Cefa Safe 300 mg Suspension zur intramammären Anwendung für Rinder (trockenstehende Milchkühe)

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

05-11-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

05-11-2021

Wirkstoff:
intramammäre Anwendung; Cefapirin-Benzathin (2:1)
Verfügbar ab:
Intervet Deutschland GmbH (3067358)
Darreichungsform:
Suspension zur intramammären Anwendung
Zusammensetzung:
intramammäre Anwendung (Rind (Milchkuh zum Zeitpunkt des Trockenstellens)) - -; Cefapirin-Benzathin (2:1) (9954) 383,3 Milligramm
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
V7001339.00.00
Berechtigungsdatum:
2021-10-30

Lesen Sie das vollständige Dokument

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

GEBRAUCHSINFORMATION

Cefa Safe 300 mg, Suspension zur intramammären Anwendung für Rinder (Milchkuh zum

Zeitpunkt des Trockenstellens)

1.

NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND, WENN

UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE

VERANTWORTLICH IST

Zulassungsinhaber:

Intervet Deutschland GmbH

Feldstraße 1a

85716 Unterschleißheim

Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller:

Intervet International BV

Wim de Körverstraat 35

5831 AN Boxmeer

Niederlande

2.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

Cefa Safe 300 mg, Suspension zur intramammären Anwendung für Rinder (Milchkuh zum Zeitpunkt

des Trockenstellens)

(AT, BE, CY, CZ, EE, EL, HU. HR. IT, LT, LU, LV, PT, RO, SK)

CepraShort 300 mg Intramammary Suspension for dairy cows at drying-off (IE, UK)

Cefapirin

3.

WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE

Jeder Euterinjektor zu 10 ml enthält:

Wirkstoff:

Cefapirin

300 mg

(entspricht 383,3 mg Cefapirin-Benzathin)

Cremig ölige Suspension.

4.

ANWENDUNGSGEBIET(E)

Zur Behandlung subklinischer Mastitiden zum Zeitpunkt des Trockenstellens verursacht durch

Cefapirin-empfindliche Staphylococcus aureus, koagulase-negative Staphylococci, Streptococcus

agalactiae, Streptococcus dysgalactiae und Streptococcus uberis.

5.

GEGENANZEIGEN

Nicht bei Tieren mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Cephalosporine, andere

-Lactam-

Antibiotika oder gegen einen der Hilfsstoffe anwenden.

Nicht anwenden bei Tieren mit schweren Nierenfunktionsstörungen. Die Anwendung bei Tieren mit

eingeschränkter Nierenfunktion sollte nur nach einer Nutzen-Risiko-Bewertung des behandelnden

Tierarztes erfolgen.

Nicht anwenden bei Kühen mit klinischer Mastitis.

Bitte beachten Sie den Abschnitt „Besondere Warnhinweise“.

6.

NEBENWIRKUNGEN

Allergische Reaktionen wurden sehr selten beobachtet.

Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:

Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen während der

Behandlung)

Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)

Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)

Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)

Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschließlich Einzelfallberichte).

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage

aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht

gewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

7.

ZIELTIERART(EN)

Rind (Milchkuh zum Zeitpunkt des Trockenstellens)

8.

DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Zur einmaligen intramammären Anwendung.

300 mg Cefapirin (Inhalt eines Injektors) in jedes Euterviertel in die Zitze applizieren.

9.

HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

Den Inhalt eines Injektors unmittelbar nach dem letzten Ausmelken in die Zitze eines jeden

Euterviertels infundieren. Vor der Verabreichung ist die Zitze und Zitzenöffnung mit dem beigelegten

Reinigungstuch gründlich zu reinigen und zu desinfizieren.

Die Kappe des Injektors vollständig entfernen. Hierzu den Injektor fest in einer Hand halten und die

Kappe mit dem Daumen hochschieben bis sie abfällt. Es ist darauf zu achten, dass die Injektorspitze

nicht kontaminiert wird.

Die Injektorspitze nicht verbiegen.

Die Injektorspitze in den Zitzenkanal einführen und den Inhalt eines Injektors infundieren.

Das Zitzenende mit einer Hand fixieren und mit der anderen Hand sanft entlang des Zitzenkanals

aufwärts massieren, um die gleichmäßige Verteilung des Antibiotikums im Euterviertel zu

unterstützen.

