Candesartan G.L. 8 mg - Tabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-05-2020

Fachinformation Fachinformation (SPC)

01-05-2020

Wirkstoff:
CANDESARTAN CILEXETIL
Verfügbar ab:
G.L. Pharma GmbH
ATC-Code:
C09CA06
INN (Internationale Bezeichnung):
CANDESARTAN CILEXETIL
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-31785
Berechtigungsdatum:
2013-01-24

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Candesartan G.L. 8 mg-Tabletten

Wirkstoff: Candesartan Cilexetil

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Candesartan G.L. und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Candesartan G.L. beachten?

Wie ist Candesartan G.L. einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Candesartan G.L. aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Candesartan G.L. und wofür wird es angewendet?

Der Name Ihres Arzneimittels ist Candesartan G.L.. Der Wirkstoff ist Candesartan Cilexetil.

Es gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

genannt werden. Es wirkt, indem es Ihre Blutgefäße entspannt und erweitert. Dies hilft, Ihren

Blutdruck zu senken. Es macht es auch einfacher für Ihr Herz, das Blut in alle Bereiche Ihres

Körpers zu pumpen.

Dieses Arzneimittel wird angewendet, um:

hohen Blutdruck (Hypertonie) bei erwachsenen Patienten und bei Kindern und

Jugendlichen von 6 bis 18 Jahren zu behandeln.

Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz) und verringerte Herzmuskelfunktion bei

erwachsenen Patienten zu behandeln, wenn Arzneimittel aus der Gruppe der

Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer (ACE-Hemmer) nicht angewendet werden

können. Bei Patienten, die trotz ACE-Hemmer-Behandlung weiterhin Beschwerden

haben und kein Arzneimittel aus der Gruppe der Mineralokortikoid-Rezeptor-

Antagonisten (MRA) erhalten können, kann Candesartan G.L. zusätzlich zu dem ACE-

Hemmer angewendet werden. (ACE-Hemmer und MRA sind Arzneimittel zur Behandlung

von Herzleistungsschwäche.)

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Candesartan G.L. beachten?

Candesartan G.L. darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Candesartan Cilexetil oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

während der letzten 6 Monate einer Schwangerschaft. (Es wird empfohlen, Candesartan

G.L. auch in der frühen Phase der Schwangerschaft nicht einzunehmen, siehe Abschnitt

„Schwangerschaft und Stillzeit“.)

wenn Sie eine schwere Lebererkrankung oder Gallenstauung haben (ein Problem des

Abflusses der Galle aus der Gallenblase).

wenn der Patient ein Kind unter 1 Jahr ist.

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit

einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

Falls Sie sich nicht sicher sind, ob eine der Angaben auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem

Arzt oder Apotheker, bevor Sie Candesartan G.L. einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Candesartan G.L. einnehmen,

wenn Sie Herz-, Leber- oder Nierenprobleme haben oder Dialyse-Patient sind.

wenn Sie kürzlich eine Nierentransplantation hatten.

wenn Sie erbrechen müssen, kürzlich heftig erbrochen haben oder Durchfall haben.

wenn Sie eine Erkrankung der Nebenniere haben, die Conn-Syndrom genannt wird (auch

primärer Hyperaldosteronismus genannt - das Hormon Aldosteron wird vermehrt

gebildet).

wenn Sie niedrigen Blutdruck haben.

wenn Sie schon einmal einen Schlaganfall hatten.

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck

einnehmen:

einen ACE-Hemmer (z.B. Enalapril, Lisinopril, Ramipril), insbesondere wenn Sie

Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben,

Aliskiren.

wenn Sie einen ACE-Hemmer zusammen mit einem Arzneimittel aus der Gruppe der

sogenannten Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten (MRA) einnehmen. Diese

Arzneimittel werden bei der Behandlung von Herzleistungsschwäche angewendet (siehe

Abschnitt „Einnahme von Candesartan G.L. zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten schwanger zu sein (oder schwanger

werden könnten). Die Einnahme von Candesartan G.L. in der frühen Phase der

Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und Candesartan G.L. darf nicht mehr nach dem

dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von

Candesartan G.L. in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen

Kindes führen kann (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

Wenn einer der oben angegebenen Umstände auf Sie zutrifft, möchte Ihr Arzt Sie eventuell

häufiger sehen und einige Untersuchungen vornehmen.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z.B.

Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Candesartan G.L. darf nicht eingenommen werden“.

Wenn bei Ihnen eine Operation geplant ist, informieren Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt darüber,

dass Sie Candesartan G.L. einnehmen. Der Grund dafür ist, dass Candesartan G.L. in

Kombination mit einigen Narkosemitteln einen Blutdruckabfall verursachen könnte.

Kinder und Jugendliche

Candesartan wurde in klinischen Studien an Kindern und Jugendlichen untersucht. Für

weitere Informationen sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt. Die Sicherheit und Wirksamkeit von

Candesartan G.L. bei Kindern zwischen 1 Jahr bis < 6 Jahre wurde nicht belegt.

Candesartan G.L. darf nicht an Kinder unter 1 Jahr gegeben werden, da ein mögliches

Risiko für das Auftreten von Nierenerkrankungen besteht.

Einnahme von Candesartan G.L. zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Ihr Arzt muss unter

Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Candesartan G.L. kann die Wirkung einiger anderer Arzneimittel beeinflussen, und einige

Arzneimittel können einen Einfluss auf Candesartan G.L. haben. Wenn Sie bestimmte

Arzneimittel einnehmen, wird Ihr Arzt eventuell von Zeit zu Zeit Blutuntersuchungen

durchführen müssen.

Informieren Sie Ihren Arzt insbesondere, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel

einnehmen:

Andere Arzneimittel die helfen, Ihren Blutdruck zu senken, einschließlich Betablocker,

Diazoxid und ACE-Hemmer wie Enalapril, Captopril, Lisinopril oder Ramipril.

Nichtsteroidale entzündungshemmende Arzneimittel (NSARs) wie Ibuprofen, Naproxen,

Diclofenac, Celecoxib oder Etoricoxib (Arzneimittel zur Linderung von Schmerz und

Entzündung).

Acetylsalicylsäure (wenn Sie mehr als 3 g pro Tag einnehmen) (Arzneimittel zur

Linderung von Schmerz und Entzündung).

Kaliumpräparate oder kaliumhaltige Salzersatzmittel (Arzneimittel, die die Menge an

Kalium in Ihrem Blut erhöhen).

Heparin (ein Arzneimittel zur Blutverdünnung).

Co-Trimoxazol (ein Antibiotikum), auch bekannt als Trimethoprim/Sulfamethoxazol.

Entwässerungstabletten (Diuretika).

Lithium (ein Arzneimittel gegen psychische Erkrankungen).

ACE-Hemmer oder Aliskiren (siehe auch Abschnitte „Candesartan G.L. darf nicht

eingenommen werden“ und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

ACE-Hemmer zusammen mit bestimmten anderen Arzneimitteln zur Behandlung von

Herzleistungsschwäche, die Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten (MRA) genannt

werden (z.B. Spironolacton, Eplerenon).

Einnahme von Candesartan G.L. zusammen mit Nahrungsmitteln und Alkohol

Sie können Candesartan G.L. mit oder ohne Nahrung einnehmen.

Wenn Ihnen Candesartan G.L. verschrieben wird, sprechen Sie mit Ihrem Arzt bevor Sie

Alkohol trinken. Alkohol kann bei Ihnen ein Gefühl der Ohnmacht oder Schwindel

hervorrufen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten schwanger zu sein (oder schwanger werden

könnten). In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Candesartan G.L. vor einer

Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird

Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen.

Die Anwendung von Candesartan G.L. in der frühen Schwangerschaft wird nicht empfohlen

und Candesartan G.L. darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat

eingenommen werden, da die Einnahme von Candesartan G.L. in diesem Stadium zu

schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen.

Candesartan G.L. wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen. Wenn Sie

stillen wollen, kann Ihr Arzt eine andere Behandlung für Sie wählen, vor allem solange Ihr

Kind im Neugeborenenalter ist oder wenn es eine Frühgeburt war.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Einige Personen können sich während der Einnahme von Candesartan G.L. müde oder

schwindlig fühlen. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, dürfen Sie kein Fahrzeug lenken bzw.

keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

3. Wie ist Candesartan G.L. einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Zum Einnehmen.

Es ist wichtig, Candesartan G.L. jeden Tag einzunehmen.

Sie können Candesartan G.L. mit oder ohne Nahrung, am besten mit einem Schluck

Wasser, einnehmen.

Versuchen Sie die Tablette jeden Tag zur gleichen Zeit einzunehmen. Dies wird Ihnen helfen

sich daran zu erinnern, sie zu nehmen.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Bluthochdruck

Die empfohlene Dosis von Candesartan G.L. beträgt 8 mg einmal täglich. Je nach

Ansprechen des Blutdrucks kann Ihr Arzt diese Dosis auf 16 mg einmal täglich und weiter

auf bis zu maximal 32 mg einmal täglich erhöhen.

Bei einigen Patienten, wie z.B. solchen mit Leber- oder Nierenproblemen oder jenen, die

vor Kurzem Körperflüssigkeiten verloren haben, z.B. durch Erbrechen oder Durchfall oder

aufgrund der Anwendung von Entwässerungstabletten, kann der Arzt eine niedrigere

Anfangsdosis verschreiben.

Einige Patienten mit schwarzer Hautfarbe können, bei alleiniger Behandlung mit dieser

Art von Arzneimitteln, ein vermindertes Ansprechen des Blutdrucks haben, und diese

Patienten benötigen eventuell eine höhere Dosis.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen mit hohem Blutdruck

Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren:

Die empfohlene Anfangsdosis von Candesartan G.L. beträgt 4 mg einmal täglich.

Patienten, die weniger als 50 kg wiegen: Bei einigen Patienten deren Blutdruck nicht

hinreichend kontrolliert ist, kann Ihr Arzt die Dosis auf maximal 8 mg einmal täglich erhöhen.

Patienten, die mehr als 50 kg wiegen: Bei einigen Patienten deren Blutdruck nicht

hinreichend kontrolliert ist, kann Ihr Arzt die Dosis auf maximal 8 mg einmal täglich oder

16 mg einmal täglich erhöhen.

Herzleistungsschwäche bei Erwachsenen

Die empfohlene Anfangsdosis von Candesartan G.L. beträgt 4 mg einmal täglich. Ihr Arzt

kann Ihre Dosis durch Verdopplung der Dosis in Intervallen von mindestens 2 Wochen

bis auf maximal 32 mg einmal täglich erhöhen. Candesartan G.L. kann zusammen mit

anderen Arzneimitteln gegen Herzleistungsschwäche eingenommen werden und Ihr Arzt

wird entscheiden, welche Behandlung für Sie geeignet ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Candesartan G.L. eingenommen haben als Sie

sollten

Wenn Sie eine größere Menge von Candesartan G.L. eingenommen haben als Ihnen von

Ihrem Arzt verschrieben wurde, wenden Sie sich bitte umgehend an einen Arzt oder

Apotheker um Rat zu erhalten.

