Clarithromycin Sandoz 125 mg/5 ml Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

25-10-2018

Fachinformation Fachinformation (SPC)

25-10-2018

Wirkstoff:
clarithromycinum
Verfügbar ab:
Sandoz Pharmaceuticals AG
ATC-Code:
J01FA09
INN (Internationale Bezeichnung):
clarithromycinum
Darreichungsform:
Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen
Zusammensetzung:
clarithromycinum 125 mg, arom.: vanillinum und andere, conserv.: E 202, excipiens ad granulatum Endwerte. Aussetzung reconstituta 5 ml.
Klasse:
A
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Infektionskrankheiten
Zulassungsnummer:
57388
Berechtigungsdatum:
2005-09-07

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

23-10-2018

Fachinformation Fachinformation - Französisch

23-10-2018

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

19-10-2018

Patienteninformation

Clarithromycin Sandoz®, Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen

Sandoz Pharmaceuticals AG

Was ist Clarithromycin Sandoz 125/250 und wann wird es angewendet?

Clarithromycin Sandoz 125/250 sind zwei Präparate mit einem Antibiotikum aus der Gruppe der

sogenannten Makrolide und dienen zur Bekämpfung von folgenden durch empfindliche Erreger

verursachten Infektionen:

·Infektionen im Hals-, Nasen- und Ohrenbereich sowie der Atemwege wie z.B. Rachenentzündung

(Pharyngitis), akute Mittelohrentzündung (Otitis media);

·bei leichten, oberflächlichen Infektionen der Haut wie z.B. Eiterflechte (Impetigo).

Clarithromycin Sandoz 125/250 darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin

eingenommen werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Dieses Arzneimittel wurde Ihrem Kind von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin und zur Behandlung seiner

gegenwärtigen Erkrankung verschrieben.

Das Antibiotikum in Clarithromycin Sandoz 125/250 ist nicht gegen alle Mikroorganismen, welche

Infektionskrankheiten verursachen, wirksam. Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht

richtig dosierten Antibiotikums kann Komplikationen verursachen. Wenden Sie es deshalb nie von

sich aus für die Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an.

Wann darf Clarithromycin Sandoz 125/250 nicht eingenommen werden?

Clarithromycin Sandoz 125/250 darf bei bekannter oder vermuteter Überempfindlichkeit auf

sogenannte Makrolid-Antibiotika, wie z.B. Clarithromycin oder Erythromycin oder einen der

Inhaltsstoffe von Clarithromycin Sandoz 125/250 nicht eingenommen werden.

Clarithromycin Sandoz 125/250 darf nicht gleichzeitig mit folgenden Arzneimitteln eingenommen

werden

·Mittel zur Förderung der Magen-Darm-Tätigkeit (mit dem Wirkstoff Cisaprid);

·Neuroleptika (mit dem Wirkstoff Pimozid);

·Mittel zur Beruhigung und zum Einschlafen (Benzodiazepine, z.B. mit dem Wirkstoff Midazolam);

·Mittel gegen Migräne bzw. gegen tiefen Blutdruck (mit den Wirkstoffen der Gruppe der

Mutterkornalkaloide wie z.B. Ergotamin oder Dihydroergotamin);

·Mittel gegen Allergie (mit den Wirkstoffen Astemizol oder Terfenadin);

·Mittel zur Senkung von erhöhten Blutfetten (mit den Wirkstoffen Lovastatin oder Simvastatin);

·Mittel zur Behandlung von Gicht (mit dem Wirkstoff Colchizin);

·Thrombozytenaggregationshemmern (mit dem Wirkstoff Ticagrelor);

·Mittel zur Behandlung von Psychosen (mit dem Wirkstoff Quetiapin);

·Mittel zur Behandlung von Herzerkrankungen (mit dem Wirkstoff Ranolazin);

·Mittel zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen (mit dem Wirkstoff Domperidon).

Clarithromycin Sandoz 125/250 darf nicht eingenommen werden, falls

·bei Ihrem Kind in der Vergangenheit Herzrhythmusstörungen (ventrikuläre kardiale Tachykardie,

einschliesslich Torsades de pointes) aufgetreten sind oder eine spezielle Veränderung im

Elektrokardiogramm, eine sogenannte QT-Verlängerung, festgestellt wurde,

·es einen Kaliummangel hat, oder

·unter einem schweren Leberversagen in Kombination mit einer eingeschränkten Nierenfunktion

leidet.

Wann ist bei der Einnahme von Clarithromycin Sandoz 125/250 Vorsicht geboten?

Informieren Sie den behandelnden Arzt oder die behandelnde Ärztin, falls Ihr Kind

·ein Herz-, Leber- oder Nierenleiden hat.

·an einer Elektrolytstörung wie z.B. Magnesiummangel leidet, oder

·bei jemandem in seiner Familie in der Vergangenheit Herzrhythmusstörungen (ventrikuläre kardiale

Tachykardie, einschliesslich Torsades de pointes) aufgetreten sind oder eine spezielle Veränderung

im Elektrokardiogramm, eine sogenannte QT-Verlängerung, festgestellt wurde.

Einige andere Arzneimittel können mit Clarithromycin Sandoz 125/250 Wechselwirkungen haben.

Informieren Sie deshalb Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, falls Ihr Kind Arzneimittel aus den folgenden

Gruppen einnimmt:

·gegen Asthma (Wirkstoffe: Aminophyllin, Theophyllin);

·Insulin/Antidiabetika (Wirkstoffe: Glibenclamid, Glibornurid, Gliclazid, Glimepirid, Nateglinide,

Pioglitazone, Repaglinide, Rosiglitazone);

·gegen Epilepsie und Nervenschmerzen (Wirkstoffe: Carbamazepin, Phenytoin, Valproinsäure);

·gegen Funktionsstörungen der Herzkranzgefässe (Wirkstoff: Digoxin);

·gegen Herzrhythmusstörungen (Wirkstoffe: Chinidin, Disopyramid);

·gegen Bluthochdruck, bei Herzerkrankungen (Wirkstoffe: Verapamil, Amlodipin, Diltiazem);

·gegen Infektionen mit Mycobakterien (Wirkstoffe: Rifabutin, Rifampicin);

·gegen die Vermehrung von Viren (Wirkstoffe: Ritonavir, Efavirenz, Nevirapin, Saquinavir,

Atazanavir);

·gegen Pilzerkrankungen (Wirkstoffe: Itraconazol, Fluconazol);

·gegen Migräne bzw. tiefen Blutdruck (mit den Wirkstoffen der Gruppe der Mutterkornalkaloide wie

z.B. Ergotamin, Dihydroergotamin);

·zur Beruhigung und zum Einschlafen (Wirkstoffe auf Benzodiazepinbasis: Alprazolam, Midazolam,

Triazolam, Hexobarbital);

·gegen Hautentzündungen (Wirkstoff: Methylprednisolon);

·gegen Potenzstörungen (Wirkstoffe: Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil);

·gegen Krebs (Wirkstoff: Vinblastin, Ibrutinib);

·gegen gynäkologische Leiden und Parkinson'sche Krankheit (Wirkstoff: Bromocriptin);

·gegen hyperaktive Blase (Wirkstoff: Tolterodin);

·gegen Durchblutungsstörungen in den Beinen (Wirkstoff: Cilostazol);

·zur Blutverdünnung;

·zur Senkung von erhöhten Blutfetten (Statine) (siehe auch «Wann darf Clarithromycin Sandoz

125/250 nicht angewendet werden?» und «Welche Nebenwirkungen kann Clarithromycin Sandoz

125/250 haben?»);

·zur Hemmung des Immunsystems (Wirkstoffe: Ciclosporin, Tacrolimus);

·die das Gehör schädigen können (speziell Aminoglykosid-Antibiotika).

Selten sind schwere allergische Reaktionen beobachtet worden. Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt

·wenn ein Hautausschlag mit Juckreiz, Nesselfieber, Gesichtsschwellung, Engegefühl in der Brust

oder Atemnot auftritt,

·wenn es zu Fieber, zunehmendem Krankheitsgefühl oder einem schmerzhaften Hautausschlag, der

sich ausbreitet kommt, insbesondere wenn ein solcher Ausschlag mit Blasenbildung und Entzündung

von Augen und Schleimhäuten einhergeht, oder wenn es zur Ausbreitung schmerzhafter kleiner

Eiterbläschen (Pusteln) kommt. In diesen Fällen ist Clarithromycin Sandoz 125/250 sofort

abzusetzen und rasch ein Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird die Dosierung der Arzneimittel überprüfen.

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn während oder nach der Behandlung mit

Clarithromycin Sandoz 125/250 schwere und anhaltende Durchfälle auftreten.

Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen kann dieses Arzneimittel die Reaktionsfähigkeit, die

Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Ihr Kind

·an anderen Krankheiten leidet,

·Allergien hat oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnimmt oder äusserlich anwendet (Externa).

Darf Clarithromycin Sandoz 125/250 während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit

eingenommen werden?

Clarithromycin Sandoz 125/250 sollte Mädchen im nachpubertären Alter nur dann verabreicht

werden, wenn eine Schwangerschaft ausgeschlossen ist oder auf ausdrückliche Anweisung des

Arztes oder der Ärztin. Dies gilt auch während der Stillzeit.

Wie verwenden Sie Clarithromycin Sandoz 125/250?

Clarithromycin Sandoz 125/250 muss gemäss den Anweisungen Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin

eingenommen werden.

Die einzunehmende Menge an Clarithromycin Sandoz 125/250 wird normalerweise vom Arzt oder

von der Ärztin nach Körpergewicht des Kindes und nach Schwere der Infektion bestimmt.

In der Regel werden folgende Dosierungen von Clarithromycin Sandoz 125/250 empfohlen:

Gewicht

(kg)*

Alter

(Jahre)

Anzahl Dosierspritzen 2× täglich (ml)

entspr. mg

Clarithromycin

Clarithromycin Sandoz 125

mg/5 ml

Clarithromycin Sandoz 250

mg/5 ml

8–11

1–2

½ (2,5)

62,5

12–19

2–4

1 (5)

½ (2,5)

20–29

4–8

1½ (7,5)

¾ (3,75)

187,5

30–40

8–12

2 (10)

1 (5)

* Für Kinder ab 6 Monaten mit einem Körpergewicht von weniger als 8 kg sollte die Dosierung

individuell berechnet werden (15 mg/kg KG pro Tag in 2 Gaben).

Die Einnahme der zubereiteten Suspension kann zu den Mahlzeiten erfolgen. Clarithromycin Sandoz

125/250 kann einen bitteren Nachgeschmack im Mund hinterlassen. Um dies zu vermeiden, wird

empfohlen, unmittelbar nach der Einnahme etwas Flüssigkeit zu trinken.

Die Behandlungsdauer beträgt üblicherweise 7–14 Tage.

Eine begonnene Antibiotika-Therapie sollte so lange wie vom Arzt oder der Ärztin verordnet

durchgeführt werden.

