Co-Valsartan Amlo Spirig HC 5/160/12.5mg Filmtabletten

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-09-2020

Fachinformation Fachinformation (SPC)

19-09-2021

Wirkstoff:
amlodipinum, valsartanum, hydrochlorothiazidum
Verfügbar ab:
Spirig HealthCare AG
ATC-Code:
C09DX01
INN (Internationale Bezeichnung):
amlodipinum, valsartanum, hydrochlorothiazidum
Darreichungsform:
Filmtabletten
Zusammensetzung:
amlodipinum 5 mg zu amlodipini besilas, valsartanum 160 mg, hydrochlorothiazidum 12.5 mg, excipiens pro compresso Dunst.
Klasse:
B
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Essentielle Hypertonie
Zulassungsnummer:
66683
Berechtigungsdatum:
2018-06-07

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

01-09-2020

Fachinformation Fachinformation - Französisch

01-09-2020

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

01-09-2020

Fachinformation Fachinformation - Italienisch

01-09-2020

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Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen

das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Co-Valsartan Amlo Spirig HC®

Spirig HealthCare AG

Was ist Co-Valsartan Amlo Spirig HC und wann wird es angewendet?

Ihr Arzneimittel heisst Co-Valsartan Amlo Spirig HC und ist als Filmtabletten in verschiedenen Stärken

erhältlich.

Co-Valsartan Amlo Spirig HC enthält drei Wirkstoffe: Amlodipin, einen sogenannten

Kalziumantagonisten, Valsartan, einen sogenannten Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten, und

Hydrochlorothiazid (HCT), eine wasserausschwemmende Substanz (Diuretikum). Diese drei Substanzen

wirken auf unterschiedliche Weise blutdrucksenkend.

Co-Valsartan Amlo Spirig HC wird zur Behandlung des Bluthochdrucks angewendet:

·bei Patienten, bei denen der Blutdruck durch Behandlung mit zwei Wirkstoffen nicht ausreichend

gesenkt werden kann,

·bei Patienten, die bereits die drei Wirkstoffe Amlodipin, Valsartan und Hydrochlorothiazid erhalten,

jedoch als separate Tabletten.

Co-Valsartan Amlo Spirig HC darf nur auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin angewendet

werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Wenn der hohe Blutdruck über einen längeren Zeitraum anhält, kann es beispielsweise zu einer

Schädigung von Hirn-, Herz- und Nierengefässen kommen und letztlich zu einem Schlaganfall,

Herzinfarkt oder Nierenversagen führen. Die Reduzierung Ihres Blutdruckes auf einen normalen Wert

vermindert das Risiko, dass diese Erkrankungen entstehen können.

Wann darf Co-Valsartan Amlo Spirig HC nicht eingenommen / angewendet werden?

Wenn Sie jemals eine ungewöhnliche oder allergische Reaktion auf Amlodipin, Valsartan oder

Hydrochlorothiazid oder Sulfonamide oder einen sonstigen Inhaltsstoff dieses Arzneimittels hatten. Falls

Sie denken, Sie könnten allergisch reagieren, fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin um Rat.

·Falls Sie schwanger sind oder planen, schwanger zu werden, oder stillen.

·Wenn Sie an Gallenstauung leiden. Wenn Sie an stark verminderter Harnmenge leiden (Anurie).

·Wenn Sie an Diabetes Typ 1 oder Typ 2 oder eingeschränkter Nierenfunktion leiden während Sie den

blutdrucksenkenden Wirkstoff Aliskiren einnehmen.

·Falls früher anlässlich der Einnahme eines blutdrucksenkenden Arzneimittels Schwellungen im

Gesicht, der Lippen, der Zunge oder im Rachen (Schluck- oder Atembeschwerden) auftraten.

·Wenn Sie an schwerem niederigen Blutdruck (Hypotonie) leiden.

·Wenn Sie einen Schockzustand (einschliesslich kardiogener Schock) erlitten haben.

·Falls Sie unter einer Verengung des linksventrikulären Ausflusstraktes (z.B. höhergradige

Aortenstenose) leiden.

·Wenn Sie unter einer hämodynamisch instabilen Herzinsuffizienz nach akutem Myokardinfarkt leiden.

Wenn einer dieser Fälle auf Sie zutrifft, sagen Sie dies Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, bevor Sie Co-

Valsartan Amlo Spirig HC einnehmen.

Wann ist bei der Einnahme / Anwendung von Co-Valsartan Amlo Spirig HC Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann aufgrund möglicher Nebenwirkungen wie Schwindel oder Müdigkeit die

Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit Maschinen oder Werkzeuge zu bedienen,

beeinträchtigen.

Vorsicht ist geboten, wenn Sie an einer Nieren-, Gallen- oder Lebererkrankung oder wenn Sie an

Allergien oder Asthma leiden.

Vor Beginn der Behandlung mit Co-Valsartan Amlo Spirig HC wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihren

Kreislauf und Ihr Blut kontrollieren und bei einem allfälligen Mangel an Flüssigkeit und Salzen diesen

zuerst ausgleichen, um eine zu starke Blutdrucksenkung zu vermeiden.

Auch während der Therapie mit Co-Valsartan Amlo Spirig HC wird er bzw. sie die Salze (v.a. Kalium,

Natrium, Magnesium, Kalzium) im Blut kontrollieren, da Co-Valsartan Amlo Spirig HC die

Salzkonzentration im Blut verändern kann. Möglicherweise wird er bzw. sie auch Ihre Nierenfunktion

überprüfen.

Wenn Sie bisher einen sogenannten Beta-Blocker eingenommen haben und diesen nun absetzen können,

sollte dies langsam erfolgen; Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Ihnen dazu Anweisungen geben.

Wenn Sie nierentransplantiert sind, wird der Arzt bzw. die Ärztin Co-Valsartan Amlo Spirig HC bei

Ihnen vorsichtshalber nicht einsetzen.

Vorsicht ist geboten, wenn Sie mit einem ACE-Hemmer oder Aliskiren (Arzneimittel gegen

Bluthochdruck) behandelt werden.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie schon einmal Hautkrebs hatten oder wenn Sie im

Verlauf der Behandlung eine unerwartete Hautveränderung bemerken. Die Behandlung mit

Hydrochlorothiazid (einem der Wirkstoffe von Co-Valsartan Amlo Spirig HC), insbesondere über

längere Zeit und in höherer Dosierung, kann zu einem erhöhten Risiko für bestimmte Arten von Haut-

und Lippenkrebs (nicht-melanozytärer, «weisser» Hautkrebs) führen, möglicherweise aufgrund einer

Erhöhung der Empfindlichkeit der Haut gegenüber UV-Strahlung. Schützen Sie Ihre Haut während der

Behandlung mit Co-Valsartan Amlo Spirig HC vor Sonnenlicht und UV-Strahlen. Lassen Sie Ihre Haut

regelmässig auf neu aufgetretene Hautveränderungen untersuchen und weisen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre

Ärztin unverzüglich darauf hin, wenn bei Ihnen verdächtige Hautveränderungen aufgetreten sind.

Wenn Sie an einer Herzklappenerkrankung, einer Erkrankung des Herzmuskels, gewissen

Nierenerkrankungen (Nierenarterienstenose) oder an Lupus erythematodes (Erkrankung des

Immunsystems mit Beteiligung der Haut) leiden, wird der Arzt bzw. die Ärztin Sie während der

Behandlung mit Co-Valsartan Amlo Spirig HC speziell überwachen.

Falls bei Ihnen nach der Einnahme von Co-Valsartan Amlo Spirig HC (oder anderen Medikamenten wie

ACE-Hemmer) Reaktionen wie Schwellungen im Gesicht, der Arme und Beine, Augen, Lippen oder

Zunge (Anzeichen eines Angioödem) auftreten, müssen Sie die Anwendung von Co-Valsartan Amlo

Spirig HC sofort stoppen und unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin kontaktieren.

Wenn Sie an Herzschwäche leiden oder einen Herzinfarkt hatten. Befolgen Sie sorgfältig die

Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin für die Anfangsdosierung. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird

möglicherweise auch Ihre Nierenfunktion überprüfen.

Nach Beginn der Behandlung kann es zu Verschlechterung der Brustschmerzen (Angina Pectoris) oder

einem Herzinfarkt kommen.

Unter der Anwendung von Co-Valsartan Amlo Spirig HC kann es zu einem Anstieg des Blutzuckers

(mit der Möglichkeit des Auftretens resp. der Verschlechterung eines Diabetes), des Cholesterins und

anderer Fette im Blut sowie der Harnsäure im Blut (kann ev. einen Gichtanfall auslösen) kommen. Der

Arzt bzw. die Ärztin wird Sie deshalb regelmässig auf diese Probleme hin untersuchen und

gegebenenfalls Massnahmen ergreifen.

Falls Sie einen Sehkraftverlust bemerken oder Augenschmerzen auftreten, kann dies auf eine

Flüssigkeitsansammlung im Gefässbett des Auges zurückführbar sein (Aderhauterguss) oder auf eine

Druckzunahme im Auge. Dies kann nach Einnahme von Co-Valsartan Amlo Spirig HC innerhalb von

Stunden bis Wochen auftreten und kann zu einem permanenten Sehkraftverlust führen, falls nicht

rechtzeitig eine Behandlung eingeleitet wird. Falls sie eine Penicillin- oder Sulfonamid-Allergie haben,

ist das Risiko einen Aderhauterguss zu erleiden möglicherweise erhöht.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und Nahrungsmitteln:

Bei gleichzeitiger Anwendung von Co-Valsartan Amlo Spirig HC mit anderen Arzneimitteln oder

Nahrungsmitteln kann es zu Wechselwirkungen kommen (Verstärkung oder Abschwächung der

Wirkung von Co-Valsartan Amlo Spirig HC oder des anderen Arzneimittels oder vermehrte

Nebenwirkungen). Dazu gehören: kaliumhaltige Arzneimittel, kaliumhaltige Salzersatzmittel, andere

Arzneimittel, die das Kalium im Blut erhöhen können (z.B. Heparin zur Blutverdünnung. Ihr Arzt bzw.

Ihre Ärztin wird möglicherweise periodisch den Kaliumgehalt im Blut überprüfen).

Wasserausschwemmende Arzneimittel, gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen

(Amphotericin B, Penicillin G), andere blutdrucksenkende Arzneimittel insbesondere ACE-Hemmer

oder Aliskiren, Lithium (ein Arzneimittel zur Behandlung gewisser psychischer Erkrankungen),

Antidepressiva, Antipsychotika (zur Behandlung bestimmter psychiatrischer Störungen), Arzneimittel

gegen Epilepsie (wie Carbamazepin), Entzündungs- und Schmerzmittel (sogenannte nicht-steroidale

Antirheumatika einschliesslich COX-2 Hemmer), kortisonartige Arzneimittel (Steroide),

Antiarrhythmika (zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen), Digoxin oder andere Digitalis-

Glykoside (Herzmittel), Muskelrelaxantien (zur Muskelerschlaffung während Operationen), Allopurinol

(Gichtmittel), Amantadin (zur Behandlung der Parkinson-Krankheit, auch bei gewissen Virus-

Erkrankungen), gewisse Krebs-Arzneimittel, anticholinerge Wirkstoffe (zur Behandlung verschiedener

Störungen wie z.B. Magen-Darm-Krämpfe, Krämpfe der Harnblase, Asthma, Reisekrankheit,

Muskelkrämpfe, Parkinson-Krankheit und als Hilfsmittel zur Narkose), Ciclosporin (zur Verhinderung

der Organabstossung nach Transplantation oder bei anderen Krankheiten wie rheumatoide Arthritis oder

Neurodermitis), Insulin oder antidiabetische Arzneimittel zum Einnehmen, Colestyramin, Colestipol und

andere Harze (zur Behandlung hoher Blutfette), Vitamin D und Kalziumsalze, blutdrucksteigernde

Amine (wie Noradrenalin), Barbiturate (Beruhigungsmittel), Narkotika (einschläfernde Mittel) und

Alkohol.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie zurzeit (oder

kürzlich) andere Arzneimittel einnehmen, die die Menge an Amlodipin im Körper verändern,

insbesondere Arzneimittel gegen Pilzinfektionen (wie Ketoconazol, Itraconazol), zur Behandlung von

AIDS oder HIV-Infektionen (wie Ritonavir, Indinavir), ferner Simvastatin (Arzneimittel zur Kontrolle

des erhöhten Cholesterinspiegels), Diltiazem (bei Herzerkrankungen), Dantrolene (eine Infusion bei

schwerer Störung der Körpertemperatur), Arzneimittel zur Beeinflussung des Immunsystems

(Tacrolimus, Sirolimus, Temsirolimus und Everolimus).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie zurzeit (oder

kürzlich) andere Arzneimittel einnehmen, die die Menge an Valsartan im Körper verändern,

insbesondere gewisse Antibiotika (Rifamycin-Gruppe), Arzneimittel zum Schutz vor

Transplantatabstossungsreaktionen, oder ein antiretrovirales Medikament zur Behandlung von

HIV/AIDS (Ritonavir). Diese Arzneimittel können die Wirkung von Valsartan verstärken.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden. Er bzw. sie wird

entscheiden, welches Arzneimittel Sie gleichzeitig mit Co-Valsartan Amlo Spirig HC anwenden können,

und eventuell die Dosis eines der Arzneimittel anpassen.

