Chanectin Injektion

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

08-10-2019

Fachinformation Fachinformation (SPC)

08-11-2017

Wirkstoff:
Ivermectin
Verfügbar ab:
Chanelle Pharmaceuticals Manufacturing Ltd. (3338018)
ATC-Code:
QP54AA01
INN (Internationale Bezeichnung):
Ivermectin
Darreichungsform:
Injektionslösung
Zusammensetzung:
Ivermectin (21822) 10 Milligramm
Verabreichungsweg:
Injektion subkutan
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
400542.00.00
Berechtigungsdatum:
2002-01-08

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Gebrauchsinformation

Chanectin Injektion, 1%ige Injektionslösung für Rinder

Ivermectin

Name und Anschrift des Zulassungsinhabers und, wenn unterschiedlich des

Herstellers, der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist

Zulassungsinhaber:

Chanelle Pharmaceuticals Manufacutring Limited

Dublin Road ,

Loughrea ,

Co.Galway, Ireland

Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller:

Chanelle Pharmaceuticals Manufacturing Ltd., Loughrea, Co. Galway, Irland.

Labiana Life Sciences, c/ Venus, 26. Can Parellada Industrial, 08228 Terrassa .

Barcelona, Spanien

Mitvertrieb:

Pharmanovo Veterinärarzneimittel GmbH, Liebochstraße 9, 8143 Dobl, Österreich

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

Chanectin Injektion, 1%ige Injektionslösung für Rinder

Ivermectin

WIRKSTOFFE UND SONSTIGE BESTANDTEILE

1 ml Injektionslösung enthält:

Wirkstoff:

Ivermectin………………………… 10 mg

Klare, farblose Lösung

ANWENDUNGSGEBIETE

Chanectin Injektion ist für die effektive Behandlung und Bekämpfung folgender

schädlicher Parasiten bei Rindern indiziert:

Magen-Darm-Spulwürmer :

Ostertagia spp. (einschließlich gehemmte O. ostertagi (geschlechtsreife Würmer und

Larven im 4. Stadium)),

Haemonchus placei (geschlechtsreife Würmer und Larven im 4. Stadium),

Trichostrongylus spp. (geschlechtsreife Würmer und Larven im 4. Stadium),

Cooperia spp., (geschlechtsreife Würmer und Larven im 4. Stadium)

Nematodirus spp. (geschlechtsreife Würmer)),

Lungenwürmer (geschlechtsreife Würmer und Larven im vierten Stadium):

Dictyocaulus viviparus.

Dasselfliegen (parasitäres Stadium):

Hypderma spp.

Räudemilben:

Psoroptes bovis,

Scarcoptes scabiei var. bovis.

Saugende Läuse:

Linognathus vituli,

Haematopinus eurysternus.

Langzeitwirkung

Die Verabreichung der empfohlenen Dosierung verhindert eine erneute Infektion mit

Haemonchus placei und Cooperia spp. bis zu 14 Tage nach der Behandlung, mit

Ostertagia ostertagi bis zu 21 Tage nach der Behandlung und mit Dictyocaulus

viviparus bis zu 28 Tage nach der Behandlung.

Um einen optimalen, fortbestehenden Schutz durch das Tierarzneimittel bei

weidenden Tieren zu erreichen, wird empfohlen, die in ihrer ersten Weidesaison

gemeinsam gehaltenen Kälber 3, 8 und 13 Wochen nach dem Weideauftrieb einer

Behandlung zu unterziehen. Dies kann die Tiere während der gesamten Weidezeit

vor von Parasiten hervorgerufenen Magen-Darm- und Lungenwürmerinfektionen

schützen, vorausgesetzt, dass sie zuvor als gemeinsam gehaltene Gruppe einer

Behandlung unterzogen wurden und keine zusätzlichen, unbehandelten Rinder

Zugang zur Weide haben.

Behandelte Kälber sollten nach den guten Praktiken in der Tierhaltung einer

ständigen Beobachtung unterliegen.

