Carvedilol Alternova 25 mg - Tabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

22-02-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

01-05-2020

Wirkstoff:
CARVEDILOL
Verfügbar ab:
Krka
ATC-Code:
C07AG02
INN (Internationale Bezeichnung):
CARVEDILOL
Einheiten im Paket:
14 Stück (Blister), Laufzeit: 24 Monate,28 Stück (Blister), Laufzeit: 24 Monate,30 Stück (Blister), Laufzeit: 24 Monate,50 Stück
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Therapiebereich:
Alpha- and beta blocking
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-25081
Berechtigungsdatum:
2003-10-10

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Carvedilol Alternova 25 mg - Tabletten

Wirkstoff: Carvedilol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben und darf nicht an Dritte weitergegeben

werden. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben

wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Carvedilol Alternova und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Carvedilol Alternova beachten?

Wie ist Carvedilol Alternova einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Carvedilol Alternova aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Carvedilol Alternova und wofür wird es angewendet?

Carvedilol, der Wirkstoff von Carvedilol Alternova, wirkt gleichzeitig gefäßerweiternd und

stressabschirmend auf das Herz. Dadurch senkt Carvedilol Alternova einen erhöhten Blutdruck,

entlastet das Herz und verbessert die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels (Verringerung von

Angina-pectoris-Anfällen). Bei Patienten mit Herzschwäche oder einer bestimmten Funktionsstörung

des Herzens (linksventrikuläre Dysfunktion) nach einem Herzinfarkt verbessert Carvedilol Alternova

die Herzleistung, wenn es zusätzlich zu anderen Medikamenten gegeben wird.

Anwendungsgebiete:

Bluthochdruck (essentielle Hypertonie),

belastungsabhängige Brustschmerzen infolge gestörter Durchblutung der Herzkranzgefäße

(chronisch-stabile Angina pectoris),

Herzschwäche aller Schweregrade (immer zusätzlich zu einer Behandlung mit anderen

Medikamenten) und

Funktionsstörung des Herzens (linksventrikuläre Dysfunktion) nach einem Herzinfarkt zusätzlich

zu einer Behandlung mit anderen Medikamenten.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Carvedilol Alternova beachten?

Carvedilol Alternova darf nicht eingenommen werden bei

wenn Sie allergisch gegen Carvedilol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind, sowie bei

bestimmten Herzrhythmusstörungen (Sick-Sinus-Syndrom, SA-Block, atrioventrikulärer (AV)-

Block 2. und 3. Grades), außer bei Patienten mit Herzschrittmacher;

zu niedrigem Blutdruck (systolischer Blutdruck unter 85 mmHg);

stark erniedrigtem Puls (unter 50 Schläge/Minute in Ruhe);

ungenügendem Ausgleich einer verminderten Herzleistung (instabile/dekompensierte

Herzinsuffizienz);

Herz-Kreislauf-Schock;

stoffwechselbedingter Störung des Säure-Basen-Gleichgewichts (metabolische Azidose);

einer bestimmten Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße (Prinzmetal-Angina);

Bluthochdruck in den Lungengefäßen und Vergrößerung der rechten Herzkammer aufgrund von

Lungenerkrankungen (pulmonale Hypertonie, Cor pulmonale);

Asthma bronchiale;

bestimmten mit Atemnot und Krampfzuständen der Bronchialmuskulatur einhergehenden

Lungenerkrankungen (chronisch-obstruktive Atemwegserkrankungen);

Lebererkrankung;

unbehandeltem Phäochromozytom (Tumor des Nebennierenmarks);

gleichzeitiger Einnahme bestimmter Medikamente zur Behandlung von Depressionen

(MAOHemmer, ausgenommen MAO-B-Hemmer);

gleichzeitiger intravenöser Gabe bestimmter Arzneimittel zur Behandlung von

Herzrhythmusstörungen (Verapamil und Diltiazem).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Carvedilol Alternova einnehmen.

Ihr Arzt wird Carvedilol Alternova mit besonderer Vorsicht einsetzen bei

Verschlechterung Ihres Zustandes (z. B. Atemnot, Wasseransammlung in den Beinen);

schweren Durchblutungsstörungen in den Gliedmaßen oder Raynaud-Krankheit (die Symptome

können sich verschlimmern, Gefäßkrämpfe im Bereich der Finger oder Zehen);

Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus);

schweren Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien);

gleichzeitiger Behandlung zur Schwächung einer allergischen Reaktionsbereitschaft (Hypo-

/Desensibilisierung);

deutlich gesenkter Herzschlagfolge (bei Pulsfrequenz unter 55 Schlägen/Minute informieren Sie

Ihren Arzt);

Schuppenflechte (Psoriasis), auch wenn diese früher oder bei Familienmitgliedern aufgetreten ist;

gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln zur Behandlung von Herzschwäche

(Digitalisglykoside) oder Herzrhythmusstörungen (z. B. Verapamil, Diltiazem);

labiler oder sekundärer Hypertonie;

niedrigem Blutdruck (orthostatischer Hypotonie);

akuter entzündlicher Herzerkrankung;

Verengung der Herzklappen oder des Ausflusstraktes;

peripherer arterieller Gefäßerkrankung im Endstadium;

gleichzeitiger Behandlung mit bestimmten anderen Blutdruck-senkenden Arzneimitteln (α1-

Rezeptor-Antagonisten oder α2-Rezeptor-Agonisten);

bestimmten Herzrhythmusstörungen (atrioventrikulärer (AV)-Block 1. Grades).

Informieren Sie bitte Ihren Arzt umgehend, wenn bei Ihnen diese Krankheiten oder Begleitumstände

vorliegen, da er dies vor bzw. während der Behandlung berücksichtigen muss.

Bevor Sie mit der Behandlung beginnen, informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie

an anderen Krankheiten oder an Allergien leiden oder gelitten haben,

noch andere Arzneimittel (auch rezeptfreie) einnehmen,

schwanger sind oder stillen.

Carvedilol Alternova darf bei Herzschwäche nur angewendet werden, wenn Dosiseinstellung und

regelmäßige Kontrollen durch einen kardiologisch erfahrenen Arzt erfolgen.

Bitte halten Sie die vom Arzt angeordneten Kontrolluntersuchungen ein.

Wenn Sie an einer chronischen Herzleistungsschwäche, an Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel leiden,

wenn Sie älter sind oder einen niedrigen Ausgangsblutdruck aufweisen, wird Ihr Arzt Sie nach Gabe

der ersten Dosis bzw. bei Dosissteigerung ca. 2 Stunden überwachen, da es zu einem verstärkten

Blutdruckabfall kommen kann.

Wenn es während der Behandlung zu Atemnot bei Belastung oder Ruhe kommt, die Beine

anschwellen, Sie nachts häufiger urinieren müssen, oder wenn Schwindelgefühl verbunden mit

niedrigem Puls auftritt, suchen Sie sofort Ihren Arzt auf.

Es wurde unter der Behandlung mit Carvedilol Alternova bei Patienten mit Herzleistungsschwäche,

die gleichzeitig an niedrigem Blutdruck, Durchblutungsstörung des Herzmuskels (ischämischer

Herzkrankheit), generalisierten Gefäßerkrankungen und/oder einer eingeschränkten Nierenleistung

leiden, eine Verschlechterung der Nierenfunktion beobachtet. Aus diesem Grund wird der Arzt bei

Patienten mit den oben genannten Erkrankungen während der Einstellung der Carvedilol Alternova-

Behandlung die Nierenfunktion regelmäßig kontrollieren. Bei Verschlechterung der Nierenfunktion

wird Ihr Arzt die Dosis reduzieren oder gegebenenfalls die Behandlung absetzen.

Die Behandlung mit Carvedilol Alternova darf nicht abrupt und nicht ohne vorherige Rücksprache mit

dem Arzt abgebrochen werden, da es zu Blutdruckerhöhung und verstärktem Auftreten von Angina-

pectoris- Anfällen kommen kann. Ihr Arzt wird, falls erforderlich, eine schrittweise Reduzierung der

Dosis über einen Zeitraum von 2 Wochen anordnen.

Sollten in bestimmten Fällen Clonidin-haltige Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, wird Ihr

Arzt Clonidin erst dann schrittweise absetzen, wenn einige Tage zuvor die Behandlung mit Carvedilol

Alternova beendet worden ist.

Wenn Sie wegen einer Funktionsstörung des Herzens nach einem Herzinfarkt (linksventrikuläre

Dysfunktion) mit Carvedilol Alternova behandelt werden, beachten Sie unbedingt die Anweisungen

Ihres Arztes auch hinsichtlich der Einnahme anderer Medikamente.

Wenn Sie Diabetiker sind und Carvedilol Alternova einnehmen, kann es zu einer Verschlechterung der

Blutzuckereinstellung kommen und Zeichen einer akuten Unterzuckerung können verschleiert oder

abgeschwächt werden. Aus diesem Grunde sollte sowohl eine sorgfältige ärztliche Überwachung als

auch eine Kontrolle der Blutzuckerwerte in kürzeren Abständen erfolgen.

Wenn Sie sich einer Operation unterziehen müssen, ist der Narkosearzt über die Einnahme von

Carvedilol Alternova zu informieren; er wird Sie während der Operation besonders sorgfältig

überwachen. Die Zeichen einer Schilddrüsenüberfunktion können unter Behandlung mit Carvedilol

Alternova verschleiert werden.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an einer bestimmten Atemwegserkrankung mit Neigung zu

Krampfzuständen der Bronchialmuskulatur leiden (chronisch obstruktive Lungenerkrankung), da es

unter der Behandlung mit Carvedilol Alternova zum Auftreten von Atemnot kommen kann.

Der Arzt entscheidet, ob eine Behandlung mit Carvedilol Alternova bei Patienten möglich ist, deren

Erkrankung der Atemwege nicht mit entsprechenden Medikamenten behandelt wird.

Bitte berücksichtigen Sie strengstens die Dosierungsempfehlungen Ihres Arztes. Wenn bei Ihnen unter

der Behandlung mit Carvedilol Alternova Anzeichen von Atemnot auftreten, benachrichtigen Sie

sofort einen Arzt.

Sehr seltene Fälle von schweren Hautreaktionen, wie z. B. toxische epidermale Nekrolyse (TEN), eine

schwere Arzneimittelnebenwirkung, bei der sich entzündliche Prozesse im Unterhautzellgewebe

bilden, und Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), eine infekt- oder arzneimittelallergisch bedingte

Hauterkrankung, wurden während der Behandlung mit Carvedilol berichtet. Carvedilol sollte bei

Patienten, die schwere Hautreaktionen haben, die möglicherweise Carvedilol zugeschrieben werden

können, dauerhaft abgesetzt werden.

Unter Carvedilol Alternova kann es zu einem verminderten Tränenfluss kommen. Wenn Sie

Kontaktlinsen tragen, sollten Sie dies beachten.

Die Anwendung von Carvedilol Alternova kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen

führen.

Einnahme von Carvedilol Alternova zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Die Wirkung bestimmter Arzneimittel kann durch Carvedilol Alternova verstärkt oder abgeschwächt

werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von folgenden Arzneimitteln kann es zu Wechselwirkungen kommen:

Digoxin und Digitoxin (Arzneimittel zur Anwendung bei Herzschwäche oder

Herzrhythmusstörungen).

Arzneimittel zur Behandlung eines erhöhten Blutzuckerspiegels (orale Antidiabetika) und Insulin:

Es wird empfohlen, verstärkte Kontrollen des Blutzuckerspiegels vorzunehmen.

Arzneimittel, die den Abbau des Wirkstoffes von Carvedilol Alternova fördern: Die Wirkung von

Carvedilol Alternova kann durch das Antibiotikum Rifampicin und gewisse Schlafmittel

(Barbiturate) herabgesetzt sein.

Cyclosporin (ein Arzneimittel, das bei Patienten nach einer Organtransplantation eingesetzt wird):

Ihr Arzt wird die Dosis dieses Arzneimittels unter Umständen herabsetzen.