Jeder Injektor darf nur einmal verwendet werden.

Es wird empfohlen, die Zitzen nach der Behandlung in einer geeigneten Desinfektionslösung zu

dippen.

10.

WARTEZEIT(EN)

Milch: 24 Stunden nach dem Abkalben, wenn der Abstand zwischen Anwendung und Abkalben 32

Tage oder mehr beträgt.

33 Tage nach der Anwendung, wenn der Abstand zwischen Anwendung und Abkalben

weniger als 32 Tage beträgt.

Essbare Gewebe:

14 Tage

Euter von behandelten Tieren darf während der Trockenstehzeit und der anschließenden

Laktationsperiode nicht zum menschlichen Verzehr verwendet werden.

11.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Nicht über 25 °C lagern. Vor Licht schützen.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis und der äußeren Umhüllung angegebenen

Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

12.

BESONDERE WARNHINWEISE

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:

Die Anwendung des Tierarzneimittels sollte auf den Ergebnissen einer Empfindlichkeitsprüfung der

von dem Tier isolierten Erreger beruhen. Falls dies nicht möglich ist, sollte die Behandlung auf örtlich

(regional, auf Bestandsebene) gewonnenen epidemiologischen Erkenntnissen bezüglich der

Empfindlichkeit der Zielbakterien beruhen. Eine von den Vorgaben in der Gebrauchsinformation

abweichende Anwendung kann die Prävalenz Cefapirin-resistenter Bakterien erhöhen und die

Wirksamkeit herabsetzen. Die amtlichen, nationalen und örtlichen Richtlinien für den Einsatz von

Antibiotika sind bei der Anwendung zu beachten.

Die Wirksamkeit des Tierarzneimittels ist nur gegen die in Abschnitt Anwendungsgebiete genannten

pathogenen Erreger erwiesen. Schwerwiegende akute Mastitiden (mit möglicherweise tödlichem

Ausgang) können folglich durch andere pathogene Erregerspezies, insbesondere Pseudomonas

aeruginosa, zum Zeitpunkt des Trockenstellens verursacht werden. Deshalb sollte zur

Risikominimierung stets auf gute Hygiene geachtet werden.

Das Reinigungstuch nicht bei einer bestehenden Zitzenverletzung anwenden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Penicilline und Cephalosporine können nach Injektion, Inhalation, oraler Aufnahme oder Hautkontakt

zu Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien) führen.

Bei Penicillin-Überempfindlichkeit ist eine Kreuzreaktion gegen Cephalosporine und umgekehrt

möglich. Gelegentlich kann es zu schwerwiegenden allergischen Reaktionen gegen diese Substanzen

kommen.

Sollte eine bekannte Überempfindlichkeit gegen Penicilline oder Cephalosporine vorliegen, ist der

Kontakt mit dem Tierarzneimittel zu vermeiden.

Wenn nach einem Kontakt mit dem Präparat Symptome wie Hautausschlag auftreten, sollten Sie

ärztlichen Rat in Anspruch nehmen und dem Arzt die Packungsbeilage oder das Etikett zeigen.

Symptome wie Anschwellen des Gesichts, der Lippen oder Augenlieder bzw. Atembehinderung sind

ernst zu nehmen und bedürfen einer sofortigen ärztlichen Versorgung.

Nach Benutzung des Reinigungstuchs sind die Hände zu waschen. Personen mit bekannter

Überempfindlichkeit gegenüber Isopropylalkohol sollten den direkten Kontakt mit den

Reinigungstüchern vermeiden. Vermeiden Sie den Augenkontakt, da Isopropylalkohol zu

Augenirritationen führen kann.

Laktation:

Nicht während der Laktation anwenden.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:

Eine gleichzeitige parenterale Gabe von nephrotoxischen Substanzen (z. B. Aminoglykosid- und

Polypeptidantibiotika) kann die Ausscheidungsdauer von Cefapirin verlängern.

Eine gleichzeitige Anwendung von Cephalosporinen und nephrotoxischen Wirkstoffen kann die

Nierentoxizität erhöhen.

Cephalosporine sollten nicht gleichzeitig mit bakteriostatisch wirkenden Antibiotika verabreicht

werden.