Wenn Sie die Einnahme von Candesartan G.L. vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben. Nehmen Sie die nächste Dosis einfach wie üblich ein.

Wenn Sie die Einnahme von Candesartan G.L. abbrechen

Wenn Sie die Einnahme von Candesartan G.L. abbrechen, kann Ihr Blutdruck erneut

ansteigen. Brechen Sie daher die Einnahme von Candesartan G.L. nicht ab, ohne zuerst mit

Ihrem Arzt zu sprechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen. Wichtig ist, dass Sie sich dieser möglichen Nebenwirkungen

bewusst sind.

Nehmen Sie Candesartan G.L. nicht weiter ein und suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf,

wenn Sie eine der folgenden allergischen Reaktionen haben:

Schwierigkeiten beim Atmen mit oder ohne Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge

und/oder Rachen

Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Rachen, die möglicherweise

Schwierigkeiten beim Schlucken verursachen kann

Starker Juckreiz der Haut (mit pustelähnlichen Schwellungen)

Candesartan G.L. kann zu einer Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen

führen. Ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Infektionen kann verringert sein und Sie

bemerken möglicherweise Müdigkeit, eine Infektion oder Fieber. Falls dies auftritt, wenden

Sie sich an Ihren Arzt. Möglicherweise wird Ihr Arzt gelegentlich Blutuntersuchungen

durchführen um zu überprüfen, ob Candesartan G.L. einen Einfluss auf Ihr Blut hatte

(Agranulozytose).

Weitere mögliche Nebenwirkungen:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Schwindel/Drehgefühl

Kopfschmerzen

Atemwegsinfektion

Niedriger Blutdruck. Dieser kann bei Ihnen ein Gefühl von Ohnmacht oder Schwindel

hervorrufen.

Veränderungen bei Blutuntersuchungsergebnissen:

Eine erhöhte Menge an Kalium in Ihrem Blut, besonders wenn Sie bereits

Nierenprobleme oder eine Herzleistungsschwäche haben. In schweren Fällen

bemerken Sie möglicherweise Müdigkeit, Schwäche, unregelmäßigen Herzschlag

oder ein Kribbeln („Ameisenlaufen“).

Beeinflussung Ihrer Nierenfunktion, besonders wenn Sie Nierenprobleme oder eine

Herzleistungsschwäche haben. In sehr seltenen Fällen kann Nierenversagen auftreten.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Rachen

Eine Abnahme Ihrer weißen Blutkörperchen. Möglicherweise bemerken Sie Müdigkeit,

eine Infektion oder Fieber.

Hautausschlag, beuliger Ausschlag (Nesselsucht)

Juckreiz

Rückenschmerzen, Schmerzen in Gelenken und Muskeln

Veränderungen Ihrer Leberfunktion, einschließlich Leberentzündung (Hepatitis). Sie

bemerken möglicherweise Müdigkeit, eine Gelbfärbung Ihrer Haut und des Weißen im

Auge sowie grippeähnliche Beschwerden.

Übelkeit

Veränderungen bei Blutuntersuchungsergebnissen:

Eine erniedrigte Menge an Natrium im Blut. In schweren Fällen bemerken Sie

möglicherweise Schwäche, Energiemangel oder Muskelkrämpfe.

Erhöhte Leberenzymwerte

Husten

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Müdigkeit

Durchfall

Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen

Bei Kindern und Jugendlichen, deren Bluthochdruck behandelt wird, sind die

Nebenwirkungen ähnlich denen bei Erwachsenen, aber sie treten häufiger auf. Schmerzen

im Mund- und Rachenraum sind sehr häufige Nebenwirkungen bei Kindern, die bei

Erwachsenen nicht beobachtet wurden. Schnupfen, Fieber und schnellerer Herzschlag sind

häufige Nebenwirkungen bei Kindern, die bei Erwachsenen nicht beobachtet wurden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt anzeigen (siehe Angaben weiter unten). Indem Sie

Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

5. Wie ist Candesartan G.L. aufzubewahren?

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung/dem Flaschenetikett und

dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht

sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

HDPE-Flaschen: innerhalb von 100 Tagen nach dem ersten Öffnen verwenden.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Candesartan G.L. enthält

Der Wirkstoff ist: Candesartan Cilexetil. Eine Tablette enthält 8 mg Candesartan Cilexetil.

Die sonstigen Bestandteile sind: Mannitol, Maisstärke, Eisenoxid rot (E 172), Copovidon,

Glycerol und Magnesiumstearat.

Wie Candesartan G.L. aussieht und Inhalt der Packung

Candesartan G.L. 8 mg-Tabletten sind hellrote, runde Tabletten mit einer Bruchkerbe auf

einer Seite.

Candesartan G.L. 8 mg-Tabletten sind in Blisterpackungen zu 7, 10, 14, 15, 20, 28, 30, 50,

56, 90, 98, 100, 300, 50 x 1 und 98 x 1 Stück und in Flaschen zu 100 oder 250 Stück

erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

G.L. Pharma GmbH

Schlossplatz 1

8502 Lannach

Österreich

Hersteller

G.L. Pharma GmbH

Schlossplatz 1

8502 Lannach

Österreich

Delorbis Pharmaceuticals Ltd.

17, Athinon Street, Ergates Industrial Area

2643 Nicosia

Zypern

HBM Pharma s.r.o.

Sklabinská 30

036 80 Martin

Slowakei

Z.Nr.: 1-31785

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Österreich: Candesartan G.L.

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2018.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Candesartan G.L. 2 mg-Tabletten

Candesartan G.L. 4 mg-Tabletten

Candesartan G.L. 8 mg-Tabletten

Candesartan G.L. 16 mg-Tabletten

Candesartan G.L. 32 mg-Tabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Candesartan G.L. 2 mg-Tabletten

Eine Tablette enthält 2 mg Candesartan Cilexetil.

Candesartan G.L. 4 mg-Tabletten

Eine Tablette enthält 4 mg Candesartan Cilexetil.

Candesartan G.L. 8 mg-Tabletten

Eine Tablette enthält 8 mg Candesartan Cilexetil.

Candesartan G.L. 16 mg-Tabletten

Eine Tablette enthält 16 mg Candesartan Cilexetil.

Candesartan G.L. 32 mg-Tabletten

Eine Tablette enthält 32 mg Candesartan Cilexetil.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Tablette

Candesartan G.L. 2 mg-Tabletten

Weiße bis gebrochen weiße, runde Tabletten (Durchmesser ~ 5,5 mm).

Candesartan G.L. 4 mg-Tabletten

Weiße bis gebrochen weiße, runde Tabletten (Durchmesser ~ 7,5 mm) mit einer Bruchkerbe

auf einer Seite.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Candesartan G.L. 8 mg-Tabletten

Hellrote, runde Tabletten (Durchmesser ~ 7,5 mm) mit einer Bruchkerbe auf einer Seite.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Candesartan G.L. 16 mg-Tabletten

Rote, runde Tabletten (Durchmesser ~ 7,5 mm) mit einer Bruchkerbe auf einer Seite.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Candesartan G.L. 32 mg-Tabletten

Rote, runde Tabletten (Durchmesser ~ 10 mm) mit einer Bruchkerbe auf einer Seite.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Candesartan G.L. ist angezeigt zur:

Behandlung der essenziellen Hypertonie bei Erwachsenen

Behandlung der Hypertonie bei Kindern und Jugendlichen von 6 bis < 18 Jahren

Behandlung

erwachsener

Patienten

Herzinsuffizienz

eingeschränkter

linksventrikulärer systolischer Funktion (linksventrikuläre Ejektionsfraktion ≤ 40%), wenn

ACE-Hemmer nicht vertragen werden, oder als Add-on-Therapie zu ACE-Hemmern bei

Patienten, die trotz optimaler Therapie eine symptomatische Herzinsuffizienz aufweisen,

wenn Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten nicht vertragen werden (siehe Abschnitte

4.2, 4.4, 4.5 und 5.1)

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung bei Hypertonie

Die empfohlene Anfangsdosis und die übliche Erhaltungsdosis von Candesartan G.L. sind

8 mg einmal täglich. Der Großteil der blutdrucksenkenden Wirkung wird innerhalb von

4 Wochen erlangt. Bei einigen Patienten, deren Blutdruck nicht hinreichend kontrolliert ist,

kann die Dosis auf 16 mg einmal täglich und bis zu einem Maximum von 32 mg einmal

täglich

erhöht

werden.

Behandlung

gemäß

Ansprechen

Blutdrucks

anzupassen.

Candesartan G.L. kann auch gemeinsam mit anderen Antihypertensiva verabreicht werden

(siehe Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1). Bei zusätzlicher Gabe von Hydrochlorothiazid zu

verschiedenen Dosen von Candesartan Cilexetil hat sich eine additive antihypertensive

Wirkung gezeigt.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten ist keine Anpassung der Anfangsdosis erforderlich.

Patienten mit intravaskulärem Volumenmangel

Für Patienten mit einem Hypotonierisiko, wie z.B. Patienten mit möglichem Volumenmangel,

kann eine Anfangsdosis von 4 mg in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 4.4).

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Anfangsdosis

Patienten

eingeschränkter

Nierenfunktion,

einschließlich

Hämodialyse-Patienten, ist 4 mg. Die Dosis ist gemäß dem Ansprechen zu titrieren. Bei

Patienten mit sehr schwerer Nierenfunktionsstörung oder mit Nierenfunktionsstörung im

Endstadium (Cl

Kreatinin

< 15 ml/min) liegen begrenzte Erfahrungen vor (siehe Abschnitt 4.4).

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Leberfunktion wird eine Anfangsdosis von

4 mg einmal täglich empfohlen. Die Dosis kann gemäß dem Ansprechen angepasst werden.

Candesartan G.L. ist bei Patienten mit schwer eingeschränkter Leberfunktion und/oder

Cholestase kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 5.2).

Patienten mit schwarzer Hautfarbe

Der antihypertensive Effekt von Candesartan ist bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe

weniger ausgeprägt als bei Patienten mit nichtschwarzer Hautfarbe. Infolgedessen können

Blutdruckkontrolle

Patienten

schwarzer

Hautfarbe

eine

Auftitration

Candesartan G.L. und eine Begleittherapie häufiger notwendig sein als bei Patienten mit

nichtschwarzer Hautfarbe (siehe Abschnitt 5.1).

Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche von 6 bis < 18 Jahre

Die empfohlene Anfangsdosis ist 4 mg einmal täglich.

Bei Patienten, die < 50 kg wiegen: Bei Patienten deren Blutdruck nicht hinreichend

kontrolliert ist, kann die Dosis auf maximal 8 mg einmal täglich erhöht werden.