Arzneimittel, die auf das Zentralnervensystem wirken, z. B. Beruhigungsmittel, Schlafmittel,

gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (z. B. tri- und tetrazyklische

Antidepressiva, Fluoxetin, Paroxetin, MAO-Hemmer) sowie Alkohol.

andere blutdrucksenkende Arzneimittel (z. B. Reserpin, Guanethidin, Alpha-Methyldopa,

Clonidin, Guanfacin, Alphablocker oder Nitropräparate) oder Arzneimittel mit Blutdrucksenkung

als Nebenwirkung.

Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (z. B. Kalziumkanal-Blocker vom

Verapamil- und Diltiazemtyp und/oder Amiodaron).

Dihydropyridine (Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck oder Angina pectoris).

Narkosemittel.

Arzneimittel mit Wirkung auf das vegetative Nervensystem (Parasympathomimetika,

Sympathomimetika).

Arzneimittel gegen Migräne (Ergotamin) und Asthma (Amino-, Theophyllin, Beta-Agonisten).

bestimmte schmerzstillende und entzündungshemmende Arzneimittel (nichtsteroidale

Antiphlogistika, Korticosteroide), bestimmte Hormonpräparate (Östrogenpräparate) und

bestimmte muskelerschlaffende Medikamente (curareartige Muskelrelaxantien).

Einnahme von Carvedilol Alternova zusammen mit Alkohol

Sie sollten den übermäßigen Genuss von Alkohol vermeiden, da Alkohol die Wirkung von Carvedilol

Alternova beeinflusst.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Für das ungeborene Kind besteht das Risiko einer Schädigung. Daher darf Carvedilol Alternova

während der Schwangerschaft nur dann eingenommen werden, wenn es der behandelnde Arzt für

unbedingt erforderlich hält.

Es ist nicht bekannt, ob Carvedilol Alternova in die Muttermilch übergeht. Carvedilol Alternova sollte

daher nicht während der Stillzeit eingenommen werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:

!

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt

werden. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, nach Erhöhung der Dosis, nach

Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Carvedilol Alternova enthält Lactose und Saccharose.

Dieses Arzneimittel enthält Lactose (Milchzucker) und Saccharose. Bitte nehmen Sie Carvedilol

Alternova daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter

einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

Wie ist Carvedilol Alternova einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosierung wird von Ihrem Arzt sorgfältig bestimmt. Beachten Sie daher bitte genau seine

Anweisungen. Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsrichtlinien:

Dosierung bei Bluthochdruck

An den ersten beiden Tagen nehmen Sie eine ½ Tablette Carvedilol Alternova 25 mg morgens ein.

Anschließend setzen Sie die Behandlung mit 1 ganzen Tablette Carvedilol Alternova 25 mg pro Tag

(morgens) fort. Diese Dosierung ist für die Mehrzahl der Patienten ausreichend.

Bei ungenügender Wirksamkeit kann Ihr Arzt nach frühestens 14 Tagen die Dosis auf höchstens 2

Tabletten Carvedilol Alternova 25 mg täglich (1 Tablette morgens und 1 Tablette abends) erhöhen.

Zur Behandlung des Bluthochdrucks dürfen Sie nie mehr als 1 Tablette Carvedilol Alternova 25 mg

auf einmal einnehmen. Außerdem dürfen Sie pro Tag nicht mehr als 2 Tabletten Carvedilol Alternova

25 mg einnehmen.

Dosierung bei chronisch-stabiler Angina pectoris

An den ersten beiden Tagen nehmen Sie eine ½ Tablette Carvedilol Alternova 25 mg morgens und

eine ½ Tablette Carvedilol Alternova 25 mg abends ein. Anschließend setzen Sie die Behandlung pro

Tag mit 1 ganzen Tablette Carvedilol Alternova 25 mg morgens und 1 ganzen Tablette Carvedilol

Alternova 25 mg abends fort. Diese Dosierung ist für die Mehrzahl der Patienten ausreichend.

Bei ungenügender Wirksamkeit kann Ihr Arzt die Dosis nach frühestens 14 Tagen auf höchstens 2

Tabletten Carvedilol Alternova 25 mg morgens und 2 Tabletten Carvedilol Alternova 25 mg abends

erhöhen.

Dosierung bei Herzschwäche

Die für Sie optimale Dosis zur Behandlung Ihrer Herzschwäche wird von Ihrem Arzt ermittelt. Ändern

Sie keinesfalls von sich aus die vom Arzt verschriebene Dosierung. Besonders zu Beginn der

Behandlung mit Carvedilol Alternova sind regelmäßige ärztliche Kontrollen erforderlich, um die für

Sie richtige Dosis zu finden.

Da die Behandlung mit kleinen Mengen begonnen werden muss, stehen 3 Tablettenstärken (Carvedilol

Alternova 6,25 mg, Carvedilol Alternova 12,5 mg, Carvedilol Alternova 25 mg) zur Verfügung.

Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsrichtlinien:

Zu Beginn der Behandlung nehmen Sie zunächst eine ½ Tablette Carvedilol Alternova 6,25 mg

morgens und eine ½ Tablette Carvedilol Alternova 6,25 mg abends ein.

Wenn Sie das Medikament vertragen, wird Ihr Arzt in etwa zweiwöchigen Abständen die Dosis von

Carvedilol Alternova auf die jeweils doppelte Menge erhöhen. Nach etwa 6 Wochen haben Sie die für

die Dauertherapie notwendige Dosierung erreicht. In den meisten Fällen ist dies 1 ganze Tablette

Carvedilol Alternova 25 mg morgens, und 1 ganze Tablette Carvedilol Alternova 25 mg abends.

Bitte achten Sie besonders zu Beginn der Behandlung darauf, ob bei Ihnen Kurzatmigkeit,

Herzklopfen beim Treppensteigen, Schwellung der Beine oder Schwindelgefühl auftreten. Suchen Sie

in diesem Fall Ihren Arzt auf.

Dosierung bei Funktionsstörungen des Herzens nach einem Herzinfarkt (linksventrikuläre

Dysfunktion)

Ihr Arzt wird für Sie individuell die Dosis von Carvedilol Alternova ermitteln und unter sorgfältiger

ärztlicher Überwachung die Dosiseinstellung vornehmen.

Die Behandlung mit Carvedilol Alternova kann im Krankenhaus oder nach Ihrem

Krankenhausaufenthalt begonnen werden. Voraussetzung für den Beginn der Behandlung ist, dass Ihr

Gesundheitszustand stabil ist, und Störungen des Wasser-Elektrolyt-Haushalts minimiert sind.

Die Behandlung mit Carvedilol Alternova wird zwischen dem Tag 3 und Tag 21 nach dem Herzinfarkt

begonnen. Vor Behandlungsbeginn mit Carvedilol Alternova wurden Ihnen über einen Zeitraum von

mindestens 48 Stunden andere Arzneimittel (ACE-Hemmer) verordnet, die Sie in gleichbleibender

Dosierung während mindestens der vorangegangenen 24 Stunden eingenommen haben.

Da die Behandlung mit kleinen Mengen begonnen werden muss, stehen 3 Tablettenstärken (Carvedilol

Alternova 6,25 mg, Carvedilol Alternova 12,5 mg, Carvedilol Alternova 25 mg) zur Verfügung.

Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsrichtlinien:

Zu Beginn wird als Dosis 1 Tablette Carvedilol Alternova 6,25 mg verordnet. Ihr Arzt wird Sie nach

Verabreichung der ersten Dosis für mindestens 3 Stunden unter genauer medizinischer Beobachtung

behalten.

Falls Sie die erste Dosis vertragen haben, kann die nachfolgende Dosierung auf 1 Tablette Carvedilol

Alternova 6,25 mg 2 x täglich erhöht werden; dieses Dosierungsschema wird für 3 bis 10 Tage

beibehalten.

Sollten während dieses Zeitraums Anzeichen von Unverträglichkeitsreaktionen auftreten, wird Ihr

Arzt die Dosis auf eine ½ Tablette Carvedilol Alternova 6,25 mg 2 x täglich herabsetzen, insbesondere

bei Auftreten einer Verlangsamung der Herztätigkeit (unter 50 Schläge/Minute), bei einem

systolischen Blutdruck von unter 80 mmHg oder bei einer ungenügenden Ausscheidung von

Flüssigkeit. Wird dieses Dosierungsschema nicht vertragen, wird Ihr Arzt die Behandlung beenden.

Wenn das Dosierungsschema vertragen wird, wird die Dosis nach 3 bis 10 Tagen wiederum auf 1

Tablette Carvedilol Alternova 6,25 mg 2 x täglich erhöht.

Wird diese Dosierung ebenfalls gut vertragen, wird die Dosis in Abständen von 3 bis 10 Tagen auf

eine ½ Tablette Carvedilol Alternova 25 mg 2 x täglich und dann bis auf 1 ganze Tablette Carvedilol

Alternova 25 mg 2 x täglich erhöht.

Als Erhaltungsdosis wird Ihr Arzt die von Ihnen maximal vertragene Dosis verordnen. Pro Tag

werden dies nicht mehr als 2 Tabletten Carvedilol Alternova 25 mg sein.

Dosierungen für spezielle Patientengruppen

Ältere Patienten (ab 65 Jahren)

Bluthochdruck: Bei älteren Patienten kann in manchen Fällen in der Langzeittherapie auch mit

einer täglichen Dosierung von einer ½ Tablette Carvedilol Alternova 25 mg eine ausreichende

Blutdrucksenkung erreicht werden.

Chronisch-stabile Angina pectoris: Bei älteren Patienten darf eine Dosierung von 2 x täglich 1

Tablette Carvedilol Alternova 25 mg (je 1 Tablette morgens und abends) nicht überschritten

werden.

Herzinsuffizienz: Eine individuelle Dosiseinstellung unter strenger ärztlicher Überwachung ist

notwendig.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Ihr Arzt wird für Sie die optimale Dosierung festlegen; diese wird sich im Normalfall von der

Dosierung für nierengesunde Patienten nicht unterscheiden.

Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion

Ihr Arzt wird für Sie eine niedrigere Dosierung festlegen.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Carvedilol Alternova bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre wird aufgrund

mangelnder Untersuchungen nicht empfohlen.

Wie nehmen Sie Carvedilol Alternova ein?

Die Tabletten können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Patienten mit

Herzschwäche sollten Carvedilol Alternova jedoch zusammen mit den Mahlzeiten einnehmen, damit

Carvedilol Alternova langsamer aufgenommen wird, und eine zu starke Blutdrucksenkung

(Schwindelgefühl) vermieden wird.

Bitte beachten Sie die Anweisungen Ihres Arztes. Schlucken Sie die Tablette unzerkaut mit

ausreichend Wasser oder einem anderen nicht alkoholischen Getränk.

Wenn Sie eine ½ Tablette einnehmen müssen, legen Sie die Tablette auf eine harte Unterlage.

Drücken Sie die Tablette mit beiden Daumen links und rechts der Bruchrille gegen diese Unterlage.

Dadurch erreichen Sie leicht die gewünschte Teilung.

Die Dauer der Behandlung wird vom Arzt festgelegt.

Wenn Sie eine größere Menge von Carvedilol Alternova eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Überdosierung kann es zu starkem Blutdruckabfall, verlangsamtem Puls, Herzleistungsschwäche,

Herz-Kreislauf-Schock und Herzstillstand kommen. Des Weiteren können Atembeschwerden,

Atemnot durch Verengung der Atemwege (Bronchospasmus), Erbrechen, Bewusstseinsstörungen und

Krampfanfälle auftreten. Wenn Sie eine größere Menge von Carvedilol Alternova - Tabletten

eingenommen haben als Sie sollten, verständigen Sie sofort einen Arzt.

Hinweis für das medizinische Fachpersonal

Informationen zur Überdosierung finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Carvedilol Alternova vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Nehmen Sie stattdessen einfach die folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Carvedilol Alternova abbrechen

Sie dürfen die Behandlung mit Carvedilol Alternova nicht plötzlich abbrechen, sondern müssen

unbedingt mit Ihrem Arzt vorher Rücksprache halten. Dies gilt vor allem für Patienten mit

Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen. Bei plötzlichem Abbrechen der Behandlung kann

es zu einem Blutdruckanstieg oder zu einem verstärkten Auftreten von Angina-pectoris-Anfällen

kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Die Häufigkeit der Nebenwirkungen ist nicht dosisabhängig, mit Ausnahme von Schwindel,

Sehstörungen und Verlangsamung der Herztätigkeit.

