Bronchoforton Lutschpastillen

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Efeublätter, TE mit Ethanol/Ethanol-Wasser (%-Angaben)
Verfügbar ab:
Winthrop Arzneimittel GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Ivy leaves, TE with ethanol / ethanol-water (% data)
Darreichungsform:
Lutschpastille
Zusammensetzung:
Efeublätter, TE mit Ethanol/Ethanol-Wasser (%-Angaben) 26.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
49619.00.00

ENR: 2149619

Bronchoforton Lutschpastillen

Zul.-Nr.: 49619.00.00

Winthrop Arzneimittel GmbH

Gebrauchsinformation (palde)

(Überprüfung, Anpassung an Monographie)

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Bronchoforton

®

Lutschpastillen

26 mg

Zur Anwendung bei Heranwachsenden ab 12 Jahren und Erwachsenen

1 Lutschpastille enthält:

26 mg Trockenextrakt aus Efeublättern (4

8 : 1),

Auszugsmittel: Ethanol 30 % (m/m).

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, denn sie enthält wichtige

Informationen für Sie.

Dieses Arzneimittel ist ohne ärztliche Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen

Behandlungserfolg zu erzielen, müssen Bronchoforton

®

Lutschpastillen jedoch

vorschriftsmäßig angewendet werden.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.

Wenn sich Ihr Krankheitsbild verschlimmert oder nach einigen Tagen keine Besserung eintritt,

müssen Sie einen Arzt aufsuchen.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1. Was sind Bronchoforton

®

Lutschpastillen, und wofür werden sie angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Bronchoforton

®

Lutschpastillen beachten?

3. Wie sind Bronchoforton

®

Lutschpastillen einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie sind Bronchoforton

®

Lutschpastillen aufzubewahren?

6. Weitere Informationen

1. Was sind Bronchoforton

®

Lutschpastillen, und wofür werden sie angewendet?

Bronchoforton

®

Lutschpastillen sind ein pflanzliches Arzneimittel bei Erkältungskrankheiten der

Atemwege.

Bronchoforton

®

Lutschpastillen werden angewendet

zur Besserung der Beschwerden bei chronisch-entzündlichen Bronchialerkrankungen,

bei Erkältungskrankheiten der Atemwege.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Bronchoforton

®

Lutschpastillen beachten?

Bronchoforton

®

Lutschpastillen dürfen nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen den arzneilich wirksamen Bestandteil, Araliengewächse oder einen

der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Dieses Arzneimittel darf bei Kindern unter 2 Jahren nicht angewendet werden, da ein erhöhtes Risiko

der Verschlimmerung einer Atemwegserkrankung besteht.

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ENR: 2149619

Bronchoforton Lutschpastillen

Zul.-Nr.: 49619.00.00

Winthrop Arzneimittel GmbH

Gebrauchsinformation (palde)

(Überprüfung, Anpassung an Monographie)

Dieses Arzneimittel darf während der Schwangerschaft wegen des Gehalts von α-Hederin, und weil

keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen, nicht angewendet werden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Bronchoforton

®

ist erforderlich

Bei länger anhaltenden Beschwerden oder beim Auftreten von Atemnot, Fieber wie auch bei eitrigem

oder blutigem Auswurf sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Hustenmitteln, z. B. Codein oder Dextromethorphan, wird ohne

ärztlichen Rat nicht empfohlen.

Patienten mit Magenschleimhautentzündung oder Magengeschwüren sollten das Arzneimittel nur mit

besonderer Vorsicht anwenden.

Bei Kindern

Zur Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern liegen keine ausreichenden Erfahrungen zur

Wirksamkeit der altersentsprechenden Dosierung sowie zur Verträglichkeit vor. Dieses Arzneimittel

sollte deshalb bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden.

Bei Anwendung von Bronchoforton

®

Lutschpastillen mit anderen Arzneimitteln

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln wurden nicht untersucht. Bisher sind keine

Wechselwirkungen bekannt geworden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden

bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht

verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei Einnahme von Bronchoforton

®

Lutschpastillen zusammen mit Nahrungsmitteln und

Getränken

Es sind keine Besonderheiten zu beachten.

Schwangerschaft und Stillzeit

Dieses Arzneimittel darf in der Schwangerschaft nicht (siehe auch unter „Bronchoforton

®

Lutschpastillen dürfen nicht eingenommen werden“) und sollte während der Stillzeit nicht angewendet

werden, da keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Untersuchungen zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit

zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

Dieses Arzneimittel enthält Maltitol.

Bitte nehmen Sie Bronchoforton

®

Lutschpastillen erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn

Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3. Wie sind Bronchoforton

®

Lutschpastillen einzunehmen?