Bei Patienten, die ≥ 50 kg wiegen: Bei Patienten deren Blutdruck nicht hinreichend

kontrolliert ist, kann die Dosis auf 8 mg einmal täglich und danach, falls nötig, auf 16 mg

einmal täglich erhöht werden (siehe Abschnitt 5.1).

Es wurden keine Studien mit Dosen über 32 mg an Kindern und Jugendlichen durchgeführt.

Der Großteil der blutdrucksenkenden Wirkung wird innerhalb von 4 Wochen erlangt.

Bei Kindern mit einem möglichen intravaskulären Volumenmangel (z.B. Patienten, die mit

Diuretika behandelt werden, vor allem diejenigen mit eingeschränkter Nierenfunktion), soll

die Behandlung mit Candesartan G.L. unter enger medizinischer Überwachung begonnen

werden und eine geringere Anfangsdosis als die übliche oben genannte Anfangsdosis ist in

Betracht zu ziehen (siehe Abschnitt 4.4).

Es wurden keine Studien zu Candesartan bei Kindern mit einer glomerulären Filtrationsrate

unter 30 ml/min/1,73 m

durchgeführt (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche mit schwarzer Hautfarbe

Die blutdrucksenkende Wirkung von Candesartan ist bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe

weniger ausgeprägt als bei Patienten mit nichtschwarzer Hautfarbe (siehe Abschnitt 5.1).

Kinder unter 1 Jahr bis < 6 Jahre

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Candesartan G.L. bei Kindern zwischen 1 Jahr bis

< 6 Jahre

wurde

nicht

belegt.

derzeit

vorliegenden

Daten

sind

Abschnitt

beschrieben, es können jedoch keine Empfehlungen zur Dosierung gemacht werden.

Candesartan G.L. ist kontraindiziert bei Kindern unter 1 Jahr (siehe Abschnitt 4.3).

Dosierung bei Herzinsuffizienz

Die übliche empfohlene Anfangsdosis von Candesartan G.L. ist 4 mg einmal täglich. Die

Auftitration

Zieldosis

einmal

täglich

(Maximaldosis)

oder

verträglichen Höchstdosis erfolgt durch Dosisverdopplung in Intervallen von mindestens 2

Wochen (siehe Abschnitt 4.4). Die Beurteilung von Patienten mit Herzinsuffizienz soll immer

eine Bewertung der Nierenfunktion einschließlich Überwachung des Serumkreatinins und -

kaliums einschließen.

Candesartan

G.L.

kann

gemeinsam

anderen

Arzneimitteln

gegen

Herzinsuffizienz

angewendet werden, einschließlich ACE-Hemmern, Betablockern, Diuretika und Digitalis

oder einer Kombination dieser Arzneimittel. Candesartan G.L. kann bei Patienten, die trotz

optimaler

Herzinsuffizienz-Standardtherapie

eine

symptomatische

Herzinsuffizienz

aufweisen,

gemeinsam

einem

ACE-Hemmer

angewendet

werden,

wenn

eine

Unverträglichkeit

gegenüber

Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten

besteht.

Kombination aus einem ACE-Hemmer, einem kaliumsparenden Diuretikum und Candesartan

G.L. wird nicht empfohlen und ist nur nach sorgfältiger Bewertung des möglichen Nutzens

und der möglichen Risiken in Betracht zu ziehen (siehe Abschnitte 4.4, 4.8 und 5.1).

Besondere Patientengruppen

älteren

Patienten

oder

Patienten

intravaskulärem

Volumenmangel

oder

eingeschränkter Nierenfunktion oder leicht bis mäßig eingeschränkter Leberfunktion ist keine

Anpassung der Anfangsdosis erforderlich.

Kinder und Jugendliche

Sicherheit

Wirksamkeit

Candesartan

Kindern

Jugendlichen

18 Jahren wurde für die Behandlung von Herzinsuffizienz nicht belegt. Es liegen keine Daten

vor.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Candesartan G.L. soll einmal täglich mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Die Bioverfügbarkeit von Candesartan wird durch Nahrung nicht beeinflusst.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6)

Schwere Einschränkung der Leberfunktion und/oder Cholestase

Kinder unter 1 Jahr (siehe Abschnitt 5.3)

Die gleichzeitige Anwendung von Candesartan G.L. mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln

Patienten

Diabetes

mellitus

oder

eingeschränkter

Nierenfunktion

(GFR < 60 ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine

Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine

duale

Blockade

RAAS

durch

gleichzeitige

Anwendung

ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe

Abschnitte 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, hat dies

nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck zu erfolgen.

ACE-Hemmer

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

sollen

Patienten

diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Eingeschränkte Nierenfunktion

anderen

Renin-Angiotensin-Aldosteron-System

hemmenden

Substanzen

können

anfälligen

Patienten,

Candesartan

G.L.

behandelt

werden,

Veränderungen der Nierenfunktion erwartet werden.

Wenn Candesartan G.L. bei Bluthochdruck-Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

angewendet wird, wird eine regelmäßige Überwachung der Serumkalium- und Serum-

kreatininspiegel empfohlen. Bei Patienten mit einer sehr schweren Nierenfunktionsstörung

bzw. mit Nierenfunktionsstörung im Endstadium (Cl

Kreatinin

< 15 ml/min) liegen begrenzte

Erfahrungen vor. Bei diesen Patienten soll Candesartan G.L. vorsichtig und unter sorgfältiger

Überwachung des Blutdrucks titriert werden.

Die Beurteilung von Patienten mit Herzinsuffizienz soll eine regelmäßige Bewertung der

Nierenfunktion einschließen, insbesondere bei Patienten, die 75 Jahre oder älter sind, und

Patienten

eingeschränkter

Nierenfunktion.

Während

Dosistitration

Candesartan G.L. wird die Überwachung des Serumkreatinins und -kaliums empfohlen. In

klinischen

Studien

Herzinsuffizienz

wurden

keine

Patienten

Serumkreatinin

> 265 µmol/l (> 3 mg/dl) einbezogen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen einschließlich Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion

Es wurden keine Studien zu Candesartan bei Kindern mit einer glomerulären Filtrationsrate

unter 30 ml/min/1,73m

durchgeführt (siehe Abschnitt 4.2).

Gleichzeitige Behandlung mit einem ACE-Hemmer bei Herzinsuffizienz

Bei Anwendung von Candesartan G.L. in Kombination mit einem ACE-Hemmer kann sich

das Risiko für Nebenwirkungen, insbesondere Hypotonie, Hyperkaliämie und Abnahme der

Nierenfunktion

(einschließlich

eines

akuten

Nierenversagens),

erhöhen.

Eine

Dreifachkombination

einem

ACE-Hemmer,

einem

Mineralokortikoid-Rezeptor-

Antagonisten und Candesartan wird ebenfalls nicht empfohlen. Solche Kombinationen sind

nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck anzuwenden.

ACE-Hemmer

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

sollen

Patienten

diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Hämodialyse

Während der Dialyse kann der Blutdruck infolge des reduzierten Plasmavolumens und der

Aktivierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems besonders empfindlich auf eine AT

Rezeptorblockade reagieren. Deshalb soll Candesartan G.L. bei Hämodialyse-Patienten

unter sorgfältiger Überwachung des Blutdrucks vorsichtig titriert werden.

Nierenarterienstenose

Arzneimittel,

Renin-Angiotensin-Aldosteron-System

beeinflussen,

einschließlich

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

(AIIRAs),

können

Patienten

bilateraler

Nierenarterienstenose bzw. Arterienstenose einer Einzelniere den Blutharnstoff und das

Serumkreatinin erhöhen.

Nierentransplantation

Über

Anwendung

Candesartan

Patienten,

denen

Kurzem

eine

Nierentransplantation vorgenommen wurde, liegen keine Erfahrungen vor.

Hypotonie

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz kann unter der Behandlung mit Candesartan G.L. eine

Hypotonie

auftreten.

Dies

kann

auch

Hypertonie-Patienten

intravaskulärem

Volumenmangel

vorkommen,

z.B.

jenen,

hoch

dosiert

Diuretika

erhalten.

Behandlungsbeginn ist Vorsicht geboten, und es soll versucht werden, den Volumenmangel

zu beheben.

Bei Kindern mit einem möglichen intravaskulären Volumenmangel (z.B. Patienten, die mit

Diuretika behandelt werden, vor allem diejenigen mit eingeschränkter Nierenfunktion), soll

die Behandlung mit Candesartan G.L. unter enger medizinischer Überwachung begonnen

werden und eine geringere Anfangsdosis ist in Betracht zu ziehen (siehe Abschnitt 4.2).

Anästhesie und Chirurgie

Aufgrund

Blockade

Renin-Angiotensin-Systems

kann

Patienten,

Angiotensin-II-Antagonisten

behandelt

werden,

unter

Narkose

chirurgischen

Eingriffen eine Hypotonie auftreten. Sehr selten kann die Hypotonie so stark sein, dass die

intravenöse Gabe von Flüssigkeiten und/oder Vasopressoren gerechtfertigt ist.

Aorten- und Mitralklappenstenose (obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie)

Wie bei anderen Vasodilatatoren ist besondere Vorsicht angezeigt bei Patienten, die an

hämodynamisch

relevanter

Aorten-

oder

Mitralklappenstenose

oder

obstruktiver

hypertropher Kardiomyopathie leiden.

Primärer Hyperaldosteronismus

Patienten

primärem

Hyperaldosteronismus

sprechen

Allgemeinen

nicht

blutdrucksenkende

Arzneimittel

über

eine

Hemmung

Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems wirken. Deshalb wird die Anwendung von Candesartan G.L. bei dieser

Patientengruppe nicht empfohlen.

Hyperkaliämie

gleichzeitige

Anwendung

Candesartan

G.L.

kaliumsparenden

Diuretika,

Kaliumpräparaten,

kaliumhaltigen

Salzersatzmitteln

oder

anderen

Arzneimitteln,

Kaliumspiegel

erhöhen

können

(z.B.

Heparin,

Co-Trimoxazol

auch

bekannt

Trimethoprim/Sulfamethoxazol),

kann

einer

Erhöhung

Serumkaliums

hypertensiven

Patienten

führen.

Soweit

erforderlich,

eine

Kontrolle

Kaliums

vorzunehmen.

Bei Herzinsuffizienz-Patienten, die mit Candesartan G.L. behandelt werden, kann eine

Hyperkaliämie

auftreten.

Eine

regelmäßige

Überwachung

Serumkaliums

wird

empfohlen. Die Kombination eines ACE-Hemmers, eines kaliumsparenden Diuretikums (z.B.

Spironolacton) und Candesartan G.L. wird nicht empfohlen und ist nur nach sorgfältiger

Beurteilung der möglichen Nutzen und Risiken in Erwägung zu ziehen.

