Bortezomib Abanta 3,5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

22-04-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

22-04-2021

Wirkstoff:
Bortezomibmannitol
Verfügbar ab:
Abanta Pharma GmbH (8166958)
Darreichungsform:
Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung
Zusammensetzung:
Bortezomibmannitol (43231) Information nicht vorhanden
Verabreichungsweg:
subkutane Anwendung; intravenöse Anwendung
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
2202831.00.00
Berechtigungsdatum:
2020-04-23

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Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Bortezomib Abanta 3,5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Bortezomib

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Bortezomib Abanta und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Bortezomib Abanta beachten?

Wie ist Bortezomib Abanta anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Bortezomib Abanta aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Bortezomib Abanta und wofür wird es angewendet?

Bortezomib Abanta enthält den Wirkstoff Bortezomib, einen so genannten „Proteasom- Inhibitor“.

Proteasomen spielen eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Zellfunktion und des

Zellwachstums. Indem Bortezomib ihre Funktion hemmt, kann es Krebszellen abtöten

Bortezomib Abanta wird für die Behandlung des multiplen Myeloms (Krebsform des

Knochenmarks) bei Patienten über 18 Jahre angewendet:

als einziges Arzneimittel oder zusammen mit den Arzneimitteln pegyliertes, liposomales

Doxorubicin oder Dexamethason bei Patienten, deren Erkrankung sich weiter verschlechtert hat

(fortschreitet), nachdem sie bereits mindestens eine Behandlung erhalten haben, und bei denen

eine Blutstammzelltransplantation nicht erfolgreich war oder nicht durchgeführt werden kann.

in Kombination mit den Arzneimitteln Melphalan und Prednison bei Patienten, deren Erkrankung

nicht vorbehandelt ist und die nicht für eine Hochdosis-Chemotherapie mit

Blutstammzelltransplantation geeignet sind.

in Kombination mit den Arzneimitteln Dexamethason oder Dexamethason zusammen mit

Thalidomid bei Patienten, deren Erkrankung nicht vorbehandelt ist und bevor sie eine Hochdosis-

Chemotherapie mit Blutstammzelltransplantation erhalten (Induktionsbehandlung).

Bortezomib Abanta wird für die Behandlung des Mantelzell-Lymphoms (Krebsform der

Lymphknoten) in Kombination mit den Arzneimitteln Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin

und Prednison bei Patienten ab 18 Jahren angewendet, deren Erkrankung nicht vorbehandelt ist und

die nicht für eine Blutstammzelltransplantation geeignet sind.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Bortezomib Abanta beachten?

Bortezomib Abanta

darf nicht angewendet werden:

wenn Sie allergisch gegen Bortezomib, Bor oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie bestimmte schwere Lungen- oder Herzprobleme haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft:

verminderte Anzahl von roten oder weißen Blutkörperchen

Blutungsneigung und/oder verminderte Anzahl an Blutplättchen

Durchfall, Verstopfung, Übelkeit oder Erbrechen

Ohnmachtsanfälle, Schwindel oder Benommenheit in der Vergangenheit

Nierenprobleme

mäßige bis schwere Leberprobleme

Taubheitsgefühl, Prickeln oder Schmerzen in den Händen oder Füßen (Neuropathie) in der

Vergangenheit

Herz- oder Blutdruckprobleme

Kurzatmigkeit oder Husten

Krampfanfälle

Gürtelrose (örtlich begrenzt einschließlich um die Augen herum oder über den Körper verteilt)

Symptome eines Tumor-Lyse-Syndroms, wie zum Beispiel Muskelkrämpfe, Muskelschwäche,

Verwirrtheit, Sehverlust oder Sehstörungen und Kurzatmigkeit

Gedächtnisverlust, Probleme beim Denken, Schwierigkeiten beim Gehen oder Verlust des

Sehvermögens. Dies können Anzeichen einer ernstzunehmenden Infektion des Gehirns sein und

Ihr Arzt kann weitere Untersuchungen und Nachkontrollen empfehlen.

Vor und während der Behandlung mit Bortezomib Abanta müssen Ihnen regelmäßig Blutproben

entnommen werden, um die Anzahl Ihrer Blutkörperchen regelmäßig zu überprüfen.

Wenn Sie ein Mantelzell-Lymphom haben und zusammen mit Bortezomib Abanta das Arzneimittel

Rituximab erhalten, sollten Sie Ihren Arzt informieren:

wenn Sie glauben, dass Sie gerade eine Hepatitis-Infektion haben oder in der Vergangenheit eine

hatten. In einigen Fällen könnte es bei Patienten, die eine Hepatitis- B-Infektion hatten, zu einem

erneuten Auftreten der Hepatitis kommen, die tödlich verlaufen kann. Wenn Sie in der

Vergangenheit eine Hepatitis-B-Infektion hatten, werden Sie von Ihrem Arzt sorgfältig auf

Anzeichen einer aktiven Hepatitis-B-Infektion untersucht.

Bevor die Behandlung mit Bortezomib Abanta beginnt, lesen Sie die Packungsbeilagen aller

Arzneimittel, die Sie in Kombination mit Bortezomib Abanta einnehmen, um Informationen zu

diesen Arzneimitteln zu erhalten. Wenn Thalidomid angewendet wird, muss besonders darauf

geachtet werden, einen Schwangerschaftstest und erforderliche Verhütungsmaßnahmen

durchzuführen (siehe Abschnitt „Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit“).

Kinder und Jugendliche

Bortezomib Abanta soll bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden, da die

Auswirkungen dieses Arzneimittels auf Kinder und Jugendliche nicht bekannt sind.

Anwendung von Bortezomib Abanta zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich

andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt insbesondere, wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die einen der

folgenden Wirkstoffe enthalten:

Ketoconazol, zur Behandlung von Pilzinfektionen

Ritonavir, zur Behandlung von HIV-Infektionen

Rifampicin, ein Antibiotikum zur Behandlung bakterieller Infektionen

Carbamazepin, Phenytoin oder Phenobarbital zur Behandlung von Epilepsie

Johanniskraut (Hypericum perforatum), gegen Depression oder andere Beschwerden

orale Antidiabetika

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Sie dürfen Bortezomib Abanta nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind, es sei denn, es ist

absolut erforderlich.

Sowohl Männer als auch Frauen müssen während der Behandlung mit Bortezomib Abanta und für

weitere 3 Monate nach Behandlungsende eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Sollte

es trotz dieser Maßnahmen zu einer Schwangerschaft kommen, informieren Sie unverzüglich Ihren

Arzt.

Sie dürfen während der Behandlung mit Bortezomib Abanta nicht stillen. Sprechen Sie mit Ihrem

Arzt, ab wann es unbedenklich ist, nach der Behandlung mit Bortezomib Abanta mit dem Stillen

wieder zu beginnen.

Thalidomid verursacht Geburtsfehler und Tod des ungeborenen Kindes. Wenn Sie Bortezomib

Abanta in Kombination mit Thalidomid erhalten, müssen Sie sich an das Thalidomid-

Schwangerschafts-Präventionsprogramm halten (siehe Packungsbeilage Thalidomid).

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Bortezomib Abanta kann Müdigkeit, Schwindel, Ohnmachtsanfälle oder verschwommenes Sehen

verursachen. Wenn derartige Nebenwirkungen bei Ihnen auftreten, dürfen Sie kein Fahrzeug führen

oder Werkzeuge oder Maschinen bedienen; auch wenn Sie diese Wirkungen nicht verspüren,

müssen Sie dennoch vorsichtig sein.

3.

Wie ist Bortezomib Abanta anzuwenden?

Ihr Arzt wird Ihre Bortezomib Abanta-Dosis nach Ihrer Größe und Ihrem Gewicht

(Körperoberfläche) berechnen. Die normale Anfangsdosis von Bortezomib Abanta beträgt 1,3

mg/m

Körperoberfläche zweimal wöchentlich.