Überdosierungen (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel), falls erforderlich:

Keine bekannt.

13.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT

VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN

ERFORDERLICH

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei

gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf

diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die

Kanalisation entsorgt werden.

14.

GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE

15.

WEITERE ANGABEN

Packungsgrößen:

Faltschachtel mit 20 Euterinjektoren und alkoholischen Reinigungstüchern.

Plastikeimer mit 144 Euterinjektoren und alkoholischen Reinigungstüchern.

Zulassungsnummer:

V7001339.00.00

Wortlaut der für die Fachinformation vorgesehenen Angaben

Fachinformation in Form der Zusammenfassung der Merkmale des Tierarzneimittels

(Summary of Product Characteristics)

1.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

Cefa Safe 300 mg, Suspension zur intramammären Anwendung für Rinder (Milchkuh zum Zeitpunkt

des Trockenstellens)

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jeder Euterinjektor zu 10 ml enthält:

Wirkstoff:

Cefapirin

300 mg

(entspricht 383,3 mg Cefapirin-Benzathin)

Sonstige Bestandteile:

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie unter Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Suspension zur intramammären Anwendung.

Cremig ölige Suspension.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Zieltierart(en)

Rind (Milchkuh zum Zeitpunkt des Trockenstellens)

4.2

Anwendungsgebiete unter Angabe der Zieltierart(en)

Zur Behandlung subklinischer Mastitiden zum Zeitpunkt des Trockenstellens verursacht durch

Cefapirin-empfindliche Staphylococcus aureus, koagulase-negative Staphylococci, Streptococcus

agalactiae, Streptococcus dysgalactiae und Streptococcus uberis.

4.3

Gegenanzeigen

Nicht bei Tieren mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Cephalosporine, andere

-Lactam-

Antibiotika oder gegen einen der Hilfsstoffe anwenden.

Nicht anwenden bei Tieren mit schweren Nierenfunktionsstörungen. Die Anwendung bei Tieren mit

eingeschränkter Nierenfunktion sollte nur nach einer Nutzen-Risiko-Bewertung des behandelnden

Tierarztes erfolgen.

Nicht anwenden bei Kühen mit klinischer Mastitis.

Bitte beachten Sie Abschnitt 4.7.

4.4

Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart

Keine.

4.5

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren

Die Anwendung des Tierarzneimittels sollte auf den Ergebnissen einer Empfindlichkeitsprüfung der

von dem Tier isolierten Erreger beruhen. Falls dies nicht möglich ist, sollte die Behandlung auf örtlich

(regional, auf Bestandsebene) gewonnenen epidemiologischen Erkenntnissen bezüglich der

Empfindlichkeit der Zielbakterien beruhen. Eine von den Vorgaben in der Fachinformation

abweichende Anwendung kann die Prävalenz Cefapirin-resistenter Bakterien erhöhen und die

Wirksamkeit herabsetzen. Die amtlichen, nationalen und örtlichen Richtlinien für den Einsatz von

Antibiotika sind bei der Anwendung zu beachten.

Die Wirksamkeit des Tierarzneimittels ist nur gegen die in Abschnitt 4.2 genannten pathogenen

Erreger erwiesen. Schwerwiegende akute Mastitiden (mit möglicherweise tödlichem Ausgang) können

folglich durch andere pathogene Erregerspezies, insbesondere Pseudomonas aeruginosa, zum

Zeitpunkt des Trockenstellens verursacht werden. Deshalb sollte zur Risikominimierung stets auf gute

Hygiene geachtet werden.

Das Reinigungstuch nicht bei einer bestehenden Zitzenverletzung anwenden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender

Penicilline und Cephalosporine können nach Injektion, Inhalation, oraler Aufnahme oder Hautkontakt

zu Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien) führen.

Bei Penicillin-Überempfindlichkeit ist eine Kreuzreaktion gegen Cephalosporine und umgekehrt

möglich. Gelegentlich kann es zu schwerwiegenden allergischen Reaktionen gegen diese Substanzen

kommen.

Sollte eine bekannte Überempfindlichkeit gegen Penicilline oder Cephalosporine vorliegen, ist der

Kontakt mit dem Tierarzneimittel zu vermeiden.

