Celebrex 200 mg Kapseln

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

24-10-2018

Fachinformation Fachinformation (SPC)

24-10-2018

Wirkstoff:
celecoxibum
Verfügbar ab:
Pfizer PFE Switzerland GmbH
ATC-Code:
M01AH01
INN (Internationale Bezeichnung):
celecoxibum
Darreichungsform:
Kapseln
Zusammensetzung:
celecoxibum 200 mg, lactosum monohydricum 49.8 mg, natrii laurilsulfas, povidonum K 30, carmellosum natricum conexum, magnesii stearas, Kapselhülle: gelatina, E 171, Drucktinte: lacca, propylenglycolum, E 172 (flavum), pro capsula corresp., natrium 0.71 mg.
Klasse:
B
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
selektiver COX-2 Hemmer
Zulassungsnummer:
54994
Berechtigungsdatum:
1999-03-15

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

23-10-2018

Fachinformation Fachinformation - Französisch

01-07-2019

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

19-10-2018

Fachinformation Fachinformation - Italienisch

01-07-2020

Patienteninformation

Celebrex®

Pfizer PFE Switzerland GmbH

Was ist Celebrex und wann wird es angewendet?

Celebrex wird zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen bei Arthrose, rheumatoider

Arthritis, juveniler idiopathischer Arthritis (bei Kindern mit einem Körpergewicht über 25 kg) und

Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) angewendet. Es gehört zur Arzneimittelgruppe der

nicht-steroidalen Antirheumatika, die überwiegend durch eine Hemmung der Cyclooxygenase 2

(COX-2) wirken. Ihr Körper bildet Substanzen, die man als Prostaglandine bezeichnet. Einige

Prostaglandine verursachen Schmerzen und Entzündungen oder sind wichtig für das normale

Funktionieren der Niere oder Blutgefässe, während andere helfen, die Magenschleimhaut zu

schützen. Celebrex wirkt, indem es die Menge derjenigen Prostaglandine, die zu Schmerzen und

Entzündungen führen, verringert, und weniger die magenschützenden Prostaglandine beeinflusst.

Celebrex darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.

Wann darf Celebrex nicht angewendet werden?

Celebrex darf nicht eingenommen werden,

·wenn Sie auf einen der Inhaltsstoffe allergisch reagieren oder nach der Einnahme von

Acetylsalicylsäure oder anderen Schmerz- oder Rheumamitteln, sogenannten nicht-steroidalen

entzündungshemmenden Arzneimitteln Atemnot oder allergieähnliche Hautreaktionen hatten,

·in der Schwangerschaft und wenn für Sie die Möglichkeit besteht, schwanger zu werden,

·in der Stillzeit,

·bei aktiven Magen- und/oder Zwölffingerdarmgeschwüren oder Magen-/Darm-Blutungen,

·bei chronischen Darmentzündungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa),

·bei schwerer Einschränkung der Leber- oder Nierenfunktion,

·bei Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz),

·bei Durchblutungsstörungen des Herzens (ischämische Herzerkrankung, z.B. Herzinfarkt, Koronare

Herzkrankheit (KHK), Angina pectoris) oder des Gehirns (zerebrovaskuläre Erkrankung, z.B.

Schlaganfall, Schlaganfall-ähnliches Ereignis),

·zur Behandlung von Schmerzen nach einer koronaren Bypassoperation am Herzen (resp. Einsatz

einer Herz-Lungen-Maschine).

Wann ist bei der Einnahme von Celebrex Vorsicht geboten?

Während der Behandlung mit Celebrex können im oberen Magen-Darm-Trakt

Schleimhautgeschwüre, selten Blutungen oder in Einzelfällen Perforationen (Magen-,

Darmdurchbrüche) auftreten. Diese Komplikationen können während der Behandlung jederzeit auch

ohne Warnsymptome auftreten. Um dieses Risiko zu verringern, verschreibt Ihr Arzt oder Ihre Ärztin

Ihnen die kleinste wirksame Dosis während der kürzest möglichen Therapiedauer. Wenden Sie sich

an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie Magenschmerzen haben und einen Zusammenhang mit der

Einnahme des Arzneimittels vermuten.

Für gewisse Schmerzmittel, die sogenannten COX-2-Hemmer, wurde unter hohen Dosierungen

und/oder Langzeitbehandlung ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall festgestellt. Für

Celebrex kann ein ähnlich erhöhtes Risiko nicht ausgeschlossen werden. Falls Sie bereits einen

Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Verschlusskrankheit der Beinarterien hatten oder falls Sie

Risikofaktoren haben (wie hohen Blutdruck, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), hohe

Blutfettwerte, Rauchen), wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin entscheiden, ob Sie Celebrex trotzdem

anwenden können. Informieren Sie in jedem Fall Ihren Arzt oder Ihre Ärztin darüber.

Die Einnahme von Celebrex kann die Funktion Ihrer Nieren beeinträchtigen, was zu einer Erhöhung

des Blutdrucks und/oder zu Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) führen kann.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Ihre Herz-, Leber- oder Nierenfunktion

eingeschränkt ist, falls Sie Arzneimittel gegen Bluthochdruck (z.B. harntreibende Mittel, ACE-

Hemmer, Betablocker) einnehmen oder bei einem erhöhten Flüssigkeitsverlust, z.B. durch starkes

Schwitzen.

Sehr selten wurden schwerwiegende Hautreaktionen (in einigen Fällen auch mit tödlichem Ausgang)

und schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen bei Patienten unter Behandlung mit Celecoxib,

dem Wirkstoff von Celebrex, berichtet. Celebrex ist bei den ersten Anzeichen für eine

Überempfindlichkeitsreaktion (z.B. Hautausschlag, Nesselsucht, Schwellungen der Haut- oder

Schleimhäute, Atemnot, Fieber, Abgeschlagenheit) abzusetzen und der Arzt/die Ärztin sofort zu

kontaktieren (siehe unter «Welche Nebenwirkungen kann Celebrex haben?»).

Bei Behandlung mit Celecoxib wurden in einigen Fällen schwerwiegende Leberreaktionen

beobachtet. Dies waren u.a. schwere Leberentzündung, Leberschäden und Leberversagen, in einigen

Fällen mit tödlichem Ausgang oder mit einer Lebertransplantation als Folge. Wo der Zeitpunkt des

Auftretens der Reaktionen festgehalten werden konnte, entwickelten sich die meisten

schwerwiegenden Leberreaktionen innerhalb eines Monats nach Behandlungsbeginn (mögliche

Anzeichen schwerer Leberreaktionen siehe unter «Welche Nebenwirkungen kann Celebrex

haben?»).

Leiden Sie gleichzeitig an einer Infektion, können durch die Einnahme von Celebrex die Anzeichen

von Fieber verschleiert werden; dies kann Sie irrtümlich vermuten lassen, die Infektion habe sich

gebessert oder sei nicht schwerwiegend.

Celebrex hat wie andere COX-2-Hemmer keine Wirkung auf die Blutgerinnung. Wenn Sie mit

gerinnungshemmenden (blutverdünnenden) Arzneimitteln wie Acetylsalicylsäure zur Vorbeugung

eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls behandelt werden, dürfen Sie diese Arzneimittel nicht

absetzen, ohne Ihren Arzt zu fragen, denn Celebrex kann deren Wirkung auf die Blutgerinnung nicht

ersetzen.

Celebrex verursacht normalerweise kein Schwindelgefühl und macht nicht schläfrig. Wenn Sie sich

nach der Einnahme von Celebrex jedoch benommen oder schläfrig fühlen, sollten Sie weder aktiv am

Strassenverkehr teilnehmen noch Maschinen bedienen, bis Sie sich wieder besser fühlen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden, insbesondere Fluconazol gegen Pilzinfektionen, Fluvastatin gegen hohe

Cholesterinwerte oder Medikamente gegen Tuberkulose, Epilepsie, Depression, Schizophrenie,

Herzrhythmusstörungen, Husten, Rheuma sowie Blutgerinnungsmedikamente, Diuretika, Narkotika,

Beta-Blocker, Sulfonamide sowie entzündungshemmende Mittel wie z.B. Acetylsalicylsäure,

Ibuprofen oder Diclofenac.

Darf Celebrex während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Celebrex darf während der Schwangerschaft und von Frauen, die während der Behandlung

schwanger werden können, nicht angewendet werden.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten.

Celebrex darf während der Stillzeit nicht verwendet werden.

Wie verwenden Sie Celebrex?

Celebrex wird in Abhängigkeit von der Schwere der Erkrankung dosiert. Halten Sie sich bezüglich

der Dosierung der Celebrex Kapseln und den Zeitpunkt der Einnahme an die Anweisungen Ihres

Arztes bzw. Ihrer Ärztin, er bzw. sie wird die Dosierung und die Dauer der Behandlung individuell

für Sie anpassen.

Celebrex kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Dosierung für Kinder

Für Kinder und Jugendliche mit einem Körpergewicht über 25 kg beträgt die Dosierung 100 mg

zweimal täglich.

Für Jugendliche mit einem Körpergewicht >50 kg beträgt die empfohlene Anfangsdosis 100 mg

zweimal täglich. Der Arzt bzw. die Ärztin kann die Dosierung in gewissen Fällen auf 200 mg

zweimal täglich erhöhen.

Kinder mit einem Körpergewicht von 25 kg oder weniger sollten Celecoxib nicht einnehmen.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann Sie beraten, wie dieses Arzneimittel Kindern, denen das Schlucken

der Kapseln Schwierigkeiten bereitet, am besten verabreicht werden kann. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin

kann empfehlen, den gesamten Inhalt der Kapsel auf einen gestrichenen Teelöffel Apfelmus,

Reisschleim, Joghurt oder Bananenmus (gekühlt oder bei Zimmertemperatur) zu entleeren und

diesen dann unverzüglich mit Wasser hinunterzuspülen.

Normale Dosierung für Erwachsene

Arthrose: einmal täglich 200 mg oder zweimal täglich 100 mg. Bei unzureichender Wirksamkeit,

kann Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Ihnen auch eine Dosis von zweimal täglich 200 mg (entsprechend

400 mg Celecoxib pro Tag) verordnen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie zwei Wochen nach Behandlungsbeginn

oder Dosiserhöhung keine Besserung verspüren.

Rheumatoide Arthritis: zweimal täglich 100 mg. Bei einigen Patienten mit unzureichender

Wirksamkeit kann die Dosis auf zweimal täglich 200 mg (entsprechend 400 mg Celecoxib pro Tag)

gesteigert werden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie zwei Wochen nach Behandlungsbeginn oder

Dosiserhöhung keine Besserung verspüren.

Spondylitis ankylosans: 200 mg einmal täglich oder aufgeteilt in zwei Dosen. Bei Patienten mit

ungenügender Wirksamkeit kann die Dosis auf 400 mg einmal täglich oder aufgeteilt in zwei Dosen

erhöht werden. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie zwei Wochen nach Behandlungsbeginn

oder Dosiserhöhung keine Besserung verspüren.

Maximale Tagesdosis

Nehmen Sie nicht mehr als 4 Celebrex 100 mg Kapseln oder nicht mehr als 2 Celebrex 200 mg

Kapseln in 24 Stunden ein.