Nebenwirkungen, die unter der Behandlung mit Carvedilol Alternova

sehr häufig

auftreten (d.h. bei

mehr als 10 von 100 Patienten):

Schwindelgefühl, Benommenheit, Kopfschmerzen

Herzschwäche

niedriger Blutdruck

Schwächegefühl, Müdigkeit

Nebenwirkungen, die unter der Behandlung mit Carvedilol Alternova

häufig

auftreten (d.h. bei mehr

als 1 von 100 Patienten):

depressive Verstimmung, Depression

Verlangsamung der Herztätigkeit (Bradykardie, Sinusbradykardie); Ödeme:

Wasseransammlungen

im Gewebe an verschiedenen Stellen des Körpers, verbunden mit Schwellungen z. B. an

Knöcheln, Füßen oder Fingern, Schwellungen im Genitalbereich, Schwellungen der Beine,

Auftreten eines erhöhten zirkulierenden Blutvolumens (Hypervolämie) und

Flüssigkeitsüberlastung

Erhöhung des Blutdrucks, Blutdruckabfall beim Aufstehen, der zu Schwindel, Ohrensausen und

Ohnmacht führt (orthostatische Hypotonie), Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen

(Kältegefühl in den Extremitäten, periphere Gefäßerkrankung), Verstärkung der Beschwerden bei

Patienten mit Schaufensterkrankheit (Claudicatio intermittens) bzw. mit Raynaud-Syndrom

(anfallsweise Minderdurchblutung der Finger und Zehen, diese werden blass und kalt),

Durchblutungsstörungen der Hirnblutgefäße (zerebrovaskuläres Ereignis)

Atemnot, Asthmaanfälle (besonders bei dazu veranlagten Personen), Lungenödem

(Wasseransammlung in der Lunge)

Magen-Darm-Beschwerden verbunden mit Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen,

Verdauungsstörungen und Erbrechen

Blutarmut (Eine verminderte Anzahl roter Blutkörperchen kann zu Blässe, Schwäche und

Kurzatmigkeit führen.)

Gewichtszunahme und Erhöhung der Cholesterinwerte; Gicht; Zuckerkrankheit (Diabetes

mellitus) bzw. bei Patienten mit bereits bestehender Zuckerkrankheit: Erhöhung oder Absinken

des Blutzuckerspiegels und Verschlechterung der Blutzucker-Einstellung

Sehstörungen, Augenreizungen, verringerter Tränenfluss (trockene Augen)

Verschlechterung der Nierenfunktion (bis hin zum Nierenversagen) besonders bei Patienten mit

Gefäßerkrankungen und/oder eingeschränkter Nierenfunktion, Störung der Harnblasenentleerung

Erhöhung eines bestimmten Blutwertes, der die Nierenfunktion beschreibt (BUN-Wert)

Gliederschmerzen, Gelenkschmerzen (Arthralgie), Gelenkentzündungen (Arthritis)

Schmerzen, Grippe-ähnliche Symptome, Infektionen, Fieber, Wasseransammlung im Gewebe

Entzündung der Bronchien (Bronchitis), Lungenentzündung, Infektionen der oberen Atemwege,

Infektionen des Harntrakts

Nebenwirkungen, die

gelegentlich

auftreten (d.h. bei mehr als 1 von 1.000 Patienten):

Missempfindung wie Kribbeln oder Taubheit (Parästhesien), kurzfristiger Bewusstseinsverlust

Schlafstörungen

Verschlechterung einer bestehenden Herzschwäche (insbesondere bei Dosissteigerung), bestimmte

Herzrhythmusstörung (AV-Block), Angina pectoris (Schmerzen im Brustraum, die in die

Umgebung ausstrahlen können)

Verstopfung

Hautreaktionen (z. B. allergischer Hautausschlag, Entzündung der Haut, Nesselausschlag,

uckreiz), Knötchenflechte (Lichenplanus-ähnliche Reaktionen), Schuppenflechte (Psoriasis) oder

Schuppenflechten-ähnliche Hautausschläge (wenige Wochen bis zu Jahren nach

Behandlungsbeginn), Haarausfall (Alopezie)

Potenzstörungen

Nebenwirkungen, die

selten

auftreten (d.h. bei mehr als 1 von 10.000 Patienten):

verstopfte Nase

Mundtrockenheit

starke Verminderung der Blutplättchen, wodurch ein erhöhtes Risiko einer Blutung und Neigung

zu Blutergüssen besteht (Thrombozytopenie)

Appetitlosigkeit (Anorexie), Gewichtsverlust

Nebenwirkungen, die

sehr selten

auftreten (d.h. bei weniger als 1 von 10.000 Patienten):

Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)

Harninkontinenz (unwillkürlicher Harnabgang) bei Frauen (Diese Erscheinung bildet sich aber

nach Absetzen der Behandlung wieder zurück.)

allergische Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen)

Anstieg bestimmter Leberwerte im Blut (ALAT, ASAT und Gamma-GT)

schwere Hautreaktionen (akute entzündliche Erkrankungen der Haut oder Schleimhaut, Stevens-

Johnson-Syndrom, blasige Ablösung der Oberhaut)

Kopfschmerzen, Schwächegefühl und kurzfristiger Bewusstseinsverlust sind nicht dosisabhängig, für

gewöhnlich mild und treten vor allem zu Behandlungsbeginn auf.

Schwindelgefühl ist dosisabhängig, für gewöhnlich ebenfalls mild und tritt vor allem zu

Behandlungsbeginn auf.

Bei Patienten mit Herzleistungsschwäche kann es zu Beginn der Behandlung mit Carvedilol Alternova

und bei Dosissteigerung zu einer Verschlechterung der Herzschwäche oder zu einer

Flüssigkeitsansammlung kommen.

Es wurde unter der Behandlung mit Carvedilol Alternova bei Patienten mit Herzleistungsschwäche,

die gleichzeitig an niedrigem Blutdruck, Durchblutungsstörung des Herzmuskels (ischämischer

Herzkrankheit), generalisierten Gefäßerkrankungen und/oder einer eingeschränkten Nierenleistung

leiden, eine Verschlechterung der Nierenfunktion beobachtet.

Wie bei allen Arzneimitteln, die zur Gruppe der Betablocker gehören, kann unter der Behandlung mit

Carvedilol Alternova eine verborgene Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) auftreten bzw. eine schon

bestehende sich verschlechtern.

Wie auch bei anderen Betablockern können in seltenen Fällen Erscheinungen wie Verwirrtheit,

Alpträume, Sinnestäuschungen und Psychosen auftreten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Carvedilol Alternova aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

In der Originalverpackung aufbewahren.

Sie dürfen Carvedilol Alternova nach dem auf dem Umkarton und dem Behälter angegebenen

Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag dieses

Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Carvedilol Alternova enthält

Der Wirkstoff ist Carvedilol.

Die sonstigen Bestandteile sind Saccherose, Lactose-Monohydrat, Povidon K25, kolloidales

wasserfreies Siliciumdioxid, Crospovidon, Magnesiumstearat.

Wie Carvedilol Alternova aussieht und Inhalt der Packung

25 mg: runde, leicht gewölbte weiße Tabletten mit einer Bruchrille auf nur einer Seite.

Blisterpackungen und Plastikflaschen in den Packungsgrößen 10, 14, 25, 30, 50, 56, 60, 100 und 250.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

KRKA, d.d. Novo mesto

Šmarješka cesta 6

8501 Novo mesto

Slowenien

Hersteller

KRKA, d.d. Novo mesto

Šmarješka cesta 6

8501 Novo mesto

Slowenien

Z.Nr.: 1-25081

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2018.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Hinweis für den Arzt bei Überdosierung

Symptome einer Überdosierung

Bei Überdosierung kann es zu schwerer Hypotonie, Bradykardie, Herzinsuffizienz, kardiogenem

Schock und Herzstillstand kommen. Es können Atembeschwerden, Bronchospasmen, Erbrechen,

Bewusstseinsstörungen und generalisierte Krampfanfälle auftreten.

Therapie einer Überdosierung

Die Patienten sollten auf die oben beschriebenen Anzeichen und Symptome überwacht werden und

nach bestem Ermessen des behandelnden Arztes gemäß der Standardtherapie bei Überdosierung von

Betablockern behandelt werden (wie z. B. Atropin, Schrittmachertherapie, Glukagon,

Phosphodiesterase-Hemmer wie Amiodaron oder Milrinon, Beta-Sympathomimetika).

Hinweis:

Bei schweren Intoxikationen mit Schocksymptomatik ist die Therapie ausreichend lange

fortzusetzen, da mit einer Verlängerung der Eliminationshalbwertszeit und einer Rückverteilung von

Carvedilol aus tiefen Kompartimenten zu rechnen ist. Die Dauer der Behandlung hängt von der

Schwere der Überdosierung ab. Die Gegenmaßnahmen sollten daher bis zur Stabilisierung des

Patienten durchgeführt werden.

Carvedilol wird während der Dialyse nicht eliminiert, da der Wirkstoff, vermutlich aufgrund seiner

hohen Plasmaproteinbindung, nicht dialysierbar ist.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Carvedilol Alternova 6,25 mg - Tabletten

Carvedilol Alternova 12,5 mg - Tabletten

Carvedilol Alternova 25 mg - Tabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

6,25 mg:

Eine Tablette enthält 6,25 mg Carvedilol.

12,5 mg:

Eine Tablette enthält 12,5 mg Carvedilol.

25 mg:

Eine Tablette enthält 25 mg Carvedilol.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

6,25 mg Tablette

12,5 mg Tablette

25 mg Tablette

Lactose

68,64 mg

137,28 mg

80,75 mg

Saccharose

5 mg

10 mg

60 mg

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1

3.

DARREICHUNGSFORM

Tabletten

6,125 mg:

Ovale, beidseitig leicht gewölbte, weiße Tabletten, auf einer Seite mit S2 gekennzeichnet,

Bruchrille auf der anderen Seite.

12,5 mg:

Ovale, beidseitig leicht gewölbte, weiße Tabletten, auf einer Seite mit S3 gekennzeichnet,

Bruchrille auf der anderen Seite.

25 mg:

Runde, beidseitig leicht gewölbte, weiße Tabletten, an den Kanten abgeschrägt Bruchrille

auf einer Seite.

Die Tabletten können in gleiche Dosen geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Carvedilol Alternova 6,25 mg - Tabletten, Carvedilol Alternova 12,5 mg - Tabletten und Carvedilol

Alternova 25 mg -Tabletten:

Chronische Herzinsuffizienz

Wenn keine Kontraindikation vorliegt, ist Carvedilol bei allen Patienten mit stabiler symptomatischer

chronischer Herzinsuffizienz aller Schweregrade, ischämischen oder nichtischämischen Ursprungs,

zusätzlich zur konventionellen Basistherapie mit Diuretika und ACEHemmern, mit oder ohne

Digitalis, indiziert (siehe auch Abschnitt 4.4).

Linksventrikuläre Dysfunktion nach akutem Myokardinfarkt

Langzeitbehandlung einer linksventrikulären Dysfunktion nach akutem Myokardinfarkt

(linksventrikuläre Ejektionsfraktion [LVEF] ≤ 40 % oder Wandbewegungsindex ≤ 1,3 %) in

Kombination mit ACE-Hemmern und anderen Standardtherapien für Patienten nach einem

Myokardinfarkt, wenn keine Kontraindikation vorliegt.

Carvedilol Alternova 25 mg - Tabletten:

Zusätzlich zu den oben genannten Anwendungsgebieten:

essentielle Hypertonie

Chronisch-stabile Angina pectoris

Carvedilol Alternova wird angewendet bei Erwachsenen.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Essentielle Hypertonie

An den ersten beiden Tagen 1 x täglich 12,5 mg morgens. Anschließend 1 x täglich 25 mg morgens.

Diese Dosis ist für die Mehrzahl der Patienten ausreichend. Bei ungenügender Wirksamkeit kann die

Dosis nach frühestens 14 Tagen auf eine maximale Dosis von 2 x täglich 25 mg, erhöht werden. Eine

Einzeldosis von 25 mg bzw. eine Tagesdosis von 50 mg darf nicht überschritten werden.

