Champix 1 mg Filmtabletten

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-02-2019

Fachinformation Fachinformation (SPC)

25-10-2018

Wirkstoff:
vareniclinum
Verfügbar ab:
Pfizer AG
ATC-Code:
N07BA03
INN (Internationale Bezeichnung):
vareniclinum
Darreichungsform:
Filmtabletten
Zusammensetzung:
vareniclinum 1 mg ut vareniclini tartras, color.: E 132, excipiens pro compresso obducto.
Klasse:
B
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Raucherentwöhnung
Zulassungsnummer:
57736
Berechtigungsdatum:
2006-12-21

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

23-10-2018

Fachinformation Fachinformation - Französisch

23-10-2018

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

01-02-2019

Fachinformation Fachinformation - Italienisch

01-02-2019

Champix®

Pfizer AG

Was ist Champix und wann wird es angewendet?

Champix ist ein Arzneimittel mit dem Wirkstoff Vareniclin, das als Unterstützung bei der

Raucherentwöhnung bei Erwachsenen angewendet wird.

Champix hilft Ihnen mit dem Rauchen aufzuhören, indem es das Verlangen nach einer Zigarette

vermindert und die Entzugssymptome mildert, die mit einer Raucherentwöhnung verbunden sind.

Es wird empfohlen, während der Behandlung nicht zu rauchen. Falls Sie es dennoch tun, kann

Champix den Genuss vermindern, den Sie beim Rauchen von Zigaretten verspüren.

Champix darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.

Wann darf Champix nicht angewendet werden?

Champix darf nicht angewendet werden, wenn Sie allergisch auf den Wirkstoff Vareniclin oder einen

der Hilfsstoffe sind (siehe «Was ist in Champix enthalten?»).

Wann ist bei der Einnahme von Champix Vorsicht geboten?

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin mit, wenn Sie an einer Erkrankung der Nieren leiden. Sie

benötigen möglicherweise eine geringere Dosis von Champix.

Bei einigen Personen wurden im Rahmen der Raucherentwöhnung - mit oder ohne Champix -

Depressionen oder Suizidgedanken, starke Unruhe oder Angstzustände beobachtet. Sollte dies bei

Ihnen auftreten, beenden Sie die Einnahme von Champix und kontaktieren Sie bitte umgehend Ihren

Arzt oder Ihre Ärztin. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auch, wenn Sie in der

Vergangenheit an einer psychiatrischen Erkrankung gelitten haben.

Wenn Sie die Einnahme von Champix beenden, kann dies vorübergehend zu erhöhter Reizbarkeit,

Verlangen zu rauchen, Depressionen und/oder Schlafstörungen führen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt

oder Ihrer Ärztin, falls dies bei Ihnen auftritt.

Es gibt Berichte über ein Neuauftreten oder eine Verschlechterung von Herz-Kreislauf-Beschwerden

bei Personen mit vorbestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer

Ärztin mit, wenn Sie während der Behandlung mit Champix eine Verschlechterung bestehender bzw.

neue Symptome dieser Erkrankungen bemerken. Wenn Sie Anzeichen einer Herzattacke oder eines

Schlaganfalls haben, benötigen Sie unverzüglich medizinische Hilfe. Rauchen ist ein

Hauptrisikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Es gibt Berichte über allergische Reaktionen nach Einnahme von Champix. Sie äussern sich durch

Schwellungen des Gesichts, des Mundes und des Halses, was zu Atemproblemen führen kann. Selten

können einige dieser Reaktionen lebensbedrohlich werden. Kontaktieren Sie bitte sofort Ihren Arzt

bzw. Ihre Ärztin, falls diese Symptome bei Ihnen auftreten und nehmen Sie Champix nicht mehr

weiter ein.

In seltenen Fällen wurde nach Einnahme von Champix über schwerwiegende Hautreaktionen

berichtet. Diese können sich als Hautausschlag, Schwellung, Rötung und Hautablösung äussern. In

Einzelfällen können diese Hautreaktionen lebensbedrohlich werden. Wenn Sie einen Ausschlag mit

Hautablösung oder Blasen im Mund feststellen, nehmen Sie Champix nicht mehr weiter ein und

kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt. bzw. Ihre Ärztin.

Es gibt vereinzelte Berichte über das Auftreten von Krampfanfällen bei Personen, die Champix

verwenden. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen diesen Ereignissen und Champix konnte nicht

hergestellt werden. Falls Sie Krampfanfälle in Ihrer Vorgeschichte erlitten haben, soll Champix

jedoch mit Vorsicht angewendet werden.

Vereinzelte Berichte weisen auf eine gesteigerte Rauschwirkung von Alkohol bei Personen hin, die

Champix verwenden. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen diesen Ereignissen und Champix

konnte jedoch nicht hergestellt werden.

Fahrtüchtigkeit und Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit, Werkzeuge oder

Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Da Champix Schwindelgefühle und Schläfrigkeit

verursachen kann, dürfen Sie nicht Autofahren oder andere Aktivitäten ausüben (z.B. Maschinen

bedienen), bei denen eine verminderte Aufmerksamkeit Sie selbst oder andere gefährdet, solange Sie

nicht wissen, ob dieses Arzneimittel Ihre Fähigkeit beeinträchtigt, solche Aktivitäten auszuüben.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Die Veränderungen in Ihrem Körper, die sich durch eine Raucherentwöhnung – mit oder ohne

Behandlung mit Champix – ergeben, können die Reaktion auf gleichzeitig eingenommene

Arzneimittel verändern. Deshalb kann in einigen Fällen eine Dosisanpassung notwendig sein. Zu

diesen Arzneimitteln gehören z.B. gewisse Blutverdünner, Insulin (zur Diabetes-Behandlung) und

Theophyllin (zur Behandlung von Atembeschwerden).

Die Sicherheit und der Nutzen von Champix in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur

Raucherentwöhnung wurden nicht untersucht. Es wird deshalb nicht empfohlen, Champix

gleichzeitig mit anderen Therapien zur Raucherentwöhnung anzuwenden.

Die Anwendung von Champix bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·in Ihrer Vorgeschichte Krampfanfälle erlitten haben,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Champix während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Bei der Anwendung während der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

Falls Sie schwanger sind oder es werden möchten, sollten Sie versuchen, mit dem Rauchen

aufzuhören. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, falls Sie eine Schwangerschaft planen.

Wenn Sie eine Behandlung mit Champix beginnen möchten, sollte diese möglichst beendet sein,

bevor Sie schwanger werden. Als Vorsichtsmassnahme sollte die Einnahme von Champix während

der Schwangerschaft vermieden werden.

Es ist nicht bekannt, ob Champix beim Menschen in die Muttermilch übergeht. Eine Einnahme von

Champix während der Stillzeit wird deshalb nicht empfohlen.

Fragen Sie vor der Einnahme aller Arzneimittel während der Stillzeit Ihren Arzt oder Apotheker

bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin um Rat.

Wie verwenden Sie Champix?

Ihre Chancen für eine erfolgreiche Entwöhnung sind dann am grössten, wenn Sie motiviert sind, mit

dem Rauchen aufzuhören. Ihr Arzt oder Ihr Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin kann

Ihnen Ratschläge, Unterstützung und weitere Informationen geben, um Ihnen bei einer erfolgreichen

Entwöhnung zu helfen.

Nehmen Sie Champix immer genau nach Anweisung des Arztes oder der Ärztin ein. Sprechen Sie

mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie unsicher sind.

Bevor Sie mit der Einnahme von Champix beginnen, sollten Sie in der Regel ein Datum in der

zweiten Behandlungswoche (zwischen Tag 8 und 14) festlegen, an welchem Sie mit dem Rauchen

aufhören. Wenn Sie sich innerhalb der ersten zwei Wochen nicht auf einen Termin für den

Rauchstopp festlegen wollen oder können, haben Sie die Möglichkeit, den Termin für den

Rauchstopp innerhalb von fünf Wochen nach Behandlungsbeginn zu setzen. Sie sollten dieses Datum

zur Erinnerung auf die Packung schreiben.

Üblicherweise wird Champix wie folgt dosiert:

1. Woche

1.-3. Tag:

1x täglich 1 weisse Filmtablette Champix 0.5 mg

4.-7. Tag:

2x täglich 1 weisse Filmtablette Champix 0.5 mg

2.-12. Woche

ab 8. Tag:

2x täglich 1 hellblaue Filmtablette Champix

1 mg

Für eine 2x tägliche Einnahme nehmen Sie morgens und abends je 1 Filmtablette ein, möglichst

immer zur gleichen Zeit. Champix kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Die

Tabletten sollten unzerkaut geschluckt werden. Ein Abbruch der Behandlung sollte nur in Absprache

mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin erfolgen.

Wenn Sie nach einer 12-wöchigen Behandlung mit dem Rauchen aufgehört haben, kann Ihnen Ihr

Arzt bzw. Ihre Ärztin empfehlen, die Behandlung über weitere 12 Wochen mit 2x täglich 1 mg

Champix fortzuführen, um Ihre Chancen auf einen langfristigen Rauchstopp zu erhöhen.

Eine schrittweise Aufgabe des Rauchens mithilfe von Champix kann in Betracht gezogen werden,

wenn Sie das Rauchen nicht abrupt aufgeben können oder wollen. In diesem Fall sollten Sie das

Rauchen während der ersten 12 Wochen der Behandlung mit Champix reduzieren und nach diesen

12 Wochen vollständig aufgeben. Anschliessend sollten Sie Champix für weitere 12 Wochen

einnehmen, was einer gesamten Behandlungsdauer von 24 Wochen entspricht.

Falls Sie das Rauchen mit einer früheren Behandlung mit Champix nicht aufgeben konnten oder

nach der Behandlung wieder mit Rauchen begonnen haben, können Sie nach Rücksprache mit Ihrem

Arzt oder Ihrer Ärztin eine erneute Behandlung mit Champix starten.

Sollten bei Ihnen Nebenwirkungen auftreten, die Sie übermässig beeinträchtigen, kann Ihr Arzt bzw.

Ihre Ärztin die Dosis vorübergehend oder dauerhaft verringern.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Champix bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren konnte

nicht nachgewiesen werden.

Wenn Sie mehr Champix Filmtabletten eingenommen haben, als vom Arzt bzw. der Ärztin verordnet

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin oder gehen Sie zur nächsten Notfallstation.

Nehmen Sie die Schachtel mit Champix Filmtabletten mit.

Wenn Sie vergessen haben, Champix einzunehmen

Nehmen Sie nicht 2 Dosen gleichzeitig ein, um eine vergessene nachzuholen. Es ist wichtig, dass Sie

Champix regelmässig und täglich zur ungefähr gleichen Zeit einnehmen. Wenn Sie eine Einnahme

vergessen haben, nehmen Sie die Dosis ein, sobald Sie es bemerken, ausser es ist bereits fast der

Zeitpunkt für die nächste Dosis. In diesem Fall nehmen Sie wie gewohnt nur die nächste Dosis ein.

Welche Nebenwirkungen kann Champix haben?

Wenn man mit dem Rauchen aufhört, können verschiedene Symptome auftreten, unabhängig, ob dies

mit oder ohne medikamentöse Unterstützung erfolgt. Diese können u.a. Stimmungsschwankungen

(wie Niedergeschlagenheit, Reizbarkeit, Frustration oder Ängstlichkeit), Schlaflosigkeit,

Konzentrationsstörungen, verlangsamten Herzschlag und verstärkten Appetit oder Gewichtszunahme

einschliessen.

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Champix auftreten:

Sehr häufig (können bei mehr als 1 von 10 Personen auftreten): Entzündung des Nasen-Rachen-

Raumes, Schlaflosigkeit (einschliesslich Einschlafstörung, Durchschlafstörung oder vorzeitiges

Erwachen), abnorme Träume (einschliesslich Alpträume), Kopfschmerzen, Übelkeit.

Häufig (können bei 1 bis 10 von 100 Personen auftreten): Entzündung der Nasennebenhöhlen,

Bronchitis, gesteigerter oder verminderter Appetit, Gewichtszunahme, Schwindel,

Geschmacksstörung, Schläfrigkeit, Husten, Atemnot (Kurzatmigkeit), Bauchschmerzen

(einschliesslich Ober- und Unterbauchschmerzen), Spannungen in der Bauchregion, Verstopfung,

Blähungen, Durchfall, Verdauungsbeschwerden, Erbrechen, Mundtrockenheit, Zahnschmerzen,

Sodbrennen, Hautausschlag, Juckreiz, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen,

Müdigkeit, Schmerzen im Brustkorb.

