Cefepim-MIP 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

29-07-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

29-07-2021

Wirkstoff:
Cefepimdihydrochlorid-Monohydrat
Verfügbar ab:
MIP Pharma GmbH
ATC-Code:
J01DE01
INN (Internationale Bezeichnung):
Cefepimdihydrochlorid monohydrate
Dosierung:
1g
Darreichungsform:
Pulver zur Herstellung einer Injektions- oder Infusionslösung
Verabreichungsweg:
direkte intravenöse Injektion
Einheiten im Paket:
15-ml-Durchstechflaschen
Verschreibungstyp:
Verschreibungspflichtig
Hergestellt von:
MIP Pharma GmbH
Therapiegruppe:
Cephalosporin der vierten Generation
Anwendungsgebiete:
Cefepim-MIP wird angewendet zur Behandlung der nachfolgend genannten schweren Infektionen, die durch Cefepim-empfindliche Erreger verursacht werden Erwachsene und Kinder über 12 Jahre und einem Körpergewicht von ≥ 40 kg: Pneumonie; Komplizierte Harnwegsinfektionen (einschließlich Pyelonephritis); Komplizierte Infektionen des Bauchraumes; Peritonitis in Verbindung mit Dialyse bei Patienten mit kontinuierliche ambulanter Peritonealdialyse (CAPD) Erwachsene: Akute Infektionen der Gallenblase und der Gallenwege Kinder im Alter ab 2 Monaten bis 12 Jahren und einem Körpergewicht von ≤ 40 kg: Pneumonie Komplizierte Harnwegsinfektionen (einschließlich Pyelonephritis) Bakterielle Meningitis Behandlung von Patienten mit Bakteriämie, die im Zusammenhang oder bei vermutetem Zusammenhang mit einer der oben angeführten Infektionen auftritt
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähig
Zulassungsnummer:
90357.00.00
Berechtigungsdatum:
2015-09-11

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Gebrauchsinformation:Information fürAnwender

Cefepim-MIP1 gPulver zur Herstellungeiner Injektions-bzw.Infusionslösung

Cefepim

LesenSie die gesamte Packungsbeilage sorgfältigdurch,bevor Sie mitder Anwendungdieses

Arzneimittelsbeginnen,denn sie enthältwichtige Informationen.

- HebenSie die Packungsbeilage auf.VielleichtmöchtenSie diese späternochmals lesen.

- WennSie weitere Fragenhaben,wendenSie sichanIhrenArzt,Apothekeroderdas medizinische

Fachpersonal.

- Dieses Arzneimittelwurde Ihnenpersönlichverschrieben.GebenSie es nichtanDritte weiter.Es

kannanderenMenschenschaden,auchwenndiesedie gleichenBeschwerdenhabenwie Sie.

- Wenn SieNebenwirkungen bemerken, wenden Siesich an Ihren Arzt, Apothekeroderdas

medizinische Fachpersonal.Dies giltauchfürNebenwirkungen,die nichtindieserPackungsbeilage

angegeben sind. SieheAbschnitt4.

Was indieser Packungsbeilage steht

1. Was istCefepim-MIPund wofürwird esangewendet?

2. Was solltenSievorderAnwendungvonCefepim-MIPbeachten?

3. Wie istCefepim-MIPanzuwenden?

4. WelcheNebenwirkungen sind möglich?

5. Wie istCefepim-MIPaufzubewahren?

6. InhaltderPackungund weitereInformationen

1. WasistCefepim-MIPund wofürwird esangewendet?

Cefepim-MIPist einAntibiotikumfürErwachseneund Kinder.EstötetBakterienab, dieInfektionen

verursachen.Es gehörtzueinerGruppevonArzneimitteln,die alsCephalosporine der viertenGeneration

bezeichnetwerden.

ErwachseneundJugendlicheüber12 Jahre,z.B.:

Lungenentzündung(Pneumonie)

Komplizierte(schwere)InfektionenderHarnwege

Komplizierte (schwere)Infektionendes Bauchraumes

Bauchfellentzündung(Peritonitis)inVerbindungmit Dialysebei Patientenmit kontinuierlicher

ambulanterBauchfelldialyse(CAPD)

Erwachsene:

AkuteInfektionen derGallenblase

Kinderin einemAltervon 2 Monaten bis12 Jahren und einemKörpergewichtunter40 kg, z.B.:

Komplizierte (schwere)InfektionenderHarnwege

Lungenentzündung(Pneumonie)

BakterielleHirnhautentzündung(bakterielleMeningitis)

Cefepimwird weiterhin beiErwachsenen und Kindern über2Monatenangewendet

beiderBehandlungvon Fieberanfällen unbekannten UrsprungsbeiPatienten, deren Infektabwehr

geschwächtist(wennvermutetwird,dass die Ursache des Fiebers eine bakterielleInfektionist bei

Patientenmitmittelschwererbis schwererNeutropenie).Falls erforderlich,sollteeineKombination mit

einemweiterenAntibiotikumverabreichtwerden.

beiderBehandlungvon Blutvergiftung(Bakteriämie).

2. WassolltenSievorderAnwendungvonCefepim-MIPbeachten?

Cefepim-MIPdarfnichtangewendetwerden,

wennSie allergisch(überempfindlich)gegenirgendein Cephalosporin-Antibiotikumodersonstige

Bestandteile vonCefepim-MIPsind.

wennSie schoneinmaleine schwere allergische Reaktion(Überempfindlichkeit)aufirgendeinanderes

Betalaktam-Antibiotikum(Penicillin, Monobactameund Carbapeneme)hatten.

wenn Sieeinen erhöhten SäuregehaltimBluthaben (Azidose).

Informieren SieIhren ArztbevorSiemitderAnwendungvonCefepim-MIPbeginnen,wenn Sie

denken,dass dies aufSie zutrifft.Cefepim-MIPsollte IhnenindiesemFallnichtverabreichtwerden.

Besondere Vorsichtbeider AnwendungvonCefepim-MIP

InformierenSie IhrenArztoderdas medizinische Fachpersonal

wenn Sie jemals eineallergische Reaktionaufandere Betalaktam-AntibiotikaoderandereArzneimittel

hatten.WennSie eine allergische ReaktionwährendderBehandlungmitCefepimentwickeln,solltenSie

unverzüglichIhrenArztkontaktieren,da dies schwerwiegendeFolgen haben könnte. In diesemFallwird

derArztdieBehandlungsofortabbrechen.

wennSie jemalsAsthmahattenoderzuallergischenReaktionenneigen.

wennSieNierenproblemehaben, weildann dieDosis vonCefepimgegebenenfalls angepasstwerden

muss.

wenn Siewährend derAnwendungschweren und anhaltenden Durchfallbekommen.Dieskönnteein

Anzeichen füreineEntzündungdesDarmessein, dieeinedringendemedizinischeBehandlungerfordert.

wenn Sievermuten,während derLangzeitanwendungvonCefepim-MIPeineneueInfektionbekommen

zu haben.DieseInfektion kann durch Mikroorganismen verursachtworden sein, dienichtaufCefepim

reagieren, wodurch dieBehandlungmöglicherweiseunterbrochen werden muss.

wennBlut-oderUrinuntersuchungenbeiIhnen durchgeführtwerden.Esist wichtig,IhrenArzt

darüberzuinformieren, dassCefepim-MIPbeiIhnenangewendetwird,da dieses Arzneimitteldie

ErgebnisseeinigerUntersuchungenbeeinflussenkann.

AnwendungvonCefepim-MIPzusammenmitanderenArzneimitteln

Informieren SieIhren ArztoderApotheker, wenn SieandereArzneimitteleinnehmen /anwenden, kürzlich

andere Arzneimitteleingenommen/angewendethabenoderbeabsichtigenandere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Schwangerschaftund Stillzeitund Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Wenn Sieschwangersind oderstillen, oderwenn Sievermuten, schwangerzu sein oderbeabsichtigen,

schwangerzu werden, fragen SievorderAnwendungdiesesArzneimittelsIhren ArztumRat.

EsliegenkeineDatenfürdieAnwendungvon diesemArzneimittelwährendderSchwangerschaftvor.

Cefepimsollte währendderSchwangerschaftjedochvermiedenwerden.

Kleine Mengendieses Arzneimittels könnenindie Muttermilchübergehen.Cefepimkann Ihnen aberauch

währendderStillzeitverabreichtwerden.Siesolltendannjedochbeobachten,obdasgestillteKind

Nebenwirkungenentwickelt.

