Bupensanduo 8 mg/2 mg Sublingualtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

06-07-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

06-07-2021

Wirkstoff:
Buprenorphinhydrochlorid; Naloxonhydrochlorid-Dihydrat
Verfügbar ab:
G.L. Pharma GmbH (8070827)
ATC-Code:
N07BC51
INN (Internationale Bezeichnung):
Buprenorphine Hydrochloride, Naloxone Hydrochloride Dihydrate
Darreichungsform:
Sublingualtablette
Zusammensetzung:
Buprenorphinhydrochlorid (20181) 8,64 Milligramm; Naloxonhydrochlorid-Dihydrat (13441) 2,44 Milligramm
Verabreichungsweg:
Sublinguale Anwendung
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
99068.00.00
Berechtigungsdatum:
2018-07-26

Dokumente in anderen Sprachen

Öffentlichen Beurteilungsberichts Öffentlichen Beurteilungsberichts - Englisch

04-09-2018

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Bupensanduo 8 mg/2 mg Sublingualtabletten

Buprenorphin/Naloxon

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Bupensanduo und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Bupensanduo beachten?

3. Wie ist Bupensanduo anzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5 Wie ist Bupensanduo aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Bupensanduo und wofür wird es angewendet?

Bupensanduo ist zur Behandlung der Abhängigkeit von Opioiden (Narkotika), z. B. Heroin oder

Morphium, bei Drogenabhängigen bestimmt, die einer Suchtbehandlung zugestimmt haben.

Bupensanduo ist zur Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichen über 15 Jahren bestimmt, die

gleichzeitig medizinisch, sozial und psychotherapeutisch betreut werden.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Bupensanduo beachten?

Bupensanduo darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Buprenorphin, Naloxon oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie schwere Atemprobleme haben.

wenn Sie schwere Leberprobleme

haben.

wenn Sie stark alkoholisiert sind oder alkoholbedingt an Zittern, starkem Schwitzen,

Angstzuständen, Verwirrtheit oder Halluzinationen leiden.

wenn Sie Naltrexon oder Nalmefen zur Behandlung von Alkohol- oder Opioid-Abhängigkeit

einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bevor Sie Bupensanduo anwenden, wenn:

bei Ihnen Asthma bronchiale oder sonstige Atemprobleme bestehen.

Lebererkrankungen wie Hepatitis vorliegen.

Sie niedrigen Blutdruck haben.

Sie vor kurzem an einer Kopfverletzung oder Erkrankungen des Gehirns litten.

Sie an Erkrankungen der Harnwege (bei Männern insbesondere in Zusammenhang mit einer

Prostatavergrößerung) leiden.

eine Nierenerkrankung vorliegt.

Sie Schilddrüsenprobleme haben.

eine Erkrankung der Nebennierenrinde vorliegt (z. B. Morbus Addison).

Sie an Depressionen oder anderen Erkrankungen leiden, die mit Antidepressiva behandelt

werden.

Die Anwendung dieser Arzneimittel zusammen mit Bupensanduo kann zu einem

Serotoninsyndrom, einer potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung, führen (siehe „Einnahme

von Bupensanduo zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Wichtig zu wissen:

Zusätzliche Überwachung

Ihr Arzt wird Sie möglicherweise engmaschiger überwachen, wenn Sie jünger als 18 Jahre oder

älter als 65 Jahre sind. Dieses Arzneimittel sollte nicht von Personen unter 15 Jahren angewendet

werden.

Nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch und Missbrauch

Dieses Arzneimittel kann für Personen von Interesse sein, die mit verschreibungspflichtigen

Arzneimitteln Missbrauch betreiben. Daher sollte es diebstahlsicher aufbewahrt werden. Geben

Sie dieses Arzneimittel nicht an Dritte weiter. Es kann bei anderen Menschen zum Tode führen

oder diesen anderweitig schaden.

Atemprobleme

Einige Menschen starben infolge respiratorischer Insuffizienz (Atemstillstand), weil sie dieses

Arzneimittel missbräuchlich oder zusammen mit anderen, das zentrale Nervensystem

dämpfenden Substanzen, wie z. B. Alkohol, Benzodiazepinen (Tranquilizern) oder anderen

Opioiden, angewendet haben.

Dieses Arzneimittel kann bei Kindern und nicht abhängigen Personen, die es versehentlich oder

absichtlich anwenden, schwere, möglicherweise tödliche Atemdepression (verringerte Fähigkeit

zu atmen) verursachen.

Schlafbezogene Atmungsstörungen

Bupensanduo kann schlafbezogene Atemstörungen, wie Schlafapnoe (Atempausen während des

Schlafes) und schlafbezogene Hypoxämie (niedriger Sauerstoffgehalt im Blut), verursachen. Die

Beschwerden können Atempausen während des Schlafes, nächtliches Erwachen aufgrund von

Kurzatmigkeit, Schwierigkeiten, den Schlaf aufrechtzuerhalten, oder übermäßige Schläfrigkeit

während des Tages beinhalten. Wenn Sie oder eine andere Person diese Beschwerden

beobachten, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Eine Dosisreduktion kann von Ihrem Arzt in Betracht

gezogen werden.

Abhängigkeit

Dieses Arzneimittel kann zur Abhängigkeit führen.

Entzugssymptome

Dieses Arzneimittel kann Entzugssymptome hervorrufen, wenn Sie es früher als sechs Stunden

nach Anwendung eines kurzwirksamen Opioids (z. B. Morphin, Heroin) oder früher als 24

Stunden nach Anwendung eines langwirksamen Opioids, z. B. Methadon, anwenden.

Bupensanduo kann auch dann Entzugssymptome hervorrufen, wenn Sie es plötzlich absetzen.

Leberschäden

Fälle von Leberschäden wurden berichtet, insbesondere in Zusammenhang mit einer

missbräuchlichen Anwendung von Bupensanduo. Diese Schädigungen könnten auf

Virusinfektionen (chronische Hepatitis C), Alkoholmissbrauch, Anorexie oder Arzneimittel

zurückzuführen sein (siehe Abschnitt 4). Ihr Arzt kann regelmäßige Blutuntersuchungen

durchführen, um den Zustand Ihrer Leber zu überwachen. Informieren Sie Ihren Arzt vor

Behandlungsbeginn mit Bupensanduo, falls Sie Leberprobleme haben.

Blutdruck

Bei Anwendung dieses Arzneimittels kann es zu einem plötzlichen Blutdruckabfall kommen, der

Schwindel hervorruft, wenn Sie plötzlich aus dem Sitzen oder Liegen aufstehen.

Diagnose nicht suchtassoziierter Erkrankungen

Dieses Arzneimittel kann Schmerzsymptome verschleiern, die für die Diagnose bestimmter

Erkrankungen von Bedeutung sein könnten. Vergessen Sie nicht, Ihren Arzt zu informieren, wenn

Sie dieses Arzneimittel anwenden.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Bupensanduo kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Anwendung von Bupensanduo zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel

eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.

Bei Anwendung von Bupensanduo zusammen mit bestimmten Arzneimitteln könnten die

Nebenwirkungen verstärkt und manchmal sehr schwere Reaktionen ausgelöst werden. Sprechen Sie

bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie Bupensanduo zusammen mit anderen, insbesondere den folgenden,

Arzneimitteln anwenden:

Die gleichzeitige Anwendung von Bupensanduo und sedierenden Arzneimitteln wie

Benzodiazepinen (zur Behandlung von Angstzuständen oder Schlafstörungen) oder verwandten

Arzneimitteln erhöht das Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression), Koma

und kann lebensbedrohlich sein. Aus diesem Grund sollte die gleichzeitige Anwendung nur in

Betracht gezogen werden, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt.

Wenn Ihr Arzt jedoch Bupensanduo zusammen mit sedierenden Arzneimitteln verordnet, sollten

die Dosis und die Dauer der gleichzeitigen Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt werden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt über alle sedierenden Arzneimittel, die Sie einnehmen und halten

Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes. Es könnte hilfreich sein, Freunde oder

Verwandte darüber zu informieren, bei Ihnen auf die genannten Anzeichen und Symptome zu

achten. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn solche Symptome bei Ihnen auftreten.

Andere Arzneimittel, die Sie möglicherweise schläfrig machen und die zur Behandlung von

Krankheiten wie Angstzuständen, Schlaflosigkeit, Konvulsionen/Krampfanfällen, Schmerzen

eingesetzt werden. Diese Art von Arzneimitteln setzt Ihre Aufmerksamkeit herab und erschwert

das Führen von Fahrzeugen sowie das Bedienen von Maschinen. Sie können auch zu einer

Depression des Zentralnervensystems führen, was sehr schwerwiegend ist. Unten finden Sie eine

Auflistung dieser Art von Arzneimitteln:

andere opioidhaltige Arzneimittel wie Methadon, bestimmte Schmerzmittel und

Hustenblocker

Antidepressiva (zur Behandlung von Depressionen), z. B. Isocarboxazid, Phenelzin, Selegilin,

Tranylcypromin und Valproat, können die Wirkungen dieses Arzneimittels verstärken

sedative Hı-Rezeptorantagonisten (zur Behandlung allergischer Reaktionen), z. B.

Diphenhydramin und Chlorphenamin

Barbiturate (die als Schlaf- oder Beruhigungsmittel eingesetzt werden), z. B. Phenobarbital,

Secobarbital

Tranquilizer (die als Schlaf- oder Beruhigungsmittel eingesetzt werden), z. B. Chloralhydrat.

Clonidin (zur Behandlung von Bluthochdruck) kann die Wirkungen dieses Arzneimittels

verstärken.

Antiretrovirale Arzneimittel (zur Behandlung von HIV), z. B. Ritonavir, Nelfinavir und Indinavir,

können die Wirkungen dieses Arzneimittels verstärken.

Bestimmte Antimykotika (zur Behandlung von Pilzinfektionen), z. B. Ketoconazol, Itraconazol

und bestimmte Antibiotika, können die Wirkungen dieses Arzneimittels verstärken.

Bestimmte Arzneimittel können die Wirkungen von Bupensanduo abschwächen. Dies betrifft u.

a. Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie (z. B. Carbamazepin oder Phenytoin) und

Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose (Rifampicin).

Naltrexon und Nalmefen (Arzneimittel zur Behandlung von Suchterkrankungen) können die

therapeutische Wirkung von Bupensanduo blockieren. Sie dürfen nicht gleichzeitig mit

Bupensanduo eingenommen werden, um ein plötzliches Auftreten lang anhaltender und starker

Entzugserscheinungen zu vermeiden.