Gelegentlich (können bei 1 bis 10 von 1'000 Personen auftreten): Virusinfektion, Pilzinfektion,

Ruhelosigkeit, Veränderung des Sexualverlangens, Panikgefühle, Stimmungsschwankung,

Denkstörung, Depression, Angstzustände, Halluzinationen, Lethargie, verminderte Empfindlichkeit

der Haut für Berührungsreize, Zittern, Krampfanfall, Bindehautentzündung, Augenschmerzen,

Ohrgeräusche (Tinnitus), Herzklopfen, Schmerz in der Brust (mit Beklemmungsgefühl, Brennen

oder Druck, welcher auch auf andere Körperteile ausstrahlen kann), Herzrasen, Erhöhung der

Herzfrequenz, Hitzewallung, erhöhter Blutdruck, verstopfte Nasennebenhöhlen, laufende Nase,

Reizung im Hals, allergischer Schnupfen, Entzündung der oberen Luftwege, Stimmstörung (Stimme

kann heiser, rau, belegt oder behaucht sein), Entzündung der Magenschleimhaut, Aufstossen, Blut im

Stuhl, Entzündung der Mundschleimhaut, Zahnfleischschmerzen, Veränderung der

Stuhlgewohnheiten, übermässiges oder nächtliches Schwitzen, Akne, Hautrötung, Muskelkrämpfe,

Brustkorbschmerzen oder –beschwerden, vermehrtes oder nächtliches Wasserlassen, verstärkte oder

zu lange anhaltende Menstruationsblutung, Fieber, Schwächegefühl, Unwohlsein, grippeähnliche

Erkrankung, Zyste, Kältegefühl, abnormes Sperma.

Selten (können bei 1 bis 10 von 10'000 Personen auftreten): Durstgefühl, Verlangsamung der

geistigen Funktionen, Gereiztheit/Verstimmung, verminderte Geschmacksempfindung, Schlaganfall

(mit möglichen Symptomen wie Gefühllosigkeit in unterschiedlichsten Körperregionen,

Lähmungserscheinungen an Arm, Gesicht oder Bein [besonders halbseitig], plötzliche Sehschwäche,

einseitiger Sehverlust, halbseitige Gesichtsfeldausfälle, Hörverlust, erschwertes Sprechen,

Benommenheit, Schwindel, Gleichgewichtsstörung, plötzliche und starke Kopfschmerzen, plötzliche

Übelkeit, Fieber), Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus, erhöhte Muskelspannung, Sprechstörung,

Koordinationsstörung, verstärkter Tränenfluss, Kurzsichtigkeit, Lichtempfindlichkeit, erweiterte

Pupillen, Verfärbung des Augenweisses, eingeschränktes Gesichtsfeld, Herzrhythmusstörung

(unregelmässiger Herzschlag), Halsschmerzen, Schnarchen, abnormaler Stuhl, belegte Zunge,

Erbrechen von Blut, Gelenksteifigkeit, ungewöhnlich erhöhte Urinausscheidung, vaginaler Ausfluss,

Störungen der sexuellen Funktionen und Reaktionen.

Mit unbekannter Häufigkeit wurde über Suizidgedanken, psychotische Störungen, Aggression und

Verhaltensstörung berichtet.

Es gab auch Berichte über allergische Reaktionen, einschliesslich Schwellungen im Gesicht, der

Lippen und der Zunge sowie über schwere Hautreaktionen. Diese Reaktionen können

lebensbedrohlich sein. Wenn Sie Schwellungen des Gesichts, Mundes oder Halses bemerken, oder

wenn ein Hautauschlag mit Hautablösung oder Blasen im Mund auftreten, nehmen Sie Champix

nicht mehr weiter ein und kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin (siehe auch «Wann ist

bei der Einnahme von Champix Vorsicht geboten?»).

Rauchen ist einer der Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nach der

Markteinführung wurden Fälle von Herzinfarkt berichtet. Ein ursächlicher Zusammenhang mit

Champix konnte jedoch nicht hergestellt werden.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie sich niedergeschlagen fühlen, gesteigerten

Bewegungsdrang verspüren oder Suizidgedanken haben. Solche Symptome wurden bei Patienten

beobachtet, die mit oder ohne Champix versucht haben, mit dem Rauchen aufzuhören. Obwohl kein

ursächlicher Zusammenhang zwischen derartigen Symptomen und der Anwendung von Champix

besteht, sollten Sie bei deren Auftreten eine Fachperson kontaktieren.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen auftritt

und/oder Sie erheblich beeinträchtigt.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Nicht über 25 °C und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Champix enthalten?

1 Filmtablette enthält als Wirkstoff entweder 0.5 mg oder 1 mg Vareniclin (als Tartrat) sowie die

Hilfsstoffe mikrokristalline Cellulose, Calciumhydrogenphosphatdihydrat, Croscarmellose-Natrium,

hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat, Hypromellose, Titandioxid (E171), Macrogol und

Triacetin. Die Champix 1 mg Filmtabletten enthalten zusätzlich den Farbstoff Indigocarmin (E132).

Die Filmtabletten zu 0.5 mg sind weiss, kapselförmig, beidseitig nach aussen gewölbt, auf der einen

Seite mit «Pfizer» und auf der anderen Seite mit «CHX 0.5» geprägt.

Die Filmtabletten zu 1 mg sind hellblau, kapselförmig, beidseitig nach aussen gewölbt, auf der einen

Seite mit «Pfizer» und auf der anderen Seite mit «CHX 1.0» geprägt.

Zulassungsnummer

57736 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Champix? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Champix Initialpackung für die ersten 4 Wochen: 11 weisse Filmtabletten zu 0.5 mg und 42

hellblaue Filmtabletten zu 1 mg.

Champix 0.5 mg: 56 weisse Filmtabletten.

Champix 1 mg: 56 oder 112 hellblaue Filmtabletten.

Zulassungsinhaberin

Pfizer AG, Zürich.

Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2019 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

PIL V021

Fachinformation

Champix®

Pfizer AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Vareniclinum ut vareniclini tartras.

Hilfsstoffe

Tablettenkern 0.5 mg/1 mg: Cellulosum microcristallinum, Calcii hydrogenophosphas anhydricus,

Carmellosum natricum conexum, Silica colloidalis anhydrica, Magnesii stearas.

Filmüberzug 0.5 mg: Hypromellosum, Macrogola, Triacetinum, Color.: Titanii dioxidum (E171).

Filmüberzug 1 mg: Hypromellosum, Triacetinum, Macrogola, Color.: Titanii dioxidum (E171),

Indigotinum (E132).

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Filmtabletten zu 0.5 mg oder 1 mg Vareniclinum (als Tartrat).

0.5 mg Filmtabletten: Weisse, kapselförmige, bikonvexe Filmtabletten, geprägt mit «Pfizer» auf der

einen Seite und «CHX 0.5» auf der anderen Seite.

1 mg Filmtabletten: Hellblaue, kapselförmige, bikonvexe Filmtabletten, geprägt mit «Pfizer» auf der

einen Seite und «CHX 1.0» auf der anderen Seite.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Champix wird angewendet zur Raucherentwöhnung bei Erwachsenen.

Dosierung/Anwendung

Die Erfolgsaussichten von Therapien zur Raucherentwöhnung sind grösser bei denjenigen Patienten,

die motiviert sind aufzuhören und die zusätzliche Beratung und Unterstützung erhalten.

Die empfohlene Dosierung von Champix beträgt 1 mg 2-mal täglich nach einer 1-wöchigen

Titrationsphase gemäss folgendem Schema:

Tage 1-3:

1× tgl. 0.5 mg

Tage 4-7:

2× tgl. 0.5 mg

Tag 8–Ende der Behandlung:

2× tgl. 1 mg

Die Tabletten sollen unzerkaut mit Wasser geschluckt werden. Champix kann unabhängig von den

Mahlzeiten eingenommen werden.

Der Patient sollte ein Datum festlegen, an welchem er mit dem Rauchen aufhört. Die Behandlung mit

Champix sollte in der Regel 1-2 Wochen vor diesem Datum beginnen (siehe

«Eigenschaften/Wirkungen»).

Die Patienten sollten während 12 Wochen mit Vareniclin behandelt werden. Für Patienten, welche

nach 12 Wochen erfolgreich mit dem Rauchen aufgehört haben, wird ein weiterer 12-wöchiger

Behandlungszyklus mit 2-mal täglich 1 mg empfohlen, um die Chancen für eine langfristige

Abstinenz zu erhöhen.

Eine schrittweise Aufgabe des Rauchens mithilfe von Champix sollte für Patienten in Betracht

gezogen werden, die das Rauchen nicht abrupt aufgeben können oder wollen. Diese Patienten sollten

das Rauchen während der ersten 12 Wochen der Behandlung reduzieren und es nach dieser

Behandlungsphase vollständig aufgeben. Die Patienten sollten Champix anschliessend für weitere 12

Wochen einnehmen, was einer gesamten Behandlungsdauer von 24 Wochen entspricht (siehe

«Eigenschaften/Wirkungen - Schrittweise Aufgabe des Rauchens»).

Patienten, die mit dem Rauchen aufhören möchten und die das Rauchen während einer früheren

Therapie mit Champix nicht aufgeben konnten oder die nach der Behandlung wieder mit Rauchen

begonnen haben, sollen dazu ermutigt werden, zur Raucherentwöhnung eine erneute Behandlung mit

Champix zu starten (siehe «Eigenschaften/Wirkungen - Studie mit Personen, die erneut mit Champix

behandelt wurden»).

Bei Patienten, bei denen die Nebenwirkungen von Champix nicht tolerierbar sind, kann die Dosis

vorübergehend oder dauerhaft auf 2-mal täglich 0.5 mg reduziert werden.

Ein Ausschleichen der Dosierung von Champix am Ende der Behandlung ist in der Regel nicht

notwendig (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei Patienten mit leichter (geschätzte Kreatinin-Clearance >50 ml/min und ≤80 ml/min) bis

mittelschwerer (geschätzte Kreatinin-Clearance ≥30 ml/min und ≤50 ml/min) Niereninsuffizienz ist

keine Dosisanpassung notwendig.

Bei Patienten mit schwerer (geschätzte Kreatinin-Clearance <30 ml/min) Niereninsuffizienz beträgt

die empfohlene Dosis 1 mg 1-mal täglich. Die Dosierung sollte während den ersten drei Tagen

0.5 mg 1-mal täglich betragen und dann auf 1 mg 1-mal täglich erhöht werden (siehe

«Pharmakokinetik spezieller Patientengruppen»).

Aufgrund ungenügender klinischer Erfahrung mit Champix bei Patienten mit terminaler

Niereninsuffizienz wird eine Behandlung dieser Patientenpopulation nicht empfohlen (siehe

«Pharmakokinetik spezieller Patientengruppen»).

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist keine Dosisanpassung notwendig (siehe

«Pharmakokinetik spezieller Patientengruppen»).

Dosierung bei älteren Patienten

Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung notwendig (siehe «Pharmakokinetik spezieller

Patientengruppen»). Da die Wahrscheinlichkeit einer eingeschränkten Nierenfunktion bei älteren

Patienten erhöht ist, sollte der verschreibende Arzt den Nierenstatus bei älteren Patienten beachten.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Champix bei pädiatrischen Patienten wurde nicht

nachgewiesen. Deshalb wird Champix nicht zur Anwendung bei Patienten unter 18 Jahren

empfohlen (siehe «Pharmakokinetik»).

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe (siehe

«Zusammensetzung»).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Effekt der Raucherentwöhnung

Die physiologischen Veränderungen aufgrund einer Raucherentwöhnung, mit oder ohne Behandlung

mit Champix, können die Pharmakokinetik oder Pharmakodynamik von einigen Arzneimitteln

beeinflussen, für welche eine Dosisanpassung notwendig sein könnte (z.B. Theophyllin,

Acenocoumarol, Phenprocoumon und Insulin).

Da das Rauchen CYP1A2 induziert, kann die Raucherentwöhnung zu einer Erhöhung der

Plasmakonzentrationen von CYP1A2-Substraten führen.

Es gibt keine klinischen Erfahrungen mit Champix bei Epilepsie-Patienten.

Bei Behandlungsende war das Absetzen von Champix bei bis zu 3% der Patienten verbunden mit

einer Zunahme von Reizbarkeit, Verlangen zu rauchen, Depression und/oder Schlaflosigkeit. Die

verschreibende Fachperson sollte den Patienten entsprechend informieren und die Notwendigkeit für

ein Ausschleichen der Dosierung erwägen.

Neuropsychiatrische Symptome

Nach Markteinführung wurde bei Patienten, die mit Hilfe von Champix das Rauchen aufgeben

wollten, über Verhaltensänderungen, Denkstörungen, Angstzustände, Psychosen,

Stimmungsschwankungen, Aggressivität, Depressionen, suizidales Verhalten sowie Suizidgedanken

und -versuche berichtet.

In einer gross angelegten randomisierten, doppelblinden, aktiv- und Placebo-kontrollierten Studie

wurde das Risiko schwerwiegender neuropsychiatrischer Ereignisse bei Patienten mit und ohne

psychiatrische Vorerkrankungen verglichen, die zur Raucherentwöhnung mit Vareniclin, Bupropion,

Nikotinersatztherapie (NRT) in Form von Pflastern oder Placebo behandelt wurden. Der primäre

Sicherheitsendpunkt war eine Kombination aus unerwünschten neuropsychiatrischen Ereignissen, die

aus Praxiserfahrungen nach der Markteinführung berichtet wurden.

Die Anwendung von Vareniclin bei Patienten, sowohl mit als auch ohne psychiatrische

Vorerkrankungen, war im Vergleich zu Placebo nicht mit einem erhöhten Risiko unerwünschter

neuropsychiatrischer Ereignisse als zusammengesetztem primären Endpunkt verbunden (siehe

«Eigenschaften/Wirkungen – Neuropsychiatrische Sicherheitsstudie bei Patienten mit oder ohne

psychiatrische Erkrankungen in der Vorgeschichte»).

