Co-Ramipril Sandoz 5/25 Tabletten

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-12-2018

Fachinformation Fachinformation (SPC)

25-10-2018

Wirkstoff:
ramiprilum, hydrochlorothiazidum
Verfügbar ab:
Sandoz Pharmaceuticals AG
ATC-Code:
C09BA05
INN (Internationale Bezeichnung):
ramiprilum, hydrochlorothiazidum
Darreichungsform:
Tabletten
Zusammensetzung:
ramiprilum 5 mg, hydrochlorothiazidum 25 mg, excipiens pro compresso.
Klasse:
B
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Antihypertensivum
Zulassungsnummer:
57381
Berechtigungsdatum:
2007-08-02

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

01-12-2018

Fachinformation Fachinformation - Französisch

23-10-2018

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

01-12-2018

Co-Ramipril Sandoz® 2,5/12,5; 5/25

Sandoz Pharmaceuticals AG

Was ist Co-Ramipril Sandoz und wann wird es angewendet?

Co-Ramipril Sandoz ist ein Kombinationspräparat, das nur auf Verschreibung des Arztes bzw. der

Ärztin zur Behandlung des zu hohen Blutdrucks (Hypertonie) eingesetzt wird. Ramipril, der eine

Wirkstoff von Co-Ramipril Sandoz bzw. Ramiprilat, sein aktiver Metabolit, hemmt körpereigene

Substanzen (das Angiotensin-Konversionsenzym), die an der Entstehung des Bluthochdrucks

beteiligt sind (ACE-Hemmer). Ramipril ist ein langwirksamer ACE-Hemmer. Hydrochlorothiazid

(HCT) ist ein wasserausschwemmendes Mittel (Diuretikum).

Was sollte dazu beachtet werden?

Zur Behandlung des zu hohen Blutdrucks kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin weitere Massnahmen wie

Gewichtsabnahme, Kochsalzreduktion und sportliche Aktivitäten empfehlen.

Wann darf Co-Ramipril Sandoz nicht angewendet werden?

Co-Ramipril Sandoz darf nicht gegeben werden:

·bei Überempfindlichkeit gegen Ramipril, andere ACE-Hemmer, Thiazide, insbesondere

Hydrochlorothiazid, Sulfonamide oder andere enthaltene Hilfsstoffe;

·falls früher bei der Einnahme eines Blutdruckmittels Schwellungen (Ödeme) im Gesicht, an Lippen,

Zunge oder Rachen (Schluck- oder Atembeschwerden) auftraten (Gefahr der Auslösung eines

lebensbedrohlichen sogenannten Angioödems);

·bei stark eingeschränkter Nieren- (Hydrochlorothiazid ist bei schweren Nierenfunktionsstörungen

unwirksam) oder Leberfunktion (Gefahr von Störungen des Flüssigkeits- und Salzhaushaltes);

·bei starker Verengung der Nierenarterien (beidseitig oder bei Einzelniere) und bestimmter

Herzklappen sowie bei anderen Ein- und Ausflussbehinderungen der linken Herzkammer (Gefahr

eines lebensbedrohlichen Blutdruckabfalles und Nierenversagens);

·bei schweren Elektrolytstörungen, die sich durch die Behandlung mit Co-Ramipril Sandoz

verschlechtern können (Gefahr eines lebensbedrohlichen Blutdruckabfalls, Nierenversagens und

einer Verstärkung der Elektrolytstörungen);

·bei schwerem Flüssigkeitsmangel (Gefahr eines lebensbedrohlichen Blutdruckabfalls und

Nierenversagens);

·bei Dialyse mit sogenannten High-Flux-Membranen und bestimmten anderen

Blutreinigungsverfahren (Entfernung von LDL-Lipoproteinen);

·bei gleichzeitiger Behandlung mit Medikamenten die Aliskiren enthalten vor allem wenn Sie an

Diabetes oder an mittelschwerer oder schwerer Niereninsuffizienz leiden;

·bei gleichzeitiger Behandlung mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (Sartanen), wenn Sie an

diabetischer Nephropathie leiden;

·wenn Sie gleichzeitig Medikamente einnehmen, die die Wirkstoffe Sacubitril/Valsartan

kombinieren (zur Behandlung von Herzinsuffizienz), da dabei ein erhöhtes Risiko von Angioödemen

(Schwellungen an Gesicht, Augen, Lippen oder Zunge, Atemprobleme) besteht;

·wenn Sie gleichzeitig einen Neprysilin-Hemmer einnehmen, z.B. Racecadotril (zur Behandlung von

Diarrhoe), und bereits Angioödeme (Schwellungen an Gesicht, Augen, Lippen oder Zunge,

Atemprobleme) bei der Verwendung von ACE-Hemmern bei Ihnen aufgetreten sind;

·im Falle einer Schwangerschaft.

Wann ist bei der Einnahme von Co-Ramipril Sandoz Vorsicht geboten?

Die Behandlung mit Co-Ramipril Sandoz erfordert regelmässige ärztliche Kontrollen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt bevor Sie Co-Ramipril Sandoz einnehmen, falls Sie

schon einmal Hautkrebs hatten oder falls Sie während der Behandlung eine unerwartete

Hautveränderung bemerken. Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid (einem der Wirkstoffe von Co-

Ramipril Sandoz), insbesondere über längere Zeit und in höherer Dosierung, kann zu einem erhöhten

Risiko für bestimmte Arten von Haut- und Lippenkrebs (nicht-melanozytärer, «weisser» Hautkrebs)

führen. Schützen Sie Ihre Haut vor Sonnenlicht und UV-Strahlen, solange Sie Co-Ramipril Sandoz

anwenden, und kontrollieren Sie Ihre Haut regelmässig, um Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin

unerwartete Veränderungen zeigen zu können.

Flüssigkeits-, Blutvolumen- und Salzmangel sollten vor Beginn der Behandlung ausgeglichen

werden. Bei Patienten mit begleitender Herzschwäche muss dies allerdings sorgfältig gegenüber dem

Risiko einer Volumenüberlastung abgewogen werden. Ist ein solcher Zustand ausgeprägt, darf die

Behandlung mit Co-Ramipril Sandoz nur begonnen oder fortgesetzt werden, wenn gleichzeitig

angemessene Vorkehrungen zur Verhinderung eines übermässigen Blutdruckabfalles und einer

Verschlechterung der Nierenfunktion getroffen werden. Zu Beginn bzw. auch während der weiteren

Behandlung müssen folgende Patientengruppen besonders sorgfältig überwacht werden, da es eher

zu einer unerwünschten starken Abnahme des Blutdrucks kommen kann und nachfolgend

möglicherweise zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion:

·Patienten mit schwerem, insbesondere bedrohlich verlaufendem Bluthochdruck;

·Patienten, die einen Flüssigkeits- oder Salzmangel aufweisen oder entwickeln könnten (z.B. infolge

unzureichender Flüssigkeits- oder Salzzufuhr oder infolge Durchfalls, Erbrechens oder bei zu

starkem Schwitzen, wenn Salz und Flüssigkeit nicht ausreichend ersetzt werden);

·Patienten, die mit entwässernden Mitteln (Diuretika) vorbehandelt sind;

·Patienten mit begleitender, insbesondere schwerer Herzschwäche;

·Patienten mit Ein- oder Ausflussbehinderung der linken Herzkammer;

·Patienten mit einer starken Verengung der Nierenarterien.

Um das Ausmass einer akuten Blutdrucksenkung erfassen und nötigenfalls Gegenmassnahmen

treffen zu können, muss im allgemeinen nach der ersten Dosis und jeder ersten erhöhten Dosis von

Co-Ramipril Sandoz der Blutdruck solange kontrolliert werden, bis keine weitere bedeutsame akute

Blutdrucksenkung mehr zu erwarten ist.

Ein zu starker Blutdruckabfall kann eine Flachlagerung des Patienten mit Anheben der Beine,

Flüssigkeits- oder Volumenersatz sowie weitere Massnahmen erfordern.

Ein übermässiger Blutdruckabfall bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (Erkrankung der

Herzkranzgefässe) oder bei Erkrankung der Gehirngefässe kann zu Herzinfarkt oder Schlaganfall

führen. Die Verschreibung von Co-Ramipril Sandoz bei diesen Patienten muss unter besonders

sorgfältiger Überwachung erfolgen.

Die Nierenfunktion sollte vor Beginn und während der Behandlung regelmässig überprüft werden.

Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen, Herzmuskelschwäche, Erkrankung der Nierengefässe

sowie bei nierentransplantierten Patienten ist eine besonders sorgfältige Überwachung erforderlich.

Die Behandlung mit Co-Ramipril Sandoz erfordert regelmässige Laborkontrollen (Natrium, Kalium,

Kalzium, Harnsäure, Blutzucker).

Bei Lebererkrankungen muss Co-Ramipril Sandoz vorsichtig angewendet werden, da Störungen des

Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushaltes zu Bewusstseinsverlust durch Leberversagen führen kann.

Um eine mögliche Abnahme der weissen Blutkörperchen erkennen zu können, werden Kontrollen

des weissen Blutbildes empfohlen. In der Anfangsphase der Therapie, bei Patienten mit gestörter

Nierenfunktion, bei Patienten mit gleichzeitig bestehender Bindegewebserkrankung sowie bei

Patienten, die gleichzeitig mit anderen Medikamenten behandelt werden, die Veränderungen des

Blutbildes verursachen können, werden häufigere Kontrollen empfohlen.