Wenden Sie Bronchoforton

®

Lutschpastillen immer genau nach der Anweisung in dieser

Packungsbeilage an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz

sicher sind.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen durch Lutschen.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Für Erwachsene und Heranwachsende über 12 Jahre:

2-mal täglich 1 Lutschpastille (entsprechend 312 mg Droge pro Tag).

Lutschpastillen nicht im Liegen einnehmen.

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ENR: 2149619

Bronchoforton Lutschpastillen

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Gebrauchsinformation (palde)

(Überprüfung, Anpassung an Monographie)

Nehmen Sie die Lutschpastille bitte durch Lutschen nach den Mahlzeiten ein.

Wie lange sollten Sie Bronchoforton

®

Lutschpastillen einnehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel ohne ärztlichen Rat nicht länger als eine Woche ein.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung

von Bronchoforton

®

Lutschpastillen zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Bronchoforton

®

Lutschpastillen eingenommen haben, als Sie

sollten

Von Bronchoforton Lutschpastillen soll pro Tag nicht mehr eingenommen werden, als in der

Dosierungsanleitung angegeben ist oder vom Arzt verordnet wurde. Wenn Sie versehentlich einmal

eine oder zwei Lutschtabletten mehr als vorgesehen genommen haben, so hat dies in der Regel keine

nachteiligen Folgen. Die Anwendung von deutlich darüber hinausgehenden Mengen könnte jedoch

Übelkeit, Erbrechen. Durchfall und Unruhe hervorrufen. In diesem Fall sollten Sie sich mit Ihrem Arzt

in Verbindung setzen.

Wenn Sie zu wenig Bronchoforton

®

Lutschpastillen eingenommen haben oder eine Einnahme

von Bronchoforton

®

Lutschpastillen vergessen haben

Nehmen Sie beim nächsten Mal nicht die doppelte Dosis ein, sondern setzen Sie die Einnahme, wie

vom Arzt verordnet oder in dieser Packungsbeilage beschrieben, fort.

Wenn Sie die Einnahme von Bronchoforton Lutschpastillen abbrechen

Die Anwendung kann jederzeit beendet werden, da das Absetzen in der Regel unbedenklich ist.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel können Bronchoforton

®

Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Die Aufzählung umfasst alle bekannt gewordenen Nebenwirkungen unter der Behandlung mit

Efeublätter-Trockenextrakt, auch solche unter höherer Dosierung oder Langzeittherapie.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn

Sie betroffen sind

Gelegentlich können nach Einnahme von efeuhaltigen Arzneimitteln allergische Reaktionen (Atemnot,

Schwellungen, Hautrötungen, Gefäßerweiterungen im Gesicht, Hautausschläge, Nesselsucht)

auftreten. Insbesondere bei empfindlichen Personen können häufig Magen-Darm-Beschwerden

(Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) auftreten.

Bronchoforton

®

Lutschpastillen können zu Rötungen und Beeinträchtigungen der Mundschleimhaut

führen. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.

Bei Auftreten von Nebenwirkungen sollte das Präparat abgesetzt und ein Arzt aufgesucht werden.

Dieser kann über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Maßnahmen

entscheiden.

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Bronchoforton Lutschpastillen

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Gebrauchsinformation (palde)

(Überprüfung, Anpassung an Monographie)

Bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion dürfen Bronchoforton

®

Lutschpastillen

nicht nochmals eingenommen werden.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie

erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind.

5. Wie sind Bronchoforton

®

Lutschpastillen aufzubewahren?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nicht über 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton bzw. Behältnis nach „Verwendbar bis“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

6. Weitere Informationen

Was Bronchoforton

®

Lutschpastillen enthalten

Der Wirkstoff ist Efeublätter-Trockenextrakt.

1 Lutschpastille enthält:

26 mg Trockenextrakt aus Efeublättern (4–8 : 1),

Auszugsmittel: Ethanol 30 % (m/m).

Die sonstigen Bestandteile sind: Maltitol-Sirup, arabisches Gummi, Citronensäure, Acesulfam-Kalium,

dünnflüssiges Paraffin, gebleichtes Wachs, Anthocyane (E 163), Schwarze-Johannisbeere-Aroma,

gereinigtes Wasser.

Wie Bronchoforton

®

Lutschpastillen aussehen und Inhalt der Packung

Bronchoforton Lutschpastillen sind in Packungen mit 20, 50 und 100 Lutschpastillen erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Winthrop Arzneimittel GmbH

65927 Frankfurt am Main

Telefon: (01 80) 2 02 00 10*

Telefax: (01 80) 2 02 00 11*

Alternativer Hersteller

Bolder Arzneimittel GmbH & Co. KG

Rheinische Allee 11

D-50968 Köln

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2012.

Apothekenpflichtig.

*0,06 €/Anruf (dt. Festnetz), max. 0,42 €/min (Mobilfunk).