Ihr Arzt kann die Dosis und die Gesamtzahl der Behandlungszyklen je nach Ansprechen auf die

Behandlung, dem Auftreten bestimmter Nebenwirkungen und Ihrem Gesundheitszustand ändern (z.

B. Leberprobleme).

Fortschreitendes multiples Myelom

Wenn Bortezomib Abanta allein angewendet wird, erhalten Sie 4 Dosen intravenös oder subkutan

an den Tagen 1, 4, 8 und 11, danach folgt eine 10-tägige Behandlungspause. Dieser Zeitraum von

21 Tagen (3 Wochen) entspricht einem Behandlungszyklus. Sie können bis zu 8 Zyklen erhalten

(24 Wochen).

Möglicherweise wird Ihnen Bortezomib Abanta zusammen mit den Arzneimitteln pegyliertes,

liposomales Doxorubicin oder Dexamethason gegeben.

Wenn Bortezomib Abanta zusammen mit pegyliertem, liposomalen Doxorubicin gegeben wird,

erhalten Sie Bortezomib Abanta intravenös oder subkutan in einem Behandlungszyklus von 21

Tagen und pegyliertes, liposomales Doxorubicin 30 mg/m

wird nach der Injektion von Bortezomib

Abanta durch intravenöse Infusion an Tag 4 des Bortezomib Abanta-Behandlungszyklus von 21

Tagen angewendet. Sie können bis zu 8 Zyklen erhalten (24 Wochen).

Wenn Bortezomib Abanta zusammen mit Dexamethason gegeben wird, erhalten Sie Bortezomib

Abanta intravenös oder subkutan in einem Behandlungszyklus von 21 Tagen und Dexamethason

20 mg nehmen Sie an den Tagen 1, 2, 4, 5, 8, 9, 11 und 12 des Bortezomib Abanta-

Behandlungszyklus von 21 Tagen ein. Sie können bis zu 8 Zyklen erhalten (24 Wochen).

Nicht vorbehandeltes multiples Myelom

Wenn es sich bei Ihrer Erkrankung um ein bisher nicht behandeltes multiples Myelom handelt und

Sie nicht geeignet sind für eine Blutstammzelltransplantation, erhalten Sie Bortezomib Abanta

zusammen mit zwei weiteren Arzneimitteln; Melphalan und Prednison.

In diesem Fall dauert ein Behandlungszyklus 42 Tage (6 Wochen). Sie werden 9 Zyklen erhalten

(54 Wochen).

In den Zyklen 1 bis 4 wird Bortezomib Abanta zweimal pro Woche angewendet an den

Tagen 1, 4, 8, 11, 22, 25, 29 und 32.

In den Zyklen 5 bis 9 wird Bortezomib Abanta einmal pro Woche angewendet an den Tagen

1, 8, 22 und 29. Melphalan (9 mg/m

) und Prednison (60 mg/m

) nehmen Sie an den Tagen

1, 2, 3 und 4 der jeweils ersten Woche eines jeden Behandlungszyklus ein.

Wenn es sich bei Ihrer Erkrankung um ein bisher nicht behandeltes multiples Myelom handelt und

Sie geeignet sind für eine Blutstammzelltransplantation, erhalten Sie Bortezomib Abanta

intravenös oder subkutan zusammen mit dem Arzneimittel Dexamethason oder mit den

Arzneimitteln Dexamethason und Thalidomid als Induktionsbehandlung.

Wenn Bortezomib Abanta zusammen mit Dexamethason gegeben wird, erhalten Sie Bortezomib

Abanta intravenös oder subkutan in einem Behandlungszyklus von 21 Tagen und Dexamethason

40 mg nehmen Sie an den Tagen 1, 2, 3, 4, 8, 9, 10 und 11 des Bortezomib Abanta-

Behandlungszyklus von 21 Tagen ein. Sie werden 4 Zyklen erhalten (12 Wochen).

Wenn Bortezomib Abanta zusammen mit Thalidomid und Dexamethason gegeben wird, dauert ein

Behandlungszyklus 28 Tage (4 Wochen).

Dexamethason 40 mg nehmen Sie an den Tagen 1, 2, 3, 4, 8, 9, 10 und 11 des Bortezomib Abanta-

Behandlungszyklus von 28 Tagen ein und Thalidomid nehmen Sie täglich in einer Dosis von 50

mg bis zum Tag 14 des ersten Zyklus ein. Bei Verträglichkeit wird die Dosis auf 100 mg an Tag 15

bis 28 erhöht und kann ab dem zweiten Zyklus weiter auf 200 mg täglich erhöht werden. Sie

können bis zu 6 Zyklen erhalten (24 Wochen).

Nicht vorbehandeltes Mantelzell-Lymphom

Wenn es sich bei Ihrer Erkrankung um ein bisher nicht behandeltes Mantelzell-Lymphom handelt,

erhalten Sie Bortezomib Abanta intravenös oder subkutan zusammen mit den Arzneimitteln

Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin und Prednison.

Bortezomib Abanta erhalten Sie intravenös oder subkutan an den Tagen 1, 4, 8 und 11, gefolgt von

einer Behandlungspause. Ein Behandlungszyklus dauert 21 Tage (3 Wochen). Sie können bis zu

8 Zyklen erhalten (24 Wochen).

Die folgenden Arzneimittel werden an Tag 1 eines jeden Bortezomib Abanta-Behandlungszyklus

von 21 Tagen als intravenöse Infusionen angewendet: Rituximab 375 mg/m

, Cyclophosphamid

750 mg/m

und Doxorubicin 50 mg/m

Prednison 100 mg/m

nehmen Sie an den Tagen 1, 2, 3, 4 und 5 des Bortezomib Abanta-

Behandlungszyklus ein.

Wie Bortezomib Abanta angewendet wird

Dieses Arzneimittel ist zur intravenösen oder subkutanen Anwendung bestimmt. Bortezomib

Abanta wird von medizinischem Fachpersonal mit Erfahrung in der Anwendung von zytotoxischen

Arzneimitteln gegeben.

Das Bortezomib Abanta Pulver muss sich vor der Anwendung vollständig aufgelöst haben. Dies

wird vom medizinischen Fachpersonal durchgeführt. Die gebrauchsfertige Lösung wird dann

entweder in eine Vene oder unter die Haut injiziert. Die Injektion in eine Vene erfolgt schnell, d. h.

innerhalb von 3 bis 5 Sekunden. Die Injektion unter die Haut erfolgt entweder in den Oberschenkel

oder in den Bauch.

Wenn zu viel Bortezomib Abanta angewendet wurde

Da Ihnen dieses Arzneimittel von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal gegeben wird,

ist es unwahrscheinlich, dass Sie zu viel erhalten. Im unwahrscheinlichen Fall einer Überdosierung

wird Ihr Arzt Sie auf Nebenwirkungen hin überwachen.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen. Einige dieser Nebenwirkungen können schwerwiegend sein.

Wenn Sie Bortezomib Abanta für die Behandlung eines multiplen Myeloms oder eines Mantelzell-

Lymphoms erhalten, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden

Symptome bemerken:

Muskelkrämpfe, Muskelschwäche

Verwirrtheit, Sehverlust oder Sehstörungen, Erblindung, Krämpfe, Kopfschmerzen

Kurzatmigkeit, Schwellung der Füße oder Veränderung Ihrer Herzschlagfrequenz, hoher

Blutdruck, Müdigkeit, Ohnmacht

Schwierigkeiten beim Husten und Atmen oder Engegefühl in der Brust.