Grapefruitsaft sollte während der Behandlung mit Co-Valsartan Amlo Spirig HC nicht in grösseren

Mengen (mehr als ½ Liter pro Tag) eingenommen werden.

Patientinnen und Patienten, die auf Azofarbstoffe überempfindlich reagieren, sollen Co-Valsartan Amlo

Spirig HC 10mg/160mg/25mg nicht anwenden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder äusserlich

anwenden.

Darf Co-Valsartan Amlo Spirig HC während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen /

angewendet werden?

Schwangerschaft

Sie dürfen Co-Valsartan Amlo Spirig HC nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind oder planen,

schwanger zu werden. Die Anwendung von Co-Valsartan Amlo Spirig HC in der Schwangerschaft

wurde mit schweren Schäden des ungeborenen Kindes assoziiert. Daher ist es wichtig, unbedingt Ihren

Arzt bzw. Ihre Ärztin zu konsultieren, wenn Sie glauben, Sie könnten schwanger sein oder wenn Sie

eine Schwangerschaft planen.

Stillzeit

Falls Sie stillen, teilen Sie dies Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit. Während der Behandlung mit Co-

Valsartan Amlo Spirig HC darf nicht gestillt werden.

Wie verwenden Sie Co-Valsartan Amlo Spirig HC?

Die empfohlene Dosis von Co-Valsartan Amlo Spirig HC ist eine Filmtablette pro Tag.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird die für Sie richtige Stärke von Co-Valsartan Amlo Spirig HC auswählen.

Gegebenenfalls wird er bzw. sie die Dosis anpassen und eine höhere oder tiefere Stärke von Co-

Valsartan Amlo Spirig HC verordnen.

Es ist ratsam, das Arzneimittel jeden Tag zur gleichen Zeit einzunehmen, vorzugsweise morgens.

Co-Valsartan Amlo Spirig HC kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Schlucken Sie die

Filmtablette mit einem Glas Wasser.

Die Anwendung von Co-Valsartan Amlo Spirig HC bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist

nicht empfohlen.

Co-Valsartan Amlo Spirig HC kann bei älteren Patienten (65 Jahre und älter) in derselben Dosierung

wie für andere Erwachsene verabreicht werden.

Falls Sie einmal vergessen sollten, Co-Valsartan Amlo Spirig HC einzunehmen, holen Sie dies so

schnell wie möglich nach und nehmen Sie dann Ihre nächste Filmtablette zum gewohnten Zeitpunkt ein.

Wenn es dann bereits Zeit für die nächste Einnahme ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus. Nehmen

Sie keine doppelte Dosis ein.

Falls Sie aus Versehen zu viele Filmtabletten eingenommen haben sollten, sagen Sie dies unverzüglich

Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.

Eine Beendigung der Behandlung mit Co-Valsartan Amlo Spirig HC kann dazu führen, dass Ihre

Erkrankung sich verschlimmert. Beenden sie deshalb die Einnahme nicht, bevor es Ihnen Ihr Arzt bzw.

Ihre Ärztin gesagt hat.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Co-Valsartan Amlo Spirig HC haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Co-Valsartan Amlo Spirig HC auftreten:

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

Schwindel, Kopfschmerzen, niedriger Blutdruck (mit Symptomen wie Schwindel oder Benommenheit),

Verdauungsbeschwerden, häufiges Wasserlassen oder verstärkter Harndrang, Müdigkeit,

Wasseransammlung in den Geweben mit Schwellung von Gesicht, Armen, Händen, Beinen,

Fussgelenken oder Füssen.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Koordinationsstörungen, Schwindel beim Aufstehen, Schwindel nach

Anstrengung, Geschmackstörung, Lethargie, Störungen des Nervensystems mit Anzeichen wie Kribbeln

oder Taubheitsgefühl von Händen oder Füssen, Nervenschmerzen, Lähmungen und schwachen

Muskelreflexen, Schläfrigkeit, Ohnmacht, Sehstörungen, Drehschwindel, beschleunigter Puls,

Blutdruckabfall nach Aufstehen, oberflächliche Venenentzündung, akute Thrombose, Husten,

Schwierigkeiten beim Atmen, Halsbeschwerden, Bauchbeschwerden, Schmerzen im Oberbauch,

Mundgeruch, Durchfall, Mundtrockenheit, Übelkeit, Erbrechen, vermehrtes Schwitzen, Juckreiz,

Rückenschmerzen, Gelenkschwellung, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, Muskelschmerzen,

Schmerzen in den Armen oder Beinen, akutes Nierenversagen, Erektionsstörungen, Gehunfähigkeit,

Gangstörung, Schwächegefühl, Unbehagen, Unwohlsein, Brustschmerzen, Gewichtszunahme.

Ferner können Verschiebungen der Elektrolyte (Salze) im Blut und eine Erhöhung der Fette und der

Harnsäure im Blut auftreten.

Mögliche zusätzliche unerwünschte Wirkungen unter Amlodipin, Valsartan oder Hydrochlorothiazid

alleine:

Amlodipin

Unerwünschte Wirkungen welche schwerwiegend sein können:

Spontanblutung oder kleinflächige Hautblutung (mögliche Anzeichen von Thrombocytopenie), Fieber,

Halsentzündung oder Mundgeschwür aufgrund von Infektionen (Anzeichen Leukocytopenie),

unregelmässiger Herzschlag (mögliche Anzeichen von Vorhofflimmern), langsamer Herzschlag

(mögliche Anzeichen von Bradykardie), plötzlicher und beklemmender Brustschmerz (mögliche

Anzeichen von Herzinfarkt), schwere Oberbauchschmerzen (mögliche Anzeichen von Pankreatitis),

gelbe Haut und Augen, Übelkeit, Appetitverlust, leicht verfärbter Urin (mögliche Anzeichen von

Hepatitis), Blasenbildung an den Lippen, Augen oder Mund, Hautabschälung, Fieber (mögliche

Anzeichen von Erythema multiforme oder Steven-Johnson Syndrom).

Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)

Ödeme

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

Herzklopfen, Wallungen

Schläfrigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Sehbeeinträchtigungen (einschliesslich Diplopie), Dyspnoe,

Abdominalschmerzen, Übelkeit, Dyspepsie, veränderte Stuhlgewohnheiten (einschliesslich Durchfall

und Verstopfung), Knöchelschwellungen, Muskelkrämpfe, Müdigkeit, Asthenie, Herzklopfen,

Wallungen

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

Stimmungsschwankungen (einschliesslich Angst), Zittern, reduzierte Hautsensibilität (Hypoästhesie),

Parästhesien, Ohrensausen, Schnupfen, Haarausfall, Hautrötung, Hautentfärbung,

Lichtüberempfindlichkeit, Gelenkschmerzen, Störungen beim Wasserlassen, vermehrtes nächtliches

Wasserlassen, Brustvergrösserung bei Männern, Schmerzen, Gewichtsabnahme, Depression, Insomnie,

Geschmacksstörungen, Synkope, Arrhythmie (einschliesslich Bradykardie, ventrikuläre Tachykardie

und Vorhofflimmern), Hypotonie, Husten, Erbrechen, Mundtrockenheit, Hyperhidrose, Pruritus,

Ausschlag, Urtikaria, Myalgie, Rückenschmerzen, Impotenz, Malaise, Brustschmerzen.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern):

Verwirrung

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern)

Überempfindlichkeit, erhöhter Blutzucker, erhöhter Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, Entzündung der

Blutgefässe, Magenentzündung, Zahnfleischverdickung, Entzündung der Bauchspeicheldrüse oder

Leberentzündung (beides kann zu Symptomen wie Erbrechen, Appetitverlust, Übelkeit oder

Gelbverfärbung von Haut und Augen führen), Angioödem (Reaktion mit Atem- und

Schluckbeschwerden, Schwellung im Gesicht, der Arme und Beine, Augen, Lippen oder Zunge),

Hautentzündung, Nesselfieber, periphere Neuropathie, Hypertonie, Myokardinfarkt, exfoliative

Dermatitis, Lichtempfindlichkeit.

Unbekannt: Toxische Epidermale Nekrolyse

Valsartan

Unerwünschte Wirkungen, welche schwerwiegend sein können:

Symptome einer allergischen Reaktion oder eines Angioödems (Hautausschlag mit oder ohne

Atembeschwerden, Reaktion mit Atem- und Schluckbeschwerden, Schwellung im Gesicht, der Arme

und Beine, Augen, Lippen oder Zunge)

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

Virale Infektionen

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

Herzschwäche, Blasenbildung auf der Haut Atemwegsinfektionen, Rachenentzündung, Entzündung der

Nasennebenhöhlen, verminderte Anzahl weisser Blutkörperchen, was zu einem erhöhten

Infektionsrisiko führen kann, erhöhte Kaliumblutwerten, verminderte Libido

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern)

Nierenfunktionsstörung, Komplikationen während der Schwangerschaft

Hydrochlorothiazid

Unerwünschte Wirkungen, welche schwerwiegend sein können:

Hautausschlag, vor allem im Gesicht, Gelenkschmerz, Muskelsymptome und Fieber (Zeichen oder

Reaktivierung eines Lupus erythematodes). Schwere Hautreaktionen mit Blasenbildung auf Lippen,

Augen oder im Mund, Schälung der Haut, Fieber (toxische epidermale Nekrolyse) Haut- und

Lippenkrebs (nicht-melanozytärer, «weisser» Hautkrebs: Auftreten eines Knotens oder verfärbten

Fleckens auf der Haut, der sich auch nach einigen Wochen nicht zurückgebildet hat und über Monate

und manchmal Jahre langsam wächst, bzw. von rötlichen bis rosafarbenen, festen, krebsbedingten

Knoten, die sich zu Geschwüren entwickeln können; krebsbedingte Flecken hingegen sind in der Regel

flach und schuppig; treten häufig an Hautstellen auf, die regelmässig der Sonne ausgesetzt sind, wie z.B.

im Gesicht, an den Ohren, Händen, Schultern, am Oberkörper oder Rücken).

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

Tiefe Magnesiumwerte im Blut

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

Erhöhter Blutzucker, Zucker im Urin, Verschlechterung des Diabetes,

Lichtüberempfindlichkeitsreaktionen, Verstopfung, Depression, Sehschwäche

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern)

Atembeschwerden, einschliesslich Lungenentzündung, Lungenödem, Entzündung der

Bauchspeicheldrüse.

Ferner wurde über Muskelkrämpfe, Fieber, Schwäche (Asthenie), Sehschwäche oder Schmerzen in den

Augen (hoher Augendruck), stark verminderte Harnmenge (Nierenerkrankung oder Nierenversagen)

berichtet.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin,

Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind.

Darüber hinaus sollten Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin umgehend jegliche unerwarteten

Veränderungen der Haut zeigen, die Sie während der Behandlung mit Co-Valsartan Amlo Spirig HC

beobachten.

Was ist ferner zu beachten?

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Lagerungshinweis

Das Arzneimittel soll nicht über 30°, in der Originalverpackung, vor Feuchtigkeit geschützt und ausser

Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Keine beschädigten oder gebrauchten Co-Valsartan Amlo Spirig HC-Packungen verwenden.

Weitere Hinweise

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Co-Valsartan Amlo Spirig HC enthalten?

Wirkstoffe

Co-Valsartan Amlo Spirig HC 5 mg/160 mg/12.5 mg Filmtabletten enthalten die Wirkstoffe Amlodipin

5 mg (als Amlodipin-Besilat), Valsartan 160 mg und Hydrochlorothiazid 12.5 mg.

Co-Valsartan Amlo Spirig HC 10 mg/160 mg/12.5 mg Filmtabletten enthalten die Wirkstoffe Amlodipin

10 mg (als Amlodipin-Besilat), Valsartan 160 mg und Hydrochlorothiazid 12.5 mg.

Co-Valsartan Amlo Spirig HC 5 mg/160 mg/25 mg Filmtabletten enthalten die Wirkstoffe Amlodipin 5

mg (als Amlodipin-Besilat), Valsartan 160 mg und Hydrochlorothiazid 25 mg.

Co-Valsartan Amlo Spirig HC 10 mg/160 mg/25 mg Filmtabletten enthalten die Wirkstoffe Amlodipin

10 mg (als Amlodipin-Besilat), Valsartan 160 mg und Hydrochlorothiazid 25 mg.

Hilfsstoffe

Color.: E110 (Co-Valsartan Amlo Spirig HC 10 mg/160 mg/25 mg) und weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

66683 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Co-Valsartan Amlo Spirig HC? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Co-Valsartan Amlo Spirig HC 5 mg/160 mg/12.5 mg: Filmtabletten zu 28 und 98 (Kalenderpackung)

Co-Valsartan Amlo Spirig HC 10 mg/160 mg/12.5 mg: Filmtabletten zu 28 und 98 (Kalenderpackung)

Co-Valsartan Amlo Spirig HC 5 mg/160 mg/25 mg: Filmtabletten zu 28 und 98 (Kalenderpackung)

Co-Valsartan Amlo Spirig HC 10 mg/160 mg/25 mg: Filmtabletten zu 28 und 98 (Kalenderpackung)

Zulassungsinhaberin

Spirig HealthCare AG, 4622 Egerkingen

Diese Packungsbeilage wurde im September 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

Co-Valsartan Amlo Spirig HC®

Spirig HealthCare AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Amlodipinum ut Amlodipini besilas, Valsartanum, Hydrochlorothiazidum.