GEGENANZEIGEN

Nicht intravenös oder intramuskulär verabreichen.

Nicht in Fällen bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff verwenden.

Katzen und Hunde dürfen nicht mit dem Tierarzneimittel behandelt werden, da bei

diesen Tierarten schwerwiegende Nebenwirkungen ausgelöst werden können.

Das Tierarzneimittel darf nicht bei Milchkühen, deren Milch für den menschlichen

Verzehr bestimmt ist, während der Laktation oder der Trockenstehphase

angewendet werden.

Bei trächtigen Färsen darf es 60 Tage vor dem Kalben nicht mehr angewendet

werden.

NEBENWIRKUNGEN

Vereinzelt

wurden

nach

subkutaner

Verabreichung

Injektionsstelle

vorübergehende

Befindlichkeitsstörungen

Bindegewebsschwellungen

beobachtet. Diese Reaktionen verschwanden ohne Behandlung innerhalb von 28

Tagen.

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage

aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder

Apotheker mit.

ZIELTIERARTEN

Rind (Mastrind und nicht laktierende Kuh)

Chanectin Injektion für Rinder kann Tieren jeden Alters, einschließlich jungen Kälbern,

verabreicht werden.

DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

1 ml enthält 10 mg Ivermectin. Diese Menge reicht für die Behandlung von Rindern

mit einem Körpergewicht von 50 kg aus. Chanectin Injektion für Rinder kann bei

Kühen in jedem Stadium einer Trächtigkeit oder Laktation angewendet werden,

vorausgesetzt, die Milch ist nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt.

Chanectin Injektion darf nur subkutan in der empfohlenen Dosisstärke von 200 µg

Ivermectin pro kg Körpergewicht in die lockere Haut vor oder hinter dem

Schulterblatt des Rindes verabreicht werden. Dies entspricht 1 ml pro 50 kg

Körpergewicht. Das pro Injektionsstelle verabreichte Volumen darf 10 ml nicht

überschreiten.

HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

Die Injektionsstelle soll nach der Verabreichung des Tierarzneimittels massiert

werden. Nassen oder schmutzigen Tieren dürfen keine Injektionen verabreicht

werden.

WARTEZEIT

Rind:

Essbare Gewebe:

49 Tage

Nicht bei laktierenden und trockenstehenden Milchkühen anwenden, deren Milch für

den menschlichen Verzehr bestimmt ist. Nicht bei tragenden Färsen innerhalb von

60 Tagen vor dem Abkalbetermin anwenden.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Für

dieses

Tierarzneimittel

sind

keine

besonderen

Lagerungsbedingungen

erforderlich.

Das Arzneimittel darf nach Ablauf des auf Behältnis und äußerer Umhüllung

angegebenen Verfalldatums nicht mehr angewendet werden.

Haltbarkeit nach Anbruch: 28 Tage.

BESONDERE WARNHINWEISE

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:

Zur Vermeidung von Sekundärreaktionen durch abgestorbene Hypoderma-Larven im

Ösophagus oder in der Wirbelsäule wird empfohlen, das Tierarzneimittel am Ende

der aktiven Phase der Dasselfliegen zu verabreichen, bevor die Larven ihre

Ruheplätze erreicht haben. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Tierarzt nach dem

richtigen Zeitpunkt für die Behandlung.

Chanectin Injektion wurde ausschließlich für die Anwendung bei Rindern entwickelt.

Es sollte nicht anderen Tierarten verabreicht werden, da bei diesen schwerwiegende

Nebenwirkungen ausgelöst werden können.

Fälle von Unverträglichkeit mit lethalem Ausgang wurden für Hunde, insbesondere

für Collies, alte Englische Schäferhunde und verwandte Rassen oder Kreuzungen,

sowie auch für Schildkröten berichtet.

Bei häufiger, wiederholter Anwendung von Anthelmintika dieser Substanz-gruppe

kann sich Parasitenresistenz entwickeln. Es ist daher wichtig, dass die korrekte

Dosis verabreicht wird, um das Risiko einer Resistenzbildung zu minimieren.

