe Abschnitt 4.4)

Erkrankungen des

Blutes und des

Lymphsystems

Eosinophilie

Thrombozytopenie,

Leukopenie

Thrombozytose,

Leukozytose, Neutropenie,

Anämie, Verlängerung der

Blutungszeit, kleinfleckige

Blutungen in Haut oder

Schleimhaut (Purpura)

Erkrankungen des

Immunsystems

Überempfindlichkeitsreaktion

en (siehe Abschnitt 4.4)

Anaphylaktischer Schock

(siehe Abschnitt 4.4)

Erkrankungen des

Nervensystems

Schwindel

Kopfschmerzen,

Krampfanfälle

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakt

Durchfall

Erbrechen, Magendrücken

Gastrointestinale

Störungen, Übelkeit,

verringerter Appetit,

Blähungen

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Leber- und

Gallenerkrankungen

Anstieg der

Transaminasen

Anstieg der

Bilirubinkonzentration im

Serum

Erkrankungen der

Haut und des

Unterhautzellgeweb

Hautreaktionen

Stevens-Johnson-

Syndrom, toxische

epidermale Nekrolyse

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankung

Muskelkrämpfe

Erkrankungen der

Nieren und

Harnwege

Anstieg der

Serumkreatininkonzentrati

on, interstitielle Nephritis

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Thrombophlebit

Schmerzen an der

Injektionsstelle

Die bisherigen Studien mit Combactam in Kombination mit Betalaktam-Antibiotika ergaben keinen

Hinweis, dass durch den Zusatz von Combactam Nebenwirkungen auftreten, die mit dem

Betalaktam-Antibiotikum allein nicht beobachtet wurden. Alle Nebenwirkungen, die bei Kombination

mit Combactam berichtet wurden, sind mögliche Nebenwirkungen der Antibiotikumkomponente.

Die Gebrauchs- bzw. Fachinformation des Antibiotikums, das mit Combactam kombiniert werden

soll, und die darin im Einzelnen aufgeführten Nebenwirkungen des Antibiotikums sind unbedingt zu

beachten.

Bei hoch dosierter Mezlocillin- bzw. Piperacillin-Therapie sind in seltenen Fällen Funktionsstörungen

der Blutplättchen beobachtet worden. Dies tritt vor allem bei Patienten mit stark eingeschränkter

Nierenfunktion auf. Daher ist bei diesen Patienten auf eine entsprechende Dosisanpassung zu

achten. Eine zusätzliche Beeinträchtigung der Blutgerinnung kann krankheitsbedingt oder durch

Begleittherapie gegeben sein.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome der Intoxikationen

Sulbactam und Betalaktam-Antibiotika wie z. B. Mezlocillin, Piperacillin, Cefotaxim und Penicillin G

besitzen eine große therapeutische Breite. Intoxikationen im strengen Sinn sind nicht bekannt.

Bei bestimmten Risikokonstellationen und bei Gabe sehr hoher Dosen kann es zu zentralnervösen

Erregungszuständen, Myoklonien und Krämpfen kommen, wie sie auch für andere Betalaktame

beschrieben worden sind. Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion, Epilepsie und

Meningitis ist das Risiko des Auftretens dieser unerwünschten Wirkungen erhöht.

Notfallmaßnahmen

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Bei zentralnervösen Nebenwirkungen, z. B. beim Auftreten von Krämpfen, empfiehlt sich die

Sedierung mit Diazepam.

Bei anaphylaktischen Reaktionen sind die üblichen Sofortmaßnahmen, möglichst bei den ersten

Anzeichen des Schocks, einzuleiten (siehe Abschnitt 4.4).

Durch Hämodialyse kann die Ausscheidungsrate von Sulbactam erhöht sein.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Betalaktamase-Inhibitoren

ATC-Code: J01CG01

Sulbactam-Natrium ist chemisch ein Penicillansäuresulfon-Natriumsalz mit einem Molekulargewicht

von 255,22.

Sulbactam ist ein Inhibitor vieler Betalaktamasen. Es bindet außerdem an manche Penicillin-

bindende Proteine, sodass die Empfindlichkeit der gegenüber dem Antibiotikum sensiblen Stämme

erhöht sein kann.

Sulbactam wird nur in Kombination mit Betalaktam-Antibiotika eingesetzt.