Verkehrstüchtigkeitund FähigkeitzumBedienen von Maschinen

Cefepim-MIPhatkeinenodereinen zuvernachlässigendenEinflussaufdieVerkehrstüchtigkeitund die

FähigkeitzumBedienen von Maschinen.Eskönnen jedoch Kopfschmerzen, Schwindelund Sehstörungen

währendderEinnahme dieses Arzneimittels auftreten.FahrenSie keinFahrzeugundbedienenSie keine

Maschinen wenn Siesich nichtwohlfühlen.

3. Wie istCefepim-MIPanzuwenden?

Anwendung:

Cefepim-MIPwirdnormalerweisedurcheinenArztoderdas medizinische Fachpersonalverabreicht.Es

kannalsTropfinfusion(intravenöseInfusion)oderalsInjektiondirektineine Vene verabreichtwerden.

Die normale Dosis:

Diekorrekte DosisvonCefepim-MIPwird durch Ihren Arztfestgelegtundistabhängigvon:DerSchwere

und ArtderInfektion,einergleichzeitigenBehandlungmitanderen Antibiotika,IhremKörpergewichtund

Altersowie IhrerNierenfunktion.DieBehandlungsdauerbeträgtüblicherweise 7bis10 Tage.

Erwachsene undJugendlicheab40 kg (über12Jahre)

Die übliche Dosis fürErwachseneund Jugendlichebeträgt4gtäglich,aufgeteiltin zweiDosen(2galle12

Stunden).BeisehrschwerenInfektionenkanndie Dosis auf6g (2galle8 Stunden)täglich erhöhtwerden.

Säuglinge(ab2Monaten)undKinderbiszu40 kg (etwa12Jahre)

FürjedesKilogrammKörpergewichtdesSäuglingsoder Kindeswerden50 mgCefepimalle12 Stunden

verabreicht.ImFallevon sehrschwerenInfektionen und z.B.fürMeningitis,wirddiese Dosis alle 8

Stunden verabreicht.

Säuglinge(1bis weniger als2Monate)

Für jedes KilogrammKörpergewichtIhresSäuglingswerden30mgCefepimalle12Stunden(oderalle

8StundenimFallvonschwerenInfektionen)verabreicht.

PatientenmitNierenproblemen

WennSie Nierenprobleme habenwirdIhrArztdie Dosis möglicherweise anpassen.

SprechenSie mitIhremArzt,wenn dasbeiIhnen derFallist.

WennSie weitereFragen zurAnwendungdiesesArzneimittelshaben, wenden Siesich an Ihren Arzt,

Apothekeroderdasmedizinische Fachpersonal.

4. WelcheNebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittelkannauchdieses ArzneimittelNebenwirkungenhaben,die abernichtbeijedem

auftretenmüssen.

Beschwerdenaufdie Sie achtenmüssen

Beieinerkleinen Zahlvon Patienten, dieCefepim-MIPanwenden,tretenallergische Reaktionenoder

potenziellschwerwiegendeHautreaktionen auf. Zu den Symptomen dieserReaktionen gehören:

Schwere allergische Reaktion.Die Anzeichen dafürumfassenjuckenden Hautausschlag,

Schwellungen,manchmaldes Gesichts oderdes Mundes,wodurches zuAtemproblemenkommen

kann.

Hautausschlag,derauchmitBlasenbildungeinhergehen kannoderankleine Zielscheibenerinnert

(dunklerFleckimZentrum, dervon einerblasseren Zoneund einemaußen gelegenen dunklen Ring

umgeben ist).

Einausgedehnter AusschlagmitBlasenbildungundAbschälungderHaut.(Dieskönnen Anzeichen

einesStevens-Johnson-SyndromsodereinertoxischenepidermalenNekrolysesein).

Pilzinfektionen:Arzneimittel wieCefepim-MIPkönnen selten zu vermehrtemWachstumvon

Hefepilzen(Candida)imKörperführen, diePilzinfektionen (z.B. Soor)hervorrufen können. Diese

NebenwirkungtrittmitgrößererWahrscheinlichkeitauf, wenn SieCefepim-MIPübereinen längeren

Zeitraumanwenden.

SetzenSie sichunverzüglichmiteinemArztoder demmedizinischemFachpersonalinVerbindung,

wenneines dieser Symptome beiIhnenauftritt.

SehrhäufigeNebenwirkungen,diebeiBlutuntersuchungen in Erscheinungtreten können:

Betrifftmehrals1 von10 Personen:

positiverCoombs-Test

HäufigeNebenwirkungen

Betrifftbiszu1 von10 Personen:

SchmerzenanderEinstichstelle,Schwellungund RötungentlangeinerVene

Durchfall

Hautausschlag

InformierenSie IhrenArzt,wennSie dies beeinträchtigt.

HäufigeNebenwirkungen, diebeiBlutuntersuchungen in Erscheinungtreten können:

AnstiegvonLeberwerten(Enzymen)

AnstiegdesBilirubins(einervonderLebergebildetenSubstanz)

VeränderungderAnzahlderweißenBlutkörperchen(Eosinophilie)

Verminderungderroten Blutkörperchen(Anämie)

Gelegentliche Nebenwirkungen

Betrifftbiszu1 von100 Personen:

EntzündungdesColons(Dickdarms), dieDurchfall, in derRegelmit Blut-und Schleimbeimengungen

undMagenschmerzen,verursacht

Pilzinfektionen imMund,Entzündungen derScheide

erhöhteKörpertemperatur(Fieber)

Hautrötung,Nesselsucht(Urticaria),Hautjucken(Pruritus)

Übelkeit(Nausea),Erbrechen

Kopfschmerzen

InformierenSie IhrenArzt,wenneine dieserNebenwirkungen beiIhnen auftritt.

Gelegentliche Nebenwirkungen, diebeiBlutuntersuchungen in Erscheinungtreten können:

VerringerungbestimmterBlutzellen(Leukopenie,Neutropenie,Thrombozytopenie)

ErhöhungdesHarnstoff-Stickstoffsund Serum-Kreatinin-SpiegelsimBlut.

SelteneNebenwirkungen

Betrifftbiszu1 von1000 Personen:

allergische Reaktionen

Pilzinfektionen(Candidiasis)

Krampfanfälle, Schwindel,Geschmacksveränderungen,Missempfindungen wieKribbeln odertaubes

GefühlderHaut.

Atemnot

Bauchschmerzen,Verstopfung

Schüttelfrost

AndereNebenwirkungen von unbekannterHäufigkeit(auch einzelneFallmeldungen)

schwere allergische Reaktionen

Koma,BewusstseinsseintrübungenoderKonzentrationsschwierigkeiten,Verwirrtheitund

Halluzinationen

falsch positiverUrin-Glukose-Test

Verdauungsprobleme

Nierenprobleme

Blutungen

Nebenwirkungen, diebeiBlutuntersuchungen in Erscheinungtreten können:

VeränderungderAnzahlbestimmterBlutzellen(Agranulozytose)

vorzeitigerZerfallroterBlutkörperchen(hämolytischeAnämie)

Meldungvon Nebenwirkungen

Wenn SieNebenwirkungen bemerken, wenden Siesich an Ihren ArztoderApotheker. Diesgiltauch für

Nebenwirkungen, dienichtin dieserPackungsbeilageangegeben sind. Siekönnen Nebenwirkungen auch

direktdemBundesinstitutfürArzneimittelund Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-

Kiesinger-Allee3, D-53175 Bonn, Website:www.bfarm.deanzeigen. IndemSieNebenwirkungen melden,

können Siedazu beitragen, dassmehrInformationen überdieSicherheitdiesesArzneimittelszurVerfügung

gestelltwerden.

5. Wie istCefepim-MIPaufzubewahren?

Nichtüber30°Clagern.Im Umkartonaufbewahren, umden InhaltvorLichtzu schützen.

BewahrenSie dieses ArzneimittelfürKinderunzugänglich auf.

Sie dürfendieses Arzneimittelnach demaufdemEtikettund demUmkarton nach„verwendbarbis“

angegebenenVerfalldatumnichtmehrverwenden.Das VerfalldatumbeziehtsichaufdenletztenTagdes

angegebenenMonats.

EntsorgenSie ArzneimittelnichtimAbwasseroderHaushaltsabfall.FragenSie IhrenApotheker,wie das

Arzneimittelzuentsorgenist,wennSie es nichtmehrverwenden.Sie tragendamitzumSchutzderUmwelt

bei.

6. InhaltderPackungund weitereInformationen

WasCefepim-MIPenthält

DerWirkstoffist:Cefepimdihydrochlorid-Monohydrat.

Dersonstige Bestandteilist:Arginin.

WieCefepim-MIPaussiehtund InhaltderPackung

Cefepim-MIP1ggibt esinDurchstechflaschenaus Glas(15 ml)miteinemGummistopfenundeinemFlip-

Off-Deckel.