Bei gleichzeitiger Gabe von Co-Ramipril Sandoz und bestimmten Arzneimitteln, Stoffen oder

Materialien müssen folgende Wechselwirkungen in Betracht gezogen werden:

Werden gleichzeitig Blutdruckmedikamente (z.B. wasserausschwemmende Mittel) oder andere

Arzneimittel mit möglichen blutdrucksenkenden Wirkungen (wie Aliskiren) eingesetzt, muss mit

einer verstärkten Blutdrucksenkung gerechnet werden. Auch Alkohol kann die blutdrucksenkende

Wirkung verstärken.

Gefässverengende Mittel können die blutdrucksenkende Wirkung von Co-Ramipril Sandoz

beeinträchtigen.

Vermehrte Kochsalzzufuhr mit der Nahrung kann die blutdrucksenkende Wirkung von Co-Ramipril

Sandoz vermindern.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Co-Ramipril Sandoz und bestimmten Medikamenten gegen

Schmerzen und Entzündungen (z.B. Acetylsalicylsäure und Indometacin) ist mit einer

Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung zu rechnen. Die Entwicklung eines akuten

Nierenversagens ist möglich.

Die gleichzeitige Einnahme von Kaliumsalzen, kaliumsparenden Diuretika (z.B. Spironolacton), von

Kaliumpräparaten kann insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion zu einer

erheblichen bisweilen schwerwiegenden Erhöhung des Serumkaliums führen. Diese Kombinationen

mit Co-Ramipril Sandoz werden nicht empfohlen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw.

Ihre Ärztin oder Apothekerin, falls Sie statt Kochsalz Diätsalze, die Kalium enthalten, verwenden.

Heparin verstärkt das Risiko eines zu hohen Kaliumspiegels.

Anderseits kann bei Patienten, die gleichzeitig sog. Glukokortikoide, kaliumausschwemmende

Mittel, grössere Mengen von Lakritze oder Abführmittel (bei längerem Gebrauch) einnehmen, der

Kalium- und/oder der Magnesiumverlust erhöht werden. Bei Kalium- oder Magnesiummangel kann

die Tendenz zur Auslösung von vorzeitigen Herzschlägen durch gewisse Herzmedikamente

(Digitalispräparate) verstärkt werden.

Bestehende Blutbildstörungen können in Kombination mit bestimmten anderen

verschreibungspflichtigen Medikamenten verstärkt werden.

Hydrochlorothiazid, ein Bestandteil von Co-Ramipril Sandoz, kann die Wirkung von Präparaten

gegen die Zuckerkrankheit abschwächen, Ramipril, der andere Bestandteil, kann sie verstärken.

Besonders zu Beginn einer gleichzeitigen Behandlung mit Co-Ramipril Sandoz und einem Mittel

gegen die Zuckerkrankheit muss auf Anzeichen einer Unterzuckerung geachtet werden.

Co-Ramipril Sandoz kann die Wirkung von Präparaten zur Behandlung von Gicht vermindern.

Ramipril kann die Wirkung von Alkohol verstärken.

Die Aufnahme von Hydrochlorothiazid wird durch ein spezielles Präparat zur Senkung des

Cholesterinspiegels (Cholestyramin) gesenkt.

Die Ausscheidung von Lithiumsalzen kann vermindert werden. Die Giftigkeit des Lithiums wird

dabei verstärkt. Der Lithiumspiegel ist entsprechend zu überwachen.

Betreffend Dialyse, Blutreinigung und Entfernung von LDL-Lipoproteinen, siehe «Wann darf Co-

Ramipril Sandoz nicht angewendet werden?».

In seltenen Fällen sind bei Patienten unter ACE-Hemmer-Therapie lebensbedrohliche, allergische

Reaktionen während der Desensibilisierung gegenüber Insektengift aufgetreten. Teilen Sie dem

behandelnden Arzt oder Ärztin vor der Desensibilisierung mit, dass Sie Co-Ramipril Sandoz

einnehmen. Diese Reaktionen konnten vermieden werden, wenn die Behandlung mit dem ACE-

Hemmer vor der Desensibilisierung vorübergehend unterbrochen wurde.

Hydrochlorothiazid kann ein akutes Glaukom (plötzliche Erhöhung des Augendrucks) und/oder eine

akute Myopie verursachen. Zu den Symptomen zählen eine akut verminderte Sehschärfe oder ein

kurzfristiger Sehverlust, Augenschmerzen mit Rötung der Augen, Wahrnehmung eines leuchtenden

Halos (Regenbogeneffekt) um Lichtquellen herum, Kopf- oder Bauchschmerzen, Schwindel und

Erbrechen (Symptome eines akuten Glaukoms). Wenn diese Symptome, die in der Regel innerhalb

der ersten Stunden oder Wochen nach der ersten Einnahme des Medikaments auftreten, bei Ihnen

anhalten, sollten Sie sofort einen Arzt konsultieren und Co-Ramipril nicht mehr einnehmen. Zu den

Risikofaktoren für die Entwicklung eines akuten Glaukoms gehören insbesondere eine Allergie auf

Sulfonamide (wie Hydrochlorothiazid) oder Penicillin in der Vorgeschichte.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu

bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Dies gilt im verstärkten Mass zu

Behandlungsbeginn sowie beim gleichzeitigen Genuss von Alkohol.

Bei Patienten, die gleichzeitig mit einem ACE-Hemmer und Vildagliptin behandelt wurden, traten

mit grösserer Häufigkeit Angioödeme auf. Dies war ebenfalls der Fall bei Patienten, die gleichzeitig

mit einem ACE-Hemmer und einem mTOR-Hemmer behandelt wurden (z.B. das für die Behandlung

von Nierenkrebs zugelassene Arzneimittel Temsirolismus).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder andere Medikamente (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich

anwenden vor allem Sartane oder Medikamente welche Aliskiren enthalten oder einen Angiotensin-

II-Rezeptor-Antagonisten. Diese Regel gilt besonders für Medikamente, die die Wirkstoffe

Sacubitril/Valsartan kombinieren (zur Behandlung von Herzinsuffizienz), für Sartane oder für

Medikamente, welche Aliskiren, einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder einen Neprylisin-

Hemmer (z.B. Racecadotril zur Behandlung von Diarrhoe) enthalten.

Darf Co-Ramipril Sandoz während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen

werden?

Co-Ramipril Sandoz darf während einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Andernfalls

kann es zu einer Schädigung des ungeborenen Kindes kommen. Vor Beginn der Behandlung mit Co-

Ramipril Sandoz ist daher eine Schwangerschaft auszuschliessen. Eine Schwangerschaft muss

vermieden werden, wenn nicht auf eine andere Therapieform (ohne ACE-Hemmer und Diuretika)

umgestellt werden kann.

Tritt während der Behandlung eine Schwangerschaft ein, so muss die Behandlung mit Co-Ramipril

Sandoz möglichst schnell, in jedem Falle aber noch im 1. Drittel der Schwangerschaft, abgebrochen

und durch eine andere Behandlung ohne ACE-Hemmer ersetzt werden.

Eine stillende Mutter sollte Co-Ramipril Sandoz grundsätzlich nicht einnehmen. Wird während der

Stillzeit eine Behandlung mit Co-Ramipril Sandoz erforderlich, darf nicht mehr gestillt werden.

Wie verwenden Sie Co-Ramipril Sandoz?

Die Dosierung richtet sich nach erwünschtem Blutdruckeffekt und Verträglichkeit im Einzelfall. Die

Dauer der Behandlung mit Co-Ramipril Sandoz bestimmt im Einzelfall der Arzt bzw. die Ärztin.

Die übliche Dosis ist eine Tablette Co-Ramipril Sandoz 2,5/12,5 mg bzw. Co-Ramipril Sandoz

5/25 mg täglich. Mit diesen Dosierungen wird der Blutdruck gewöhnlich normalisiert. Falls der

Blutdruck zu stark gesenkt wird, kann der Arzt bzw. die Ärztin die Dosierung halbieren. Bei nicht

ausreichendem Ansprechen des Blutdrucks kann er die Dosierung im Abstand von mindestens 3

Wochen auf höchstens 2 Tabletten Co-Ramipril Sandoz 5/25 mg täglich erhöhen.

Bei Patienten, die mit einem wasserausschwemmenden Mittel vorbehandelt sind, ist zu erwägen,

dieses wenigstens 2−3 Tage oder länger vor Beginn der Behandlung mit Co-Ramipril Sandoz

abzusetzen oder zumindest in der Dosis zu verringern. Über Möglichkeit und Dauer einer solchen

Behandlungspause oder Dosisverringerung entscheidet im Einzelfall der Arzt bzw. die Ärztin. Ist bei

Patienten, die mit einem Diuretikum vorbehandelt sind, ein Absetzen der diuretischen Behandlung

nicht möglich, so wird empfohlen, zunächst mit der niedrigst möglichen Ramipril Dosierung

(1,25 mg täglich) frei zu kombinieren und anschliessend auf eine Anfangs-Tagesdosis von ½ oder 1

Tablette Co-Ramipril Sandoz 2,5/12,5 umzustellen.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte nach stufenweiser Erhöhung der Ramipril-

Dosis die Behandlung mit Co-Ramipril Sandoz 2,5/12,5 begonnen werden. Die maximal zulässige

Tagesdosis beträgt 1 Tablette Co-Ramipril Sandoz 5/25.

Die Anwendung von Co-Ramipril Sandoz bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird

aufgrund fehlender Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit nicht empfohlen.

