Captopril-Mepha 50 Tabletten

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-01-2019

Fachinformation Fachinformation (SPC)

24-10-2018

Wirkstoff:
captoprilum
Verfügbar ab:
Mepha Pharma AG
ATC-Code:
C09AA01
INN (Internationale Bezeichnung):
captoprilum
Darreichungsform:
Tabletten
Zusammensetzung:
captoprilum 50 mg, excipiens pro Kompression.
Klasse:
B
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Hypertonie
Zulassungsnummer:
53672
Berechtigungsdatum:
1996-06-21

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

01-01-2019

Fachinformation Fachinformation - Französisch

01-06-2019

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

01-01-2019

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden, und Sie sollten es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Captopril-Mepha Tabletten

Was ist Captopril-Mepha und wann wird es angewendet?

Captopril-Mepha, mit dem Wirkstoff Captopril aus der Familie der sogenannten ACE-Hemmer, ist

ein Arzneimittel zur Behandlung des hohen Blutdruckes und der Herzinsuffizienz

(Herzmuskelschwäche) und gewisser Nierenfunktionsstörungen bei Diabetikern vom Typ I

(diabetische Nephropathie). Es kann auch nach einem Herzinfarkt verschrieben werden. Es wirkt

durch Hemmung von körpereigenen Stoffen, die für den erhöhten Blutdruck verantwortlich sind.

Dadurch kann der Blutdruck gesenkt und die Leistung des Herzens verbessert werden.

Captopril-Mepha ist nur auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin zu verwenden.

Wann darf Captopril-Mepha nicht eingenommen werden?

Captopril-Mepha darf nicht eingenommen werden,

-wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff Captopril, einen der

Hilfsstoffe von Captopril-Mepha oder einen anderen ACE-Hemmer sind.

-wenn Sie in der Vergangenheit in Folge einer Behandlung mit einem ACE-

Hemmer eine Gewebeschwellung (Angioödem) hatten.

-wenn Sie zu Gewebeschwellungen (Angioödem) neigen.

-während der Schwangerschaft und Stillzeit (siehe «Darf Captopril-Mepha während einer

Schangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?»)

-wenn Sie Diabetes oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und das Arzneimittel Aliskiren

(Rasilez®) zur Senkung des Blutdrucks einnehmen.

-wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung der Herzinsuffizienz bei

Erwachsenen, vor kurzem eingenommen haben oder einnehmen, weil sich dadurch das Risiko eines

so genannten Angioödemes (Anschwellung des Gesicht, der Lippen, der Zunge und/oder des

Rachens, Atemprobleme) erhöht.

Wann ist bei der Einnahme von Captopril-Mepha Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge

oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Dies gilt in verstärktem Mass bei Behandlungsbeginn

und Dosiserhöhung, aber auch in Verbindung mit Alkohol. Bevor Sie das Arzneimittel einnehmen,

sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, wenn Sie unter folgenden gesundheitlichen

Problemen leiden:

-starkes Erbrechen oder Durchfall

-regelmässige Blutwäsche (Hämodialyse)

-Einschränkungen der Leberfunktion

-Nierenprobleme

-Herzprobleme

-Durchblutungsstörungen

-Blutbildveränderungen

-Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit)- bestimmte Erkrankungen des Bindegewebes (Kollagenosen)

Sie sollten Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, wenn Sie eine salzarme Diät machen oder eine

Desensibilisierung gegen Bienen- oder Wespengift erhalten.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin darüber, dass Sie Captopril-Mepha einnehmen, wenn Sie

vor einer Operation stehen oder Narkosemittel erhalten sollen.

Suchen Sie sofort einen Arzt bzw. eine Ärztin, falls bei Ihnen folgende Krankheitszeichen auftreten:

-plötzliche Gewebeschwellung mit Beteiligung von Kehlkopf, Rachen und/oder Zunge müssen sofort

behandelt werden.

-übermässiger Blutdruckabfall oder Überempfindlichkeitsreaktionen können unter Umständen

lebensbedrohlich werden.

Nehmen Sie das Mittel auf keinen Fall ohne ärztliche Aufsicht weiter.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern und Jugendlichen sollte die Anwendung von Captopril-Mepha nur unter sorgfältiger

medizinischer Überwachung erfolgen. Im Allgemeinen sollte Captopril Kindern 3-mal täglich

verabreicht werden.

Ältere Patientinnen und Patienten und Patientinnen und Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion

Ältere Patientinnen und Patienten und Patientinnen und Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion wird der Arzt bzw. die Ärztin die Dosis anpassen.

Sie sollten Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren wenn Sie eines der folgenden Medikamente

einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder beabsichtigen einzunehmen:

Kaliumzusätze (einschliesslich Salzzusätze), kaliumsparende Diuretika und andere Arzneimittel, die

den Kaliumgehalt in Ihrem Blut erhöhen können (z. B. Trimethoprim und Cotrimoxazol zur

Behandlung von bakteriellen Infekten; Ciclosporin, ein Arzneimittel zur Unterdrückung des

Immunsystems, um die Abstossung von transplantierten Organen zu verhindern; und Heparin, ein

Arzneimittel zur Blutverdünnung und Vermeidung von Blutgerinnseln) oder Arzneimittel zur

Behandlung von Gicht oder Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit,

orale Antidiabetika oder Insulin) anwenden.

Es ist für Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auch wichtig zu wissen, wenn Sie andere blutdrucksenkende

Arzneimittel, Sympathomimetika, Arzneimittel gegen Krebs, gegen psychische Störungen oder

Depressionen, schmerzstillende und entzündungshemmende Arzneimittel (z.B. gegen

Gelenkentzündung) einnehmen.

Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, kann das Risiko eines Angioödems

erhöht sein:

-Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall.

-Arzneimittel, die zur Verhinderung der Abstossung von transplantierten Organen oder zur

Krebsbehandlung eingesetzt werden (z. B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus).

-Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes.

Captopril kann einen falsch positiven Urintest auf Aceton bewirken.

Dieses Arzneimittel enthält Laktose (Milchzucker). Falls bei Ihnen eine Unverträglichkeit gegenüber

einigen Zuckern besteht, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin bevor Sie dieses Arzneimittel

einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

-an anderen Krankheiten leiden,

-Allergien haben oder

-andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen, oder äusserlich anwenden!

Dies gilt vor allem für:

Arzneimittel mit der Wirkstoffkombination Sacubitril/Valsartan (eingesetzt zur Behandlung der

Herzinsuffizienz).

Darf Captopril-Mepha während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Captopril-Mepha darf in der Schwangerschaft oder Stillzeit nicht eingenommen werden. Frauen im

gebärfähigen Alter sollen während der Behandlung mit Captopril-Mepha eine zuverlässige

Schwangerschaftsverhütung einhalten. Falls eine Schwangerschaft während der Behandlung mit

Captopril-Mepha auftritt, müssen Sie sofort den Arzt bzw. die Ärztin informieren.

Wie verwenden Sie Captopril-Mepha?

Captopril-Mepha kann vor, während und nach den Mahlzeiten eingenommen werden. Die Dosis wird

vom Arzt bzw. von der Ärztin festgelegt.

Vor allem ältere Patientinnen und Patienten sollten während der Behandlung mit Captopril-Mepha

darauf achten, jeden Tag genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Meist werden folgende

Dosierungen festgelegt:

Bei hohem Blutdruck

Die übliche Tagesdosierung beträgt 1 Tablette Captopril-Mepha 50 morgens. Wenn sich der

Blutdruck normalisiert hat, kann der Arzt bzw. die Ärztin die Dosis auf 1 Tablette Captopril-Mepha

25 täglich reduzieren. Ist aber eine weitere Blutdrucksenkung erforderlich, kann der Arzt bzw. die

Ärztin die Dosis auf maximal 3 Tabletten Captopril-Mepha 50 täglich steigern. In vielen Fällen kann

der Arzt bzw. die Ärztin statt einer Dosiserhöhung nach etwa 4-6 Wochen zusätzlich einen

harntreibenden Wirkstoff (Diuretikum) verordnen, da diese beiden Arzneimittel sich ideal ergänzen.

Wenn Sie vor Behandlungsbeginn mit Captopril-Mepha bereits Diuretika eingenommen haben oder

unter einer salzarmen Diät stehen, beträgt die erste Dosis Captopril 12.5 mg (1 Tablette Captopril-

Mepha 12.5), wobei Ihr Blutdruck nach Einnahme der ersten Dosis in der Praxis des Arztes bzw. der

Ärztin während 1 Stunde überwacht werden sollte.