Eine depressive Stimmungslage, selten verbunden mit Suizidgedanken und Suizidversuch, kann ein

Symptom des Nikotinentzugs sein.

Ärzte sollten sich bewusst sein, dass bei Patienten, die versuchen, mit oder ohne Behandlung das

Rauchen aufzugeben, möglicherweise schwere neuropsychiatrische Symptome auftreten können.

Falls unter der Behandlung mit Vareniclin schwere neuropsychiatrische Symptome auftreten, sollen

die Patienten die Einnahme von Vareniclin sofort beenden und einen Arzt aufsuchen, der eine

erneute Abwägung der Behandlungsmöglichkeiten vornehmen muss.

Psychiatrische Vorerkrankungen

Eine Raucherentwöhnung mit oder ohne Arzneimitteltherapie wurde mit einer Verschlechterung von

psychiatrischen Grunderkrankungen (z.B. Depressionen) in Verbindung gebracht.

Aus Raucherentwöhnungsstudien mit Champix liegen Daten zu Patienten mit psychiatrischen

Vorerkrankungen vor (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).

In einer klinischen Raucherentwöhnungsstudie wurden unabhängig von der Behandlung

unerwünschte neuropsychiatrische Ereignisse häufiger bei Patienten mit einer psychiatrischen

Vorerkrankung berichtet als bei Patienten ohne eine solche Vorerkrankung (siehe

«Eigenschaften/Wirkungen – Neuropsychiatrische Sicherheitsstudie bei Patienten mit oder ohne

psychiatrische Erkrankungen in der Vorgeschichte»).

Bei Patienten mit einer psychiatrischen Vorerkrankung ist Vorsicht geboten und die Patienten sollten

entsprechend beraten werden.

Krampfanfälle

In klinischen Studien und nach Markteinführung wurde über Krampfanfälle bei Vareniclin-Patienten

mit oder ohne solche Ereignisse in der Vorgeschichte berichtet. Ein Kausalzusammenhang zwischen

diesen Ereignissen und der Anwendung von Vareniclin konnte nicht hergestellt werden. Vareniclin

sollte jedoch bei Patienten mit Krampfanfällen in der Vorgeschichte oder bei Zuständen, welche

potenziell die Schwelle für Krampfanfälle herabsetzen, mit Vorsicht angewendet werden.

Kardiovaskuläre Ereignisse

In einer Studie zur Raucherentwöhnung bei Patienten mit stabiler kardiovaskulärer Erkrankung und

in einer Metaanalyse von 15 klinischen Studien, wurde bei Patienten unter Behandlung mit Champix,

im Vergleich zu Placebo häufiger über gewisse kardiovaskuläre Ereignisse berichtet (wie z.B. nicht-

tödliche Herzinfarkte, siehe «Eigenschaften/Wirkungen – Klinische Wirksamkeit und Sicherheit»).

Es konnte kein kausaler Zusammenhang zwischen diesen kardiovaskulären Ereignissen und

Champix nachgewiesen werden, ein Zusammenhang kann aber nicht gänzlich ausgeschlossen

werden. In einer grossen Raucherentwöhnungsstudie zur kardiovaskulären Sicherheit bei Patienten

mit oder ohne psychiatrische Vorerkrankungen, wurden schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse

(kardiovaskulär bedingter Tod, nicht-tödlicher Myokardinfarkt, nicht-tödlicher Schlaganfall) bei

Patienten unter Behandlung mit Champix weniger häufig berichtet als bei jenen unter Placebo. In

diesen Studien waren schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse allgemein selten. Die

Gesamtmortalität und die kardiovaskulär bedingte Mortalität war bei Patienten, die mit Vareniclin

behandelt wurden, geringer als in der Placebo-Gruppe.

Patienten sollten angewiesen werden, neue oder sich verschlechternde kardiovaskuläre Symptome zu

melden und bei Symptomen eines Myokardinfarktes oder Schlaganfalls unverzüglich medizinische

Hilfe in Anspruch zu nehmen. Rauchen ist ein unabhängiger und bedeutender Risikofaktor für

kardiovaskuläre Erkrankungen (siehe «Eigenschaften/Wirkungen – Personen mit kardiovaskulären

Erkrankungen - Studie zur Beurteilung der kardiovaskulären Sicherheit»).

Überempfindlichkeitsreaktionen

Bei Patienten, die mit Champix behandelt wurden, gab es Post-Marketing-Berichte über

Überempfindlichkeitsreaktionen, einschliesslich Angioödeme. Die klinischen Symptome

beinhalteten Schwellungen des Gesichts, des Mundes (Zunge, Lippen, Zahnfleisch), des Halses

(Rachen, Kehlkopf) und der Extremitäten. In seltenen Fällen gab es Berichte über lebensbedrohliche

Angioödeme, welche aufgrund der respiratorischen Beeinträchtigung eine dringende medizinische

Versorgung erforderten. Falls solche Symptome auftreten, sollte der Patient die Therapie mit

Champix abbrechen und sofort den Arzt kontaktieren.

Hautreaktionen

Bei Patienten, die Champix einnahmen, gab es auch Post-Marketing-Berichte von seltenen aber

schwerwiegenden Hautreaktionen, einschliesslich Stevens-Johnson-Syndrom und Erythema

Multiforme. Da diese Hautreaktionen lebensbedrohlich sein können, muss der Patient die Therapie

beim ersten Anzeichen eines Ausschlags oder einer Hautreaktion abbrechen und sofort den Arzt

kontaktieren.

Interaktionen

Basierend auf den Eigenschaften von Vareniclin und den vorliegenden klinischen Erfahrungen sind

für Champix keine klinisch bedeutsamen Arzneimittelinteraktionen bekannt. Bei gleichzeitiger

Verabreichung wird keine Dosisanpassung für Vareniclin oder eines der nachfolgend aufgelisteten

Arzneimitteln empfohlen.

In vitro Studien haben gezeigt, dass Vareniclin Tartrat Cytochrom-P450-Enzyme nicht hemmt (IC50

>6400 ng/ml). Die folgenden P450-Enzyme wurden in Bezug auf eine Hemmung getestet: 1A2, 2A6,

2B6, 2C8, 2C9, 2C19, 2D6, 2E1 und 3A4/5. Zudem bewirkte Vareniclin Tartrat in in vitro

Experimenten mit menschlichen Hepatozyten keine Induktion der Aktivität der Cytochrom-P450-

Enzyme 1A2 und 3A4. Deshalb ist es unwahrscheinlich, dass Vareniclin Tartrat die Pharmakokinetik

von Substanzen beeinflusst, die primär durch Cytochrom-P450-Enzyme metabolisiert werden.

In vitro Studien zeigten, dass Vareniclin Tartrat in therapeutischen Konzentrationen die renalen

Transportproteine beim Menschen nicht hemmt. Deshalb ist es unwahrscheinlich, dass Arzneimittel,

welche durch renale Sekretion ausgeschieden werden (z.B. Metformin – siehe unten), durch

Vareniclin Tartrat beeinflusst werden.

In vitro Studien haben gezeigt, dass die aktive renale Sekretion von Vareniclin über den humanen

Transporter für organischen Kationen (OCT2) erfolgt. Die gleichzeitige Verabreichung eines OCT2-

Inhibitors erfordert keine Dosisanpassung von Champix, da nicht erwartet wird, dass die Erhöhung

der systemischen Vareniclin-Exposition eine klinische Bedeutung hat (siehe Interaktion mit

Cimetidin). Da die Metabolisierung von Vareniclin weniger als 10% der Clearance ausmacht, ist es

unwahrscheinlich, dass Arzneimittel, welche das Cytochrom-P450-System beeinflussen, die

Pharmakokinetik von Vareniclin verändern (siehe «Pharmakokinetik»). Es ist deshalb nicht nötig, die

Dosierung von Champix anzupassen.

Metformin: Vareniclin Tartrat (2× tgl. 1 mg) hatte keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von

Metformin (2× tgl. 500 mg), einem Substrat von OCT2. Metformin beeinflusste die Pharmakokinetik

von Vareniclin nicht.

Cimetidin: Die gleichzeitige Verabreichung von Vareniclin (2 mg als Einmalgabe) mit dem OCT2-

Inhibitor Cimetidin (4× tgl. 300 mg) führte aufgrund einer Erniedrigung der renalen Vareniclin-

Clearance zu einer Erhöhung der systemischen Vareniclin-Exposition um 29%. Eine Dosisanpassung

bei gleichzeitiger Gabe mit Cimetidin wird bei Personen mit normaler Nierenfunktion bzw. leichter

bis mässiger Einschränkung der Nierenfunktion nicht empfohlen. Bei Patienten mit schwerer

Einschränkung der Nierenfunktion sollte die gleichzeitige Gabe von Cimetidin und Vareniclin

unterbleiben.

Digoxin: Vareniclin Tartrat (2× tgl. 1 mg) führte zu keiner Veränderung der Steady-State

Pharmakokinetik von Digoxin (0.25 mg/d).

Warfarin: Vareniclin Tartrat (2× tgl. 1 mg) veränderte die Pharmakokinetik von (R,S)-Warfarin

(25 mg als Einmalgabe) nicht. Die Prothrombinzeit (INR) wurde durch Vareniclin Tartrat nicht

beeinflusst. Die Rauchentwöhnung selbst kann zu einer Veränderung der Pharmakokinetik von

Warfarin führen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Alkohol: Zu möglichen Interaktionen zwischen Alkohol und Vareniclin gibt es nur begrenzte

klinische Daten. Nach Markteinführung wurde über Fälle mit gesteigerter Rauschwirkung von

Alkohol bei Vareniclin-Patienten berichtet; ein Kausalzusammenhang zwischen diesen Ereignissen

und der Anwendung von Vareniclin konnte nicht hergestellt werden.

Anwendung mit anderen Therapien zur Raucherentwöhnung

Bupropion: Vareniclin Tartrat (2× tgl. 1 mg) veränderte die Steady-State Pharmakokinetik von

Bupropion (2× tgl. 150 mg) nicht.

Nikotinersatztherapie (NRT): Bei Rauchern führte die gleichzeitige Anwendung von Vareniclin (2×

tgl. 1 mg) mit einer NRT (transdermal 21 mg/d) während 12 Tagen zu einer statistisch signifikanten

Abnahme des durchschnittlichen systolischen Blutdrucks (im Mittel 2.6 mmHg; gemessen am letzten

Tag der Studie). In dieser Studie traten Nausea, Kopfschmerzen, Erbrechen, Schwindel, Dyspepsie

und Müdigkeit häufiger unter der Kombinationstherapie als unter einer NRT alleine auf.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Champix in Kombination mit anderen Therapien zur

Raucherentwöhnung wurde nicht untersucht.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Die bei schwangeren Frauen in beschränktem Umfang vorliegenden Daten (zwischen 300 und 1000

Schwangerschaftsverläufe) deuteten nicht auf Fehlbildungen oder eine fetale/neonatale Toxizität von

Vareniclin hin (siehe «Eigenschaften/Wirkungen – Schwangerschafts-Kohortenstudie»).

Tierexperimentelle Studien zeigten reproduktive Toxizität (siehe «Präklinische Daten»). Als

Vorsichtsmassnahme sollte die Einnahme von Vareniclin während der Schwangerschaft vermieden

werden (siehe «Eigenschaften/Wirkungen – Schwangerschafts-Kohortenstudie»).

Bei der Anwendung während der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

Frauen im gebärfähigen Alter

Wenn eine Arzneimitteltherapie begonnen wurde, sollte die Behandlung zeitlich so festgelegt

werden, dass sie zum Zeitpunkt der Konzeption abgeschlossen ist.

Stillzeit

Tierstudien weisen darauf hin, dass Vareniclin in die Muttermilch ausgeschieden wird. Es ist nicht

bekannt, ob Vareniclin beim Menschen in die Muttermilch übergeht. Es sollte deshalb entweder

abgestillt oder die Behandlung abgebrochen werden, dies unter Berücksichtigung der Wichtigkeit des

Arzneimittels für die Mutter.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Champix kann einen geringen oder mässigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit

zum Bedienen von Maschinen haben. Champix kann Schwindelgefühle und Schläfrigkeit

verursachen und deshalb die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

beeinträchtigen. Den Patienten wird empfohlen, nicht zu fahren, komplexe Maschinen zu bedienen

bzw. andere potenziell gefährlichen Tätigkeiten auszuüben bis fest steht, ob dieses Arzneimittel die

Durchführung dieser Tätigkeiten beeinträchtigt.

Unerwünschte Wirkungen

Raucherentwöhnung mit oder ohne Behandlung ist mit verschiedenen Symptomen verbunden. Bei

Patienten, die versuchten mit Rauchen aufzuhören, wurde zum Beispiel über Dysphorie oder

Niedergeschlagenheit, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Frustration oder Wut, Angst,

Konzentrationsschwierigkeiten, Ruhelosigkeit, verminderte Herzfrequenz, gesteigerten Appetit oder

Gewichtszunahme berichtet. Es wurde weder im Studiendesign noch in der Analyse der Champix-

Studien versucht zu unterscheiden, ob die unerwünschten Wirkungen mit der Studienmedikation

oder möglicherweise mit dem Nikotinentzug verbunden waren.