Das Körpergewicht sollte vor Berechnung der erforderlichen Dosierung so genau wie

möglich bestimmt werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Das Tierarzneimittel sollte mit Vorsicht gehandhabt werden, um eine Selbstinjektion

zu vermeiden. Eine versehentliche Selbstinjektion kann am Injektionsort Schmerzen

und eine lokale Reizung hervorrufen.

Im Falle einer versehentlichen Selbstinjektion sollte sofort ärztlicher Rat eingeholt

werden, wobei Gebrauchsinformation bzw. Etikett vorzulegen sind.

Während der Handhabung des Tierarzneimittels nicht rauchen oder essen. Nach

Verabreichung die Hände waschen.

Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode:

Chanectin Injektion kann bei Mastrindern in jedem Stadium einer Trächtigkeit oder

Laktation angewendet werden, vorausgesetzt, die Milch ist nicht für den

menschlichen Verzehr bestimmt.

Das Tierarzneimittel darf nicht bei Milchkühen, deren Milch für den menschlichen

Verzehr bestimmt ist, während der Laktation oder der Trockenstehphase

angewendet werden. Bei trächtigen Färsen darf es 60 Tage vor dem Abkalben nicht

mehr angewendet werden.

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln

Das Tierarzneimittel kann ohne nachteilige Auswirkungen gleichzeitig mit dem

Clostridien-Impfstoff verabreicht werden, jedoch an getrennten Injektionsstellen.

Nicht mit anderen Arzneimitteln mischen.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen und Gegenmittel), falls erforderlich:

Es gibt kein spezifisches Gegenmittel.

Eine subkutan injizierte Einmaldosis von 4,0 mg Ivermectin pro kg (das 20-fache der

normalen Menge) hat Ataxien und Depressionen verursacht.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT

VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN

ERFORDERLICH

Das Tierarzneimittel darf nicht in Oberflächengewässer gelangen, da es für Fische

und andere im Wasser lebende Organismen schädlich sein kann.

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammel-

stellen

abzugeben.

gemeinsamer

Entsorgung

Hausmüll

sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann.

Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt

werden.

GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE:

WEITERE ANGABEN

Inhalt:

Mehrdosis-Flaschen zu 50 ml, 250 ml und 500 ml.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Die Chanectin Injektion kann ohne nachteilige Auswirkungen gleichzeitig mit dem

Clostridien-Impfstoff verabreicht werden, jedoch an getrennten Injektionsstellen.

Verschreibungspflichtig

Fachinformation

in

Form

der

Zusammenfassung

der

Merkmale

des

Tierarzneimittels

1. Bezeichnung des Tierarzneimittels

:

Chanectin Injektion, 1%ige Injektionslösung für Rinder

Ivermectin

2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung:

1 ml Injektionslösung enthält:

Wirkstoff:

Ivermectin…………………………10 mg

Eine vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie unter

Abschnitt 6.1

3. Darreichungsform:

Injektionslösung

Klare, farblose Lösung.

4. Klinische Angaben:

4.1 Zieltierart(en):

Rind (Mastrind und nicht laktierende Kuh)

Chanectin Injektion für Rinder kann Tieren jeden Alters, einschließlich jungen

Kälbern, verabreicht werden.

4.2 Anwendungsgebiete:

Chanectin Injektion ist für die effektive Behandlung und Bekämpfung folgender

schädlicher Parasiten bei Rindern indiziert:

Magen-Darm-Spulwürmer :

Ostertagia spp. (einschließlich gehemmte O. ostertagi (geschlechtsreife Würmer

und Larven im 4. Stadium)),

Haemonchus placei (geschlechtsreife Würmer und Larven im 4. Stadium),

Trichostrongylus spp. (geschlechtsreife Würmer und Larven im 4. Stadium),

Cooperia spp., (geschlechtsreife Würmer und Larven im 4. Stadium)

Nematodirus spp. (geschlechtsreife Würmer)),

Lungenwürmer (geschlechtsreife Würmer und Larven im vierten Stadium):

Dictyocaulus viviparus.