Packungsgrößen:Packungen mit1, 5oder10Durchstechflaschenaus Glas.Es werdenmöglicherweise nicht

alle PackungsgrößeninVerkehrgebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer undHersteller

MIPPharma GmbH

Kirkeler Str.41

66440 Blieskastel,Deutschland

Tel.:06842 9609 0

Fax:06842 9609 355

Diese Packungsbeilage wurde zuletztüberarbeitetimJuni2015.

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Diefolgenden Informationen sind fürmedizinischesFachpersonalbestimmt:

ZubereitungderLösungzurintravenösen Injektion

DerInhaltderDurchstechflasche istin10mleineskompatiblenLösungsmittelsaufzulösen, wiein der

nachstehendenTabelle angegeben.Die gebrauchsfertigeLösungwird langsamübereinenZeitraumvon 3

bis5 Minuteninjiziert–entwederdirektineine Vene oderdirektindenSchlaucheines Infusionssystems,

während derPatienteineInfusion miteinerkompatiblen intravenösen Lösungerhält.

ZubereitungderLösungzurintravenösen Infusion

FürdieintravenöseInfusion istdie1 gCefepim-Lösungwieoben fürdiedirekteintravenöseAnwendung

beschrieben zu rekonstituieren und dieerforderlichen MengedergebrauchsfertigLösungin ein

Infusionsbehältnismiteinerderkompatiblen intravenösen Flüssigkeiten hinzuzufügen(empfohlenes

Endvolumen:circa40-50 ml).DiegebrauchsfertigeLösungsollteübereinen Zeitraumvon ungefähr30

Minutenverabreichtwerden.

DiefolgendeTabelleenthältAnweisungen zurRekonstitution:

Dosierungund Art

derAnwendung Zugesetztes

Lösungsmittel[ml] Endvolumen[ml] Konzentration

(ca.,inmg/ml)

1gi.v. 10,0 11,4 90

Kompatibilität mit intravenösenFlüssigkeiten

FolgendeLösungsmitteleignen sich zurHerstellungderLösung:

WasserfürInjektionszwecke

Glukose-Lösung50mg/ml(5%)

Natriumchlorid-Lösung9mg/ml(0,9%)

DieRekonstitution/Verdünnungmussunteraseptischen Bedingungen erfolgen. DasempfohleneVolumen

wird fürdieRekonstitution derLösunghinzugefügtund leichtgeschüttelt, bissich derInhaltder

Durchstechflasche vollständigaufgelösthat.

WieandereCephalosporinekönnen Cefepim-Lösungen jenach Lagerbedingungen einegelbebisgelbbraune

Farbe annehmen.Dies istjedochkeinAnzeichenfüreine BeeinträchtigungderWirksamkeitdes Produktes.

ÜberprüfenSie die Durchstechflasche vorderVerabreichungvisuellaufVerfärbungenundPartikel.Die

Lösungdarfnurangewendetwerden, wenn diesefreivon Partikeln ist. NurklareLösungen verwenden.

DerInhaltderDurchstechflascheistzureinmaligenAnwendungbestimmt.Reste einergebrauchsfertigen

Lösungmüssenvernichtetwerden.NichtverwendetesArzneimitteloderAbfallmaterialistentsprechendden

nationalen Anforderungen zu entsorgen.

Aufbewahrungnach Rekonstitution

DauerderHaltbarkeitdergebrauchsfertigenLösung

Die chemische undphysikalische StabilitätdergebrauchsfertigenLösungwurde für2Stunden bei25°C

bzw.24Stunden bei2-8°Cnachgewiesen.Aus mikrobiologischerSichtsollte die gebrauchsfertige Lösung

sofortverwendetwerden. Wenn diegebrauchsfertigeLösungnichtsofortverwendetwird, istderAnwender

fürdieDauerund dieBedingungen derAufbewahrungverantwortlich.

DosierungbeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktion:

ErwachseneundJugendlicheüber40kg:

DieempfohleneAnfangsdosisbeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktionistdie gleiche wie für

Patientenmit normalerNierenfunktion.In derfolgenden TabelleistdieErhaltungsdosierungangegeben:

Kreatinin-Clearance [ml/min] EmpfohleneErhaltungsdosierung:

Einzeldosisund Dosierungsintervall

Schwere Infektionen:

Bakteriämie,Pneumonie,

Harnwegsinfektionen, akute

Infektionen derGallenblaseund

Gallenwege Sehr schwere Infektionen:

KomplizierteInfektionen des

Bauchraumes,empirische

BehandlungvonPatientenmit

febrilerNeutropenie

>50 (üblicheDosis, keine

Dosisanpassungerforderlich) 2galle12 h 2galle8 h

30-50 2galle24 h 2galle12 h

11-29 1galle24 h 2galle24 h

≤10

0,5galle24 h 1galle24 h

Dialyse-Patienten:

EineAnfangsdosisvon1 gamerstenBehandlungstagmitCefepim, an den folgenden Tagen500 mgproTag

außerbeifebrilerNeutropenie.Hierbeträgtdie empfohlene Dosis1g pro Tag.

AndenDialysetagensollte CefepimnachBeendigungderDialyse verabreichtwerden.Cefepimsollte

möglichstjedenTagzurgleichenZeitverabreichtwerden.

BeiPatienten, dieeinekontinuierlicheambulantePeritonealdialyse(CAPD)erhalten, wird folgende

Dosierungempfohlen:1galle48StundenbeischwerenInfektionenoder2galle48Stundenbeisehr

schwerenInfektionen.

Nierenfunktionsstörung beiKindern:

EineAnfangsdosisvon30mg/kgwirdfürSäuglingeimAltervon1bis wenigerals2Monaten odervon

50mg/kgbeiPatientenzwischen2Monaten und12Jahrenempfohlen.In derfolgenden Tabelleist die

Erhaltungsdosierungangegeben:

Einzeldosis(mg/kgKörpergewicht)undDosierungsintervall

Kreatinin-Clearance

[ml/min] Schwere Infektionen:Pneumonie,

komplizierte Harnwegsinfektionen Sehr schwere Infektionen:Bakteriämie,

bakterielleMeningitis,empirische

Behandlungvon Patienten mitfebriler

Neutropenie

Säuglingevon 1

bis wenigerals 2

Monaten 2Monate-12JahreSäuglingevon1

bis wenigerals2

Monaten 2Monate-12

Jahre

>50 (üblicheDosis,

keine

Dosisanpassung

erforderlich) 30mg/kg /12h 50mg/kg /12h 30mg/kg /8h 50mg/kg /8h

30-50 30mg/kg /24h 50mg/kg /24h 30mg/kg /12h 50mg/kg /12h

11-29 15mg/kg /24h 25mg/kg /24h 30mg/kg /24h 50mg/kg /24h

≤10

7,5mg/kg /24h 12,5mg/kg /24h 15mg/kg /24h 25mg/kg /24h

Document Outline

1

ZUSAMMENFASSUNGDER MERKMALEDESARZNEIMITTELS

1. BEZEICHNUNGDESARZNEIMITTELS

Cefepim-MIP1gPulverzurHerstellungeinerInjektions-oderInfusionslösung

Cefepim-MIP2gPulverzurHerstellungeinerInjektions-oderInfusionslösung

2. QUALITATIVEUND QUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

Cefepim-MIP1gPulverzurHerstellungeinerInjektions-oderInfusionslösung:

1 DurchstechflascheenthältCefepimdihydrochlorid-Monohydratentsprechend1gCefepim.

Cefepim-MIP2gPulverzurHerstellungeinerInjektions-oderInfusionslösung:

1 DurchstechflascheenthältCefepimdihydrochlorid-Monohydratentsprechend 2 gCefepim.

VollständigeAuflistungdersonstigenBestandteile,siehe Abschnitt6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

PulverzurHerstellungeinerInjektions-oderInfusionslösung

Weißes bis schwachgelbliches Pulver.

DerpH-Wertderrekonstituierten Lösungliegt bei4,0-7,0.

4. KLINISCHEANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Cefepim-MIPwird angewendetzurBehandlungdernachfolgend genannten schweren Infektionen, die

durch Cefepim-empfindliche Erregerverursachtwerden(sieheAbschnitte4.4 und 5.1).

Erwachseneund Kinderüber12 Jahreund einemKörpergewichtvon ≥40 kg:

Pneumonie

KomplizierteHarnwegsinfektionen(einschließlichPyelonephritis)

KomplizierteInfektionen desBauchraumes

PeritonitisinVerbindungmit Dialysebei PatientenmitkontinuierlicheambulanterPeritonealdialyse

(CAPD)

Erwachsene:

Akute InfektionenderGallenblase undderGallenwege

Kinder imAlterab2 Monaten bis12Jahrenund einemKörpergewichtvon 40 kg:

Pneumonie

KomplizierteHarnwegsinfektionen(einschließlichPyelonephritis)

Bakterielle Meningitis(sieheAbschnitt4.4)

Behandlungvon Patienten mitBakteriämie, dieimZusammenhangoderbeivermutetemZusammenhangmit

einerderoben angeführten Infektionenauftritt.