Antidepressiva wie Moclobemid, Tranylcypromin, Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin,

Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin, Duloxetin, Venlafaxin, Amitriptylin, Doxepin oder

Trimipramin. Diese Arzneimittel können mit Bupensanduo in Wechselwirkung treten, und bei

Ihnen können Symptome wie unwillkürliche, rhythmische Kontraktionen von Muskeln,

einschließlich der Muskeln, die die Bewegung des Auges kontrollieren, Aufgeregtheit,

Halluzinationen, Koma, übermäßiges Schwitzen, Zittern, übertriebene Reflexe, erhöhte

Muskelanspannung und Körpertemperatur über 38 °C auftreten. Wenden Sie sich an Ihren Arzt,

wenn derartige Symptome bei Ihnen auftreten.

Anwendung von Bupensanduo zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Die Anwendung von Bupensanduo mit Alkohol kann die Schläfrigkeit verstärken und das Risiko

respiratorischer Insuffizienz erhöhen. Wenden Sie Bupensanduo nicht zusammen mit Alkohol an.

Nehmen Sie erst dann Speisen und Getränke zu sich, wenn sich die Tablette vollständig aufgelöst

hat.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt

um Rat.

Die Risiken der Anwendung von Bupensanduo durch schwangere Frauen sind nicht bekannt.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder beabsichtigen, schwanger zu werden. Ihr

Arzt wird entscheiden, ob Ihre Behandlung mit einer alternativen Medikation fortgeführt werden

sollte.

Die Anwendung von Arzneimitteln wie Bupensanduo während der Schwangerschaft, insbesondere

gegen Ende der Schwangerschaft, kann zu Entzugssymptomen und Atemproblemen beim

Neugeborenen führen. Dies ist auch noch einige Tage nach der Geburt möglich.

Stillen Sie nicht während der Behandlung mit diesem Arzneimittel, da Bupensanduo in die

Muttermilch übergeht.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Bupensanduo kann Schläfrigkeit hervorrufen. Dies kann in den ersten Wochen der Behandlung,

wenn Ihre Dosis eingestellt wird, öfter auftreten, ist jedoch auch dann möglich, wenn Sie unter der

Behandlung mit Bupensanduo Alkohol trinken oder andere Beruhigungsmittel anwenden. Führen Sie

kein Fahrzeug, bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen und üben Sie keine gefährlichen

Tätigkeiten aus, bis Sie genau wissen, wie dieses Arzneimittel bei Ihnen wirkt.

Bupensanduo enthält Lactose und Natrium

Bitte wenden Sie dieses Arzneimittel daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt an, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Sublingualtablette, d.h. es ist

nahezu „natriumfrei“.

3. Wie ist Bupensanduo anzuwenden?

Ihre Anwendung des Arzneimittels wird von Ärzten verordnet und überwacht, die Erfahrung in der

Behandlung von Drogenabhängigkeit besitzen.

Ihr Arzt bestimmt die für Sie am besten geeignete Dosis. Während Ihrer Behandlung wird der Arzt in

Abhängigkeit von Ihrem Ansprechen die Dosierung möglicherweise anpassen.

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen

Absprache an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Einleitung der Behandlung

Die empfohlene Anfangsdosis für Erwachsene und Jugendliche über 15 Jahren beträgt ein bis zwei

Tabletten Bupensanduo 2 mg/0,5 mg. In Abhängigkeit von Ihrem Bedarf können am 1. Tag

zusätzlich eine bis zwei Tabletten Bupensanduo 2 mg/0,5 mg angewendet werden.

Vor Anwendung der ersten Bupensanduo-Dosis müssen eindeutige Anzeichen von Entzug vorliegen.

Wenn Ihr Arzt anhand Ihrer Verfassung befindet, dass der Zeitpunkt für den Behandlungsbeginn

geeignet ist, erhalten Sie Ihre erste Bupensanduo-Dosis.

Beginn einer Behandlung mit Bupensanduo bei bestehender Heroinabhängigkeit

Wenn Sie heroinabhängig oder von einem kurzwirksamen Opioid abhängig sind, sollten Sie Ihre

Dosis Bupensanduo bei den ersten Anzeichen von Entzug, frühestens jedoch 6 Stunden nach dem

letzten Opioidgebrauch, anwenden.

Beginn einer Behandlung mit Bupensanduo bei bestehender Methadonabhängigkeit

Wenn Sie Methadon oder ein langwirksames Opioid angewendet haben, sollte die Tagesdosis

idealerweise auf 30 mg/Tag herabgesetzt werden, ehe mit einer Bupensanduo-Therapie begonnen

wird. Die erste Dosis Bupensanduo sollte bei den ersten Entzugserscheinungen, jedoch frühestens

24 Stunden nach Ihrem letzten Methadongebrauch angewendet werden.

Anwendung von Bupensanduo

Wenden Sie die Dosis einmal täglich an, indem Sie die Tabletten unter Ihre Zunge legen.

Halten Sie die Tabletten unter der Zunge, bis sie sich

vollständig aufgelöst

haben. Dies kann 5-

10 Minuten dauern.

Kauen oder verschlucken Sie die Tabletten nicht, da das Arzneimittel dann nicht wirkt und

Entzugssymptome auftreten können.

Nehmen Sie keine Speisen oder Getränke zu sich, bis sich die Tabletten vollständig aufgelöst

haben.

Dosisanpassung und Erhaltungstherapie

Nach Therapiebeginn kann der Arzt im Laufe der folgenden Tage Ihre Bupensanduo-Dosis an Ihren

Bedarf anpassen.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Bupensanduo zu stark oder zu schwach ist,

sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Die maximale Tagesdosis beträgt 24 mg.

Nachdem Sie eine Zeit lang erfolgreich behandelt wurden, werden Sie mit Ihrem Arzt

möglicherweise vereinbaren, die Dosis schrittweise auf eine niedrigere Erhaltungsdosis

herabzusetzen.

Behandlungsabbruch

In Abhängigkeit von Ihrer Verfassung kann die Bupensanduo-Dosis unter sorgfältiger ärztlicher

Überwachung weiter reduziert werden, bis die Therapie schließlich beendet werden kann.

Ohne vorherige Zustimmung Ihres behandelnden Arztes dürfen Sie die Behandlung auf keine Weise

ändern oder abbrechen.

Wenn Sie eine größere Menge von Bupensanduo angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie oder eine andere Person eine zu hohe Dosis dieses Arzneimittels angewendet haben,

müssen Sie sich sofort zur Behandlung in eine Notaufnahme oder Klinik begeben bzw. dorthin

gebracht werden, da eine

Überdosierung

mit Bupensanduo schwerwiegende und lebensbedrohliche

Atemprobleme verursachen kann.

Symptome einer Überdosierung können z. B. sein: Gefühl von Schläfrigkeit und

Koordinationsprobleme mit verlangsamten Reflexen, verschwommenem Sehen und/oder undeutliche

Sprache. Sie können möglicherweise nicht klar denken und Ihre Atmung kann deutlich langsamer

sein, als das sonst bei Ihnen der Fall ist.

Wenn Sie die Anwendung von Bupensanduo vergessen haben

Informieren Sie baldmöglichst Ihren Arzt, wenn Sie eine Anwendung vergessen haben.

Wenn Sie die Anwendung von Bupensanduo abbrechen

Ohne vorherige Zustimmung Ihres behandelnden Arztes dürfen Sie die Behandlung auf keine Weise

ändern oder abbrechen. Ein plötzlicher Abbruch der Behandlung kann zu Entzugssymptomen führen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt bzw. lassen Sie sich sofort notfallmäßig versorgen

, wenn

folgende Nebenwirkungen bei Ihnen auftreten:

Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Hals, wodurch Schluck- oder Atembeschwerden

auftreten können, schwerer Hautausschlag/Nesselsucht. Dies könnten Anzeichen einer

lebensbedrohlichen allergischen Reaktion sein.

Gefühl von Schläfrigkeit und Koordinationsstörungen, verschwommenes Sehen, undeutliche

Sprache, beeinträchtigtes, unklares Denken, oder Ihre Atmung ist deutlich langsamer, als das

sonst bei Ihnen der Fall ist.

Informieren Sie Ihren Arzt auch unverzüglich

, wenn Sie an folgenden Nebenwirkungen leiden:

starke Müdigkeit, Juckreiz mit Gelbfärbung der Haut oder der Augen. Dies könnten Symptome

einer Leberschädigung sein.

wenn Sie Dinge sehen oder hören, die in Wirklichkeit nicht da sind (Halluzinationen).

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Bupensanduo

Sehr häufige Nebenwirkungen

(kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Insomnie (Schlaflosigkeit), Obstipation, Übelkeit, übermäßiges Schwitzen,

Kopfschmerzen, Arzneimittelentzugssyndrom

Häufige Nebenwirkungen

(kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Gewichtsverlust, Schwellung (der Hände und der Füße), Schläfrigkeit, Angstgefühl,

Nervosität, Kribbeln, Depressionen, verminderte Libido, erhöhte Muskelspannung,

anomales Denken, vermehrte Tränenflüssigkeit (tränende Augen) oder andere

Tränenflussstörungen, verschwommenes Sehen, Hitzegefühl, erhöhter Blutdruck, Migräne

laufende Nase, rauer Hals und Schmerzen beim Schlucken, verstärkter Husten,

Magenverstimmung oder andere Magenprobleme, Diarrhoe, Leberfunktionsstörung,

Flatulenz, Erbrechen, Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Schmerzen,

Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Krämpfe in den Beinen (Muskelkrampf),

Schwierigkeiten, eine Erektion zu bekommen oder zu halten, Anomalie des Urins,

Bauchschmerzen, Rückenschmerzen, Schwäche, Infektionen, Schüttelfrost, Schmerzen im

Brustkorb, Fieber, grippeähnliche Symptome, allgemeines Unwohlsein, versehentliche

Verletzungen aufgrund verringerter Aufmerksamkeit oder Koordination, Ohnmacht und

Schwindel

Gelegentliche Nebenwirkungen

(kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Schwellung der Drüsen (Lymphknoten), Agitiertheit, Zittern (Tremor), abnorme Träume,

übermäßige Muskelaktivität, Depersonalisation (Entfremdungsgefühl),

Arzneimittelabhängigkeit, Amnesie (Gedächtnisstörungen), Interessenverlust,

übertriebenes Gefühl des Wohlbefindens, Konvulsion (Anfälle), Sprachstörungen, , kleine

Pupillen, Probleme beim Wasserlassen, Augenentzündungen oder –infektionen,

beschleunigter oder verlangsamter Herzschlag, niedriger Blutdruck, Palpitationen,

Myokardinfarkt (Herzanfall), Engegefühl in der Brust, Kurzatmigkeit, Asthma, Gähnen,

Schmerzen und wunde Stellen im Mund, Zungenverfärbung, Akne, Hautknoten,

Haarausfall, trockene oder schuppige Haut, Gelenkentzündungen, Harnwegsinfektion,

abnorme Blutbefunde, Blut im Urin, anomale Ejakulation, Menstruations- oder

Vaginalprobleme, Nierensteine, Eiweiß im Urin, Schmerzen oder Probleme beim

Wasserlassen, Wärme- oder Kälteempfindlichkeit, Hitzschlag,

Appetitlosigkeit,

Feindseligkeit

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf Grundlager der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Plötzlich auftretendes Entzugssyndrom in Folge einer zu frühen Anwendung von

Bupensanduo nach dem Gebrauch illegaler Opioide, Arzneimittelentzugssyndrom bei

Neugeborenen.