Chronisch stabile Angina pectoris

An den ersten beiden Tagen 2 x täglich 12,5 mg. Anschließend 2 x täglich 25 mg. Diese Dosis ist für die

Mehrzahl der Patienten ausreichend. In einzelnen Fällen kann die Dosis bei ungenügender Wirksamkeit

nach frühestens 14 Tagen auf maximal 2 x täglich 50 mg erhöht werden.

Chronische Herzinsuffizienz

Die (Erhaltungs-)Dosis muss für jeden Patienten individuell unter strenger ärztlicher Überwachung

ermittelt werden. Die Behandlung darf nur begonnen werden, wenn die Patienten mit einer

konventionellen Basistherapie stabil eingestellt sind (siehe auch Abschnitt 4.4). Die Herzfrequenz sollte

über 60 Schläge/Minute, der systolische Blutdruck über 90 mmHg liegen (siehe auch Abschnitt 4.3). Die

Dosis von Carvedilol darf nur erhöht werden, wenn der klinische Zustand stabil ist. Vor allem während

der Therapieeinstellung müssen engmaschige ärztliche Untersuchungen erfolgen.

Die empfohlene Initialdosis beträgt 3,125 mg 2 x täglich über 14 Tage. Wenn diese Dosierung vertragen

wird, sollte die Dosis in mindestens 14-tägigen Intervallen auf 6,25 mg 2 x täglich, anschließend auf

12,5 mg 2 x täglich und schließlich auf 25 mg 2 x täglich gesteigert werden. Bei allen Patienten mit

schwerer chronischer Herzinsuffizienz und bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer chronischer

Herzinsuffizienz und mit einem Körpergewicht bis zu 85 kg beträgt die empfohlene Maximaldosis 25 mg

2 x täglich.

Nur bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer chronischer Herzinsuffizienz mit einem Körpergewicht

von über 85 kg kann unter intensiver Überwachung des Patienten nach weiteren 14 Tagen vorsichtig

versucht werden, die Dosierung auf maximal 50 mg 2 x täglich zu erhöhen.

Zur Erzielung des maximalen therapeutischen Effekts sollen die Patienten in der Dauertherapie mit der

jeweils höchsten verträglichen Dosis behandelt werden. Die minimal effektive Dosis beträgt 6,25 mg

Carvedilol 2 x täglich.

Vor jeder Dosissteigerung sind die Patienten im Hinblick auf Symptome einer sich verschlechternden

Herzinsuffizienz oder klinisch relevanter Nebenwirkungen, insbesondere einer übermäßigen

Vasodilatation (Blutdruckabfall, Schwindel) oder einer Bradykardie, zu untersuchen. Eine

Verschlechterung der Herzinsuffizienz oder Nebenwirkungen treten oft vorübergehend auf und sollten

wie folgt behandelt werden. Eine Verschlechterung der Herzinsuffizienz oder eine Flüssigkeitsretention

sollten durch Erhöhung der Diuretika-Dosis, durch eine vorübergehende Dosisreduktion von Carvedilol

oder, falls erforderlich, durch ein Absetzen von Carvedilol behandelt werden.

Symptome einer übermäßigen Vasodilatation sollen anfangs mit einer Diuretika-Dosisreduktion behandelt

werden. Wenn die Symptome persistieren, soll die Dosis des ACE-Hemmers reduziert werden, gefolgt

von einer Carvedilol-Dosisreduktion (siehe Abschnitt 4.4).

Unter diesen Umständen darf die Carvedilol-Dosis erst erhöht werden, wenn die durch die

Verschlechterung der Herzinsuffizienz oder Vasodilatation bedingten Symptome unter Kontrolle gebracht

worden sind.

Falls die Therapie mit Carvedilol länger als 1 Woche unterbrochen wurde, muss die Dosistitration von

neuem mit einer niedrigeren Dosierung 2 x täglich begonnen werden. Falls die Therapie mit Carvedilol

länger als 2 Wochen unterbrochen wurde, muss die Dosistitration von Neuem mit 3,125 mg 2 x täglich

begonnen werden; wie beschrieben, soll die Dosis in 2-wöchigen Abständen erhöht werden.

Linksventrikuläre Dysfunktion nach akutem Myokardinfarkt

Die Dosis muss für jeden Patienten individuell ermittelt und unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung

eingestellt werden.

Die Behandlung kann bei hospitalisierten und nicht-hospitalisierten Patienten begonnen werden, sofern

der Patient hämodynamisch stabil ist, und die Flüssigkeitsretention minimiert wurde.

Vor Behandlungsbeginn mit Carvedilol sollten hämodynamisch stabile Patienten über einen Zeitraum von

mindestens 48 Stunden einen ACE-Hemmer erhalten haben, in einer gleichbleibenden Dosierung

während mindestens der vorangegangenen 24 Stunden. Die Behandlung mit Carvedilol kann sodann

zwischen dem Tag 3 und Tag 21 nach dem Myokardinfarkt begonnen werden.

Die empfohlene Initialdosis von Carvedilol beträgt 6,25 mg. Die Patienten sollten für mindestens 3

Stunden nach Verabreichung der ersten Dosis unter genauer medizinischer Beobachtung bleiben (siehe

Abschnitt 4.4).

Falls der Patient die erste Dosis vertragen hat (z. B. Herzfrequenz > 50 Schläge/Minute, systolischer

Blutdruck > 80 mmHg, Fehlen von klinischen Zeichen einer Unverträglichkeit), kann die nachfolgende

Dosierung auf 6,25 mg 2 x täglich erhöht werden; dieses Dosierungsschema sollte für 3 bis 10 Tage

beibehalten werden.

Sollte der Patient während dieses Zeitraums Unverträglichkeitsreaktionen entwickeln, sollte die Dosis auf

3,125 mg 2 x täglich reduziert werden, insbesondere bei Auftreten von Bradykardie (< 50

Schläge/Minute), bei einem systolischen Blutdruck von < 80 mmHg oder bei Flüssigkeitsretention. Wird

dieses Dosierungsschema nicht vertragen, sollte die Behandlung beendet werden. Wenn das

Dosierungsschema vertragen wird, sollte die Dosis nach 3 bis 10 Tagen wiederum auf 6,25 mg 2 x täglich

erhöht werden.

Werden 6,25 mg Carvedilol 2 x täglich gut vertragen, sollte die Dosis in Abständen von 3 bis 10 Tagen

auf 12,5 mg 2 x täglich und dann bis auf 25 mg 2 x täglich erhöht werden. Als Erhaltungsdosis gilt jene

vom Patienten maximal vertragene Dosis. Unabhängig vom Gewicht des Patienten beträgt die empfohlene

Maximaldosis 25 mg 2 x täglich.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Ältere Patienten

Hypertonie: Bei älteren Patienten kann bei einer Dauertherapie in manchen Fällen auch mit einer

Dosierung von 1 x täglich 12,5 mg eine ausreichende Blutdrucksenkung erreicht werden.

Chronisch-stabile Angina pectoris: Bei älteren Patienten soll eine Dosierung von 2 x täglich 25 mg

nicht überschritten werden.

Herzinsuffizienz: Eine individuelle Dosiseinstellung unter strenger ärztlicher Überwachung ist

notwendig.

Patienten mit Niereninsuffizienz

Pharmakokinetische Daten und veröffentlichte Ergebnisse klinischer Studien von Patienten mit

unterschiedlichen Graden an Niereninsuffizienz (einschließlich Nierenversagen) gaben keine Hinweise

darauf, dass eine Dosisanpassung von Carvedilol bei Patienten mit mäßiger bis schwerer

Niereninsuffizienz erforderlich ist (siehe Abschnitt 5.2).

Patienten mit Leberinsuffizienz

Carvedilol ist kontraindiziert bei Patienten mit klinisch relevanten Leberfunktionsstörungen (siehe

Abschnitt 4.3 und 5.2).

Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion

Eine Dosisanpassung kann erforderlich sein.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Carvedilol bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht

erwiesen. Carvedilol wird deshalb für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht

empfohlen (siehe Abschnitt 5.2).

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Tabletten sind unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit einzunehmen. Die Einnahme kann unabhängig

von den Mahlzeiten erfolgen.

Patienten mit Herzinsuffizienz sollten Carvedilol jedoch zusammen mit den Mahlzeiten einnehmen, damit

Carvedilol langsamer resorbiert wird, und orthostatische Effekte verhindert werden.

Dauer der Anwendung

Die Therapie mit Carvedilol ist in der Regel eine Langzeittherapie. Sie sollte, wie bei allen β – Blockern,

nicht abrupt abgesetzt werden, sondern es empfiehlt sich, eine schrittweise Reduzierung der Dosis über

einen Zeitraum von 1 - 2 Wochen. Dies ist besonders bei Patienten mit gleichzeitig bestehender koronarer

Herzkrankheit zu beachten.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Erregungsbildungs- und -leitungsstörungen (Sick-Sinus-Syndrom, SA-Block, atrioventrikulärer

(AV) -Block 2. und 3. Grades), außer bei Patienten mit Schrittmacher

ausgeprägte Hypotonie (systolischer RR < 85 mmHg)

hochgradige Bradykardie (Herzfrequenz < 50 Schläge/min)

instabile/dekompensierte Herzinsuffizienz

kardiogener Schock

metabolische Azidose

Prinzmetal Angina

pulmonale Hypertonie, Cor pulmonale

Asthma bronchiale

Atemwegserkrankungen mit bronchospastischer Komponente in der Anamnese

(chronischobstruktive Atemwegserkrankungen)

klinisch manifeste Leberfunktionsstörung (siehe Abschnitt 5.2)

unbehandeltes Phäochromozytom

gleichzeitige Gabe von MAO-Hemmern (Ausnahme: MAO-B-Hemmer)

gleichzeitige intravenöse Gabe von Verapamil und Diltiazem (siehe Abschnitt 4.5)

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Chronische Herzinsuffizienz

Carvedilol darf bei chronischer Herzinsuffizienz nur angewendet werden, wenn Einstellung und

regelmäßige Kontrollen durch einen kardiologisch erfahrenen Arzt erfolgen.

Carvedilol soll grundsätzlich immer zusätzlich zu Diuretika, ACE-Hemmern und optional Digitalis

eingesetzt werden. Die Patienten sollten eine erniedrigte linksventrikuläre Ejektionsfraktion aufweisen.

Die Behandlung mit Carvedilol darf nur dann begonnen werden, wenn der Patient mit der konventionellen

Basis-Herzinsuffizienz-Therapie stabil eingestellt ist. Kardial dekompensierte Patienten müssen vorher

rekompensiert werden. Der Patient muss unter der etablierten Basistherapie vor Behandlungsbeginn mit

Carvedilol zumindest für 4 Wochen stabil gewesen sein (keine Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz,

keine Änderung der Basistherapie oder der NYHA-Klasse).

Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz NYHA ³≥ III, mit Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel, ältere

Patienten oder Patienten mit niedrigem Ausgangsblutdruck sind nach Gabe der ersten Dosis bzw. bei

Dosissteigerung ca. 2 Stunden zu überwachen, da es zu einer stärkeren Blutdrucksenkung kommen kann.

Bei Patienten unter Therapie mit Digitalisglykosiden ist Carvedilol mit Vorsicht anzuwenden, da sowohl

Digitalis als auch Carvedilol die AV-Überleitungszeit verlängern (siehe Abschnitt 4.5).

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz kann es in der Titrationsphase mit Carvedilol zu einer

Verschlechterung der Herzinsuffizienz oder einer Flüssigkeitsretention kommen. In diesen Fällen sollte

die Dosis des Diuretikums erhöht werden; die Carvediloldosis darf nicht weiter erhöht werden, bis der

Patient stabilisiert ist. Eine vorübergehende Dosisreduktion von Carvedilol oder, in seltenen Fällen, ein

vorübergehendes Absetzen von Carvedilol kann notwendig sein. Dies schließt jedoch eine nachfolgende

erfolgreiche Dosistitration mit Carvedilol nicht aus.