Co-Ramipril Sandoz Tabletten können vor, zum oder nach dem Frühstück, unzerkaut, mit reichlich

Flüssigkeit eingenommen werden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin

oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Co-Ramipril Sandoz haben?

Wenn Sie Nebenwirkungen beobachten, die in dieser Packungsbeilage nicht beschrieben sind,

informieren Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ärztin oder Apotheker bzw. Apothekerin.

Die häufigsten Nebenwirkungen sind:

Müdigkeit, Asthenie, Husten, Kopfschmerzen, Schwindel, Unzureichende Kontrolle des Diabetes

mellitus, verminderte Glukosetoleranz, Erhöhung des Blutzuckerspiegels, Erhöhung der

Serumharnsäure, Verschlechterung der Gicht, erhöhter Cholesterin- und Triglyzeridspiegel.

Bereits als Folge der Senkung des erhöhten Blutdrucks auf ein optimales Niveau können,

insbesondere zu Beginn der Behandlung, Symptome wie Leeregefühl im Kopf, manchmal gepaart

mit Konzentrationsstörungen sowie eine Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens, Müdigkeit,

Schwäche und Schwindel auftreten.

Als Folge eines übermässigen Blutdruckabfalls können sich unter der Behandlung mit Ramipril

folgende Symptome einstellen: beschleunigter Puls, Herzklopfen, orthostatische Kreislaufstörungen

(mit z.B. einem Gefühl der Schwäche oder einer bevorstehenden Ohnmacht beim Aufstehen aus dem

Liegen), Gleichgewichtsstörungen, periphere Ödeme (Wasseransammlung im Gewebe), Übelkeit,

Schwitzen, Hörstörungen (z.B. Ohrensausen), Sehstörungen, Kopfschmerzen, Angstgefühl,

Benommenheit, Schläfrigkeit und Schwäche, Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen und

kurzzeitiger Bewusstseinsverlust.

Ein zu starker Blutdruckabfall kann folgende Massnahmen erfordern: Hinlegen mit hochgelagerten

Beinen und Flüssigkeitszufuhr oder weitere therapeutische Massnahmen.

Ein unerwünscht starker Blutdruckabfall lässt sich insbesondere nach der ersten Gabe von Co-

Ramipril Sandoz sowie nach der ersten Gabe einer höheren Co-Ramipril Sandoz Dosis beobachten.

Bei den unter «Wann ist bei der Einnahme von Co-Ramipril Sandoz Vorsicht geboten?» genannten

Risikopatienten kann ein starker Blutdruckabfall auftreten, u.U. bis hin zum lebensbedrohlichen

Kreislaufversagen. Entwickelt sich - insbesondere bei älteren Patienten - ein Flüssigkeitsmangel (vor

allem wenn Flüssigkeitsverluste z.B. durch Erbrechen oder Durchfall nicht genügend ersetzt

werden), so kann es zu Bluteindickung und, in besonders schweren Fällen zu Thrombosen

(Blutpfropfbildung) kommen.

Im Falle einer Erkrankung der Herzkranzgefässe oder einer Verengung der Hirnarterien, durch

welche sich der Blutfluss vermindert, kann es zu einer möglicherweise lebensbedrohlichen

Minderdurchblutung des Herzens bzw. des Gehirns kommen, vor allem wenn der Blutdruck zu stark

abfällt. Derartige Durchblutungsstörungen können einen Anfall von Angina pectoris oder sogar einen

Herzinfarkt bzw. vorübergehende Störungen der Hirnfunktion oder sogar einen Schlaganfall

hervorrufen.

Bei Anzeichen von Hypotonie, müssen Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren.

Trockener, nicht produktiver Reizhusten, Rhinitis, Sinusitis, Bronchitis und, vor allem bei trockenem

Husten, Bronchospasmus einschliesslich einer Verschlechterung von bereits bestehendem Asthma.

Bei der Einnahme von Hydrochlorothiazid können Lungenentzündung, Lungenödem und allergische

Alveolitis auftreten. Bei Atembeschwerden ist sofort ein Arzt bzw. eine Ärztin zu benachrichtigen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:

Verringerte Anzahl von Blutzellen (weisse Blutkörperchen, rote Blutkörperchen und Blutplättchen),

Abnahme des Hämoglobinspiegels (Anämie), Appetitverlust, verringerter Kaliumspiegel im Blut,

übermässiger Durst, depressive Stimmung, Apathie, Angst, Nervosität, Schlafstörungen, Somnolenz,

Schwindel, Empfindlichkeitsverlust, Zittern, Gleichgewichtstörung, Brennen, Geschmackstörung

(oder Geschmackverlust), Sehstörungen, Bindehautentzündung, Gehörstörungen,

Herzrhythmusstörungen, periphere Ödeme, Verminderter Blutdruck, Synkope, intensive rasch

vorübergehende Rotfärbung des Gesichts Hals und Rumpfs, Sinusitis, Kurzatmigkeit, verstopfte

Nase, Entzündungsreaktionen des Gastrointestinal Traktes, Verdauungsstörungen, Übelkeit,

Verstopfung, Zahnfleischentzündung, Hepatitis (sehr selten mit fatalem Ausgang), Erhöhung der

Leberenzyme und/oder der Bilirubin-Konzentration, Cholezystitis aufgrund eines Gallensteins,

Angeödet (sehr selten mit fatalem Ausgang); übermässiges Schwitzen, Hautreaktionen, Haarausfall,

Muskelschmerzen, Nierenfunktionsstörungen, erhöhte Urinausscheidung, Zunahme der

Harnsäurekonzentration im Serum und des Kreatinin Spiegels, vorübergehende erektile Impotenz,

Thorax- Schmerzen, Fieber.

Unter der Therapie mit Ramipril (der eine Wirkstoff von Co-Ramipril Sandoz) kann sich die

Nierenfunktion verschlechtern, u.U. bis hin zum lebensbedrohlichen akuten Nierenversagen. Dies

betrifft vor allem Patienten mit einer Erkrankung der Nieren-Blutgefässe und nierentransplantierte

Patienten, tritt aber auch im Zusammenhang mit sehr niedrigem Blutdruck auf, insbesondere bei

Patienten mit Herzschwäche.

Vorbestehende Proteinausscheidung durch die Nieren kann durch Co-Ramipril Sandoz

verschlimmert werden.

Eine Störung der Nierenfunktion äussert sich durch die folgenden allgemeinen Symptome:

Müdigkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Schläfrigkeit, Verwirrtheit, Apathie, Muskelkrämpfe,

Tetanie, aber auch Muskelschwäche, Magen-Darm-Störungen und übermässiger Durst. Eine

vorübergehend verstärkte Flüssigkeitsausscheidung kann durch die diuretische Wirkung von

Hydrochlorothiazid bedingt sein, aber auch durch eine verbesserte Herzfunktion.

Bei einer Behandlung mit Hydrochlorothiazid (dem anderen Wirkstoff von Co-Ramipril Sandoz)

wurde in einzelnen Fällen eine bestimmte Form der Nierenentzündung (sog. interstitielle Nephritis)

beobachtet.

Haut- und Schleimhautreaktionen, Juckreiz, Rötung von Hautarealen mit Wärmegefühl, Nesselsucht,

Konjunktivitis (Augenbindehautentzündung), Atemnot und gelegentlich Fieber können auftreten,

bilden sich jedoch im Allgemeinen nach dem Absetzen von Co-Ramipril Sandoz spontan zurück. Es

kann auch zu Lichtüberempfindlichkeit, verschiedenartigen Haut- und Schleimhautausschlägen,

Haarausfall, Auslösung bzw. Verstärkung eines Raynaud-Syndroms (Durchblutungsstörungen der

Finger oder Zehen, die blass werden) oder zu einer Nagelablösung kommen. Im Falle von Juckreiz

mit Nesselsucht ist sofort ein Arzt bzw. eine Ärztin zu benachrichtigen, da schwere

Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktischer Schock) möglich sind.

Wenn die Einnahme von Co-Ramipril Sandoz Schwellungen im Bereich des Gesichtes (z.B.

Augenlider, Lippen), der Zunge, des Rachens oder des Kehlkopfs verursacht, die zu Schluck- oder

Atembeschwerden führen, besteht die Möglichkeit, dass sich dahinter ein sog. Angioödem verbirgt.

In diesem Fall muss der Patient unverzüglich seinen Arzt bzw. seine Ärztin informieren und darf die

nächste geplante Dosis Co-Ramipril Sandoz nicht einnehmen. Auch jede weitere Therapie mit einem

ähnlichen Medikament wie Co-Ramipril Sandoz (ACE-Hemmer) oder entsprechenden

Kombinationspräparaten kommt angesichts dieser Nebenwirkung nicht mehr in Frage.

Ebenfalls möglich ist die Bildung eines leichten Ödems z.B. im Knöchelbereich, bei dem es sich

nicht um ein Angioödem handelt.

Während der Therapie mit Co-Ramipril Sandoz kann es zu Beschwerden im Verdauungstrakt

kommen, z.B. Mundtrockenheit, Zungenentzündung, Reizung oder Entzündung der

Mundschleimhaut oder der Speicheldrüsen, Verdauungsstörungen, Verstopfung, Durchfall, Übelkeit,

Erbrechen, Magenschmerzen, Oberbauchbeschwerden, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse

(Pankreatitis), Gelbsucht durch unzureichende Ausscheidung des Gallenfarbstoffes, andere

Funktionsstörungen der Leber und u.U. lebensbedrohliche Leberentzündung (Hepatitis).