Gut dokumentiert ist der therapeutische Einsatz der Kombination von Sulbactam mit Mezlocillin,

Piperacillin und Cefotaxim. Darüber hinaus liegen begrenzte therapeutische Erfahrungen zur

Kombination von Sulbactam mit Penicillin G bei Haut-/ Weichteilinfektionen und Infektionen im HNO-

Bereich vor, die unter anderem auch durch Betalaktamase-produzierende Staphylokokken oder

Betalaktamase-bildende gramnegative Anaerobier (z. B. Bacteroides- und Prevotella-Spezies)

verursacht sein können. Methicillin-resistente Staphylokokken sind gegenüber den oben genannten

Kombinationen als resistent zu betrachten.

Durch den Zusatz von Sulbactam wird das gewählte Betalaktam-Antibiotikum vor der Zerstörung

durch Betalaktamasen geschützt und somit das Wirkspektrum dieses Antibiotikums erweitert und

dessen bakterizide Wirksamkeit gegen die meisten Betalaktamase-produzierenden Erreger erhöht.

Das Wirkspektrum der Inhibitor-Antibiotikum-Kombination ist abhängig von der Wahl der

Antibiotikumkomponente. Das Wirkspektrum der Kombination von Sulbactam mit Mezlocillin,

Piperacillin und Cefotaxim umfasst Keime wie Staphylokokken, Enterobakterien, Haemophilus-

Spezies, Neisserien, Moraxella catarrhalis, Acinetobacter-Spezies, Bacteroides-Spezies und manche

Pseudomonas-Spezies. Bei Anwesenheit von Sulbactam sind die MHK

-Werte für die meisten

Isolate deutlich niedriger im Vergleich zu denen für das Antibiotikum allein.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Sowohl nach intravenöser als auch nach intramuskulärer Applikation von Combactam werden hohe

Serumspiegel erreicht, wobei die Bioverfügbarkeit nach intramuskulärer Gabe praktisch vollständig

ist. Die mittleren Serumspitzenkonzentrationen nach 15-minütiger intravenöser Infusion von 1 g

Sulbactam liegen bei etwa 60 bis 70 µg/l.

Die Halbwertszeit für Sulbactam beträgt ca. 1 bis 2 Stunden. 75 bis 85 % der Dosis von Sulbactam

werden unverändert über die Nieren ausgeschieden. Sulbactam hat ein scheinbares

Verteilungsvolumen von ca. 15 l, und die Gesamtclearance liegt bei ca. 270 ml/min. Die

Plasmaproteinbindung von Sulbactam beträgt 38 %.

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Die gleichzeitige Verabreichung von Sulbactam mit Mezlocillin, Piperacillin, Cefotaxim oder

Penicillin G beeinflusst die Pharmakokinetik der beiden Einzelkomponenten nicht. Es treten keine

klinisch relevanten Wechselwirkungen auf.

Die Angaben zur Pharmakokinetik der Kombinationspartner von Combactam sind den

entsprechenden Gebrauchsinformationen bzw. Fachinformationen zu entnehmen.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion unterschiedlichen Schweregrades korreliert die

Gesamtclearance von Sulbactam gut mit der Kreatinin-Clearance. Bei anurischen Patienten ist die

Halbwertszeit von Sulbactam deutlich verlängert; sie lag in 2 verschiedenen Studien im Mittel bei

6,9 Stunden bzw. 9,7 Stunden. Durch eine Hämodialyse werden die Halbwertszeit, die

Gesamtclearance und das Verteilungsvolumen von Sulbactam deutlich verändert.

Sulbactam penetriert schnell in zahlreiche Gewebe und Körperflüssigkeiten. Es ist plazentagängig

und tritt nur in geringem Ausmaß in das Gehirn bzw. den Liquor cerebrospinalis über.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Die LD

von Sulbactam bei der Maus beträgt nach oraler Gabe mehr als 10 g pro kg Körpergewicht,

nach intravenöser Gabe ca. 3,6 g pro kg Körpergewicht. Die entsprechenden Werte bei der Ratte

liegen bei mehr als 4 g pro kg Körpergewicht bzw. mehr als 3,4 g pro kg Körpergewicht.

