Bupropion-neuraxpharm 150 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

31-07-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

31-07-2021

Wirkstoff:
Bupropionhydrochlorid
Verfügbar ab:
neuraxpharm Arzneimittel GmbH
ATC-Code:
N06AX12
INN (Internationale Bezeichnung):
bupropion hydrochloride
Dosierung:
150mg
Darreichungsform:
Tablette
Verabreichungsweg:
Zum Einnehmen
Einheiten im Paket:
30 und 90 Tabletten
Verschreibungstyp:
Verschreibungspflichtig
Hergestellt von:
neuraxpharm Arzneimittel GmbH
Therapiegruppe:
Nervensystem; Psychoanaleptika; Andere Antidepressiva
Anwendungsgebiete:
Bupropion-neuraxpharm ist angezeigt zur Behandlung von Episoden einer depressiven Erkrankung (Episoden einer Major Depression).
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähig
Zulassungsnummer:
91045.00.00
Berechtigungsdatum:
2015-10-16

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Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für <Patienten> <Anwender>

Bupropion-neuraxpharm 150 mg Tabletten mit veränderterWirkstofffreisetzung

Bupropion-neuraxpharm 300 mg Tabletten mit veränderterWirkstofffreisetzung

Wirkstoff: Bupropionhydrochlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

-Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleichtmöchten Sie diese später nochmals lesen.

-Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

-Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschenschaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerdenhaben wie Sie.

-Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sichan Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1.Was ist Bupropion-neuraxpharmund wofür wird es angewendet?

2.Was sollten Sie vor der Einnahme von Bupropion-neuraxpharmbeachten?

3.Wie ist Bupropion-neuraxpharmeinzunehmen?

4.WelcheNebenwirkungen sind möglich?

5.Wie ist Bupropion-neuraxpharmaufzubewahren?

6.Inhalt der Packungund weitere Informationen

1. Was ist Bupropion-neuraxpharm und wofür wird es angewendet?

Bupropion-neuraxpharmistein Arzneimittel, dasIhnen Ihr Arzt zur BehandlungIhrer depressiven

Erkrankung verschrieben hat. Es wird vermutet, dass es imGehirn mit den chemischen Substanzen

Noradrenalin und Dopamin in Wechselwirkung tritt.Diese Substanzen werdenmit der Entstehung

von Depressionen in Verbindung gebracht.

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2. Was sollten Sie vor der Einnahme vonBupropion-neuraxpharm beachten?

Bupropion-neuraxpharm darf nicht eingenommenwerden,

wenn Sie allergisch gegenBupropion oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteiledieses Arzneimittels sind.

wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die Bupropion enthalten.

wenn bei Ihnen eine Epilepsie diagnostiziert wurde oder früher Krampfanfälleaufgetreten sind.

wenn Sie an einer Essstörung leiden oder inder Vergangenheit an einer Essstörung gelitten

haben (beispielsweise Bulimie oder Anorexia nervosa).

wenn Sie einen Gehirntumor haben.

wenn Sie normalerweise viel Alkohol trinken und Siegerade damitaufgehört haben,

beziehungsweise während der Einnahme von Bupropion-neuraxpharmaufhören wollen.

wenn Sie an einer schwerenLeberfunktionsstörung leiden.

wenn Sie vorkurzemBeruhigungsmittelabgesetzt haben oder wenn Sie diese während der

Einnahme von Bupropion-neuraxpharmabsetzen wollen.

wenn Sie andere Arzneimittel gegen Depressionen, die so genannten Monoaminoxidase-

Hemmer (MAO-Hemmer), einnehmenoder in denletzten 14 Tageneingenommen haben.

Wenn irgendeiner dieser Punkte auf Siezutrifft, sprechen Sie bittesofort mit IhremArzt, bevor Sie

Bupropion-neuraxpharmeinnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit IhremArzt oderApotheker, bevor Sie Bupropion-neuraxpharmeinnehmen.

Bevor Sie Bupropion-neuraxpharmeinnehmen,mussIhr Arzt Folgendes wissen:

ob Sie regelmäßig größere Mengen Alkohol trinken

ob Sie an Diabetes leiden, dermit Insulin oder Tabletten behandeltwird

ob Sie eine schwere Kopfverletzung hatten oderin derVergangenheit ein Schädel-Hirn-Trauma

hatten

Es wurde gezeigt, dass Bupropion bei ungefähr1 von 1.000 Patienten Krampfanfälle auslösen

kann. Das Risiko für dasAuftreten dieser Nebenwirkung ist bei Patienten, auf die einer der oben

aufgeführtenPunkte zutrifft, höher. WennbeiIhnen ein Krampfanfall während der Behandlung

auftritt, sollten Sie die Einnahme von Bupropion-neuraxpharmabbrechen. Nehmen Sie Bupropion-

neuraxpharmnicht weiter ein und suchenSie Ihren Arzt auf.

ob Sie an einer bipolaren (manisch-depressiven) Erkrankungleiden (extreme

Stimmungsschwankungen), da Bupropion eine Episode dieserErkrankung auslösen kann

ob Sie Leber- oder Nierenbeschwerden haben. In diesemFall kann das Risiko für das Auftreten

von Nebenwirkungen erhöht sein.

Wenn einer der oben genannten Punkteauf Sie zutrifft, sollten Siemit IhremArzt sprechen, bevor

Sie Bupropion-neuraxpharmeinnehmen. Er / Sie wirdbei Ihrer Behandlungmöglicherweisemit

besonderer Sorgfalt vorgehen wollen odereine andere Behandlung empfehlen.

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Suizidgedanken und VerschlechterungIhrer Depression

Wenn Sie depressiv sind,könnenSie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen

oder Suizid zubegehen. Solche Gedanken könnenbei der erstmaligen Anwendung von

Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken,

gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger.

Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher,

wenn Sie bereits früher einmal Gedanken daranhatten, sich das Leben zu nehmen oder daran

gedacht haben, sich selbst zu verletzen.

wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien habenein erhöhtes

Risiko für das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen imAlter bis 25 Jahre

gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einemAntidepressivum

behandelt wurden.

Gehen Sie zu IhremArzt oder suchen Sieunverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu

irgendeinemZeitpunkt Gedanken daranentwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu

nehmen.

Es kann hilfreich sein, wenn Sie einemFreund oderVerwandten erzählen, dassSie depressiv sind.

Bitten Sie diese Personen, diese Packungsbeilage zulesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen,

wenn sie den Eindruckhaben, dass sich Ihre Depression verschlimmert oder wenn sie sich Sorgen

über Verhaltensänderungenbei Ihnen machen.

Kinder undJugendliche

Bupropion-neuraxpharmwird nicht zur Behandlungvon Kindern undJugendlichen unter 18Jahren

empfohlen.

Bei Kindern und Jugendlichen unter 18Jahren besteht bei der Behandlung mit Antidepressiva ein

erhöhtes Risiko für Suizidgedanken undSuizidverhalten.

Einnahme von Bupropion-neuraxpharmzusammenmit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wennSie andere Arzneimittel, pflanzliche Heilmittel

oder Vitaminpräparate einnehmen, kürzlich eingenommen habenoder beabsichtigen einzunehmen.

Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selber gekauft haben. Ihr Arzt wird möglicherweise die

Dosis von Bupropion-neuraxpharmändern odereine Änderung bezüglich dieser anderen

Arzneimittel vorschlagen.

Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie Bupropion-neuraxpharmeinnehmen, wenn Sie Arzneimittel

gegen Depressionen einnehmen oder in denletzten 14Tagen eingenommen haben, die

Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) genannt werden (siehe auch „Bupropion-

neuraxpharmdarf nicht eingenommen werden“ imAbschnitt 2).

Einige Arzneimittel tretenmit Bupropion-neuraxpharmin Wechselwirkung.Einige Arzneimittel

könnendieWahrscheinlichkeit für das Auftreten von Krampfanfällen erhöhen.Andere

Arzneimittel könnendas Risiko von weiteren Nebenwirkungenerhöhen. Einige Beispiele sind

nachfolgendaufgeführt, die Übersicht ist jedoch nichtvollständig.

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Die Wahrscheinlichkeit, dass Krampfanfälle auftreten,kann größersein,

wenn Sie andere Arzneimittel gegen Depressionen oder gegen anderepsychische Erkrankungen

einnehmen.

wenn Sie Theophyllin zurBehandlungvon Asthmaoder zur Behandlung einer

Lungenerkrankung einnehmen.

wenn Sie Tramadol, ein starkes Schmerzmittel, einnehmen.

wenn Sie Beruhigungsmittel eingenommen haben oder wenn Sie diese während der Einnahme

von Bupropion-neuraxpharmabsetzen wollen (siehe auch „Bupropion-neuraxpharmdarf nicht

eingenommen werden“ imAbschnitt 2).

wenn Sie Arzneimittel gegen Malaria einnehmen (wie Mefloquinoder Chloroquin).

wenn Sie Anregungsmittel(Stimulantien)oder andere Arzneimittel einnehmen, umIhr Gewicht

oder Ihren Appetit zu kontrollieren.

wenn Sie Steroide anwenden, entweder durch Einnahme oder als Injektion.

wenn Sie Antibiotika,die Chinolone genannt werden, einnehmen.

wenn Sie eine bestimmteArt von Antihistaminika einnehmen, die hauptsächlich zur

Behandlung vonAllergien eingesetztwerdenund Schläfrigkeit verursachen können.

wenn Sie Arzneimittel gegen Diabetes einnehmen.

Wenn einer dieser Punkte bei Ihnen zutrifft, sollten Sie sich unverzüglich mit IhremArzt in

Verbindung setzen, bevor Sie Bupropion-neuraxpharmeinnehmen. Ihr Arzt wird Nutzen und

Risiko der Einnahme von Bupropion-neuraxpharmgegeneinander abwägen.

Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens anderer Nebenwirkungen kann größer sein,

wenn Sie andere Arzneimittel gegen Depressionen (wieAmitriptylin,Fluoxetin,Paroxetin,

Dosulepin, Desipramin oder Imipramin) odergegen andere psychische Erkrankungen (wie

Clozapin, Risperidon, Thioridazin oderOlanzapin) einnehmen.

wenn Sie Arzneimittel gegen die Parkinson-Krankheit einnehmen (Levodopa, Amantadin oder

Orphenadrin).

wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die die Fähigkeit Ihres Körpers beeinflussen, Bupropion

abzubauen (Carbamazepin, Phenytoin oder Valproat).

wenn Sie bestimmteArzneimittel, die zur Behandlungeiner Krebserkrankung angewendet

werden, einnehmen (wie zumBeispiel Cyclophosphamid,Ifosfamid).

wenn Sie Ticlopidin oder Clopidogrel einnehmen, die hauptsächlich zur Behandlungvon

Herzerkrankungen oder zurVorbeugungvonSchlaganfällen eingesetzt werden.

wenn Sie bestimmteBetablocker (wie Metoprolol) einnehmen, die hauptsächlich zur

Behandlungvon Bluthochdruck eingesetzt werden.

wenn Sie bestimmteArzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen einnehmen (Propafenon oder

Flecainid).

wenn Sie Nikotinpflaster zur Unterstützungbei der Raucherentwöhnung anwenden.

Wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, sollten Siesich unverzüglich mit IhremArzt in

Verbindung setzen, bevor Sie Bupropion-neuraxpharmeinnehmen.

Bupropion-neuraxpharmkann weniger wirksamsein,

wenn Sie Ritonavir oder Efavirenz, Arzneimittel zur Behandlung einer HIV-Infektion,

einnehmen.

Wenn dies auf Sie zutrifft, teilen Sie es IhremArztmit. Ihr Arzt wird überprüfen, wie gut

Bupropion-neuraxpharmbei Ihnen wirkt.Es kann notwendig sein,Ihre Dosis von Bupropion-

neuraxpharmzu erhöhen oder auf eine andereBehandlung Ihrer Depression umzustellen. Erhöhen

Sie Ihre Bupropion-neuraxpharmDosisnicht ohne den Rat Ihres Arztes, da diesIhr Risiko,

Nebenwirkungen einschließlich Krampfanfälle zu haben, erhöht.

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Bupropion-neuraxpharmkann die Wirkung anderer Arzneimittel vermindern,

wenn Sie Tamoxifen zurBehandlungvon Brustkrebseinnehmen.

Wenn dies auf Sie zutrifft, teilen Sie es bitte IhremArztmit. Es kann notwendigsein, auf eine

andere Behandlung Ihrer Depression umzustellen.

Auswirkung aufUrintests

Bupropion-neuraxpharmkann einige Urintests,die zur Erkennung von anderen Arzneimitteln und

Drogen dienen, beeinflussen. Wenn fürSie ein Urintest notwendigist, teilen Sie bitte IhremArzt

oder demKrankenhaus mit,dass Sie Bupropion-neuraxpharmeinnehmen.

Einnahme von Bupropion-neuraxpharmzusammen mit Alkohol

Alkoholkann die Wirkungsweise von Bupropion-neuraxpharmbeeinflussen und bei gleichzeitiger

Einnahme inseltenen Fällen Ihre Nerven oder Ihren geistigen Zustand beeinflussen. Einige

Personen haben den Eindruck, dass sie stärker auf Alkoholreagieren, wenn sie Bupropion

einnehmen. Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise empfehlen, während der Einnahme von

Bupropion-neuraxpharmkeinen Alkohol(Bier, Weinoder Spirituosen) zu sich zunehmen oder zu

versuchen, möglichst wenig zu trinken.Wenn Sie aber derzeit sehrviel trinken,dürfen Sie nicht

plötzlich damit aufhören:Das kann Ihr Risiko erhöhen, einen Krampfanfall zu bekommen.

Sprechen Sie mit demArzt über das Trinken, bevor Siemit der Einnahme von Bupropion-

neuraxpharmbeginnen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vorder Einnahmedieses Arzneimittels IhrenArzt

oder Apotheker umRat.

Einige Studien, aber nichtalle, zeigten einen Anstieg des Risikos von Geburtsfehlern, insbesondere

Herzfehlern, bei Babys,deren Mütter Bupropion eingenommen hatten. Es ist nicht bekannt,ob

diese auf der Anwendungvon Bupropion beruhen.

Der Wirkstoff von Bupropion-neuraxpharmgeht indie Muttermilch über. Wenn Sie stillen, fragen

Sie Ihren Arzt oder Apotheker umRat bevor Sie Bupropion-neuraxpharmeinnehmen.

Verkehrstüchtigkeit undFähigkeit zum Bedienenvon Maschinen

Wenn Ihnennach der Einnahmevon Bupropion-neuraxpharmschwindlig ist oder Sie sich

benommen fühlen, dürfenSie kein Fahrzeug führen.Sie dürfen auch keine Werkzeuge oder

Maschinen bedienen.

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3. Wie ist Bupropion-neuraxpharm einzunehmen?

Nehmen Siedieses Arzneimittel immergenau nach AbsprachemitIhremArzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei IhremArztoder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Welche Dosismüssen Sie einnehmen?

Die übliche Dosierungsempfehlung für Erwachsene sind 150 mgpro Tag.

Wenn sich Ihre Depressionen nach einigen Wochennicht bessern, kann Ihr Arzt die Dosis auf 300

mgpro Tag erhöhen.

Manche Patienten werden während der gesamtenBehandlungsdauer bei täglich 150 mgbleiben, z.

B. bei Störungen der Leber- oder Nierenfunktion.

Art der Anwendung

Bupropion-neuraxpharmist zumEinnehmen.

Nehmen Sie Ihre Dosis Bupropion-neuraxpharmmorgens ein. Nehmen Sie Bupropion-

neuraxpharmnicht öfter als einmal täglich ein.

Schlucken Sie Ihre Tabletten imGanzen. Siedürfen die Tabletten nicht teilen, zerkauen oder

zerdrücken - wenn Sie dies tun,besteht die Gefahr einer Überdosierung, weil der Wirkstoff zu

schnell in Ihren Körper freigegeben wird.Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit von

Nebenwirkungen einschließlich epileptischen Anfällen (Krampfanfällen).

Die Flasche enthält einen kleinen versiegelten Behälter,der Aktivkohle und Kieselgel enthält, um

die Tabletten trocken zu halten. Lassen Sie denBehälter in der Flasche. Schlucken Sie ihnnicht

hinunter.

Die Tablette istmit einer Hülleüberzogen, die den Wirkstoff langsamin Ihren Körper frei gibt. Es

istmöglich, dass Sie etwasin IhremStuhl bemerken, das aussieht wie eine Tablette. Dies ist die

leere Hülle, die aus IhremKörper ausgeschieden wird.

Wie langemüssen Sie Bupropion-neuraxpharmeinnehmen?

Nur Sie und Ihr Arzt gemeinsamkönnenentscheiden, wie lange Sie Bupropion-neuraxpharm

einnehmen sollten. Es kann eineBehandlungvon Wochen oder Monaten erfordern, bevor Sieeine

Besserung verspüren. Sprechen Sie regelmäßigmit IhremArzt über Ihre Symptome, umzu

entscheiden, wie lange Sie das Arzneimittel einnehmen sollten. Es kann sein, dass Ihr Arzt Ihnen

empfiehlt, Bupropion-neuraxpharmweiter einzunehmen, wenn Sie beginnen, sichbesser zu fühlen,

damit die Depressionen nicht erneut auftreten.

Wenn Sie eine größereMenge vonBupropion-neuraxpharm eingenommen haben, als Sie

sollten

Wenn Sie zu viele Tabletten einnehmen, kann sich das Risiko für das Auftretenvon

Krampfanfällen erhöhen. Fragen Sie sofort Ihren Arzt umRat oder wenden Sie sich unverzüglich

an die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses.

Wenn Sie die Einnahmevon Bupropion-neuraxpharm vergessen haben

Wenn Sie vergessen haben, eine Dosis einzunehmen,nehmen Sie die nächste Tablette erst wieder

zumüblichen Zeitpunktein. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige

Einnahme vergessen haben.

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Wenn Sie die Einnahmevon Bupropion-neuraxpharm abbrechen

Brechen Sienicht die Einnahme von Bupropion-neuraxpharmab undverringern Sie nicht die

Dosis, ohne dies zuerstmit IhremArzt besprochen zu haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahmedieses Arzneimittels haben,wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedemauftreten müssen.

Krampfanfälle

Bei ungefähr 1 von 1.000Behandelten, die Bupropion einnehmen,besteht das Risiko, dass ein

Krampfanfall auftritt. Die Wahrscheinlichkeitdafür ist höher, wenn Sie zuvielBupropion

einnehmen, wenn Sie bestimmteArzneimittel gleichzeitig einnehmen oder wenn bei Ihnen ein

erhöhtes Anfallsrisiko besteht. Sprechen Siemit IhremArzt, wenn Sie sich deshalb Sorgen

machen.

Wenn bei Ihnen ein Krampfanfall auftritt, teilen Sie dies IhremArztmit, sobald Sie sich erholt

haben. Nehmen Sie keineweiteren Tabletten ein.

Allergische Reaktionen

Bei einigen Patienten treten nach der Einnahmevon Bupropionallergische Reaktionen auf.Dazu

gehören:

Hautrötungoder Ausschlag (wie Nesselsucht), Bläschen oder juckendeErhebungen (Quaddeln)

auf der Haut. Einige Hautausschlägemüssen imKrankenhaus behandeltwerden, vor allem,

wenn auch entzündete Stellen anMundund Augen auftreten.

ungewöhnliches Keuchenoder Atemnot

Schwellung der Augenlider, Lippenoder Zunge

Muskel- oder Gelenkschmerzen

Kreislaufkollaps oder kurzfristige Bewusstlosigkeit (Ohnmacht)

Setzen Sie sich sofort mit einemArzt in Verbindung,wenn bei Ihnen Anzeicheneiner allergischen

Reaktion auftreten. Nehmen Sie keine weiteren Tabletten ein.

Allergische Reaktionen können lange fortbestehen. Wenn Ihnen Ihr Arzt ein Arzneimittel gegen

allergische Symptomeverschreibt,müssenSie unbedingt dievorgesehene Einnahmedauer

einhalten.