Verlangsamtes oder erschwertes Atmen, Leberschädigung mit oder ohne Gelbsucht,

Halluzinationen, Schwellung von Gesicht und Hals oder lebensbedrohliche allergische

Reaktionen, Blutdruckabfall beim Aufstehen aus dem Sitzen oder Liegen.

Bei einer missbräuchlichen Anwendung dieses Arzneimittels mittels Injektion kann es zu

Entzugssymptomen, Infektionen, anderen Hautreaktionen und potenziell schweren

Leberproblemen kommen (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte,

Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Bupensanduo aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder und andere Personen in Ihrem Haushalt unzugänglich

auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Nicht über 30 °C lagern.

Bupensanduo kann für Personen von Interesse sein, die verschreibungspflichtige Arzneimittel

missbräuchlich verwenden. Daher sollte es diebstahlsicher aufbewahrt werden.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu

entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Bupensanduo enthält

Die Wirkstoffe sind Buprenorphin und Naloxon.

Jede Sublingualtablette enthält 8 mg Buprenorphin (als Hydrochlorid) und 2 mg Naloxon (als

Hydrochlorid-Dihydrat).

Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, Mannitol (Ph.Eur.), Maisstärke, Povidon

K29,7, Citronensäure, Natriumcitrat (Ph.Eur.), Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich],

Acesulfam-Kalium, Zitronen-Aroma, Pulver, Limetten-Aroma, Pulver.

Wie Bupensanduo aussieht und Inhalt der Packung

Bupensanduo sind weiße bis cremefarbene, runde und bikonvexe Sublingualtabletten mit einer

Bruchkerbe auf einer Seite. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Packungsgrößen:

7, 28, 49 oder 56 Sublingualtabletten

Blisterpackungen zur Abgabe von Einzeldosen mit 7x1, 28x1, 49x1 oder 56x1 Sublingualtabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmerund Hersteller

G.L. Pharma GmbH

Schlossplatz 1

8502 Lannach

Österreich

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland:

Bupensanduo 8 mg/2 mg Sublingualtabletten

Österreich:

Bupensan Duo 8 mg/2 mg-Sublingualtabletten

Kroatien:

Bupensanduo 8 mg/2 mg sublingvalne tablete

Tschechische Republik:

Bupensanduo

Estland:

Bupensanduo

Lettland:

Bupensanduo 8 mg/2 mg tabletes lietošanai zem mēles

Litauen:

Bupensanduo 8 mg/2 mg poliežuvinės tabletės

Slowakei:

Bupensanduo 8 mg/2 mg sublinválna tableta

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im April 2021.

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Bupensanduo 2 mg/0,5 mg Sublingualtabletten

Bupensanduo 4 mg/1 mg Sublingualtabletten

Bupensanduo 8 mg/2 mg Sublingualtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Bupensanduo 2 mg/0,5 mg Sublingualtabletten

Jede Sublingualtablette enthält 2 mg Buprenorphin (als Hydrochlorid) und 0,5 mg Naloxon (als

Hydrochlorid-Dihydrat).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Sublingualtablette enthält 39,90 mg Lactose (als Monohydrat).

Jede Sublingualtablette enthält 0,18 mg Natrium.

Bupensanduo 4 mg/1 mg Sublingualtabletten

Jede Sublingualtablette enthält 4 mg Buprenorphin (als Hydrochlorid) und 1 mg Naloxon (als

Hydrochlorid-Dihydrat).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Sublingualtablette enthält 79,80 mg Lactose (als Monohydrat).

Jede Sublingualtablette enthält 0,36 mg Natrium.

Bupensanduo 8 mg/2 mg Sublingualtabletten

Jede Sublingualtablette enthält 8 mg Buprenorphin (als Hydrochlorid) und 2 mg Naloxon (als

Hydrochlorid-Dihydrat).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Sublingualtablette enthält 159,60 mg Lactose (als Monohydrat).

Jede Sublingualtablette enthält 0,72 mg Natrium.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Sublingualtablette

Bupensanduo 2 mg/0,5 mg Sublingualtabletten

Weiße bis cremefarbene, runde und bikonvexe Tabletten, mit einer Bruchkerbe auf einer Seite und

einem Durchmesser von ca. 6,5 mm.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Bupensanduo 4 mg/1 mg Sublingualtabletten

Weiße bis cremefarbene, runde und bikonvexe Tabletten, mit einer Bruchkerbe auf einer Seite und

einem Durchmesser von ca. 8,5 mm.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Bupensanduo 8 mg/2 mg Sublingualtabletten

Weiße bis cremefarbene, runde und bikonvexe Tabletten, mit einer Bruchkerbe auf einer Seite und

einem Durchmesser von ca. 11,5 mm.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Substitutionstherapie bei Opioidabhängigkeit im Rahmen medizinischer, sozialer und

psychotherapeutischer Maßnahmen. Mit dem Naloxon-Bestandteil soll ein intravenöser Missbrauch

verhindert werden. Die Substitutionstherapie ist zur Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichen

über 15 Jahren bestimmt, die einer Suchtbehandlung zugestimmt haben.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Die Behandlung muss unter der Aufsicht eines Arztes mit Erfahrung in der Behandlung von

Opiatabhängigkeit/-sucht erfolgen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen vor Einleitung der Therapie

Vor der Einleitung der Therapie sollten die Art der Opioidabhängigkeit (d. h. lang- oder

kurzwirksames Opioid), der Zeitraum seit der letzten Opioidanwendung und der Grad der

Opioidabhängigkeit berücksichtigt werden. Zur Verhinderung eines beschleunigten Entzugs sollte eine

Einleitung mit Buprenorphin/Naloxon oder Buprenorphin erst dann erfolgen, wenn objektive und

eindeutige Anzeichen eines Entzugs vorliegen (z. B. kann eine Punktzahl, die eine leichte bis mäßige

Entzugssymptomatik auf der validierten Clinical Opioid Withdrawal Scale (COWS) anzeigt, als

Richtwert verwendet werden).

o Bei heroinabhängigen oder von kurzwirksamen Opioiden abhängigen Patienten sollte die erste Dosis

Buprenorphin/Naloxon bei den ersten Anzeichen von Entzug, frühestens jedoch 6 Stunden nach der

letzten Opioidanwendung angewendet werden.

o Bei Patienten unter Methadon muss die Methadon-Dosis vor Beginn der Buprenorphin/Naloxon-

Therapie auf maximal 30 mg/Tag reduziert werden. Bei Einleitung einer Buprenorphin/Naloxon-

Therapie ist die lange Halbwertszeit von Methadon zu berücksichtigen. Die erste Dosis

Buprenorphin/Naloxon sollte erst beim Auftreten von Entzugserscheinungen, frühestens jedoch 24

Stunden nachdem der Patient zuletzt Methadon eingenommen hat, angewendet werden.

Buprenorphin kann bei methadonabhängigen Patienten das Auftreten von Entzugssymptomen

beschleunigen.

Dosierung

Initialtherapie (Einleitung)

Die empfohlene Initialdosis bei Erwachsenen und Jugendlichen über 15 Jahren beträgt ein bis zwei

Sublingualtabletten Bupensanduo 2 mg/0,5 mg. In Abhängigkeit vom individuellen Bedarf des

Patienten können am ersten Tag ein bis zwei weitere Sublingualtabletten Bupensanduo 2 mg/0,5 mg

angewendet werden.

Zu Beginn der Therapie wird eine tägliche Überwachung der Dosierung empfohlen, um

sicherzustellen, dass die Tablette korrekt unter die Zunge gelegt wird und die Therapieantwort des

Patienten beobachten zu können, auf deren Grundlage eine effektive Dosistitration entsprechend der

klinischen Wirkung erfolgt.

Dosisanpassung und Erhaltungstherapie

Nach Einleitung der Behandlung am ersten Tag sollte der Patient im Laufe der folgenden Tage

entsprechend der individuell erzielten klinischen Wirkung durch schrittweise Dosisanpassung auf eine

Erhaltungsdosis eingestellt werden. Die Dosistitration erfolgt in Schritten von 2-8 mg Buprenorphin

auf der Grundlage der Neubewertung des klinischen und psychologischen Status des Patienten und

darf eine maximale tägliche Einzeldosis von 24 mg Buprenorphin nicht überschreiten.

Seltenere als einmal tägliche Gabe

Nach Erreichen einer zufrieden stellenden Stabilisierung kann die Dosierungshäufigkeit auf ein

2-Tagesintervall herabgesetzt werden, wobei der Patient die doppelte individuell titrierte Tagesdosis

erhält. Beispiel: Ein Patient, der auf eine Tagesdosis von 8 mg Buprenorphin stabil eingestellt ist, kann

demnach an jedem zweiten Tag 16 mg Buprenorphin erhalten. An den dazwischen liegenden Tagen

erfolgen keine Dosisgaben. In bestimmten Fällen kann die Häufigkeit der Anwendung nach Erreichen

einer zufriedenstellenden Stabilisierung auf eine 3-mal wöchentliche Gabe reduziert werden (z. B.

montags, mittwochs und freitags). Die Montags- und die Mittwochsdosis sollten jeweils doppelt so

hoch sein wie die individuell titrierte Tagesdosis. Die Freitagsdosis sollte das Dreifache der individuell

titrierten Tagesdosis betragen. An den übrigen Tagen erfolgen keine Dosisgaben. Die an einem Tag

gegebene Dosis sollte jedoch 24 mg Buprenorphin nicht übersteigen. Für Patienten, die eine titrierte

Tagesdosis von > 8 mg Buprenorphin/Tag benötigen, ist dieses Behandlungsschema möglicherweise

nicht geeignet.