Untersuchungen zur subakuten Toxizität von Sulbactam wurden an Ratten und Hunden

durchgeführt; die Sulbactam-Gabe erfolgte dabei intravenös, subkutan oder oral über 17 Tage bis

10 Wochen. Untersuchungen zur chronischen Toxizität von Sulbactam wurden ebenfalls an Ratten

und Hunden durchgeführt. Die Sulbactam-Gabe erfolgte subkutan über einen Zeitraum von

6 Monaten. Auswirkungen einer Sulbactam-Gabe wurden an der Leber festgestellt.

Neben Erhöhung der Leberenzymwerte (ASAT, ALAT, LDH) zeigte sich eine dosis- und

geschlechtsabhängige Glykogenablagerung in der Leber, die sich als reversibel nach Absetzen des

Medikaments erwies.

Diese Glykogenablagerung konnte keiner der bekannten Glykogenspeicherkrankheiten zugeordnet

werden. Sulbactam verursachte bei diesen Versuchen keine signifikante Veränderung des

Glucosestoffwechsels. Aufgrund der im Tierversuch erhobenen Daten sollte die maximale

Tagesdosis von 4 g Sulbactam beim Menschen nicht überschritten werden.

Bei Studien zur lokalen Verträglichkeit an Kaninchen traten nach intravenöser Anwendung der

Kombination von Sulbactam mit Mezlocillin, Piperacillin oder Cefotaxim keine wesentlichen

Irritationen im Bereich der Injektionsstelle auf. Die intraarterielle bzw. extravaskuläre Gabe führte

jedoch zu mäßigen, größtenteils reversiblen Gewebeveränderungen. Eine intraarterielle Anwendung

sollte daher unbedingt vermieden werden.

Bei einigen Kaninchen wurde nach der Gabe der Kombination von Sulbactam mit Mezlocillin oder

Piperacillin das Auftreten von orange verfärbtem Urin beobachtet; derartige Veränderungen traten

beim Mensch bisher nicht auf. Die klinische Relevanz dieses Phänomens ist nicht geklärt.

Die zur Teratogenität an Mäusen, Ratten und Kaninchen durchgeführten Versuche ergaben keinen

Hinweis auf medikamentenbedingte Missbildungen. Die Fertilität von Elterntieren und Nachkommen

sowie die Postnatalentwicklung wurden bei Ratten nicht beeinträchtigt.

In einer Vielzahl von Versuchen zeigte Sulbactam keine signifikante mutagene Aktivität sowohl auf

chromosomaler als auch auf subchromosomaler Ebene.

Langzeituntersuchungen zur Kanzerogenität wurden nicht durchgeführt.

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6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Keine.

6.2

Inkompatibilitäten

Inkompatibel und deshalb getrennt zu applizieren sind:

Aminoglykoside; Metronidazol; injizierbare Tetracyclin-Derivate wie Oxytetracyclin, Rolitetracyclin

und Doxycyclin; Thiopental-Natrium; Prednisolon; Procain 2 %; Suxamethoniumchlorid und

Noradrenalin.

Optische Zeichen der Inkompatibilität sind Ausfällung, Trübung, Verfärbung.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

Die Dauer der Haltbarkeit des Pulvers bei Lagerung unter 30 °C beträgt 5 Jahre.

Nach Ablauf des auf der Packung angegebenen Verfalldatums darf das Pulver nicht mehr verwendet

werden.

Die konzentrierte gebrauchsfertige Lösung von Combactam für die intramuskuläre oder

intravenöse Injektion oder zur weiteren Verdünnung mit der Antibiotikuminfusionslösung muss

innerhalb von 24 Stunden nach Zubereitung verbraucht worden sein. Aus mikrobiologischer Sicht

sollte die gebrauchsfertige Injektions- bzw. Infusionslösung sofort verwendet werden. Wenn die

gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die

Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für diese Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Combactam 0,5 g (Durchstechflasche zu 10 ml mit 547 mg Pulver):

Klinikpackungen mit 25, 100, 250, 500 bzw. 1.000 Durchstechflaschen

Combactam 1,0 g (Durchstechflasche zu 10 ml mit 1094 mg Pulver):

Klinikpackungen mit 25, 100, 250, 500 bzw. 1.000 Durchstechflaschen

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Das Etikett auf der Combactam Durchstechflasche ist doppelt ausgeführt: Das obere Exemplar lässt

sich leicht abziehen und soll auf die Flasche aufgeklebt werden, der Combactam zugegeben wird.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

PFIZER PHARMA PFE GmbH

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Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 0800 8535555

Fax: 0800 8545555

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Combactam 0,5 g: 23353.00.00

Combactam 1,0 g: 23353.01.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/ VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 31. Januar 1991

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 07. Februar 2001

10.

STAND DER INFORMATION

Juni 2016

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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