Cefepimkann zurempirischen BehandlungbeiErwachsenen, Jugendlichen und Kindern imAltervon 2

Monaten bis12 JahrenmitfebrilerNeutropenie,beidereine bakterielle Infektionals Ursache vermutet

wird,eingesetztwerden.BeiPatientenmithohemRisiko fürschwere Infektionen(z.B.Patientenmit

kürzlich erfolgterKnochenmarktransplantation, mitniedrigemBlutdruckbeiderVorstellung, mitzugrunde

liegenderhämatologischerMalignitätoderschwereroderlanganhaltenderNeutropenie),kann eine

antimikrobielleMonotherapieungeeignetsein.Die Datenlage fürdie WirksamkeiteinerCefepim-

Monotherapieistbeisolchen Patienten unzureichend. EineKombinationstherapiemiteinemAntibiotikum

ausderGruppederAminoglykosideoderderGlykopeptideistunterBerücksichtigungdesindividuellen

Risikoprofils des Patientengegebenenfalls zuempfehlen.

CefepimsolltegemeinsammitanderenantibakteriellenSubstanzenangewendetwerden,wenn diemögliche

Bandbreite derverursachendenBakteriennichtvomWirkspektrumvon Cefepimabgedecktwird.

2

Die offiziellenRichtlinienfürdenangemessenenGebrauchvonantibakteriellenWirkstoffensindzu

berücksichtigen.

4.2 Dosierungund ArtderAnwendung

Cefepimkann nach derRekonstitution intravenösverabreichtwerden,entwederals langsame Injektionüber

einen Zeitraumvon 3 bis5 Minuten oderalsKurzzeitinfusion übereinen Zeitraumvon etwa30Minuten.

Dosierungund ArtderAnwendungorientierensichanArtundSchwere derInfektion,Empfindlichkeitder

Erreger,derNierenfunktion unddemAllgemeinzustanddes Patienten.

DosierungbeiPatientenmit normalerNierenfunktion:

Erwachseneund Jugendlicheüber40kgKörpergewicht(etwa über12 Jahre):

EinzeldosisundDosierungsintervall

Schwere Infektionen:

Bakteriämie

Pneumonie

Komplizierte Harnwegsinfektionen(einschließlich

Pyelonephritis)

AkuteInfektionen derGallenblaseund der

Gallenwege Sehr schwere Infektionen:

KomplizierteInfektionen desBauchraumes

EmpirischeBehandlungbeiPatienten mitfebriler

Neutropenie

2,0galle12Stunden 2,0galle8Stunden

Säuglingeund Kinder(ab1Monatbis12Jahreund/odereinemKörpergewichtvon ≤40 kg,mitnormaler

Nierenfunktion)

Einzeldosis(mg/kgKörpergewicht),Dosierungsintervallund Behandlungsdauer

Schwere Infektionen:

Pneumonie

Komplizierte

Harnwegsinfektionen

(einschließlichPyelonephritis)

Sehr schwere Infektionen:

Bakteriämie

BakterielleMeningitis

EmpirischeBehandlungbei

Patientenmit febriler

Neutropenie

Kinderab2Monate,

Körpergewicht ≤40 kg: 50mg/kgalle12Stunden

schwerere Infektionen:

50mg/kgalle8Stunden

Dauer:10Tage 50mg/kg alle8Stunden

Dauer:7-10Tage

Säuglingevon1biswenigerals2

Monate: 30mg/kgalle12Stunden

schwerere Infektionen:

30mg/kg alle8Stunden

Dauer:10Tage 30mg/kgalle8Stunden

Dauer:7-10Tage

DieErfahrungen beiSäuglingenunter2 Monaten sind begrenzt.Die Dosierungsempfehlungen von 30mg/kg

alle12 oder8Stunden wurden ausden pharmakokinetischen Daten beiKindern über2 Monaten abgeleitet

undwerdenals geeignetfürSäuglingeimAltervon1bis wenigerals2Monatenerachtet.

BeiKindern miteinemKörpergewichtvon> 40kggiltdieDosierungsempfehlungfürErwachsene.

BeiPatientenüber12JahrenmiteinemKörpergewichtvon <40 kgsollten dieDosierungsempfehlungen für

jüngerePatienten miteinemKörpergewichtvon<40kgangewendetwerden.

DieempfohleneMaximaldosisfürErwachsenevon 2 galle8 h solltenichtüberschritten werden.

DosierungbeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktion:

BeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktionmuss eine Dosisanpassungerfolgen,umdie langsamere

Ausscheidungdurch dieNiere auszugleichen.

3

Erwachsene undJugendliche(>12Jahren und einemKörpergewichtvon über40kg):

FürPatientenmitleichtbis mäßigeingeschränkterNierenfunktionwirdeineStartdosisvon2,0gCefepim

empfohlen.

In derfolgenden Tabelleistdiedaran anschließendeErhaltungsdosierung angegeben:

Kreatinin-Clearance[ml/min] EmpfohleneErhaltungsdosierung:

EinzeldosisundDosierungsintervall

Schwere Infektionen:

Bakteriämie

Pneumonie

Komplizierte

Harnwegsinfektionen

(einschließlichPyelonephritis)

AkuteInfektionen der

Gallenblase undderGallenwege Sehr schwere Infektionen:

KomplizierteInfektionen

des Bauchraumes

EmpirischeBehandlungbei

Patientenmit febriler

Neutropenie

>50 (üblicheDosis, keine

Dosisanpassungerforderlich) 2galle12h 2 galle8h

30-50 2galle24h 2galle12h

11-29 1galle24h 2galle24 h

≤10

0,5galle24 h 1galle24 h

Dialyse-Patienten:

BeiHämodialyse-Patientenwerdencirca68%derzuBeginnderDialyseimKörperbefindlichen

Gesamtmenge anCefepimwährendeinerDialyse über3Stundenausgeschieden.Einpharmakokinetisches

Modellingweistdaraufhin, dassbeidiesen Patienten eineDosisreduktion notwendigist. Folgende

Dosierungwird empfohlen:

DieAnfangsdosisvon1gamerstenBehandlungstagmit Cefepim, an den folgenden Tagen 500 mgpro Tag

beiallen Infektionen außerbeifebrilerNeutropenie.HierfürbeträgtdieempfohleneDosis1 gpro Tag.

AndenDialysetagensollte CefepimnachBeendigungderDialyse verabreichtwerden.Cefepimsollte

möglichstjedenTagzurgleichenZeitverabreichtwerden.

Bei Patienten,dieeinekontinuierliche ambulante Peritonealdialyse(CAPD)erhalten,wird folgende

Dosierungempfohlen:

1g Cefepimalle48Stunden beischweren Infektionen (Bakteriämie,Pneumonie,komplizierte

Harnwegsinfektionen(einschließlichPyelonephritis),akuteInfektionen derGallenblaseund der

Gallenwege)

2gCefepimalle48Stunden beisehrschweren Infektionen(Infektionen desBauchraumes,Peritonitis,

empirischeBehandlungvon Patienten mitfebrilerNeutropenie)

Säuglingeab1MonatundKinder bis zu12JahrenmiteinemKörpergewichtvon ≤40 kg

EineDosisvon 50 mg/kgbeiPatienten zwischen2Monaten und 12Jahren(sieheAbschnitt5.2)undeine

Dosisvon 30 mg/kgbeiSäuglingenimAltervon1bis2 MonatensindvergleichbarmiteinerDosis von2g

beiErwachsenen inklusive dergleichenVerlängerungdes Dosierungsintervallswiein dernachfolgenden

Tabelle angegeben:

4

Kinderab 2 Monaten biszu 40 kg Körpergewicht(etwa 12 Jahre):

Einzeldosis(mg/kgKörpergewicht)undDosierungsintervall

Kreatinin-Clearance [ml/min] Schwere Infektionen:

Pneumonie

Komplizierte

Harnwegsinfektionen

(einschließlichPyelonephritis) Sehr schwere Infektionen:

Bakteriämie

BakterielleMeningitis

EmpirischeBehandlungbei

Patientenmit febriler

Neutropenie

>50 (üblicheDosis, keine

Dosisanpassungerforderlich) 50mg/kgalle12 h 50mg/kgalle8 h

30-50 50mg/kgalle24 h 50mg/kgalle12 h

11-29 25mg/kgalle24 h 50mg/kgalle24 h

≤10

12,5mg/kgalle24 h 25mg/kgalle24 h

SäuglingeimAlter von1 biswenigerals2 Monaten

Einzeldosis(mg/kgKörpergewicht)und Dosierungsintervall

Kreatinin-Clearance [ml/min] Schwere Infektionen:

Pneumonie

Komplizierte

Harnwegsinfektionen

(einschließlichPyelonephritis) Sehr schwere Infektionen:

Bakteriämie

BakterielleMeningitis

Empirische Behandlungbei

Patientenmit febriler

Neutropenie

>50 (üblicheDosis, keine

Dosisanpassungerforderlich) 30mg/kgalle12 h 30mg/kgalle8 h

30-50 30mg/kgalle24 h 30mg/kgalle12 h

11-29 15mg/kgalle24 h 30mg/kgalle24 h

≤10

7,5mg/kgalle24 h 15mg/kgalle24 h

Leberfunktionsstörung:

BeiPatienten mitLeberfunktionsstörungistkeineDosisanpassungerforderlich (sieheAbschnitt5.2).