Hilfsstoffe: Color.: E110, Excip. pro compr. obduct.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Co-Valsartan Amlo Spirig HC 5 mg/160 mg/12.5 mg

Filmtabletten zu 5 mg Amlodipin, 160 mg Valsartan und 12.5 mg Hydrochlorothiazid.

Co-Valsartan Amlo Spirig HC 10 mg/160 mg/12.5 mg

Filmtabletten zu 10 mg Amlodipin, 160 mg Valsartan und 12.5 mg Hydrochlorothiazid.

Co-Valsartan Amlo Spirig HC 5 mg/160 mg/25 mg

Filmtabletten zu 5 mg Amlodipin, 160 mg Valsartan und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Co-Valsartan Amlo Spirig HC 10 mg/160 mg/25 mg

Filmtabletten zu 10 mg Amlodipin, 160 mg Valsartan und 25 mg Hydrochlorothiazid sowie Color.:

E110.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Behandlung der essentiellen Hypertonie.

Co-Valsartan Amlo Spirig HC ist indiziert bei Patienten, deren Blutdruck durch eine Zweifachtherapie

nicht ausreichend kontrolliert ist.

Co-Valsartan Amlo Spirig HC ist indiziert als Ersatztherapie bei Patienten, die bereits Valsartan,

Amlodipin und Hydrochlorothiazid als separate Tabletten in der gleichen Dosierungsstärke erhalten.

Dosierung/Anwendung

Bei Umstellung von einer Zweifachtherapie auf Co-Valsartan Amlo Spirig HC beträgt die empfohlene

Dosis einmal täglich 1 Filmtablette Co-Valsartan Amlo Spirig HC 5 mg/160 mg/12.5 mg, 10 mg/160

mg/12.5 mg, 5 mg/160 mg/25 mg oder 10 mg/160 mg/25 mg.

Patienten, welche Valsartan, Amlodipin und Hydrochlorothiazid als separate Tabletten erhalten, können

auf die entsprechende Dosis von Co-Valsartan Amlo Spirig HC umgestellt werden.

Die höchste empfohlene Dosis von Co-Valsartan Amlo Spirig HC beträgt 10/320/25 mg (2 Tabletten

Co-Valsartan Amlo Spirig HC 5 mg/160 mg/12.5 mg).

Co-Valsartan Amlo Spirig HC soll mit etwas Wasser mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Betreffend Absetzen von Betablockern (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Spezielle Dosierungsempfehlungen

Ältere Patienten (65 Jahre und älter)

Auf Grund des Amlodipins, welches in Co-Valsartan Amlo Spirig HC enthalten ist, sollte erwogen

werden, die Therapie mit der niedrigsten verfügbaren Dosis Amlodipin zu beginnen. Die niedrigste

Stärke Co-Valsartan Amlo Spirig HC enthält 5 mg Amlodipin ( s. «Eigenschaften/Wirkungen» und

«Pharmakokinetik»).

Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren)

Da keine entsprechenden Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit vorliegen, ist Co-Valsartan Amlo Spirig

HC bei Patienten unter 18 Jahren nicht empfohlen.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit leichter und mässiger Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance ≥30 ml/min) ist keine

Dosisanpassung notwendig.

Wegen des Wirkstoffes Hydrochlorothiazid ist Co-Valsartan Amlo Spirig HC bei Patienten mit Anurie

kontraindiziert (s. «Kontraindikationen») und sollte bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (GFR

<30 ml/min) mit Vorsicht angewendet werden (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und

«Pharmakokinetik»).

Thiazid-Diuretika sind als Monotherapie bei schwerer Niereninsuffizienz (GFR <30 ml/min)

unwirksam, sie können jedoch bei Anwendung mit der gebotenen Vorsicht in Kombination mit einem

Schleifendiuretikum auch bei Patienten mit einer GFR <30 ml/min von Nutzen sein.

Eingeschränkte Leberfunktion

Wegen den Wirkstoffkomponenten Valsartan, Hydrochlorothiazid und Amlodipin sollte Co-Valsartan

Amlo Spirig HC bei Patienten mit Leberinsuffizienz oder Gallenwegsstörungen mit spezieller Vorsicht

angewendet werden. Es sollte erwogen werden, die Therapie mit der niedrigsten verfügbaren Dosis

Amlodipin zu beginnen. Die niedrigste Stärke Co-Valsartan Amlo Spirig HC enthält 5 mg Amlodipin (s.

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Pharmakokinetik»).

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber einem der Wirkstoffe, anderen Sulfonamidderivaten oder einem der

Hilfsstoffe.

Schwangerschaft, Stillzeit (s. «Schwangerschaft/Stillzeit»).

Biliäre Zirrhose oder Cholestase.

Anurie.

Hereditäres Angioödem oder angioneurotisches Ödem unter einer früheren Behandlung mit einem ACE-

Hemmer oder einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten.

Kombination von Co-Valsartan Amlo Spirig HC mit Aliskiren bei Patienten mit Diabetes mellitus (Typ

1 und Typ 2) sowie Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (eGFR <60 ml/min/1.73 m2).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

«Duale Blockade» des Renin-Angiotensin-Aldosteron (RAA)-Systems: siehe «Interaktionen»

Patienten mit Natrium- und/oder Volumenmangel

In einer kontrollierten Studie bei Patienten mit mässiger bis schwerer unkomplizierter Hypertonie wurde

eine übermässige Hypotonie einschliesslich orthostatischer Hypotonie bei 1.7% der Patienten mit

Amlodipin/Valsartan/HCT 10/320/25 mg, bei 1.8% mit Valsartan/HCT 320/25 mg, bei 0.4% mit

Amlodipin/Valsartan 10/320 mg und bei 0.2% mit HCT/Amlodipin 25/10 mg beobachtet.

Bei übermässiger Hypotonie unter Co-Valsartan Amlo Spirig HC sollte der Patient in Rückenlage

gebracht werden und falls nötig eine i.v. Infusion mit Kochsalzlösung erhalten. Wenn sich der Blutdruck

wieder stabilisiert hat, kann mit der Therapie fortgefahren werden.

Serumelektrolyte

Gleichzeitige Anwendung von Kaliumpräparaten, kaliumsparenden Diuretika, salzhaltigen Zusätzen, die

Kalium enthalten, oder anderen Arzneimitteln, welche den Kaliumspiegel erhöhen können (z.B.

Heparin) sollte mit Vorsicht erfolgen.

Elektrolyte

Kalium

Thiazid-Diuretika können eine Hypokaliämie verursachen oder eine vorbestehende Hypokaliämie

verschlimmern. Bei Erkrankungen, welche mit erhöhtem Kaliumverlust einhergehen, sollten Thiazide

nur mit Vorsicht und unter regelmässiger Kontrolle des Serumkaliums gegeben werden.

Vor Beginn einer Behandlung mit Thiaziden soll eine Hypokaliämie korrigiert werden. Ein gleichzeitig

bestehender Magnesiummangel kann die Korrektur einer Hypokaliämie erschweren. Da Co-Valsartan

Amlo Spirig HC einen Angiotensin-II-Rezeptorblocker enthält, sollte die Substitution von Kalium mit

ausgesprochener Vorsicht erfolgen. Die Kalium- und Magnesiumkonzentrationen sollten regelmässig

kontrolliert werden. Alle Patienten, die Thiazid-Diuretika erhalten, sollten hinsichtlich Imbalancen der

Elektrolyte überwacht werden.

Natrium

Thiazid-Diuretika können das Neuauftreten einer Hyponatriämie auslösen oder eine vorbestehende

Hyponatriämie verschlimmern. Diese kann mit neurologischen Symptomen (Erbrechen, Verwirrtheit,

Apathie) einhergehen. Thiazid-Diuretika sollen nur nach Korrektur einer vorbestehenden Hyponatriämie

verabreicht werden. Eine regelmässige Überwachung der Natriumkonzentration im Serum sollte

erfolgen.

Kalzium

Thiazid-Diuretika verringern die Kalziumausscheidung im Urin und können eine Erhöhung des

Serumkalziums verursachen. Thiazid-Diuretika sollten nur nach Korrektur einer vorbestehenden

Hyperkalziämie bzw. nach Behandlung der dafür verantwortlichen Erkrankung begonnen werden. Eine

regelmässige Überwachung der Kalziumkonzentration im Serum sollte erfolgen.

Volumenmangel

Bei Patienten mit schwerem Volumenmangel kann nach Beginn der Behandlung mit Co-Valsartan Amlo

Spirig HC eine symptomatische Hypotonie auftreten. Ein bestehender Volumenmangel sollte vor Beginn

der Behandlung ausgeglichen werden.

Amlodipin – Valsartan - Hydrochlorothiazid

In der kontrollierten Studie bei Patienten mit mässiger bis schwerer Hypertonie betrug die Häufigkeit

der Hypokaliämie (Serum-Kalium <3.5 mmol/l) zu irgendeinem Zeitpunkt 9.9% mit

Amlodipin/Valsartan/HCT 10/320/25 mg, 24.5% mit HCT/Amlodipin 25/10 mg, 6.6% mit

Valsartan/HCT 320/25 mg und 2.7% mit Amlodipin/Valsartan 10/320 mg. Jeweils ein Patient (0.2%) in

den Gruppen mit Amlodipin/Valsartan/HCT und HCT/Amlodipin brach die Therapie wegen

Hypokaliämie ab. Die Inzidenz der Hyperkaliämie (Serum-Kalium >5.7 mmol/l) betrug 0.4% mit

Amlodipin/Valsartan/HCT gegenüber 0.2-0.7% mit den Zweifach-Therapien.

In der kontrollierten Studie glichen sich die entgegengesetzten Wirkungen von Valsartan 320 mg und

Hydrochlorothiazid 25 mg auf das Serum-Kalium bei vielen Patienten ungefähr aus, bei anderen

überwog der eine oder andere Effekt.

Absetzen eines Beta-Blockers

Co-Valsartan Amlo Spirig HC enthält keinen Beta-Blocker und schützt daher nicht vor den Gefahren bei

abruptem Absetzen eines Beta-Blockers. Ein solches Absetzen sollte immer durch schrittweise

Reduktion der Beta-Blocker-Dosierung erfolgen.

Patienten mit Nierenarterienstenose

Es sind keine Daten verfügbar für den Gebrauch von Co-Valsartan Amlo Spirig HC, daher sollte Co-

Valsartan Amlo Spirig HC mit besonderer Vorsicht angewendet werden zur Behandlung der Hypertonie

bei Patienten mit einseitiger oder beidseitiger Nierenarterienstenose oder Stenose einer einzelnen Niere.

Da andere Arzneimittel, die das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen, bei Patienten mit

ein- oder beidseitiger Nierenarterienstenose die Blutharnstoff- und Serumkreatininwerte erhöhen

können, wird als Sicherheitsmassnahme eine Überwachung dieser Patienten empfohlen.

Patienten mit Nierentransplantation

Zur Zeit gibt es keine Erfahrungen zur sicheren Anwendung von Co-Valsartan Amlo Spirig HC bei

Patienten, welche kürzlich eine Nierentransplantation erhalten haben.

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Bei schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatininclearance <10 ml/min) liegen keine Erfahrungen vor.

Patienten mit Leberinsuffizienz

Besondere Vorsicht ist geboten bei der Anwendung von Co-Valsartan Amlo Spirig HC bei Patienten mit

leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz (s. «Dosierung/Anwendung») und bei Patienten mit

obstruktiven Gallenerkrankungen. Wegen den Wirkstoffkomponenten Valsartan, Hydrochlorothiazid

und Amlodipin sollte Co-Valsartan Amlo Spirig HC bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz mit

spezieller Vorsicht angewendet werden (s. «Dosierung/Anwendung» und «Pharmakokinetik»).

Angioödem

Bei mit Valsartan behandelten Patienten wurden Angioödeme einschliesslich von Schwellungen der

Larynx und der Glottis, die zu Behinderungen des Luftstroms und/oder Schwellung des Gesichts, der

Lippen, des Rachens und/oder der Zunge führten, festgestellt. Bei einigen dieser Patienten waren bereits

zu einem früheren Zeitpunkt Angioödeme bei der Einnahme von anderen Medikamenten einschliesslich

von ACE-Hemmern aufgetreten. Die Verabreichung von Co-Valsartan Amlo Spirig HC muss bei

Patienten, bei denen ein Angioödem auftritt, sofort unterbrochen werden und eine angemessene

Therapie mit Überwachung durchgeführt werden, bis die Anzeichen und Symptome vollständig und

nachhaltig verschwunden sind. Wenn Zunge, Glottis oder Kehlkopf betroffen sind, sollte Adrenalin

verabreicht werden. Darüber hinaus sind Massnahmen zu ergreifen, um die Atemwege des Patienten

offenzuhalten, und Co-Valsartan Amlo Spirig HC darf ihnen nicht wieder verabreicht werden.

Patienten mit Herzinsuffizienz und früherem Herzinfarkt

Allgemein sollten Calciumkanalblocker einschliesslich von Amlodipin bei Patienten mit schwerer

Herzinsuffizienz (Stadium III-IV nach NYHA-Klassifikation) nur mit besonderer Vorsicht verwendet

werden.

