Caspofungin Lorien 70 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

03-05-2018

Fachinformation Fachinformation (SPC)

03-05-2018

Wirkstoff:
Caspofungindiacetat
Verfügbar ab:
Laboratorios Lorien S.L. (8179375)
ATC-Code:
J02AX04
INN (Internationale Bezeichnung):
Caspofungin diacetate
Darreichungsform:
Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Zusammensetzung:
Caspofungindiacetat (29673) 77,7 Milligramm
Verabreichungsweg:
intravenöse Anwendung
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
95867.00.00
Berechtigungsdatum:
2016-11-22

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Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Caspofungin Lorien 70 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Caspofungin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie oder Ihr Kind mit dem

Arzneimittel behandelt werden, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, das medizinische Fachpersonal

oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, das medizinische

Fachpersonal oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Caspofungin Lorien und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie beachten bevor Sie mit Caspofungin Lorien behandelt werden?

Wie ist Caspofungin Lorien anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Caspofungin Lorien aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Caspofungin Lorien und wofür wird es angewendet?

Caspofungin Lorien enthält den Wirkstoff Caspofungin. Es gehört zu einer Gruppe von

Arzneimitteln gegen Pilzinfektionen (sogenannte „Antimykotika“).

Wofür wird Caspofungin Lorien angewendet

Caspofungin Lorien wird angewendet, um folgende Infektionen bei Kindern, Jugendlichen und

Erwachsenen zu behandeln:

Schwerwiegende Pilzinfektionen in Ihrem Gewebe oder Ihren Organen (sogenannte „invasive

Candidiasis“). Diese Infektion wird durch Pilz(Hefe)-Zellen verursacht, die als Candida

bezeichnet werden. Personen, die vor kurzem operiert wurden oder an einer Abwehrschwäche

leiden, sind anfällig gegen diese Art der Infektion. Fieber und Schüttelfrost, die auf eine

Behandlung mit Antibiotika nicht ansprechen, sind die häufigsten Anzeichen einer derartigen

Infektion.

Pilzinfektionen in der Nase, den Nasennebenhöhlen oder der Lunge (sogenannte „invasive

Aspergillose“), wenn andere Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen nicht gewirkt

haben oder weil diese bei Ihnen Nebenwirkungen verursacht haben.

Diese Infektion wird durch Schimmelpilze verursacht, die als „Aspergillus“ bezeichnet werden.

Personen, die eine Chemotherapie bekommen, denen ein Organ transplantiert wurde oder die an

einer Abwehrschwäche leiden, sind anfällig gegen diese Art der Infektion.

Verdacht auf Pilzinfektionen, wenn Sie Fieber und eine Verminderung der Anzahl bestimmter

weißer Blutzellen haben und sich beides unter einer Antibiotikabehandlung nicht gebessert hat.

Personen, die vor kurzem operiert wurden oder an einer Abwehrschwäche leiden, sind

gefährdet, eine Pilzinfektion zu bekommen.

Wie Caspofungin Lorien wirkt

Caspofungin Lorien macht Pilzzellen brüchig und verhindert das Wachstum des Pilzes. Dies

verhindert die Ausbreitung der Infektion und ermöglicht es den natürlichen Abwehrkräften des

Körpers die Infektion vollständig zu bekämpfen.

2. Was sollten Sie beachten, bevor Sie mit Caspofungin Lorien behandelt werden?

Caspofungin Lorien darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Caspofungin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, dem medizinischen Fachpersonal oder Apotheker, bevor Sie mit

Caspofungin Lorien behandelt werden, wenn Sie:

unter anderen Arzneimittelallergien leiden

schon einmal Leberprobleme hatten oder haben – in diesem Fall könnten Sie eine andere Dosis

dieses Arzneimittels benötigen

bereits mit Ciclosporin (das eine Abstoßung nach Organtransplantationen verhindern oder das

Immunsystem unterdrücken soll) behandelt werden – da Ihr Arzt möglicherweise zusätzliche

Kontrollen Ihrer Blutwerte während der Behandlung durchführen muss

schon einmal gesundheitliche Probleme hatten oder haben.

Caspofungin Lorien kann außerdem schwerwiegende Nebenwirkungen an der Haut wie Stevens-

Johnson-Syndrom (SJS) und toxische epidermale Nekrolyse (TEN) verursachen.

Anwendung von Caspofungin Lorien zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, das behandelnde Fachpersonal oder Apotheker, wenn Sie andere

Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben

oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Dies gilt auch für nicht

verschreibungspflichtige oder pflanzliche Arzneimittel. Der Grund dafür ist, dass Caspofungin

Lorien die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen kann. Andere Arzneimittel können

wiederum die Wirkung von Caspofungin Lorien beeinflussen.

Informieren Sie Ihren Arzt, das behandelnde Fachpersonal oder Apotheker, wenn Sie eines der

folgenden Arzneimittel anwenden:

Arzneimittel mit den Wirkstoffen Ciclosporin oder Tacrolimus (die eine Abstoßung nach

Organtransplantationen verhindern oder das Immunsystem unterdrücken sollen), da Ihr Arzt

möglicherweise zusätzliche Kontrollen Ihrer Blutwerte während der Behandlung durchführen

muss

Einige Arzneimittel gegen das HI-Virus mit Wirkstoffen wie Efavirenz oder Nevirapin

Arzneimittel mit den Wirkstoffen Phenytoin und Carbamazepin (diese werden bei der

Behandlung von Krampfanfällen (Epilepsie) angewendet)

Arzneimittel mit dem Wirkstoff Dexamethason („kortisonartiges“ Arzneimittel, ein „Steroid“)

Arzneimittel mit dem Wirkstoff Rifampicin (ein Antibiotikum).

Sollte einer der oben genannten Punkte auf Sie zutreffen (oder wenn Sie sich nicht sicher sind),

sprechen Sie mit Ihrem Arzt, dem medizinischen Fachpersonal oder Apotheker, bevor Sie mit

Caspofungin Lorien behandelt werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren

Arzt oder Apotheker um Rat.

Es liegen keine Daten zur Anwendung von Caspofungin Lorien während der Schwangerschaft

vor. Daher darf Caspofungin Lorien in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der

zu erwartende Nutzen das mögliche Risiko für das ungeborene Kind rechtfertigt.

Frauen, die mit Caspofungin Lorien behandelt werden, dürfen nicht stillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es gibt keine Informationen darüber, ob Caspofungin Lorien die Verkehrstüchtigkeit oder die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt.

3. Wie ist Caspofungin Lorien anzuwenden?

Caspofungin Lorien wird immer von einer autorisierten medizinischen Fachkraft zubereitet und

Ihnen gegeben. Sie erhalten Caspofungin Lorien:

einmal täglich

als langsame Infusion in eine Vene (intravenöse Infusion)

über den Zeitraum von ca. einer Stunde.

Ihr Arzt wird die Dauer Ihrer Behandlung und die tägliche Dosis von Caspofungin Lorien, die Sie

erhalten, festlegen. Ihr Arzt wird auch überprüfen, wie gut das Arzneimittel bei Ihnen wirkt. Wenn

Sie mehr als 80 kg wiegen, könnten Sie eine andere Dosis benötigen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die Dosierung für Kinder und Jugendliche kann sich von der Dosierung für erwachsene Patienten

unterscheiden.

Wenn Ihnen eine größere Menge von Caspofungin Lorien gegeben wurde, als Sie erhalten

sollten:

Ihr Arzt wird entscheiden, welche Dosis Caspofungin Lorien Sie benötigen und wie lange Sie die

tägliche Dosis Caspofungin Lorien erhalten. Wenn Sie besorgt sind, dass Sie eine zu hohe Dosis

Caspofungin Lorien erhalten haben, teilen Sie dies umgehend Ihrem Arzt oder einer medizinischen

Fachkraft mit.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt, das medizinische Fachpersonal oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Teilen Sie einem Arzt oder einer medizinischen Fachkraft sofort mit, wenn Sie eine der folgenden

Nebenwirkungen bemerken – Sie benötigen möglicherweise dringend medizinische Behandlung:

Hautausschlag, Juckreiz, Wärmegefühl, Schwellung von Gesicht, Lippen oder Rachen

(Angioödem) oder Atembeschwerden – möglicherweise haben Sie eine durch Histamin

verursachte Reaktion auf das Arzneimittel

Atemnot begleitet von pfeifenden Atemgeräuschen oder Verschlechterung eines bereits

bestehenden Hautausschlags – möglicherweise reagieren Sie auf dieses Arzneimittel allergisch

Husten, schwerwiegende Atemnot – wenn Sie als Erwachsener unter einer invasiven

Aspergillose leiden, könnten Sie schwerwiegende Atembeschwerden bis hin zu einem

Atemstillstand erleiden.

Hautausschlag, Hautabschälungen, wunde Stellen an Schleimhäuten, nässender, juckender

Hautausschlag (Nesselsucht), großflächige Hautabschälungen

Wie bei allen verschreibungspflichtigen Arzneimitteln können einige Nebenwirkungen

schwerwiegend sein. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie weitere Fragen haben.

Andere Nebenwirkungen bei Erwachsenen umfassen:

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

erniedrigtes Hämoglobin (zu wenig sauerstoffbindende Substanz im Blut), erniedrigte Anzahl

weißer Blutzellen

erniedrigtes Albumin (bestimmtes Eiweiß) in Ihrem Blut, erniedrigtes Kalium oder niedrige

Kalium-Spiegel im Blut

Kopfschmerzen

Entzündung der Vene

Kurzatmigkeit

Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen

Veränderungen einiger Laborwerte des Blutes (darunter erhöhte Werte bei einigen

Leberfunktionstests)

Juckreiz, Hautausschlag, Hautrötung oder übermäßiges Schwitzen

Gelenkschmerzen

Schüttelfrost, Fieber

Juckreiz an der Einstichstelle.

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Veränderungen einiger Laborwerte bei Blutuntersuchungen (einschließlich Bildung von

Blutgerinnseln; Blutplättchen, roter und weißer Blutkörperchen)

Appetitlosigkeit, vermehrt Flüssigkeit im Körper, gestörter Salzhaushalt im Körper, erhöhte

Blutzuckerwerte, niedrige Blutkalziumwerte, erhöhte Blutkalziumwerte, erniedrigte

Blutmagnesiumwerte, erhöhter Säuregehalt im Blut

Verwirrung, Nervosität, Schlaflosigkeit

Schwindel, herabgesetzte Empfindlichkeit (besonders der Haut), Zittern, Schläfrigkeit,

Geschmacksstörung, Kribbeln oder Taubheitsgefühl

Verschwommensehen, vermehrte Bildung von Tränen, Schwellung des Augenlids, Gelbfärbung

der Augen

Gefühl eines beschleunigten oder unregelmäßigen Herzschlags, beschleunigter Herzschlag,

unregelmäßiger Herzschlag, abnormaler Herzrhythmus, Herzversagen

Hautrötungen und Hitzewallungen, hoher Blutdruck, niedriger Blutdruck; Rötung entlang einer

Vene, die sehr berührungsempfindlich reagiert

Verengung der Muskeln um die Atemwege mit pfeifenden Atemgeräuschen oder Husten,

beschleunigte Atmung, Kurzatmigkeit im Schlaf, was zum Aufwachen führt, verminderter

Sauerstoffgehalt im Blut, ungewöhnliche Atemgeräusche, Rasselgeräusche in der Lunge,

Giemen, verstopfte Nase, Husten, Schmerzen im Hals

Bauchschmerzen, Oberbauchschmerzen, Blähungen, Verstopfung, Schluckbeschwerden,

trockener Mund, Verdauungsstörungen, Abgang von Gasen, Magenbeschwerden, Schwellungen

aufgrund von Flüssigkeitsansammlung im Bauch

Gallenstau, vergrößerte Leber, Gelbsucht mit Gelbfärbung der Haut und/oder Augen,

Leberschaden durch Arzneimittel-oder Chemikalieneinwirkung, Leberfunktionsstörung

Hautgewebeveränderungen, allgemeiner Juckreiz, nässender, juckender Hautausschlag

(Nesselsucht), Hautausschlag verschiedener Ausprägungen, Hautveränderungen, rote, oft

juckende Stellen an den Gliedmaßen und manchmal auch im Gesicht oder anderen

Körperstellen

Rückenschmerzen, Gliederschmerzen (Arme oder Beine), Knochenschmerzen,

Muskelschmerzen, Muskelschwäche

Nierenversagen, plötzliches Nierenversagen

Schmerzen an der Einstichstelle, Beschwerden an der Einstichstelle (Rötung, Verhärtung,

Schmerzen, Schwellung, Reizung, Hautausschlag, nässender, juckender Hautausschlag

(Nesselsucht), aus der Infusionsnadel in das umliegende Gewebe austretende Flüssigkeit),

Venenentzündungen an der Einstichstelle

Erhöhter Blutdruck und Veränderungen einiger Laborwerte bei Blutuntersuchungen (wie

erhöhte Werte in einigen Nierenfunktionstests und Blutgerinnungstests), erhöhte Spiegel von

Arzneimitteln, die das Immunsystem unterdrücken (sofern Sie solche bekommen haben)

Beschwerden im Brustkorb, Schmerzen im Brustkorb, Gefühl einer veränderten

Körpertemperatur, allgemeines Unwohlsein, allgemeine Schmerzen, Schwellung im Gesicht,

Schwellung an den Gliedmaßen (Knöchel, Hände oder Füße), Schwellungen, erhöhte

Schmerzempfindlichkeit, Müdigkeit.

Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Fieber

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Kopfschmerzen

Herzrasen

Hitzewallungen, niedriger Blutdruck

Veränderungen einiger Laborwerte bei Blutuntersuchungen (wie erhöhte Werte in einigen

Leberfunktionstests)

Juckreiz, Hautausschlag

Schmerzen an der Einstichstelle

Schüttelfrost

Veränderungen einiger Laborwerte bei Blutuntersuchungen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Caspofungin Lorien aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton oder der Durchstechflasche nach

„Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht

sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Kühl lagern und transportieren (2°C - 8°C)

Nach Zubereitung sollte Caspofungin Lorien umgehend verwendet werden. Der Grund dafür ist,

dass keine Konservierungsstoffe zur Verhinderung von Bakterienwachstum enthalten sind.

Nur entsprechend ausgebildetes medizinisches Fachpersonal, das mit den Hinweisen zur

Handhabung vertraut ist, sollte dieses Arzneimittel zubereiten (siehe unten „Hinweise zur

Handhabung von Caspofungin Lorien“).

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker,

wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Caspofungin Lorien enthält

Der Wirkstoff von Caspofungin Lorien ist: Caspofungin.

Jede Durchstechflasche enthält 70 mg Caspofungin.

Nach der Zubereitung enthält 1 ml des Konzentrats 7,2 mg Caspofungin.

Die sonstigen Bestandteile sind: Sucrose, Mannitol (Ph. Eur.), Bernsteinsäure und

Natriumhydroxid (zur Einstellung des pH-Werts).

Wie Caspofungin Lorien aussieht und Inhalt der Packung

Caspofungin Lorien ist ein weißes bis gebrochen-weißes, kompaktes Pulver.

Jede Packung enthält eine Durchstechflasche mit Pulver.

Pharmazeutischer Unternehmer

Laboratorios Lorien S.L

C/ Séneca 10, bajos 2ª

08006 Barcelona

Spanien

Hersteller

Laboratori Fundació DAU

C/ C, 12-14 Pol. Ind. Zona Franca

08040 Barcelona

Spanien

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Niederlande

Caspofungine Lorien 70 mg, poeder voor concentraat voor oplossing

voor infusie

Deutschland

Caspofungin Lorien 70 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung

einer Infusionslösung

Dänemark

Caspofungin Lorien 70 mg pulver til koncentrat til infusionsvæske,

opløsning

Spanien

Caspofungina Lorien 70 mg, polvo para concentrado para solución para

perfusión

Finland

Caspofungin Lorien 70 mg kuiva-aine välikonsentraatiksi

infuusionestettä varten, liuos

Frankreich

Caspofungine Lorien 70 mg poudre pour solution à diluer pour

perfusion

Italien

Caspofungin Lorien

Norwegen

Caspofungin Lorien

Schweden

Kaspofungin Lorien

Vereinigtes Königreich

Caspofungin 70 mg powder for concentrate for solution for infusion

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Februar 2018.

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Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Hinweise zur Handhabung von Caspofungin Lorien 70 mg:

Zubereitung von Caspofungin Lorien 70 mg

Glucosehaltige Lösungen dürfen nicht verwendet werden, da Caspofungin Lorien in

glucosehaltigen Lösungen nicht stabil ist. Caspofungin Lorien darf nicht mit anderen Arzneimitteln

gemischt oder zusammen mit diesen infundiert werden, da keine Daten zur Kompatibilität von

Caspofungin Lorien mit anderen intravenös zu verabreichenden Substanzen, Hilfsstoffen oder

Arzneimitteln vorliegen. Die Infusionslösung ist auf sichtbare Partikel oder Verfärbung zu prüfen.

ANWEISUNGEN FÜR DIE ANWENDUNG BEI ERWACHSENEN PATIENTEN

1. Schritt: Zubereitung des Konzentrates (Stammlösung) mit herkömmlichen

Durchstechflaschen:

Um das Pulver aufzulösen, wird die Durchstechflasche auf Raumtemperatur gebracht. Unter

aseptischen Bedingungen werden 10,5 ml Wasser für Injektionszwecke zugegeben. Die

Konzentration der Lösung in der Durchstechflasche beträgt dann 7,2 mg/ml.

Das weiße bis gebrochen-weiße, kompakte gefriergetrocknete Pulver löst sich völlig auf. Es wird

so lange vorsichtig gemischt, bis eine klare, farblose bis leicht gelbliche die Lösung entsteht. Diese

Stammlösung ist auf sichtbare Partikel oder Verfärbung zu prüfen. Sie kann bis zu 24 Stunden bei

≤ 25 °C aufbewahrt werden.

2. Schritt: Herstellung der Infusionslösung für den Patienten aus der Stammlösung von

Caspofungin Lorien:

Folgende Lösungen können für die gebrauchsfertige Infusionslösung verwendet werden: sterile

physiologische Kochsalzlösung für Injektionszwecke oder Ringer-Laktat-Lösung. Unter

aseptischen Bedingungen wird die entsprechende Menge des Stammlösungs-Konzentrates (siehe

nachfolgende Tabelle) in eine(n) Infusionsbeutel oder –flasche mit 250 ml Inhalt gegeben. Wenn es

medizinisch notwendig ist, können Tagesdosen von 50 mg oder 35 mg auch in ein reduziertes

Infusionslösungsvolumen von 100 ml gegeben werden. Sollte die Lösung trüb sein oder

Ausfällungen aufweisen, darf sie nicht verwendet werden.

HERSTELLUNG DER INFUSIONSLÖSUNG FÜR ERWACHSENE

DOSIS*

Volumen der Stammlö-

sung Caspofungin Lorien

für die Zugabe in einen

Infusionsbeutel oder -

flasche

Standard-Herstellung

(Zugabe der Stammlösung

Caspofungin Lorien zu 250

ml) Endkonzentration

Volumenreduzierte In-

fusion (Zugabe der

Stammlösung Caspofun-

gin Lorien zu 100 ml)

Endkonzentration

70 mg

10 ml

0,28 mg/ml

Nicht empfohlen

70 mg ( aus 2 50-mg-

Durchstechflaschen)**

14 ml

0,28 mg/ml

Nicht empfohlen

35 mg für Patienten mit

mäßig eingeschränkter

Leberfunktion (aus einer

70-mg-Durchstechflasche)

5 ml

0,14 mg/ml

0,34 mg/ml

* 10,5 ml sollten zur Auflösung des Pulvers für alle Durchstechflaschen verwendet werden.

** Sollte keine 70-mg-Durchstechflasche zur Verfügung stehen, kann die 70-mg-Dosis aus zwei

50-mg-Durchstechflaschen hergestellt werden.

ANWEISUNGEN FÜR DIE ANWENDUNG BEI PÄDIATRISCHEN PATIENTEN

Berechnung der Körperoberfläche (KOF) für die pädiatrische Dosierung

Berechnen Sie vor der Zubereitung der Infusion die Körperoberfläche (KOF) des Patienten nach

folgender Formel: (Mosteller

Formel)

Zubereitung der 70 mg/m

2

Infusion für pädiatrische Patienten >3 Monate (mit einer 70-mg-

Durchstechflasche)

1. Bestimmen Sie die Initialdosis, die für den pädiatrischen Patienten verwendet wird, indem Sie

die KOF des Patienten (wie oben berechnet) und folgende Gleichung verwenden: KOF (m

) X 70

mg/m

= Initialdosis Die Maximaldosis am ersten Tag sollte 70 mg ungeachtet der für den

Patienten berechneten Dosis nicht überschreiten.

2. Bringen Sie die gekühlte Durchstechflasche Caspofungin Lorien auf Zimmertemperatur.

3. Geben Sie unter aseptischen Bedingungen 10,5 ml Wasser für Injektionszwecke zu.

Diese

Stammlösung kann bis zu 24 Stunden bei oder unter 25 °C aufbewahrt werden.

Die endgültige

Konzentration von Caspofungin in der Durchstechflasche beträgt dann 7,2 mg/ml.

1. Entnehmen Sie der Durchstechflasche das Volumen des Arzneimittels, das der berechneten

Initialdosis entspricht (Schritt 1).

Unter aseptischen Bedingungen wird dieses Volumen (ml)

des Caspofungin Lorien

Stammlösungs-Konzentrates in eine(n) Infusionsbeutel (oder –flasche) mit 250 ml 0,9%iger,

0,45%iger, oder 0,225%iger Natriumchloridlösung oder Ringer-Laktat-Lösung gegeben. Alternativ

kann dieses Volumen (ml)

des Caspofungin Lorien Stammlösungs-Konzentrates in ein reduziertes

Volumen von 0,9%iger, 0,45%iger, oder 0,225%iger Natriumchloridlösung oder Ringer-Laktat-

Lösung gegeben werden, wobei eine Endkonzentration von 0,5 mg/ml nicht überschritten werden

sollte.

Diese Infusionslösung muss innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden, wenn sie bei oder unter

25 °C aufbewahrt wird, oder innerhalb von 48 Stunden, wenn sie im Kühlschrank bei 2–8 °C

aufbewahrt wird.

Zubereitung der 50 mg/m

2

Infusion für pädiatrische Patienten >3 Monate (mit einer 70-mg-

Durchstechflasche)

1. Bestimmen Sie die tägliche Erhaltungsdosis, die für den pädiatrischen Patienten verwendet

wird, indem Sie die KOF des Patienten (wie oben berechnet) und folgende Gleichung verwenden:

KOF (m

) X 50 mg/m

= Erhaltungsdosis Die Erhaltungsdosis sollte 70 mg pro Tag ungeachtet der

für den Patienten berechneten Dosis nicht überschreiten.

2. Bringen Sie die gekühlte Durchstechflasche Caspofungin Lorien auf Zimmertemperatur.

3. Geben Sie unter aseptischen Bedingungen 10,5 ml Wasser für Injektionszwecke zu.

Diese

Stammlösung kann bis zu 24 Stunden bei oder unter 25 °C aufbewahrt werden.

Die endgültige

Konzentration von Caspofungin in der Durchstechflasche beträgt dann 7,2 mg/ml.

4. Entnehmen Sie der Durchstechflasche das Volumen des Arzneimittels, das der berechneten

täglichen Erhaltungsdosis entspricht (Schritt 1). Unter aseptischen Bedingungen wird dieses

Volumen (ml)

des Caspofungin Lorien Stammlösungs-Konzentrates in einen Infusionsbeutel (oder

– flasche) mit 250 ml 0,9%iger, 0,45%iger, oder 0,225%iger Natriumchloridlösung oder Ringer-

Laktat-Lösung gegeben. Alternativ kann dieses Volumen (ml)

des Caspofungin Lorien

Stammlösungs-Konzentrates in ein reduziertes Volumen von 0,9%iger, 0,45%iger, oder

0,225%iger Natriumchloridlösung oder Ringer-Laktat-Lösung gegeben werden, wobei eine

Endkonzentration von 0,5 mg/ml nicht überschritten werden sollte.

Diese Infusionslösung muss innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden, wenn sie bei oder unter

25 °C aufbewahrt wird, oder innerhalb von 48 Stunden, wenn sie im Kühlschrank bei 2–8 °C

aufbewahrt wird.

Hinweise zur Zubereitung:

a. Das weiße bis gebrochen-weiße, kompakte gefriergetrocknete Pulver löst sich völlig auf.

Vorsichtig so lange mischen, bis eine klare, farblose bis leicht gelbliche Lösung entsteht.

b. Die Stammlösung ist bei der Zubereitung und vor der Infusion auf sichtbare Partikel oder

Verfärbung zu prüfen. Sollte die Lösung trüb sein oder Ausfällungen aufweisen, darf sie nicht

verwendet werden.

c. Caspofungin Lorien ergibt normalerweise die gesamte angegebene Dosis (70 mg), wenn 10 ml

der Durchstechflasche entnommen werden.

Mosteller RD: Simplified Calculation of Body Surface Area. N Engl J Med 1987 Oct 22;317(17):

1098 (letter)

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Caspofungin Lorien 50 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Caspofungin Lorien 70 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Caspofungin Lorien 50 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Eine Durchstechflasche enthält 50 mg Caspofungin (als Caspofungindiacetat).

Nach der Zubereitung enthält 1 ml des Konzentrats 5,2 mg Caspofungin.

Caspofungin Lorien 70 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Eine Durchstechflasche enthält 70 mg Caspofungin (als Caspofungindiacetat).

Nach der Zubereitung enthält 1 ml des Konzentrats 7,2 mg Caspofungin.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.

Das Pulver ist ein weißes bis gebrochen-weißes kompaktes Pulver.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Behandlung von invasiver Candidiasis bei erwachsenen oder Kindern und Jugendlichen.