Andere Nebenwirkungen

Sehr häufige Nebenwirkungen(kannmehr als 1 von 10Behandelten betreffen)

Schlafstörungen (Stellen Sie sicher, dassSieBupropion nicht kurz vor demSchlafengehen

einnehmen)

Kopfschmerzen

trockener Mund

Übelkeit, Erbrechen

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Häufige Nebenwirkungen(kann bis zu1 von10 Behandelten betreffen)

Fieber, Schwindel, Juckreiz, Schweißausbrüche und Hautausschlag(manchmal aufgrund einer

allergischen Reaktion)

Wackeligkeit, Zittern, Schwäche, Müdigkeit, Brustschmerzen

Angst- oderErregungszustände

Bauchschmerzen oder anderes Unwohlsein (Verstopfung), veränderte

Geschmackswahrnehmung bei Lebensmitteln, Appetitverlust (Anorexie)

Blutdruckerhöhung, manchmal schwerwiegend, Gesichtsröte

Ohrgeräusche, Sehstörungen

Gelegentlich auftretendeNebenwirkungen(kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

depressive Stimmung (siehe auch Abschnitt 2. „Was sollten Sie vorder Einnahme von

Bupropion-neuraxpharmbeachten?“ unter „Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer

Depression“)

Verwirrtheit

Konzentrationsschwierigkeiten

schneller Puls

Gewichtsverlust

Seltene Nebenwirkungen(kann bis zu1 von 1.000 Behandeltenbetreffen)

Krampfanfälle

Sehr selteneNebenwirkungen(kann bis zu 1 von 10.000Behandelten betreffen)

Herzklopfen, Ohnmachtsanfälle

Zuckungen,Muskelsteifheit, unwillkürliche Bewegungen, Probleme beimGehen oder bei der

Bewegungskoordination

Unruhegefühl, Gereiztheit, Feindseligkeit, Aggressivität, seltsame Träume, Kribbeln oder

Taubheitsgefühl, Gedächtnisverlust

Gelbfärbungder Haut oder des Weißen imAuge(Gelbsucht), die durch erhöhteLeberwerte

verursacht sein kann, Hepatitis

schwereallergische Reaktionen; Hautausschlag in Verbindung mit Gelenk- und

Muskelschmerzen

Änderungen des Blutzuckerspiegels

häufigeres oder selteneresWasserlassenals üblich

schwerwiegende Hautausschläge, welcheden Mundoder andere Teile des Körpers betreffen

könnenundlebensbedrohlich sein können

Verschlechterung einer Schuppenflechte(verdickte, gerötete Hautflecken)

Gefühl der Unwirklichkeitoder Fremdheit (Depersonalisation); Sehen oder Hören von Dingen,

die nicht vorhanden sind (Halluzinationen); Wahrnehmen von Dingen oder Glauben an Dinge,

die nicht wirklich sind (Wahnvorstellungen); schweres Misstrauen (Paranoia).

Weitere Nebenwirkungen

Weitere Nebenwirkungen sind bei einerkleinen Anzahl an Behandelten aufgetreten, aber die

Häufigkeit ist nicht bekannt:

Gedanken an Selbstverletzungoder Suizidgedanken während der Therapiemit Bupropionoder

kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung (siehe Abschnitt 2. „Was sollten Sie vor der

Einnahme von Bupropion-neuraxpharmbeachten?“). Wenn Sie diese Gedankenhaben, suchen

Sie Ihren Arzt auf oder gehen Sie sofort inein Krankenhaus.

Realitätsverlust und Unfähigkeit, klar zudenkenoderzu urteilen (Psychose); weitere Symptome

können Halluzinationen und / oder Wahnvorstellungen umfassen

Verringerte Anzahl roter Blutkörperchen(Anämie), verringerte Anzahl weißer Blutkörperchen

(Leukopenie)undverringerte Blutplättchenzahl (Thrombozytopenie

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Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sichan Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direktdemBundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website:

www.bfarm.de anzeigen.

IndemSieNebenwirkungen melden, können Sie dazubeitragen, dassmehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Bupropion-neuraxpharm aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen diesesArzneimittel nach demauf derPackung angegebenen Verfalldatumnicht mehr

verwenden. Das Verfalldatumbezieht sich auf den letzten Tag desangegebenen Monats.

In der Original-Flascheaufbewahren umden Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Entsorgen SieArzneimittelnicht imAbwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel

zu entsorgenist, wenn Sie es nichtmehr verwenden. Sie tragen damit zumSchutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Bupropion-neuraxpharm enthält

Der Wirkstoff ist Bupropionhydrochlorid.

Bupropion-neuraxpharm 150 mg Tabletten mit veränderterWirkstofffreisetzung

Jede Tablettemit veränderter Wirkstofffreisetzung enthält 150 mgBupropionhydrochlorid

(entsprechend 130,2 mgBupropion).

Bupropion-neuraxpharm 300 mg Tabletten mit veränderterWirkstofffreisetzung

Jede Tablettemit veränderter Wirkstofffreisetzung enthält 300 mgBupropionhydrochlorid

Bupropionhydrochlorid(entsprechend 260,4 mgBupropion).

Die sonstigen Bestandteilesind:

Tablettenkern:Povidon K90, Natriumstearylfumarat(Ph.Eur.),

Filmüberzug:Ethylcellulose, Hyprolose, Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1) (TypA)

(Ph. Eur.),hochdisperses Siliciumdioxid, Macrogol1500, Triethylcitrat, Hypromellose, Macrogol

400, Macrogol 8000

Drucktinte:Schellackglasur, Eisen(II,III)-oxid (E172),Propylenglycol

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Wie Bupropion-neuraxpharm aussieht und Inhaltder Packung

Bupropion-neuraxpharm 150 mg Tabletten mit veränderterWirkstofffreisetzung

sind weiße bis blassgelbe, runde, bikonvexe Tabletten, die auf einer Seitemit„A151“ bedruckt

sind und aufder anderenSeite unbedruckt sind.

Bupropion-neuraxpharm 300 mg Tabletten mit veränderterWirkstofffreisetzung

sind weiße bis blassgelbe, runde, bikonvexe Tabletten, die auf einer Seitemit„A152“ bedruckt

sind und aufder anderenSeite unbedruckt sind.

Sie sind erhältlich in opak-weißen HDPE-Flaschen, die einen Behältermit Trockenmittel

(Kombination aus Aktivkohle und Kieselgel)enthalten, mit einem kindergesichterten

Schraubverschluss (PP).

Packungsgrößen:

30 und 90 Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung.

PharmazeutischerUnternehmer und Hersteller

neuraxpharmArzneimittelGmbH

Elisabeth-Selbert-Str. 23

40764 Langenfeld

Tel. 02173 /1060- 0 Fax 02173 /1060 - 333

Diese Packungsbeilage wurdezuletzt überarbeitetim {MM.JJJJ}

Wortlaut der für die Fachinformation vorgesehenen Angaben

FACHINFORMATION

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Bupropion-neuraxpharm150 mgTablettenmit veränderter Wirkstofffreisetzung

Bupropion-neuraxpharm300 mgTablettenmit veränderter Wirkstofffreisetzung

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

Bupropion-neuraxpharm 150 mg Tabletten mit veränderterWirkstofffreisetzung

Jede Tablettemit veränderter Wirkstofffreisetzung enthält 150 mgBupropionhydrochlorid

(entsprechend 130,2 mgBupropion).

Bupropion-neuraxpharm 300 mg Tabletten mit veränderterWirkstofffreisetzung

Jede Tablettemit veränderter Wirkstofffreisetzung enthält 300 mgBupropionhydrochlorid

Bupropionhydrochlorid(entsprechend 260,4 mgBupropion).

Vollständige Auflistung der sonstigenBestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Tablette mit veränderterWirkstofffreisetzung

Bupropion-neuraxpharm 150 mg Tabletten mit veränderterWirkstofffreisetzung

Weiße bis blassgelbe, runde, bikonvexe Tabletten, die auf einerSeitemit„A151“ bedruckt sind

und aufder anderen Seite unbedruckt sind.

Bupropion-neuraxpharm 300 mg Tabletten mit veränderterWirkstofffreisetzung

Weiße bis blassgelbe, runde, bikonvexe Tabletten, die auf einerSeitemit„A152“ bedruckt sind

und aufder anderen Seite unbedruckt sind.

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4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Bupropion-neuraxpharmistangezeigt zur Behandlung von Episoden einerdepressiven Erkrankung

(Episoden einer Major Depression).

4.2Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 150 mgeinmal täglich. Eine optimale Dosis wurde in

klinischen Studien nicht ermittelt. Zeigt sichnach vierwöchiger Behandlung mit 150 mgkeine

Besserung, kann die Dosis auf 300 mgeinmal täglich gesteigert werden. Zwischen den aufeinander

folgenden Einzeldosen muss eine Zeitspanne von mindestens 24 Stunden liegen.

Der Wirkungseintritt vonBupropion wurde 14 Tagenach Therapiebeginn festgestellt. Die volle

antidepressive Wirkungvon Bupropion-neuraxpharmzeigtsich möglicherweise erstnach

mehrwöchiger Behandlung.

Patientenmit Depressionen sollten für einen ausreichenden Zeitraumvonmindestens 6 Monaten

behandelt werden, umsicher zu gehen, dass sie symptomfrei sind.

Schlaflosigkeit ist eine sehr häufige Nebenwirkung,die oft vorübergehend auftritt. Das Auftreten

von Schlaflosigkeit kannvermindert werden, indemeine Einnahme vordemSchlafengehen

vermieden wird (vorausgesetzt, es liegenwenigstens 24 Stunden zwischen den Einzeldosen).

Umstellung von Patienten, die Bupropion-Retardtabletten einnehmen:

Bei der Umstellung von Bupropion-Retardtabletten, die zweimaltäglich eingenommen werden, auf

Bupropion-neuraxpharmTablettenmit veränderter Wirkstofffreisetzung sollte die

Tagesgesamtdosis nach Möglichkeit beibehalten werden.

Absetzen der Behandlung

Obwohl in klinischen Studien mit Bupropion Absetzsymptome, die eher spontanals systematisch

erfasst wurden, nichtbeobachtet wurden, kann eineausschleichende Therapie in Betracht gezogen

werden.