Die klinischen Studien, die vor Markteinführung durchgeführt wurden, umfassen ca. 4'000 Patienten,

welche während bis zu 1 Jahr mit Champix behandelt wurden (durchschnittliche Exposition 84

Tage). Allfällige unerwünschte Wirkungen traten gewöhnlich innerhalb der ersten Woche der

Behandlung auf. Der Schweregrad war im Allgemeinen gering bis mässig und es gab bezüglich der

Häufigkeit von unerwünschten Wirkungen keine Unterschiede nach Altersgruppe, Herkunft oder

Geschlecht.

Die Abbruchrate aufgrund von Nebenwirkungen betrug 11.4% für Vareniclin im Vergleich zu 9.7%

unter Placebo. In dieser Gruppe wurden bei den mit Vareniclin behandelten Patienten für die

häufigsten Nebenwirkungen folgende Abbruchraten verzeichnet: Übelkeit (2.7% vs. 0.6% unter

Placebo), Kopfschmerzen (0.6% vs. 1.0% unter Placebo), Schlaflosigkeit (1.3% vs. 1.2% unter

Placebo) sowie abnorme Träume (0.2% vs. 0.2% unter Placebo).

Die nachfolgend aufgelisteten unerwünschten Wirkungen sind nach Systemorganklassen und

innerhalb derselben in absteigender Häufigkeit geordnet: «sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (<1/10,

≥1/100), «gelegentlich» (<1/100, ≥1/1'000), «selten» (<1/1'000, ≥1/10'000). Die aufgelisteten

unerwünschten Wirkungen basieren auf der Auswertung von Daten aus Phase-2/3-Studien, die vor

der Markteinführung durchgeführt wurden, sowie auf gepoolten Daten aus 18 Placebo-kontrollierten

Pre- und Post-Marketing-Studien mit rund 5000 Patienten, die mit Champix behandelt wurden.

Unerwünschte Wirkungen, die nach Markteinführung beobachtet wurden (mit [*] gekennzeichnet),

sind mit einer geschätzten Häufigkeit oder mit Häufigkeit «Nicht bekannt» aufgeführt. Die

unerwünschten Wirkungen können auch mit der Grunderkrankung und/oder einer Komedikation

verbunden sein.

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Sehr häufig: Nasopharyngitis (10.7%).

Häufig: Sinusitis, Bronchitis.

Gelegentlich: virale Infektion, Pilzinfektion.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: erniedrigte Thrombozytenzahl.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: gesteigerter Appetit, Gewichtszunahme, verminderter Appetit.

Selten: Polydipsie.

Psychiatrische Erkrankungen

Sehr häufig: Schlaflosigkeit (14.1%, einschliesslich Einschlafstörung, Durchschlafstörung und

vorzeitiges Erwachen), abnorme Träume (10.7%, einschliesslich Alpträume).

Gelegentlich: Ruhelosigkeit, verminderte Libido, Panikreaktionen, Stimmungsschwankungen,

verstärkte Libido, Denkstörung, Depression*, Angstzustände*, Halluzinationen*.

Selten: Bradyphrenie, Dysphorie.

Nicht bekannt: Suizidgedanken*, Psychose*, Aggression*, Verhaltensstörung*.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerzen (14.8%).

Häufig: Schwindel, Geschmacksstörung, Schläfrigkeit.

Gelegentlich: Lethargie, Hypaesthesie, Tremor, Krampfanfall.

Selten: Hypogeusie, Schlaganfall, Störung des zirkadianen Schlafrhythmus, Hypertonus, Dysarthrie,

Koordinationsstörungen.

Augenerkrankungen

Gelegentlich: Konjunktivitis, Augenschmerzen.

Selten: verstärkter Tränenfluss, Kurzsichtigkeit, Photophobie, Mydriasis, Verfärbung der Sklera,

Skotom.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich: Tinnitus.

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Palpitationen, Angina pectoris, Tachykardie, Erhöhung der Herzfrequenz.

Selten: Abflachung der T-Welle, Vorhofflimmern, ST-Senkung im EKG.

Nicht bekannt: Myokardinfarkt*.

Gefässerkrankungen

Gelegentlich: Hitzewallung, erhöhter Blutdruck.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums

Häufig: Husten, Dyspnoe.

Gelegentlich: Verstopfung der Nasennebenhöhlen, Rhinorrhoe, Reizung im Hals, allergische

Rhinitis, Entzündung der oberen Luftwege, Dysphonie, Kongestion im Respirationstrakt,

Hustensyndrom der oberen Luftwege.

Selten: pharyngolaryngeale Schmerzen, Schnarchen.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Nausea (28.2%).

Häufig: Abdominalschmerz (einschliesslich gastrointestinale Schmerzen, abdominaler

Druckschmerz, Unterbauchschmerzen, Oberbauchschmerzen und abdominale Beschwerden),

Verstopfung, Blähungen, Diarrhoe, Dyspepsie, Erbrechen, Mundtrockenheit, abdominales

Spannungsgefühl, Zahnschmerzen, gastroösophagealer Reflux.

Gelegentlich: Gastritis, Eruktation, Blutstuhl, Stomatitis aphthosa, Zahnfleischschmerzen,

Veränderungen der Stuhlgewohnheiten.

Selten: abnormale Faeces, belegte Zunge, Hämatemesis.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Ausschlag, Juckreiz (einschliesslich generalisierter Juckreiz).

Gelegentlich: übermässige Transpiration, Akne, nächtliches Schwitzen, Erythema.

Nicht bekannt: Schwere Hautreaktionen* einschliesslich Stevens-Johnson-Syndrom* und Erythema

Multiforme*, Angioödem*.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Rückenschmerzen, Arthralgie, Myalgie.

Gelegentlich: Muskelkrämpfe, muskuloskeletale Brustschmerzen.

Selten: Gelenksteifigkeit, Rippenknorpelentzündung.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Pollakisurie, Nykturie.

Selten: Polyurie, Glykosurie.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich: Menorrhagie.

Selten: vaginaler Ausfluss, sexuelle Dysfunktion.

Allgemeine Erkrankungen

Häufig: Müdigkeit, Brustkorbschmerzen.

Gelegentlich: Brustkorbbeschwerden, Fieber, Asthenie, Malaise, grippeähnliche Erkrankung, Zyste,

Kältegefühl.

Untersuchungen

Gelegentlich: abnormaler Leberfunktionstest, Spermienanalyse anormal, Erhöhung des C-reaktiven

Proteins, erniedrigtes Blutkalzium.

Überdosierung

Während den klinischen Studien vor Markteinführung wurde kein Fall einer Überdosierung

berichtet.

Im Falle einer Überdosierung sollten die notwendigen unterstützenden Standardmassnahmen

angewendet werden.

Vareniclin war dialysierbar bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz (siehe

«Pharmakokinetik»), Erfahrungen zur Dialyse nach einer Überdosierung liegen jedoch nicht vor.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: N07BA03

Vareniclin wurde spezifisch entwickelt zur Raucherentwöhnung und bindet mit hoher Affinität und

Selektivität an den α4β2 neuronalen nikotinergen Acetylcholinrezeptor. Es wirkt dort als partieller

Agonist, also als Substanz mit sowohl agonistischer als auch antagonistischer Aktivität.

Elektrophysiologische Studien in vitro und neurochemische Studien in vivo haben gezeigt, dass

Vareniclin an den α4β2 neuronalen nikotinergen Acetylcholinrezeptor bindet und eine Rezeptor-

vermittelte Aktivität stimuliert, welche aber signifikant schwächer ist als die von Nikotin. Vareniclin

blockiert die Fähigkeit von Nikotin den α4β2-Rezeptor zu aktivieren und somit das mesolimbische

Dopaminsystem im zentralen Nervensystem zu stimulieren. Dies ist der neuronale Mechanismus,

welcher der Verstärkung (Reinforcement) und Belohnung, die nach dem Rauchen verspürt wird,

zugrunde liegt. Vareniclin ist hochselektiv und bindet stärker an den α4β2-Subtyp des Rezeptors als

an andere bekannte nikotinerge Rezeptoren (>500-fach als an α3β4, >3'500-fach als an α7, >20'000-

fach als an α1βγδ) oder an nicht-nikotinerge Rezeptoren und Transporter (>2'000-fach).

Die Wirksamkeit von Champix in der Raucherentwöhnung beruht auf der partiellen agonistischen

Aktivität von Vareniclin am α4β2 nikotinergen Rezeptor, wo seine Bindung einen ausreichenden

Effekt hervorruft, um die Symptome des Verlangens und des Entzugs (agonistische Aktivität) zu

mildern, während gleichzeitig durch eine Verhinderung der Bindung von Nikotin an den α4β2-

Rezeptor (antagonistischer Effekt) der belohnende und verstärkende Effekt des Rauchens blockiert

wird.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Die Wirksamkeit von Champix zur Raucherentwöhnung wurde in drei klinischen Studien an

insgesamt 2'619 chronischen Zigarettenrauchern (≥10 Zigaretten pro Tag) nachgewiesen.

Klinische Vergleichsstudien

Zwei identische doppelblinde, klinische Studien verglichen prospektiv die Wirksamkeit zur

Raucherentwöhnung von Champix (2× tgl. 1 mg), Bupropion (2× tgl. 150 mg in retardierter Form)

und Placebo. Die Patienten wurden während 12 Wochen behandelt und danach weiter beobachtet bis

zum Studienende nach 52 Wochen.

Der primäre Endpunkt in den beiden Studien war die durch Kohlenmonoxid (CO) bestätigte,

durchgehende, 4-wöchige Nikotinabstinenzrate von der 9. bis zur 12. Woche (4W-CQR). Der

primäre Endpunkt für Champix zeigte eine statistische Überlegenheit gegenüber Bupropion und

Placebo.

Wichtige sekundäre Endpunkte in den beiden Studien waren die dauerhafte Abstinenzrate (Continous

Abstinence Rate, CA) und die langfristige Abstinenzrate (Long Term Quit Rate, LTQR) nach 52

Wochen. Die CA Rate wurde definiert als der Anteil behandelter Studienteilnehmer, die von der 9.

bis zur 52. Woche nicht rauchten (nicht einmal einen einzigen Zug einer Zigarette) und deren

ausgeatmetes CO ≤10 ppm war. Die LTQR war definiert als Anteil Studienteilnehmer, die nach der

12-wöchigen Behandlung Responder in Bezug auf den primären Endpunkt waren und die in der

behandlungsfreien Phase an nicht mehr als 6 Tagen rauchten.

In beiden Studien war im Vergleich zur Placebo- oder Bupropion-Gruppe die CO-bestätigte 4W-

CQR (9. bis 12. Woche) höher (p<0.0001) bei Patienten, die Champix erhielten. Basierend auf

diesem primären Endpunkt war in den beiden Studien die Chance, mit dem Rauchen aufzuhören,

3.91- resp. 3.85-mal höher unter Champix als unter Placebo und 1.96- resp. 1.89-mal höher unter

Champix als unter Bupropion.

Die 4W-CQR (Woche 9 bis 12), die CA Rate (Woche 9 bis 52) und die LTQR (Woche 52) der

Studien 1 und 2 sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Studie 1

n=1'022

Studie 2

n=1'023

4W-CQR

Woche 9-12

CA Rate

Woche 9-52

LTQR

Woche 52

4W CQR

Woche 9-12

CA Rate

Woche 9-52

LTQR

Woche 52

Champix

44.4%a

22.1%b

25.5%c

44.0%a

23.0%d

25.4%e

Bupropion 29.5%

16.4%

17.9%

30.0%

15.0%

18.2%

Placebo

17.7%

8.4%

9.6%

17.7%

10.3%

12.6%

a p<0.0001 vs. Placebo und Bupropion;

b p<0.0001 vs. Placebo, p=0.0640 vs. Bupropion;

c p<0.0001 vs. Placebo, p=0.0161 vs. Bupropion;

d p<0.0001 vs. Placebo, p=0.0062 vs. Bupropion;

e p<0.0001 vs. Placebo, p=0.0205 vs. Bupropion.

Basierend auf dem sekundären Endpunkt der CO-bestätigten (nicht einmal ein einziger Zug einer

Zigarette) langfristigen Abstinenzrate von der 9. bis zur 52. Woche (CA Woche 9-52) war in den

beiden Studien die Chance, mit dem Rauchen aufzuhören, 2.66- resp. 3.13-mal höher unter Champix

als unter Placebo. In Bezug auf die LTQR war die Chance in den beiden Studien, mit dem Rauchen

aufzuhören, 3.30- resp. 2.40-mal höher unter Champix als unter Placebo.

Verlangen, Entzugssymptome und verstärkender Effekt des Rauchens (Reinforcement)

In den beiden Studien 1 und 2 waren das Verlangen und die Entzugssymptome signifikant reduziert

bei Patienten unter Champix im Vergleich zu Placebo. Im Vergleich zu Placebo reduzierte Champix

zudem signifikant die verstärkenden Effekte des Rauchens, die möglicherweise dazu führen, dass

Patienten, welche unter der Behandlung rauchen, ihr Rauchverhalten beibehalten.