Bei älteren Patienten bzw. Patientinnen mit einem sehr tiefen Körpergewicht (unter 50 kg) sollte die

Behandlung mit der tieferen Dosierung (200 mg pro Tag) begonnen werden.

Celebrex wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie dieses Medikament nicht an andere

Personen weiter, auch wenn deren Symptome den Ihren zu gleichen scheinen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Was ist zu tun, wenn Sie zu viele Kapseln eingenommen haben?

Sollten Sie zu viele Kapseln eingenommen haben, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt bzw. Ihre

Ärztin oder die Notaufnahme eines Spitals.

Welche Nebenwirkungen kann Celebrex haben?

Wenn Sie hinsichtlich Nebenwirkungen besorgt sind, richten Sie Ihre Fragen an Ihren Arzt bzw. Ihre

Ärztin. Es ist wichtig, dass Sie wissen was geschehen kann, so dass Sie angemessen vorgehen

können, wenn Celebrex Nebenwirkungen zeigt.

Die häufigsten Nebenwirkungen werden unten aufgeführt. Sie treten normalerweise in milder und

unproblematischer Form auf.

Infektionen der oberen Atemwege (wie Nasennebenhöhlenentzündung, Schnupfen),

Rachenentzündung, Husten, Atemnot, grippeähnliche Symptome, Harnwegsinfektionen,

Schlaflosigkeit, Schwindel (Schwindelgefühl), Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit

(Krankheitsgefühl), Erbrechen, Durchfall, Verdauungsstörungen und Blähungen, Schluckstörungen,

Bluthochdruck, Verschlechterung eines bestehenden Bluthochdrucks, Hautausschlag, Juckreiz,

Schwellungen (Flüssigkeitsansammlung im Gewebe) an verschiedenen Körperstellen (z.B. Kopf,

Hände, Beine, Füsse), Verschlechterung einer Allergie (Überempfindlichkeit), erhöhte

Muskelspannung, Gelenkschmerzen, unfallbedingte Verletzungen.

Gelegentlich wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet:

Angstzustände, Depression, Müdigkeit, Schläfrigkeit, verschwommenes Sehen, Entzündung der

Augenbindehaut, Missempfindungen (Parästhesien), Schlaganfall, Ohrgeräusche, verminderte

Hörleistung, Herzinfarkt, Herzleistungsschwäche, Herzklopfen (bewusste Wahrnehmung Ihres

Herzschlages), erhöhter Puls, kleinflächige Blutungen in der Haut, Nesselsucht, erschwerte Atmung,

Verkrampfung der Atemwege (Bronchospasmus), Blutarmut (erniedrigte Anzahl roter

Blutkörperchen, was zu Schwäche oder Kurzatmigkeit führen kann), Schmerzen im Brustbereich

(generalisierter Schmerz unabhängig vom Herzen), Verstopfung, saures Aufstossen, Magen- und

Mundschleimhautentzündung, Verschlechterung einer bestehenden Magen-Darm-Entzündung,

Leberfunktionsstörung, Beinkrämpfe, Gesichtsödeme.

Selten wurden Koordinationsstörungen, Verwirrtheit, Halluzinationen, Veränderungen der

Geschmacksempfindung, Blutung im Auge, Herzrhythmusstörungen, Erröten mit Hitzegefühl,

Lungenentzündung, Bildung eines Blutgerinnsels in den Blutgefässen der Lunge (Lungenembolie)

mit Symptomen wie plötzliche Atemnot, scharfer Schmerz beim Atmen oder Kollaps, Blutungen im

Magen-Darm-Bereich, Magen-, Darm- und Speiseröhrengeschwüre, Entzündung der

Bauchspeicheldrüse, Darmdurchbruch, Dickdarmentzündung, Speiseröhrenentzündung,

Leberentzündung, akute Niereninsuffizienz, Schwarzfärbung des Stuhls, Haarausfall, lokale

Schwellungen von Haut und Schleimhäuten (Angioödeme), Lichtempfindlichkeit und

Zyklusstörungen beobachtet.

Sehr selten wurden folgende Nebenwirkungen gemeldet:

Schwerwiegende allergische Reaktionen und anaphylaktischer (allergischer) Schock,

Verschlechterung von Krampfleiden (Epilepsie), Gehirnhautentzündung, Geschmacksverlust, Verlust

des Geruchssinnes, Verschluss eines Blutgefässes am Auge mit Sehverschlechterung und ggf.

Erblindung, Entzündung von Gefässen, Hirnblutung mit tödlichem Ausgang, Leberschäden,

Leberversagen und schwere Leberentzündung (mögliche Anzeichen dafür sind Übelkeit

(Krankheitsgefühl), Durchfall, Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut oder Augen), dunkle Verfärbung

des Urins, hell gefärbter Stuhl, Blutungsneigung, Juckreiz oder Schüttelfrost), Entzündung von

Muskeln, Nierenfunktionsstörungen, akutes Nierenversagen, Nierengewebsschädigungen

(interstitielle Nephritis), eingeschränkte weibliche Fruchtbarkeit, Schmerzen in der Brust.

Verschiedene schwerwiegende Haut- und Schleimhautentzündungen mit Rötung, Blasenbildung und

Abschälung oder Abschuppung der Haut, evtl. begleitet von Fieber und grippeartigen Symptomen

(wie sog. Erythema mulitiforme, toxische epidermale Nekrolyse, exfoliative Dermatitis und Stevens

Johnson Syndrom) oder gerötete Schwellungen mit zahlreichen kleinen Pusteln (akute generalisierte

exanthematöse Pustulosis).

Schwerer Hautausschlag, der von Fieber, Abgeschlagenheit, Lymphknotenschwellung und von

Auswirkungen u.a. auf Leber, Nieren oder Lunge (DRESS-Syndrom) begleitet sein kann.

In einer klinischen Studie bei Kindern mit juveniler idiopathischer Arthritis (JIA) entsprachen die

Nebenwirkungen in etwa denen, die in Arthritisstudien bei Erwachsenen beobachtet wurden.

Zusätzlich zu den oben aufgeführten Nebenwirkungen wurde über Kopfschmerz, Verschlimmerung

von Asthma und Blut im Urin berichtet.

Beenden Sie die Einnahme von Celebrex und informieren Sie sofort Ihren Arzt,

wenn Sie eine allergische Reaktion wie Hautausschlag, Nesselsucht, Schwellung der Haut oder

Schleimhaut (z.B. des Gesichts, der Lippen oder Zunge), pfeifenden Atem oder Atemnot haben;

wenn es bei Ihnen zu Hautreaktionen wie Ausschlag, Bläschenbildung oder Abschälung der Haut

kommt;

wenn Sie Herzbeschwerden haben, wie z.B. Schmerzen in der Brust;

wenn Sie Beschwerden wie Übelkeit (Krankheitsgefühl), Durchfall oder Gelbsucht (Ihre Haut oder

das Weisse in Ihren Augen erscheint gelb) feststellen, welche ein Hinweis auf schwere

Leberreaktionen sein könnten;

wenn es bei Ihnen zu starken Magenschmerzen kommt oder es Anzeichen von Blutungen im Magen

oder Darm gibt, wie schwarzer oder blutiger Stuhl oder Erbrechen von Blut.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie bei der Einnahme von Celebrex eine dieser

Nebenwirkungen bemerken.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Hinweis für Patienten mit Laktose-Intoleranz (Laktose ist ein Bestandteil von Celebrex):

Celebrex enthält Laktose und darf nicht von Patienten eingenommen werden, die an folgenden

seltenen erblichen Stoffwechselstörungen leiden: Galaktose-Unverträglichkeit, Lapp-Laktase-

Mangel oder Glukose-Galaktose-Verwertungsstörung.

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Ungebrauchte Kapseln sollten in die Apotheke zurückgebracht werden.

Wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Behandlung mit dem Arzneimittel abbricht, sollten die

ungebrauchten Kapseln ebenfalls in die Apotheke zurückgebracht werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Celebrex enthalten?

Der Wirkstoff von Celebrex ist Celecoxib.

Jede Celebrex 100 mg resp. 200 mg Kapsel enthält 100 mg resp. 200 mg Celecoxib und die

folgenden Hilfsstoffe: Laktosemonohydrat, Natrium-Laurylsulfat, Povidon K30, Croscarmellose-

Natrium und Magnesiumstearat. Die Kapselhüllen enthalten Gelatine, Titaniumdioxid E171; die

Tinte enthält Eisenoxid E172 (200 mg Kapseln) oder Indigotin E132 (100 mg Kapseln).

Zulassungsnummer

54994 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Celebrex? Welche Packungen sind erhältlich?

Celebrex erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Celebrex 100 mg: Packungen mit 30 Kapseln.

Celebrex 200 mg: Packungen mit 30 oder 100 Kapseln.

Zulassungsinhaberin

Pfizer PFE Switzerland GmbH, Zürich.

Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2016 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

PIL V011

Fachinformation

Celebrex®

Pfizer PFE Switzerland GmbH

Zusammensetzung

Wirkstoff: Celecoxib.

Hilfsstoffe:

Celebrex 100 mg und 200 mg Kapseln enthalten folgende Hilfsstoffe: Lactose-Monohydrat,

Natriumdodecylsulfat, Povidon K30, Croscarmellose-Natrium und Magnesiumstearat.

Die Kapselhüllen enthalten Gelatine, Titaniumdioxid E171; die Tinte enthält Eisenoxid E172

(200 mg Kapseln) oder Indigotin E132 (100 mg Kapseln).

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Jede 100 mg Kapsel enthält 100 mg Celecoxib.

Jede 200 mg Kapsel enthält 200 mg Celecoxib.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Symptomatische Behandlung von Entzündungen und Schmerzen bei Osteoarthrose, chronischer

Polyarthritis (rheumatoide Arthritis) und Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew).

Symptomatische Behandlung der juvenilen idiopathischen Arthritis bei Kindern und Jugendlichen

mit einem Körpergewicht über 25 kg.

Bei der Entscheidung einen selektiven COX-2-Hemmer zu verschreiben, muss das individuelle

Gesamtrisiko des Patienten berücksichtigt werden (siehe Abschnitte «Kontraindikationen» und

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Dosierung/Anwendung

Allgemeine Anweisungen

Celebrex sollte in der niedrigsten wirksamen Dosis über einen möglichst kurzen Zeitraum

verabreicht werden, da das kardiovaskuläre Risiko einer Celecoxib-Therapie mit Dosis und

Behandlungsdauer ansteigen kann. Die Therapienotwendigkeit sowie das Ansprechen auf die

Therapie sollten regelmässig überprüft werden, insbesondere bei Patienten mit Osteoarthrose (siehe

Abschnitte «Kontraindikationen», «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen», «Unerwünschte

Wirkungen» und «Eigenschaften/Wirkungen - Pharmakodynamik»).

Erwachsene

Osteoarthrose

Die empfohlene Dosierung beträgt einmal täglich 200 mg Celecoxib oder zweimal täglich 100 mg

Celecoxib. Bei einigen Patienten mit unzureichender Wirksamkeit kann eine Dosis von 200 mg

zweimal täglich die Wirkung steigern. Falls sich nach Dosiserhöhung innerhalb von zwei Wochen

keine Verbesserung der Wirksamkeit zeigt, sollten andere therapeutische Möglichkeiten in Erwägung

gezogen werden.