Bupropionhemmt selektiv die neuronale Wiederaufnahme von Katecholaminen. Ein Rebound-

Effekt oder Absetzsymptome können daher nicht ausgeschlossenwerden.

Ältere Patienten

Die Wirksamkeit wurde bei älteren Personen nichteindeutiggezeigt. In einer klinischen Studie

wurden ältere Personen mitdemgleichenDosierungsschema behandelt wie imAbschnitt

„Anwendungbei Erwachsenen“ beschrieben. Eineerhöhte Empfindlichkeit kannbei einigen

älteren Personen nicht ausgeschlossenwerden.

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Bupropion sollte bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen mit Vorsicht angewendet werden

(siehe Abschnitt 4.4). Aufgrundder erhöhten pharmakokinetischen Variabilität bei Patienten mit

leichterbis mittelschwerer Leberfunktionsstörungbeträgt die empfohlene Dosierung fürdiese

Patienten 150 mgeinmal täglich.

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Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Die empfohlene Dosis für diese Patientenbeträgt 150mgeinmal täglich, da sichBupropion und

dessen aktive Metaboliten bei diesen Patienten ingrößeremAusmaß als gewöhnlich anreichern

können (sieheAbschnitt 4.4).

Kinder undJugendliche

Bupropion-neuraxpharmist nicht zur Anwendung bei Kindernoder Jugendlichen unter18Jahren

indiziert (siehe Abschnitt 4.4). Die Sicherheit und Wirksamkeit von Bupropion-neuraxpharmbei

Patienten unter 18 Jahren ist nicht erwiesen.

Art der Anwendung

Bupropion-neuraxpharmistzumEinnehmen. Die Tabletten sollten imGanzen geschluckt werden.

Die Tablettensollten nichtgeteilt, zerkleinertoder zerkaut werden, da dies zu einemerhöhten

Risiko vonNebenwirkungen, einschließlich Krampfanfällen, führenkann.

Bupropion-neuraxpharmkann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

4.3Gegenanzeigen

Bupropion-neuraxpharmist kontraindiziert

bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegen Bupropion oder einen der in Abschnitt 6.1

genannten sonstigen Bestandteile

bei Patienten, die ein anderes Bupropion-haltiges Arzneimittel einnehmen, da das Auftreten von

Krampfanfällen dosisabhängig istundumeine Überdosierung zu vermeiden.

bei Patienten, die derzeit an Krampfanfällen (epileptische Anfälle) leiden oder jemals in der

Vergangenheit an Krampfanfällen gelitten haben.

bei Patienten mit einemTumor des zentralen Nervensystems (ZNS).

bei Patienten, die zu irgendeinemZeitpunkt der Behandlung einenabrupten Entzug von Alkohol

oder irgendeinemArzneimittel durchführen, vondembekannt ist, dass ein Entzug mit dem

Risiko des Auftretens vonKrampfanfällen verbunden ist (insbesondere Benzodiazepine oder

Benzodiazepin-ähnliche Arzneimittel).

bei Patienten mit schwererLeberzirrhose.

bei Patienten, die derzeit anBulimie oder Anorexia nervosa leiden oder bei denen eine dieser

Erkrankungen in der Vergangenheit diagnostiziert wurde.

Die gleichzeitige Anwendung von Bupropion-neuraxpharmund Monoaminoxidase-Hemmern

(MAO-Hemmern) ist kontraindiziert. Zwischen demEnde einer Behandlungmit irreversiblen

MAO-Hemmern unddemBeginn der Behandlung mitBupropion-neuraxpharmmüssen mindestens

14 Tage vergehen. Bei reversiblen MAO-Hemmernist ein Zeitraumvon 24 Stunden ausreichend.

4.4BesondereWarnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für dieAnwendung

Krampfanfälle

Die empfohlene Dosis sollte nicht überschritten werden, da Bupropion mit einemdosisabhängigen

Risiko für das Auftreten von Krampfanfällenverbunden ist. Die Gesamtinzidenz von

Krampfanfällen imZusammenhang mitBupropion-Tablettenmit veränderter Wirkstofffreisetzung

betrug inklinischen Studien bei Dosen bis zu 450 mg/Tag ungefähr0,1 %.

4

Es besteht ein erhöhtes Risiko, dass beiAnwendungvon Bupropion Krampfanfälle auftreten, wenn

prädisponierende Risikofaktoren vorliegen, diedie Krampfschwelleherabsetzen. Dahersollte

Bupropionbei Patienten mit einemoder mehreren prädisponierenden Faktoren für die

Herabsetzung der Krampfschwelle mit Vorsichtangewendet werden.

Alle Patienten sollten aufmögliche prädisponierende Faktoren hin untersuchtwerden, dazu

gehören:

GleichzeitigeAnwendung anderer Arzneimittel, von denen bekannt ist, dass sie die

Krampfschwelle herabsetzen (z. B. Antipsychotika, Antidepressiva, Antimalariamittel,

Tramadol, Theophyllin, systemische Steroide, Chinolone und sedierende Antihistaminika)

Alkoholmissbrauch (siehe auch Abschnitt 4.3)

Schädel-Hirn-Trauma in der Anamnese

Diabetes, dermit blutzuckersenkenden Arzneimitteln oder Insulin behandelt wird

Anwendungvon Stimulantien oder Appetitzüglern

Patienten, die während der Behandlungmit Bupropioneinen Krampfanfall erleiden, müssen

Bupropion-neuraxpharmabsetzen und dürfen die Behandlung nichtwieder aufnehmen.

Wechselwirkungen (sieheAbschnitt 4.5)

Aufgrund pharmakokinetischerWechselwirkungenkönnen die Plasmaspiegel von Bupropionoder

seinen Metaboliten verändert werden, wodurchdas Potenzial für Nebenwirkungen (z. B.

Mundtrockenheit, Schlaflosigkeit, Krampfanfälle)möglicherweiseerhöht wird.Daher ist Vorsicht

geboten, wenn Bupropiongleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet wird, welche die

Metabolisierung von Bupropioninduzieren oder hemmen können.

Bupropionhemmt die Metabolisierungüber das CytochromP450-Isoenzym2D6. Vorsicht ist

geboten, wenn gleichzeitig Arzneimittelangewendet werden, die über dieses Enzymmetabolisiert

werden.

In der Literatur wurde gezeigt, dass Arzneimittel, die das CytochromP450-Isoenzym2D6

hemmen, zu reduzierten Konzentrationen von Endoxifen, demaktiven Metaboliten von Tamoxifen,

führen können. Daher sollte die Anwendungvon Bupropion, welches ein CYP2D6-Inhibitorist,

während einer Behandlungmit Tamoxifen, wann immermöglich,vermieden werden (siehe

Abschnitt 4.5).

Neuropsychiatrische Störungen

Suizid/Suizidgedanken oder klinischeVerschlechterung

Depressive Erkrankungensind mit einemerhöhtenRisiko für dieAuslösung vonSuizidgedanken,

selbstschädigendemVerhalten und Suizid(Suizid-bezogene Ereignisse) verbunden. Dieses erhöhte

Risiko besteht, bis es zu einer signifikantenLinderung der Symptome kommt. Dadiese nicht

unbedingt schon während der ersten Behandlungswochen auftritt, sollten die Patienten daher bis

zumEintritt einer Besserung engmaschig überwacht werden. Die bisherige klinische Erfahrung

zeigt, dass das Suizidrisiko zu Beginn einer Behandlung ansteigenkann.

Bei Patientenmit suizidalemVerhalten in der Anamnese oder solchen, die vor der Therapie

ausgeprägte Suizidabsichten hatten, ist das Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken oder

-versuchen erhöht. Sie sollten daher währendder Behandlung besonderssorgfältig überwacht

werden.

Eine Meta-Analyse von Placebo-kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von

Antidepressiva bei Erwachsenenmit psychiatrischen Störungen zeigte für Patienten unter 25

Jahren, die Antidepressiva einnahmen, ein erhöhtes Risiko für suizidales Verhalten imVergleich zu

Placebo.

5

Die Arzneimitteltherapie sollte mit einer engmaschigen Überwachungder Patienten, vorallemder

Patientenmit hohemSuizidrisiko, insbesondere zu Beginnder Behandlungundnach

Dosisanpassungen einhergehen. Patienten (undderen Betreuer) sindauf die Notwendigkeit einer

Überwachung hinsichtlich jeder klinischen Verschlechterung, desAuftretens von suizidalem

Verhalten oder Suizidgedankenund ungewöhnlicher Verhaltensänderungen hinzuweisen. Sie

sollten unverzüglich medizinischen Rat einholen, wenn derartigeSymptomeauftreten.

Es sollte beachtet werden, dass das Auftreten einiger neuropsychiatrischer Symptome entweder in

Zusammenhang mit der zu Grunde liegenden Erkrankungodermit der medikamentösen

Behandlung stehen kann (siehe unter „Neuropsychiatrische Symptome einschließlich manischer

Episoden und bipolarer Störungen“ undAbschnitt 4.8).

Bei Patienten, die das Auftreten von Suizidgedankenund suizidalesVerhalten zeigen, sollte ein

Wechsel des therapeutischenRegimes oder auchdie Möglichkeit desAbsetzens des Arzneimittels

in Betracht gezogen werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn diese Symptomeschwerwiegend

sind, plötzlich auftreten oder bisherbeimPatienten nicht aufgetreten sind.

Neuropsychiatrische Symptome einschließlich manischer Episoden und bipolarer Störungen

Es wurden neuropsychiatrische Symptome gemeldet(siehe Abschnitt 4.8). Insbesondere wurde

eine psychotische und manische Symptomatik beobachtet, die vorwiegend bei Patienten mit einer

psychiatrischen Erkrankung in der Vorgeschichte auftrat. Darüber hinauskann eine Episode einer

Major Depression die erste Manifestation einer bipolaren Störung sein. Es wird allgemein

angenommen(ist allerdings noch nichtmit kontrollierten Studiennachgewiesen), dass die

Behandlung einer solchen Episode allein mit einemAntidepressivumdie Wahrscheinlichkeit für

ein beschleunigtes Auftreten einer gemischten/manischen Episodebei Patienten erhöht, beidenen

das Risiko für das Auftreten einer bipolaren Störung besteht. Begrenzte klinische Daten zur

Anwendungvon Bupropion in Kombination mit Stimmungsstabilisatoren bei Patienten mit einer

bipolaren Störung inder Vorgeschichte lassen vermuten, dass die Rate von Übergängen zur Manie

(„Switch“- Rate) gering ist. Vor der EinleitungeinerTherapie mit einemAntidepressivumsollten

die Patienten angemessen untersucht werden, umfestzustellen, ob ein Risiko fürdas Auftreten

einer bipolaren Störung besteht. Eine solcheUntersuchung sollte eine genaue psychiatrische

Anamnese beinhalten, einschließlich der Familienanamnese imHinblick auf Suizide, bipolare

Störungen und Depressionen.