Bei Patienten, deren Nierenfunktion von der Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

abhängt (z.B. Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz), wurde die Behandlung mit ACE-Hemmern oder

Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten mit Oligurie und/oder progressiver Azotämie und in seltenen Fällen

mit akutem Nierenversagen und/oder Tod in Verbindung gebracht. Bei der Untersuchung von Patienten

mit Herzinsuffizienz oder Patienten, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben, sollte die

Nierenfunktion immer mit geprüft werden.

Risiko für einen Herzinfarkt oder Verschlechterung von Angina pectoris

Nach Beginn der Verabreichung oder Erhöhung der Dosierung von Amplodipin kann es zu einer

Verschlechterung der Angina pectoris oder zu einem akuten Herzinfarkt kommen, insbesondere bei

Patienten mit schweren arteriellen Verschlusskrankheiten der Herzkranzgefässe.

Aorten- oder Mitralklappenstenose oder obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie

Bei Patienten mit Aorten- oder Mitralstenose oder bei obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie ist

besondere Vorsicht geboten, wenn Amlodipin angewendet wird.

Systemischer Lupus erythematodes

Unter Thiazid-Diuretika einschliesslich Hydrochlorothiazid wurden Exazerbation oder Aktivierung

eines systemischen Lupus erythematodes beobachtet.

Metabolische Störungen

Thiazid-Diuretika einschliesslich Hydrochlorothiazid können die Glukosetoleranz verschlechtern und

den Serumspiegel von Cholesterin und Triglyzeriden erhöhen.

Metabolische Effekte

Co-Valsartan Amlo Spirig HC kann auf Grund einer verminderten Harnsäure-Clearance die

Serumkonzentration von Harnsäure erhöhen und Hyperurikämien verursachen bzw. verschlimmern

sowie bei disponierten Patienten Gichtschübe auslösen. Deswegen wird die Anwendung von Co-

Valsartan Amlo Spirig HC bei Patienten mit Hyperurikämie und/oder Gicht nicht empfohlen.

Unter Langzeitbehandlung mit Thiaziden wurden bei einigen Patienten mit Hyperkalzämie und

Hypophosphatämie pathologische Veränderungen in der Nebenschilddrüse festgestellt. Bei Auftreten

von Hyperkalzämie sind zusätzliche diagnostische Abklärungen erforderlich.

Sonstige

Co-Valsartan Amlo Spirig HC 10 mg/160 mg/25 mg enthält den Azofarbstoff Gelborange S (E110). Bei

Patienten mit Überempfindlichkeit gegenüber Azofarbstoffen, Acetylsalicylsäure und anderen

Prostaglandinhemmer soll Co-Valsartan Amlo Spirig HC 10 mg/160 mg/25 mg mit Vorsicht

angewendet werden.

Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Hydrochlorothiazid treten bei Patienten mit Allergien und

Asthma mit grösserer Wahrscheinlichkeit auf.

Akute Myopie und sekundäres Winkelblockglaukom

Hydrochlorothiazid, ein Sulfonamid, welches in Co-Valsartan Amlo Spirig HC enthalten ist, kann

idiosynkratische Reaktionen hervorrufen, welche zu akuter transienter Myopie oder zu akutem

Winkelblockglaukom führen können. Dies äussert sich in akut verminderter Sehschärfe oder

Augenschmerz, welche typischerweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach Beginn der

Medikamentengabe auftreten. Unbehandelte akute Winkelblockglaukome können zu permanentem

Visusverlust führen. Die Initialbehandlung besteht im schnellstmöglichen Absetzen des

Hydrochlorothiazids. Chirurgische und medizinische Massnahmen müssen in Betracht gezogen werden,

sollte der intraokulare Druck auf andere Weise unkontrollierbar bleiben. Ein Risikofaktor für die

Entstehung eines Winkelblockglaukoms unter der Behandlung mit Hydrochlorothiazid könnte eine

vorbestehende Sulfonamid- oder Penicillin-Allergie sein.

Nicht-melanozytärer Hautkrebs (NMSC)

In zwei epidemiologischen Studien, die auf dem dänischen nationalen Krebsregister basierten, wurde

mit zunehmender kumulativer Hydrochlorothiazid-Exposition ein erhöhtes Risiko für nicht-

melanozytären Hautkrebs (NMSC) (Basalzellkarzinom und Plattenepithel-Karzinom) beobachtet. Das

Risiko für NMSC scheint bei einer Langzeitanwendung anzusteigen (siehe Rubrik «Klinische

Pharmakologie»). Die photosensibilisierende Wirkung von Hydrochlorothiazid könnte als potentieller

Mechanismus an der NMSC- Entwicklung beteiligt sein.

Patienten, die Hydrochlorothiazid anwenden, sind über das NMSC-Risiko zu informieren und müssen

angewiesen werden, ihre Haut regelmässig auf neue Läsionen hin zu kontrollieren und jegliche

verdächtige Hautveränderungen unverzüglich zu melden. Zur Minimierung des Hautkrebsrisikos sollte

den Patienten die Einhaltung von möglichen Präventionsmassnahmen angeraten werden, wie z.B.

Einschränkung der Sonnenlicht-/UV-Exposition und Anwendung eines geeigneten Sonnenschutzes im

Falle einer Sonnenexposition. Verdächtige Hautveränderungen sollten umgehend untersucht werden,

ggf. mittels histologischer Analyse von Biopsien. Ausserdem muss bei Patienten mit einem NMSC in

der Vorgeschichte die Anwendung von Hydrochlorothiazid möglicherweise noch einmal überdacht

werden (siehe Rubrik «Unerwünschte Wirkungen»).

Interaktionen

Valsartan – Hydrochlorothiazid: Interaktionen, die beide Komponenten betreffen

Lithium

Folgende Interaktionen können bei Anwendung beider Komponenten (Valsartan und/oder

Hydrochlorothiazid) von Co-Valsartan Amlo Spirig HC auftreten:

Ein reversibler Konzentrationsanstieg an Lithium im Serum und Lithium-Toxizität wurden bei

gleichzeitiger Verabreichung von Lithium und ACE Inhibitoren oder Angiotensin II Rezeptor

Antagonisten oder Thiaziden beobachtet. Da Thiazide die renale Lithium-Clearance reduzieren, kann die

Lithium Toxizität nach der Anwendung von Co-Valsartan Amlo Spirig HC erhöht sein. Die genaue

Überwachung der Lithium-Konzentration im Serum bei gleichzeitiger Anwendung wird daher

empfohlen.

Amlodipin

Amlodipin kann zusammen mit Thiaziddiuretika, Alphablockern, Betablockern, ACE-Hemmern,

Langzeit-Nitraten, sublingualem Nitroglycerin, nicht-steroidalen Antirheumatika, Antibiotika und oralen

Antidiabetika verabreicht werden.

Calcium-Antagonisten können mit dem Cytochrom-P450-abhängigen Metabolismus von Theophyllin

und Ergotamin interferieren. Da bis anhin weder in vitro noch in vivo Interaktionsstudien mit

Theophyllin bzw. Ergotamin und Amlodipin verfügbar sind, wird empfohlen, zu Beginn einer

gleichzeitigen Verabreichung die Blutspiegel von Theophyllin oder Ergotamin regelmässig zu

kontrollieren.

Spezielle Studien: Effekte anderer Wirkstoffe auf Amlodipin

CYP3A4-Hemmer: Die gleichzeitige Verabreichung von 180 mg Diltiazem täglich und 5 mg Amlodipin

bei älteren Patienten mit Bluthochdruck führte zu einer 1,6-fachen Erhöhung der systemischen

Amlodipin-Exposition. Starke CYP3A4-Hemmer (z.B. Ketoconazol, Itraconazol, Ritonarvir) können zu

höheren Plasmakonzentrationen von Amlodipin führen als bei Diltiazem. Es ist daher Vorsicht geboten,

wenn Amlodipin gleichzeitig mit CYP3A4-Hemmern verabreicht wird.

CYP3A4-Induktoren: Es liegen keine Informationen über die quantitative Auswirkung von CYP3A4-

Induktoren auf Amlodipin vor. Wenn Amlodipin gleichzeitig mit CYP3A4-Induktoren gegeben wird,

müssen die Patienten überwacht werden, um die gewünschte klinische Wirkung sicherzustellen.

Cimetidin: Bei gleichzeitiger Verabreichung von Amlodipin und Cimetidin wird die Pharmakokinetik

von Amlodipin nicht verändert.

Grapefruitsaft: Die Anwendung von Amlodipin (in Co-Valsartan Amlo Spirig HC enthalten) mit

Grapefruit oder Grapefruitsaft wird generell nicht empfohlen, da sich dadurch die Bioverfügbarkeit von

Amlodipin bei einigen Patienten erhöhen und somit die blutdrucksenkende Wirkung verstärken kann.

Ursache könnte ein genetischer Polymorphismus von CYP3A4, dem für den Metabolismus von

Amlodipin hauptverantwortlichen Enzym sein. In einer Studie mit 20 gesunden Probanden wurde kein

signifikanter Effekt von Grapefruitsaft auf die Pharmakokinetik von Amlodipin gefunden.

Aluminium/Magnesium (Antazida): Die gleichzeitige Verabreichung von Aluminium/Magnesium-

Antazida und einer Einzeldosis Amlodipin hatte keinen signifikanten Effekt auf die Pharmakokinetik

von Amlodipin.

Sildenafil: Eine Einzeldosis von Sildenafil (100 mg) bei Personen mit essentieller Hypertonie hatte

keinen Einfluss auf die pharmakokinetischen Parameter von Amlodipin.

Spezielle Studien: Effekte von Amlodipin auf andere Wirkstoffe

In vitro Untersuchungen mit Humanplasma zeigen, dass Amlodipin keinen Einfluss auf die

Proteinbindung von Digoxin, Phenytoin, Cumarin, Warfarin oder Indomethacin hat.

Atorvastatin: Bei gleichzeitiger Verabreichung von mehreren Dosen Amlodipin (10 mg) mit

Atorvastatin (80 mg) resultierten keine signifikanten Veränderungen der pharmakokinetischen Steady-

State-Parameter von Atorvastatin.

Simvastatin: Gleichzeitige Verabreichung von Mehrfachdosierungen von 10 mg Amlodipin und 80 mg

Simvastatin führten zu einer Erhöhung der Exposition gegenüber Simvastatin um 77% im Vergleich zur

alleinigen Gabe von Simvastatin. Die tägliche Dosis von Simvastatin sollte bei Patienten, die Amlodipin

einnehmen, auf 20 mg pro Tag begrenzt werden.

Digoxin: Untersuchungen an gesunden Probanden haben gezeigt, dass die gleichzeitige Verabreichung

von Amlodipin und Digoxin zu keinen Veränderungen der Digoxin-Plasmaspiegel oder der renalen

Digoxin-Clearance führt.

Ethanol (Alkohol): Einzel- und Mehrfachdosen von Amlodipin (10 mg) hatten keinen signifikanten

Effekt auf die Pharmakokinetik von Ethanol.

Warfarin: Die Wirkung von Warfarin auf die Prothrombinzeit wurde bei gesunden männlichen

Probanden durch die gleichzeitige Verabreichung von Amlodipin nicht signifikant verändert.

Ciclosporin: Pharmakokinetische Studien mit Ciclosporin haben gezeigt, dass Amlodipin die

Pharmakokinetik von Ciclosporin nicht signifikant verändert.

Valsartan

Da Valsartan nur in geringem Umfang metabolisiert wird, sind klinisch relevante

Arzneimittelinteraktionen in Form einer metabolischen Induktion oder Hemmung des Cytochrom-P450-

Systems nicht zu erwarten.

Obwohl Valsartan stark an Plasmaproteine gebunden wird, haben Untersuchungen in vitro keine auf

diesem Mechanismus beruhenden Interaktionen mit einer Reihe von ebenfalls stark an Plasmaproteine

gebundenen Substanzen wie Diclofenac, Furosemid und Warfarin ergeben.

Erfahrungen über die gleichzeitige Anwendung von Valsartan und Lithium liegen nicht vor. Daher wird

bei gleichzeitiger Anwendung von Lithium und Valsartan eine regelmässige Kontrolle des Serum-

Lithium-Spiegels empfohlen.

Kalium: Unter der Kombinationsbehandlung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten mit anderen

Arzneimitteln, die zu einer Erhöhung des Serumkaliums führen können (z.B. Kaliumsparende Diuretika,

Kaliumhaltige Präparate, Heparin), kann das Risiko für eine Hyperkaliämie erhöht sein. Die Gabe von

Valsartan, welches in Co-Valsartan Amlo Spirig HC enthalten ist, sollte in solchen Fällen mit Vorsicht

und unter Kontrolle des Kaliumspiegels erfolgen.