Studien zur Aufrechterhaltung der Abstinenz

Eine dritte Studie untersuchte den Nutzen einer zusätzlichen 12-wöchigen Therapie mit Champix in

Bezug auf die Aufrechterhaltung der Abstinenz. In dieser open-label Studie erhielten die Patienten

(n=1'927) während 12 Wochen 2-mal täglich 1 mg Champix. Patienten, die nach 12 Wochen mit

dem Rauchen aufgehört haben, wurden danach randomisiert um während weiteren 12 Wochen

entweder Champix (2-mal tgl. 1 mg) oder Placebo zu erhalten. Die totale Studiendauer betrug 52

Wochen.

Der primäre Studienendpunkt war die durch Kohlenmonoxid (CO) bestätigte, durchgehende

Abstinenzrate von der 13. bis zur 24. Woche in der doppel-blinden Behandlungsphase. Wichtige

sekundäre Endpunkte waren die dauerhafte Abstinenzrate (CA) von der 13. bis zur 52. Woche und

die langfristige Abstinenzrate (LTQR) nach 52 Wochen.

Die Studie zeigte einen Nutzen in der Erhaltung der Abstinenz durch eine zusätzliche 12-wöchige

Behandlung mit 2-mal täglich 1 mg Champix im Vergleich zu Placebo. Die Chancen auf einen Erhalt

der Abstinenz nach 24 Wochen durch eine zusätzliche 12-wöchige Therapie mit Champix war 2.47-

mal höher als für Placebo (p<0.0001). Die Überlegenheit gegenüber Placebo für eine dauerhafte

Abstinenz (CA) wurde bis zur 52. Woche beibehalten (Odds Ratio = 1.35, p=0.0126).

Die wichtigsten Resultate sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Champix

n=602

Placebo

n=604

CA Woche 13-24

70.6%*

49.8%

CA Woche 13-52

44.0%**

37.1%

LTQR nach 52 Wochen 47.8%*** 40.7%

*p<0.0001 vs. Placebo, ** p=0.0126 vs. Placebo, *** p=0.0119 vs. Placebo

Flexibler Zeitpunkt für den Rauchstopp zwischen Woche 1 und 5

Wirksamkeit und Verträglichkeit von Champix wurden bei Rauchern untersucht, die die Wahl

hatten, zwischen der 1. und 5. Behandlungswoche mit dem Rauchen aufzuhören. In dieser Studie

über 24 Wochen wurden die Patienten während 12 Wochen behandelt, gefolgt von einer

behandlungsfreien Phase von 12 Wochen. Die Kohlenmonoxid (CO) bestätigte, durchgehende, 4-

wöchige Nikotinabstinenzrate (Woche 9 bis 12) unter Champix bzw. Placebo betrug 53.9% bzw.

19.4% (Differenz = 34.5%; 95% Konfidenzintervall [KI]: 27.0%, 42.0%). Die dauerhafte

Abstinenzrate von Woche 9 bis 24 lag unter Champix bei 35.2% gegenüber 12.7% unter Placebo

(Differenz = 22.5%; 95% KI: 15.8%, 29.1%). Patienten, die sich nicht auf einen Rauchstopp

innerhalb von 1 bis 2 Wochen nach Behandlungsbeginn festlegen wollen oder können, kann

angeboten werden, mit der Therapie zu beginnen und dann ihren eigenen Zeitpunkt für den

Rauchstopp innerhalb von 5 Wochen festzulegen.

Studie mit Personen, die erneut mit Champix behandelt wurden

Champix wurde in einer doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studie mit 494 Personen untersucht,

die bereits einen Versuch unternommen haben, das Rauchen mit Hilfe von Vareniclin aufzugeben,

und entweder das Rauchen nicht aufgeben konnten oder nach der Behandlung wieder mit dem

Rauchen angefangen haben. Die Studienteilnehmenden wurden für eine Behandlung von 12 Wochen

zu Vareniclin 1 mg 2-mal täglich (n=249) oder Placebo (n=245) randomisiert und nach der

Behandlung während 40 Wochen weiterverfolgt. Die Personen, die in diese Studie eingeschlossen

wurden, haben bereits in der Vergangenheit einen Versuch unternommen, mit Hilfe von Vareniclin

mit dem Rauchen aufzuhören (für eine gesamte Behandlungsdauer von mindestens zwei Wochen).

Dieser Versuch erfolgte mindestens drei Monate vor dem Einschluss in die Studie. Zudem haben

diese Personen mindestens vier Wochen vor dem Einschluss in die Studie geraucht.

Die 4W-CQR (Woche 9 bis 12) für Vareniclin und Placebo lag bei jeweils 45.0% und 11.8% (Odds

Ratio 7.08; 95% KI 4.34, 11.55; p<0.0001) und die CA Rate (Woche 9 bis 52) betrug 20.1%

(Vareniclin) im Vergleich zu 3.3% (Placebo) (Odds Ratio 9.00; 95% KI 3.97, 20.41; p<0.0001).

Die in dieser Studie aufgetretenen unerwünschten Wirkungen waren in quantitativer und qualitativer

Hinsicht den unerwünschten Wirkungen ähnlich, die in den Studien vor Markteinführung beobachtet

wurden.

Schrittweise Aufgabe des Rauchens

Champix wurde in einer 52 Wochen dauernden, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studie bei

1'510 Personen untersucht, die nicht innerhalb von vier Wochen mit dem Rauchen aufhören wollten

oder konnten, aber bereit waren, innerhalb einer 12-wöchigen Phase das Rauchen schrittweise zu

reduzieren, bevor sie mit dem Rauchen aufhörten. Die Personen wurden für eine Behandlung von 24

Wochen zu Vareniclin 1 mg 2-mal täglich (n=760) oder Placebo (n=750) randomisiert und nach der

Behandlung bis Woche 52 weiterverfolgt. Die Personen wurden angewiesen, die Anzahl der

gerauchten Zigaretten bis zum Ende der ersten vier Behandlungswochen um mindestens 50 Prozent

zu reduzieren, gefolgt von einer Reduktion um weitere 50 Prozent von Woche vier bis acht des

Behandlungszeitraums. Das Ziel war eine vollständige Abstinenz nach 12 Wochen. Anschliessend an

die ersten 12 Wochen mit schrittweiser Reduktion des Rauchens wurde die Behandlung für weitere

12 Wochen fortgesetzt.

Die dauerhafte Abstinenzrate von Woche 15 bis 24 lag unter Vareniclin bei 32.1% gegenüber 6.9%

unter Placebo (Odds Ratio 8.74; 95% KI 6.09, 12.53; p<0.0001) und von Woche 21 bis Woche 52

bei 27.0% unter Vareniclin gegenüber 9.9% unter Placebo (Odds Ratio 4.02; 95% KI 2.94, 5.50;

p<0.0001).

Das Sicherheitsprofil von Champix in dieser Studie entsprach demjenigen, welches in den Studien

vor Markteinführung beobachtet wurde.

Personen mit kardiovaskulären Erkrankungen

Champix wurde in einer randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studie bei Personen

im Alter von 35 bis 75 Jahren mit stabiler dokumentierter kardiovaskulärer Erkrankung (andere

Diagnosen als oder zusätzlich zu Hypertonie), die vor mehr als 2 Monaten diagnostiziert wurde,

untersucht. Die Personen wurden für eine Behandlung von 12 Wochen zu Champix 1 mg 2-mal

täglich (n=353) oder Placebo (n=350) randomisiert und nach der Behandlung während 40 Wochen

weiterverfolgt. Die Personen unter einer Behandlung mit Champix hatten eine höhere CO-bestätigte

Abstinenzrate während der Zeitdauer von Woche 9 bis Woche 12 (47%) bzw. von Woche 9 bis

Woche 52 (20%) im Vergleich zu Personen unter Placebo (14% bzw. 7%).

Im Vergleich zu den Studien vor Markteinführung wurde in dieser Studie über verschiedenartigere

und in höherer Anzahl auftretende kardiovaskuläre Ereignisse berichtet. Todesfälle und schwere

kardiovaskuläre Ereignisse, die während der 52-wöchigen Studiendauer auftraten, wurden durch ein

verblindetes, unabhängiges Komitee beurteilt. Die folgenden bestätigten Ereignisse traten mit einer

Häufigkeit von ≥1% in einer der Behandlungsgruppen während der Behandlung (oder in der der

Behandlung folgenden 30-Tage-Periode) auf: Nicht-tödlicher Myokardinfarkt (1.1% vs. 0.3% für

Champix bzw. Placebo), und Hospitalisierung wegen Angina pectoris (0.6% vs. 1.1%). Bestätigte

Ereignisse, die während der behandlungsfreien Nachverfolgung bis Woche 52 auftraten waren:

Notwendigkeit für koronare Revaskularisation (2.0% vs. 0.6%), Hospitalisierung wegen Angina

pectoris (1.7% vs. 1.1%) und Neudiagnose von peripherer Gefässkrankheit (PVD) oder Einweisung

für eine PVD Behandlung (1.4% vs. 0.6%). Einige der Patienten, die eine koronare Revaskularisation

benötigten, unterzogen sich dem Eingriff als eine der Behandlungsmassnahmen eines nicht-tödlichen

Myokardinfarkts und einer Hospitalisierung wegen Angina pectoris. Im Verlaufe der 52 Wochen

dauernden Studie trat Tod aufgrund eines kardiovaskulären Ereignisses bei 0.3% der Patienten im

Champix-Behandlungsarm und bei 0.6% der Patienten im Placebo-Behandlungsarm auf (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Bestätigte kardiovaskulären Ereignisse und Todesfälle sind in der folgenden Tabelle nach

Studienphase aufgeführt:

Vareniclin

(n=353)

n (%)

Placebo

(n=350)

n (%)

Studienphase

Behandlung Behandlungsfreie

Behandlung Behandlungsfreie

Nachverfolgung

Nachverfolgung

Anzahl (%) Personen mit

mindestens 1 bestätigtem

kardiovaskulären Ereignis oder

Toda

10 (2.8)

17 (4.8)

10 (2.9)

13 (3.7)

Nicht-tödlicher Myokardinfarkt

4 (1.1)

3 (0.8)

1 (0.3)

2 (0.6)

Notwendigkeit für koronare

Revaskularisation

1 (0.3)

7 (2.0)

1 (0.3)

2 (0.6)

Hospitalisierung wegen Angina

pectoris

2 (0.6)

6 (1.7)

4 (1.1)

4 (1.1)

Hospitalisierung wegen

Stauungsinsuffizienz

0 (0.0)

0 (0.0)

2 (0.6)

0 (0.0)

Nicht-tödlicher Schlaganfall

2 (0.6)

0 (0.0)

0 (0.0)

1 (0.3)

Transitorische ischämische

Attacke

0 (0.0)

1 (0.3)

1 (0.3)

0 (0.0)

Neudiagnose von peripherer

Gefässkrankheit (PVD) oder

Einweisung für eine PVD

Behandlung

1 (0.3)

5 (1.4)

1 (0.3)

2 (0.6)

Tod aufgrund eines

kardiovaskulären Ereignisses

0 (0.0)

1 (0.3)

1 (0.3)

1 (0.3)

Tod aufgrund eines nicht-

kardiovaskulären Ereignisses

0 (0.0)

1 (0.3)

1 (0.3)

2 (0.6)

a Personen mit mehreren kardiovaskulären Ereignissen desselben Types während einer Studienphase

wurden innerhalb der jeweiligen Phase nur einfach gezählt.

Studie zur Beurteilung der kardiovaskulären Sicherheit bei Patienten mit oder ohne psychiatrische

Vorerkrankungen

Die kardiovaskuläre Sicherheit von Vareniclin wurde in der Cardiovascular Safety Assessment Study

bei Personen mit oder ohne psychiatrische Vorerkrankungen (Hauptstudie) und in einer

behandlungsfreien Anschlussstudie evaluiert. Die Probanden in der Hauptstudie (n=8'058) waren

zwischen 18 und 75 Jahre alt und rauchten 10 oder mehr Zigaretten am Tag. Die Probanden wurden

für eine Behandlungsdauer von 12 Wochen 1:1:1:1 zu Vareniclin 1 mg 2-mal täglich, zu Bupropion

SR 150 mg 2-mal täglich, zu einem Nikotinersatztherapie-Pflaster (NRT) 21 mg/d mit Ausschleichen

oder zu Placebo randomisiert, und wurden dann für weitere 12 Wochen nach Therapieende

beobachtet. Die behandlungsfreie Anschlussstudie umfasste 4'595 der 6'293 Probanden, welche die

Hauptstudie abgeschlossen hatten und beobachtete diese bis zu Woche 52. Von allen behandelten

Probanden hatten gemäss Framingham score 1'749 (21.7%) ein mittleres kardiovaskuläres Risiko

und 644 (8.0%) ein hohes kardiovaskuläres Risiko.