Dasselfliegen (parasitäres Stadium):

Hypderma spp.

Räudemilben:

Psoroptes bovis,

Scarcoptes scabiei var. bovis.

Saugende Läuse:

Linognathus vituli,

Haematopinus eurysternus.

Langzeitwirkung

Die Verabreichung der empfohlenen Dosierung verhindert eine erneute Infektion

mit Haemonchus placei und Cooperia spp. bis zu 14 Tage nach der Behandlung,

Ostertagia ostertagi

bis zu 21 Tage nach der Behandlung und mit

Dictyocaulus viviparus bis zu 28 Tage nach der Behandlung.

Um einen optimalen, fortbestehenden Schutz durch das Tierarzneimittel bei

weidenden Tieren zu erreichen, wird empfohlen, die in ihrer ersten Weidesaison

gemeinsam gehaltenen Kälber 3, 8 und 13 Wochen nach dem Weideauftrieb

einer Behandlung zu unterziehen. Dies kann die Tiere während der gesamten

Weidezeit

Parasiten

hervorgerufenen

Magen-Darm-

Lungenwürmerinfektionen

schützen,

vorausgesetzt,

dass

zuvor

gemeinsam gehaltene Gruppe einer Behandlung unterzogen wurden und keine

zusätzlichen, unbehandelten Rinder Zugang zur Weide haben.

Behandelte Kälber sollten nach den guten Praktiken in der Tierhaltung einer

ständigen Beobachtung unterliegen.

4.3 Gegenanzeigen:

Nicht intravenös oder intramuskulär verabreichen.

Nicht in Fällen bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff

verwenden.

Katzen und Hunde dürfen nicht mit dem Tierarzneimittel behandelt werden, da

bei diesen Tierarten schwerwiegende Nebenwirkungen ausgelöst werden

können.

Das Tierarzneimittel darf nicht bei Milchkühen, deren Milch für den menschlichen

Verzehr bestimmt ist, während der Laktation oder der Trockenstehphase

angewendet werden.

Bei trächtigen Färsen darf es 60 Tage vor dem Kalben nicht mehr angewendet

werden.

4.4 Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart:

Keine Angaben.

4.5 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung:

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:

Zur Vermeidung von Sekundärreaktionen durch abgestorbene Hypoderma-

Larven im Ösophagus oder in der Wirbelsäule wird empfohlen, das

Tierarzneimittel am Ende der aktiven Phase der Dasselfliegen zu verabreichen,

bevor die Larven ihre Ruheplätze erreicht haben. Erkundigen Sie sich bei Ihrem

Tierarzt nach dem richtigen Zeitpunkt für die Behandlung.

Chanectin Injektion wurde ausschließlich für die Anwendung bei Rindern

entwickelt. Es sollte nicht anderen Tierarten verabreicht werden, da bei diesen

schwerwiegende Nebenwirkungen ausgelöst werden können.

Fälle von

Unverträglichkeit mit lethalem Ausgang

wurden für Hunde,

insbesondere für Collies, alte Englische Schäferhunde und verwandte Rassen

oder Kreuzungen, sowie auch für Schildkröten berichtet.

Bei häufiger, wiederholter Anwendung von Anthelmintika dieser Substanz-gruppe

kann sich Parasitenresistenz entwickeln. Es ist daher wichtig, dass die korrekte

Dosis verabreicht wird, um das Risiko einer Resistenzbildung zu minimieren.

Das Körpergewicht sollte vor Berechnung der erforderlichen Dosierung so genau

wie möglich bestimmt werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Das Tierarzneimittel

sollte mit Vorsicht

gehandhabt

werden, um eine

Selbstinjektion zu vermeiden. Eine versehentliche Selbstinjektion kann am

Injektionsort Schmerzen und eine lokale Reizung hervorrufen.