Die Krankheitssymptome verschwinden oft, bevor die Infektion vollständig ausgeheilt ist. Eine

ungenügende Anwendungsdauer oder ein zu frühes Beenden der Behandlung kann ein erneutes

Aufflammen der Erkrankung zur Folge haben.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung oder die Behandlungsdauer. Wenn Sie

glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder

Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Zubereitung der gebrauchsfertigen Suspension

Die Suspension wird normalerweise vom Apotheker oder von der Apothekerin zubereitet. Falls die

Suspension nicht zubereitet ist, muss dem Granulat Leitungswasser wie folgt zugegeben werden:

Granulat gut schütteln. Dann mit Leitungswasser (Clarithromycin Sandoz 125, 100 ml: 59 ml,

Clarithromycin Sandoz 250, 100 ml: 57 ml) bis zur Markierung auf der Etikette auffüllen. Gut

schütteln, kurze Zeit stehen lassen und, falls nötig, nochmals mit Wasser bis zur Markierung auf der

Etikette auffüllen. Dies ergibt die gebrauchsfertige Kindersuspension (100 ml Clarithromycin Sandoz

125 resp. 100 ml Clarithromycin Sandoz 250) mit Fruchtgeschmack. Jedes Mal vor Gebrauch

schütteln!

Die zubereitete Suspension ist bei Raumtemperatur und vor Licht geschützt 14 Tage haltbar.

Entnahme der gebrauchsfertigen Suspension mittels Dosierspritze

·Flasche unmittelbar vor jeder Entnahme schütteln.

·Beiliegenden gelochten Stopfen (Adapter) in den Flaschenhals drücken. Der Stopfen verbindet die

Dosierspritze mit der Flasche und bleibt im Flaschenhals.

·Dosierspritze fest in die Öffnung des Stopfens stecken. Der Spritzkolben soll dabei bis zum

Anschlag in der Spritze stecken.

·Flasche mit der aufgesetzten Dosierspritze vorsichtig umdrehen. Den Spritzkolben langsam bis zur

verordneten Anzahl Milliliter (ml) nach unten ziehen. Bei Luftblasen im aufgezogenen Saft, den

Kolben wieder in die Spritze drücken und erneut langsam füllen.

·Flasche mit der aufgesetzten Dosierspritze wieder aufrecht stellen und die Spritze aus dem

gelochten Kolben ziehen.

Einnahme der gebrauchsfertigen Suspension mittels Dosierspritze

Der Saft kann direkt aus der Dosierspritze in den Mund entleert werden oder zur Einnahme auf einen

Löffel gegeben werden. Bei direkter Gabe in den Mund soll der Patient aufrecht sitzen.

Flasche nach jedem Gebrauch gut verschliessen. Die Dosierspritze nach der Einnahme durch

mehrmaliges Füllen und Entleeren mit klarem Wasser reinigen.

Welche Nebenwirkungen kann Clarithromycin Sandoz 125/250 haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Clarithromycin Sandoz 125/250 auftreten:

Häufig: Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Geschmacksveränderungen, Erbrechen, weiche Stühle und

Durchfall, Druckgefühl im Oberbauch (in seltenen Fällen krampfartig), Juckreiz, Hautausschlag,

erhöhter Schweiss.

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn während oder nach der Behandlung mit

Clarithromycin Sandoz 125/250 schwere und anhaltende Durchfälle auftreten.

Bei Auftreten von Durchfall dürfen keine Arzneimittel, welche die Darmperistaltik (Darmbewegung)

hemmen, eingenommen werden.

Selten sind schwere allergische Reaktionen beobachtet worden. Beachten Sie bitte in diesem

Zusammenhang die Rubrik «Wann ist bei der Einnahme von Clarithromycin Sandoz 125/250

Vorsicht geboten?». Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, falls allergische

Symptome wie Hautausschläge, Gesichtsödem oder Atemnot auftreten.

Gelegentlich: Geruchsstörungen sowie reversible Zungen- und Zahnverfärbungen (vor allem unter

Kombinationsbehandlung mit Omeprazol, meist dunkelbraun bis schwarz), Entzündung der Zunge

oder Mundschleimhaut, Aufstossen, Pilzinfektionen der Haut/Schleimhäute.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, falls Sie im Mund Ihres Kindes weissliche Beläge

entdecken oder wenn die Mundschleimhaut oder die Zunge entzündet ist.

Ebenfalls gelegentlich können auftreten: Appetitlosigkeit, verminderter Appetit, Verstopfung,

Mundtrockenheit, Blähungen, Angstzustände, Nervosität, Schwindel, Zittern, Schläfrigkeit,

Hörstörungen mit vorübergehendem teilweisem Hörverlust, Ohrenklingen, Herzklopfen, Übelkeit,

Muskelverspannungen, Kraftlosigkeit.

Wie ähnliche Präparate wurde auch Clarithromycin Sandoz 125/250 in seltenen Fällen mit Störungen

der Leber-, Bauchspeicheldrüsen- oder Nierenfunktion in Verbindung gebracht. Konsultieren Sie den

Arzt oder die Ärztin, wenn Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit oder eine Gelbverfärbung

der Haut auftreten.

Selten sind Krampfanfälle aufgetreten.

Selten wurde ein Abfallen des Blutzuckers unter gleichzeitiger Behandlung mit gewissen oralen

Antidiabetika oder Insulin beobachtet.

Ebenfalls wurden selten Herzrhythmus-Störungen und Kammerflimmern beobachtet.

Es gibt Berichte über Patienten, bei denen eine Verschlimmerung der Myasthenia gravis unter der

Behandlung mit Clarithromycin aufgetreten ist.

Es gibt Meldungen über Patienten mit Muskelschmerzen oder Muskelerkrankungen. Ebenfalls

können schlechte Träume, Verwirrtheit, Halluzinationen, Depressionen, Verhaltensänderungen,

Kribbeln, Geschmacks- und Geruchsverlust auftreten.

Selten treten Muskelschmerzen oder Muskelschwäche bei gleichzeitiger Einnahme mit Mitteln zur

Senkung von erhöhten Blutfetten (Statinen) auf, welche Zeichen eines schwerwiegenden

Muskelabbaus (Rhabdomyolyse) sein können. In diesem Fall muss sofort der behandelnde Arzt bzw.

behandelnde Ärztin kontaktiert werden.

Es wurde auch über Blutungen bei Patienten berichtet, welche gleichzeitig mit oralen

Antikoagulantien behandelt wurden.

Sollten unerwünschte Wirkungen länger andauern oder ernsterer Art sein (z.B. Durchfälle), so

melden Sie dies Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Falls Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Hinweis für Diabetiker: Clarithromycin Sandoz 125/250 Supension enthält 2,4 g Zucker pro 5 ml (1

Dosierspritze). Bei der Behandlung von diabetischen Patienten ist deshalb Vorsicht geboten.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15–25 °C) und ausser Reichweite von Kindern

lagern.

Die zubereitete Suspension ist bei Raumtemperatur (15–25 °C) und vor Licht geschützt für 14 Tage

haltbar.

Nach Beendigung der Behandlung das Arzneimittel mit dem restlichen Inhalt Ihrer Abgabestelle

(Arztpraxis oder Apotheke) zum fachgerechten Entsorgen bringen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Clarithromycin Sandoz 125/250 enthalten?

Clarithromycin Sandoz 125 mg/5 ml Suspension:

1 Dosierspritze (5 ml) der zubereiteten Suspension enthält 125 mg Clarithromycin als Wirkstoff,

2,4 g Saccharose und 423,9 mg Maltodextrin (entsprechend 11,3 kcal oder 0,28 BW), Kaliumsorbat

(E 202) als Konservierungsmittel, Aromatica: Vanillin sowie weitere Hilfsstoffe.

Clarithromycin Sandoz 250 mg/5 ml Suspension:

1 Dosierspritze (5 ml) der zubereiteten Suspension enthält 250 mg Clarithromycin als Wirkstoff,

2,4 g Saccharose und 138,2 mg Maltodextrin (entsprechend 10,1 kcal oder 0,25 BW), Kaliumsorbat

(E 202) als Konservierungsmittel, Aromatica: Vanillin sowie weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

57388 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Clarithromycin Sandoz 125/250? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Clarithromycin Sandoz 125 mg/5 ml: Flasche für 100 ml Suspension (nach Zubereitung).

Clarithromycin Sandoz 250 mg/5 ml: Flasche für 100 ml Suspension (nach Zubereitung).

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2018 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Fachinformation

Clarithromycin Sandoz®, Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen

Sandoz Pharmaceuticals AG

Zusammensetzung

Wirkstoff

Clarithromycinum.

Hilfsstoffe

Clarithromycin Sandoz 125 mg/5 ml: Saccharose 2,4 g, Maltodextrin 423,9 mg,

Konservierungsmittel: Kaliumsorbat (E 202); Aromatica: Vanillinum; Excip. ad granulatum corresp.

Suspensio reconst. 5 ml.

5 ml Suspension enthalten 2,82 g verwertbare Kohlenhydrate entsprechend 11,3 kcal oder 0,28 BW.

Clarithromycin Sandoz 250 mg/5 ml: Saccharose 2,4 g, Maltodextrin 138,2 mg,

Konservierungsmittel: Kaliumsorbat (E 202), Aromatica: Vanillinum; Excip. ad granulatum corresp.

Suspensio reconst. 5 ml.

5 ml Suspension enthalten 2,54 g verwertbare Kohlenhydrate entsprechend 10,1 kcal oder 0,25 BW.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen

Clarithromycin Sandoz 125 mg/5 ml: 125 mg Clarithromycin pro 5 ml (= 1 Dosierspritze) der

zubereiteten Suspension.

Clarithromycin Sandoz 250 mg/5 ml: 250 mg Clarithromycin pro 5 ml (= 1 Dosierspritze) der

zubereiteten Suspension.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Clarithromycin Sandoz 125 mg/5 ml und 250 mg/5 ml sind indiziert bei folgenden durch

Clarithromycin empfindliche Erreger verursachten Infektionen:

·Streptokokken-Pharyngitis;

·Akute Otitis media;

·Impetigo.

Clarithromycin Sandoz 125 mg/5 ml und 250 mg/5 ml, Suspensionen sind aufgrund der Erfahrung

bei Erwachsenen mit Clarithromycin Tabletten wahrscheinlich auch in den folgenden, jedoch noch

nicht genügend durch kontrollierte pädiatrische Studien belegten Infektionen indiziert:

Infektionen der Luftwege: wie z.B. akute und chronische Bronchitis, Bronchopneumonie,

Pneumonie, atypische Pneumonie, Pneumonie durch Legionella pn., soweit die Schwere des

Zustands nicht eine parenterale Therapie erfordert (bezüglich Bestimmung der Empfindlichkeit siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Pharmakodynamik»).

Infektionen im Hals-, Nasen-, Ohrenbereich: wie z.B. Sinusitis.

Infektionen der Haut: Bei leichten oberflächlichen Infektionen wie z.B. Erysipel, Furunkulose,

begrenzten Wundinfektionen, Phlegmone (bezüglich Bestimmung der Empfindlichkeit siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Pharmakodynamik»).