Medizinischer Entzug

Nach Erreichen einer zufrieden stellenden Stabilisierung und bei Einverständnis des Patienten kann

die Dosis allmählich auf eine niedrigere Erhaltungsdosis reduziert werden. In bestimmten günstigen

Fällen kann die Therapie beendet werden. Die zur Verfügung stehenden Dosisstärken von 2 mg/0,5

mg und 8 mg/2 mg ermöglichen ein schrittweises Heruntertitrieren der Dosis. Bei Patienten, die eine

niedrigere Buprenorphin-Dosis benötigen, kann Buprenorphin 0,4 mg angewandt werden. Nach der

gezielten Ausleitung sind die Patienten zu überwachen, da die Möglichkeit eines Rückfalls besteht.

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten

Es liegen keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von Buprenorphin/Naloxon bei Patienten über

65 Jahren vor. Es können keine speziellen Dosierungsempfehlungen gegeben werden.

Leberfunktionsstörung

Vor Einleitung der Therapie sollten die Leberfunktionswerte und der Virushepatitis-Status bestimmt

werden. Bei Patienten mit positivem Virushepatitisbefund, bei Patienten, die Begleitmedikationen

erhalten (siehe Abschnitt 4.5), und/oder bei Patienten, bei denen eine Leberfunktionsstörung vorliegt,

besteht das Risiko einer schnelleren Leberschädigung. Eine regelmäßige Kontrolle der Leberfunktion

wird empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Beide Wirkstoffe von Bupensanduo, Buprenorphin und Naloxon, werden extensiv in der Leber

metabolisiert; bei Patienten mit mittelschwerer oder schwerer Leberfunktionsstörung wurde ein

erhöhter Plasmaspiegel beider Wirkstoffe festgestellt. Die Patienten sollten auf Anzeichen und

Symptome von Opioid-Entzugserscheinungen und einer durch erhöhte Buprenorphin- und/oder

Naloxonkonzentration verursachten Toxizität oder Überdosierung überwacht werden.

Da die Pharmakokinetik von Buprenorphin/Naloxon bei Patienten mit Leberfunktionsstörung

verändert sein kann, werden bei Patienten mit einer leichten bis mittelschweren Leberfunktionsstörung

niedrigere Initialdosen und eine vorsichtige Dosistitration empfohlen.

Buprenorphin/Naloxon ist bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung kontraindiziert (siehe

Abschnitte 4.3 und 5.2).

Nierenfunktionsstörung

Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung ist keine Änderung der Buprenorphin/Naloxon-Dosis

erforderlich. Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) ist

Vorsicht geboten (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Buprenorphin/Naloxon bei Kindern und Jugendlichen unter 15

Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Der Arzt muss den Patienten darüber informieren, dass die sublinguale Anwendung die einzige

wirksame und sichere Art der Anwendung dieses Arzneimittels darstellt (siehe Abschnitt 4.4). Die

Tablette muss bis zur vollständigen Auflösung unter der Zunge gehalten werden. Die Patienten dürfen

nicht schlucken und keine Speisen oder Getränke zu sich nehmen, bis sich die Tablette vollständig

aufgelöst hat.

Die Dosis wird aus mehreren Bupensanduo Tabletten unterschiedlicher Stärken zusammengestellt, die

gleichzeitig oder auf zwei Portionen aufgeteilt eingenommen werden können. Dabei ist die zweite

Portion anzuwenden, sobald sich die erste Portion aufgelöst hat.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Schwere respiratorische Insuffizienz.

Schwere Leberfunktionsstörung.

Akuter Alkoholismus oder

Delirium tremens

Gleichzeitige Anwendung von Opioid-Antagonisten (Naltrexon, Nalmefen) zur Behandlung von

Alkohol- oder Opioidabhängigkeit.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch und Missbrauch

Buprenorphin kann, wie andere legale oder illegale Opioide auch, missbräuchlich oder nicht

bestimmungsgemäß angewandt werden. Risiken einer missbräuchlichen oder nicht

bestimmungsgemäßen Anwendung sind z. B. Überdosierung, Verbreitung von hämatogen

übertragenen viralen oder lokalen und systemischen Infektionen, Atemdepression und

Leberschädigung. Eine missbräuchliche Anwendung von Buprenorphin durch Personen, denen das

Arzneimittel nicht verordnet wurde, beinhaltet außerdem das Risiko neuer Drogenabhängiger, die

Buprenorphin als Hauptdroge missbrauchen, wenn das Arzneimittel direkt vom betreffenden Patienten

zum illegalen Gebrauch in Umlauf gebracht oder wenn es nicht genügend gegen Diebstahl gesichert

wird.

Eine suboptimale Behandlung mit Buprenorphin/Naloxon kann einen Arzneimittelmissbrauch durch

den Patienten zur Folge haben, was zu Überdosierung oder Behandlungsabbruch führen kann. Ein

Patient, der eine zu niedrige Dosis Buprenorphin/Naloxon erhält, könnte auf unkontrollierte

Entzugssymptome weiterhin mit der Selbstbehandlung mit Opioiden, Alkohol oder sonstigen

Sedativa/Hypnotika, insbesondere Benzodiazepinen, reagieren.

Um das Risiko eines nicht bestimmungsgemäßen Gebrauchs und Missbrauchs zu minimieren, sollten

die Ärzte bei der Verordnung und Ausgabe von Buprenorphin geeignete Vorsichtsmaßnahmen

ergreifen. Daher sollten in der frühen Therapiephase nicht mehrere Dosen gleichzeitig verschrieben

und dem Bedarf des Patienten angemessene Nachbeobachtungstermine zur klinischen Überwachung

angesetzt werden.

Durch die Kombination von Buprenorphin mit Naloxon in Bupensanduo sollen nicht

bestimmungsgemäßer Gebrauch und Missbrauch von Buprenorphin vermieden werden. Da der

Naloxon-Bestandteil in Bupensanduo das Auftreten von Entzugssymptomen bei von Heroin,

Methadon oder sonstigen Opioid-Agonisten abhängigen Personen beschleunigen kann, ist die

Wahrscheinlichkeit, dass Bupensanduo missbräuchlich intravenös oder intranasal appliziert wird,

voraussichtlich geringer als bei der alleinigen Gabe von Buprenorphin.

Risiken einer gleichzeitigen Anwendung sedierender Arzneimittel wie Benzodiazepine oder

verwandter Arzneimittel:

Die gleichzeitige Anwendung von Bupensanduo und sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen

oder verwandten Arzneimitteln kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen. Aufgrund

dieser Risiken ist die gleichzeitige Verordnung mit diesen sedierenden Arzneimitteln nur bei den

Patienten angebracht, für die es keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt. Wenn dennoch

eine gleichzeitige Verordnung von Bupensanduo zusammen mit Sedativa für notwendig erachtet wird,

sollte die niedrigste wirksame Dosis angewendet werden und die Behandlungsdauer sollte so kurz wie

möglich sein.

Die Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und Sedierung

überwacht werden. Es wird diesbezüglich unbedingt empfohlen, die Patienten und die betreuenden

Personen darauf anzuweisen, auf derartige Symptome zu achten (siehe Abschnitt 4.5).

Das Risiko für eine Atemdepression besteht auch

, wenn Buprenorphin nicht gemäß der

Produktinformation angewendet wird. Todesfälle wurden auch in Zusammenhang mit der

gleichzeitigen Anwendung von Buprenorphin und anderen zentral dämpfenden Mitteln, z. B. Alkohol

und anderen Opioiden, berichtet. Bei Anwendung von Buprenorphin bei nicht opioidabhängigen

Personen, die keine Toleranz gegenüber den Wirkungen von Opioiden haben, kann eine

möglicherweise tödliche Atemdepression auftreten.

Das Arzneimittel sollte bei Patienten mit Asthma bronchiale oder respiratorischer Insuffizienz (z. B.

chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Cor pulmonale, eingeschränkte Atemreserve, Hypoxie,

Hyperkapnie, vorbestehende Atemdepression oder Kyphoskoliose (Verkrümmung der Wirbelsäule mit

potenziell resultierender Atemnot)) mit Vorsicht eingesetzt werden.

Buprenorphin/Naloxon kann bei Kindern und nicht abhängigen Personen bei versehentlicher oder

absichtlicher Einnahme zu einer schweren, möglicherweise tödlichen Atemdepression führen.

Patienten müssen ermahnt werden, die Blisterpackung an einem sicheren Ort aufzubewahren, die

Blisterpackung nie im Voraus zu öffnen, die Blisterpackung für Kinder und andere

Haushaltsmitglieder unerreichbar aufzubewahren und dieses Arzneimittel nie vor Kindern

einzunehmen. Bei versehentlicher Einnahme oder Verdacht auf Einnahme ist umgehend ein Notdienst

zu verständigen.

Schlafbezogene Atmungsstörungen

Opioide können schlafbezogene Atmungsstörungen verursachen, darunter zentrale Schlafapnoe (ZSA)

und schlafbezogene Hypoxämie. Die Anwendung von Opioiden erhöht das Risiko einer ZSA in

Abhängigkeit von der Dosierung. Bei Patienten mit ZSA ist eine Reduzierung der Opioid-Gesamtdosis

in Betracht zu ziehen.

ZNS-dämpfende Wirkung

Buprenorphin/Naloxon kann Benommenheit hervorrufen, insbesondere wenn es zusammen mit

Alkohol oder zentral dämpfenden Mitteln (z. B. Tranquilizern, Sedativa oder Hypnotika)

eingenommen wird (siehe Abschnitt 4.5).

Serotoninsyndrom

Die gleichzeitige Anwendung von Bupensanduo mit anderen serotonergen Arzneimitteln wie MAO-

Hemmern, selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (Selective Serotonin Re-Uptake Inhibitors,

SSRI), Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern (Serotonin Norepinephrine Re-Uptake

Inhibitors, SNRI) oder trizyklischen Antidepressiva kann zu einem Serotoninsyndrom, einer potenziell

lebensbedrohlichen Erkrankung, führen (siehe Abschnitt 4.5).