Geringfügige bis schwere Abnahme der Anzahl roter Blutkörperchen, des Hämoglobinspiegels, der

Anzahl der Blutplättchen und weisser Blutkörperchen sowie Blutarmut. Bei Anzeichen für eine

Abnahme der weissen Blutkörperchen (z.B. Fieber, Lymphknotenschwellungen oder

Mandelentzündung) oder für Blutungen (z.B. winzige rotbraune Pünktchen auf Haut oder

Schleimhäuten, Blutergüsse oder blaue Flecken an Haut bzw. Schleimhäuten oder schwer stillbares

Zahnfleischbluten) müssen Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin kontaktieren.

Folgende Nebenwirkungen wurden sehr selten beobachtet:

Entzündung der Blutgefässwände, Erbrechen, Entzündung der Mundhöhle, der Zunge, Durchfall,

Schmerzen im Oberbauch, Mundtrockenheit, erhöhter Kaliumspiegel im Blut.

Nervensystem

Kopfschmerzen, Nervosität, Kribbeln am Ende der Gliedmassen, Zittern, Verwirrtheit, depressive

Verstimmung, Schlafstörungen und Unruhe; es konnte ein Zusammenhang zwischen

Hydrochlorothiazid und dem Auftreten von Gelbsehen festgestellt werden.

Sonstige Nebenwirkungen mit unbekannter Häufigkeit:

Haut- und Lippenkrebs (nicht-melanozytärer, «weisser» Hautkrebs). Vergrösserung des

Brustvolumens beim Mann. Akutes Glaukom (plötzlicher Anstieg des Augendrucks) und/oder akute

Myopie (in den ersten Stunden oder Wochen der Behandlung). Wenn bei Ihnen Augen- und

Kopfsymptome vorliegen (siehe «Wann ist bei der Anwendung von Co-Ramipril Vorsicht

geboten?»), müssen Sie sofort ärztliche Hilfe aufsuchen und die Verwendung von Co-Ramipril

einstellen.

Die Verträglichkeit von Zucker kann sich vermindern. Bei Diabetikern kann dies zu einer

Verschlechterung der Stoffwechseleinstellung führen. Eine verborgene Zuckerkrankheit kann

erstmals in Erscheinung treten.

Die Behandlung mit Co-Ramipril Sandoz kann zu einer Zunahme der Harnsäurekonzentration im

Serum und vor allem bei Patienten mit bereits zuvor erhöhtem Harnsäurespiegel zu Gichtanfällen

führen. Ferner kann es zu einem Anstieg der Blutfette und von Cholesterin kommen.

Darüber hinaus sollten Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin umgehend jegliche unerwarteten

Veränderungen der Haut zeigen, die Sie während der Behandlung mit Co-Ramipril Sandoz

beobachten.

Was ist ferner zu beachten?

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15−25 °C) und ausser Reichweite von Kindern

lagern.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Co-Ramipril Sandoz enthalten?

Co-Ramipril Sandoz 2,5/12,5

1 Tablette (teilbar, mit Bruchrille) enthält 2,5 mg Ramipril und 12,5 mg Hydrochlorothiazid (HCT)

sowie Hilfsstoffe.

Co-Ramipril Sandoz 5/25

1 Tablette (teilbar, mit Bruchrille) enthält 5 mg Ramipril und 25 mg Hydrochlorothiazid (HCT)

sowie Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

57381 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Co-Ramipril Sandoz? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Co-Ramipril Sandoz 2,5/12,5: 20 und 100 Tabletten (teilbar, mit Bruchrille).

Co-Ramipril Sandoz 5/25: 20 und 100 Tabletten (teilbar, mit Bruchrille).

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz

Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2018 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

Fachinformation

Co-Ramipril Sandoz® 2,5/12,5; 5/25

Sandoz Pharmaceuticals AG

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Ramiprilum und Hydrochlorothiazidum.

Hilfsstoffe: Excipiens pro compresso.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Tablette (teilbar, mit Bruchrille) Co-Ramipril Sandoz 2,5/12,5 enthält 2,5 mg Ramipril und

12,5 mg Hydrochlorothiazid.

1 Tablette (teilbar, mit Bruchrille) Co-Ramipril Sandoz 5/25 enthält 5 mg Ramipril und 25 mg

Hydrochlorothiazid.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Hypertonie, wenn eine Kombinationstherapie angezeigt ist.

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung

Die Dosierung richtet sich nach erwünschtem Blutdruckeffekt und Verträglichkeit im Einzelfall. Die

Dauer der Behandlung mit Co-Ramipril Sandoz bestimmt der Arzt.

Die übliche Dosis ist eine Tablette Co-Ramipril Sandoz 2,5/12,5 bzw. Co-Ramipril Sandoz 5/25

täglich. Mit diesen Dosierungen wird der Blutdruck gewöhnlich normalisiert. Falls der Blutdruck zu

stark gesenkt wird, kann die Dosierung halbiert werden. Bei nicht ausreichendem Ansprechen des

Blutdrucks kann die Dosierung im Abstand von mindestens 3 Wochen auf höchstens 2 Tabletten Co-

Ramipril Sandoz 5/25 täglich erhöht werden.

Eine symptomatische Hypotonie kann nach der ersten Dosis von Co-Ramipril Sandoz auftreten,

besonders bei Patienten, die als Folge einer Diuretikabehandlung hypovolämisch oder

hyponatriämisch sind.

Vor Beginn der Behandlung mit Co-Ramipril Sandoz 2,5/12,5 bzw. Co-Ramipril Sandoz 5/25 sollten

Salz- und/oder Flüssigkeitsmängel ausgeglichen werden.

Bei Patienten, die mit einem Diuretikum vorbehandelt sind, ist zu erwägen, dieses wenigstens 2 bis 3

Tage oder (falls von der Wirkdauer des Diuretikums her erforderlich) länger vor Beginn der

Behandlung mit Co-Ramipril Sandoz abzusetzen oder zumindest in der Dosis zu verringern.

Ist bei Patienten, die mit einem Diuretikum vorbehandelt sind, ein Absetzen der diuretischen

Behandlung nicht möglich, so wird empfohlen, zunächst mit der niedrigst möglichen Ramipril-

Dosierung (1,25 mg täglich) frei zu kombinieren und anschliessend auf eine Anfangs-Tagesdosis von

½ oder 1 Tablette Co-Ramipril Sandoz 2,5/12,5 umzustellen.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Co-Ramipril Sandoz bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird

aufgrund fehlender Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit nicht empfohlen.

Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatininclearance zwischen 30-80 ml/min.)

sollte nach stufenweiser Erhöhung der Ramipril-Dosis die Behandlung mit Co-Ramipril Sandoz

2,5/12,5 begonnen werden. Die maximal zulässige Tagesdosis beträgt 1 Tablette Co-Ramipril

Sandoz 5/25.

Ältere Patienten weisen häufig eine eingeschränkte Nierenfunktion auf. Daher kann im Einzelfall

eine entsprechende Dosisreduktion erforderlich sein.

Leberfunktionsstörungen

Thiazide sollen bei Patienten mit Leberinsuffizienz (z.B. auf dem Boden schwerer fortschreitender

Lebererkrankungen) vorsichtig angewendet werden, da Veränderungen des Flüssigkeits- und

Elektrolytgleichgewichtes für die Entwicklung eines Coma hepaticum von Bedeutung sein können.

Insbesondere bei Patienten im Präcoma oder Coma hepaticum ist von der Anwendung von Thiaziden

abzuraten.

Es liegen keine Erfahrungen zur Anwendung von Ramipril-HCT bei Patienten mit Leberinsuffizienz

vor.

Korrekte Art der Einnahme

Die Tabletten sollten unzerkaut vor, zum oder nach dem Frühstück mit genug Flüssigkeit

eingenommen werden.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen Ramipril, andere ACE-Hemmer, Thiazide, insbesondere

Hydrochlorothiazid oder andere Sulfonamidderivate sowie gegen andere enthaltene Hilfsstoffe, stark

eingeschränkte Nieren- (Kreatininclearance <30 ml/min, bei Dialysepatienten) oder Leberfunktion,

hämodynamisch relevante Nierenarterienstenose (beidseitig oder bei Einzelniere), klinisch relevanter

Flüssigkeitsmangel und Elektrolytstörungen, die sich durch die Behandlung mit Co-Ramipril Sandoz

verschlechtern können.

Co-Ramipril Sandoz ist kontraindiziert bei Patienten mit hereditärem Angioödem oder bei denen sich

unter einer früheren Behandlung mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten ein Angioödem entwickelt hatten.

Eine gleichzeitige Behandlung von ACE-Hemmern und extrakorporalen Behandlungen, die zu einem

Kontakt von Blut mit negativ geladenen Oberflächen führt, muss vermieden werden, da sonst

schwere, lebensbedrohliche anaphylaktoide Reaktionen bis hin zum Schock auftreten könnten.

Solche extrakorporale Behandlungen schliessen Dialyse oder Hämofiltration mit bestimmten High-

Flux-Membranen (z.B. Polyacrilonitril) und LDL-Apherese mit Dextransulfat ein (Hinweise der

Membranhersteller beachten).

·Einnahme von Aliskiren-haltigen Arzneimitteln bei Diabetikern (Typ 1 oder 2) oder Patienten mit

mässiger oder schwerer Niereninsuffizienz (Kreatininclearance <60 ml/min/1.73 m2).