Wenn nach einem Kontakt mit dem Präparat Symptome wie Hautausschlag auftreten, sollten Sie

ärztlichen Rat in Anspruch nehmen und dem Arzt die Packungsbeilage oder das Etikett zeigen.

Symptome wie Anschwellen des Gesichts, der Lippen oder Augenlieder bzw. Atembehinderung sind

ernst zu nehmen und bedürfen einer sofortigen ärztlichen Versorgung.

Nach Benutzung des Reinigungstuchs sind die Hände zu waschen. Personen mit bekannter

Überempfindlichkeit gegenüber Isopropylalkohol sollten den direkten Kontakt mit den

Reinigungstüchern vermeiden. Vermeiden Sie den Augenkontakt, da Isopropylalkohol zu

Augenirritationen führen kann.

4.6

Nebenwirkungen (Häufigkeit und Schwere)

Allergische Reaktionen wurden sehr selten beobachtet.

Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:

Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen während der

Behandlung)

Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)

Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)

Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)

Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschließlich Einzelfallberichte).

Das Auftreten von Nebenwirkungen nach Anwendung von Cefa Safe 300 mg sollte dem Bundesamt

für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Mauerstr. 39 - 42, 10117 Berlin oder dem

pharmazeutischen Unternehmer mitgeteilt werden.

Meldebögen können kostenlos unter o.g. Adresse oder per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert

werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung (Online-Formular auf der

Internetseite http://vet-uaw.de).

4.7

Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode

Nicht während der Laktation anwenden.

4.8

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen

Eine gleichzeitige parenterale Gabe von nephrotoxischen Substanzen (z. B. Aminoglykosid- und

Polypeptidantibiotika) kann die Ausscheidungsdauer von Cefapirin verlängern.

Eine gleichzeitige Anwendung von Cephalosporinen und nephrotoxischen Wirkstoffen kann die

Nierentoxizität erhöhen.

Cephalosporine sollten nicht gleichzeitig mit bakteriostatisch wirkenden Antibiotika verabreicht

werden.

4.9

Dosierung und Art der Anwendung

Zur einmaligen intramammären Anwendung.

Den Inhalt eines Injektors unmittelbar nach dem letzten Ausmelken in die Zitze eines jeden

Euterviertels infundieren. Vor der Verabreichung ist die Zitze und Zitzenöffnung mit dem beigelegten

Reinigungstuch gründlich zu reinigen und zu desinfizieren.

Die Kappe des Injektors vollständig entfernen. Hierzu den Injektor fest in einer Hand halten und die

Kappe mit dem Daumen hochschieben bis sie abfällt. Es ist darauf zu achten, dass die Injektorspitze

nicht kontaminiert wird.

Die Injektorspitze nicht verbiegen.

Die Injektorspitze in den Zitzenkanal einführen und den Inhalt eines Injektors infundieren.

Das Zitzenende mit einer Hand fixieren und mit der anderen Hand sanft entlang des Zitzenkanals

aufwärts massieren, um die gleichmäßige Verteilung des Antibiotikums im Euterviertel zu

unterstützen.

Jeder Injektor darf nur einmal verwendet werden.

Es wird empfohlen, die Zitzen nach der Behandlung in einer geeigneten Desinfektionslösung zu

dippen.

4.10

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel), falls erforderlich

Keine bekannt.

4.11

Wartezeit(en)

Milch: 24 Stunden nach dem Abkalben, wenn der Abstand zwischen Anwendung und Abkalben 32

Tage oder mehr beträgt.

33 Tage nach der Anwendung, wenn der Abstand zwischen Anwendung und Abkalben

weniger als 32 Tage beträgt.

Essbare Gewebe:

14 Tage

Euter von behandelten Tieren darf während der Trockenstehzeit und der anschließenden

Laktationsperiode nicht zum menschlichen Verzehr verwendet werden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antibiotika zur intramammären Anwendung, Cephalosporin der

ersten Generation

ATCvet-Code: QJ51DB08

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Cefapirin wirkt bakterizid und hat eine zeitabhängige Wirkung und ein breites therapeutisches

Wirkungsspektrum. Cefapirin ist ein Cephalosporin der 1. Generation und wirkt durch Hemmung der

bakteriellen Zellwandsynthese. Es besteht eine geringe Kreuzallergie zwischen Cephalosporinen und

Penicillinen (6 bis 16 %).