Wenn eine gleichzeitige Behandlung mit anderen serotonergen Arzneimitteln klinisch angezeigt ist,

wird eine sorgfältige Beobachtung des Patienten empfohlen, insbesondere bei Behandlungsbeginn und

Dosiserhöhungen.

Die Symptome des Serotoninsyndroms umfassen unter anderem Veränderungen des Gemütszustandes,

autonome Instabilität, neuromuskuläre Auffälligkeiten und/oder gastrointestinale Symptome.

Wenn ein Serotoninsyndrom vermutet wird, sind je nach der Schwere der Symptome eine

Dosisverringerung oder das Absetzen der Behandlung in Erwägung zu ziehen.

Abhängigkeit

Buprenorphin wirkt am μ (my)-Opioidrezeptor partiell agonistisch. Eine Dauertherapie führt zur

Abhängigkeit vom Opioidtyp. Tierexperimentelle Studien und die klinische Erfahrung haben gezeigt,

dass Buprenorphin zur Abhängigkeit führen kann, wobei diese Abhängigkeit jedoch nicht so stark

ausgeprägt ist wie bei einem vollen Agonisten, z. B. Morphin.

Ein plötzliches Absetzen des Arzneimittels wird nicht empfohlen, da dies zu einem Entzugssyndrom

führen kann, das möglicherweise auch verzögert eintritt.

Hepatitis und hepatische Ereignisse

In klinischen Studien und Nebenwirkungsberichten nach Markteinführung wurden bei

Opioidabhängigen Fälle von akuter Leberschädigung beschrieben. Das Spektrum der abnormen

Veränderungen reicht von passageren asymptomatischen Erhöhungen der Lebertransaminasen bis hin

zu Berichten von Leberversagen, Lebernekrose, hepatorenalem Syndrom, hepatischer Enzephalopathie

und Tod. In vielen Fällen könnten vorbestehende mitochondriale Störungen (genetische Erkrankung,

Abweichungen der Leberenzymwerte, Infektionen mit dem Hepatitis-B- oder Hepatitis-C-Virus,

Alkoholmissbrauch, Anorexie, die gleichzeitige Anwendung von anderen potenziell hepatotoxischen

Arzneimitteln) oder ein fortbestehender intravenöser Drogenmissbrauch ursächlich sein oder dazu

beitragen. Vor der Verordnung von Buprenorphin/Naloxon und während der Therapie müssen diese

zugrunde liegenden Faktoren berücksichtigt werden.

Bei Verdacht auf ein hepatisches Ereignis ist eine weitergehende biologische und ätiologische

Evaluierung erforderlich. Ausgehend von den Befunden kann das Arzneimittel vorsichtig abgesetzt

werden, um Entzugssymptome und einen erneuten illegalen Drogenabusus zu verhindern. Bei

Fortführung der Therapie ist die Leberfunktion engmaschig zu überwachen.

Beschleunigt einsetzendes Opioidentzugssyndrom

Zu Beginn der Behandlung mit Buprenorphin/Naloxon muss sich der Arzt über das partiell

agonistische Wirkungsprofil von Buprenorphin im Klaren sein. Buprenorphin kann bei

opioidabhängigen Patienten zum beschleunigten Eintreten von Entzugssymptomen führen,

insbesondere wenn es dem Patienten früher als 6 Stunden nach der letzten Anwendung von Heroin

oder eines anderen kurzwirksamen Opioids oder früher als 24 Stunden nach der letzten Methadon-

Dosis verabreicht wird. Patienten sollten in der Umstellungsphase von Buprenorphin oder Methadon

auf Buprenorphin/Naloxon genau beobachtet werden, da von Entzugssymptomen berichtet wurde. Zur

Verhinderung eines beschleunigten Entzugs sollte die Einleitung der Behandlung mit

Buprenorphin/Naloxon erfolgen, wenn objektive Anzeichen von Entzug vorliegen (siehe Abschnitt

4.2).

Entzugssymptome können auch mit einer suboptimalen Dosierung assoziiert sein.

Leberfunktionsstörung

Der Einfluss einer beeinträchtigten Leberfunktion auf die Pharmakokinetik von Buprenorphin und

Naloxon wurde in einer Anwendungsbeobachtung untersucht. Da Buprenorphin und Naloxon

überwiegend in der Leber metabolisiert werden, wurden bei Patienten mit mittelschwerer und

schwerer Leberfunktionsstörung nach einer Einzeldosisgabe erhöhte Plasmaspiegel von Buprenorphin

und Naloxon festgestellt.

Die Patienten sollten auf Anzeichen und Symptome von Opioid-Entzugserscheinungen und einer

durch erhöhte Buprenorphin- und/oder Naloxonkonzentration verursachten Toxizität oder

Überdosierung überwacht werden. Bupensanduo Sublingualtabletten sollten bei Patienten mit

mittelschwerer Beeinträchtigung der Leberfunktion mit Vorsicht angewendet werden (siehe

Abschnitte 4.3 und 5.2). Buprenorphin/Naloxon sind bei Patienten mit schwerer

Leberfunktionsstörung kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Nierenfunktionsstörung

Die Ausscheidung über die Niere kann verzögert sein, da 30 % der applizierten Dosis renal eliminiert

werden. Die Metaboliten von Buprenorphin akkumulieren sich bei Patienten mit Niereninsuffizienz.

Bei der Anwendung bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance <30

ml/min) ist Vorsicht geboten (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

Anwendung bei Jugendlichen (15-<18 Jahre

Aufgrund mangelnder Daten für Jugendliche (Alter 15-<18 Jahre) sollten Patienten dieser

Altersgruppe während der Therapie engmaschiger überwacht werden.

CYP3A-Hemmer

Arzneimittel, die das Enzym CYP3A4 hemmen, können zu erhöhten Buprenorphin-Konzentrationen

führen. Daher kann eine Reduzierung der Buprenorphin/Naloxon-Dosis erforderlich sein. Bei

Patienten, die bereits mit CYP3A4-Hemmern behandelt werden, sollte die Dosistitration von

Buprenorphin/Naloxon vorsichtig erfolgen, da bei diesen Patienten eine geringere Dosis ausreichend

sein kann (siehe Abschnitt 4.5).

Allgemeine Warnhinweise für die Anwendung von Opioiden

Opioide können bei ambulant behandelten Patienten eine orthostatische Hypotonie verursachen.

Opioide können zu einem erhöhten Liquordruck führen, der Krampfanfälle verursachen kann, so dass

Opioide bei Patienten mit Kopfverletzungen, intrakraniellen Läsionen, anderen Zuständen mit

möglicher Erhöhung des Liquordrucks oder Krampfanfällen in der Krankengeschichte mit Vorsicht

anzuwenden sind.

Vorsicht ist geboten, wenn Opioide bei Patienten mit Hypotonie, Prostatahypertrophie oder

Urethralstenose angewendet werden.

Eine durch Opioide verursachte Miosis, Veränderungen des Bewusstseinszustands und Veränderungen

der Schmerzwahrnehmung als Symptom einer Krankheit können die Patientenbeurteilung

beeinträchtigen und die Diagnose oder den klinischen Verlauf einer Begleiterkrankung verschleiern.

Opioide sollten bei Patienten mit Myxödem, Hypothyreose oder Nebenniereninsuffizienz (z. B.

Morbus Addison) mit Vorsicht angewendet werden.

Es hat sich gezeigt, dass Opioide den Druck im Gallengang erhöhen und bei Patienten mit

Dysfunktion der Gallenwege mit Vorsicht angewendet werden sollten.

Bei der Anwendung von Opioiden bei älteren oder geschwächten Patienten ist Vorsicht geboten.

Die gleichzeitige Einnahme von Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) kann, ausgehend von

der Erfahrung mit Morphin, zu einer Verstärkung der Wirkung von Opioiden führen (siehe Abschnitt

4.5).

Bupensanduo enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem

Lactase- Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Sublingualtablette, d.h. es ist

nahezu „natriumfrei“.

Die Anwendung von Bupensanduo kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Bupensanduo sollte nicht zusammen angewendet werden mit:

alkoholischen Getränken oder alkoholhaltigen Arzneimitteln, da Alkohol die sedierende Wirkung

von Buprenorphin verstärkt (siehe Abschnitt 4.7).

Es ist Vorsicht geboten bei der Anwendung von Bupensanduo zusammen mit:

Sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel:

Die gleichzeitige Anwendung von Opioiden zusammen mit sedierenden Arzneimitteln wie

Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln erhöht aufgrund der additiven ZNS-dämpfenden

Wirkung das Risiko von Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod. Die Dosis und Dauer der

gleichzeitigen Anwendung sollten begrenzt werden (siehe Abschnitt 4.4).

Die Patienten sind zu warnen, dass es extrem gefährlich ist, nicht verordnete Benzodiazepine

gleichzeitig mit diesem Arzneimittel einzunehmen. Die Patienten sind außerdem darauf

hinzuweisen, dass Benzodiazepine zusammen mit diesem Arzneimittel nur auf Anweisung ihres

Arztes eingenommen werden dürfen (siehe Abschnitt 4.4).

anderen zentral dämpfenden Mitteln, anderen Opioidderivaten (z. B. Methadon, Analgetika und

Antitussiva), bestimmten Antidepressiva, sedativen H1-Rezeptorantagonisten, Barbituraten,

anderen Anxiolytika als Benzodiazepinen, Neuroleptika, Clonidin und verwandten Substanzen:

Diese Kombinationen verstärken die dämpfende Wirkung auf das zentrale Nervensystem.

Aufgrund der herabgesetzten Aufmerksamkeit kann es gefährlich sein, Fahrzeuge zu führen und

Maschinen zu bedienen.

Zudem kann es schwierig sein, eine ausreichende Analgesie zu erreichen, wenn Patienten, die

Buprenorphin/Naloxon erhalten, ein Opioid-Vollagonist verabreicht wird. Daher besteht die

Möglichkeit der Überdosierung mit einem Vollagonisten, insbesondere wenn versucht wird, die

partiell agonistische Wirkung von Buprenorphin zu überwinden oder wenn die Buprenorphin-

Plasmaspiegel sinken.