Behandlung von invasiver Aspergillose bei erwachsenen oder Kindern und Jugendlichen, die

auf Therapien mit Amphotericin B, Lipidformulierungen von Amphotericin B und/oder

Itraconazol nicht ansprechen oder diese nicht vertragen. Ein Nichtansprechen ist definiert als ein

Fortschreiten der Infektion oder wenn nach vorangegangener mindestens 7-tägiger

antimykotischer Therapie in therapeutischen Dosierungen keine Besserung eintritt.

Empirische Therapie bei Verdacht auf Infektionen durch Pilze (wie Candida oder Aspergillus)

bei erwachsenen oder Kindern und Jugendlichen mit Fieber und Neutropenie.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Die Behandlung mit Caspofungin soll nur von Ärzten, die Erfahrung in der Behandlung invasiver

Pilzinfektionen haben, eingeleitet werden.

Dosierung

Erwachsene

Die Therapie sollte mit einer Initialdosis von 70 mg am ersten Tag eingeleitet und danach mit 50

mg pro Tag fortgesetzt werden. Für Patienten mit einem Körpergewicht über 80 kg wird nach einer

Initialdosis von 70 mg eine Dosis von 70 mg Caspofungin pro Tag empfohlen (siehe Abschnitt

5.2). Aufgrund von Geschlecht oder ethnischer Zugehörigkeit ist keine Dosisanpassung

erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Kinder und Jugendliche (im Alter von 12 Monaten bis 17 Jahren)

Die Dosierung bei Kindern und Jugendlichen (12 Monate bis 17 Jahre) sollte sich nach der

Körperoberfläche des Patienten richten (siehe Anweisungen zur Anwendung bei Kindern und

Jugendlichen, Mosteller

Formel). Für alle Indikationen sollte die Therapie mit einer Initialdosis

von einmal 70 mg/m

(wobei die Dosis von 70 mg nicht überschritten werden darf) am ersten Tag

eingeleitet und danach mit 50 mg/m

pro Tag (wobei eine Dosis von 70 mg pro Tag nicht

überschritten werden darf) fortgesetzt werden. Wenn die Tagesdosis von 50 mg/m

gut vertragen

wird, aber nicht zu einem adäquaten klinischen Ansprechen führt, kann die Tagesdosis auf 70

mg/m

(wobei die Dosis von 70 mg pro Tag nicht überschritten werden darf) erhöht werden.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Caspofungin wurden nicht in angemessenem Umfang in

klinischen Studien, in denen Neugeborene und Säuglinge unter 12 Monaten eingeschlossen waren,

untersucht. Bei der Behandlung von Patienten dieser Altersgruppe ist Vorsicht geboten. Begrenzte

Daten legen nahe, dass Caspofungin in einer Dosierung von 25 mg/m

pro Tag bei Neugeborenen

und Säuglingen unter 3 Monaten und von 50 mg/m

pro Tag bei Säuglingen zwischen 3 und 11

Monaten in Betracht gezogen werden kann (siehe Abschnitt 5.2).

Dauer der Therapie

Die Dauer der empirischen Therapie sollte sich nach dem klinischen Ansprechen des Patienten

richten. Die Therapie sollte bis zu 72 Stunden nach Rückgang der Neutropenie (ANC ≥ 500)

fortgesetzt werden. Patienten mit einer nachgewiesenen Pilzinfektion sollten mindestens 14 Tage

behandelt werden, die Behandlung sollte nach Rückgang der Neutropenie und Abklingen der

klinischen Symptome mindestens 7 Tage fortgesetzt werden.

Die Behandlungsdauer der invasiven Candidiasis richtet sich nach dem klinischen und

mikrobiologischen Ansprechen des Patienten auf die Behandlung. Nach Abklingen der subjektiven

und objektiven Symptome und nach negativem Kulturnachweis ist eine Umstellung auf eine orale

Therapie möglich. Im Allgemeinen sollte die antimykotische Therapie mindestens 14 Tage nach

dem letzten positiven Kulturnachweis fortgesetzt werden.

Die Dauer der Behandlung der invasiven Aspergillose hängt vom jeweiligen Einzelfall ab und

richtet sich nach der Schwere der Grunderkrankung des Patienten, der Erholung von einer

Immunsuppression sowie dem Ansprechen auf die Therapie. Im Allgemeinen sollte die

Behandlung mindestens 7 Tage nach Abklingen der Symptome fortgesetzt werden.

Informationen zur Unbedenklichkeit einer 4 Wochen überschreitenden Behandlungsdauer sind

begrenzt. Die vorhandenen Daten legen jedoch nahe, dass Caspofungin bei längerdauernden

Therapien (bis zu 162 Tage bei Erwachsenen und bis zu 87 Tage bei Kindern und Jugendlichen)

weiterhin gut vertragen wird.

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten (65 Jahre und älter) ist die Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve

(AUC) um ca. 30 % vergrößert. Jedoch ist keine systematische Dosisanpassung erforderlich. Für

Patienten ab 65 Jahren liegen begrenzte Therapieerfahrungen vor (siehe Abschnitt 5.2).

Einschränkung der Nierenfunktion

Eine Dosisanpassung aufgrund von eingeschränkter Nierenfunktion ist nicht erforderlich (siehe

Abschnitt 5.2).

Mosteller RD: Simplified Calculation of Body Surface Area. N Engl J Med 1987 Oct

22;317(17):1098 (letter)

Einschränkung der Leberfunktion

Bei erwachsenen Patienten mit leicht eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh-Score 5-6) ist

keine Dosisanpassung erforderlich. Bei erwachsenen Patienten mit mäßig eingeschränkter

Leberfunktion (Child-Pugh-Score 7-9) wird basierend auf pharmakokinetischen Daten eine Dosis

von 35 mg Caspofungin pro Tag empfohlen. Am ersten Therapietag wird eine Initialdosis von 70

mg Caspofungin empfohlen. Es liegen keine klinischen Erfahrungen bei erwachsenen Patienten mit

stark eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh-Score über 9) sowie bei Kindern und

Jugendlichen mit eingeschränkter Leberfunktion jeglichen Grades vor (siehe Abschnitt 4.4).

Koadministration mit Induktoren von Stoffwechselenzymen

Begrenzte Daten lassen darauf schließen, dass bei gleichzeitiger Anwendung von Caspofungin mit

bestimmten Induktoren von Stoffwechselenzymen bei erwachsenen Patienten die Gabe einer 70 mg

Tagesdosis Caspofungin im Anschluss an eine Initialdosis von 70 mg erwogen werden sollte (siehe

Abschnitt 4.5). Wenn Caspofungin bei Kindern und Jugendlichen (12 Monate bis 17 Jahre)

gleichzeitig mit diesen Induktoren von Stoffwechselenzymen angewendet werden soll (siehe

Abschnitt 4.5), sollte eine Tagesdosis von Caspofungin von 70 mg/m

pro Tag (wobei eine Dosis

von 70 mg pro Tag nicht überschritten werden darf) erwogen werden.

Art der Anwendung

Nach Rekonstitution und Verdünnung soll die Lösung langsam intravenös über ca. 1 Stunde

infundiert werden. Hinweise zur Rekonstitution der Infusionslösung siehe Abschnitt 6.6.

Es stehen 70-mg-und 50-mg-Durchstechflaschen zur Verfügung.

Caspofungin sollte als einmalige tägliche Infusion gegeben werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Während der Anwendung von Caspofungin wurde über Anaphylaxie berichtet. Falls diese auftritt,

ist die Behandlung mit Caspofungin abzubrechen und eine geeignete Behandlung einzuleiten.

Möglicherweise histamininduzierte Nebenwirkungen wie Hautausschlag, Schwellungen im

Gesicht, Angioödem, Pruritus, Wärmegefühl oder Bronchospasmus wurden berichtet und können

den Abbruch der Behandlung mit Caspofungin und/oder die Anwendung geeigneter

Behandlungsmaßnahmen erfordern.

Begrenzte Daten deuten darauf hin, dass seltenere Hefen (nicht Candida) und Schimmelpilze (nicht

Aspergillus) nicht durch Caspofungin erfasst werden. Die Wirksamkeit von Caspofungin gegen

diese Pilzerreger wurde nicht untersucht.

Die zeitgleiche Anwendung von Caspofungin mit Ciclosporin wurde bei gesunden erwachsenen

Probanden und erwachsenen Patienten untersucht. Bei einigen gesunden erwachsenen Probanden,

die 2 Dosen von 3 mg/kg Ciclosporin gleichzeitig mit Caspofungin erhielten, wurden

vorübergehend erhöhte Werte der Alaninaminotransferase (ALT) und Aspartataminotransferase

(AST) bis zum 3fachen des oberen Normalwertes beobachtet, die nach Absetzen der Therapie

reversibel waren. In einer retrospektiven Studie wurden bei 40 Patienten, die nach der

Markteinführung Caspofungin und Ciclosporin 1 -290 Tage lang (Median 17,5 Tage) erhielten,

keine schwerwiegenden Nebenwirkungen bezüglich der Leber beobachtet. Diese Daten weisen

darauf hin, dass Caspofungin bei Patienten, die Ciclosporin erhalten, eingesetzt werden kann, wenn

der potenzielle Nutzen größer ist als das potenzielle Risiko.

Eine engmaschige Überwachung der Leberenzymwerte sollte bei gleichzeitiger Anwendung von

Caspofungin und Ciclosporin in Betracht gezogen werden.

Bei erwachsenen Patienten mit leicht und mäßig eingeschränkter Leberfunktion vergrößert sich die

AUC um 20 % bzw. 75 %. Für erwachsene Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion

wird eine Reduktion der Tagesdosis auf 35 mg empfohlen. Es liegen keine klinischen Erfahrungen

bei erwachsenen Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion oder bei Kindern und

Jugendlichen mit eingeschränkter Leberfunktion jeglichen Grades vor, jedoch wird eine stärkere

Exposition als bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion erwartet. Deshalb muss

Caspofungin bei diesen Patienten unter Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitte 4.2 und

5.2).

Abweichungen bei den Leberfunktionswerten wurden bei gesunden Probanden sowie bei

Erwachsenen und Kindern und Jugendlichen unter Caspofungin beobachtet. Bei einigen

Erwachsenen und Kindern und Jugendlichen mit schwerwiegenden Grunderkrankungen, die

mehrere Arzneimittel in Kombination mit Caspofungin erhielten, wurden Fälle von klinisch

signifikanten Leberfunktionsstörungen, Hepatitis sowie Leberversagen berichtet. Ein

Kausalzusammenhang mit Caspofungin wurde nicht nachgewiesen. Patienten, die während der

Therapie mit Caspofungin Abweichungen bei den Leberfunktionswerten entwickeln, sollten auf

Anzeichen einer Verschlechterung der Leberfunktion überwacht werden. Das Nutzen/Risiko

Verhältnis einer Weiterführung der Therapie mit Caspofungin sollte erneut abgewogen werden.

Nach Marktzulassung wurden Fälle von Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und toxischer

epidermaler Nekrolyse (TEN) unter Anwendung von Caspofungin berichtet. Vorsicht ist geboten

bei Patienten mit allergischen Hautreaktionen in der Anamnese (siehe Abschnitt 4.8).

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

In-vitro-Studien zeigen, dass Caspofungin keines der Enzyme im Cytochrom-P450(CYP)-System

hemmt. Caspofungin bewirkte in klinischen Studien keine Induktion des CYP3A4-Metabolismus

anderer Substanzen. Caspofungin ist kein Substrat für Glykoprotein P und ein schwaches Substrat

für Cytochrom-P450-Enzyme. Jedoch wurde in pharmakologischen und klinischen Studien gezeigt,

dass Wechselwirkungen zwischen Caspofungin und anderen Arzneimitteln auftreten (siehe unten).

In 2 klinischen Studien mit gesunden erwachsenen Probanden vergrößerte Ciclosporin A (in einer

Dosis von 4 mg/kg oder zwei Dosen von 3 mg/kg im zeitlichen Abstand von 12 Stunden) die AUC

von Caspofungin um ca. 35 %. Diese Vergrößerung der AUC beruht vermutlich auf einer

Reduktion der Aufnahme von Caspofungin durch die Leber. Caspofungin erhöhte die

Plasmakonzentration von Ciclosporin nicht.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Caspofungin und Ciclosporin kam es zu vorübergehend

erhöhten Leberwerten der ALT und AST bis zum 3fachen des oberen Normalwertes, die nach

Absetzen der Arzneimittel reversibel waren. In einer retrospektiven Studie wurden bei 40

Patienten, die nach der Markteinführung Caspofungin und Ciclosporin 1 -290 Tage lang (Median

17,5 Tage) erhielten, keine schwerwiegenden Nebenwirkungen bezüglich der Leber beobachtet

(siehe Abschnitt 4.4). Eine engmaschige Überwachung der Leberenzymwerte sollte bei

gleichzeitiger Anwendung beider Arzneimittel in Betracht gezogen werden.

Caspofungin verringerte die minimale Plasmakonzentration von Tacrolimus bei gesunden

erwachsenen Probanden um 26 %. Bei Patienten, die beide Therapien erhalten, sind regelmäßige

Kontrollen der Blutkonzentration von Tacrolimus und entsprechende Dosisanpassungen für

Tacrolimus unbedingt erforderlich.