·Kombination mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (ARA-II) bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie.

·Im Falle einer Schwangerschaft darf Co-Ramipril Sandoz grundsätzlich nicht angewendet werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Die Behandlung mit Co-Ramipril Sandoz erfordert regelmässige ärztliche Kontrollen.

Co-Ramipril Sandoz stellt keine First-line-Therapie des primären Hyperaldosteronismus dar.

Von der Doppelblockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) durch die

Kombination von Co-Ramipril Sandoz mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (ARA-II)

oder mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln wird abgeraten, da hierdurch das Risiko für Hypotonie,

Synkopen, Hyperkaliämie sowie für Veränderungen der Nierenfunktion (bis hin zu akuter

Niereninsuffizienz) im Vergleich zu einer Monotherapie steigt, besonders bei Patienten, die mit einer

Behandlung beginnen und deren Blutdruck normal bis erhöht ist. Wenn die Therapie mit einer

Doppelblockade jedoch als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines

Spezilisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten

und Blutdruck erfolgen.

Die Anwendung von Co-Ramipril Sandoz in Kombination mit Aliskiren ist kontraindiziert bei

Patienten, die an Diabetes (Typ 1 oder 2) oder Niereninsuffizienz (Kreatininclearance 60

ml/min/1,73 m2) leiden (siehe «Kontraindikationen» und «Interaktionen»).

Hyperstimuliertes Renin-Angiotensin-System

Bei der Behandlung von Patienten mit hyperstimuliertem Renin-Angiotensin-System ist besondere

Vorsicht angezeigt. Es besteht ein erhöhtes Risiko eines akuten Blutdruckabfalls und einer

Verschlechterung der Nierenfunktion infolge der ACE-Hemmung. Eine erste Dosis oder eine erste

Dosiserhöhung muss durch eine enge Blutdrucküberwachung solange begleitet werden, bis dass

keine weitere akute Blutdrucksenkung mehr zu erwarten ist. Eine signifikante Aktivierung des

Renin-Angiotensin-Systems kann bei folgenden Patienten erwartet werden:

·Patienten mit schwerer, insbesondere aber maligner Hypertonie;

·Patienten, die einen Flüssigkeits- oder Salzmangel aufweisen oder entwickeln könnten (z.B. infolge

unzureichender Flüssigkeits- oder Kochsalzzufuhr, Durchfalls, Erbrechens oder bei zu starkem

Schwitzen, wenn Salz und Flüssigkeit nicht ausreichend ersetzt werden);

·Patienten mit vorbestehender Diuretika-Therapie;

·Patienten mit begleitender, insbesondere aber schwerer Herzinsuffizienz;

·Patienten mit hämodynamisch relevanter linksventrikulärer Ein- oder Ausflussbehinderung (z.B.

Mitralklappen- oder Aortenklappenstenose);

·Patienten mit hämodynamisch relevanter Nierenarterienstenose (ein Abbruch einer

Diuretikabehandlung kann erforderlich sein).

Eine Dehydratation, Hypovolämie oder Salzmangel sollte vor Beginn der Behandlung ausgeglichen

werden. Bei Patienten mit begleitender Herzinsuffizienz muss dies allerdings sorgfältig gegen das

Risiko einer Volumenüberlastung abgewogen werden. Ist ein solcher Zustand klinisch relevant, darf

die Behandlung mit Co-Ramipril Sandoz nur begonnen oder fortgesetzt werden, wenn gleichzeitig

angemessene Vorkehrungen zur Verhinderung eines übermässigen Blutdruckabfalles und einer

Verschlechterung der Nierenfunktion getroffen werden.

Patienten mit erhöhtem Risiko bei ausgeprägtem Blutdruckabfall

Eine besonders sorgfältige Überwachung zu Beginn ist auch erforderlich bei Patienten, die durch

einen unerwünscht starken Blutdruckabfall besonders gefährdet wären (z.B. bei hämodynamisch

relevanten Koronarstenosen oder cerebrovaskulären Stenosen).

Um das Ausmass einer akuten Blutdrucksenkung erfassen und nötigenfalls Gegenmassnahmen

treffen zu können, muss im Allgemeinen nach Gabe der ersten Dosis und jeder ersten erhöhten Dosis

der Blutdruck solange kontrolliert werden, bis keine weitere bedeutsame akute Blutdrucksenkung

mehr zu erwarten ist.

Ein zu starker Blutdruckabfall kann eine Flachlagerung des Patienten mit Anheben der Beine,

Flüssigkeits- oder Volumenersatz sowie weitere Massnahmen erfordern.

Nierenfunktion

Thiazide können bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion als Diuretika nicht geeignet sein

und bei einer Kreatininclearance von 30 ml/min und darunter sind sie unwirksam.

Patienten mit Kreatininclearance-Werten zwischen 30 und 80 ml/min sollten nur dann mit Co-

Ramipril Sandoz behandelt werden, wenn die Gabe von entsprechenden Dosen der einzelnen

Wirkstoffe gezeigt hat, dass die Dosierungen der Kombination angezeigt sind.

Es wird empfohlen, besonders in den Anfangswochen der Behandlung die Nierenfunktion zu

überwachen. Eine besonders sorgfältige Überwachung ist erforderlich bei Patienten mit

Herzinsuffizienz, renovaskulärer Erkrankung (z.B. hämodynamisch noch unwirksamer

Nierenarterienstenose oder unilateraler, hämodynamisch relevanter Nierenarterienstenose), bei

Patienten mit einer vorbestehenden Nierenfunktionsstörung und bei nierentransplantierten Patienten.

Laborwerte

Unter Monotherapie mit ACE-Hemmern kann es zu Hyperkaliämie kommen. Hypokaliämie ist eine

häufige Nebenwirkung der Thiazide. Kontrollierte Studien mit Ramipril/Hydrochlorothiazid zeigten,

dass Ramipril die kaliuretische Wirkung von HCT reduziert.

Die natriuretische Wirkung von HCT wird durch Ramipril verstärkt.

Es wird empfohlen, Serum-Natrium, -Kalium, -Calcium, -Harnsäure, -Kreatinin und Blutglucose

regelmässig zu überwachen.

Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen sind häufigere, bei gleichzeitiger Behandlung mit

kaliumretinierenden Diuretika (wie z.B. Spironolacton) sowie mit Kalium-Zusätzen sind

engmaschige Kalium-Kontrollen erforderlich.

Bei einigen Hypertoniepatienten ohne vorherige Nierenerkrankung kann während der Behandlung

mit Ramipril, insbesondere in Kombination mit Diuretika, ein geringfügiger und gewöhnlich

vorübergehender Anstieg des Harnstoffes im Blut und des Serumkreatinins auftreten. In diesen

Fällen sollte Co-Ramipril Sandoz nicht mehr eingenommen werden. Nach Wiederherstellung der

normalen Werte kann die Behandlung mit niedrigerer Dosierung wieder aufgenommen oder einer der

Wirkstoffe alleine gegeben werden.

Eine ausgeprägte Hyperkalzämie kann auf verborgenen Hyperparathyreoidismus hindeuten. Vor der

Durchführung von Tests auf die Funktion der Nebenschilddrüsen sollten Thiazide abgesetzt werden.

Lebererkrankungen

Co-Ramipril Sandoz sollte vorsichtig angewandt werden, da geringfügige Veränderungen des

Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts zu Leberkoma führen können. Die Umwandlung von Ramipril

in seinen wirksamen Metaboliten Ramiprilat in der Leber kann verzögert werden, was zu hohen

Ramipril-Plasmaspiegeln führen kann. Zudem kann die Elimination von Ramiprilat verzögert sein.

Chirurgie/Anästhesie

Bei Patienten, an denen grössere chirurgische Eingriffe vorgenommen werden, oder bei Anästhesie

mit Arzneimitteln, die eine Blutdrucksenkung hervorrufen können, kann Ramipril die Bildung von

Angiotensin II nach kompensatorischer Freisetzung von Renin blockieren. Ein Blutdruckabfall, bei

dem dieser Mechanismus als Ursache angenommen wird, kann durch Volumenzufuhr korrigiert

werden.

Leukopenie/Thrombozytopenie

Die Leukozytenzahl muss kontrolliert werden, wobei diese Kontrollen zu Beginn der Behandlung

sowie bei den unter «Unerwünschte Wirkungen» genannten Risikogruppen besonders häufig zu

erfolgen haben. Treten Anzeichen für einen Immundefekt im Zusammenhang mit Leukopenie oder

eine Thrombozytopenie-bedingte Blutungsneigung auf, so muss das Blutbild kontrolliert werden.

Angioödem

Ein Angioödem (siehe «Unerwünschte Wirkungen») kann lebensbedrohlich werden und

Notfallmassnahmen erfordern. Die Behandlung mit einem ACE-Hemmer muss unverzüglich

abgebrochen werden. Ein Angioödem kann Gesicht, Zunge, Lippe, Stimmapparat und den Kehlkopf

miteinbeziehen.

Auch intestinale Angioödeme sind unter ACE-Hemmern beobachtet worden.

Anaphylaktische Reaktionen während Hymenoptera-Desensibilisierung

In seltenen Fällen sind bei Patienten unter ACE-Hemmer-Therapie lebensbedrohliche

anaphylaktische Reaktionen während der Desensibilisierung gegenüber Insektengift aufgetreten.