Bislang sind drei Resistenzmechanismen gegenüber Cephalosporinen bekannt: eine verringerte

Permeabilität der Zellwand, eine enzymatische Inaktivierung sowie eine Veränderung der spezifischen

Penicillinbindungsstellen. Bei grampositiven Erregern und besonders bei Staphylokokken ist der

wichtigste Resistenzmechanismus die Veränderung der Penicillin-bindenden Proteine. Resistenzen

gramnegativer Bakterien beruhen zum Großteil auf der Produktion von β-Lactamasen. Cefapirin ist in

der Regel wirksam gegen Staphylococcus aureus (einschließlich penicillinasebildender Stämme),

koagulase-negative Staphylokokken, Streptococcus agalactiae und uberis.

Die Resistenzsituation gegenüber Streptokokken ist weiterhin günstig, während die Resistenzsituation

gegenüber Staphylokokken zwischen geographischen Regionen oder einzelnen Herden stärker

variieren kann.

Die im Rahmen des VetPath Programmes des European Animal Health Study Centre (CEESA) für die

Zielerreger zwischen 2015 und 2016 in Europa erhobenen MHK50- und MHK90-Werten können wie

folgt zusammengefasst werden:

Erreger

Anzahl

der

Stämme

MHK

50

MHK

90

S. aureus

0,25

0,25

Koagulase negative

Staphylokokken

0,12

0,25

S. agalactiae

0,12

0,25

S. dysgalactiae

≤0,03

≤0,03

S. uberis

0,25

0,25

5.2

Angaben zur Pharmakokinetik

Bei Behandlung in der Trockenstehphase werden therapeutisch wirksame Cefapirin-Spiegel im

Eutersekret für mindestens 7 Tage aufrechterhalten. Die Proteinbindung der Milch beträgt 60 – 75 %.

Maximale Blutspiegel von 0,04 bis 0,32 μg/ml wurden nach 4 bis 6 Stunden gemessen. Nach 48

Stunden war die Konzentration im Blut unter die Nachweisgrenze gesunken.

Der Hauptmetabolit von Cefapirin ist das mikrobiologisch aktive Desacetylcefapirin. Muttersubstanz

und Metabolit werden nach Resorption aus dem Euter vorwiegend über die Nieren, geringfügig auch

über die Galle und nach Laktationsbeginn auch mit der Milch ausgeschieden. Im Urin wurden bis zu

20 Tage Cefapirin-Konzentrationen über 0,02 μg/ml beobachtet.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Verzeichnis der sonstigen Bestandteile

Aluminiumstearat

Raffiniertes Erdnussöl

6.2

Wesentliche Inkompatibilitäten

Keine bekannt.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

Haltbarkeit des Tierarzneimittels im unversehrten Behältnis: 2 Jahre

6.4

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 25 °C lagern. Vor Licht schützen.

6.5

Art und Beschaffenheit des Behältnisses

Mit 10 ml Suspension vorgefüllte Polyethylen-Injektoren bestehend aus einem weißen Zylinder aus Low-

Density Polyethylen (LDPE), einem weißen LDPE-Kolben und einer hellblauen LDPE-Schutzkappe zur

intramammären Anwendung sowie Reinigungstücher in einem Beutel mit einer Beschichtung aus

Papier/PE/Papier.

Packungsgrößen:

Faltschachtel mit 20 Euterinjektoren und alkoholischen Reinigungstüchern.

Plastikeimer mit 144 Euterinjektoren und alkoholischen Reinigungstüchern.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel

oder bei der Anwendung entstehender Abfälle

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei

gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf

diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation

entsorgt werden.

7.

ZULASSUNGSINHABER

Intervet Deutschland GmbH

Feldstraße 1a

85716 Unterschleißheim

8.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

V7001339.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ERSTZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

10.

STAND DER INFORMATION

11.

VERBOT DES VERKAUFS, DER ABGABE UND/ODER DER ANWENDUNG

Nicht zutreffend.

12.

VERSCHREIBUNGSSTATUS / APOTHEKENPFLICHT

Verschreibungspflichtig.

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