Klinische Studien mit gesunden erwachsenen Probanden zeigen, dass die Pharmakokinetik von

Caspofungin durch Itraconazol, Amphotericin B, Mycophenolat, Nelfinavir oder Tacrolimus nicht

in klinisch relevantem Ausmaß verändert wird. Caspofungin hatte keinen Einfluss auf die

Pharmakokinetik von Amphotericin B, Itraconazol, Rifampicin oder Mycophenolatmofetil.

Obwohl nur begrenzt Daten zur Unbedenklichkeit vorliegen, scheinen keine besonderen

Vorsichtsmaßnahmen erforderlich zu sein, wenn Amphotericin B, Itraconazol, Nelfinavir oder

Mycophenolatmofetil gemeinsam mit Caspofungin angewendet werden.

Die Kombination mit Rifampicin führte am ersten Tag zu einer Vergrößerung der AUC von

Caspofungin um 60 % und zu einem Anstieg der minimalen Plasmakonzentration von Caspofungin

um 170 %, wenn die Behandlung mit beiden Arzneimitteln am gleichen Tag bei gesunden

erwachsenen Probanden eingeleitet wurde. Die minimalen Plasmakonzentrationen von

Caspofungin nahmen allmählich während wiederholter Anwendung ab. Nach zweiwöchiger

Therapie hatte Rifampicin kaum noch eine Wirkung auf die AUC von Caspofungin, allerdings

waren die minimalen Plasmakonzentrationen von Caspofungin um 30 % niedriger als bei

erwachsenen Probanden, die Caspofungin allein erhielten. Der Interaktionsmechanismus könnte

auf eine anfängliche Hemmung und eine darauf folgende Induktion von Transportproteinen

zurückzuführen sein. Eine ähnliche Wirkung kann für andere Arzneimittel, die

Stoffwechselenzyme induzieren, erwartet werden. Begrenzte Patientendaten aus Studien zur

Pharmakokinetik deuten darauf hin, dass bei gleichzeitiger Anwendung von Caspofungin mit den

Induktoren von Stoffwechselenzymen wie Efavirenz, Nevirapin, Rifampicin, Dexamethason,

Phenytoin oder Carbamazepin die AUC von Caspofungin verringert werden kann. Bei

gleichzeitiger Anwendung mit Induktoren von Stoffwechselenzymen sollte bei erwachsenen

Patienten erwogen werden, die Tagesdosis auf 70 mg Caspofungin im Anschluss an die Initialdosis

von 70 mg zu erhöhen (siehe Abschnitt 4.2).

Alle oben beschriebenen Arzneimittelinteraktionsstudien bei Erwachsenen wurden mit einer

Caspofungin-Dosis von 50 mg oder 70 mg pro Tag durchgeführt. Die Wechselwirkungen höherer

Dosen Caspofungin mit anderen Arzneimitteln wurden nicht formal untersucht.

Bei Kindern und Jugendlichen legen die Ergebnisse von Regressionsanalysen pharmakokinetischer

Daten nahe, dass die gleichzeitige Anwendung von Dexamethason mit Caspofungin zur klinisch

relevanten Abnahme der minimalen Konzentrationen von Caspofungin führen könnte. Diese

Erkenntnis könnte darauf hinweisen, dass es bei Kindern und Jugendlichen zu ähnlichen

Abnahmen unter Induktoren kommt wie bei Erwachsenen. Wenn Caspofungin bei Kindern und

Jugendlichen (12 Monate bis 17 Jahre) gleichzeitig mit Induktoren der Arzneimittelclearance wie

Rifampicin, Efavirenz, Nevirapin, Phenytoin, Dexamethason oder Carbamazepin angewendet wird,

sollte eine Caspofungin-Tagesdosis von 70 mg/m

(wobei die Dosis von 70 mg pro Tag nicht

überschritten werden darf) erwogen werden.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Für Caspofungin stehen keine oder nur eingeschränkte Daten zur Anwendung während der

Schwangerschaft zur Verfügung. Daher darf Caspofungin während der Schwangerschaft nur

angewendet werden, wenn es unabdingbar ist. Tierexperimentelle Studien zeigten toxische

Auswirkungen auf die Embryonalentwicklung (siehe Abschnitt 5.3). In Tierstudien wurde gezeigt,

dass Caspofungin die Plazentaschranke passiert.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Caspofungin beim Menschen in die Muttermilch übertritt. Vorhandene

Daten zur Pharmakodynamik und Toxikologie bei Tieren zeigten, dass Caspofungin in die Milch

übertritt. Frauen, die mit Caspofungin behandelt werden, dürfen nicht stillen.

Fertilität

In Studien an männlichen und weiblichen Ratten zeigte Caspofungin keine Auswirkungen auf die

Fertilität (siehe Abschnitt 5.3). Klinische Daten zur Beurteilung der Wirkung von Caspofungin auf

die Fertilität stehen nicht zur Verfügung.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen durchgeführt.

4.8

Nebenwirkungen

Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie und möglicherweise histamininduzierte

Nebenwirkungen) wurden berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

Bei Patienten mit invasiver Aspergillose wurde auch über Lungenödem, akutes Lungenversagen

(ARDS; Adult Respiratory Distress Syndrome) und Infiltrate im Röntgenbild berichtet.

Erwachsene Patienten

In klinischen Studien wurden 1.865 erwachsene Personen mit Einzel-oder Mehrfachdosen von

Caspofungin behandelt: 564 Patienten mit Fieber und Neutropenie (Studie zur empirischen

Therapie), 382 Patienten mit invasiver Candidiasis, 228 Patienten mit invasiver Aspergillose, 297

Patienten mit lokalisierten Candida-Infektionen und 394 Personen in klinischen Phase-I-Studien. In

der Studie zur empirischen Therapie erhielten die Patienten eine Chemotherapie aufgrund

bösartiger Tumoren oder hatten sich einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation

(einschließlich 39 allogener Transplantationen) unterzogen. In den Studien, die Patienten mit

nachgewiesener Candida-Infektion einschlossen, hatte die Mehrheit der Patienten mit invasiven

Candida-Infektionen schwerwiegende Grunderkrankungen (z. B. hämatologische oder andere

Krebserkrankungen, kurz zurückliegende größere chirurgische Eingriffe, HIV-Infektionen), die

zahlreiche Begleitmedikationen erforderten. Die Patienten der nicht vergleichenden Aspergillose-

Studie litten oft an schwerwiegenden, für Aspergillose prädisponierenden Grunderkrankungen (z.

B. Knochenmark-oder Stammzelltransplantation, hämatologische Krebserkrankungen, solide

Tumoren oder Organtransplantation), die zahlreiche Begleitmedikationen erforderten.

Als häufige lokale Nebenwirkung an der Applikationsstelle trat Phlebitis bei allen

Patientengruppen auf. Zu den weiteren lokalen Nebenwirkungen zählten Erythem,

Schmerzen/Empfindlichkeit, Juckreiz, Sekretion und ein brennendes Gefühl.

Unerwünschte Ereignisse sowie Laborwertveränderungen waren bei allen mit Caspofungin

behandelten Erwachsenen (insgesamt 1.780) normalerweise mild und führten selten zum

Therapieabbruch.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Folgende Nebenwirkungen wurden in klinischen Studien und/oder im Lauf der Anwendung nach

Marktzulassung berichtet:

[Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100), Nicht bekannt (Häufigkeit auf

Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)]

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Häufig: erniedrigtes Hämoglobin, erniedrigter Hämatokrit, erniedrigte Leukozytenzahl

Gelegentlich: Anämie, Thrombozytopenie, Gerinnungsstörung, Leukopenie, erhöhte

Eosinophilenzahl, erniedrigte Thrombozytenzahl, erhöhte Thrombozytenzahl erniedrigte

Lymphozytenzahl, erhöhte Leukozytenzahl, erniedrigte Neutrophilenzahl

Stoffwechsel-und Ernährungsstörungen

Häufig: Hypokaliämie

Gelegentlich: Überwässerung, Hypomagnesiämie, Anorexie, Elektrolytstörungen, Hyperglykämie,

Hypokalzämie, metabolische Azidose

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Angst, Verwirrung, Schlaflosigkeit

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen

Gelegentlich: Schwindel, Geschmacksstörung, Parästhesie, Schläfrigkeit, Tremor, Hypoästhesie

Augenerkrankungen

Gelegentlich: okulärer Ikterus, Verschwommensehen, Augenlidödem, vermehrte Tränenproduktion

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Herzklopfen, Tachykardie, Arrhythmie, Vorhofflimmern, kongestive

Herzinsuffizienz

Gefäßerkrankungen

Häufig: Phlebitis

Gelegentlich: Thrombophlebitis, Flush, Hitzewallung, Hypertonie, Hypotonie

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums

Häufig: Dyspnoe

Gelegentlich: verstopfte Nase, Schmerzen in Rachen und Kehlkopf, Tachypnoe, Bronchospasmus,

Husten, paroxysmale nächtliche Dyspnoe, Hypoxie, Rasseln, Giemen

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Übelkeit, Diarrhö, Erbrechen

Gelegentlich: Bauchschmerzen, Oberbauchschmerzen, trockener Mund, Dyspepsie,

Magenbeschwerden, Blähungen, Aszites, Obstipation, Dysphagie, Flatulenz

Leber-und Gallenerkrankungen

Häufig: erhöhte Leberwerte (ALT, AST, alkalische Phosphatase, direktes und Gesamt-Bilirubin)

Gelegentlich: Cholestase, Hepatomegalie, Hyperbilirubinämie, Gelbsucht, Leberfunktionsstörung,

Hepatotoxizität, Lebererkrankung, erhöhte Gamma-Glutamyltransferase

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Ausschlag, Pruritus, Erythem, Hyperhidrose

Gelegentlich: Erythema multiforme, makulärer Ausschlag, makulo-papulöser Ausschlag, juckender

Ausschlag, Urtikaria, allergische Dermatitis, generalisierter Juckreiz, erythematöser Ausschlag,

generalisierter Ausschlag, morbiliformerAusschlag, Hautläsionen

Nicht bekannt: toxische epidermale Nekrolyse und Stevens-Johnson-Syndrom (siehe Abschnitt 4.4)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-und Knochenerkrankungen

Häufig: Arthralgie

Gelegentlich: Rückenschmerzen, Schmerzen in den Gliedmaßen, Knochenschmerzen,

Muskelschwäche, Myalgie

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Nierenversagen, akutes Nierenversagen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Fieber, Schüttelfrost, Juckreiz an der Infusionsstelle

Gelegentlich: Schmerzen, Schmerzen am liegenden Katheter, Erschöpfung, Frösteln, Hitzegefühl,

Erythem an der Infusionsstelle, Verhärtung an der Infusionsstelle, Schmerzen an der

Infusionsstelle, Schwellung an der Infusionsstelle, Phlebitis an der Injektionsstelle, peripheres

Ödem, Schmerzhaftigkeit, Beschwerden im Brustkorb, Schmerzen im Brustkorb, Gesichtsödem,

Gefühl einer veränderten Körpertemperatur, Verhärtung, Extravasation an der Infusionsstelle,

Reizungen an der Infusionsstelle, Phlebitis an der Infusionsstelle, Ausschlag an der Infusionsstelle,

Urtikaria an der Infusionsstelle, Erythem an der Injektionsstelle, Ödem an der Injektionsstelle,

Schmerzen an der Injektionsstelle, Schwellung an der Injektionsstelle, Unwohlsein, Ödem

Untersuchungen

Häufig: erniedrigtes Serum-Kalium, erniedrigtes Serum-Albumin

Gelegentlich: Erhöhtes Serum-Kreatinin, Nachweis von Erythrozyten im Urin, vermindertes

Gesamtprotein, Protein im Urin, verlängerte Prothombinzeit, verkürzte Prothrombinzeit,

vermindertes Serum-Natrium, erhöhtes Serum-Natrium, erniedrigtes Serum-Kalzium, erhöhtes

Serum-Kalzium, vermindertes Serum-Chlorid, erhöhte Serum-Glukose, Hypomagnesiämie,

erniedrigtes Serum-Phosphat, erhöhtes Serum-Phosphat, erhöhter Serum-Harnstoff, Verlängerung

der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit, erniedrigtes Serum-Bicarbonat, erhöhtes Serum-

Chlorid, erhöhtes Serum-Kalium, erhöhter Blutdruck, erniedrigte Serum-Harnsäure, Blut im Urin,

anomale Atemgeräusche, erniedrigtes Kohlendioxid, erhöhte Konzentration immunsuppressiver

Arzneimittel, erhöhte INR, Harnzylinder, positiver Nachweis von Leukozyten im Urin, erhöhter

pH-Wert des Urins

Caspofungin wurde auch in einer Dosis von 150 mg pro Tag (bis zu 51 Tage) bei 100 erwachsenen

Patienten untersucht (siehe Abschnitt 5.1). Die Studie verglich Caspofungin in einer Dosis von 50

mg pro Tag (nach einer Initialdosis von 70 mg an Tag 1) mit einer Dosis von 150 mg pro Tag bei

der Behandlung der invasiven Candidiasis. In dieser Patientengruppe erschien die Sicherheit von

Caspofungin in dieser höheren Dosierung generell ähnlich zu der bei Patienten unter einer

Tagesdosis von 50 mg Caspofungin. Der Anteil an Patienten mit einer schwerwiegenden

Nebenwirkung oder einer Nebenwirkung, die zum Abbruch der Therapie mit Caspofungin führte,

war in beiden Behandlungsgruppen ähnlich.