Die Behandlung mit Bortezomib Abanta kann sehr häufig zu einer Verminderung der roten und

weißen Blutkörperchen und Blutplättchen führen. Daher müssen Ihnen vor und während der

Behandlung mit Bortezomib Abanta regelmäßig Blutproben entnommen werden, um die Anzahl

Ihrer Blutkörperchen regelmäßig zu überprüfen. Es kommt bei Ihnen eventuell zu einer

verminderten Anzahl:

der Blutplättchen, wodurch Sie möglicherweise anfälliger für Blutergüsse oder Blutungen ohne

offensichtliche Verletzungen (z. B. Blutungen aus Ihrem Darm, Magen, Mund und Zahnfleisch

oder Blutungen im Gehirn oder der Leber) sind

der roten Blutkörperchen, was zu einer Blutarmut mit Symptomen wie Müdigkeit und Blässe

führen kann

der weißen Blutkörperchen, wodurch Sie möglicherweise anfälliger für Infektionen oder

grippeähnliche Symptome sind.

Im Folgenden sind die Nebenwirkungen aufgeführt, die möglicherweise bei Ihnen auftreten

können, wenn Sie Bortezomib Abanta für die Behandlung eines multiplen Myeloms erhalten:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Überempfindlichkeit, Taubheitsgefühl, Prickeln oder Brennen der Haut oder Schmerzen in den

Händen oder Füßen aufgrund von Nervenschädigungen

Verminderung der Anzahl roter und/oder weißer Blutkörperchen (siehe oben)

Fieber

Übelkeit (Nausea) oder Erbrechen, Appetitverlust

Verstopfung mit oder ohne Blähungen (kann schwerwiegend sein)

Durchfall: Wenn Sie Durchfall bekommen sollten, ist es wichtig, dass Sie mehr Wasser als

gewöhnlich trinken. Möglicherweise verschreibt Ihnen Ihr Arzt ein zusätzliches Arzneimittel,

um den Durchfall zu behandeln

Müdigkeit (Fatigue), Schwächegefühl

Muskelschmerzen, Knochenschmerzen

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Niedriger Blutdruck, plötzlicher Abfall des Blutdrucks beim Aufstehen, was zu einer

Ohnmacht führen kann

Hoher Blutdruck

Verminderte Funktion Ihrer Nieren

Kopfschmerz

Generelles Krankheitsgefühl, Schmerzen, Schwindel, leichte Benommenheit, Schwächegefühl

oder Bewusstseinsverlust

Schüttelfrost

Infektionen, einschließlich Lungenentzündung, Infektionen der Atemwege, Bronchitis,

Pilzinfektionen, Husten mit Auswurf, Grippe-ähnliche Erkrankung

Gürtelrose (örtlich begrenzt einschließlich um die Augen herum oder über den Körper verteilt)

Schmerzen in der Brust oder Kurzatmigkeit unter Belastung

Verschiedene Arten von Hautausschlag

Juckreiz der Haut, Knötchen auf der Haut oder trockene Haut.

Gesichtsrötung oder feinste geplatzte Äderchen

Hautrötung

Austrocknung

Sodbrennen, Blähungen, Aufstoßen, Winde, Magenschmerzen, Darm- oder Magenblutungen

Veränderung der Leberfunktion

Entzündungen im Mund oder der Lippen, trockener Mund, Geschwüre im Mund oder

Halsschmerzen

Gewichtabnahme, Verlust des Geschmackssinnes

Muskelkrämpfe, Muskelspasmen, Muskelschwäche, Gliederschmerzen

Verschwommenes Sehen

Infektion der äußersten Schichten des Auges und der Innenseite der Augenlider

(Konjunktivitis)

Nasenbluten

Schwierigkeiten oder Probleme beim Schlafen, Schwitzen, Angstzustände,

Stimmungsschwankungen, depressive Stimmung, Unruhe oder Aufregung, Veränderungen

Ihres psychischen Zustandes, Orientierungsstörung

Anschwellungen des Körpers einschließlich um die Augen herum und anderer Körperstellen

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Herzversagen, Herzinfarkt, Schmerzen in der Brust, Beschwerden in der Brust, erhöhter oder

verminderter Herzschlag

Nierenversagen

Venenentzündung, Blutgerinnsel in Ihren Venen und Lungen

Störung der Blutgerinnung

Unzureichende Durchblutung

Entzündung des Herzbeutels oder Flüssigkeit um Ihr Herz

Infektionen einschließlich Harnwegsinfektionen, Grippe, Herpesvirus-Infektionen,

Ohreninfektion und Zellgewebsentzündung

Blutige Stühle oder Blutungen der Schleimhäute, z. B. im Mund, in der Scheide

Erkrankungen der Hirngefäße

Lähmungen, Krampfanfälle, Stürze, Bewegungsstörungen, ungewöhnliche, veränderte oder

verminderte Sinnesempfindung (Fühlen, Hören, Schmecken, Riechen),

Aufmerksamkeitsstörung, Zittern, Zuckungen

Arthritis, einschließlich Entzündung der Gelenke in den Fingern, Zehen und im Kiefer

Störungen, die Ihre Lungen beeinträchtigen und eine ausreichende Versorgung Ihres Körpers

mit Sauerstoff verhindern. Einige davon umfassen Schwierigkeiten zu atmen, Kurzatmigkeit,

Kurzatmigkeit in Ruhe, oberflächliche oder beschwerliche Atmung oder Aussetzen der

Atmung, Keuchen

Schluckauf, Sprachstörungen

Erhöhte oder geringere Urinproduktion (aufgrund von Nierenschädigung), Schmerzen beim

Wasserlassen oder Blut/Eiweiß im Urin, Wassereinlagerungen

Veränderte Bewusstseinslage, Verwirrtheit, Gedächtnisstörung oder Gedächtnisverlust

Überempfindlichkeit

Gehörverlust, Taubheit oder Klingeln in den Ohren, Ohrenbeschwerden

Hormonelle Störungen, die Auswirkungen auf die Salz- und Wasserrückgewinnung haben

können

Überaktivität der Schilddrüse

Nicht ausreichende Insulinproduktion oder vermindertes Ansprechen auf Insulin

Gereizte oder entzündete Augen, übermäßig feuchte Augen, schmerzende Augen, trockene

Augen, Augeninfektionen, Hagelkorn (Chalazion), rote und geschwollene Augenlider,

Ausfluss aus den Augen, gestörtes Sehen, Augenblutungen

Anschwellung Ihrer Lymphdrüsen

Gelenk- oder Muskelsteifigkeit, Schweregefühl, Schmerzen in der Leiste

Haarausfall und veränderte Haarstruktur

Allergische Reaktionen

Rötung oder Schmerzen an der Injektionsstelle

Schmerzen im Mund

Infektionen oder Entzündung im Mund, Geschwüre in Mund, Speiseröhre und Magen und

Darm, manchmal mit Schmerzen oder Blutungen verbunden, verlangsamte Darmtätigkeit

(einschließlich Verstopfung), Beschwerden in Bauch oder Speiseröhre, Schwierigkeiten beim

Schlucken, blutiges Erbrechen

Hautinfektionen

Bakterielle und virale Infektionen

Infektion der Zähne

Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Gallengangverstopfung

Schmerzen im Genitalbereich, Erektionsprobleme

Gewichtszunahme

Durst

Hepatitis

Beschwerden an der Injektionsstelle oder durch die Injektion ausgelöste Beschwerden

Hautreaktionen und Hauterkrankungen (die stark ausgeprägt und lebensbedrohlich sein

können), Hautgeschwüre

Blutergüsse, Stürze und Verletzungen

Entzündung oder Blutungen der Blutgefäße, die als kleine rote oder violette Punkte

(gewöhnlich an den Beinen) bis hin zu großen Bluterguss-artigen Flecken unter der Haut oder

dem Gewebe sichtbar sein können

Gutartige Zysten

Eine schwere reversible Erkrankung des Gehirns einschließlich Krampfanfällen,

Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Verwirrtheit, Erblindung oder anderen

Sehstörungen.