Rheumatoide Arthritis

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 200 mg Celecoxib täglich, aufgeteilt auf zwei Einzeldosen.

Die Dosis kann bei Bedarf auf 200 mg zweimal täglich erhöht werden. Falls sich nach

Dosiserhöhung innerhalb von zwei Wochen keine Verbesserung der Wirksamkeit zeigt, sollten

andere therapeutische Möglichkeiten in Erwägung gezogen werden.

Spondylitis ankylosans

Die empfohlene Tagesdosis beträgt 200 mg, einmal täglich oder aufgeteilt in zwei Dosen. Bei

Patienten mit ungenügender Linderung der Symptome kann eine höhere Dosierung von 400 mg,

einmal täglich oder aufgeteilt in zwei Dosen, die Wirksamkeit erhöhen. Ist innerhalb von zwei

Wochen keine Verbesserung des therapeutischen Nutzens feststellbar, sollten andere therapeutische

Möglichkeiten in Erwägung gezogen werden.

Bei Erwachsenen beträgt die empfohlene Tageshöchstdosis für alle Anwendungsgebiete 400 mg.

Kinder

Juvenile idiopathische Arthritis

Für Kinder und Jugendliche mit einem Körpergewicht >25 kg beträgt die Dosierung 100 mg zweimal

täglich.

Für Jugendliche mit einem Körpergewicht >50 kg beträgt die empfohlene Initialdosis 100 mg

zweimal täglich. Falls die Initialdosis gut toleriert wird, kann bei diesen Jugendlichen bei einer

ungenügenden Linderung der Symptome eine höhere Dosierung von 200 mg zweimal täglich die

Wirksamkeit erhöhen. Ist innerhalb von zwei Wochen keine Verbesserung des therapeutischen

Nutzens feststellbar, sollten andere therapeutische Möglichkeiten in Erwägung gezogen werden.

Kinder mit einem Körpergewicht ≤25 kg sollten Celecoxib nicht einnehmen.

Untersuchungen zur Sicherheit und Wirksamkeit von Celecoxib bei Kindern über einen Zeitraum

von 6 Monaten hinaus oder bei Patienten mit aktiver systemischer juveniler Arthritis (siehe Abschnitt

«Eigenschaften/Wirkungen – Pharmakodynamik») stehen aus.

Besondere Anweisungen

Ältere Patienten (>65 Jahre)

Wie bei jüngeren Patienten sollte die Anfangsdosis 200 mg betragen. Die Dosis kann bei Bedarf auf

2× 200 mg täglich erhöht werden. Bei älteren Patienten mit einem Körpergewicht unter 50 kg ist

besondere Vorsicht geboten (siehe Abschnitte «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und

«Pharmakokinetik»).

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Die Behandlung von Patienten mit klinisch manifesten, mässigen Leberfunktionsstörungen

(Serumalbumin 25-35 g/l) soll mit der Hälfte der empfohlenen Dosis begonnen werden. Die

Erfahrungen bei solchen Patienten sind auf Patienten mit Leberzirrhose beschränkt (siehe Abschnitte

«Kontraindikationen», «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Pharmakokinetik»).

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Die Erfahrung bei der Anwendung von Celecoxib bei Patienten mit leichten oder mässigen

Nierenfunktionsstörungen ist begrenzt. Daher sollen solche Patienten mit Vorsicht behandelt werden

(siehe Abschnitte «Kontraindikationen», «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und

«Pharmakokinetik»).

Langsame CYP2C9-Metabolisierer

Bei Patienten, die bekanntermassen (Genotypbestimmung bzw. Anamnese/Erfahrung mit anderen

CYP2C9-Substraten) oder vermutlich langsame CYP2C9-Metabolisierer sind, sollte Celecoxib mit

Vorsicht angewendet werden. Bei diesen Patienten sollte in Betracht gezogen werden, die Therapie

mit der Hälfte der niedrigsten empfohlenen Dosis zu initiieren (siehe Abschnitte «Interaktionen» und

«Pharmakokinetik»).

Art der Verabreichung

Celebrex kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden (siehe auch Abschnitt

«Pharmakokinetik - Absorption»).

Patienten, welche keine Mühe haben eine Kapsel zu schlucken, sollten die Celebrex Kapseln ganz

mit einem Schluck Wasser einnehmen.

Für Patienten, denen das Schlucken der Kapseln Schwierigkeiten bereitet, kann der Inhalt einer

Celecoxib Kapsel zu Apfelmus, Reisschleim, Joghurt oder Bananenmus hinzu gegeben werden.

Hierfür muss der gesamte Kapselinhalt vorsichtig auf einen gestrichenen Teelöffel Apfelmus,

Reisschleim, Joghurt oder Bananenmus (gekühlt oder bei Zimmertemperatur) entleert und

unverzüglich mit Wasser eingenommen werden. Der auf Apfelmus, Reisschleim oder Joghurt

gestreute Inhalt ist gekühlt (bei 2-8 °C) bis zu 6 Stunden lang haltbar. Der auf Bananenmus gestreute

Kapselinhalt sollte nicht (auch nicht gekühlt) aufbewahrt sondern sofort eingenommen werden.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss

Zusammensetzung.

Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Sulfonamiden.

Anamnese von Bronchospasmus, Urtikaria oder allergieähnlichen Symptomen nach Einnahme von

Acetylsalicylsäure oder anderen nicht-steroidalen Antirheumatika.

In der Schwangerschaft und bei gebärfähigen Frauen, es sei denn, dass sie eine sichere Methode zur

Schwangerschaftsverhütung anwenden. In den tierexperimentellen Untersuchungen an zwei

Tierspezies wurden Missbildungen beobachtet (siehe Abschnitte «Schwangerschaft/Stillzeit» und

«Präklinische Daten»). Ein mögliches Risiko beim Menschen während der Schwangerschaft ist nicht

bekannt, kann aber nicht ausgeschlossen werden.

In der Stillzeit (siehe Abschnitte «Schwangerschaft/Stillzeit» und «Präklinische Daten»).

Aktive Magen- und/oder Duodenalulzera oder gastrointestinale Blutungen.

Entzündliche Darmerkrankungen (wie M. Crohn, Colitis ulcerosa).

Schwere Leberfunktionsstörungen (Leberzirrhose und Aszites).

Schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <30 ml/min).

Herzinsuffizienz (NYHA II-IV).

Klinisch gesicherte koronare Herzkrankheit und/oder zerebrovaskuläre Erkrankungen.

Behandlung postoperativer Schmerzen nach einer koronaren Bypass-Operation (resp. Einsatz einer

Herz-Lungen-Maschine).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Wirkungen auf Gastrointestinaltrakt

Gastrointestinale Ulzerationen, Blutungen oder Perforationen können während der Behandlung mit

nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR), COX-2 selektiv oder nicht, jederzeit auch ohne

Warnsymptome oder anamnestische Hinweise auftreten.

Einige dieser Komplikationen verliefen tödlich. Daher ist bei der Behandlung von Patienten mit

besonders hohem Risiko für gastrointestinale Komplikationen unter NSAR Vorsicht geboten: z.B.

bei älteren Patienten, bei Patienten, die gleichzeitig andere NSAR, Acetylsalicylsäure oder

Glucocorticoide anwenden, bei Patienten, die Alkohol trinken oder bei Patienten mit

gastrointestinalen Erkrankungen wie Ulzera oder gastrointestinalen Blutungen in der Vorgeschichte.

Um dieses Risiko zu verringern, sollte die kleinste wirksame Dosis während der kürzest möglichen

Therapiedauer verabreicht werden.

Das Risiko gastrointestinaler Nebenwirkungen (Geschwüre und andere Komplikationen) erhöht sich

bei gleichzeitiger Anwendung von Celecoxib und Acetylsalicylsäure (auch bei niedrig dosierter

ASS). In klinischen Langzeitstudien konnte kein signifikanter Unterschied in der gastrointestinalen

Verträglichkeit zwischen selektiven COX-2-Hemmern + ASS und konventionellen nicht steroidalen

Antirheumatika (NSAR) + ASS beobachtet werden (siehe Abschnitt «Eigenschaften/Wirkungen -

Pharmakodynamik»).

Auch die gleichzeitige Anwendung von Celexocib mit anderen NSAR sollte vermieden werden.

Wirkungen auf Herz-Kreislauf

Für gewisse selektive COX-2-Hemmer wurde in placebo-kontrollierten Studien ein erhöhtes Risiko

für thrombotische kardio- und zerebrovaskuläre Komplikationen gezeigt. Es ist noch nicht bekannt,

ob dieses Risiko direkt mit der COX-1/COX-2 Selektivität der einzelnen NSAR korreliert (siehe

Abschnitt «Unerwünschte Wirkungen»).

In einer placebokontrollierten Langzeitstudie mit einer Dosierung von 2× 200 mg bzw. 2× 400 mg

Celecoxib täglich, welche Patienten mit sporadischen adenomatösen Polypen untersuchte, wurde im

Vergleich zu Placebo eine erhöhte Zahl schwerer kardiovaskulärer Ereignisse, insbesondere

Herzinfarkt, beobachtet.

Celebrex sollte in der niedrigsten wirksamen Dosis über einen möglichst kurzen Zeitraum

verabreicht werden, da das kardiovaskuläre Risiko einer Celecoxib-Therapie mit Dosis und

Behandlungsdauer ansteigen kann. Die relative Erhöhung dieses Risikos scheint bei Patienten mit

oder ohne bestehende kardiovaskuläre Erkrankungen bzw. Risikofaktoren ähnlich zu sein. Was die

absolute Inzidenz anbelangt, dürfte jedoch für Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen bzw.

Risikofaktoren aufgrund der für sie erhöhten Grundfrequenz ein höheres Risiko bestehen. Die

Therapienotwendigkeit sowie das Ansprechen auf die Therapie sollten regelmässig überprüft werden,

insbesondere bei Patienten mit Osteoarthrose (siehe Abschnitte «Kontraindikationen»,

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen», «Unerwünschte Wirkungen» und

«Eigenschaften/Wirkungen - Pharmakodynamik»).

Patienten mit erheblichen Risikofaktoren für das Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse (z.B.

Bluthochdruck, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus, Rauchen) oder peripherer arterieller

Verschlusskrankheit sollten nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung mit Celecoxib behandelt

werden (siehe «Wirkungen auf Niere/Hypertonie» sowie Abschnitt «Eigenschaften/Wirkungen»).

Selektive COX-2-Hemmer sind aufgrund der fehlenden Wirkung auf die Thrombozyten kein Ersatz

für Acetylsalicylsäure zur Prophylaxe von kardiovaskulären thromboembolischen Erkrankungen.

Daher sollte eine gerinnungshemmende Therapie nicht abgesetzt werden (siehe Abschnitt

«Eigenschaften/Wirkungen»).

Wirkungen auf Niere, Hypertonie

In klinischen Studien wurden unter Celecoxib ähnliche renale Effekte wie unter NSAR-

Vergleichspräparaten beobachtet. Die renalen Effekte von NSAR umfassen Wasserretention mit

Ödemen und/oder arterieller Hypertonie sowie Nierentoxizität:

·Wasserretention/Ödeme: Bei Patienten mit beeinträchtigter Herzfunktion und anderen Zuständen,

die zur Flüssigkeitsretention prädisponieren, sollte Celebrex nur mit Vorsicht angewendet werden, da

die Prostaglandinsynthesehemmung zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion und zu einer

vermehrten Flüssigkeitsretention führen kann. Vorsicht ist ebenfalls geboten bei Patienten, die

gleichzeitig Diuretika oder ACE-Hemmer einnehmen sowie bei erhöhtem Risiko einer Hypovolämie.