Älteren Patientinnen und Patienten und solchen mit Nierenfunktionsstörungen werden im

allgemeinen tiefere Dosierungen verschrieben.

Bei Herzinsuffizienz

Es empfiehlt sich, die Behandlung der Herzinsuffizienz mit Captopril-Mepha unter strenger

Kontrolle des Arztes bzw. der Ärztin vorzunehmen. Bei Herzinsuffizienz wird Captopril-Mepha

meist zusätzlich zur Grundbehandlung (ein Diuretikum; evtl. Digitalis) verabreicht.

Die erste Dosis (½-1 Tablette Captopril-Mepha 12.5) sollte in der Praxis des Arztes bzw. der Ärztin

eingenommen und der Blutdruck während 1 Stunde regelmässig kontrolliert werden.

Bei Therapiebeginn beträgt die übliche Dosierung 2-3mal täglich ½-1 Tablette Captopril-Mepha

12.5. Die übliche Erhaltungsdosis ist 2(-3)mal täglich 1 Tablette Captopril-Mepha 25.

Nach Herzinfarkt

Die Dosierung wird je nach Ihrem individuellen Ansprechen vom Arzt bzw. von der Ärztin verordnet

und angepasst.

Bei diabetischer Nephropathie

Die übliche Erhaltungsdosis liegt bei bis zu 3-4mal täglich 1 Tablette Captopril-Mepha 25.

Sollten Sie jedoch einmal die Einnahme vergessen, so nehmen Sie keine Extradosis ein, sondern

fahren Sie am folgenden Tag wie gewohnt mit der Einnahme fort.

Falls Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, sollten Sie sofort mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin

Kontakt aufnehmen, sodass eine allfällige medizinische Behandlung rechtzeitig erfolgen kann. Das

wahrscheinlichste Symptom einer Überdosierung ist ein Gefühl von Benommenheit oder Schwindel

infolge eines plötzlichen, übermässigen Blutdruckabfalls.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Captopril-Mepha haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Captopril-Mepha auftreten:

Häufig: Schlafstörungen, Geschmacksstörungen, Schwindel, trockener, irritierender (nicht

produktiver) Husten und Atemnot; Übelkeit, Erbrechen, Magenverstimmungen, Bauchschmerzen,

Durchfall, Verstopfung, Mundtrockenheit; Juckreiz (mit oder ohne Ausschlag), Ausschlag,

Haarausfall.

Gelegentlich: Probleme mit dem Herzen, niedriger Blutdruck, Durchblutungsstörungen meist an den

Händen (Reynaud-Syndrom), Gesichtsrötung, Blässe; Schwellungen des Gesichts, der Lippen, der

Zunge, der Hände und Füsse, Brustschmerzen, Erschöpfung, Unwohlsein.

Selten: Appetitlosigkeit, Benommenheit, Kopfschmerzen und Empfindungsstörungen; Entzündungen

der Mundschleimhaut mit Geschwürbildung/Aphthen; Nierenfunktionsstörungen (einschliesslich

Nierenversagen), Veränderungen beim Wasserlassen.

Sehr selten: Veränderungen des Blutbilds, Erkrankungen der Lymphknoten, Absinken des

Blutzuckerspiegels, Verwirrung, Depression; Durchblutungsstörungen des Gehirns, einschliesslich

Schlaganfall und Ohnmacht; verschwommenes Sehen; Herzstillstand, Schock; krampfartige

Verengung der Bronchien, Schnupfen, allergische Entzündung der

Lungenbläschen/Lungenentzündung; Magengeschwür, Entzündung der Bauchspeicheldrüse;

Beeinträchtigung der Leberfunktion, Hepatitis (Gelbsucht, Leberentzündung); Lichtempfindlichkeit;

Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen; Impotenz, Brustvergrösserung beim Mann; Fieber.

Da gewisse Nebenwirkungen von Ihnen nicht wahrgenommen werden können (eventuelle Probleme

mit der Nieren- oder Leberfunktion), sollten Sie die regelmässigen Termine für

Kontrolluntersuchungen, die Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin vornimmt, einhalten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Bei Raumtemperatur (15-25ºC) und in der Originalpackung aufbewahren. Für Kinder unerreichbar

aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Captopril-Mepha enthalten?

Captopril-Mepha enthält 12.5 mg, 25 mg oder 50 mg Captopril als Wirkstoff, Laktose sowie weitere

Hilfsstoffe. Die Tabletten sind teilbar (mit Bruchrille).

Zulassungsnummer

53672 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Captopril-Mepha? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Captopril-Mepha zu 12.5 mg: Packungen zu 30 und 100 Tabletten (mit Bruchrille, teilbar)

Captopril-Mepha zu 25 mg: Packungen zu 30 und 100 Tabletten (mit Bruchrille, teilbar)

Captopril-Mepha zu 50 mg: Packungen zu 30 und 100 Tabletten (mit Bruchrille, teilbar)

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2019 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Interne Versionsnummer: 6.1

Fachinformation

Captopril-Mepha Tabletten

Mepha Pharma AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Captoprilum

Hilfsstoffe: Lactosum, excipiens pro Compresso

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Tablette Captopril-Mepha 12.5 (mit Bruchrille, teilbar) enthält: 12.5 mg Captoprilum

1 Tablette Captopril-Mepha 25 (mit Bruchrille, teilbar) enthält: 25 mg Captoprilum

1 Tablette Captopril-Mepha 50 (mit Bruchrille, teilbar) enthält: 50 mg Captoprilum

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Captopril-Mepha ist indiziert bei:

·allen Formen und Schweregraden der Hypertonie (mit Ausnahme des primären

Hyperaldosteronismus);

·Herzinsuffizienz;

·Langzeitprophylaxe bei Status nach Myokardinfarkt verbunden mit einer linksventrikulären

Dysfunktion mit einer Auswurffraktion ≤ 40%;

·diabetischer Nephropathie bei Diabetes mellitus Typ-I, bei langjähriger Krankheit mit Beginn vor

dem 30. Lebensjahr und einer Proteinurie von ≥500 mg pro Tag. Bei Kreatininwerten >221 µmol/l

ist der Nutzen nicht belegt.

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung

Captopril-Mepha kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Bei älteren Patienten, Patienten mit Niereninsuffizienz und/oder hypovolämischen Patienten (z.B.

nach Diuretika-Vorbehandlung) soll eine niedrige Initialdosis verabreicht werden.

Patienten, für die besondere Vorsichtsmassnahmen gelten, sollen bei der Erstanwendung unter

strenger ärztlicher Kontrolle stehen (siehe auch «Spezielle Dosierungsanweisungen»).

Die maximale Tagesdosis beträgt 150 mg Captopril.

Hypertonie

Die übliche Dosierung beträgt 50 mg Captopril pro Tag. Sie wird 1× täglich morgens verabreicht (1

Tabl. Captopril-Mepha 50).

Nach 4-6 Wochen kann die Dosis dem Bedarf angepasst und bei Patienten, bei denen eine weitere

Blutdrucksenkung erforderlich ist, stufenweise erhöht werden (evtl. auch 2× tägliche Gabe), oder ein

Diuretikum (vorzugsweise vom Thiazidtyp, bei ausgeprägter Niereninsuffizienz gegebenenfalls ein

Schleifendiuretikum) kann zusätzlich verordnet werden.

Wenn Captopril-Mepha in Monotherapie eingesetzt wird, kann eine gleichzeitige Natriumrestriktion

die hypotensive Wirkung verstärken.

Herzinsuffizienz

Die Behandlung wird im Allgemeinen unter sorgfältiger ärztlicher Kontrolle eingeleitet.

Gewöhnlich wird Captopril zusätzlich zur Behandlung mit einem Diuretikum gegeben; bei Bedarf

kann dazu ein Digitalispräparat verordnet werden.

Bei Therapiebeginn beträgt die übliche Dosierung 2-3× täglich 6,25-12,5 mg Captopril (½-1 Tablette

Captopril-Mepha 12.5). Die übliche Erhaltungsdosis liegt bei 2(-3) × täglich 25 mg Captopril (2[-3]

Tabl. Captopril-Mepha 25).