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Bronchoforton Lutschpastillen

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Fachinformation (spcde)

(Überprüfung, Anpassung an Monographie)

Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Bronchoforton

®

Lutschpastillen

26 mg

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Wirkstoff: Efeublätter-Trockenextrakt

1 Lutschpastille enthält 26 mg Trockenextrakt aus Efeublättern (4–8 : 1),

Auszugsmittel: Ethanol 30 % (m/m).

Sonstige Bestandteile:

Siehe 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Lutschpastille.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Zur Besserung der Beschwerden bei chronisch-entzündlichen

Bronchialerkrankungen,

bei Erkältungskrankheiten der Atemwege.

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Für Erwachsene und Heranwachsende über 12 Jahre:

2-mal täglich 1 Lutschpastille (entsprechend 312 mg Droge pro Tag).

Zum Einnehmen durch Lutschen.

In der Gebrauchsinformation wird der Patient auf Folgendes hingewiesen:

Nehmen Sie dieses Arzneimittel ohne ärztlichen Rat nicht länger als eine Woche ein.

Siehe auch die Angaben unter „Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweise“.

Das Arzneimittel sollte aufgrund unzureichender Langzeituntersuchungen insgesamt

nicht länger als 4 Wochen eingenommen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Dieses Arzneimittel ist nicht anzuwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen

Efeublätter, Araliengewächse oder einen der sonstigen Bestandteile des

Arzneimittels.

Dieses Arzneimittel darf bei Kindern unter 2 Jahren nicht angewendet werden, da ein

erhöhtes Risiko der Verschlimmerung einer Atemwegserkrankung besteht.

Dieses Arzneimittel ist wegen des Gehalts an Maltitol ungeeignet für Patienten mit der

selten vorkommenden ererbten Fructose-Unverträglichkeit (hereditäre

Fructoseintoleranz).

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Bronchoforton Lutschpastillen

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(Überprüfung, Anpassung an Monographie)

Dieses Arzneimittel darf während der Schwangerschaft wegen der Anwesenheit von

α-Hederin und weil keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen nicht angewendet

werden. Untersuchungen zum Übergang von Efeu-Trockenextrakten in die Plazenta

liegen nicht vor. Tierexperimentelle Studien mit α-Hederin (s. c.), einem Bestandteil

von Efeublättern, haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt. Das potenzielle Risiko

für den Menschen ist nicht bekannt.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

In der Gebrauchsinformation erhält der Patient folgenden Warnhinweis:

Bei länger anhaltenden Beschwerden oder beim Auftreten von Atemnot, Fieber wie

auch bei eitrigem oder blutigem Auswurf sollte umgehend ein Arzt aufgesucht

werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Hustenmitteln, z. B. Codein oder

Dextromethorphan, wird ohne ärztlichen Rat nicht empfohlen.

Bei Patienten mit Gastritis oder Magengeschwüren sollte das Arzneimittel nur mit

besonderer Vorsicht angewendet werden.

Zur Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern liegen keine ausreichenden

Untersuchungen vor. Es sollte deshalb bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet

werden.

Untersuchungen zum Übergang des Wirkstoffes in die Muttermilch liegen nicht vor.

Das Arzneimittel sollte deshalb nicht bei Stillenden angewendet werden.

Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz sollten Bronchoforton

®

Lutschpastillen nicht einnehmen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder anderen Mitteln, soweit sie

die Wirkung dieses Arzneimittels beeinflussen können

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln wurden nicht untersucht. Bisher sind keine

Wechselwirkungen bekannt geworden.

In der Gebrauchsinformation wird der Patient darauf hingewiesen, dass bei Einnahme

weiterer Medikamente der Arzt oder Apotheker informiert werden sollte.

4.6

Verwendung bei Schwangerschaft und Stillzeit

Dieses Arzneimittel darf während der Schwangerschaft wegen der Anwesenheit von

α-Hederin und weil keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen nicht angewendet

werden. Untersuchungen zum Übergang von Efeu-Trockenextrakten in die Plazenta

liegen nicht vor. Tierexperimentelle Studien mit α-Hederin (s. c.), einem Bestandteil

von Efeublättern, haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt. Das potenzielle Risiko

für den Menschen ist nicht bekannt.

Untersuchungen zum Übergang des Wirkstoffes in die Muttermilch liegen nicht vor.

Das Arzneimittel sollte deshalb nicht bei Stillenden angewendet werden.