Der primäre kardiovaskuläre Endpunkt war die Zeit bis zu einem schwerwiegenden unerwünschten

kardiovaskulären Ereignis [major adverse cardiovascular event, (MACE)], definiert als

kardiovaskulär bedingter Tod, nicht-tödlicher Myokardinfarkt oder nicht-tödlicher Schlaganfall

während der Behandlung. Todesfälle und kardiovaskuläre Ereignisse wurden durch ein verblindetes,

unabhängiges Komitee beurteilt.

Die folgende Tabelle zeigt die Häufigkeit von MACE und die Hazard Ratios vs. Placebo für alle

Behandlungsgruppen über die Behandlungsdauer, kumulativ für die Behandlung plus 30 Tage und

bis zum Studienende.

Vareniclin

n=2'016

Bupropion

n=2'006

n=2'022

Placebo

n=2'014

Während der Behandlung

MACE, n (%)

1 (0.05)

2 (0.10)

1 (0.05)

4 (0.20)

Hazard Ratio (95% CI) vs. Placebo 0.29 (0.05, 1.68) 0.50 (0.10, 2.50) 0.29 (0.05, 1.70)

Während der Behandlung plus 30 Tage

MACE, n (%)

1 (0.05)

2 (0.10)

2 (0.10)

4 (0.20)

Hazard Ratio (95% CI) vs. Placebo 0.29 (0.05, 1.70) 0.51 (0.10, 2.51) 0.50 (0.10, 2.48)

Bis zum Studienende

MACE, n (%)

3 (0.15)

9 (0.45)

6 (0.30)

8 (0.40)

Hazard Ratio (95% CI) vs. Placebo 0.39 (0.12, 1.27) 1.09 (0.42, 2.83) 0.75 (0.26, 2.13)

Die folgende Tabelle zeigt die Häufigkeit von MACE+ (definiert als jegliches MACE, oder als

neuauftretende bzw. sich verschlechternde peripher-vaskuläre Verschlusskrankheit, welche eine

Intervention verlangt, als die Notwendigkeit für koronare Revaskularisierung oder als

Hospitalisierung wegen instabiler Angina Pectoris) sowie von Todesfällen (alle Ursachen) für alle

Behandlungsgruppen während der Behandlung, kumulativ für die Behandlung plus 30 Tage und bis

zum Studienende.

Vareniclin

n=2'016

Bupropion

n=2'006

n=2'022

Placebo

n=2'014

Während der Behandlung

MACE+, n (%)

5 (0.25)

4 (0.20)

2 (0.10)

5 (0.25)

Todesfälle (alle Ursachen), n

2 (0.10)

2 (0.10)

Während der Behandlung plus 30 Tage

MACE+, n (%)

5 (0.25)

4 (0.20)

3 (0.15)

7 (0.35)

Todesfälle (alle Ursachen), n

2 (0.10)

2 (0.10)

Bis zum Studienende

MACE+, n (%)

10 (0.50)

15 (0.75)

10 (0.49) 12 (0.60)

Todesfälle (alle Ursachen), n

2 (0.10)

4 (0.20)

3 (0.15)

4 (0.20)

Im Vergleich zu Placebo stand die Behandlung mit Vareniclin, Bupropion und NRT bei Rauchern,

die für bis zu 12 Wochen behandelt und für bis zu einem Jahr nachbeobachtet wurden, nicht in

Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse. Da

derartige Ereignisse aber insgesamt nur in relativ tiefer Anzahl auftraten, kann ein Zusammenhang

nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Anzahl Studienteilnehmer mit MACE, MACE+ oder mit

einem Todesfall (alle Ursachen) war ähnlich oder tiefer für die Gruppe unter Vareniclin-Therapie

verglichen mit der Placebo-Gruppe (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Um die kardiovaskuläre Sicherheit von Champix systematisch zu bewerten, wurde eine Metaanalyse

von 15 klinischen Studien mit einer Behandlungsdauer von ≥12 Wochen durchgeführt. Diese Studien

schlossen insgesamt 7'002 Patienten ein (4'190 in der Champix-, 2'812 in der Placebo-

Behandlungsgruppe). Die oben beschriebene Studie mit Patienten, die an einer stabilen

kardiovaskulären Erkrankung litten, wurde in die Metaanalyse eingeschlossen.

Die Analyse zur kardiovaskulären Sicherheit beinhaltete die Häufigkeit und das zeitliche Auftreten

von bedeutenden unerwünschten kardiovaskulären Ereignissen (Major Adverse Cardiovascular

Events [MACE], als zusammengesetzter Endpunkt, definiert als kardiovaskulärer Tod, nicht-

tödlicher Myokardinfarkt und nicht-tödlicher Schlaganfall).

Die Ereignisse, die den Endpunkt darstellten, wurden durch ein unabhängiges Komitee verblindet

beurteilt. Insgesamt kam es während der Beobachtungszeiträume in den Studien, die in die

Metaanalyse eingeschlossenen wurden, zu einer geringen Anzahl von MACE: während der

Behandlungszeit waren es 7 (0.17%) in den mit Champix bzw. 2 (0.07%) in den mit Placebo

behandelten Patienten, und während der Behandlungszeit plus 30 Tage waren es 13 (0.31%) in den

mit Champix bzw. 6 (0.21%) in den mit Placebo behandelten Patienten.

Die Metaanalyse fand weiter, dass die Einnahme von Champix im Zeitraum der Behandlung zu

einem Hazard-Ratio für ein MACE von 2.83 (95% KI: 0.76, 10.55; p=0.12) führte, und im Zeitraum

der Behandlung plus 30 Tage zu einem Hazard-Ratio für ein MACE von 1.95 (95% KI: 0.79, 4.82;

p=0.15). Dies entspricht einem geschätzten Anstieg von 6.5 MACE bzw. 6.3 MACE je 1000

Patientenjahre, entsprechend des Beobachtungszeitraums. Der Hazard-Ratio für ein MACE war bei

rauchenden Patienten mit einem oder mehreren zusätzlichen kardiovaskulären Risikofaktor höher als

bei rauchenden Patienten ohne zusätzlichem kardiovaskulären Risikofaktor. Die Raten für die

Gesamtmortalität jeglicher Ursache (Champix: 6 [0.14%], Placebo: 7 [0.25%]) und für die

kardiovaskuläre Mortalität (Champix: 2 [0.05%], Placebo: 2 [0.07%]) waren in den Champix- und

Placebo-Armen der Metaanalyse ähnlich.

Patienten mit Major Depression

Vareniclin wurde in einer randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studie an 525

Personen untersucht, die an einer Major Depression ohne psychotische Züge (DSM-IV TR) litten,

unter einer stabilen antidepressiven Medikation standen und/oder die innerhalb der vergangenen 2

Jahre eine Episode einer Major Depression durchgemacht hatten und erfolgreich behandelt wurden.

Die Personen im Alter zwischen 18 und 75 Jahren wurden für eine Behandlung von 12 Wochen zu

Vareniclin 1 mg 2-mal täglich oder Placebo randomisiert und nach der Behandlung während 40

Wochen weiterverfolgt. Die Personen unter Behandlung mit Vareniclin hatten eine höhere CO-

bestätigte Abstinenzrate während der Zeitdauer von Woche 9 bis Woche 12 (35.9%) und von Woche

9 bis Woche 52 (20.3%) im Vergleich zu Personen unter Placebo (15.6% resp. 10.4%).

Die häufigsten unerwünschten Ereignisse (≥10%) bei Personen unter Vareniclin waren Nausea

(27.0% vs. 10.4% für Placebo), Kopfschmerzen (16.8% vs. 11.2%), abnorme Träume (11.3% vs.

8.2%), Schlaflosigkeit (10.9% vs. 4.8%) und Reizbarkeit (10.9% vs. 8.2%). Zusätzlich wurden die

folgenden psychiatrischen Ereignisse bei ≥2% der Patienten in beiden Behandlungsgruppen

(Vareniclin bzw. Placebo) berichtet: Angstzustände (7.0% vs. 9.3%), Agitation (6.6% vs. 4.1%),

Depression (6.6% vs. 4.8%), Angespanntheit (3.5% vs. 3.0%), gedrückte Stimmung (2.7% vs. 3.7%),

Schlafstörungen (2.7% vs. 1.5%), Feindseligkeit (2.0% vs. 0.4%) und Ruhelosigkeit (2.0% vs. 1.9%).

Die psychiatrischen Skalen zeigten keinen Unterschied zwischen der Gruppe unter Vareniclin und

derjenigen unter Placebo; in keiner der Behandlungsgruppen kam es während der Studie zu einer

Gesamtverschlechterung der Depression.

Der Prozentsatz der Personen mit Suizidgedanken und/oder suizidalem Verhalten war in beiden

Behandlungsgruppen (Vareniclin bzw. Placebo) während der Behandlungsphase (6.0% bzw. 7.5%)

und der Nachbeobachtungsphase ohne Behandlung (6.2% bzw. 5.8%) vergleichbar. Während der

Behandlungsphase (Tag 73) kam es bei einer Person mit anamnestischem Alkoholabusus in der

Placebo-Gruppe zu einem Ereignis mit absichtlicher Selbstverletzung/möglichem Suizidversuch. Bei

einer weiteren Person, die 76 Tage nach der letzten Dosis des Studienmedikaments in der

Behandlungsgruppe mit Vareniclin an einer Überdosis illegaler Drogen verstarb, konnte ein

möglicher Suizid nicht ausgeschlossen werden.

Die wesentlichen Ergebnisse zur Wirksamkeit sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Vareniclin

n=256

Placebo

n=269

Odds Ratio (95% KI)

p-Wert

CA Woche 9-12 35.9%

15.6%

3.35 (2.16, 5.21)

p<0.0001

CA Woche 9-52 20.3%

10.4%

2.36 (1.40, 3.98)

p=0.0011

Personen mit stabiler Schizophrenie oder schizoaffektiver Störung

Die Sicherheit und Verträglichkeit von Vareniclin (1 mg 2-mal täglich) wurden in einer

doppelblinden, 2:1-randomisierten (Vareniclin:Placebo) Studie mit 128 Rauchern, die an stabiler

Schizophrenie oder schizoaffektiver Störung litten und mit antipsychotischen Medikamenten

behandelt wurden, bewertet. Die Probanden wurden über einen Zeitraum von 12 Wochen mit

Vareniclin oder Placebo behandelt, gefolgt von einer behandlungsfreien Nachbeobachtungsphase

von 12 Wochen.

Die häufigsten unerwünschten Ereignisse in der Vareniclin-Gruppe waren Nausea (23.8% vs. 14.0%

bei Placebo), Kopfschmerzen (10.7% vs. 18.6% bei Placebo) und Erbrechen (10.7% vs. 9.3% bei

Placebo). Unter den berichteten neuropsychiatrischen Ereignissen mit einer Häufigkeit von ≥5% war

Schlaflosigkeit das einzige Ereignis, das in der Vareniclin-Gruppe häufiger als in der Placebo-

Gruppe auftrat (9.5% vs. 4.7%).

Insgesamt zeigten sich in beiden Behandlungsgruppen keine Verschlechterung der Schizophrenie

(gemessen anhand psychiatrischer Skalen) und keine Veränderung der extrapyramidalen Zeichen.

Sowohl vor Studieneinschluss (anamnestische Vorgeschichte), als auch nach Abschluss der aktiven

Behandlungsphase (Tag 33 bis 85 nach Einnahme der letzten Dosis) berichteten in der Vareniclin-

Gruppe im Vergleich zu Placebo anteilmässig mehr Probanden über Suizidgedanken oder suizidales

Verhalten. Während der aktiven Behandlungsphase war die Inzidenz von suizidbezogenen

Ereignissen ähnlich (11% für Vareniclin vs. 9.3% für Placebo). Der Anteil an Probanden mit

suizidbezogenen Ereignissen blieb in der aktiven Behandlungsphase im Vergleich zur

behandlungsfreien Nachbeobachtungsphase in der Vareniclin-Gruppe unverändert; in der Placebo-

Gruppe war dieser Anteil in der Nachbeobachtungsphase niedriger. Obwohl keine vollzogenen

Suizide auftraten, gab es einen Suizidversuch einer mit Vareniclin behandelten Person, in deren

Krankengeschichte bereits mehrere ähnliche Suizidversuche vorkamen. Obwohl der Umfang

verfügbarer Daten dieser Raucherentwöhnungsstudie nicht ausreicht, um eine definitive

Schlussfolgerung ziehen zu können, weisen die Daten nicht darauf hin, dass die Behandlung mit

Vareniclin Suizidalität bei Personen mit stabiler Schizophrenie oder schizoaffektiver Störung auslöst

oder verstärkt.

Neuropsychiatrische Sicherheitsstudie bei Patienten mit oder ohne psychiatrische Erkrankungen in

der Vorgeschichte

Vareniclin wurde in einer randomisierten, doppelblinden, aktiv- und Placebo-kontrollierten

Vergleichsstudie untersucht, welche sowohl Probanden mit als auch ohne psychiatrische

Erkrankungen in ihrer Vorgeschichte einschloss (psychiatrische Kohorte mit n=4'074, nicht-

psychiatrische Kohorte mit n=3'984). Probanden im Alter von 18-75 Jahren, die 10 oder mehr

Zigaretten pro Tag rauchten, wurden 1:1:1:1 randomisiert zu Vareniclin 1 mg 2-mal täglich,

Bupropion 150 mg in retardierter Form 2-mal täglich, Nikotinersatztherapie-Pflaster (NRT) 21 mg/d

mit Ausschleichen oder Placebo. Die Behandlung dauerte 12 Wochen, gefolgt von einer 12-

wöchigen behandlungsfreien Nachbeobachtungsphase.