Naltrexon und Nalmefen sind Opioid-Antagonisten, die die pharmakologischen Wirkungen von

Buprenorphin blockieren können. Von einer gleichzeitigen Anwendung während einer Behandlung

mit Buprenorphin/Naloxon ist wegen der potenziell gefährlichen Wechselwirkung, die ein

plötzliches Auftreten von anhaltenden und starken Symptomen eines Opioidentzugs auslösen kann,

unbedingt abzusehen (siehe Abschnitt 4.3).

CYP3A4-Hemmern: In einer Studie zur Wechselwirkung von Buprenorphin mit Ketoconazol

(einem starken CYP3A4-Hemmer) wurden erhöhte C

- und AUC-Werte (Fläche unter der Kurve)

für Buprenorphin (ca. 50 % bzw. 70 %) und zu einem geringeren Grad für Norbuprenorphin

gemessen. Patienten, die Bupensanduo erhalten, sind engmaschig zu überwachen und bedürfen bei

kombinierter Anwendung mit starken CYP3A4-Hemmern (z. B. den Protease-Hemmern Ritonavir,

Nelfinavir oder Indinavir oder Antimykotika vom Azol-Typ, z. B. Ketoconazol oder Itraconazol,

Makrolidantibiotika) möglicherweise einer Dosisreduzierung.

CYP3A4-Induktoren: Die gleichzeitige Anwendung von CYP3A4-Induktoren mit Buprenorphin

kann die Buprenorphin-Plasmakonzentrationen senken und somit möglicherweise zu einer

suboptimalen Behandlung der Opioidabhängigkeit mit Buprenorphin führen. Es wird empfohlen,

Patienten, die Buprenorphin/Naloxon zusammen mit CYP3A4-Induktoren (z. B. Phenobarbital,

Carbamazepin, Phenytoin, Rifampicin) erhalten, engmaschig zu überwachen. Die Buprenorphin-

oder CYP3A4-Induktor-Dosis muss gegebenenfalls entsprechend angepasst werden.

Die gleichzeitige Einnahme von Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) kann, ausgehend

von der Erfahrung mit Morphin, zu einer Verstärkung der Wirkung von Opioiden führen.

Serotonerge Arzneimittel wie MAO-Hemmer, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer

(Selective Serotonin Re-Uptake Inhibitors, SSRI), Serotonin-Noradrenalin-

Wiederaufnahmehemmer (Serotonin Norepinephrine Re-Uptake Inhibitors, SNRI) oder trizyklische

Antidepressiva, da das Risiko eines Serotoninsyndroms, einer potenziell lebensbedrohlichen

Erkrankung, erhöht ist (siehe Abschnitt 4.4).

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Bupensanduo bei Schwangeren vor.

Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Das

potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.

Gegen Ende der Schwangerschaft kann Buprenorphin auch nach kurzer Anwendungsdauer eine

Atemdepression beim Neugeborenen hervorrufen. Eine Langzeitanwendung von Buprenorphin

während der letzten drei Schwangerschaftsmonate kann zum Entzugssyndrom beim Neugeborenen

führen (z. B. Hypertonie, neonataler Tremor, neonatale Agitation, Myoklonus oder Krämpfe). Das

Syndrom tritt im Allgemeinen mit einer Verzögerung von einigen Stunden bis einigen Tagen nach der

Geburt auf.

Wegen der langen Halbwertszeit von Buprenorphin sollte das ungeborene Kind gegen Ende der

Schwangerschaft mehrere Tage lang überwacht werden, um dem Risiko einer Atemdepression oder

eines Entzugssyndroms bei Neugeborenen vorzubeugen.

Zudem sollte der Einsatz von Buprenorphin/Naloxon während der Schwangerschaft durch den Arzt

sorgfältig überprüft werden. Buprenorphin/Naloxon sollte während der Schwangerschaft nur

angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen das potenzielle Risiko für den Fötus überwiegt.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Naloxon beim Menschen in die Muttermilch übergeht. Buprenorphin und

dessen Metaboliten werden in die Muttermilch ausgeschieden. Untersuchungen an Ratten haben

gezeigt, dass Buprenorphin die Laktation hemmt. Das Stillen sollte deshalb während der Behandlung

mit Bupensanduo unterbrochen werden.

Fertilität

Tierexperimentelle Studien haben eine Verringerung der weiblichen Fertilität unter hohen Dosen

gezeigt (systemische Exposition > 2,4-Fache der Exposition des Menschen bei der empfohlenen

Höchstdosis von 24 mg Buprenorphin, basierend auf den AUC-Werten). Siehe Abschnitt 5.3.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Buprenorphin/Naloxon hat geringen bis moderaten Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen, wenn es opioidabhängigen Patienten verabreicht wird. Das

Arzneimittel kann Benommenheit, Schwindel oder eine Beeinträchtigung des Denkens verursachen,

insbesondere bei Therapieeinleitung und Dosisanpassung. Diese Wirkung kann sich verstärken, wenn

es gleichzeitig mit Alkohol oder Mitteln angewandt wird, die eine dämpfende Wirkung auf das

zentrale Nervensystem ausüben (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

Patienten sollten davor gewarnt werden, Fahrzeuge zu führen oder gefährliche Maschinen zu

bedienen, da Buprenorphin/Naloxon ihre diesbezüglichen Fähigkeiten beeinträchtigen kann.

4.8

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die häufigsten therapiebedingten Nebenwirkungen, die im Rahmen zulassungsrelevanter klinischer

Studien beschrieben wurden, waren Obstipation und Symptome, die im Allgemeinen mit

Entzugssymptomen assoziiert sind (d. h. Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Hyperhidrosis und

Schmerzen). Bestimmte berichtete Fälle von Krampfanfällen, Erbrechen, Diarrhoe und erhöhten

Leberfunktionswerten wurden als schwerwiegend beurteilt.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

In Tabelle 1 sind die Nebenwirkungen aus zulassungsrelevanten klinischen Studien, in denen 342 von

472 Patienten (72,5 %) Nebenwirkungen berichteten, sowie die Nebenwirkungen, die nach

Markteinführung berichtet wurden, zusammengefasst.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100), nicht bekannt

(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Tabelle 1: Therapiebedingte Nebenwirkungen, die in klinischen Studien und nach

Markteinführung zu Buprenorphin/Naloxon berichtet wurden

Systemorgan-

klasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Nicht bekannt

Infektionen und

parasitäre

Erkrankungen

Grippe

Infektion

Pharyngitis

Rhinitis

Harnwegs-

infektion

Vaginalinfektion

Erkrankungen

des Blutes und

des

Lymphsystems

Anämie

Leukozytose

Leukopenie

Lymphadeno-

pathie

Thrombozyto-

penie

Erkrankungen

des

Immunsystems

Über-

empfindlichkeit

Anaphylaktischer

Schock

Stoffwechsel- und

Ernährungs-

störungen

Verminderter

Appetit

Hyperglykämie

Hyperlipidämie

Hypoglykämie

Psychiatrische

Erkrankungen

Schlaflosigkeit

Angstgefühl

Depression

Verminderte

Libido

Nervosität

Abnormes

Denken

Abnorme Träume

Agitiertheit

Apathie

Depersonalisa-

tion

Arzneimittel-

abhängigkeit

Euphorie

Feindseligkeit

Halluzinationen

Erkrankungen

des

Nervensystems

Kopfschmerzen

Migräne

Schwindel

Hypertonie

Parästhesie

Somnolenz

Amnesie

Hyperkinesie

Krampfanfall

Sprachstörung

Tremor

Hepatische

Enzephalopathie

Synkope

Augen-

erkrankungen

Amblyopie

Tränenfluss-

störung

Konjunktivitis

Miosis

Erkrankungen

des Ohrs und des

Labyrinths

Schwindel

Herz-

erkrankungen

Angina pectoris

Bradykardie

Myokardinfarkt

Palpitationen

Tachykardie

Gefäß-

erkrankungen

Hypertonie

Vasodilatation

Hypotonie

Orthostatische

Hypotonie

Erkrankungen

der Atemwege,

des Brustraums

und

Mediastinums

Husten

Asthma

Dyspnoe

Gähnen

Bronchospasmus

Atemdepression

Erkrankungen

des

Gastrointestinal-

trakts

Obstipation

Übelkeit

Abdominal-

schmerz

Diarrhoe

Dyspepsie

Flatulenz

Erbrechen

Mundulzeration

Verfärbung der

Zunge

Leber- und

Gallen-

erkrankungen

Hepatitis

Akute Hepatitis

Gelbsucht

Hepatische

Nekrose

Hepatorenales

Syndrom

Erkrankungen

der Haut und des

Unterhaut-

zellgewe

bes

Hyperhidrosis

Pruritus

Hautausschlag

Urtikaria

Akne

Alopezie

Dermatitis

exfoliativa

Trockene Haut

Raumforderung

der Haut

Angioödem

Skelett-

muskulatur-,

Bindegewebs-

und Knochen-

erkrankungen

Rücken-

schmerzen

Arthralgie

Muskelspasmen

Myalgie

Arthritis

Erkrankungen

der Nieren und

Harnwege

Anomalie des

Urins

Albuminurie

Dysurie

Hämaturie

Nephrolithiasis

Harnretention

Erkrankungen

der Geschlechts-

organe und der

Brustdrüse

Erektionsstörung

Amenorrhoe

Ejakulations-

störung

Menorrhagie

Metrorrhagie

Allgemeine

Erkrankungen

und Beschwerden

am

Verabreichungs-

ort

Arzneimittel-

entzugssyndrom

Asthenie

Brustkorb-

schmerz

Schüttelfrost

Fieber

Unwohlsein

Schmerz

Ödem peripher

Hypothermie

Neonatales

Arzneimittel-

entzugssyndrom

(siehe

Abschnitt 4.6)

Untersuchungen

Abnormer

Leberfunktions-

test

Gewichts-

abnahme

Erhöhter

Kreatininwert im

Blut

Erhöhte

Transaminase-

werte

Verletzung,

Vergiftung und

durch Eingriffe

bedingte

Komplikationen

Verletzung

Hitzschlag

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

In Fällen intravenösen Missbrauchs von Arzneimitteln wurden lokale, in manchen Fällen septische

Reaktionen (Abszess, Cellulitis) und eine potenziell schwerwiegende akute Hepatitis sowie andere

akute Infektionen, wie Pneumonie und Endokarditis, beschrieben (siehe Abschnitt 4.4), wobei

diese Nebenwirkungen eher dem Umstand des Missbrauchs als dem Arzneimittel selbst

zugeschrieben werden.