Offizielle Empfehlungen zum angemessenen Gebrauch von Antibiotika sollen beachtet werden,

insbesondere Anwendungsempfehlungen zur Verhinderung der Zunahme der Antibiotikaresistenz.

Dosierung/Anwendung

Die empfohlene Tagesdosis von Clarithromycin Sandoz, welche 125 resp. 250 mg

Clarithromycin/5 ml enthalten, beträgt für Kinder zwischen 6 Monaten und 12 Jahren 15 mg/kg

Körpergewicht in zwei Gaben (2× 7,5 mg/kg KG).

Eine Maximaldosis von 1000 mg pro Tag (8 Dosierspritzen Clarithromycin Sandoz 125 mg/5 ml

oder 4 Dosierspritzen Clarithromycin Sandoz 250 mg/5 ml) sollte dabei jedoch nicht überschritten

werden.

Die Behandlungsdauer beträgt je nach Erreger und Schweregrad der Erkrankung in der Regel 7−14

Tage. Bei Streptokokken-Pharyngitis und akuter Otitis media beträgt sie mindestens 10 Tage.

Folgende Dosierungen werden empfohlen:

Gewicht

(kg)*

Alter

(Jahre)

Anzahl Dosierspritzen

2× täglich (ml)

entspr. mg

Clarithromycin

Clarithromycin Sandoz

125 mg/5 ml

Clarithromycin Sandoz 250

mg/5 ml

8−11

1−2

½ (2,5)

62,5

12−19

2−4

1 (5)

½ (2,5)

20−29

4−8

1½ (7,5)

¾ (3,75)

187,5

30−40

8−12

2 (10)

1 (5)

* Für Kinder ab 6 Monaten mit einem Körpergewicht von weniger als 8 kg sollte die Dosierung

individuell berechnet werden (15 mg/kg KG pro Tag in 2 Gaben).

Für niereninsuffiziente Patienten mit einer Creatinin-Clearance von weniger als 30 ml/min sollte die

Dosierung halbiert werden und 250 mg 1× täglich (= 2 Dosierspritzen Clarithromycin Sandoz 125

mg/5 ml oder 1 Dosierspritze Clarithromycin Sandoz 250 mg/5 ml) bei leichten und 250 mg 2×

täglich (= 4 Dosierspritzen Clarithromycin Sandoz 125 mg/5 ml oder 2 Dosierspritzen

Clarithromycin Sandoz 250 mg/5 ml) bei schweren Infektionen nicht übersteigen. Die

Behandlungsdauer sollte 14 Tage nicht überschreiten.

Die Einnahme der zubereiteten Suspension kann zu den Mahlzeiten erfolgen. Clarithromycin Sandoz

kann einen bitteren Nachgeschmack im Mund hinterlassen. Um dies zu vermeiden, wird empfohlen,

unmittelbar nach Einnahme etwas Flüssigkeit zu trinken.

Kontraindikationen

Clarithromycin Sandoz 125 mg/5 ml und 250 mg/5 ml soll Patienten mit bekannter

Überempfindlichkeit gegenüber Makroliden oder gegenüber einem in Clarithromycin Sandoz

enthaltenen Hilfsstoffe nicht verabreicht werden.

Da Clarithromycin normalerweise nicht durch die Blut-Hirn-Schranke penetriert, ist Clarithromycin

Sandoz 125 mg/5 ml und 250 mg/5 ml bei Infektionen des ZNS nicht indiziert.

Die gleichzeitige Verabreichung von Clarithromycin mit Astemizol, Cisaprid, Domperidon, Pimozid,

Quetiapin und Terfenadin ist kontraindiziert, da dies zu QT-Verlängerung und Arrhythmien

einschliesslich ventrikulärer Tachykardie, Kammerflimmern und Torsades de pointes führen kann

(siehe «Interaktionen»).

Die gleichzeitige Verabreichung von Clarithromycin mit Ergotalkaloiden (z.B. Ergotamin oder

Dihydroergotamin) ist kontraindiziert, da dies zu akuter Ergotamintoxizität führen kann (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen», «Interaktionen»).

Die gleichzeitige Verabreichung von Clarithromycin mit oralen Midazolam-Präparaten ist

kontraindiziert (siehe «Interaktionen»).

Clarithromycin sollte bei Patienten mit QT-Verlängerung in der Vorgeschichte (angeborene oder

erworbene QT-Verlängerung) oder ventrikulärer kardialer Tachykardie, einschliesslich Torsades de

pointes nicht verabreicht werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»,

«Interaktionen»).

Clarithromycin sollte bei Patienten mit Hypokaliämie nicht verabreicht werden (Risiko einer QT-

Verlängerung).

Clarithromycin sollte bei Patienten, die an einem schweren Leberversagen in Kombination mit

eingeschränkter Nierenfunktion leiden, nicht angewendet werden.

Clarithromycin sollte nicht gleichzeitig mit HMG-CoA-Reduktase-Hemmern (Statine) eingenommen

werden, welche in hohem Masse durch CYP3A4 (Lovastatin oder Simvastatin) metabolisiert werden,

da ein erhöhtes Risiko einer Myopathie, einschliesslich Rhabdomyolyse, besteht (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» sowie «Interaktionen»).

Die Behandlung mit diesen Präparaten sollte während der Clarithromycin-Therapie unterbrochen

werden.

Clarithromycin (und andere starke CYP3A4- und P-Glycoprotein-Hemmer) darf nicht gleichzeitig

mit Colchizin verabreicht werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»,

«Interaktionen»).

Die gleichzeitige Verabreichung von Clarithromycin mit Ticagrelor oder Ranolazin ist

kontraindiziert.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

In klinischen Studien bei Kindern waren Leber- und Niereninsuffizienz Ausschlussgründe.

Erfahrungen in diesen Situationen liegen deshalb nicht vor. Soll Clarithromycin Sandoz 125 mg/5 ml

bzw. 250 mg/5 ml trotzdem eingesetzt werden, sind folgende Vorsichtsmassnahmen zu beachten:

Da Clarithromycin hauptsächlich über die Leber eliminiert wird, sollte Clarithromycin bei Patienten

mit Leberinsuffizienz nur mit Vorsicht verabreicht und Patienten mit stark eingeschränkter

Leberfunktion sorgfältig überwacht werden. Unter Behandlung mit Clarithromycin gibt es Berichte

über Leberfunktionsstörungen, einschliesslich erhöhter Leberenzyme, sowie hepatozelluläre

und/oder cholestatische Hepatitis mit oder ohne Ikterus. Diese Leberfunktionsstörung kann

schwerwiegend sein und ist üblicherweise reversibel. In einigen Fällen wurde über

Leberfunktionsstörung mit tödlichem Ausgang berichtet, diese waren im Allgemeinen verbunden mit

einer schwerwiegenden Grunderkrankung und/oder Begleitmedikation. Wenn Anzeichen/Symptome

einer Hepatitis auftreten wie Anorexie, Ikterus, dunkler Urin, Pruritus oder schmerzhaftes Abdomen,

muss die Behandlung mit Clarithromycin sofort abgesetzt werden.

Auch bei Patienten mit moderater bis schwerer Niereninsuffizienz sollte Clarithromycin nur mit

Vorsicht verabreicht werden. Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion sollte

gegebenenfalls eine Dosisanpassung vorgenommen werden (siehe auch unter

«Dosierung/Anwendung»).

Es gibt einzelne Berichte über Patienten, bei denen eine Verschlimmerung der Myasthenia gravis

unter Behandlung mit Clarithromycin aufgetreten ist.

Bei Langzeitanwendung kann es, wie bei anderen Antibiotika, zu einem Überwuchern nicht-

empfindlicher Keime und Pilze kommen. Beim Auftreten solcher Superinfektionen muss umgehend

eine adäquate Therapie eingeleitet werden. Über pseudomembranöse Colitis wurde unter fast allen

Antibiotika, inklusive Makrolide, berichtet, und der Schweregrad kann von mild bis lebensbedrohend

sein.

Eine Behandlung mit Antibiotika beeinflusst die normale Darmflora, was zu einer Überwucherung

mit C. difficile führen kann. Unter fast allen Antibiotika, inklusive Clarithromycin, wurde über

Clostridium difficile induzierten Durchfall (CDAD) berichtet. Der Schweregrad kann von leichtem

Durchfall bis zur fatalen Kolitis reichen.

Beim Auftreten von Durchfällen nach einer Antibiotikum Therapie sollte bei allen Patienten eine

CDAD in Betracht gezogen werden. Eine sorgfältige Evaluation der Krankengeschichte ist

notwendig, da Berichte von CDAD Fällen vorliegen, welche mehr als 2 Monate nach der

Antibiotikum Verabreichung auftraten.

Das Auftreten schwerer und anhaltender Durchfälle während oder nach einer Therapie mit

Clarithromycin Sandoz 125 mg/5 ml bzw. 250 mg/5 ml kann ein Zeichen für eine

pseudomembranöse Colitis sein. In solchen Fällen ist die Behandlung mit Clarithromycin Sandoz

125 mg/5 ml bzw. 250 mg/5 ml sofort abzubrechen und eine geeignete Therapie einzuleiten.

Peristaltikhemmende Präparate sind kontraindiziert (siehe auch «Unerwünschte Wirkungen»).

Kreuzresistenz zwischen Clarithromycin und anderen Makroliden ist möglich. Der Einsatz einer

antimikrobiellen Therapie, wie z.B. Clarithromycin, zur Behandlung einer H. pylori Infektion kann

zur Selektion von gegen Antibiotika resistenten Organismen führen.

Pneumonie

Angesichts zunehmender Resistenz von Streptococcus pneumoniae auf Makrolide, ist es wichtig,

dass auf Empfindlichkeit getestet wird, wenn Clarithromycin für die Behandlung von ausserhalb des

Spitals erworbener Pneumonie eingesetzt wird. Bei im Spital erworbener Pneumonie sollte

Clarithromycin in Kombination mit zusätzlich angezeigten Antibiotika eingesetzt werden.

Haut- und Weichteilinfektionen

Diese Infektionen werden häufig durch Staphylococcus aureus und Streptococcus pyogenes

verursacht, welche beide gegen Makrolide resistent sein können. Deshalb ist es wichtig, dass auf

Empfindlichkeit getestet wird. Falls Betalaktam-Antibiotika nicht eingesetzt werden können (z.B.

wegen Allergie), können andere Antibiotika, wie Clindamycin, Mittel der ersten Wahl sein. Aktuell

spielen Makrolide nur bei einigen Haut- und Weichteilinfektionen eine Rolle, wie bei Infektionen

verursacht durch Corynebakterium minutissimum (Erythrasma), Akne vulgaris, Erysipel und in

Situationen, wo Penicilline nicht angewendet werden dürfen.