Ältere Patienten:

Da beiälterenPatienteneinerhöhtes RisikoeinervermindertenNierenfunktion besteht, solltedieWahlder

DosierungmitSorgfalterfolgen und dieNierenfunktion desPatienten überwachtwerden.EineAnpassung

derDosierungwird empfohlen, wenn dieNierenfunktion vermindertist(sieheAbschnitt4.4).

Dauer der Anwendung:

DieBehandlungsdauerbeträgtüblicherweise7 bis10 Tage.Cefepimsollte imAllgemeinennichtkürzerals

7 Tageund nichtlängerals14 Tagepro Behandlungangewendetwerden. Beiderempirischen Behandlung

derfebrilen NeutropeniebeträgtdieüblicheBehandlungsdauer7 Tageodersolange, bisdieNeutropenie

zurückgegangenist.

ArtderAnwendung:

NachangemessenerRekonstitution kann Cefepimalsdirekte intravenöse Injektionübereinen Zeitraum

von 3 bis5 Minuten verabreichtoderin den Schlauch desInfusionsbestecksinjiziertwerden, während der

Patienteine kompatible intravenöse Flüssigkeitbekommt,oderalsintravenöse Infusionübereinen

Zeitraumvon 30 Minuten.FürInkompatibilitätenundHinweisezurRekonstitutiondes Arzneimittels vor

derAnwendung,siehe Abschnitte6.2und6.6.

4.3 Gegenanzeigen

CefepimistkontraindiziertbeiPatientenmitbekannterÜberempfindlichkeitgegeneinenBestandteildes

Wirkstoffs, andereCephalosporin-Antibiotika, PenicillineoderandereBetalaktam-Antibiotika

(Monobactame undCarbapeneme).

5

Wegenseines Gehalts anL-Argininist dasArzneimittel außerdemkontraindiziert bei Patientenmiteiner

Überempfindlichkeitgegen L-ArgininundmiteinerAzidose.BeiHyperkaliämie istdeshalbVorsicht

geboten.

4.4 Besondere Warnhinweiseund Vorsichtsmaßnahmen fürdieAnwendung

Warnhinweise

Überempfindlichkeitsreaktionen

Wie beiallenBetalaktam-Antibiotikawurdevonschwerenund gelegentlich tödlichen

Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet. ImFallevonschweren Überempfindlichkeitsreaktionenmuss die

BehandlungmitCefepimsofortabgebrochen werden und angemesseneNotfallmaßnahmen müssen

eingeleitetwerden.

VorBeginn einerBehandlungistderPatientsorgfältignach Überempfindlichkeitsreaktionen gegen

Cefepim,andere Betalaktam-Antibiotikaoderandere ArzneimittelinderKrankheitsgeschichte zubefragen.

In 10%derFällebestehteineKreuzreaktion zwischen ÜberempfindlichkeitgegenüberPenicillin und

Cephalosporinen.

CefepimsolltebeiPatientenmiteinerKrankheitsgeschichtemitAsthma oderallergischerDiathesie mit

Vorsichtverabreichtwerden.DerPatientmuss währenddererstenAnwendungsorgfältigüberwacht

werden.

EingeschränkteNierenfunktion

BeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktion,etwa beiverringerterUrinausscheidungwegen

Niereninsuffizienz(Kreatinin- Clearance≤50 ml/min)oderanderen Bedingungen, welchedie

Nierenfunktionbeeinträchtigen,sollte die DosierungvonCefepimangepasstwerden,umdie langsamere

Ausscheidungdurch dieNiereauszugleichen. DabeinormalerDosierungbeiPatienten mit

NiereninsuffizienzoderBedingungen, welchedieNierenfunktion beeinträchtigen, hoheund länger

anhaltendeantibiotischeSerumkonzentrationen auftreten können, solltedieErhaltungsdosisbeisolchen

Patienten reduziertwerden.Die weitere Dosierungsollte inAbhängigkeitvomGradder

Nierenfunktionseinschränkung, derSchwerederInfektion und derEmpfindlichkeitderursächlichen Erreger

festgelegtwerden (sieheAbschnitt4.2 und 5.2). Während derÜberwachungnach Markteinführungistüber

folgende schwere Nebenwirkungenberichtetworden:reversible Enzephalopathie (Bewusstseinsstörungen

einschließlich Verwirrtheit, Halluzinationen, Stuporund Koma), Myoklonus, Krampfanfälle(einschließlich

nichtkonvulsivemStatusepilepticus)und/oderNierenversagen(siehe Abschnitt4.8).Die meistenFälle

traten beiPatienten miteingeschränkterNierenfunktion auf, dieDosen von Cefepimerhielten, dieoberhalb

derEmpfehlungen lagen. ImAllgemeinen gingen dieneurotoxischen Symptomenach demAbsetzen von

Cefepimund/odernach Hämodialysezurück, jedoch gab eseinigeFällemittödlichemAusgang.

WennCefepimzusammenmitArzneimitteln, dienierenschädigend wirken können, wieAminoglykosiden

undstarkwirksamenDiuretika,verabreichtwirdsolltedieNierenfunktion sorgfältigüberwachtwerden.

BesondereVorsichtsmaßnahmen fürdieAnwendung

ImZusammenhangmitdemEinsatzvon nahezu allen Antibiotika, einschließlich Cefepime, istvon

ClostridiumdifficileassoziierterDiarrhoe (CDAD)berichtetworden,welche hinsichtlichdes Schweregrads

von leichterDiarrhoebiszurtödlich verlaufenden Colitisreichen kann. CDADistbeiallen Patienten in

Betrachtzu ziehen, diesich mitDiarrhoenach derAnwendungvon Antibiotikavorstellen. Einesorgfältige

Anamneseistnotwendig, davomAuftreten von CDADüberzweiMonatenach derAnwendungvon

Antibiotikaberichtetwurde. Wenn eineCDADvermutetoderbestätigtwird, isteineBeendigungder

Therapiemit Antibiotika,dienicht gegenC.difficilegerichtetist,zuerwägen.

Wiebeianderen Antibiotikakann dieAnwendungvon Cefepimezu übermäßigemWachstumvon nicht

empfindlichen Organismen führen. Sollteeswährend derTherapiezu einerSuperinfektion kommen, sind

geeignete Maßnahmenzuergreifen.

ÄlterePatienten

Von mehrals6400 in klinischen Studien mitCefepimbehandelten Patienten waren 35%älterals65 Jahre

oderälterund 16%älterals75 Jahreoderälter.In klinischen Studien wardieWirksamkeitund Sicherheit

vonCefepimbeigeriatrischenPatienten,diedieüblicheempfohleneErwachsenendosierungerhielten,mit

6

derjenigenvonjüngerenerwachsenenPatientenvergleichbar,außerdiePatientenhatteneineeingeschränkte

Nierenfunktion.ImVergleich zu jüngeren Patienten wurden einemäßigverlängerte

EliminationshalbwertszeitundniedrigererenaleClearance-Wertebeobachtet.EineDosisanpassungen wird

empfohlen,wenn dieNierenfunktion beeinträchtigtist(sieheAbschnitt4.2 und 5.2).

Cefepimwird hauptsächlich überdieNiereausgeschieden und dasRisiko fürtoxischeReaktionen aufdieses

ArzneimittelkannbeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktionerhöhtsein.DabeiälterenPatientendie

Wahrscheinlichkeiteinerverminderten Nierenfunktion erhöhtist,solltedieWahlderDosierungmitSorgfalt

erfolgen und dieNierenfunktion überwachtwerden (sieheAbschnitt4.8 und 5.2).Beiälteren Patienten mit

eingeschränkterNierenfunktion,welchedieüblicheDosierungvon Cefepimerhielten,sind schwere

Nebenwirkungen einschließlich reversiblerEnzephalopathie(Bewusstseinsstörungen mitVerwirrtheit,

Halluzinationen,Stuporund Koma),Myoklonus,Krampfanfälle(einschließlich nichtkonvulsivemStatus

epilepticus)und/oderNierenversagen aufgetreten (sieheAbschnitt4.8).