4.7

Auswirkungen auf die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen und zum Führen

von Kraftfahrzeugen

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Bronchoforton Lutschpastillen

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(Überprüfung, Anpassung an Monographie)

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

4.8

Nebenwirkungen

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien

zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

≥ 1/10

Häufig:

≥ 1/100 bis < 1/10

Gelegentlich:

≥ 1/1.000 bis < 1/100

Selten:

≥ 1/10.000 bis < 1/1.000

Sehr selten:

< 1/10.000

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar

Gelegentlich werden nach Einnahme von efeuhaltigen Arzneimitteln allergische

Reaktionen wie Dyspnoe, Quincke-Ödem, Hautrötung, Couperose, Exantheme und

Urtikaria beobachtet.

Insbesondere bei empfindlichen Personen können häufig Magen-Darm-Beschwerden

(Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) auftreten.

Die Einnahme von Bronchoforton

®

Lutschpastillen kann zu Rötungen und

Beeinträchtigungen der Mundschleimhaut führen. Die Häufigkeit ist nicht bekannt.

In der Gebrauchsinformation wird der Patient darauf hingewiesen, dass er einen Arzt

oder Apotheker informieren soll, wenn eine der genannten Nebenwirkungen auftritt

und ihn erheblich beeinträchtigt oder Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der

Packungsbeilage aufgeführt sind.

4.9

Überdosierung: Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel

Intoxikationen können Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö und Agitation hervorrufen.

Bisher liegen überwiegend Berichte über Kinder vor, die frische Efeublätter zu sich

genommen hatten. Aus publizierten Daten eines Vergiftungszentrums geht hervor,

dass die Einnahme von 1–5, seltener bis zu 10 frischen Efeublättern sowie -früchten

bei einem Kollektiv von 301 Kindern in 10 % der Fälle zu Erbrechen und Durchfall

führte.

Bei Kleinkindern werden ab der Einnahme von 2 frischen Efeublättern die primäre

Giftentfernung und Kohlegabe empfohlen.

Rückschlüsse auf die entsprechende Dosis einer Zubereitung aus getrockneten

Efeublättern wie Bronchoforton

®

Lutschpastillen können daraus nicht gezogen

werden.

Aus einem Fallbericht geht hervor, dass bei 36-facher Überdosierung eines

vergleichbaren Efeupräparates bei einem 4 Jahre alten Mädchen erhöhte

Aggressivität und Diarrhö auftraten.

Spezifische Gegenmittel bei Intoxikationen sind nicht bekannt. Die Behandlung sollte

in Abhängigkeit vom klinischen Bild erfolgen.

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Bronchoforton Lutschpastillen

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(Überprüfung, Anpassung an Monographie)

Möglicherweise können bei Einnahme zu großer Mengen die unter „Nebenwirkungen“

beschriebenen Beschwerden verstärkt auftreten.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:

Pflanzliches Arzneimittel bei Erkältungskrankheiten der Atemwege,

ATC-Code: R05CP02.

Eine expektorierende Wirkung soll durch Reize auf die Schleimhäute des Magens

zustande kommen, indem reflektorisch über sensorische Fasern des

Parasympathikus die Schleimdrüsen in der Bronchialschleimhaut stimuliert werden.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Es liegen keine Untersuchungsergebnisse vor.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Aus Efeublättern extrahiertes α-Hederin, β-Hederin und δ-Hederin zeigten im Ames-

Test (durchgeführt an Salmonella typhimurium TA 98-Stämmen mit oder ohne S9-

Aktivierung) kein mutagenes Potenzial.

Es sind keine Angaben zu Genotoxizität, Kanzerogenität und Reproduktionstoxizität

verfügbar.

Bei Prüfung eines wässrig alkoholischen Efeublätterextraktes an Wistar-Ratten über

24 bis 72 h wurde bei peroraler Aufnahme von bis zu 4,1 g/kg KG als einziges

Symptom Diarrhö beobachtet (Lanza, Steinmetz, Pellegrin, Mourgue 1980).

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Maltitol-Sirup, arabisches Gummi, Citronensäure, Acesulfam-Kalium, dünnflüssiges

Paraffin, gebleichtes Wachs, Anthocyane (E 163), Schwarze-Johannisbeere-Aroma,

gereinigtes Wasser.

Das Arzneimittel enthält 0,518 mg Maltitol, entsprechend ca. 0,04 Broteinheiten.

Der Kalorienwert beträgt 2,3 kcal/g Maltitol.

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

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(Überprüfung, Anpassung an Monographie)

Nicht über 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Originalpackungen mit 20 Lutschpastillen.

Originalpackungen mit 50 Lutschpastillen.

Originalpackungen mit 100 Lutschpastillen.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Winthrop Arzneimittel GmbH

65927 Frankfurt am Main

Telefon: (01 80) 2 02 00 10*

Telefax: (01 80) 2 02 00 11*

8.

ZULASSUNGSNUMMER

49619.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG

27. Juni 2008

10.

STAND DER INFORMATION

September 2012

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Apothekenpflichtig.

*0,06 €/Anruf (dt. Festnetz); max. 0,42 €/min (Mobilfunk).

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