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Herzprobleme, einschließlich Herzinfarkt, Brustengegefühl (Angina)

Erröten

Verfärbung der Venen

Entzündung der Rückenmarksnerven

Schwerwiegende Nervenentzündung, die Lähmungen und Schwierigkeiten beim Atmen

hervorrufen kann (Guillain-Barré-Syndrom)

Ohrprobleme, Blutungen des Ohres

Unterfunktion Ihrer Schilddrüse

Budd-Chiari-Syndrom (klinische Symptome werden durch einen Verschluss der Lebervenen

verursacht)

Veränderungen der Darmfunktion oder ungewöhnliche Darmfunktion

Blutungen im Gehirn

Gelbe Verfärbung der Augen und der Haut (Gelbsucht)

Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion (anaphylaktischer Schock). Diese kann

umfassen: Schwierigkeiten beim Atmen, Brustschmerz, Brustenge, Schwindel,

Schwächegefühl, starken Juckreiz der Haut, tastbare Knoten auf der Haut, Schwellung des

Gesichtes, der Lippen, der Zunge und/oder der Kehle (was zu Schwierigkeiten beim Schlucken

führen kann) und Kollaps

Erkrankung der Brust

Scheidenrisse

Schwellungen im Genitalbereich

Fehlende Alkoholverträglichkeit

Auszehrung oder Verlust von Körpermasse

Verstärkter Appetit

Fistel

Flüssigkeitsansammlung im Gelenk

Zysten im Gelenkbereich (synoviale Zysten)

Frakturen

Abbau von Bestandteilen der Muskelfasern, die zu anderen Komplikationen führen

Anschwellung der Leber, Leberblutungen

Krebserkrankung der Niere

Der Schuppenflechte ähnelnde Hauterscheinungen

Krebserkrankung der Haut

Blasse Haut

Vermehrung der Blutplättchen oder Plasmazellen (eine Art der weißen Blutkörperchen) im

Blut

Blutgerinnsel in kleinen Blutgefäßen (thrombotische Mikroangiopathie)

Ungewöhnliche Reaktion auf Bluttransfusionen

Teilweiser oder totaler Verlust des Sehvermögens

Verminderter Geschlechtstrieb

Vermehrter Speichelfluss

Geschwollene Augen

Lichtempfindlichkeit

Schnelle Atmung

Rektaler Schmerz

Gallensteine

Leistenbruch

Verletzungen

Brüchige oder weiche Nägel

Ungewöhnliche Proteinablagerungen in Ihren lebenswichtigen Organen

Koma

Darmgeschwüre

Multiorganversagen

Im Folgenden sind die Nebenwirkungen aufgeführt, die möglicherweise bei Ihnen auftreten

können, wenn Sie Bortezomib Abanta zusammen mit anderen Arzneimitteln für die Behandlung

eines Mantelzell-Lymphoms erhalten:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Lungenentzündung

Appetitverlust

Überempfindlichkeit, Taubheitsgefühl, Prickeln oder Brennen der Haut oder Schmerzen in den

Händen oder Füßen aufgrund von Nervenschädigungen

Übelkeit und Erbrechen

Durchfall

Geschwüre im Mund

Verstopfung

Muskelschmerzen, Knochenschmerzen

Haarausfall und veränderte Haarstruktur

Müdigkeit (Fatigue), Schwächegefühl

Fieber

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gürtelrose (örtlich begrenzt einschließlich um die Augen herum oder über den Körper verteilt)

Herpesvirus-Infektionen

Bakterielle und virale Infektionen

Infektionen der Atemwege, Bronchitis, Husten mit Auswurf, Grippe-ähnliche Erkrankung

Pilzinfektionen

Überempfindlichkeit (allergische Reaktion)

Nicht ausreichende Insulinproduktion oder vermindertes Ansprechen auf Insulin

Wassereinlagerungen

Schwierigkeiten oder Probleme beim Schlafen

Bewusstseinsverlust

Veränderte Bewusstseinslage, Verwirrtheit

Schwindelgefühl

Erhöhter Herzschlag, hoher Blutdruck, Schwitzen

Sehstörung, verschwommenes Sehen

Herzversagen, Herzinfarkt, Schmerzen in der Brust, Beschwerden in der Brust, erhöhter oder

verminderter Herzschlag

Hoher oder niedriger Blutdruck

Plötzlicher Abfall des Blutdrucks beim Aufstehen, was zu einer Ohnmacht führen kann

Kurzatmigkeit unter Belastung

Husten

Schluckauf

Klingeln in den Ohren, Ohrenbeschwerden

Darm- oder Magenblutungen

Sodbrennen

Magenschmerzen, Blähungen

Schwierigkeiten beim Schlucken

Infektionen oder Entzündung im Magen und Darm

Magenschmerzen

Entzündungen im Mund oder der Lippen, Halsschmerzen

Veränderung der Leberfunktion

Juckreiz der Haut

Hautrötung

Hautausschlag

Muskelkrämpfe

Harnwegsinfektion

Gliederschmerzen

Anschwellungen des Körpers einschließlich um die Augen herum und anderer Körperstellen

Schüttelfrost

Rötung und Schmerzen an der Injektionsstelle

Generelles Krankheitsgefühl

Gewichtsabnahme

Gewichtszunahme

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Hepatitis

Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion (anaphylaktischer Schock). Diese kann

umfassen: Schwierigkeiten beim Atmen, Brustschmerz, Brustenge, Schwindel,

Schwächegefühl, starken Juckreiz der Haut, tastbare Knoten auf der Haut, Schwellung des

Gesichtes, der Lippen, der Zunge und/oder der Kehle (was zu Schwierigkeiten beim Schlucken

führen kann) und Kollaps

Bewegungsstörungen, Lähmungen, Zuckungen

Schwindel

Gehörverlust, Taubheit

Störungen, die Ihre Lungen beeinträchtigen und eine ausreichende Versorgung Ihres Körpers

mit Sauerstoff verhindern. Einige davon umfassen Schwierigkeiten zu atmen, Kurzatmigkeit,

Kurzatmigkeit in Ruhe, oberflächliche oder beschwerliche Atmung oder Aussetzen der

Atmung, Keuchen

Blutgerinnsel in Ihren Lungen

Gelbe Verfärbung der Augen und der Haut (Gelbsucht)

Hagelkorn (Chalazion), rote und geschwollene Augenlider

Seltene Nebenwirkungen: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Blutgerinnsel in kleinen Blutgefäßen (thrombotische Mikroangiopathie)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für

Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg- Kiesinger-Allee 3, D-

53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie

dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung

gestellt werden.

5.

Wie ist Bortezomib Abanta aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Durchstechflasche und dem Umkarton nach

„verw. bis“ bzw. „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Lagern Sie das Arzneimittel nicht über 30°C und bewahren Sie die Durchstechflasche im

Umkarton auf, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Bortezomib Abanta 3,5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Durchstechflasche enthält 3,5 mg Bortezomib (als Bortezomibmannitol).

Nach Rekonstitution mit 1,4 ml einer 9 mg/ml (0,9 %) Natriumchlorid-Injektionslösung enthält

1 ml der subkutanen Injektionslösung 2,5 mg Bortezomib.

Nach Rekonstitution mit 3,5 ml einer 9 mg/ml (0,9 %) Natriumchlorid-Injektionslösung enthält

1 ml der intravenösen Injektionslösung 1 mg Bortezomib.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung. Weiße bis nahezu weiße Masse oder Pulver.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Bortezomib als Monotherapie oder in Kombination mit pegyliertem, liposomalen Doxorubicin oder

Dexamethason ist indiziert für die Behandlung erwachsener Patienten mit progressivem, multiplem

Myelom, die mindestens 1 vorangehende Therapie durchlaufen haben und die sich bereits einer

hämatopoetischen Stammzelltransplantation unterzogen haben oder für diese nicht geeignet sind.