4.5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstige Wechselwirkungen

Eswurden keineStudien zurErfassungvon Wechselwirkungen durchgeführt.

BeiPatienten, beidenen Cefepimzweimaltäglich verabreichtwurde, wurdeein positiverCoombs-Test

festgestellt,obwohl keineHämolysevorlag(sieheAbschnitt4.8).

DieGlukose-BestimmungimUrin kanneinfalschpositives Resultatergeben.Deshalbwirddie Glukose-

Oxidase-Methodeempfohlen.

4.6 Fertilität,Schwangerschaftund Stillzeit

Schwangerschaft

Reproduktionsstudien beiMäusen, RattenundKaninchenergabenkeine Hinweise aufschädliche

Auswirkungen aufdiefetaleEntwicklung, jedoch liegen keinehinreichendenund kontrolliertenStudien für

dieAnwendungbeiSchwangeren vor.DaTierreproduktionsstudiennureine begrenzte Voraussage

hinsichtlichderWirkungenaufMenschenermöglichen,sollte dieses Arzneimittelwährendder

Schwangerschaftnurangewendetwerdenwenndies eindeutigerforderlichist.

Stillzeit

Cefepimwird in sehrgeringen Mengen in dieMuttermilch ausgeschieden.WährendderStillzeitsollte

CefepimnurmitVorsichtverabreichtwerden.DerSäuglingsolltein diesemFallstrengüberwachtwerden.

4.7 Auswirkungen aufdieVerkehrstüchtigkeitund dieFähigkeitzumBedienen von Maschinen

Eswurden keineStudien zu den Auswirkungen aufdieVerkehrstüchtigkeitund dieFähigkeitzumBedienen

von Maschinen durchgeführt. Jedoch können möglicheNebenwirkungen wieBewusstseinsstörungen,

Schwindel, Verwirrtheitund Halluzinationen auftreten, diedieVerkehrstüchtigkeitund dasBedienenvon

Maschinen beeinflussen (sieheAbschnitt4.4, 4.8 und 4.9).

4.8 Nebenwirkungen

Nebenwirkungen sindgemäßSystemorganklassen,MedDRATerminologieund MedDRA Häufigkeitin

folgende Kategorieneingeteilt: Sehrhäufig(≥1/10), häufig(≥1/100bis<1/10),gelegentlich(≥1/1.000bis

≤1/100),selten(≥1/10.000bis≤1/1.000),sehrselten(≤1/10.000)undunbekannt(HäufigkeitaufGrundlage

derverfügbarenDatennichtabschätzbar).

Innerhalb jederHäufigkeitsgruppierungwerden Nebenwirkungen in abnehmenderSchwereaufgelistet.

Tabelle:Nebenwirkungen,diewährend klinischerStudien und nach Markteinführunggemeldet

wurden

7

Systemorganklasse Häufigkeit MedDRA-Terminus

Infektionenund parasitäre

Erkrankungen Gelegentlich OraleCandidose,Vaginitis

Selten Candidose

Erkrankungendes Blutes unddes

Lymphsystems Sehrhäufig positiverCoombs-Test

Häufig VerlängerungderProthrombin-Zeit,

Verlängerungderpartiellen

Thromboplastin-Zeit, Anämie,

Eosinophilie

Gelegentlich Thrombozytopenie,Leukopenie,

Neutropenie

Unbekannt Aplastische Anämie a

, hämolytische

Anämie a

, Agranulozytose

Erkrankungendes ImmunsystemsSelten AnaphylaktischeReaktion

Unbekannt AnaphylaktischerSchock

Stoffwechsel-und

Ernährungsstörungen Unbekannt FalschpositiverUrin-Glukose-Test

Psychiatrische Erkrankungen Unbekannt Verwirrtheit,Halluzination

Erkrankungendes NervensystemsGelegentlich Kopfschmerzen

Selten Konvulsionen,Parästhesien,Dysgeusie,

Schwindel

Unbekannt Koma, Stupor, Enzephalopathie,

Bewusstseinsstörung, Myoklonus

Gefäßerkrankungen Häufig Gefäßwandentzündungan der

Infusionsstelle

Selten Gefäßerweiterung

Unbekannt Hämorrhagien a

Erkrankungender Atemwege,des

Brustraums undMediastinums Selten Dyspnoe

Erkrankungendes

Gastrointestinaltrakts Häufig Diarrhoe

Gelegentlich Pseudomembranöse Colitis,Colitis,

Übelkeit,Erbrechen

Selten Bauchschmerzen,Verstopfung

Unbekannt Magen-Darm-Störungen

Leber-undGallenerkrankungen Häufig ErhöhteAlanin-Aminotransferase,

erhöhteAspartat-Aminotransferase,

BilirubinimBluterhöht

ErkrankungenderHautund des

Unterhautzellengewebes Häufig Ausschlag

Gelegentlich Erythem,Urticaria,Pruritus

Unbekannt Toxischeepidermale Nekrolyse a , Stevens-

Johnson-Syndrom a , Erythema

multiforme a

Erkrankungender Nierenund

Harnwege Gelegentlich ErhöhungdesBlutharnstoffs,Erhöhung

desSerum-Kreatinins

Unbekannt Nierenversagen,toxischeNephropathie a

Erkrankungender

Geschlechtsorgane undder

Brustdrüse Selten Genitalpruritus

8

AllgemeineErkrankungen und

Beschwerdenam

Verabreichungsort Häufig Reizungen an derInfusionsstelle,

SchmerzenanderEinstichstelle,

Entzündungn an derEinstichstelle

Gelegentlich Fieber, Entzündungen an der

Infusionsstelle

Selten Schüttelfrost

Untersuchungen Häufig Erhöhte alkalische Phosphatase

a Nebenwirkungen,diegenerelldieserWirkstoffklassezugeordnetwerden können.

Kinder

Das SicherheitsprofilvonCefepimbeiSäuglingenund Kindern istähnlich dembeiErwachsenen.Die am

häufigsten berichteteNebenwirkungvon CefepiminklinischenStudienwarHautausschlag.

Meldungdes Verdachts aufNebenwirkungen

Die Meldungdes Verdachts aufNebenwirkungennachderZulassungistvon großerWichtigkeit. Sie

ermöglichteinekontinuierlicheÜberwachungdesNutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörigevon Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden VerdachtsfalleinerNebenwirkungdem

BundesinstitutfürArzneimittelund Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee

3, D-53175 Bonn, Website:www.bfarm.deanzuzeigen.

4.9 Überdosierung

InFällenschwererÜberdosierung,speziellbeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktion,kannCefepim

mitHilfe derHämodialyse aus demKörperentferntwerden.Peritonealdialyse istdafürnichtgeeignet.

WennPatientenmiteingeschränkterNierenfunktionhöhereDosenvonCefepimverabreichtwurden,war

eineunbeabsichtigteÜberdosierungdieFolge(sieheAbschnitt4.2-Dosierungund ArtderAnwendungund

4.4.-BesondereWarnhinweiseund Vorsichtsmaßnahmen fürdieAnwendung).Symptomeeiner

Überdosierungumfassen Enzephalopatie(BewusststeinstörungeneinschließlichVerwirrtheit,

Halluzinationen, Stuporund Koma),MyoklonusundKrampfanfälle(sieheAbschnitt4.8).

5. PHARMAKOLOGISCHEEIGENSCHAFTEN

5.1Pharmakotherapeutische Eigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Cephalosporin dervierten Generation, ATC-Code:J01DE01

Wirkmechanismus

DerWirkmechanismusvon CefepimberuhtaufeinerHemmungderbakteriellen Zellwandsynthese(in der

Wachstumsphase)durchHemmungderPenicillin-bindenden Proteine(PBPs)wiez. B. derTranspeptidasen.

Hieraus resultierteine bakterizide Wirkung.

Pharmakokinetische/pharmakodynamischeZusammenhänge

Die WirksamkeithängtimWesentlichenvonderZeitdauerab, während derWirkstoffspiegeloberhalbder

minimalen Hemmkonzentration (MHK)desbetroffen Erregers liegen.

Resistenzmechanismus

Cefepimbesitzt einegeringeAffinität zuchromosomalkodierten Beta-Laktamasenundeine hohe Resistenz

gegendie Hydrolyse durchdie meistenBeta-Laktamasen.