Tierdaten ergeben einen Hinweis auf ein Missbrauchspotenzial. Studien zumMissbrauchspotenzial

beimMenschen undumfangreiche klinische Erfahrung zeigen jedoch, dass Bupropion ein geringes

Missbrauchspotenzial hat.

Klinische Erfahrungen mit Bupropionbei Patienten, die sich einer Elektrokrampftherapie (EKT)

unterzogen, sind begrenzt.Bei der Behandlung von Patienten, die Bupropioneinnehmen und sich

gleichzeitig einer EKT unterziehen, ist Vorsicht geboten.

6

Überempfindlichkeit

Bupropion muss unverzüglich abgesetztwerden, wennbei Patienten während der Behandlung eine

Überempfindlichkeitsreaktion auftritt. Dembehandelnden Arzt sollte bewusst sein, dass die

Symptomenach Absetzenvon Bupropionweiter fortschreiten oder rezidivieren können; eine

symptomatische Behandlung sollte deshalb über einenausreichenden Zeitraum(mindestens eine

Woche) sichergestellt sein. Zu den typischen Symptomen zählen Hautausschlag,Juckreiz, Urtikaria

oder Brustschmerzen, schwerwiegendere Reaktionen können jedoch auch Angioödem,

Dyspnoe/Bronchospasmus, anaphylaktischer Schock, Erythemamultiforme oder Stevens-Johnson-

Syndromumfassen. Arthralgie, Myalgieund Fieber wurden ebenfalls in Verbindung mit

Hautausschlag und anderen Symptomen beobachtet,die auf eine verzögerte

Überempfindlichkeitsreaktion hindeuten (siehe Abschnitt 4.8). Beiden meistenPatienten besserten

sich die SymptomenachAbsetzen von Bupropion und demBeginn einer Behandlung mit

Antihistaminika oder Kortikosteroiden und verschwanden nach einiger Zeit ganz.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Zur Anwendung von Bupropionbeider Behandlung vonDepressionen bei Patienten mit Herz-

Kreislauf-Erkrankungen liegen nurbegrenzte klinische Erfahrungenvor. Vorsichtist geboten bei

der Behandlung dieser Patienten. In Studien zurRaucherentwöhnung wurdeBupropion allerdings

von Patientenmit ischämischer Herz-Kreislauf-Erkrankung imAllgemeinengut vertragen (siehe

Abschnitt 5.1).

Blutdruck

Es wurde gezeigt, dass Bupropion bei nicht-depressiven Patienten mitHypertonie Grad I keinen

signifikantenBlutdruckanstieg verursacht. Ausder klinischen Anwendungliegen jedoch Berichte

über Blutdruckerhöhung vor, die in einigen Fällen schwerwiegend waren (sieheAbschnitt 4.8) und

eine sofortige Behandlungerforderten. Dies wurde bei Patienten mit oder ohnevorbestehenden

Bluthochdruck beobachtet.

Zu Beginn der Behandlung sollte der Ausgangswert des Blutdrucks bestimmtund anschließend

kontrolliert werden, insbesondere bei Patienten mit vorbestehender Hypertonie.Bei einemklinisch

signifikantenBlutdruckanstieg sollte das Absetzen von BupropioninErwägunggezogen werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Bupropionund einemtransdermalen Systemzur

Nikotinapplikation kann zueinemBlutdruckanstieg führen.

Besondere Patientengruppen

Kinder und Jugendliche (<18 Jahren)– Bei Kindern und Jugendlichen mit einer depressiven

Erkrankung (Episoden einer Major Depression) undanderen psychiatrischen Erkrankungen ist die

Behandlungmit Antidepressivamit einemerhöhtenRisiko für dasAuftreten von Suizidgedanken

und suizidalemVerhalten verbunden.

Eingeschränkte Leberfunktion– Bupropion wird extensiv in der Leber zu seinen aktiven

Metaboliten verstoffwechselt, die weiter metabolisiertwerden. Es wurden keine statistisch

signifikantenUnterschiedein der Pharmakokinetikvon Bupropionbei Patienten mit einer leichten

bis mittelschweren Leberzirrhose imVergleichzu gesunden Probanden beobachtet, aber die

Bupropionplasmaspiegel zeigten eine höhere Variabilität zwischen den einzelnen Patienten. Daher

muss Bupropion bei Patienten mit einer leichtenbismittelschweren Leberfunktionsstörung mit

Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.2).

7

Eingeschränkte Nierenfunktion– Bupropion wird hauptsächlich in Formseiner Metaboliten über

den Urin ausgeschieden. Daher können Bupropionund seine wirksamen Metaboliten bei Patienten

mit eingeschränkter Nierenfunktion in einemgrößeren Ausmaß alsgewöhnlich akkumulieren. Die

Patientenmüssen engmaschig auf möglicheNebenwirkungen (z. B.Schlaflosigkeit,

Mundtrockenheit, Krampfanfälle) überwachtwerden, die auf hoheWirkstoff- oder

Metabolitenspiegel hinweisenkönnen (siehe Abschnitt 4.2).

Beeinflussung von Urinuntersuchungen

Da Bupropioneine Amphetamin-ähnliche chemischeStruktur aufweist, beeinflusst es die

Untersuchungsmethode, die in einigenUrindrogenschnelltests verwendet wird. Dies kann,

insbesondere für Amphetamine, zu falsch positivenResultaten führen. Ein positives Ergebnis sollte

normalerweise durch eine spezifischereMethode bestätigt werden.

Unsachgemäße Art der Anwendung

Bupropion ist ausschließlich zur zumEinnehmenvorgesehen. DieInhalation von zerkleinerten

Tabletten oder die Injektion vongelöstemBupropionwurde berichtet und kann zu einer raschen

Freisetzung, schnelleren Resorptionundeinermöglichen Überdosierung führen.Krampfanfälle

und/oder Todesfällewurden berichtet, wenn Bupropion intranasal odermittels parenteraler

Injektion angewendet wurde.

4.5Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Hemmstoffeder Monoaminoxidase A und B verstärken über einen anderen Mechanismus als

Bupropion auch die katecholaminergen Stoffwechselwege. Deshalb ist die gleichzeitige

Anwendungvon Bupropion und Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmer)kontraindiziert

(siehe Abschnitt 4.3), da ein erhöhtes Potenzial für Nebenwirkungen durchderen Kombination

besteht. Zwischen demEnde einer Behandlungmit irreversiblen MAO-Hemmern und demBeginn

der Behandlung mit Bupropion-neuraxpharmmüssen mindestens 14 Tage vergehen. Bei

reversiblen MAO-Hemmern ist ein Zeitraumvon 24Stunden ausreichend.

Wirkung vonBupropion auf andere Arzneimittel

Obwohl Bupropionnichtüber das Cytochrom-P450-Isoenzym2D6 (CYP2D6)metabolisiertwird,

hemmen Bupropion und sein Hauptmetabolit Hydroxybupropion den CYP2D6-Stoffwechselweg.

Die gleichzeitige anwendung von Bupropion und Desipramin bei gesunden Probanden, von denen

bekannt war, dass sie relativ schnelle CYP2D6-Metabolisierer sind, führte zu einemhohen (2- bis

5-fachen) Anstieg der C

undder AUC von Desipramin. Die Hemmung vonCYP2D6 hielt für

mindestens 7 Tage nach der letzten Dosis Bupropionan.

Die gleichzeitige Behandlung mit Arzneimitteln, die überwiegend über CYP2D6 metabolisiert

werden und eine geringe therapeutischeBreitehaben, soll in derenunteremDosierungsbereich

begonnen werden. Dazu gehören bestimmte Antidepressiva (z. B.Desipramin, Imipramin),

Antipsychotika (z. B. Risperidon, Thioridazin), Betablocker (z. B. Metoprolol),selektive

Serotonin-Wiederaufnahme- Hemmer (SSRIs) undTyp-1C-Antiarrhythmika (z. B. Propafenon,

Flecainid). Wenn Bupropion zusätzlich zueiner Behandlung angewendet wird, bei der der Patient

bereits ein solches Arzneimittel erhält,muss eine Reduktionder Dosierung des bereits

angewendeten Arzneimittels in Betracht gezogen werden. In diesenFällenmuss der zu erwartende

Nutzen einer Behandlungmit Bupropion-neuraxpharmsorgfältig gegen die möglichen Risiken

abgewägt werden.

Arzneimittel, die einemetabolische AktivierungdurchCYP2D6 benötigen,umzu wirken (z.B.

Tamoxifen), können eine verringerte Wirksamkeit haben, wenn sie zusammenmit CYP2D6-

Inhibitoren,wie z. B. Bupropion, angewendet werden (siehe Abschnitt 4.4).

8

Obwohl Citalopram(ein SSRI) nicht inersterLinie über CYP2D6 metabolisiertwird, führte

Bupropionineiner Studie zu einemAnstieg der C

- und AUC-Werte von Citalopramum30 %

beziehungsweise um40 %.

Wirkunganderer Arzneimittel auf Bupropion

Bupropionwird vor allemüber das Cytochrom-P450-Isoenzym2B6 (CYP2B6) zu seinemaktiven

Hauptmetaboliten Hydroxybupropion verstoffwechselt (siehe Abschnitt 5.2). Gleichzeitige

Anwendungvon Arzneimitteln, die dieMetabolisierung von Bupropionüber das CYP-Isoenzym

2B6 beeinflussen können (beispielsweise CYP2B6-Substrate: Cyclophosphamid, Ifosfamid und

CYP2B6- Inhibitoren: Orphenadrin, Ticlopidin, Clopidogrel), kannerhöhte Bupropion-

Plasmaspiegel undniedrigere Plasmaspiegel desaktiven Metaboliten Hydroxybupropion zur Folge

haben. Die klinischen Folgen der Hemmungder Metabolisierungvon Bupropionüber das

CYP2B6-Enzymund diedaraus folgenden Änderungen imVerhältnis der

Bupropion/Hydroxybupropion-Plasmaspiegel sind bisher nicht bekannt.