Bortezomib ist in Kombination mit Melphalan und Prednison für die Behandlung erwachsener

Patienten mit bisher unbehandeltem multiplen Myelom indiziert, die für eine Hochdosis-

Chemotherapie mit hämatopoetischer Stammzelltransplantation nicht geeignet sind.

Bortezomib ist in Kombination mit Dexamethason oder mit Dexamethason und Thalidomid für die

Induktionsbehandlung erwachsener Patienten mit bisher unbehandeltem multiplen Myelom

indiziert, die für eine Hochdosis-Chemotherapie mit hämatopoetischer Stammzelltransplantation

geeignet sind.

Bortezomib ist in Kombination mit Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin und Prednison für

die Behandlung erwachsener Patienten mit bisher unbehandeltem Mantelzell-Lymphom indiziert,

die für eine hämatopoetische Stammzelltransplantation nicht geeignet sind.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Die Behandlung mit Bortezomib darf nur unter Aufsicht eines Arztes, der Erfahrungen in der

Behandlung von Krebspatienten hat, initiiert werden. Jedoch kann Bortezomib von medizinischem

Fachpersonal angewendet werden, das Erfahrungen in der Anwendung von Chemotherapeutika hat.

Bortezomib muss von medizinischem Fachpersonal zubereitet werden (siehe Abschnitt 6.6).

Dosierung bei Behandlung des progressiven multiplen Myeloms (Patienten, die mindestens eine

vorangehende Therapie durchlaufen haben)

Monotherapie

Bortezomib 3,5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung wird durch intravenöse oder

subkutane Injektion in der empfohlenen Dosis von 1,3 mg/m

Körperoberfläche zweimal

wöchentlich über einen Zeitraum von zwei Wochen an den Tagen 1, 4, 8 und 11 in einem

Behandlungszyklus von 21 Tagen angewendet. Dieser Zeitraum von 3 Wochen wird als ein

Behandlungszyklus angesehen. Es wird empfohlen, Patienten 2 Zyklen lang mit Bortezomib zu

behandeln, nachdem ein vollständiges Ansprechen bestätigt wurde. Darüber hinaus wird

empfohlen, Patienten, die auf das Arzneimittel ansprechen, aber die keine vollständige

Krankheitsremission zeigen, insgesamt 8 Behandlungszyklen lang mit Bortezomib zu behandeln.

Zwischen den aufeinanderfolgenden Bortezomib-Dosen sollen mindestens 72 Stunden vergehen.

Dosisanpassungen während der Behandlung und nach erneutem Beginn einer Behandlung bei

Monotherapie

Die Bortezomib-Behandlung muss bei Auftreten jeglicher nicht-hämatologischer Toxizitäten des

Schweregrades 3 oder jeglicher hämatologischer Toxizitäten des Schweregrades 4 mit Ausnahme

einer Neuropathie (wie weiter unten besprochen) ausgesetzt werden (siehe auch Abschnitt 4.4).

Nach Abklingen der Toxizitätssymptome kann die Bortezomib-Behandlung mit einer um 25 %

reduzierten Dosis erneut aufgenommen werden (1,3 mg/m

herabgesetzt auf 1,0 mg/m

; 1,0 mg/m

herabgesetzt auf 0,7 mg/m

). Wenn die Toxizitätsreaktion nicht abklingt oder auch bei der

niedrigsten Dosierung erneut auftritt, muss ein Abbruch der Bortezomib-Behandlung in Betracht

gezogen werden, außer der Nutzen der Behandlung übersteigt eindeutig das Risiko.

Neuropathischer Schmerz und/oder periphere Neuropathien

Patienten, bei denen im Zusammenhang mit der Bortezomib-Behandlung neuropathische

Schmerzen und/oder periphere Neuropathien auftreten, müssen entsprechend den Angaben in

Tabelle 1 behandelt werden (siehe Abschnitt 4.4). Patienten mit vorbestehender, schwerer

Neuropathie dürfen nur nach vorheriger sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung mit Bortezomib

behandelt werden.

Tabelle 1: Empfohlene* Dosisanpassungen für Bortezomib-assoziierte Neuropathie

Schweregrad der Neuropathie

Dosierungsanpassung

Schweregrad 1 (asymptomatisch;

Verlust von Sehnenreflexen oder

Parästhesie) ohne Schmerzen oder

Funktionsverlust

Keine

Schweregrad 1 mit Schmerzen oder

Schweregrad 2 (mäßige Symptome;

eingeschränkte instrumentelle Alltagsaktivitäten

(ADL)**)

Dosissenkung von Bortezomib auf

1,0 mg/m

oder Änderung des

Bortezomib-Behandlungsschemas

auf 1,3 mg/m

einmal wöchentlich

Schweregrad 2 mit Schmerzen oder

Schweregrad 3 (schwere Symptome;

eingeschränkte Selbstversorgung ADL***)

Absetzen der Bortezomib-Behandlung bis die

Toxizitätssymptome abgeklungen sind. Nach

Abklingen der Toxizität erneuter Beginn der

Bortezomib-Behandlung und Verringerung der

Dosis auf 0,7 mg/m

einmal wöchentlich

Schweregrad 4 (lebensbedrohliche Folgen;

dringende Maßnahmen angezeigt) und/oder

schwere autonome Neuropathie

Abbruch der Bortezomib-Behandlung

Basierend auf Dosisanpassungen in Studien der Phase II und III zum multiplen Myelom und Post-Marketing-Erfahrungen. Die

Einteilung der Schweregrade basiert auf den NCI Common Toxicity Criteria CTCAE V. 4.0.

Instrumentelle ADL: bezieht sich auf die Zubereitung von Speisen, den Einkauf von Lebensmitteln oder Kleidung, das Benutzen

des Telefons, den Umgang mit Geld, usw.;

Selbstversorgung ADL: bezieht sich auf das Baden, das An- und Entkleiden, die selbständige Nahrungsaufnahme, die

Toilettenbenutzung, die Einnahme von Arzneimitteln und nicht bettlägerig zu sein.

Kombinationstherapie mit pegyliertem, liposomalen Doxorubicin

Bortezomib 3,5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung wird durch intravenöse oder

subkutane Injektion in der empfohlenen Dosis von 1,3 mg/m

Körperoberfläche zweimal

wöchentlich über einen Zeitraum von zwei Wochen an den Tagen 1, 4, 8 und 11 in einem

Behandlungszyklus von 21 Tagen angewendet. Dieser Zeitraum von 3 Wochen wird als ein

Behandlungszyklus angesehen. Zwischen den aufeinanderfolgenden Bortezomib-Dosen sollen

mindestens 72 Stunden vergehen.

Pegyliertes, liposomales Doxorubicin wird nach der Injektion von Bortezomib durch eine

einstündige intravenöse Infusion in der empfohlenen Dosis von 30 mg/m

an Tag 4 des

Bortezomib-Behandlungszyklus angewendet.

Solange die Patienten nicht progredient sind und die Behandlung vertragen, können bis zu 8

Behandlungszyklen in dieser Kombination angewendet werden. Patienten, die ein vollständiges

Ansprechen erreichen, können mit der Behandlung für mindestens 2 Behandlungszyklen nach dem

ersten Nachweis des vollständigen Ansprechens weiter behandelt werden, auch wenn dies eine

Behandlung von mehr als 8 Behandlungszyklen erfordert. Patienten, deren Paraprotein-Spiegel

nach 8 Behandlungszyklen weiter abfällt, können ebenfalls weiter behandelt werden, solange die

Behandlung vertragen wird und sie weiterhin auf die Behandlung ansprechen.

Für zusätzliche Informationen zu pegyliertem, liposomalen Doxorubicin ist die entsprechende

Fachinformation zu beachten.