·Hypertonie: Wie bei allen NSAR kann auch durch Celecoxib das Auftreten oder die

Verschlechterung einer bestehenden Hypertonie ausgelöst werden. Beides kann zu einer erhöhten

Häufigkeit kardiovaskulärer Ereignisse beitragen (siehe auch «Wirkungen auf Herz/Kreislauf»).

Daher sind NSAR, einschliesslich Celecoxib, bei Patienten mit Hypertonie mit Vorsicht zu

verwenden. Zu Beginn und während der Therapie mit Celecoxib sollte der Blutdruck engmaschig

überwacht werden.

·Nierentoxizität: NSAR einschliesslich Celecoxib können nierentoxisch wirken. Das höchste Risiko

für das Auftreten einer Nierentoxizität besteht für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion,

Herzinsuffizienz oder Lebererkrankungen sowie bei älteren Menschen. Diese Patienten sind während

der Behandlung mit Celecoxib sorgfältig zu überwachen.

Anaphylaktoide Reaktionen und Hautreaktionen

In Verbindung mit der Anwendung von Celecoxib wurde sehr selten über schwerwiegende, in

einigen Fällen tödlich verlaufende, Hautreaktionen einschliesslich exfoliativer Dermatitis, Stevens-

Johnson-Syndrom und toxischer epidermaler Nekrolyse berichtet (siehe Abschnitt «Unerwünschte

Wirkungen»). Das höchste Risiko für derartige Reaktionen scheint zu Beginn der Therapie zu

bestehen, da diese Reaktionen in der Mehrzahl der Fälle im ersten Behandlungsmonat auftraten.

Schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie und Angioödeme) wurden bei

Patienten berichtet, die Celecoxib erhielten (siehe Abschnitt «Unerwünschte Wirkungen»). Bei

Patienten mit bekannter Allergie gegen Sulfonamide oder andere Arzneimittel könnte ein höheres

Risiko für schwerwiegende Hautreaktionen oder Überempfindlichkeitsreaktionen bestehen (siehe

Abschnitt «Kontraindikationen»). Beim ersten Anzeichen von Hautausschlägen,

Schleimhautläsionen oder anderen Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion sollte Celecoxib

abgesetzt werden.

Wirkungen auf Leber

Unter der Therapie mit Celecoxib wurden einige Fälle von schwerwiegenden Leberreaktionen

beschrieben. Hierbei handelte es sich u.a. um fulminante Hepatitis (in einigen Fällen mit tödlichem

Ausgang), Lebernekrose und Leberversagen (in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang oder mit einer

Lebertransplantation als Folge). Bei den Fällen, bei denen der Zeitpunkt des Auftretens der

Reaktionen dokumentiert werden konnte, entwickelten sich die meisten schwerwiegenden

hepatischen Nebenwirkungen innerhalb eines Monats nach Beginn der Behandlung mit Celecoxib

(siehe Abschnitt «Unerwünschte Wirkungen»).

Weitere Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Bei älteren Patienten besteht häufiger eine eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion sowie

insbesondere eine kardiale Dysfunktion. Daher sollen ältere Patienten unter angemessener ärztlicher

Beobachtung stehen. Falls es während der Behandlung zu einer Verschlechterung der oben

beschriebenen Organfunktionen kommt, sollten geeignete Massnahmen ergriffen und ein Abbruch

der Celecoxib-Therapie erwogen werden.

Celecoxib hemmt die Cytochromoxidase CYP2D6. Obwohl es kein stark wirkender Inhibitor dieses

Enzyms ist, kann eine Dosisreduktion bei Arzneimitteln notwendig werden, die über die CYP2D6

metabolisiert werden und bei denen eine individuelle Dosiseinstellung erforderlich ist (siehe

Abschnitt «Interaktionen»). Patienten, die bekanntermassen ein CYP2C9-Enzymsystem mit

verminderter Aktivität haben, sollen mit Vorsicht behandelt werden (siehe Abschnitt

«Pharmakokinetik»).

Celecoxib kann Fieber und andere Zeichen einer Entzündung maskieren.

Die gleichzeitige Anwendung von NSAR und oralen Antikoagulanzien erhöht das Risiko von

Blutungen und sollte vorsichtig erfolgen. Zu den oralen Antikoagulanzien zählen Warfarin vom

Cumarintyp und neue orale Antikoagulanzien (z.B. Apixaban, Dabigatran und Rivaroxaban). Bei

Patienten, die gleichzeitig mit Warfarin oder ähnlichen Wirkstoffen behandelt werden, wurde über

schwerwiegende Blutungsereignisse, von denen einige tödlich verliefen, berichtet. Da über einen

Anstieg der Thromboplastinzeit (INR) berichtet wurde, sollte die Antikoagulation/INR bei Patienten,

die Warfarin vom Cumarintyp erhalten, nach Beginn der Behandlung oder nach einer Änderung der

Dosis von Celecoxib überwacht werden (siehe Abschnitt «Interaktionen»).

Celebrex 100 mg und 200 mg Kapseln enthalten Lactose (142.2 mg bzw. 47.3 mg, berechnet als

wasserfreie Substanz). Patienten mit den seltenen hereditären Störungen Galactoseintoleranz, Lapp-

Lactasemangel oder Glucose-Galactose-Malabsorptions-Syndrom sollten dieses Arzneimittel nicht

verwenden.

Systemische Juvenile Idiopathische Arthritis

NSAR einschliesslich Celecoxib sollten bei der systemischen Form der JIA wegen des Risikos der

disseminierten intravasalen Gerinnung nur mit Vorsicht angewendet werden. Patienten mit

systemischer JIA, die Celecoxib erhalten, sollten auf die Entwicklung abnormer Gerinnungstests hin

überwacht werden.

Interaktionen

Pharmakodynamische Interaktionen

Antikoagulantien

Bei Patienten, die gleichzeitig Warfarin oder andere orale Antikoagulanzien einnehmen, soll die

Blutgerinnung überwacht werden - insbesondere in den ersten Tagen nach Behandlungsbeginn oder

nach einer Dosisänderung von Celecoxib, da bei diesen Patienten ein erhöhtes Risiko für

Blutungskomplikationen besteht. Patienten, die orale Antikoagulanzien erhalten, sollten daher

engmaschig auf ihre Thromboplastinzeit (INR) überwacht werden, vor allem in den ersten Tagen

nach Beginn der Behandlung oder nach einer Änderung der Dosis von Celecoxib (siehe Abschnitt

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Es wurden, vor allem bei älteren Patienten, die

Celecoxib gleichzeitig mit Warfarin erhielten, Fälle von Blutungen, einige mit tödlichem Verlauf, in

Verbindung mit einer verlängerten Thromboplastinzeit beschrieben.

Antihypertensiva einschliesslich ACE-Inhibitoren, Angiotensin-II-Antagonisten,Diuretika und

Betablocker

NSAR können die Wirkung von Antihypertensiva einschliesslich ACE-Inhibitoren, Angiotensin-II-

Antagonisten, Diuretika und Betablocker verringern. Wie bei NSAR kann auch bei Celecoxib in

Kombination mit ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Antagonisten oder Diuretika das Risiko einer,

üblicherweise reversiblen, akuten Niereninsuffizienz bei einigen Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion (z.B. dehydrierte oder ältere Patienten) erhöht sein. Deshalb sollte eine solche

Kombination besonders bei älteren Patienten nur mit Vorsicht verabreicht werden. Die Patienten

sollten angemessen hydriert sein und eine Überwachung der Nierenfunktion nach Beginn der

Begleittherapie und anschliessend in periodischen Abständen sollte erwogen werden.

Die gleichzeitige Verabreichung von NSAR, einschliesslich selektive COX-2-Hemmer, und ACE-

Hemmer bei älteren Patienten, Patienten mit reduziertem Volumen oder Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion, kann zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion, einschliesslich

eines möglichen akuten Nierenversagens, führen. Diese Auswirkungen sind in der Regel reversibel.

Ergebnisse der Lisinopril-Studie: In einer 28-tägigen klinischen Studie mit Patienten mit einer

Lisinopril-kontrollierten Hypertonie Stadium I und II führte die Verabreichung von zweimal täglich

200 mg Celecoxib im Vergleich zu einer Behandlung mit Placebo entsprechend der ambulanten 24-

Stunden-Blutdrucküberwachung zu keiner klinisch signifikanten Erhöhung des mittleren täglichen

systolischen oder diastolischen Blutdrucks. Von den Patienten, die gleichzeitig zweimal täglich 200

mg Celecoxib erhalten hatten, wurden 48% beim letzten Klinikbesuch als nicht auf Lisinopril

ansprechend beurteilt (definiert als ein mit Manschette gemessener diastolischer Blutdruck >90

mmHg oder ein mit Manschette gemessener diastolischer Blutdruck >10% im Vergleich zu

Studienbeginn), im Vergleich zu 27% der Patienten, die gleichzeitig Placebo erhalten hatten; dieser

Unterschied war statistisch signifikant.

Weitere pharmakodynamische Interaktionen

Cyclosporin und Tacrolimus: Wegen ihrer Wirkung auf die renalen Prostaglandine können NSAR in

Kombination mit Cyclosporin das Risiko einer Nephrotoxizität erhöhen. Es wird vermutet, dass die

gleichzeitige Verabreichung von NSAR und Cyclosporin oder Tacrolimus die nephrotoxische

Wirkung von Cyclosporin und Tacrolimus verstärkt. Die Nierenfunktion soll überwacht werden,

wenn Celecoxib mit einem dieser Arzneimittel kombiniert wird.

Acetylsalicylsäure: Celecoxib kann zusammen mit niedrig dosierter Acetylsalicylsäure verabreicht

werden, aber Celecoxib ist kein Ersatz für Acetylsalicylsäure zur kardiovaskulären Prophylaxe. In

klinischen Studien zeigte sich - wie auch bei anderen NSAR - bei gemeinsamer Anwendung mit

niedrig dosierter Acetylsalicylsäure ein gegenüber der alleinigen Anwendung von Celecoxib

erhöhtes Risiko für gastrointestinale Ulzerationen und andere gastrointestinale Komplikationen

(siehe Abschnitt «Eigenschaften/Wirkungen»).

Pharmakokinetische Interaktionen

Wirkungen von Celecoxib auf andere Arzneimittel

Cytochrom P450 2D6

Celecoxib ist ein CYP2D6-Inhibitor. Die Plasmaspiegel von Arzneimitteln, die Substrate dieses

Enzyms sind, können bei gleichzeitiger Gabe von Celecoxib erhöht sein. Arzneimittel, die über

CYP2D6 metabolisiert werden, sind u.a. Antidepressiva (trizyklische und selektive Serotonin-

Wiederaufnahme-Hemmer = SSRIs), Neuroleptika und Antiarrhythmika.

Es ist möglich, dass die Dosis von individuell eingestellten CYP2D6-Substraten bei Beginn der

Behandlung reduziert bzw. nach Ende der Behandlung erhöht werden muss.