Da Bupropion extensiv metabolisiert wird, ist Vorsicht angezeigt, wenn Bupropion gleichzeitig mit

Arzneimitteln angewendet wird, vondenen bekannt ist,dass sie die Metabolisierung induzieren (z

B. Carbamazepin, Phenytoin, Ritonavir,Efavirenz) oder hemmen (z. B. Valproat), da diese

möglicherweise die klinische Wirksamkeit und Sicherheit von Bupropion beeinflussen.

In einer Reihe von Studienan gesundenProbanden verringerten Ritonavir (100mgzweimal täglich

oder 600mgzweimal täglich) oder Ritonavir 100mgplus Lopinavir 400 mgzweimal täglich die

verfügbare Konzentrationvon Bupropion und seinenHauptmetaboliten dosisabhängig umetwa 20

bis 80 % (siehe Abschnitt 5.2). Ebensoverringerten 600 mgEfavirenz einmal täglich über zwei

Wochen die verfügbare Konzentration von Bupropionbei gesundenProbandenumungefähr 55 %.

Die klinischen Folgenderverringerten verfügbarenKonzentration sind unklar,können aber eine

verminderte Wirksamkeitin der Behandlungvon Episoden einerdepressiven Erkrankung

umfassen. Patienten, die eines dieser Arzneimittel einnehmen, können höhere Dosen an Bupropion

benötigen;die empfohlene Höchstdosis von Bupropion sollte jedoch nicht überschritten werden.

Weitere Informationen zu Wechselwirkungen

Die Anwendung von Bupropionbei Patienten, diegleichzeitig entweder Levodopa oder Amantadin

erhalten,mussmit Vorsichterfolgen. Begrenzteklinische Daten lassen auf eine höhere Inzidenz

von Nebenwirkungen (z. B.Übelkeit, Erbrechenundneuropsychiatrische Auffälligkeiten – siehe

Abschnitt 4.8) bei Patienten schließen, die Bupropiongleichzeitig mit entwederLevodopa oder

Amantadin erhalten.

Obwohl klinische Daten eine pharmakokinetische Wechselwirkung von Bupropion und Alkohol

nicht erkennen lassen, gab es selteneBerichteüber neuropsychiatrische Nebenwirkungen odereine

verminderte Alkoholtoleranz bei Patienten, die während der Behandlungmit BupropionAlkohol zu

sich nahmen. Der Alkoholkonsumsolltewährend der Behandlungmit Bupropion auf ein Minimum

beschränkt oder vermiedenwerden.

Pharmakokinetische Studien zu Bupropion und gleichzeitig angewendeten Benzodiazepinen

wurden bisher nicht durchgeführt.In-vitro-Stoffwechselwege lassenauf keine derartige

Wechselwirkung schließen. Nach der gleichzeitigen Anwendungvon Bupropion und Diazepaman

gesunden Probanden war die Sedierunggeringerals nach der Anwendung von Diazepam allein.

Die Kombination von Bupropion und Antidepressiva (mit Ausnahme von Desipramin und

Citalopram),Benzodiazepinen (mit Ausnahmevon Diazepam) oder Neuroleptika wurde bisher

nicht systematisch untersucht. Auch dieklinischen Erfahrungen einer Kombination mit

Johanniskrautsind begrenzt.

Die gleichzeitige Anwendung von Bupropionund einemtransdermalen Systemzur

Nikotinapplikation kann zueinemBlutdruckanstieg führen.

9

4.6Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Einige epidemiologische Studien zu Schwangerschafts-Ausgängen nachmütterlicher Exposition

mit Bupropionimersten Trimenon berichteten einen Zusammenhang mit einemerhöhten Risiko

für bestimmte kongenitale kardiovaskuläre Fehlbildungen, speziell Ventrikelseptumdefekte und

Defekte des linken Ausflusstrakts. Diese Ergebnisse sind nichtkonsistent zwischen den Studien.

Tierstudien deuten nicht auf direkte oder indirekte schädliche Wirkungenin Bezug auf

Reproduktionstoxizität hin(siehe Abschnitt 5.3).Bupropion-neuraxpharmsollte nicht während der

Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn,die klinische Verfassung derFrau erfordert die

Behandlungmit Bupropionund alternative Behandlungsmethodenstellen keine Option dar.

Stillzeit

Bupropion und seine Metaboliten gehen in dieMuttermilch über. Die Entscheidung darüber, auf

das Stillen oder auf die Behandlung mit Bupropion-neuraxpharmzuverzichten, sollte unter

Berücksichtigungdes Nutzens des Stillens für das Neugeborene/den Säugling und des Nutzens der

Behandlung mitBupropion-neuraxpharmfür die Mutter getroffen werden.

Fertilität

Es liegen keine Daten zur Auswirkungvon Bupropionauf die Fertilität beimMenschen vor.Eine

Reproduktionsstudie an Ratten ergab keinen Hinweisauf eine Beeinträchtigungder Fertilität (siehe

Abschnitt 5.3).

4.7Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Bupropion kann die Fähigkeit beeinflussen, Tätigkeiten durchzuführen, die Urteilsfähigkeit oder

motorische sowie kognitiveFähigkeitenvoraussetzen.Die Patienten sollten daher Vorsicht walten

lassen, wennsie die Absicht haben, Fahrzeuge zuführen oder Maschinen zu bedienen, es seidenn,

sie sind sich sicher, dass Bupropion ihre diesbezüglichen Fähigkeiten nicht negativ beeinflusst.

4.8 Nebenwirkungen

Die folgende Aufstellung gibt AuskunftüberNebenwirkungenaufgrund klinischer Erfahrung,

eingeteilt nach Häufigkeit und Organsystemen.

Bei der BeschreibungderHäufigkeit des Auftretens derNebenwirkungen wurden folgende

Vereinbarungen zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥1/10); häufig(≥1/100,<1/10); gelegentlich (≥1/1.000, <1/100); selten (≥1/10.000,

<1/1.000); sehr selten (<1/10.000); nicht bekannt(Häufigkeit aufGrundlage der verfügbarenDaten

nicht abschätzbar).

10

Erkrankungen des

Immunsystems* häufig Überempfindlichkeitsreaktionen wie Urtikaria

sehr selten Schwerwiegendere Überempfindlichkeitsreaktionen,

darunter Angioödem,Dyspnoe/Bronchospasmus und

anaphylaktischer Schock

Auch über Arthralgie, Myalgie und Fieber wurde im

Zusammenhang mit Hautausschlag undanderen

Symptomenberichtet, die auf eine verzögerte

Überempfindlichkeitsreaktion hinweisen. Diese

Symptomekönnen der Serumkrankheit ähneln.

Stoffwechsel-und

Ernährungsstörungen häufig Appetitlosigkeit

gelegentlich Gewichtsverlust

sehr selten Schwankungen des Blutzuckerwertes

Psychiatrische

Erkrankungen sehr häufig Schlaflosigkeit (siehe Abschnitt 4.2)

häufig Agitiertheit, Angst

gelegentlich Depressionen (siehe Abschnitt 4.4), Verwirrtheit

sehr selten Aggressivität, feindseliges Verhalten, Reizbarkeit,

Unruhe, Halluzinationen,ungewöhnliche Träume

einschließlich Albträume, Depersonalisation,

Wahnvorstellungen, paranoide Vorstellungen

nicht bekannt Suizidale Gedanken, suizidales Verhalten***, Psychose

Erkrankungen des

Nervensystems sehr häufig Kopfschmerzen

häufig Zittern, Schwindel, Geschmacksstörungen

gelegentlich Konzentrationsstörungen

selten Krampfanfälle (siehe Abschnitt unten)**

sehr selten Dystonie, Ataxie, Parkinsonismus,

Koordinationsstörungen, Beeinträchtigung des

Gedächtnisses, Parästhesien, Synkope

AugenerkrankungenhäufigSehstörungen

Erkrankungen des Ohrs

und desLabyrinths häufigTinnitus

Herzerkrankungen gelegentlich Tachykardie

sehr selten Palpitationen

Gefäßerkrankungenhäufig Erhöhter Blutdruck (manchmal schwerwiegend),

Gesichtsröte

sehr selten Vasodilatation, orthostatische Hypotonie

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts sehr häufig Mundtrockenheit, gastrointestinale Störungen

einschließlich Übelkeit und Erbrechen

häufig Bauchschmerzen, Obstipation

11

Leber- und

Gallenerkrankungen sehr selten Erhöhte Leberenzymwerte, Gelbsucht, Hepatitis

Erkrankungen der Haut

und des

Unterhautzellgewebes* häufig Hautausschlag, Juckreiz, Schwitzen

sehr selten Erythemamultiforme, Stevens-Johnson-Syndrom,

Exazerbation einer Psoriasis

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen sehr selten Muskelzucken

Erkrankungen der Nieren

und Harnwege sehr selten Änderungen inder Miktionsfrequenz und/oder

Harnverhalt

Allgemeine Erkrankungen

und Beschwerden am

Verabreichungsort häufig Fieber, Brustschmerzen, Asthenie

Erkrankungen des Blutes

und desLymphsystems nicht bekannt Anämie, Leukopenie undThrombozytopenie

* Überempfindlichkeit kannsich in Hautreaktionen äußern. Siehe „Erkrankungen des

Immunsystems“ und „Erkrankungender Haut und des Unterhautzellgewebes“.

** Die Häufigkeit von Krampfanfällen liegtbei ca. 0,1 %(1/1.000).Der häufigste

Krampfanfallstyp ist der generalisierte tonisch-klonische Krampfanfall, ein Krampfanfallstyp,der

in einigen Fällen zu postiktaler Verwirrtheit oder Gedächtnisstörungen führenkann (siehe

Abschnitt 4.4).