Bei Patienten mit ausgeprägter Drogenabhängigkeit kann die initiale Gabe von Buprenorphin zu

einem Arzneimittelentzugssyndrom führen, das dem für Naloxon beschriebenen Entzugssyndrom

ähnlich ist (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome

Das primäre Symptom bei Überdosierung, das eine Intervention erforderlich macht, ist eine

Atemdepression in Folge einer Depression des Zentralnervensystems, da diese zum Atemstillstand und

zum Tod führen könnte. Zeichen einer Überdosierung können unter anderem Somnolenz, Amblyopie,

Miosis, Hypotonie, Übelkeit, Erbrechen und/oder Sprachstörungen sein.

Behandlung

Es sind allgemeine supportive Maßnahmen einzuleiten, u. a. eine engmaschige Kontrolle der Atem-

und Herzfunktionen des Patienten. Eine symptomatische Behandlung der Atemdepression und

intensivmedizinische Standardmaßnahmen sind einzuleiten. Freie Atemwege und eine unterstützende

oder kontrollierte Beatmung müssen sichergestellt werden. Der Patient ist in eine Einrichtung mit

kompletter Reanimationsausrüstung zu überweisen.

Bei Erbrechen ist darauf zu achten, dass es nicht zu einer Aspiration des Erbrochenen kommt.

Die Anwendung eines Opioid-Antagonisten (d. h. Naloxon) wird trotz des im Vergleich zur Wirkung

bei Opioid-Vollagonisten möglicherweise mäßigen Effekts bei der Behebung der Atemsymptome

durch Buprenorphin empfohlen.

Wird Naloxon angewendet, ist bei der Festlegung der Behandlungsdauer und der medizinischen

Überwachung, die zur Behebung der Auswirkungen einer Überdosis erforderlich sind, die lange

Wirkdauer von Buprenorphin zu berücksichtigen. Naloxon kann schneller als Buprenorphin

ausgeschieden werden, was zu einem erneuten Auftreten der zuvor kontrollierten Symptome der

Buprenorphin-Überdosis führen kann, weshalb eine Dauerinfusion erforderlich sein kann. Wenn keine

Infusion möglich ist, kann eine wiederholte Naloxon- Anwendung erforderlich sein. Die Naloxon-

Initialdosen können bis zu 2 mg betragen und alle 2-3 Minuten wiederholt werden, bis ein

ausreichendes Ansprechen erreicht wird, wobei eine Anfangsdosis von 10 mg nicht überschritten

werden sollte. Die intravenösen Infusionsraten sind dem Ansprechverhalten des Patienten gemäß

anzupassen.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: andere Mittel für das Nervensystem; Mittel zur Behandlung von

Suchterkrankungen; Mittel zur Behandlung der Opiatabhängigkeit ATC-Code: N07BC51.

Wirkmechanismus

Buprenorphin ist ein partieller Opioid-Agonist/Antagonist, der an die µ und ĸ (Kappa)-Opioid-

Rezeptoren des Gehirns bindet. Seine Wirksamkeit in der Aufrechterhaltungstherapie mit Opiaten

beruht auf seiner Fähigkeit, sich langsam reversibel an die µ-Opioid-Rezeptoren zu binden, wodurch

das Bedürfnis des abhängigen Patienten nach Drogen über einen längeren Zeitraum minimiert werden

kann.

Opioid-agonistische Ceiling-Effekte wurden im Rahmen klinisch-pharmakologischer Studien bei

Opioidabhängigen beschrieben.

Naloxon wirkt antagonistisch an den µ-Opioidrezeptoren. Bei oraler oder sublingualer Gabe in den

üblichen Dosierungen weist Naloxon bei Patienten unter Opioidentzug aufgrund seines nahezu

vollständigen First-Pass-Metabolismus eine geringe oder keine pharmakologische Wirkung auf. Bei

intravenöser Anwendung bei Opioidabhängigen führt der Naloxon-Bestandteil in Bupensanduo jedoch

zu ausgeprägten opioid- antagonistischen Wirkungen und zu Opioid-Entzugssymptomen, was einen

intravenösen Missbrauch verhindert.

Klinische Wirksamkeit

Die Daten zur Wirksamkeit und zur Sicherheit von Buprenorphin/Naloxon stammen hauptsächlich

aus einer einjährigen klinischen Studie, die einen 4-wöchigen randomisierten doppelblinden Vergleich

von Buprenorphin/Naloxon, Buprenorphin und einem Placebo und im Anschluss daran eine 48-

wöchige Studie zur Sicherheit von Buprenorphin/Naloxon beinhaltete. In dieser Studie wurden 326

heroinabhängige Patienten randomisiert und erhielten entweder Buprenorphin/Naloxon 16 mg täglich

oder Buprenorphin 16 mg täglich oder ein Placebo. Patienten, die einer der Verumgruppen zugewiesen

wurden, erhielten zu Beginn der Therapie 8 mg Buprenorphin an Tag 1, danach 16 mg (zwei 8-mg-

Tabletten) Buprenorphin an Tag 2. An Tag 3 wurden die Patienten, die der Buprenorphin/Naloxon-

Gruppe zugewiesen worden waren, auf die Kombinationstablette umgestellt. Die Patienten kamen zur

Ausgabe der Dosis und zur Beurteilung der Wirksamkeit täglich in die Klinik (Montag bis Freitag).

Für die Wochenenden wurden Take-Home-Dosen ausgegeben. Primärer Vergleichswert der Studie

war die Beurteilung der individuellen Wirksamkeit von Buprenorphin und Buprenorphin/Naloxon

versus Placebo. Der prozentuale Anteil der dreimal wöchentlich entnommenen Urinproben, die im

Hinblick auf Nicht-Studien-Opioide negativ waren, war sowohl für Buprenorphin/Naloxon versus

Placebo (P < 0,0001) als auch für Buprenorphin versus Placebo (P < 0,0001) statistisch signifikant

höher.

In einer doppelblinden, doppelt placebokontrollierten Parallelgruppenstudie zum Vergleich von

Buprenorphin-Ethanol-Lösung mit einem Vollagonisten als Verumkontrolle wurden 162 Patienten

randomisiert und der Behandlung mit Buprenorphin als Ethanol-Sublinguallösung in einer Dosierung

von 8 mg/Tag (diese Dosis entspricht ungefähr einer Dosis von 12 mg/Tag Buprenorphin/Naloxon)

oder zwei relativ niedrigen Dosierungen des Verum-Kontrollpräparats zugewiesen (eine dieser

Dosierungen war niedrig genug, um als Alternative zum Placebo zu dienen). Die Studie umfasste eine

3- bis 10-tägige Einleitungsphase, eine 16-wöchige Erhaltungsphase und eine 7-wöchige

Detoxifikationsphase. Buprenorphin wurde bis Tag 3 auf die Erhaltungsdosis auftitriert. Die

Dosistitration des Verum-Kontrollpräparats erfolgte langsamer. Ausgehend von den Patienten, die in

Behandlung blieben und vom prozentualen Anteil der dreimal wöchentlich entnommenen Urinproben,

die im Hinblick auf Nicht-Studien-Opioide negativ waren, zeigte sich Buprenorphin im Hinblick auf

die Fortführung der Therapie durch die Heroinabhängigen und die Reduktion ihres Gebrauchs von

Opioiden unter der Therapie wirksamer als das niedrig dosierte Kontrollpräparat. Die Wirksamkeit

von Buprenorphin 8 mg täglich war mit der Wirksamkeit des moderat dosierten Verum

Kontrollpräparats vergleichbar, eine Äquivalenz wurde jedoch nicht belegt.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Buprenorphin

Resorption

Buprenorphin unterliegt bei oraler Anwendung einem First-Pass-Metabolismus, wobei es zu einer N-

Dealkylierung und Glukuronidierung im Dünndarm und in der Leber kommt. Eine orale Anwendung

ist für dieses Arzneimittel daher ungeeignet.

Die Plasmaspitzenkonzentrationen werden 90 Minuten nach der sublingualen Applikation erreicht.

Die Buprenorphin-Plasmaspiegel stiegen mit der sublingual applizierten Dosis von

Buprenorphin/Naloxon an. Sowohl die C

-Werte als auch die AUC von Buprenorphin stiegen mit

Erhöhung der Dosis (im Bereich von 4 mg bis 16 mg) an. Der Anstieg war allerdings nicht

dosisproportional, sondern fiel geringer aus.

Tabelle 2 Pharmakokinetische Paramter von Buprenorphin

Pharmakokinetische

Parameter

Buprenorphin/Nalo

xon 4 mg

Buprenorphin/Nalo

xon 8 mg

Buprenorphin/Nalox

on 16 mg

ng/ml

1,84 (39)

3,0 (51)

5,95 (38)

0-48 Stunden

ng/ml

12,52 (35)

20,22 (43)

34,89 (33)

Verteilung

Auf die Resorption von Buprenorphin folgt eine rasche Verteilungsphase (die

Distributionshalbwertszeit beträgt 2 bis 5 Stunden).

Biotransformation und Eliminierung

Buprenorphin wird durch 14-N-Dealkylierung und Glukuronidierung des Stammmoleküls und des

dealkylierten Metaboliten metabolisiert. Klinische Daten bestätigen, dass CYP3A4 für die

N-Dealkylierung von Buprenorphin verantwortlich ist. N-Dealkylbuprenorphin ist ein

µ-Opioidagonist mit einer schwachen intrinsischen Aktivität.

Die Eliminierung von Buprenorphin verläuft mit einer mittleren Plasma-Halbwertszeit von

32 Stunden bi- oder tri-exponentiell.

Buprenorphin wird nach biliärer Exkretion der glukuronidierten Metaboliten (zu 70 %) über die Fäzes

ausgeschieden. Der Rest wird über den Urin ausgeschieden.

Naloxon

Resorption und Verteilung

Nach intravenöser Applikation wird Naloxon rasch verteilt (Distributionshalbwertszeit

~ 4 Minuten).

Nach oraler Gabe ist Naloxon kaum im Plasma nachweisbar. Nach sublingualer Gabe von

Buprenorphin/Naloxon sind die Plasmaspiegel von Naloxon niedrig und nehmen rasch ab.

Biotransformation

Das Arzneimittel wird in der Leber, vorwiegend durch Glukuronidierung, metabolisiert und über den

Urin ausgeschieden. Naloxon hat eine mittlere Plasma-Halbwertszeit von 1,2 Stunden.

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten

Es liegen keine pharmakokinetischen Daten zu älteren Patienten vor.