Allgemeines

Bei Patienten, deren Gefäßtonus und Nierenfunktion überwiegend von der Aktivität des

Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängen (z.B. Patienten mit schwerer kongestiver

Herzinsuffizienz

oder

renaler

Grunderkrankung,

einschließlich

Nierenarterienstenose),

wurden akute Hypotonie, Azotämie, Oligurie oder selten akutes Nierenversagen mit der

Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die dieses System beeinflussen, in Verbindung

gebracht.

Möglichkeit

ähnlicher

Wirkungen

kann

für

AIIRAs

nicht

ausgeschlossen

werden.

jedem

blutdrucksenkenden

Arzneimittel

könnte

übermäßiger

Blutdruckabfall

Patienten

ischämischer

Kardiomyopathie

oder

ischämischer

zerebrovaskulärer Erkrankung zu einem Myokardinfarkt oder Schlaganfall führen.

antihypertensive

Wirkung

Candesartan

kann

durch

andere

Arzneimittel

blutdrucksenkenden

Eigenschaften

verstärkt

werden,

unabhängig

davon,

diese

Antihypertensivum oder für andere Indikationen verschrieben wurden.

Schwangerschaft

Die Behandlung mit AIIRAs soll nicht während der Schwangerschaft begonnen werden. Bei

Patientinnen mit Kinderwunsch soll eine Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende

Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine

Fortführung

Behandlung

AIIRAs

zwingend

erforderlich.

Wird

eine

Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und,

wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Bei Patientinnen im gebärfähigen Alter ist regelmäßig die Möglichkeit einer bestehenden

Schwangerschaft

auszuschließen.

Entsprechende

Informationen

sollen

Verfügung

gestellt werden und/oder Maßnahmen sollen ergriffen werden um das Risiko einer Exposition

während der Schwangerschaft zu verhindern (siehe Abschnitt 4.3 und 4.6).

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Substanzen,

klinischen

Pharmakokinetikstudien

untersucht

wurden,

umfassen

Hydrochlorothiazid,

Warfarin,

Digoxin,

orale

Kontrazeptiva

(d.h.

Ethinylestradiol/

Levonorgestrel), Glibenclamid, Nifedipin und Enalapril. Es wurden keine klinisch relevanten,

pharmakokinetischen Wechselwirkungen mit diesen Arzneimitteln festgestellt.

gleichzeitige

Anwendung

kaliumsparenden

Diuretika,

Kaliumpräparaten,

kaliumhaltigen Salzersatzmitteln oder anderen Arzneimitteln (z.B. Heparin), können den

Kaliumspiegel

erhöhen.

Eine

Überwachung

Kaliums

soll,

soweit

erforderlich,

durchgeführt werden (siehe Abschnitt 4.4).

Bei gleichzeitiger Anwendung von Lithium und ACE-Hemmern ist über reversible Anstiege

der Serumlithiumkonzentrationen und der Toxizität berichtet worden. Eine ähnliche Wirkung

kann unter AIIRAs auftreten. Die Anwendung von Candesartan mit Lithium wird nicht

empfohlen.

Wenn

sich

Kombination

notwendig

erweist,

wird

eine

sorgfältige

Überwachung des Serumlithiumpiegels empfohlen.

Wenn

AIIRAs

gleichzeitig

nichtsteroidalen

entzündungshemmenden

Arzneimitteln

(NSARs)

(d.h.

selektiven

COX-2-Hemmern,

Acetylsalicylsäure

(>

g/Tag)

nichtselektiven

NSARs)

verabreicht

werden,

kann

einer

Abschwächung

antihypertensiven Wirkung kommen.

Wie bei ACE-Hemmern kann die gleichzeitige Gabe von AIIRAs und NSARs zu einem

erhöhten

Risiko

einer

sich

verschlechternden

Nierenfunktion

führen,

einschließlich

möglichem akuten Nierenversagen, und zu einem Anstieg des Serumkaliums, besonders bei

Patienten mit bereits bestehender schlechter Nierenfunktion. Die Kombination ist, besonders

bei älteren Patienten, mit Vorsicht zu verabreichen. Die Patienten sollen ausreichend hydriert

sein, und eine Überwachung der Nierenfunktion ist zu Beginn der Begleittherapie und in

regelmäßigen Abständen danach in Betracht zu ziehen.

Daten

klinischen

Studien

haben

gezeigt,

dass

eine

duale

Blockade

Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems

(RAAS)

durch

gleichzeitige

Anwendung

ACE-

Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung

einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten

Ereignissen

Hypotonie,

Hyperkaliämie

einer

Abnahme

Nierenfunktion

(einschließlich eines akuten Nierenversagens) einhergeht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und

5.1).

Kinder und Jugendliche

Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Anwendung von AIIRAs wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen

(siehe

Abschnitt

4.4).

Anwendung

AIIRAs

zweiten

dritten

Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos

nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor;

ein geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Auch wenn keine

kontrollierten epidemiologischen Daten zum Risiko von AIIRAs vorliegen, so bestehen

möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken. Sofern ein Fortsetzen der

AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sind Patientinnen, die planen, schwanger

zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil

für Schwangere umzustellen. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit

AIIRAs

unverzüglich

beenden

und,

wenn

erforderlich,

eine

alternative

Therapie

beginnen.

bekannt,

dass

eine

Therapie

AIIRAs

während

zweiten

dritten

Schwangerschaftstrimesters

fetotoxische

Effekte

(verminderte

Nierenfunktion,

Oligo-

hydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen,

Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (siehe Abschnitt 5.3).

Im Falle einer Exposition mit AIIRAs ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden

Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, sind häufig wiederholt auf Hypotonie

zu untersuchen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Stillzeit

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Candesartan in der Stillzeit vorliegen, wird

Candesartan G.L. nicht empfohlen. Eine alternative antihypertensive Therapie mit einem

besser geeigneten Sicherheitsprofil in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere wenn

Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen von Candesartan auf die Verkehrstüchtigkeit

und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Es soll jedoch in Betracht

gezogen werden, dass fallweise Schwindel oder Müdigkeit während der Behandlung mit

Candesartan G.L. auftreten können.

4.8 Nebenwirkungen

Behandlung der Hypertonie

In kontrollierten klinischen Studien waren die Nebenwirkungen leicht und vorübergehend. Die

Gesamtinzidenz der unerwünschten Ereignisse zeigte keinen Zusammenhang mit der Dosis

oder dem Lebensalter. Therapieabbrüche wegen unerwünschter Ereignisse waren unter

Candesartan Cilexetil (3,1%) und Placebo (3,2%) ähnlich.

Bei einer zusammenfassenden Analyse von Daten aus klinischen Studien bei hypertensiven

Patienten

wurden

Nebenwirkungen

unter

Candesartan

Cilexetil

definiert

Basis

Häufigkeit von unerwünschten Ereignissen unter Candesartan Cilexetil, die mindestens 1%

höher war als die Häufigkeit, die unter Placebo beobachtet wurde. Gemäß der Definition

waren

häufigsten

beobachteten

Nebenwirkungen

Schwindel/Drehschwindel,

Kopfschmerzen und Atemwegsinfektionen.

Die nachstehende Tabelle zeigt Nebenwirkungen aus klinischen Studien und Erfahrungen

nach Markteinführung.

Die Häufigkeiten, welche in den Tabellen des gesamten Abschnitts 4.8 angegeben werden,

sind: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), selten

(≥ 1/10.000, < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage

der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkung

Infektionen und parasitäre

Erkrankungen

Häufig

Atemwegsinfektion

Erkrankungen des Blutes und

des Lymphsystems

Sehr selten

Leukopenie, Neutropenie und

Agranulozytose

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Sehr selten

Hyperkaliämie, Hyponatriämie

Häufig

Schwindel/Drehschwindel,

Kopfschmerzen

Erkrankungen des

Nervensystems

Nicht bekannt

Müdigkeit

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkung

Erkrankungen der Atemwege,

des Brustraums und

Mediastinums

Sehr selten

Husten

Sehr selten

Übelkeit

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Nicht bekannt

Diarrhö

Leber- und

Gallenerkrankungen

Sehr selten

Erhöhte Leberenzymwerte,

Leberfunktionsstörungen oder Hepatitis

Erkrankungen der Haut und

des Unterhautzellgewebes

Sehr selten

Angioödem, Hautausschlag, Urtikaria,

Pruritus

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Sehr selten

Rückenschmerzen, Arthralgie, Myalgie

Erkrankungen der Nieren und

Harnwege

Sehr selten

Einschränkung der Nierenfunktion,

einschließlich Nierenversagen bei

anfälligen Patienten (siehe Abschnitt 4.4)

Laborwerte

Im Allgemeinen gab es keine klinisch wichtigen Auswirkungen von Candesartan Cilexetil auf

Routine-Laborparameter.

anderen

Renin-Angiotensin-Aldosteron-System-

Inhibitoren zeigte sich ein geringfügiges Absinken des Hämoglobins. Bei Patienten, die

Candesartan Cilexetil erhalten, ist üblicherweise keine routinemäßige Überwachung der

Laborwerte erforderlich. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion wird jedoch eine

regelmäßige Überwachung der Serumkalium- und Serumkreatininspiegel empfohlen.

Kinder und Jugendliche

Sicherheit

Candesartan

Cilexetil

wurde

hypertensiven

Kindern

Jugendlichen im Alter von 6 bis < 18 Jahren in einer 4-wöchigen klinischen Wirksamkeits-

studie und einer 1-jährigen Open-Label-Studie untersucht. In beinahe allen unterschiedlichen

Systemorganklassen

Häufigkeit

Nebenwirkungen

Kindern

Bereich

häufig/gelegentlich. Während die Art und der Schweregrad der Nebenwirkungen bei Kindern

ähnlich

Erwachsenen

(siehe

obige

Tabelle),

Häufigkeit

aller

Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen höher, vor allem:

Kopfschmerzen, Schwindel, Infektionen der oberen Atemwege, Halsschmerzen sind

„sehr

häufig“

(d.h.

1/10)

Kindern

„häufig“

(≥

1/100

<

1/10)

Erwachsenen.

Husten ist „sehr häufig“ (d.h. ≥ 1/10) bei Kindern und „sehr selten“ (< 1/10.000) bei

Erwachsenen.

Ausschlag ist „häufig“ (≥ 1/100 bis < 1/10) bei Kindern und „sehr selten“ (< 1/10.000) bei

Erwachsenen.

Hyperkaliämie,

Hyponatriämie

Leberfunktionsstörungen

sind

„gelegentlich“

Kindern (≥ 1/1.000 bis < 1/100) und „sehr selten“ (< 1/10.000) bei Erwachsenen.

Sinusarrhythmien, Entzündungen im Nasen-Rachenraum und Fieber sind „häufig“ (d.h.

> 1/100 bis < 1/10) und Schmerzen im Mund- und Rachenraum sind „sehr häufig“ (d.h.