*** Fälle vonsuizidalen Gedanken odersuizidalemVerhalten während der Therapie mit

Bupropionoder kurze Zeit nach BeendigungderBehandlung sindberichtet worden (siehe

Abschnitt 4.4 „BesondereWarnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldungdes Verdachtsauf Nebenwirkungen nachder Zulassung ist von großer Wichtigkeit.

Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des

Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung

demBundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-

Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn,Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

12

4.9 Überdosierung

Akute Überdosierungen, die die 10fache therapeutische Höchstdosis überschritten, wurden

berichtet. Zusätzlich zu den oben aufgeführten Nebenwirkungen führte Überdosierung zu

Symptomenwie Schläfrigkeit, Bewusstseinsverlust und/oder Veränderungen im

Elektrokardiogramm(EKG) wie Erregungsleitungsstörungen (darunter Verbreiterungdes QRS-

Komplexes), Arrhythmien undTachykardien.Über eine QTc-Verlängerung wurde ebenfalls

berichtet. Sie wurde jedoch imAllgemeinenimZusammenhangmit einer Verbreiterung des QRS-

Komplexes und einer erhöhten Herzfrequenz festgestellt.

Obgleich sich die meistenPatienten ohne Folgen erholten, wurden inseltenen Fällen Todesfälle in

Verbindungmit einer Überdosierung vonBupropionbei Patienten berichtet, die hohe Überdosen

des Wirkstoffs einnahmen.

Behandlung:

ImFalle einer Überdosierung wird die Aufnahmein ein Krankenhaus empfohlen. EKG und

Vitalzeichen müssen kontrolliert werden.

Freihalten der Atemwege,Sauerstoffzufuhr und Ventilation sind zugewährleisten. Die Anwendung

von Aktivkohle wird empfohlen. Es istkein spezifisches Antidot für Bupropionbekannt. Die

weitereBehandlung sollteden klinischenErfordernissen entsprechend erfolgen.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1PharmakodynamischeEigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Nervensystem;Psychoanaleptika; Andere Antidepressiva,

ATC-Code: N06 AX12.

Wirkmechanismus

Bupropionhemmt selektiv die neuronale Wiederaufnahme von Katecholaminen (Noradrenalin und

Dopamin), hemmt nurminimal die Wiederaufnahmevon Indolaminen (Serotonin)undbewirkt

keine Hemmungder beiden Monoaminoxidasen.

Der Mechanismus der antidepressiven Wirkung vonBupropion istnicht bekannt. Es wird jedoch

vermutet, dass diese Wirkung über noradrenerge und/oder dopaminerge Mechanismen verläuft.

Klinische Wirksamkeit

Die antidepressive Wirkung von Bupropion wurde ineinemklinischen Studienprogramm

untersucht, das insgesamt1.155 mit Bupropion-Tablettenmit veränderter Wirkstofffreisetzung

behandelte Patienten und1.868 mitBupropion-Retardtabletten behandelte Patienten mit Episoden

einer Major Depression (Major Depressive Disorder, MDD) umfasste. Dabeiwurde die

Wirksamkeitvon Bupropion-Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung n sieben Studien

untersucht: drei Studien inder EU wurden mitDosen vonbis zu 300 mg/Tag und vier Studien in

den USA wurden in einemflexiblen Dosierungsbereich von bis zu450 mg/Tag durchgeführt.

Darüber hinaus können 9Studien mit Bupropion-Retardtabletten bei Patienten mit Episodeneiner

Major Depression aufgrundder Bioäquivalenzvon Bupropion-Tablettenmit veränderter

Wirkstofffreisetzung (einmal täglich) und Bupropion-Retardtabletten (zweimal täglich) als

unterstützend betrachtet werden.

13

Bupropion-Tablettenmit veränderter Wirkstofffreisetzung haben ineiner von zwei identischen

Studien, indenen Dosen zwischen 150bis 300 mg/Tageingesetztworden waren, eine statistische

Überlegenheit gegenüber Placebo gezeigt, die anhandeiner Verbesserung des Gesamtwertes der

Montgomery-Asberg-Depressionsskala (MADRS)gemessen wurde.Die Ansprech- und

Remissionsraten waren verglichen mit Placebounter Bupropion-Tablettenmit veränderter

Wirkstofffreisetzung ebenfalls statistisch signifikanthöher. In einer dritten Studiebei älteren

Patienten wurde beimprimären Parameter, dermittleren ÄnderungvomAusgangswert imMADRS

(Last Observation Carried Forward Endpunkt),keinestatistischeÜberlegenheit gegenüber Placebo

erzielt, jedoch wurden statistisch signifikante Effekte in einer sekundären Analyse (ObservedCase)

gesehen.

In zwei von vier in den USAmit Bupropion-Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung (300

bis 450 mg/Tag) durchgeführten Studienwurde imprimären Endpunkt ein signifikanter Nutzen

gezeigt. Eine der beiden positiven Studien, diebei Patienten mit Episoden einer Major Depression

durchgeführtworden waren, war Placebo-kontrolliert, die andere war Verum-kontrolliert.

In einer Rückfall-Präventionsstudie wurden Patienten, die auf eine 8-wöchige offene, akute

Behandlungsphasemit Bupropion-Retardtabletten (300mg/Tag) angesprochenhatten, für weitere

44 Wochen entweder in einen Bupropion-Retardtabletten oder einen Placebo-Behandlungsarm

randomisiert. Bupropion-Retardtablettenzeigten imprimären Endpunkt eine statistisch signifikante

Überlegenheit gegenüber Placebo (p < 0,05). Die Inzidenz einer andauernden Wirkung

(Maintenanceof Effect) während der 44-wöchigen doppelblindenAnschlussphase betrug unter

Bupropion-Retardtabletten64 %bzw. 48%unter Placebo.

Klinische Sicherheit

Der iminternationalen Schwangerschaftsregister prospektiv beobachtete Anteil kardiovaskulärer

Geburtsfehler bei Schwangerschaftenmit pränataler Exposition mitBupropion imersten Trimenon

betrug 9/675(1.3 %).

In einer retrospektiven Studie fand sich bei denNeugeborenen vonmehr als tausend Patientinnen,

die Bupropionimersten Trimenon eingenommenhatten, kein höherer Anteil kongenitaler oder

kardiovaskulärer Fehlbildungen imVergleich zur Anwendung anderer Antidepressiva.

In einer retrospektiven Analyse, die Daten aus derNational BirthDefects PreventionStudie

verwendete, zeigte sich ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen demAuftreten eines

Herzfehlers des linken Ausflusstrakts beimNeugeborenen undselbstberichteter, mütterlicher

Anwendungvon Bupropionin der frühen Schwangerschaft. Es wurde kein Zusammenhang

zwischen derAnwendungvon Bupropiondurchdie Mutter und anderen Arten von Herzfehlern,

oder allen Kategorien vonHerzfehlern zusammengefasst, festgestellt.

Eine weitereAnalyse vonDaten aus derSlone Epidemiology Center Birth DefectsStudie zeigte

keinen statistisch signifikanten Anstieg von Herzfehlern des linkenAusflusstrakts beimütterlicher

Anwendungvon Bupropion. Jedoch zeigte sich einstatistisch signifikanter Zusammenhang für

Ventrikelseptumdefekte nach der alleinigenAnwendung von Bupropion imersten Trimenon.

In einer Studiemit gesunden Freiwilligen wurde nach 14 Tagen Dosierung aufsteady statekein

klinisch signifikanter Effekt von Bupropion-Tablettenmit veränderter Wirkstofffreisetzung (450

mg/Tag) auf das QTcF-Intervall imVergleich zu Placebo beobachtet.

14

5.2 PharmakokinetischeEigenschaften

Resorption

Nach oralerAnwendungvon einmal täglich 300 mgBupropionhydrochloridals Tablettemit

veränderter Wirkstofffreisetzung bei gesunden Probanden wurden nach ca. 5 Stunden maximale

Plasmakonzentrationen (C

) von ca. 160 ng/ml beobachtet. ImFließgleichgewicht sind dieC

-

und AUC-Werte von Hydroxybupropion ca. 3- bzw. 14-mal so hoch wie die von Bupropion.Die

von ThreohydrobupropionimFließgleichgewicht ist vergleichbar mit dervon Bupropion,

während die AUC von Threohydrobupropionca. 5-fach höher ist als die von Bupropion. Die

Plasmaspiegel von Erythrohydrobupropion sindvergleichbarmit den Plasmaspiegeln von

Bupropion.Maximale Plasmaspiegel von Hydroxybupropion werden in 7Stunden erreicht,

während sie für Threohydrobupropionund Erythrohydrobupropionin 8 Stundenerreicht werden.

Die AUC- und C

-Werte von Bupropion und dessen aktiven Metaboliten Hydroxybupropionund

Threohydrobupropion steigen proportional zurDosis imDosierungsbereich von50 bis 200 mg

nach Einmalgaben und imDosierungsbereich von 300bis 450mg/Tag nach Dauergabe.

Die absolute Bioverfügbarkeit von Bupropionist nicht bekannt,die Daten zur renalen

Ausscheidung zeigen jedoch, dassmindestens 87 %einer Dosis Bupropion resorbiert wird.

Die gleichzeitige Einnahme von Mahlzeiten hat keine signifikantenAuswirkungen auf die

Resorption von Bupropion-Tablettenmit veränderter Wirkstofffreisetzung.

Verteilung

Bupropion wird mit einemscheinbaren Verteilungsvolumen von ca. 2.000 l verteilt.

Bupropion, Hydroxybupropionund Threohydrobupropionbindenmäßig an Plasmaproteine (84 %,

77 %bzw. 42%).

Bupropion und seine aktiven Metaboliten gehenindie Muttermilch über. Tierexperimentelle

Studien haben gezeigt, dass Bupropionund seine aktiven Metaboliten die Blut-Hirn-Schranke und

die Plazentapassieren. Mit positronenemissionstomographischen Untersuchungen an gesunden

Probanden wurde nachgewiesen, dass Bupropion inszentrale Nervensystemübergeht und anden

Dopamin-Wiederaufnahmetransporter imStriatumbindet (zu etwa 25 %bei 150mgzweimal

täglich).