Kombination mit Dexamethason

Bortezomib 3,5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung wird durch intravenöse oder

subkutane Injektion in der empfohlenen Dosis von 1,3 mg/m

Körperoberfläche zweimal

wöchentlich über einen Zeitraum von zwei Wochen an den Tagen 1, 4, 8 und 11 in einem

Behandlungszyklus von 21 Tagen angewendet. Dieser Zeitraum von 3 Wochen wird als ein

Behandlungszyklus angesehen. Zwischen den aufeinanderfolgenden Bortezomib-Dosen sollen

mindestens 72 Stunden vergehen.

Dexamethason 20 mg wird an den Tagen 1, 2, 4, 5, 8, 9, 11 und 12 des Bortezomib-

Behandlungszyklus oral eingenommen.

Patienten, die nach 4 Behandlungszyklen in dieser Kombinationstherapie ein Ansprechen oder eine

Stabilisierung der Erkrankung erreichen, können die gleiche Kombination für maximal 4 weitere

Behandlungszyklen erhalten.

Für zusätzliche Informationen zu Dexamethason ist die entsprechende Fachinformation zu

beachten.

Dosisanpassungen bei Kombinationstherapie bei Patienten mit progressivem multiplen Myelom

Für eine Dosisanpassung von Bortezomib bei Kombinationstherapie sind die Vorgaben zur

Dosisanpassung bei Monotherapie wie oben zu beachten.

Dosierung bei Patienten mit bisher unbehandeltem multiplen Myelom, die für eine

hämatopoetische Stammzelltransplantation nicht geeignet sind

Kombinationstherapie mit Melphalan und Prednison

Bortezomib 3,5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung wird durch intravenöse oder

subkutane Injektion in Kombination mit oralem Melphalan und oralem Prednison angewendet, wie

in Tabelle 2 dargestellt wird. Ein Behandlungszyklus entspricht einer 6-wöchigen Dauer. In den

Zyklen 1-4 wird Bortezomib zweimal wöchentlich angewendet an den Tagen 1, 4, 8, 11, 22, 25, 29

und 32. In den Zyklen 5-9 wird Bortezomib einmal wöchentlich angewendet an den Tagen 1, 8, 22

und 29.

Zwischen den aufeinanderfolgenden Bortezomib-Dosen sollen mindestens 72 Stunden vergehen.

Melphalan und Prednison sollten an den Tagen 1, 2, 3 und 4 der ersten Woche eines jeden

Bortezomib-Behandlungszyklus oral gegeben werden. Neun Behandlungszyklen dieser

Kombinationstherapie werden angewendet.

Tabelle 2:

Empfohlene Dosierung für Bortezomib in Kombination mit Melphalan und Prednison

Bortezomib zweimal wöchentlich (Zyklen 1-4)

Woche

1

2

3

4

5

6

(1,3 mg/m

Ruhe-

phase

Ruhe-

phase

M (9 mg/m

P (60 mg/m

Ruhe

-phase

Ruhe-

phase

Bortezomib einmal wöchentlich (Zyklen 5-9)

Woche

1

2

3

4

5

6

(1,3 mg/m

Ruhe

-phase

Tag 22

Tag 29

Ruhe-

phase

M (9 mg/m

P (60 mg/m

Ruhe

-phase

Ruhe-

phase

Btz= Bortezomib; M=Melphalan, P=Prednison

Dosisanpassungen während der Behandlung und nach erneutem Beginn einer Behandlung bei

Kombinationstherapie mit Melphalan und Prednison

Vor Beginn eines neuen Therapiezyklus:

Die Zahl der Thrombozyten soll ≥ 70 x 10

/l und die Gesamt-Neutrophilenzahl (ANC) soll

≥ 1.0 x 10

/l betragen.

Nicht-hämatologische Toxizitäten sollen bis auf Schweregrad 1 oder den Ausgangswert

zurückgegangen sein.

Tabelle 3:

Dosisanpassungen während aufeinanderfolgender Zyklen der Bortezomib-Therapie in

Kombination mit Melphalan und Prednison

Toxizität

Dosisanpassung oder Verzögerung

Hämatologische Toxizität während eines

Eine Verringerung der Melphalan-Dosis um 25 %

im nächsten Zyklus in Betracht ziehen

Wenn im vorausgegangenen Zyklus eine

anhaltende Neutropenie oder

Thrombozytopenie vom Schweregrad 4,

oder eine Thrombozytopenie mit Blutung

beobachtet wurde

Wenn an einem Tag mit Bortezomib-

Dosis (außer Tag 1), die Thrombozyten-

zahl ≤ 30 x 10

/l oder der ANC ≤ 0,75 x

/l ist

Die Bortezomib-Behandlung soll ausgesetzt

werden

Wenn mehrere Bortezomib-Dosen in einem

Zyklus ausgesetzt werden (≥ 3 Dosen bei

zweimal wöchentlicher Anwendung oder ≥

2 Dosen bei einmal wöchentlicher

Anwendung)

Die Bortezomib-Dosis soll um ein Dosierungs-

niveau reduziert werden (von 1,3 mg/m

1 mg/m

oder von 1 mg/m

auf 0,7 mg/m

Nicht-hämatologische Toxizitäten mit einem

Schweregrad ≥ 3

Die Bortezomib-Therapie soll ausgesetzt werden,

bis die Symptome der Toxizität auf Schweregrad

1 oder den Ausgangswert zurückgegangen sind.

Danach kann die Behandlung mit Bortezomib mit

einer um ein Niveau niedrigeren Dosis (von

1,3 mg/m

auf 1 mg/m

oder von 1 mg/m

0,7 mg/m

) wieder aufgenommen werden. Bei mit

Bortezomib in Verbindung gebrachtem

neuropathischen Schmerz und/oder peripherer

Neuropathie soll Bortezomib ausgesetzt und/oder

angepasst werden wie in Tabelle 1 beschrieben.

Für zusätzliche Informationen zu Melphalan und Prednison sind die entsprechenden

Fachinformationen zu beachten.

Dosierung bei Patienten mit bisher unbehandeltem multiplen Myelom, die für eine

hämatopoetische Stammzelltransplantation geeignet sind (Induktionstherapie)

Kombinationstherapie mit Dexamethason

Bortezomib 3,5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung wird durch intravenöse oder

subkutane Injektion in der empfohlenen Dosis von 1,3 mg/m

Körperoberfläche zweimal

wöchentlich über einen Zeitraum von zwei Wochen an den Tagen 1, 4, 8 und 11 in einem

Behandlungszyklus von 21 Tagen angewendet. Dieser Zeitraum von 3 Wochen wird als ein

Behandlungszyklus angesehen. Zwischen den aufeinanderfolgenden Bortezomib-Dosen sollen

mindestens 72 Stunden vergehen.

Dexamethason 40 mg wird an den Tagen 1, 2, 3, 4, 8, 9, 10 und 11 des Bortezomib-

Behandlungszyklus oral eingenommen.

Vier Behandlungszyklen dieser Kombinationstherapie werden angewendet.

Kombinationstherapie mit Dexamethason und Thalidomid

Bortezomib 3,5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung wird durch intravenöse oder

subkutane Injektion in der empfohlenen Dosis von 1,3 mg/m

Körperoberfläche zweimal

wöchentlich über einen Zeitraum von zwei Wochen an den Tagen 1, 4, 8 und 11 in einem

Behandlungszyklus von 28 Tagen angewendet. Dieser Zeitraum von 4 Wochen wird als ein

Behandlungszyklus angesehen. Zwischen den aufeinanderfolgenden Bortezomib-Dosen sollen

mindestens 72 Stunden vergehen.

Dexamethason 40 mg wird an den Tagen 1, 2, 3, 4, 8, 9, 10 und 11 des Bortezomib-Behandlungs-

zyklus oral eingenommen.