Bei herzinsuffizienten Patienten mit Hypotonie (systolischer Blutdruck < 100 mmHg), ischämischer

Herzkrankheit, generalisierten Gefäßerkrankungen und/oder bestehender Niereninsuffizienz wurde unter

Therapie mit Carvedilol eine reversible Verschlechterung der Nierenfunktion beobachtet. Daher ist bei

herzinsuffizienten Patienten mit den oben genannten Risikofaktoren die Nierenfunktion während der

Titrationsphase regelmäßig zu kontrollieren. Bei Verschlechterung der Nierenfunktion muss Carvedilol

abgesetzt oder die Dosis reduziert werden.

Linksventrikuläre Dysfunktion nach akutem Myokardinfarkt

Vor Behandlungsbeginn mit Carvedilol muss der Patient klinisch stabil sein; in einem Zeitraum von

mindestens 48 vorangegangenen Stunden sollte ein ACE-Hemmer verabreicht worden sein, wovon die

ACE-Hemmer-Dosis für mindestens 24 Stunden gleichbleibend gewesen sein sollte (siehe Abschnitt 4.2).

Symptome beim Absetzen der Behandlung

Zur Vermeidung eines Rebound-Effekts soll die Behandlung mit Carvedilol besonders bei Patienten mit

ischämischen Herzerkrankungen nicht abrupt beendet werden. Es wird eine schrittweise Dosisreduktion

über einen Zeitraum von 2 Wochen empfohlen.

Bei Beendigung einer Kombinationstherapie mit Clonidin ist zuerst Carvedilol und dann Clonidin

ausschleichend abzusetzen.

Bradykardie

Carvedilol kann eine Bradykardie verursachen. Im Vergleich zu anderen, insbesondere nichtselektiven

Beta-Rezeptorenblockern ist eine Bradykardie seltener zu erwarten. Bei Abfall der Herzfrequenz unter 55

Schläge/min ist die Dosis von Carvedilol zu reduzieren.

Periphere Gefäßkrankheit und Raynaud-Krankheit

Carvedilol sollte bei Patienten mit peripherer Gefäßkrankheit (z. B. der Raynaud-Krankheit) nur mit

Vorsicht angewendet werden, da Beta-Rezeptorenblocker Symptome von arteriellen

Durchblutungsstörungen auslösen oder verschlechtern können. Dieses Risiko ist aufgrund der

vasodilatierenden Wirkung von Carvedilol geringer. Dennoch empfiehlt sich eine genaue Überwachung.

Diabetes mellitus

Eine sorgfältige ärztliche Überwachung ist bei Diabetikern notwendig, da es zu einer Verschlechterung

der Blutzuckereinstellung kommen kann und frühe Warnzeichen bzw. Symptome einer akuten

Hypoglykämie maskiert oder abgeschwächt werden können.

Vor allem zu Beginn der Behandlung mit Carvedilol bzw. während der Titrationsphase sind die

Blutzuckerwerte in kürzeren Abschnitten zu kontrollieren, die blutzuckersenkende Therapie ist

gegebenenfalls anzupassen (siehe Abschnitt 4.5).

Hyperthyreose

Durch Beta-Rezeptorenblocker können die Zeichen einer Hyperthyreose maskiert werden.

Anästhesie und Operationen

Bei einer Narkose ist eine sorgfältige Überwachung der Vitalzeichen zu gewährleisten. Wird bei

Patienten, die unter Beta-Rezeptorenblockade stehen, eine Allgemeinnarkose durchgeführt, so ist ein

Narkosemittel mit möglichst geringer negativ inotroper Wirkung zu wählen.

Gleichzeitige Behandlung mit Kalzium-Kanal-Blocker

Während gleichzeitiger oraler Behandlung mit Kalzium-Antagonisten des Verapamil- oder Diltiazem-

Typs oder anderen Antiarrhythmika ist eine sorgfältige Überwachung des Blutdrucks und der

EKGFunktionen notwendig (siehe Abschnitt 4.5).

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)

Bei Patienten mit Neigung zu bronchospastischen Reaktionen kann es infolge einer möglichen Erhöhung

des Atemwegswiderstandes zu Dyspnoe kommen.

Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung mit Neigung zu bronchospastischen Reaktionen,

die keine entsprechende orale oder inhalative Medikation erhalten, dürfen nur nach strenger Nutzen-

Risiko-Abwägung und, wenn die zu erwartende Verbesserung das mögliche Risiko überwiegt, mit

Carvedilol behandelt werden.

Die Behandlung muss vorsichtig mit der kleinsten effektiven Dosis erfolgen, sodass die Hemmung von

endogenen oder exogenen Beta-Agonisten verringert ist. Die Patienten müssen zu Beginn der Behandlung

mit Carvedilol bzw. während der Titrationsphase engmaschig überwacht werden. Die

Dosierungsempfehlungen sind strengstens zu berücksichtigen und eine sofortige Dosisreduktion ist

vorzunehmen, sobald Anzeichen bronchospastischer Reaktionen während der Behandlung auftreten.

Kontaktlinsen

Beta-Rezeptorenblocker können zu einem verminderten Tränenfluss führen. Dies ist vor allem von

Kontaktlinsenträgern zu beachten.

Phäochromozytom

Patienten mit Phäochromozytom dürfen erst nach ausreichender Alpha-Blockade mit einem Betablocker

behandelt werden. Obwohl Carvedilol alpha- und betablockierende Eigenschaften besitzt, liegen zur

Anwendung bei Phäochromozytom keine Erfahrungen vor. Deshalb darf Carvedilol bei Verdacht auf

Phäochromozytom nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).

Prinzmetal Angina

Bei Patienten mit Prinzmetal Angina kann die Behandlung mit nicht-selektiven Beta-Blockern

Thoraxschmerzen hervorrufen. Carvedilol hat zwar alphablockierende Eigenschaften, die diesen

Symptomen vorbeugen können, es liegen aber zur Anwendung bei Prinzmetal Angina keine klinischen

Erfahrungen vor. Deshalb darf Carvedilol bei Verdacht auf Prinzmetal Angina nicht angewendet werden

(siehe Abschnitt 4.3).

Überempfindlichkeit

Bei Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Anamnese sowie bei Patienten unter

Hyposensibilisierungstherapie ist bei der Anwendung von betablockierenden Substanzen wegen der

Gefahr von überschießenden anaphylaktischen Reaktionen besondere Vorsicht geboten. Betablockierende

Substanzen können sowohl den Sensibilisierungsgrad gegenüber dem Allergen als auch den Schweregrad

von Überempfindlichkeitsreaktionen erhöhen.

Schwere Hautreaktionen

Sehr seltene Fälle von schweren Hautreaktionen, wie z. B. toxische epidermale Nekrolyse (TEN) und

Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), wurden während der Behandlung mit Carvedilol berichtet (siehe

Abschnitt 4.8). Carvedilol sollte bei Patienten, die schwere Hautreaktionen haben, die möglicherweise

Carvedilol zugeschrieben werden können, dauerhaft abgesetzt werden.

Psoriasis

Bei Patienten mit einer Psoriasis in der Eigen- oder Familienanamnese sollte die Verordnung von

Arzneimitteln mit betablockierenden Eigenschaften nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung

erfolgen.

Enzyminduktion bzw. -hemmung

Bei gleichzeitiger Anwendung von Rifampicin kommt es infolge einer Enzyminduktion zu einer

verminderten Wirkung von Carvedilol (siehe Abschnitt 4.5).

Patienten, bei denen eine verminderte Metabolisierung von Debrisoquin bekannt ist, sind während der

Einstellung verstärkt zu kontrollieren.

Weitere Warnhinweise

Wegen unzureichender klinischer Erfahrung sollte Carvedilol bei Patienten mit labiler oder sekundärer

Hypertonie, orthostatischer Hypotonie, akuter entzündlicher Herzerkrankung, hämodynamisch relevanter

Stenose der Herzklappen oder des Ausflusstraktes, peripherer arterieller Gefäßerkrankung im Endstadium

oder bei gleichzeitiger Behandlung mit einem α1-Rezeptor-Antagonisten oder α2-Rezeptor-Agonisten

nicht angewendet werden.

Aufgrund seiner negativ dromotropen Wirkung ist Carvedilol bei Patienten mit AV-Block 1. Grades mit

Vorsicht anzuwenden.

Lactose

Die Tabletten enthalten Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären GaLactose-Intoleranz, Lapp-

Laktase-Mangel oder Glukose-GaLactose-Malabsorption sollten Carvedilol Alternova - Tabletten nicht

einnehmen.

Saccharose

Die Tabletten enthalten Saccharose. Patienten mit der seltenen hereditären Fruktose-/GaLactose-

Intoleranz, einer Glukose-GaLactose-Malabsorption oder einer Saccharase-Isomaltase-Insuffizienz sollten

Carvedilol Alternova - Tabletten nicht einnehmen.

Die Anwendung von Carvedilol Alternova kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Pharmakokinetische Wechselwirkungen

Einfluss von Carvedilol auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel

Carvedilol gilt als Substrat und auch als Hemmstoff des P-Glykoproteins. Daher kann die

Bioverfügbarkeit von Substanzen, die durch das P-Glykoprotein transportiert werden, bei gemeinsamer

Verabreichung von Carvedilol erhöht sein. Zusätzlich kann die Bioverfügbarkeit von Carvedilol durch

Induktoren oder Inhibitoren des P-Glykoproteins verändert werden.

Digoxin

In einigen Studien wurde eine erhöhte Digoxin-Exposition auf bis zu 20 % bei gesunden Personen und

Patienten mit Herzinsuffizienz beobachtet. Die Auswirkungen bei männlichen Patienten waren signifikant

höher als bei weiblichen Patienten.

Eine Überwachung des Glykosid-Spiegels wird zu Beginn, bei Dosisänderung und am Ende der

Behandlung mit Carvedilol empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Carvedilol hat keinen Einfluss auf intravenös

verabreichtes Digoxin.

Cyclosporin

In zwei Studien mit Nieren- und Herztransplantationspatienten unter oraler Cyclosporin-Therapie konnte

gezeigt werden, dass die Cyclosporin-Plasmakonzentration nach Behandlungsbeginn mit Carvedilol

ansteigt. Carvedilol kann die Exposition von oral eingenommenen Cyclosporin um 10 -20 % erhöhen.

Bei etwa 30 % der Patienten musste die Dosis von Cyclosporin verringert werden, um den

therapeutischen Cyclosporin-Spiegel aufrecht zu erhalten; bei den verbleibenden Patienten war keine

Dosisanpassung notwendig. Der Mechanismus für die Wechselwirkung ist nicht bekannt, könnte aber mit

der Hemmung der Aktivität des intestinalen P-Glykoproteins durch Carvedilol zustandekommen. Für

Patienten unter Cyclosporin-Therapie war durchschnittlich eine Verringerung der Cyclosporin-Dosis um

etwa 20 % notwendig. Aufgrund der großen interindividuellen Variabilität in der erforderlichen

Dosisanpassung ist ein genaues Monitoring der Cyclosporin-Konzentration nach Behandlungsbeginn mit

Carvedilol und eine entsprechende Dosisanpassung von Cyclosporin erforderlich. Für den Fall, dass

Cyclosporin intravenös verabreicht wird, ist keine Interaktion mit Carvedilol zu erwarten.

Einfluss anderer Arzneimittel auf die Pharmakokinetik von Carvedilol

Inhibitoren wie auch Induktoren des CYP2D6- und CYP2C9-Isoenzyms können sowohl den

systemischen als auch den präsystemischen Metabolismus von Carvedilol stereoselektiv verändern,

sodass die Plasmakonzentration des R- und S-Isomers von Carvedilol vermindert oder erhöht sein kann

(siehe Abschnitt 5.2).