Im Falle einer versehentlichen Selbstinjektion sollte sofort ärztlicher Rat

eingeholt werden, wobei Gebrauchsinformation bzw. Etikett vorzulegen sind.

Während der Handhabung des Tierarzneimittels nicht rauchen oder essen. Nach

Verabreichung die Hände waschen.

4.6 Nebenwirkungen:

Vereinzelt wurden nach subkutaner Verabreichung an der Injektionsstelle

vorübergehende

Befindlichkeitsstörungen

Bindegewebsschwellungen

beobachtet. Diese Reaktionen verschwanden ohne Behandlung innerhalb von

28 Tagen.

Das Auftreten von Nebenwirkungen nach der Anwendung von Chanectin

Injektion

sollte

Bundesamt

für

Verbraucherschutz

Lebensmittelsicherheit, Mauerstraße 39 - 42, 10117 Berlin oder dem

pharmazeutischen Unternehmer mitgeteilt werden.

Meldebögen

können

kostenlos

unter

o.g.

Adresse

oder

E-Mail

(uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit

der elektronischen Meldung (Online-Formular auf der Internet-Seite http://vet-

uaw.de).

4.7 Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode

Chanectin Injektion kann bei Mastrindern in jedem Stadium einer Trächtigkeit oder

Laktation angewendet werden, vorausgesetzt, die Milch ist nicht für den

menschlichen Verzehr bestimmt.

Das Tierarzneimittel darf nicht bei Milchkühen, deren Milch für den menschlichen

Verzehr bestimmt ist, während der Laktation oder der Trockenstehphase

angewendet werden.Bei trächtigen Färsen darf es 60 Tage vor dem Abkalben

nicht mehr angewendet werden.

4.8 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:

Das Tierarzneimittel kann ohne nachteilige Auswirkungen gleichzeitig mit dem

Clostridien-Impfstoff verabreicht werden, jedoch an getrennten Injektionsstellen.

4.9 Dosierung und Art der Anwendung

1 ml enthält 10 mg Ivermectin. Diese Menge reicht für die Behandlung von

Rindern mit einem Körpergewicht von 50 kg aus. Die Injektionsstelle soll nach

der Verabreichung des Tierarzneimittels massiert werden. Nassen oder

schmutzigen Tieren dürfen keine Injektionen verabreicht werden.

Chanectin Injektion darf nur subkutan in der empfohlenen Dosisstärke von 200

µg Ivermectin pro kg Körpergewicht in die lockere Haut vor oder hinter dem

Schulterblatt des Rindes verabreicht werden. Dies entspricht 1 ml pro 50 kg

Körpergewicht. Das pro Injektionsstelle verabreichte Volumen darf 10 ml nicht

überschreiten.

4.10

Überdosierung

(Symptome,

Notfallmaßnahmen

Gegenmittel),

falls

erforderlich:

Es gibt kein spezifisches Gegenmittel.

Eine subkutan injizierte Einmaldosis von 4,0 mg Ivermectin pro kg (das 20-fache

der normalen Menge) hat Ataxien und Depressionen verursacht.

4.11 Wartezeit(en):

Rind:

Essbare Gewebe:

49 Tage

Nicht bei laktierenden und trockenstehenden Milchkühen anwenden, deren Milch

für den menschlichen Verzehr bestimmt ist. Nicht bei tragenden Färsen

innerhalb von 60 Tagen vor dem Abkalbetermin anwenden.