Eine bakterielle ResistenzgegenüberCefepimkannaufeinemodermehrerenderfolgendenMechanismen

beruhen:

reduzierteAffinität vonPenicillin-bindenden ProteinenzuCefepim,

Produktion vonBeta-Laktamasen, dieCefepimwirksamhydrolysieren können(z.B.einige derextended-

spectrum-und chromosomalkodiertenBeta-Laktamasen),

UndurchdringlichkeitderäußerenZellwand,wodurch in Gram-negativenOrganismendie Erreichbarkeit

derPenicillin-BindeproteinefürCefepimeingeschränktwird,

9

Efflux-Pumpenfür Wirkstoffe.

EsbestehteinepartielleodervollständigeKreuzresistenzvon Cefepimmitanderen Cephalosporinen und

Penicillinen.

Die Testungvon CefepimerfolgtunterBenutzungderüblichen Verdünnungsreihe. Folgendeminimale

Hemmkonzentrationenwurdenfürsensible undresistente Keime festgelegt:

EUCAST(EuropeanCommitteeonAntimicrobial SusceptibilityTesting)Grenzwerte(2014-01-01)

Erreger Sensibel Resistent

Enterobacteriaceae ≤1 mg/l

>4mg/l

Pseudomonasspp. ≤8 mg/l 1

>8mg/l

Staphylococcusspp. Anmerkung 2 Anmerkung 2

StreptococcusGruppenA,B,Cund G Anmerkung 3

Anmerkung 3

Streptococcuspneumoniae ≤1 mg/l 4 >2mg/l

Streptokokken derviridans-Gruppe ≤0,5mg/l

> 0,5mg/l

Haemophilusinfluenzae ≤0,25mg/l 4 >0,25mg/l

Moraxella catarrhalis ≤4 mg/l

>4mg/l

Pharmakokinetische/pharmakodynamische

(nichtspeziesspezifische)Grenzwerte 5

≤4 mg/l

>8mg/l

1DieGrenzwerte beziehensichaufdie Hochdosistherapie.

2DieEmpfindlichkeitvon Staphylokokken gegenüberCephalosporinen lässtsich ausderEmpfindlichkeit

gegenüberCefoxitin folgern, außerbeiCeftazidim, Cefiximund Ceftibuten, diekeineGrenzwertehaben

und nichtbeiStaphylokokkeninfektionen angewendetwerden sollten.

3DieEmpfindlichkeit derStreptococcus-GruppenA,B,Cund GgegenüberCephalosporinen lässtsich

ausderEmpfindlichkeitgegenüberBenzylpenicillin folgern.

4Isolate mitMHK-Werten überden Empfindlichkeits-Grenzwerten sind sehrselten oderwurden noch

nicht berichtet.DieIdentifikationundantimikrobiellenEmpfindlichkeitstests beisolchenIsolaten

müssenwiederholtwerden,undwennsichdie Ergebnisse bestätigen,müssendie Isolate anein

Referenzlaboratoriumgesendetwerden.AußerbeinachgewiesenerklinischerWirksamkeitsolltendie

Isolate,beidenendieMHK-Werte überdenaktuellenResistenz-Grenzwertenliegen,als resistent

berichtetwerden.

5Grenzwerte geltenfüreine tägliche intravenöseDosisvon 2 gx 2 und einerhochdosierteGabevon

mindestens2 gx 3.

Empfindlichkeit

Fürdie ausgewähltenSpezies kanndie PrävalenzeinererworbenenResistenzgeographischundimVerlauf

derZeitvariieren.Dahersind lokaleInformationen zurResistenzsituationerforderlich, insbesonderefürdie

BehandlungschwererInfektionen.Falls die lokale PrävalenzderResistenzbekanntistunddie Wirksamkeit

des Wirkstoffs beimindestens einigenInfektionsartenfraglichist,sollte beiBedarfeine Beratungdurch

einen Experten eingeholtwerden.

Cefepimistnormalerweise gegendie die folgendenMikroorganismeninvitrowirksam(Stand:Dezember

2012).

Üblicherweise empfindliche Spezies

Aerobe Gram-positive Mikroorganismen

Staphylococcusaureus(Methicillin-sensibel)

Streptococcuspneumoniae(inkl.Penicillin-resistenterStämme)°

Streptococcuspyogenes°

Aerobe Gram-negative Mikroorganismen

Citrobacterfreundii

Enterobacter aerogenes

Haemophilusinfluenzae

Moraxella catarrhalis°

10

Morganella morganii

Proteusmirabilis %

Proteus vulgaris °

Serratia liquefaciens°

Serratiamarcescens

Spezies,beidenenerworbene ResistenzeneinProblembeider

Anwendungdarstellen können

Aerobe Gram-positive Mikroorganismen

Staphylococcusaureus 3

Staphylococcus epidermidis +

Staphylococcushaemolyticus +

Staphylococcushominis +

Aerobe Gram-negative Mikroorganismen

Acinetobacterbaumannii

Enterobactercloacae

Escherichiacoli %

Klebsiellaoxytoca %

Klebsiella pneumoniae %

Pseudomonasaeruginosa

VonNatur aus resistente Spezies

Aerobe Gram-positive Mikroorganismen

Enterococcusspp.

Listeriamonocytogenes

Staphylococcusaureus(Methicillin-resistent)

Aerobe Gram-negative Mikroorganismen

Stenotrophomonasmaltophilia

AnaerobeMikroorganismen

Bacteroides fragilis

Clostridiumdifficile

Andere Mikroorganismen

Chlamydiaspp.

Chlamydophilaspp.

Legionellaspp.

Mycoplasmaspp.

°BeiVeröffentlichungderTabelle lagenkeine aktuellenDatenvor.Inder Primärliteratur,

Standardwerkenund Therapieempfehlungen wird von einerEmpfindlichkeitausgegangen.

Inmindestens einerRegionliegtdie Resistenzrate beiüber50%.

Extended-SpektrumBeta-Laktamase (ESBL)-bildende Stämme sindimmerresistent.

ImambulantenBereichliegtdie Resistenzrate bei<10%.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Diepharmakokinetischen Eigenschaften von Cefepimsind imBereich von 250 mgbis2 gi.v. linear;die

pharmakokinetischen Eigenschaften unterscheiden sich nichtin BezugaufBehandlungsdauer.

Resorption

Nach intravenöserVerabreichungvon 2 güber30 Minuten an gesundeProbanden betrugen diemaximalen

Plasmakonzentrationen (C

)126–193 μg/ml.

Verteilung

Cefepimverteilt sichgut inKörperflüssigkeitenund-geweben. ImBereich von 250 mgbis2 ghängtdie

relative GewebeverteilungvonCefepimnichtvonderverabreichtenDosis ab.Das mittlere

Verteilungsvolumen imSteady-Statebeträgt18 l. Beigesunden Probanden, dieübereinen Zeitraumvon 9

Tagen in Abständen von 8 Stunden Dosen von biszu 2 gi.v. erhielten, fand sich kein Hinweisaufeine

11

Akkumulation. DieSerumproteinbindungvon Cefepimbeträgt<19%und hängtnichtvon den

Serumkonzentrationenab.DiemittlereEliminationshalbwertszeit liegt bei etwa2Stunden.

Biotransformation

CefepimwirdnuringeringemMaßemetabolisiert.DerHauptmetabolit imUrinist N-Methylpyrrolidinoxid,

ein tertiäresAmin, dasnurrund 7%derDosisausmacht.

Elimination

Die mittlere Gesamtkörperausscheidungsratebeträgt120ml/min.Die mittlere renale Clearance von Cefepim

beträgt110ml/min;dies zeigt,dass Cefepimfastausschließlichrenalausgeschiedenwird,hauptsächlich

durch glomeruläreFiltration. DieWiederfindungvon unverändertemCefepimimUrin beträgtetwa85%der

Dosis, waszu hohen Urinkonzentrationen von Cefepimführt. Nach derintravenösen Verabreichungvon 500

mgCefepimwarCefepimnach 12 Stunden nichtmehrimPlasmaund nach 16 Stunden nichtmehrimUrin

nachweisbar.

Ältere Patienten:

DieVerteilungvon Cefepimwurdebeiälteren männlichen und weiblichen Patienten

(>65Jahre)untersucht.Die SicherheitundWirksamkeitbeiälterenPatientenistmitderjenigenvon

Erwachsenenvergleichbar,allerdings wurdenbeiälterenPatienteneine geringfügige Verlängerungder

Eliminationshalbwertszeit undniedrigere Werte fürdie renale Clearance beiälterenPatientenbeobachtet.

EineDosisanpassungistbeieinerbegleitenden EinschränkungderNierenfunktion erforderlich (siehe

Abschnitt4.2 und 4.4).