Einige Wechselwirkungen dieser Art, welche bei Patienten oder gesunden Personen beobachtet wurden,

sind wie folgt angeführt. Diese Liste erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Amiodaron

Eine In-vitro-Studie mit humanen Lebermikrosomen hat gezeigt, dass Amiodaron und Desethylamiodaron

die Oxidation von (R)- und (S)-Carvedilol hemmen. Der Talspiegel von (R)- und (S)-Carvedilol war bei

Patienten mit Herzinsuffizienz, die Carvedilol und Amiodaron zusammen eingenommen haben, im

Vergleich zu Patienten unter Carvedilol-Monotherapie signifikant um das 2,2-Fache erhöht. Die Wirkung

auf (S)-Carvedilol wurde Desethylamiodaron, einem Metaboliten von Amiodaron, zugeschrieben,

welcher ein starker Inhibitor von CYP2C9 ist. Eine Überwachung der β-Blockade bei Patienten, die

gleichzeitig mit Carvedilol und Amiodaron behandelt werden, wird empfohlen.

Rifampicin

In einer Studie mit 12 gesunden Probanden wurde beobachtet, dass sich die Exposition von Carvedilol bei

gleichzeitiger Gabe von Rifampicin um ungefähr 60 % senkt; weiters wurde eine verminderte Wirkung

von Carvedilol auf den systolischen Blutdruck beobachtet. Der Mechanismus der Wechselwirkung ist

nicht bekannt, könnte aber auf eine Induktion von intestinalem P-Glykoprotein durch Rifampicin

zurückzuführen sein. Eine engmaschige Überwachung der Betablockade ist bei Patienten, die gleichzeitig

Carvedilol und Rifampicin erhalten, erforderlich.

Fluoxetin und Paroxetin

In einer randomisierten Cross-Over-Studie bei 10 Patienten mit Herzinsuffizienz führte die zusätzliche

Verabreichung von Fluoxetin, ein starker CYP2D6-Inhibitor, zu einer stereoselektiven Hemmung des

Carvedilol-Metabolismus, verbunden mit einem 77 %igen Anstieg der durchschnittlichen AUC des R(+)-

Enantiomers und einer statistisch nicht-signifikanten Erhöhung des mittleren AUC des (S)- Enantiomers

von 35 % im Vergleich zur Placebogruppe. In beiden Behandlungsgruppen wurden keine Unterschiede

bezüglich Nebenwirkungen, Blutdruck und Pulsfrequenz beobachtet. Die Wirkung einer Einzeldosis

Paroxetin, einem starken CYP2D6-Inhibitor, auf die Pharmakokinetik von Carvedilol wurde bei 12

Probanden nach einmaliger oraler Verabreichung untersucht. Trotz einem signifikanten Anstieg der

Verfügbarkeit von (R)- und (S)-Carvedilol, wurden bei den Probanden keine klinischen Effekte

beobachtet.

Pharmakodynamische Wechselwirkungen

Insulin und orale Antidiabetika

Substanzen mit betablockierender Wirkung können den blutzuckersenkenden Effekt von Insulin und

oralen Antidiabetika verstärken. Es kann zu einer Maskierung oder Abschwächung der hypoglykämischen

Symptome (insbesondere Tachykardie) kommen. Daher ist eine sorgfältige Überwachung des

Blutzuckerspiegels bei Patienten, die Insulin oder orale Antidiabetika nehmen, erforderlich.

Katecholamin-beeinflussende Substanzen

Bei gleichzeitiger Anwendung von Beta-Blockern und Katecholamin beeinflussenden Substanzen, wie z.

B. Reserpin, Guanethidin, Alpha-Methyldopa, Clonidin, Guanfacin oder MAO-Hemmern, kann

Hypotonie und/oder schwere Bradykardie auftreten. Eine sorgfältige Überwachung des Patienten ist daher

erforderlich. Carvedilol darf nicht gleichzeitig mit MAO-Hemmern gegeben werden – mit Ausnahme von

MAO-B-Hemmern (siehe Abschnitt 4.3).

Digoxin

Die gleichzeitige Verabreichung von Betablockern und Digoxin kann zu einer zusätzlichen Verlängerung

der AV-Überleitungszeit führen.

Nicht-dihydropyridine Kalziumkanalblocker, Amiodaron oder andere Antiarrhythmika

Die gleichzeitige Anwendung mit Carvedilol kann das Risiko von AV-Überleitungsstörungen erhöhen.

Vereinzelte Fälle von Erregungsleitungsstörungen (selten mit einer Störung der Hämodynamik) wurden

bei gleichzeitiger Anwendung von Carvedilol und Diltiazem beobachtet. Wie bei anderen Beta-Blockern

müssen das EKG und der Blutdruck engmaschig überwacht werden, wenn Carvedilol und oral

einzunehmende nicht-dihydropyridine Kalziumkanalblocker vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ,

Amiodaron oder andere Antiarrhythmika gleichzeitig oral angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3 und

4.4).

Die gleichzeitige Anwendung von Dihydropyridinen und Carvedilol sollte unter engmaschiger

Überwachung erfolgen, da über Herzinsuffizienz und schwere Hypotonie berichtet wurde.

Nichtsteroidale Antiphlogistika (NSARs)

Die gleichzeitige Verabreichung von NSARs und Betablockern kann zu einem Blutdruckanstieg und einer

Beeinträchtigung der Blutdruckkontrolle führen.

Beta-agonistische Bronchodilatatoren

Nicht-kardioselektive Betablocker wirken der bronchodilatorischen Wirkung von Beta-Agonisten

entgegen. Eine sorgfältige Überwachung der Patienten ist erforderlich.

Clonidin

Die gleichzeitige Anwendung von Clonidin und Arzneimitteln mit betablockierender Wirkung kann zu

einer Verstärkung des Blutdruck- und Herzfrequenz-senkenden Effekts führen. Bei Beendigung einer

Kombinationstherapie von Arzneimitteln mit betablockierender Wirkung und Clonidin ist zuerst das

Arzneimittel mit betablockierender Wirkung abzusetzen. Mehrere Tage später kann die Clonidin-

Therapie durch eine schrittweise Dosisverringerung beendet werden. Wenn nicht einige Tage zuvor

Carvedilol ausschleichend abgesetzt wurde, kann es beim Absetzen von Clonidin zu einer hypertensiven

Krise kommen (siehe Abschnitt 4.4).

Anästhetika und Narkotika

Bei einer Narkose können sich der negativ inotrope Effekt und die blutdrucksenkende Wirkung von

Carvedilol und einigen Anästhetika und Narkotika addieren, wodurch die Gefahr einer Kardiodepression

erhöht ist. Daher ist eine sorgfältige Überwachung der Vitalzeichen erforderlich (siehe Abschnitt 4.4).

ZNS-wirksame Arzneimittel (wie z. B. Hypnotika, Tranquilizer, tri- und tetrazyklische Antidepressiva)

und Alkohol, gemeinsam mit Carvedilol verabreicht, können zu einer gegenseitigen Wirkungsverstärkung

führen.

Antihypertensiva

Wie andere Arzneimittel mit betablockierender Wirkung kann Carvedilol eine Wirkungsverstärkung auf

andere Arzneimittel mit antihypertensiver Wirkung (z. B. α1-Rezeptor-Antagonisten) oder Arzneimittel

mit Hypotonie im Nebenwirkungsprofil haben.

Weitere Wechselwirkungen können auftreten mit:

Sympathomimetika mit alpha- und betamimetischer Wirkung: alphamimetische Wirkung mit

Gefahr einer Hypertonie, exzessiver Bradykardie bis eventuellem Herzstillstand

Betasympathomimetika: Antagonisierung der betablockierenden Wirkung

Parasympathomimetika: Hypotonie, Bradykardie bis zum Herzversagen

Ergotamin: Die vasokonstriktorische Wirkung von Ergotamin ist zu beachten.

Korticosteroiden und Östrogenpräparaten: Wirkstoffe dieser Substanzklassen können die

antihypertensive Wirkung von Carvedilol einschränken.

Xanthinhaltigen Präparaten (Aminophyllin, Theophyllin): gegenseitige Wirkungseinschränkung

Curareartigen Muskelrelaxantien: verstärkte neuromuskuläre Blockade

Barbituraten: Eine verminderte Wirkung von Carvedilol (durch Enzyminduktion) ist möglich.

Nitrate: verstärkte Blutdrucksenkung

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es gibt keine ausreichende klinische Erfahrung über die Anwendung von Carvedilol an Schwangeren.

Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Das

potentielle Risiko für die Anwendung am Menschen ist unbekannt.

Carvedilol darf in der Schwangerschaft nur dann angewendet werden, wenn der potentielle Nutzen das

potentielle Risiko überwiegt.

Betablocker vermindern die Plazentaperfusion. In der Folge kann es zu intrauterinem Fruchttod, zu einer

Fehl- oder Frühgeburt kommen. Außerdem können sowohl beim Föten als auch beim Neugeborenen

unerwünschte Wirkungen (insbesondere Hypoglykämie und Bradykardie) auftreten. In der postnatalen

Phase besteht für das Neugeborene ein erhöhtes Risiko für kardiale und pulmonale Komplikationen.

Tierexperimentelle Studien erbrachten keinen wesentlichen Hinweis für eine teratogene Wirkung von

Carvedilol (siehe Abschnitt 5.3).

Die Behandlung sollte 2-3 Tage vor dem erwarteten Geburtstermin beendet werden. Ist dies nicht

möglich, so muss das Neugeborene für die ersten 2-3 Lebenstage überwacht werden.

Stillzeit

Tierexperimentelle Studien zeigten, dass Carvedilol und/oder seine Metaboliten in die Muttermilch von

Ratten übertreten. Es ist nicht erwiesen, ob Carvedilol in die Muttermilch des Menschen übertritt. Da aber

die meisten Betablocker, besonders lipophile Verbindungen, in unterschiedlichem Ausmaß in die

Muttermilch des Menschen übertreten, wird vom Stillen während der Einnahme von Carvedilol abgeraten.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen durchgeführt.

Durch individuell unterschiedlich auftretende Reaktionen (z. B. Schwindel, Müdigkeit) kann die Fähigkeit

zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies

gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, nach Erhöhung der Dosis, nach Präparatewechsel sowie

im Zusammenwirken mit Alkohol.

4.8

Nebenwirkungen

(1) Zusammenfassung des Nebenwirkungsprofils

Die Häufigkeit des Auftretens von Nebenwirkungen ist nicht dosisabhängig, mit der Ausnahme von

Schwindelgefühl, Sehstörungen und Bradykardie.

Diese Nebenwirkungen wurden vor allem im Zusammenhang mit Dosissteigerungen bei Patienten mit

chronischer Herzinsuffizienz beobachtet und sind meist vorübergehender Natur.

(2) Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Das Risiko des Auftretens von Nebenwirkungen in Zusammenhang mit der Anwendung von Carvedilol

ist für alle Indikationen ähnlich.

Ausnahmen sind unter (3) Beschreibung spezieller Nebenwirkungen gelistet.

Zur Klassifizierung der Häufigkeit von Nebenwirkungen werden die folgenden Kategorien benutzt:

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100, < 1/10)

Gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100)

Selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000)

Sehr selten (< 1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

In Tabelle 1 sind die Nebenwirkungen zusammengefasst, über die im Zusammenhang mit der

Anwendung von Carvedilol in zulassungsrelevanten Studien und nach der Markteinführung berichtet

wurde.