Nicht-steroidale anti-inflammatorische Arzneimittel (NSAIDs), inklusive selektive Cyclooxygenase-2-

Inhibitoren (COX-2 Inhibitoren)

Die Verabreichung von NSAIDs und COX2-Inhibitoren kann zu einer Minderung des antihypertensiven

Effekts von Angiotensin-ll-Rezeptor-Antagonisten (AllRAs) führen. Bei älteren Patienten, Patienten mit

Nierenfunktionsstörung und solchen mit Volumenmangel (auch unter Diuretikatherapie) kann die

gleichzeitige Verabreichung von NSAIDs (oder COX2-Inhibitoren) mit einem AllRA das Risiko einer

Verschlechterung der Nierenfunktion (inklusive akutem Nierenversagen) erhöhen. Bei solchen Patienten

sollten diese Medikamente deswegen nur mit Vorsicht und unter Kontrolle der Nierenfunktion

kombiniert werden.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) mit ACE-Inhibitor (ACE-I),

Angiotensin II Rezeptor-Blocker (ARB) oder Aliskiren

Unter der «dualen Blockade» des RAA-Systems mit ARBs, ACE-Is oder Aliskiren wurden häufiger

Hypotonien, Synkope, Hyperkaliämien und Nierenfunktionsstörungen (einschliesslich akutem

Nierenversagen) beobachtet im Vergleich zu einer Monotherapie mit diesen Substanzen, besonders bei

normo- bis hypotensiven Patienten bei Therapiebeginn.

Eine duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE Hemmern, ARB oder

Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen. Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut

notwendig erachtet wird, sollte dies unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung

engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmern und Angiotensin-Rezeptorblockern (ARB) - einschliesslich Valsartan - sollten bei

Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Bei gewissen Patienten ist diese Kombination kontraindiziert (s. «Kontraindikationen»).

Transporter: In-vitro-Untersuchungen mit menschlichem Lebergewebe weisen darauf hin, dass

Valsartan ein Substrat des hepatischen Aufnahmetransporters OATP1B1 und des hepatischen

Auswärtstransporters MRP2 ist. Deshalb kann die systemische Valsartan-Exposition sich bei

gleichzeitiger Verabreichung von Hemmern der Transporter OATP1B1 (Rifampicin, Ciclosporin) bzw.

MRP2 (Ritonavir) erhöhen.

Mit folgenden Substanzen wurden keine klinisch relevanten Wechselwirkungen gefunden: Cimetidin,

Warfarin, Furosemid, Digoxin, Atenolol, Indometacin, Hydrochlorothiazid, Amlodipin und

Glibenclamid.

Hydrochlorothiazid

Andere Antihypertensiva: Thiazide verstärken die antihypertensive Wirkung anderer

blutdrucksenkender Arzneimitteln (z.B. Guanethidin, Methyldopa, Betablocker, Vasodilatatoren,

Kalzium-Kanalblocker, ACE-Hemmer, Angiotensin Rezeptorblocker (ARBs) und Direkte Reninhemmer

(DRIs).

Skelettmuskelrelaxantien: Thiazide einschliesslich Hydrochlorothiazid verstärken die Wirkung von

Skelettmuskelrelaxantien wie Curare-Derivaten.

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAIDs) und Cox-2 selektive Hemmer: Die gleichzeitige Gabe

nichtsteroidaler Antirheumatika (z.B. Salizylsäurederivate oder Indomethacin) kann die diuretische und

antihypertensive Wirkung von Thiaziden abschwächen. Bei gleichzeitiger Hypovolämie kann es zum

akuten Nierenversagen kommen.

Arzneimittel mit Einfluss auf Serum-Kaliumspiegel: Die hypokaliämische Wirkung von

Hydrochlorothiazid kann durch gleichzeitige Verabreichung anderer kaliuretischer Diuretika,

Kortikosteroiden, ACTH, Amphotericin B, Penicillin G, Salizylsäurederivaten oder Antiarrhythmika (s.

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen») verstärkt werden.

Arzneimittel mit Einfluss auf den Serum-Natriumspiegel: Die hyponatriämische Wirkung von Diuretika

kann durch die gleichzeitige Verabreichung von Arzneimitteln wie Antidepressiva, Antipsychotika,

Antiepileptika etc. verstärkt werden. Beim Langzeitgebrauch dieser Arzneimittel ist Vorsicht geboten.

(siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Herzglykoside (Digitalis): Eine durch Thiazide verursachte Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie kann

Digitalis-induzierte Herzrhythmusstörungen begünstigen (s. «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Antidiabetische Arzneimittel: Thiazide können die Glukosetoleranz verändern. Eine Dosisanpassung

von Insulin und oralen Antidiabetika kann sich auf Grund der hyperglykämischen Wirkung von

Hydrochlorothiazid als notwendig erweisen.

Anticholinergika: Die Bioverfügbarkeit von Thiazid-Diuretika kann durch Anticholinergika (z.B.

Atropin, Biperiden) erhöht werden, wahrscheinlich wegen der Abnahme der gastrointestinalen

Peristaltik und der verlangsamten Entleerung des Magens. Umgekehrt können prokinetische

Arzneimittel wie beispielsweise Cisaprid die Bioverfügbarkeit von Thiazid-Diuretika verringern.

Methyldopa: Es gibt Literaturberichte über hämolytische Anämie bei gleichzeitiger Anwendung von

Hydrochlorothiazid und Methyldopa.

Ionenaustauscherharze: Die Resorption von Thiazid-Diuretika einschliesslich Hydrochlorothiazid wird

durch Colestyramin oder Colestipol vermindert. Deswegen sollte die Gabe von Hydrochlorothiazid und

dem Ionenaustauscherharz zeitversetzt erfolgen. Dabei sollte das Zeitintervall möglichst gross gewählt

werden, um die Interaktionen zu minimieren.

Vitamin D: Die Verabreichung von Thiazid-Diuretika einschliesslich Hydrochlorothiazid mit Vitamin D

oder Kalziumsalzen kann den Anstieg des Serum-Kalziums verstärken.

Ciclosporin: Die gleichzeitige Behandlung mit Ciclosporin und Hydrochlorothiazid kann das Risiko für

Hyperurikämie und Gicht-artige Komplikationen erhöhen.

Kalziumsalze: Durch die Erhöhung der tubulären Rückresorption von Kalzium kann die gleichzeitige

Anwendung von thiazidartigen Diuretika zu Hyperkalzämie führen.

Allopurinol: Die gleichzeitige Behandlung mit Thiazid-Diuretika einschliesslich Hydrochlorothiazid

kann die Häufigkeit von Überempfindlichkeitsreaktionen auf Allopurinol erhöhen.

Amantadin: Die gleichzeitige Behandlung mit Thiazid-Diuretika einschliesslich Hydrochlorothiazid

kann das Risiko für unerwünschte Wirkungen von Amantadin vergrössern.

Diazoxid: Die gleichzeitige Behandlung mit Thiazid-Diuretika einschliesslich Hydrochlorothiazid kann

die hyperglykämische Wirkung von Diazoxid steigern.

Antineoplastika (z.B. Cyclophosphamid, Methotrexat): Die gleichzeitige Behandlung mit Thiazid-

Diuretika einschliesslich Hydrochlorothiazid kann die renale Ausscheidung zytotoxischer Arzneimittel

verringern und ihre myelosuppressiven Wirkungen steigern.

Alkohol, Barbiturate oder Narkotika: Die gleichzeitige Verabreichung von Thiazid-Diuretika mit

Alkohol, Barbituraten oder Narkotika kann eine orthostatische Hypotonie verstärken.

Blutdrucksteigernde Amine: Hydrochlorothiazid kann das Ansprechen auf blutdrucksteigernde Amine

wie beispielsweise Noradrenalin reduzieren. Die klinische Relevanz dieser Wirkung reicht jedoch für

einen Ausschluss ihrer Anwendung nicht aus.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Co-Valsartan Amlo Spirig HC darf nicht während der Schwangerschaft verabreicht werden (s.

«Kontraindikationen»).

Aufgrund des Mechanismus von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten kann ein Risiko für den Fötus

nicht ausgeschlossen werden. Bei Anwendung von ACE-Hemmern (einer spezifischen

Arzneimittelklasse, die auf das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) wirkt) bei schwangeren

Frauen während des zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittels wurde über Schädigungen und Tod

des Fötus berichtet. Anhand retrospektiver Daten wurde zudem die Anwendung von ACE-Hemmern im

ersten Trimester mit einem potentiellen Risiko für Geburtsschäden assoziiert. Es existieren Berichte über

Spontanaborte, Oligohydramnion und Nierenfunktionsstörung des Neugeborenen bei Frauen, welche aus

Versehen Valsartan eingenommen haben.

Untersuchungen an Tieren mit Amlodipin haben eine reproduktive Toxizität gezeigt (siehe «Präklinische

Daten»).

Die Exposition gegenüber Thiaziddiuretika, einschliesslich Hydrochlorothiazid, in utero kann fötale

oder neonatale Gelbsucht oder Thrombozytopenie verursachen und ist möglicherweise mit anderen

Nebenwirkungen verbunden, als beim Erwachsenen bekannt. Hydrochlorothiazid kann - wie auch

andere Diuretika – die plazentare Durchblutung vermindern. Da diese Arzneimittel eine Präklampsie

oder EPH-Gestose (engl. Edema, Proteinuria, Hypertension) nicht verhindern und ihren Verlauf nicht

beeinflussen, dürfen sie nicht eingesetzt werden, um eine Hypertonie bei Schwangeren zu behandeln.

Wie bei allen Wirkstoffen, welche direkt am RAAS wirken, darf Co-Valsartan Amlo Spirig HC von

Frauen, die planen schwanger zu werden, nicht eingenommen werden (s. «Kontraindikationen»).

Fachpersonen, welche Arzneimittel verschreiben, die auf das RAAS wirken, sollten Frauen im

gebärfähigen Alter über das potentielle Risiko dieser Arzneimittel während der Schwangerschaft

informieren.

Falls eine Schwangerschaft unter der Therapie festgestellt wird, muss die Einnahme von Co-Valsartan

Amlo Spirig HC unverzüglich beendet werden.

Alle Neugeborenen sollen nach Exposition in utero sorgfältig auf genügende Harnausscheidung,

Hyperkaliämie und Blutdruck untersucht werden. Nötigenfalls müssen medizinische Massnahmen

ergriffen werden, wie z.B. Rehydrierung, um das Arzneimittel aus dem Kreislauf zu entfernen.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Valsartan und/oder Amlodipin in die Muttermilch ausgeschieden werden.

Valsartan wurde in die Muttermilch von Ratten ausgeschieden. Hydrochlorothiazid wird in die

Muttermilch ausgeschieden. Daher ist die Einnahme von Co-Valsartan Amlo Spirig HC während der

Stillzeit kontraindiziert.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zur Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und des Bedienen von Maschinen

durchgeführt. Beim Lenken eines Fahrzeugs oder beim Bedienen von Maschinen sollte jedoch

berücksichtigt werden, dass bei jeder antihypertensiven Therapie gelegentlich Schwindel oder Müdigkeit

auftreten können.

Unerwünschte Wirkungen

Die Sicherheit von Amlodipin/Valsartan/HCT wurde bei Gabe der Höchstdosis von 10 mg/320

mg/25 mg im Rahmen einer kontrollierten klinischen Studie an 2'271 Patienten, von denen 582

Valsartan in Kombination mit Amlodipin und Hydrochlorothiazid erhielten, untersucht. Unter der

Dreifachkombination wurden keine neuen oder unerwarteten unerwünschten Ereignisse im Vergleich zu

den bekannten Wirkungen der Einzelwirkstoffe berichtet. Unter Langzeittherapie wurden keine anderen

als die bereits bekannten Risiken beobachtet. Amlodipin/Valsartan/HCT war unabhängig von Alter,

Geschlecht und Rasse gut verträglich.

Häufigkeiten

«Sehr häufig» (>1/10), «häufig» (>1/100, <1/10), «gelegentlich» (>1/1000, <1/100), «selten»

(>1/10'000, <1/1000), «sehr selten» (<1/10'000).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Hypokaliämie.

Gelegentlich: Anorexie, Hyperkalziämie, Hyperlipidämie, Hyperurikämie, Hyponatriämie,

Gewichtszunahme.

Psychiatrische Störungen

Gelegentlich: Schlaflosigkeit, Schlafstörungen.

Nervensystem

Häufig: Schwindel, Kopfschmerzen.

Gelegentlich: Koordinationsstörungen, Lagerungsschwindel, Anstrengungsschwindel,

Geschmacksstörungen, Lethargie, Parästhesien, periphere Neuropathie, Neuropathie, Schläfrigkeit,

Synkope.

Augen

Gelegentlich: Sehstörungen.

Ohr und Innenohr

Gelegentlich: Drehschwindel.

Herz

Gelegentlich: Tachykardie.

Gefässe

Häufig: Hypotonie.

Gelegentlich: Orthostatische Hypotonie, Phlebitis, Thrombophlebitis.

Atmungsorgane

Gelegentlich: Husten, Dyspnoe, Halsirritationen.

Gastrointestinale Störungen

Häufig: Dyspepsie.

Gelegentlich: Abdominale Beschwerden, Schmerzen im Oberbauch, Mundgeruch, Diarrhö,

Mundtrockenheit, Nausea, Erbrechen.

Haut

Gelegentlich: Hyperhidrose, Pruritus.

Muskelskelettsystem

Gelegentlich: Rückenschmerzen, Gelenkschwellung, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, Myalgie,

Schmerzen in den Extremitäten.

Nieren und Harnwege

Häufig: Pollakisurie.

Gelegentlich: Serumkreatininerhöhung, akutes Nierenversagen.

Reproduktionssystem und Brust

Gelegentlich: Erektile Dysfunktion.

Allgemeine Störungen

Häufig: Müdigkeit, Oedeme.

Gelegentlich: Abasie, Gangstörungen, Asthenie, Unbehagen, Malaise, nicht-kardialer Brustschmerz.