Kinderund Jugendliche:

DiePharmakokinetiknach Einzel-und Mehrfachgabevon CefepimwurdebeiPatienten imAltervon 2

Monaten bis16 Jahren untersucht, wobeiDosen von 50 mg/kgdurch intravenöseInfusion verabreicht

wurden. BeiMehrfachgabewurdedieseDosisalle8 oder12 Stunden übermindestens48 Stunden

verabreicht.

Die mittlere PlasmakonzentrationvonCefepimwarnachdererstenDosis ähnlichderimSteady-Statemit

einergeringfügigen Akkumulation nach VerabreichungzusätzlicherDosen.

Die Werte deranderenpharmakokinetischenParameterbeiSäuglingen und Kindern unterschieden sich nach

dererstenDosis undimSteady-Statenicht, unabhängigvon Dosierungsintervall(alle12 oder8 Stunden). Es

konntenkeine Unterschiede beidenpharmakokinetischenParameternfestgestelltwerden,wederzwischen

den verschiedenen Altersstufen derPatienten noch zwischen männlichen und weiblichen Patienten.

NachVerabreichungeinerintravenösenEinzeldosis betrugdiedurchschnittlicheGesamtausscheidungsrate

3,3 ml/min/kgund dasVerteilungsvolumen betrug0,3 l/kg. DiemittlereEliminationshalbwertszeitbetrug

1,7 Stunden.DerAnteilan Cefepim, derunverändertimUrin wiedergefunden wurde, betrug60,4%der

verabreichtenDosisunddie renale Clearance miteinemdurchschnittlichen Wertvon2,0ml/min/kgstellt

den primärenEliminationswegdar.

Eingeschränkte Nierenfunktion:

Studien beiPatienten mitunterschiedlich ausgeprägten Nierenfunktionsstörungen zeigteneine signifikante

VerlängerungderEliminationshalbwertszeit.Es bestehteine lineare BeziehungbeiPatientenmit

eingeschränkterNierenfunktionzwischenderindividuellenGesamtausscheidungsrate undderKreatinin-

Clearance.

DiedurchschnittlicheEliminationshalbwertszeitbeträgtbeiDialyse-Patienten 13 Stunden (Hämodialyse)

und 19 Stunden beikontinuierlicherambulanterPeritonealdialyse.

Eingeschränkte Leberfunktion

BeiPatienten mitzystischerFibroseund LeberfunktionsstörungistdiePharmakokinetikvon Cefepimnach

VerabreichungeinerEinzeldosisvon 1 gnichtverändert.Daheristeine Dosisanpassungnichterforderlich.

12

5.3 Präklinische Datenzur Sicherheit

Währendkeine tierexperimentellenLangzeitstudienzurBeurteilungdes kanzerogenenPotenzials

durchgeführtwurden, zeigten In-vivo-und In-vitro-Untersuchungen, dassCefepimnichtgenotoxisch ist.

Tierexperimentelle Studienzeigten,dasstägliche Dosen von biszum10-FachenderbeimMenschen

empfohlenen Dosiskeinedirekten oderindirekten schädlichen Wirkungen aufdieReproduktion, die

embryonale/fetale Entwicklung,die Tragezeitoderdie peri-/postnatale Entwicklunghaben.

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1 Liste der sonstigenBestandteile

L-Arginin

6.2 Inkompatibilitäten

Lösungen vonCefepim-MIPdürfennichtmitden folgenden Antibiotikagemischtwerden:Metronidazol,

Vancomycin,Gentamicin,TobramycinsulfatundNetilmicinsulfat,dadabeiphysikalische oderchemische

Inkompatibilitätenauftretenkönnen.Sollte eine gleichzeitige Therapie angezeigtsein,müssensolche

Antibiotika separatverabreichtwerden.

Alle parenteralenArzneimittelsolltenvorderAnwendungvisuellaufPartikeluntersuchtwerden.

DasArzneimitteldarf, außermitden unterAbschnitt6.6 aufgeführten, nichtmitanderen Arzneimitteln

gemischtwerden.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

27Monate

DauerderHaltbarkeitdergebrauchsfertigenLösung

Die chemische undphysikalische StabilitätdergebrauchsfertigenLösungwurde für2 Stunden bei25°Cund

für24 Stunden bei2 bis8°Cnachgewiesen. AusmikrobiologischerSichtsolltedasArzneimittel sofort

verwendetwerden.Wenndie gebrauchsfertige Lösungnichtsofortverwendetwird, istderAnwenderfürdie

Dauerund dieBedingungen derAufbewahrungvorderAnwendungverantwortlich.

6.4 BesondereVorsichtsmaßnahmen fürdieAufbewahrung

Nichtüber30°Clagern.ImUmkarton aufbewahren, umden InhaltvorLichtzu schützen.

Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution desArzneimittels, sieheAbschnitt6.3.

6.5 Artund InhaltdesBehältnisses

Cefepim-MIP1gwird in farblosen 15-ml-Durchstechflaschenaus Glas (TypI)geliefert,die einweißes bis

gelbbraunesPulverenthalten und miteinemBromobutyl-Gummistopfen und einemFlip-Off-Deckel

verschlossensind.

Cefepim-MIP2gwird in farblosen50-ml-Durchstechflaschenaus Glas (TypII)geliefert,die einweißes bis

gelbbraunesPulverenthalten undmiteinemBromobutyl-Gummistopfen und einemFlip-Off-Deckel

verschlossensind.

Packungsgrößen:Packungen mit1, 5oder10Durchstechflaschen.

Es werdenmöglicherweise nichtalle PackungsgrößenindenVerkehrgebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmenfür die BeseitigungundsonstigeHinweisezurHandhabung

ZubereitungderLösungzurintravenösen Injektion

DerInhaltderDurchstechflasche wirdin10mleines kompatiblenLösungsmittels aufgelöst,wie inder

nachstehendenTabelle angegeben.Die gebrauchsfertige Lösungwirdlangsamübereinen Zeitraumvon 3

bis5Minuteninjiziert–entwederdirektineine Vene oderdirektindenSchlaucheines Infusionssystems,

während derPatienteineInfusion miteinerkompatiblen intravenösen Lösungerhält.

13

ZubereitungderLösungzurintravenösen Infusion

FürdieintravenöseInfusion istdie1 goder2 gCefepim-Lösungwieoben fürdiedirekteintravenöse

Anwendungbeschrieben zu rekonstituieren und dieerforderlichen Mengedergebrauchsfertigen Lösungin

ein Infusionsbehältnismiteinerderkompatiblen intravenösen Flüssigkeiten hinzuzufügen (empfohlenes

Endvolumen:circa40-50 ml). DiegebrauchsfertigeLösungsollteübereinen Zeitraumvon ungefähr30

Minutenverabreichtwerden.

DiefolgendeTabelleenthältAnweisungen zurRekonstitution:

Dosierungund Art

derAnwendung Zugesetztes

Lösungsmittel [ml] Endvolumen [ml] Konzentration

(ca., in mg/ml)

1g i.v. 10,0 11,4 90

2g i.v. 10,0 12,8 160

Kompatibilität mit intravenösenFlüssigkeiten

Folgende LösungsmitteleignensichzurHerstellungderLösung:

WasserfürInjektionszwecke

Glukose-Lösung50mg/ml(5%)

Natriumchloride-Lösung9mg/ml(0,9%).

Die Rekonstitution/Verdünnungmussunteraseptischen Bedingungen erfolgen. DasempfohleneVolumen

wird fürdieRekonstitution derLösunghinzugefügtund leichtgeschüttelt,bissich derInhaltder

Durchstechflasche vollständigaufgelösthat.

DerInhaltderDurchstechflasche istzureinmaligenAnwendungbestimmt.Reste einergebrauchsfertigen

Lösungmüssen vernichtetwerden.Nichtverwendetes ArzneimitteloderAbfallmaterialistentsprechendden

nationalen Anforderungen zu beseitigen.

SieheAbschnitt6.2zuInkompatibilitäten.

DieDurchstechflaschevorderAnwendungvisuellaufVerfärbungen und Partikeluntersuchen. Siedarfnur

angewendetwerden, wenn dieLösungfreivon Partikeln ist.

NurklareLösungen verwenden.

WieandereCephalosporinekönnen Cefepim-Lösungen jenach Lagerbedingungen einegelbebisgelbbraune

Farbe annehmen.Dies hatjedochkeinennegativenEinfluss aufdie Wirksamkeitdes Arzneimittels.

7. INHABER DER ZULASSUNG

MIPPharma GmbH

Kirkeler Str.41

66440 Blieskastel

Deutschland

Tel.:06842-9609 0

Fax:06842-9609 355

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

Cefepim-MIP1g:90357.00.00

Cefepim-MIP2g:90358.00.00

9. DATUMDER ERTEILUNGDER ZULASSUNG

05.06.2015

10. STAND DER INFORMATION

11/2014

14

11.VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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