≥ 1/10) bei Kindern, wurden aber bei Erwachsenen nicht berichtet. Dies sind jedoch

vorrübergehende und weitverbreitete Krankheiten bei Kindern.

Insgesamt

weicht

Sicherheitsprofil

für

Candesartan

Cilexetil

Kindern

Jugendlichen nicht signifikant vom Sicherheitsprofil bei Erwachsenen ab.

Behandlung der Herzinsuffizienz

Das Nebenwirkungsprofil von Candesartan Cilexetil bei herzinsuffizienten Patienten war im

Einklang mit der Pharmakologie des Wirkstoffs und dem Gesundheitszustand der Patienten.

Im CHARM-Studienprogramm, in dem Candesartan Cilexetil in Dosierungen von bis zu

32 mg

3.803)

Placebo

3.796)

verglichen

wurde,

brachen

21,0%

Candesartan Cilexetil-Gruppe und 16,1% der Placebogruppe die Behandlung aufgrund

unerwünschter Ereignisse ab. Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen waren

Hyperkaliämie, Hypotonie und Einschränkung der Nierenfunktion. Diese Ereignisse traten

häufiger bei Patienten über 70 Jahre, Diabetikern oder Probanden, die andere Arzneimittel

erhielten, die das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen, insbesondere ACE-

Hemmer und/oder Spironolacton, auf.

Die folgende Tabelle zeigt Nebenwirkungen aus klinischen Studien und Erfahrungen nach

Markteinführung.

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkung

Erkrankungen des Blutes und

des Lymphsystems

Sehr selten

Leukopenie, Neutropenie und

Agranulozytose

Häufig

Hyperkaliämie

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Sehr selten

Hyponatriämie

Sehr selten

Schwindel, Kopfschmerzen

Erkrankungen des

Nervensystems

Nicht bekannt

Müdigkeit

Gefäßerkrankungen

Häufig

Hypotonie

Erkrankungen der Atemwege,

des Brustraums und

Mediastinums

Sehr selten

Husten

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Sehr selten

Übelkeit

Leber- und

Gallenerkrankungen

Sehr selten

Erhöhte Leberenzymwerte,

Leberfunktionsstörungen oder Hepatitis

Erkrankungen der Haut und

des Unterhautzellgewebes

Sehr selten

Angioödem, Hautausschlag, Urtikaria,

Pruritus

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Sehr selten

Rückenschmerzen, Arthralgie, Myalgie

Erkrankungen der Nieren und

Harnwege

Häufig

Einschränkung der Nierenfunktion,

einschließlich Nierenversagen bei

anfälligen Patienten (siehe Abschnitt 4.4)

Laborwerte

Hyperkaliämie

Einschränkung

Nierenfunktion

sind

Patienten,

Candesartan Cilexetil im Anwendungsgebiet Herzinsuffizienz behandelt werden, häufig. Eine

regelmäßige Überwachung des Serumkreatinins und Serumkaliums wird empfohlen (siehe

Abschnitt 4.4).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Meldung

Verdachts

Nebenwirkungen

nach

Zulassung

großer

Wichtigkeit.

ermöglicht

eine

kontinuierliche

Überwachung

Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert,

jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9 Überdosierung

Symptome

Aufgrund pharmakologischer Überlegungen ist es wahrscheinlich, dass eine Überdosierung

sich

hauptsächlich

symptomatische

Hypotonie

Schwindel

manifestiert.

Einzelfallberichten zu Überdosierungen (von bis zu 672 mg Candesartan Cilexetil) verlief die

Erholung der Patienten ohne Zwischenfälle.

Maßnahmen

Falls

eine

symptomatische

Hypotonie

auftritt,

eine

symptomatische

Behandlung

einzuleiten

Vitalzeichen

überwachen.

Patient

Rückenlage

hochgelagerten Beinen zu bringen. Falls dies nicht ausreicht, ist durch Infusion, z.B. von

physiologischer Kochsalzlösung, das Plasmavolumen zu vergrößern. Falls die genannten

Maßnahmen nicht ausreichen, können Sympathomimetika verabreicht werden.

Candesartan lässt sich durch Hämodialyse nicht entfernen.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-II-Antagonisten, rein

ATC-Code: C09CA06

Wirkmechanismus

Angiotensin

primäre

vasoaktive

Hormon

Renin-Angiotensin-Aldosteron-

Systems

spielt

eine

Rolle

Pathophysiologie

Bluthochdrucks,

Herzinsuffizienz

anderer

kardiovaskulärer

Erkrankungen.

darüber

hinaus

Bedeutung

Pathogenese

Endorganhypertrophie

-schädigung.

hauptsächlichen physiologischen Wirkungen von Angiotensin II, wie z.B. Vasokonstriktion,

Aldosteronstimulation, Regulation der Salz- und Wasserhomöostase und Stimulation des

Zellwachstums, werden über den Rezeptortyp 1 (AT

) vermittelt.

Pharmakodynamische Wirkungen

Candesartan Cilexetil ist ein Prodrug, das für die orale Anwendung geeignet ist. Während

der Resorption aus dem Gastrointestinaltrakt wird es durch Esterhydrolyse rasch in die

aktive Wirkform Candesartan umgewandelt. Candesartan ist ein für den AT

-Rezeptor

selektiver AIIRA, der stark an den Rezeptor bindet und langsam von ihm dissoziiert. Es hat

keine agonistische Aktivität.

Candesartan hemmt nicht ACE, welches das Angiotensin I in Angiotensin II umwandelt und

Bradykinin abbaut. Es hat keine Wirkung auf ACE und keine Potenzierung von Bradykinin

oder Substanz P. In kontrollierten klinischen Vergleichsstudien mit Candesartan und ACE-

Hemmern

Inzidenz

Husten

Patienten,

Candesartan

Cilexetil

erhielten,

geringer.

Weder

bindet

Candesartan

noch

blockiert

andere

Hormonrezeptoren oder Ionenkanäle, die bekannterweise für die kardiovaskuläre Regulation

bedeutend

sind.

Antagonismus

Angiotensin-II-(AT

)-Rezeptors

führt

einem

dosisabhängigen

Anstieg

Plasma-Reninspiegels,

Angiotensin-I-

Angiotensin-II-

Spiegel und zu einer Abnahme der Plasma-Aldosteron-Konzentration.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Hypertonie

Bei Hypertonie bewirkt Candesartan eine dosisabhängige, lang anhaltende Senkung des

arteriellen

Blutdrucks.

antihypertensive

Wirkung

beruht

einem

verminderten

systemischen peripheren Widerstand, ohne reflektorische Zunahme der Herzfrequenz. Es

gibt keinen Hinweis auf eine schwerwiegende oder überschießende First-Dose-Hypotonie

oder einen Rebound-Effekt nach Beendigung der Therapie.

Nach Gabe einer Einmaldosis von Candesartan Cilexetil setzt die antihypertensive Wirkung

in der Regel innerhalb von 2 Stunden ein. Bei kontinuierlicher Therapie wird bei jeder

Dosierung die antihypertensive Wirkung normalerweise innerhalb von vier Wochen erreicht

bleibt

einer

Langzeittherapie

erhalten.

Gemäß

einer

Metaanalyse

durchschnittliche zusätzliche Effekt einer Dosiserhöhung von 16 mg auf 32 mg einmal täglich

gering. Unter Berücksichtigung der interindividuellen Schwankung kann bei einigen Patienten

eine überdurchschnittliche Wirkung erwartet werden. Candesartan Cilexetil einmal täglich

bewirkt eine effektive und gleichmäßige Blutdrucksenkung über 24 Stunden mit geringem

Unterschied

zwischen

maximalen

minimalen

Effekten

während

Dosierungsintervalls. Die antihypertensive Wirkung und die Verträglichkeit von Candesartan

Losartan

wurden

zwei

randomisierten

Doppelblindstudien

insgesamt

1.268

Patienten mit leichter bis mäßiger Hypertonie verglichen. Die minimale Absenkung des

Blutdrucks (systolisch/diastolisch) betrug 13,1/10,5 mmHg unter Candesartan Cilexetil 32 mg

einmal

täglich

10,0/8,7

mmHg

unter

Losartan-Kalium

einmal

täglich

(Unterschied der Blutdrucksenkung 3,1/1,8 mmHg, p < 0,0001/p < 0,0001).

Wenn Candesartan Cilexetil zusammen mit Hydrochlorothiazid angewendet wird, ist die

Senkung des Blutdrucks additiv. Eine verstärkte antihypertensive Wirkung wird ebenfalls

beobachtet, wenn Candesartan Cilexetil mit Amlodipin oder Felodipin kombiniert wird.

Arzneimittel, die das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System blockieren, haben eine weniger

ausgeprägte antihypertensive Wirkung bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe (üblicherweise

eine Population mit niedrigen Reninspiegeln) als bei Patienten mit nichtschwarzer Hautfarbe.

Dies ist ebenso für Candesartan der Fall. In einer offenen klinischen Studie mit 5.156

Patienten mit diastolischer Hypertonie war die Blutdrucksenkung während der Therapie mit

Candesartan bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe signifikant geringer als bei Patienten mit

nichtschwarzer Hautfarbe (14,4/10,3 mmHg vs. 19,0/12,7 mmHg, p < 0,0001/p < 0,0001).

Candesartan steigert den renalen Blutfluss und hat entweder keinen Einfluss oder erhöht die

glomeruläre Filtrationsrate, während der renale Gefäßwiderstand und die Filtrationsfraktion

reduziert sind. In einer 3-monatigen klinischen Studie an hypertensiven Patienten mit Typ-2-

Diabetes mellitus und Mikroalbuminurie reduzierte die antihypertensive Behandlung mit

Candesartan

Cilexetil

Albuminausscheidung

Urin

(Albumin/Kreatinin-Quotient,

Mittelwert

30%,

15-42%).

gibt

gegenwärtig

keine

Daten

Wirkung

Candesartan auf den Verlauf einer diabetischen Nephropathie.

Die Effekte von Candesartan Cilexetil 8 bis 16 mg (durchschnittliche Dosis 12 mg) einmal

täglich auf die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität wurden in einer randomisierten

klinischen Studie mit 4.937 älteren Patienten (70 bis 89 Jahre alt; 21% 80 Jahre oder älter)

mit leichter bis mäßiger Hypertonie über einen Zeitraum von durchschnittlich 3,7 Jahren

beobachtet (Study on Cognition and Prognosis in the Elderly). Die Patienten erhielten

Candesartan Cilexetil oder Placebo und zusätzlich nach Bedarf eine andere antihypertensive

Behandlung. Der Blutdruck wurde in der Candesartan-Gruppe von 166/90 auf 145/80 mmHg

und in der Kontrollgruppe von 167/90 auf 149/82 mmHg reduziert. Es gab keine statistisch

signifikanten

Unterschiede

primären

Endpunkt,

schwere

kardiovaskuläre

Ereignisse

(kardiovaskuläre Mortalität, nicht tödlicher Schlaganfall und nicht tödlicher Myokardinfarkt). In

der Candesartan-Gruppe gab es 26,7 Ereignisse pro 1.000 Patientenjahren gegenüber 30,0

Ereignissen pro 1.000 Patientenjahren in der Kontrollgruppe (relatives Risiko 0,89; 95% KI

0,75 bis 1,06; p = 0,19).