Untersuchungen

Gelegentlich: erhöhter Stickstoff aus Blutharnstoff (BUN), erhöhte Blutharnsäure.

In einer kontrollierten, klinischen Studie über 8 Wochen waren die Laborwertveränderungen unter

Amlodipin/Valsartan/HCT geringfügig und gemäss dem pharmakologischen Wirkungsmechanismus der

Einzelwirkstoffe. Valsartan in der Dreifachkombination schwächt den hypokaliämischen Effekt von

Hydrochlorothiazid ab.

Zusätzliche Information zu den Einzelwirkstoffen

Folgende unerwünschte Wirkungen, welche in der Studie mit Amlodipin/Valsartan/HCT nicht

beobachtet wurden, traten unter Therapie mit den Einzelwirkstoffen auf:

Amlodipin

Blut- und Lymphsystem

Sehr selten: Leukopenie, Thrombozytopenie.

Immunsystem

Sehr selten: Hypersensibilität.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr selten: Hyperglykämie.

Psychiatrische Störungen

Gelegentlich: Stimmungsschwankungen.

Nervensystem

Gelegentlich: Tremor, Hypoaesthesie.

Sehr selten: Hypertonie.

Augen

Gelegentlich: Diplopie.

Ohr und Innenohr

Gelegentlich: Tinnitus.

Herz

Häufig: Palpitationen.

Sehr selten: Arrhythmien (einschliesslich Bradykardie, ventrikuläre Tachykardie und Vorhofflimmern),

Myokardinfarkt.

Gefässe

Häufig: Wallungen.

Sehr selten: Vaskulitis.

Atmungsorgane

Gelegentlich: Rhinitis.

Gastrointestinale Störungen

Gelegentlich: Veränderte Stuhlgewohnheiten.

Sehr selten: Gastritis, Gingivahyperplasie, Pankreatitis.

Leber und Galle

Sehr selten: Leberenzymerhöhungen, einschliesslich erhöhtes Serumbilirubin, Hepatitis, intrahepatische

Cholestase, Gelbsucht.

Haut

Gelegentlich: Alopezie, Exanthem, Purpura, Rash, Hautentfärbung, Photosensibilitätsreaktionen.

Sehr selten: Angioedem, multiformes Erythem, Urtikaria, Steven Johnson Syndrom.

Muskelskelettsystem

Gelegentlich: Arthralgie.

Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Störungen beim Wasserlassen, Nykturie.

Reproduktionssystem und Brust

Gelegentlich: Gynäkomastie.

Allgemeine Störungen

Gelegentlich: Schmerzen.

Untersuchungen

Gelegentlich: Gewichtszunahme, Gewichtsabnahme.

Valsartan

Infektionen

Häufig: virale Infektionen.

Gelegentlich: Infektionen der oberen Atemwege, Pharyngitis, Sinusitis.

Sehr selten: Rhinitis.

Blut- und Lymphsystem

Gelegentlich: Neutropenie.

Sehr selten: Thrombozytopenie, Hämoglobin- und Hämatokritwerte erniedrigt.

Immunsystem

Sehr selten: Hypersensibilität.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Hyperkaliämie, Kaliumspiegel im Blut erhöht.

Psychiatrische Störungen

Gelegentlich: verminderte Libido.

Nervensystem

Häufig: posturale Benommenheit.

Selten: Benommenheit.

Herz

Gelegentlich: Herzinsuffizienz.

Sehr selten: Herzrhythmusstörungen.

Gefässe

Sehr selten: Vaskulitis.

Leber und Galle

Sehr selten: Abnorme Leberfunktionswerte einschliesslich Anstieg von Bilirubin im Blut.

Haut

Sehr selten: Angiooedem, Rash, Exanthem.

Unbekannt: Dermatitis bullous.

Muskelskelettsystem

Sehr selten: Arthralgien.

Niere und Harnwege

Sehr selten: Nierenfunktionsstörung, akutes Nierenversagen, Niereninsuffizienz, Kreatinin im Blut

erhöht.

Schwangerschafts- und Perinatalbeschwerden

Sehr selten: fötale Komplikationen.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid wurde jahrelang in grossem Umfang und manchmal in höheren Dosen als in Co-

Valsartan Amlo Spirig HC verwendet. Unter Monotherapie mit Thiazid-Diuretika, einschliesslich

Hydrochlorothiazid, wurden die folgenden zusätzlichen unerwünschten Wirkungen beobachtet:

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)

Häufigkeit nicht bekannt: nicht-melanozytärer Hautkrebs (Basalzellkarzinom und

Plattenepithelkarzinom).

Blut- und Lymphsystem

Selten: Thrombozytopenie, vereinzelt mit Purpura.

Sehr selten: Leukopenie, Agranulozytose, Knochenmarkinsuffizienz, hämolytische Anämie.

Immunsystem

Sehr selten: Nekrotisierende Vaskulitis, Überempfindlichkeitsreaktionen.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig: (vorwiegend unter höheren Dosen) Hypokaliämie, erhöhte Blutfettwerte.

Häufig: Hyponatriämie, Appetitverminderung und Hypomagnesiämie.

Selten: Hyperkalzämie, Hyperglykämie, Glykosurie, Verschlechterung der diabetischen

Stoffwechsellage.

Sehr selten: hypochlorämische Alkalose.

Psychiatrische Störungen

Selten: Schlafstörungen.

Nervensystem

Selten: Kopfschmerzen, Schwindel und Depression.

Augen

Selten: Sehstörungen, besonders in den ersten Behandlungswochen.

Herz

Selten: Arrhythmien.

Gefässe

Häufig: Orthostatische Hypotonie, die durch Alkohol, Anästhetika oder Sedativa verstärkt werden kann.

Atmungsorgane

Sehr selten: Respiratorische Beschwerden einschliesslich Pneumonitis, Lungenoedem.

Gastrointestinale Störungen

Häufig: leichte Übelkeit und Erbrechen.

Selten: Abdominalbeschwerden, Obstipation und Diarrhoe.

Sehr selten: Pankreatitis.

Leber und Galle

Selten: Cholestase oder Ikterus

Haut

Häufig: Urtikaria und andere Formen von Ausschlag.

Selten: Photosensibilitätsreaktionen.

Sehr selten: Lupus-erythematodes-ähnliche Reaktionen der Haut, Reaktivierung eines kutanen Lupus

erythematodes und toxisch epidermale Nekrolyse.

Reproduktionssystem und Brust

Häufig: Impotenz.

Unerwünschte Wirkungen aus den Erfahrungen nach der Markteinführung:

Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden im Rahmen der Erfahrungen nach der

Markteinführung identifiziert. Da diese Wirkungen freiwillig von einer Population unbekannter Grösse

gemeldet werden, ist es nicht immer möglich, die Häufigkeit zuverlässig abzuschätzen.

Häufigkeit nicht bekannt: Akutes Nierenversagen, Nierenfunktionsstörung, aplastische Anämie,

Erythema multiforme, Pyrexie, Muskelspasmen, Schwächegefühl, akute Myopie und akutes

Winkelblockglaukom.

Beschreibung ausgewählter unerwünschter Wirkungen

Nicht-melanozytäre Malignome der Haut (NMSC) (Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom):

Basierend auf den verfügbaren Daten aus epidemiologischen Studien wurde ein von der kumulativen

Dosis abhängiger Zusammenhang zwischen Hydrochlorothiazid-Exposition und NMSC-Entwicklung

beobachtet (siehe die Rubriken «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und

«Eigenschaften/Wirkungen»)

Überdosierung

Es liegen noch keine Erfahrungen bezüglich einer Überdosierung mit Co-Valsartan Amlo Spirig HC vor.

Das stärkste Symptom einer Überdosis von Valsartan ist wahrscheinlich eine Hypotonie mit Schwindel.

Eine Überdosierung mit Amlodipin kann eine exzessive periphere Vasodilatation und eventuell eine

Reflextachykardie zur Folge haben. Über eine beträchtliche und potentiell verlängerte systemische

Hypotonie bis zu Schock mit fatalem Ausgang wurde berichtet.

Eine Überdosierung mit Amlodipin kann zu ausgeprägter peripherer Vasodilatation und möglicherweise

zu reflektorischer Tachykardie führen. Eine ausgeprägte und möglicherweise persistierende systemische

Hypotonie bis hin zu Schock mit tödlichem Ausgang wurde beschrieben. Eine klinisch signifikante

Hypotonie aufgrund einer Überdosierung mit Amlodipin erfordert eine aktive Unterstützung des Herz-

Kreislauf-Systems, einschliesslich engmaschiger Überwachung von Herz- und Lungenfunktion,

Hochlagerung der Extremitäten und Beachtung des zirkulierenden Flüssigkeitsvolumens und der

Urinmenge.

Zur Wiederherstellung des Gefässtonus und des Blutdrucks kann ein Vasokonstriktor hilfreich sein,

sofern keine Kontraindikation gegen dessen Verwendung vorliegt. Intravenös verabreichtes

Kalziumgluconat kann eine Reversion der Kalzium-Kanal-Blockierung begünstigen.

Wenn die Einnahme erst kürzlich erfolgte, kann das Induzieren von Erbrechen oder eine Magenspülung

in Erwägung gezogen werden. Verabreichung von Aktivkohle bei gesunden Probanden sofort oder bis

zu zwei Stunden nach der Einnahme von Amlodipin zeigte eine signifikante Abnahme der Absorption

von Amlodipin.

Bei einer Überdosierung mit Hydrochlorothiazid können Übelkeit, Schläfrigkeit, Hypovolämie,

Elektrolytstörungen verbunden mit Arrhythmien und Muskelspasmen auftreten.

In allen Fällen einer Überdosierung sollten allgemeine unterstützende Massnahmen eingeleitet werden.

Dies kann eine engmaschige Überwachung der Herz-Kreislauf-Funktion und Massnahmen zu deren

Stabilisierung umfassen.

Die Entfernung von Valsartan und Amlodipin durch Hämodialyse ist unwahrscheinlich,

Hydrochlorothiazid ist dialysierbar.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C09DX01

Co-Valsartan Amlo Spirig HC kombiniert drei antihypertensive Wirkstoffe mit komplementärem

Wirkmechanismus, um den Blutdruck bei Patienten mit Hypertonie zu kontrollieren: den Kalzium-

Antagonisten Amlodipin, den Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten Valsartan und das Thiazid-

Diuretikum Hydrochlorothiazid. Die Kombination dieser Wirkstoffe besitzt einen additiven

antihypertensiven Effekt.

Amlodipin

Amlodipin inhibiert den transmembranösen Einstrom von Kalziumionen in Herzmuskelzellen und glatte

Gefässmuskelzellen. Der Mechanismus der antihypertensiven Wirkung von Amlodipin beruht auf einem

direkten relaxierenden Effekt an den glatten Gefässmuskelzellen, was zu einer Verminderung des

peripheren Gefässwiderstandes und einer Erniedrigung des Blutdruckes führt. Experimentelle Daten

lassen vermuten, dass Amlodipin sowohl an Dihydropyridin- als auch an nicht-Dihydropyridin-

Bindungsstellen bindet. Die kontraktilen Vorgänge der Herzmuskeln und der glatten Gefässmuskulatur

sind abhängig vom Strom extrazellulärer Kalziumionen in diese Zellen durch spezifische Ionenkanäle.

Nach Anwendung von therapeutischen Dosen bei hypertensiven Patienten ruft Amlodipin eine

Vasodilatation hervor, welche im Liegen und Stehen eine Senkung des Blutdrucks bewirkt. Diese

Abnahme des Blutdruckes ist nicht von einer signifikanten Veränderung der Herzfrequenz oder des

Plasma-Katecholaminspiegels bei Langzeitanwendung begleitet.

Die Plasmakonzentrationen korrelieren mit der Wirkung sowohl bei jungen als auch bei älteren

Patienten.

Bei hypertensiven Patienten mit normaler Nierenfunktion resultierten therapeutische Dosen von

Amlodipin in einer Abnahme des Nierengefässwiderstandes und einem Anstieg der glomerulären

Filtrationsrate und des effektiven renalen Plasmaflusses ohne Änderung der Filtrationsfraktion oder

Proteinurie.

Wie bei anderen Kalzium-Antagonisten haben hämodynamische Messungen der Herzfunktion in Ruhe

und bei Bewegung (oder bei Stimulation) bei Patienten mit normaler Ventrikelfunktion, die mit

Amlodipin behandelt wurden, im Allgemeinen einen leichten Anstieg des kardialen Index gezeigt, ohne

signifikanten Einfluss auf dP/dt oder auf den linksventrikulären enddiastolischen Druck oder das

Volumen. In hämodynamischen Studien war Amlodipin nicht assoziiert mit einem negativ inotropen

Effekt, wenn es in therapeutischer Dosis bei gesunden Tieren und Menschen angewendet wurde, auch

nicht bei Verabreichung in Kombination mit Beta-Blockern bei Menschen.

Amlodipin ändert die sinoatriale Knotenfunktion und die atrioventrikuläre Überleitung bei gesunden

Tieren und Menschen nicht. In klinischen Studien, in welchen Amlodipin in Kombination mit Beta-

Blockern bei Patienten mit Hypertonie oder Angina pectoris angewendet wurde, zeigten sich keine

unerwünschten Wirkungen auf diese elektrokardiographischen Parameter.