Wenn möglich, sollte die Dosierung des Diuretikums vor der Einnahme der ersten Dosis Captopril-

Mepha reduziert werden.

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz und gleichzeitiger Niereninsuffizienz und/oder einer Volumen-

oder Natriumdepletion soll die Anfangsdosis gering sein (6,25 mg Captopril entspr. ½ Tabl.

Captopril-Mepha 12.5) und der Patient genau überwacht werden, um die initiale Auswirkung auf den

Blutdruck zu beobachten.

In der Langzeittherapie soll sich die Dosierung am Blutdruck des Patienten orientieren und sorgfältig

bis zur erforderlichen Erhaltungsdosis erhöht werden.

Das Auftreten einer Hypotonie nach der Anfangsdosis von Captopril impliziert nicht, dass sich

während einer Dauertherapie eine Hypotonie wiederholen muss, und schliesst eine

Weiterbehandlung mit dem Arzneimittel nicht aus.

Nach Myokardinfarkt

Behandlungsbeginn frühestens 3 Tage nach Myokardinfarkt. Nach einer Anfangsdosis von 6,25 mg

Captopril (entsprechend ½ Tablette Captopril-Mepha 12.5) soll in Abhängigkeit der individuellen

Empfindlichkeit des Patienten - in geteilten Dosen - auf 37,5 mg Captopril erhöht werden; innerhalb

der nächsten Tage kann auf 75 mg Captopril täglich erhöht werden.

Eine weitere Dosiserhöhung kann innerhalb der folgenden Woche auf maximal 150 mg Captopril in

geteilten Dosen erfolgen. Bei Dosiserhöhung ist auf das Auftreten einer Hypotonie zu achten und die

Dosis gegebenenfalls zu reduzieren. Eine Dosiserhöhung von Captopril muss vom Zustand des

Patienten abhängig gemacht werden.

Captopril kann zusammen mit anderen Arzneimitteln, die nach Myokardinfarkt notwendig sind, wie

Thrombolytika, Acetylsalicylsäure und Betablockern, gegeben werden.

Diabetische Nephropathie

Die übliche tägliche Dosis liegt bei bis zu 75-100 mg pro Tag (auf mehrere Gaben verteilt).

Ist eine weitere Reduktion des Blutdruckes angezeigt, können Antihypertensiva wie Diuretika, β-

Blocker, zentral aktive Substanzen oder Vasodilatatoren zusätzlich zu Captopril eingenommen

werden.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Dosierung bei älteren Patienten mit Hypertonie

Ältere hypertensive Patienten können u.U. eine ausgeprägtere Reaktion auf Captopril aufweisen als

jüngere Patienten, was im Allgemeinen auf eine eingeschränkte Nierenfunktion zurückzuführen ist.

Die übliche Dosierung beträgt 1× täglich 25 mg Captopril (1 Tabl. Captopril-Mepha 25). Es ist

darauf zu achten, dass die Dosierung der Nierenfunktion angepasst ist (siehe Tabelle).

Dosierung bei gleichzeitiger Behandlung mit Diuretika bei Hypertonie

Eine symptomatische Hypotonie kann nach der Initialdosis von Captopril auftreten, vor allem bei

Patienten, die mit Diuretika vorbehandelt wurden. Da diese Patienten einen Volumen- und

Natriummangel aufweisen können, ist entsprechende Vorsicht geboten.

Der Blutdruck ist nach der ersten Gabe während mindestens 60 Minuten zu kontrollieren.

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion

Captopril wird primär durch die Nieren ausgeschieden, deshalb ist die Exkretionsrate bei Patienten

mit eingeschränkter Nierenfunktion geringer. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion wird

sich demnach das Steady-state des Captopril-Spiegels langsamer einstellen und die Konzentrationen

werden im Steady-state bei diesen Patienten höher sein als bei Patienten mit normaler

Nierenfunktion.

Bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen soll die Anfangsdosis gering sein.

Die Dosiserhöhung sollte langsam vorgenommen werden (Intervall von 1-2 Wochen). Nach dem

Erreichen des gewünschten therapeutischen Effekts sollte die Dosis langsam verringert werden bis

zur minimal wirksamen Erhaltungsdosis. Ist die zusätzliche Einnahme eines Diuretikums

erforderlich, sollte bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz vorzugsweise ein

Schleifendiuretikum anstatt eines Diuretikums vom Thiazidtyp verordnet werden.

Im Allgemeinen soll die Dosierung wie folgt reduziert und/oder das Intervall zwischen den

Captopril-Gaben verlängert werden.

Kreatinin-Clearance

(ml/min./1,73 m2)

Initial-Gabe

(mg Captopril)

max. Tagesdosis

(mg Captopril)

80-60

12.5

50 (-150)

59-20

6.25

25 (-75)

<20

6.25

6.25 (-25)

Für Dialysepatienten beträgt die Dosierung 6,25-12,5 mg/24 Std. Die Einnahme sollte frühestens 6

Stunden nach Beendigung der Dialyse erfolgen.

Captopril ist dialysierbar (siehe auch «Überdosierung»).

Die Kreatinin-Clearance kann mit Hilfe folgender Formel geschätzt werden:

Clearance = (140-Alter) × Köpergewicht/72 × Serumkreatinin (mg/dl).

Umrechnungsfaktor Serumkreatinin:

µmol/l = mg/dl × 88,4

mg/dl = µmol/l × 0,0113

Dosierung bei Kindern und Jugendlichen

In der Literatur wird nur über eine sehr beschränkte Erfahrung mit Captopril bei Kindern und

Jugendlichen berichtet. Die Dosierung, bezogen auf das Körpergewicht, scheint vergleichbar oder

niedriger zu sein als bei Erwachsenen. Kinder und speziell Neugeborene können hämodynamisch

empfindlicher reagieren als Erwachsene. Übermässige, langdauernde und unerwartet auftretende

Blutdrucksenkungen mit Folgekomplikationen, inkl. Oligurie und Krämpfen, sind beobachtet

worden. Captopril-Mepha sollte bei Kindern nur eingesetzt werden, wenn andere Massnahmen zur

Blutdrucksenkung unwirksam waren.

Für Kinder sollte wegen der besseren Dosiseinstellung nur Captopril-Mepha 12.5 verwendet werden.

Die Anfangsdosis von Captopril-Mepha 12.5 beträgt ca. 0,3 mg Captopril pro kg Körpergewicht pro

Tag, unter sorgfältiger klinischer Überwachung.

Bei Neugeborenen und Patienten, für die besondere Warnhinweise gelten (siehe auch

«Unerwünschte Wirkungen») sollte die Anfangsdosis nur 0,15 mg Captopril pro kg Körpergewicht

pro Tag betragen. Captopril-Mepha 12.5 wird bei Kindern im Allgemeinen 3× täglich verabreicht,

jedoch sollte das Dosierungsintervall je nach Ansprechen individuell angepasst werden. In der

Langzeittherapie werden, je nach dem Ansprechen des Patienten, tägliche Dosen bis maximal 2,0 mg

Captopril/kg KG verabreicht.

Kontraindikationen

·Überempfindlichkeit gegen das Präparat, seine Bestandteile oder einen anderen ACE-Hemmer (z.B.

Patienten, bei denen unter einer früheren ACE-Hemmer-Therapie ein angioneurotisches Ödem

aufgetreten ist).

·Schwangerschaft und Stillzeit (siehe unter «Schwangerschaft/Stillzeit»).

·Anurie.

·Die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern bzw. Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten mit

Aliskiren-haltigen Arzneimittel ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter

Nierenfunktion (GFR <60 ml/min/1.73 m2) kontraindiziert.

·ACE-Inhibitoren, inkl. Captopril-Mepha, sind in Kombination mit Sacubitril/Valsartan aufgrund

eines erhöhten Risikos für Angioödeme kontraindiziert (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen» und «lnteraktionen»).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Hypotonie

Eine Hypotonie kann nach der ersten Dosis von Captopril-Mepha auftreten. Sie tritt bei

Hypertonikern mit grösserer Wahrscheinlichkeit auf, wenn der Patient an einem Volumenmangel

leidet, z.B. infolge einer vorangegangenen Diuretika-Therapie, einer Diät mit eingeschränkter

Kochsalzzufuhr, einer Dialysebehandlung oder nach Durchfällen und Erbrechen.