Diese Reaktionen konnten vermieden werden, wenn die Behandlung mit dem ACE-Hemmer vor der

Desensibilisierung vorübergehend unterbrochen wurde. In diesem Fall darf Ramipril überdies nicht

durch einen Betablocker ersetzt werden. Selten kann es auch nach Insektenstichen zu

anaphylaktischen Reaktionen kommen.

Akutes sekundäres Engwinkelglaukom und/oder akute Myopie

Hydrochlorothiazid ist ein Sulfonamid. Sulfonamide oder Sulfonamidderivate können

idiosynkratische Reaktionen hervorrufen, die zu einem akuten sekundären Engwinkelglaukom

und/oder einer akuten Myopie führen können. Zu den Symptomen zählen eine akut verminderte

Sehschärfe oder Augenschmerz, die in der Regel in den Stunden oder Wochen nach Beginn der

Medikamentengabe auftreten. Ein unbehandeltes akutes Engwinkelglaukom kann zu einem

vollständigen Visusverlust führen. Die Anfangsbehandlung besteht aus dem schnellstmöglichen

Absetzen des Medikaments. Chirurgische und medizinische Behandlungen können in Betracht

gezogen werden, wenn der intraokulare Druck nicht anderweitig unter Kontrolle gebracht werden

kann. Insbesondere eine vorbestehende Sulfonamid- oder Penicillin-Allergie ist ein Risikofaktor für

die Entstehung eines akuten Engwinkelglaukoms.

Interaktionen

Kontraindizierte und nicht empfohlene Kombinationen

Extrakorporale Behandlungen, die zu einem Kontakt von Blut mit negativ geladenen Oberflächen

führen, wie z.B. Dialyse oder Hämofiltration mit bestimmten High-Flux-Membranen oder LDL-

Apheresen mit Dextransulfat: Gefahr von schweren anaphylaktoiden Reaktionen (siehe Kapitel

«Kontraindikationen»).

Die gleichzeitige Einnahme von Kaliumsalzen, kaliumsparenden Diuretika, Arzneimittel, die die

Kaliämie verstärken können oder kaliumhaltigen Mineralstoffpräparaten kann insbesondere bei

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion zu einer erheblichen und bisweilen schwerwiegende

Erhöhung des Serumkaliums führen. Gleichzeitige Behandlung mit Kaliumsalzen oder

kaliumretinierenden Diuretika, Kaliumsalzen oder Arzneimitteln, die das Risiko einer Hyperkaliämie

verstärken erfordert eine enge Überwachung des Serumkaliumspiegels.

Die Kombination von Co-Ramipril Sandoz mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei Patienten mit

Diabetes oder mässiger Niereninsuffizienz kontraindiziert. Ebenfalls wird bei anderen

Patientenkategorien davon abgeraten (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und

«Kontraindikationen»).

Die Kombination von Co-Ramipril Sandoz mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (ARA-II) ist

bei Patienten mit diabetischer Nephropathie kontraindiziert und bei allen anderen Patienten nicht

empfohlen (siehe Abschnitte «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und

«Kontraindikationen»).

Kombinationen unter Vorsichtsmassnahmen oder besonderer Aufmerksamkeit

Gefässverengende Sympathomimetika können die antihypertensive Wirkung von Co-Ramipril

Sandoz beeinträchtigen; eine engmaschige Blutdruckkontrolle wird empfohlen.

Bei Patienten, die gleichzeitig Glukokortikoide, ACTH, Carbenoxolon, grössere Mengen von

Lakritze, Abführmittel (bei längerem Gebrauch) oder andere kaliuretische Mittel einnehmen, kann

der Kalium- und/oder Magnesiumverlust erhöht werden.

Durch Änderungen der Elektrolytkonzentrationen (z.B. Hypokaliämie, Hypomagnesiämie) kann es

mit Digitalispräparaten zu einer erhöhten Digitalistoxizität kommen.

Die Ausscheidung von Lithiumsalzen kann vermindert werden und zu einer erhöhten

Lithiumtoxizität führen. Falls Lithiumsalze verabreicht werden müssen, sollen die Lithiumspiegel

sorgfältig überwacht werden.

Die gleichzeitige Einnahme von anderen blutdrucksenkenden Mitteln und Substanzen mit

blutdrucksenkendem Potential (z.B. Nitropräparate, trizyklische Antidepressiva, Anästhetika) kann

die blutdrucksenkende Wirkung von Co-Ramipril Sandoz verstärken.

Vermehrte Kochsalzzufuhr mit der Nahrung kann die blutdrucksenkende Wirkung von Co-Ramipril

Sandoz vermindern.

Nichtsteroidale Antiphlogistika (z.B. Acetylsalicylsäure, Indometacin) können die

blutdrucksenkende Wirkung von Co-Ramipril Sandoz vermindern. Die Entwicklung eines akuten

Nierenversagens und eine Erhöhung des Serumkaliumspiegels ist möglich. Nach hohen

Salicylatgaben ist eine verstärkte toxische ZNS-Wirkung der Salicylate durch HCT möglich.

Heparin verstärkt das Risiko einer Hyperkaliämie.

Bei Patienten, die Immunsuppressiva, Zytostatika, Kortikosteroide, Allopurinol, Procainamid oder

andere blutbildverändernde Substanzen erhalten, besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von

Blutbildveränderungen.

Eine Hämolyse mit Methyldopa ist möglich.

Hydrochlorothiazid kann die Wirkung von Antidiabetika abschwächen. Bei Ramipril und

Antidiabetika (Insulin, Sulfonylharnstoffe, Biguanide) besteht die Möglichkeit einer verstärkten

Blutzuckersenkung. Es wird vermutet, dass ACE-Hemmer die Insulinsensitivität des Gewebes

erhöhen. Diabetiker sollen daher auf das Auftreten hypoglykämischer Reaktionen hingewiesen und

besonders in der Anfangsphase einer Kombination entsprechend überwacht werden.

Die Wirkung von harnsäuresenkenden Medikamenten kann abgeschwächt sein.

Die Aufnahme von Hydrochlorothiazid wird durch enteral verabreichte Ionenaustauscher wie z.B.

Cholestyramin gesenkt. Die Wirkung von curareartigen Muskelrelaxanzien kann durch

Hydrochlorothiazid verstärkt und verlängert werden.

Ramipril kann die Wirkung von Alkohol verstärken.

Desensibilisierungstherapie: Die Wahrscheinlichkeit von anaphylaktischen und anaphylaktoiden

Reaktionen auf Insektengift und deren Schweregrad ist unter ACE-Hemmung erhöht. Bei Patienten,

die gleichzeitig mit ACE-Hemmern und Vildagliptin behandelt wurden, wurde eine erhöhte Inzidenz

von Angioödemen festgestellt.

Eine erhöhte Inzidenz von Angioödemen wurde bei Patienten beobachtet, die gleichzeitig eine

Behandlung mit ACE-Hemmern und Hemmern von mTOR (Ziel des Rapamycins bei Säugetieren)

erhielten.

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und NEP-Hemmern

(neutrale Endopeptidase), z.B. Racecadotril, das potenzielle Risiko von Angioödemen erhöht ( siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Schwangerschaft/Stillzeit

Sowohl im Tierversuch als auch bei klinischen Studien mit Ramipril und HCT haben sich

unerwünschte Wirkungen auf den Fetus gezeigt.

Co-Ramipril Sandoz darf in der Schwangerschaft grundsätzlich nicht angewendet werden. Vor

Beginn der Behandlung mit Co-Ramipril Sandoz ist eine Schwangerschaft auszuschliessen. Eine

Schwangerschaft muss vermieden werden, wenn bei ihrem Eintritt nicht auf eine andere

Therapieform (ohne ACE-Hemmer und Diuretika) umgestellt werden kann.

Eine Einnahme von Ramipril im 2. und 3. Trimenon kann zu fetalen Nierenschäden und

Fehlbildungen im Gesicht und am Schädel führen. Der Fetus ist in utero einem potentiellen

Hypotonie-Risiko ausgesetzt. Bei Neugeborenen wurde ein erniedrigtes Geburtsgewicht, eine

erniedrigte Nierendurchblutung und Anurie beobachtet. Bei der Mutter wurde über Oligohydramnie

berichtet, die wahrscheinlich im Zusammenhang mit einer erniedrigten Nierenfunktion des Feten

steht. Alle Neugeborenen sollen nach Exposition in utero sorgfältig auf genügende

Harnausscheidung, Hyperkaliämie und Blutdruck untersucht werden. Nötigenfalls müssen

angebrachte medizinische Massnahmen ergriffen werden, wie z.B. Rehydrierung oder Dialyse, um

den ACE-Hemmer aus dem Kreislauf zu entfernen.

Für HCT liegen Erfahrungen mit der Anwendung in der Schwangerschaft für über 7500 Mutter-

Kind-Paare vor. Davon wurden 107 im ersten Trimester exponiert. Es besteht der Verdacht, dass

nach Anwendung in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft bei Neugeborenen eine

Thrombozytopenie ausgelöst werden kann. Auswirkungen von Störungen des

Elektrolytgleichgewichts der Schwangeren auf den Feten sind möglich.

Da sowohl Ramipril als auch Hydrochlorothiazid in die Muttermilch gelangen, ist einer stillenden

Mutter Co-Ramipril Sandoz grundsätzlich nicht zu verschreiben. Ist während der Stillzeit eine

Behandlung erforderlich, darf nicht gestillt werden. Von den Thiaziden ist bekannt, dass sie die

Laktation hemmen können.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Eine Senkung des Blutdrucks kann Konzentrationsfähigkeit und Reaktionsvermögen und somit z.B.

die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr und zum Bedienen von Maschinen

beeinträchtigen. Dies gilt in verstärktem Masse zu Behandlungsbeginn sowie beim gleichzeitigen

Genuss von Alkohol.