Überempfindlichkeit

Im Falle einer schweren akuten Überempfindlichkeitsreaktion, wie Anaphylaxie, schwere kutane

Arzneimittelreaktionen (SCAR) (z.B. akute generalisierte exanthematische Pustulose [AGEP],

Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse, Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie

und systemischen Symptomen [DRESS]) und Purpura Henoch-Schönlein muss Clarithromycin sofort

abgesetzt und eine adäquate Therapie notfallmässig begonnen werden. Über entsprechende

Warnsymptome sind die Patienten zu instruieren – bei Anaphylaxie z.B. Juckreiz, Quaddeln,

Atemnot, bei anderen Überempfindlichkeitsreaktionen z.B. Fieber, schmerzender sich ausbreitender

Hautausschlag, Blasenbildung, Entzündung von Augen und Schleimhäuten sowie das Auftreten

schmerzhafter kleiner Pusteln.

Cytochrom 450

Clarithromycin ist ein potenter Hemmstoff des 3A4-Typs der Cytochrom P-450-Enzyme, über den

viele weitere Arzneimittel metabolisiert werden. Bei gleichzeitiger Gabe von weiteren Arzneimitteln,

die über das 3A4-Isoenzym abgebaut werden und bei erhöhten Plasmaspiegeln schwerwiegende

unerwünschte Wirkungen hervorrufen können, ist besondere Vorsicht geboten und es sind

gegebenenfalls therapiebegleitende Plasmaspiegelmessungen vorzusehen (siehe

«Kontraindikationen» und «Interaktionen»).

Verlängerung des QT-Intervalls

Unter der Behandlung mit Makroliden einschliesslich Clarithromycin wurden eine Verlängerung der

kardialen Repolarisation und des QT-Intervalls beobachtet, welche zu Herzrhythmusstörungen und

Torsades de Pointes führen können (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Da die folgenden Umstände

das Risiko für Herzrhythmusstörungen (inklusive Torsades de Pointes) erhöhen können, sollte

Clarithromycin bei folgenden Patienten nur mit Vorsicht angewendet werden:

·Patienten mit koronarer Herzerkrankung, schwerer Herzinsuffizienz, Reizleitungsstörungen oder

klinisch relevanter Bradykardie.

·Patienten mit Elektrolytstörungen wie Hypomagnesiämie. Clarithromycin darf bei Patienten mit

Hypokaliämie nicht verabreicht werden (siehe «Kontraindikationen»).

·Patienten, welche gleichzeitig andere Arzneimittel, welche mit QT-Verlängerungen assoziiert

werden, einnehmen (siehe «Interaktionen»).

·Die gleichzeitige Verabreichung von Clarithromycin mit Astemizol, Cisaprid, Domperidon,

Pimozid und Terfenadin ist kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen»).

·Clarithromycin darf bei Patienten mit angeborener oder erworbener QT-Verlängerung oder

ventrikulärer Arrhythmie in der Vorgeschichte nicht verabreicht werden (siehe

«Kontraindikationen»).

Colchizin

Im Rahmen der Post-Marketing-Überwachung wurde über Colchizintoxizität berichtet bei

gleichzeitiger Anwendung von Clarithromycin und Colchizin; dies auch speziell bei älteren

Patienten, sowie bei Patienten mit Niereninsuffizienz. Todesfälle bei einigen dieser Patienten wurden

gemeldet (siehe «Interaktionen»). Die gleichzeitige Verabreichung von Clarithromycin und

Colchizin ist kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen»).

Triazolbenzodiazepine

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Clarithromycin und Triazolbenzodiazepinen, wie Triazolam,

Midazolam zur intravenösen Verabreichung und Alprazolam ist Vorsicht geboten (siehe

«Interaktionen»).

Ototoxische Arzneimittel

Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Verabreichung von Clarithromycin mit ototoxischen

Arzneimitteln, speziell mit Aminoglykosiden. Die vestibuläre und auditorische Funktion soll

während und nach der Behandlung überprüft werden.

Orale Antidiabetika/Insulin

Die gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin und oralen Antidiabetika (wie z.B.

Sulfonylharnstoffe) und/oder Insulin kann zu einer schwerwiegenden Hypoglykämie führen (siehe

«Interaktionen»). Eine engmaschige Kontrolle des Blutzuckerspiegels wird empfohlen.

Orale Antikoagulantien

Es besteht ein Risiko für schwere Blutungen und signifikante Erhöhungen von INR und

Prothrombinzeit, wenn Clarithromycin gleichzeitig mit Warfarin angewendet wird. INR und

Prothrombinzeit sollen bei Patienten, die gleichzeitig Clarithromycin und orale Antikoagulantien

einnehmen, häufig kontrolliert und überwacht werden.

HMG-CoA-Reduktase-Hemmer (Statine)

Die gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin mit Lovastatin oder Simvastatin ist kontraindiziert

(siehe «Kontraindikationen»). Es sollte Vorsicht angewendet werden, wenn Clarithromycin mit

anderen Statinen verschrieben wird. Es gab Fälle einer Rhabdomyolyse bei gleichzeitiger Einnahme

von Clarithromycin mit Statinen. Die Patienten sollten auf Anzeichen und Symptome einer

Myopathie überwacht werden.

In Situationen, wenn eine gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin mit Statinen nicht

vermieden werden kann, wird empfohlen, die niedrigste zugelassene Dosierung der Statine zu

verschreiben.

Die Anwendung eines Statins, das CYP3A-unabhängig metabolisiert wird (z.B. Fluvastatin), kann in

Betracht gezogen werden (siehe «Interaktionen»).

Interaktionen

Beobachtete Interaktionen

Bei Anwendung von Clarithromycin und den folgenden Substanzen wurden Interaktionen

festgestellt:

Arzneimittel, deren Anwendung aufgrund möglicher starker Interaktionen kontraindiziert ist

Cisaprid, Pimozid, Domperidon und Terfenadin

Von diesen Substanzen wurden bei gleichzeitiger Anwendung mit Clarithromycin erhöhte

Serumspiegel gemessen, was zu QT-Verlängerung und Arrhythmien einschliesslich ventrikulärer

Tachykardie, Kammerflimmern und torsades de pointes führen kann. Daher ist die kombinierte Gabe

von Cisaprid, Pimozid und Terfenadin mit Clarithromycin kontraindiziert (siehe auch

«Kontraindikationen»).

Ergotalkaloide

Bei der Kombinationstherapie von Erythromycin oder Clarithromycin mit Ergotamin oder

Dihydroergotamin wurde bei einigen Patienten eine akute Ergotamintoxizität, charakterisiert durch

schwere periphere Vasospasmen, Dysästhesie, Extremitäten-Ischämie sowie Ischämie anderer

Gewebe einschliesslich des Zentralnervensystems beobachtet. Die gleichzeitige Verabreichung von

Clarithromycin und Ergotalkaloiden ist daher kontraindiziert (siehe auch «Kontraindikationen»).

Lovastatin, Simvastatin

Die gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin mit Lovastatin oder Simvastatin ist kontraindiziert

(siehe «Kontraindikationen»), da diese Statine in hohem Masse durch CYP3A4 metabolisiert

werden. Eine gleichzeitige Behandlung mit Clarithromycin erhöht deren Plasmakonzentration, was

ein erhöhtes Risiko einer Myopathie, einschliesslich Rhabdomyolyse, mit sich bringt. Es gab Fälle

einer Rhabdomyolyse bei gleichzeitiger Einnahme von Clarithromycin mit diesen Statinen (siehe

«Kontraindikationen», «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Falls eine Behandlung mit

Clarithromycin nicht vermieden werden kann, muss die Therapie mit Lovastatin oder Simvastatin

während der Behandlungsdauer unterbrochen werden.

Ticagrelor, Ranolazin

Die gleichzeitige Verabreichung von Clatrithromycin mit den CYP3A4-Substraten Ticagrelor oder

Ranolazin ist kontraindiziert da es im Fall einer gleichzeitigen Anwendung zu einem erheblichen

Anstieg der Ticagrelor oder der Ranolazin-Exposition kommen kann (siehe «Kontraindikationen»).

Orales Midazolam

Bei gleichzeitiger Gabe von oralem Midazolam mit Clarithromycin Tabletten (500 mg zweimal

täglich) stieg die AUC von Midazolam um das 7-fache an. Die gleichzeitige Gabe von oralem

Midazolam und Clarithromycin ist kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen»).

Einfluss anderer Arzneimittel auf Clarithromycin

Induktoren des CYP3A (z.B. Rifampicin, Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Hypericum)

können den Metabolismus von Clarithromycin induzieren. Dies kann zu subtherapeutischen Spiegeln

von Clarithromycin mit reduzierter Wirksamkeit führen. Zudem kann es notwendig sein, die

Plasmaspiegel von CYP3A Induktoren zu überwachen, diese können infolge von CYP3A Hemmung

durch Clarithromycin erhöht sein (siehe auch in relevanter Arzneimittelinformation des

angewendeten CYP3A4 Inhibitors). Gleichzeitige Anwendung von Rifabutin und Clarithromycin

führte zu erhöhten Rifabutin- und erniedrigten Clarithromycin-Serumspiegeln, zusammen mit einem

erhöhten Risiko für Uveitis.

Die gleichzeitige Verabreichung von Clarithromycin mit Substanzen, welche die CYP3A4-

Isoenzyme noch stärker inhibieren, kann zu einem reduzierten Metabolismus von Clarithromycin

führen (siehe auch unter «Ritonavir»).

Von den folgenden Arzneimitteln ist bekannt bzw. wird vermutet, dass sie die

Plasmakonzentrationen von Clarithromycin beeinflussen. Eine Clarithromycin-Dosisanpassung oder

eine alternative Behandlung ist zu erwägen.

Efavirenz, Nevirapin, Rifampicin, Rifabutin und Rifapentin

Starke Induktoren des Cytochrom-P450-Stoffwechselsystems, wie z.B. Efavirenz, Nevirapin,

Rifampicin, Rifabutin und Rifapentin können die Verstoffwechslung von Clarithromycin

beschleunigen und damit die Plasmaspiegel von Clarithromycin senken, und die des ebenfalls

mikrobiologisch aktiven Stoffwechselprodukts – 14-OH-Clarithromycin – erhöhen. Da die

mikrobiologische Aktivität von Clarithromycin und 14-OH-Clarithromycin bei unterschiedlichen

Bakterien verschieden ist, kann der erwünschte Therapieerfolg durch die gleichzeitige Verabreichung

von Clarithromycin und Enzyminduktoren beeinträchtigt werden.

Etravirine

Die Verfügbarkeit von Clarithromycin wurde durch Etravirine vermindert, allerdings wurde die

Konzentration des aktiven Metaboliten 14-OH-Clarithromycin erhöht. Weil 14-OH-Clarithromycin

eine reduzierte Wirksamkeit gegen Mycobakterium avium complex aufweist, kann die Wirksamkeit

gegen dieses Pathogen verändert sein. Deshalb sollen für die Behandlung von Infektionen mit

Mycobakterium avium complex Alternativen zu Clarithromycin in Betracht gezogen werden.