Bei diesen Patienten ist daher eine Blutdruckkontrolle innert der ersten Stunde der Erstanwendung

erforderlich.

Bei Vorliegen einer Herzinsuffizienz kann eine Hypotonie auftreten (siehe auch «Übliche

Dosierung»), insbesondere bei schweren Fällen und unter Therapie mit hohen Dosen von

Schleifendiuretika, bei gleichzeitiger Hyponatriämie oder Niereninsuffizienz.

Falls eine Hypotonie auftritt, sollte der Patient flach gelagert werden. Ein Ersatz des

Volumenmangels kann notwendig werden; er kann durch orale Flüssigkeitsaufnahme oder mittels

intravenöser physiologischer Kochsalzlösung erfolgen. Wie bei allen anderen Antihypertensiva kann

eine zu starke Blutdrucksenkung bei Patienten mit ischämischer kardiovaskulärer oder

zerebrovaskulärer Erkrankung das Risiko eines Myokardinfarktes oder Schlaganfalls erhöhen. Die

Behandlung mit Captopril-Mepha kann gewöhnlich nach der Wiederherstellung eines ausreichenden

Blutvolumens und Blutdrucks fortgesetzt werden.

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz und normalem oder niedrigem Blutdruck kann unter Captopril-

Mepha eine zusätzliche Senkung des Blutdrucks erfolgen. Daher soll eine Blutdruckkontrolle innert

der ersten 60 Minuten nach der ersten Gabe von 6,25 mg Captopril erfolgen. Dieser Effekt ist

voraussehbar und stellt gewöhnlich keinen Grund zum Absetzen der Therapie dar. Geht diese

Hypotonie mit Symptomen einher, kann ein vorübergehendes Absetzen der Diuretikatherapie oder

eine drastische Reduktion der Diuretikadosis 4-7 Tage vor der erneuten Therapieeinleitung mit

Captopril erforderlich sein. Die Dosis von Captopril soll reduziert werden. Nur in seltenen Fällen

musste Captopril-Mepha abgesetzt werden. Eine niedrige Anfangsdosis kann die Dauer einer

allfälligen transitorischen hypotensiven Wirkung reduzieren.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Die meisten Patienten mit Niereninsuffizienz benötigen möglicherweise eine Dosisreduktion

und/oder eine Verlängerung des Dosisintervalls des Arzneimittels (siehe «Spezielle

Dosierungsanweisungen»). Gewisse Hypertoniker ohne Anzeichen einer vorbestehenden

Nierenkrankheit zeigten ein geringfügiges und gewöhnlich vorübergehendes Ansteigen des

Blutharnstoffes und des Serumkreatinins, wenn Captopril-Mepha zusammen mit einem Diuretikum

verabreicht wurde. Eine Reduktion der Dosis von Captopril-Mepha und/oder das Absetzen des

Diuretikums können notwendig werden.

Während der Langzeittherapie kam es bei manchen Patienten mit Herzinsuffizienz zu einer

Verminderung der Nierenfunktion, die sich gewöhnlich auf dem niedrigeren Niveau stabilisierte.

Herzinsuffizienz

Während der Langzeittherapie mit Captopril kam es bei ca. 20% der Patienten mit Herzinsuffizienz

zu dauerhaft erhöhten Werten des Blutharnstoffs und des Serumkreatinins von mehr als 20%.

Weniger als 5% dieser Patienten, v.a. diejenigen mit bestehender schwerer Nierenerkrankung,

mussten die Captopril-Therapie wegen weiter ansteigenden Kreatinin-Werten absetzen.

Proteinurie

Proteinurie kann insbesondere bei Patienten mit bereits bestehender eingeschränkter Nierenfunktion

oder bei relativ hohen Dosen von ACE-Hemmern auftreten.

In gewissen klinischen Studien zeigten 0,7% der mit Captopril behandelten Patienten eine

Proteinexkretion von mehr als 1 g/Tag; 90% der betroffenen Patienten litten vorgängig an einer

Nierenerkrankung und/oder hatten Captopril in relativ hohen Dosen eingenommen (>150 mg/Tag).

Bei rund 1/5 dieser Patienten mit Proteinurie trat ein nephrotisches Syndrom auf. In den meisten

Fällen nahm die Proteinurie innerhalb von 6 Monaten (auch bei weiterer Einnahme von Captopril) ab

oder verschwand.

Bei Patienten mit bestehender Nierenerkrankung sollte vor Beginn der Behandlung und danach in

regelmässigen Abständen eine Bestimmung des Proteingehaltes im Urin durchgeführt werden

(Teststreifen im ersten Morgenurin).

Renovaskuläre Hypertonie

Bei Patienten mit Erkrankungen der Nieren kann es unter der Blutdruckreduktion durch ACE-

Hemmer zum Anstieg vom Blutharnstoff-N (BUN) und Serumkreatinin kommen. Bei solchen

Patienten war eine Dosisreduktion von Captopril, das Absetzen der Diuretika oder beides notwendig.

Bei diesen Hypertonikern ist es eventuell nicht möglich, den Blutdruck zu normalisieren und

gleichzeitig eine adäquate renale Filtration aufrechtzuerhalten.

Captopril-Mepha soll nicht eingesetzt werden bei Patienten mit einer bilateralen

Nierenarterienstenose oder einer Stenose der Arterie einer Einzelniere.

Leberversagen

Selten wurde unter ACE-Hemmer-Behandlung ein Syndrom beobachtet, das mit cholestatischem

Ikterus beginnt und bis zur plötzlichen hepatischen Nekrose mit gelegentlich letalem Ausgang

fortschreitet. Der Mechanismus dieses Syndroms ist unklar. Patienten, die unter ACE-Hemmer-

Therapie Ikterus oder deutliche Erhöhungen der Leberenzyme entwickeln, sollten den ACE-Hemmer

absetzen und entsprechend medizinisch überwacht werden.

Therapieumstellung von Patienten unter Betablocker-Behandlung

Die Behandlung mit Betablockern sollte nicht abrupt unterbrochen werden: Ihre Dosierung soll nach

Beginn der Behandlung mit Captopril-Mepha ausschleichend erfolgen (siehe Fachinformation des

Betablockers).

Angioneurotisches Ödem

In Einzelfällen traten unter ACE-Hemmer-Therapie (Captopril eingeschlossen) angioneurotische

Ödeme des Gesichts, der Lippen, Zunge, Glottis, Larynx oder der Extremitäten auf (siehe auch

«Unerwünschte Wirkungen»). Captopril sollte in diesen Fällen sofort abgesetzt und der Patient

sorgfältig überwacht werden, bis die Schwellung verschwunden ist. Bei Schwellungen, die auf

Gesicht, Lippen und Extremitäten begrenzt waren, besserte sich der Zustand im Allgemeinen durch

das Absetzen von Captopril.

Bei einem lebensbedrohlichen angioneurotischen Ödem mit Zungen-, Glottis- und/oder

Kehlkopfbeteiligung werden folgende Notfallmassnahmen empfohlen: sofortige subkutane Gabe von

0,3-0,5 ml Adrenalin-Lösung (1:1000) unter EKG- und Blutdruckkontrolle, im Anschluss daran

systemische Glukokortikoid-Gabe.

Patienten, die eine gleichzeitige Therapie mit mTOR-Inhibitoren (z.B. Sirolimus, Everolimus,

Temsirolimus) erhalten, besteht eventuell ein erhöhtes Risiko eines Angioödems (siehe Abschnitt

«Interaktionen»).

Intestinales Angioödem

Nach Behandlung mit ACE-Hemmern wurde in seltenen Fällen über ein intestinales Angioödem

berichtet. Dieses äusserte sich mit Schmerzen im Abdomen (mit oder ohne Übelkeit/Erbrechen). In

einigen Fällen trat es ohne Vorgeschichte eines Gesichtsangioödems und ohne erhöhten C-1

Esterasespiegel auf. Das intestinale Angioödem wurde mittels CT, Ultraschall oder Operation

diagnostiziert. Nach Beendigung der ACE-Hemmer-Therapie gingen die Symptome zurück. Bei der

Differentialdiagnose von Abdomenschmerzen sollte die ACE-Hemmer-Therapie berücksichtigt

werden.