Der primäre Sicherheitsendpunkt war eine Kombination folgender neuropsychiatrischer (NPS)

unerwünschter Ereignisse: schwere Ausprägung von Angstzuständen, Depression, Gefühl der

Abnormalität oder Feindseligkeit sowie moderate oder schwere Ereignisse von Agitation,

Aggression, Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Mordgedanken, Manien, Panik, Paranoia,

Psychosen, Suizidgedanken, suizidalem Verhalten oder vollzogenem Suizid (siehe «Warnhinweise

und Vorsichtsmassnahmen»).

Die folgende Tabelle zeigt die Häufigkeiten des zusammengesetzten primären Endpunktes

(unerwünschte NPS Ereignisse) sowie die Risikounterschiede (RD, 95% KI) gegenüber Placebo für

die nicht-psychiatrische Kohorte aller Behandlungsgruppen. Zusätzlich zeigt die Tabelle die

Teilmenge, welche nur Ereignisse schwerer Intensität umfasst:

Nicht-psychiatrische Kohorte

n=3'984

Vareniclin

Bupropion

Placebo

Anzahl behandelter Patienten

1'006

Zusammengesetzter primärer Endpunkt NPS UE,

n (%)

13 (1.3)

22 (2.2)

25 (2.5)

24 (2.4)

RD (95% KI) vs. Placebo

-1.28

(-2.40,

-0.15)

-0.08

(-1.37,

1.21)

-0.21

(-1.54,

1.12)

Zusammengesetzter Endpunkt NPS UE schwerer

Ausprägung, n (%)

1 (0.1)

4 (0.4)

3 (0.3)

5 (0.5)

UE=unerwünschtes Ereignis

Die Ereignisraten im zusammengesetzten Endpunkt waren in allen Behandlungsgruppen gering und

für jede der aktiven Behandlungen ähnlich oder geringer verglichen mit Placebo. Die Anwendung

von Vareniclin, Bupropion und NRT in der nicht-psychiatrischen Kohorte war nicht verbunden mit

einem signifikant erhöhten Risiko für unerwünschte NPS Ereignisse im zusammengesetzten

primären Endpunkt verglichen mit Placebo (95% KIs waren geringer als Null oder schlossen Null

ein).

Wie in der folgenden Tabelle dargestellt, war der Prozentsatz von Patienten mit Suizidgedanken

und/oder suizidalem Verhalten basierend auf der Columbia-Suicide Severity Rating Skala (C-SSRS)

in der Vareniclin-Gruppe ähnlich wie in der Placebo-Gruppe, sowohl während der Behandlung als

auch in der behandlungsfreien Nachbeobachtungsphase:

Nicht-psychiatrische Kohorte

n=3'984

Vareniclin

n=990

n (%)

Bupropion

n=989

n (%)

n=1'006

n (%)

Placebo

n=999

n (%)

Während der Behandlung

Anzahl ausgewerteter Patienten

Suizidales Verhalten und/oder

Suizidgedanken

7 (0.7)

4 (0.4)

3 (0.3)

7 (0.7)

Suizidales Verhalten

1 (0.1)

1 (0.1)

Suizidgedanken

7 (0.7)

4 (0.4)

3 (0.3)

6 (0.6)

Während der Nachbeobachtung

Anzahl ausgewerteter Patienten

Suizidales Verhalten und/oder

Suizidgedanken

3 (0.4)

2 (0.2)

3 (0.4)

4 (0.5)

Suizidales Verhalten

1 (0.1)

Suizidgedanken

3 (0.4)

2 (0.2)

3 (0.4)

4 (0.5)

Bei einem mit Placebo behandelten Probanden der nicht-psychiatrischen Kohorte wurde ein Suizid

während der Behandlungsphase gemeldet.

Die folgende Tabelle zeigt die Ereignisraten des zusammengesetzten primären Endpunktes

(unerwünschte NPS Ereignisse) sowie die Risikounterschiede (RD, 95% KI) gegenüber Placebo in

der psychiatrische Kohorte. Die einzelnen Komponenten des Endpunkts sind ebenfalls aufgelistet.

Zusätzlich zeigt die Tabelle die Teilmenge des kombinierten NPS UE Endpunkts schwerer

Ausprägung:

Psychiatrische Kohorte

N=4‘074

Vareniclin

Bupropion

Placebo

Anzahl behandelter Patienten

1‘026

1‘017

1‘016

1‘015

Zusammengesetzter primärer Endpunkt NPS

UE, n (%)

67 (6.5)

68 (6.7)

53 (5.2)

50 (4.9)

RD (95% KI) vs. Placebo

1.59 (-0.42,

3.59)

1.78 (-0.24,

3.81)

0.37 (-1.53,

2.26)

Komponenten d. primären Endpunkts NPS UE, n (%):

Angstzuständea

5 (0.5)

4 (0.4)

6 (0.6)

2 (0.2)

Depressiona

6 (0.6)

4 (0.4)

7 (0.7)

6 (0.6)

Gefühl der Abnormalitäta

1 (0.1)

Feindseligkeita

Agitationb

25 (2.4)

29 (2.9)

21 (2.1)

22 (2.2)

Aggressionb

14 (1.4)

9 (0.9)

7 (0.7)

8 (0.8)

Wahnvorstellungenb

1 (0.1)

1 (0.1)

1 (0.1)

Halluzinationenb

5 (0.5)

4 (0.4)

2 (0.2)

2 (0.2)

Mordgedankenb

Manienb

7 (0.7)

9 (0.9)

3 (0.3)

6 (0.6)

Panikb

7 (0.7)

16 (1.6)

13 (1.3)

7 (0.7)

Paranoiab

1 (0.1)

2 (0.2)

Psychosenb

4 (0.4)

2 (0.2)

3 (0.3)

1 (0.1)

Suizidales Verhaltenb

1 (0.1)

1 (0.1)

1 (0.1)

Suizidgedankenb

5 (0.5)

2 (0.2)

3 (0.3)

2 (0.2)

Vollzogener Suizidb

Zusammengesetzter Endpunkt NPS UE

schwerer Intensität, n (%)

14 (1.4)

14 (1.4)

14 (1.4)

13 (1.3)

a Schweregrad = UE schwerer Intensität;

b Schweregrad = UE mittelschwerer und schwerer Intensität

Im Vergleich zur nicht-psychiatrischen Kohorte wurden bei Patienten aus der psychiatrischen

Kohorte in jeder Behandlungsgruppe mehr Ereignisse gemeldet. Die Inzidenz von Ereignissen im

zusammengesetzten Endpunkt war für jede der aktiven Behandlungen höher verglichen mit Placebo.

Die Anwendung von Vareniclin, Bupropion und NRT in der psychiatrischen Kohorte war jedoch

nicht verbunden mit einem signifikant erhöhten Risiko für unerwünschte NPS Ereignisse im

zusammengesetzten primären Endpunkt im Vergleich zu Placebo (95% KI schloss Null ein).

Wie in der folgenden Tabelle dargestellt, war in der psychiatrischen Kohorte der Prozentsatz von

Patienten mit Suizidgedanken und/oder suizidalem Verhalten basierend auf der Columbia-Suicide

Severity Rating Skala (C-SSRS) in der Vareniclin-Gruppe ähnlich wie in der Placebo-Gruppe,

sowohl während der Behandlung als auch in der behandlungsfreien Nachbeobachtungsphase:

Psychiatrische Kohorte

n=4'074

Vareniclin

n=1'026

n (%)

Bupropion

n=1'017

n (%)

n=1'016

n (%)

Placebo

n=1'015

n (%)

Während der Behandlung

Anzahl ausgewerteter Patienten

1'017

1'012

1'006

1'006

Suizidales Verhalten und/oder

Suizidgedanken

27 (2.7)

15 (1.5)

20 (2.0)

25 (2.5)

Suizidales Verhalten

1 (0.1)

2 (0.2)

Suizidgedanken

27 (2.7)

15 (1.5)

20 (2.0)

25 (2.5)

Während der Nachbeobachtung

Anzahl ausgewerteter Patienten

Suizidales Verhalten und/oder

Suizidgedanken

14 (1.7)

4 (0.5)

9 (1.1)

11 (1.4)

Suizidales Verhalten

1 (0.1)

1 (0.1)

1 (0.1)

Suizidgedanken

14 (1.7)

4 (0.5)

9 (1.1)

11 (1.4)

In der psychiatrischen Kohorte wurden keine vollzogenen Suizide gemeldet.

Die in dieser Studie am häufigsten gemeldeten unerwünschten Ereignisse bei mit Vareniclin

behandelten Patienten waren ähnlich wie jene, die in Studien vor der Markteinführung beobachtet

wurden.

In beiden Kohorten hatten die mit Vareniclin behandelten Patienten eine höhere Rate von CO-

bestätigter Abstinenz (CA) während den Wochen 9 bis 12 und 9 bis 24 verglichen mit Patienten, die

mit Bupropion, Nikotinpflastern oder Placebo behandelt wurden.

Nicht-psychiatrische

Psychiatrische Kohorte

Kohorte

CA Woche 9-12 n/N (%)

Vareniclin 382/1'005 (38.0%)

301/1'032 (29.2%)

Bupropion 261/1'001 (26.1%)

199/1'033 (19.3%)

267/1'013 (26.4%)

209/1'025 (20.4%)

Placebo

138/1'009 (13.7%)

117/1'026 (11.4%)

CA Woche 9-24 n/N (%)

Vareniclin 256/1'005 (25.5%)

189/1'032 (18.3%)

Bupropion 188/1'001 (18.8%)

142/1'033 (13.7%)

187/1'013 (18.5%)

133/1'025 (13.0%)

Placebo

106/1'009 (10.5%)

85/1'026 (8.3%)

Neuropsychiatrische Sicherheit: Metaanalysen und Anwendungsbeobachtungen

Analysen klinischer Studiendaten ergaben keinen Hinweis auf ein erhöhtes Risiko schwerwiegender

neuropsychiatrischer Ereignisse unter Vareniclin verglichen mit Placebo. Unabhängige

Anwendungsbeobachtungen zeigten ebenfalls kein erhöhtes Risiko für schwere neuropsychiatrische

Ereignisse bei Patienten unter Vareniclin im Vergleich zu Patienten, denen eine

Nikotinersatztherapie (NRT) oder Bupropion verschrieben wurde.

Analyse klinischer Studien

Zur Beurteilung suizidaler Gedanken und Verhaltensweisen gemäss der Columbia-Suicide Severity

Rating Skala (C-SSRS) wurde eine Metaanalyse von 5 randomisierten, doppelblinden, Placebo-

kontrollierten Studien mit 1'907 Patienten (1'130 Vareniclin, 777 Placebo) durchgeführt. Diese

Metaanalyse umfasste eine Studie (n=127) mit Patienten mit Schizophrenie oder schizoaffektiven

Störungen in ihrer Vorgeschichte und eine weitere Studie (n=525) mit Patienten mit Depressionen in

ihrer Vorgeschichte. Die Ergebnisse zeigten keine Zunahme der Häufigkeit suizidaler Gedanken

und/oder Verhaltensweisen bei mit Vareniclin behandelten Patienten im Vergleich zu Patienten unter

Placebo (vgl. Tabelle unten). 48 der 55 Patienten, welche über suizidale Gedanken oder

Verhaltensweisen berichteten (24 Vareniclin, 24 Placebo) stammten aus den beiden Studien, welche

Patienten mit Schizophrenie, schizoaffektiven Störungen oder Depressionen in der Vorgeschichte

eingeschlossen hatten. In den anderen drei Studien berichteten nur wenige Patienten über solche

Ereignisse (4 Vareniclin, 3 Placebo).

Anzahl Patienten und relatives Risiko für suizidale Gedanken und/oder Verhaltensweisen gemäss C-

SSRS aus einer Metaanalyse von 5 klinischen Studien:

Vareniclin

n=1'130

Placebo

n=777

Patienten mit suizidalen Gedanken und/oder

28 (2.5)

27 (3.5)

Verhaltensweisen*

[n (%)]**

Entsprechende Patientenjahre Exposition

Relatives Risiko # (RR; 95% KI)

0.79 (0.46, 1.36)

* Von diesen berichtete in jedem Studienarm ein Patient über suizidale Verhaltensweisen.

** Patienten mit Ereignissen bis zu 30 Tage nach der Behandlung; % werden nicht durch die Studie

gewichtet.

# RR der Inzidenzraten pro 100 Patientenjahre

Eine Metaanalyse von 18 doppelblinden, randomisierten, Placebo-kontrollierten klinischen Studien

zur Beurteilung der neuropsychiatrischen Sicherheit von Vareniclin umfasste die 5 oben

beschriebenen Studien, welche die C-SSRS anwendeten und insgesamt 8'521 Patienten einschlossen

(5'072 Vareniclin, 3'449 Placebo), wobei einige davon psychiatrische Erkrankungen aufwiesen.