Fluconazol

Durch die gleichzeitige Einnahme von Fluconazol 200 mg täglich mit Clarithromycin 500 mg

zweimal täglich wurde bei 21 gesunden Probanden der Talspiegel von Clarithromycin um 33% und

die AUC0-12 um 18% erhöht. Die 14-OH-Clarithromycin-Steady-State-Spiegel wurden nicht

signifikant beeinflusst. Eine Dosisanpassung von Clarithromycin ist nicht notwendig.

Ritonavir

In einer pharmakokinetischen Untersuchung wurde gezeigt, dass eine Kombinationstherapie von

Clarithromycin 500 mg alle 12 Stunden mit Ritonavir 200 mg alle 8 Stunden zu einer beträchtlichen

Hemmung der Metabolisierung von Clarithromycin führte: die Cmax stieg um 31%, die Cmin um

182% und die Fläche unter der Blutspiegelkurve (AUC) um 77%. Die Bildung von 14-OH-

Clarithromycin wurde vollständig gehemmt.

Aufgrund der grossen therapeutischen Breite von Clarithromycin dürfte jedoch die Verringerung

einer oralen Dosis von 2× 250 mg oder 2× 500 mg bei Patienten mit normaler Nierenfunktion nicht

erforderlich sein.

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz sollte die Dosis von Clarithromycin bei einer Creatininclearance

von 30−60 ml/min um 50% und bei einer Creatininclearance von <30 ml/min um 75% reduziert

werden. Höhere Dosen als 1 g Clarithromycin pro Tag sollten nicht gleichzeitig mit Ritonavir

verabreicht werden.

Ähnliche Dosierungsanpassungen sollten für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion in

Betracht gezogen werden, wenn Ritonavir als phamakokinetischer Verstärker mit anderen HIV-

Protease-Inhibitoren, einschliesslich Atazanavir und Saquinavir, angewendet wird (siehe

nachfolgend unter «Bidirektionale Interaktionen»).

Einfluss von Clarithromycin auf andere Arzneimittel

CYP3A basierte Interaktionen

Es ist bekannt, dass Clarithromycin den CYP3A-basierten Arzneimittelstoffwechsel hemmt. Daher

kann die gleichzeitige Gabe von Clarithromycin und Arzneimitteln, die bekannterweise CYP3A

Substrate sind, zu einer Erhöhung der Plasmaspiegel dieser Arzneimittel führen, was zu einer

Verstärkung und Verlängerung der therapeutischen und unerwünschten Wirkungen der

Begleitmedikation führen kann.

Clarithromycin ist bei Patienten, die mit einem anderen Arzneimittel behandelt werden, das ein

bekanntes Substrat für CYP3A ist, mit Vorsicht anzuwenden, insbesondere dann, wenn das CYP3A-

Substrat eine enge therapeutische Breite (z.B. Carbamazepin) aufweist und/oder das Substrat sehr

stark durch dieses Enzym verstoffwechselt wird.

Bei der gleichzeitigen Einnahme eines der nachfolgenden Arzneimittel mit Clarithromycin sollte die

Dosierung oder das Dosierungsschema dieser Arzneimittel angepasst werden oder, wenn möglich,

eine engmaschige Überwachung der Serumkonzentrationen des Arzneimittels vorgenommen werden.

Carbamazepin

Einzeldosen von Carbamazepin und Clarithromycin haben zu erhöhten Plasmakonzentrationen von

Carbamazepin geführt. Messungen der Carbamazepin-Spiegel sollten in Betracht gezogen werden.

Chinidin, Disopyramid

Unter gleichzeitiger Anwendung von Clarithromycin und Chinidin oder Disopyramid wurden Fälle

von torsades de pointes berichtet. Bei gleichzeitiger Verabreichung dieser Medikamente sollten

Elektrokardiogramme auf QTc Verlängerung hin untersucht werden. Während der Therapie mit

Clarithromycin sollten die Plasmaspiegel dieser Arzneimittel gemessen werden.

Nach der Markteinführung gab es Berichte von Hypoglykämie (teilweise schwerwiegend) bei

gleichzeitiger Verabreichung von Clarithromycin und Disopyramide. Deshalb sollte der

Blutzuckerspiegel während der gleichzeitigen Verabreichung von Clarithromycin und Disopyramide

engmaschig kontrolliert werden.

Orale Antidiabetika/Insulin

Die gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin und Sulfonylharnstoffen und/oder Insulin kann zu

einer schwerwiegenden Hypoglykämie führen. Durch die hemmende Wirkung von Clarithromycin

auf das CYP3A Enzym kann bei gleichzeitiger Verabreichung von Clarithromycin mit

hypoglykämischen Arzneimitteln, welche über das CYP3A Enzym metabolisiert werden, wie

Nateglinid und Repaglinid, eine Hypoglykämie auftreten. Eine engmaschige Kontrolle des

Blutzuckerspiegels wird empfohlen.

HMG-CoA-Reduktase-Hemmer

In seltenen Fällen wurde eine Rhabdomyolyse unter der gleichzeitigen Einnahme von Clarithromycin

und HMG-CoA-Reduktase-Hemmern, wie z.B. Lovastatin und Simvastatin, beobachtet (siehe

«Kontraindikationen», «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Es sollte Vorsicht angewendet werden, wenn Clarithromycin mit anderen Statinen verschrieben wird,

da bei gleichzeitiger Anwendung ebenfalls Fälle von Rhabdomyolyse aufgetreten sind. In

Situationen, wenn eine gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin mit Statinen nicht vermieden

werden kann, wird empfohlen, die niedrigste zugelassene Dosierung der Statine zu verschreiben.

Die Anwendung eines Statins, das CYP3A-unabhängig metabolisiert wird (z.B. Fluvastatin), kann in

Betracht gezogen werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Die Patienten sollten auf Anzeichen und Symptome einer Myopathie überwacht werden.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Erythromycin und Atorvastatin wurden erhöhte Atorvastatin-

Plasmaspiegel gemessen.

Omeprazol

Nach kombinierter Anwendung von 3× 500 mg Clarithromycin und 1× 40 mg Omeprazol pro Tag

bei gesunden Erwachsenen waren die Plasmakonzentrationen von Omeprazol im Fliessgleichgewicht

erhöht (Cmax um 30%, AUC0-24 um 89% und T½ um 34%). Der durchschnittliche gastrische pH-

Wert über 24 Stunden lag bei 5,2 nach alleiniger Omeprazol-Verabreichung und bei 5,7 nach

kombinierter Anwendung mit Clarithromycin.

Orale Antikoagulantien

Spontanmeldungen weisen darauf hin, dass die gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin und

oralen Antikoagulantien die Wirkung der oralen Antikoagulantien verstärken kann. Bei Patienten,

welche gleichzeitig Clarithromycin und orale Antikoagulantien einnehmen, sollte die Prothrombin-

Zeit sorgfältig überwacht werden.

Ranitidin-Bismuth-Citrat

Die kombinierte Anwendung von Clarithromycin und Ranitidin-Bismuth-Citrat führte zu erhöhten

Ranitidin-Spiegeln (57%), erhöhten Bismuth-Talspiegeln (48%) und zu erhöhten 14-OH-

Clarithromycin-Spiegeln (31%). Diese Wirkungen waren jedoch klinisch nicht signifikant.

Theophyllin

In Kombination mit Theophyllin ist eine Erhöhung des Theophyllin-Spiegels beobachtet worden. Bei

Patienten, welche höhere Dosen von Theophyllin erhalten, sollten Messungen der Theophyllin-

Spiegel in Betracht gezogen werden.

Tolterodin

Der primäre Weg der Metabolisierung für Tolterodin erfolgt über das 2D6 Isoenzym des Cytochroms

P450 (CYP2D6). In einer Untergruppe der Population ohne CYP2D6 verläuft die Metabolisierung

hauptsächlich über CYP3A. In dieser Population führt die Hemmung von CYP3A zu einer

signifikant höheren Tolterodin-Serumkonzentration. Eine Reduzierung der Tolterodin-Dosierung bei

dieser Untergruppe kann bei gleichzeitiger Gabe von CYP3A-Inhibitoren, wie z.B. Clarithromycin,

notwendig sein.

Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil

Diese Phosphodiesterase Hemmer werden ganz oder teilweise durch CYP3A4 metabolisiert, wobei

CYP3A4 durch gleichzeitig verabreichtes Clarithromycin gehemmt werden kann. Gleichzeitige

Verabreichung dieser Medikamente führt vermutlich zu einer erhöhten Phosphodiesterase Hemmer-

Exposition. Eine Dosisreduktion von Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil sollte bei gleichzeitger

Verabreichung mit Clarithromycin in Betracht gezogen werden.

Triazolobenzodiazepine (z.B. Alprazolam, Midazolam, Triazolam)

Bei gleichzeitiger Gabe von Midazolam mit Clarithromycin Tabletten (500 mg zweimal täglich)

stieg die AUC von Midazolam um das 2,7-fache nach intravenöser Gabe. Wird während der

Clarithromycintherapie auch Midazolam intravenös verabreicht, soll der Patient engmaschig

überwacht werden, damit gegebenenfalls die Dosierung angepasst werden kann (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Die Aufnahme von Midazolam über die Mundschleimhaut führt aufgrund der möglichen Umgehung

der prä-systemischen Elimination wahrscheinlich eher zu ähnlichen Interaktionen wie sie nach

intravenöser Verabreichung beobachtet werden, als zu solchen nach oraler Gabe.

Dieselben Vorsichtsmassnahmen gelten auch bei der Verabreichung von anderen Benzodiazepinen,

die über CYP3A verstoffwechselt werden, einschliesslich Triazolam und Alprazolam. Für

Benzodiazepine, die nicht über CYP3A verstoffwechselt werden (Temazepam, Nitrazepam,

Lorazepam), ist eine Interaktion mit Clarithromycin unwahrscheinlich.

Es gibt Berichte nach Markteinführung über Wechselwirkungen und Störungen des

Zentralnervensystems (z.B. Schläfrigkeit und Verwirrung) bei gleichzeitiger Verabreichung von

Clarithromycin und Triazolam. Daher wird empfohlen, die Patienten auf vermehrte

pharmakologische Effekte im ZNS zu beobachten.

Atypische Antipsychotika, welche über CYP3A verstoffwechselt werden

Spontanmeldungen weisen darauf hin, dass es bei gleichzeitiger Anwendung von Clarithromycin und

atypischen Antipsychotika wie z.B. Quetiapin welche über das CYP3A verstoffwechselt werden, zu

vermehrten Nebenwirkungen kommen kann. Eine gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin mit

solchen Arzneimitteln wird nicht empfohlen, bzw. ist, z.B. für Quetiapin, kontraindiziert (siehe

Rubrik «Kontraindikationen»).

Ibrutinib

Pharmakokinetische Studien weisen darauf hin, dass die gleichzeitige Anwendung von Ibrutinib und

Arzneimitteln, die starke oder mässige Inhibitoren von CYP3A sind, die Exposition gegenüber

Ibrutinib erhöhen können. Daher sollte die gleichzeitige Verabreichung von Clarithromycin und

Ibrutinib vermieden werden.