Anaphylaktoide Reaktionen auf High-Flux-Dialyse-/Lipoprotein-Apherese Membranen

Bei Patienten, die sich einer Hämodialyse mit High-Flux-Dialysemembranen oder einer Low-

Density-Lipoprotein-Apherese mit Dextransulfat-Absorption unterzogen, wurde über anaphylaktoide

Reaktionen berichtet. Bei diesen Patienten sollte die Verwendung einer anderen Dialysemembran

oder einer anderen Arzneimittelklasse in Erwägung gezogen werden.

Anaphylaktoide Reaktionen während Desensibilisierung

Während der Behandlung mit einem anderen ACE-Hemmer wurde selten über anhaltende

lebensbedrohliche anaphylaktoide Reaktionen bei Patienten während einer

Desensibilisierungstherapie mit Hymenopterengift berichtet. Bei den gleichen Patienten wurde diese

Reaktionen vermieden, wenn der ACE-Hemmer vorübergehend abgesetzt wurde, traten aber bei

unbeabsichtigter nochmaliger Exposition wieder auf. Daher ist bei Patienten, die solche

Desensibilisierungstherapien erhalten und mit ACE-Hemmern behandelt werden, Vorsicht geboten.

Neutropenie/Agranulozytose

Neutropenie/Agranulozytose, Thrombozytopenie und Anämie wurden bei Patienten berichtet, die mit

ACE-Hemmern, einschliesslich Captopril, behandelt wurden. Bei Patienten mit normaler

Nierenfunktion und ohne anderen erschwerenden Faktoren tritt Neutropenie selten auf. Captopril

sollte mit grösster Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit Kollagenose-assoziierten

vaskulären Erkrankungen, bei Patienten, die mit Immunsuppressiva, Allopurinol oder Procainamid

behandelt werden, oder mit einer Kombination dieser erschwerenden Faktoren, insbesondere bei

vorliegender eingeschränkter Nierenfunktion. Einige dieser Patienten entwickelten schwere

Infektionen, die in einigen Fällen auf eine intensive Antibiotika-Therapie nicht ansprachen.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte vor und während der Therapie in

regelmässigen Abständen (alle 2 Wochen während den ersten 3 Therapiemonaten) ein

Differentialblutbild erstellt sowie die Anzahl der weissen Blutkörperchen bestimmt werden.

Patienten mit Kollagenose-assoziierten vaskulären Erkrankungen oder Patienten, welche

Arzneimittel mit Einfluss auf weisse Blutkörperchen oder auf die Immunantwort einnehmen, sollten

Captopril nur nach sorgfältiger Nutzen-/Risiko-Abwägung erhalten, insbesondere beim Vorliegen

einer eingeschränkten Nierenfunktion. Während der Behandlung sollten alle mit Captopril

behandelten Patienten angewiesen werden, Anzeichen einer Infektion (z.B. Fieber,

Lymphknotenschwellung und/oder Halsschmerzen) zu melden. Wird eine Infektion vermutet, soll

unverzüglich eine Bestimmung der Anzahl der weissen Blutkörperchen durchgeführt werden.

Falls eine Neutropenie (weniger als 1000/mm3 Neutrophile) diagnostiziert wird, sollte Captopril und

andere gleichzeitig eingenommene Arzneimittel abgesetzt und der Patient sorgfältig überwacht

werden.

Chirurgie/Anästhesie

Bei grosschirurgischen Eingriffen oder während der Anästhesie mit Mitteln, die eine Hypotonie

bewirken, blockiert Captopril-Mepha die Angiotensin-II-Bildung, die sekundär auf die

kompensatorische Reninsekretion hin erfolgt. Eine Hypotonie, bei der dieser Mechanismus als

Ursache angenommen wird, kann durch Volumenexpansion korrigiert werden.

Serumkalium

Das Serumkalium bleibt in der Regel innerhalb der normalen Grenzwerte. Wird Captopril-Mepha

zusammen mit einem Diuretikum verabreicht, so kann sich die diuretikainduzierte Hypokaliämie

bessern.

Durch die Hemmung des ACE wird die Bildung von A II vermindert und die Plasmareninaktivität

(PRA) erhöht. Im Blut und Urin sinken die Aldosteronkonzentrationen. Als Folge davon können

zusammen mit Natrium- und Flüssigkeitsverlust geringfügige Erhöhungen des Serumkaliums

auftreten (insbesondere bei Patienten mit Niereninsuffizienz).

Hyperkaliämie unter ACE-Hemmer-Therapie wurde auch bei Patienten mit Diabetes mellitus

beobachtet.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sind Kaliumzusätze oder kaliumsparende Diuretika

wie Spironolacton, Triamteren oder Amilorid sowie andere Arzneimittel, die selbst zu

Kaliumerhöhungen führen können (wie z.B. Heparin, Co-Trimoxazol, auch bekannt als

Trimethoprim/Sulfamethoxazol), im Allgemeinen nicht zu empfehlen, da signifikante Erhöhungen

des Serumkaliums auftreten können. Sollten die vorgenannten Arzneimittel trotzdem mit Captopril-

Mepha zusammen verabreicht werden, so soll die Anwendung mit Vorsicht und unter häufiger

Kontrolle des Serumkaliums erfolgen.

Kaliumzusätze sollten nur bei nachgewiesener Hypokaliämie verabreicht werden und dann mit

Vorsicht, da sie zu einer signifikanten Serumkaliumerhöhung führen können. Bei kaliumhaltigen

Kochsalzersatzstoffen ist ebenfalls Vorsicht geboten.

Husten

Durch ACE-Hemmer ausgelöster Husten (trocken, unproduktiv, bei Absetzen der Behandlung

reversibel) sollte bei der Differentialdiagnose eines Hustens in Betracht gezogen werden.

Lithium

Die gleichzeitige Anwendung von Lithium und Captopril wird nicht empfohlen (siehe

«Interaktionen»).

Aorten- und Mitralklappenstenose/obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie

ACE-Hemmer sollten bei Patienten mit Obstruktion des linksventrikulären Klappen- und

Ausflussbereiches mit Vorsicht und in Fällen von kardiogenem Schock und hämodynamisch

signifikanter Obstruktion nicht angewendet werden.

Weitere

Captopril-Mepha sollte bei Patienten nach Nierentransplantation und Patienten mit hereditärem

Angioödem nur unter grösster Vorsicht angewendet werden.

In Fällen mit rascher Senkung einer langjährigen oder schweren Hypertonie kann die glomeruläre

Filtrationsrate vorübergehend abfallen, was zu transitorischen Erhöhungen von Serumkreatinin und

BUN führen kann. Gewöhnlich bleibt die Filtrationsrate jedoch unverändert.

Diabetes mellitus

In seltenen Fällen können ACE-Hemmer bei Patienten mit Diabetes mellitus durch eine

Verbesserung der Glukose-Toleranz den blutzuckersenkenden Effekt von Insulin und oralen

Antidiabetika (Sulfonylharnstoff/Biguanide) verstärken. In solchen Fällen kann eine Dosis-

Reduktion der blutzuckersenkenden Arzneimittel bei zeitgleicher Therapie mit ACE-Hemmern

erforderlich sein.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und ein Abnahme

der Nierenfunktion (einschliesslich eines akuten Nierenversagens) erhöht.

Eine duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen.

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur

unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden (s. «Kontraindikationen», «Interaktionen»

Unterabschnitt «Duale Blockade des RAAS»).

ACE-Inhibitoren, inkl. Captopril-Mepha, dürfen aufgrund eines Angioödem-Risikos nicht

zusammen mit Sacubitril/Valsartan verabreicht werden. Bei Patienten, die gleichzeitig eine Therapie

mit Sacubitril/Valsartan erhalten, kann ein erhöhtes Risiko von Angioödemen bestehen.

Eine Behandlung mit Captopril-Mepha darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis von

Sacubitril/Valsartan eingeleitet werden. Eine Behandlung mit Sacubitril/Valsartan darf frühestens 36

Stunden nach Einnahme der letzten Dosis einer Captopril-Mepha-Therapie eingeleitet werden. (siehe

«Kontraindikationen» und «lnteraktionen»).

Ethnische Unterschiede

Wie auch andere Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer, senkt Captopril den Blutdruck bei

Menschen mit schwarzer Hautfarbe weniger effektiv als bei Menschen mit nicht-schwarzer

Hautfarbe. Dies könnte auf ein häufigeres Vorkommen eines Niedrig-Renin-Status in der schwarzen

Bevölkerung mit Bluthochdruck zurückzuführen sein.