Valsartan

Valsartan ist ein oral aktiver, potenter und spezifischer Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonist. Es wirkt

selektiv am AT1-Rezeptorsubtyp, welcher für die bekannten Mechanismen von Angiotensin II

verantwortlich ist. Der erhöhte Plasmaspiegel von Angiotensin II, der auf die AT1-Rezeptorblockade

mit Valsartan folgt, kann den noch unblockierten AT2-Rezeptor stimulieren, was die Wirkung des AT1-

Rezeptors auszugleichen scheint. Valsartan zeigt keine partielle agonistische Aktivität am AT1-Rezeptor

und hat eine viel grössere Affinität (ungefähr 20'000-fach) für den AT1-Rezeptor als für den AT2-

Rezeptor.

Valsartan hemmt ACE, auch bekannt als Kininase II, nicht, welches Angiotensin I in Angiotensin II

umwandelt und Bradykinin abbaut. Da keine Wirkung auf ACE und keine Verstärkung von Bradykinin

oder Substanz P erfolgt, sind Angiotensin-II-Antagonisten wahrscheinlich nicht mit Husten assoziiert. In

klinischen Studien, in denen Valsartan mit einem ACE-Hemmer verglichen wurde, war die Inzidenz von

trockenem Husten bei Patienten, welche mit Valsartan behandelt wurden, signifikant niedriger (p <0.05)

als bei Patienten, die mit einem ACE-Hemmer behandelt wurden (2.6% versus 7.9%). In einer

klinischen Studie mit Patienten, bei denen trockener Husten aufgrund einer Therapie mit ACE-Hemmern

anamnestisch bekannt war, entwickelte sich bei 19.5% der Studienpatienten, welche Valsartan erhielten,

und 19.0% derer, die ein Thiaziddiurektium erhielten, Husten, verglichen mit 68.5% derer, die mit

einem ACE-Hemmer behandelt wurden (p <0.05). Valsartan bindet oder blockiert keine anderen

Hormonrezeptoren oder Ionenkanäle, welche bei der kardiovaskulären Regulierung eine Rolle spielen.

Die Anwendung von Valsartan bei Patienten mit Hypertonie resultiert in einer Senkung des Blutdrucks

ohne die Herzfrequenz zu beeinflussen.

Bei den meisten Patienten tritt nach Anwendung einer einzelnen oralen Dosis der antihypertensive

Effekt innerhalb von 2 Stunden ein, und die maximale Senkung des Blutdruckes wird innerhalb von 4-6

Stunden erreicht. Die antihypertensive Wirkung hält 24 Stunden nach Verabreichung an. Bei

wiederholter Gabe wird die maximale Senkung des Blutdruckes bei allen Dosierungen im allgemeinen

nach 2-4 Wochen erreicht und bei Langzeitanwendung aufrechterhalten. Abruptes Absetzen von

Valsartan war nicht mit einer Rebound-Hypertonie oder anderen unerwünschten klinischen Wirkungen

assoziiert.

Hydrochlorothiazid (HCT)

Wirkort der Thiazid-Diuretika ist vorwiegend der distale Tubulus contortus in der Nierenrinde. Es wurde

dort ein Rezeptor hoher Affinität als primäre Bindungsstelle der Thiazide nachgewiesen. Die

Wirkungsweise der Thiazide beruht auf der Hemmung des Symporters für Na+ und Cl-, möglicherweise

durch Kompetition um die Bindungsstelle für Cl-, was zur Inhibition der Rückresorption von Na+ und

Cl- und verstärkter Ausscheidung dieser Elektrolyte führt. Indirekt wird das Plasmavolumen vermindert,

mit daraus sich ergebender Zunahme der Plasmarenin-Aktivität, der Aldosteron-Sekretion und des

Kaliumverlusts im Urin sowie Abnahme des Serum-Kaliums.

Nicht-melanozytärer Hautkrebs

Vorliegende Daten aus epidemiologischen Studien weisen auf einen von der kumulativen Dosis

abhängigen Zusammenhang zwischen Hydrochlorothiazid- Exposition und NMSC- Entwicklung hin.

Eine Studie umfasste eine Population mit 71'533 Fällen von Basalzellkarzinom und 8'629 Fällen von

Plattenepithelkarzinom sowie 1'430'833 bzw. 172'462 entsprechende Populationskontrollen. Eine starke

Exposition von Hydrochlorothiazid (kumulative Dosis ≥50'000 mg) war mit einer adjustierten OR von

1.29 (95% KI: 1.23-1.35) für ein Basalzellkarzinom und 3.98 (95% KI: 3.68-4.31) für ein

Plattenepithelkarzinom assoziiert. Sowohl beim Basalzellkarzinom als auch beim

Plattenepithelkarzinom wurde eine eindeutige kumulative Dosis-Wirkungs-Beziehung festgestellt. In

einer weiteren Studie wurde ein potenzieller Zusammenhang zwischen Lippenkarzinom

(Plattenepithelkarzinom) und der Exposition gegenüber Hydrochlorothiazid aufgezeigt: 633 Fälle von

Lippenkarzinom und 63'067 gemachte Populationskontrollen wurden unter Verwendung einer «Risk-

Set-Sampling»-Strategie miteinander verglichen. Es konnte eine eindeutige kumulative Dosis-Wirkungs-

Beziehung mit einer Zunahme der adjustierten OR von 2.1 (95% KI: 1.7-2.6) auf 3.9 (3.0-4.9) bei hoher

kumulativer Dosis (≥25'000 mg) bzw. auf eine OR von 7.7 (5.7-10.5) bei der höchsten kumulativen

Dosis (≥100'000 mg) nachgewiesen werden. Beispiel: Eine kumulative Dosis von 100'000 mg entspricht

der täglichen Anwendung einer definierten Tagesdosis von 25 mg über einen Zeitraum von >10 Jahren

(siehe Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Unerwünschte Wirkungen»).

Amlodipin/Valsartan/Hydrochlorothiazid

Amlodipin/Valsartan/HCT wurde in einer doppelblinden, aktiv kontrollierten Studie bei hypertonen

Patienten untersucht. Insgesamt 2'271 Patienten mit mässiger bis schwerer Hypertonie (mittlerer

systolischer/diastolischer Blutdruck 170/107 mmHg) erhielten eine Behandlung mit

Amlodipin/Valsartan/HCT 10/320/25 mg, Valsartan/HCT 320/25 mg, Amlodipin/Valsartan 10/320 mg

oder HCT/Amlodipin 25/10 mg. Zu Beginn der Studie war die Wirkstoffkombination niedriger dosiert,

in der zweiten Woche wurden die Patienten auf die volle Dosis eingestellt. Insgesamt 55% der Patienten

waren männlich, 14% waren 65 Jahre alt oder älter, 72% kaukasisch und 17% schwarzer Hautfarbe.

In der Studienwoche 8 betrug die durchschnittliche Senkung des systolischen/diastolischen Blutdrucks

39.7/24.7 mmHg mit Amlodipin/Valsartan/HCT (n = 571), 32.0/19.7 mmHg mit Valsartan/HCT (n =

553), 33.5/21.5 mmHg mit Amlodipin/Valsartan (n = 558) und 31.5/19.5 mit HCT/Amlodipin (n = 554).

Die Therapie mittels Dreifachkombination war jeder der drei Zweifachkombinationen bei der Senkung

des diastolischen und systolischen Blutdrucks statistisch überlegen. Die volle blutdrucksenkende

Wirkung stellte sich nach 2 Wochen unter der Höchstdosis von Amlodipin/Valsartan/HCT ein. Ein

signifikant höherer Anteil Patienten (71%) brachte den Blutdruck mit Amlodipin/Valsartan/HCT unter

Kontrolle (<140/90 mmHg) als mit jeder der drei Zweifachkombinationen (45-54%).

Ambulante Blutdruckmessungen bei 283 Patienten zeigten eine klinisch und statistisch überlegene

Senkung des systolischen und diastolischen Blutdrucks über 24 Stunden mit Amlodipin/Valsartan/HCT

im Vergleich zu Valsartan/HCT, Valsartan/Amlodipin und HCT/Amlodipin.

Alter, Geschlecht und Rasse hatten keinen signifikanten Einfluss auf das Ansprechen auf

Amlodipin/Valsartan/HCT.

Pharmakokinetik

Linearität

Valsartan, Amlodipin und Hydrochlorothiazid zeigen eine lineare Pharmakokinetik.

Amlodipin

Absorption

Nach oraler Verabreichung von therapeutischen Dosen von Amlodipin alleine werden maximale

Plasmakonzentrationen von Amlodipin nach 6-12 Stunden erreicht. Die absolute Bioverfügbarkeit liegt

zwischen 64% und 80%. Die Bioverfügbarkeit von Amlodipin wird durch die Nahrungsaufnahme nicht

beeinflusst.

Distribution

Das Verteilungsvolumen beträgt ungefähr 21 l/kg. In vitro Studien mit Amlodipin haben gezeigt, dass

ungefähr 97.5% der zirkulierenden Dosis bei Hypertonie-Patienten an Plasmaproteine gebunden ist.

Metabolismus

Amlodipin wird sehr stark (zu ca. 90%) in der Leber zu inaktiven Metaboliten metabolisiert. Am

Metabolismus ist CYP3A4 beteiligt.

Elimination

Die Ausscheidung von Amlodipin aus dem Plasma ist biphasisch mit einer terminalen

Eliminationshalbwertszeit von ungefähr 30 bis 50 Stunden. Steady-state-Plasmaspiegel werden nach

einer kontinuierlichen Verabreichung nach etwa 7–8 Tagen erreicht. Die Ausscheidung erfolgt

hauptsächlich renal, im Urin finden sich 10% der Dosis als unverändertes Amlodipin und 60% in Form

von Amlodipin-Metaboliten.

Valsartan

Absorption

Nach oraler Einnahme wird Valsartan schnell resorbiert (tmax = 3 h.), wobei die resorbierte Menge stark

variiert. Die mittlere absolute Bioverfügbarkeit von Valsartan beträgt 23% (Streubereich 23% ± 7%).

Bei einmal täglicher Einnahme akkumuliert Valsartan nur gering. Die Plasmakonzentrationen waren bei

Männern und Frauen ähnlich.

Durch die Einnahme während einer Mahlzeit wird die Fläche unter der Plasmakonzentrationskurve

(AUC) von Valsartan um 48% und Cmax um 59% verringert. Allerdings sind die

Plasmakonzentrationen ab 8 h nach Einnahme von Valsartan nüchtern oder mit einer Mahlzeit

vergleichbar. Die Verringerung der AUC und von Cmax bewirkt keine klinisch signifikante

Verminderung der therapeutischen Wirkung, sodass die Einnahme von Valsartan unabhängig von den

Mahlzeiten erfolgen kann.

Distribution

Valsartan wird stark (zu 94-97%) an Serumproteine, vor allem an Albumin, gebunden. Der Steady-State

wird innerhalb einer Woche erreicht. Das Verteilungsvolumen im Steady-State ist ungefähr 17 l.

Metabolismus

Valsartan wird nur in sehr geringem Ausmass metabolisiert.

Elimination

Valsartan zeigt eine multiexponentielle Abbaukinetik (primäre Halbwertszeit Alpha <1 Stunde und

terminale Halbwertszeit Beta etwa 9 h). Die Plasmaclearance beträgt ungefähr 2 l/h.

Etwa 70% des resorbierten Valsartans werden mit den Fäzes und 30% mit dem Harn ausgeschieden,

hauptsächlich in unveränderter Form.

Hydrochlorothiazid

Absorption

Die Absorption von Hydrochlorothiazid nach oraler Gabe erfolgt rasch (Tmax ungefähr 2 h). Die

Einnahme zusammen mit Essen kann im Vergleich zum nüchternen Zustand sowohl eine Zunahme als

auch eine Abnahme der systemischen Verfügbarkeit von Hydrochlorothiazid bewirken. Der Einfluss der

Nahrungsaufnahme ist aber gering und klinisch kaum bedeutsam. Die absolute Bioverfügbarkeit von

Hydrochlorothiazid beträgt nach oraler Gabe 70%.

Distribution

Das apparente Verteilungsvolumen beträgt 4-8 l/kg. Hydrochlorothiazid ist zu 40-70% an Serumeiweiss

gebunden, hauptsächlich Serumalbumin. Hydrochlorothiazid kumuliert in den Erythrozyten mit

ungefähr der 3-fachen Konzentration wie im Plasma.

Metabolismus

Hydrochlorothiazid wird nicht metabolisiert.

Elimination

Die Pharmakokinetik von Hydrochlorothiazid bleibt bei wiederholter Gabe unverändert und bei

Dosierung einmal täglich kumuliert es minimal. Mehr als 95% der resorbierten Dosis werden als

unveränderter Wirkstoff im Urin ausgeschieden. Die Elimination erfolgt biphasisch mit einer terminalen

Halbwertszeit 6-15 Stunden. Die renale Clearance von Hydrochlorothiazid erfolgt sowohl durch passive

Filtration als auch durch aktive Sekretion in den Tubulus.

Amlodipin/Valsartan/Hydrochlorothiazid

Die Geschwindigkeit und das Ausmass der Resorption von Amlodipin, Valsartan und HCTZ aus Co-

Valsartan Amlo Spirig HC sind gleich wie nach Verabreichung der Einzelsubstanzen.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Kinder und Jugendliche

Es existieren keine pharmakokinetische Daten für Kinder für Co-Valsartan Amlo Spirig HC.