Bidirektionale Interaktionen

Itraconazol

Sowohl Clarithromycin als auch Itraconazol sind Substrate und Inhibitoren von CYP3A und können

zu einer bidirektionalen Pharmakokinetikinteraktion führen. Clarithromycin kann die Plasmaspiegel

von Itraconazol erhöhen, und umgekehrt. Patienten, die gleichzeitig Clarithromycin und Itraconazol

einnehmen, sollten bezüglich Anzeichen von verstärkten oder verlängerten pharmakologischen

Wirkungen sorgfältig überwacht werden.

Saquinavir

Sowohl Clarithromycin als auch Saquinavir sind Substrate und Inhibitoren von CYP3A und können

zu einer bidirektionalen Pharmakokinetikinteraktion führen. Die gleichzeitige Gabe von

Clarithromycin (500 mg 2× täglich) und Saquinavir (Weichgelatinekapsel, 1200 mg 3× täglich) an

12 gesunden Probanden resultierte in einer systemischen Verfügbarkeit im Steady-State (AUC) und

maximalen Konzentrationen (Cmax) von Saquinavir, die 177% bzw. 187% höher lagen als bei der

alleinigen Gabe von Saquinavir. Die Werte für AUC und Cmax von Clarithromycin waren um ca.

40% höher als bei der alleinigen Gabe von Clarithromycin. Keine Dosisanpassung ist notwendig,

wenn die beiden Arzneimittel für eine begrenzte Zeit mit den untersuchten Stärken und

Darreichungsformen gleichzeitig eingenommen werden. Beobachtungen aus

Arzneimittelwechselwirkungsstudien mit der Weichgelatinekapsel sind nicht unbedingt übertragbar

auf die Anwendung von Saquinavir Hartgelatinekapseln. Beobachtungen aus

Arzneimittelwechselwirkungsstudien mit ungeboostetem Saquinavir sind nicht unbedingt übertragbar

auf die Wirkungen, die mit Saquinavir/Ritonavir zu beobachten sind. Wenn Saquinavir gleichzeitig

mit Ritonavir verabreicht wird, ist die mögliche Wirkung von Ritonavir auf Clarithromycin zu

berücksichtigen (s. Abschnitt «Ritonavir»).

Atazanavir

Sowohl Clarithromycin als auch Atazanavir sind Substrate und Inhibitoren von CYP3A und können

zu einer bidirektionalen Pharmakokinetikinteraktion führen. Die gleichzeitige Gabe von

Clarithromycin (500 mg 2× täglich) mit Atazanavir (400 mg 1× täglich) führte zu einem 2-fachen

Anstieg der Clarithromycinexposition und zu einer 70%-igen Reduktion der 14(R)-

Hydroxyclarithromycinexposition, mit einer Steigerung der AUC von Atazanavir um 28%. Aufgrund

der grossen therapeutischen Breite von Clarithromycin sollte bei Patienten mit normaler

Nierenfunktion keine Dosisreduktion nötig sein. Bei Vorliegen einer mässigen Niereninsuffizienz

(Kreatininclearance 30 bis 60 ml/min) sollte die Clarithromycindosis um 50% reduziert werden. Bei

Patienten mit einer Kreatininclearance <30 ml/min soll die Clarithromycindosis mit Hilfe von

geeigneten Darreichungsformen (z.B. Suspension) um 75% reduziert werden. Die

Tagesmaximaldosis von 1 g Clarithromycin soll bei gleichzeitiger Einnahme von Proteaseinhibitoren

nicht überschritten werden.

Calciumantagonisten

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Clarithromycin und Calciumantagonisten, welche durch

CYP3A4 metabolisiert werden (z.B. Verapamil, Amlodipin, Diltiazem) sollte Vorsicht geboten

werden, da das Risiko einer Hypotonie besteht. Die Plasmakonzentrationen von Clarithromycin und

der Calciumantagonisten können durch die Interaktion erhöht werden.

Hypotonie, Bradyarrhythmien und Lactacidose wurden bei Patienten, die gleichzeitig Clarithromycin

und Verapamil einnehmen, beobachtet.

Andere

Ausserdem ist über Interaktionen im Sinne von Serumspiegelerhöhungen folgender Substanzen

berichtet worden: Alfentanil, Bromocriptin, Ciclosporin, Cilostazol, Hexobarbital,

Methylprednisolon, Phenytoin, Tacrolimus, Valproinsäure, Vinblastin.

Aminoglykoside

Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Verabreichung von Clarithromycin mit ototoxischen

Arzneimitteln, speziell mit Aminoglykosiden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Colchizin

Clarithromycin erhöht durch Hemmung von CYP3A und dem P-Glycoprotein Efflux-Transporter

(PgP) und einer vermehrten Absorption von Colchizin die orale Bioverfügbarkeit von Colchizin.

Inbesondere in Fällen, bei welchen eine eingeschränkte Nierenfunktion die renale Elimination von

Colchizin vermindert, kann dies zu einer toxischen Akkumulation von Colchizin mit

Knochenmarksuppression, Pancytopenie und in vereinzelten Fällen zum Tod führen. Die

gleichzeitige Verabreichung von Clarithromycin und Colchizin ist kontraindiziert (siehe

«Kontraindikationen» und «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Digoxin

Digoxin ist vermutlich ein Substrat des Efflux Transporters P-Glykoprotein (Pgp), Clarithromycin ist

ein Hemmer des Pgp. Bei gleichzeitiger Gabe von Digoxin und Clarithromycin kann die Hemmung

von Pgp zu einer erhöhten Digoxin Exposition führen. In Post Marketing Überwachungen wurde von

erhöhten Digoxin Serumkonzentrationen berichtet. Bei einigen Patienten wurden klinische

Symptome ähnlich einer Digoxin Intoxikation festgestellt, einschliesslich möglicherweise

fataler/tödlicher Arrhythmien. Bei Patienten, die gleichzeitig Digoxin und Clarithromycin erhalten,

sollten die Digoxin Serumkonzentrationen sorgfältig überwacht werden.

Phenytoin und Valproat

Es gibt Spontanmeldungen und publizierte Berichte über Interaktionen von CYP3A-Inhibitoren,

einschliesslich Clarithromycin, mit Arzneimitteln (z.B. Phenytoin, Valproat), von denen eine

Metabolisierung durch CYP3A nicht erwartet wurde. Die Bestimmung der Serumspiegel dieser

Arzneimittel wird bei gleichzeitiger Anwendung mit Clarithromycin empfohlen. Erhöhte

Serumspiegel wurden berichtet.

Theoretisch mögliche Interaktionen

Es besteht die Möglichkeit, dass die Serumspiegel der folgenden gleichzeitig verabreichten

Substanzen erhöht werden:

Astemizol

Interaktionen zwischen Erythromycin und Astemizol, welche zu QT-Verlängerung und torsades de

pointes führen können, sind bekannt. Aufgrund der strukturellen Ähnlichkeit von Clarithromycin und

Erythromycin und der ähnlichen Affinität zu Isoenzymen der CYP3A-Familie ist die

Kombinationstherapie von Astemizol mit Clarithromycin kontraindiziert (siehe

«Kontraindikationen»).

Hinweis

Im Gegensatz zu Clarithromycin-Filmtabletten beeinflusst die Suspension (Clarithromycin Sandoz

125 mg/5 ml resp. 250 mg/5 ml) die Absorption von Zidovudin nicht.

Weitere Interaktionen mit Arzneimitteln, welche häufig zur Behandlung von HIV-Patienten

angewendet werden, wurden nicht geprüft, sind jedoch potentiell möglich und sollten bei einer

Kombinationstherapie in Betracht gezogen werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Prinzipiell ist das Arzneimittel zur Anwendung an Kindern bestimmt und sollte nicht an Erwachsene

verabreicht werden. Die folgenden Angaben sind deshalb für präpubertäre Patientinnen nicht

relevant.

Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung von Clarithromycin während der

Schwangerschaft vor. Tierstudien ergaben Hinweise auf nachteilige Auswirkungen auf das

Ungeborene (embryo-/fetotoxische Effekte nach oraler Gabe von Clarithromycin). Deshalb darf

Clarithromycin Sandoz 125/250 nicht verabreicht werden, es sei denn, dies sei eindeutig erforderlich.

Beim Auftreten einer Schwangerschaft während der Behandlung mit Clarithromycin Sandoz 125/250

ist die Patientin über die möglichen Gefahren für den Fetus zu informieren (siehe «Präklinische

Daten»).

Clarithromycin wird in die Muttermilch ausgeschieden. Clarithromycin und sein aktiver Metabolit

14-Hydroxy-Clarithromycin erreichen bei Einnahme von 2mal täglich 250 mg Clarithromycin 25%

bzw. 75% der entsprechenden Konzentration im Serum. Daher soll während und bis einen Tag nach

Abschluss der Behandlung mit Clarithromycin Sandoz 125/250 nicht gestillt werden (Gefahr von

Sprosspilzbesiedlung, Durchfällen und Möglichkeit einer Sensibilisierung).

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Auf Grund der möglichen Nebenwirkungen kann dieses Arzneimittel einen Einfluss auf die

Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, haben (siehe «Unerwünschte

Wirkungen»).

Unerwünschte Wirkungen

Nebenwirkungen aus pädiatrischen Studien mit Clarithromycin

In kontrollierten klinischen Studien mit Clarithromycin (Phase III Studien über alle Indikationen [n=

1285]) traten folgende unerwünschte Wirkungen bei mehr als 1% der in die Studien

eingeschlossenen Patienten auf. Die unerwünschten Ereignisse werden in der unten angefügten

Tabelle nach Organklassen und ihrer Häufigkeit in % aufgelistet (sehr häufig ≥1/10; häufig ≥1/100

<1/10; gelegentlich ≥1/1000 <1/100).

Zusammenstellung unerwünschter Wirkungen in klinischen Studien mit Clarithromycin

Organklasse

Häufigkeit

Nebenwirkung

Infektionen und parasitäre

Erkrankungen

Häufig

Infektionen (2,6%), Rhinitis (2,4%).

Gelegentlich

Candidiasis (einschliesslich oraler und genitaler

Candidiasis), Vaginale Infektion.

Erkrankungen des Blutes und des

Lymphsystems

Gelegentlich Leukopenie, Thrombozythämie.

Stoffwechsel und

Ernährungsstörungen

Gelegentlich Anorexie, verminderter Appetit.

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig

Schlaflosigkeit.

Gelegentlich Angstzustände, Nervosität.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig

Kopfschmerzen (1,9%), Geschmacks-

veränderungen.

Gelegentlich Schwindel, Tremor, Schläfrigkeit.

Augenerkrankungen

Häufig

Konjunktivitis (1,1%).

Erkrankungen des Ohrs und des

Labyrinths

Gelegentlich Tinnitus, Hörstörungen.

Herzerkrankungen

Gelegentlich verlängerte QT-Intervalle, Palpitationen.

Erkrankungen der Atemwege, des

Brustraums und Mediastinums

Häufig

Husten (2,2%).