Hinweise

Insbesondere bei Risikopatienten sind Kontrollen des Blutes bezüglich Serum-Elektrolyte,

Serumkreatinin, BUN und Blutbild, vor und regelmässig während der Therapie mit Captopril

angezeigt.

Sollten im Verlauf einer Captopril-Therapie Symptome wie Fieber, Lymphknotenschwellung

und/oder Halsentzündungen auftreten, muss umgehend das weisse Blutbild untersucht werden.

Dieses Arzneimittel enthält Laktose als Hilfsstoff; Patienten mit einer der seltenen hereditären

Erkrankungen wie Galaktose-Intoleranz, Lapp Laktase Mangel oder Glukose-Galaktose

Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Interaktionen

Hypertonie

Eine synergistische antihypertensive Wirkung ist möglich, wenn Captopril zusammen mit anderen

Antihypertonika eingesetzt wird. Vor allem zu Beginn einer Diuretika-Therapie, bei Dialyse oder

unter einer sehr salzarmen Diät, kann nach der initialen Captopril-Einnahme eine starke

Blutdrucksenkung innerhalb der ersten Stunde auftreten (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Arzneimittel mit vasodilatierender Wirkung

Es sind keine Daten verfügbar über die gleichzeitige Anwendung von Vasodilatoren und Captopril.

Aus diesem Grund sollten Nitroglycerin oder andere Nitrate, die zur Behandlung von Angina

pectoris eingesetzt werden, oder andere Arzneimittel mit vasodilatorischer Wirkung wenn möglich

vor Beginn der Therapie mit Captopril abgesetzt werden. Wird die Therapie mit diesen Wirkstoffen

während der Behandlung mit Captopril wieder aufgenommen, sollten sie mit Vorsicht und ev. in

niedriger Dosierung angewandt werden.

Arzneimittel, die Renin freisetzen

Die Wirkung von Captopril wird durch Antihypertonika, die Renin freisetzen, verstärkt. So können

Diuretika wie z.B. Thiazide das Renin Angiotensin-Aldosteron-System aktivieren.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und ein Abnahme

der Nierenfunktion (einschliesslich eines akuten Nierenversagens) erhöht.

Eine duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen.

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur

unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden (s. «Kontraindikationen», «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen» Unterabschnitt «Duale Blockade des RAAS»).

Bei gleichzeitiger Anwendung eines ACE-Inhibitors, inkl. Captopril-Mepha, mit Sacubitril/Valsartan

kann ein erhöhtes Risiko von Angioödemen bestehen (siehe «Kontraindikationen» und

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Arzneimittel, die die Sympathikus-Aktivität beeinflussen

Das sympathische Nervensystem kann bei Patienten, die ACE-Hemmer alleine oder in Kombination

mit Diuretika erhalten, zur Erhaltung des Blutdrucks sehr wichtig sein. Aus diesem Grund sollten

Arzneimittel, die die Sympathikusaktivität beeinflussen (z.B. Ganglienblocker oder adrenerg

blockierende Wirkstoffe), mit Vorsicht eingesetzt werden. Die gleichzeitige Anwendung von

Betablockern kann die blutdrucksenkende Wirkung von Captopril verstärken, die Gesamtwirkung ist

jedoch weniger als additiv.

Diuretika (Thiazide oder Schleifendiuretika)

Zu Beginn der Captopril-Therapie kann eine vorausgegangene Behandlung mit hochdosierten

Diuretika zu einem Volumenmangel und dem Risiko einer Hypotonie führen (siehe «Warnhinweise

und Vorsichtsmassnahmen»). Der hypotensive Effekt kann durch Absetzen der Diuretika, durch

Erhöhung der Flüssigkeits- oder Salzzufuhr oder durch Einleitung der Therapie mit einer niedrigen

Dosis von Captopril reduziert werden. Es wurden jedoch keinerlei klinisch signifikante

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln in spezifischen Studien mit Hydrochlorothiazid oder

Furosemid entdeckt.

Kaliumsparende Diuretika oder Kaliumsubstitutionspräparate

ACE-Hemmer vermindern den durch Diuretika induzierten Kaliumverlust. Kaliumsparende

Diuretika (z.B. Spironolacton, Triamteren oder Amilorid), Kaliumsubstitutionspräparate oder

kaliumhaltige Salzersatzstoffe können zu signifikanten Erhöhungen des Serum-Kaliumspiegels

führen. Wenn die gleichzeitige Anwendung aufgrund einer nachgewiesenen Hypokaliämie angezeigt

ist, sollten sie mit Vorsicht und unter häufiger Kontrolle des Serum-Kaliumspiegels angewendet

werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Lithium

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Lithium mit ACE-Hemmern wurde über reversible

Erhöhungen der Lithium-Serum-Konzentration und Toxizität berichtet. Die gleichzeitige

Verabreichung von Thiazid-Diuretika kann das Risiko einer Lithium-Toxizität erhöhen und das

bereits erhöhte Risiko einer Lithium-Toxizität mit ACE-Hemmern verstärken. Lithium und Captopril

sollen nicht zusammen verabreicht werden. Sollte sich eine Kombination der beiden jedoch als

notwendig herausstellen, so muss eine sorgfältige Überwachung der Serum-Lithium-Spiegel erfolgen

(siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Antidiabetika

In seltenen Fällen können ACE-Hemmer bei Patienten mit Diabetes mellitus durch eine

Verbesserung der Glukose-Toleranz den blutzuckersenkenden Effekt von Insulin und oralen

Antidiabetika (Sulfonylharnstoff/Biguanide) verstärken. In solchen Fällen kann eine Dosis-

Reduktion der blutzuckersenkenden Arzneimittel bei zeitgleicher Therapie mit ACE-Hemmern

erforderlich sein.

Behandlung von akutem Myokardinfarkt

Captopril kann bei Patienten mit Myokardinfarkt zusammen mit Acetylsalicylsäure (in

kardiologischen Dosen), Thrombolytika, Betablockern und/oder Nitraten angewendet werden.

Trizyklische Antidepressiva, Antipsychotika

ACE-Hemmer können die blutdrucksenkende Wirkung von bestimmten trizyklischen Antidepressiva

und Antipsychotika verstärken (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Orthostatische

Hypotonie kann auftreten.

Allopurinol, Procainamid, Zytostatika oder Immunsuppressiva

Die gleichzeitige Verabreichung mit ACE-Hemmern kann das Risiko einer Leukopenie erhöhen, vor

allem falls die zuletzt Genannten in höheren Dosierungen angewendet werden als zurzeit empfohlen.

Nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel

Es wurde beschrieben, dass nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel (NSAIDs) und

ACE-Hemmer additiv auf erhöhte Serum-Kaliumspiegel wirken, während die Nierenfunktion

vermindert werden kann. Diese Wirkungen sind prinzipiell reversibel. In seltenen Fällen kann akutes

Nierenversagen auftreten. Insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, wie z.B.

ältere oder dehydrierte Patienten. Langzeitanwendungen von NSAIDs können den

blutdrucksenkenden Effekt von ACE-Hemmern vermindern.

mTOR Inhibitoren

Bei Patienten, die eine gleichzeitige Therapie mit mTOR-Inhibitoren (z.B. Sirolimus, Everolimus,

Temsirolimus) erhalten, besteht eventuell ein erhöhtes Risiko eines Angioödems (siehe Abschnitt

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Co- Trimoxazol

Bei Patienten, die gleichzeitig Co-Trimoxazol (Trimethoprim/Sulfamethoxazol) anwenden, besteht

eventuell ein erhöhtes Risiko für Hyperkaliämie (siehe Abschnitt «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Klinische Chemie

Captopril kann einen falschen positiven Urintest auf Aceton bewirken.

Schwangerschaft/Stillzeit

Die Anwendung von Captopril-Mepha während der Schwangerschaft ist kontraindiziert (siehe

Rubrik «Kontraindikationen»). Frauen im gebärfähigen Alter sollten über die möglichen

Konsequenzen einer Einnahme von ACE-Hemmern aufgeklärt werden. Frauen sollten angewiesen

werden, unverzüglich ihren Arzt über den Verdacht einer Schwangerschaft zu informieren. Wenn

eine Schwangerschaft geplant oder festgestellt wird, sollte so bald als möglich die Umstellung auf

eine Alternativtherapie begonnen werden.