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan

Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The

Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-

Hemmers mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

„ONTARGET“–Studie

wurde

Patienten

einer

kardiovaskulären

oder

einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit

nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese

Studien

zeigten

keinen

signifikanten

vorteilhaften

Effekt

renale

und/oder

kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie,

akute Nierenschädigung und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet

wurde. Aufgrund vergleichbarer pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse

auch auf andere ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar. Aus

diesem Grund sollen ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten

mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and

Renal Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu

einer Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder

kardiovaskulärer

Erkrankung

einen

Zusatznutzen

hat.

Studie

wurde

wegen

eines

erhöhten

Risikos

unerwünschter

Ereignisse

vorzeitig

beendet.

Sowohl

kardiovaskuläre

Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als

in der Placebogruppe, ebenso unerwünschte Ereignisse und besondere schwerwiegende

unerwünschte Ereignisse (Hyperkaliämie, Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).

Kinder und Jugendliche - Hypertonie

Die blutdrucksenkende Wirkung von Candesartan wurde an hypertensiven Kindern im Alter

von 1 bis < 6 Jahren und von 6 bis < 17 Jahren in zwei randomisierten, doppelblinden,

multizentrischen, 4-wöchigen Studien mit unterschiedlichen Dosierungen getestet.

Bei den Kindern von 1 bis < 6 Jahren wurden 93 Patienten, von denen 74% an einer

Nierenerkrankung litten, randomisiert um einmal täglich eine orale Dosis einer Candesartan

Cilexetil-Suspension von 0,05; 0,20 oder 0,40 mg/kg zu erhalten.

Primär

wurde

Ausmaß

Änderung

systolischen

Blutdrucks

(systolic

blood

pressure, SBP) als eine Funktion der Dosis bestimmt. SBP und der diastolische Blutdruck

(diastolic blood pressure, DBP) sanken bei allen 3 Dosierungen von Candesartan Cilexetil

um 6,0/5,2 bis 12,0/11,1 mmHg bezogen auf den Ausgangswert. Da es jedoch keine

Placebogruppe gab, bleibt das wahre Ausmaß der Wirkung auf den Blutdruck ungewiss, was

eine

schlüssige

Beurteilung

Nutzen-Risiko-Verhältnisses

dieser

Altersgruppe

schwierig macht.

Bei Kindern im Alter von 6 bis < 17 Jahren wurden 240 Patienten im Verhältnis 1:2:2:2

randomisiert

entweder

Placebo

oder

niedrige,

mittlere

oder

hohe

Dosen

Candesartan Cilexetil zu erhalten. Für Kinder, welche < 50 kg wogen, betrug die Dosis 2, 8

oder 16 mg einmal täglich. Für Kinder, welche > 50 kg wogen, betrug die Candesartan

Cilexetil-Dosis

oder

einmal

täglich.

gepoolten

Candesartan-Dosen

reduzierten den SiSBP (Sitting SBP) um 10,2 mmHg (p < 0,0001) und den SiDBP (p =

0,0029) um 6,6 mmHg, bezogen auf den Ausgangswert. In der Placebogruppe gab es

ebenfalls eine Reduktion von 3,7 mmHg des SiSBP (p = 0,0074) und 1,80 mmHg des SiDBP

(p = 0,0992), bezogen auf den Ausgangswert. Trotz des großen Placeboeffekts waren alle

individuellen

Candesartan-Dosen

(und

gepoolten

Dosen)

Placebo

signifikant

überlegen. Die größte Blutdrucksenkung bei Kindern über bzw. unter 50 kg wurde mit 8 mg

bzw. 16 mg Dosen erreicht, und die Wirkung erreichte an diesem Punkt ein Plateau. 47% der

eingeschlossenen Patienten waren von schwarzer Hautfarbe, 29% waren weiblich; das

Durchschnittsalter +/- SD betrug 12,9 +/- 2,6 Jahre.

Bei Kindern von 6 bis 17 Jahren zeigte sich ein Trend zu einer geringeren Wirkung auf den

Blutdruck bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe im Vergleich zu Patienten mit nicht-

schwarzer Hautfarbe.

Herzinsuffizienz

Wie im Programm „Candesartan in Heart Failure – Assessment of Reduction in Mortality and

Morbidity (CHARM)“ nachgewiesen, senkt die Behandlung mit Candesartan Cilexetil bei

Patienten mit eingeschränkter linksventrikulärer systolischer Funktion die Mortalität, reduziert

die Hospitalisierungen aufgrund von Herzinsuffizienz und verbessert deren Symptome.

Dieses placebokontrollierte, doppelblinde Studienprogramm an Patienten mit chronischer

Herzinsuffizienz (CHF) der NYHA-Klassen II bis IV bestand aus drei verschiedenen Studien:

CHARM-Alternative

2.028)

Patienten

LVEF

40%,

aufgrund

einer

Unverträglichkeit (meistens aufgrund von Husten, 72%) nicht mit einem ACE-Hemmer

behandelt wurden, CHARM-Added (n = 2.548) bei Patienten mit LVEF ≤ 40%, die mit einem

ACE-Hemmer behandelt wurden, und CHARM-Preserved (n = 3.023) bei Patienten mit LVEF

> 40%. Patienten mit optimaler CHF-Therapie bei Studienbeginn wurden auf Placebo oder

Candesartan Cilexetil randomisiert (titriert von 4 mg oder 8 mg einmal täglich auf 32 mg

einmal täglich oder der höchsten verträglichen Dosis, durchschnittliche Dosis 24 mg) und

über einen mittleren Zeitraum von 37,7 Monaten beobachtet. Nach 6 Behandlungsmonaten

waren von den Patienten, die weiterhin Candesartan Cilexetil einnahmen (89%), 63% auf die

Zieldosierung von 32 mg eingestellt.

CHARM-Alternative

zusammengesetzte

Endpunkt

kardiovaskulärer

Mortalität

oder

CHF-bedingter

Ersthospitalisierung

Vergleich

Placebo

unter

Candesartan signifikant reduziert, Hazard ratio (HR) 0,77 (95% KI: 0,67 bis 0,89; p < 0,001).

Dies entspricht einer Abnahme des relativen Risikos um 23%. 33% der Patienten unter

Candesartan (95% KI: 30,1 bis 36,0) und 40% der Patienten unter Placebo (95% KI: 37,0 bis

43,1) erreichten diesen Endpunkt, absolute Differenz 7% (95% KI: 11,2 bis 2,8). Vierzehn

Patienten

mussten

über

Dauer

Studie

behandelt

werden,

eines

Patienten aufgrund eines kardiovaskulären Ereignisses bzw. eine Hospitalisierung aufgrund

von Herzinsuffizienz zu verhindern. Der zusammengesetzte Endpunkt aus Gesamtmortalität

oder

CHF-bedingter

Ersthospitalisierung

durch

Candesartan

ebenfalls

signifikant

gesenkt, HR 0,80 (95% KI: 0,70 bis 0,92; p = 0,001). 36,6% der Patienten unter Candesartan

(95% KI: 33,7 bis 39,7) und 42,7% der Patienten unter Placebo (95% KI: 39,6 bis 45,8)

erreichten diesen Endpunkt, absolute Differenz 6% (95% KI: 10,3 bis 1,8). Sowohl die

Mortalitäts-

auch

Morbiditätskomponenten

(Hospitalisierung

aufgrund

CHF)

dieser

zusammengesetzten

Endpunkte

trugen

günstigen

Wirkungen

Candesartan bei. Die Behandlung mit Candesartan Cilexetil führte zu einer verbesserten

NYHA-Funktionsklasse (p = 0,008).

Bei CHARM-Added war der zusammengesetzte Endpunkt aus kardiovaskulärer Mortalität

oder

CHF-bedingter

Ersthospitalisierung

Vergleich

Placebo

unter

Candesartan

signifikant reduziert, HR 0,85 (95% KI: 0,75 bis 0,96; p = 0,011). Dies entspricht einer

Abnahme des relativen Risikos um 15%. 37,9% der Patienten unter Candesartan (95% KI:

35,2 bis 40,6) und 42,3% der Patienten unter Placebo (95% KI: 39,6 bis 45,1) erreichten

diesen Endpunkt, absolute Differenz 4,4% (95% KI: 8,2 bis 0,6). Dreiundzwanzig Patienten

mussten über die Dauer der Studie behandelt werden, um den Tod eines Patienten aufgrund

eines kardiovaskulären Ereignisses bzw. eine Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz

zu verhindern. Der zusammengesetzte Endpunkt aus Gesamtmortalität oder CHF-bedingter

Ersthospitalisierung war durch Candesartan ebenfalls signifikant gesenkt HR 0,87 (95% KI:

0,78 bis 0,98; p = 0,021). 42,2% der Patienten unter Candesartan (95% KI: 39,5 bis 45,0)

und 46,1% der Patienten unter Placebo (95% KI: 43,4 bis 48,9) erreichten diesen Endpunkt,

absolute

Differenz

3,9%

(95%

0,1).

Sowohl

Mortalitäts-

auch

Morbiditätskomponenten dieser zusammengesetzten Endpunkte trugen zu den günstigen

Wirkungen von Candesartan bei. Die Behandlung mit Candesartan Cilexetil führte zu einer

verbesserten NYHA-Funktionsklasse (p = 0,020).

CHARM-Preserved

wurde

keine

statistisch

signifikante

Senkung

zusammen-

gesetzten

Endpunkts

kardiovaskulärer

Mortalität

oder

CHF-bedingter

Ersthospitalisierung erreicht, HR 0,89 (95% KI: 0,77 bis 1,03; p = 0,118).

Gesamtmortalität

getrennter

Auswertung

jeder

drei

CHARM-Studien

statistisch

nicht

signifikant.

Allerdings

wurde

auch

Gesamtmortalität

Gesamtpopulation bewertet:

CHARM-Alternative und CHARM-Added, HR 0,88 (95% KI: 0,79 bis 0,98; p = 0,018) und alle

drei Studien zusammen, HR 0,91 (95% KI: 0,83 bis 1,00; p = 0,055).

Die günstigen Auswirkungen von Candesartan waren gleichbleibend, unabhängig von Alter,

Geschlecht und Begleitmedikation. Candesartan war ebenfalls bei Patienten wirksam, die

Betablocker

ACE-Hemmer

gleichen

Zeit

einnahmen,

Nutzen

wurde

unabhängig

davon

erzielt,

Patienten

ACE-Hemmer

Behandlungsrichtlinien empfohlenen Zieldosierung einnahmen oder nicht.