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Häufig

Diarrhoe (6,1%), Erbrechen (5,8%),

Abdominalschmerz (2,8%).

Gelegentlich

Nausea (0,9%), Glossitis, Stomatitis, Gastritis,

Verstopfung, Mundtrockenheit, Aufstossen,

Blähung.

Leber- und Gallenerkrankungen

Häufig

Passagere Erhöhung der SGOT (1,0%).

Gelegentlich Alanin-Aminotransferase (SGPT) erhöht.

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Häufig

Hauterscheinungen (Rash, 2,3%), erhöhter

Schweiss, makulopapulöser Ausschlag.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-

und Knochenerkrankungen

Gelegentlich Muskelspasmen.

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Häufig

Fieber (2,3%).

Gelegentlich Asthenie.

Nebenwirkungen aus Post-Marketing-Überwachung sowie aus nach der Markteinführung

durchgeführten klinischen Studien für alle Formulierungen mit dem Wirkstoff Clarithromycin

Präparate mit Clarithromycin als Wirkstoff werden in verschiedenen Zusammensetzungen und

galenischen Formulierungen vertrieben. Die im Folgenden aufgeführte Tabelle mit unerwünschten

Wirkungen ist eine Zusammenstellung von Nebenwirkungen aus der Postmarketing-Überwachung

für alle Formulierungen und Formen mit Clarithromycin, inklusive Clarithromycin-Formulierungen

mit verzögerter Wirkstofffreisetzung. Aufgrund der hohen Anzahl von Clarithromycin

Verschreibungen weltweit, können meist keine aussagekräftigen Häufigkeiten für die aufgeführten

Nebenwirkungen ermittelt werden.

In klinischen Studien für alle Formulierungen betrafen die häufigsten unerwünschten Wirkungen vor

allem den Magen-Darm-Trakt (10−20%) und den Geschmacks- bzw. Geruchssinn (1−10%).

Zusammenstellung der Nebenwirkungen aus der Post-Marketing Überwachung

Organklasse

Nebenwirkung

Infektionen und parasitäre

Erkrankungen

Erysipel.

Erkrankungen des Blutes

und des Lymphsystems

Agranulozytose, Thrombozytopenie, hämolytische Anämie.

Erkrankungen des

Immunsystems

Allergische Reaktionen wie Urtikaria, Pruritus und milden

Hauterscheinungen (Ausschlag, maculopapillärer Ausschlag) (1,1%)

bis zu Anaphylaxie und Stevens-Johnson-Syndrom/toxische epidermale

Nekrolyse (unter oral verabreichtem Clarithromycin),

Angioneurotisches Ödem.

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Hypoglykämie bei gleichzeitiger Gabe von Antidiabetika welche über

das CYP3A Enzym metabolisiert werden oder Insulin (siehe

«Warnhinweise» und «Interaktionen»).

Psychiatrische

Erkrankungen

Albträume, Konfusion, Desorientierung, Halluzinationen, Psychosen,

Entpersonalisierung, Depression, Manie.

Erkrankungen des

Nervensystems

Konvulsionen, Benommenheit, Geschmacksverlust, Geruchsverlust,

Geruchsstörungen (meist im Zusammenhang mit Geschmacksstörungen

berichtet), Kopfschmerzen, Parästhesie.

Erkrankungen des Ohrs und

des Labyrinths

Hörverlust, welcher nach Absetzen der Therapie üblicherweise

reversibel ist.

Herzerkrankungen

Unter Clarithromycin wurden in seltenen Fällen ventrikuläre

Tachykardien, Kammerflimmern und torsades de pointes beobachtet.

Gefässerkrankungen

Hämorrhagie bei Patienten, welche gleichzeitig mit oralen

Antikoagulantien behandelt werden.

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Pankreatitis, Erbrechen, Zahnverfärbung (Zahnverfärbung meist

reversibel mittels professioneller Zahnreinigung), Nausea, Druckgefühl

im Oberbauch (in seltenen Fällen krampfartiger Natur), weiche Stühle

und Diarrhoe, Dyspepsie, Geschmacksstörungen sowie reversible

Zungenverfärbungen (unter Kombinationstherapie mit Omeprazol).

Wie bei anderen Antibiotika wurde auch unter Clarithromycin über das

Auftreten von pseudomembranöser Colitis berichtet (siehe auch

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Leber und

Gallenerkrankungen

Leberfunktionsstörungen, Erhöhung der Leberenzymwerte,

hepatocelluläre und/oder cholestatische Hepatitis, mit oder ohne

Ikterus.

Die hepatische Dysfunktion kann schwer sein und ist üblicherweise

reversibel.

Sehr selten wurde über Versagen der Leberfunktion mit tödlichem

Ausgang berichtet. Generell waren dies Fälle mit einer schweren

Grundkrankheit und/oder mit Begleitmedikation. Je nach Schweregrad

ist ein Absetzen der Therapie mit Clarithromycin notwendig.

Erkrankungen der Haut und

des Unterhautzellgewebes

Schwere kutane Arzneimittelreaktionen (SCAR) (z.B. akute

generalisierte exanthematische Pustulose [AGEP],

Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen

[DRESS]), Akne, Purpura Schönlein-Henoch.

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Myalgie, Rhabdomyolyse (in einigen der Berichte über Rhabdomyolyse

wurde Clarithromycin zusammen mit anderen Arzneimitteln, welche

mit Rhabdomyolyse assoziiert werden (wie Statinen, Fibraten,

Colchizin oder Allopurinol), verabreicht), Myopathie.

Erkrankungen der Nieren

und Harnwege

Selten und vor allem unter hohen oralen Dosen sind erhöhte BUN und

Serum-Kreatinin-Konzentrationen aufgetreten. In Einzelfällen kam es

zu Nierenversagen. Ein Zusammenhang konnte nicht nachgewiesen

werden.

Interstitielle Nephritis.

Untersuchungen

INR erhöht, verlängerte Prothrombinzeit, Urinfarbe anormal.

Unerwünschte Wirkungen bei Patienten unter hohen Dosen

Bei Patienten, welche für lange Zeit unter hohen, für Infektionen durch M. avium empfohlenen

Dosen behandelt werden, sind folgende Nebenwirkungen am häufigsten aufgetreten: Übelkeit,

Erbrechen, Geschmacksveränderungen (bitterer Geschmack), Abdominalschmerzen, Diarrhoe, Rash,

Flatulenz, Kopfschmerzen, Verstopfung, Hörstörungen mit teilweisem Hörverlust, welche nach

Absetzen der Therapie üblicherweise reversibel sind, und in 2−3% Erhöhung der

Transaminasenwerte und abnormal tiefe Leuko- und Thrombozytenwerte. Zusätzlich wurden seltener

gefunden: Dyspnoe, Insomnia, trockener Mund und erhöhter BUN.

Überdosierung

Es ist anzunehmen, dass die Einnahme von zu hohen Dosen von Clarithromycin zu gastro-

intestinalen Symptomen führt. Überdosierung sollte durch rasche Elimination von noch nicht

absorbierter Substanz und durch unterstützende Massnahmen behandelt werden.

Wie bei anderen Makroliden werden die Clarithromycin-Serumspiegel wahrscheinlich weder durch

Peritoneal- noch durch Hämodialyse beeinflusst.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: J01FA09

Wirkungsmechanismus

Clarithromycin (6-O-Methylerythromycin A) ist ein Antibiotikum aus der Reihe der Makrolid-

Antibiotika. Die antibakterielle Wirkung beruht auf einer Hemmung der intrazellulären

Proteinsynthese empfindlicher Bakterien. Selektiv verbindet es sich mit den 50 S-Untereinheiten der

Bakterienribosomen und verhindert so die Translokation aktivierter Aminosäuren.

Pharmakodynamik

Clarithromycin zeigt eine in vitro- und in vivo-Wirksamkeit sowohl gegen Referenzbakterien wie

auch gegen klinische Isolate. Clarithromycin wirkt, abhängig vom Teststamm, bakteriostatisch oder

bakterizid. Ebenfalls antibakteriell wirksam ist der beim Menschen und anderen Primaten

nachgewiesene 14-Hydroxy-Metabolit des Clarithromycins (= 14-OH-Clarithromycin), welcher

gegen Haemophilus influenzae 1−2 MHK-Stufen aktiver ist als die Ausgangsverbindung. Je nach Art

des untersuchten Teststamms haben Clarithromycin und der Metabolit eine additive, allenfalls

synergistische Wirkung. Gegen nicht-tuberkulöse Mycobakterien ist der 14-OH-Metabolit weniger

wirksam als Clarithromycin.

Das Antibiotikum besitzt in vitro auch eine ausgeprägte Wirksamkeit gegen Legionella pneumophila,

Mycoplasma pneumoniae, Campylobacter sp., ist bakterizid gegen Helicobacter pylori (Wirkung bei

neutralem pH stärker als im sauren Milieu) und ist ebenfalls gegen Mycobacterium avium und

Mycobacterium leprae aktiv.

Das antimikrobielle in vitro-Spektrum von Clarithromycin umfasst:

A. Sensibel: MHK90≤2 µg/ml

Bacteroides melaninogenicus, Bordetella pertussis, Borrelia burgdorferi*, Campylobacter jejuni,

Chlamydia pneumoniae (TWAR), Chlamydia trachomatis, Clostridium perfringens, Helicobacter

pylori, Legionella pneumophila, Listeria monocytogenes, Moraxella (Branhamella) catarrhalis,

Mycobacterium chelonae, Mycobacterium fortuitum, Mycobacterium kansasii, Mycobacterium

marinum, Mycoplasma pneumoniae, Neisseria gonorrhoeae, Pasteurella multocida, Peptococcus

niger, Propionibacterium acnes, Streptococcus agalactiae, Streptococcus pneumoniae, Streptococcus

pyogenes, Streptococcus viridans.

B. Intermediär: MHK90 4 µg/ml

Haemophilus influenzae***, Haemophilus parainfluenzae, Mycobacterium avium und intracellulare,

Mycobacterium leprae, Staphylococcus aureus**, Staphylococcus epidermidis**.

C. Resistent: MHK90 ≥8 µg/ml

Enterobacteriaceae wie E. coli, Salmonella, Klebsiella u.a., Pseudomonas sp., Mycobacterium

tuberculosis.

* IC50 im Hamster-Modell: 0,02 µg/ml.

** Spezielle Empfindlichkeitskriterien infolge bifokaler Verteilung resistente Stämme kommen vor.

*** Breakpoints für Makrolide und verwandte Antibiotika wurden angepasst, um H. influenzae

Wildtyp als intermediär empfindlich zu kategorisieren.

Bestimmung der Empfindlichkeit

Zur Bestimmung der Empfindlichkeit wird üblicherweise die MHK-Dilutionsmethode oder die

Plättchendiffusionsmethode nach Kirby-Bauer angewandt.