Nach Exposition ausschliesslich im ersten Trimester der Schwangerschaft wurden Frühgeburt,

offener Ductus arteriosus und andere Herzfehlbildungen und auch neurologische Fehlbildungen

berichtet. Es ist bekannt, dass eine längere Captopril-Exposition während des zweiten und dritten

Trimesters Toxizitäten beim Fötus (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnie, Verzögerung bei

der Schädelknochenbildung) und beim Neugeborenen (neonatales Nierenversagen, Hypotonie,

Hyperkaliämie) herbeiführen kann (siehe Rubrik «Präklinische Daten»).

Captopril geht in die Muttermilch über. Eine Anwendung während der Stillzeit ist kontraindiziert.

(siehe Rubrik «Kontraindikationen»).

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Eine Senkung des Blutdrucks kann die Konzentrationsfähigkeit und das Reaktionsvermögen

beeinträchtigen und hat somit einen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit Maschinen zu

bedienen. Dies gilt in verstärktem Masse zu Beginn der Behandlung sowie bei gleichzeitigem

Genuss von Alkohol.

Unerwünschte Wirkungen

Die klinisch relevanten unerwünschten Wirkungen, die bei Captopril oder einer ACE-Hemmer-

Therapie aufgetreten sind, sind nach Organklassen aufgeteilt und entsprechend ihrer Häufigkeit

gelistet.

Die Häufigkeit wird wie folgt klassifiziert: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich

(≥1/1'000, <1/100), selten (≥1/10'000, <1/1'000), sehr selten (<1/10'000, einschliesslich gemeldeter

Einzelfälle).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: Blutbildveränderungen einschliesslich Abfall der Hämoglobinkonzentration, des

Hämatokrits, der Thrombozyten oder Leukozytenzahl, in Extremfällen Panzytopenie oder

Agranulozytose (insbesondere bei Vorliegen von Autoimmunkrankheiten, Einnahme von

Immunsuppressiva und Patienten mit Nierenfunktionsstörungen).

Sehr selten: Anämie, Thrombozytopenie, Neutropenie, Eosinophilie (in Einzelfällen mit positivem

ANA-Titer)

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: Angioneurotische Ödeme, Überempfindlichkeitsreaktion

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Selten: Anorexie

Sehr selten: Hyperkaliämie («siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»), Hypoglykämie

(«siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Erhöhungen des BUN, des Serumkreatinins und

des Serumkaliums sowie Hyponatriämie wurden selten beobachtet und waren nach Absetzen des

Arzneimittels reversibel.

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig: Schlafstörungen

Sehr selten: Verwirrung, depressive Symptomatik

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Geschmacksstörungen (abhängig von der Nierenfunktion und der Dosierung) bei

Dosisreduktion reversibel, Schwindel, Müdigkeit

Selten: Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Parästhesien, Synkope

Sehr selten: zerebrovaskuläre Ereignisse einschliesslich Schlaganfall

Augenerkrankungen

Sehr selten: verschwommenes Sehen

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Tachykardie oder Tachyarrhythmie, Angina pectoris, Palpitationen

Sehr selten: Herzstillstand, kardiogener Schock, Myokardinfarkt

Gefässerkrankungen

Gelegentlich: orthostatische Hypotonie, Flush, Blässe,

Selten: Vaskulitis, in Einzelfällen wurde eine Raynaud-Symptomatik verschlechtert.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: trockener Husten (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»), Dyspnoe

Sehr selten: Bronchospasmus, Rhinitis, eosinophile Pneumonie

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Magenverstimmung, Bauchschmerzen, Diarrhöe, Verstopfung,

Mundtrockenheit

Selten: Stomatitis/Ulzerationen mit Aphthen, intestinale Angioödeme (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»)

Sehr selten: Glossitis, peptisches Ulkus, Pankreatitis

Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr selten: Beeinträchtigung der Leberfunktion und Cholestase (einschliesslich Gelbsucht),

Hepatitis einschliesslich Nekrose, erhöhte Leberenzyme und Bilirubin-Werte

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Ausschlag, oft mit Pruritus (abhängig von der Nierenfunktion und der Dosierung) bei

Dosisreduktion reversibel, Alopezie

Gelegentlich: Angioneurotisches Ödem von Gesicht, Extremitäten, Lippen, Zunge, Glottis und/oder

Larynx (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Sehr selten: Urtikaria, Stevens-Johnson Syndrom, Erythema multiforme, Photosensibilität,

Erythrodermie, pemphigoide Reaktionen und exfoliative Dermatitis

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Sehr selten: Myalgie, Arthralgie, Myasthenie

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Selten: Nierenfunktionsstörungen einschliesslich Nierenversagen, Polyurie, Oligurie, Proteinurie,

interstitielle Nephritis

Sehr selten: nephrotisches Syndrom

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich: Brustschmerzen

Sehr selten: Impotenz, Gynäkomastie

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich: Erschöpfung, Unwohlsein

Sehr selten: Fieber

Untersuchungen

Sehr selten: Proteinurie, Eosinophilie, Erhöhung der Serum-Kaliumkonzentration. Abfall der Serum-

Natriumkonzentration, Erhöhung von BUN, Serum-Kreatinin und Serum-Bilirubin, Erniedrigung

von Hämoglobin, Hämatokrit, Leukozyten, Thrombozyten, positive ANA-Titer, erhöhte

Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit.

Überdosierung

Symptome einer Überdosierung sind schwere Hypotonie, Schock, Stupor, Bradykardie,

Elektrolytstörungen und Nierenversagen. Wenn die Einnahme erst kurze Zeit zurückliegt, sollten

Massnahmen zur Resorptionsverhinderung (z.B. Magenspülung, Verabreichung von Adsorbenzien

und Natriumsulfat innerhalb von 30 Minuten nach Einnahme) und Beschleunigung der Elimination

eingeleitet werden. Bei Auftreten einer Hypotonie sollte der Patient in Schocklage gebracht werden

und schnell eine Salz- und Volumensubstitution erhalten. Eine Behandlung mit Angiotensin II sollte

erwogen werden. Bradykardie oder ausgeprägte vagale Reaktionen sollten durch Verabreichung von

Atropin behandelt werden. Eine Schrittmachertherapie kann in Erwägung gezogen werden. Captopril

kann durch Hämodialyse aus dem Kreislauf entfernt werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C09AA01

Captopril, ein Prolin-Abkömmling, ist ein spezifischer, kompetitiver Hemmstoff des Angiotensin-

Converting-Enzyms (ACE), welches im Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAA-System) die

Umwandlung von Angiotensin I (A I) in Angiotensin II (A II) ermöglicht. Die Hemmung des ACE

bewirkt eine Reduktion von A II, was zu einer Vasodilatation und zu einer Abnahme der Aldosteron-

Sekretion aus der Nebennierenrinde führt (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»:

Serumkalium).

Diese Abnahme der Aldosteron-Sekretion führt zu einem leichten Anstieg der Serum-Kalium-

Konzentration und gleichzeitig zu einem Natrium- und Flüssigkeitsverlust. Eine Korrelation

zwischen dem Renin-Spiegel und der Wirksamkeit von Captopril ist jedoch nicht möglich.

Erhöhte Konzentrationen von Bradykinin oder Prostaglandin E2 könnten für den Wirkmechanismus

von Captopril ebenfalls von Bedeutung sein, da Captopril den Abbau des vasodilatierenden Peptids

Bradykinin hemmen kann (das ACE ist mit der Bradykininase identisch).

Captopril-Mepha ist sowohl als Antihypertensivum als auch bei der Behandlung der Herzinsuffizienz

wirksam.

Die günstigen Wirkungen von Captopril-Mepha bei Hypertonie und Herzinsuffizienz scheinen in

erster Linie das Resultat der Unterdrückung des RAA-Systems zu sein.

Neuere Befunde belegen, dass Captopril unter bestimmten Umständen auch bei der Behandlung der

diabetischen Nephropathie wirksam ist.