5. Pharmakologische Eigenschaften:

Pharmakotherapeutische Gruppe:

Antiparasitaria, Insektizide und Repellents,

Endektozide

ATC vet-Code:

QP54AA01

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften:

Ivermectin gehört zur Gruppe der Avermectine. Ivermectin gehört zu der

makrozyklischen

Lacton-Gruppe

Endektozide,

eine

einzigartige

Wirkungsweise aufweisen. Die Verbindungen dieser Gruppe binden sich selektiv

und mit hoher Affinität an Glutamat-gesteuerte Chloridionenkanäle, die in

Nerven- und Muskelzellen von wirbellosen Tieren vorkommen. Dies führt zu

einer Erhöhung der Durchlässigkeit der Zellmembran für Chlorid-Ionen mit

Hyperpolarisation der Nerven- bzw. Muskelzellen, was zur Lähmung und zum

Tod der Parasiten führt. Verbindungen dieser Art können ebenfalls mit anderen

Liganden-gesteuerten

Chloridionenkanälen

reagieren,

Beispiel

denjenigen, die vom Neurotransmitter Gamma-Aminobuttersäure (GABA)

gesteuert werden.

Sicherheitsspanne

für

Verbindungen

dieser

Gruppe

darauf

zurückzuführen,

dass

Säugetiere

über

keine

Glutamat-gesteuerten

Chloridionenkanäle verfügen, makrozyklische Lactone eine geringe Affinität für

andere Liganden-gesteuerte Chloridionenkanäle von Säugetieren aufweisen und

nicht ohne weiteres die Blut-Hirn-Schranke passieren.

5.2 Angaben zur Pharmakokinetik:

Mit einer Dosis von 0,2 mg Ivermectin pro kg Körpergewicht wird eine Cmax von

30 ng/ml in einer Tmax von 131 Stunden erreicht. Die Eliminationshalbwertszeit

beträgt 5,9 Tage. Ivermectin verteilt sich nachweislich in erster Linie im Plasma

(80%). Diese Verteilung zwischen Plasma und Blutzellen bleibt relativ konstant.

Etwa 1-2% der Dosis werden im Urin ausgeschieden, der Rest über die Fäzes.

60% werden als unveränderte Substanz ausgeschieden, der Rest in Form von

Metaboliten und Abbauprodukten. Der Hauptmetabolit bei Rindern ist 24-

Hydroxymethyl-H

und dessen Fettsäureester. Fast alle Metaboliten von

Ivermectin besitzen eine stärkere Polarität als die Muttersubstanz, und keiner

der Nebenmetaboliten macht mehr als 4% am Gesamtanteil aller Metaboliten

aus.

6. Pharmazeutische Angaben:

6.1 Verzeichnis der sonstigen Bestandteile:

Glycerol

(1,3-Dioxolan-4-yl)methanol – 1,3-Dioxan-5-ol - Gemisch (40:60) (= Glycerinformal)

6.2. Inkompatibilitäten:

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit:

Haltbarkeit des Tierarzneimittels im unversehrten Behältnis:

3 Jahre

Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen / Anbruch des Behältnisses:

28 Tage

6.4 Besondere Lagerungshinweise

Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen

erforderlich.

6.5 Art und Beschaffenheit des Behältnisses

Mehrdosis-Flaschen aus HD-Polyethylen à 50 ml, 250 ml und 500 ml, versiegelt

einem

Bromobutyl-Gummiverschluss

einfacher

Aluminium-

Verschlusskappe. Die Flaschen enthalten eine klare, farblose, sterile Lösung.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung nicht verwendeter

Tierarzneimittel oder bei der Anwendung entstehender Abfälle

Das Tierarzneimittel darf nicht in Oberflächengewässer gelangen, da es für

Fische und andere im Wasser lebende Organismen schädlich sein kann.

Nicht

aufgebrauchte Tierarzneimittel

sind

vorzugsweise

Schadstoff-

sammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist

sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen

kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation

entsorgt werden.

7. Zulassungsinhaber:

Chanelle Pharmaceuticals Manufacutring Limited

Dublin Road,

Loughrea,

Co.Galway, Irland

8. Zulassungsnummer:

400542.00.00

9. Datum der Zulassung/Verlängerung der Zulassung:

03.01.2002/25.08.2008

10. Stand der Information:

11. Verbot des Verkaufs, der Abgabe und/oder der Anwendung

Nicht zutreffend.

12. Verschreibungsstatus / Apothekenpflicht

Verschreibungspflichtig

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