Kinder und Jugendliche

Daten aus fünf abgeschlossenen klinischen Studien mit 171 Kindern und Jugendlichen legen nahe,

dass die Gesamthäufigkeit klinischer Nebenwirkungen (26,3 %; 95 % KI -19,9; 33,6) bei Kindern

und Jugendlichen nicht höher liegt als die bei Erwachsenen unter Caspofungin berichtete

Gesamthäufigkeit klinischer Nebenwirkungen (43,1 %; 95 % KI -40,0; 42,2). Möglicherweise

besitzen Kinder und Jugendliche jedoch ein im Vergleich zu Erwachsenen unterschiedliches

Nebenwirkungsprofil. Die häufigsten arzneimittelbezogenen berichteten klinischen

Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen unter Caspofungin waren Fieber (11,7 %)

Ausschlag (4,7 %) und Kopfschmerzen (2,9 %).

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Folgende Nebenwirkungen wurden berichtet:

[Sehr häufig (≥ 1/10), Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)]

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Häufig: erhöhte Eosinophilenzahl

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen

Herzerkrankungen

Häufig: Tachykardie

Gefäßerkrankungen:

Häufig: Hitzewallung (Flush), Hypotonie

Leber- und Gallenerkrankungen

Häufig: erhöhte Leberenzymwerte (AST, ALT)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Ausschlag, Pruritus

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Fieber

Häufig: Schüttelfrost, Schmerzen an der Einstichstelle

Untersuchungen

Häufig: vermindertes Serum-Kalium, Hypomagnesiämie, erhöhte Glucosewerte, erhöhtes und

erniedrigtes Phosphat

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.

Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des

Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung

dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-

Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Versehentliche Gaben von bis zu 400 mg Caspofungin an einem Tag wurden berichtet, ohne dass

es dabei zu klinisch bedeutenden Nebenwirkungen kam. Caspofungin ist nicht dialysierbar.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antimykotikum zur systemischen Anwendung,

ATC-Code: J02AX04

Wirkmechanismus

Caspofunginacetat ist eine halbsynthetische Lipopeptid-Verbindung (Echinocandin), synthetisiert

aus einem Fermentationsprodukt aus Glarea lozoyensis. Caspofunginacetat hemmt die Synthese

von beta(1,3)-D-Glukan, einem Hauptbestandteil der Zellwand vieler Fadenpilze und Hefen. Beta-

(1,3)-D-Glukan ist in Säugetierzellen nicht vorhanden.

Eine fungizide Wirkung von Caspofungin wurde gegen Candida-Hefen nachgewiesen. In-vitro-und

In-vivo-Studien zeigen, dass es zu Lyse und Absterben der Apikalenden und Verzweigungspunkte

der Hyphen, wo Zellwachstum und –teilung stattfinden, führt, wenn Aspergillus Caspofungin

ausgesetzt wird.

Pharmakodynamische Wirkungen

Caspofungin besitzt In-vitro-Aktivität gegen Aspergillus-Spezies (Aspergillus fumigatus [n = 75],

Aspergillus flavus [n = 111], Aspergillus niger [n = 31], Aspergillus nidulans [n =8], Aspergillus

terreus [n =52] und Aspergillus candidus [n = 3]). Caspofungin besitzt ebenfalls In-vitro-Aktivität

gegen Candida-Spezies (Candida albicans [n = 1.032], Candida dubliniensis [n = 100], Candida

glabrata [n = 151], Candida guilliermondii [n = 67], Candida kefyr [n = 62], Candida krusei [n =

147], Candida lipolytica [n= 20], Candida lusitaniae [n = 80], Candida parapsilosis [n = 215],

Candida rugosa [n= 1] und Candida tropicalis [n = 258]) einschließlich der Isolate mit

transportbedingter multipler Resistenz und jener mit erworbener oder intrinsischer Resistenz gegen

Fluconazol, Amphotericin B und 5-Flucytosin. Empfindlichkeitstestungen wurden in Anlehnung an

die vom Clinical and Laboratory Standards Institute (CLSI, vormals National Committee for

Clinical Laboratory Standards [NCCLS]) herausgegebenen Methoden M38-A2 (für Aspergillus-

Spezies) und M27-A3 (für Candida-Spezies) vorgenommen.

Standardisierte Methoden zur Empfindlichkeitstestung von Hefen wurden von EUCAST etabliert.

EUCAST-Grenzwerte (Breakpoints) wurden für Caspofungin aufgrund signifikanter

laborübergreifender Abweichungen zur Bestimmung der MHK bislang nicht festgelegt. Anstelle

von Grenzwerten sollten Candida-Isolate, die sowohl empfindlich gegen Anidulafungin als auch

gegen Micafungin sind, als empfindlich gegenüber Caspofungin angesehen werden. Ebenso können

C. parapsilosis-Isolate, die mäßig empfindlich gegen Anidulafungin und Micafungin sind, als

mäßig empfindlich gegen Caspofungin betrachtet werden.

Resistenzmechanismus

Während der Therapie wurden bei einer kleinen Anzahl von Patienten Candida-Isolate mit

verminderter Empfindlichkeit gegenüber Caspofungin identifiziert [MHK-Werte für Caspofungin >

2 mg/l (4-bis 30-fache Erhöhung des MHK-Werts) wurden unter Anwendung standardisierter,

CLSI-anerkannter MHK-Testmethoden berichtet]. Als Resistenzmechanismus wurden FKS1-

und/oder FKS2-(für C. glabrata) Genmutationen identifiziert. Diese Fälle sind mit einer schlechten

klinischen Prognose in Verbindung gebracht worden.

Eine Resistenzentwicklung gegen Caspofungin in vitro wurde für Aspergillus spp. entdeckt. Bei der

begrenzten klinischen Erfahrung bei Patienten mit invasiver Aspergillose wurde eine Resistenz

gegenüber Caspofungin beobachtet. Der Resistenzmechanismus wurde noch nicht geklärt. Die

Inzidenz einer Resistenz gegenüber Caspofungin bei verschiedenen klinischen Isolaten von

Aspergillus ist selten. Eine Caspofungin-Resistenz wurde für Candida beobachtet, allerdings kann

die Inzidenz je nach Spezies oder Region abweichen.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Invasive Candidiasis bei erwachsenen Patienten: 239 Patienten wurden in eine initiale Studie zum

Vergleich von Caspofungin und Amphotericin B bei der Behandlung der invasiven Candidiasis

eingeschlossen. 24 Patienten litten an Neutropenie. Insbesondere wurden Infektionen des

Blutkreislaufs (Candidämie) (77 %; n = 186) und Candida-Peritonitis (8 %; n = 19) diagnostiziert;

Patienten mit Candida-Endokarditis, -Osteomyelitis oder -Meningitis waren von dieser Studie

ausgeschlossen.

Die Patienten erhielten nach einer 70-mg-Initialdosis 50-mg-Tagesdosen Caspofungin, während

Amphotericin B in Dosierungen von 0,6-0,7 mg/kg/Tag bei nicht neutropenischen Patienten bzw.

von 0,7-1,0 mg/kg/Tag bei neutropenischen Patienten angewendet wurde. Die mittlere Dauer der

intravenösen Therapie betrug 11,9 Tage, mit einer Streubreite von 1 Tag bis zu 28 Tagen. Für einen

Therapieerfolg waren sowohl ein Abklingen der klinischen Symptome als auch die

mikrobiologische Eradikation der Candida-Infektion erforderlich. In die primäre

Wirksamkeitsanalyse (MITT-Analyse) für das Ansprechen bei Beendigung der intravenösen

Therapie mit der Studienmedikation wurden 224 Patienten eingeschlossen. Die Ansprechraten in

der Behandlung der invasiven Candidiasis waren für Caspofungin (73 % [80/109]) und

Amphotericin B (62 % [71/115]) vergleichbar [Unterschied 12,7 Prozent (95,6 %

Konfidenzintervall KI –0,7; 26,0)].

Bei den Patienten mit Candidämie waren die Ansprechraten in der primären Wirksamkeitsanalyse

(MITT-Analyse) bei Beendigung der intravenösen Therapie mit der Studienmedikation unter

Caspofungin (72 % [66/92]) und unter Amphotericin B (63 % [59/94]) vergleichbar [Unterschied

10,0 Prozent (95,0 % KI -4,5; 24,5)]. Die Datenlage zur Behandlung von Patienten mit Infektionen

außerhalb des Blutkreislaufs war begrenzter. Die Ansprechraten bei neutropenischen Patienten

betrugen 7/14 (50 %) in der Caspofungin-Gruppe und 4/10 (40 %) in der Amphotericin-B-

Gruppe.Diese begrenzten Daten werden durch die Ergebnisse der Studie zur empirischen Therapie

unterstützt.

In einer zweiten Studie erhielten Patienten mit invasiver Candidiasis Tagesdosen von 50 mg

Caspofungin/Tag (nach einer Initialdosis von 70 mg an Tag 1) oder von 150 mg Caspofungin/Tag

(siehe Abschnitt 4.8). In dieser Studie wurde die Caspofungin-Dosis über einen Zeitraum von 2

Stunden infundiert (anstatt der üblichen Verabreichungsdauer von 1 Stunde). In dieser Studie

waren Patienten mit Verdacht auf Candida-Endokarditis, -Meningitis oder -Osteomyelitis

ausgeschlossen. Da es sich um eine Primärtherapiestudie handelte, waren Patienten, die nicht auf

vorangegangene antimykotische Therapien angesprochen hatten, ebenfalls ausgeschlossen. Die

Anzahl der Patienten mit Neutropenie, die an der Studie teilnahmen, war ebenso begrenzt (8,0 %).

Wirksamkeit war ein sekundärer Endpunkt in dieser Studie. Patienten, welche die

Einschlusskriterien erfüllten und eine oder mehrere Dosen der Studientherapie Caspofungin

erhielten, wurden in die Wirksamkeitsanalyse eingeschlossen. Die Gesamtansprechraten am Ende

der Caspofungin-Therapie waren in beiden Behandlungsgruppen ähnlich: 72 % (73/102) in der

Gruppe unter 50 mg Caspofungin und 78 % (74/95) in der Gruppe unter 150 mg Caspofungin

(Unterschied von 6,3 % [95 % KI -5,9; 18,4]).

Invasive Aspergillose bei erwachsenen Patienten: Neunundsechzig Patienten zwischen 18 und 80

Jahren mit invasiver Aspergillose wurden in eine offene, nicht vergleichende Studie

eingeschlossen, um Unbedenklichkeit, Verträglichkeit und Wirksamkeit von Caspofungin zu

untersuchen. Es wurden Patienten eingeschlossen, die entweder auf antimykotische

Standardbehandlungen nicht ansprachen (Fortschreiten der Krankheit oder keine Verbesserung

unter anderen antimykotischen Therapien über mindestens 7 Tage) (84 % der eingeschlossenen

Patienten) oder diese nicht vertrugen (16 % der eingeschlossenen Patienten). Die meisten der

Patienten litten an Grunderkrankungen (hämatologische Malignome [n = 24], allogene

Knochenmarktransplantation oder Stammzellentransplantation [n = 18], Organtransplantation [n =

8], solider Tumor [n = 3] oder andere Erkrankungen [n = 10]). Strenge Definitionen, die den

Kriterien der Mycoses Study Group folgten, wurden der Diagnose der invasiven Aspergillose und

dem Ansprechen auf die Therapie zugrunde gelegt (ein Therapieerfolg erforderte eine klinisch

signifikante Verbesserung im Röntgenbefund sowie der subjektiven und objektiven Symptome).

Die mittlere Therapiedauer betrug 33,7 Tage mit einer Spannbreite von 1 Tag bis zu 162 Tagen.

Ein unabhängiges Expertengremium stellte bei 41 % (26/63) der Patienten, die mindestens eine

Dosis Caspofungin erhielten, einen Therapieerfolg fest. Bei jenen Patienten, die mehr als 7 Tage

lang mit Caspofungin behandelt wurden, wurde bei 50 % (26/52) ein Therapieerfolg verzeichnet.

Der Therapieerfolg betrug bei denjenigen Patienten, die auf vorangegangene Therapien nicht

ansprachen, 36 % (19/53), und bei denjenigen, die diese nicht vertrugen, 70 % (7/10).

Obwohl bei 5 Patienten, die auf vorangegangene antimykotische Therapien nicht angesprochen

hatten, die Dosierungen niedriger waren als die sonst bei invasiver Aspergillose oft verabreichten,

war die Therapieerfolgsrate unter Caspofungin ähnlich derjenigen bei den restlichen Patienten, die

auf vorangegangene Therapien nicht angesprochen hatten (2/5 vs. 17/48). Bei Patienten mit

Lungenmanifestation lag die Ansprechrate bei 47 % (21/45) und bei Patienten mit extrapulmonaler

Manifestation bei 28 % (5/18). Unter den Patienten mit extrapulmonaler Manifestation war die

Therapie bei 2 von 8 Patienten mit gesicherter, wahrscheinlicher oder möglicher ZNS-Beteiligung

erfolgreich.