Von der EUCAST (European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing) wurden für die

Bestimmung der Empfindlichkeit gegenüber Clarithromycin folgende, korrelierende MHK-

Breakpoints und Hemmhofdurchmesser definiert:

Mikroorganismus

MHK-Breakpoint

(mg/l

Clarithromycin)

Hemmhofdurchmesser

(mm)

S1 ≤

R1 >

Plättchengehalt

(μg Erithromycin2)

S1 ≥ R1 <

Staphylococcus spp.

Streptococcus spp.

(goups A, B, C, G)

0,25

Streptococcus pneumoniae 0,25

Haemophilus influenzae

Moraxella catarrhalis

0,25

Helicobacter pylori3

0,25

–4

–4

–4

1 S=Sensibel; R=Resistent; die Intermediär-Kategorie ist nicht aufgelistet, Sie wird interpretiert als

Werte zwischen den S- und R-Breakpoints.

2 Für Clarithromycin wurden keine Hemmhofdurchmesser bestimmt. Zum Nachweis der

Empfindlichkeit gegenüber Clarithromycin kann als Testsubstanz Erythromycin verwendet werden.

3 Die Breakpoints basieren auf den epidemiologischen Cut-Off-Werten (ECOFFs), die eine

Differenzierung zwischen wildtypischen Isolaten und solchen mit verminderter Empfindlichkeit

erlauben.

4 Für Helicobacter pylori wurden keine Hemmhofdurchmesser bestimmt. Zum Nachweis der

Empfindlichkeit gegenüber Clarithromycin sollte die MHK-Dilutionsmethode verwendet werden.

Auf eine mögliche Kreuzresistenz zwischen Clarithromycin und anderen Makrolid-Antibiotika sowie

Lincomycin und Clindamycin ist zu achten (Makrolid-, Lincosamid- und Streptogramin- = MLS-

Resistenz).

Pharmakokinetik

Die Pharmakokinetik von Clarithromycin ist nicht dosislinear.

Absorption

Clarithromycin ist durch seine Struktur als 6-O-Methylerythromycin A weitgehend

magensäureunempfindlich. Das Präparat wird nach oraler Gabe vor allem im Dünndarm schnell und

gleichmässig absorbiert.

Die absolute Bioverfügbarkeit wurde nicht bestimmt. Auf Grund von Bioverfügbarkeitsvergleichen

mit anderen galenischen Formen darf sie auf ca. 55% geschätzt werden.

Bei der Einnahme der empfohlenen Dosis von 15 mg/kg Körpergewicht pro Tag in zwei Gaben

werden im Steady-State maximale Serumspiegel von Clarithromycin von 4−5 µg/ml nach etwa 3

Stunden erreicht. Die entsprechenden Werte für den 14-OH-Metaboliten sind 1-2 µg/ml ebenfalls

nach etwa 3 Stunden. Die Einnahme von Nahrung unmittelbar vor der Einnahme von Clarithromycin

Sandoz 125 mg/5 ml/Clarithromycin Sandoz 250 mg/5 ml verlangsamt etwas die Aufnahme von

Clarithromycin und erhöht die Bioverfügbarkeit. Dies ist jedoch nicht von klinischer Relevanz.

Distribution

Die Plasmaproteinbindung von Clarithromycin beträgt in Erwachsenen bei einer Konzentration von

0,45 µg/ml etwa 72% und nimmt mit steigender Konzentration ab. Das Verteilungsvolumen beträgt

286 l nach Einmaldosierung und 176 l nach Mehrfachgabe.

Experimentelle Untersuchungen wie auch solche am Menschen belegen die gute Gewebegängigkeit

von Clarithromycin. Ausser im Zentralnervensystem (im Affen ca. 5% der Serumkonzentration im

Liquor) werden in allen anderen untersuchten Tiergeweben Konzentrationen erreicht, die um ein

Mehrfaches über den Plasmaspiegeln liegen. Im menschlichen Lungengewebe, in den Tonsillen und

in der Nasalmukosa werden die höchsten Clarithromycin-Konzentrationen nach ca. 4 Stunden

erreicht. Sie betragen dann das 7-, 5,9- resp. 6,2-fache der jeweiligen Serumspiegel.

Bei Kindern mit Otitis media wurde 2,5 Std. nach der fünften Dosis (7,5 mg/kg) in der

Mittelohrflüssigkeit 2,53 µg/g Clarithromycin und 1,27 µg/g des 14-OH-Metaboliten gefunden.

Diese Werte betrugen etwa das Doppelte der entsprechenden Serumspiegel.

Die Gewebespiegel liegen somit über den minimalen Hemmkonzentrationen der üblichen Erreger.

Clarithromycin wird aktiv etwa 9-fach in den Phagozyten angereichert.

Daten betreffend Plazentapassage liegen zurzeit noch nicht vor. Clarithromycin penetriert in die

Muttermilch.

Metabolismus

Clarithromycin wird metabolisiert, und zwar vor allem über N-Demethylierung und Oxidation in

Position 14 des Erythronolids. Dabei entsteht ein ebenfalls antibakteriell wirksamer Metabolit, das

14-Hydroxy-R-Epimer.

Elimination

Die Halbwertszeit der Elimination ist dosisabhängig und beträgt bei der empfohlenen Dosis von 15

mg/kg Körpergewicht täglich in 2 Gaben im Steady-State 2,2 Std. für Clarithromycin und 3,5 Std. für

den 14-OH-Metaboliten. Die Eliminationshalbwertszeit nimmt mit steigender Dosis zu.

Bei Erwachsenen werden etwa 20% einer oralen Dosis von 250 mg alle 12 Std. renal als

unverändertes Clarithromycin ausgeschieden, bei 500 mg sind es ca. 30%. Die Ausscheidung über

die Nieren ist dosisabhängig und beträgt 20−40% (Q0 = 0,6−0,7). Als Hauptmetabolit wird im Urin

14-OH-Clarithromycin gefunden, welches zusätzlich 10% resp. 15% der verabreichten Dosis

ausmacht.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Leberinsuffizienz

Bei nicht stark eingeschränkter Leberfunktion wurden bei Erwachsenen keine Veränderungen der

Kinetik von Clarithromycin gefunden. Die Konzentrationen des 14-OH-Metaboliten waren in diesen

Patienten jedoch generell etwas niedriger. Erfahrungen bei Patienten mit starker Einschränkung der

Leberfunktion fehlen. Da diese Substanz vorwiegend über die Leber eliminiert wird, sollen Patienten

mit stark eingeschränkter Leberfunktion gut überwacht werden.

Niereninsuffizienz

Bei schwerer Niereninsuffizienz sind Blutspiegelmaxima, Halbwertszeit der Elimination sowie die

AUC sowohl von Clarithromycin, wie auch von 14-OH-Clarithromycin, erhöht. Bei Patienten mit

einer Creatinin-Clearance von <30 ml/min/1,73 m2 sollte deshalb die Dosis halbiert werden. Die

Therapiedauer sollte nicht mehr als 14 Tage betragen (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Präklinische Daten

Im Rahmen von in vitro und in vivo Studien konnte kein mutagenes Potential von Clarithromycin

nachgewiesen werden.

Fertilitäts- und Reproduktionsstudien in der Maus und im Affen haben einen nachteiligen Effekt von

Clarithromycin gezeigt.

Nach Verabreichung der 70-fachen Menge der oberen humanen therapeutischen Dosis (2× 500 mg/d)

traten in Studien mit Mäusen mit wechselnder Häufigkeit (3−30%) Gaumenspalten auf. Bei Affen

wurde über Abortus berichtet, der jedoch bei Dosierungen auftrat, die für die Mutter deutlich toxisch

waren.

Sonstige Hinweise

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Eine Beeinflussung diagnostischer Methoden durch Clarithromycin ist nicht bekannt.

Hinweis für Diabetiker: Clarithromycin Sandoz 125 mg/5 ml und Clarithromycin Sandoz 250

mg/5 ml enthalten 2,4 g Zucker pro 5 ml (1 Dosierspritze). Bei der Behandlung von diabetischen

Patienten ist deshalb Vorsicht geboten (siehe auch «Zusammensetzung»).

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15−25 °C) und ausser Reichweite von Kindern

lagern.

Die zubereitete Suspension ist bei Raumtemperatur (15−25 °C) und vor Licht geschützt 14 Tage

haltbar.

Hinweise für die Handhabung

Zubereitung der Suspension:

Trockenes Granulat schütteln. Dann Leitungswasser bis zur Markierung auf der Etikette auffüllen

(Clarithromycin Sandoz 125 mg/5 ml: 59 ml; Clarithromycin Sandoz 250 mg/5 ml: 57 ml). Gut

schütteln, kurze Zeit stehen lassen und falls nötig nochmals mit Wasser bis zur Markierung auf der

Etikette auffüllen. Dies ergibt 100 ml gebrauchsfertige, fruchtig schmeckende Suspension (100 ml

Clarithromycin Sandoz 125 mg/5 ml resp. 100 ml Clarithromycin Sandoz 250 mg/5 ml). 1

Dosierspritze (5 ml) der zubereiteten Suspension enthält 125 mg Clarithromycin (Clarithromycin

Sandoz 125 mg/5 ml) resp. 250 mg Clarithromycin (Clarithromycin Sandoz 250 mg/5 ml).

Die Suspension vor jedem Gebrauch gut schütteln.

Entnahme der gebrauchsfertigen Suspension mittels Dosierspritze

·Flasche unmittelbar vor jeder Entnahme schütteln.

·Beiliegenden gelochten Stopfen (Adapter) in den Flaschenhals drücken. Der Stopfen verbindet die

Dosierspritze mit der Flasche und bleibt im Flaschenhals.

·Dosierspritze fest in die Öffnung des Stopfens stecken. Der Spritzenkolben soll dabei bis zum

Anschlag in der Spritze stecken.

·Flasche mit der aufgesetzten Dosierspritze vorsichtig umdrehen. Den Spritzenkolben langsam bis

zur verordneten Anzahl Milliliter (ml) nach unten ziehen. Bei Luftblasen im aufgezogenen Saft, den

Kolben wieder in die Spritze drücken und erneut langsam füllen.

·Flasche mit der aufgesetzten Dosierspritze wieder aufrecht stellen und die Spritze aus dem

gelochten Kolben ziehen.

Einnahme der gebrauchsfertigen Suspension mittels Dosierspritze

Der Saft kann direkt aus der Dosierspritze in den Mund entleert werden oder zur Einnahme auf einen

Löffel gegeben werden. Bei der direkten Gabe in den Mund soll der Patient aufrecht sitzen.

Flasche nach jedem Gebrauch gut verschliessen. Die Dosierspritze nach der Einnahme durch

mehrmaliges Füllen und Entleeren mit klarem Wasser reinigen.

Zulassungsnummer

57388 (Swissmedic).

Packungen

Clarithromycin Sandoz 125 mg/5 ml: Granulat zur Herstellung von 100 ml Suspension zum

Einnehmen. [A]

Clarithromycin Sandoz 250 mg/5 ml: Granulat zur Herstellung von 100 ml zum Einnehmen. [A]

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Stand der Information

Mai 2018.

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