Patienten

eingeschränkter

linksventrikulärer

systolischer

Funktion

(linksventrikuläre Ejektionsfraktion, LVEF ≤ 40%) senkt Candesartan den systemischen

Gefäßwiderstand und den pulmonalen kapillaren Druck, erhöht die Plasma-Renin-Aktivität

und Angiotensin-II-Konzentration und senkt die Aldosteronspiegel.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption und Verteilung

Nach

oraler

Gabe

wird

Candesartan

Cilexetil

aktive

Wirkform

Candesartan

umgewandelt. Die absolute Bioverfügbarkeit von Candesartan beträgt nach einer oralen

Candesartan

Cilexetil-Lösung

etwa

40%.

relative

Bioverfügbarkeit

Tabletten-

Formulierung verglichen mit der gleichen oralen Lösung beträgt ca. 34% mit sehr geringer

Variabilität. Die geschätzte absolute Bioverfügbarkeit der Tablette beträgt daher 14%. Die

mittlere Serumhöchstkonzentration (C

) wird 3 bis 4 Stunden nach Tabletteneinnahme

erreicht.

Candesartan-Serumkonzentrationen

steigen

innerhalb

therapeutischen

Dosierungsbereichs mit steigenden Dosen linear an. Geschlechtsspezifische Unterschiede in

der Pharmakokinetik von Candesartan wurden nicht beobachtet. Die Fläche unter der

Serumkonzentration/Zeit-Kurve (AUC) von Candesartan wird durch Nahrung nicht signifikant

beeinflusst.

Candesartan wird in hohem Maße an Plasmaproteine gebunden (> 99%). Das apparente

Verteilungsvolumen von Candesartan beträgt 0,1 l/kg.

Die Bioverfügbarkeit von Candesartan wird durch Nahrung nicht beeinflusst.

Biotransformation und Elimination

Candesartan

wird

hauptsächlich

unverändert

über

Urin

Galle

einem

geringfügigen

Ausmaß

durch

Leber-Metabolismus

(CYP2C9)

ausgeschieden.

Vorhandene

Interaktionsstudien

zeigen

keine

Wirkungen

CYP2C9

CYP3A4.

Basierend auf in vitro-Daten, würden in vivo keine Wechselwirkungen mit Substanzen

erwartet

werden,

deren

Metabolismus

Cytochrom-P450-Isoenzymen

CYP1A2,

CYP2A6, CYP2C9, CYP2C19, CYP2D6, CYP2E1 oder CYP3A4 abhängig ist. Die terminale

Halbwertszeit von Candesartan beträgt ca. 9 Stunden. Nach Mehrfachgabe kommt es nicht

zu einer Akkumulation.

Die Gesamtplasma-Clearance von Candesartan beträgt ca. 0,37 ml/min/kg mit einer renalen

Clearance von etwa 0,19 ml/min/kg. Die renale Ausscheidung von Candesartan erfolgt

sowohl durch glomeruläre Filtration als auch durch aktive tubuläre Sekretion. Nach einer

oralen Dosis von

C-markiertem Candesartan Cilexetil werden ungefähr 26% der Dosis als

Candesartan und 7% als inaktiver Metabolit mit dem Urin ausgeschieden, während ungefähr

Dosis

Candesartan

inaktiver

Metabolit

Fäzes

wiedergefunden werden.

Pharmakokinetik bei speziellen Populationen

Bei älteren Menschen (über 65 Jahre) sind C

und AUC von Candesartan um ca. 50% bzw.

80% im Vergleich zu jungen Probanden erhöht. Das Ansprechen des Blutdrucks und die

Häufigkeit von unerwünschten Ereignissen sind jedoch nach Verabreichung der Dosis von

Candesartan Cilexetil bei jungen und älteren Patienten ähnlich (siehe Abschnitt 4.2).

Bei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion stiegen C

und AUC von

Candesartan

während

wiederholter

Dosierung

Vergleich

Patienten

normaler

Nierenfunktion

bzw.

blieb

unverändert.

entsprechenden

Veränderungen bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion betrugen ca.

50% bzw. 110%. Die terminale t

von Candesartan war bei Patienten mit schwerer

Einschränkung der Nierenfunktion ungefähr verdoppelt. Die AUC von Candesartan bei

Dialysepatienten

ähnlich

Patienten

schwerer

Einschränkung

Nierenfunktion.

In zwei Studien, die beide Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Leberfunktion

einschlossen, gab es eine Zunahme der mittleren AUC von Candesartan von ca. 20% in der

einen

Studie

anderen

Studie

(siehe

Abschnitt

4.2).

liegen

keine

Erfahrungen bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion vor.

Kinder und Jugendliche

Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Candesartan wurden in hypertensiven Kindern

im Alter von 1 bis < 6 Jahren und 6 bis < 17 Jahren in 2 PK-Studien bewertet.

Bei den Kindern im Alter von 1 bis < 6 Jahren bekamen 10 Kinder mit einem Gewicht von 10

bis < 25 kg eine Einzeldosis einer oralen Suspension von 0,2 mg/kg. Es gab keine

Korrelation zwischen C

und AUC und dem Alter oder Gewicht. Zur Clearance wurden

keine

Daten

erhoben,

daher

gibt

über

einen

möglichen

Zusammenhang

zwischen

Clearance und Gewicht/Alter in dieser Gruppe keine Informationen.

Bei den Kindern im Alter 6 bis < 17 Jahren bekamen 22 Kinder eine Einzeldosis einer 16 mg

Tablette. Es gab keine Korrelation zwischen C

und AUC und dem Alter. Das Gewicht

scheint jedoch signifikant mit C

(p = 0,012) und AUC (p = 0,011) zu korrelieren. Zur

Clearance

wurden

keine

Daten

erhoben,

daher

gibt

über

einen

möglichen

Zusammenhang

zwischen

Clearance

Gewicht/Alter

dieser

Gruppe

keine

Informationen.

Bei Kindern > 6 Jahre war die Exposition ähnlich der bei Erwachsenen, die dieselbe Dosis

erhielten. Die Pharmakokinetik von Candesartan Cilexetil wurde bei Kindern < 1 Jahr nicht

untersucht.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Unter klinisch relevanten Dosen gab es keine Hinweise auf eine abnorme systemische oder

eine Zielorgan-Toxizität. In präklinischen Sicherheitsstudien hatte Candesartan in hohen

Dosen bei Mäusen, Ratten, Hunden und Affen Wirkungen auf die Nieren und auf die

Parameter der roten Blutkörperchen. Candesartan führte zu einem Rückgang der Parameter

der roten Blutkörperchen (Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit). Effekte auf die Nieren (wie

z.B.

interstitielle

Nephritis,

Tubulusvergrößerung,

basophile

Tubuli;

erhöhte

Plasma-

konzentrationen von Harnstoff und Kreatinin) wurden durch Candesartan hervorgerufen, was

eine

Folge

hypotensiven

Wirkung

sein

könnte,

welche

Veränderungen

Nierendurchblutung führt. Darüber hinaus führte Candesartan zu Hyperplasie/Hypertrophie

juxtaglomerulären

Zellen.

nimmt

dass

diese

Veränderungen

durch

pharmakologische Aktivität von Candesartan verursacht werden. Für therapeutische Dosen

Candesartan

beim

Menschen

scheint

Hyperplasie/Hypertrophie

renalen

juxtaglomerulären Zellen keinerlei Bedeutung zu haben.

In präklinischen Studien an neugeborenen und jungen Ratten mit normalem Blutdruck

verursachte

Candesartan

eine

Reduktion

Körpergewichtes

Gewichts

Herzens. Wie bei erwachsenen Tieren geht man davon aus, dass diese Effekte aus der

pharmakologischen Aktivität von Candesartan resultieren. Bei der geringsten gegebenen

Dosierung von 10 mg/kg, war die Exposition gegenüber Candesartan Cilexetil zwischen 12-

und 78-mal so hoch wie die Blutspiegel bei Kindern im Alter von 1 bis < 6 Jahren, welche

Candesartan in einer Dosierung von 0,2 mg/kg erhielten und zwischen 7- und 54-mal so

hoch wie die Blutspiegel, die bei Kindern im Alter von 6 bis < 17 Jahren bestimmt wurden,

die Candesartan Cilexetil Dosen von 16 mg erhielten. Da ein „No Observed Effect Level“ in

diesen Studien nicht gezeigt wurde, ist die Sicherheitsspanne für die Auswirkungen auf das

Gewicht des Herzens sowie die klinische Relevanz dieser Erkenntnisse nicht bekannt.

In der späten Trächtigkeit ist eine Fetotoxizität beobachtet worden (siehe Abschnitt 4.6).

Daten aus in vitro- und in vivo-Mutagenitätstests zeigen, dass Candesartan unter den

Bedingungen einer klinischen Anwendung keine mutagenen oder klastogenen Aktivitäten

ausübt.

Es gab keine Anzeichen auf Kanzerogenität.

Renin-Angiotensin-Aldosteron-System

spielt

in

utero

eine

wichtige

Rolle

Entwicklung

Nieren.

zeigte

sich,

dass

eine

Blockade

Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems zu einer abnormalen Entwicklung der Nieren bei sehr jungen Mäusen

führte. Die Gabe von Medikamenten welche direkt auf das Renin-Angiotensin-Aldosteron-

System wirken, kann die normale Entwicklung der Nieren beeinträchtigen. Daher dürfen

Kinder unter 1 Jahr Candesartan G.L. nicht einnehmen (siehe Abschnitt 4.3).

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Candesartan G.L. 2 mg-Tabletten

Mannitol

Maisstärke

Copovidon

Glycerol

Magnesiumstearat

Candesartan G.L. 4 mg-Tabletten

Mannitol

Maisstärke

Copovidon

Glycerol

Magnesiumstearat

Candesartan G.L. 8 mg-Tabletten

Mannitol

Maisstärke

Eisenoxid rot (E 172)

Copovidon

Glycerol

Magnesiumstearat

Candesartan G.L. 16 mg-Tabletten

Mannitol

Maisstärke

Eisenoxid rot (E 172)

Mikrokristalline Cellulose

Copovidon

Glycerol

Magnesiumstearat

Candesartan G.L. 32 mg-Tabletten

Mannitol

Maisstärke

Eisenoxid rot (E 172)

Mikrokristalline Cellulose

Copovidon

Glycerol

Magnesiumstearat

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre

Nach dem ersten Öffnen der HDPE-Flasche: 100 Tage

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

oPA/Alu/PVC-Aluminium-Blisterpackungen mit 7, 10, 14, 15, 20, 28, 30, 50, 56, 90, 98, 100,

300, 50 x 1 und 98 x 1 Tabletten.