Die gleichzeitige Verabreichung von zweimal täglich 200 mg Celecoxib führte zu einer 2.6-fachen

bzw. 1.5-fachen Erhöhung der Plasmakonzentrationen von Dextromethorphan und Metoprolol

(CYP2D6-Substrate). Diese Erhöhungen waren darin begründet, dass Celecoxib durch CYP2D6 den

Metabolismus des CYP2D6-Substrats hemmt.

Cytochrom P450 2C19

In-vitro-Studien haben gezeigt, dass Celecoxib den über CYP2C19 katalysierten Stoffwechsel

geringfügig hemmen kann. Die klinische Bedeutung dieses In-vitro-Befundes ist nicht bekannt. Über

CYP2C19 werden u.a. Diazepam, Citalopram und Imipramin metabolisiert.

Cytochrom P450 2C9

Celecoxib zeigt keine klinisch relevanten Wirkungen auf die Pharmakokinetik von Tolbutamid

(CYP2C9-Substrat, in der Schweiz nicht zugelassen) oder Glibenclamid.

Orale Kontrazeptiva

In einer Interaktionsstudie hatte Celecoxib keine klinisch relevanten Wirkungen auf die

Pharmakokinetik oraler Kontrazeptiva (1 mg Norethisteron/35 µg Ethinylestradiol).

Renal ausgeschiedene Substanzen: Methotrexat, Lithium

Celecoxib zeigte bei Patienten mit rheumatoider Arthritis keine statistisch signifikante Wirkung auf

die Pharmakokinetik (Plasma- oder Nieren-Clearance) von Methotrexat (in bei rheumatischen

Erkrankungen üblicher Dosierung). Dennoch sollen Patienten bei gleichzeitiger Verabreichung von

Celecoxib und Methotrexat hinsichtlich der Toxizität von Methotrexat angemessen überwacht

werden.

Bei gesunden Probanden führte die gleichzeitige Verabreichung von zweimal täglich 200 mg

Celecoxib mit zweimal täglich 450 mg Lithium zu einem mittleren Anstieg der maximalen Lithium-

Plasmakonzentration (Cmax) um 16% und der Lithium-Gesamtplasmakonzentration (AUC) um

18%. Deshalb sollen Patienten, die mit Lithium behandelt werden, eng überwacht werden, wenn die

Behandlung mit Celecoxib begonnen oder beendet wird.

Wirkungen anderer Arzneimittel auf Celecoxib

CYP2C9-Inhibitoren und -Induktoren

Da Celecoxib überwiegend über CYP2C9 metabolisiert wird, soll bei Patienten, die Fluconazol,

Fluvastatin oder andere CYP2C9-Inhibitoren erhalten, die Hälfte der empfohlenen Celecoxib-Dosis

angewendet werden. Die gleichzeitige Anwendung einer Einzeldosis von 200 mg Celecoxib und

einmal täglich 200 mg Fluconazol, einem potenten CYP2C9-Inhibitor, führte zu einem Anstieg der

maximalen Celecoxib-Plasmakonzentration (Cmax) um 60% und der Celecoxib-

Gesamtplasmakonzentration (AUC) um 130%.

Eine gleichzeitige Anwendung mit CYP2C9-Induktoren wie beispielsweise Rifampicin,

Carbamazepin und Barbituraten könnte die Plasmaspiegel von Celecoxib reduzieren.

CYP3A4-Inhibitoren

Für Ketoconazol (ein CYP3A4-Hemmer) wurde kein Einfluss auf die Pharmakokinetik von

Celecoxib beobachtet.

Antazida

Für Antazida wurde kein Einfluss auf die Pharmakokinetik von Celebrex beobachtet.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Eine Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und/oder die embryo-fetale

Entwicklung negativ beeinflussen. Daten aus epidemiologischen Studien weisen auf ein erhöhtes

Risiko für Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastroschisis nach der Anwendung eines

Prostaglandinsynthesehemmers in der Frühschwangerschaft hin. Es wird angenommen, dass das

Risiko mit der Dosis und der Dauer der Therapie steigt.

Bei Tieren wurde nachgewiesen, dass die Gabe eines Prostaglandinsynthesehemmers zu erhöhtem

prä- und post-implantärem Verlust und zu embryo-fetaler Letalität führt. Ferner wurden erhöhte

Inzidenzen verschiedener Missbildungen, einschliesslich kardiovaskulärer Missbildungen, bei Tieren

berichtet, die während der Phase der Organogenese einen Prostaglandinsynthesehemmer erhielten.

Celecoxib ist in der Schwangerschaft und bei Frauen, welche schwanger werden können,

kontraindiziert (siehe Abschnitt «Kontraindikationen»). Wenn eine Patientin während der

Behandlung schwanger wird, muss Celecoxib abgesetzt werden.

Gebärfähige Frauen müssen während der Behandlung (und bis 1 Woche danach) eine sichere

Methode zur Schwangerschaftsverhütung anwenden.

1. und 2. Trimenon: In Tierstudien (Ratten und Kaninchen) wurde Reproduktionstoxizität -

einschliesslich Missbildungen - beobachtet (siehe Abschnitt «Präklinische Daten»). Es liegen keine

klinischen Studien bei schwangeren Frauen vor. Das mögliche Risiko beim Menschen während der

Schwangerschaft ist nicht bekannt, kann aber nicht ausgeschlossen werden. Siehe auch unten.

2. und 3. Trimenon: NSAR können eine fetale Nierenfunktionsstörung verursachen, die in schweren

Fällen zu einer Verminderung des Fruchtwasservolumens bzw. Oligohydramnion führen kann.

Solche Effekte können kurz nach Behandlungsbeginn auftreten und sind meistens reversibel. Bei

schwangeren Frauen, die mit Celecoxib behandelt werden, soll das Fruchtwasservolumen eng

überwacht werden.

3. Trimenon: Alle Prostaglandinsynthesehemmer können:

·den Fetus folgenden Risiken aussetzen:

·kardiopulmonale Toxizität (mit vorzeitigem Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonaler

Hypertonie);

·Nierenfunktionsstörung, die zu Nierenversagen mit Oligohydramnion fortschreiten kann.

·Mutter und Kind folgenden Risiken aussetzen:

·mögliche Verlängerung der Blutungszeit, ein thrombozyten-aggregationshemmernder Effekt, der

selbst bei sehr geringen Dosen auftreten kann;

·Hemmung von Uteruskontraktionen, mit der Folge eines verspäteten oder verlängerten

Geburtsvorgangs.

Fertilität

Die Anwendung von Celecoxib kann die weibliche Fertilität beeinträchtigen und wird daher bei

Frauen, die schwanger werden möchten nicht empfohlen. Bei Frauen, die Schwierigkeiten haben

schwanger zu werden oder bei denen Untersuchungen zur Infertilität durchgeführt werden, sollte das

Absetzen von Celecoxib in Betracht gezogen werden.

Anwendung in der Stillzeit

Untersuchungen an Ratten zeigten, dass Celecoxib in Konzentrationen, die dem Plasmaspiegel

entsprechen, in die Muttermilch übergeht. Untersuchungen bei einer begrenzten Anzahl stillender

Frauen zeigten, dass Celecoxib in sehr geringer Menge in die Muttermilch übergeht. Vorsichtshalber

soll Celebrex deshalb von stillenden Frauen nicht eingenommen werden. Ist die Behandlung

unerlässlich, ist der Säugling auf Flaschennahrung umzustellen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Patienten, die sich unter Behandlung mit Celecoxib benommen, schwindlig oder schläfrig fühlen,

sollen weder aktiv am Strassenverkehr teilnehmen noch Maschinen bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Die unerwünschten Wirkungen sind nach Organklasse aufgeführt und nach Häufigkeitsgrad

gewichtet, unter Berücksichtigung folgender Definitionen: sehr häufig (≥1/10), häufig (<1/10,

≥1/100), gelegentlich (<1/100, ≥1/1000), selten (<1/1000, ≥1/10'000), sehr selten (<1/10'000), nicht

bekannt (Häufigkeit kann auf der Basis der vorliegenden Daten nicht abgeschätzt werden).

Die unerwünschten Wirkungen sind in Tabelle 1 nach Organklassen aufgeführt und nach Häufigkeit

geordnet, wobei sie Daten aus den folgenden Quellen reflektieren:

·Unerwünschte Wirkungen mit einer Häufigkeit von mehr als 0,01% und häufiger als unter Placebo,

die in 12 placebo- und/oder aktiv kontrollierten klinischen Studien mit bis zu 12 Wochen

Behandlungsdauer bei Patienten mit aktivierten Arthrosen und Patienten mit rheumatoider Arthritis

berichtet wurden; die Patienten erhielten Celecoxib-Dosen von 100 bis 800 mg täglich. In weiteren

Studien mit nicht-selektiven NSAR-Vergleichspräparaten wurden ungefähr 7'400 Patienten mit

Celecoxib in Dosen von bis zu 800 mg täglich behandelt. Ungefähr 2'300 dieser Patienten nahmen

Celecoxib 1 Jahr oder länger ein. Die in diesen weiteren Studien bei Celecoxib beobachteten

unerwünschten Wirkungen stimmten mit den in Tabelle 1 aufgeführten unerwünschten Wirkungen

bei Patienten mit aktivierten Arthrosen und rheumatoider Arthritis überein.

·Unerwünschte Wirkungen, die in Langzeitstudien zur Prävention von Polypen mit einer

Behandlungsdauer von bis zu 3 Jahren mit einer täglichen Dosis von 400 mg Celecoxib häufiger als

unter Placebo berichtet wurden (APC- und PreSAP-Studie, siehe Abschnitt

«Eigenschaften/Wirkungen – Pharmakodynamik: Kardiovaskuläre Sicherheit – Langzeitstudien mit

Patienten mit sporadischen adenomatösen Polypen»).

·Unerwünschte Wirkungen aus der Beobachtung nach Markteinführung, also aus Spontanberichten

während eines Zeitraums, in dem schätzungsweise mehr als 70 Millionen Patienten mit Celecoxib

behandelt wurden (mit verschiedenen Dosierungen, verschiedener Behandlungsdauer und

verschiedenen Indikationen). Obwohl diese aus Berichten nach Markteinführung stammen, wurden

Studiendaten zur Abschätzung der Häufigkeit herangezogen. Die Häufigkeiten basieren auf einer

kumulativen Meta-Analyse gepoolter Studien, die 38'102 Patienten repräsentieren.