Nierenfunktionsstörung

Die renale Eliminierung spielt bei der Gesamtclearance von Buprenorphin/Naloxon eine relativ

geringe Rolle (~ 30 %). Ausgehend von der Nierenfunktion ist keine Dosismodifikation erforderlich.

Vorsicht ist jedoch bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung geboten (siehe Abschnitt 4.3).

Leberfunktionsstörung

Die Auswirkungen einer Leberfunktionsstörung auf die Pharmakokinetik von Buprenorphin und

Naloxon wurde in einer Anwendungsbeobachtung untersucht.

Tabelle 3

fasst die Ergebnisse einer klinischen Studie nach Einzeldosisgabe von

Buprenorphin/Naloxon 2,0/0,5 mg Sublingualtabletten an gesunde Probanden und an Probanden mit

Leberfunktionsstörungen zusammen.

PK

Parameter

Leichte

Leberfunktionsstörung

(Child-Pugh Class A)

(n=9)

Mittelschwere

Leberfunktionsstörung

(Child-Pugh Class B)

(n=8)

Schwere

Leberfunktionsstörung

(Child-Pugh Class C)

(n=8)

Buprenorphin

Cmax

1,2fache Erhöhung

1,1fache Erhöhung

1,7fache Erhöhung

last

Vergleichbar zur

gesunden

Kontrollgruppe

1,6fache Erhöhung

2,8fache Erhöhung

Naloxon

Cmax

Vergleichbar zur

gesunden

Kontrollgruppe

2,7fache Erhöhung

11,3fache Erhöhung

last

0,2fache Erhöhung

3,2fache Erhöhung

14,0fache Erhöhung

Insgesamt wurde bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung ein Buprenorphin-Anstieg im

Blutplasma um das Dreifache verzeichnet, während bei dieser Patientengruppe Naloxon im

Blutplasma 14fach erhöht war.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Die Kombination von Buprenorphin und Naloxon ist in tierexperimentellen Studien auf akute

Toxizität und auf Toxizität bei wiederholter Dosisgabe (bis zu 90 Tage bei Ratten) untersucht worden.

Eine synergistische Erhöhung der Toxizität ist nicht beobachtet worden. Nebenwirkungen basierten

auf der bekannten pharmakologischen Aktivität von Opioidagonisten und/oder -antagonisten.

Die Kombination (4:1) von Buprenorphinhydrochlorid und Naloxonhydrochlorid erwies sich in einem

bakteriellen Mutationsassay (Ames-Test) als nicht mutagen und in einem

zytogenetischen In-vitro

Assay mit Humanlymphozyten bzw. in einem intravenösen Mikronucleus-Test bei der Ratte als nicht

klastogen.

Reproduktionsstudien mit oraler Gabe von Buprenorphin und Naloxon im Verhältnis von 1:1 deuteten

darauf hin, dass bei Ratten unter allen Dosen bei maternaler Toxizität Embryoletalität auftrat. Die

geringste untersuchte Dosis repräsentierte die Exposition des 1-Fachen für Buprenorphin und des 5-

Fachen für Naloxon der auf einer mg/m²-Basis berechneten maximalen therapeutischen Dosis für den

Menschen. Bei Kaninchen wurde keine Entwicklungstoxizität bei maternal toxischen Dosen

beobachtet. Ferner ist weder bei Ratten noch bei Kaninchen Teratogenität beobachtet worden. Eine

peri-postnatale Studie mit Buprenorphin/Naloxon wurde nicht durchgeführt. Die orale Verabreichung

von hohen Buprenorphin-Dosen an das Muttertier während der Gestation und Laktation führte jedoch

zu Geburtsschwierigkeiten (möglicherweise infolge der sedierenden Wirkung von Buprenorphin),

hoher neonataler Mortalität und einer leichten Verzögerung bei der Ausbildung bestimmter

neurologischer Funktionen (Aufrichtungs- und Schreckreflex) bei neugeborenen Ratten.

Die Verabreichung von Buprenorphin im Futter in Dosierungen von 500 ppm und darüber führte bei

Ratten zu einer Verringerung der Fertilität, die sich in niedrigeren Konzeptionsraten bei den Weibchen

äußerte. Eine Dosis von 100 ppm im Futter (die geschätzte Exposition betrug für Buprenorphin etwa

das 2,4-Fache der Humandosis von 24 mg Buprenorphin/Naloxon, basierend auf der AUC; die

Naloxon-Plasmaspiegel lagen unter der Nachweisgrenze für Ratten) beeinträchtigte die Fertilität der

Weibchen nicht.

Eine Kanzerogenitätsstudie mit Buprenorphin/Naloxon wurde bei Ratten in Dosierungen von

7, 30 und 120 mg/kg/Tag durchgeführt. Die geschätzte Exposition betrug hier das 3- bis 75-Fache

einer sublingualen Tagesdosis von 16 mg beim Menschen (berechnet auf mg/m²-Basis). In allen

Dosierungsgruppen wurde ein statistisch signifikanter Anstieg der Inzidenz benigner interstitieller

Hodenadenome (Leydigzell-Tumor) festgestellt.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Lactose-Monohydrat

Mannitol (Ph.Eur.)

Maisstärke

Povidon K29,7

Citronensäure

Natriumcitrat (Ph.Eur.)

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Acesulfam-Kalium

Zitronen-Aroma, Pulver

Limetten-Aroma, Pulver

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30 °C lagern.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

OPA/Al/PVC//Al Blisterpackungen.

Packungsgrößen:

7, 28, 49 oder 56 Sublingualtabletten

Blisterpackungen zur Abgabe von Einzeldosen mit 7x1, 28x1, 49x1 oder 56x1 Sublingualtabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

G.L. Pharma GmbH

Schlossplatz 1

8502 Lannach

Österreich

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

99066.00.00

99067.00.00

99068.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG

20.07.2018

10.

STAND DER INFORMATION

April 2021

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig, Betäubungsmittel

Lesen Sie das vollständige Dokument

Zusammenfassung des öffentlichen

Bewertungsberichts

Bupensanduo 8 mg/2 mg Sublingualtabletten

Buprenorphinhydrochlorid

Naloxonhydrochlorid-Dihydrat

Zulassungsinhaber: G.L. Pharma GmbH

HAUSANSCHRIFT

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

53175 Bonn

+49 (0)228 99 307-0

+49 (0)228 99 307-5207

E-MAIL

poststelle@bfarm.de

INTERNET

www.bfarm.de

Seite 2 von 3

Dieses Dokument enthält die Zusammenfassung des öffentlichen Bewertungsberichtes. Sie

erklärt, wie das BfArM den zugrundeliegenden Zulassungsantrag bewertet hat und zu seiner

Empfehlung für die Anwendung des Arzneimittels gekommen ist.

Für praktische Hinweise zur Anwendung des Arzneimittels lesen Sie bitte die Packungsbeilage

oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist Bupensanduo 8 mg/2 mg Sublingualtabletten und wofür wird es eingesetzt?

Die Wirkstoffzusammensetzung von Bupensanduo 8 mg/2 mg Sublingualtabletten ist:

Buprenorphinhydrochlorid

8.64

Naloxonhydrochlorid-Dihydrat

2.44

Bei Bupensanduo 8 mg/2 mg Sublingualtabletten handelt es sich um ein so genanntes

Generikum. Bupensanduo 8 mg/2 mg Sublingualtabletten ist gleichwertig mit einem

Arzneimittel, das in der Europäischen Union (EU) bereits seit mindestens 10 Jahren zugelassen ist

und dadurch als Bezugs- oder Referenzarzneimittel dienen kann.

Das Arzneimittel ist in folgenden Anwendungsgebieten zugelassen:

Substitutionstherapie bei Opioidabhängigkeit im Rahmen medizinischer, sozialer und

psychotherapeutischer Maßnahmen. Mit dem Naloxon-Bestandteil soll ein intravenöser

Missbrauch verhindert werden. Die Substitutionstherapie ist zur Behandlung von Erwachsenen

und Jugendlichen über 15 Jahren bestimmt, die einer Suchtbehandlung zugestimmt haben.

(Stand: 20.07.2018)

Wie ist das Arzneimittel anzuwenden?

Bitte lesen Sie Abschnitt 3 der Packungsbeilage „Wie ist Bupensanduo 8 mg/2 mg

Sublingualtabletten einzunehmen/anzuwenden?“

Was sind die Nutzen und Risiken von Bupensanduo 8 mg/2 mg Sublingualtabletten?

Das Arzneimittel ist therapeutisch gleichwertig zum Referenzarzneimittel. Nutzen und Risiken

entsprechen daher denen des Referenzarzneimittels.

Der pharmazeutische Unternehmer hat zudem einen Risikomanagementplan entwickelt, um

sicherzustellen, dass das Arzneimittel so sicher wie möglich angewendet wird. Im

Risikomanagementplan sind bekannte sowie zum Zeitpunkt der Zulassung des Arzneimittels

vermutete potenzielle Risikoaspekte beschrieben und Strategien festgelegt, wie diesen

risikomindernd begegnet werden kann. Dabei handelt es sich z.B. um Informationen, die bereits

in der Packungsbeilage und in der Fachinformation aufgeführt sind, auf die jedoch im

Seite 3 von 3

Risikomanagementplan noch einmal gesondert und vertieft eingegangen wird. Der

Risikomanagementplan wird regelmäßig entsprechend dem neuesten Erkenntnisstand der

Wissenschaft aktualisiert.

Für weitere Informationen lesen Sie bitte auch Abschnitt 2 der Packungsbeilage „Was müssen Sie

vor der Anwendung von Bupensanduo 8 mg/2 mg Sublingualtabletten beachten?“ in Verbindung

mit Abschnitt 4 der Packungsbeilage „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“

Warum wurde das Arzneimittel zugelassen?

Das BfArM ist bei der Bewertung dieses Arzneimittels zu dem Schluss gekommen, dass der

Nutzen mögliche Anwendungsrisiken, z.B. das Auftreten von Nebenwirkungen, übersteigt.

Der öffentliche Bewertungsbericht kann auf der folgenden Internet-Seite abgerufen werden:

http://mri.medagencies.org/Human/ bzw. http://www.dimdi.de/static/de/db/dbinfo/aj29.htm.

Änderungen, die seit Erstellung des öffentlichen Bewertungsberichts vorgenommen wurden,

sind den publizierten und aktualisierten Produktinformationstexten zu entnehmen.

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