Thalidomid 50 mg wird täglich an den Tagen 1-14 oral eingenommen und bei Verträglichkeit wird

die Dosis an den Tagen 15-28 auf 100 mg erhöht und kann danach auf 200 mg täglich ab dem 2.

Behandlungszyklus weiter erhöht werden (siehe Tabelle 4).

Vier Behandlungszyklen dieser Kombinationstherapie werden angewendet. Es wird empfohlen,

dass Patienten, die mindestens teilweise ansprechen, 2 weitere Zyklen erhalten.

Tabelle 4:

Dosierung der Bortezomib-Kombinationstherapie bei Patienten mit bisher unbehandeltem

multiplen Myelom, die für eine hämatopoetische Stammzelltransplantation geeignet sind

Btz + Dx

Zyklen 1 bis 4

Woche

1

2

3

Btz

(1,3 mg/m

Tag 1, 4

Tag 8, 11

Ruhephase

Dx 40 mg

Tag 1, 2, 3, 4

Tag 8, 9, 10, 11

Btz +Dx+T

Zyklus 1

Week

1

2

3

4

Btz

(1,3 mg/m

Tag 1, 4

Tag 8, 11

Ruhephase

Ruhephase

T 50 mg

Täglich

Täglich

T 100 €

Täglich

Täglich

Dx 40 mg

Tag 1, 2, 3, 4

Tag 8, 9, 10, 11

Zyklen 2 bis 4

b

Btz

(1,3 mg/m

Tag 1, 4

Tag 8, 11

Ruhephase

Ruhephase

T 200 €

Täglich

Täglich

Täglich

Täglich

Dx 40 mg

Tag 1, 2, 3, 4

Tag 8, 9, 10, 11

Btz= Bortezomib; Dx=Dexamethason; T=Thalidomid

a ‘

Die Thalidomid-Dosis wird nur bei Verträglichkeit von 50 mg ab Woche 3 des Zyklus 1 auf 100 mg und bei Verträglichkeit

von 100 mg ab Zyklus 2 auf 200 mg erhöht.

Patienten, die nach 4 Zyklen mindestens ein teilweises Ansprechen erreichen, können bis zu 6 Zyklen erhalten.

Dosisanpassung bei Patienten, die für eine Transplantation geeignet sind

Für eine Dosisanpassung von Bortezomib sind die Vorgaben zur Dosisanpassung bei Monotherapie

zu beachten.

Wenn Bortezomib in Kombination mit anderen chemotherapeutischen Arzneimitteln gegeben wird,

sollen zudem im Falle von Toxizitäten geeignete Dosisreduktionen für diese Produkte, gemäß den

Empfehlungen in den Fachinformationen, in Betracht gezogen werden.

Dosierung bei Patienten mit bisher unbehandeltem Mantelzell-Lymphom (MCL)

Kombinationstherapie mit Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin und Prednison (BtzR-CAP)

Bortezomib 3,5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung wird durch intravenöse oder

subkutane Injektion in der empfohlenen Dosis von 1,3 mg/m

Körperoberfläche zweimal

wöchentlich über einen Zeitraum von 2 Wochen an den Tagen 1, 4, 8 und 11 angewendet. Daran

schließt sich an den Tagen 12-21 eine 10-tägige Behandlungspause an. Dieser Zeitraum von 3

Wochen wird als ein Behandlungszyklus angesehen. Sechs Behandlungszyklen werden empfohlen.

Sofern das erste Ansprechen erst im 6. Behandlungszyklus beobachtet wird, können zwei weitere

Behandlungszyklen (insgesamt 8) gegeben werden. Zwischen den aufeinanderfolgenden

Bortezomib-Dosen sollen mindestens 72 Stunden vergehen.

Die folgenden Arzneimittel werden jeweils an Tag 1 eines jeden 3-wöchigen Bortezomib-

Behandlungszyklus als intravenöse Infusionen angewendet: Rituximab 375 mg/m

Cyclophosphamid 750 mg/m

und Doxorubicin 50 mg/m

Prednison 100 mg/m

wird oral an den Tagen 1, 2, 3, 4 und 5 eines jeden Bortezomib-Behandlungs-

zyklus eingenommen.

Dosisanpassungen während der Behandlung bei Patienten mit bisher unbehandeltem Mantelzell-

Lymphom

Vor Beginn eines jeden Therapiezyklus:

Die Zahl der Thrombozyten soll ≥ 100.000/μl und die Gesamt-Neutrophilenzahl (ANC) soll

≥ 1.500/μl betragen

Die Zahl der Thrombozyten soll ≥ 75.000/μl bei Patienten mit einer Knochenmarkinfiltration

und/oder einem gesteigerten Thrombozyten-Abbau durch eine MCL bedingte Splenomegalie

betragen

Hämoglobin ≥ 8 g/dL

Nicht-hämatologische Toxizitäten sollen bis auf Schweregrad 1 oder den Ausgangswert

zurückgegangen sein.

Die Bortezomib-Behandlung muss bei Auftreten jeglicher Bortezomib-bedingter nicht-hämato-

logischer Toxizitäten ≥ Grad 3 (mit Ausnahme einer Neuropathie) oder jeglicher hämatologischer

Toxizitäten ≥ Grad 3 ausgesetzt werden (siehe auch Abschnitt 4.4). Für Dosisanpassungen, siehe

Tabelle 5 unten.

Bei hämatologischer Toxizität können Granulozyten-Kolonie stimulierende Faktoren gemäß dem

lokalen Standard angewendet werden. Im Falle wiederholter Verzögerungen bei der Anwendung

der Zyklen soll eine prophylaktische Anwendung von Granulozyten-Kolonie stimulierenden

Faktoren in Betracht gezogen werden. Falls klinisch angemessen, soll zur Behandlung einer

Thrombozytopenie eine Thrombozytentransfusion in Betracht gezogen werden.

Tabelle 5:

Dosisanpassungen während der Behandlung von Patienten mit bisher unbehandeltem Mantelzell-

Lymphom

Toxizität

Dosisanpassung oder Verzögerung

Hämatologische Toxizität

Neutropenie ≥ Grad 3 mit Fieber,

Neutropenie Grad 4, die mehr als 7

Tage anhält, eine Thrombozytenzahl <

10.000/

Die Bortezomib-Behandlung soll für bis zu

2 Wochen ausgesetzt werden, bis der Patient eine

ANC ≥ 750/μl und eine Thrombozytenzahl

≥ 25.000/μl hat.

Falls nach Aussetzen von Bortezomib

die Toxizität nicht auf die oben

angegebenen Werte zurückgeht, muss

Bortezomib abgesetzt werden.

Wenn die Toxizität zurückgeht, d. h.

der Patient eine ANC ≥ 750/μl und eine

Thrombozytenzahl ≥ 25.000/μl hat,

kann die Behandlung mit Bortezomib

mit einer um ein Niveau niedrigeren

Dosis (von 1,3 mg/m

auf 1 mg/m

oder

von 1 mg/m

auf 0,7 mg/m

) wieder

aufgenommen werden.

Thrombozytenzahl < 25,000/μL. Oder

die ANC < 750/μL an einem

Bortezomib-Behandlungstag (außer

Tag 1 eines jeden Zyklus)

Die Bortezomib-Behandlung sollte ausgesetzt

werden.

Nicht-hämatologische Toxizitäten mit einem

Schweregrad ≥ 3, die mit Bortezomib in

Verbindung gebracht werden

Die Bortezomib-Behandlung soll ausgesetzt

werden, bis die Symptome der Toxizität auf

Schweregrad 2 oder besser zurückgegangen sind.