Tabelle 1

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig

Schwindelgefühl, Benommenheit, Kopfschmerzen, Müdigkeit

Gelegentlich

Parästhesien, Synkopen (einschließlich Präsynkopen)

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig

depressive Verstimmung, Depression

Gelegentlich

Schlafstörungen

Herzerkrankungen

Sehr häufig

Herzinsuffizienz

Häufig

Bradykardie, Sinusbradykardie, Ödeme (generalisierte, periphere und

genitale Ödeme, Beinödeme, Hypervolämie und Flüssigkeitsüberlastung)

Gelegentlich

Verschlechterung einer bestehenden Herzinsuffizienz (insbesondere bei

Dosissteigerung), AV-Block, Angina pectoris mit Thoraxschmerz

Gefäßerkrankungen

Sehr häufig

Hypotonie

Häufig

Hypertonie, orthostatische Hypotonie, periphere Durchblutungsstörungen

(Kältegefühl in den Extremitäten, periphere Gefäßerkrankungen),

Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit Claudicatio intermittens

bzw. Raynaud-Syndrom, zerebrovaskuläre Ereignisse

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig

Dyspnoe, pulmonale Ödeme, asthmatische Anfälle (besonders bei

prädisponierten Patienten)

Selten

verstopfte Nase

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig

gastrointestinale Beschwerden mit Symptomen wie Nausea, Diarrhoe,

Bauchschmerzen, Erbrechen, Dyspepsie

Gelegentlich

Obstipation

Selten

Mundtrockenheit

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Häufig

Anämie

Selten

Thrombozytopenie

Sehr selten

Leukopenie

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig

Gewichtszunahme und Hypercholesterinämie; Hyperglykämie,

Hypoglykämie und Verschlechterung der Blut-Glukose-Einstellung bei

Patienten mit bereits bestehendem Diabetes mellitus (siehe Abschnitt 4.4),

Diabetes mellitus, Gicht

Selten

Anorexie, Gewichtsverlust

Augenerkrankungen

Häufig

Sehstörungen, Augenreizungen, verringerter Tränenfluss (trockene Augen)

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig

Verschlechterung der Nierenfunktion (bis hin zum Nierenversagen)

besonders bei Patienten mit diffusen vaskulären Erkrankungen und/oder

eingeschränkter Nierenfunktion (siehe Abschnitt 4.4), Erhöhung von BUN,

Miktionsstörungen Sehr selten Harninkontinenz bei Frauen (nach Absetzen

des Arzneimittels reversibel)

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten

allergische Reaktionen (Hypersensitivitätsreaktionen)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich

Hautreaktionen (z. B. allergisches Exanthem, Dermatitis, Urticaria,

Pruritus), lichenplanusähnliche Reaktionen, Psoriasis oder psoriasiforme

Exantheme (wenige Wochen bis zu Jahren nach Behandlungsbeginn),

Sehr selten

Alopezie schwere Hautreaktionen (z. B. Erythema multiforme, Steven-

Johnson Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse)

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich

erektile Dysfunktion

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Häufig

Bronchitis, Pneumonie, Infektionen des oberen Respirationstrakts,

Infektionen des Harntrakts

Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr selten

Anstieg der Serumtransaminasen (ALAT, ASAT und Gamma-GT)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig

Asthenie (Müdigkeit)

Häufig

Schmerzen, Infektionen, Fieber, Grippe-ähnliche Symptome, Ödeme

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig

Gliederschmerzen, Arthralgie, Arthritis

(3) Beschreibung spezieller Nebenwirkungen

Schwindel, Synkope, Kopfschmerzen und Asthenie sind für gewöhnlich mild und treten vor allem zu

Behandlungsbeginn auf.

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz kann es in der Titrationsphase mit Carvedilol zu einer

Verschlechterung der Herzinsuffizienz oder einer Flüssigkeitsretention kommen (siehe Abschnitt

4.4).Herzinsuffizienz ist eine häufig berichtete Nebenwirkung, sowohl bei mit Placebo behandelten,

wie auch bei mit Carvedilol behandelten Patienten (14,5 % bzw. 15,4 % bei Patienten mit

linksventrikulärer Dysfunktion nach akutem Myokardinfarkt).

Bei herzinsuffizienten Patienten mit Hypotonie (systolischer Blutdruck < 100 mmHg), ischämischer

Herzkrankheit, generalisierten Gefäßerkrankungen und/oder bestehender Niereninsuffizienz wurde

unter Therapie mit Carvedilol eine reversible Verschlechterung der Nierenfunktion beobachtet (siehe

Abschnitt 4.4).

Klasseneffekt

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Aufgrund der betablockierenden Eigenschaften kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein latenter

Diabetes mellitus sich manifestiert bzw. ein schon bestehender Diabetes sich verschlechtert und die

Blutzuckergegenregulation gehemmt wird.

Psychiatrische Erkrankungen

Wie auch bei anderen Betablockern können in seltenen Fällen Erscheinungen wie Verwirrtheit,

Alpträume, Halluzinationen und Psychosen auftreten.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über

das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Österreich

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

AT-1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Symptome einer Überdosierung

Bei Überdosierung kann es zu schwerer Hypotonie, Bradykardie, Herzinsuffizienz, kardiogenem Schock

und Herzstillstand kommen. Es können Atembeschwerden, Bronchospasmen, Erbrechen,

Bewusstseinsstörungen und generalisierte Krampfanfälle auftreten.

Therapie einer Überdosierung

Die Patienten sollten auf die oben beschriebenen Anzeichen und Symptome überwacht werden und nach

bestem Ermessen des behandelnden Arztes gemäß der Standardtherapie bei Überdosierung von

Betablockern behandelt werden (wie z. B. Atropin, Schrittmachertherapie, Glukagon, Phosphodiesterase-

Hemmer wie Amiodaron oder Milrinon, Beta-Sympathomimetika).

Hinweis: Bei schweren Intoxikationen mit Schocksymptomatik ist die Therapie ausreichend lange

fortzusetzen, da mit einer Verlängerung der Eliminationshalbwertszeit und einer Rückverteilung von

Carvedilol aus tiefen Kompartimenten zu rechnen ist. Die Dauer der Behandlung hängt von der Schwere

der Überdosierung ab. Die Gegenmaßnahmen sollten daher bis zur Stabilisierung des Patienten

durchgeführt werden.

Carvedilol wird während der Dialyse nicht eliminiert, da der Wirkstoff, vermutlich aufgrund seiner hohen

Plasmaproteinbindung, nicht dialysierbar ist.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Alpha- und Beta-Adrenorezeptor-Antagonisten, ATC-Code:

C07AG02

Carvedilol ist ein Racemat aus den zwei Stereoisomeren R(+) und S(-), das im therapeutischen

Dosisbereich gleichzeitig alpha- und betablockierende Eigenschaften besitzt.

Beide Enantiomere bewirken durch eine Blockade der Alpha-Adrenorezeptoren eine Vasodilatation.

In präklinischen Untersuchungen wurde eine schwache Kalziumkanalblockade nachgewiesen.

Das S(-)-Enantiomer hemmt kompetitiv und nicht selektiv Beta-Adrenorezeptoren. Daher wirkt es

negativ chrono-, dromo-, bathmo- und inotrop auf das Herz. Es hat keine sympathomimetische

Eigenwirkung und ähnlich wie Propranolol eine schwache membranstabilisierende Wirkung. Das

Renin-Angiotensin-Aldosteron-System wird gehemmt und die Aktivität von Plasmarenin vermindert.

Weiters wurde im Tiermodell und in klinischen Studien eine antioxidative und antiproliferative

Wirkung nachgewiesen.

Carvedilol reduziert durch selektive Blockade der α1-Adrenorezeptoren den peripheren vaskulären

Widerstand. Es mindert eine durch Phenylephrin (ein α1-Adrenorezeptor-Agonist), aber nicht eine von

Angiotensin II hervorgerufene Blutdruckerhöhung.

Periphere Durchblutungsstörungen, wie häufig durch andere Substanzen mit betablockierender

Wirkung verursacht, werden unter Carvedilol nur selten beobachtet.

Unter Therapie mit Carvedilol bleibt ein normales Verhältnis zwischen HDL- und LDL-Cholesterin

erhalten. Bei Hypertonikern mit Dyslipidämien wurde ein günstiger Einfluss auf das Lipidprofil

nachgewiesen.

Klinische Studien zeigten, dass das ausgewogene Verhältnis von Betablockade und Vasodilatation

durch Carvedilol zu folgenden Effekten führt:

Hypertonie

Carvedilol senkt den Blutdruck aufgrund einer Kombination aus β-Blockade und α1-modulierter

Vasodilatation. Bei hypertonen Patienten wird die Blutdrucksenkung nicht wie bei reinen

Betablockern von einer Erhöhung des totalen peripheren Widerstandes begleitet. Die

Herzfrequenz wird mäßiggradig gesenkt. Der renale Blutfluss und die Nierenfunktion bleiben

erhalten. Bei Langzeittherapie führt Carvedilol zu einer Regression der linksventrikulären

Hypertrophie.

Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit wirkt Carvedilol antiischämisch und antianginös. Diese

Wirkungen bleiben auch in der Langzeittherapie bestehen. Studien zur hämodynamischen

Akutwirkung zeigten, dass Carvedilol den Sauerstoffverbrauch am Herzen vermindert und die

Sympathikusaktivität herabsetzt; ebenfalls kommt es zu einer Verringerung der ventrikulären Vor

und Nachlast.

Bei Patienten mit linksventrikulärer Dysfunktion bzw. Patienten mit Herzinsuffizienz bewirkt

Carvedilol eine günstige Beeinflussung der Hämodynamik mit Verminderung des

linksventrikulären Füllungsdrucks, Zunahme der linksventrikulären Ejektionsfraktion und

Verringerung der Herzgröße.

In einer doppelblinden placebokontrollierten multizentrischen Mortalitätsstudie (COPERNICUS),

wurde 2.289 Patienten mit schwerer stabiler chronischer Herzinsuffizienz ischämischen oder nicht

ischämischen Ursprungs, welche bereits eine optimierte Standardtherapie (z. B. mit Diuretika, ACE-

Hemmern, gegebenenfalls Digitalis und/oder Vasodilatatoren) erhielten, randomisiert entweder

Carvedilol (1.156 Patienten) oder Placebo (1.133 Patienten) verabreicht. Die Patienten litten an einer

linksventrikulären systolischen Dysfunktion mit einer mittleren Ejektionsfraktion von < 20 %. Die

Gesamtmortalität bezogen auf 1 Jahr lag in der Carvedilolgruppe mit 12,8 % um 35 % niedriger als

in der Placebogruppe mit 19,7 % (p = 0,00013). Der Vorteil in Bezug auf das Überleben von

Patienten war unter Carvediloltherapie innerhalb aller untersuchter Subpopulationen, wie z. B.

Hochrisikopatienten (EF < 20 %, häufige Rehospitalisierung), konsistent. Am plötzlichen Herztod

sind in der Carvedilolgruppe 41 % Patienten weniger (4,2 % versus 7,8 %) verstorben als in der

Placebogruppe.

Die kombinierten sekundären Endpunkte Mortalität oder Hospitalisierung aufgrund von

Herzinsuffizienz, Mortalität oder kardiovaskuläre Hospitalisierung und Mortalität oder

Hospitalisierung gleich welcher Ursache lagen in der Carvedilolgruppe signifikant niedriger als in der

Placebogruppe (Reduktion um jeweils 31 %, 27 % bzw. 24 %, alle p < 0,00004).

Die Inzidenz schwerer Nebenwirkungen während der Studie war in der Carvedilolgruppe geringer als

in der Placebogruppe (39,0 % versus 45,4 %). Auch in der Titrationsphase fand sich in der

Carvedilolgruppe keine häufigere Inzidenz der Verschlechterung der Herzinsuffizienz im Vergleich

zur Placebogruppe. Im gesamten Studienverlauf fand sich in der Carvedilolgruppe eine geringere Rate

an Patienten mit einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz (14,6 % versus 21,6 %). Die Mehrzahl

der Patienten in der Carvedilolgruppe (69,3 %) erreichte die Zieldosierung von 2 x 25 mg täglich.

In einer doppelblinden placebokontrollierten Studie (CAPRICORN) an 1.959 Patienten mit einem

kürzlich erlittenen Myokardinfarkt und einer linksventrikulären Ejektionsfraktion von ≤ 40 % oder

einem Wandbewegungsindex ≤ 1,3 % (mit oder ohne symptomatischer Herzinsuffizienz) reduzierte

Carvedilol die Gesamtmortalität im Vergleich zu Placebo um 23 % (p = 0,031) signifikant, die

Gesamtmortalität oder nicht-tödlich verlaufende Myokardinfarkte um 29 % (p = 0,002), die Mortalität

aufgrund kardiovaskulärer Ereignisse um 25 % (p = 0,024) und die Hospitalisierung aufgrund von

nicht-tödlichen Myokardinfarkten um 41 % (p = 0,014). Zusätzlich zeigte eine Post-hoc-Analyse, dass

Carvedilol die Mortalität und die Hospitalisierung aufgrund schwerer kardiovaskulärer Ereignisse um

17 % (p = 0,019) signifikant reduzierte.