Unerwünschte Wirkungen

Unerwünschte Wirkungen waren im Allgemeinen leichter und vorübergehender Art und erforderten

keinen Abbruch der Behandlung. Bei diesen unerwünschten Wirkungen handelte es sich um das für

Ramipril und Hydrochlorothiazid bereits bekannte Spektrum.

Die Auftretenshäufigkeit unerwünschter Wirkungen wird nach folgender Konvention angegeben:

sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1000, <1/100); selten (≥1/10’000,

<1/1000); sehr selten (<1/10’000); unbekannt (lässt sich anhand der verfügbaren Daten nicht

einschätzen). Innerhalb jeder Häufigkeitskategorie werden unerwünschte Wirkungen in der

Reihenfolge nachlassender Schwere genannt.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich: Abnahme der Anzahl der Leukozyten, Abnahme der Anzahl der Erythrozyten, Sinken

des Hämoglobinspiegels, hämolytische Anämie, Abnahme der Anzahl der Thrombozyten.

Unbekannte Häufigkeit: Knochenmarkinsuffizienz, Neutropenie einschliesslich Agranulozytose,

Panzytopenie, Eosinophilie, Hämokonzentration im Rahmen von Dehydratation.

Erkrankungen des Immunsystems

Unbekannte Häufigkeit: anaphylaktische oder anaphylaktoide Reaktionen (die Verabreichung von

ACE-Hemmern begünstigt schwere anaphylaktische bzw. anaphylaktoide Reaktionen auf

Insektenstiche), anaphylaktische Reaktion. Erhöhte Spiegel antinukleärer Antikörper.

Endokrine Erkrankungen

Unbekannte Häufigkeit: Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: unzureichende Kontrolle des Diabetes mellitus, verminderte Glukosetoleranz, erhöhte

Blutzuckerspiegel, erhöhte Harnsäurespiegel im Serum, Verschlimmerung von Gicht, erhöhte

Cholesterin- und Triglyceridspiegel im Blut.

Gelegentlich: Anorexie, Appetitlosigkeit, Hypokaliämie, übermässiger Durst.

Sehr selten: Hyperkaliämie.

Unbekannte Häufigkeit: Hyponatriämie, Glucosurie, metabolische Alkalose, Hypochlorämie,

Hypomagnesiämie, Hyperkalzämie, Dehydratation.

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: depressive Verstimmung, Apathie, Angstzustände, Nervosität, Schlafstörungen

einschliesslich Schläfrigkeit.

Unbekannte Häufigkeit: Verwirrtheit, Ruhelosigkeit, Aufmerksamkeitsstörungen

(Konzentrationsschwierigkeiten).

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen, leichte Benommenheit.

Gelegentlich: Schwindel, Parästhesie, Zittern, Gleichgewichtsstörungen, brennendes Gefühl,

Geschmacksstörungen, Geschmacksverlust.

Unbekannte Häufigkeit: Minderdurchblutung des Gehirns einschliesslich Schlaganfall und

transitorischer ischämischer Attacke, gestörte psychomotorische Fähigkeiten (verminderte

Reaktionsfähigkeit), Parosmie (Geruchstäuschung).

Augenerkrankungen

Gelegentlich: Sehstörungen einschliesslich verschwommenes Sehen, Konjunktivitis.

Unbekannte Häufigkeit: Xanthopsie (Gelbsehen), verminderte Tränensekretion, akutes sekundäres

Engwinkelglaukom und/oder akute Myopie (Hydrochlorothiazid, siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich: Ohrgeräusche.

Unbekannte Häufigkeit: Hörstörungen.

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Minderdurchblutung des Herzmuskels einschliesslich Angina pectoris, Tachykardie,

Arrhythmie, Herzklopfen, peripheres Ödem.

Unbekannte Häufigkeit: Myokardinfarkt.

Gefässerkrankungen

Gelegentlich: Hypotonie, orthostatische Hypotonie (Störung des orthostatischen Regelsystems),

Ohnmacht, Flush.

Unbekannte Häufigkeit: Thrombose im Rahmen starker Dehydratation, Gefässstenose,

Hypoperfusion (Verschlimmerung von Durchblutungsstörungen), Raynaud-Syndrom.

Sehr selten: Vaskularisation.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: trockener Reizhusten.

Gelegentlich: Sinusitis, Atemnot, verstopfte Nase.

Unbekannte Häufigkeit: Bronchospasmus einschliesslich Verschlimmerung von Asthma, allergische

Alveolitis, nichtkardiogenes Lungenödem.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich: entzündliche Reaktionen des Magen-Darm-Trakts, Verdauungsstörungen, abdominale

Beschwerden, Dyspepsie, Gastritis, Übelkeit, Verstopfung, Gingivitis.

Sehr selten: Erbrechen, Gingivostomatitis herpetica (entzündliche Reaktion in der Mundhöhle),

Glossitis, Durchfall, Schmerzen im Oberbauch, Mundtrockenheit.

Unbekannte Häufigkeit: Pankreatitis (es liegen vereinzelte Berichte über Fälle mit tödlichem

Ausgang unter ACE-Hemmer-Therapie vor), erhöhte Pankreasenzyme, intestinales Angioödem,

Entzündung der Speicheldrüsen.

Leber und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: cholestatische oder zytolytische Hepatitis (in seltenen Ausnahmefällen mit

Todesfolge), erhöhte Leberenzyme und/oder Bilirubinkonzentration, steinbedingte Cholezystitis.

Unbekannte Häufigkeit: akutes Leberversagen, cholestatischer Ikterus, Leberzellläsionen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Angioödem (in seltenen Ausnahmefällen kann die Verlegung der Atemwege aufgrund

eines Angioödems den Tod zur Folge haben), psoriasiforme Dermatitis, Hyperhidrose (übermässiges

Schwitzen), Effloreszenz, insbesondere makulopapulöser Ausschlag, Juckreiz, Alopezie.

Unbekannte Häufigkeit: Lyell-Syndrom, Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema multiforme,

Pemphigus, Verschlimmerung einer Psoriasis, Dermatitis exfoliativa, Photosensibilitätsreaktion,

Onycholysis, psoriasiforme oder pemphigoide Exantheme und Enantheme, Urtikaria, Lupus

erythematodes.

Erkrankungen des Muskel- und Knochenapparates und des Bindegewebes

Gelegentlich: Muskelschmerzen.

Unbekannte Häufigkeit: Gelenkschmerzen, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, muskuloskeletale

Steifigkeit, Tetanie.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Beeinträchtigung der Nierenfunktion einschliesslich akuter Niereninsuffizienz,

Erhöhung der Harnausscheidung, erhöhte Harnstoff- und Kreatininspiegel im Serum.

Unbekannte Häufigkeit: interstitielle Nephritis.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brust

Gelegentlich: transitorische erektile Dysfunktion.

Unbekannte Häufigkeit: verminderte Libido, Gynäkomastie.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Müdigkeit, Asthenie.

Gelegentlich: Brustschmerzen, Fieber.

Überdosierung

Zu den möglichen Symptomen einer Überdosierung gehören anhaltende Diurese, übermässig

ausgeprägte periphere Vasodilatation mit Hypotonie und Schock, Nierenversagen,

Elektrolytstörungen, Herzrhythmusstörungen, Bradykardie, Bewusstseinsstörungen bis hin zum

Koma, zerebrale Krampfanfälle, Paresen und paralytischer Ileus.

Die Therapie ist symptomatisch und stützend. Bei Hypotonie kann neben Volumensubstitution mit

physiologischer Kochsalzlösung auch die Gabe von α-adrenergen Agonisten und, falls verfügbar,

Angiotensin II (Angiotensinamid) erwogen werden.

Liegt die Überdosierung nur kurz zurück, so kann der Patient zum Erbrechen gebracht oder eine

Magenspülung vorgenommen werden. Zur Verringerung der Resorption kann Aktivkohle gegeben

werden. Dehydration, Elektrolytstörungen, hepatisches Koma und Hypotonie sollen mit der

Standard-Therapie behandelt werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C09BA05

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

Ramipril ist ein Inhibitor des Angiotensin-Konversionsenzyms (ACE-Hemmer), der als «prodrug»

vorliegt und durch hepatische Esterasen in die aktive Form Ramiprilat umgewandelt wird.

Hydrochlorothiazid ist ein Thiazid-Diuretikum.

Klinische Wirksamkeit

Klinische Prüfungen haben gezeigt, dass die kombinierte Behandlung von Bluthochdruck mit

Ramipril und Hydrochlorothiazid wirksamer sein kann als die Behandlung mit den einzelnen

Wirkstoffen. Die sich ergänzende Wirkung der beiden Komponenten ermöglicht eine niedrigere

Dosierung von Ramipril und Hydrochlorothiazid im Vergleich zu einer Monotherapie.

Pharmakokinetik

Ramipril

Absorption

Die Absorption von Ramipril aus dem Gastrointestinaltrakt erfolgt nach oraler Gabe schnell und wird

durch gleichzeitig aufgenommene Nahrung nur wenig beeinflusst (Reduktion von ca. 6%). Maximale

Plasmakonzentrationen werden innerhalb von einer Stunde erreicht.