Tabelle 1: Unerwünschte Wirkungen aus klinischen Studien mit Celecoxib und der Beobachtung

nach Markteinführung (MedDRA-Terminologie)1,2

Häufigkeit der unerwünschten Wirkungen

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Sehr selten

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Sinusitis, Infektionen

der oberen

Atemwege,

Harnwegsinfektionen

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Anämie

Leukopenie,

Thrombozytopenie

Panzytopenie4

Erkrankungen des Immunsystems

Verschlechterung

einer Allergie

(Überempfindlichkei

Anaphylaktischer Schock4,

Anaphylaxie4

(anaphylaktische Reaktion)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Hyperkaliämie

Psychiatrische Erkrankungen

Schlaflosigkeit

Angstzustände,

Depression, Müdigkeit

Verwirrtheit

(Verwirrtheitszustand),

Halluzinationen4

Erkrankungen des Nervensystems

Schwindel/

Schwindelgefühl,

erhöhter

Muskeltonus,

Kopfschmerzen4

Hirninfarkt1,

Parästhesie,

Schläfrigkeit

Ataxie, Veränderungen

Geschmacksempfindung

Intrakranielle Blutung mit

tödlichem Ausgang4,

aseptische Meningitis4,

Verschlechterung einer

Epilepsie4,

Geschmacksverlust4,

Verlust des Geruchssinns4

Augenerkrankungen

verschwommenes

Sehen, Konjunktivitis4

Okulare Blutung4

Verschluss einer

Netzhautarterie4,

Verschluss einer

Netzhautvene4

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Tinnitus, verminderte

Hörleistung1

Herzerkrankungen

Herzinfarkt1

Herzinsuffizienz,

Palpitationen,

Tachykardie

Arrhythmie4

Gefässerkrankungen

Hypertonie1

(einschliesslich

Verschlechterung

einer Hypertonie)

Lungenembolie4,

Hitzegefühl (Flush)4

Vaskulitis4

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Pharyngitis, Rhinitis,

Husten, Dyspnoe1

Bronchospasmus4

Pneumonitis4

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Übelkeit4,

Bauchschmerzen,

Diarrhoe, Dyspepsie,

Flatulenz,

Erbrechen1,

Dysphagie1

Obstipation, Gastritis,

Stomatitis,

Verschlechterung einer

gastrointestinalen

Entzündung, Aufstossen

Gastrointestinale

Blutungen4,

Zwölffingerdarm-,

Magen-, Ösophagus-,

Dünndarm- und

Dickdarm-geschwüre,

Darmperforation,

Ösophagitis, Meläna,

Pankreatitis, Auftreten

oder Verschlechterung

einer Kolitis4

Leber- und Gallenerkrankungen

Leberfunktionsstörung,

Leberenzyme erhöht

(einschliesslich

Erhöhung von SGOT

und SGPT)

Hepatitis4

Leberversagen4 (in einigen

Fällen mit tödlichem

Ausgang oder mit einer

Lebertransplantation als

Folge), fulminante

Hepatitis4 (in einigen

Fällen mit tödlichem

Ausgang), Lebernekrose4,

Cholestase4, cholestatische

Hepatitis4, Gelbsucht4

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Ausschlag, Pruritus

(einschliesslich

generalisiertem

Pruritus)

Urtikaria, Ekchymosen4 Angioödem4, Alopezie,

Lichtempfindlichkeit

exfoliative Dermatitis4,

Erythema multiforme4,

Stevens-Johnson-

Syndrom4, toxisch-

epidermale Nekrolyse4,

arzneimittel-bedingter

Hautausschlag mit

Eosinophilie und

systemischen Symptomen

(DRESS) oder

Hypersensitivitätssyndrom4

, akute generalisierte

exanthematöse Pustulosis

(AGEP)4, bullöse

Dermatitis4

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Arthralgie4

Beinkrämpfe

Myositis4

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

erhöhte Kreatininwerte,

erhöhter Blut-Harnstoff-

Stickstoff (BUN)

akute

Niereninsuffizienz4,

Hyponatriämie4

interstitielle Nephritis4,

nephrotisches Syndrom4,

Glomerulonephritis

minimal proliferierend4

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Menstruationsstörungen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

grippeähnliche

Symptome

(grippeähnliche

Erkrankung),

periphere Ödeme/-

Flüssigkeitsretention

Gesichtsödem,

Thoraxschmerz4

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen

unfallbedingte

Verletzungen

(Verletzungen)

1) Unerwünschte Wirkungen, die in Studien zur Prävention von Polypen auftraten. In zwei

klinischen Studien erhielten die Teilnehmer 400 mg Celecoxib täglich über eine Dauer von bis zu 3

Jahren (APC- und PreSAP-Studie). Aus den Studien zur Prävention von Polypen sind in dieser

Tabelle nur diejenigen unerwünschten Wirkungen aufgeführt, die zuvor bereits im Rahmen der

Beobachtung nach Markteinführung erfasst wurden oder die häufiger auftraten als in den Arthritis-

Studien.

2) Die folgenden zuvor unbekannten unerwünschten Wirkungen traten darüber hinaus in den Studien

zur Prävention von Polypen auf, dabei erhielten die Teilnehmer in zwei klinischen Studien über eine

Dauer von bis zu 3 Jahren 400 mg Celecoxib täglich (APC- und PreSAP-Studie): Häufig: Angina

pectoris, Reizkolon-Syndrom, Nephrolithiasis, Kreatinin im Blut erhöht, gutartige

Prostatahyperplasie, Gewichtszunahme. Gelegentlich: Helicobacter-Infektion, Herpes zoster,

Erysipel, Bronchopneumonie, Labyrinthitis, Zahnfleischinfektion, Lipom, Glaskörperflocken,

Bindehautblutung, tiefe Venenthrombose, Dysphonie, Hämorrhoidalblutung, häufiger Stuhlgang,

Mundulzeration, allergische Dermatitis, Ganglion, Nykturie, vaginale Blutung, schmerzempfindliche

Brust, Fraktur einer unteren Extremität, Natrium im Blut erhöht.

3) Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sind von allen Studien ausgeschlossen. Aus diesem

Grund war es nicht zweckmässig, die Häufigkeit dieses Ereignisses in der Studiendatenbank zu

recherchieren.

4) Die Häufigkeiten basieren auf einer kumulativen Meta-Analyse gepoolter Studien, die 38'102

Patienten repräsentieren.

Nach den bereits bewerteten endgültigen Daten aus der APC- und der PreSAP-Studie an Patienten,

die bis zu 3 Jahre mit 400 mg Celecoxib täglich behandelt wurden (gepoolte Daten aus beiden

Studien, siehe Abschnitt «Eigenschaften/Wirkungen – Pharmakodynamik» zu den Ergebnissen aus

den einzelnen Studien), war die Rate der Herzinfarkte im Vergleich zu Placebo um 7,6 pro 1'000

Patienten (gelegentlich) höher. Für alle Schlaganfälle insgesamt zeigte sich unter Celecoxib keine

Erhöhung im Vergleich zu Placebo.

Pädiatrische Anwendung

In der zulassungsrelevanten pädiatrischen Studie (siehe Abschnitt «Eigenschaften/Wirkungen –

Pharmakodynamik») wurden generell ähnliche unerwünschte Ereignisse wie in Arthritis-Studien bei

Erwachsenen beobachtet. Die folgenden unerwünschten Ereignisse sind nicht aufgeführt; sie wurden

in der zulassungsrelevanten pädiatrischen Studie vom Prüfarzt in einen möglichen Zusammenhang

mit der Celecoxib-Behandlung gestellt: Kopfschmerz (11.3%, sehr häufig), Exacerbation einer

Hämaturie (0.6%, gelegentlich) sowie von Asthma [1 Patient mit kontrollierten Asthma bei

Studienbeginn] (0.6%, gelegentlich). Im Vergleich zu Naproxen kam es nach der zweimal täglichen

Gabe von 3 und 6 mg/kg Celecoxib im Verlauf der 12-wöchigen Doppelblindstudie zu keiner

erkennbaren schädlichen Wirkung auf Wachstum und Entwicklung.

Überdosierung

Es liegen keine klinischen Erfahrungen zur Überdosierung vor. Gesunden Probanden wurden

Einzeldosen bis zu 1200 mg Celecoxib und Mehrfachdosen von bis zu zweimal täglich 1200 mg

Celecoxib über 9 Tage verabreicht. Dabei wurden keine klinisch signifikanten Nebenwirkungen

beobachtet. Im Falle einer möglichen Überdosierung sollen geeignete unterstützende

Therapiemassnahmen eingeleitet werden, z.B. Magenspülung, klinische Überwachung und wenn

erforderlich Einleitung einer symptomatischen Behandlung. Aufgrund der hohen Proteinbindung von

Celecoxib ist die Dialyse vermutlich keine geeignete Methode zur Entfernung des Arzneimittels.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: M01AH01

Wirkungsmechanismus

Celecoxib ist ein oraler und innerhalb des klinischen Dosierungsbereichs (200 mg bis 400 mg pro

Tag) selektiver Cyclooxygenase-2(COX-2)-Inhibitor. In diesem Dosierungsbereich wurde bei

gesunden Probanden keine statistisch signifikante COX-1-Hemmung beobachtet (gemessen als Ex-

vivo-Hemmung der Thromboxan-B2[TxB2]-Bildung).

Die Cyclooxygenase ist verantwortlich für die Prostaglandinbildung. Es wurden zwei Isoformen,

COX-1 und COX-2, identifiziert. Die COX-2 ist diejenige Isoform des Enzyms, für die eine

Induktion durch proinflammatorische Stimuli gezeigt wurde. Es wurde postuliert, dass sie in erster

Linie für die Synthese prostanoider Mediatoren von Schmerzen, Entzündungen und Fieber

verantwortlich ist.

Pharmakodynamik

Offenbar spielt die COX-2 auch bei der Ovulation, der Implantation, beim Verschluss des Ductus

arteriosus, der Regulierung der Nierenfunktion und Funktionen des zentralen Nervensystems

(Fieberinduktion, Schmerzempfindung und kognitive Funktionen) eine Rolle. COX-2 könnte auch an

der Abheilung von Ulzera beteiligt sein. Beim Menschen wurde die COX-2 im Gewebe um

Magenulzera herum gefunden. Ihre Bedeutung für den Heilungsprozess von Ulzera ist jedoch nicht

nachgewiesen.

Der Unterschied in der thrombozytenhemmenden Aktivität zwischen einigen COX-1-hemmenden

NSAR und selektiven COX-2-Hemmern könnte bei Patienten mit einem Risiko für

thromboembolische Reaktionen von klinischer Signifikanz sein. COX-2-Hemmer reduzieren die

Bildung von systemischem (und damit möglicherweise auch endothelialem) Prostacyclin, ohne das

Thromboxan der Plättchen zu beeinflussen.

Celecoxib ist ein Diaryl-substituiertes Pyrazol, das chemisch Ähnlichkeiten mit anderen Nicht-

Arylamin-Sulfonamiden (z.B. Thiaziden, Furosemid) aufweist, sich aber von Arylamin-

Sulfonamiden (z.B. Sulfamethoxazol und anderen Sulfonamid-Antibiotika) unterscheidet.

Nach hohen Dosen von Celecoxib wurde eine dosisabhängige Wirkung auf die TxB2-Bildung

beobachtet. In kleinen Studien an gesunden Probanden mit Mehrfachgaben von 600 mg zweimal

täglich (das Dreifache der empfohlenen Höchstdosis) hatte Celecoxib allerdings im Vergleich zu

Placebo keinen Einfluss auf die Thrombozytenaggregation und Blutungszeit.

Es wurden mehrere klinische Studien durchgeführt, welche die Wirksamkeit und Sicherheit von

Celecoxib bei Arthrose, rheumatoider Arthritis und Spondylitis ankylosans belegen. Celecoxib

wurde bei ungefähr 4200 Patienten im Rahmen von kontrollierten (gegen Placebo- und/oder

Vergleichsgruppe) klinischen, bis zu 12 Wochen dauernden Studien zur Behandlung von

Entzündungen und Schmerzen bei Arthrose des Knies und der Hüfte untersucht.