Beim kombinierten primären Endpunkt, nämlich Gesamtmortalität oder Hospitalisierung aufgrund

kardiovaskulärer Ereignisse, konnte allerdings keine statistisch signifikante Reduktion (8 %

Reduktion vs. Placebo, p = 0,297) gefunden werden.

Diabetes mellitus

Betablocker können die Insulinresistenz erhöhen und Symptome einer Hypoglykämie maskieren.

Allerdings haben zahlreiche Studien nachgewiesen, dass sich gefäßerweiternde ß-Blocker, wie

Carvedilol, günstiger auf die Glukose- und Lipidprofile auswirken.

Niereninsuffizienz

Eine post-hoc Analyse von Daten auf Patientenebene der CAPRICORN- und COPERNICUS-Studie

schloss 4217 Patienten ein, wovon 2566 Patienten bei Studienstart an chronischer Nierenerkrankung

(CKD) litten (eGFR ≤ 60 ml/min/1,73 m2). Die Ergebnisse der Subgruppe mit leichter bis mittlerer

CKD (eGFR ≥ 45 ml/min/1,73 m2) zeigten in der Carvedilol-Gruppe (n=749) im Vergleich zur

Placebogruppe (n=701) ein niedrigeres relatives Risiko für Gesamtmortalität, kardiovaskuläre

Mortalität, zusammengefasste kardiovaskuläre Mortalität und Hospitalisierung aufgrund von

Herzinsuffizienz, sowie plötzlichen Herztod. Dagegen war in der Subgruppe mit fortgeschrittener

CKD (eGFR < 45 ml/min/1,73 m2) für diese Endpunkte kein signifikanter Unterschied zwischen

Carvedilol und Placebo (n= 544 vs 572) sichtbar.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach Einnahme einer 25-mg-Kapsel wird Carvedilol bei gesunden Probanden nach etwa 1 ½ Stunden

) mit einer maximalen Plasmakonzentration (C

) von 21 mg/l rasch resorbiert. Nach der

Einnahme unterliegt Carvedilol einem ausgeprägten First-Pass-Metabolismus, der eine absolute

Bioverfügbarkeit von ca. 25 % bei männlichen Probanden ergibt. Carvedilol ist ein Racemat und das

(S)-(-)-Enantiomer scheint mit einer absoluten oralen Bioverfügbarkeit von 15 % schneller abgebaut

zu werden, als das (R)-(+)-Enantiomer, das eine absolute orale Bioverfügbarkeit von 31 % hat. Die

maximale Plasmakonzentration von (R)-Carvedilol ist etwa doppelt so hoch wie diejenige von (S)-

Carvedilol.

In-vitro-Studien haben gezeigt, dass Carvedilol ein Substrat des intestinalen P-Glykoprotein-

Transporters ist. Die Rolle von P-Glykoprotein bei der Verteilung von Carvedilol wurde auch in vivo

bei Probanden bestätigt.

Es besteht eine lineare Korrelation zwischen der Dosis und der maximalen Plasmakonzentration C

Verteilung

Carvedilol ist sehr lipophil, es wird zu ca. 95 % an Plasmaproteine gebunden. Das

Verteilungsvolumen liegt zwischen 1,5 l/kg und 2 l/kg. Bei Patienten mit Leberzirrhose ist das

Verteilungsvolumen erhöht.

Biotransformation

Carvedilol wird in allen untersuchten Tierspezies und auch beim Menschen fast vollständig in der

Leber durch Oxidation und Konjugation zu einer Vielzahl an Metaboliten abgebaut, die hauptsächlich

biliär eliminiert werden. Ein enterohepatischer Kreislauf wurde bei Tieren nachgewiesen.

Durch Demethylierung und Hydroxylierung am Phenolring entstehen drei aktive Metaboliten mit

betablockierender Wirkung. In präklinischen Studien zeigte sich, dass diese beim 4‘-Hydroxyphenol-

Metaboliten ca. 13-mal stärker sind als bei Carvedilol. Im Vergleich zu Carvedilol haben die drei

aktiven Metaboliten nur eine schwache vasodilatierende Wirkung. Die Konzentrationen dieser aktiven

Metaboliten sind beim Menschen ca. 10-mal geringer als die der Ausgangssubstanz. Zwei der

Hydroxycarbazol-Metaboliten von Carvedilol sind sehr starke Antioxidanzien, welche eine 30- bis 80-

mal stärkere Wirkung als Carvedilol gezeigt haben.

Pharmakokinetische Studien am Menschen zeigten, dass der oxidative Metabolismus von Carvedilol

stereoselektiv ist. Die Ergebnisse einer In-vitro-Studie ließen darauf schließen, dass verschiedene

Cytochrom-P450-Isoenzyme, einschließlich CYP2D6, CYP3A4, CYP2E1, CYP2C9 sowie CYP1A2,

an den Oxidations- und Hydroxylierungsprozessen beteiligt sein können.

Studien mit Probanden und Patienten zeigten, dass das (R)-Enantiomer überwiegend durch CYP2D6

und das (S)-Enantiomer vorwiegend durch CYP2D6 und CYP2C9 metabolisiert wird.

Genetischer Polymorphismus

Die Ergebnisse von Pharmakokinetikstudien beim Menschen zeigten, dass CYP2D6 eine wichtige

Rolle im Stoffwechsel von (R)- und (S)-Carvedilol spielt. Infolgedessen sind die

Plasmakonzentrationen von (R)- und (S)-Carvedilol bei Langsam-Metabolisierern erhöht. Die

Bedeutung des CYP2D6-Genotyps in der Pharmakokinetik von (R)- und (S)-Carvedilol wurde in

Populationspharmakokinetikstudien bestätigt, während andere Studien diese Beobachtung nicht

bestätigen konnten. Daraus wurde gefolgert, dass der genetische Polymorphismus von CYP2D6 nur

von begrenzter klinischer Bedeutung sein kann.

Elimination

Nach einmaliger Einnahme von 50 mg Carvedilol werden ca. 60 % der Dosis in die Galle sezerniert

und innerhalb von 11 Tagen als Metaboliten mit den Fäzes ausgeschieden. Nach einmaliger Einnahme

werden nur ca. 16 % in Form von Carvedilol oder seiner Metaboliten in den Urin ausgeschieden. Die

renale Ausscheidung von unverändertem Wirkstoff betrug weniger als 2 %. Nach intravenöser

Infusion von 12,5 mg Carvedilol erreichte die Plasma-Clearance bei Probanden rund 600 ml/min, und

die Eliminationshalbwertszeit betrug ca. 2,5 Stunden.

Die Eliminationshalbwertszeit einer 50-mg-Kapsel betrug bei den gleichen Probanden 6,5 Stunden,

was auch der Absorptionshalbwertszeit aus der Kapsel entspricht. Nach der Einnahme ist die

Clearance von (S)-Carvedilol aus dem gesamten Körper ca. doppelt so groß wie diejenige von (R)-

Carvedilol.

Pharmakokinetik in speziellen klinischen Situationen

Patienten mit Leberinsuffizienz

Eine pharmakokinetische Studie bei Patienten mit Leberzirrhose zeigte, dass die systemische

Verfügbarkeit (AUC) von Carvedilol bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen im Vergleich zu

Lebergesunden um das 6,8-Fache erhöht war. Carvedilol ist deshalb bei Patienten mit klinisch

manifestierter Leberfunktionsstörung kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Patienten mit Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit Hypertonie und Niereninsuffizienz verändern sich die AUC-Werte, die

Eliminationshalbwertszeit und die maximale Plasmakonzentration nicht signifikant. Die renale

Ausscheidung des unveränderten Wirkstoffs vermindert sich bei Patienten mit Niereninsuffizienz; die

Änderungen der pharmakokinetischen Parameter sind jedoch gering.

Die Autoregulation der Nierendurchblutung und die glomeruläre Filtration bleiben während der

Langzeit-Behandlung mit Carvedilol unverändert. Bei Patienten mit mäßiger bis schwerer

Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 4.2).

Carvedilol wird bei der Dialyse nicht eliminiert, da es die Dialyse-Membran, wahrscheinlich aufgrund

der hohen Plasma-Proteinbindung, nicht passieren kann.

Patienten mit Herzinsuffizienz

In einer Studie an 24 japanischen Patienten mit Herzinsuffizienz zeigte sich, dass die Clearance von

Rund S-Carvedilol signifikant niedriger war als bei gesunden Probanden ursprünglich angenommen.

Diese Resultate führen zu der Erkenntnis, dass die Pharmakokinetik von R- und S-Carvedilol durch

Herzinsuffizienz signifikant beeinflusst wird.

Kinetik bei Hämodialysepatienten

Nach einer Applikation von 10 mg Carvedilol per os konnte eine maximale Plasmakonzentration nach

1 - 5 Stunden sowohl an Dialysetagen wie an "dialysefreien" Tagen festgestellt werden. Aufgrund der

hohen Plasmaproteinbindung passiert Carvedilol die Dialysemembran nicht. Es erfolgt keine

Kumulation, denn nach 24 Stunden konnte keine Substanz im Plasma mehr nachgewiesen werden.

Ältere Patienten

Die Pharmakokinetik von Carvedilol bei Hypertoniepatienten wurde durch das Alter nicht signifikant

beeinflusst.

Studien zeigten, dass es bei älteren Patienten mit Hypertonie zu keinen Abweichungen im

Nebenwirkungsprofil kam im Vergleich zu jüngeren Patienten.

In einer anderen Studie, in die ältere Patienten mit koronarer Herzkrankheit eingeschlossen wurden,

ergaben sich keine Unterschiede in Hinblick auf die gemeldeten Nebenwirkungen im Vergleich zu

denen, die für jüngere Patienten gemeldet wurden. Deshalb ist bei älteren Patienten keine

Dosisanpassung der Initialdosis erforderlich (siehe Abschnitt 4.2).

Kinder und Jugendliche

Untersuchungen bei Kindern und Jugendlichen haben gezeigt, dass die gewichtsbezogene Clearance

im Vergleich zu Erwachsenen signifikant größer ist.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Kanzerogenität und Mutagenität

Kanzerogenitätsstudien an Ratten und Mäusen mit Dosen bis zu 75 mg/kg/Tag bzw. 200 mg/kg/Tag

(das 38- bis 100-fache der Tageshöchstdosis für den Menschen [MRHD

]) ergaben keinen Hinweis auf

einen kanzerogenen Effekt von Carvedilol.

In-vitro- und In-vivo-Tests ergaben keinen Hinweis auf ein mutagenes Potential von Carvedilol.

Reproduktionstoxizität

Die Verabreichung von Carvedilol an Ratten und Kaninchen in Dosen von 200 mg/kg bzw. 75 mg/kg

(das 38- bis 100-fache der Tageshöchstdosis für den Menschen) zeigte embryotoxische Effekte

(erhöhte Todesrate nach Implantation des Embryos), führte aber zu keinen substanzbedingten

Missbildungen. Die Verabreichung von Carvedilol an trächtige Ratten in maternal-toxischen Dosen (≥

200 mg/kg, ≥ 100-fache der Tageshöchstdosis für den Menschen) resultierte in einer Beeinträchtigung

der Fertilität. Dosen von > 60 mg/kg (> 30-fache der Tageshöchstdosis für den Menschen)

verursachten Wachstums- und Entwicklungsretardation bei Jungtieren.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Saccharose.

Lactosemonohydrat.

Povidon K25.

Hochdisperses Siliciumdioxid wasserfrei.

Crospovidon.

Magnesiumstearat.

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

5 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

In der Originalverpackung aufbewahren.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Blisterpackung (Alu/Alu) und Plastik-Behältnis.

Packungsgrößen: 10,14, 28, 30, 50, 56, 60, 100 und 250.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Keine besonderen Hinweise.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

KRKA, d.d. Novo mesto

Šmarješka cesta 6

8501 Novo mesto

Slowenien

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Carvedilol Alternova 6,25 mg – Tabletten

Z.Nr.: 1-25078

Carvedilol Alternova 12,5 mg - Tabletten

Z.Nr.: 1-25079

Carvedilol Alternova 25 mg - Tabletten

Z.Nr.: 1-25081

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung:

09.10.2003

Datum der Verlängerung der Zulassung

02.04.2008

10.

STAND DER INFORMATION

REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig

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