HDPE-Flaschen mit kindersicherem Polypropylen-Schraubverschluss mit Trocknungsmittel

zu 100 und 250 Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

G.L. Pharma GmbH, Schlossplatz 1, 8502 Lannach

8. ZULASSUNGSNUMMERN

Candesartan G.L. 2 mg-Tabletten: 1-31783

Candesartan G.L. 4 mg-Tabletten: 1-31784

Candesartan G.L. 8 mg-Tabletten: 1-31785

Candesartan G.L. 16 mg-Tabletten: 1-31786

Candesartan G.L. 32 mg-Tabletten: 1-31787

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 24. Jänner 2013

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 29. Oktober 2017

10. STAND DER INFORMATION

Mai 2018

REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig.

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Scientific PAR, AT/H/0727/001-005

Candesartan G.L. Pharma

Public Assessment Report

Scientific discussion

Candesartan G.L. Pharma

2 mg, 4 mg, 8 mg, 16 mg and 32 mg; Tablets

(Candesartan cilexetil)

AT/H/0727/001-005/DC

(former PT/H/790/001-005/DC)

This module reflects the scientific discussion for the approval of Candesartan G.L. Pharma The

procedure was finalised on 29-10-2012. For information on changes after this date please refer to

the module ‘Update’.

Scientific PAR, AT/H/0727/001-005

Candesartan G.L. Pharma

I.

INTRODUCTION

Based on the review of the quality, safety and efficacy data, the Member States have agreed in

granting a marketing authorisation for Candesartan G.L. Pharma 2 mg, 4 mg, 8 mg, 16 mg and 32

mg tablets, from G.L. Pharma GmbH.

Candesartan G.L. Pharma is indicated for treatment of essential hypertension, in adults, and for

treatment of adult patients with heart failure and impaired left ventricular systolic function (left

ventricular ejection fraction ≤ 40%) as add-on therapy to Angiotensin Converting Enzyme (ACE)

inhibitors or when ACE inhibitors are not tolerated.

Posology in Hypertension

The recommended initial dose and usual maintenance dose of candesartan cilexetil is 8 mg once daily.

Most of the antihypertensive effect is attained within 4 weeks. In some patients whose blood pressure

is not adequately controlled, the dose can be increased to 16 mg once daily and to a maximum of 32

mg once daily. Therapy should be adjusted according to blood pressure response.

Candesartan cilexetil may also be administered with other antihypertensive agents. Addition of

hydrochlorothiazide has been shown to have an additive antihypertensive effect with various doses of

candesartan cilexetil.

The marketing authorization was granted on 01-04-2016 based on Directive 2001/83/EC article 10.1

(a) (iii) first paragraph and the Marketing Authorisation Holder is G.L. Pharma GmbH.

II.

QUALITY ASPECTS

II.1

Introduction

The Pharmaceutical form is tablets

Candesartan G.L. Pharma 2 mg strength:

White to off-white, round tablets (diameter ~5.5 mm), uncoated tablets.

The excipients are: mannitol, maize starch, copovidone, glycerol and magnesium stearate.

Candesartan G.L. Pharma 4 mg strength:

White to off-white, round tablets (diameter ~7.5 mm), uncoated tablets with a break line on one side.

The tablet can be divided into equal doses.

The excipients are: mannitol, maize starch, copovidone, glycerol and magnesium stearate.

Candesartan G.L. Pharma 8 mg strength:

Light red, round tablets (diameter ~7.5 mm) witha break line on one side and debossed with T/T on

the same side. The tablet can be divided into equal doses.

The excipients are: mannitol, maize starch, ferric oxide, red, copovidone, glycerol and magnesium

stearate

Candesartan G.L. Pharma 16 mg strength:

Red, round tablets (diameter ~7.5 mm) with a break line on one side and debossed with C/C on the

same side. The tablet can be divided into equal doses.

The excipients are: mannitol, maize starch, ferric oxide, red, cellulose, mycrocrystalline, copovidone,

glycerol and magnesium stearate.

Scientific PAR, AT/H/0727/001-005

Candesartan G.L. Pharma

Candesartan G.L. Pharma 32 mg strength:

Red, round tablets (diameter ~10 mm) with a break line on one side. The tablet can be divided into

equal doses.

The excipients are: mannitol, maize starch, ferric oxide, red, cellulose, mycrocrystalline, copovidone,

glycerol and magnesium stearate.

Candesartan G.L. Pharma is supplied in oPA/Al/PVC-Aluminium blisters

2 mg, 4 mg, 8 mg, 16 mg and 32 mg: Blister packs of 7, 10, 14, 15, 20, 28, 30, 50, 56, 90, 98, 100, 300

and 50 x 1, 98 x 1 tablets.

II.2

Drug Substance

Candesartan

General Information

Nomenclature

INN:

Candesartan cilexetil

Structure

General Properties

Stereochemistry / Isomerism:

The molecule of Candesartan cilexetil has one chiral carbon

Cilexetil

ester

group

resulting

isomers.

However,

after

oral

administration

Candesartan

Cilexetil

hydrolyzes to active drug Candesartan acid, which is achiral.

The chemical-Pharmaceutical documentation and Expert Report in relation to candesartan cilexetil are

of sufficient quality in view of the present European regulatory requirements.

The control tests and specifications for drug substance product are adequately drawn up.

II.3

Medicinal Product

The development of the product has been described, the choice of excipients is justified and their

functions explained.

The product specifications cover appropriate parameters for this dosage form. Relevant quality criteria

are specified in accordance with internationally acknowledged Pharmacopoeias.

Scientific PAR, AT/H/0727/001-005

Candesartan G.L. Pharma

ingredients,

manufacturing

process

in-process

controls

drug

products

correspond to the current standard of Pharmaceutical technology and are suitable to guarantee an

appropriate product quality. The description of the analytical test methods is adequate. The validation

results are plausible.

The data submitted on the quality of the drug substance and drug product are satisfactory.

III.

NON-CLINICAL ASPECTS

Pharmacodynamic, Pharmacokinetic and toxicological properties of candesartan cilexetil are well

known. As candesartan cilexetil is widely used, well-known active substance, the applicant has not

provided additional studies and further studies are not required. An overview based on literature

review is, thus, appropriate.

III.1

Ecotoxicity/environmental risk assessment (ERA)

Since Candesartan G.L. Pharma is intended for generic substitution, this will not lead to an increased

exposure to the environment. An environmental risk assessment is therefore not deemed necessary.

IV.

CLINICAL ASPECTS

To support the application, the applicant has submitted as report 3 bioequivalence studies. One of

those studies was a pivotal study with the 32mg formulation in 12+2 volunteers, where bioequivalence

with the reference was shown. Since this was only provided as support information, no further

references will be made to this study in this assessment. The other two studies were conducted with

the 4 mg and the 32 mg formulation:

Based on the submitted bioequivalence study Candesartan Cilexetil tablets 4 mg by Zhejiang Huahai

Pharm.

considered

bioequivalent

with

Atacand

4mg.The

results

study

CAN-ALF-

T0110/712 with the 4mg formulation can be extrapolated to the 2 mg and 8 mg strength according to

conditions

Note

Guidance

Investigation

Bioavailability

Bioequivalence

CPMP/EWP/QWP/1401/98 Rev.1, section 4.1.6.

Based on the submitted bioequivalence study Candesartan Cilexetil tablets 32 mg by Zhejiang Huahai

Pharm. Co. is considered bioequivalent with Atacand

32mg. he results of study CAN-ALF-

T1209/708 with the 32mg formulation can be extrapolated to the 16 mg strength, according to

conditions

Note

Guidance

Investigation

Bioavailability

Bioequivalence

CPMP/EWP/QWP/1401/98 Rev.1, section 4.1.6.

IV.1

Risk Management Plan

The RMS considers that the Pharmacovigilance system as described by the applicant fulfils the

requirements as described in Volume 9A of the Rules Governing Medicinal Products in the European

Union and provides adequate evidence that the applicant has the services of a qualified person

responsible for Pharmacovigilance and has the necessary means for the notification of any adverse

reaction suspected of occurring either in the Community or in a third country.

Risk Management Plan

The current application is a generic version of an already authorized reference product.

No safety concerns leading to special risk minimization activities have been identified by the

innovator. Routine Pharmacovigilance activities are considered sufficient for the product.

Scientific PAR, AT/H/0727/001-005

Candesartan G.L. Pharma

IV.2

Discussion on the clinical aspects

This type of application refers to information that is contained in the Pharmacological-toxicological

and clinical part of the dossier of the authorisation of the reference product. A reference product is a

medicinal product authorised and marketed on the basis of a full dossier, i.e. including chemical,

biological, Pharmaceutical, Pharmacological-toxicological and clinical data. This information is not

fully available in the public domain. Authorisations for generic products are therefore linked to the

‘original’ authorized medicinal product, which is legally allowed once the data protection time of the

dossier of the reference product has expired. For this kind of application, it has to be demonstrated that

the Pharmacokinetic profile of the product is similar to the Pharmacokinetic profile of the reference

product. This generic product can be used instead of its reference product.

V.

USER CONSULTATION

A user consultation with target patient groups on the package information leaflet (PIL) has been

performed on the basis of a bridging report making reference to Atacand, UK/H/0197/001-005. The

bridging report submitted by the applicant has been found acceptable.

VI.

OVERALL CONCLUSION, BENEFIT/RISK ASSESSMENT AND

RECOMMENDATION

The application for Candesartan G.L. Pharma contains adequate quality, non-clinical and clinical

data and the bioequivalence has been shown. A benefit/risk ratio comparable to the reference product

can therefore be concluded.

Scientific PAR, AT/H/0727/001-005

Candesartan G.L. Pharma

Public Assessment Report

Update

Candesartan G.L. Pharma

2 mg, 4 mg, 8 mg, 16 mg and 32 mg; Tablets

(Candesartan cilexetil)

AT/H/0727/001-005/DC

(former PT/H/790/001-005/DC)

Date: 2016-12-21

This module reflects the procedural steps and scientific information after the finalisation

of the initial procedure.

Scientific PAR, AT/H/0727/001-005

Candesartan G.L. Pharma

Update

Procedure number*

Scope

Product

Information

affected

Date of end of

procedure

Approval/

non approval

Summary/ Justification

for refuse

PT/H/0790/003, 004/IA/001

Removal of debossing for two strengths (8 mg and 16 mg)

2013-03-17

valid

PT/H/0790/001-005/IB/003

Extension of the shelf life of the finished product from 36 months to 48 months.

2015-03-02

approved

PT/H/0790/001-005/IB/006

To implement the wording agreed in the Article 31 Referral into the approved

Product Information.

2015-07-13

approved

RMS transfer from PT to AT

2016-12-21

AT/H/0727/001-005/R/001

Renewal

20.12.2017

approved

*Only procedure qualifier, chronological number and grouping qualifier (when applicable)

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