Darüber hinaus wurde es im Rahmen von kontrollierten, klinischen, bis zu 24 Wochen dauernden

Studien (Studien mit einer Placebo- und/oder Vergleichsgruppe) für die Behandlung von

Entzündungen und Schmerzen bei rheumatoider Arthritis bei ungefähr 2100 Patienten untersucht.

Bei einer täglichen Dosis von 200 mg bis 400 mg bewirkte Celecoxib eine Schmerzlinderung

innerhalb von 24 Stunden nach Verabreichung.

Die Anwendung von Celebrex bei der Behandlung von Symptomen von Spondylitis ankylosans

wurde in klinischen Studien von bis zu 12 Wochen Dauer an 896 Patienten vs. Placebo- resp. einer

aktiven Vergleichsgruppe untersucht. Bei Dosierungen von 100 mg zweimal täglich, 200 mg einmal

täglich, 200 mg zweimal täglich und 400 mg einmal täglich zeigte Celecoxib in diesen Studien eine

signifikante Linderung der Schmerzen sowie eine Verbesserung der Global Disease Activity und der

mechanischen Funktionen.

Juvenile idiopathische Arthritis (JIA)

In einer 12-wöchigen, randomisierten, doppelblinden, aktiv kontrollierten, multizentrischen Non-

Inferiority-Studie im Parallelgruppendesign erhielten 242 JIA-Patienten im Alter von 2-17 Jahren mit

JIA mit oligoartikulärem, oligoartikulär erweitertem oder polyartikulärem (Rheumafaktor-positiv

oder -negativ) Verlauf und mit systemischer JIA (mit derzeit inaktiver Symptomatik) die folgenden

Behandlungen: zweimal täglich 3 mg/kg (bis zu maximal 150 mg) Celecoxib; zweimal täglich

6 mg/kg (bis zu maximal 300 mg) Celecoxib; zweimal täglich 7.5 mg/kg (bis zu maximal 500 mg)

Naproxen. Die Ansprechraten wurden anhand des American College of Rheumatology (ACR)

Pediatric 30-Kriterium gemessen, das sich aus klinischen, labortechnischen und funktionellen

Parametern der JIA zusammensetzt. In Woche 12 betrugen die ACR Pediatric 30-Ansprechraten

69%, 80% bzw. 67% unter Gabe von 3 mg/kg Celecoxib, 6 mg/kg Celecoxib bzw. Naproxen, und

belegten damit die Nichtunterlegenheit (Non-inferiority) beider Dosen gegenüber Naproxen. Ein

anhaltender Behandlungseffekt wurde während der 12-wöchigen offenen Verlängerung der 12-

wöchigen Doppelblindstudie beobachtet, in der 202 Patienten zweimal täglich 6 mg/kg bis zu

maximal 300 mg Celecoxib erhielten.

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Celecoxib bei JIA wurde nicht über einen Zeitraum von

6 Monaten hinaus untersucht. Langzeitdaten zur kardiovaskulären Sicherheit bei Kindern mit

Celecoxib-Exposition liegen nicht vor. Es ist nicht bekannt, ob das Langzeitrisiko demjenigen von

Erwachsenen mit Celecoxib-Exposition oder Exposition mit anderen COX-2-selektiven und nicht-

selektiven NSAR entspricht (siehe Abschnitt «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen –

Wirkungen auf Herz-Kreislauf»).

Fünf randomisierte, kontrollierte Doppelblind-Studien mit zeitlich festgesetzten endoskopischen

Untersuchungen des oberen Gastrointestinaltrakts wurden durchgeführt, an welchen ca. 4500

Patienten, die keine Ulzera hatten, teilgenommen haben (Celecoxib-Dosen von zweimal täglich

50 mg bis 400 mg). In 12-wöchigen Endoskopiestudien ergab sich mit Celecoxib (100 bis 800 mg

pro Tag) ein signifikant geringeres Risiko für Gastroduodenal-Ulzera als mit Naproxen (1000 mg pro

Tag) und Ibuprofen (2400 mg pro Tag). Beim Vergleich mit Diclofenac (150 mg pro Tag) ergaben

sich keine einheitlichen Daten. In zwei dieser 12-wöchigen Studien zeigten sich in der Häufigkeit

von Patienten mit endoskopisch nachgewiesenen Gastroduodenal-Ulzera keine signifikanten

Unterschiede zwischen Placebo und Celecoxib 200 mg zweimal täglich bzw. 400 mg zweimal

täglich.

In einer prospektiven Langzeit-Sicherheitsstudie (Dauer 6 bis 15 Monate, CLASS-Studie [Celebrex

Long-Term-Arthritis Safety Study]) erhielten 5800 Patienten mit Osteoarthritis und 2200 Patienten

mit rheumatoider Arthritis 400 mg Celecoxib zweimal täglich (das Vier- bzw. Zweifache der

empfohlenen Dosis bei Osteoarthritis bzw. rheumatoider Arthritis), 800 mg Ibuprofen dreimal täglich

oder 75 mg Diclofenac zweimal täglich (jeweils in therapeutischer Dosierung). Von den

teilnehmenden Patienten nahmen 22% gleichzeitig Acetylsalicylsäure in niedriger Dosis

(≤325 mg/Tag) vorwiegend zur kardiovaskulären Prophylaxe ein. Für den primären Endpunkt,

komplizierte Ulzera (definiert als gastrointestinale Blutung, Perforation oder Obstruktion), ergaben

sich für Celecoxib keine statistisch signifikanten Unterschiede zu Ibuprofen bzw. Diclofenac alleine.

Ebenso zeigte sich für die kombinierte NSAR-Gruppe kein statistisch signifikanter Unterschied für

komplizierte Ulzera (relatives Risiko 0.77; 95% Konfidenzintervall 0.41 bis 1.46, bezogen auf die

gesamte Studiendauer). Für den kombinierten Endpunkt, komplizierte und symptomatische Ulzera,

war die Inzidenz in der Celecoxib-Gruppe signifikant geringer als in der NSAR-Gruppe (relatives

Risiko 0.66; 95% Konfidenzintervall 0.45 bis 0.97), nicht jedoch zwischen Celecoxib und

Diclofenac. Bei Patienten, die gleichzeitig Celecoxib und Acetylsalicylsäure in niedriger Dosis

einnahmen, zeigten sich um das Vierfache höhere Raten von komplizierten Ulzera als unter

Celecoxib alleine. Die Inzidenz einer klinisch signifikanten Senkung von Hämoglobin (>2 g/dl), die

auch durch Kontrolltests bestätigt wurde, war bei den Patienten mit Celecoxib signifikant geringer

als in der NSAR-Gruppe (relatives Risiko 0.29; 95% Konfidenzintervall 0.17 bis 0.48). Die

signifikant geringere Inzidenz solcher Ereignisse unter Celecoxib liess sich mit oder ohne

Anwendung von Acetylsalicylsäure feststellen.

In einer prospektiven, randomisierten, 24-wöchigen Sicherheitsstudie bei Patienten im Alter von ≥60

Jahren oder mit einer Anamnese mit gastroduodenalen Ulzera (Patienten mit Anwendung von ASS

waren ausgeschlossen) (ITT-Population n=4484) wurde anhand eines neu entwickelten Scores

(CSULGIE) die Inzidenz von «klinisch signifikanten oberen und/oder unteren gastrointestinalen

Ereignissen» (kombinierter Endpunkt aus mehreren Befunden) ermittelt. In der Gruppe der mit

Celecoxib 400 mg (zweimal täglich 200 mg) behandelten Patienten (ITT-Population n=2238) betrug

die Inzidenz 20 (0.9%), in der Gruppe der mit Diclofenac SR 150 mg (75 mg zweimal täglich) plus

Omeprazol 20 mg (einmal täglich) behandelten Patienten (ITT-Population n=2246) betrug die

Inzidenz 81 (3.6%). Lediglich die Parameter «erniedrigtes Hämoglobin (≥2 g/dl)» und/oder

«erniedrigter Hämatokrit (≥10%)» (mit definiertem oder vermutetem gastrointestinalen Ursprung)

waren unter den mit Celecoxib behandelten Patienten niedriger als bei Patienten, die mit Diclofenac

SR plus Omeprazol behandelt wurden (0.2% vs. 1.1% für definierten gastrointestinalen Ursprung, p=

0.004; 0.4% vs. 2.4% für vermuteten gastrointestinalen Ursprung, p= 0.0001). Der Anteil klinisch

manifester gastrointestinaler Komplikationen wie Perforation, Obstruktion oder Hämorrhagie war

ohne Unterschied zwischen beiden Behandlungsgruppen sehr niedrig (4-5 pro Gruppe).

Kardiovaskuläre Sicherheit – Langzeitstudien bei Patienten mit sporadischen adenomatösen Polypen

Bei Patienten mit sporadischen adenomatösen Polypen wurden zwei Studien mit Celecoxib

durchgeführt: die APC-Studie (Adenoma Prevention with Celecoxib) und die PreSAP-Studie

(Prevention of Sporadic Adenomatous Polyps). Im Behandlungszeitraum von drei Jahren kam es

unter Celecoxib in der APC-Studie zu einer dosisabhängig erhöhten Häufigkeit des kombinierten

Endpunktes (tödliches Herzkreislaufversagen, Myokardinfarkt oder Schlaganfall) im Vergleich zu

Placebo. In der PreSAP-Studie zeigte sich kein statistisch signifikant erhöhtes Risiko für den

gleichen kombinierten Endpunkt.

In der APC-Studie betrug das relative Risiko im Vergleich zu Placebo für den gleichen kombinierten

Endpunkt bei zweimal täglich 400 mg Celecoxib 3.4 (95% CI 1.4-8.5) und bei zweimal täglich

200 mg Celecoxib 2.8 (95% CI 1.1-7.2). Die entsprechenden kumulativen Daten über drei Jahre

betrugen 3% (20 von 671 Personen) resp. 2.5% (17 von 685 Personen), verglichen mit 0.9% (6 von

679 Personen) unter Placebo. Die im Vergleich zu Placebo erhöhten Werte bei beiden Celecoxib-

Dosierungen waren hauptsächlich auf eine erhöhte Inzidenz von Herzinfarkten zurückzuführen.

In der PreSAP-Studie betrug das relative Risiko im Vergleich zu Placebo für den gleichen

kombinierten Endpunkt bei einmal täglich 400 mg Celecoxib 1.2 (95% CI 0.6-2.4). Die kumulativen

Daten über drei Jahre betrugen 2.3% (21 von 933 Personen) im Vergleich zu 1.9% (12 von 628

Personen) unter Placebo.

Kardiovaskuläre Sicherheit – Langzeitstudie zur Prävention von Alzheimer-Erkrankung mit

Entzündungshemmern

Daten einer andern Langzeitstudie (ADAPT, The Alzheimer's Disease Anti-inflammatory Prevention

Trial) zeigten keine signifikante Erhöhung des kardiovaskulären Risikos von Celecoxib 200 mg

zweimal täglich verglichen mit Placebo. Das relative Risiko verglichen mit Placebo für einen

ähnlichen kombinierten Endpunkt (tödliches Herzkreislaufversagen, Myokardinfarkt oder

Schlaganfall) betrug 1.14 (95% CI 0.61-2.12) mit Celecoxib 200 mg zweimal täglich.