Empirische Therapie bei erwachsenen Patienten mit Fieber und Neutropenie: In eine klinische

Studie wurden insgesamt 1.111 Patienten mit anhaltendem Fieber und Neutropenie eingeschlossen

und entweder mit 50 mg Caspofungin/Tag im Anschluss an eine Initialdosis von 70 mg

Caspofungin oder mit liposomalem Amphotericin B 3,0 mg/kg/Tag behandelt. Die für diese Studie

auswählbaren Patienten hatten eine Chemotherapie aufgrund bösartiger Tumoren erhalten oder sich

einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation unterzogen und wiesen eine Neutropenie (< 500

Zellen/mm

seit 96 Stunden) und Fieber (> 38,0 °C), das nicht auf eine parenterale antibakterielle

Therapie von mindestens 96 Stunden ansprach, auf. Die Patienten mussten bis zu 72 Stunden nach

Rückgang der Neutropenie behandelt werden, die maximale Behandlungsdauer war 28 Tage.

Patienten mit einer nachgewiesenen Pilzinfektion konnten jedoch länger behandelt werden. Wenn

das Arzneimittel gut vertragen wurde, das Fieber eines Patienten jedoch bestehen blieb und sich der

klinische Zustand nach 5 Tagen Therapie verschlechterte, konnte die Studienmedikation auf 70 mg

Caspofungin/Tag (13,3 % der behandelten Patienten) oder 5,0 mg/kg/Tag liposomales

Amphotericin B (14,3 % der behandelten Patienten) erhöht werden. 1.095 Patienten wurden in die

primäre „Modified Intention-To-Treat (MITT)“ Wirksamkeits-Analyse hinsichtlich des insgesamt

positiven Ansprechens einbezogen: Caspofungin (33,9 %) war so wirksam wie liposomales

Amphotericin B (33,7 %) [0,2 % Differenz (95,2 % KI -5,6; 6,0)]. Ein insgesamt positives

Ansprechen erforderte das Erfüllen aller folgenden 5 Kriterien: (1) die erfolgreiche Behandlung

jeglicher bei Einschluss in die Studie vorliegender, aber erst nachträglich nachgewiesener

Pilzinfektion (Baseline-Infektion) (Caspofungin 51,9 % [14/27], liposomales Amphotericin B 25,9

% [7/27]), (2) kein Ausbruch von Pilzinfektionen während der Verabreichung der

Studienmedikation oder innerhalb von 7 Tagen nach Abschluss der Behandlung (Caspofungin 94,8

% [527/556], liposomales Amphotericin B 95,5 % [515/539]), (3) ein Überleben 7 Tage nach

Abschluss der Studientherapie (Caspofungin 92,6 % [515/556], liposomales Amphotericin B 89,2

% [481/539]), (4) kein Abbruch der Studienmedikation infolge Arzneimittelinduzierter Toxizität

oder fehlender Wirksamkeit (Caspofungin 89,7 % [499/556], liposomales Amphotericin B 85,5 %

[461/539]), (5) Entfieberung während der Dauer der Neutropenie (Caspofungin 41,2 % [229/556],

liposomales Amphotericin B 41,4 % [223/539]). Die Ansprechraten auf Caspofungin und

liposomales Amphotericin B bei durch Aspergillus spp. verursachten Baseline-Infektionen betrugen

41,7 % (5/12) bzw. 8,3 % (1/12), und bei den durch Candida spp. verursachten 66,7 % (8/12) bzw.

41,7 % (5/12). Bei den Patienten in der Caspofungin-Gruppe traten Durchbruchinfektionen mit

folgenden seltenen Hefen oder Schimmelpilzen auf: Trichosporon spp. (1), Fusarium spp. (1),

Mucor spp. (1) und Rhizopus spp (1).

Kinder und Jugendliche

Sicherheitsprofil und Wirksamkeit von Caspofungin wurden bei Kindern und Jugendlichen im

Alter von 3 Monaten bis 17 Jahren in zwei prospektiven, multizentrischen klinischen Studien

untersucht. Studiendesign, Diagnosekriterien und Kriterien zur Bewertung der Wirksamkeit waren

ähnlich wie in den entsprechenden Studien bei erwachsenen Patienten (siehe Abschnitt 5.1).

Die erste Studie, in die 82 Patienten zwischen 2 und 17 Jahren eingeschlossen wurden, war eine

randomisierte, doppelblinde Studie zum Vergleich von Caspofungin (50 mg/m

intravenös einmal

täglich nach einer Initialdosis von 70 mg/m

am ersten Tag [nicht über 70 mg pro Tag]) und

liposomalem Amphotericin B (3 mg/kg intravenös einmal täglich) in einer 2:1

Behandlungsverteilung (56 unter Caspofungin, 26 unter liposomalem Amphotericin B) als

empirische Therapie bei Kindern und Jugendlichen mit anhaltendem Fieber und Neutropenie.

Die risikoadjustierten Gesamterfolgsraten der Ergebnisse der MITT-Wirksamkeitsanalyse waren

wie folgt: 46,6 % (26/56) unter Caspofungin und 32,2 % (8/25) unter liposomalem Amphotericin

Die zweite Studie war eine prospektive, offene, nicht vergleichende Studie zur Bestimmung der

Sicherheit und Wirksamkeit von Caspofungin bei Kindern und Jugendlichen (6 Monate bis 17

Jahre) mit invasiver Candidiasis, ösophagealer Candidiasis und invasiver Aspergillose (als

„Salvage“-Therapie).

Neunundvierzig Patienten wurden eingeschlossen und mit Caspofungin 50 mg/m

intravenös

einmal täglich im Anschluss an eine Initialdosis von 70 mg/m

am ersten Tag (nicht über 70 mg

pro Tag) behandelt, von denen 48 in die MITT-Wirksamkeitsanalyse einbezogen wurden. Davon

hatten 37 Patienten eine invasive Candidiasis, 10 Patienten eine invasive Aspergillose und ein

Patient hatte eine ösophageale Candidiasis. Die Ansprechraten am Ende der Caspofungin-Therapie

lagen in der MITT-Wirksamkeitsanalyse je Indikation bei folgenden Werten: 81 % (30/37) bei

invasiver Candidiasis, 50 % (5/10) bei invasiver Aspergillose und 100 % (1/1) bei ösophagealer

Candidiasis.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Verteilung

Caspofungin bindet weitgehend an Albumin. Der Anteil von ungebundenem Caspofungin im

Plasma reicht von 3,5 % bei gesunden Probanden bis zu 7,6 % bei Patienten mit invasiver

Candidiasis. Die Verteilung spielt die herausragende Rolle in der Plasmapharmakokinetik von

Caspofungin und ist der geschwindigkeitsbestimmende Schritt sowohl der Alpha-als auch der Beta-

Phase. Die Verteilung in die Gewebe erreichte 1,5 – 2 Tage nach Verabreichung ihr Maximum, als

92 % der Dosis in die Gewebe verteilt waren. Wahrscheinlich kehrt nur ein Bruchteil des ins

Gewebe aufgenommenen Caspofungin unverändert in das Plasma zurück. Daher läuft die

Elimination ab, ohne dass es zu einem Verteilungsgleichgewicht kommt. Zurzeit ist es nicht

möglich, eine realistische Schätzung des Verteilungsvolumens von Caspofungin vorzunehmen.

Biotransformation

Caspofungin wird spontan zu einer ringoffenen Verbindung zersetzt. Die weitere

Verstoffwechselung umfasst Peptid-Hydrolyse und N-Acetylierung. Zwei Zwischenprodukte, die

während des Abbaus von Caspofungin zu dieser offenen Ringverbindung entstehen, bilden

kovalente Addukte an Plasmaproteine. Dabei entstehen zu einem geringen Grad irreversible

Bindungen an Plasmaproteine.

In-vitro-Studien zeigen, dass Caspofunginacetat keines der Enzyme 1A2, 2A6, 2C9, 2C19, 2D6

oder 3A4 im Cytochrom-P450-System hemmt. Caspofungin bewirkte in klinischen Studien weder

eine Induktion noch eine Inhibition des CYP3A4-Metabolismus anderer Arzneimittel. Caspofungin

ist kein Substrat für Glykoprotein P und ein schwaches Substrat für Cytochrom-P450-Enzyme.

Elimination

Die Elimination von Caspofungin aus dem Plasma verläuft langsam mit einer Clearance von 10-12

ml/min. Die Plasmakonzentrationen von Caspofungin nehmen mehrphasig nach einstündigen

intravenösen Einzelinfusionen ab. Direkt nach der Infusion tritt eine kurze Alpha-Phase auf, auf die

eine Beta-Phase mit einer Halbwertszeit von 9-11 Stunden folgt. Zusätzlich wird noch eine

Gamma-Phase mit einer Halbwertszeit von 45 Stunden durchlaufen. Die Verteilung als

vorherrschender Mechanismus beeinflusst die Plasma-Clearance mehr als Ausscheidung oder

Biotransformation.

Von einer radioaktiv markierten Dosis wurden in 27 Tagen ca. 75 % wieder gefunden; dabei

fanden sich 41 % im Urin und 34 % in den Fäzes. Während der ersten 30 Stunden nach

Verabreichung von Caspofungin sind Ausscheidung und Biotransformation sehr gering.

Die Ausscheidung verläuft langsam und die terminale Halbwertszeit der Radioaktivität betrug 12 -

15 Tage. Eine geringe Menge Caspofungin wird unverändert im Urin ausgeschieden (ca. 1,4 %

einer Dosis).

Caspofungin zeigt eine leicht nicht lineare Pharmakokinetik, wobei eine zunehmende

Akkumulation mit Ansteigen der Dosis erfolgt und die Zeit, die nach Verabreichung von

mehrmaligen Dosen benötigt wird, um den Steady State zu erreichen, dosisabhängig ist.

Besondere Patientengruppen

Es war zu beobachten, dass erwachsene Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder leichter

Leberinsuffizienz, Frauen sowie ältere Patienten Caspofungin verstärkt ausgesetzt waren. Im

Allgemeinen handelte es sich nur um einen mäßigen Anstieg der Konzentration, der nicht

ausreicht, um eine Dosisanpassung zu rechtfertigen. Für erwachsene Patienten mit mäßiger

Leberinsuffizienz oder bei Patienten mit höherem Körpergewicht kann eine Dosisanpassung

erforderlich sein (siehe unten).

Gewicht:

In Analysen der Daten von erwachsenen Candidiasis-Patienten zur Pharmakokinetik stellte sich

heraus, dass das Körpergewicht die Pharmakokinetik von Caspofungin beeinflusst. Die Plasma-

Konzentrationen nehmen mit zunehmendem Gewicht ab. Die durchschnittliche Exposition eines

erwachsenen Patienten mit 80 kg ist wahrscheinlich ca. 23 % niedriger zu veranschlagen als die

eines erwachsenen Patienten mit 60 kg (siehe Abschnitt 4.2).

Eingeschränkte Leberfunktion:

Bei erwachsenen Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Leberfunktion vergrößert sich die

AUC um 20 % bzw. 75 %. Es liegen keine klinischen Erfahrungen bei erwachsenen Patienten mit

stark eingeschränkter Leberfunktion oder bei Kindern und Jugendlichen mit eingeschränkter

Leberfunktion jeglichen Grades vor. In einer Studie mit mehrmaligen Dosen konnte gezeigt

werden, dass eine Reduktion der Tagesdosis auf 35 mg bei erwachsenen Patienten mit mäßig

eingeschränkter Leberfunktion zu einer ähnlichen AUC führt, wie sie bei erwachsenen Patienten

mit normaler Leberfunktion, die die Standarddosis erhalten, erreicht wird (siehe Abschnitt 4.2).

Eingeschränkte Nierenfunktion:

In einer klinischen Studie mit Einzeldosen von 70 mg war die Pharmakokinetik von Caspofungin

bei erwachsenen Probanden mit leicht eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 50-80

ml/min) und Kontrollpersonen vergleichbar. Mäßig eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-

Clearance 31-49 ml/min), fortgeschrittene Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance

5-30 ml/min) und Niereninsuffizienz im Endstadium (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min und

Dialyse) erhöhten Plasmakonzentrationen von Caspofungin mäßig nach Anwendung einer

Einzeldosis (im Bereich von 30-49 % bezogen auf die AUC). Bei erwachsenen Patienten mit

invasiver Candidiasis, ösophagealer Candidiasis oder invasiver Aspergillose, die mehrmals

Tagesdosen von Caspofungin 50 mg erhielten, wurde jedoch keine signifikante Auswirkung einer

leichten bis fortgeschrittenen Einschränkung der Nierenfunktion auf die Plasmakonzentrationen

von Caspofungin festgestellt. Für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist daher keine

Dosisanpassung erforderlich. Caspofungin ist nicht dialysierbar, so dass nach einer Hämodialyse

keine zusätzliche Dosis erforderlich ist.

Geschlecht:

Die Plasma-Konzentrationen von Caspofungin waren bei Frauen im Durchschnitt 17-38 % höher

als bei Männern.