Abgesehen von Schlafstörungen zeigten die Resultate eine ähnliche Inzidenz unerwünschter

neuropsychiatrischer Ereignisse bei Patienten unter Behandlung mit Vareniclin verglichen mit

Patienten unter Placebo, wobei das relative Risiko (RR) bei 1.01 (95% KI: 0.88, 1.15) lag.

Zusammenfassende Daten aus diesen 18 Studien zeigten eine ähnliche Inzidenzrate der einzelnen

Kategorien psychiatrischer Ereignisse bei Patienten unter Behandlung mit Vareniclin im Vergleich

zu mit Placebo behandelten Patienten. Die folgende Tabelle beschreibt die am häufigsten (≥1%)

berichteten Kategorien unerwünschter Ereignisse in Bezug auf die psychiatrische Sicherheit

abgesehen von Schlafstörungen und Schlafbeeinträchtigungen.

Unerwünschte psychiatrische Ereignisse aufgetreten bei ≥1% der Patienten aus zusammengefassten

Daten von 18 klinischen Studien:

Vareniclin

n=5'072

Placebo

n=3'449

Angststörungen und Symptome

253 (5.0)

206 (6.0)

Depressive Stimmungsschwankungen und Störungen 179 (3.5)

108 (3.1)

Stimmungsschwankungen und Störungen o.n.A.*

116 (2.3)

53 (1.5)

* o.n.A. = ohne nähere Angabe

Werte (Prozentangaben) entsprechen der Anzahl Patienten, die das Ereignis meldeten.

Beobachtungsstudien

Vier Anwendungsbeobachtungen, jede mit 10'000 bis 30'000 Vareniclin-Anwendern in den

bereinigten Analysen, verglichen das Risiko schwerwiegender neuropsychiatrischer Ereignisse

einschliesslich neuropsychiatrischen Hospitalisierungen und tödliche sowie nicht tödliche

Selbstverletzung bei Patienten unter Vareniclin mit Patienten, denen eine Nikotinersatztherapie

(NRT) oder Bupropion verschrieben wurde. Bei allen Studien handelte es sich um retrospektive

Kohortenstudien mit Patienten mit und ohne psychiatrische Krankengeschichte. Alle Studien

verwendeten statistische Methoden, um Störfaktoren, einschliesslich bevorzugter Verschreibung von

Vareniclin an gesündere Patienten, zu kontrollieren, jedoch bleibt die Möglichkeit restlicher

Störfaktoren bestehen.

Zwei der Studien fanden keinen Unterschied bezüglich des Risikos neuropsychiatrischer

Hospitalisierungen zwischen Vareniclin-Anwendern und Anwendern von Nikotinpflastern (Hazard

Ratio [HR] 1.14; 95% (KI): 0.56, 2.34 in der ersten Studie und 0.76; 95% KI: 0.40, 1.46 in der

zweiten Studie). Aufgrund der Auslegung der Studien sind die Möglichkeiten zur Erkennung von

Unterschieden begrenzt. In der dritten Studie zeigte sich kein Unterschied zwischen Anwendern von

Vareniclin bzw. Bupropion bezüglich des Risikos für unerwünschte psychiatrische Ereignisse,

welche beim Aufenthalt in einer Notfallstation oder bei stationärer Aufnahme diagnostiziert wurden

(HR 0.85; 95% KI: 0.55, 1.30). Basierend auf Post-Marketing-Berichten kann Bupropion mit

unerwünschten neuropsychiatrischen Ereignissen in Verbindung gebracht werden. Die vierte Studie

zeigte keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für tödliche und nicht tödliche Selbstverletzung (HR

von 0.88; 95% KI: 0.52, 1.49) bei Patienten unter Vareniclin im Vergleich zu Patienten, denen eine

Nikotinersatztherapie (NRT) verschrieben wurde. Das Auftreten von vollzogenem Suizid innerhalb

von 3 Monaten nach Beginn jeglicher medikamentösen Behandlung war selten (2 Fälle aus 31'260

Vareniclin-Anwendern bzw. 6 Fälle aus 81'545 NRT-Anwendern).

Weitere Beobachtungsstudien

Schwangerschafts-Kohortenstudie

Eine bevölkerungsbezogene Kohortenstudie verglich Säuglinge, die in utero Vareniclin ausgesetzt

waren (n=335), mit Säuglingen von Müttern, die während der Schwangerschaft geraucht haben

(n=78'412) und mit Säuglingen von Müttern, die nicht geraucht haben (n=806'438). In dieser Studie

hatten Säuglinge, die in utero Vareniclin ausgesetzt waren, kein höheres Risiko für schwerwiegende

angeborene Fehlbildungen (3.6%) als Säuglinge von Müttern, die während der Schwangerschaft

geraucht haben (4.3%), oder von nicht-rauchenden Müttern (4.2%). Ähnlich war das Risiko für das

Auftreten von Totgeburt (0.3%, 0.5% bzw. 0.3%), zu geringer Grösse für das Gestationsalter (12.5%,

17.1% bzw. 9.1%), Frühgeburt (7.5%, 7.9% bzw. 5.8%) oder frühzeitigem Blasensprung (3.6%,

5.4% bzw. 3.8%) bei Vareniclin Exposition in utero, gegenüber jenem rauchender und nicht-

rauchender Mütter nicht erhöht (siehe «Schwangerschaft/Stillzeit»).

Pharmakokinetik

Absorption

Die maximale Plasmakonzentration wird normalerweise innert 3-4 Stunden nach oraler

Administration erreicht. Bei gesunden Probanden wurde der Steady-State nach oraler Mehrfachgabe

innert 4 Tagen erreicht. Die Absorption ist nahezu vollständig nach oraler Administration und die

systemische Verfügbarkeit ist hoch. Gleichzeitige Nahrungsaufnahme oder die Tageszeit der

Einnahme haben keinen Einfluss auf die orale Bioverfügbarkeit von Vareniclin.

Distribution

Die Plasmaproteinbindung von Vareniclin ist gering (<20%) und unabhängig vom Alter und der

Nierenfunktion. Das scheinbare Verteilungsvolumen betrug durchschnittlich 415 l (% CV=50) im

Steady-State.

Metabolismus

Vareniclin wird kaum metabolisiert. 92% werden unverändert über den Urin ausgeschieden.

Elimination

Die Eliminationshalbwertszeit von Vareniclin Tartrat beträgt circa 24 Stunden. Die renale

Elimination von Vareniclin erfolgt primär durch glomeruläre Filtration und aktive tubuläre Sekretion

über den Transporter für organische Kationen (OCT2) (siehe «Interaktionen»).

Linearität/Nicht-Linearität

Vareniclin Tartrat zeigt lineare Kinetik, wenn es als Einmal- oder Mehrfachdosis gegeben wird.

Pharmakokinetik spezieller Patientengruppen

Spezifische Pharmakokinetikstudien und Analysen der Populationspharmakokinetik haben gezeigt,

dass das Alter, die Herkunft, das Geschlecht, der Raucherstatus oder die Anwendung einer Co-

Medikation keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von Vareniclin haben.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Aufgrund der Abwesenheit einer signifikanten hepatischen Metabolisierung, wird nicht erwartet,

dass die Pharmakokinetik von Vareniclin bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

beeinflusst wird (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Die Pharmakokinetik von Vareniclin war bei Patienten mit leichter Niereninsuffizienz unverändert

(geschätzte Kreatinin-Clearance >50 ml/min aber ≤80 ml/min). Bei Patienten mit mittelschwerer

Niereninsuffizienz (geschätzte Kreatinin-Clearance ≥30 ml/min aber ≤50 ml/min) war die

Vareniclin-Exposition 1.5-mal höher als bei Patienten mit normaler Nierenfunktion (geschätzte

Kreatinin-Clearance >80 ml/min). Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (geschätzte

Kreatinin-Clearance <30 ml/min) war die Vareniclin-Exposition um 2.1-mal höher. Bei Patienten mit

terminaler Niereninsuffizienz (ESRD) wurde Vareniclin durch Hämodialyse effizient entfernt.

Während für Patienten mit leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz keine Dosisanpassung nötig

ist, wird für Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung eine Reduktion der Dosierungsfrequenz

auf 1 mg 1-mal täglich empfohlen (siehe «Dosierung/Anwendung»). Die Dosis sollte zu Beginn

während 3 Tagen 1-mal täglich 0.5 mg betragen und dann auf 1-mal täglich 1 mg gesteigert werden.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung notwendig (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Eine kombinierte Pharmakokinetikstudie mit Einmal- und Mehrfachgabe an 16 gesunden älteren

männlichen und weiblichen Rauchern (65-75 Jahre alt) zeigte, dass die Pharmakokinetik von 1 mg

Vareniclin Tartrat, verabreicht 1-mal oder 2-mal täglich an 7 aufeinanderfolgenden Tagen,

vergleichbar war mit derjenigen von jüngeren Probanden.

Pädiatrie

Da die Sicherheit und Wirksamkeit von Vareniclin bei pädiatrischen Patienten nicht nachgewiesen

wurde, wird Vareniclin nicht zur Anwendung bei Patienten unter 18 Jahren empfohlen.

Die Pharmakokinetik nach Einzel- und Mehrfachdosierung von Vareniclin wurde an Jugendlichen im

Alter von 12 bis und mit 17 Jahren untersucht. Sie war annähernd dosisproportional im untersuchten

Dosisbereich von 0.5 bis 2 mg täglich. Bei jugendlichen Patienten mit einem Körpergewicht >55 kg

war die systemische Exposition im Steady State, bestimmt durch die AUC(0–24), bei gleicher

Dosierung vergleichbar mit den Werten bei Erwachsenen. Bei jugendlichen Patienten mit einem

Körpergewicht ≤55 kg war die tägliche systemische Exposition im Steady State bei Dosierung von

0.5 mg 2-mal täglich im Vergleich zu Erwachsenen durchschnittlich um ca. 40% höher.

Präklinische Daten

Es wurden Karzinogenitätsstudien an Mäusen und Ratten mit Dosen von bis zu 20 mg/kg/Tag resp.

15 mg/kg/d durchgeführt. Die systemische Arzneimittelexposition (Cmax) war bei Ratten und

Mäusen um 50-mal höher als beim Menschen bei einer Dosierung von 2-mal tgl. 1 mg. Mäuse und

weibliche Ratten, welche während 2 Jahren Vareniclin erhielten, zeigten keine Anzeichen für einen

karzinogenen Effekt. Bei männlichen Ratten war die Inzidenz eines Hibernoms (Tumor des braunen

Fettgewebes) bei mittlerer Dosierung (1 Tumor bei 29-facher humaner Cmax-Exposition) und bei

der maximalen Dosierung erhöht (2 Tumore bei 50-facher humaner Cmax-Exposition). Die klinische

Relevanz für den Menschen ist unklar.

Vareniclin hatte keinen genotoxischen Effekt, mit oder ohne metabolische Aktivierung, basierend auf

den folgenden Tests: Ames-Test, CHO/HGPRT-Genmutationstest, und in vitro in humanen

Lymphozyten. Ebenso wurden im Mikrokerntest keine Hinweise für ein mutagenes Potential

gefunden.

Vareniclin war nicht teratogen bei Ratten und Kaninchen in oralen Dosen von bis zu 15 resp.

30 mg/kg/d (50-fache resp. 134-fache humane Cmax bei 2-mal tgl. 1 mg).

In Reproduktionsstudien bei Tieren zeigte Vareniclin einen unerwünschten Effekt auf den Fetus. Bei

den Nachkommen von Ratten, welche orale Dosen von 15 mg/kg/d (36-fache humane AUC bei 2-

mal tgl. 1 mg) erhielten, wurde eine Abnahme der Fertilität und eine Zunahme des akustischen

Schreckreflexes beobachtet. Zudem führte die orale Verabreichung von Vareniclin Succinat in Dosen

von 30 mg/kg/d (50-fache humane AUC bei 2-mal tgl. 1 mg) bei trächtigen Kaninchen zu einem

verringerten Gewicht des Fetus.

Bei Ratten, welche Vareniclin in einer Dosierung von bis zu 15 mg/kg/d erhielten (40-fache humane

Cmax bei 2-mal tgl. 1 mg), wurde keine Beeinträchtigung der Fertilität festgestellt.

Präklinische Daten weisen darauf hin, dass Vareniclin verstärkende Eigenschaften (Reinforcement)

besitzt, wenn auch in geringerem Mass als Nikotin. In klinischen Studien am Menschen zeigte

Vareniclin ein geringes Missbrauchspotenzial.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Champix kann bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 25 °C und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

57736 (Swissmedic).

Packungen

Champix Initialpackung für die ersten 4 Wochen, Filmtabletten: 11-mal 0.5 mg und 42-mal 1 mg.

Champix 0.5 mg, Filmtabletten: 56. [B]

Champix 1 mg, Filmtabletten: 56, 112. [B]

Zulassungsinhaberin

Pfizer AG, Zürich.

Stand der Information

Juli 2017.

LLD V019

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Dokumentverlauf anzeigen

Teilen Sie diese Informationen