Danach kann die Behandlung mit Bortezomib mit

einer um ein Niveau niedrigeren Dosis (von 1,3

mg/m2 auf 1 mg/m2 oder von 1 mg/m2 auf 0,7

mg/m2) wieder aufgenommen werden. Bei

Bortezomib-assoziiertem neuropathischen

Schmerz und/oder peripherer Neuropathie soll

Bortezomib, wie in Tabelle 1 beschrieben,

ausgesetzt und/oder angepasst werden.

Wenn Bortezomib in Kombination mit anderen chemotherapeutischen Arzneimitteln gegeben wird,

sollen zudem im Falle von Toxizitäten geeignete Dosisreduktionen für diese Produkte, gemäß den

Empfehlungen in den Fachinformationen, in Betracht gezogen werden.

Spezielle Patientengruppen

Ältere Patienten

Es liegen keine Nachweise vor, die darauf hindeuten, dass eine Dosisanpassung bei Patienten über

65 Jahren mit multiplem Myelom oder Mantelzell-Lymphom erforderlich ist.

Es gibt keine Studien zur Anwendung von Bortezomib bei älteren Patienten mit bisher

unbehandeltem multiplen Myelom, die für eine Hochdosis-Chemotherapie mit hämatopoetischer

Stammzelltransplantation geeignet sind. Daher können bei dieser Patientengruppe keine

Dosierungsempfehlungen gegeben werden.

In einer Studie mit Patienten mit bisher unbehandeltem Mantelzell-Lymphom waren 42,9% der

Patienten, die Bortezomib erhielten, 65-74 Jahre alt und 10,4 % ≥ 75 Jahre. Von Patienten ≥ 75

Jahren wurden beide Regime, BtzR-CAP sowie R-CHOP, weniger gut vertragen (siehe Abschnitt

4.8).

Leberfunktionsstörung

Patienten mit einer leichten Leberfunktionsstörung benötigen keine Dosisanpassung und sollen mit

der empfohlenen Dosis behandelt werden. Patienten mit einer mäßigen oder schweren

Leberfunktionsstörung sollen die Behandlung mit Bortezomib mit einer reduzierten Dosis von

0,7 mg/m

pro Injektion während des ersten Behandlungszyklus beginnen. Abhängig von der

Verträglichkeit kann eine anschließende Dosissteigerung auf 1,0 mg/m

oder eine weitere

Dosisreduktion auf 0,5 mg/m

in Betracht gezogen werden (siehe Tabelle 6 und Abschnitte 4.4 und

5.2).

Tabelle 6:

Empfohlene Anpassung der Anfangsdosis von Bortezomib bei Patienten mit Leberfunktionsstörung

Grad der

Leberfunk-

tionsstörung

Bilirubin-Wert

SGOT

(AST)

Werte

Modifizierung der

Anfangsdosis

Leicht

≤ 1.0 x ULN

> ULN

Keine

> 1.0 x – 1.5 x ULN

Jeder

Keine

Mäßig

> 1.5 x – 3 x ULN

Jeder

Reduktion von Bortezomib auf

0,7 mg/m

im ersten

Behandlungszyklus. Abhängig von der

Verträglichkeit ist eine Dosissteigerung

auf 1,0 mg/m

oder eine weitere

Dosisreduktion auf 0,5 mg/m

in den

nachfolgenden Zyklen in Betracht zu

ziehen.

Schwer

> 3 x ULN

Jeder

Abkürzungen: SGOT=Serum-Glutamat-Oxalacetat-Transaminase; AST=Aspartat-Aminotransferase; ULN=Obergrenze des

Normbereich (upper limit of the normal range).

* Basierend auf der Klassifizierung der NCI Organ Dysfunction Working Group für die Kategorisierung von Leberfunktionsstörungen

(leicht, mäßig, schwer).

Nierenfunktionsstörung

Die Pharmakokinetik von Bortezomib wird bei Patienten mit leichter bis mäßiger

Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance [CrCl] > 20 ml/min/1,73 m

) nicht beeinflusst; daher

sind Dosisanpassungen bei diesen Patienten nicht notwendig. Es ist nicht bekannt, ob die

Pharmakokinetik von Bortezomib bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen (CrCl <

20 ml/min/1.73 m

) ohne Dialysetherapie beeinflusst wird. Da die Dialyse die Bortezomib-

Konzentrationen verringern kann, ist Bortezomib nach dem Dialysevorgang anzuwenden (siehe

Abschnitt 5.2).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Bortezomib bei Kindern unter 18 Jahren ist nicht erwiesen

(siehe Abschnitte 5.1 und 5.2). Zurzeit vorliegende Daten werden in Abschnitt 5.1 beschrieben;

eine Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht gegeben werden.

Art der Anwendung

Bortezomib 3.5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung ist sowohl zur intravenösen als

auch subkutanen Anwendung bestimmt.

Bortezomib darf nicht über andere Applikationswege angewendet werden. Intrathekale

Anwendungen hatten letale Ausgänge zur Folge.

Intravenöse Injektion

Die mit Bortezomib 3,5 mg zubereitete Lösung soll als intravenöse Bolusinjektion über 3 bis 5

Sekunden über einen peripheren oder zentralen intravenösen Katheter gegeben werden, gefolgt von

einer Spülung mit 9 mg/ml (0,9 %) Natriumchloridlösung für Injektionszwecke. Zwischen den

aufeinanderfolgenden Bortezomib-Dosen sollen mindestens 72 Stunden vergehen.

Subkutane Injektion

Die mit Bortezomib 3,5 mg zubereitete Lösung soll subkutan in den Oberschenkel (rechter oder

linker) oder in die Bauchdecke (rechts oder links) gegeben werden. Die Lösung soll subkutan in

einem Winkel von 45-90° injiziert werden. Die Injektionsstellen sollen bei aufeinanderfolgenden

Injektionen gewechselt werden.

Sollten nach subkutaner Injektion von Bortezomib lokale Reaktionen an der Injektionsstelle

auftreten, kann entweder eine niedriger konzentrierte Bortezomib-Lösung (Bortezomib 3,5 mg

zubereitet zu 1 mg/ml statt 2,5 mg/ml) subkutan gegeben werden oder es wird ein Wechsel zu einer

intravenösen Injektion empfohlen.

Wenn Bortezomib in Kombination mit anderen Arzneimitteln gegeben wird, sind die

entsprechenden Fachinformationen hinsichtlich der Hinweise zur Art der Anwendung zu beachten.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, gegen Bor oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile. Akute diffus infiltrative pulmonale und perikardiale Erkrankung.

Wenn Bortezomib in Kombination mit anderen Arzneimitteln gegeben wird, sind die

entsprechenden Fachinformationen hinsichtlich zusätzlicher Kontraindikationen zu beachten.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Wenn Bortezomib in Kombination mit anderen Arzneimitteln gegeben wird, müssen die

Fachinformationen dieser anderen Arzneimittel vor Beginn der Behandlung mit Bortezomib

beachtet werden. Wenn Thalidomid angewendet wird, muss besonders darauf geachtet werden,

einen Schwangerschaftstest und erforderliche Verhütungsmaßnahmen durchzuführen (siehe

Abschnitt 4.6).

Intrathekale Anwendung

Nach unbeabsichtigter intrathekaler Anwendung von Bortezomib traten Fälle mit letalem Ausgang

auf. Bortezomib 3,5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung ist ausschließlich zur

intravenösen oder subkutanen Anwendung bestimmt. Bortezomib darf nicht intrathekal angewendet

werden

.

Gastrointestinale Toxizität

Gastrointestinale Toxizität, einschließlich Übelkeit, Diarrhö, Erbrechen und Obstipation tritt sehr

häufig während der Bortezomib-Behandlung auf. Fälle von Ileus wurden gelegentlich berichtet

(siehe Abschnitt 4.8). Daher sollen Patienten, bei denen eine Obstipation auftritt, sorgfältig

überwacht werden.

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