Ältere Patienten:

Bei älteren Männern wurde eine geringe Vergrößerung der AUC (28 %) und der C

24 h

(32 %) im

Vergleich zu jüngeren Männern beobachtet.

Bei empirisch behandelten Patienten oder Patienten mit invasiver Candidiasis wurde ein ähnlicher,

geringer Einfluss des Alters bei älteren Patienten im Vergleich zu jüngeren Patienten beobachtet.

Ethnische Zugehörigkeit:

Patientendaten zur Pharmakokinetik zeigten keine signifikanten Unterschiede in der

Pharmakokinetik von Caspofungin bei Patienten verschiedener ethnischer Zugehörigkeit

(Kaukasier, Afroamerikaner, Hispanier, Mestizen).

Kinder und Jugendliche:

Bei Jugendlichen (12-17 Jahre), die 50 mg/m

pro Tag (höchstens 70 mg pro Tag) Caspofungin

erhielten, war die AUC

0-24 h

von Caspofungin im Plasma im Allgemeinen mit der bei Erwachsenen

unter 50 mg pro Tag vergleichbar. Alle Jugendlichen erhielten Dosen > 50 mg pro Tag, wobei 6

von 8 die Maximaldosis von 70 mg/Tag erhielten. Die Plasmakonzentrationen von Caspofungin bei

diesen Jugendlichen waren geringer als die bei Erwachsenen unter 70 mg/Tag, der meist

verwendeten Dosis für Jugendliche.

Bei Kindern (2 bis 11 Jahre), die 50 mg/m

pro Tag (höchstens 70 mg pro Tag) Caspofungin

erhielten, war die AUC

0-24 h

von Caspofungin im Plasma nach Mehrfachdosen im Allgemeinen mit

der bei Erwachsenen unter 50 mg pro Tag vergleichbar.

Bei jüngeren Kindern und Kleinkindern (12 bis 23 Monate), die 50 mg/m

pro Tag (höchstens 70

mg pro Tag) Caspofungin erhielten, war die AUC

0-24 h

von Caspofungin im Plasma nach

Mehrfachdosen im Allgemeinen mit der bei Erwachsenen unter 50 mg pro Tag und bei älteren

Kindern (2 bis 11 Jahre) unter 50 mg/m

pro Tag vergleichbar.

Insgesamt sind die Daten zu Pharmakokinetik, Wirksamkeit und Sicherheitsprofil für Patienten von

3 bis 10 Monaten begrenzt. Pharmakokinetische Daten eines 10 Monate alten Kindes unter 50

mg/m

pro Tag weisen auf eine AUC

0-24 h

im gleichen Bereich wie die bei älteren Kindern unter 50

mg/m

pro Tag und von Erwachsenen unter 50 mg pro Tag hin, wohingegen die AUC

0-24 h

eines 6

Monate alten Kindes unter 50 mg/m

pro Tag etwas höher lag.

Bei Neugeborenen und Säuglingen (< 3 Monate) unter Caspofungin von 25 mg/m

pro Tag

(entsprechend einer mittleren Dosis von 2,1 mg/kg) waren die maximale Konzentration von

Caspofungin (C

) und die minimale Konzentration von Caspofungin (C

24 h

) nach Mehrfachdosen

vergleichbar mit denen bei Erwachsenen unter 50 mg Caspofungin pro Tag. Am ersten Tag war bei

diesen Neugeborenen und Säuglingen im Vergleich zu Erwachsenen die C

vergleichbar und C

24 h

leicht erhöht (36 %). Jedoch wurde bei beiden Werten C

(an Tag 4 geometrisches Mittel 11,73

µg/ml, Bereich von 2,63 bis 22,05 µg/ml) und C

24 h

(an Tag 4 geometrisches Mittel 3,55 µg/ml,

Bereich von 0,13 bis 7,17 µg/ml) eine Variabilität beobachtet. In dieser Studie wurden wegen der

geringen Plasmaprobenanzahl keine Messungen der AUC

0-24 h

vorgenommen. Es ist zu bemerken,

dass die Wirksamkeit und Sicherheitsprofil von Caspofungin nicht adäquat in prospektiven

klinischen Studien mit Neugeborenen und Säuglingen unter 3 Monaten untersucht wurden.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Toxizitätsstudien an Ratten und Affen mit wiederholt intravenös verabreichten Dosen bis zu 7-8

mg/kg führten zu Reaktionen an der Applikationsstelle bei Ratten und Affen, zu Anzeichen einer

Histaminfreisetzung bei Ratten und offenkundig zu Nebenwirkungen im Bereich der Leber bei

Affen. Studien zu toxischen Auswirkungen auf die Embryonalentwicklung an Ratten zeigten, dass

Caspofungin in Dosierungen von 5 mg/kg zu einer Gewichtsabnahme bei den Feten, vermehrt zu

unvollständiger Ossifikation an Wirbel, Brustbein und Kopf führte, die bei trächtigen Ratten mit

Nebenwirkungen beim Muttertier wie z. B. Anzeichen einer Histaminfreisetzung verbunden waren.

Außerdem wurde ein vermehrtes Auftreten von Halsrippen beobachtet. Caspofungin war sowohl in

Invitro-Assays im Hinblick auf potenzielle genotoxische Wirkungen als auch in dem in vivo

durchgeführten Chromosomentest an Knochenmarkzellen von Mäusen negativ. Es wurden keine

tierexperimentellen Langzeitstudien zur Untersuchung des kanzerogenen Potenzials von

Caspofungin durchgeführt. In Studien an männlichen und weiblichen Ratten zeigte Caspofungin bis

zu 5 mg/kg/Tag keine Auswirkungen auf die Fertilität.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Sucrose

Mannitol (Ph. Eur.)

Bernsteinsäure

Natriumhydroxid (zur Einstellung des pH-Werts)

6.2

Inkompatibilitäten

Dieses Arzneimittel darf nicht mit glucosehaltigen Lösungsmitteln gemischt werden, da

Caspofungin Lorien in glucosehaltigen Lösungen nicht stabil ist.

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

Stammlösungs-Konzentrat: Die Lösung sollte sofort verwendet werden.

Stabilitätsdaten haben gezeigt, dass das Konzentrat zur Herstellung der Infusionslösung bis zu 24

Stunden aufbewahrt werden kann, wenn die Durchstechflasche nicht über 25 °C aufbewahrt und

das Stammlösungs-Konzentrat mit Wasser für Injektionszwecke hergestellt wird.

Verdünnte Infusionslösung für den Patienten: Die Lösung sollte sofort verwendet werden.

Stabilitätsdaten haben gezeigt, dass das Produkt innerhalb von 24 Stunden verwendet werden kann,

wenn es nicht über 25 °C aufbewahrt wird, oder innerhalb von 48 Stunden, wenn der

Infusionsbeutel (-flasche) gekühlt (2-8 °C) aufbewahrt wird und die Verdünnung mit 9 mg/ml

(0,9%iger), 4,5 mg/ml (0,45%iger) oder 2,25 mg/ml (0,225%iger) Natriumchloridlösung für

Injektionszwecke oder mit Ringer-Laktat-Lösung erfolgte.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt sofort verwendet werden. Wird das Produkt nicht

sofort verwendet, liegen die Aufbewahrungszeiten und – bedingungen für den Gebrauch in der

Verantwortung des Anwenders, und normalerweise dürfen 24 Stunden bei 2-8 °C nicht

überschritten werden, es sei denn, Auflösung und Verdünnung finden unter kontrollierten und

validierten aseptischen Bedingungen statt.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Ungeöffnete Durchstechflaschen: Kühl lagern und transportieren (2°C - 8°C).

Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels, siehe

Abschnitt 6.3.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Caspofungin Lorien 50 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

15 ml Typ-I-Glas-Durchstechflasche mit einem grauen Butylstopfen und einer Plastikkappe mit

einem durchsichtigen Aluminiumstreifen.

Caspofungin Lorien 70 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

15 ml Typ-I-Glas-Durchstechflasche mit einem grauen Butylstopfen und einer Plastikkappe mit

einem orangen Aluminiumstreifen.

Packungsgrößen: 1 Durchstechflasche

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Rekonstitution von Caspofungin Lorien 50 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer

Infusionslösung

Glucosehaltige Lösungen dürfen nicht verwendet werden, da Caspofungin Lorien in

glucosehaltigen Lösungen nicht stabil ist. Caspofungin Lorien darf nicht mit anderen Arzneimittel

gemischt oder zusammen mit diesen infundiert werden, da keine Daten zur Kompatibilität von

Caspofungin Lorien mit anderen intravenös zu verabreichenden Substanzen, Hilfsstoffen oder

Arzneimitteln vorliegen. Die Infusionslösung ist auf sichtbare Partikel oder Verfärbung zu prüfen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen

Anforderungen zu beseitigen.

ANWEISUNGEN FÜR DIE ANWENDUNG BEI ERWACHSENEN PATIENTEN

1. Schritt: Zubereitung des Konzentrates (Stammlösung) mit herkömmlichen

Durchstechflaschen:

Um das Pulver aufzulösen, wird die Durchstechflasche auf Raumtemperatur gebracht. Unter

aseptischen Bedingungen werden 10,5 ml Wasser für Injektionszwecke zugegeben. Die

Konzentration der Lösung in der Durchstechflasche beträgt dann 5,2 mg/ml.

Das weiße bis gebrochen-weiße, kompakte gefriergetrocknete Pulver löst sich völlig auf. Es wird

so lange vorsichtig gemischt, bis eine klare, farblose bis leicht gelbliche Lösung entsteht. Diese

Stammlösung ist auf sichtbare Partikel oder Verfärbung zu prüfen. Sie kann bis zu 24 Stunden bei

≤ 25 °C aufbewahrt werden.

2. Schritt: Herstellung der Infusionslösung für den Patienten aus der Stammlösung von

Caspofungin Lorien:

Folgende Lösungen können für die gebrauchsfertige Infusionslösung verwendet werden: sterile

physiologische Kochsalzlösung für Injektionszwecke oder Ringer-Laktat-Lösung. Unter

aseptischen Bedingungen wird die entsprechende Menge des Stammlösungs-Konzentrates (siehe

nachfolgende Tabelle) in eine(n) Infusionsbeutel oder –flasche mit 250 ml Inhalt gegeben. Wenn es

medizinisch notwendig ist, können Tagesdosen von 50 mg oder 35 mg auch in ein reduziertes

Infusionslösungsvolumen von 100 ml gegeben werden. Sollte die Lösung trüb sein oder

Ausfällungen aufweisen, darf sie nicht verwendet werden.

HERSTELLUNG DER INFUSIONSLÖSUNG FÜR ERWACHSENE

DOSIS*

Volumen der Stammlö-

sung Caspofungin

Lorien für die Zugabe in

einen Infusionsbeutel

oder -flasche

Standard-Herstellung

(Zugabe der Stammlö-

sung Caspofungin Lorien

zu 250 ml)

Endkonzentration

Volumenreduzierte

Infusion (Zugabe der

Stammlösung Caspo-

fungin Lorien zu 100

ml) Endkonzentration

50 mg

10 ml

0.20 mg/ml

50 mg volumenreduzierte

Lösung

10 ml

0.47 mg/ml

35 mg für Patienten mit

mäßig eingeschränkter

Leberfunktion (aus einer

50-mg-Durchstechflasche)

7 ml

0.14 mg/ml

35 mg volumenreduzierte

Dosis für Patienten mit

mäßig eingeschränkter

Leberfunktion (au seiner

7 ml

0.34 mg/ml

50-mg-Durchstechflasche)

* 10,5 ml sollten zur Auflösung des Pulvers für alle Durchstechflaschen verwendet werden.

ANWEISUNGEN FÜR DIE ANWENDUNG BEI KINDERN UND JUGENDLICHEN

Berechnung der Körperoberfläche (KOF) für die pädiatrische Dosierung

Berechnen Sie vor der Zubereitung der Infusion die Körperoberfläche (KOF) des Patienten nach

folgender Formel: (Mosteller

Formel)

Zubereitung der 70 mg/m

2

Infusion für Kinder und Jugendliche >3 Monate (mit einer 50-mg-

Durchstechflasche)

1. Bestimmen Sie die Initialdosis, die für den Kindern und Jugendlichen verwendet wird, indem

Sie die KOF des Patienten (wie oben berechnet) und folgende Gleichung verwenden: KOF (m

70 mg/m

= Initialdosis Die Maximaldosis am ersten Tag sollte 70 mg ungeachtet der für den

Patienten berechneten Dosis nicht überschreiten.

2. Bringen Sie die gekühlte Durchstechflasche Caspofungin Lorien auf Zimmertemperatur.

3. Geben Sie unter aseptischen Bedingungen 10,5 ml Wasser für Injektionszwecke zu.

Diese

Stammlösung kann bis zu 24 Stunden bei oder unter 25 °C aufbewahrt werden.

Die endgültige

Konzentration von Caspofungin in der Durchstechflasche beträgt dann 5,2 mg/ml.