Ältere Patienten

Die Zeit bis zur maximalen Plasmakonzentration von Amlodipin ist bei jungen und älteren Patienten

ähnlich. Bei älteren Patienten nimmt die Amlodipin-Clearance eher ab, was zu einem Anstieg der AUC

und Eliminationshalbwertszeit führt.

Die systemische Exposition von Valsartan ist bei älteren Menschen verglichen mit jüngeren leicht

erhöht, aber es konnte nicht gezeigt werden, dass dies irgendeine klinische Relevanz hat.

Im Vergleich zu jungen ist bei älteren Patienten die Hydrochlorothiazid-Konzentration im Steady-state

höher und die systemische Clearance beträchtlich langsamer.

Niereninsuffizienz

Die Pharmakokinetik von Amlodipin wird bei einer Niereninsuffizienz nicht signifikant beeinflusst. Es

gibt keine offensichtliche Korrelation zwischen der Nierenfunktion (gemessen als GFR) und der

Exposition mit Valsartan (gemessen als AUC) bei Patienten mit unterschiedlichem Schweregrad der

Niereninsuffizienz.

Bei Nierenfunktionsstörungen sind die mittleren Maximalkonzentrationen im Plasma und die AUC-

Werte von Hydrochlorothiazid erhöht und die Ausscheidung im Urin verringert. Infolge der deutlich

verringerten renalen Clearance ist bei Patienten mit leichter bis mässig starker Niereninsuffizienz die

mittlere Halbwertszeit der Elimination fast verdoppelt.

Die renale Clearance von Hydrochlorothiazid ist auch beträchtlich vermindert im Vergleich mit

derjenigen bei Patienten mit normaler Nierenfunktion (renale Clearance von ungefähr 300 ml/min).

Deshalb sollte Co-Valsartan Amlo Spirig HC bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (GFR <30

ml/min) mit Vorsicht anzuwenden (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Hydrochlorothiazid kann durch Dialyse eliminiert werden.

Leberinsuffizienz

Patienten mit Leberinsuffizienz haben eine verminderte Clearance von Amlodipin mit einem Anstieg der

AUC von ungefähr 40-60%. Im Durchschnitt ist bei Patienten mit leichter bis mässiger chronischer

Leberinsuffizienz die Exposition mit Valsartan (gemessen als AUC) zweimal so gross wie bei gesunden

Probanden (bei Gleichverteilung von Alter, Geschlecht und Gewicht).

Lebererkrankungen beeinflussen die Pharmakokinetik von Hydrochlorothiazid nicht merklich und

machen gewöhnlich keine Dosisreduktion erforderlich. Co-Valsartan Amlo Spirig HC sollte jedoch bei

Patienten mit obstruktiven Gallenerkrankungen und schwerer Leberinsuffizienz mit spezieller Vorsicht

angewendet werden (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Präklinische Daten

In verschiedenen präklinischen Sicherheitsstudien an mehreren Tierspezies mit

Amlodipin/Valsartan/Hydrochlorothiazid gab es keine Hinweise darauf, dass die Verwendung von

therapeutischen Dosierungen von Amlodipin/Valsartan/Hydrochlorothiazid beim Menschen

auszuschliessen ist. Die präklinischen Sicherheitsstudien mit Amlodipin/Valsartan/Hydrochlorothiazid

wurden bei Ratten während bis zu 13 Wochen durchgeführt und man bestimmte den NOAEL (no

observable adverse effect level, Konzentration ohne unerwünschte Wirkungen) mit 0.5/8/1.25

mg/kg/Tag. Höhere Dosierungen dieser Kombination (≥2/32/5 mg/kg/Tag) führten zur erwarteten

Verminderung der Erythrozytenmasse (rote Blutkörperchen, Hämoglobin, Hämatokrit und

Retikulozyten), Zunahme von Serum-Harnstoff, -Kreatinin und -Kalium, juxtaglomerulärer Hyperplasie

in der Niere und fokalen Erosionen im glandulären Anteil des Rattenmagens. All diese Veränderungen

waren nach einer 4-wöchigen Erholungsphase reversibel und wurden als überschiessende

pharmakologische Wirkungen angesehen.

Die Kombination Amlodipin/Valsartan/Hydrochlorothiazid wurde nicht auf Mutagenität, Karzinogenität

und Reproduktionstoxizität getestet, da es keinen Hinweis auf Interaktionen zwischen diesen

Arzneimitteln gab, die schon seit langer Zeit auf dem Markt sind. Amlodipin, Valsartan und

Hydrochlorothiazid sind aber individuell auf Mutagenität und Karzinogenität gestestet worden und das

Ergebnis war negativ.

Amlodipin

Aus Studien gingen keine relevanten Hinweise auf Kanzerogenität und Mutagenität hervor. In den

Kanzerogenitätsstudien waren die maximalen Dosen in Mäusen vergleichbar und in Ratten doppelt so

hoch wie die empfohlene humane Höchstdosis von 10 mg auf mg/m2-Basis und ausgehend von einem

Patientengewicht von 50 kg.

Die Fertilität von mit Amlodipin behandelten Ratten (männliche Tiere 64 Tage und weibliche Tiere 14

Tage vor der Paarung) wurde bei Dosierungen von bis zu 10 mg/kg/Tag (8-fache Menge der

empfohlenen Höchstdosis von 10 mg auf mg/m2-Basis und ausgehend von einem Patientengewicht von

50 kg) nicht beeinflusst.

Bei der oralen Verabreichung von bis zu 10 mg Amlodipin/kg/Tag Amlodipinmaleat in den jeweilig für

die Organogenese relevanten Zeiträumen an trächtige Ratten und Kaninchen wurden keine Hinweise auf

Teratogenität gefunden. Die Wurfgrösse verringerte sich jedoch erheblich (um ca. 50%) und die Anzahl

der intrauterinen Todesfälle erhöhte sich signifikant (ca. 5-fach). Es wurde nachgewiesen, dass

Amlodipin bei dieser Dosierung sowohl die Gestationszeit als auch die Dauer des Geburtsvorgangs bei

Ratten verlängert.

Valsartan

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Genotoxizität,

Karzinogenität, Fertilität, und abgesehen von Fötotoxizität bei Kaninchen, lassen die präklinischen

Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

Chronische Toxizität: In unterschiedlichen präklinischen Studien an mehreren Tierarten gab es

abgesehen von der Fetotoxizität keine Ergebnisse, die darauf hinwiesen, dass therapeutische

Dosierungen von Valsartan bei Menschen nicht angewendet werden sollten. In präklinischen

Sicherheitsstudien wurden bei hohen Valsartan-Dosierungen (200-600 mg/kg Körpergewicht/Tag) bei

Ratten eine Reduzierung der Parameter der roten Blutkörperchen (Erythrozyten, Hämoglobin,

Hämatokrit) und Veränderungen der Nierenhämodynamik (leicht erhöhte Harnstoffwerte im Blut sowie

renale tubuläre Hyperplasie und Basophilie bei männlichen Tieren) beobachtet. Diese Dosierungen bei

Ratten (200 und 600 mg/kg/Tag) entsprechen der 6- und 18-fachen empfohlenen Dosierung für

Menschen auf mg/m2-Basis (die Berechnung basiert auf einer oral verabreichten Dosis von 320 mg/Tag

und einem 60 kg schweren Patienten). Bei Marmosetten und vergleichbaren Dosierungen waren die

Veränderungen ähnlich, aber schwerer. Das galt insbesondere für die Niere, wo die Veränderungen in

eine Nephropathie mit erhöhten Harnstoff- und Kreatininwerten mündeten. Weiterhin wurden bei Ratten

und Marmosetten Hypertrophien der renalen juxtaglomerulären Zellen beobachtet. Alle Veränderungen

wurden vermutlich durch die pharmakologische Wirkung von Valsartan erzeugt, die insbesondere bei

Marmosetten persistierende Hypotonie verursacht. Bei therapeutischen Dosen für Menschen scheint die

Hypertrophie der renalen juxtaglomerulären Zellen nicht relevant zu sein.

Reproduktionstoxizität: Valsartan hatte keine unerwünschten Auswirkungen auf die reproduktive

Leistung von männlichen und weiblichen Ratten bei oral verabreichten Dosen bis zu 200 mg/kg/Tag.

Bei Studien zur embryofetalen Entwicklung (Segment II) bei Mäusen, Ratten und Kaninchen wurde

gemeinsam mit mütterlicher Toxizität für Valsarten-Dosierungen von 600 mg/kg/Tag bei Ratten und

von 10 mg/kg/Tag bei Kaninchen Fetotoxizität festgestellt. In einer Studie über die Toxizität für die

peri- und postnatale Entwicklung (Segment III) zeigten sich bei Nachkommen von Ratten, deren Eltern

600 mg/kg/Tag im letzten Trimester und während der Laktation erhielten, eine leicht verringerte

Überlebensrate und ein leichter Entwicklungsverzug.

Mutagenität: In verschiedenen in vitro und in vivo Standardstudien zur Genotoxizität konnte für

Valsartan kein mutagenes Potenzial weder auf Gen- noch auf Chromosom Ebene festgestellt werden.

Kanzerogenität: Bei der Verabreichung von Valsartan mit dem Futter in Dosierungen von bis zu 160

bzw. 200 mg/kg/Tag über 2 Jahre an Mäuse und Ratten ergaben sich keine Anhaltspunkte für eine

Kanzerogenität.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid wurde mit negativen Ergebnissen einzeln auf Mutagenität, Klastogenität,

Karzinogenität und Reproduktionsleistung getestet.

Mutagenität: das mutagene Potenzial wurde anhand einer Reihe von In-vitro- und In-vivo-Tests

beurteilt. Während es bei den In-vitro-Untersuchungen zu einigen positiven Testergebnissen kam, fielen

alle Ergebnisse der in In-vivo-Untersuchungen negativ aus. Hydrochlorothiazid erhöhte die UVA-

induzierte Bildung von Pyrimidindimeren in vitro und in der Haut von Mäusen nach oraler

Verabreichung. Daraus wird der Schluss gezogen, dass in vivo kein relevantes mutagenes Potenzial

besteht, wenngleich Hydrochlorothiazid die genotoxischen Effekte des UVA-Lichts verstärken könnte.

Kanzerogenität: die verfügbaren experimentellen Daten ergaben keine Anhaltspunkte für eine

kanzerogene Wirkung von Hydrochlorothiazid bei Ratten und Mäusen (hepatozelluläre Tumoren bei

Mäusen wurden nur bei mit hohen Dosen behandelten männlichen Mäusen beobachtet; die Häufigkeit

überschritt nicht die Häufigkeit bei historischen Kontrollen).

Reproduktionstoxizität: Hydrochlorothiazid erwies sich nicht als teratogen und hatte keine

Auswirkungen auf Fertilität und Konzeption. Bei 3 untersuchten Tierarten, die mindestens die 10-Fache

Dosis der für den Menschen empfohlenen Dosis von ~1 mg/kg erhalten hatten, zeigte sich kein

teratogenes Potenzial. Eine verminderte Gewichtszunahme bei gesäugten Rattenjungen wurde der hohen

Dosis (das 15-Fache der Dosis für den Menschen) und dem diuretischen Effekt von Hydrochlorothiazid,

mit den entsprechenden Folgen auf die Milchproduktion, zugeschrieben.

Toxizitätsprofile für die Zweierkombinationen von Valsartan/Hydrochlorothiazid bzw.

Valsartan/Amlodipin

Die Toxizitätsprofile für die Zweierkombinationen von Valsartan/Hydrochlorothiazid bzw.

Valsartan/Amlodipin wurden in präklinischen Sicherheitsstudien dokumentiert. Die Ergebnisse der

Toxizitätsstudien waren mit denjenigen vergleichbar, in denen beide Arzneimittel einzeln verabreicht

wurden. Es traten keine neuen Toxizitäten auf.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 30°, in der Originalverpackung, vor Feuchtigkeit geschützt und ausser Reichweite von

Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

66683 (Swissmedic).

Packungen

Co-Valsartan Amlo Spirig HC 5 mg/160 mg/12.5 mg Filmtabletten 28(Kalenderpackung) [B]

Co-Valsartan Amlo Spirig HC 5 mg/160 mg/12.5 mg Filmtabletten 98(Kalenderpackung) [B]

Co-Valsartan Amlo Spirig HC 10 mg/160 mg/12.5 mg Filmtabletten 28 Kalenderpackung) [B]

Co-Valsartan Amlo Spirig HC 10 mg/160 mg/12.5 mg Filmtabletten 98 Kalenderpackung) [B]

Co-Valsartan Amlo Spirig HC 5 mg/160 mg/25 mg Filmtabletten 28(Kalenderpackung) [B]

Co-Valsartan Amlo Spirig HC 5 mg/160 mg/25 mg Filmtabletten 98 (Kalenderpackung) [B]

Co-Valsartan Amlo Spirig HC 10 mg/160 mg/25 mg Filmtabletten 28(Kalenderpackung) [B]

Co-Valsartan Amlo Spirig HC 10 mg/160 mg/25 mg Filmtabletten 98 (Kalenderpackung) [B]

Zulassungsinhaberin

Spirig HealthCare AG, 4622 Egerkingen.

Stand der Information

Dezember 2018.

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