Ramipril wird durch Esterasen vorwiegend in der Leber zum wirksamen Metaboliten Ramiprilat

(Disäure) hydrolisiert. Maximale Plasmakonzentrationen von Ramiprilat werden 2-4 Stunden nach

der oralen Einnahme gemessen. Die absolute Bioverfügbarkeit beträgt für Ramiprilat nach oraler

Gabe von Ramipril 28%.

Distribution

Das Verteilungsvolumen von Ramipril beträgt etwa 90 Liter, das relative Verteilungsvolumen von

Ramiprilat etwa 500 Liter. Steady-state-Plasmakonzentrationen von Ramiprilat werden nach

täglicher Einmaldosierung mit den empfohlenen Dosen ca. am 4. Behandlungstag erreicht.

Die Serum-Proteinbindung beträgt für Ramipril ca. 73% und die für Ramiprilat ca. 56%.

Metabolismus

Das Prodrug Ramipril unterliegt einem extensiven First-pass-Metabolismus (Hydrolyse), welcher für

die Bildung des einzig aktiven Metaboliten Ramiprilat wesentlich ist. Ramipril wird im weiteren

abgebaut zu den inaktiven Metaboliten wie Glucuronsäure-Konjugaten und Diketopiperazin-Ester.

Ramiprilat wird glucuroniert und in Ramiprilatdiketopiperazin umgewandelt.

Elimination

Nach oraler Verabreichung von 10 mg radioaktiv markiertem Ramipril wurden ca. 40% der totalen

Radioaktivität durch die Fäzes und ca. 60% im Urin ausgeschieden. Nach intravenöser

Verabreichung von Ramipril konnte ca. 50–60% der Dosis im Urin nachgewiesen werden. Nach

intravenöser Verabreichung von Ramiprilat beträgt die Nachweisbarkeit im Urin ca. 70% und der

nicht-renal eliminierte Anteil ca. 30–50%. Nach oraler Verabreichung von 5 mg Ramipril bei

Patienten mit einer Gallengangdrainage wurden während den ersten 24 Stunden ungefähr dieselben

Mengen von Ramipril und seinen Metaboliten im Urin und Galle ausgeschieden. Ca. 80–90% der

Metaboliten in Urin und Galle konnten als Ramiprilat oder Ramiprilat-Metaboliten identifiziert

werden.

Die effektive Halbwertzeit, die für die Dosierung relevant ist, beträgt 13–17 Stunden unter «multiple-

dose conditions». Die initiale Distributions- und Eliminations-Halbwertzeit ist ungefähr 3 Stunden.

Die terminale Phase mit sehr niedrigen Ramiprilat-Plasmakonzentrationen hat eine Halbwertzeit von

ungefähr 4–5 Tagen. Diese terminale Eliminationsphase ist dosisunabhängig und weist auf eine

Sättigung der Enzymbindungskapazität für Ramiprilat hin. Trotz dieser langen terminalen Phase

erreicht eine 1× tägliche Gabe von 2,5 mg Ramipril oder mehr Steady-state-Plasmakonzentrationen

von Ramiprilat nach ca. 4 Tagen.

Laboruntersuchungen haben eine konstante Gesamthemmung von Ramiprilat von 7 pmol/l und eine

Eliminationshalbwertzeit von Ramiprilat durch ACE von 10,7 Stunden gezeigt. Bei gesunden

Patienten und bei Patienten mit Bluthochdruck konnte auch nach 2wöchiger oraler Behandlung mit

1× 5 mg Ramipril täglich keine erhebliche Ansammlung von Ramipril und Ramiprilat festgestellt

werden.

Hydrochlorothiazid

Absorption

Hydrochlorothiazid wird zu ca. 60−80% resorbiert; Plasmaspitzenkonzentrationen werden innerhalb

von 1,5−4 h erreicht.

Distribution

Die Plasmaproteinbindung beträgt etwa 40%.

Elimination

Die Plasmakonzentrationskurve verläuft biphasisch mit einer Eliminationshalbwertszeit von 5-15 h

in der terminalen Phase. Hydrochlorothiazid wird nahezu unverändert durch die Nieren

ausgeschieden (Q0 = 0,05).

Kombination

In Einfach-Dosis-Studien konnte keine relevante pharmakokinetische Beeinflussung der beiden

Einzelsubstanzen festgestellt werden. Eine Akkumulation nach Mehrfachdosierung ist nicht zu

erwarten.

Die gemeinsame Verabreichung von Ramipril und Hydrochlorothiazid beeinflusst die

Bioverfügbarkeit nicht. Die Kombinationstablette ist als bioäquivalent zu den jeweiligen

Einzelsubstanzen zu betrachten.

Kinetik in besonderen klinischen Situationen

Niereninsuffizienz

Bei eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatininclearance <60 ml/min) ist die renale Ausscheidung

von Ramiprilat vermindert, wobei die renale Ramiprilat-Clearance proportional zur

Kreatininclearance abnimmt. Daraus resultieren erhöhte Ramiprilat-Plasmakonzentrationen, die

langsamer abklingen als bei Nierengesunden. Die Halbwertszeit von HCT wird verlängert. Die

renale Clearance von HCT zeigt dabei eine Korrelation zur Kreatininclearance.

Leberinsuffizienz

Eine eingeschränkte Leberfunktion führt bei hohen Dosen (10 mg) zu einer verzögerten Aktivierung

von Ramipril zum Ramiprilat und einer langsameren Elimination des Ramiprilats. Für HCT zeigte

sich keine relevante Veränderung der Pharmakokinetik bei Leberzirrhose.

Präklinische Daten

Ramipril

In chronischen Toxizitätsstudien wurden Blutbildveränderungen sowie eine Elektrolytverschiebung

bei allen Spezies, inklusive Affen gefunden.

Mutagenität/Karzinogenität

Langzeituntersuchungen mit Ramipril an der Maus und an der Ratte ergaben keine neoplastischen

Eigenschaften. Ausführliche Mutagenitätsuntersuchungen in mehreren Systemen verliefen negativ.

Reproduktionstoxizität

Untersuchungen zur Reproduktionstoxizität von Ramipril an der Ratte, am Kaninchen und am Affen

erbrachten keine teratogenen Eigenschaften der Substanz.

Eine Verabreichung von Ramipril an Ratten während der Fetalperiode und während der

Laktationszeit führt bei den Nachkommen ab Dosen von 10 mg/kg KG/Tag zu nicht reversiblen

Schädigungen der Nieren (Nierenbeckenerweiterung).

Fertilitätsstörungen bei männlichen und weiblichen Ratten wurden nicht beobachtet. Im Tierversuch

geht Ramipril in die Muttermilch über.

Hydrochlorothiazid

Mutagenität/Karzinogenität

Hydrochlorothiazid wurde männlichen sowie weiblichen Ratten und Mäusen in Dosen bis zu 2000

bzw. 5000 ppm 2 Jahre lang mit der Nahrung verabreicht. Eine kanzerogene Wirkung der Substanz

konnte dabei nicht nachgewiesen werden.

Hydrochlorothiazid zeigte in einer ausreichenden in-vitro- und in-vivo-Prüfung bei therapeutischer

Dosierung keine relevanten mutagenen Wirkungen.

Reproduktionstoxizität

Hydrochlorothiazid passiert im Tierversuch die Plazenta. Untersuchungen an drei Tierarten (Maus,

Ratte und Kaninchen) ergaben keine Hinweise auf eine teratogene Wirkung.

Ramipril und Hydrochlorothiazid

Mutagenität/Karzinogenität

Kanzerogenitäts- und Mutagenitätsprüfungen wurden mit der Kombination nicht durchgeführt, da die

Prüfungen der Einzelkomponenten kein mutagenes Risiko erkennen liessen.

Reproduktionstoxizität

Die Untersuchungen an der Ratte ergaben, dass 1 und 10 mg/kg der Kombination von den

Muttertieren komplikationslos vertragen wurden. 1 mg/kg beeinträchtigt die embryonale

Entwicklung der Früchte nicht. Dosen ab 10 mg/kg führten zu einer leichten Retardierung der Feten,

die sich in verzögerter Skelettossifikation und ab 150 mg/kg in geringerem Körpergewicht und

geringerer Körperlänge äusserte. Auch die Plazentagewichte waren vermindert. Die morphologische

Untersuchung der Feten ergab ab 150 mg/kg ein gehäuftes Auftreten von weitgestellten

Nierenbecken und Harnleitern sowie gewellten, verdickten Rippen und ab 600 mg/kg Verbiegungen

und Verkürzungen der Skapula und Gliedmassenknochen. Die Untersuchungen mit

Hydrochlorothiazid belegen, dass die Retardierung der Feten auf das Diuretikum zurückzuführen ist.

Die anderen Befunde weisen auf ein Zusammenwirken beider Komponenten in der Kombination hin.

Äusserliche erkennbare Anomalien sowie Anomalien an den inneren Organen und am Skelett der

Feten, die auf die Verabreichung der Kombination zurückgeführt werden könnten, wurden am

Kaninchen nicht festgestellt.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Co-Ramipril Sandoz darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum

verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15−25 °C) und ausser Reichweite von Kindern

lagern.

Zulassungsnummer

57381 (Swissmedic).

Packungen

Co-Ramipril Sandoz 2,5/12,5 (Tabletten mit Bruchrille, teilbar): 20 und 100. [B]

Co-Ramipril Sandoz 5/25 (Tabletten mit Bruchrille, teilbar): 20 und 100. [B]

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Stand der Information

August 2017.

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