4. Entnehmen Sie der Durchstechflasche das Volumen des Arzneimittels, das der berechneten

Initialdosis entspricht (Schritt 1). Unter aseptischen Bedingungen wird dieses Volumen (ml)

Caspofungin Lorien Stammlösungs-Konzentrates in eine(n) Infusionsbeutel (oder –flasche) mit 250

ml 0,9%iger, 0,45%iger, oder 0,225%iger Natriumchloridlösung oder Ringer-Laktat-Lösung

gegeben. Alternativ kann dieses Volumen (ml)

des Caspofungin Lorien Stammlösungs-

Konzentrates in ein reduziertes Volumen von 0,9%iger, 0,45%iger, oder 0,225%iger

Natriumchloridlösung oder Ringer-Laktat-Lösung gegeben werden, wobei eine Endkonzentration

von 0,5 mg/ml nicht überschritten werden sollte. Diese Infusionslösung muss innerhalb von 24

Stunden verbraucht werden, wenn sie bei oder unter 25 °C aufbewahrt wird, oder innerhalb von 48

Stunden, wenn sie im Kühlschrank bei 2–8 °C aufbewahrt wird.

Zubereitung der 50 mg/m

2

Infusion für Kinder und Jugendliche >3 Monate (mit einer 50-mg-

Durchstechflasche)

1. Bestimmen Sie die tägliche Erhaltungsdosis, die für den Kindern und Jugendlichen verwendet

wird, indem Sie die KOF des Patienten (wie oben berechnet) und folgende Gleichung verwenden:

KOF (m

) X 50 mg/m

= Erhaltungsdosis Die Erhaltungsdosis sollte 70 mg pro Tag ungeachtet der

für den Patienten berechneten Dosis nicht überschreiten.

2. Bringen Sie die gekühlte Durchstechflasche Caspofungin Lorien auf Zimmertemperatur.

3. Geben Sie unter aseptischen Bedingungen 10,5 ml Wasser für Injektionszwecke zu.

Diese

Stammlösung kann bis zu 24 Stunden bei oder unter 25 °C aufbewahrt werden.

Die endgültige

Konzentration von Caspofungin in der Durchstechflasche beträgt dann 5,2 mg/ml.

4. Entnehmen Sie der Durchstechflasche das Volumen des Arzneimittels, das der berechneten

täglichen Erhaltungsdosis entspricht (Schritt 1). Unter aseptischen Bedingungen wird dieses

Volumen (ml)

des Caspofungin Lorien Stammlösungs-Konzentrates in einen Infusionsbeutel (oder

– flasche) mit 250 ml 0,9%iger, 0,45%iger, oder 0,225%iger Natriumchloridlösung oder Ringer-

Laktat-Lösung gegeben. Alternativ kann dieses Volumen (ml)

des Caspofungin Lorien

Stammlösungs-Konzentrates in ein reduziertes Volumen von 0,9%iger, 0,45%iger, oder

0,225%iger Natriumchloridlösung oder Ringer-Laktat-Lösung gegeben werden, wobei eine

Endkonzentration von 0,5 mg/ml nicht überschritten werden sollte. Diese Infusionslösung muss

innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden, wenn sie bei oder unter 25 °C aufbewahrt wird, oder

innerhalb von 48 Stunden, wenn sie im Kühlschrank bei 2–8 °C aufbewahrt wird.

Hinweise zur Zubereitung:

a. Das weiße bis gebrochen-weiße, kompakte gefriergetrocknete Pulver löst sich völlig auf.

Vorsichtig so lange mischen, bis eine Lösung klare, farblose bis leicht gelbliche Lösung entsteht.

b. Die Stammlösung ist bei der Zubereitung und vor der Infusion auf sichtbare Partikel oder

Verfärbung zu prüfen. Sollte die Lösung trüb sein oder Ausfällungen aufweisen, darf sie nicht

verwendet werden.

c. Caspofungin Lorien ergibt normalerweise die gesamte angegebene Dosis (50 mg), wenn 10 ml

der Durchstechflasche entnommen werden.

Mosteller RD: Simplified Calculation of Body Surface Area. N Engl J Med 1987 Oct 22;317(17):

1098 (letter)

Rekonstitution von Caspofungin Lorien 70 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer

Infusionslösung

Glucosehaltige Lösungen dürfen nicht verwendet werden, da Caspofungin Lorien in

glucosehaltigen Lösungen nicht stabil ist. Caspofungin Lorien darf nicht mit anderen Arzneimittel

gemischt oder zusammen mit diesen infundiert werden, da keine Daten zur Kompatibilität von

Caspofungin Lorien mit anderen intravenös zu verabreichenden Substanzen, Hilfsstoffen oder

Arzneimitteln vorliegen. Die Infusionslösung ist auf sichtbare Partikel oder Verfärbung zu prüfen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen

Anforderungen zu beseitigen.

ANWEISUNGEN FÜR DIE ANWENDUNG BEI ERWACHSENEN PATIENTEN

1. Schritt: Zubereitung des Konzentrates (Stammlösung) mit herkömmlichen

Durchstechflaschen:

Um das Pulver aufzulösen, wird die Durchstechflasche auf Raumtemperatur gebracht. Unter

aseptischen Bedingungen werden 10,5 ml Wasser für Injektionszwecke zugegeben. Die

Konzentration der Lösung in der Durchstechflasche beträgt dann 7,2 mg/ml.

Das weiße bis gebrochen-weiße, kompakte gefriergetrocknete Pulver löst sich völlig auf. Es wird

so lange vorsichtig gemischt, bis eine klare, farblose bis leicht gelbliche die Lösung entsteht. Diese

Stammlösung ist auf sichtbare Partikel oder Verfärbung zu prüfen. Sie kann bis zu 24 Stunden bei

≤ 25 °C aufbewahrt werden.

2. Schritt: Herstellung der Infusionslösung für den Patienten aus der Stammlösung von

Caspofungin Lorien:

Folgende Lösungen können für die gebrauchsfertige Infusionslösung verwendet werden: sterile

physiologische Kochsalzlösung für Injektionszwecke oder Ringer-Laktat-Lösung. Unter

aseptischen Bedingungen wird die entsprechende Menge des Stammlösungs-Konzentrates (siehe

nachfolgende Tabelle) in eine(n) Infusionsbeutel oder –flasche mit 250 ml Inhalt gegeben. Wenn es

medizinisch notwendig ist, können Tagesdosen von 50 mg oder 35 mg auch in ein reduziertes

Infusionslösungsvolumen von 100 ml gegeben werden. Sollte die Lösung trüb sein oder

Ausfällungen aufweisen, darf sie nicht verwendet werden.

HERSTELLUNG DER INFUSIONSLÖSUNG FÜR ERWACHSENE

DOSIS*

Volumen der Stammlö-

sung Caspofungin Lorien

für die Zugabe in einen

Standard-Herstellung

(Zugabe der Stammlösung

Caspofungin Lorien zu 250

Volumenreduzierte In-

fusion (Zugabe der

Stammlösung Caspofun-

Infusionsbeutel oder -

flasche

ml) Endkonzentration

gin Lorien zu 100 ml)

Endkonzentration

70 mg

10 ml

0,28 mg/ml

Nicht empfohlen

70 mg ( aus 2 50-mg-

Durchstechflaschen)**

14 ml

0,28 mg/ml

Nicht empfohlen

35 mg für Patienten mit

mäßig eingeschränkter

Leberfunktion (aus einer

70-mg-Durchstechflasche)

5 ml

0,14 mg/ml

0,34 mg/ml

* 10,5 ml sollten zur Auflösung des Pulvers für alle Durchstechflaschen verwendet werden.

** Sollte keine 70-mg-Durchstechflasche zur Verfügung stehen, kann die 70-mg-Dosis aus zwei

50-mg-Durchstechflaschen hergestellt werden.

ANWEISUNGEN FÜR DIE ANWENDUNG BEI PÄDIATRISCHEN PATIENTEN

Berechnung der Körperoberfläche (KOF) für die pädiatrische Dosierung

Berechnen Sie vor der Zubereitung der Infusion die Körperoberfläche (KOF) des Patienten nach

folgender Formel: (Mosteller

Formel)

Zubereitung der 70 mg/m

2

Infusion für pädiatrische Patienten >3 Monate (mit einer 70-mg-

Durchstechflasche)

1. Bestimmen Sie die Initialdosis, die für den pädiatrischen Patienten verwendet wird, indem Sie

die KOF des Patienten (wie oben berechnet) und folgende Gleichung verwenden: KOF (m

) X 70

mg/m

= Initialdosis Die Maximaldosis am ersten Tag sollte 70 mg ungeachtet der für den

Patienten berechneten Dosis nicht überschreiten.

2. Bringen Sie die gekühlte Durchstechflasche Caspofungin Lorien auf Zimmertemperatur.

3. Geben Sie unter aseptischen Bedingungen 10,5 ml Wasser für Injektionszwecke zu.

Diese

Stammlösung kann bis zu 24 Stunden bei oder unter 25 °C aufbewahrt werden.

Die endgültige

Konzentration von Caspofungin in der Durchstechflasche beträgt dann 7,2 mg/ml.

1. Entnehmen Sie der Durchstechflasche das Volumen des Arzneimittels, das der berechneten

Initialdosis entspricht (Schritt 1).

Unter aseptischen Bedingungen wird dieses Volumen (ml)

des Caspofungin Lorien

Stammlösungs-Konzentrates in eine(n) Infusionsbeutel (oder –flasche) mit 250 ml 0,9%iger,

0,45%iger, oder 0,225%iger Natriumchloridlösung oder Ringer-Laktat-Lösung gegeben. Alternativ

kann dieses Volumen (ml)

des Caspofungin Lorien Stammlösungs-Konzentrates in ein reduziertes

Volumen von 0,9%iger, 0,45%iger, oder 0,225%iger Natriumchloridlösung oder Ringer-Laktat-

Lösung gegeben werden, wobei eine Endkonzentration von 0,5 mg/ml nicht überschritten werden

sollte.

Diese Infusionslösung muss innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden, wenn sie bei oder unter

25 °C aufbewahrt wird, oder innerhalb von 48 Stunden, wenn sie im Kühlschrank bei 2–8 °C

aufbewahrt wird.

Zubereitung der 50 mg/m

2

Infusion für pädiatrische Patienten >3 Monate (mit einer 70-mg-

Durchstechflasche)

1. Bestimmen Sie die tägliche Erhaltungsdosis, die für den pädiatrischen Patienten verwendet

wird, indem Sie die KOF des Patienten (wie oben berechnet) und folgende Gleichung verwenden:

KOF (m

) X 50 mg/m

= Erhaltungsdosis Die Erhaltungsdosis sollte 70 mg pro Tag ungeachtet der

für den Patienten berechneten Dosis nicht überschreiten.

2. Bringen Sie die gekühlte Durchstechflasche Caspofungin Lorien auf Zimmertemperatur.

3. Geben Sie unter aseptischen Bedingungen 10,5 ml Wasser für Injektionszwecke zu.

Diese

Stammlösung kann bis zu 24 Stunden bei oder unter 25 °C aufbewahrt werden.

Die endgültige

Konzentration von Caspofungin in der Durchstechflasche beträgt dann 7,2 mg/ml.

4. Entnehmen Sie der Durchstechflasche das Volumen des Arzneimittels, das der berechneten

täglichen Erhaltungsdosis entspricht (Schritt 1). Unter aseptischen Bedingungen wird dieses

Volumen (ml)

des Caspofungin Lorien Stammlösungs-Konzentrates in einen Infusionsbeutel (oder

– flasche) mit 250 ml 0,9%iger, 0,45%iger, oder 0,225%iger Natriumchloridlösung oder Ringer-

Laktat-Lösung gegeben. Alternativ kann dieses Volumen (ml)

des Caspofungin Lorien

Stammlösungs-Konzentrates in ein reduziertes Volumen von 0,9%iger, 0,45%iger, oder

0,225%iger Natriumchloridlösung oder Ringer-Laktat-Lösung gegeben werden, wobei eine

Endkonzentration von 0,5 mg/ml nicht überschritten werden sollte. Diese Infusionslösung muss

innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden, wenn sie bei oder unter 25 °C aufbewahrt wird, oder

innerhalb von 48 Stunden, wenn sie im Kühlschrank bei 2–8 °C aufbewahrt wird.

Hinweise zur Zubereitung:

a. Das weiße bis gebrochen-weiße, kompakte gefriergetrocknete Pulver löst sich völlig auf.

Vorsichtig so lange mischen, bis eine klare, farblose bis leicht gelbliche Lösung entsteht.

b. Die Stammlösung ist bei der Zubereitung und vor der Infusion auf sichtbare Partikel oder

Verfärbung zu prüfen. Sollte die Lösung trüb sein oder Ausfällungen aufweisen, darf sie nicht

verwendet werden.

c. Caspofungin Lorien ergibt normalerweise die gesamte angegebene Dosis (70 mg), wenn 10 ml

der Durchstechflasche entnommen werden.

Mosteller RD: Simplified Calculation of Body Surface Area. N Engl J Med 1987 Oct 22;317(17):

1098 (letter)

7.

INHABER DER ZULASSUNGEN

Laboratorios Lorien S.L

C/ Séneca 10, bajos 2ª

08006 Barcelona

Spanien

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Caspofungin Lorien 50 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

95866.00.00

Caspofungin Lorien 70 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

95867.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNGEN

17.11.2016

10.

STAND DER INFORMATION

Februar 2018

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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