Pharmakokinetik

Absorption

Celecoxib wird gut resorbiert und erreicht die maximalen Plasmakonzentrationen (Cmax) ca. 2 bis 3

Stunden nach Einnahme. Die Einnahme zu den Mahlzeiten (fettreiches Essen) verzögert die

Resorption um ungefähr 1 bis 2 Stunden und erhöht die Bioverfügbarkeit (AUC) um 10-20%.

Bei Anwendung im nüchternen Zustand und Dosen von bis zu 200 mg zweimal täglich sind sowohl

die Cmax wie die AUC annähernd dosisproportional. Bei höheren Dosen steigen Cmax und AUC

unterproportional zur Dosis an. Vermutlich hängt dies mit der schlechten Löslichkeit vom Celecoxib

in wässrigem Medium zusammen.

Studien zur absoluten Bioverfügbarkeit wurden nicht durchgeführt. Bei Mehrfachdosierung werden

Steady-State-Plasmakonzentrationen innerhalb von 5 Behandlungstagen erreicht.

Tabelle 2 zeigt die pharmakokinetischen Parameter von Celebrex bei gesunden Probanden.

Tabelle 2:

Zusammenfassung der

pharmakokinetischen Parameter von

Celecoxib bei gesunden Probanden1 nach

Einzeldosen von 200 mg als Mittelwerte

(%CV)

Cmax

[ng/ml]

Tmax

effektive T½

Vss/F

CL/F

[l/h]

(38)

(37)

11.2

(31)

(34)

27.7

(28)

1 Probanden im nüchternen Zustand (n=36, Alter: 19-52 Jahre)

Bei gesunden Erwachsenen entsprach die AUC nach Gabe von Celecoxib als intakte Kapsel

derjenigen, welche nach Verabreichung des Kapselinhalts auf Apfelmus gemessen wurde.

Signifikante Änderungen bei Cmax, Tmax oder T½ wurden nach Verabreichung des Kapselinhalts

auf Apfelmus nicht beobachtet.

Distribution

Die Plasmaproteinbindung beträgt bei therapeutischen Plasmakonzentrationen ca. 97%. Celecoxib

wird nicht bevorzugt an Erythrozyten gebunden.

Metabolismus

Celecoxib wird in der Leber durch Hydroxylierung, Oxidation und teilweise Glucuronidierung

metabolisiert. Der Phase-I-Metabolismus wird hauptsächlich durch Cytochrom P450 2C9 katalysiert.

Nur die unmetabolisierte Substanz ist pharmakologisch aktiv. Die im Blut gefundenen

Hauptmetaboliten (ein primärer Alkohol, die entsprechende Karbonsäure und ihr Glukuronid-

Konjugat) zeigen keine nachweisbare Hemmung der COX-1- oder COX-2-Aktivität.

Die Aktivität von CYP2C9 ist bei Personen mit einem genetischen Polymorphismus, der zu

verminderter Enzymaktivität führt (z.B. homozygote Träger des CYP2C9*3 Polymorphismus)

verringert.

In einer Pharmakokinetik-Studie erhielten gesunde Probanden, die entweder als CYP2C9*1/*1,

CYP2C9*1/*3 oder CYP2C9*3/*3 genotypisiert wurden, einmal täglich 200 mg Celecoxib. Bei den

als CYP2C9*3/*3 genotypisierten Personen betrugen die mediane Cmax und die AUC0-24 von

Celecoxib am siebten Tag etwa das 4-fache bzw. das 7-fache der anderen Genotypen. In drei

unterschiedlichen Einzeldosis-Studien bei insgesamt 5 als CYP2C9*3/*3 genotypisierten Personen

erhöhte sich die AUC0-24 im Vergleich zu Personen mit normaler Metabolisierung um etwa das 3-

fache.

Die Häufigkeit des homozygoten Genotyps *3/*3 liegt bei unterschiedlichen ethnischen Gruppen

vermutlich zwischen 0.3 und 1.0%.

Bei Patienten, die aufgrund vorausgegangener Anamnese bzw. Erfahrung mit anderen CYP2C9-

Substraten bekanntermassen oder vermutlich langsame CYP2C9-Metabolisierer sind, sollte

Celecoxib mit Vorsicht angewendet werden. Es wird empfohlen, die Therapie mit der Hälfte der

niedrigsten empfohlenen Dosis zu beginnen (siehe Abschnitte «Dosierung/Anwendung» und

«Interaktionen»).

Elimination

Celecoxib wird vorwiegend durch Metabolisierung eliminiert. Weniger als 1% der verabreichten

Dosis wird unverändert über den Urin ausgeschieden.

Die interindividuelle Variabilität bezüglich der Wirkstoff-Exposition variiert um das ca. Zehnfache.

Celecoxib zeigt innerhalb des therapeutischen Dosierungsbereichs, dosis- und zeitunabhängige

pharmakokinetische Eigenschaften. Die Eliminationshalbwertszeit liegt bei 8 bis 12 Stunden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Ältere Patienten

Die Celecoxib-Plasmakonzentration ist bei älteren Frauen (über 65 Jahre) um ungefähr 100% erhöht.

Kinder

Die Steady-State-Pharmakokinetik wurde nach Gabe von Celecoxib gemessen, welches im Rahmen

einer klinischen Prüfung als orale Suspension an 152 Patienten mit juveniler idiopathischer Arthritis

(JIA) im Alter von 2 bis 17 Jahren und einem Körpergewicht ≥10 kg verabreicht wurde. Diese

Patienten wiesen eine JIA mit oligoartikulärem, oligoartikulär erweitertem oder polyartikulärem

Verlauf (Rheumafaktor-positiv oder -negativ) oder eine systemische JIA (mit derzeit inaktiver

Symptomatik) auf. Die pharmakokinetische Analyse dieses Kollektivs zeigte, dass die orale

Clearance (nicht nach Körpergewicht angepasst) von Celecoxib unterproportional zum

zunehmendem Körpergewicht ansteigt; für Kinder mit einem Körpergewicht von 10 kg bzw. 25 kg

wurde eine um 40% bzw. 24% niedrigere Elimination als für erwachsene RA-Patienten mit einem

Körpergewicht von 70 kg prognostiziert.

Mit der zweimal täglichen Verabreichung von 100 mg Kapseln an JIA-Patienten mit einem

Körpergewicht >25 kg sollten vergleichbare Plasmakonzentration erreicht werden wie in der

klinischen Prüfung, die die Nichtunterlegenheit von Celecoxib gegenüber der zweimal täglichen

Gabe von 7.5 mg/kg Naproxen (siehe Abschnitt «Dosierung/Anwendung») belegte. Untersuchungen

zu Celecoxib bei Kindern unter 2 Jahren mit JIA, Kindern mit einem Körpergewicht <10 kg, oder

über eine Dauer von 24 Wochen hinaus liegen nicht vor. Die 100 mg Kapseln sind nur zur

Behandlung von Patienten mit einem Körpergewicht von >25 kg bestimmt.

Eingeschränkte Leberfunktion

Im Vergleich zu Versuchspersonen mit normaler Leberfunktion zeigten Patienten mit leichter

Leberfunktionsstörung einen durchschnittlichen Anstieg der Cmax von Celecoxib um 53% und der

AUC um 26%. Die entsprechenden Werte bei Patienten mit mässiger Leberfunktionsstörung waren

41% resp. 146%. Die Metabolisierungsrate bei Patienten mit leichten bis mässigen

Funktionseinschränkungen korrelierte am ehesten mit deren Albuminwerten. Die Behandlung von

Patienten mit mässigen Leberfunktionsstörungen (Serumalbumin 25 bis 35 g/l) soll mit der Hälfte

der empfohlenen Dosis begonnen werden. Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion

(Serumalbumin <25 g/l) wurden nicht untersucht. Celecoxib ist bei dieser Patientengruppe

kontraindiziert.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Es liegen wenige Erfahrungen über die Anwendung von Celecoxib bei Nierenfunktionsstörungen

vor. Die Pharmakokinetik von Celecoxib wurde bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen nicht

untersucht, es ist jedoch unwahrscheinlich, dass diese deutlich verändert ist. Dennoch soll man bei

der Behandlung von Patienten mit Nierenfunktionsstörungen vorsichtig sein. Schwere

Niereninsuffizienz ist eine Kontraindikation.

Personen schwarzer Hautfarbe

Zwischen älteren Afro-Amerikanern und Personen weisser Hautfarbe wurden bezüglich der

pharmakokinetischen Parameter von Celecoxib keine klinisch signifikanten Unterschiede gefunden.

Präklinische Daten

Nicht-klinische Daten zur Sicherheit auf der Grundlage konventioneller Studien zu Mutagenität oder

Karzinogenität ergaben keine spezifischen Gefahren für den Menschen. In einer zweijährigen

Toxizitätsstudie wurde bei männlichen Ratten mit hohen Dosierungen eine dosisabhängige Zunahme

nicht-adrenaler Thrombosen beobachtet.

Celecoxib in einer oralen Dosis von ≥150 mg/kg/Tag (in etwa das Zweifache der Exposition des

Menschen gegenüber zweimal täglich 200 mg entsprechend AUC0-24) führte zu einer vermehrten

Häufigkeit von Ventrikelseptumdefekten, einem seltenen Ereignis, und zu fetalen Veränderungen

wie fusionierte Rippen sowie fusionierte und missgebildete Sternebrae, wenn Kaninchen während

der gesamten Organogenese behandelt worden waren. Eine dosisabhängige Erhöhung von

Diaphragmahernien wurde beobachtet, wenn Ratten während der Organogenese Celecoxib in einer

oralen Dosis von ≥30 mg/kg/Tag (in etwa das Sechsfache der Exposition des Menschen gegenüber

zweimal täglich 200 mg entsprechend AUC0-24) erhalten hatten. Diese Effekte werden nach der

Inhibition der Prostaglandinsynthese erwartet. Bei Ratten führte die Exposition gegenüber Celecoxib

während der frühen embryonalen Entwicklung zu einem Prä- und Postimplantationsverlust und zu

einem verminderten Überleben des Embryos/Fetus.

Bei juvenilen Ratten wurde ein Anstieg der Inzidenz von Spermatozelen mit oder ohne

Sekundärveränderungen wie z.B. der epididymale Hypospermie sowie eine minimale bis geringe

Dilatation der Hodenkanälchen festgestellt. Obwohl diese Reproduktionsergebnisse offenbar mit der

Behandlung in Zusammenhang standen, kam es zu keiner dosisabhängigen Zunahme der Häufigkeit

oder des Schweregrads. In Tiermodellen mit juvenilen oder adulten Hunden oder adulten Ratten

wurden keine vergleichbaren Reproduktionsergebnisse nach Gabe von Celecoxib beobachtet. Die

klinische Bedeutung dieser Beobachtung ist nicht bekannt.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Celebrex darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

54994 (Swissmedic).

Packungen

Kapseln zu 100 mg: 30 [B]

Kapseln zu 200 mg: 30 und 100 [B]

Zulassungsinhaberin

Pfizer PFE Switzerland GmbH, Zürich.

Stand der Information

August 2017.

LLD V015

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