Biotransformation

Bupropion wird beimMenschen extensiv metabolisiert. Drei pharmakologisch aktive Metaboliten

wurden imPlasma identifiziert: Hydroxybupropionund die Aminoalkoholisomere,

Threohydrobupropion undErythrohydrobupropion.Diese können vonklinischer Bedeutung sein,

da ihre Plasmakonzentrationengenausohoch oderhöher sind als die von Bupropion. Die aktiven

Metaboliten werden weiter zu inaktiven Metaboliten verstoffwechselt (von denen einige nicht

vollständig charakterisiertwurden, aber Konjugatesein können) und mit demUrin ausgeschieden.

In-vitro-Studien zeigen, dass Bupropionvor allemüber das CytochromP450-Isoenzym2B6 zu

seinemaktiven Hauptmetaboliten Hydroxybupropionmetabolisiertwird, während die Cytochrom-

P450-Isoenzyme 1A2, 2A6, 2C9,3A4 und 2E1 weniger beteiligt sind. ImGegensatz dazu verläuft

die Bildungvon Threohydrobupropionüber eineCarbonylreduktion ohne Beteiligungvon

Cytochrom-P450-Isoenzymen (siehe Abschnitt 4.5).

Das Potenzial von Threohydrobupropionund Erythrohydrobupropion, das CytochromP450-

Systemzu hemmen, wurde nicht untersucht.

15

BupropionundHydroxybupropionsindbeide Hemmstoffe des CytochromP450-Isoenzyms 2D6

mitK

-Wertenvon21bzw. 13,3 µM (siehe Abschnitt 4.5).

Es hat sich gezeigt, dass Bupropion bei Tierenseine eigene Metabolisierung nach mehrfacher

Verabreichung induziert. Für den Menschen wurde keine Enzyminduktionvon Bupropionoder

Hydroxybupropion bei Probanden oderPatienten nachgewiesen, die die empfohlene Dosis

Bupropionhydrochloridfür10 bis45 Tage erhielten.

Elimination

NachoralerAnwendung von 200mg 14 C-Bupropionan Menschen wurden 87%bzw. 10 %der

radioaktivenDosis imUrinbzw. denFäzes nachgewiesen. Der Anteil des unverändert

ausgeschiedenen Bupropions betrug nur0,5 % der Dosis; dieser Befund stimmtmit der extensiven

Metabolisierung von Bupropionüberein.Weniger als 10 % dieser 14 C-Dosis wurde in Formvon

aktiven Metaboliten imUrin wiedergefunden.

Die durchschnittliche scheinbare Clearance nachoraler Anwendung vonBupropionhydrochlorid

beträgt ca. 200 l/Std.und diemittlere Eliminationshalbwertszeit von Bupropionbeträgt ca. 20

Stunden.

Die Eliminationshalbwertszeit von Hydroxybupropion beträgt ca. 20 Stunden,die

Eliminationshalbwertszeiten von Threohydrobupropion und Erythrohydrobupropion sind länger

(37 bzw. 33Stunden)unddie AUC-Werte imSteady-State sind 8-bzw. 1,6-malhöher als bei

Bupropion. Steady-State bei Bupropionund seinen Metaboliten wird innerhalbvon 8 Tagen

erreicht.

Die unlösliche Hülle der Tablettemit veränderter Wirkstofffreisetzungkann während der Magen-

Darm-Passage intakt bleiben und mit den Fäzes ausgeschieden werden.

Besondere Patientengruppen:

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Die Elimination von Bupropionund seinen wirksamen Hauptmetaboliten kannbei Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion reduziertsein. Begrenzte Daten von Patienten mitterminalem

Nierenversagen oder mäßig bis stark eingeschränkter Nierenfunktion zeigen, dass die verfügbare

Konzentration von Bupropion und/oder seinenMetaboliten erhöhtwar (sieheAbschnitt 4.4).

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Die PharmakokinetikvonBupropion und seinen aktiven Metaboliten war bei Patienten mit leichter

bis mittelschwerer Leberzirrhose imVergleich zugesunden Probanden nicht statistisch signifikant

verändert, obgleich zwischen einzelnen Patienteneine höhere Variabilität beobachtet wurde (siehe

Abschnitt 4.4). Bei Patienten mitschwerer Leberzirrhose waren die C

und die AUCvon

Bupropion imVergleich zu den Werten von gesunden Probanden wesentlich erhöht (mittlere

Differenz ca. 70 % bzw. 3-fach) und variierten stärker; die mittlereHalbwertszeit war ebenfalls

länger (umca. 40 %). ImFall von Hydroxybupropionwaren diemittlere C

niedriger (umca. 70

%), diemittlere AUC tendenziell höher (umca. 30 %), die mediane T

später (umca. 20

Stunden)und die mittleren Halbwertszeiten länger (um ca. das 4-fache) als bei gesunden

Probanden. ImFall von Threohydrobupropion undErythrohydrobupropion waren die mittlere C

tendenziell niedriger (umca. 30 %), diemittlere AUC tendenziell höher (umca.50 %), die

mediane T

später (umca. 20 Stunden) unddie mittlereHalbwertszeit länger (umca. das 2-fache)

als bei gesunden Probanden (siehe Abschnitt 4.3).

16

Ältere Patienten

Pharmakokinetische Studien mit älteren Patientenzeigten unterschiedliche Ergebnisse. Eine

Einzeldosisstudie hat gezeigt, dass sich die Pharmakokinetik von Bupropionund seinen

Metaboliten bei älteren nicht von der beijüngeren Erwachsenenunterscheidet. Eine andere

pharmakokinetische Studie mit Einzel- und Mehrfachdosierung lässt darauf schließen, dass

Bupropion und seine Metaboliten bei älteren Patienten möglicherweise in einemgrößeren Ausmaß

akkumulieren.Die klinische Erfahrung hat keineUnterschiede hinsichtlich der Verträglichkeit

zwischen älteren und jüngeren Patienten gezeigt, eine höhere Empfindlichkeitbeiälteren Patienten

kann aber nicht ausgeschlossen werden (siehe Abschnitt 4.4).

In-vitro-Freisetzung von Bupropion mit Alkohol

In-vitro-Untersuchungen haben gezeigt, dass Bupropion bei hohenAlkohol-Konzentrationen (bis

zu 40 %) schneller aus der Darreichungsformmit veränderter Wirkstofffreisetzung abgegeben wird

(bis zu 20 % liegen nach 2Stundengelöst vor) (siehe Abschnitt 4.5).

5.3PräklinischeDaten zur Sicherheit

Studien zur Untersuchungder Reproduktionstoxizität beiRattenmit Expositionen ähnlich denen,

die manmit der empfohlenen Höchstdosis beimMenschen erhält (basierend auf systemischen

Expositionsdaten), zeigten keine negativen Auswirkungen aufdie Fertilität, Schwangerschaft und

fetale Entwicklung. Bei Kaninchen zeigten Studien zur Untersuchung der Reproduktionstoxizität

mit Dosen bis zum7-fachender empfohlenenHöchstdosis beimMenschen (gemessen aufmg/m 2 -

Grundlage; Daten zur systemischen Exposition liegen nicht vor)nur eine geringfügige Zunahme

skelettaler Veränderungen (vermehrtesAuftreten einer gewöhnlichen anatomischen Variante einer

akzessorischen thorakalenRippe undverzögerte Ossifikation der Phalangen). Darüber hinaus

wurde bei Kaninchen beiDosen, die für das Muttertier toxisch waren, eine Reduktiondes fetalen

Gewichts berichtet.

In tierexperimentellen Untersuchungenverursachte Bupropion inDosen, die mehrfach höher lagen

als die therapeutischen Dosen beimMenschen u. a. die folgendendosisabhängigen Symptome:

Ataxie und Konvulsionenbei Ratten, allgemeineSchwäche, Zittern und Erbrechen bei Hunden

sowie eine erhöhte Letalität bei beiden Spezies.Aufgrundder bei Tieren, aber nicht beim

Menschen auftretenden Enzyminduktionwar diein den Tierstudienerreichte systemische

Exposition in etwa so hoch wie die systemische Exposition beimMenschen nach empfohlener

Höchstdosis.

In den Tierstudien tratenLeberveränderungen auf,die die Wirkung der hepatischen

Enzyminduktion widerspiegeln. BeimMenscheninduziert Bupropion inden empfohlenen Dosen

nicht seinen eigenen Metabolismus.Dies weist daraufhin, dass dieLeberbefunde bei den

Labortieren nur eine begrenzte Bedeutung bei der Beurteilungundder Risikobewertung von

Bupropionhaben.

Daten zur Genotoxizität zeigen, dass Bupropion beiBakterien schwachmutagen wirkt, aber nicht

bei Säugetieren. Daher wirdes nicht alsgenotoxisch für den Menschen angesehen.

Studien an Mäusen und Ratten bestätigen, dassBupropion indiesen Spezies nicht karzinogen

wirkt.

17

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1Liste dersonstigen Bestandteile

Tablettenkern

Povidon K 90

Natriumstearylfumarat (Ph.Eur.)

Filmüberzug

Ethylcellulose

Hyprolose

Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1) (Typ A) (Ph. Eur.)

Hochdisperses Siliciumdioxid

Macrogol 1500

Triethylcitrat

Hypromellose

Macrogol 400

Macrogol 8000

Drucktinte

Schellackglasur

Eisen(II,III)-oxid (E172)

Propylenglycol

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 DauerderHaltbarkeit

30 Monate

6.4BesondereVorsichtsmaßnahmen fürdie Aufbewahrung

In der Original-Flascheaufbewahren umden Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

6.5Art und Inhalt des Behältnisses

HDPE-Flaschen, die einenBehältermitTrockenmittel (Kombination aus Aktivkohle und

Kieselgel)enthalten, mit einemkindergesichterten Schraubverschluss (PP)

Packungsgrößen

30 und 90 Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung.

6.6BesondereVorsichtsmaßnahmen fürdie Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen fürdie Beseitigung.

18

7. INHABER DER ZULASSUNG

neuraxpharmArzneimittelGmbH

Elisabeth-Selbert-Str. 23

40764 Langenfeld

Deutschland

8. ZULASSUNGSNUMMERN

91045.00.00

91046.00.00

9. DATUMDER ERTEILUNG DERZULASSUNG

[siehe Unterschrift]

10.STAND DERINFORMATION

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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