Hypertonie

Captopril-Mepha ist zur Behandlung aller Schweregrade der Hypertonie indiziert. Bei hypertensiven

Patienten bewirkt es eine Verminderung des peripheren arteriellen Widerstandes, wobei das

Herzminutenvolumen entweder unverändert bleibt oder ansteigt. Wenn die Blutdruckeinstellung

ungenügend ist, kann Captopril-Mepha zusammen mit einem Diuretikum, einem

Kalziumantagonisten oder einem Betablocker verabreicht werden. Die antihypertensive Wirkung

setzt bei Captopril-Mepha innerhalb von 15-30 Minuten nach Verabreichung ein. Die maximale

Wirkung wird nach 60-90 Minuten erreicht. Die Blutdrucksenkung erfolgt gewöhnlich allmählich,

und um die maximale therapeutische Wirkung einer gegebenen Dosierung zu erzielen, soll diese über

4-6 Wochen beibehalten werden. Der antihypertensive Effekt hält im Allgemeinen 24 Stunden lang

Unter Captopril-Mepha kommt es in der Regel weder zu einer Erhöhung der Konzentrationen von

Serumcholesterin und Serumharnsäure noch zu einer Verminderung des Serumkaliums.

Herzinsuffizienz

Zu den hämodynamischen Veränderungen unter Captopril-Mepha bei Patienten mit Herzinsuffizienz

gehören die Verminderung der Vorlast und die Reduktion der Nachlast, was zur Steigerung des

Herzminutenvolumens führt. Die Herzfrequenz bleibt im Allgemeinen unverändert oder wird bei

Tachykardien gesenkt; der Blutdruck kann abfallen, besonders akut (siehe auch «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Untersuchungen bei schwer herzinsuffizienten Patienten weisen ausserdem darauf hin, dass die

Behandlung mit ACE-Hemmern die Überlebenszeit verlängern kann.

Patienten mit Herzinsuffizienz zeigen unter Captopril-Mepha eine Verlängerung der Belastungszeit

sowie die Fähigkeit zur Arbeitsleistung unter höherer Belastung.

Bei Patienten mit Stauungsherzinsuffizienz wurde nach Captopril-Mepha trotz Blutdrucksenkung

eine erhöhte oder gleichbleibende Gehirndurchblutung nachgewiesen, was u.U. in der initialen

Therapiephase mit möglichen hypotonen Blutdruckwerten von Relevanz ist.

Captopril bei Zustand nach Myokardinfarkt

Captopril verlängert die Überlebenszeit, verzögert die Entwicklung einer symptomatischen

Herzinsuffizienz, reduziert die Notwendigkeit einer stationären Behandlung derselben und reduziert

die Inzidenz von Reinfarkten, auch sind Eingriffe zur koronaren Revaskularisation (CABG, PTCA)

weniger häufig.

Bei Patienten nach Myokardinfarkt (3-16 Tage post Infarkt) mit asymptomatischer linksventrikulärer

Dysfunktion (EF ≤ 40%) zeigte eine placebokontrollierte doppelblinde klinische Prüfung, dass

Captopril, zusätzlich zu anderen Post-Infarkt-Therapien wie Thrombolytika, Betablockern oder

Acetylsalicylsäure, die Überlebenszeit verlängert und die kardiovaskuläre Morbidität verringert.

Dabei wurde das Risiko eines neuerlichen Herzinfarktes sowie einer schweren Herzinsuffizienz

vermindert. Hierdurch reduzierte sich die Notwendigkeit eines stationären Aufenthaltes und/oder

einer zusätzlichen Medikation mit Diuretika und/oder Digitalis bzw. deren Dosiserhöhung.

Der kardioprotektive Effekt von Captopril bei den Subgruppenanalysen für Alter, Geschlecht,

Infarktlokalisation oder Auswurffraktion war vergleichbar mit demjenigen der Gesamtgruppe.

Folgende potentielle Mechanismen verbessern das Überleben und den klinischen Verlauf bei Post-

Infarkt-Patienten unter Captopril: Verminderung der progressiven linksventrikulären Dilatation und

der Verschlechterung der linksventrikulären Funktion sowie die Hemmung der neurohumoralen

Aktivierung.

Diabetische Nephropathie

Bei Patienten mit langjährigem Typ-I-Diabetes mit diabetischer Nephropathie verhindert Captopril

ein Fortschreiten dieser Nierenerkrankung und vermindert deren klinische Spätfolgen.

Untersuchungen bei Insulin-abhängigen Diabetikern mit einer Proteinurie und einem Kreatinin-Wert

≤ 221 µmol/l zeigen, unabhängig ob eine gleichzeitige Hypertonie vorlag oder nicht, dass eine

Behandlung mit Captopril die Morbidität/Mortalität (Dialyse, Nierentransplantation und Tod)

signifikant um 51% reduzierte. Über einen allfälligen Nutzen bei schwerer Niereninsuffizienz liegen

keine Daten vor.

Der renoprotektive Effekt dieser Therapie trat zusätzlich zur bereits günstigen antihypertensiven

Wirkung von Captopril auf.

Bei normotonen Patienten mit Diabetes mellitus Typ-I und Mikroalbuminurie verminderte eine

zweijährige Therapie mit Captopril die Albuminausscheidung, während das Absinken der

glomerulären Filtrationsrate nur in einer Studie signifikant gebremst wurde versus Placebo.

Pharmakokinetik

Absorption

Captopril wird rasch aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert, wobei die maximalen Spiegel im

Serum im Allgemeinen innerhalb von 30-60 Minuten erreicht werden. Die Wirkung ist meist schon

nach 15-30 Minuten nachweisbar. Durch eine Erhöhung der Dosis wird weniger das Ausmass,

sondern vor allem die Dauer des therapeutischen Effektes gesteigert. Wird die Tablette gleichzeitig

mit der Mahlzeit eingenommen, verzögert sich die Resorption, ohne dass die «area under the plasma

curve» (AUC) verändert wird.

Distribution

Im Organismus liegt Captopril hauptsächlich in freier Form vor. Die Bindung an Plasmaproteine

beträgt ca. 25-30%. Die meisten Untersuchungen an Labortieren weisen darauf hin, dass Captopril

nicht in signifikanten Mengen durch die Bluthirnschranke hindurchtritt.

Die Konzentration von Captopril in der Muttermilch beträgt ca. 1% derjenigen im mütterlichen Blut.

Metabolismus / Elimination

Während die Halbwertszeit von freiem Captopril ca. 2 Stunden beträgt, wird das für den

antihypertonischen Effekt verantwortliche Gesamt-Captopril («total captopril») wesentlich

langsamer, mit einer Halbwertszeit von etwa 7 Stunden eliminiert. Die therapeutischen Wirkungen

des Medikamentes halten während längerer Zeit an als die nachweisbare Hemmung des Serum-ACE.

Freies Captopril und Gesamt-Captopril («total captopril») werden überwiegend renal ausgeschieden:

95% der resorbierten, oral applizierten Captopril-Dosis werden innerhalb von 24 Stunden im Urin

wiedergefunden; 40-50% davon als unveränderte Muttersubstanz, der Rest vor allem als Disulfid.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Bei Niereninsuffizienz sind die Dosierungsintervalle entsprechend zu verlängern bzw. die Dosis zu

reduzieren (siehe auch «Spezielle Dosierungsanweisungen»).

Präklinische Daten

Präklinische Daten auf der Basis von konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie,

chronischen Toxizität, Genotoxizität und Kanzerogenität zeigen keine Risiken für den Menschen.

Tierstudien, die mit Captopril während der Organogenese durchgeführt wurden, haben keine

teratogenen Effekte gezeigt. Captopril führte jedoch in mehreren Spezies zur fötalen Toxizität,

einschliesslich fötaler Mortalität gegen Ende der Trächtigkeit, zu Wachstumsverzögerungen und zur

postnatalen Mortalität bei Ratten.

Sonstige Hinweise

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Captopril-Mepha kann eine falsch positive Aceton-Reaktion im Urin verursachen; dies ist bei

Diabetikern zu beachten.

Haltbarkeit

Captopril-Mepha darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) und in der Originalpackung aufbewahren. Für Kinder unerreichbar

aufbewahren.

Zulassungsnummer

53672 (Swissmedic).

Packungen

Tabletten zu 12.5 mg (mit Bruchrille, teilbar): 30 und 100 B

Tabletten zu 25 mg (mit Bruchrille, teilbar): 30 und 100 B

Tabletten zu 50 mg (mit Bruchrille, teilbar): 30 und 100 B

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Stand der Information

April 2018.

Interne Versionsnummer: 5.2

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